Gemeindegründung gemäss Paulus

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Prediger

Martin Manten

Datum
14. April 2024

Transkription

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[0:00] Autofahren ohne Treibstoff funktioniert nicht.

[0:21] Das weiß jeder. Stumpfe Messer, nutzlos. Weiß auch jeder.

[0:35] Essen ohne Steak für gewisse Leute, kein Essen, wissen einige. Für andere ist das Steak nicht so wichtig, da sind mehr die Gemüsebeilagen, aber das muss jeder selber wissen.

[0:50] Ikea-Möbel zusammenbauen, ohne die Bauanleitung zur Rate zu ziehen. Das ist keine gute Idee.

[1:04] Das weiß eigentlich auch jeder. Und dennoch gibt es immer wieder irgendwelche, die es trotzdem versuchen. Das Resultat ist in den meisten Fällen ziemlich frustrierend.

[1:19] Müssen auch wir Männer uns eingestehen. Nun, eine Gemeinde zu gründen, aufzubauen, zu leiten, ohne die nötige Anleitung zu beachten, ohne die Anweisungen der Schrift zu befolgen, ist nicht nur dumm und töricht.

[1:44] Es ist ein Schlag mitten ins Gesicht Gottes. Wenn wir meinen, wir können hier einfach ein bisschen vor uns her wursteln, wie wir gerade lustig sind.

[1:57] Damit das nicht geschieht, wollen wir heute von Paulus lernen. Und ich wage jetzt zu behaupten, dass er wohl einer der bewährtesten Gemeindegründe ist, die es je gab.

[2:13] Bitte schlagt eure Bibeln auf. Apostelgeschichte 20. Wir lesen die Verse 17 bis 32. Apostelgeschichte 20, 17 bis 32.

[2:29] Von Milet aber sandte er, das ist Paulus, nach Ephesus und ließ die Ältesten der Versammlung herüberrufen.

[2:50] Als sie aber zu ihm gekommen waren, sprach er zu ihnen, ihr wisst, wie ich vom ersten Tag an, als ich nach Asien kam, die ganze Zeit bei euch gewesen bin, dem Herrn dienend mit aller Demut und mit Tränen und Versuchungen, die mir durch die Anschläge der Juden widerfuhren, wie ich nichts zurückgehalten habe von dem, was nützlich ist, dass ich es euch nicht verkündigt und euch gelehrt hätte, öffentlich und in den Häusern, indem ich sowohl Juden als auch Griechen die Buße zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus bezeugte.

[3:30] Und nun siehe, gebunden in meinen Geist gehe ich nach Jerusalem, ohne zu wissen, was mir dort begegnen wird. Außer, dass der Heilige Geist mir von Stadt zu Stadt bezeugt und sagt, dass Fesseln und Bedrängnisse mich erwarten.

[3:44] Aber ich nehme keine Rücksicht auf mein Leben als teuer für mich selbst, damit ich meinen Lauf vollende und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, zu bezeugen, das Evangelium der Gnade Gottes.

[4:02] Und nun siehe, ich weiß, dass ihr alle, unter denen ich das Reich predigend umhergegangen bin, mein Angesicht nicht mehr sehen werdet.

[4:13] Deshalb bezeuge ich an dem heutigen Tag, dass ich rein bin von dem Blut aller, denn ich habe nichts zurückgehalten, euch den ganzen Ratschluss Gottes zu verkündigen.

[4:24] Habt Acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in die euch der Heilige Geist als Aufseher gesetzt hat, die Versammlung Gottes zu hüten, die er sich erworben hat durch das Blut seines eigenen.

[4:41] Ich weiß, dass nach meinem Abschied reißende Wölfe zu euch hereinkommen werden, die die Herde nicht verschonen. Und aus euch selbst werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen hinter sich her.

[4:58] Darum wacht. Und denkt daran, dass ich drei Jahre lang, Nacht und Tag, nicht aufgehört habe, einen jeden mit Tränen zu ermahnen.

[5:09] Und nun befehle ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade an, das Vermag aufzuerbauen und das Erbe zu geben unter allen Geheiligten.

[5:25] Die Predigt habe ich überschrieben mit dem folgenden Titel. Gemeindegründung gemäß Paulus. Gemeindegründung gemäß Paulus.

[5:36] Und ich weiß nicht, wie es dir geht oder wie du diese Dinge handhabst, aber ich lerne gerne von Leuten, die wissen, was sie tun.

[5:52] Die Erfahrung haben. Die in ihrem, wenn wir es so sagen dürfen, Fachgebiet bewährt sind. Und sich auch als bewährt erwiesen haben über die Zeit.

[6:06] Dieses Vorgehen entspricht eigentlich nichts anderem als dem, was wir in 2. Timotheus 2, 2 lesen. Die Bibel nennt das Jüngerschaft.

[6:16] Eigentlich ist es das Einmaleins der Jüngerschaft. Wo Paulus Timotheus Folgendes sagt. Was du von mir gelernt hast, vertrau treuen Männern an, die wiederum fähig sind, andere zu unterweisen.

[6:37] Paulus war treu. Paulus war fähig. Und hat in Timotheus offensichtlich einen Sohn, ein Kind im Glauben gefunden, das diese Qualitäten auch verkörpert hat.

[6:51] Und überträgt ihm die Aufgabe, das, was er von ihm empfangen hat, weiterzugeben. Und die, die es empfangen, wiederum anzuweisen, es weiterzugeben. Das ist die Kette, wie sie sich fortführt.

[7:04] Und man lernt von denen, die vorausgegangen sind. Die wir kennen. Die wir gesehen haben. Mit denen wir Zeit verbracht haben. Nun, Paulus gab Timotheus nicht nur ein paar gute Ratschläge hier und da.

[7:24] 1. Timotheus 4,12 lesen wir auch folgenden Rat. Niemand verachte deine Jugend, sondern sei ein Vorbild der Gläubigen in Wort, in Wandel, in Liebe, in Glauben, in Reinheit.

[7:47] Und diesen Rat, wiederum, hat der Timotheus nicht nur gegeben, sondern er hat ihn auch selber befolgt. Am Ende schreibt Paulus nämlich Folgendes.

[7:59] 1. Timotheus 6,12. Nein, 1. Timotheus 6,12 ist der Rat. Kämpfe den guten Kampf des Glaubens. Ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen worden bist und bekannt hast, das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen.

[8:13] Und am Ende seines Lebens, in 2. Timotheus 4,7, sehen wir, dass Paulus diesen Rat auch befolgt hat. Ich habe den guten Kampf gekämpft.

[8:24] Ich habe den Lauf vollendet. Ich habe den Glauben bewahrt. Und er hat ihn weitergegeben. Damit er weitergegeben wird. Damit das, was schon immer war, war, weitergegeben wird.

[8:43] Wahrheit per Definition ist immer wahr. Wahr, wahr, ist wahr, bleibt wahr, weil sonst ist es keine Wahrheit. Und es gibt Wahrheiten, die einfach grundlegend sind, wenn wir gewisse Dinge in Angriff nehmen wollen.

[9:03] Und wisst ihr, wenn wir über Gemeindegründung nachdenken und wir sind eine und wir denken über die nächste nach, dann gibt es, zumindest bin ich da gelandet, nichts Naheliegendes aus Apostelgeschichte.

[9:23] Apostelgeschichte. In der Apostelgeschichte sehen wir die Geburtsstunde der Gemeinde generell. Apostelgeschichte ist quasi das Geburtshaus, könnte man sagen, wo viele Gemeinden geboren werden, gegründet werden.

[9:43] Und wir werden nicht nur zeugen, wie sie gegründet werden, wir werden auch zeugen, wie sie wachsen, reifen, erwachsen werden, genauso wie wir es in unserem Text hier haben, Apostelgeschichte 20.

[9:57] Und Apostelgeschichte 20 nimmt in jeder Hinsicht eine spezielle Rolle ein, denn Lukas hat eine einzige Rede von Paulus festgehalten.

[10:11] Alles andere berichtet er nur darüber. hier kommt Paulus selbst zu Wort. Das ist die einzige Rede, die wir haben. Und worum geht es in dieser Rede?

[10:23] Und letztendlich geht es darum, dass Paulus den Staffelstab an die Ältesten in Ephesus übergibt. Und sie erinnert an Dinge, die sie nicht vergessen sollen und Dinge, die sie beherzigen sollen für die Zukunft.

[10:35] und erste und letzte Worte, denen muss man immer eine spezielle Aufmerksamkeit bitten.

[10:47] Auch wenn in einer ganzen Berichterstattung wie der Apostelgeschichte von Paulus eine einzige Rede live festgehalten wird.

[10:59] diese Passagen müssen wir genau anschauen und das werden wir jetzt auch tun. Und ich werde euch heute vier nicht verhandelbare Wahrheiten, die sind nicht verhandelbar, okay?

[11:13] Die sind einzementiert. Die bilden das Fundament und sie sind nicht verhandelbar. Ich werde euch diese vier nicht verhandelbaren Wahrheiten aufzeigen, an die wir uns halten sollen, damit Gemeindegründung nicht einfach ein romantischer, abenteuerlicher Traum ist, der potenziell zu einem Riesenalbtraum werden kann.

[11:43] Es gibt unzählige Gemeindegründungen, die Schiffbruch erlitten haben und nicht wenige Opfer und Geschädigte hinterlassen haben, weil das Wort Gottes nicht beherzigt wurde.

[11:58] Es wurde nicht studiert, man hat sich nicht darum gekümmert, man hat einfach gedacht, lass uns mal anfangen, immer schön drauf los, Gott wird es schon richten.

[12:09] Wisst ihr, um Gott mache ich mir nie Sorgen, der weiß, was er tut. Aber wissen wir, was wir tun? Haben wir uns schlau gemacht, um uns dann auch daran zu halten, was Gottes Wort diesbezüglich lehrt.

[12:27] Und ich kann euch eins im Vornherein verraten, ohne Wort, ohne die Basis des Wortes, keine Gemeindegründung.

[12:41] Zumindest keine biblische, gesunde, solide Gemeindegründung. Alles steht und fällt mit diesen vier Wahrheiten, die sich alle um das Wort Gottes herumdrehen und es sind die folgenden Wahrheiten, die Gemeindegründer und nur nebenbei, wir werden das noch mehr ausarbeiten, heute Morgen und am Nachmittag, Gemeindegründer sind nicht nur die paar, die gehen.

[13:04] Es sind auch nicht die Leiter der Gemeindegründung, allein. Gemeindengründen, Gemeinden. Wir sind alle involviert, hoffentlich, und erkennen unseren Teil in einer Gemeindegründung.

[13:20] Also diese Wahrheiten gelten für uns alle. Du kannst dich jetzt also nicht zurücklehnen und denken, naja, ich bleibe eh in Turbenthal, ist eh warm heute, zum Glück muss ich jetzt nicht aufpassen, doch musst du.

[13:35] Gemeindengründen, Gemeinden, du bist Teil dieser Gemeinde. Die vier Wahrheiten, die Gemeindegründer auszeichnen sollen, die Gott uns in seiner Gnade gegeben hat, damit wir uns daran halten, sind folgende.

[13:50] Gemeindegründer leben das Wort, Gemeindegründer verkünden das Wort, Gemeindegründer achten auf das Wort und sie vertrauen dem Wort.

[14:08] Nochmal, Gemeindegründer leben das Wort, Gemeindegründer verkünden das Wort, sie achten auf das Wort und sie setzen alle ihr Vertrauen auf das Wort letztendlich.

[14:25] Also lasst uns mit dieser ersten Wahrheit beginnen, Gemeindegründer leben das Wort, sie leben es.

[14:35] Apostelgeschichte 20, Vers 17, Paulus ruft die Ältesten zu sich hinüber nach Milet, die Ältesten von Ephesus und so beginnt er seine Rede an sie.

[14:52] Ihr wisst, ihr wisst, wie ich vom ersten Tag an, als ich nach Asien kam, die ganze Zeit bei euch gewesen bin.

[15:05] Ihr wisst, dass ihr ist besonders hervorgehoben, es ist betont, er sagt, ihr wisst es genau. Warum kann er das sagen? weil er selbst da war, weil er mit der ganzen Gemeinde, aber mit den Ältesten speziell drei Jahre verbracht hat und sie wissen nicht nur, was er gelehrt hat, sie wissen auch, wie er gelebt hat und sagt, ihr wisst es, ihr habt das gesehen, ihr wart dabei und das Wort, was er benutzt für ihr wisst, ist nicht einfach nur Kopfwissen, okay, nicht nur, ihr habt das irgendwie mitbekommen.

[15:46] Es ist ein Wort aus dem Griechischen, das wir aber auch kennen in unserem Alltag als Christen. Das Wort für ihr wisst ist Epistamai.

[16:01] Epistamai. Es bedeutet verstehen, kennen, Zeuge einer Sache gewesen zu sein und es deshalb kennen und verstehen.

[16:13] es ist nicht nur Klassenzimmer Lehre. Es ist dabei gewesen zu sein und es ist bezeichnend, dieses Verb kommt nur 14 Mal vor im Neuen Testament und neun Mal in der Apostelgeschichte.

[16:29] Weil wenn du Gemeindegründung lernen willst, dann musst du dabei sein. Du musst dir die Hände schmutzig machen, du musst sehen, was das ganz praktisch bedeutet.

[16:43] Wie man im Englischen so schön sagt, the good, the bad and the ugly. Alles, was dazu gehört. Nicht nur diese glorifizierte Vorstellung oder romantisch abenteuerlich, ach, lass uns doch eine Gemeinde gründen.

[16:57] Das reicht nicht. Das reicht nicht. Sie wussten es. Sie haben sein Leben gesehen. Und in der Theologie wird von diesem Verb ein Begriff abgeleitet, die sogenannte Epistemologie.

[17:14] In der Theologie ist das ein feststehender Begriff. Und es ist ein zusammengesetztes Wort aus Erkenntnis und Lehre. Es ist die Erkenntnislehre.

[17:25] Es bedeutet, Dinge wirklich zu lernen, um sie zu verstehen. Es wird auch wie folgt definiert, die Epistemologie fragt nach den Voraussetzungen und Zielen der Erkenntnis.

[17:43] Was ist die Voraussetzung, um Erkenntnis wirklich zu bekommen? Und wenn ich sie dann habe, was soll ich damit anfangen? Welches Ziel wird damit verfolgt?

[17:56] Und ein Wort, das euch vielleicht geläufiger ist, Epistel. Was ist eine Epistel? Alle, die gestern in Bibelkunde waren beim EBTC, müssen wissen, was ein Epistel ist.

[18:10] Und alle, die Bibelkunde sonst gemacht haben, wissen es hoffentlich auch noch. Was ist ein Epistel? Ein Lehrbrief? So werden sie genannt.

[18:23] Epistel sind Lehrbriefe. Verstehen, dabei sein, lernen, mit dem Ziel, es anzuwenden und umzusetzen.

[18:36] Und in diesem Sinne ist Apostelgeschichte nicht ein geschriebener Lehrbrief, sondern ein gelebter.

[18:46] Das, was wir haben, Paulus lebt. Das, was er nachher in den Episteln festhält, lebt er hier. Hier ist quasi der erste Durchlauf. Hier sammelt er seine Erfahrungen, die er dann unter der Leitung des Geistes in den Episteln auch in Bezug auf Gemeinde festhält.

[19:07] Aber hier werden wir Zeugen davon, wie das Ganze passiert. Und die Epheser waren auch Zeugen davon. Und deshalb kann er sagen, ihr wisst es. Es ist nicht so, dass ihr nicht wisst, worum es geht.

[19:20] Die Frage ist nur, was ihr damit macht. Und zwar nicht nur jetzt, sondern auch in Zukunft. Nun, die Voraussetzungen, um Erkenntnis zu bekommen, hier, das Wort und das Ziel ist, das Wort gelebt und gelehrt.

[19:42] Aber vorher muss es gelernt werden. Aber alles dreht sich um das Wort. Alles. und diese Einstellung von Paulus, Jüngerschaft zu betreiben, nicht als ein Klassenzimmer Akt, sondern Leute dabei zu haben, damit sie sehen und schmecken und erleben und fühlen und hören und zum Greifen und zum Greifen nah wird.

[20:13] Das war schon immer die Art und Weise, wie er unterwegs war. Im Thessalonicher Brief lesen wir folgendes, 1. Thessalonicher 2, 1 bis 2, 3, den ihr selbst kennt.

[20:28] Ihr kennt das. Ihr seid vertraut damit. Ihr kennt, Brüder, unseren Eingang bei euch, dass er nicht vergeblich war, sondern nachdem wir in Philippi zuvor gelitten hatten und misshandelt worden waren, wie ihr wisst.

[20:41] Ihr seid Zeugen. Ihr kennt das. Ihr wisst, was gelaufen ist. Ihr habt es gesehen und trotzdem waren wir freimütig in unserem Gott, das Evangelium Gottes zu euch zu reden unter großem Kampf.

[20:53] Und sie haben das erlebt. Das waren nicht die idealen Voraussetzungen zum Evangelisieren. Unter großem Kampf, unter Bedrängnis. Oh ja, das mussten sie sehen.

[21:05] Weil wenn wir diese Kaffeestuben-Mentalität haben von Evangelisation, wo alles schön und angenehm ist, okay, ist nichts dagegen einzuwenden.

[21:15] Aber meistens läuft es nicht so. Und vor allem, wenn es mal anders läuft, was machst du dann? Vers 8, bringt es noch mehr auf den Punkt.

[21:37] 1. Thessalonicher 2,8 Gott, sodass wir ein sehnliches Verlangen nach euch haben, gefiel es uns wohl, euch, nicht allein das Evangelium Gottes.

[21:53] Man denkt, was, das reicht doch, wenn wir das Evangelium lehren und predigen und erklären. Nicht allein das Evangelium Gottes, sondern auch unser eigenes Leben mitzuteilen.

[22:11] Er hat nicht nur gelehrt, er hat mit ihnen zusammen gelebt und sie haben das Ganze miterlebt. Warum macht er das? Weil ihr uns lieb geworden seid.

[22:25] Es war die Liebe, die ihn zu diesem Handeln hingezogen hat. Und nachher wird es beschrieben als eine stillende Mutter, die sich um ihre Kinder kümmert und ein Vater, der seine Kinder erzieht.

[22:40] Es ist dieses Bild von innigster Gemeinschaft, Verbundenheit, wo man alles mitkriegt, was läuft. Gemeindegründer lieben das Wort.

[22:52] Sie lehren es nicht nur. Und was für ein herrliches Bild, das wir hier sehen. Und wie sieht das nun konkret aus in Bezug auf die Art und Weise, in Ephesus.

[23:04] Und es steht alles da. Paulus beschreibt es für uns. Apostelgeschichte 20, Vers 18. Ihr habt gesehen, ihr wisst, wie ich bei euch gewesen bin.

[23:18] Was ist das Erste? Als ein demütiger Diener, dem Herrn dienend in Demut. Er ist nicht als Boss dahergekommen. Er war ein Apostel, aber er kommt als demütiger Diener.

[23:34] Das haben sie gesehen. Das haben sie miterlebt. Dann schreibt er von Tränen. Das ist Anteilnahme.

[23:47] Die Leben der Leute, denen er gedient hat, die haben ihn auch betroffen gemacht. Das war nicht einfach etwas, was er irgendwie runtergespult hat. Und dann beschreibt er, dass sie auch Zeugen davon wurden, von seinen Versuchungen, weil die Juden ihn verfolgten.

[24:03] Auch das haben sie gesehen. Wie verhält er sich, wenn es mal richtig eng wird? Und wenn ihr Apostelgeschichte lest, das ist die Geschichte seines Lebens. Es wurde überall eng.

[24:13] Man hat ihn überall entweder davon gejagt oder versucht zu steinigen oder zu töten oder irgendetwas. Aber er weicht nicht vom Kurs ab. Das macht er nicht.

[24:25] Also, er ist ein demütiger Diener. Er dient unter Tränen. Er ist empathisch. Er nimmt Anteil. Er ist standhaft in den Versuchungen.

[24:38] Was haben sie noch gesehen? Er ist unermüdlich. Er hört nicht auf. In Vers 20 lesen wir Apostelgeschichte Vers 20, wie ich nichts zurückgehalten habe von dem, was nützlich ist, dass ich euch nicht verkündigt hätte und euch gelehrt hätte, öffentlich und in den Häusern.

[25:00] Also offiziell und persönlich bei den Leuten daheim unterwegs. Spielt keine Rolle. Er hat nicht nur eine Schule gehabt, wo er gesagt, kommt und hört und lernt. Er war in der Schule des Tyrannus, das lesen wir an anderer Stelle, und hat unterrichtet, aber er ging auch zu den Leuten nach Hause.

[25:18] Und im Vers 31 lesen wir, dass er drei Jahre dort war und Tag und Nacht nicht aufgehört hat, unter Tränen einen jeden zu ermahnen.

[25:31] Unermüdlich. Unermüdlich. Nichts konnte ihn davon abhalten. Und ein fünftes Merkmal.

[25:42] Also erstens ein demütiger Diener, einer, der Anteil nimmt, einer, der standhaft ist in Versuchungen, unermüdlich, Tag und Nacht dran ist, und er war auch unvoreingenommen.

[25:57] Das lesen wir in Vers 21. Auch das haben sie mitbekommen. Vers 21, in dem ich sowohl Juden als auch Griechen die Buße zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus bezeugte.

[26:09] Es spielt keine Rolle, wer es war. Keine Rolle, woher die Leute kamen. Er war für sie da. Und das haben sie nicht nur von ihm gehört, dass man das machen sollte, sie haben es gesehen.

[26:29] Und was das kommuniziert ist, Gemeinde gründen, Gemeinde sein, ist weder ein Hobby noch ein Job, den man einfach erfüllt. Es ist eine Berufung.

[26:41] Es ist die Berufung, die uns allen gilt und für Paulus war es sein Leben. Das war sein Leben. In Philippe 1 sagt er, das Leben ist für mich Christus und Sterben mein Gewinn.

[26:56] Dafür hat er gelebt. Das hat ihn mit Freude erfüllt, auch wenn es schwierig war, auch wenn es anstrengend war. Ja, aber das müssen die Leute sehen, denn wir leben in einer so komfortorientierten Gesellschaft, die so auf Wellness und seine eigenen Rückzugsgebiete und Zeit bedacht ist.

[27:23] Nichts entsteht so. Nichts. Nichts Gutes zumindest. Es ist kein Hobby, es ist nicht einfach ein 0815 Job und Dienst nach Vorschrift.

[27:39] Das ist unser Leben. Es ist unsere Berufung. Das ist Wahrheit Nummer eins. Wahrheit Nummer eins. Gemeindegründer lieben das Wort. Nun, Wahrheit Nummer zwei zeigt auf, dass das Wort, wie wir es gerade gelesen haben, in 1.

[27:55] Thessalonicher 2, nicht nur gelebt. Ja, es soll gelebt. Es gibt einen, die sagen, ja, ich bin einfach ein stilles Zeugnis. Nein, es soll eben auch gelehrt werden. Es soll auch gelehrt werden.

[28:06] Es ist nicht ein Entweder oder, sondern wie so oft, sowohl als auch. Unser Zeugnis soll unser Reden untermauern.

[28:20] Aber unser Zeugnis muss auch von Reden begleitet sein. Nur sehen reicht nicht. Sie müssen auch hören, damit sie verstehen können.

[28:30] Und das führt uns zum zweiten Punkt. Gemeindegründer lehren das Wort. Sie verkündigen das Wort. Wie machen sie das? Wie machen sie das?

[28:42] Auch hier eine wunderbare Anleitung. Vollständig. Vollständig. Paulus wiederholt zweimal. Einmal in Vers 20, dass er nichts zurückgehalten hat, was nützlich ist.

[29:00] Er hat nicht gefragt, ob es den Leuten gefällt, ob sie ihn dafür mögen. Falsche Frage. Ist es nützlich? Wenn es nützlich ist, dann hat er es gelebt und gelehrt.

[29:15] Das gleiche, die gleiche Formulierung finden wir auch in Vers 27 nochmal, wo er sagt, deshalb bezeuge ich euch an dem heutigen Tag, dass ich rein bin von dem Blut aller, denn ich habe nichts zurückgehalten, sondern euch den ganzen Ratschluss Gottes verkündigt.

[29:34] Wir machen uns also schuldig, sagt Paulus, wenn wir nur das lehren, was die Leute gerne hören, oder vielleicht auch nur das lehren, was wir gerne lehren.

[29:48] Wir haben keine Wahl, wir haben eine Verantwortung, die ganze Schrift, den ganzen Ratschluss Gottes vollständig zu lehren, vollständig, alles.

[30:01] Zweitens, was gehört auch dazu, wenn wir das Wort lehren, vollständig, immer, immer, immer, Tag und Nacht, in den Häusern und in der Schule, 5.

[30:19] Mose 6, beim Sitzen, beim Gehen, beim Stehen, egal wo, das, was drin ist, kommt raus. Christus war sein Leben, wenn du Paulus gedrückt hast, ihr wisst, wenn man drückt, kommt raus, was drin ist, das, was rauskam, wenn du Paulus gedrückt hast, auch wenn Druck von außen da war, war nicht Menschenfurcht, sondern Christus.

[30:42] Wenn du Paulus drückst, kommt aus allem Poren Evangelium raus, auch wenn er bedrängt wird, auch wenn es ihn etwas kostet, immer, immer, das war sein Ding.

[30:58] Vers 21, wer kam in den Genuss dieser Wahrheit? Alle? Alle? Erinnert ihr euch, wir haben es gesehen in Matthäus, Jesus ging zu den Aussätzigen, zu den Sündern, zu den Huren, zu den Zöllnern, zu denen, wo wir vielleicht intuitiv eher auf Abstand gehen.

[31:25] Juden und Griechen, völlig unvoreingenommen, nicht diskriminierend, würde man heute sagen.

[31:39] Das Evangelium ist für alle. Also, wir lehren das Wort vollständig, immer, allen, treu und opferbereit, ist der letzte Punkt, treu und opferbereit.

[31:53] das finden wir in Apostelgeschichte 20, 24. Er weiß bereits, dass es nicht besser wird, okay? Bis jetzt ist er immer entkommen, aber er weiß, den Weg, den der Herr ihn führen wird, führt zum sicheren Tod.

[32:10] Er weiß es. und er wählt nicht einen anderen Weg. Er wählt den Weg, den Gott für ihn hat, was immer es bedeutet.

[32:21] Und er macht das bei vollem Bewusstsein. Er weiß genau, worauf er sich einlässt. Apostelgeschichte 20, 24, aber ich nehme keine Rücksicht auf mein Leben als teuer für mich selbst.

[32:36] Darum geht es nicht. Warum? Warum? Was kann so groß sein, dass du bereit bist, keine Rücksicht auf dein Leben zu nehmen?

[32:55] Was ist so groß, dass es sich lohnt? Ich meine, die Frage ist berechtigt und muss gestellt werden. Es immerhin, wir haben nur ein Leben.

[33:06] Und was machen wir damit? Er erklärt es, warum er keine Rücksicht auf sein Leben nimmt. Damit ich meinen Lauf vollende, so wie er Timotheus gesagt hat und am Ende seines Lebens feststellen kann.

[33:22] Und was ist dieser Lauf? Den Dienst, und zwar nicht den, den ich mir ausgesucht habe, sondern den, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe. Und was ist der Dienst? Ein Dienst, den wir alle empfangen haben, ist zu bezeugen, das Evangelium der Gnade Gottes.

[33:38] Diesen Dienst haben wir alle. Diese Überzeugung ist der Grund, warum diese Gemeinde Hoffnung und Licht heißt. Wir haben es und wir haben den Auftrag, Hoffnung und Licht in eine Welt hinaus zu tragen, die im Finsternis ist und oft und zunehmend hoffnungslos.

[34:01] Worauf willst du denn noch hoffen, wenn du mit offenen Augen durch diese Welt gehst? Meine Aufgabe, sagt Paulus, ist den Dienst zu tun, meinen Lauf zu vollenden, den Dienst, den ich empfangen habe und der Dienst in Essenz ist zu bezeugen, das Evangelium der Gnade Gottes.

[34:22] Und wenn das bedeutet, ein bisschen weniger Schlaf, ein bisschen weniger dies oder das oder jenes, so sei es. Gemeindegründer lehren das Wort vollständig immer allen treu und Opfer bereit.

[34:42] Und wenn er das macht, indem er immer lehrt, bis es ihn letztendlich den Kopf kostet, folgt er dem großen Vorbild, dem wir alle folgen.

[34:54] Jesus in Matthäus 4, 23, da lesen wir eine Zusammenfassung, was er gemacht hat. Das ist sein Leben, das ist sein Leben, die Jahre zwischen 30 und 33.

[35:07] Und Jesus zog in ganz Galiläa umher und lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium des Reiches und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen unter dem Volk.

[35:19] Er kümmerte sich physisch um das physische körperliche Wohl der Leute, aber vielmehr um das geistliche Wohl. Das ist, was er machte.

[35:30] Er lehrte, er predigte und er war da für die Schafe, für die Verlorenen und für die Geretteten. Und Paulus macht genau das Gleiche. Paulus macht genau das Gleiche.

[35:42] und dieses Muster finden wir auch quer durch die Apostelgeschichte und wisst ihr, auch wenn Leute behaupten, das funktioniert nicht mehr und Predigen ist altmodisch und das will keiner mehr hören, du musst schon ein bisschen kreativer und progressiver und weiß ich was Iver sein.

[36:03] Nein. Nein. In Apostelgeschichte 4.4 wird gleich zu Beginn geklärt, wie die Sache läuft und für den Rest der Geschichte bestätigt und den Episten Römerbrief untermauert es einmal mehr.

[36:23] In Apostelgeschichte 4.4 viele aber von denen, die das Wort gehört hatten. Nothing fancy, keine Show, kein Trockeneis und Disco-Kugel und keine Ahnung was.

[36:41] Die, die das Wort gehört hatten, glaubten und die Zahl der Männer wurde etwa 5000. Nicht schlecht, oder?

[36:55] Wie wurden sie hinzugetan? Weil sie das Wort hörten. Treu, klar, vorbehaltslos, gelehrt. Und Römer 10, 17, eine Epistel, also ist der Glaube aus der Predigt.

[37:13] Die Predigt aber aus dem Wort. Oh, man muss sich Mühe geben zu übersehen, welche Rolle das Wort spielt. Wenn Gemeinden gegründet werden, sprich neu gegründet werden, oder wenn Gemeinden gegründet werden, im Wort die Wurzeln vertiefen.

[37:31] Alles geht ums Wort. Alles, von A bis Z. Und die Epheser, wie wir jetzt gesehen haben, waren Zeugen, wie diese ersten zwei Wahrheiten Paulus Leben und Lehre und seinen Dienst prägten.

[37:49] Sie waren Zeugen. Sie konnten zurückblicken und sagen, das kennen wir. Das wissen wir. Das haben wir gesehen.

[38:00] Das wurde uns gelehrt. Wir waren dabei. Im zweiten Teil seiner Rede schaut Paulus nicht mehr zurück. Jetzt schaut er vorwärts.

[38:13] Denn er nimmt Abschied. Er sagt, ihr werdet mich nicht mehr, ich komme nicht mehr vorbei. Das ist das letzte Mal, dass wir uns sehen. Und jetzt teilt er sein Wissen.

[38:28] Zuerst sagt er, ihr wisst, Vers 29, ich weiß. Und das, was er weiß, gibt er den Ältesten in Ephesus weiter, damit sie es auch wissen und wissen, wie sie künftig, weil wir müssen immer nach vorn blicken.

[38:43] Wir blicken zurück, um zu lernen und hoffentlich die gleichen Fehler nicht wiederzumachen, aber wir müssen auch nach vorn blicken und wissen, wo es hingeht und wie wir unseren Pfad sicher gehen können.

[38:56] Nun, was die Epheser aus der Erfahrung wussten, sollten sie und wir auch nicht vergessen. Wir haben daheim so ein kleines Ding, Schild, wie immer die heißen, ist nicht wichtig.

[39:13] Wichtig ist, was draufsteht. Count your blessings. Zähl die Segnungen Gottes. Vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.

[39:27] Oh ja, wir blicken zurück und erinnern nicht uns primär an unsere Versagen, weil von dem sagt Paulus, ich vergesse, was da hinten ist und jage aufs Ziel, aber wir blicken zurück und erinnern uns an die Güte Gottes, wo er uns bewahrt hat, wo er uns geführt hat, wo er uns vergeben hat, aber wir blicken auch vorwärts.

[39:50] Ab Vers 29 weiht Paulus die Ältesten ein in sein Wissen, weil sie das wissen müssen, damit die Gemeinde, nachdem er ihnen den Staffelstab übergibt und nie wieder kommen wird, er wird sie nie wieder sehen, wissen, wissen, worauf es ankommt.

[40:15] Nicht experimentieren, nicht hoffen, dass es irgendwie gut kommt, wissen. Oh wisst ihr, gebt mal ein neues Bibelprogramm und gebt ein Wissen und ihr werdet völlig überwältigt sein, an wie vielen Orten es heißt, wisst ihr denn nicht.

[40:38] Gott hat uns alles gesagt, wir schauen oft einfach nicht hin, aber wir können alles wissen, es ist alles da. Paulus erinnert, was sie wissen müssen und gibt ihnen mit, was sie wissen müssen, für die Zukunft.

[40:51] Das ist unser dritter Punkt. Gemeindegründer haben Acht auf das Wort. Das ist nämlich das Erste, was er sagt, Vers 28, habt Acht, habt Acht.

[41:05] Und Vers 31, Wacht. Acht haben und Wachen sind militärische Begriffe und beschreiben Soldaten, die entweder auf der Wache generell sind oder oder einen Stützpunkt bewachen oder einen militärisch wichtigen Punkt und sie bewachen ihn und beschützen ihn und geben Acht mit ihrem Leben.

[41:26] Es ist so wertvoll, dass sie auf Schlaf verzichten und darauf achten und wachen, weil sie wissen, wenn wir das verlieren, dann haben wir nicht die Schlacht, dann haben wir potenziell den Krieg verloren.

[41:42] Ab und zu eine Schlacht verlieren, naja, fühlt sich nicht toll an, ist okay, aber den Krieg willst du nicht verlieren, okay? Den wollen wir nicht verlieren. Also, worauf sollen sie achten? sie sollen auf sich selbst achten und auf die Herde.

[42:03] Wenn wir nicht auf uns achten, können wir nicht auf jemand anderes achten. Wenn wir selbst keinen festen Stand haben, können wir niemandem helfen, der im Begriff ist, abzurutschen. Wenn wir selbst nicht wissen, wo es hingeht, sind wir blinde Blindenführer, von denen Jesus spricht in den Evangelien.

[42:19] Aber Acht auf euch selbst. Du dein, ich mein Leben, wir füreinander. und wacht. Und die Herde muss geschützt werden.

[42:30] Die Herde muss geschützt werden. Vor Irrlehren und falschen Lehren von außen, die von außen reinkommen, sagt Paulus.

[42:41] Und sie kommen. Gemeindegründer dürfen nicht naiv sein. Und ich weiß, es gibt bedeutend angenehmere Dinge, mit denen man sich beschäftigen kann, als den Schutzaspekt.

[42:55] Weil man ist immer gegen etwas, wenn man schützen muss. Und das ist nicht das angenehmste zum kommunizieren, okay? Das ist unheimlich nötig. Weil er sagt, sonst kommen die Wölfe, Wölfe, Schafe, ich muss das Bild wohl nicht weiter ausführen, oder?

[43:12] Das ist nicht gut für die Schafe. Oft kommt das Schaf in Form des Internets heute. Wie viel Schrott, wie viel Irrlehre, wie viel komisches Zeugs.

[43:24] Du findest alles. Nicht alles ist schlecht, aber Mann, da werden Tür und Tor geöffnet für so viele Wölfe, die direkt in dein Wohnzimmer hinein spazieren.

[43:42] Und dann machen sie sich gemütlich, bis sie dich auffressen. Wölfe fressen immer die Schafe. Das ist das Einzige, was sie mit Schafen anfangen zu wissen.

[43:53] Sie fressen sie. Sie sind Beute. Und er sagt, habt Acht, passt auf, auf euch und auf die Schafe. Und dann Vers 29 sagt, ich weiß, er weiß es.

[44:09] Das ist nicht, wenn alles strick reißt und es wirklich dumm läuft und alles dem Bach runter geht und naja, einen von tausend erwischt es vielleicht. Ich weiß, sagt er, Wölfe von außen und aus eurer eigenen Mitte Männer, die verdreht es, reden.

[44:27] Es geht wieder ums Wort. So wie Nils am Anfang gelesen hat, Kolosser 2. Philosophien, menschlicher Dach des Zeugs, nicht biblische Wahrheit.

[44:38] Hört sich oft toll an, verlockend, ist auch schön mit Bibel überzuckert, aber es ist nur Zucker drüber und drin ist eine Giftbombe. Gemeindegröner dürfen nicht naiv sein.

[44:51] In Galater 2 haben wir gesehen, wie sie diese falschen Lehrer, die Gemeinde infiltrieren, um sie wieder unter das Gesetz zu bringen. Und Paulus sagt, wir haben ihnen widerstanden, wir haben ihnen keinen Meter nachgegeben.

[45:07] Wir haben auch nicht mit ihnen verhandelt, wir haben nicht den Dialog gesucht. Raus, raus. dann falsche Propheten und falsche Aposteln keine Bühne bieten.

[45:21] Keine Bühne, okay? Es gab sie immer, sie werden sie immer wieder versuchen. Die Hirten zumindest müssen aufpassen. Und dann eine weitere Schutzfunktion und es ist sehr bildlich dargestellt.

[45:38] Paulus sagt, einigen muss man sogar den Mund stopfen. Titus 1, 9-11 Leiter, Gemeindegründer, die Ältesten, die eingesetzt werden sollten in Kreta, müssen Folgendes mitbringen an den Tisch, anhängend dem zuverlässigen Wort nach der Lehre.

[46:03] Damit er fähig sei, sowohl mit der gesunden Lehre zu ermahnen oder ermutigen, als auch die Widersprechenden zu überführen. Mit dem Wort, nicht mit Meinungen, nicht mit Traditionen, nicht mit Vorlieben, mit dem Wort.

[46:21] Denn es gibt viele zügellose Schwätze. Oh, wie schnell hat man was gesagt. Und wisst ihr, wenn es raus ist, ist es raus. Ich kann es nicht wieder zurückholen.

[46:34] Es gibt viele zügellose Schwätze und Betrüger, besonders die aus der Beschneidung, denen man den Mund stopfen muss. Schutz. Die Gemeinde, die Schafe brauchen Schutz.

[46:47] Denn sonst kommen diese Leute, sagt Paulus, die ganze Häuser umkehren, indem sie schändlichen Gewinneswegen lehren, was sich nicht geziemt. Wir müssen also aktiv die Gemeinde schützen, indem wir Acht haben auf unser Leben und das der Schafe.

[47:03] Und wir müssen wachen, das sind zwei Imperative, das sind Befehle, sehr passend für militärische Begriffe, wacht, habt Acht, aber es gibt auch eine präventive Schutzfunktion, das ist eigentlich die beste.

[47:21] Ihr wisst, vorbeugen ist immer besser als heilen, Prävention ist besser als nachher aufräumen. Was ist präventiv?

[47:33] Naja, Apostelgeschichte 17, 11 lesen wir von den Böreern, die alles was kam, alle, die ganze Gemeinde hat geprüft, ob es sich so verhält anhand der Schrift.

[47:46] Oh, das schützt vor Angriffen vor außen und von innen. Und sie kommen, bei Nehemiah sehen wir auch, kaum will er die Mauern aufbauen, Angriffe von außen, Angriffe von, das ist nichts Neues.

[48:00] Oh, ich weiß, es zerstört ein bisschen unser nettes Bild von Gemeinde mit Schafen auf grünen Hügeln mit einer weißen Kirche und ein paar Wölchen am Himmel. Aber das ist die Realität.

[48:12] Das ist das, was Paulus den Ältesten mitgibt und sagt, passt auf, gebt Acht, wacht. Und die wichtigste Wahrheit kommt zum Schluss.

[48:28] Wahrheit Nummer vier. Gemeindegründer, wie zum Beispiel Paulus, werden, und er hat das überall gemacht, zu gegebener Zeit weiterziehen.

[48:44] Sie sind nicht immer da. Das gehört zur Natur von Gemeindegründung und Gemeindegründern. Aber sie ziehen nicht einfach weiter und überlassen die Schafe sich selbst, sondern sie haben Acht darauf.

[48:58] Sie achten, dass die Schafe nicht alleine, nicht schutzlos, nicht verwaist und nicht kraftlos zurückbleiben. Das ist der vierte Punkt. Gemeindegründer vertrauen dem Wort der Gnade Gottes.

[49:12] Das ist das, was sie ihnen hinterlassen. Das sind die letzten Worte, bevor sie nachher beten, die Paulus an die Ältesten in Ephesus richtet.

[49:24] Das heißt, wenn alles gesagt und getan ist und Paulus hier und wir hoffentlich in unserem Kontext unsere Verantwortung nach bestem Wissen und Gewissen wahrgenommen haben, das heißt, das Wort gelebt, das Wort gelehrt, das Wort geachtet haben, dass es unser Leben bestimmt, dann gilt es zu guter Letzt sich dem anzuvertrauen, dem einen, dem, der alleine Macht hat, seine Gemeinde zu bauen und sie zu beschützen.

[50:02] Niemand von uns kann sie beschützen. Und wie treffend, was für herrliche Schlussworte von Paulus an die Ältesten in Ephesus in Vers 32.

[50:13] Und nun, nun, nach all dem anderen, zum Schluss. Und nun befehle ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade an, das vermag aufzuerbauen und das Erbe zu geben unter allen Geheiligten.

[50:39] Wem vertrauen wir? Wie passiert das, dieses Anvertrauen an das Wort? Einfach Macht? Nein. Gesunde, solide Gemeinden brauchen Älteste.

[50:49] Titus 1, 5 sagt, eine Gemeinde ohne Älteste hat Mangel. Und sie braucht Älteste, Gemeindegründer, Gemeindeleiter, die das Wort lieben, das Wort leben, das Wort lehren.

[51:03] Und wenn sie alles getan haben, einzig und allein auf das Wort vertrauen und auf Gott, der das Wort gegeben hat, ja, das Wort selber ist. So übergibt er die Gemeinde in Ephesus an das Wort der Gnade.

[51:19] Und wenn solche Ältesten und Lehrer und Leiter da sind, wächst eine Gemeinde hoffentlich heran, die die Gesinnung von Berehern hat, weil sie eben auch gelernt haben, das Wort zu lieben und das Wort zu leben und das Wort zu lehren und letztendlich egal was kommt, auf dieses Wort zu vertrauen.

[51:39] Und wie gut haben wir einen Hirten, der das Wort selber ist und uns ein Wort der Gnade gegeben hat.

[51:52] Und der Hirte hat bewiesen, dass er die Schafe liebt. Der Hirte hat sein Leben gegeben für die Schafe. Er hat die Schafe gelehrt, das haben wir gesehen. Und er liebt und baut seine Gemeinde.

[52:09] Wir dürfen mitbauen. Und er hat uns alles gegeben. Alles was wir wissen müssen ist da. Und ich sage euch eins, ich liebe diesen Hirten.

[52:21] Wenn es diesen Hirten nicht gäbe, würde ich einpacken und was anderes machen. Und ich liebe das Wort dieses Hirten. Und ich liebe seine Gemeinde, egal wo ich bin.

[52:35] Ich habe das Vorrecht viel rumzureisen und du kommst in Gemeinden, die so ticken und du bist zu Hause. Es sind Schafe, die zur gleichen Herde gehören. Das heißt, ich liebe den Hirten, ich liebe das Wort, ich liebe die Gemeinde, wo immer, aber diese Gemeinde liebe ich speziell.

[52:54] Ich liebe euch. In der Liebe Christi, mit aller Schwachheit, mit allem, was dazugehört. Und Nils und Stefan tun das auch. Und deshalb sind wir hier.

[53:05] Deshalb treffen wir uns am Nachmittag und sehen, wo es hingehen soll. Mit uns gemeinsam als Gemeinde. Wir sind alle dazu berufen, Gemeinde zu sein und Gemeinde Gründer zu sein.

[53:22] Und wir lieben ihn, wir lieben sein Wort und lasst uns einander lieben in der Gnade und der Wahrheit Christi. Und ich weiß ich, wo Jesus den Jüngern und uns sagt, ein neues Gebot gebe ich euch.

[53:41] Dass ihr einander liebet, damit, wie ich euch geliebt habe, so wie er uns geliebt hat, auch ihr einander liebet.

[53:53] Daran, daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

[54:05] Liebe zum Wort, Liebe zum Hirten, Liebe untereinander und Liebe zu den verlorenen Schafen dieser Welt. Lass mich beten, treuer Gott und Vater, dass du uns dein Wort gegeben und wir erinnern uns immer wieder dran und das ist gut so, dass es dein Wort ist, es geht von dir aus und deshalb ist es eben auch irrtumslos und fehlerlos und allgenugsam und inspiriert und Autorität, das heißt, es bestimmt alle Belange unseres Lebens und wir tun gut daran, uns unter dein Wort zu stellen, in allen Dingen, Herr.

[54:49] Und so kommen wir zu dir und bitten persönlich, in der Familie, in der Gemeinde, da wo du uns hingestellt, dass wir uns immer wieder belehren lassen durch dein Wort überführen lassen, zurechtweisen und dass dein Wort uns erzieht in Gerechtigkeit und zwar in deiner Gerechtigkeit, damit wir zu jedem guten Werk, zu jeder Zeit völlig ausgerüstet sind, die Gemeinde hier zu gründen in deinem Wort durch deine Gnade und Herr, hoffentlich eine oder mehrere Gemeinden neu zu gründen, ausgehend von dieser Gemeinde.

[55:28] Deiner Gemeinde. Du bist das Haupt, du baust sie. Wir dürfen mitarbeiten und dafür danken wir dir. Amen. Ich darf die Musiker und Sänger nach vorn bitten, die letzten Worte, die Paulus an die Gemeinde richtet, ist, dass er sie dem Wort der Gnade anbefiehlt und das Lied, das wir zum Schluss singen und ich darf euch bitten aufzustehen, geh unter der Gnade.

[55:58] Lasst uns unter dieser Gnade gehen, beständig, denn das ist alles, was wir brauchen und wir brauchen sie immer. B Gnade.