Ein Leben für Gott - Wie geht das?

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Prediger

Martin Manten

Datum
5. September 2021

Transkription

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[0:00] Ich möchte ein paar Worte aus dem Text des Liedes, das wir gerade gesungen haben, noch mal vorlesen, noch mal beten und dann starten wir mit der Predigt.

[0:17] Es heißt in dem Lied, Gnadenliebe darf ich schreiben, Herr, du halfst mir bis daher. Aber wenn wir zurückblicken, dann sehen wir so viele Hilfe.

[0:28] Frohen Mutes kann ich bleiben, helfen wirst du nahe her. Er hat nicht nur, er wird auch helfen. Das ist nicht nur eine Vergangenheit, das passiert jetzt und es wird so sein in aller Zukunft.

[0:42] Als ich von der Herde irrte, von dir lief mit wirrem Sinn und man muss schon einen ziemlich wirren Sinn haben, um von diesem guten Herr wegzulaufen.

[0:54] Manchmal sind wir verwirrt. Und dann wollen wir nicht folgen, dann wollen wir eigene Wege gehen. Aber wie froh suchtest du mich, das Verirrte. Gab es dein Blut und Leben hin.

[1:08] Oh, welch großer Schuldner bleibe ich, das wird sich nicht ändern. Deine Gnade Tag für Tag. Wir brauchen sie jeden Tag und jeden Moment.

[1:23] Nimm dieses Herz. Nimm dieses Herz. Denn das verschreibe ich dir bis zum letzten Schlag.

[1:34] Arm und schwach ist. Herr, du weißt es und wir wissen es auch, oder? Immer da zum Fall bereit. Aber wenn wir fallen, ist er da, dass er uns wieder aufrichtet.

[1:49] Was für einen großartigen Herrn. Lass mich beten. Vater im Himmel. Wir hatten alle einen wirren Sinn und gingen alle in die Irre.

[2:01] Jeder auf seinem eigenen Weg. Niemand fragte nach dir. Niemand suchte nach dir. Aber du hast uns herausgerettet. Du hast uns gesucht.

[2:12] Du hast uns gefunden. Und wir dürfen Gnade um Gnade empfangen aus deiner Hand. Trotz unseres armen und schwachen Herzens verwirfst du uns nicht, sondern bringst uns sicher ans Ziel, wie wir es gesungen haben.

[2:30] Herr, wir danken dir für deine Güte, für deine Gnade, für deine Treue. Amen. Nun, 19. September, das ist in zwei Wochen, beginne ich mit Matthäus 7, 1 bis 12.

[2:53] Das spare ich mir auf für dann, damit wir dann dranbleiben können. Und es geht dort darum, dass wir Acht haben sollen, wie wir unsere Gerechtigkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen leben.

[3:07] Das ist das Generalthema von Matthäus 7, 1 bis 12. Heute Morgen möchte ich deine Herzensauge nochmal ganz konkret, ausschließlich, auf die Güte und Gnade Gottes rechten.

[3:23] Sie sind immer da. Immer. um dir in den Sorgen des Lebens, um die in den Sorgen des Lebens, den vermeintlich Kleinen, aber auch denen, die uns zu erdrücken scheinen, helfend, ermutigend, stärkend zur Seite zu stehen, damit wir in die Lage versetzt werden, überhaupt nach seinem Reich und seiner Gerechtigkeit zu trachten, damit wir nicht von einer Menge anderem Zeug vereinnahmt werden.

[3:57] Und so habe ich die Predigt überschrieben, ein Leben für Gott. Wie geht das? Wie sieht das aus?

[4:10] Ich denke, wir sind alle einverstanden, dass es eine gute Sache ist, nach Gottes Reich zu trachten, aber vielleicht, sagen Sie mal mal, wie geht das? Wie soll das gehen? Nun, darum geht es heute.

[4:22] In der letzten Predigt habe ich euch aufgezeigt, egal wie alt jemand ist, egal wie die Umstände sein mögen, Gott sorgt immer für die Seinen.

[4:34] Immer. Aber. Wie? Ganz konkret. Wie macht er das? Was bedeutet das ganz praktisch für mich?

[4:49] Wie sorgt er denn für mich und dich, wenn ich mal wirklich unten durch muss? Okay? Wenn es hart wird im Leben, und das gibt es, wenn es richtig schwer ist.

[5:05] Wir echten Mangel leiden. Nicht dieses gängige, was Teenager, glaube ich, dauernd haben, ich bin am Verhungeren. Nein, echter Mangel.

[5:19] Wie sieht das aus? Oder eventuell, du erfährst, dass du eine sehr schwere, unter Umständen vielleicht sogar eine unheilbare Krankheit hast. Oder wenn Verfolgung und Tod drohen.

[5:38] Denk dann die Geschwister in Afghanistan. Für die ist das Realität. Was würdest du denn so jemandem sagen? Mach dir keine Sorgen.

[5:52] Weil. Ich möchte dir anhand von biblischen Vorbilden einleitend einfach mal vor Augen malen, und dass, obwohl auch auf Kinder Gottes Leiden und Schwierigkeiten warten.

[6:08] Und das ist übrigens nichts Neues. Das ist die letzte Glückseligpreisung in Matthäus 5. Glückselig, wenn sie euch verfolgen. Und es ist die einzige, die zweimal wiederholt wird.

[6:19] Wahrscheinlich, weil sie so schwer zu schlucken ist. Niemand, niemand wird intuitiv, natürlich sagen, ja, Verfolgung, Verfolgung. Das nenne ich mal eine Glückseligpreisung.

[6:32] Aber es ist eine, wenn wir verstehen, wie Gott für uns sorgt. Und wie das ganz praktisch aussieht dann. Aber wie gesagt, Leiden und Schwierigkeiten warten auch auf Kinder Gottes.

[6:49] Und ich möchte euch aufzeigen, dass du Leid, in welcher Form auch immer, Verfolgung ertragen kannst, ohne dabei. Deine Glückseligkeit zu verlieren, deine Salzigkeit oder deine Leuchtkraft einzubüßen und ohne Gott zu verunirren.

[7:10] Und das ist das, worum es tatsächlich geht am Ende. Und ich denke, irgendwie fragen wir uns alle, geht das denn überhaupt? Ist das möglich?

[7:21] Ja, es ist möglich. Wie sieht das aus, so ein Leben für Gott? Nun, pass auf, wir schauen es gerade an miteinander. Ich beginne mit den Vorbildern, Teil 1.

[7:33] Und wir gehen dahin, wo es eine ganze Menge von ihnen gibt. Wo gibt es haufenweise Vorbilder? eine ganze Wolke davon.

[7:43] Komm, mehr kann ich euch nicht helfen. Wo finden wir diese Wolke? Hebräer 11. Klar, die Glaubenshelden. Hebräer 11. Naja, ihr wisst, selektives Hören gibt es auch in der Ausgabe selektives Lesen, denn wir lesen gerne Teil 1 von Hebräer, wo es um Henoch und Noah und Abraham und Mose geht.

[8:07] Fantastisch! Auch die Verse 32 bis 35 in Kapitel 11 finden wir noch. Halleluja! Ja, genau so möchte ich das auch.

[8:17] Dort heißt es, und was soll ich noch sagen, denn die Zeit würde mir fehlen, dem ging es wie mir oft am Sonntag, wenn ich erzählen wollte von Gideon, Barak, Simson, Jefter, David und Samuel und den Propheten, die durch Glauben Königreiche bezwangen, das ist toll, Gerechtigkeit wirkten, Amen, Verheißungen erlangten, Halleluja, der Löwen, der Löwen rachen, verschlossen des Feuers, Kraft auslöschen, des Schwertes Schärfe entgingen, aus der Schwachheit Kraft gewannen, im Kampf stark wurden, der fremden Heere zurücktrieben, Frauen erhielten ihre Toten wieder durch Auferstehung, ist doch fantastisch, oder?

[9:02] So stellen wir uns das vor. Dann kommt aber in der Mitte von Vers 35, andere, aber, es läuft nicht alles so, wie bis Mitte Vers 35, andere, aber, ja, ja, was ist mit diesen?

[9:30] Wurden gefoltert, wir reden von Glaubenshelden, okay, einfach das, was geklärt haben, von Treuen, Männern und Frauen Gottes, sie wurden gefoltert, da sie die Befreiung nicht annahmen, damit sie eine bessere Auferstehung erlangten, andere aber wurden durch Verhöhnung und Geißelung versucht und dazu durch Fesseln und Gefängnis, sie wurden gesteinigt, zersägt, starben durch den Tod des Schwertes, gingen umher in Schafpelzen, in Ziegenfällen und hatten Mangel, Drangsal, Ungemach.

[10:09] Das steht auch in Hebräer 11. Das gibt es auch.

[10:21] Wer möchte das Schicksal teilen ab Hebräer 11, 35b? Da gibt es nicht viele Freiwillige, verständlicherweise.

[10:34] Wie in aller Welt hat Gott denn für diese Glaubenshelden gesorgt, die gefoltert, zersägt, verbrannt, gesteuert, so sorgst du?

[10:45] Wie passt das zusammen mit einem liebevollen, fürsorglichen Gott, von dem wir gehört haben? Wie geht das? Das ist eine berechtigte Frage.

[11:00] Und die Bibel liefert auch, wie immer, die Antwort. Wir haben noch ein paar andere Vorbilder. Paulus.

[11:13] Paulus Dienst beginnt mit einer ziemlich heftigen Ansage. Ihr wisst, Apostelgeschichte 9 berichtet von seiner Errettung auf dem Weg nach Damaskus.

[11:26] Dann ist er blind, dann nimmt sich Ananias ihm an und dieser Ananias, um den geht sie in Apostelgeschichte 9,15. Das ist das, das ist so die Welcome-Botschaft für Paulus.

[11:42] Hier kommt sie. Der Herr aber sprach zu ihm, das ist eben Ananias, geh hin, denn dieser, Paulus, ist mir ein auserwähltes Gefäß. Oh, das ist toll. Ich wäre auch gern ein auserwähltes Gefäß.

[11:54] meinen Namen zu tragen, sowohl vor Nationen als Könige und die Söhne Israels. Das ist doch auch mal eine Sache. Vor den richtig wichtigen Leuten die Möglichkeit zu bekommen, das Evangelium zu verkündigen.

[12:10] Vers 16, denn ich werde ihm zeigen, wie viel er für meinen Namen leiden muss. Oh, wir haben das ein bisschen anders vorgestellt.

[12:26] Paulus kannte Sorgen, Leiden, definitiv, aber er kannte seinen Gott noch besser und er vertraute ihm, er lernte ihm zu vertrauen in allem, mit allem, ja selbst mit seinem Leben.

[12:45] Und hier nur ein paar Einblicke in das Leben von Paulus. 2. Korinther 1, Vers 8, da schreibt er, dass er fast am Leben verzweifelt ist, aber vorher geht es zehnmal um Trost.

[13:00] Er beginnt diesen Abschnitt mit, gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Erwärmung und Gott. Allen Trostes, der uns tröstet, in all unserer Bedrängnis, damit wir die trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, weißt du, du musst nicht alles erlebt haben, aber es gibt gewisse Dinge, wenn du sie nicht erlebt hast.

[13:24] Du hast keine Empathie, du hast keine Anteilnahme, du kannst dich nicht identifizieren, in die Leute hinein versetzen und die Probleme und das Leid und den Schmerz, den sie erfahren.

[13:37] Wenn du ein guter Tröster werden möchtest, ein guter Seelsorger, dann mach dich darauf gefasst, erst selber zu lernen, was es bedeutet, Trost zu empfangen.

[13:49] Denn so werden wir zu besseren Trösten. Aber Paulus kennt es, er war fast am Leben verzweifelt, dann gehen wir ein bisschen weiter, 2. Korinther 4, ab Vers 7, wir haben aber diesen Schatz in erdenen Gefäßen, eigentlich Blumentöpfe, den lässt du einmal fallen, dann ist er hinüber.

[14:11] Die sind sehr zerbrechlich, richtig? Und wir denken oft, naja, vor allem wir Männer, dass wir schon so einiges schultern und stemmen können. Wir sind Blumentöpfe, mehr nicht.

[14:27] Zerbrechliche Gefäße, abgesehen von der Gnade Gottes. Wir haben aber diesen Schatz in erdenen Gefäßen, warum? Damit die Überfülle der Kraft sei Gottes und nicht aus uns.

[14:40] In allem bedrängt, aber nicht eingeengt, keinen Ausweg sehend. Kennst du das? Denkst du, wie soll das bloß weitergehen?

[14:52] Aber nicht ohne Ausweg. Verfolgt, aber nicht verlassen, niedergeworfen, aber nicht umkommend, alle Zeit das Sterben, Jesu am Leib umhertragend, damit auch das Leben Jesu in unserem Leib offenbar werde.

[15:06] Und Paulus weiß, wovon er spricht. Und ein bisschen weiter hinten, Kapitel 11, ist eine ganze Liste, wie er verfolgt wird, gesteinigt wird, Kälte, Hitze, Verfolgung von Brüdern, von den Nationen.

[15:23] Aber das, was ihn wirklich umtreibt in Vers 28, ist die Sorge um die Gemeinde. Ist die Gemeinde auf Kurs? Ist das Haus Gottes, von dem wir gesungen haben?

[15:34] Hat es die Waffenrüstung angezogen? Ist es gewappnet für das, was ansteht? Und glaubt mir, steht dir immer irgendetwas an. Immer irgendetwas.

[15:44] Paulus blieben Leiden nicht erspart. Ganz im Gegenteil. Wie Gott in diesen Leiden drin für ihn sorgt, das zeige ich euch gleich auf.

[16:05] Und ich hoffe wirklich, dass ihr erkennen werdet, dass das gleiche Prinzip, die gleiche Wahrheit für dich und mich gilt. So macht Gott das.

[16:21] Nun, wenn wir bei den Vorbilden sind, dürfen wir eins natürlich nicht auslassen. Und das ist Christus selbst. Das Vorbild. Schlechthin. hat Jesus ein einfaches Leben gehabt.

[16:35] Sorgenfrei. Naja, war der Sohn Gottes. Der König der Könige. Sorgenfrei, Problemfrei, Leidfrei, Schmerzfrei. Gab es hier einen Menschen, der mehr gelitten hat als er?

[16:53] Und zwar Leiden, die wir uns gar nicht vorstellen können. Wer kann sich vorstellen, die Sünden der ganzen Welt auf seinen Schultern zu tragen und dafür zu bezahlen? Nein, es gab niemand, der mehr gelitten hat.

[17:06] Und dann kommt noch dazu, dass er immer, immer zu Unrecht gelitten hat. Er hat ja wirklich nie was falsch gemacht. Ich stelle mir immer vor, er hatte ja eine Familie und Brüder.

[17:18] Kannst du dir vorstellen, dass Jesus zum Bruder eine Nummer funktioniert nicht? Nein, er war es nicht. Nein, er hat er hat nie was falsch gemacht.

[17:31] Nie. Und trotzdem. Hebräer 5, Vers 7. Er hat ja auch in den Tagen seines Fleisches.

[17:46] Wir sind auch in den Tagen unseres Fleisches. Irgendwann legen wir diese Hülle ab, wisst ihr. Und dann kriegen wir einen neuen, einen vollkommenen, einen Ewigkeit tauglichen Leib.

[17:59] Wow. Aber jetzt noch nicht. Und über Jesus heißt es, in den Tagen seines Fleisches, da er sowohl bitten als flehen, dem, der ihn aus dem Tod erretten vermochte, mit starkem Schreien und Tränen.

[18:19] Hast auch mal stark geschrien unter Tränen, weil es war einfach so viel. Oder vielleicht war es nicht so viel, aber es fühlte sich zumindest nach so viel an.

[18:32] Jesus kennt das. Deshalb kann er unser hoher Priester sein, der Mitleid zu haben vermag mit unseren Schwachheiten.

[18:47] Nun mit starkem Schreien und Tränen dargebracht hat und wegen seiner Frömmigkeit erhört worden ist, obwohl er Sohn war, an dem, was er litt, den Gehorsam lernte.

[19:03] Für mich ist die Rechnung relativ simpel, wenn du eine andere hast, erklär sie mir. Aber, wenn Jesus in seinem Fleisch hier auf Erden durch Leiden gehorsam lernte, wie denken wir es zu lernen?

[19:22] Und wenn ihr zurückdenkt, ich glaube, jeder von euch hat eine Menge Geschichten, die sind schwer, aber ihr habt da etwas gelernt, was ihr auf andere Art und Weise wahrscheinlich nie gelernt hättet.

[19:35] Und so heißt es, vollendet worden ist er in allem, die ihm gehorchen, der Urheber ewigen Heils geworden, von Gott begrüßt, als hohe Priester nach der Ordnung Melchisedex.

[19:46] Er litt. Hebräer 12, 3, es heißt es, betrachtet den, schaut auf den, auf welchen, der so großen Widerspruch von Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermüdet und in euren Seelen ermatert.

[20:08] Wisst ihr, wir haben, ich befürchte manchmal so eine romantisch- abenteuerliche Vorstellung, was es bedeutet, Jesus nachzufolgen. Hier sehen wir, wie sein Leben aussah und das Leben derer, die ihm treu folgen.

[20:29] Und nein, ich bete nicht für Leid und Schmerz. Aber es kommt, ich bete, dass wir lernen, was es zu lernen gilt, wenn es da ist. Und die bekannteste Stelle bringt es auf den Punkt.

[20:44] Jesaja 53 stellt uns Jesus vor, ein Mann, der Leiden mit Schmerzen vertraut. Das ist er. Ein Mann, der Leiden mit Schmerzen vertraut.

[20:58] Gottes Wort lehrt also unmissverständlich, dass wahre Kinder Gottes, ja selbst der Sohn Gottes, keine Zusage für ein Problem und leidensfreies Leben empfangen haben, aber sie lehrt eben auch, dass Gott in diesen Leiden für die Seinen sorgt und wie er das macht.

[21:19] Darum geht es. Ist ein Leben für Gott möglich? Eins, das ihn ehrt, das uns da bewahrt, unsere Glückseligkeit zu verlieren oder unsere Leuchtkraft zu opfern, damit wir ein angenehmeres Leben haben.

[21:36] Das ist nämlich meistens der Grund. Wir wollen nicht gesehen werden, damit es für uns angenehmer wird. Das ist das, was eigentlich oft dahinter steht. Nun, ein Leben für Gott ist möglich, wenn du erstens die Quelle kennst und reichlich und beständig daraus trinkst.

[21:57] Das ist das Erste, die Quelle. Das Zweite, das Mittel, das Gott dir gibt und es auch anwendest. Und drittens, da geht es um die Frucht, die Gott wirken will und wir, wie ein Gärtner, sie kultivieren sollen.

[22:13] Okay? Es geht also um die Quelle, das Mittel und die Frucht. Und wir beginnen mit der Quelle. Ja, wenn nichts kommt, dann kommt nichts, dann gibt es auch nichts.

[22:23] Was ist die Quelle, die ein gottwohlgefälliges Leben ermöglicht? Es ist Gottes Güte. Gottes Güte.

[22:38] Das ist ein großer Begriff, wir kommen gleich darauf. Aber eins ist sicher, Gott liebt seine Kinder. Gott liebt dich. Zweifle nicht daran, auch wenn deine Gefühle etwas völlig anderes schreien manchmal.

[22:51] Er ist für dich da. Römer 8, 32 stellt die Frage, er, der doch seinen einzigen und geliebten Sohn nicht verschont hat, wie wird er dir mit ihm nicht auch alles schenken?

[23:07] Denkst du, es gibt irgendetwas, was er noch vorenthalten würde, was wir wirklich brauchen? Und in Johannes 15, 13 erinnert Jesus die Jünger am letzten Abend, größere Liebe hat niemand als diese, dass jemand sein Leben lässt für seine Freunde und er hat sein Leben gelassen.

[23:26] Es gibt keinen Zweifel, dass er uns liebt. Und seine Liebe, seine Güte, die sind so eng und untrennbar miteinander verbunden, wie alle anderen Eigenschaften Gottes, die sein Wesen ausmachen, eben auch.

[23:45] Die gehören zusammen. Gott ist nicht wie ein Kuchen. Hier ist ein Stück Heiligkeit, hier ist ein Stück Allmacht, hier ist ein Stück Gerechtigkeit, hier ist ein Stück Barmherzigkeit.

[24:01] Er ist nicht ein Kuchen, der aus vielen Stücken besteht, sondern er ist alles immer völlig.

[24:13] Er ist zu 100% heilig immer, zu 100% gerecht, zu 100% gütig, zu 100% gnädig. Alle Eigenschaften Gottes wirken immer in vollständiger Harmonie zusammen.

[24:26] Und alles, was er letztendlich tut, entspringt seiner Güte. Es ist reine Güte. Und ich will euch versuchen, zu erklären und zu verdeutlichen, was die Bibel meint, wenn sie von der Güte Gottes spricht, weil das ist echt ein Riesending.

[24:45] Da ist so viel drin. Ein Versuch, eine Definition, was Güte ist. Im Alten Testament, wo viele Leute denken, dass da so ein brutaler Gott unterwegs ist, finden wir den Begriff über 280 Mal.

[25:11] Über 280 Mal. Es ist der Begriff Chesed auf Hebräisch und im Kern bedeutet er Barmherzigkeit, Güte, Liebe, aber man kann ihn eigentlich gar nicht übersetzen.

[25:26] Ich bevorzuge die englische Übersetzung, die meistens nicht immer benutzt wird. Auf Englisch wird es übersetzt mit Loving Kindness. Eine liebevolle Freundlichkeit Gottes gegenüber den Menschen.

[25:43] Eine Zuneigung. Es drückt sein Wohlwollen aus. Oder auch anhaltende, ewige Treue, vor allem in Bezug auf seine Bundestreue, auf die Bündnisse, die er mit den Menschen geschlossen hat, die sich garantiert erfüllen werden.

[26:01] Güte. Güte. Im Alten Testament über 280 Mal. Im Neuen Testament, im Griechischen, heißt der Begriff Christotes und beschreibt Güte und Freundlichkeit.

[26:14] Kommt zehn Mal vor als Nomen, ein Hauptwort, sieben Mal als Adjektiv, als Adjektiv, heißt es Christos, nicht Christus.

[26:25] Aber eins ist sicher, Christus ist Christos. Er ist gütig und barmherzig. So beschreibt er sich selbst. So beschreibt Gott sich.

[26:38] Wenn Gott sich beschreibt, ist das eins der herausragenden Merkmale. Erinnert euch, 2. Mose, Exodus, Mose tritt vor den Herrn und sagt, lass mich deine Herrlichkeit sehen.

[26:56] Und Mose weiß nicht, was er sich hier wünscht. Aber Gott in seiner Güte stellt ihn in eine Felsspalte, zieht an ihm vorbei und ruft aus, wie er ist.

[27:10] 2. Mose 34, 6 Und der Herr ging vor seinem Angesicht vorüber und rief, Herr, Herr, Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und groß an Güte und Wahrheit, der Güte bewahrt auf Tausende hin.

[27:32] Güte wird zweimal erwähnt. Es gibt die Überschneidung zwischen Barmherzigkeit und gnädig, aber Güte ist das Wohlwollen. Überhaupt die Bereitschaft, das Gute, was er hat, denen mitzuteilen, die es weder suchen noch wollen noch verdient haben.

[27:50] Das ist Güte. Und so wird Gott beschrieben. Und erinnert euch, in Matthäus 11, wenn Jesus sich beschreibt, beschreibt er sich als barmherzig, demütig, langmütig.

[28:04] Es ist das Gleiche. Sowohl der Gott des Alten Testaments, und es ist ja eigentlich völlig klar, als auch Christus, der die zweite Person Gottes ist, von dem wir mehr lesen im Neuen Testament, das beschreibt ihr Wesen.

[28:19] Das ist, wie Gott ist. Güte. In 4. Mose 14, Vers 19 lesen wir Folgendes. Vergib doch die Ungerechtigkeit dieses Volkes nach deiner großen Güte.

[28:37] Und so, wie du diesem Volk verziehen hast, von Ägypten an bis hierher. Mose appelliert an die Güte Gottes, dass er ihn wohlwollend, freundlich, gesonnen sein mag.

[28:51] Und weil er gütig ist, lässt er Gnade walten und vergibt. Aber es entspringt alles seiner Güte.

[29:02] Die Quelle alles Guten ist Gottes Güte. Und die Frage ist, und wir finden diverse Stellen, wir schauen sie ja an miteinander, kennst du?

[29:18] Kennst du diese Güte? Wenn du an Gott denkst, siehst du einen gütigen Gott oder einen strengenden, fordernden, mürrischen, alten Herrn, dem du sowieso nie gefallen kannst, wo du lieber Abstand nimmst?

[29:38] Oder siehst du seine Güte? Hast du seine Güte je geschmeckt? So wie es im Psalm 34, 8 bis 10 heißt, heißt, der Engel des Herrn lagert sich um die her, die ihn fürchten.

[29:56] Und er befreit sie. Und dann sagt er, schmeckt und seht, dass der Herr gütig ist. Glückselig der Mann, der zu ihm Zuflucht nimmt, fürchtet den Herrn, ihr seine Heiligen, denn keinen Mangel haben die ihn fürchten.

[30:13] keinen Mangel. Nichts. Weil er ist gut. Er ist gütig. Im Neuen Testament, 1. Petrus 2, 1 bis 3, schreibt Petrus Folgendes.

[30:30] Und er schreibt an eine Gemeinde dort, die in der Zerstreuung ist und der ärgsten Verfolgung lebt. Wirklich, ganz schlimm. Nein. Man nimmt an, dass der Brief zur Zeit der Schreckensherrschaft von Nero in Rom geschrieben wurde und die Christen hatten wirklich keinen einfachen Stand.

[30:52] Und in diese Situation hinein schreibt er das. Legt nun ab. Er appelliert an ihr eigenes Leben. Er geht nicht auf die Umstände ein.

[31:05] Er sagt, ihr müsst bereit sein, das Leben zu leben, zu dem Gott euch berufen hat. Unabhängig, was läuft. Und so sieht es aus. So macht man. Das ist das Wie. Wo wir uns auch fragen, wie geht denn das?

[31:19] Ja, hier steht es. Legt nun ab. Alle Bosheit, allen Trug, Heuchelei, Neid und alles üble Nachreden.

[31:30] Scheint auch ein großes Problem immer wieder gewesen zu sein. Man schwatzt über eine Menge Dinge, über die man nichts weiß und meistens negativ, um sich selber besser zu fühlen dabei. Er sagt, raus damit.

[31:43] Und wie neu geborene Kinder seid begierig nach der vernünftigen, unverfälschten Milch, nämlich dem Wort Gottes. Warum? Damit ihr durch diese wachst, in der Errettung, in eurer Heiligung.

[31:57] Und wisst ihr, wie das geschieht? Wisst ihr, wenn wir bereit sind, den Dreck loszulassen und uns um die Dinge zu kümmern, die wirklich zählen, hier ist es, wenn ihr wirklich geschmeckt habt, dass der Herr gütig ist.

[32:09] Wenn du denkst, dass der Herr etwas von dir wegnehmen will, dass dir kostbar ist und du kriegst etwas Schlechteres, dann wirst du den Dreck auf ewig festhalten. Aber wenn du geschmeckt hast, genau wie in Psalm 34, dass der Herr doch gütig ist, das, was er dir wegnehmen will, du kannst froh sein, es ist endlich weg.

[32:34] Und das, was er dir gibt, ist besser als alles andere, was du dir je hättest aussuchen können. Aber dieser Austausch, diese Bereitschaft, weg von dem und hin zu ihm, aussiert auf einer einzigen Grundlage.

[32:50] Wenn du Geschmack gefunden hast und seine Güte. Das ist nicht ein Kraftakt. Das ist nicht einfach etwas, wir machen es jetzt. Güte.

[33:01] Und dann Römerbrief, wo es ums Evangelium geht. Und wir oft denken, naja, die Angst vor der Hölle und der Strafe treibt die Menschen in den Himmel.

[33:15] Römer 2,4, sagt Paulus, oder wisst ihr denn nicht? Habt ihr nicht verstanden, wie Gott ist?

[33:30] Kennt ihr euren Gott so schlecht? Wisst ihr nicht, dass die Güte Gottes euch zur Buße leitet? Es ist nicht das Drohen, das ein Mensch zur Buße leitet.

[33:52] Es ist die Güte Gottes. Und zwar, ihr müsst euch das so vorstellen. Gott lässt uns erkennen, wer er ist. Und je mehr wir ihn erkennen, desto mehr erkennen wir, wer wir sind.

[34:07] Und das führt unweigerlich dazu, dass wir wie Petrus sagen, geh weg von mir, ich bin ein sündiger Mensch. Wenn unsere Sündhaftigkeit uns bewusst wird, dann wollen wir so weit weg von Gott wie nur möglich.

[34:23] Aber dann kommt die Güte Gottes, der, obwohl wir nichts verdient haben und nichts zu bringen haben, uns rettet. Und wenn das klar wird, dann ist es die Güte Gottes.

[34:40] Weil uns so klar ist, dass wir nichts von dem verdient haben, was uns dahin bringt, Buße zu tun, richtig denken zu lernen.

[34:53] Das ist initial der Fall, wenn jemand zur Rettung kommt, vom Tod zum Leben. Aber meine lieben Freunde, das sollte ein beständiger Prozess sein in unserem Leben, in der Nachfolge. Immer wieder zu erkennen, Herr, es ist reine Güte, die Wege, wie immer sie sind, die du mich führst.

[35:14] Und ich möchte ein Ja dazu haben. Diese Güte ist unerschöpflich. Du wirst nie bei Gott anklopfen und sagen, es ist mir gerade Güte ausgegangen.

[35:32] Ich habe gerade einen Lieferengpass. Da ist ein Schiff stecken geblieben, irgendwo im Kanal oder was. Schlag mal Klagelieder auf. Klagelieder 3.

[35:50] Klagelieder beschreibt eine der dramatischsten Szenen, Umstände, Zeitalter in der Geschichte Israels. Es ist wirklich elend und schlimm.

[36:03] Und in diese Situation hinein, ich meine, Klagelieder sagt ja schon, worum es geht. Das sind nicht Freudengesänge, das sind Klagenlieder. Und in die Situation hinein lesen wir, was in Kapitel 3 ab Vers 19 steht.

[36:19] Gedenke meines Elendes und meines Umherirrens des Wermuts und der Bitterkeit. Beständig denkt meine Seele daran und ist niedergebeugt in mir.

[36:31] Dies will ich mir zu Herzen nehmen und darum will ich hoffen. Hier ist der Grund. Eigentlich gibt es nichts mehr zu hoffen. Eigentlich ist es so schwarz, wie es nur schwarz sein kann.

[36:42] Aber dies wird er sich zu Herzen nehmen. Es sind die Gütigkeiten des Herrn. Es sind die Gütigkeiten des Herrn, dass wir nicht gar aufgerieben sind.

[36:59] Denn seine Erbarmungen sind nicht zu Ende. Sie sind alle morgen neu. Deine Treue ist groß. Der Herr ist mein Teil, sagt meine Seele.

[37:13] Darum will ich auf ihn hoffen. Weil es einfach so ist. Und weil er gütig ist. Entgegen allem, was gerade passiert, was nicht gut ist. Und wir wollen das auch nicht gut reden.

[37:24] Es gibt Dinge, die sind echt schwierig. Aber hier ist Hoffnung. Berechtigte Hoffnung. Und sie ist jeden Morgen neu. Sie ist nie zu Ende.

[37:40] Und es ist aus dieser Güte heraus, dass Gott wirkt. Und hier ist auch wichtig, dass wir verstehen, wie er wirkt. Ein Aspekt seiner Güte, seines gütigen Wirkens ist, dass er uns mit Gütern versorgt.

[38:00] Den muss man brauchen. Wir haben es gelesen. Nahrung, Kleidung, Schutz. Aber nicht nur irdisch, sondern vor allem auch geistlich. Er gibt uns das Brot des Lebens, das Wasser des Lebens, das Kleid der Gerechtigkeit.

[38:14] Ein ewiges Haus bei ihm und nicht nur ein Dach über dem Kopf hier. Oh, er sorgt für uns. Mit Gütern und guten Dingen. Irdisch wie geistlich.

[38:25] Wir sehen das auch in 2. Korinther 9, 6 bis 8, wo es folgendes heißt. Dies aber sage ich, schreibt Paulus den Korinthern, wer sparsam sät, wird auch sparsam ernten.

[38:36] Das ist eigentlich logisch. Und wer segensreich sät, wird segensreich ernten. Ein jeder, wie er sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Verdruss oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber liebt Gott.

[38:49] Und jetzt hört gut zu. Gott aber vermag, jede Gnade, nicht nur die, um die es hier geht, im unmittelbaren Kontext, jede Gnade gegen euch überströmen zu lassen.

[39:05] Warum? Damit ihr in allem, alle Zeit, alle Genüge haben, ihr auch überströmend seid, und zwar zu jedem guten Werk.

[39:17] Ist das gewaltig oder nicht? Allen, in allem, alle Zeit, alle Genüge, mehr als genug, Überfluss, in jedem guten Werk.

[39:28] Und wer macht es? Gott. In seiner Güte. In seiner Güte. Nun, es gibt noch eine andere Art und Weise, wie er in seiner Güte wirkt.

[39:44] Manchmal verändert er sogar die Umstände. Wir haben ein Beispiel in 2. Mose 15, Vers 13, Exodus. Dort heißt es, du hast durch deine Güte geleitet, das Volk, das du erlöst hast, hast es durch deine Stärke geführt, zu deiner heiligen Wohnung.

[40:06] Ha, toll. Befreiung aus Ägypten. Manchmal gibt er nicht nur die Güter, manchmal ändert er die Umstände, wie hier.

[40:17] Sie werden befreit. Das Übel ist weg. Aber es hat 400 Jahre gedauert. 400 Jahre, Wahnsinn, Knechtschaft.

[40:28] Aber dann, wenn die Zeit da ist, in seiner Güte, befreit er sie. Nun, die Beispiele, die wir hier haben, so haben wir es doch am liebsten, oder?

[40:40] Am liebsten werden wir mit den nötigen Gütern versorgt. Am liebsten werden wir befreit von dem Übel, weg mit all dem Zeugs, was unser Leben schwierig macht, was immer es ist. Das passt uns.

[40:51] Und das macht Gott auch. Aber nicht immer. Es sei denn, ihr habt Hebräer 11, Teil 2 schon wieder vergessen.

[41:04] Da lief die Sache ein bisschen anders. und die brennende Frage wahrscheinlich, die jene interessiert, vor allem nicht die Frage so sehr, die Antwort, okay, wie sieht es denn nun aus, wenn es wirklich hart auf hart kommt?

[41:19] Echter Mangel. Verfolgung, Gefängnis, Tod, machen wir es mal nicht so dramatisch, okay? Sagen wir einfach mal, die Kosten der Nachfolge werden realer und spürbarer.

[41:30] Bleiben wir mal bei dem, bevor wir gleich von Tod und Verfolgung reden. Was machen wir dann? Die Quelle, die unaufhörlich sprudelt, ist seine Güte.

[41:47] Und aus ihr sprudelt das Mittel, das wir alle so dringend nötig haben, um standhaft zu bleiben. Und das Mittel ist seine Gnade. Johannes 1,16 sagt, aus seinen Händen haben wir empfangen, Gnade um Gnade.

[42:04] Und die grammatikalische Konstruktion kommuniziert folgendes. Gnade, Gnade, Gnade, Gnade, Gnade, Gnade, Gnade, Gnade, Gnade, es ist alles Gnade.

[42:17] Es ist alles Gnade. Und die Gnade, die er hat, lässt er uns zuteil werden, weil er gütig ist. Er muss nicht. Aber in seiner Güte gibt er Gnade.

[42:31] Okay? Die Quelle, seine Güte. Das Mittel, seine Gnade. Seine Gnade, die wirkt. Und zwar vollkommen.

[42:43] Wir denken oft, Gnade brauchen wir, um errettet zu werden. Das stimmt, aber Rettung hat drei Phasen. Rettung, Heiligung, Verherrlichung. Und Titus 2, 11 bis 15 beschreibt alle drei davon.

[42:55] Dort heißt es nämlich, dass die rettende Gnade heilbringend erschienen ist für alle Menschen und sie erzieht uns auch, damit wir im jetzigen Zeitlauf Gott wohlgefällig lieben können.

[43:10] Und dann ist es auch die Gnade, die uns die Tür aufstößt in den Himmel, in die Verherrlichung. Und weil Gott so vollumfänglich in seiner Güte für uns sorgt, lesen wir in Titus 2, Vers 14 auch, dass er sich eben dadurch selbst ein Eigentumsvolk reinigte, das eifrig sei zu guten Werken.

[43:36] Weil wir diese Gnade immer wieder haben, sie steht immer zur Verfügung, die Quelle versiegt nie, aus der diese Gnade sprudelt.

[43:47] Sagt er, okay, ihr werdet errettet, ihr werdet geheiligt, eben deshalb seid eifrig in guten Werken.

[44:01] Also die Gnade, die er gibt, wirkt in dreifacher Art und Weise. Das Zweite, diese Gnade ist allgenugsam. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

[44:14] Allgenugsam. Zweiter Korinther 12, 7 bis 10. Das ist die Stelle, wo Paulus schreibt, und damit ich mich nicht durch das Übermaß der Offenbarung überhebe.

[44:27] Naja, Gott hat ihn mächtig gebraucht. Er hat Dinge gesehen, die niemand anders gesehen hat. Und damit er auf dem Boden bleibt, damit er brauchbar bleibt für Gott, damit er sich nicht überhebt, damit er nicht abhebt.

[44:40] wurde mir ein Dorn für das Fleisch gegeben, ein Engel Satans, damit er mich mit Fäusten schlage, damit ich mich nicht überhebe. Für dies flehte ich dreimal zum Herrn.

[44:51] Nein, das ist nicht besonders. Was immer es war, wir wissen es nicht, aber das Bild eines Dornes im Fleisch kommuniziert definitiv nichts Schönes, okay? Niemand will das. Und Paulus fleht dreimal zum Herrn, damit er von mir abstehen möge.

[45:04] Und er hat zu mir gesagt, meine Gnade genügt. Das ist alles.

[45:15] Meine Gnade genügt. Denn meine Kraft wird in Schwachheit vollbracht. Daher will ich mich am allerliebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus über mir wohne.

[45:29] Deshalb habe ich wohlgefallen an Schwachheit, an Schmähung, an Nöten, an Verfolgung, an Ängsten für Christus. Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.

[45:45] Diese Gnade befähigt auch, wir lesen davon in Philippa 4, 10 bis 13, wo Paulus schreibt, alles vermag ich, durch den der mich kräftigt.

[45:57] Und er kräftigt ihn mit seiner Gnade. Und er beschreibt dort, dass er mit Mangel und Überfluss spielt keine Rolle. Er hat gelernt, zufrieden zu sein mit dem, was Gott in seiner Güte gibt.

[46:13] Mangel oder Überfluss. Und er vermag es, weil die Gnade ihn dazu befähigt. Und dank seiner Gnade bist du als Kind Gottes in der Lage, unabhängig von Umständen, ein Leben zu führen, das letztendlich auch Frucht bringt.

[46:37] Und Frucht ist wichtig, weil Gott verherrlicht wird. Johannes 15, 8, hierin wird mein Vater verherrlicht, dass er hingeht und viel Frucht bringt. Wenn du also fleißig und beständig aus dieser gnadensprudelnden Quelle trinkst, sie ist da, aber trinken musst du selber.

[46:54] Ihr kennt das Sprichwort, du kannst den Gaul zum Wasser führen, aber du kannst nicht machen, dass er trinkt. Es ist alles da. Die Quelle, die Gnade, die sprudelt.

[47:06] Wenn wir fleißig und beständig daraus trinken, dann werden wir Not und Verfolgung nicht nur irgendwie überstehen und ertragen können, sondern es dient dazu, Frucht hervorzubringen.

[47:18] Und das ist der dritte Punkt. Die Frucht, die daraus entsteht. Die Frucht eines Lebens für Gott ist fortschreitende Heiligung. Das ist das, was Gott wirken will.

[47:29] In allen seinen Kindern. Und die Frucht gedeiht, wenn oder weil wir getragen sind durch seine Gebete und Fürbitte.

[47:44] Das ist das Allererste. Diese Frucht gedeiht, weil wir getragen, du und ich, wir sind getragen durch die Gebete unseres Herrn. Hebräer 7, 25 Dieser aber, weil er in Ewigkeit bleibt, hat er ein unveränderliches Priestertum.

[47:58] Ein Priester ist ein Vermittler zwischen Gott und Menschen. Und hier wird Jesus in seiner priesterlichen Aufgabe beschrieben. Und was macht er? Daher vermag er diejenigen auch völlig zu erretten.

[48:13] Das heißt, er verliert keinen auf dem Weg in den Himmel. die durch ihn Gott nahen, indem er alle Zeit lebt, um sich für sie zu verwenden.

[48:25] Er verwendet sich. Es ist so, du kannst dir vorstellen, wie Petrus, wo Jesus sagt, ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhört.

[48:36] er führt uns sicher ans Ziel. Aus Güte, mittels Gnade, damit Frucht entsteht.

[48:47] Johannes 17 sehen wir auch, wer einen Großteil des letzten Abends damit verbringt, für die Jünger zu beten. Und er sagt, nicht nur für diese bete ich, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben.

[49:01] Er betet für dich und mich. Getragen durch sein Gebet können wir Frucht bringen. Zweitens, gestärkt und genährt durch sein Wort. Ihr wisst alle, der Mensch lebt nicht vom Brot allein.

[49:14] Das ist nett, aber das reicht nicht. Johannes 17, 17 Heilige sie in der Wahrheit. Dein Wort ist Wahrheit. Kein Wort, keine Wahrheit, keine Heiligung.

[49:27] Und Johannes 6, 66 bis 69 ist auch so eine Schlüsselstelle. Die Leute folgen Jesus in Scharen, als er ihnen Brot zum Essen gibt und all ihre Wehwehchen und ihre Schmerzen, ihre physischen Schmerzen heilt.

[49:43] Und dann erklärt er, worum es wirklich geht, was es wirklich bedeutet, ein Jünger zu sein. Und dann steht da doch tatsächlich, dass viele seiner Jünger, aber das waren keine echten Jünger, ihm nicht mehr folgten.

[49:58] Sie fanden, das ist aber eine harte Rede. Und dann wendet er sich seinen Zwölfen zu und glaubt mir, er steht nicht da, nägelkauend und flehend und wimmernd, aber ihr, verlasst mich doch nicht.

[50:16] Er sagt, wollte auch gehen. Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt. Weil wenn das nicht genug ist, was ich euch gebe, etwas anderes gibt es nicht.

[50:28] Und wie antwortet Petrus? Er sagt nicht, nein, du ernährst uns und du heilst all unsere Bewegungen. Er sagt, du hast Worte ewigen Lebens. Wohin sollten wir gehen?

[50:41] Wohin wollen wir denn gehen? Zu ihm. Gestärkt und genährt durch sein Wort können wir ein Leben leben, das Frucht bringt. Drittens, geleitet durch seinen Geist.

[50:53] Auch in der Abschiedsrede, wo Jesus den Jüngern sagt, in Johannes 14, 18, ich lasse euch nicht als Waisen zurück. Ich komme zu euch. Er kommt zu uns durch seinen Geist.

[51:07] Wisst ihr, ein Waisenkind ist alleine. Du nicht. Ein Waisenkind ist schutzlos. Du nicht. Ein Waisenkind hat niemand, der für es sorgt.

[51:22] Du schon. Ein Waisenkind hat eigentlich auch niemand, der es liebt. Du hast jemand, der dich so liebt, dass er sein Leben hingegeben hat. Ein Waisenkind hat niemand, der ihm hilft oder helfen zur Seite steht und es führt.

[51:39] Du hast das alles. Alles haben wir. Weil Gott gütig ist. Seine Gebete, sein Wort, sein Geist.

[51:50] Viertens ergibt auch die Gemeinde und das Evangelium, das gelebt werden will in der Gemeinde. So wie wir es lesen in Galater 6, 1, dass wir füreinander sorgen sollen.

[52:04] Wenn einer von einem Fehltritt übereilt wird, dann sollen die Geistlichen ihn zurechtbringen in einem Geist der Langmut. Das Evangelium, der Güte und Gnade Gottes, gelebt in der Gemeinde, bringt Frucht.

[52:18] Oder so, wie wir es auch schon gesehen haben und es ist wirklich eine absolut zentrale Stelle, Römer 15, 14, wo Paulus sagt, dass er überzeugt ist, dass sie in der Lage sind, füreinander zu sorgen.

[52:31] Warum? Was sind die zwei Voraussetzungen? Erinnert ihr an euch noch? Weshalb ist er überzeugt? Was befähigt sie, füreinander zu sorgen mit dem Evangelium, mit der guten Botschaft Gottes?

[52:45] Was sind die zwei Bedingungen? Erinnert ihr, voll Güte und voll Erkenntnis. Güte und Erkenntnis.

[52:56] In der Gemeinde gelebt und angewandt hilft uns, Frucht zu bringen. Und der letzte Punkt, und den dürfen wir nicht vergessen, das Evangelium will nicht nur in der Gemeinde gelebt, sondern es will in der Welt gepredigt werden.

[53:14] Weil eine Menge Leute kennen die Güte Gottes nicht. Wie sollten sie auch? Sie sehen es nicht, sie hören es nicht, sie haben keine Ahnung davon.

[53:28] Dieses Evangelium eines gütigen und gnädigen Gottes will gepredigt werden, damit auch die Welt schmeckt, wie Gott ist.

[53:41] 2. Korinther beschreibt das so, 2. Korinther 5, ab Vers 14. Denn die Liebe des Christus drängt uns. Diese Güte, diese Liebe, das ist es, was nicht du musst, nicht, ah ja, wir müssen noch ein bisschen Evangelisation machen, damit wir unser Gewissen beruhigen können.

[53:59] Die Güte ist es, die Liebe des Christus drängt uns, indem wir so geurteilt haben, dass einer für alle gestorben ist und somit alle gestorben sind. Und er ist für alle gestorben, damit die, die leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für uns gestorben und auch verweckt worden ist.

[54:17] Da erkennen wir nun niemand dem Fleisch nach. Und wenn wir Christus dem Fleisch nach gekannt haben, kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr so. Wenn jemand in Christus ist, ist er eine neue Schöpfung.

[54:30] Das Alte ist vergangen, sie in Neues ist geworden, alles aber von Gott. Alles von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat, durch Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat.

[54:45] Nicht nur versöhnt, sondern den Dienst der Versöhnung. Nämlich, dass Gott in Christus war, die Welt mit sich selbst versöhnend, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnend und er hat in uns das Wort der Versöhnung niedergelegt.

[55:01] So sind wir nun Gottes Gesandte für Christus, als Gott durch, als ob Gott durch uns ermahnte und wir bitten an Christi statt. Lasst euch versöhnen mit Gott.

[55:13] Das ist unsere Aufgabe. Darum geht's. Ich greife die Frage vom Anfang nochmal auf. Ein Leben für Gott.

[55:25] Wie geht das? Wie sieht das aus? Nun, es geht, weil Gott dich in seiner Güte mit allem versorgt, was du brauchst. Es geht, weil Gottes Gnade eine wirksame Gnade ist in allen Bereichen.

[55:43] Aber wir dürfen nicht vergessen, was in 1. Korinther 15, 10 steht. Dort schreibt Paulus, durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade gegen mich ist nicht vergeblich gewesen.

[55:58] Aber sie kann vergeblich sein, wenn wir sie nämlich nicht nutzen, wenn wir nicht trinken aus dieser Quelle. Wenn wir das Wort und den Geist nicht wirken lassen, wenn wir in der Gemeinde diesen Austausch nicht haben, um einander zu schärfen und Frucht zu bringen.

[56:15] Paulus sagt, seine Gnade gegen mich ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle, nicht aber ich, sondern die Gnade Gottes, die in mir wirkt. Es ist beides.

[56:26] Er hat uns also alles gegeben, in diese Quelle der Güte sprudelt unaufhaltsam. Gnade Gottes, damit wir trinken und so ein Leben für Gott leben, in der Lage sind, das Leben zu lieben, zu dem er uns berufen hat.

[56:47] seine Güte versorgt uns und seine Gnade trägt uns. Seine Güte versorgt uns und seine Gnade trägt uns.

[57:03] Abschließend nach zwei Verse von Paulus erflieht, dass Gott etwas wegnehme, diesen Dorn.

[57:14] Die Stelle ist bekannt, aber wir müssen uns wirklich immer wieder daran erinnern und Gott bitten, dass wir das annehmen und verstehen und ihm dafür danken. Die Antwort ist, meine Gnade genügt.

[57:26] Wenn alle Strecke reißen, seine Gnade genügt immer. Und im ersten Korinther 10, Vers 13, erinnert uns Paulus, die Prüfungen, denen ihr bisher ausgesetzt wart, sind nicht über ein Maß für uns Menschen, für uns Menschen erträgliches Maß hinausgegangen.

[57:47] Und Gott ist treu. Und er wird auch in Zukunft euch in keine Prüfung geraten lassen, die eure Kraft übersteigt. Wenn er euren Glauben, wenn er euren Glauben auf die Probe stellt, und das geschieht immer wieder, wird er auch einen Weg zeigen, auf dem ihr die Probe bestehen könnt.

[58:11] In seiner Güte und Gnade wirkt er das. Lass mich beten. Treuer Gott und Vater, wir haben gesungen, komm, du Quelle allen Segens, aber die Quelle ist schon längst da.

[58:28] deine Güte ist so ewig wie du selbst. Und aus dieser Quelle sprudelt Gnade, die uns rettet, die uns erzieht und uns sicher in den Himmel bringt.

[58:42] Herr, du hast uns alles gegeben, damit wir ein Leben für dich leben können. Und du hast uns gezeigt, wie es geht und wir bitten, Herr, lass uns Lernende sein, lass uns treu sein, lass uns all die Gnadengaben, die du uns gegeben hast, nutzen und sie nicht vergeblich empfangen, wie Paulus schreibt, sondern fleißig sein.

[59:09] Weil du bist würdig, dass wir dir dienen und unser Bestes geben für dich, weil du deinen einzigen und geliebten Sohn gegeben hast für uns. Amen.