Es war deine Entscheidung...!

1.Samuel28.3-25 - Teil 1

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Prediger

Andreas Bischoff

Datum
17. November 2024
Zeit
12:00

Transkription

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[0:00] Lass mich zu Beginn beten. O treuer himmlischer Vater, es ist der Tag des Herrn, es ist der Tag, der du gemacht hast, ein Ruhetag für uns.

[0:11] So lass uns ruhig werden vor dir, Herr. Schenk uns einen wachen Geist und ein bußfertiges Herz, das willig ist, dein Willen zu tun, Herr.

[0:23] Vielen Dank für dein Wort, das du uns öffnen willst an diesem Morgen heute. Amen. Hast du schon mal eine Entscheidung getroffen, die du anschließend tief bereut hast?

[0:39] Dann ist meine Frage an dich, wieso hast du diese Entscheidung bereut? Oder eine andere Frage, wieso hast du dich denn so entschieden, dass du deine Entscheidung bereuen musstest?

[0:52] Unser Leben ist voll von Entscheidungen und jede dieser Entscheidungen, die bringt gewisse Konsequenzen mit sich. Als ich mit 25 Jahren richtig zum Glauben kam, hatte ich in meinem Leben viele Entscheidungen zu treffen.

[1:08] Sie alle hatten Konsequenzen. Ich krempelte mein Leben komplett um. Ich wollte neu starten und so musste ich vieles aus meinem Leben rausschneiden. Neue Freundschaften, neue Kollegenkreise, auch neue Handynummer und so weiter.

[1:21] Das heisst aber nicht, dass ich mich in dieser Zeit immer richtig entschieden hätte. Eine Entscheidung, die ich damals traf, die bereue ich manchmal noch heute. Ich kann nicht sagen, dass ich damals nicht gewarnt worden wäre.

[1:36] Nicht einmal, nicht zweimal. Ich wurde mehrmals gewarnt. Doch als junger Mann hat man schon manchmal das Gefühl, man hätte in allen Bereichen des Lebens den vollen Durchblick.

[1:46] Dabei könnte man so viel von erfahrenen Christen, von reiferen Christen profitieren. Weisheit ist, wenn man sich etwas sagen lässt.

[1:58] Das haben wir bei meiner letzten Predigt im September angeschaut. Nun, es war damals meine Entscheidung, aber sie war falsch. Ich habe mir nichts sagen lassen.

[2:11] Vielleicht hat diese Entscheidung Narben hinterlassen. Kann sein, aber noch viel schlimmer ist, meine Entscheidung ist nicht nach dem Willen Gottes geschehen. Und um Entscheidungen und auch um falsche Entscheidungen geht es in den Samuelbüchern sehr oft.

[2:28] Aber nicht nur in den Samuelbüchern, sondern auch in deinem Leben bist du sehr oft mit wichtigen Entscheidungen konfrontiert. Wie triffst du diese Entscheidungen?

[2:39] Wir haben heute eine sehr spezielle Geschichte des Alten Testaments vor uns. Eigentlich ein sehr dunkles Kapitel. Wir lesen zusammen 1. Samuel 28, ab Vers 3.

[2:53] 1. Samuel 28, ab Vers 3. Samuel 28, ab Vers 3.

[3:34] Und sein Herz verzagte sehr. Und Saul befragte den Herrn. Aber der Herr antwortete ihm nicht.

[3:45] Weder durch Träume, noch durch die Urim, noch durch Propheten. Da sagte Saul zu seinen Knechten, sucht mir eine Frau, die Tote beschwören kann, damit ich zu ihr gehe und sie befrage.

[3:59] Und seine Knechte sagten zu ihm, siehe, in Endor ist eine Frau, die Tote beschwören kann. Und Saul machte sich unkenntlich, zog andere Kleider an und ging hin, er und zwei Männer mit ihm, und sie kamen zu der Frau bei Nacht.

[4:12] Und Saul sagte, wahrsage mir doch durch Totenbeschwörung und bringe mir herauf, wenn ich die nennen werde. Aber die Frau antwortete ihm, siehe, Du kennst ja das, was Saul getan hat, wie er die Totenbeschwörung, die Wahrsager aus dem Land ausgerottet hat.

[4:28] Und warum stellst du mir eine Falle, um mich zu töten? Und Saul schwor ihr bei dem Herrn, so wahr der Herr lebt, es soll dich in dieser Sache keine Schuld treffen.

[4:41] Da sagte die Frau, wen soll ich dir heraufholen? Und er erwiderte, hole mir Samuel herauf. Als aber die Frau Samuel sah, schrie sie laut auf und sagte zu Saul, warum hast du mich betrogen?

[4:54] Du bist ja Saul. Und der König sagte zu ihr, fürchte dich nicht. Nun, was siehst du? Die Frau antwortete Saul, ich sehe einen Geist aus der Erde aufsteigen.

[5:08] Er sagte zu ihr, wie sieht er aus? Und sie antwortete, ein alter Mann steigt herauf, er ist in ein Oberkleid gehüllt. Da erkannte Saul, dass es Samuel war und er neigte sich mit seinem Gesicht zur Erde und fiel nieder.

[5:21] Und Samuel sprach zu Saul, warum hast du meine Ruhe gestört, dass du mich heraufkommen lässt? Und Saul antwortete, ich bin in grosser Bedrängnis, denn die Philister kämpfen gegen mich und Gott ist von mir gewichen und antwortet mir nicht mehr, weder durch Propheten noch durch Träume.

[5:39] Da ließ ich dich rufen, damit du mir zu erkennen gibst, was ich tun soll. Und Samuel sprach, warum fragst du mich, da durch der Herr von dir gewichen ist und dein Feind geworden ist?

[5:52] Der Herr hat dir getan, wie er durch mich geredet hat. Und der Herr hat das Königtum aus deiner Hand gerissen, des Davids deinem Nächsten gegeben, weil du der Stimme des Herrn nicht gehorcht und seinem flammenden Sohn nicht an Amalek ausgeführt hast.

[6:07] Darum hat dir der Herr das heute angetan. Und der Herr wird auch Israel mit dir in die Hand der Philister geben. Morgen wirst du mit deinen Söhnen bei mir sein.

[6:19] Auch das Heerlager Israels wird der Herr in die Hand der Philister geben. Da fiel Saul plötzlich seiner Länge nach zur Erde und er geriet in grosse Furcht über die Worte Samuels.

[6:30] Auch war keine Kraft mehr in ihm, denn er hatte den ganzen Tag und die ganze Nacht nichts gegessen. Und die Frau trat zu Saul und sah, dass er sehr bestürzt war. Da sagte sie zu ihm, Siehe, deine Macht hat auf deine Stimme gehört und ich habe mein Leben aufs Spiel gesetzt und deinen Worten gehorcht, die du mir gesagt hast.

[6:49] Und nun, höre doch auch du auf die Stimme deiner Macht. Ich will dir ein bisschen Brot vorsetzen. Iss, damit du wieder zu Kräften kommst, wenn du deinen Weg gehen musst. Aber er weigerte sich und sagte, ich will nichts essen.

[7:04] Da drängten ihn seine Knechte und auch die Frau und er hörte auf ihre Stimme und stand von der Erde auf und setzte sich auf das Bett. Und die Frau hatte ein gemäßtertes Kalb im Haus und sie beeilte sich, es zu schlachten und nahm Mehl, knetete es und packte daraus ungesäuerte Brote.

[7:19] Und sie setzte es Saul und seinen Knechten vor und sie aßen. Und sie machten sich auf und gingen noch in derselben Nacht fort.

[7:30] Meine Predigt habe ich mit dem Titel überschrieben Es war deine Entscheidung.

[7:41] Pünktli, Pünktli, Pünktli, Pünktli, Usrofezeichen. Ich möchte dir heute zeigen, damit du dich richtig entscheidest, musst du das richtige Ziel verfolgen. Damit du dich weise und richtig entscheidest, musst du das richtige Ziel verfolgen.

[7:55] Es ist so wichtig, dass du dir dieses Ziel vor Augen hältst an diesem Morgen heute. Ich liefere dir heute keine drei Punkte in meiner Predigt, auch keine zwei Punkte. Ich liefere dir genau diesen einen Punkt.

[8:07] Doch diese Botschaft heute ist von ganz besonderer Wichtigkeit. Es geht heute um nichts weniger, als um Leben oder Tod. In den letzten fünf Kapiteln in 1. Samuel beleuchtet die Bibel zwei unterschiedliche Schauplätze.

[8:25] Vor zwei Wochen haben wir von Tom in Kapitel 27 gesehen, wie David aus Furcht vor Saul zu den Philistern übergelaufen ist und dort die Gunst von König Achisch erlang.

[8:38] In Kapitel 28, Verse 1 und 2 haben wir dann gesehen, wie die Philister sich zum Krieg gegen Israel sammelten. Und Achisch hat dann dem David kundgetan, dass dieser mit ihm gegen das Volk Israel in den Krieg ziehen solle.

[8:53] Und man bedenke, Krieg gegen jenes Volk, von welchem er König werden soll und ja auch schon zum König gesallt worden wurde. Spannend. Aber dieser Schauplatz geht erst mit Kapitel 29 weiter und wir dürfen gespannt sein, wie diese Szene mit David weitergeht.

[9:10] Aber darüber wird dann voraussichtlich Tom wieder predigen. Wir befinden uns auf einem anderen Schauplatz in derselben Geschichte hier. Vers 3 beginnt mit der Tatsache, welche wir schon in Kapitel 25 beleuchtet haben.

[9:25] Samuel war tot. Der Berater, der Prophet Samuel ist tot. Und zudem hat Saul die Totenbeschwörer und Wahrsager aus dem Land vertrieben.

[9:36] Dieser Vers 3 steht als eine Erklärung für alles, was nun in diesem Kapitel folgen wird. Und wie wir sehen, werden gleich die Vertreibung der Totenbeschwör durch Saul aber eher wieder einer äußerlichen Frömmigkeit, als dass dies Sauls echtes Herzensanliegen war.

[9:54] Und weiter wird eben in Vers 4 dann auch erläutert auf unserem Schauplatz, was wir schon in Vers 1 letztes Mal gelesen haben. Die Philister sind bereit für den Kampf gegen Israel.

[10:04] Bei der letzten Predigt mit David und hier befinden wir uns auf der Seite von Saul. Und die Philister, sie scheinen nicht mit einer kleinen Delegation von Kriegen gekommen zu sein.

[10:17] In Vers 5 haben wir nämlich gelesen, und als Saul das Heer der Philister sah, fürchtete er sich und sein Herz verzagte sehr. Und wie wir schon ein paar Mal in 1. Samuel gesehen haben, Angst, Angst ist ein schlechter Ratgeber.

[10:35] Angst kann dich lähmen. Wenn dein Herz voll Angst ist, dann sind falsche Entscheidungen nicht weit weg. Doch Saul entscheidet sich im ersten Moment nicht unweise.

[10:46] Noch nicht. Wir lesen in Vers 6, und Saul befragte den Herrn. Wie oft haben wir schon in der Bibel gesehen, wenn du in Not bist, dann soll die erste Anlaufstelle der Herr sein.

[11:04] Zu ihm wendet sich nun Saul. Doch dann steht ganz trocken, aber der Herr antwortet ihm nicht. Nicht durch Träume, nicht durch die Urim.

[11:17] Urim und Tumim waren ja die Lossteine der Priester, das hat uns Tom einmal erklärt in einer Predigt, mit welchen sie Gott befragten. Auch nicht durch die Propheten, antwortete Gott dem König Saul. Und für diesen Umstand ist der Saul schon auch sehr mitverantwortlich, hat er doch in Kapitel 22 alle Priester in Nob erschlagen und umbringen lassen.

[11:36] Was für eine schreckliche Ausgangslage, der Herr schweigt. Er schweigt. Kann der Herr wirklich schweigen, wenn man ihn in Not anruft?

[11:52] Wird der Herr wirklich schweigen, wenn man ihn in Not anruft? Unser Abschnitt ist eine schreckliche Illustration von Sprüche 1, Vers 24 bis 32.

[12:04] Ich möchte das mit euch lesen. Sprüche 1, Vers 24 bis 32. Weil ich gerufen habe und ihr euch geweigert habt, meine Hand ausgestreckt habe und niemand zugehört hat und ihr all meinen Rat verworfen und meine Zucht nicht gewollt habt, so werde auch ich bei eurem Unglück lachen, werde spotten, wenn der Schrecken über euch kommt, wenn der Schrecken über euch kommt wie ein Unwetter und euer Unglück hereinbricht wie ein Sturm.

[12:44] Wenn Bedrängnis und Angst über euch kommen, dann werden sie zu mir rufen und ich werde nicht antworten. Sie werden mich eifrig suchen und mich nicht finden, weil sie Erkenntnis gehasst und die Furcht des Herrn nicht erwählt, nicht angewilligt haben in meinen Rat, verschmäht haben all meine Zucht und sie werden essen von der Frucht ihres Weges und von ihren Plänen sich sättigen.

[13:11] Denn die Abtrünnigkeit der Einfältigen wird sie töten und die Sorglosigkeit der Toren wird sie umbringen. Wer aber auf mich hört, wird sicher wohnen und wird ruhig sein vor des Unglücks schrecken.

[13:27] Es gibt also Momente, in denen Gott schweigt, in denen Gott ganz bewusst schweigt. Saul hatte den Herrn nicht gesucht, weil er Buße tun wollte.

[13:40] Saul war nicht bereit, Gottes Willen zu tun, so wie wir das in erster Sprüche lesen. Saul war einfach verzweifelt und er wollte Gott als seinen Glücksbringer.

[13:51] Und da erinnere ich mich an 1. Samuel 4-7, wo das Volk die Bundeslade mit in den Krieg nahm, aber Gott ja nicht gehorchen. In Galater 6, 7 lesen wir, irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten, denn was irgendein Mensch sät, das wird er ernten.

[14:11] Und Gott ist nicht einfach ein Glücksbringer. Auch du als Gläubiger kannst nicht erwarten, den Willen des Herrn zu erkennen, wenn dein Gewissen in einem schlechten Zustand ist.

[14:25] Ja, du darfst zum Herrn kommen, jederzeit, das lesen wir an so vielen Stellen, aber mit einem Herzen, das zur Buße bereit ist und den Willen des Herrn tun will. Es ist deine Entscheidung.

[14:39] Aber wie wir es auch am letzten Sonntag von Martin wieder gehört haben, wer nicht hören will, muss fühlen. in Vers 7 lesen wir, da sagte Saul zu seinen Knechten, sucht mir eine Frau, die Tote beschwören kann, damit ich zu ihr gehe und sie befrage.

[14:57] Und seine Knechte sagten zu ihm, siehe, in Endor ist eine Frau, die Tote beschwören kann. Statt dass sich Saul fragt, warum denn Gott nicht antwortet, trifft er jetzt eine fatale Entscheidung.

[15:13] Gott spricht nicht zu Saul, weil er sich nicht mit Gott versöhnt hat und darum will er sich die Macht Gottes jetzt einfach erzwingen. Und es scheint so, als müssten seine Knechte nun gar nicht so lange überlegen, bis sie eine geeignete Totenbeschwörerin gefunden haben.

[15:27] Offensichtlich hat also Saul die Vertreibung der Totenbeschwörer aus dem Land nicht ganz so konsequent umgesetzt. Das bringt mich zu der Frage, wie konsequent vertreiben wir?

[15:41] Wie konsequent vertreibst du Dinge aus deinem Leben, die dir zum Fallstrick werden können? Gibst du alles dafür, dass du diese Dinge vehement aus deinem Leben vertreibst?

[15:52] Es ist deine Entscheidung. In Apostelgeschichte 19, 19 lesen wir, viele aber von denen, die Zauberei getrieben hatten, trugen die Bücher zusammen und verbrannten sie vor allen.

[16:07] Und sie berechneten deren Wert und kamen auf 50.000 Stück Silber. Und dann Vers 20, so wuchs das Wort des Herrn mit Macht und nahm überhand.

[16:18] In diesen Versen ist das geistliche Wachstum klar damit verknüpft, wie konsequent man mit den sündigen Dingen umgeht. Du kannst im Glauben nicht wachsen, wenn du nicht alles dafür gibst, das Böse aus deinem Leben zu vertreiben.

[16:38] Er sagt, und Saul machte sich unkenntlich, zog andere Kleider an und ging hin, er und zwei Männer mit ihm und kamen zu der Frau bei Nacht. Und Saul sagte, wahrsage mir doch durch Totenbeschwörung und bringe mir herauf, wen ich dir nennen werde.

[16:53] Aber die Frau antwortete ihm, siehe, du kennst ja das, was Saul getan hat, wie er die Totenbeschwörung und die Wahrsager aus dem Land ausgerottet hat. Und warum stellst du mir eine Falle, um mich zu töten?

[17:06] Und jetzt Vers 10, und Saul schwor ihr bei dem Herrn, so wahr der Herr lebt, es soll dich in dieser Sache keine Schuld treffen. Und Saul schwor ihr bei dem Herrn und sprach, so wahr der Herr lebt, es soll dich keine Schuld treffen wegen dieser Sache.

[17:25] Es ist paradox, es ist einfach nur paradox. Saul ist dem Herrn völlig, völlig ungehorsam und trotzdem will er bei dem Herrn schwören und damit seine Glaubwürdigkeit untermauern. Und was noch viel paradoxer ist, er schwört auf den Herrn, der für Toten beschwört, in dritten Mose, die Todesstrafe fordert und sagt dieser Hexe, dass sie keine Schuld treffen werde wegen dieser Sache.

[17:49] Doch das führt, wenn ein Mensch den Geist nicht hat. Wir haben schon in Kapitel 15 gesehen, dass Saul keine Beziehung zu Gott hatte. In Kapitel 15 haben wir dreimal gelesen, wie Saul zu Samuel redet und von deinem Gott redet.

[18:08] Der Herr war nicht Sauls Gott, weil Saul den Herrn nicht als seinen Gott wollte. Es war seine Entscheidung. Wenn du Gott ablehnst in deinem Leben, dann werden andere Mächte in deinem Leben regieren und mehr und mehr Einfluss nehmen in alle deine Lebensbereiche.

[18:30] Und so kommen wir zu diesem speziellen Teil der Geschichte in Vers 11. Da sagte die Frau, wen soll ich dir heraufholen? Und er erwiderte, hole mir Samuel herauf.

[18:46] Über diese Stelle in Vers 11 bis 15 haben sich schon viele Bibelleser den Kopf zerbrochen. Es könne doch nicht sein, dass Gott gemeinsame Sache mit einer Hexe macht und tatsächlich Samuel aus dem Totenreich heraufholt, wenn er doch ganz klar die Todesstrafe für eine solche Sache forderte.

[19:05] in 3. Mose 19, Vers 31 lesen wir, ihr sollt euch nicht zu den Toten beschwören und zu den Wahrsagen wenden. Ihr sollt sie nicht aufsuchen, euch durch sie zu verunreinigen.

[19:20] Ich bin der Herr, euer Gott. Ein ganz klares Verbot, sich irgendwie mit Toten beschwören und Wahrsagen einzulassen. Ich bin euer Gott. Das heisst so viel wie ich bin der, der euch Hilfe geben kann.

[19:34] Die Hilfe, die ihr benötigt. Ein Kapitel später in 3. Mose geht es dann nicht um die, welche zu den Toten beschwören gehen, sondern um die, die das praktizieren.

[19:45] In 3. Mose 20, 27 lesen wir nämlich, und wenn in einem Mann oder einer Frau ein Totenbeschwörer oder Wahrsagergeist ist, so sollen sie gewiss getötet werden.

[19:57] Man soll sie steinigen, ihr Blut ist auf ihnen. Harte, aber klare Worte des Herrn. Auch im 5. Mose 18, Vers 10 bis 12 finden wir ähnliche Worte nochmals.

[20:12] 5. Mose 18, Vers 10 bis 12 Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt. Niemand, der Wahrsagerei betreibt. Kein Zauberer oder Beschwörer oder Magier oder Bannsprecher oder Totenbeschwörer oder Wahrsager oder jemand, der die Toten befragt.

[20:29] Denn ein Gräuel für den Herrn ist jeder, der diese Dinge tut. Und um diese Gräuel willen vertreibt der Herr dein Gott sie vor dir. Wenn also Gott diese Sünde so hart verurteilt, wie könne er dann gemeinsame Sache mit dieser Totenbeschwörerin machen?

[20:45] Und so kommen nicht wenige Menschen zum Schluss, dass es sich hierbei nicht um Samuel gehandelt haben könne. Es müsse ein Dämon gewesen sein, wie man es auch von einer Hexe oder Totenbeschwörerin auch erwarten würde.

[20:58] Es könne nicht sein, dass Gott gemeinsame Sache mit dem Satan macht. Und wir wissen ja, Totenbeschwörer können keine Toten heraufholen. Die Bibel sagt uns hier aber etwas anderes.

[21:14] Und gerne möchten wir zusammen einige Beobachtungen an diesem Text anstellen. Die erste Beobachtung ist, es steht ja, dass es Samuel war. Es ist die einfachste Beobachtung.

[21:24] In Vers 12 lesen wir, Und als die Frau Samuel sah, Vers 14, Da erkannte Saul, dass es Samuel war. Vers 15, Und Samuel sprach zu Saul.

[21:35] Und Vers 16 nochmals, Und Samuel sprach. Wenn es sich um einen Dämon gehandelt haben sollte, wie wir dies normalerweise bei Totenbeschwörern erwarten, dann hätte Gott das anders niederschreiben lassen.

[21:47] Zum Beispiel, es kam ein Geist im Bilde Samuels, oder ein Geist wie Samuel. Und ein sehr klares Indiz, wieso das nicht das Werk von dieser Hexe war, finden wir dann in Vers 12.

[22:03] Als aber die Frau Samuel sah, schrie sie mit lauter Stimme. Und ihr Schrei, ihr Schrei ist nicht als Ausdruck von Freude zu verstehen.

[22:14] Das, was die Frau nun zu Gesicht bekam, das hat sie mit Angst erschüttert. Das war nicht einer dieser Dämonen, mit denen sie sonst ihre Kunden belog. Das, was die Frau sah, das hat sie nicht erwartet.

[22:27] Sie hat es nicht erwartet, weil es nicht ihr Werk war. Hier war eine andere Macht am Werk, eine höhere Macht. Deshalb ist diese Hexe so unglaublich erschrocken.

[22:39] Die dritte Beobachtung, diese Frau hat gemerkt, dass dieses Wunder, wenn ich das mal so nennen darf, nicht durch sie geschehen ist. Weil ein bisschen weiter, nachdem sie erschrocken ist, sagt die Frau und sagte zu Saul, warum hast du mich betrogen?

[22:55] Du bist ja Saul. In jenem Moment, als die Frau Samuel sieht und merkt, dass dies keiner ihrer Bekannten Dämonen war, musste sie auch merken, hier ist ein Größerer am Werk.

[23:10] Sie erkennt, dass diese Gestalt nun wahrhaftig Samuel sein muss. Und wenn dies tatsächlich Samuel ist, dann ist das das Werk Gottes. Und wer könnte dann anderes vor ihr stehen als König Saul, höchstpersönlich?

[23:24] Saul konnte in unserer Beschreibung Samuel nicht sehen. Und darum lässt er sich die Gestalt von der Hexe beschreiben und erkennt somit, dass dies tatsächlich Samuel sein muss.

[23:41] In Vers 14, er sagte zu ihr, wie sieht er aus? Und sie antwortete, ein alter Mann steigt herauf. Er ist in ein Oberkleid gehüllt. Da erkannte Saul, dass es Samuel war und er neigte sich mit seinem Gesicht zur Erde.

[23:54] Und viel nieder. Und ab Vers 15 beginnt dann der Dialog zwischen Saul und Samuel. Und der Inhalt dieser Worte kann auch nicht von einem Dämonen stammen.

[24:06] Und das führt uns zu der vierten Beobachtung, wieso diese Erscheinung Samuel gewesen sein musste. Samuel prophezeit dem König Saul brisante Details, überkommende Ereignisse, die Satan nur weiss, wenn sie ihm von Gott offenbart worden sind.

[24:20] Und selbst wenn der Satan diese Details wüsste, würde Satan diese nicht dem Saul kundtun. Aber zu dem kommen wir nachher noch. Was hier also geschah, und das ist das, was ich euch damit sagen möchte, es ist hier nichts anderes, als das Eingreifen des Herrn in diese Geschichte.

[24:38] Diese spezielle Geschichte mit Saul. Es ist der Herr, der Samuel tatsächlich aus der Ruhe der Toten zu Saul brachte. Und ja, Samuel war an einem Ruheort, an welchem die Gerechten sich in Gegenwart Christi im Paradies befinden.

[24:56] Kein Mensch, kein Totenbeschwörer und auch nicht der Satan kann einen Toten wieder ins Leben zurückbringen. Allein Gott hat die Schlüssel des Todes. Menschen suchten schon immer das Übersinnliche.

[25:13] Jeder Mensch weiss, dass es irgendjemanden über uns gibt. Dass es aber einen Allmächtigen und Gott und Schöpfer gibt, das wollen einfach viele nicht wahrhaben, weil dann wäre man diesem Gott und Schöpfer zur Rechenschaft verpflichtet.

[25:27] Man kann dann nicht mehr leben, wie man will. Und so suchen manche Menschen auch das Spirituelle und versuchen dabei, vielleicht wie in unserer Geschichte, auch Kontakt mit einer toten Person aufzunehmen.

[25:40] Um dann in einer persönlichen Situation die richtigen Ratschläge von dieser Person mitzukriegen. Solche Totenbeschwörer gibt es auch heute noch. Sie geben vor, die Geister der Toten hinaufbeschwören zu können.

[25:54] Und der Teufel, ihr Meister, er benutzt diese Totenbeschwörer und Wahrsager, um arme, abergläubische Seelen zu verführen. Doch diese Menschen werden nicht mit Toten, sondern eben mit Dämonen in Verbindung gebracht.

[26:08] Solche Sünden sind in den Augen des Herrn ein Kreuel. Wir sollen nichts gemein haben, mit diesen Dingen. Auch nicht aus Neugierde. Doch nicht nur mit Totenbeschwörer.

[26:19] Der Satan versucht, uns mit seinen Dämonen zu zerstören. Sie wollen keinesfalls uns mit Wahrheit versorgen. In 1. Petrus 5, 8 lesen wir, Seid nüchtern und wacht.

[26:33] Passet auf, euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. Der Herr allein ist es, der dich wirklich mit Wahrheit versorgen kann.

[26:49] Es ist deine Entscheidung, an wen du dich wendest. Es ist deine Entscheidung, aber es ist nicht egal, wie du dich entscheidest. Welches Ziel verfolgst du?

[27:02] Es wird deine Entscheidung grundlegend beeinflussen. Überprüfe dein Leben. Für wen lebst du? Wir haben es schon schön besungen vor der Predigt. Lebst du dich selbst?

[27:15] Sind deine Ziele egoistischer Natur? Und wenn du den Herrn anrufst, warum suchst du Hilfe bei dem Herrn, um deine eigenen Ziele zu verwirklichen?

[27:28] Stimmen deine Ziele mit dem Willen Gottes überein? Diese Fragen sollst du, diese Fragen sollen wir uns alle jeden Tag stellen. Es gibt viele wichtige Entscheidungen in unserem Leben.

[27:43] Triffst du sie alleine oder prüfst du deine Entscheidungen anhand der Schrift? Und lässt dir vielleicht auch, wie wir es im September gesehen haben, auch du von anderen etwas sagen?

[27:55] Saul hat sich hier falsch entschieden, wieder einmal. Und nachdem er dem Samuel seine Lage schilderte, antwortete dieser in Vers 16. Warum fragst du mich, da doch der Herr von dir gewichen und dein Feind geworden ist?

[28:14] Der Herr hat dir getan, wie er doch mich geredet hat. Und der Herr hat das Königtum aus deiner Hand gerissen und es David deinem Nächsten gegeben, weil du der Stimme des Herrn nicht gehorcht und seinem flammenden Zorn nicht an Amalek ausgeführt hast.

[28:29] Darum hat dir der Herr das heute angetan. Und der Herr wird auch Israel mit dir in die Hand der Philister geben. Morgen wirst du mit deinen Söhnen bei mir sein.

[28:40] Auch das Heerlager Israels wird der Herr in die Hand der Philister geben. Warum doch fragst du mich, da der Herr von dir gewichen ist und dein Feind geworden ist?

[28:54] Samuel war in seinem Leben als Sprachrohr, als Prophet stets das Sprachrohr von Gott gewesen. Doch wenn Gott schweigt, was soll das Sprachrohr Gottes hier noch hinzufügen?

[29:08] In 1. Samuel 16, 14 haben wir gelesen, dass der Geist des Herrn von Saul gewichen ist. Und ohne Geist, ohne Geist fehlt der Beistand des Herrn. Auch du als Gläubiger hast zwar den Geist innewohnend in dir, wir lesen auch, dass wir ihn betrüben können.

[29:25] Es ist deine Entscheidung, wie viel Raum du dem Geist Gottes in deinem Leben gibst und wie sehr du auf den Geist hörst, wie sehr du den Willen Gottes tust. Samuel beginnt mit den Worten, die Saul ja eigentlich schon bereits kennt.

[29:41] Das Königtum wurde aus deiner Hand gerissen und deinem Nächsten gegeben. Und in Vers 17 haben wir zum ersten Mal die öffentliche Bestätigung an Saul, dass er sich bei dem Nächsten um David handeln wird.

[29:55] Auch wenn wir das natürlich schon lange wissen. In Vers 18 folgt dann die Begründung für Gottes Gericht. Weil du, weil du, weil du der Stimme des Herrn nicht gehorcht hast.

[30:13] Das heisst so viel wie, Saul, es war deine Entscheidung. Es war deine Entscheidung. Gott steht zu seinem Wort, auch wenn er sein Gericht nicht immer sofort ausführt.

[30:28] Es ist aber sicher, dass er es ausführt. Morgen wirst du mit deinen Söhnen bei mir sein.

[30:42] Samuel meint hier nicht sein Ruheort in herrlicher Gemeinschaft mit dem Herrn, sondern er meint ganz einfach das Totenreich, wenn er sagt, du wirst bei mir sein. Wenn man die letzten Verse ein bisschen aus der Vogelperspektive liest, dann scheint es, dass Gott hier ganz bewusst die Reißleine zieht.

[30:59] Ja, Saul war sehr ungehorsam und hat Strafe verdient. Saul ist der König von Gottes auserwähltem Volk und es ist ein biblisches Prinzip, das Stellung verpflichtet.

[31:11] Doch mit seinem Gang zur Totenbeschwörung hat Saul den Sohn Gottes unmittelbar auf sich gezogen. Gott hat dieses Wunder mit Samuel zugelassen, um hier und jetzt mit Saul abzuschliessen.

[31:25] Saul, mit dieser Tat hast du gerade dein Todesurteil geschrieben. Und das lesen wir auch in Buch der Chronik, in 1. Chronik 10, Vers 13 bis 14.

[31:37] Es ist immer gut, wenn wir die Chroniken und auch die Psalmen immer parallel auch zu den Samuel-Büchern lesen. Da finden wir viele Informationen auch nochmals. In 1. Chronik 10, Vers 13 bis 14 lesen wir nämlich, Und so starb Saul wegen seiner Treulosigkeit, die er gegen den Herrn begangen hatte, bezüglich des Wortes des Herrn, das er nicht gehalten hatte, und auch, weil er eine Totenbeschwörung aufsuchte, um sie zu befragen.

[32:03] Aber den Herrn befragte er nicht, zumindest nicht so, wie es sich dem Herrn gebührt. Darum tötete er ihn und wandte das Königtum David dem Sohn Isai zu.

[32:17] Die Geschichte seines Todes werden wir dann mit dem Abschluss des Buches und mit Kapitel 31 noch ein bisschen genauer betrachten. Vers 20 lesen wir dann, Und da fiel Saul plötzlich seiner Länge nach zur Erde, und er geriet in große Furcht über die Worte Samuels.

[32:36] Auch war keine Kraft mehr in ihm, denn er hatte den ganzen Tag und die ganze Nacht nichts gegessen. Wir sehen nun einen Sünder, der den Tod vor Augen hat.

[32:49] Keine Zuversicht, bei dem Herrn zu sein. Was für eine schreckliche Vorstellung. Das wünscht man niemanden. In den Versen 21 bis 24 sehen wir dann die Totenbeschwöring als eine Frau voller Mitleid.

[33:06] Saul war schliesslich der König und gerade hat auch sie mitbekommen, dass dieser nach einen Tag zu leben hat. Sie will sich um ihn kümmern und zusammen mit Sauls Knechten brachte sie ihn dazu, doch wenigstens noch etwas zu essen und stellte ihm sogar ihr gemäßtes Skalb vor.

[33:26] Es ist makaber, aber diese Mahlzeit war Sauls Henkers Mahlzeit. Sauls letzter Tag ist gekommen, das letzte Stündlein hat geschlagen.

[33:38] Und über dem Leben Saul brangt ein Urteil, es war deine Entscheidung, weil du der Stimme des Herrn nicht gehorcht hast. Du allein bist schuld.

[33:54] Irgendwann wird auch für dich der letzte Tag sein. Wenn du das richtige Ziel verfolgst und dein Leben nach dem Maßstab des Herrn führen willst, dann darfst du voller Zuversicht dem Tod in die Augen schauen.

[34:12] Ja, der Tod mag den Menschen Angst bereiten und auch bei einem Gläubigen können sich Zweifel breit machen. Paulus redet in 1. Korinther nicht umsonst vom letzten Feind, dem Tod.

[34:25] Aber dann gilt es daran festzuhalten, an dem, was du durch Gottes Wort gelernt hast. Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand.

[34:39] Vor einigen Jahren war ich am Sterbebett mit ein paar Verwandten stand ich am Sterbebett meiner Grossmutter und wusste, dass sie höchstens noch einige Stunden zu leben hat. Sie hatte den Herrn lieb.

[34:52] Sie war bereit zu sterben. Reden konnte sie nicht mehr und ich denke nicht, dass sie uns überhaupt noch wahrnahm. Eine ganze Zeit standen wir ruhig am Bett und schauten sie einfach nur an und irgendwann sagte einer von uns nicht mehr lange und sie wird die Augen an einem anderen Ort öffnen und den Herrn schauen.

[35:13] Ist das nicht beneidenswert? Sie hat ihr Ziel erreicht. Sie hat das richtige Ziel verfolgt. Sie hat die richtige Entscheidung getroffen. Was für eine Zuversicht.

[35:25] Was für eine Hoffnung. Wenn du eine lebendige Beziehung im Gehorsam mit dem Herrn führst, dann darfst du dich freuen. Freuen, freuen und nochmals freuen.

[35:37] Irgendwann wirst du die ewige Herrlichkeit bei dem Herrn im Himmel verbringen, wo alles einfach perfekt sein wird. Was aber, wenn du das falsche Ziel verfolgst?

[35:51] Was wenn du das falsche Ziel verfolgst? wie viele Menschen wollen mit Gott nichts zu tun haben? Sie wollen hier auf Erden niemandem Rechenschaft schulden und erwarten dann trotzdem irgendwann den Himmel zu erreichen.

[36:09] Ein ganzes Leben lang scheren sie sich einen Dreck darum, was Gott von ihnen will und haben das Gefühl, nach dem Tod auf Erden können sie einfach in Gottes Wohnung rein latschen. Das wird nicht funktionieren.

[36:22] Über deren Leben wird dann genau aufstehen. Es war deine Entscheidung. Wir haben einen Schöpfer, der Himmel und Erde gemacht hat und alles, was darin ist und die ganze Welt sie gaukelt uns vor, es sei alles durch Zufälle entstanden.

[36:38] Die Bibel lehrt uns aber, dass ein Mensch Gott nur schon durch die Schöpfung erkennen muss. Aber es ist deine Entscheidung, was du glaubst.

[36:50] Wir haben in der Einleitung kurz angeschaut, was wir in unserem Leben sehr viele Entscheidungen zu treffen haben. Und ja, manchmal treffen wir tatsächlich die falschen Entscheidungen.

[37:02] Aber unsere Entscheidungen verfolgen immer ein Ziel. Ich sage dir nochmals, es gibt eine Entscheidung in deinem Leben, die über Tod und Leben entscheidet. Gott hält ein wunderbares Geschenk für dich bereit.

[37:16] Das ewige Leben in wunderbarer und herrlicher Gemeinschaft mit ihm. Durch den Tod von seinem Sohn Jesus Christus hat er die Sünden der ganzen Menschheit getragen.

[37:28] Er hat schon bezahlt, damit du leben kannst. Und mit Leben meine ich ewig leben. Es ist allein Gottes Gnade, dass er uns nicht wegen unserer Sünden zum ewigen Tod in der Hölle verurteilt.

[37:43] Gott kann nichts dazu beitragen. Du hast das ewige Leben nicht verdient und wirst es nie verdienen können. Keine einzige Tat kannst du vollbringen, um dir den Himmel irgendwie verdienen zu können.

[37:57] Und trotzdem musst du dich entscheiden. Was für ein wunderbarer Vers, den wahrscheinlich fast alle auswendig können. Johannes 3, 16.

[38:09] Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.

[38:24] Glaubst du das? Willst du dieses Geschenk von Jesus Christus annehmen und ihn als Herrn über dein Leben regieren lassen? Es ist deine Entscheidung und wie schön, wenn du diese Entscheidung bereits richtig getroffen hast.

[38:42] Unser Kapitel 28 schliesst mit den Worten und sie aßen und sie machten sich auf und gingen in jener Nacht fort.

[38:57] In Johannes 13 Vers 30 lesen wir sehr ähnliche Worte. Als er nun mit dem Bissen genommen hatte, ging er so gleich hinaus, es war aber Nacht.

[39:09] Die Rede ist hier von Judas, der Jesus schliesslich verraten hat. Wie ähneln sich doch die beiden Leben, Saul und Judas, so nah bei dem Herrn und doch so falsch entschieden.

[39:28] Sie aßen und gingen in die Nacht hinaus. Beide Wege führen in die Nacht hinaus, aber nicht nur in die Nacht, sondern in die ewige Finsternis.

[39:42] Und über beiden prangt dieselbe Aussage, es war deine Entscheidung. Irgendwann steht auch über deinem Leben, es war deine Entscheidung.

[39:58] Welche Worte willst du dann vom Herrn hören? Wohl, du guter und treuer Knecht, über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen.

[40:08] Geh ein in die Freude des Herrn oder den unnützen Kerl werft hinaus in die äusserste Finsternis. Dort wird das Weinen und Zähne knirschen sein.

[40:26] Ein dunkles Kapitel in Gottes Geschichte mit seinem Volk geht zu Ende. Aber es ist gut, dass uns die Bibel auch diese dunklen Kapitel offenbart. Auch diese Kapitel sollen uns nützlich sein.

[40:40] Jeder Mensch, der auf der Erde geboren wurde, hat eine Bestimmung von Gott, dem allmächtigen Schöpfer. Nils hat es heute Morgen schon gesagt, nämlich ihn mit deinem Leben zu verherrlichen.

[40:53] Das galt für Saul, es gilt für dich, es gilt für mich. Welches Ziel verfolgst du mit deinem Leben? Welches Ziel verfolgst du mit jeder deiner Entscheidungen?

[41:06] Du weisst nicht, wann dein letzter Tag beginnen wird. Das Kapitel soll uns als Warnung dienen. Gott ist auf keinen von uns angewiesen.

[41:19] Doch voll Liebe, voll Gnade und Barmherzigkeit streckt er dir die Hand hin. Und diese Liebe Jesu, die wollen wir im Anschluss im letzten Lied besingen.

[41:31] Oh, die tiefe Liebe Jesu. Es ist diese Liebe, welche Jesus allen Menschen bereithält. Alle Menschen, die daran glauben, wird diese Liebe zum ewigen Leben führen.

[41:45] Was für eine wunderbare Botschaft, die Liebe Jesu. Doch es braucht eine bewusste Entscheidung.

[41:56] Es gibt keine Kompromisse. Wenn du dich nicht für ein Leben mit Jesus als Herrn und Heiland entscheidest, dann hast du dich gegen ihn entschieden.

[42:10] Die Geschichte ist geschrieben. Die ganze Geschichte ist geschrieben. Wir sind hier in Kapitel 28. In Kapitel 28 ist Saul noch nicht tot, doch wir wissen, dass Gott sein Wort hält, dass er durch Samuel geredet hatte.

[42:25] Saul wird gewiss sterben. Kapitel 31 endet die Geschichte Sauls. Und genauso wie in Kapitel 28 Saul noch lebt, aber die Geschichte mit Kapitel 31 geschrieben ist, so ist auch deine Geschichte bereits geschrieben.

[42:45] Nur Gott weiß, wann dein letztes Stündlein schlagen wird. Und in deinem Kapitel 28 und 31 steht über deinem Leben dieselbe Aussage.

[42:58] Es war deine Entscheidung. Triff sie richtig. Ich möchte beten. Herr Jesus, wir möchten dir von ganzem Herzen danken für deine unbeschreibliche Liebe.

[43:14] Du hast am Kreuz gelitten und bist für unsere Sünden gestorben, damit wir leben können, ewig leben. Doch in deiner Macht Gerechtigkeit und Souveränität hast uns den freien Willen gelassen.

[43:29] Und so braucht es eine bewusste Entscheidung, dieses Geschenk anzunehmen und unter deiner Herrschaft zu leben. Oh Herr, siehe jede Person in diesem Saal, die sich noch nicht für dich entschieden hat.

[43:42] Schenk Sündenerkenntnis und ein busfertiges Herz. Herr, wir danken dir, dass du uns deinen Geist gegeben hast, der uns in die Wahrheit führen will. Möge dein Geist Raum in unserem Leben haben.

[43:56] Herr, wir möchten unser Leben ganz auf dich setzen und uns jeden Tag bewusst machen, wofür wir leben. Hilfe uns bitte dabei und Hilfe und Hilfe uns nach deinem Willen fragen und stets das ewige Ziel vor Augen haben, dich auf dieser Erde zu verherrlichen mit unserem Leben.

[44:20] Herzlichen Dank dürfen wir in Not stets zu dir kommen und wissen, dass du uns hörst. Amen.