Kinder Gottes, wer sie sind, wie und wo sie leben

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Prediger

Stefan Moser

Datum
13. Oktober 2024
Zeit
12:00

Transkription

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[0:00] Guten Morgen von meiner Seite, schön heute wieder bei euch dürfen. Bevor wir einstiegen, möchte ich gerne noch einmal beten. Zu dir, unserem Gottvater, zu dir, unserem Erlöser, Herr Jesus Christus, sind wir versammelt am Morgen.

[0:18] Du bist allein der Grund, warum wir heute hier sind. Wir wollen dich zu dir versammeln und wir wollen dein Wort auftun. Wir wollen dich bitten, dass du uns leidest, dich gehst, dass wir verstehen, was der Text uns zu sagen hat.

[0:31] Bitte, gib du uns Gnade, gib Gnade zum Reden und zum Hören. Danke, dass du in unserer Mitte bist. Und danke einfach für die Gemeinde hier an dem Ort, wo wirklich auf ein Licht sein und wo wirklich auf wachsen darf.

[0:43] Danke für das Sägen, das du hier geschenkt hast mit den Räumlichkeiten. Danke fürs Wachstum und für das Zeugnis, das sie hier ausertragen. Das sagt natürlich die Versammlung auch in Zukunft. Danke, dass du auch heute Morgen bei uns zu Hause, in der Gemeinde kannst du wirken und die auch groß machen kannst.

[0:58] Danke, Herr. Habe mir die Zuversicht, dass wir deine Kinder dürfen sein. Amen. Ja, ein vierjähriges Kind ist bereits in der Lage, darüber Auskunft zu geben, wer es ist und wo es herkommt.

[1:14] Wer sind meine Eltern? Wo sind wir zu Hause? Was macht mich aus? Es ist ganz wichtig, dass wenn ein kleines Kind verloren geht, es über seine Identität Bescheid weiß und Auskunft geben kann, denn für die Identifizierung des Kindes ist dies unerlässlich.

[1:35] Was wir bereits bei unseren kleinen Kindern als selbstverständlich anschauen, ist in Bezug auf eine andere Gruppe Kinder nicht immer so selbstverständlich.

[1:49] Kinder Gottes wissen nicht immer, wer sie sind, woher sie kommen, wohin sie gehören und was sie eigentlich genau ausmacht.

[1:59] Doch das ist absolut fatal, denn Kinder Gottes, sie können nicht immer zu Hause im warmen Nest schlafen. Ich schreibe mich, dass ich folgenden Titel für die heutige Predigt setzen.

[2:14] Kinder Gottes, wer sie sind, wie und wo sie leben. Das ist das Thema für heute Morgen. Kinder Gottes, wer sie sind, wie und wo sie leben.

[2:28] Ich möchte nun den Text lesen im dritten Kapitel des ersten Johannesbriefes. Ersten Johannes, Kapitel 3, Abvers 1.

[2:42] Seht, welche eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heissen sollen. Und wir sind es. Deswegen erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat.

[2:55] Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes. Und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber, dass wir, wenn es offenbar wird, ihm gleich sein werden.

[3:08] Denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und jeder, der diese Hoffnung zu ihm hat, reinigt sich selbst, wie er rein ist. Jeder, der die Sünde tut, tut auch die Gesetzlosigkeit.

[3:23] Und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit. Und ihr wisst, dass er offenbart worden ist, damit er unsere Sünden wegnehme. Und Sünde ist nicht in ihm.

[3:35] Jeder, der in ihm bleibt, sündigt nicht. Jeder, der sündigt, hat ihn nicht gesehen, noch ihn erkannt. Kinder, dass euch niemand verführe.

[3:48] Wer die Gerechtigkeit tut, ist gerecht, wie er gerecht ist. Wer die Sünde tut, ist aus dem Teufel. Denn der Teufel sündigt von Anfang an. Hierzu ist der Sohn Gottes offenbar geworden, damit er die Werke des Teufels vernichte.

[4:02] Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde. Denn sein Same bleibt in ihm. Und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist.

[4:15] Hieran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels offenbar. Jeder, der nicht Gerechtigkeit tut, ist nicht aus Gott. Und wer nicht seinen Bruder liebt.

[4:27] Soweit der Text, den wir heute Morgen miteinander anschauen möchten. Und anhand dieses Textes möchte ich versuchen, heute drei Wahrheiten über Kinder Gottes aufzuzeigen, damit du deine Identität besser kennen und auch schätzen lernst.

[4:49] Wir werden uns mit Wahrheit 1 befassen in den ersten zwei Versen. Kinder Gottes sind weltfremd. Dann die Verse 3 bis 6. Kinder Gottes sind grundsätzlich anders.

[5:01] Und schlussendlich die Verse 7 bis 10. Kinder Gottes sind aus seinem Samen. Eine vierte Wahrheit würden wir ab Vers 10b und den folgenden in diesem Abschnitt auch finden.

[5:16] Kinder Gottes sind Liebende. Aber, da Kinder Gottes auch mal was essen müssen, werden wir es bei den ersten drei Punkten belassen. Eigentlich hätte ich jetzt ein lautes Amen erwartet.

[5:30] Aber beginnen wir nun mit dem ersten Punkt. Kinder Gottes sind weltfremd. Doch stimmt das? Sind Kinder Gottes wirklich weltfremd?

[5:43] Trifft es zu? Nun, wenn wir Vers 2 anschauen, wo wir einen Einblick bekommen, was für eine wunderbare Perspektive auf Kinder Gottes wartet, können wir sagen, ja, gewissermassen schon.

[5:56] Wir haben eine andere Bestimmung. Wir haben ein anderes Bürgerrecht im Himmel, woher wir unseren Herrn Jesus Christus als Retter erwarten. Doch solange wir in unserem Leibeszelt, wie die Apostel es nennen, auf dieser Erde sind, stehen wir doch mit beiden Beinen in dieser Welt.

[6:15] Da sind wir doch nicht weltfremd. Nun, ich denke, es ist hilfreich, wenn wir beim Lesen des ersten Johannesbriefs, beim Lesen der gesamten Johannesschriften, zunächst einmal den Begriff Welt ein bisschen definieren und klären.

[6:31] Denn das Wort, im Griechischen steht hier das Wort Kosmos, Schmuck, Ordnung, bedeutet es im Kern und das Wort Kosmetika ist davon abgeleitet, wird in der Bibel unterschiedlich verwendet.

[6:47] Wir denken zum Beispiel an Johannes 3, Vers 16. Dort ist mit Welt die verlorene Menschheit gemeint, welche Jesus Christus retten will.

[6:57] Wenn wir zum Beispiel Johannes Kapitel 12, Vers 19 aufschlagen, so sehen wir, Welt ist dort ein Begriff für eine große Menschenmasse, eine Ansammlung von Menschen.

[7:12] Sehr oft im Kontext von Johannes oder auch vom ersten Johannesbrief ist aber mit Welt dieses antigöttliche System gemeint.

[7:22] Und in dem Sinne bedenken wir, Kosmos, etwas Geordnetes, ist die Welt ein gegen Gott geordnetes System.

[7:35] Was wie eine riesengroße Unordnung aussieht, ist in Wirklichkeit schon eine gewisse Ordnung zu erkennen, nur ist es gegen Gottes Ordnung gerichtet. Und ich möchte hier festhalten, dass du als Kind Gottes dir immer wieder vor Augen führen musst, dass die Welt, in der du lebst, ein gegen den Schöpfer ausgerichtetes System ist.

[8:01] Paulus schreibt ja im Epheser im Kapitel 6, zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels.

[8:11] Und jetzt kommt die Begründung. Denn wir haben es nicht mit Fleisch und Blut zu tun, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, mit den Herren der Welt, die über diese Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.

[8:27] Liebe Gemeinde, wir befinden uns in einem Kampf inmitten von Feindesland. Und gerade in diesem Kampf ist es doch wichtig, dass du über deine Identität als Kind Gottes Bescheid weißt.

[8:41] In Bezug auf diese Welt, diesen Kosmos, der sich gegen Gott, den Schöpfer, und gegen alles Biblische richtet, schrieb einst Francis Schaeffer, einer der einflussreichsten Evangelikalen des 20. Jahrhunderts, folgendes.

[8:58] Ich zitiere aus seinem Buch, Die große Anpassung. Irren Sie nicht, wir stehen als bibelgläubige evangelikale Christen in einem Kampf.

[9:09] Es ist ein Kampf auf Leben und Tod zwischen den geistlichen Mächten der Bosheit und denen, die den Namen Jesu Christi geltend machen. Dieser Konflikt spielt sich auch auf der Gedankenebene ab.

[9:22] Und zwar zwischen zwei fundamental entgegengesetzten Ansichten über Wahrheit und Realität. Und das müssen wir uns immer wieder neu bewusst sein.

[9:37] In welchem Umfeld wir leben. In welchem Umfeld unsere Kinder zur Schule gehen. In welchem Umfeld die heutigen Zeitungen geschrieben werden.

[9:50] Ja, dieses antichristliche System wird in 2. Thessalonicher 2 durch etwas besonders gekennzeichnet. Und das ist die Lüge.

[10:02] Es ist ein System der Lüge oder von Wahrheiten, die der Bibel entgegensprechen. Und in dem Zusammenhang ist für uns auch wichtig, dass wir bedenken, dass in den vergangenen Jahrzehnten eine Welt des Pluralismus in unseren Köpfen erschaffen wurde.

[10:23] Vielfalt in Bezug auf Meinungen, Ideen und Lebensformen. Bei dieser Vielfalt ist es auf der anderen Seite aber auch erstaunlich, dass nun plötzlich neue, scheinbar verbindliche Wahrheiten auftauchen.

[10:40] Uns werden in der heutigen Zeit Wahrheiten eingehämmert wie Transfrauen sind Frauen. Männer sind Frauen. Das ist eine neue, verbindliche Wahrheit.

[10:52] Ein Beispiel. Tessa Ganserer, geborene Markus Ganserer, ist Mitglied des Deutschen Bundestags. Und es ist mittlerweile strafbar, die Person als Mann zu bezeichnen.

[11:05] Nicht nur in Bezug auf dieses Thema. In vielen weiteren Bereichen sehen wir, dass es offenbar Wahrheiten zu geben scheint. Denn ohne Wahrheit würde es keine Lügner geben.

[11:18] Aber in der heutigen Zeit gibt es plötzlich Klima- und Corona-Lügner. Wer eine differenzierte Meinung entgegen des linksmedialen Mainstreams aufweist, der ist ein Leugner.

[11:31] Ein Leugner ist ein Gegner. Und so haben wir in der heutigen Zeit Gegner der Impfung, Gegner des Klimas, Gegner der Demokratie. Denn Klimaschutz, das ist Menschheitsschutz.

[11:46] Und wer sich nicht fürs Klima einsetzt, ist ein Gegner der Menschheit. Wir müssen verstehen, dass wir als Kinder Gottes inmitten dieses antigöttlichen Systems leben, wo zwar Wahrheiten verkündigt werden, die aber entgegengesetzt dem sind, was uns die Bibel ganz klar offenbart.

[12:08] Und wenn wir bereit sind, unsere Augen zu öffnen und diesen Kosmos um uns herum einfach mal nüchternd von der Bibel her betrachten, so können wir kaum zu einem anderen Schluss kommen, als Kinder Gottes wirklich weltfremd sind.

[12:25] du lebst, du lebst gewissermaßen in dieser Welt als Kind Gottes, bist aber ein Fremdkörper. Du gehörst hier nicht hin.

[12:38] Dass das so ist, schreibt uns Johannes im ersten Vers. Die Welt, sie erkennt die Kinder Gottes nicht. Natürlich ist mit erkennen hier nicht gemeint, dass sich die Weltmenschen deinen Namen nicht merken könnten.

[12:54] Vielleicht sind sie darin sogar besser als wir. Erkennen, meint hier etwas ganz anderes. Es ist ein Greifen, ein Fassen, eine Verbindung. Das Wort wird in der Bibel ja oft auch für den geschlechtlichen Umgang verwendet.

[13:09] Und so gesehen sehen wir eigentlich einfach, dass Johannes uns sagt, es findet keine Verbindung zwischen Kindern Gottes und Kindern der Welt statt, weil sie grundsätzlich von einem anderen Standpunkt auskommen.

[13:22] Und wie wir später sehen werden, sie sind aus einem anderen Samen. Schauen wir jetzt ein bisschen genauer in den Text rein.

[13:33] Vers 1, da beginnt der Johannes mit der Aufforderung, seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat. Wenn ich richtig nachgeschaut habe, kommt diese Aufforderung, seht hin, nur an dieser Stelle im ersten Johannesbrief vor.

[13:51] Das heißt, Textmarker hervor. Was jetzt kommt, ist wichtig. Das müssen Kinder Gottes verstehen. Das dürfen wir nicht verpassen. Denn welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen.

[14:08] Ja, das ist eine ganz elementare, fundamentale Wahrheit, die wir nicht verpassen dürfen. bei einigen Übersetzungen wie Schlachtwörter alten Luther oder auch bei Herbert Janssen fehlt dann der Zusatz und wir sind es.

[14:29] Je nachdem, welcher Grundtext für die Übersetzung verwendet wurde, ist dieser Zusatz da oder auch nicht. Die Textkritiker sind sich nicht einig, welche Leseart dem Original entspricht.

[14:42] Ich bin der Meinung, es ist auch nicht so entscheidend. Denn, wenn Gott sagt, dass wir Kinder Gottes heißen sollen, dann tun wir es, egal, ob es da noch der Zusatz ist, der dies bestätigt.

[14:56] Es ist eine Tatsache, wir dürfen Kinder Gottes sein. In Bezug auf dieses Weltfremdsein bemerkt der Ausleger Gerhard Mayer zu diesen Versen folgendes, ich zitiere, unsere neue Art der Gottes Kindschaft macht uns der Welt fremd.

[15:21] Die Liebe Gottes gilt der ganzen Welt, aber die Welt nimmt diese Liebe nicht an. Deshalb kommt es für Kinder Gottes zu einer Scheidung mit der Welt.

[15:33] Zitat Ende. Eine Scheidung ist die Folge einer Entfremdung. Welt ist als Kind Gottes bis du von dieser natürlichen Welt, von diesem antigöttlichen Kosmos geschieden, weil du nicht die Welt liebst, sondern Jesus Christus deinen Retter.

[15:58] in Bezug auf dieses offenbar werden, was jetzt noch nicht da ist, was aber in Zukunft sein wird, übersetzt Luther, noch ist nicht zu Tage getreten.

[16:11] Das heißt, es liegt noch im Dunkeln. Wir haben noch nicht das entsprechende Licht, wir können es noch nicht sehen, wir können es noch nicht anfassen und trotzdem wird uns hier im Text aufgezeigt, dass es eine Tatsache ist.

[16:27] Es ist nicht eine vage Hoffnung, sondern es ist etwas, das gewiss ist. Dementsprechend schreibt Menge in seiner Übersetzung schon jetzt sind wir Kinder Gottes.

[16:40] Es ist keine Option, es ist eine wunderbare, tröstliche Tatsache. Ja, was soll denn da offenbar werden?

[16:52] Was wird denn da eines Tages sein, was wir heute noch nicht greifen können? Vers 2b, wir wissen, dass wir, wenn es offenbar wird, ihm, Christus, gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist.

[17:12] Kinder Gottes sind auch deswegen weltfremd, weil sie Christus gleichgestalt werden. Dieser Prozess hat bei deiner Bekehrung begonnen. Du wirst durch das Wort, durch das Wirken des Geistes in dir ins Bild von Christus umgewandelt, Schritt für Schritt, das zeigt uns Paulus in seinen Briefen immer wieder schön auf.

[17:34] Doch dieser Prozess wird eines Tages einen Abschluss finden, wenn wir verherrlicht sind und mit Christus unserem Bräutigam zusammengeführt werden. Ja, wir werden Christus gleich sein in Bezug auf das Moralische.

[17:52] Wir werden nicht mehr sündigen. Wir werden von der Sünde abgetrennt, abgeschnitten werden und werden heilig sein in unserem ganzen Wesen. Wir werden nie Gott werden.

[18:04] Wir werden nie allwissend, allmächtig sein wie Gott, unser Herr. Wir werden aber so viel besser dran sein als Adam in seinem ungefallenen Zustand.

[18:16] Er war sündlos geschaffen. Er hatte aber die Möglichkeit zur Sünde. Er konnte verführt werden. Diese Möglichkeit wird dem verherrlichten Menschen, wenn wir beim Herrn im Himmel sind, fehlen.

[18:32] Und insofern werden wir Christus gleich sein und wir werden ihn sehen. Ja, Christus ist der sichtbare Teil von Gott. Kolosser 1 zeigt uns das ab.

[18:43] Er ist das Abbild, das was für uns Menschen sichtbar geworden ist und wir werden ihn sehen. Was für eine gewaltige Hoffnung, was für eine Tatsache.

[18:58] Ist es uns da nicht egal, wenn wir halt hier weltfremd sind, wenn wir merken, wir sind von dieser Welt geschieden, wir hierher, wir gehören hier nicht dazu, wir können nicht dasselbe Leben führen, wie unsere unerlösten Mitmenschen.

[19:17] Achten wir darauf, was für eine wunderbare Hoffnung vor uns steht. Ich möchte dich fragen, was bedeutet diese Tatsache für dich, dass du Christus gleich werden wirst, dass du ihn sehen wirst?

[19:33] was ist dein Bestreben in dieser Welt? Welche Wünsche möchtest du in deinem Leben verwirklichen? Schau, wenn diese Tatsache, die uns hier in Vers 2 aufgeschrieben ist, in deinem Leben immer und immer wieder neu präsent ist, dann wird das dein Streben, dein Wünschen auf Erden massiv beeinflussen.

[19:56] Und du wirst wie der Apostel Paulus sagen, das Leben hier, das ist für mich Christus. Ich erachte alles andere für Kot gegenüber der Vortrefflichkeit der Erkenntnis Jesu Christi.

[20:15] Ja, Kinder Gottes sind weltfremd, aber das ist noch nicht alles. Kinder Gottes sind ganz grundsätzlich anders als die Kinder dieser Welt.

[20:28] Und diese zweite Wahrheit wird dann in den Versen 3 bis 6 weiter ausgeführt. Kinder Gottes, sie sind grundsätzlich anders. Wir haben diesen Gedanken nun angeschnitten vom Weltfremdsein und nun bekommen wir die Begründung, ja, weshalb ist denn das so?

[20:50] Was macht uns denn so anders als die Kinder dieser Welt? Du kennst es vielleicht auch, irgendjemand in deinem Umfeld hat sich geschieden und vielleicht fragt man mal nach, ja, okay, was hat denn dazu geführt, weshalb hast du dich geschieden?

[21:11] Sehr oft hört man als Begründung nicht unbedingt, dass da häusliche Gewalt oder Fremdgehen im Spiel war, sondern wir haben uns auseinander gelebt. Gott. Und das ist genau der Punkt, den wir hier vor uns haben, weshalb wir weltfremd sind, weshalb wir anders sind.

[21:32] Wir haben nicht dasselbe Leben wie die Kinder der Welt. Wir unterscheiden uns, wir haben nicht dieselben Interessen, wir verfolgen nicht dieselben Ziele.

[21:44] Es ist beinahe unmöglich, eine Ehe zu führen, wo die unterschiedlichsten Interessen aufeinander prallen, wo die Ziele völlig unterschiedlich sind. Der eine will in diese Richtung und die andere in die andere Richtung.

[21:59] Das führt sehr oft zu Scheidungen in der Welt. Aber genauso verhält es sich zwischen den Kindern dieser Welt und den Kindern Gottes.

[22:09] Ihnen fehlt dieser gemeinsame Nenner. Wir haben es ja gelesen im ersten Vers die Welt erkennt uns nicht, weil sie ihn, weil sie Christus nicht erkannt hat.

[22:23] Sie hat Christus nicht, deshalb kann sie seine Kinder nicht erkennen, deshalb kann sie keine enge Zusammengehörigkeit mit den Kindern Gottes haben.

[22:37] Was ist aber ganz konkret so anders bei den Kindern Gottes in Bezug auf die Kinder der Welt? Wir sehen es eigentlich ab Vers 3. Da heißt es und jeder der diese Hoffnung also was wir gerade gelesen haben wir werden Christus sehen wir werden ihm gleichgestaltet werden und die Folge ist dass jeder der diese Hoffnung in sich trägt sich selbst reinigt wie er rein ist jeder der die Sünde tut tut auch die Gesetzlosigkeit und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit Vers 6 jeder der in ihm bleibt sündigt nicht jeder der sündigt hat ihn nicht gesehen noch ihn erkannt wir sehen da gibt es eine grundsätzliche Trennung zwischen den Kindern Gottes und den Kindern dieser Welt wenn wir uns diesen Vers 3 anschauen so ist wichtig dass wir vor

[23:38] Augen haben dass der Johannes hier sagt jeder jedes Kind Gottes jeder der diese Hoffnung in sich hat der reinigt sich Vers 3 ist nicht eine Aufforderung an Kinder Gottes mach das jetzt bitte tut das jetzt Johannes stellt es als eine Tatsache hin er sagt ein Kind Gottes tut das es reinigt sich weshalb das so ist werden wir gleich noch sehen jeder der diese Hoffnung in sich trägt ja diese Hoffnung hier das ist nicht etwas ungewisses wie wenn du sagst ich möchte morgen gerne wandern gehen und ich hoffe auf schönes Wetter das Wort Hoffnung hat in seiner Wurzel die Bedeutung etwas wählen wollen und schau ein

[24:39] Kind Gottes hat bei seiner Bekehrung Christus gewählt es hat sich für Christus entschieden und gegen die Welt ein Kind Gottes hat alle anderen Heilsangebote ausgeschlagen und hat exklusiv Christus als einzigen Herrn und Retter erwählt und das ist der Grund weshalb Kinder Gottes nicht mehr mit der Welt paktieren können sie haben sich gegen die Welt entschieden wir singen in diesem Lied die Welt liegt hinter mir ihr lieben das singen wir nicht nur so das ist eine Tatsache das sagt uns Johannes jeder der diese Hoffnung hat der reinigt sich das heißt er heiligt sich für Gott er unterscheidet sich in seinem Leben von dem Leben der Kinder der Welt der

[25:47] Apostel Paulus er sagt den Korinthern dass sie sich prüfen sollen sie sollen sich prüfen ob sie wirklich im Glauben sind er schreibt dort im Kapitel 13 des zweiten Korinther Briefs prüft euch selbst ob ihr im Glauben seid stellt euch selbst auf die Probe oder erkennt ihr euch selber nicht dass Jesus Christus in euch ist es sei denn dass ihr unecht werdet schau du kannst wissen ob du ein Kind Gottes bist denn ein Kind Gottes das tut etwas Vers 3 es reinigt sich selbst wie er rein ist es will das tun was sein Vater tut so gesehen sagt uns Johannes wer Christus gewählt hat der tut etwas es ist eine wiederholende

[26:48] Handlung nochmals es ist in diesem Textzusammenhang nicht ein Imperativ sondern wir haben hier einen Aussagesatz der Johannes zeigt keine Alternativen auf es ist nichts Optionals es ist nichts für die Väter im Glauben ein Kind Gottes es reinigt sich und schau deshalb haben wir hier ein Messinstrument vor uns wir können uns prüfen ob wir im Glauben stehen wie es Paulus den Korinthern sagt weshalb reinigt sich ein Kind Gottes Johannes sagt es reinigt sich wie er rein ist Petrus führt es wie folgt aus wie der welcher euch berufen hat heilig ist sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel denn dann kommt das Zitat aus dem alten Testament es steht geschrieben ihr sollt heilig sein denn ich

[27:51] Gott bin heilig das ist nicht nur was für das Volk Israel in Bezug auf die Opferdienste es gilt genau gleich für die Gemeinde das neutestamentliche Volk Gottes und so gesehen sagt uns Vers 3 nichts anderes aus als das wenn du durch das wirken des Geistes in dir bei der Bekehrung Christus gewählt hast weil du Vorgrundlegung der Welt in ihm für Gott erwählt wurdest wenn er deine Hoffnung ist dann reinigst du dich du möchtest sein wie dein Herr und Retter und du entscheidest dich in der Folge gegen das Unheilige gegen das was Gott abstößt ich möchte versuchen mit drei kurzen Beispielen aufzuzeigen um zu verdeutlichen wie widersprüchlich das wäre wenn ein Kind Gottes nicht in Heiligung leben möchte ich hoffe eines der drei Bilder holt dich ab kein

[28:54] Anhänger vom BVB würde mit einem Bayern Trikot ins Stadio gehen kein Manager der für Mercedes Benz arbeitet fährt mit einem BMW zur Arbeit und kein Vegetarier geht aus reiner Fleischeslust in eine Metzgerei kein Kind Gottes verharrt aus Freude Willens im Dreck der Sünde und es ist ihm dabei wohl denken wir in unserem Text steht es reinigt sich es passiert nicht einfach es legt sich nicht schlafen und wird in der Nacht gereinigt und lebt am Tag wieder wie es ihm passt du hast eine Verantwortung ja Paulus sagt dies geschieht unter anderem durch das Wasserbad des Wortes Epheser 5 wir sehen wie Christus durch seinen Geist mit dem Wort in und an uns wirkt aber trotzdem ihr kennt diese beiden

[29:55] Wahrheiten in der Heiligung tut Gott alles und du gemäss deinem Stand bist du heilig vor Gott keine Sünde der Welt wird dich aus diesem Stand den du in Christus bist wieder wegnehmen aber in der aktiven Heiligung hast du eine Verantwortung ihr kennt das Bild in Johannes 15 das Bleiben am Weinstock und das haben wir auch hier vor uns das in ihm Bleiben Bleiben klingt in erster Linie so passiv aber es ist nicht etwas ich komme setze mich hin und mache nichts mehr sondern es ist ein aktives Festklammern ein Festhalten ein nicht mehr weg wollen vom Weinstock von Christoph Wortwörtlich steht hier eigentlich jeder der diese Hoffnung hat der weiht sich immer wieder die

[30:55] Kinder der Welt die weihen sich auch dem Teufel ihren Lüsten dem Geld dem Vergnügen und so weiter Kinder Gottes sind grundsätzlich anders sie weihen sich Christus oder wie es Paulus in Römer 12 sagt was ist unsere vernünftige Antwort auf das Evangelium welches in diesen elf Kapiteln im Römer Brief behandelt wird er sagt unsere Antwort soll sein dass wir unsere Leiber als lebendige gottwohlgefällige Opfer ihm zur Verfügung stellen und wie das aussieht wird in der Folge dann in den nächsten Kapiteln im Römerbrief ausgeführt aber das Problem bei einem lebendigen Opfer ist es springt immer wieder runter vom Altar zumindest dann wenn es ein bisschen heiß wird und deshalb weihen sich Kinder Gottes jeden Morgen neu bewusst für die nächsten 24 Stunden dem Herrn im Wissen dass sie wohl im Laufe des Tages immer mal wieder vom

[31:58] Altar runterspringen weil sie immer lebendige Opfer sind doch wir tun es wir kommen immer wieder neu und weihen uns Christus im Wissen dass wir auch wieder in Sünde fallen im Wissen dass wir auch wieder versagen werden doch wir bleiben nicht dastehen wir kommen zurück und legen uns wieder auf den Altar und weihen uns unserem Herrn wenn wir die Verse 4 bis 6 vor uns haben sehen wir diese grundsätzlichen Unterschiede und was auffallend ist in diesem Text Ausnahmen sind nicht enthalten Johannes spricht von alle und von jeder es gibt scheinbar nichts zwischendrin wenn wir diese Verse vor uns haben und sie sind herausfordernd dann ist etwas ganz wichtig zu verstehen achten wir auf die Verbformen es ist so wichtig dass wir verstehen dass wir hier andauernde

[33:02] Handlungen vor uns haben es geht hier nicht um etwas das wir mal aus versehen tun sondern es geht um eine Lebensweise um eine Haltung um etwas was dazu gehört es ist sozusagen der Taktfahrplan und nicht eine Sonderfahrt ich glaube es ist wichtig wenn wir diese Verse lesen und dann auch weiter in Vers 9 wo wir sehen okay wer sündigt wer die Sünde tut der ist nicht in ihm das sind die Kinder des Teufels und ein Kind Gottes das reinigt sich und lebt nicht in der Sünde dass wir beachten dass der Johannes uns aufzeigen will dass es hier um eine Lebenshaltung geht aufgrund weil die einen Kinder des Teufels sind und die anderen wie wir noch sehen werden Kinder Gottes oder aus Gottes

[34:03] Samen sind ich möchte es mal so versuchen zu erklären als Kind hast du bleibend dauerhaft zu Hause bei deinen Eltern gelebt das war der Dauerzustand das heißt nicht dass du nicht mal in den Urlaub gefahren bist das heißt nicht dass du nicht auch mal Besuch hattest von einem Cousin oder einem Freund das war aber temporär es gab Zeiten da war jemand aus einer anderen Familie bei dir ihr habt dasselbe gegessen ihr habt im selben Zimmer geschlafen zusammen gespielt das war aber für eine bestimmte Zeit die Regel war dass er wieder zu sich nach Hause ging weil er aus einer anderen Familie kommt und genauso verhält es sich mit den Kindern des Teufels und den Kindern von Gott auch Kinder Gottes sündigen das tun sie aber nicht fahrplanmäßig weil sie nicht aus dieser Familie sind Johannes schreibt im ersten

[35:04] Kapitel in den Versen 8 bis 10 ganz klar dass jedes Kind Gottes oder jeder Mensch der behauptet es habe keine Sünde begangen und es sündige jetzt nicht mehr ein Lügner ist mit diesem Wissen können wir ganz klar sagen dass Johannes hier nicht etwas anderes sagen will er sagt nicht Kinder Gottes sündigen nicht aber er sagt sie sind aus einer anderen Familie und deshalb sündigen sie nicht fahrplanmäßig es gehört nicht zu ihrer neuen Natur bei den Kindern dieser Welt ist dies aber grundlegend anders es entspricht nicht mehr deiner neuen Identität in Christus dass du sündigst jeder der die sünde tut tut auch die Gesetzlosigkeit es gibt in der bibel viele verschiedene begriffe für sünde für übertretung das konzept finden wir bereits im alten testament im dritten buch mose und hier heißt es gesetzlos jetzt nicht in form von dass da kein gesetz wäre dass da nichts wäre was uns irgendwie zur rechenschaft ziehen könnte man könnte hier auch übersetzen gesetzwidrig also das heißt es gibt gebote aber wir handeln wieder gegen diese gesetze wenn ich heute morgen weil die a1 für einmal frei war mich entschieden hätte den tempomat bei 180 rein zu tun dann wäre ich nicht gesetzlos unterwegs gewesen wenn da ein blitzer gewesen wäre wäre da wohl ein gesetz gewesen das in voller härte auf mich angewandt worden wäre ich hätte gesetzeswidrig gehandelt aber nicht gesetzlos eine gute definition für die sünde finden wir bei john maccarcer in biblischer lehre schreibt er sünde ist jeder mangel an übereinstimmung mit gottes willen in haltung denken oder handeln aktiv oder passiv das herz aller sünde ist die autonomie das ersetzen trace for kam, um unsere Sünden hinwegzunehmen.

[38:39] Und das erinnert uns an dieses Vorbild im Alten Testament. An diesem Versöhnungstag, im 3. Mose 16, diesem Yom Kippur, wurde die Sünde, die Übertretung des Volkes auf diesen Bock gelegt und er wurde in die Wüste hinausgetrieben.

[38:59] Und er kam nicht mehr zurück zum Volk Israel. Und genauso kam Christus und hat unsere Sünden weggenehmen. Er hat sie fortgetragen und sie kommen nicht mehr für uns zurück.

[39:11] Und das ist der entscheidende Punkt. Das ist der entscheidende Vers in diesem Abschnitt. Weil Christus kam und dich von der Sünde, wie Paulus sagt, vom Gesetz der Sünde freigemacht hat, bist du nun geschieden, unterschieden von den Kindern dieser Welt, die in der Sünde leben und in der Sünde gefangen sind.

[39:33] Da in ihm, in Christus, keine Sünde ist, kann der aus Christus Geborene nicht fortdauernd in der Sünde leben und drin bleiben.

[39:50] Nochmals, Johannes sagt, das ist eine Tatsache. Es ist nicht ein Idealbild der Superheiligen. Auf der anderen Seite sagt uns Johannes, jeder, der in der Sünde lebt und in der Sünde bleibt und keine Reue darin verspürt, der ist aus einem anderen Samen.

[40:09] Der ist ein Kind des Teufels. Wer in Christus lebt, der sündigt nicht am Laufmeter, weil er eine neue Natur bekommen hat, die aus Gott ist, welche nicht sündigt.

[40:23] Was wir noch sündigen, sündigen wir gemäss Römer 7, gemäss der alten Natur, welche bei Kindern Gottes aber immer mehr durch den Geist zurückgedrängt werden darf.

[40:35] Kinder Adams, sie müssen sündigen, weil ihr Vater sündigt. Sie sind unter die Sünde verkauft. Diese beiden Seiten, die Kinder des Teufels und die Kinder aus Gott, sehen wir im letzten Abschnitt in unserem Text in Versen 7 bis 10.

[40:55] Und das ist die dritte Wahrheit. Kinder Gottes sind aus seinem Samen. Wer sich drei weitere Stellen dazu notieren möchte, dass Kinder Gottes aus seinem Samen sind, kann notieren, Johannes Kapitel 1, Vers 13, Jakobus 1, Vers 18 und auch 1. Petrus 1, Vers 23.

[41:23] Da wird es auch weiter ausgeführt. Wir schlagen die Stellen aber nicht auf. Schauen wir uns Vers 7 an. Kinder, das heißt, ein Aufruf.

[41:35] Schaut wieder her. Ich möchte euch wieder abholen. Kinder, passt auf. In der Folge wird Johannes warnen. Er wird warnen vor einer Irrlehre.

[41:49] Und es ist ja so, der erste Johannesbrief, der richtet sich im Wesentlichen auch gegen die Irrlehrer der Gnostiker. Und diese Gnostiker, sie meinten, eine tief ergreifende Erkenntnis zu besitzen.

[42:03] Sie sagten, der Leib, alles Materielle, das ist schlecht. Das ist ohnehin verloren. Und deshalb ist die Lebensführung nicht so entscheidend.

[42:13] Herr Karser schreibt dazu, ihre, das heißt, die Schlussfolgerung dieser gnostischen Irrlehrer war, dass die im Körper begangene Sünde nicht zählt, was die Erlaubnis zu zügellosem Moralverhalten lieferte, weil man dadurch sogar die Existenz der Sünde leugnete.

[42:35] Es ist wichtig, wenn wir den ersten Johannesbrief lesen, uns immer wieder daran zu erinnern, dass Johannes diese Irrlehrer im Auge hatte, als er diesen Brief schrieb.

[42:47] So auch im Kapitel 4. Dort lesen wir dann, wie diese Irrlehrer die Menschwertung des Sohnes Gottes leugneten. Doch denken wir nicht, dass diese Warnung, dass die im Fleisch begangene Sünde sehr wohl Auswirkungen hat und nicht einfach egal ist, nicht nur der zweiten und dritten Generation der Gemeinde galt.

[43:12] Auch heute müssen wir uns gegen solche Irrlehrer vorsehen. Zu viele Christen meinen irgendwie, sie könnten leben, wie sie wollten, sie könnten in den Sünden verharren, das sei alles nicht so schlimm.

[43:26] Man hat ein falsch verstandenes Gnadenverständnis. Man sagt, wir sind freigemacht in Christus. Was wollen wir uns irgendwelchen Gesetzen beugen?

[43:37] Wir sind zur Freiheit berufen. Paulus sagt uns in Römer 6, dass dies so gar nicht zusammenpasst. Vers 9 sagt deutlich, jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht, also fortlaufend die Sünde.

[43:57] Denn dieser Same, der in ihm ist, der bleibt in ihm. Eine Abschwächung hier ist nicht möglich.

[44:09] Paulus unterschreibt dies in Römer 6. Liebe Gemeinde, lassen wir uns nicht verführen. Kinder Gottes leben nicht einfach in der Sünde und bleiben darin.

[44:21] Sie sündigen, ja. Jakobus sagt, mannigfaltig. Johannes schreibt es im ersten Kapitel, dass dies so ist. Trotzdem, Kinder Gottes, sie sind aus Gott gezeugt, sie sind aus seinem Samen und sie sollen nun gemäss der neuen Natur leben.

[44:39] Und es ist und bleibt eine traurige Tatsache, dass wir uns irgendwie immer wieder an den Gedanken gewöhnen wollen, dass Christsein und Sünde irgendwie zusammenpasst.

[44:53] Aber die Schrift zeigt es an keiner Stelle und dieser Abschnitt hier spricht sehr, sehr deutlich darüber. Was es heisst, was passiert, wenn Christen sündigen, kommt in einem Abschnitt von Thomas Watson sehr schön zum Ausdruck.

[45:12] Ich möchte kurz zitieren aus dem Buch von Wayne Mack, Der kompromisslose Kampf, Vernüchte die Sünde in deinem Herzen. Dort zitiert er den Politaner Thomas Watson, der schreibt, Sünde befriedigt den Satan.

[45:31] Wenn Lust oder Ärger in der Seele brennt, wärmt der Satan sich am Feuer. Die Sünden der Menschen sind ein Festmahl für den Teufel, wie er darüber lacht, dass Menschen ihre Seele für die Welt aufgeben, wie wenn man Diamanten für Stroh eintauschen würde.

[45:53] Das sind drastische Worte, aber wir brauchen dieses Verständnis für die Sünde, damit wir verstehen, weshalb ein Kind Gottes, welches aus seinem Samen gezeugt ist, nicht willens, gleichgültig in der Sünde drin verharrt und es ihm noch wohl ist dabei.

[46:14] Ich möchte einfach auf einige Punkte hier in diesem Abschnitt noch verweisen, ab Vers 7.

[46:27] Ja, ganz anders als diese gnostischen Irrlehrer behaupteten, tut jeder, der aus Gott geboren ist, Gerechtigkeit. Er trachtet nach Heiligung, im Gegensatz zu den Kindern der Welt.

[46:42] Er sündigt, aber er bereut und er tut Buße. Und wir haben einen Fürsprecher bei Gott dem Vater, Johannes 1, Vers 9.

[46:56] Ja, wir haben es angesprochen. Weshalb gibt es diesen Unterschied? Wir sehen es im Vers 8. Vers 9.

[47:07] Vers 9.

[47:21] Vers 9. Ich möchte noch einmal betonen, es ist hier eine wiederkehrende, eine andauernde Handlung gemeint. Nicht, dass wir versagen, sündigen und es bereuen, sondern, wie ich es gesagt habe, es entspricht dem Fahrplan.

[47:39] Für ein Kind Gottes ist Sündigen aber nicht fahrplanmäßig, sondern die Entgleisung des Zuges. Dass wir nie Sünde in unserem Leben kleinreden und ein falsches Verständnis von Gnade und Freiheit an den Tag legen.

[47:57] Es ist so wunderbar, hierzu ist der Sohn Gottes offenbar geworden, um die Werke des Teufels zu zerstören.

[48:10] Und das ist das, was den Kindern Gottes Hilfe verschafft. Ich möchte heute Morgen sicherlich nicht leugnen, dass auch Kinder Gottes, wahre Wiedergeborene über den Zeitraum in der Sünde leben, in Süchte fallen können.

[48:23] Doch der Unterschied ist, der Geist, der in ihrem Herzen wirkt, er wird sie an den Punkt bringen, wo sie ihre Sünde bereuen, wo sie um Hilfe schreien, wo sie um Vergebung schreien, wo sie auch in der Seelsorge durch das Wort Gottes wiederhergestellt werden können.

[48:42] Das ist der entscheidende Unterschied zwischen den Kindern des Teufels und den Kindern der Welt. Vers 10 dann, er unterschreicht, was wir vor uns hatten und dann im zweiten Teil die Überleitung zum nächsten Thema, zum nächsten Merkmal der Kinder Gottes, die Bruderliebe.

[49:09] Dieser Vers 10, der ist so ein bisschen das Scharnier in diesem Text zwischen dem ersten und dem zweiten Teil, dem Thema der Bruderliebe.

[49:20] Warren Wispy sagt dazu, dieser Vers markiert den Schlüssel zum Kapitel 3, denn ein wahres Kind Gottes übt Gerechtigkeit, was wir vor uns hatten, und liebt andere Christen trotz der Unterschiede.

[49:36] Die Verse 1 bis 10 beschäftigen sich mit dem ersten Thema und dann ab Vers 10b bis zum Ende des Kapitels geht es um das Thema der Liebe der Geschwister.

[49:49] Ja, drei wichtige, drei herausfordernde Wahrheiten über Kinder Gottes haben wir heute an diesem Morgen vor uns und sie sind uns aufgeschrieben worden, damit du deine Identität immer besser kennenlernen, aber auch schätzen lernen kannst.

[50:11] Denn, ich habe es eingangs erwähnt, wir leben in einer gefallenen, antigöttlichen Welt und wir brauchen Klarheit in Bezug auf unsere Identität.

[50:24] Wenn dieser Abschnitt dich aber heute Morgen in Verunsicherung gebracht hat, wenn du jetzt da sitzt und denkst, ja, ich bin zwar ein Kind Gottes, aber das sind schon noch viele Sünden, das sind viele Schwachheiten, irgendwie passt das nicht ganz überein mit dem, was Johannes sagt.

[50:42] Dann möchte ich versuchen, mit einem abschließenden Bild aufzuzeigen, was der Unterschied ist, wenn jemand unter der Herrschaft des Teufels lebt und die Sünde seine Identität ist und wenn ein Kind Gottes aus Gott gezeugt immer wieder sündigt.

[51:01] Das Bild, es stammt nicht von mir, es ist von Martin Lloyd-Jones und ich habe es ein bisschen angepasst und adaptiert, aber ich finde es sehr hilfreich.

[51:13] Stell dir vor, es gibt zwei große Plantagen, zwei große Obstplantagen und sie werden durch einen breiten Fluss getrennt. Die eine Plantage, sie gehört dem Teufel und die andere Plantage auf der anderen Seite des Flusses gegenüber gehört Gott.

[51:32] Von Natur aus sind alle Menschen unter die grausame Herrschaft des Teufels versklavt. Jeder Mensch arbeitet von früh bis spät auf der Plantage des Teufels und muss die Gesetze des schrecklichen Herrn Teufels befolgen und die Früchte des Teufels produzieren.

[51:51] Das ist das Los aller Menschen. Gott entschließt sich, viele aus der Herrschaft des Teufels zu befreien, sie loszukaufen.

[52:03] Und was passiert jetzt? Jeder, der von Gott gekauft wurde, arbeitet nicht mehr auf der Plantage des Teufels. Er wird auf die andere Seite des Flusses gebracht und arbeitet jetzt auf der Plantage von Gott und arbeitet jetzt an den Früchten der Gerechtigkeit.

[52:21] So weit, so gut. Jetzt haben wir aber trotzdem die Tatsache der Sünde. Was passiert jetzt? Ja, der Teufel, dieser miese Kerl, der gibt sich damit nicht zufrieden. Er steht ans Flussufer und er pfeift drüber.

[52:34] Er versucht, dich von deiner Arbeit abzulenken und er zeigt dir die aussen schön polierten Früchte seiner Plantage, die innen faul sind und er führt dir vor Augen, was dir jetzt entgeht, weil du nicht mehr bei ihm bist.

[52:48] Hattest du es nicht so gut bei mir? Hattest du nicht viel ein lockereres Arbeitsverhältnis auf meiner Seite? Und allzu oft unterbrechen Kinder Gottes ihre Arbeit und schauen auf und sie gehen ans Flussufer und sie hören ihm zu und sie bleiben eine Weile dort verweilen.

[53:08] Manche länger, andere weniger lang. Wann passiert das? Ja, immer dann, wenn sie nicht den eigenen Herrn vor Augen haben. Wenn sie nicht verstanden haben, wie gut ihr neuer Herr ist, wie viel er für ihre Erlösung bezahlt hat.

[53:22] Wenn sie nachlässig sind, wenn sie müde sind, wenn sie eine falsche Perspektive haben, dann lassen sie sich ablenken und sie hören dem Teufel zu.

[53:34] Aber es geschieht eine gewisse Zeit und sie kommen wieder zur Besinnung. Sie werden Buße tun. Sie werden wieder zu ihrem Herrn gehen und werden bereuen und werden weiterarbeiten.

[53:48] Denn sie stehen unter dem Gesetz der Gerechtigkeit. Niemals wird ein Kind Gottes wieder auf die andere Seite, auf die andere Plantage zurückkehren.

[53:59] sie sind nicht mehr unter dem Gesetz des Teufels. Sie stehen unter dem Gesetz der Gerechtigkeit Gottes. Und das ist der Unterschied zwischen Kindern Gottes und Kindern des Teufels.

[54:12] Und was wir vor uns hatten, es ist noch nicht offenbart, aber wir wissen, dass eines Tages Gott, der Herr, diese Plantage mit dem Teufel für ewig im Fluss verschenken wird.

[54:23] Da wird es keine Ablenkung mehr geben. Da werden wir ungehindert, aus vollem Herzen, in Ewigkeit unserem Herrn und Retter dienen.

[54:34] Frei von der Gegenwart der Sünde. Doch halten wir fest, frei von der Macht der Sünde sind wir bereits heute. Ihr Lieben, wir müssen nicht mehr dem alten Herrn Teufel dienen.

[54:49] Wir sind nicht mehr unter seinem Gesetz. Die Macht der Sünde ist von uns genommen. Und der Herr schenkt es in Kürze, dass der Satan unter unsere Füße zertreten wird und wir auch frei sind von der Gegenwart der Sünde.

[55:03] Denn wir wissen, dass wir, wenn es offenbar wird, wir ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Amen. Unser großer Gott und Erlöser, geliebter Herr Jesus Christus, wir stehen hier und haben diesen Text vor uns und wir danken dir für deine Gnade, dass du uns erkauft hast aus der Macht der Sünde.

[55:36] Danke, dass du uns versetzt hast in das Reich deines geliebten Sohnes. Danke, Vater, sind wir von Neuem geboren, aus deinem Samen gezeugt.

[55:48] Oh, bitte schenk dass ich persönlich, dass wir alle in dieser Erkenntnis wachsen mögen, damit wir verstehen, wir müssen die Sünde nicht mehr tun. Und wenn wir in Sünde fallen, wenn wir verstrickt sind in Sünden, dann gibt es Hoffnung, denn du ermöglichst uns Buße, du gibst uns Kraft, sündige Gewohnheiten abzulegen.

[56:15] Du schenkst uns Gnade, du wirkst durch deinen Heiligen Geist an uns, dass wir immer mehr dir aus freien Stücken, aus Liebe dienen und bereits hier auf dieser Erde immer mehr in deinem Bild umgestaltet werden.

[56:29] Dass wir doch wachsen mögen in dieser Erkenntnis und dass auch dieser Abschnitt von heute Morgen uns hilft, uns unserer Stellung, unserer Identität immer mehr zu bewusst werden, aber auch, dass er uns warnt, leichtfertig mit der Sünde umzugehen, dass wir vor uns haben, es gehört nicht mehr zu Kindern Gottes, dass sie leichtfertig sündigen.

[56:51] Wir sind geschieden, wir sind getrennt von der Welt und dafür wurde ein Preis bezahlt mit deinem Blut, Herr Jesus, hast du uns losgekauft. Dass wir wirklich wachsen, Herr, im Verständnis, was es heisst, dass du für uns zur Sünde gemacht wurdest.

[57:07] Dass wir nicht lieben, was du hast, dass wir nicht lieben, was dich ans Kreuz gebracht hat, sondern dass wir einfach durch deine Gnade wachsen und immer mehr auch als Kinder Gottes leben und dich verherrlichen.

[57:19] Wir danken für deine unbeschreibliche Gnade, die auch in uns schwachen Menschen, die unwürdig sind, immer mehr wirkt, sodass du an uns wirkst, dass das Bild von deinem Sohn in uns Schritt für Schritt mehr sichtbar werden kann.

[57:32] Und deine Gnade und deinem Schutz befählen wir uns auch an für diesen Tag und für die kommende Woche. Lass uns etwas zu deiner Ehre sein. Amen.