Gesundheitscheck Gemeinde

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Prediger

Stephan Humbert

Datum
22. September 2024
Zeit
12:00

Transkription

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[0:00] Zu Beginn möchte ich nochmals beten. Vater im Himmel, ich danke dir, dass wir dein Wort haben dürfen. Wir möchten lernen aus deinem Wort.

[0:14] Wir möchten überführt werden. Wir möchten lernen, was dein Wort sagt, was uns wichtig sein soll und entsprechend leben zu deiner Ehre.

[0:27] Bitte nimm uns alles weg, was uns hindert. Begib uns dort, wo wir vor dir schuldig sind. Reinige du uns und brauche uns, damit dein Reich weächst.

[0:41] Herzlichen Dank. Amen. Unsere Gesellschaft, die nimmt Gesundheit.

[0:57] Sehr wichtig. Wie wichtig, dass die Gesundheit genommen wird und Schweizer, wie wichtig, dass sie uns ist, sieht man am besten anhand von den Finanzen.

[1:11] Pro Kopf, pro Jahr wird rund 10.000 Schweizer Franken ausgegeben, damit wir entweder gesund werden oder gesund bleiben.

[1:24] In der Schrift, in der Bibel, da ist Gesundheit noch ein viel grösseres Thema und viel gewichtiger. Da spielt aber Geld keine Rolle.

[1:37] Hingegen sind Menschen bereit, ihr Leben für diese Gesundheit zu lassen. Das Ziel der biblischen Gesundheit ist jedoch nicht, möglichst körperlich gesund zu sterben, sondern ein gesundes, geistliches Leben zu leben.

[2:04] Und um ein gesundes, geistliches Leben zu leben, braucht es eine gesunde Lehre und gesunde Vorbilder, gesunde Leiter.

[2:15] Und das ist definitiv nicht selbstverständlich. Satan möchte die Gemeinde, beziehungsweise das Glaubenslebens, mit Bakterien und Viren, Krebsgeschwüren und Entzündungen schwächen.

[2:30] Um diese Schwächung zu erreichen, greift er Gottes Wort an, aber auch die Leiter und die Lehre. Und das ist nicht neu.

[2:43] Das ist seit Beginn, seit dem Sündenfall so. Paulus hatte ein großes Anliegen, dass die Gemeinde gesund ist.

[2:58] Doch da gab es verschiedene Angriffe in dieser Zeit des Feindes. Da gab es einerseits Irrlehrer, welche ein komplett falsches Evangelium weitergaben.

[3:13] Da gab es aber auch Leiter, die sich ablenken ließen und Nebensächlichkeiten, beziehungsweise unwichtige Dinge zur Hauptsache erklärten.

[3:27] Und da gab es Personen, bei denen einfach das Leben nicht mit dem Wort Gottes übereingestimmt haben. Und entsprechend möchten wir heute gemeinsam einen Gesundheitscheck durchführen.

[3:44] Und das ist auch der Titel der heutigen Predigt. Gesundheitscheck Gemeinde. Die Gesundheitsreferenzwerte, die gibt uns das Wort Gottes, beziehungsweise heute im Speziellen der Timotheusbrief.

[4:05] Und wir werden die folgenden Fachbereiche überprüfen. Zuerst die Lehrer, dann die Lehre und drittens den Glauben.

[4:20] Ihr dürft gerne mal den ersten Timotheusbrief aufschlagen. Eingehend möchte ich euch noch ein bisschen Kontext zu diesem Brief, zu dieser Gemeinde geben.

[4:33] Ja, Ephesus, das war eine ganz junge Gemeinde. Paulus besuchte die Stadt Ephesus kurz bei seiner zweiten Missionsreise.

[4:47] Und er ließ dort das treue Ehepaar Priscilla und Aquila zurück, welche dann vor Ort das Evangelium verkündeten und in dieser Zeit auch die Gemeinde entstand.

[5:00] Auf der dritten Missionsreise kehrte dann Paulus wieder zu dieser Gemeinde, zu dieser jungen Gemeinde zurück, blieb dort aber ganze drei Jahre lang.

[5:12] Und dann kam der Tag, an dem Paulus weiterzog, aber sein treuer Gefährte Timotheus in der Gemeinde zurückließ.

[5:28] Paulus kannte diese Gemeinde, auch die Leiter beziehungsweise die einflussreichen Personen, welche dort vor Ort waren.

[5:40] Paulus hatte unter ihnen gearbeitet, und Paulus Ziel, sein Ziel ist es, dass die Gemeinde zur Ehre von Gott lebt und ihn so verherrlicht.

[5:53] Doch da gibt es jetzt ein Problem. Menschen mit einer falschen Gesinnung, mit einer abweichenden Lehre und schlussendlich mit anderen Glaubenszielen, die untergraben die Gemeinde.

[6:10] Sie sind eine Gefahr, dass die Gemeinde vom Kurs abkommt. Und zu diesem Zweck lässt er seinen treuen Begleiter, Timotheus, in der Gemeinde zurück, damit er Älteste, Lehrer und Gemeindeglieder, welche vom Kurs abgekommen sind, oder eine andere Glaubensbasis haben, entsprechend korrigiert oder aus der Gemeinde hinaus stellt.

[6:40] Nun schreibt Paulus an diesen Timotheus und seinem Begleiter einen Brief mit konkreten Anweisungen, auf was, dass er sich in dieser Gemeinde in Ephesus fokussieren soll, damit durch die gesunde Lehre wiederum ein gesunder Glaube wachsen kann.

[7:00] Denn je nachdem, wie die Vorbilder leben, welche Identität sie haben, wird dies die Lehre beeinflussen, welche sie wiederum weitergeben.

[7:14] Die gelehrte Lehre wiederum wird einen Einfluss auf den Glauben haben. Und so werden wir heute mit diesem 1. Timotheusbrief starten mit den Versen 1 bis 10.

[7:30] Schlag die auf, 1. Timotheus 1 bis 10. Paulus, Apostel Jesu Christi, nach dem Befehl Gottes, unseres Retters und des Herrn Jesus Christus, der unsere Hoffnung ist, an Timotheus, mein echtes Kind im Glauben, Gnade, Barmherzigkeit, Friede sei mit dir von Gott, unserem Vater und Christus Jesus, unserem Herrn.

[8:06] Ich habe dich ja bei meiner Abreise nach Mazedonien ermahnt, in Ephesus zu bleiben, dass du gewissen Leuten gebietest, keine fremden Lehren zu verbreiten und sich auch nicht mit Legenden und endlosen Geschlechtsregistern zu beschäftigen, die mehr Streitfragen hervorbringen als göttliche Erbauung im Glauben.

[8:32] Das Endziel des Gebotes aber ist Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben. Davon sind einige abgeirrt und haben sich unnützem geschwätzt zugewandt.

[8:49] Sie wollen Lehrer des Gesetzes sein und verstehen doch nicht, was sie verkünden und als gewiss hinstellen. Wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn man es gesetzmässig anwendet und berücksichtigt, dass einem Gerechten kein Gesetz auferlegt ist, sondern Gesetzlosen und Widerspenstigen, Gottlosen und Zündern, Unheiligen und Gemeinen, solchen, die Vater und Mutter misshandeln, Menschen töten, Unzüchtige, Knabenschänder, Menschenräubern, Lügnern, Meinheitigen und was sonst der gesunden Lehre widerspricht.

[9:33] Nach dem Evangelium der Herrlichkeit des glückseligen Gottes, das mir anvertraut worden ist. Zuerst werden wir nachher die Verse 1 bis 2 anschauen.

[9:52] Das sind die einleitenden Verse. Und danach werden wir anhand den Versen 3 bis 11 den Gesundheitscheck durchführen. Bei diesem Gesundheitscheck werden wir zuerst die kranken Lehrer, die kranke Lehre und den kranken Glauben prüfen und danach die gesunden Lehrer, die gesunde Lehre und den gesunden Glauben.

[10:18] Ich möchte dich ermutigen, genau hinzuhören, was Paulus hier dem Timotheus geschrieben hat. Denn so wie Timotheus verantwortlich war, dass die Gemeinde einen gesunden Glauben hat und das Glaubensziel schlussendlich erreicht, so ist es auch deine Verantwortung.

[10:43] Verantwortung für das, was du für eine Lehre weitergibst. Es ist auch deine Verantwortung, dass du ein gesundes Vorbild bist.

[10:59] Egal, wo du lebst, in der Gemeinde, in der Familie oder einfach in einem persönlichen Gespräch irgendwo. Denn ein gesundes Vorbild und eine gesunde Lehre ist die Voraussetzung, dass schlussendlich ein gesunder Glaube wachsen kann.

[11:22] Doch bevor wir uns auf diesen Text stürzen, möchten wir die einleitenden Verse, welche das Fundament sind, zusammen anschauen. Denn es ist entscheidend, wer diesen Brief geschrieben hat, in wessen Autorität.

[11:43] 1. Timotheus 1, 1-2, ich lese nochmals, Paulus, Apostel Jesu Christi, nach dem Befehl Gottes, unseres Retters und des Herrn Jesus Christus, der unsere Hoffnung ist, an Timotheus, mein echtes Kind im Glauben, Gnade, Barmherzigkeit und Friede sei mit dir von Gott, unserem Vater und Christus Jesus, unserem Herrn.

[12:10] Der Absender, der ist klar definiert. Es ist der Apostel Paulus. Doch wer war dieser Apostel Paulus?

[12:22] Erinnere dich, wer Paulus war. Er war ganz zurück, war ein Feind von Gottes Gemeinde und somit auch von Gott selbst.

[12:32] Doch genau diesen Mörder hat Gott eingesetzt zum auserwählten Werkzeug für den Gemeindebau.

[12:54] In Apostelgeschichte 9 lesen wir von dieser Begebenheit. In den ersten zwei Versen sehen wir, wie Paulus eine Säuberungsaktion in den Gemeinden plante und die Christen eliminieren wollte.

[13:11] Apostelgeschichte 9, 1-2, da steht, Saulus aber, der noch Drohung und Mord schnaubte gegen die Jünger des Herrn, ging zum hohen Priester und er bat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen in der Absicht, wenn er irgendwelche Anhänger des Weges fände, ob Männer oder Frauen, sie gebunden nach Jerusalem zu führen.

[13:37] Doch genau in dem Moment, als er seine Mission umsetzen wollte und auf dem Weg war, griff Gott direkt in das Geschehen ein. Lesen wir dann in den Versen 3 und 4.

[13:49] Als er aber hinzog, begab es sich, dass er sich Damaskus nährte und plötzlich umstrahlte ihn ein Licht vom Himmel und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach, Saul, Saul, warum verfolgst du mich?

[14:08] Saulus erhielt den Befehl von Gott in die Stadt Damaskus zu gehen. Parallel dazu erging Ananias, ein Christ in Damaskus, Gottes Reden so, Vers 15, aber der Herr sprach zu Ananias zu ihm, geh hin, denn dieser, also Paulus, ist mir ein auserwähltes Werkzeug, um meines Namen vor den Heiden und Könige und vor die Kinder Israels zu tragen.

[14:43] Ananias geht hin, er legt Paulus die Hände auf und spricht mit ihm über den Dienst, in welcher er eingesetzt wurde. Sogleich wird Saulus wiedersehend und lässt sich darauf hintaufen.

[15:01] Paulus blieb dann bei den Jüngern in Damaskus und beginnt mit der Botschaft, die bezeichnet ist in Apostelgeschichte 9, Vers 20 und sogleich verkündigte er in den Synagogen Christus, dass dieser der Sohn Gottes ist.

[15:20] Eine 180-Gerad Wende. Paulus, der Schreiber dieses Briefes, kommt aus dem Lager der Christenverfolger.

[15:32] Der strenggläubige Jude, welcher Jesus ablehnte und verfolgte. Jetzt aber ist er selbst ein Jünger bzw. ein Apostel Christi, welcher verkündet, dass eben dieser, dieser Jesus Gottes Sohn ist.

[15:51] Noch wichtiger wie der Schreiber des Briefes ist aber der Auftraggeber. Was oder wer gibt diesem Schreiber die Autorität, eine Anweisung an Timotheus zu geben?

[16:07] Dieser Gott, der Saulus bzw. Paulus als spezielles Werkzeug auserwählt hatte, erbaut seine Gemeinde und gibt an Paulus den eindringlichen Befehl, diese Botschaft an Timotheus weiterzugeben.

[16:22] Es ist nicht irgendetwas Optionales, eine Empfehlung oder heute würde man sagen ein Post, wo man dann liken oder disliken kann.

[16:35] Der Brief ist in der Autorität von Gott geschrieben mit einem klaren Befehl zur Umsetzung. Dies ist in einem militärischen Stil geschrieben und auch so gemeint.

[16:50] Keine Option. Doch schaut auch die Beziehung zwischen diesem Gott und diesem Schreiber und Empfänger.

[17:01] Denn die sieht ganz anders aus. Gott ist nicht ein ferner General, welcher irgendwie einfach sein Programm durchzieht. Nein, Paulus beschreibt diesen Gott als Retter und gleichzeitig auch als die Hoffnung.

[17:21] Der Gott, welcher die Befehle gibt, ist gleichzeitig der Retter und die Hoffnung. Und so kann der Empfänger diesen Befehl auch ohne Bedenken annehmen.

[17:34] Denn der Befehl, der kommt von dem allein wahren allmächtigen Gott, der aus Liebe zu seinen Geschöpfen seinen Sohn hingab, damit jeder gerettet wird, der an seinen Namen glaubt.

[17:48] Er ist zugleich unsere sichere Hoffnung, dass wir auch das Ziel erreichen. Doch wer ist hier der Empfänger?

[18:03] Timotheus wird berichtet. Timotheus kam aus einem gottesfürchtigen Elternhaus. Es wird berichtet von der Mutter Eunice und der Grossmutter Lois.

[18:17] Beides waren gottesfürchtige Juden, welche an Christus glaubten. Timotheus hatte das Privileg, dass es seit jungen Jahren in den Schriften unterwiesen wurde.

[18:29] Sein Vater war Grieche und wir lesen nicht viel darüber. vermutlich schon gestorben. Timotheus stammt aus Lystra, das liegt in der heutigen Türkei.

[18:43] Und Paulus führte Timotheus vermutlich während seines Wirkens in Lystra zu Christus, zum rettenden Glauben. Nach seiner zweiten Missionsreise wählte Paulus Timotheus dann zum Begleiter.

[18:57] Timotheus war zu diesem Zeitpunkt ca. 20 Jahre alt. Timotheus lernte, und diente viele Jahre zur Seite von Paulus.

[19:09] Paulus gibt dem Timotheus das ehrenhafte Qualitätssiegel, mein echtes Kind im Glauben. Glauben. Dieser echte Glaube von Timotheus, der zeigt sich darin, dass sie denselben Glauben haben, dass er auch errettet ist, dass sie denselben Schöpfer und denselben Retter und denselben Herr haben.

[19:38] Dieser echte Glaube zeigt sich aber auch im andauernden Gehorsam. das, was ihn auszeichnet, ist das übereinstimmende Leben mit dem Wort Gottes zusammen.

[19:53] Es zeigt sich aber auch dieses echte, dieser echte Glaube in dem demütigen Dienst. Dieser demütige Dienst war nicht auf sich selbst ausgerichtet, sondern er dient Gott und dem Nächsten.

[20:07] dieser echte Glaube zeigt sich aber auch in der gesunden Lehre, welche er selber wiederum weitergibt.

[20:19] Und auch in den mutigen Überzeugungen, die er auslebt, auch wenn er dafür Verfolgung und Gefängnis riskiert.

[20:31] Und so gibt Paulus als Schrauber in der Autorität Gottes an sein echtes Kind im Glauben die folgenden ermutigenden Segensworte weiter.

[20:45] Gnade, Barmherzigkeit, Friede sei mit dir von Gott unserem Vater, Jesus Christus, unserem Herrn. In all dem, was er jetzt auch immer im Brief schreiben wird, unabhängig von den Umständen, Paulus erinnert Timotheus an den gemeinsamen Gott, in welchem sie Gnade, Barmherzigkeit und Friede haben.

[21:15] Paulus, der liebevolle Glaubensvater von Timotheus, beginnt den Brief gleich mit einer Erinnerung und Ermahnung. Das sind die Verse 3 bis 5.

[21:26] Da steht, ich habe dich ja bei meiner Abreise nach Mazedonien ermahnt, in Ephesus zu bleiben. Dass du gewissen Leuten gebietest, keine fremden Lehren zu verbreiten und sich auch nicht mit Legenden und endlosen Geschlechtsregistern zu beschäftigen, die mehr Streitfragen hervorbringen, als göttliche Erbauung im Glauben.

[21:50] Das Endziel des Gebotes aber ist Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheuchelten Glauben. Diese Verse 3 bis 5 sind der Kern des heutigen Abschnittes.

[22:04] Hier ist der Auftrag definiert, über der gesunden Lehre zu wachen, damit das Ziel des Glaubens, Gott und den Nächsten zu lieben, erreicht wird.

[22:17] Alles, was von dieser gesunden Lehre abweicht, folglich auch ein anderes Ziel hat, soll Timotheus abweisen. Die darauffolgenden Verse 6 bis 11 geben uns dann mehr Details über die gesunde beziehungsweise die ungesunde Lehre.

[22:36] Aber bitte beachtet hier nochmals den Kontext, in welchem sich die Gemeinde in Ephesus befindet. Paulus besuchte Ephesus kurz auf seiner zweiten Missionsreise.

[22:47] Er liess dort das treue Epaar Priscilla Aquila zurück, welches vor Ort das Evangelium verkündeten und die Gemeinde begründeten. Auf der dritten Missionsreise kehrte Paulus zu dieser jungen Gemeinde zurück und lehrte dort drei Jahre.

[23:04] Danach zog Paulus weiter und liess Timotheus in der Gemeinde mit einem klaren Auftrag zurück. Und so schreibt nun Paulus diesen Erinnerungsbrief an Timotheus.

[23:17] Er erinnert Timotheus an die Themen, welche er vor seiner Abreise ihm bereits schon anvertraut hat. Im Vers 3 steht, ich habe dich ja ermahnt, in Ephesus zu bleiben.

[23:35] Paulus knüpft an seine Abschiedsworte an und ermahnt ihn sogleich. Und das Ermahnen hier hat die Bedeutung von Auffordern, von Einladen, um Hilfe zu bitten.

[23:48] Denn anscheinend hatte Timotheus mit dem Gedanken gespielt, Ephesus zu verlassen. Doch Paulus erinnert und bittet ihn eindringlich dort zu bleiben.

[24:06] Denn wie wir in den kommenden Versen sehen, gibt es dort schlechte und falsche Lehrer, die eine ungesunde Lehre lehren und somit zu einem falschen Ziel hinführen.

[24:17] Das Gemeindeleben steht in der Gefahr, krank zu werden. Und so lesen wir von der Motivation von Paulus, warum er diesen Brief schrieb.

[24:29] Im 1. Timotheus 3, Vers 14 bis 15. Da steht, dies, all das, schreibe ich dir in der Hoffnung, recht bald zu dir zu kommen, damit du aber, falls ich mein Kommen verzögern sollte, weisst, wie man wandeln soll im Haus Gottes, welches die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit.

[24:58] Paulus geht es darum, dass die heilige Gemeinde entsprechend Gott würdig lebt. Daher ist es unerlässlich, einen umfangreichen Gesundheitscheck über die Lehren und den Glauben durchzuführen.

[25:14] Und genau das wollen wir jetzt gemeinsam tun. Zuerst möchten wir den Gesundheitscheck an den Krankenlehrer ihrer Lehre und ihrem Glauben durchführen.

[25:28] Die Krankenlehrer. Im Vers 3 wird von diesen gewissen Leuten gesprochen. Doch wer sind die?

[25:42] Da steht, ich habe dich bei meiner Abreise nach Mazedonien ermahnt, in Ephesus zu bleiben, dass du gewissen Leuten gebietest, keine fremden Lehren zu verbreiten.

[25:55] Dann weiter im 1. Timotheus 1, 6-7 steht von diesen Leuten, davon sind einige abgeirrt und haben sich unnützem geschwärzt zugewandt.

[26:06] Sie wollen Lehrer des Gesetzes sein und verstehen doch nicht, was sie verkünden und als gewiss hinstellen. Diese Personen, diese gewissen Leuten, das waren nicht unbedeutende Personen.

[26:21] Es handelte sich um einflussreiche Personen gegenüber der Gemeinde. Einige Ausleger ziehen es in Betracht, dass es sich sogar um Älteste in der Gemeinde handeln könnte.

[26:38] Diese Personen sehen sich gemäss Kapitel 1, 7 als Lehrer des Gesetzes. Sie sind davon überzeugt, dass sie die Wahrheit haben und bringen ihre Lehre mit Überzeugung dar.

[26:55] Im Kapitel 4, Vers 1 bis 3 warnt Paulus, dass in späteren Zeiten Lügenreden erkommen werden, welche Heuchler sind. Ihr eigenes Gewissen ist gebrandmarkt.

[27:07] Es ist nicht mehr rein. Ihre Lehre ist Christus plus oder minus etwas. Diese und jene Gesetze müssen eingehalten werden.

[27:20] Im Kapitel 6, Vers 3 bis 5 zeigt Paulus auf, dass sie eine verdorbene Gesinnung haben, diese Lehrer. Sie sind der Überzeugung, dass sie mittels der Gottesfurcht sich sogar selbst bereichern können.

[27:35] Es geht ihnen nicht, wie zum Beispiel in Philipper 2, um die Gesinnung gemäss dem ultimativen Vorbild von Christus. Nein, es geht ihnen um den eigenen Profit.

[27:52] Sei es den Profit durch ihre Stellung, durch ihren Einfluss oder um ihre Finanzen. Sie missbrauchen Teile vom Wort Gottes, um sich selbst zu dienen.

[28:05] Was diese falschen Lehrer in der Gemeinde waren, waren die Pharisäer zur Zeit vorab bei Jesus. Matthäus 6, 5 lesen wir zum Beispiel von der Begebenheit, da steht, und wenn du betest, solltest du nicht sein wie die Heuchler, denn sie stellen sich gern in den Synagogen dar und an den Strassenecken auf und beten, um, jetzt sehen wir die Motivation, um von den Leuten bemerkt zu werden.

[28:37] Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn schon empfangen. Falsche Lehrer wollen nicht anderen christusgemäss dienen, sondern es geht ihnen um sich selbst.

[28:54] Kranke und falsche Lehrer bestehen den Gesundheitscheck nicht, weil sie Lügen glauben, weil sie eine verdorbene Gesinnung haben, weil sie heucheln, weil sie sich selbst dienen.

[29:09] Für uns Menschen ist es aber schwer, die Motive des Einzelnen zu erkennen. Doch das, was wir erkennen, ist das, was sie lehren.

[29:22] Und das ist offensichtlich und das kann überprüft werden. Und so kommen wir zu kranken Lehre. Paulus fordert Timotheus im Vers 3 auf, die folgenden drei Dinge in der Gemeinde zu unterbinden.

[29:40] Erstens fremd, fremde Lehre. Mit fremd wird eine andere, eine abweichende Lehre verstanden. Es ist eine abweichende Lehre vom ganzen Ratschluss Gottes.

[29:56] Es geht darum, dass entweder Christus plus oder Christus minus etwas gelehrt wird. Dann zweitens, es geht darum, um Legenden, um Mythen.

[30:10] Es geht darum, um Spekulationen, um erfundene und ausgedachte Geschichten, mit welchen sie sich liebend gerne beschäftigt hatten.

[30:22] Und das dritte, was er verhindern sollte, ist, dass sie die endlosen Geschlechtsregister verkünden oder sich damit beschäftigen.

[30:33] Diese Abstammungsfragen, das waren speziell für die Juden, das war ihr Hobby. Sie beschäftigen sich damit, damit sie herausfinden konnten, wie edel das ihre Blutslinie war.

[30:50] Paulus kennt diese Gedanken. In Philippe 3, 5 gibt Paulus selbst Auskunft darüber, was ihm früher lieb und teuer war.

[31:02] Da steht, beschnitten am achten Tag aus dem Geschlecht Israel vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, im Hinblick auf das Gesetz ein Pharisäer.

[31:14] Bei den Geschlechtsregistern geht es um die Identitätsfrage aufgrund einer Abstammung und nicht aufgrund der neuen Identität in Christus.

[31:29] Zusammenfassend schreibt Paulus im Vers 6, dass all dies unnützes Geschwätz ist. Es hat keinen Nutzen. Und diesem unnützen Geschwätz steht der Nutzen von Gottes Wort gegenüber.

[31:50] Im bekannten Vers 2. Timotheus 3, 16 steht, alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.

[32:13] Gottes Wort ist von Gott ausgegangen und uns gegeben mit einem Nutzen. Es ist nicht als Philosophiematerial uns gegeben, um interessante Debatten zu führen, welche absolut unnützes Geschwätz sind.

[32:38] Nein, die Schrift ist uns mit einem Nutzen gegeben, damit wir zu jedem Werk völlig ausgerüstet sind. Bis jetzt haben wir gesehen, dass Timotheus die fremden Lehren wie auch das unnützige Beschäftigen mit Legenden und unendlosen Geschlechtsregistern verbieten soll.

[33:03] Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist der falsche Umgang mit dem Gesetz im Vers 7. Sie stellen die Lehre des Gesetzes als absolut gewiss hin und haben doch keine Ahnung.

[33:26] Das Gesetz, das war noch nie da, damit jemand durch dieses Gesetz, durch das Einhalten der Gebote gerecht Würde. Paulus stellt das in einem anderen Brief, sehr umfangreich klar, im Galater.

[33:43] Galater 2, 16 steht, doch weil wir erkannt haben, dass der Mensch nicht aus Werken des Gesetzes gerechtfertigt wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus.

[33:57] So sind auch wir an Christus Jesus gläubig geworden, damit wir aus dem Glauben an Christus gerechtfertigt würden. Und nicht aus Werken des Gesetzes, weil, ganz wichtig, aus Werken des Gesetzes kein Fleisch gerechtfertigt wird.

[34:17] Das Gesetz ist weder im Alten noch im Neuen Testament das Mittel, durch welches jemand gerettet wird. Das Einhalten der Gesetze bringt keine Gerechtigkeit.

[34:31] Das Gesetz Gottes wurde gegeben, damit der Mensch erkennt, dass er sündig ist und Erlösung braucht.

[34:43] Wenn jemand kommt und das Gesetz falsch anwendet, indem er lehrt, durch das Einhalten des Gesetzes der Gebote dann in den Himmel zu kommen, dann mag das zwar fromm tönen, entspricht aber niemals der Absicht des Senders, des Autors beziehungsweise des Gesetzes selbst.

[35:09] Die Rechtfertigung aus dem Gesetz beziehungsweise aus Werken hat schon Jesus angeprangert. Im Lukas 18 Vers 10 ist die bekannte Geschichte.

[35:22] Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere Zöllner. Der Pharisäer stellte sich hin, betete bei sich selbst so, oh Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin, wie die übrigen Menschen, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner dort.

[35:46] Ich, ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme.

[35:57] Der Pharisäer hat seine Identität nicht in Gott, sondern in seinen Werken. Er sieht sich als Gerechter wie die übrigen Menschen.

[36:12] Und woher kommt seine Gerechtigkeit? Aus seinem Fasten und der Abgabe des Zehnten. Er meint, dass Gott ihn annimmt, weil er Gesetze einhält.

[36:30] Zusammengefasst fällt die falsche Lehre beim Gesundheitscheck durch, aufgrund der folgenden Fakten. Die Lehre, sie stimmt nicht mit Gottes Wort überein.

[36:46] Die falsche Lehre, sie ist nicht nützlich, um einen gottwohlgefälligen Wandel zu leben. und die falsche Lehre, die ungesunde Lehre, sie stellt den Menschen und seine scheinbare Gerechtigkeit in das Zentrum.

[37:10] Wie sich nun diese kranke Lehre auf das Glaubensleben auswirkt, sehen wir im nächsten Check. Da geht es um den kranken Glauben. Im Vers 4 lesen wir, die mehr Streitfragen hervorbringen als göttliche Erbauung im Glauben.

[37:33] Es besteht immer ein Zusammenhang zwischen der Lehre und dem Leben. Wenn eine ungesunde Lehre gelehrt wird, dann kann kein gesunder Glaube daraus entstehen.

[37:53] Galates 6,7 lehrt unmissverständlich das Prinzip von Säen und Ernten. Und wie wir vorher gesehen haben, fremde Lehren, Legenden, Geschlechtsregister, falsche Absichten des Gesetzes gelehrt beziehungsweise gesät wurden, kurz zusammengefasst, dass die Lehre ein unnützes Geschwätz ist, dann wird die Konsequenz beziehungsweise die Ernte auch Streitfragen sein.

[38:25] Die Lehre, welche das Fleisch anspricht, wird auch fleischliche Früchte tragen. Wenn die gesunde Lehre von Jesus fehlt, dann wird die Konsequenz gemäss 1.

[38:39] Timotheus 6,4 sein, dass Streitfragen und Wortgefechte ins Zentrum Rücken. Sobald diese in der Gemeinde sind, dann wird Neid, Zwietracht, Lästerung und böse Verdächtigungen entstehen.

[38:57] Kurz gesagt, Krieg in der Gemeinde. Es gibt keinen anderen Weg wie das Evangelium von Jesus Christus.

[39:08] Wenn dieses Evangelium abgelehnt wird, dann wird ein Schiffbruch im Glauben die Konsequenz sein. Solche Personen sind Gift in der Gemeinde und müssen abgewiesen werden.

[39:24] Paulus hat während seines Dienstes in Ephesus Hymenaeus und Alexander aus der Gemeinde hinausgestellt, damit sie keinen weiteren Schaden anrichten.

[39:36] Das könnt ihr im 1. Timotheus 1,19-20 nachlesen. Am Schluss des Briefes erwähnt Paulus nochmals eindringlich, dass Timotheus das anvertraute Gut bewahren soll.

[39:51] Mit diesem Gut ist der ganze Ratschluss Gottes und speziell das Evangelium gemeint, welches Gott dem Paulus anvertraut und Paulus dies nun an Timotheus weitergegeben hat.

[40:05] Er warnt ihn auch zugleich, dass wenn dieses anvertraute Gut verloren geht, dass dann auch das Glaubens Ziel verfehlt wird.

[40:17] Da steht im 1. Timotheus 6,20 O Timotheus, bewahre das anvertraute Gut, meide das unheilige, nicht die Geschwätz und die Widersprüche der fälschlich sogenannten Erkenntnis.

[40:30] Zu dieser haben sich etliche bekannt und haben darüber aus das Glaubens Ziel verfehlt. Die Gnade sei mit dir. Amen.

[40:42] Nachdem wir jetzt gesehen haben, wie die falschen Lehrer ihre Lehre wie auch das Glaubensleben den Gesundheitscheck nicht bestanden haben, kommen wir nun zum Teil der Predigt, bei dem es um das wahre Evangelium geht.

[40:58] Zuerst möchten wir die gesunden Lehrer anschauen. Was macht einen gesunden Lehrer aus? Worin hat ein gesunder Lehrer seine Identität?

[41:14] Wie bereits eingangs erwähnt, bezeichnet Paulus Timotheus als sein echtes Kind im Glauben. Paulus wünscht Timotheus andauernde Gnade, Barmherzigkeit und Friede.

[41:33] Was ist mit dieser Gnade, diesem Frieden und dieser Barmherzigkeit gemeint? Bei der Gnade, die Gnade, die gibt uns Gott erstens bei der Errettung.

[41:52] Gott erbarmte sich über Paulus wie auch über Timotheus und gab ihm den Frieden. Doch Timotheus braucht diese Gnade nicht nur einmalig bei der Rettung, sondern an jedem einzelnen Tag.

[42:10] Ein guter und gottesfürchtiger Lehrer lebt aus der täglichen Gnade heraus. Er weiss, dass er nicht einmalig Gottes Vergebung braucht, sondern an jedem einzelnen Tag.

[42:24] Er ist total abhängig, dass Gott ihm nicht das gibt, was er verdient hat, sondern dass Gott sich ihm gegenüber gnädig zeigt.

[42:37] Bei der Barmherzigkeit geht es darum, dass Gott das Elend der vielfältigen Sündenfrucht abwendet. Und beim Frieden da geht es darum, dass durch die täglichen Gnadenerweise von Gott auf dann zwischen Gott Frieden und dem Menschen Frieden eintreten.

[43:05] Nicht nur einmal dann im Himmel, sondern schon hier auf der Erde. Ein Lehrer, welcher aus der Gnade Barmherzigkeit und im Frieden mit Gott lebt, der wird das nicht nur für sich selbst beanspruchen, sondern auch in der Beziehung zu anderen anwenden.

[43:30] Im weiteren beruft sich ein wahrer Diener Gottes nicht auf seine eigene Gerechtigkeit. Nein, im Gegenteil, im Vers 15 bis 16 bekennt Paulus, dass er sich selbst als der grösste Sünder sieht.

[43:47] Glaubwürdig ist das Wort und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten von denen ich der Grösste bin.

[44:02] Bemerkenswert ist, dass Paulus dies in der Gegenwart schreibt. Es steht nicht Sünder war, weil er mal die Gemeinde verfolgt hat, sondern Sünder bin.

[44:16] Wenn ein Lehrer sich selbst als der Grösste Sünder sieht, dann wird er den Retter Jesus Christus umso mehr lieben.

[44:28] Er wird auch mit allen anderen, welche sich in Sünden verstricken, anders umgehen, wenn er erfahren hat, wie kostbar das Vergebung ist.

[44:45] Wenn wir unsere Sündennot begreifen, dann erstrahlt der Retter umso heller. Vers 16 Aber darum ist mir Erbarmung widerfahren, schreibt Paulus, damit an mir zuerst Jesus Christus alle Langmut erzeige, zum Vorbild für die, die künftig an ihn glauben würden, zum ewigen Leben.

[45:10] Paulus richtet den Blick weg von sich selbst hin auf die Langmut von Jesus Christus. Ein gottesfürchtiger Leiter richtet den Blick auf Gott und nicht auf seine eigene Person.

[45:33] Wir können davon ausgehen, dass in der Gemeinde Ephesus auch unqualifizierte Älteste im Dienst waren. Für die Personen, welche in einer Gemeinde vorstehen, werden die höchsten Anforderungen an den Charakter gestellt.

[45:51] Das lesen wir später im Brief. Paulus umschreibt beziehungsweise fast all die Qualifikationen mit dem Wort untadelig zusammen. Das Leben des Leiters darf nicht angreifbar sein.

[46:06] Weder am Sonntag in der Gemeinde noch unter der Woche in der Familie noch sonst wo in der Öffentlichkeit. Es steht explizit, dass ein Ältester ein gutes Zeugnis von denen ausserhalb der Gemeinde haben muss.

[46:26] Ein weiteren Gesundheitscheck steht im Kapitel 4 Vers 12. Dort steht Niemand verachte dich wegen deiner Jugend, sondern sei den Gläubigen ein Vorbild.

[46:41] Worin? Im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Geist, im Glauben, in der Keuschheit. Gott braucht gesunde, treue Diener in seinem Reich.

[46:57] Leben und Lehre gehören untrennbar zusammen. Und so fordert Paulus Timotheus auf, ein Vorbild in diesen Disziplinen zu sein.

[47:10] Mit Wort ist das Sprechen, das Reden gemein. Ein Leiter, welcher nicht die Wahrheit sagt, welcher unbedacht schwatzt, tratscht, plaudert, welcher einerseits mit der Zunge Gott lobt und andererseits mit ihr flucht oder Gossensprache spricht, ist kein guter, kein gutes Vorbild.

[47:35] Jesus warnt eindrücklich, dass aus der Fülle des Herzens der Mund redet. Wenn die Sprache selbst und der Inhalt der gesprochenen Worte verdorben ist, wie sieht es dann mit dem Herzen aus?

[47:53] Dann weiter geht es um den vorbildlichen Wandel. Mit Wandel ist nicht mehr so gängig in unserer Alltagssprache, ist das alltägliche Leben gemeint.

[48:04] Das, was wir üblicherweise tun. Der verantwortlichstvolle Leiter, er geht verantwortungsvoll und als treuer Verwalter mit seiner Zeit, mit seinem Geld und seinen Gaben um.

[48:22] Bist du bekannt für Zocken, Partys, Fun, Alkohol, Fressgelaschen oder die Geldliebe? Wie sehen deine Prioritäten aus?

[48:38] Und sei dir bewusst, dass du nicht nur selbst ein Problem hast mit Gott, wenn du diese Prioritäten hast, sondern auch ein schlechtes Vorbild gegenüber anderen bist und anderen mitreist?

[48:54] Dann geht es um das Vorbild in der Liebe. Die Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen soll die einzige Motivation sein, warum du etwas tust oder lässt.

[49:07] Denk an 1. Korinther 13, welche wir gemeinsam behandelt haben. Du kannst noch so begabt sein. Ohne die Liebe werden alle deine Taten und Worte wie eine klingende Schelle von den anderen wahrgenommen werden.

[49:29] Und dann beschreibt er noch der vorbildliche Glauben. Ist dein Glaube im Leben sichtbar? Ist dein Handeln von deinem Glauben geprägt?

[49:44] Ist ersichtlich, wer dein Herr ist? Und zeigt sich dies in deinem Glaubens Leben? Und der letzte Punkt der vorbildlichen Rolle ist die Keuschheit.

[50:00] Die sexuelle Reinheit ist der Bereich, wo speziell Männer sehr achtsam sein müssen. Keuschheit zeigt sich darin, dass wir nicht nur die Taten unter den Gehorsam Gottes nehmen, sondern auch unsere Gedanken und unsere Begierden.

[50:25] Ein Leiter ist ein Vorbild im Umgang mit dem anderen Geschlecht. Er flieht den Jugendlichen Gelüsten, gemäss 2. Timotheus 2.

[50:36] 22. Weiter zeigt ein gesunder Leiter anhand von Kapitel 6. 14, dass er Gottes Wort bzw.

[50:50] sein Gebot als Wort bewahrt. Er ist sich um den Wert von Gottes Wort bewusst und entsprechend geht er kostbar mit seinem Wort um.

[51:07] Er lässt nicht zu, dass Gottes Wort befleckt oder angegriffen wird. Er hat eine hohe Sicht von seinem Wort.

[51:20] Dann ein weiteres Zeichen, welches wir sehen, ist, dass der gesunde Leiter den guten Kampf kämpft. Wie er das machen will bzw.

[51:31] soll, lesen wir in 1. Timotheus 1, 18-19. Dieses Gebot vertraue ich dir an, mein Sohn Timotheus, gemäss den früher über dich ergangenen Weissagungen, damit du durch sie gestärkt den guten Kampf kämpfst, indem du den Glauben und dein gutes Gewissen bewahrst.

[51:54] Paulus ermutigt Timotheus, den guten Kampf gegen die falschen Lehrer, gegen die falschen Lehren zu kämpfen, indem er zwei Dinge tun soll.

[52:06] Erstens, den Glauben zu bewahren. Das heisst, die existierenden Überzeugungen festzuhalten und nicht davon abzudriften, weder in die eine noch in die andere Richtung.

[52:20] Und das Zweite ist, das gute Gewissen zu bewahren. Gott hat uns Menschen ein Gewissen gegeben, welches uns entweder Ruhe gibt oder uns anklagen wird.

[52:37] Das Gewissen, das wird geeicht anhand von unseren Glaubens Überzeugungen aus der Schrift. Wenn Paulus seinen Sprössling auffordert, ein gutes Gewissen zu bewahren, dann heisst dies, er soll in Übereinstimmung mit seinen Glaubens Überzeugungen handeln, damit das Gewissen ruhig ist und weiterhin gut bleibt.

[53:03] Zusammengefasst wird ein gesunder Leiter den Gesundheitscheck bestehen, weil er aus der Gnade, Barmherzigkeit und dem Frieden Gottes lebt.

[53:15] Er wird den Gesundheitscheck überstehen, weil seine Gerechtigkeit und seine Hoffnung in Christus ist. Er wird es bestehen, weil sein vorbildliches untaderliches Leben eine Frucht aus diesem neuen Leben ist.

[53:35] Er wird es bestehen, weil er eine hohe Sicht von Gottes Wort hat und diese entsprechend bewahrt und diesen Kampf auch kämpft.

[53:46] So kommen wir zum nächsten Gesundheitscheck. Da geht es um die gesunde Lehre. Da lesen wir in Versen 8 und 9, wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn man es gesetzmässig anwendet und berücksichtigt, dass einem Gerechten kein Gesetz auferlegt ist.

[54:11] Nachdem die Juden das Gesetz falsch angewendet haben, könnte man schnell zum Schluss kommen, dass das Gesetz schlecht ist. Doch Paulus widerspricht, wenn es richtig angewendet wird, nämlich so, wie es Gott gedacht hat, dann ist das Gesetz gut.

[54:32] Ohne das Gesetz wüssten wir gar nicht um unsere Verdorbenheit. Galater 3, 24 So ist also das Gesetz unser Lehrmeister geworden, auf Christus hin, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden.

[54:51] Wenn jemand aus Werken des Gesetzes errettet werden möchte, dann müsste er alle Gesetze zu jeder Zeit im vollen Umfang einhalten. Das ist für jeden Menschen, welcher unter der Sünde geboren wurde, unmöglich.

[55:11] Und so zeigt uns das Gesetz auf, dass wir einen Erlöser brauchen. Wir brauchen eine Gerechtigkeit, welche ausserhalb von uns selbst ist.

[55:23] Wenn das Gesetz richtig gelehrt wird und angewendet wird, dann zeigt es die Verlorenheit des Menschen auf. Wenn jemand errettet wird und er die Gerechtigkeit Gottes erhalten hat, sprich, wenn er ein Gerechter, dann ist ihm das Gesetz nicht mehr auferlegt, denn Christus hat das Gesetz erfüllt.

[55:48] Wir hingegen wandeln im Gehorsam aus Liebe gegenüber Gott und leben zu seiner Ehre. Zurück zu unserem Text im 1.

[55:59] Timotheus 1, ab Vers 9 zeigt Paulus jetzt auf, wer unter diesem Gesetz ist und entsprechend Erlösung braucht.

[56:12] Das Gesetz verklagt die, welche unter dem Gesetz stehen. Und Paulus zeigt das Spektrum der Zehn Gebote zeigt das Spektrum anhand der Zehn Geboten im damaligen Kontext auf.

[56:29] Zuerst lesen wir im Vers 9 von den Gesetzlosen und den Widerspenstigen. Das sind die, welche jegliche Gesetze ignorieren und nach ihren eigenen Maßstäben leben.

[56:40] Sie widerstreben jeglicher Unterwerfung und jeglicher Autorität. Dann Gottlose und Sündern. Das sind Menschen, welche die Existenz von Gott verneinen, noch sein Erlösungswerk anerkennen.

[56:55] Solche, welche in Sünde leben und sich im Sündenschlamm suhlen. Dann geht es um Unheilige, um Gemeine. Das sind Ehrfurchtslose. Sie lästern und sie spatten gegenüber Gottes Willen und zeigen dies mit ihren Taten.

[57:13] Dann geht es um solche, die Vater und Mutter misshandeln. Kinder, sie sollen die Eltern ehren. Dem gegenüberstehen die, welche respektlos mit den Eltern umgehen, bis sie so weit gehen, dass sie ihre eigenen Eltern umbringen.

[57:33] Dann lesen wir von Unzüchtigen und Knabenschändern. Gott hat den Menschen als Mann und als Frau erschaffen. Die Sexualität, die gehört in den Rahmen der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau.

[57:52] Und alle Abweichung davon ist Unzucht. Egal, ob in Gedanken oder in gelebter Praxis. Dann weiter ist das Gesetz denen, welche Menschen räuben.

[58:09] Bei Raub wird etwas gewaltsam entrissen. Zur damaligen Zeit waren anscheinend Kinderraub weit verbreitet. Es handelt sich entsprechend um eine Gesetzesübertretung in Bezug auf das Stehlen bzw.

[58:26] auf das Beneiden von jemand, von etwas, was jemand anders hat und man selbst haben möchte. Dann wird beschrieben von Lügnern.

[58:39] Menschen, welche die Wahrheit aber erkennen und Lügen verbreiten. Sie lügen, um ihre eigenen Ziele zu erreichen. Dann wird von meineidigen geschroben.

[58:51] Jemand, der vor Gericht und unter Eid, das heisst unter Anrufung des Namen Gottes bewusst falsche Aussagen macht oder etwas verschweigt.

[59:04] Und dann wird noch zusammengefasst, was sonst der gesunden Lehre widerspricht nach dem Evangelium der Herrlichkeit. Zusammenfassend zeigt Paulus auf, dass alles, was ausserhalb der gesunden Lehre, also alle Taten, welche gegen das Evangelium ausgerichtet sind, welche nicht zu Gottes Ehre schlussendlich vom Gesetz gerichtet werden.

[59:32] Das Gesetz ist da, um aufzuzeigen, dass der Mensch ein Rebell gegenüber Gott ist und einen Erlöser braucht.

[59:44] Eine gesunde Lehre zeigt die Heiligkeit Gottes und die Verdorbenheit des Menschen auf. Der einzige Weg der Erlösung ist durch Jesus Christus möglich.

[59:55] Und entsprechend wird Christus groß gemacht. Im 1. Timotheus 2, 5-6 fasst das Evangelium folgendermassen zusammen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und dem Menschen, der Mensch Jesus Christus, der sich selbst als Lösegeld für alle gegeben hat.

[60:18] Christus ist ganz Gott und ganz Mensch. Er als Mittler und als Lösegeld reicht völlig aus.

[60:31] Christus allein genügt. Die gesunde Lehre besteht den Gesundheitscheck, weil sie das Gesetz gesetzmässig anwendet.

[60:45] Weil sie erwähnt oder sagt, dass wir unter dem Gesetz verloren sind. die gesunde Lehre ist gut, weil sie erwähnt oder lehrt, weil wir nur in Jesus Christus, Gottes Sohn, gerecht werden können und weil sie schlussendlich Gott zentriert ist.

[61:10] Und das führt uns noch kurz zum letzten Punkt, der gesunde Glauben. Nachdem wir gesehen haben, wer ein gesunder Lehrer ist bzw. eine gesunde Lehre beinhaltet, werden wir uns mit dem ultimativen Ziel beschäftigen.

[61:27] Gesunde Lehrer und eine gesunde Lehre sind die Voraussetzung für einen gesunden Glauben. Der gesunde Glaube oder der Glaube wird gesund sein, wenn wir Gottes Absicht für unser Leben selbst beherzigen.

[61:43] Und da steht im Vers 4 und 5 als göttliche Erbauung im Glauben. Das Endziel des Gebotes aber ist Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben.

[62:00] Schlechte, ungesunde und fremde Lehren bringen Streitfragen hervor. Das widerspricht jedoch der Absicht der Lehre. Die Lehre soll unseren wirksamen Glauben in Gott auferbauen.

[62:17] Wenn wir Gott in seinen Eigenschaften erkennen, wie heilig, wie vollkommen, wie allmächtig, wie voller Liebe, wie geduldig und sanftmütig er ist, dann können wir ihm vertrauen und der Glaube wird gestärkt und Früchte des Glaubens werden wachsen.

[62:35] Denn all die Lehren und Weissagungen der Heiligen Schrift, hier im Vers 5 mit Geboten zusammengefasst, haben ein Ziel, damit wir echt lieben und zwar aus reinem Herzen, aus einem guten Gewissen und einem ungeheuchelten Glauben.

[62:57] Dieses Ziel des Gebotes stimmt zu 100% mit der Antwort überein, welche Jesus nach der Frage, nach dem wichtigsten Gebot gebot beantwortet hat.

[63:09] Matthäus 22, 37 bis 39 Und Jesus sprach zu ihm, du sollst den Herrn, deinen Gott lieben, mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deinem ganzen Denken.

[63:22] Das ist das erste und grösste Gebot. Und das zweite ist ihm vergleichbar, du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Die Liebe zu Gott und die Liebe zu den Mitmenschen ist der ultimative Gesundheitscheck für deine Glaubensgesundheit.

[63:41] Was ist mit diesem reinen Herzen gemeint? Psalm 24, 3 bis 4 steht, Wer darf auf den Berg des Herrn steigen?

[63:53] Und wer darf an seiner heiligen Stätte stehen? Jetzt kommt die Antwort. Wer unschuldige Hände hat und ein reines Herz, wer seine Seele nicht auf Trug richtet und nicht falsch schwört.

[64:09] Das Herz soll durch Gott gereinigt sein, frei von falschen Motiven und Absichten. Wir wissen alle, dass wir eine förmliche Liebe gegenüber jemand anderem zeigen können, um das zu erhalten, was wir selbst wollen.

[64:25] Das ist aber nicht Liebe aus reinem Herzen, das ist Selbstliebe. Die Liebe, welche frei von falschen Motiven ist, kann nur vorhanden sein, wenn wir die unverdiente Liebe Christi gegenüber uns selbst verstanden haben.

[64:42] Diese ermöglicht uns, den Nächsten ohne falsche Motive zu lieben. Dann weiter dem guten Gewissen, wenn Gottes Gebot unser Denken in seine Gesinnung umgestaltet, wenn wir aus Liebe zu ihm in Übereinstimmung mit seinem Wort leben, dann wird das Gewissen uns nicht anklagen.

[65:06] Gottes Maßstab, das Leben und das Gewissen, sie stimmen überein. Und dann noch der ungeheucherte Glauben. Die Liebe aus dem ungeheucherten Glauben wird das Resultat sein, wenn wir uns bewusst werden, dass uns allein Christi Gerechtigkeit rettet.

[65:30] Dann kann auch das schlimme Schauspiel der Heuchlerei aufhören, bei dem jedem anderen seine vermeintliche eigene Gerechtigkeit vorgaukelt. Gottes Ziel mit seinem Wort ist, dass wir in echter Liebe ihm dienen, ihn lieben und einander dienen.

[65:53] Der gesunde Glaube besteht den Gesundheitscheck, weil er eine echte Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen zeigt. Weil der gesunde Glaube ein reines Herz hat und ein reines Gewissen hat, welches ihn nicht anklagt und sein Leben ungeheuchelt ist.

[66:17] Ja, Paulus hat sich große Sorgen um die Gesundheit der Gemeinde gemacht. Er hat Timotheus in Ephesus gelassen, damit die ungesunde, unnütze Lehre und deren Lehrer gestoppt werden.

[66:31] Im Weiteren hat er ihn ermutigt, selbst ein gutes Vorbild zu sein, das anvertraute Gut zu bewahren und die gesunde Lehre zu verbreiten. Wie steht es mit dir?

[66:45] Hältst du fest an den gesunden Worten des Evangeliums? Lebst du danach? Wie sehen deine Gesundheitswerte, deine geistlichen Gesundheitswerte aus?

[67:00] In dem Mass, wie jeder einzelne von uns diese gesunden Worte in der Verantwortung Beherzigt, welche Gott ihm gegeben hat? In dem Mass werden auch wir als ganze Familie Gottes einen gesunden Glauben haben und entsprechend ein Zeugnis zur Ehre von Gott sein.

[67:21] Wir neigen uns noch zum Gebet. Vater im Himmel, ich danke dir für diesen Brief, den du durch Paulus Antimotus schreiben geschrieben hast.

[67:37] Ja, Timotheus war in dieser Gemeinde und er war vielen Umständen ausgesetzt, welche schwierig waren.

[67:51] Falsche Lehrer, welche falsche Lehren, welche falsche Absichten hatten und falsche Ziele anvisierten, bedrohten das Gemeindeleben und die Gesundheit der Gemeinde.

[68:07] und dem gegenüber steht die Liebe, die aus einem reinen Herzen ist, aus einem reinen Gewissen und einem ungeheuchelten Glauben.

[68:18] Und so möchten wir bitten, dass wir als einzelne, aber auch als ganze Gemeinde an deinem Wort festhalten, dass wir es bewahren, dass wir anhand dessen leben und dass wir die richtigen Motive und Ziele in unserem Leben haben, dass wir nicht Dinge tun, um selbst gerecht zu werden, um irgendwelche Checks abzuarbeiten, sondern dass wir uns bewusst sind, unsere alleinige Gerechtigkeit kommt nur aus dir allein.

[68:54] Und darum möchten wir dir zur Ehre treue Diener sein, welche zu deiner Ehre leben. Herzlichen Dank dafür. Amen.