Höre und Lebe Gottes Wort

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Prediger

Stephan Humbert

Datum
4. August 2024

Transkription

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[0:00] Bei der letzten Predigt aus dem Jakobus 1, Verse 13 bis 18, ist schon eine Zeit her, hatten wir uns damit befasst, dass Gott uns niemals zur Sünde versucht.

[0:16] Wenn wir fallen, dann ist es aufgrund der Begierden, welche in uns drin sind und uns zur Sünde verleiten.

[0:27] Jakobus hat dann weiter erklärt, warum es Gott unmöglich ist, uns zu versuchen. Sein ganzes Wesen ist gut und entsprechend kann er nur Gutes tun.

[0:45] Und wie soll er, der uns ein neues Leben gegeben hat, verführen, damit wir fallen? Im Vers 18 zeigt er dann auf, dass er uns nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit gezeugt hat, damit wir als Geschöpfe zu seiner Ehre leben.

[1:13] Durch das Wort der Wahrheit hat er zu uns gesprochen und uns ein neues Leben gegeben. Doch wie sollen wir jetzt mit diesem Wort, welches er uns errettet hat, umgehen?

[1:32] Was ist eine angemessene Reaktion, wenn Gott spricht? Was ehrt ihn? Und reicht es, Gottes Wort einfach nur zu kennen?

[1:47] Das sind alles Fragen, welche in unserem Text aus Jakobus 1, Vers 18 bis 27 heute beantwortet werden.

[1:58] Jeder Christ soll und hat das Bedürfnis, zur Ehre seines Schöpfers zu leben. Und darum ist es wichtig, dass du die zentrale Botschaft der heutigen Predigt nicht verpasst und lernst, wie wichtig das Hören und das Leben in Gottes Wort ist, damit du eine gottgefällige Frömmigkeit hast.

[2:32] Der Titel der heutigen Predigt heisst Höre und lebe Gottes Wort. Höre und lebe Gottes Wort.

[2:47] Wir lesen den Predigtext aus Jakobus 1, die Verse 18 bis 27. Schlagt bitte diesen Text auf. Jakobus 1, 18 bis 27.

[3:00] Nach seinem Willen hat er uns gezeugt durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe seien.

[3:26] Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch schnell zum Hören, langsam zum Reden und langsam zum Zorn.

[3:41] Denn der Zorn des Mannes vollbringt nicht Gottes Gerechtigkeit. Darum legt ab allen Schmutz und allen Rest von Bosheit und nehmt mit Sanftmut das euch eingepflanzte Wort auf, das die Kraft hat, eure Seelen zu erretten.

[4:01] Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen. Denn wer nur Hörer des Wortes ist und nicht Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht im Spiegel anschaut.

[4:19] Er betrachtet sich und läuft davon und hat bald vergessen, wie er gestaltet war. Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, dieser Mensch, der kein vergesslicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist, er wird glückselig sein in seinem Tun.

[4:48] Wenn jemand unter euch meint, fromm zu sein, seine Zunge aber nicht im Zaum hält, sondern sein Herz betrügt, dessen Frömmigkeit ist wertlos.

[5:03] Eine reine und makellose Frömmigkeit vor Gott dem Vater ist es, Weisen und Witwen in ihrer Bedrängnis zu besuchen und sich von der Welt unbefleckt zu bewahren.

[5:15] Wir verneigen uns noch zum Gebet. Vater im Himmel, ich danke dir für diese Worte aus dem Jakobusbrief.

[5:27] Ja, sie sind einfach, sie sind verständlich, aber sie sind herausfordernd. Und so möchten wir dich bitten, dass wir nicht unser Wissen mehren mittels dieser Predigt, sondern dass du unser Herz überführst, dass wir unsere blinden Flecken sehen und dass unser Leben verändert wird.

[5:49] Ja, dass wir eine Frömmigkeit haben, welche dich ehrt, welche zu deiner Ehre ist, welche ein Zeugnis wiederum für dich ist. Wir bitten dich, dass du uns alles Störende wegnimmst und dass du uns durch deinen Geist führst, durch dein inspiriertes Wort.

[6:08] Herzlichen Dank. Amen. Der erste Punkt, die Verse 18 bis 21, habe ich überschrieben mit Nimm Gottes Wort auf.

[6:22] Nimm Gottes Wort auf. Habt ihr euch sicherlich auch schon Gedanken gemacht, wenn wir alle das gleiche Wort Gottes haben, warum ist dann das geistliche Leben der verschiedenen Christen so unterschiedlich voneinander?

[6:45] Sind das alles theologische Probleme oder steckt etwas anderes dahinter? Wir haben doch alle dieselbe Schrift mit ganz einfachen und konkreten Anweisungen, wie sich Gott das Leben seiner Kinder vorstellt.

[7:03] Es steht sehr genau drin, wie wir unser Leben vor Gott mit unserem Nächsten leben sollen. Es gibt keinen Zweifel, dass wir unser Leben als ein heiliges, gottwohlbefälliges Opfer darbringen sollen.

[7:25] Doch warum wachsen einige Christen nicht? Warum sind so viele Beziehungen zerstört? Warum sind Scheidungen an der Tagesordnung?

[7:41] Die Botschaft der heutigen Textstelle ist einfach, klar und unmissverständlich. Höre und lebe Gottes Wort.

[7:54] Und doch ist genau das eines der Kernprobleme im Gemeindeleben bzw. in unserem eigenen Leben. Jeder Mensch streut sich in seiner Grundeinstellung gegenüber Veränderung.

[8:08] Veränderung bedeutet, dass ich einen gewohnten Weg verlassen muss und mich neu ausrichten muss. In Bezug auf das geistliche Leben hören wir gerne Gottes Wort und setzen es um, wenn wir die entsprechende Überzeugung schon haben.

[8:28] Und das ist auch gut so. Aber wir sollen genauso gehorsam sein und auf Gottes Wort reagieren, wenn Sünde, falsche Angewohnheiten aufgedeckt werden und Veränderung in unserem Leben angesagt ist.

[8:48] Im Gemeindeleben bzw. in der Seelsorge ist es immer wieder interessant zu sehen, wie die Lebensveränderung beim Punkt Lesen, Verstehen und Anwendung entweder steht oder fällt.

[9:07] Da gibt es die eine Person, welche lernt, versteht und anwendet und dann Veränderung im Leben sichtbar wird.

[9:21] Aber da gibt es auch die andere Person, welche Gottes Wort hört, jedoch nicht anwendet und genau gleich weiter lebt.

[9:32] Oftmals, wenn Gottes Wort Sünde, das heisst falsche Lebensmotive, falsche Denkmuster, falsche Prioritäten aufdeckt, werden verschiedene Umstände genannt.

[9:47] Warum? Dass in dieser spezifischen Situation Gottes Wort für sie nicht anwendbar ist. Es ist nicht gültig und es funktioniert auch nicht.

[9:59] Und entsprechend wird Gottes Wort abgelehnt. Die Gesellschaft prägt uns immer mehr darin, Verantwortung abzugeben und Opfer der Situation zu sein.

[10:13] Und nicht selten reagieren Menschen dann auf die Schrift bzw. Gott mit Zorn, weil sie eine andere Hilfe von ihm erwarten, wie das, was Gott ihnen in seinem Wort geben möchte.

[10:27] Und genau um dieses Thema geht es heute in unserem Text. Gottes Wort ist klar und verständlich. Und Jakobus zeigt uns auf, wie sehr, dass es sehr wichtig ist, wie du auf Gottes Wort reagieren sollst.

[10:46] Ihr kennt diese Verse, dass wir schnell zum Hören, langsam zum Reden und langsam zum Zorn sein sollen.

[10:59] Dieses Prinzip ist allgemein gültig und wir hören es immer wieder. Und es ist auf alle zwischenmenschliche Beziehungen anwendbar. Wenn wir genau hinsehen, dann steht diese Aufforderung aber jedoch in einem Sandwich.

[11:13] Und zwar zwischen dem Vers 18, wo das Wort der Wahrheit uns ein neues Leben gegeben hat und vor dem Vers 21, wo es genau darum geht, dass uns das eingepflanzte Wort, dass wir das mit Sanftmut aufnehmen sollen.

[11:33] Anstelle, dass Jakobus hier ein neues Thema bringt, wie wir miteinander kommunizieren sollen, gibt der Kontext uns vor, dass es um deine Reaktion geht, mit welcher du gegenüber Gottes Wort reagierst.

[11:55] Und so schreibt Jakobus nach der Feststellung im Vers 18, dass wir durch das Wort der Wahrheit ein neues Leben bekommen haben im Vers 19.

[12:07] Darum in der Schlachter. Oder ihr wisst doch, Elbefelder. Also eine Begründung beziehungsweise eine Erinnerung. Jakobus möchte mit den kommenden Versen dem Empfänger des Briefes etwas aufzeigen, was ihnen eigentlich schon längst bekannt ist.

[12:27] Es geht darum, wie sie auf Gottes Wort reagieren sollen. Jakobus Argument ist, da Gott sie durch sein Wort errettet hat, soll jeder Mensch im Umgang mit Gottes Wort schnell beim Hören sein, langsam beim Reden und langsam zum Zorn sein.

[12:55] Die Grundlage ist, dass wir aufgrund des Wort Gottes errettet wurden. Durch das, dass du Gottes Wort gehört hast, konntest du das Evangelium aufnehmen.

[13:11] Und nun sollst du dies beibehalten und weiterhin schnell beim Aufnehmen von Gottes Wort bleiben. Jakobus schreibt, es sei jeder Mensch schnell zum Hören.

[13:25] Bei dieser Aussage geht es nicht darum, dass du dein Gehirn so schulen musst, dass du 500 Wörter pro Minute aufnehmen kannst. Nein, es geht darum, dass du dein Herz, welches bereit ist, Gottes Wort, dass du ein Herz hast, welches bereit ist, Gottes Wort aufmerksam und bereitwillig zu hören und aufzunehmen.

[13:51] Beim Hören von Gottes Wort ist Zurückhaltung die falsche Reaktion. Öffne dein Herz, wie auch der kleine Samuel im Tempel, als Gott zu ihm gesagt hat, rede, denn dein Knecht hört.

[14:09] Er hat ein bereitwilliges, offenes Herz. Sei offen für Gottes Reden. Lies in der Schrift, höre auslegende Predigten und Vorträge. Sei offen und sauge jedes Wort, wie ein Schwamm auf.

[14:24] Sei wie Petrus, als er zu Jesus gesagt hat in Johannes 6,68, Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.

[14:39] Gott hat uns alle als ein von ihm abhängiges Wesen erschaffen. Adam und Eva waren sogar in ihrem perfekten Zustand vor dem Sündenfall, im Garten Eden, davon abhängig, dass Gott zu ihnen sprach und sie lehrte.

[15:04] Und wie viel mehr bist du und ich hier in dieser gefallenen Welt davon abhängig, dass wir auf sein Wort hören.

[15:18] Darum, sei schnell im Hören von Gottes Wort. Und umso schneller du beim Hören von Gottes Wort sein sollst, desto langsamer sollst du jedoch beim Reden sein.

[15:33] Doch auch hier, es geht nicht um dieses langsame Sprechen, sondern darum, dass du zurückhaltend sein sollst. Du sollst dir überlegen, was du sagst.

[15:49] Wie viel Mal im Leben musste ich schon eingestehen, dass mein Mund schneller war als mein Gehirn? Oder noch schlimmer, dass ich mich schnell für eine Sache eingesetzt hatte, bevor ich mich nach Gottes Rat orientiert hatte.

[16:09] Jakobus behandelt die Zunge bzw. das Sprechen dann detailliert im Kapitel 3. Im Jakobus 3,1 warnt er uns auch, werdet nicht in grosser Zahl Lehrer, meine Brüder, da ihr wisst, dass wir ein strengeres Urteil empfangen werden.

[16:28] Wenn du andere lehrst, dann stehst du in der Verpflichtung, Gottes Wort korrekt weiterzugeben und nicht deine oder irgendeine gehörte Meinung.

[16:46] Das gilt beim öffentlichen Lehren hier auf der Kanzel, aber genauso, wenn du mit jemandem privat sprichst. Wenn wir nicht gut hinhören, was die Bibel sagt, und dann zu schnell etwas weitergeben, dann laufen wir in Gefahr, dass wir voreilige und falsche Schlüsse ziehen und somit nicht mehr Gottes Wort weitergeben, sondern eine eigene Lehre.

[17:13] Und wenn wir nicht richtig hören und schnell beim Antworten sind, dann wird sich dies auf die Gemeinde und auf die Beziehungen rundherum stark auswirken. Unbedachte falsche Worte oder die richtigen Worte jedoch im falschen Ton zur falschen Zeit werden dann schnell dazu führen, dass Streit entsteht.

[17:34] Und darum sollen wir unsere Zunge zurückbinden, bevor wir vorschnell irgendetwas weitergeben. Denn wenn wir dies nicht beachten, dann werden wir schnell beim nächsten Punkt landen.

[17:50] Denn Jakobus ruft uns auf, dass wir langsam zum Zorn sein sollen. Wann wird jemand zornig? Der Zorn ist gemäss Jakobus 4 eine Folge davon, wenn wir etwas haben möchten, wenn wir etwas wünschen, wenn wir etwas begehren und es nicht bekommen.

[18:15] Oder wenn wir etwas bekommen, was wir nicht haben wollen. Das kann sich in einem stillen Zorn oder in einem lauten Zorn ausdrücken.

[18:29] Der, welcher die Faust im Sack macht und sich zurückzieht, ist genau gleich zornig wie der, welcher wie ein waldvoller Raffer Dampf ablässt. Unabhängig davon, unser Text zeigt uns auf, dass der Zorn niemals Gottes Gerechtigkeit, also das, was Gott will, in Erd hervorbringt.

[18:52] Nein, der Zorn bringt hervor auf das, was sich unser Herz sehnt. Und in diesem Zorn bist du bereit zu kämpfen, um zu bekommen, was du willst.

[19:03] Und das koste es, was es wolle. Zorn im Zusammenhang in unserem Text kann eine Folge davon sein, wenn jemand Gottes Wort nicht passt und in seiner eigenen Meinung verharrt.

[19:24] Er ist stolz und das zeigt sich darin, dass er seiner Meinung oder seiner Meinung oder auf andere Dinge oder auf andere Menschen mehr vertraut Gottes Wort und wenn er dann die erhoffte Unterstützung oder die Anerkennung, die er will, gemäss der Schrift nicht erhält, dann reagiert er mit Härte und mit Zorn und mit Ablehnung.

[20:03] Das Leben dieser Person ist dann nicht mehr zur Ehre von Gott ausgerichtet. Er vorbringt nicht Gottes Gerechtigkeit, wie es unser Text sagt, sondern er kämpft für seine eigene Gerechtigkeit.

[20:15] Diese Person ist kein Streiter für Gott, sondern ein Streiter für seine eigene Ehre und für seine eigene Anerkennung. Jeder Christ wurde von Gott errettet und dazu berufen, dass er ein Leben zu seiner Ehre leben soll.

[20:35] Er soll leben, damit er Gottes Gerechtigkeit vollbringt. Und wie wir dort hinkommen, zeigt Jakobus im kommenden Vers. Es geht darum, dass wir etwas Schlechtes ablegen und etwas Gutes anziehen sollen.

[20:53] Er schreibt da, darum legt ab allen Schmutz und allen Rest von Bosheit und nehmt mit Sanftmut das euch eingepflanzte Wort auf, das die Kraft hat, eure Seele zu erretten.

[21:12] Allen Schmutz, alles, was irgendwie noch an Bosheit da ist, soll aus unserem Leben eliminiert werden. Das sind nicht nur Taten gemeint, sondern auch unsere Motive, unsere Gedanken, unsere Wünsche, unsere Begierden.

[21:32] All das, das sind die Wurzeln unserer Taten. Jeder kleinste dreckige Staubfussel soll aus deinem Leben herausgewischt werden.

[21:49] Die Reinigung des Herzens ist unbedingt nötig, bevor wir Gottes Wort aufnehmen können. Die Sünden in unserem Herzen dämpfen den Geist und wir bleiben kraftlos.

[22:02] Gottes Geist kann uns nicht vorwärts bringen, wenn wir uns noch im Sündenschlamm herumtummeln. Darum ablegen, bekennen, Vergebung empfangen und dann das richtige tun.

[22:23] Mit Sanftmut das euch eingepflanzte Wort aufnehmen. Mit Sanftmut reagieren ist genau der Gegensatz mit dem Zorn, welcher wir vorher miteinander angeschaut haben.

[22:38] Was heisst denn diese Sanftmut? Bei der Sanftmut geht es um kontrollierte Kraft. Nicht wie ein Haudegen oder wie ein wildes Pferd mit aller Kraft unkontrolliert einfach um sich schlägt, sondern in einer untergeordneten Gesinnung in voller Kontrolle die maximale Kraft aufzuwenden.

[23:04] Wie ein gezähmtes Pferd, welches seine Kraft zum Nutzen der Arbeit einbringt.

[23:17] Im Zusammenhang mit unserem Text wird hier die folgende Gegenüberstellung gemacht. Wenn Gottes Wort auf uns wirkt, wir aber nicht hören wollen, unsere eigenen Standpunkt verteidigen möchten, dann wird der Zorn nicht weit sein.

[23:36] In der Summe lehnen wir Gottes Wort ab. Wenn jedoch Gottes Wort auf uns wirkt und in uns wirkt und wir schnell beim Hören sind und mit Sanftmut reagieren, dann wird Gottes Wort in uns aufgenommen und wir werden mutig im Gehorsam daraus handeln.

[24:03] Der Grund, warum wir so mit Gottes Wort umgehen sollen, wird dann im letzten Teil vom Satz aufgezeigt. Das Wort, also Gottes Wort, welches wir hier haben, das ist so mächtig, es besitzt eine solche Kraft, dass es unsere Seelen retten kann.

[24:24] Dieses rettende Wort wurde in dein Leben gepflanzt, es hat dich vom Tod zum Leben geführt. Und diese Kraft des Wortes sollst du dir bewusst sein und entsprechend auch damit mit Sanftmut umgehen und das Wort bereitwillig für dein alltägliches Leben aufnehmen.

[24:48] Bis jetzt haben wir gehört, wie wir mit dem Wort Gottes umgehen sollen. Es ging um das Aufnehmen und den Umgang mit Gottes Wort.

[25:02] Im Vers 21 sind wir jetzt an dem Punkt im Text, wo das Wort Gottes korrekt aufgenommen wurde. Doch wie geht es jetzt weiter? Genügt das noch nicht?

[25:16] Jakobus fordert uns in den kommenden Verse auf, dass wir das Gehörte umsetzen. Und so haben wir den nächsten Gliederungspunkt. Setze Gottes Wort um.

[25:29] Setze Gottes Wort um. Das sind die Verse 22 bis 25. Lest diese nochmals vor.

[25:42] Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen. Denn wer nur Hörer des Wortes ist und nicht Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht im Spiegel anschaut.

[25:59] Er betrachtet sich und läuft davon und hat bald vergessen, wie er gestaltet war. Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, dieser Mensch, der kein vergesslicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist, er wird glückselig sein in seinem Tun.

[26:21] Wenn wir das Wort Gottes richtig hören, dann ist das super, es ist köstlich, aber es reicht nicht. Er ermahnt uns, wir sollen Täter sein, wir sollen aktiv sein, wir sollen umsetzen, was wir hören.

[26:41] Täter ist, die Theorie muss zur Praxis werden. Wenn Gottes Wort, welches die Kraft hat, uns zu retten, in uns gepflanzt ist, in uns wirkt, und wir danach nicht handeln, dann betrügen wir uns selbst.

[26:59] Wir lügen uns selbst an, wie das nachfolgende Beispiel von Jakobus zeigt. Einer, der nur Hörer des Wortes ist und nicht ein Täter, der ist wie ein Mann, der sich morgens im Spiegel anschaut, schnell und flüchtig, und obwohl er sieht, dass diese oder jene Dinge nicht in Ordnung sind, läuft er einfach weg und vergisst gleich, was er gesehen hat.

[27:30] Er betrügt sich selbst, denn er hatte erkannt, was nicht gut ist. Doch aus irgendwelchen Gründen setzt er das Erkannte nicht um. dieser Blick in den Spiegel ist absolut sinnlos, denn egal, wie er aussieht, es hat anscheinend keinen Einfluss auf sein Leben.

[27:51] Bezogen auf das Wort Gottes ist es damit zu vergleichen, dass jemand bereit ist, Predigten zu hören, die Bibel zu studieren, Gebetsstunden zu besuchen, an allen Hauskreisen ist er dabei.

[28:07] Doch all das, was er hört, und erkannt hat, setzt er im Leben nicht um. Ein Bibelausleger hat mal gesagt, die wachsende Zahl derjenigen, die an den verschiedensten Predigen nippen und wie Schmetterlinge von einem theologischen Dessert zum nächsten flattern, täuschen sich selbst.

[28:31] Verhalten kann unterschiedlich sein. Es kann Faulheit sein, denn es ist einfacher und interessanter, an vielen interessanten Vorträgen und Veranstaltungen dabei zu sein, als das Ganze umzusetzen.

[28:50] Es kann aber auch ein falsches Verständnis der Errettung sein, wenn zum Beispiel das Leben in der Heiligung als eine Option angeschaut wird.

[29:03] Es kann aber auch Selbstsucht sein, welche sich darin zeigt, dass durch Wissen Macht ausgewürgt wird. In der Summe und egal welche Motivation das auch immer dahinter liegt, diese Personen täuschen sich selbst.

[29:22] Sie sind der Überzeugung, dass sie mit den Besuchen von Gemeindeaktivitäten und dem Bibellesen zu Hause sie alles Erforderliche getan haben. Doch das ist nicht so.

[29:34] Das alles ist erst die Basis. Gott geht es niemals darum, dass wir Wissen über die Schrift anhäufen. Er möchte, dass wir ihn erkennen, um ihm zu vertrauen, auf ihn zu leben, auf ihn zu hören und ihn durch unsere Taten zu ehren.

[30:04] Dem negativen Beispiel vom Spiegel folgt jetzt das positive Beispiel. Im Vers 25 Und wer hineин Glückselig genannt sein in seinem Tun.

[30:29] Im Vers 25 schaut der Mann nicht mehr in den Spiegel, sondern in das vollkommene Gesetz der Freiheit. Er bleibt darin und er setzt um, was er gelernt hat.

[30:43] Als Folge wird er als glückselig in seinem Tun beschrieben. Doch halt, ist das nicht ein Widerspruch?

[30:55] Sind Gesetz und Freiheit nicht Gegensätze, welche sich gegenseitig ausschliessen und abstossen? Ist es nicht so, dass Freiheit heisst, dass ich eben tun und lassen kann, was ich will?

[31:14] Das widerspricht ja einem Gesetz, welches vorschreibt, was ich zu tun habe. Was sagt Jesus hierzu? In Johannes 8, Vers 31 bis 32, da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten.

[31:34] Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig, meine Jünger. Und ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen.

[31:49] Auf den ersten Blick ein Widerspruch. Wir sollen beim Wort bleiben und dann werden wir frei werden. Eine gute Veranschaulichung für diesen scheinbaren Widerspruch ist hierzu das Bild einer Brücke.

[32:07] Stell dir eine Brücke vor, welche ein tiefes Tal überspannt. Die seitlichen Leitplanken geben dir Schutz, dass du dich in einem sicheren Bereich bewegen kannst.

[32:24] Und entsprechend wirst du auch frei dich auf dieser Brücke bewegen können. Und genauso ist es beim Gesetz der Freiheit.

[32:36] Gott, der Schöpfer, er hat bei der Erschaffung der Welt gewusst, was gut und was schlecht für den Menschen ist.

[32:47] Aus diesem Grund, aus Liebe zu dir, hat er Gesetze erlassen, welche wiederum zu deinem Besten sind.

[32:59] Und solange du innerhalb von diesen Gesetzen lebst, bewegst du dich in einem geschützten und in einer sicheren Zone auf der Lebensbrücke und kannst dadurch frei sein.

[33:12] Wenn du dich hiergegen ausserhalb von den von Gott gesetzten Grenzen bewegst, dann bist du eben nicht frei, sondern du gerätst in Abhängigkeit anderer Kräfte.

[33:25] In unserem Brückenbeispiel zum Beispiel von der Schwerkraft. Und du stürzt von deiner Lebensbrücke ab. Der, welcher meint, dass er ohne Leitplanken die wahre Freiheit erreicht hat, wenn er zum Beispiel sein Sexualleben ungezwungen nach seinen Fantasien dann und wann und wo er auch immer möchte auslebt, wird ein Sklave seiner eigenen Begierde sein und von anderen Menschen.

[34:02] Der Schaden aufgrund der erhofften Freiheit in seinem Leben ist riesig. Nicht nur gegenüber sich selbst, sondern auch gegenüber allen involvierten Personen.

[34:17] Sein Absturz ist gewaltig. Und genau gleich verhält es sich mit Drogen, Geld oder der generellen Selbstverwirklichung. Verschiedene Dinge werden dir von der Welt als erstrebenswert, als die wahre Freiheit angepriesen und verkauft.

[34:37] Sobald du sie jedoch hast, werden sie dich knechten und dich abhängig machen und dich in die Tiefe stürzen lassen.

[34:47] Dagegen wird dir von Jakobus die Person präsentiert, welche in das vollkommene Gesetz der Freiheit hineinschaut.

[35:00] Er sieht es, er betrachtet es, er erkennt und bewundert es. Doch nicht nur für einen kurzen Augenblick, wie der, welcher sich im Spiegel kurz anschaut und danach davonläuft und sogleich vergisst.

[35:14] Nein, sondern er bleibt darin, er verharrt darin und er vergisst es nicht. Er sieht im Gesetz der Freiheit, wer Gott ist, was Gottes Wille für sein Leben ist.

[35:27] Das Erkannte stellt er in seinem Leben gegenüber und er sieht, wie er sich ändern muss. Und dann arbeitet er und lebt darin.

[35:39] Er wird von einem Hörer zu einem Täter, welcher die Dinge umsetzt. Dieser Mann bzw. diese Frau hat eine Verheissung in seinem Tun.

[35:52] Er wird glückselig sein in seinem Tun. Wenn du das, was Gott dir sagt, auch umsetzt, dann darfst du auch die Verheissung in Anspruch annehmen und wissen, dass Gottes Segen in deinen Taten liegen werden.

[36:15] Wenn du dich auf der Lebensbrücke zwischen den Leitplanken Gottes bewegst und lebst, was Gott will, dann wirst du dies auch mit einer Freude tun können.

[36:28] Dir wird Glückseligkeit in deinem Tun verheissen. Genau gleich hat Jesus selbst bei der Fußwaschung über den Dienst am Nächsten gesagt, wenn ihr dies wisst, glückselig seid ihr, wenn ihr es tut.

[36:47] Echten Frieden, echtes Glück, echte Zufriedenheit oder eben Glückseligkeit findest du nicht im Wissen von Gottes Wort, sondern wenn du danach lebst, wenn du es umsetzt.

[37:03] Noch klarer und härter hat Jesus in Matthäus 7 dies in einer Auseinandersetzung mit den Pharisäern, der damaligen geistlichen Elite, gesagt.

[37:15] Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den will ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf einem Felsen baute.

[37:30] Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stiessen, fiel es nicht, denn es war auf dem Felsen gegründet.

[37:40] Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, wird einem törichten Mann gleich sein, der sein Haus auf dem Sand baute.

[37:54] Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde stürmten und an dieses Haus stiessen, da stürzte es ein und sein Einsturz war gewaltig.

[38:06] In diesem Kontext von Jesus und den Pharisäern geht es um Leben oder Tod. Jesus brachte dieses Beispiel gleich nach der Aussage im Matthäus 7,21.

[38:23] Nicht jeder, der zu mir sagt, Herr, Herr, wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.

[38:37] Im Vers 23 bezeugt er ihnen dann, und dann werde ich ihnen bezeugen, ich habe euch nie gekannt, weicht von mir, ihr Gesetzlosen. Jesus' Warnung ist hart und klar.

[38:52] Wenn es nur beim Hören bleibt und keine Glaubensfrüchte da sind, dann ist dieser Glaube wertlos.

[39:05] Doch bitte pass dabei auf. Der Umkehrschluss, dass wir aufgrund der Werke errettet sind, ist ebenso falsch. Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch.

[39:21] Gottes Gabe ist es, steht in Epheser 2, Vers 8. Wir sind also errettet allein durch den Glauben. Die Basis ist Gottes Gnade und nicht deine Taten.

[39:33] Doch deine Taten zeigen auf, wie es um deinen Glauben steht. Ein guter Baum wird gute Früchte hervorbringen. Ein schlechter Baum wird schlechte Früchte hervorbringen.

[39:46] Dieser Zusammenhang zwischen dem Hören, dem Verstehen und dem Tun in den Evangelien, wie auch beim Jakobusbrief, ist anwendbar auf Personen, welche meinen, errettet zu sein.

[40:04] Jedoch offensichtlich gar nicht sind, weil ihr Wissen nicht im Glauben endet und dann entsprechend keine Taten ersichtlich sind.

[40:20] Der Glaube ist tot. Es ist kein neues Leben ersichtlich. Doch dieses Prinzip, wie auch hier im Jakobusbrief, ist auch für die Gemeinde anwendbar.

[40:32] Denn Jakobus spricht in diesem Zusammenhang hier zu seinen Glaubensbrüdern. Die, welche einen rettenden Glauben aufgrund der Gnade haben und täglich aus der Gnade, aus Gott heraus leben.

[40:48] Denn auch wir Christen kämpfen damit, dass wir immer mehr wissen, jedoch die Taten leider immer hinterherhinken.

[41:00] Speziell wir bibeltreue Christen sind bei dieser Passage stark herausgefordert. So erstrebenswert und so kostbar die Absicht ist, Gottes Wort über alles zu stellen, Zusammenhänge zu verstehen und Dinge zu erklären können.

[41:20] Wenn das Ganze nicht in der Tat endet, wenn keine Früchte daraus wachsen, dann sind wir nicht besser als der Mann vor dem Spiegel im Jakobusbrief.

[41:33] Wir sehen bei der stillen Zeit viel über Gottes Wort. Wir staunen darüber, wir mehren unser Wissen. Aber sobald wir aus dem Kämmerlein sind, reagiert unser Fleisch wieder das Leben.

[41:50] Viele können das Eheleben, die Kindererziehung, das Arbeitsleben und das Leben gegenüber der Regierung hervorragend anhand der Schrift erklären.

[42:01] Doch wenn das Erkannte nicht umgesetzt wird, sondern wir wie Singles in der Ehe leben, denn die Kinder reizen, bis sie zornig sind, uns in der Arbeitswelt nicht unterordnen und dem Staat nur dort gehorchen, wo er uns kontrolliert, dann sind wir nicht besser als der Mann vor dem Spiegel.

[42:24] Die Glückseligkeit bleibt aus. Streit, Zank, Rangkämpfe, Bussen, Verurteilungen werden wir als Ernte vielfältig einfahren.

[42:39] Betrüge dich nicht selbst, sondern schaue in das vollkommene Gesetz der Freiheit und bleibe darin.

[42:50] Sei kein vergesslicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter, der glückselig sein wird in seinem Tun. In den kommenden Versen bringt Jakobus nun eine Prüfung über deine und meine Frömmigkeit.

[43:07] Er fordert dich heraus. Verse 26 und 27. Da geht es darum, ich habe es überschrieben, diene praktisch. Lese diese Verse 26 und 27.

[43:22] Wenn jemand unter euch meint, fromm zu sein, seine Zunge aber nicht im Zaum hält, sondern sein Herz betrügt, dessen Frömmigkeit ist wertlos, eine reine und makellose Frömmigkeit vor Gott, dem Vater, ist es, Weisen und Witwen in ihrer Bedrängnis zu besuchen und sich von der Welt unbefleckt zu bewahren.

[43:44] Derjenige, welcher meint, dass er fromm ist oder anders übersetzt, er meint, dass er zu Gott gehört, aber seine Zunge nicht unter Kontrolle hat, der betrügt sein Herz.

[43:57] Er meint, dass er ein Werkzeug in Gottes Hand ist, jedoch speit er mit seiner Zunge Gift umher. Anstelle, dass er mit seiner Zunge ein Diener für Gott ist und anderen mit seiner Sprache ein Segen ist, ist er jemand, der unkontrollierte Dinge sagt, die eben gerade kein Dienst im Reich Gottes sind.

[44:21] Neben nutzlosen Worten kommen auch zerstörische Worte. Worte, die nicht der Wahrheit entsprechen, nicht aus der Liebe herauskommen. Doch der von Jakobus genannte Mann ist der Meinung, dass gerade er ein edler Ritter Gottes ist und mit seiner Zunge kämpfen muss.

[44:41] Er meint, er sei fromm. Doch er merkt nicht, dass er gegen Gottes Wort arbeitet.

[44:56] Er ist einer, der sein Herz betrügt. Das, was er lebt, stimmt nicht mit dem überein, zu dem er neu gezeugt bzw. wiedergeboren wurde.

[45:08] Das Herz ist nicht so rein, wie er denkt. Denn aus dieser Quelle kommt Schlechtes hervor. Der Dienst im Reich Gottes bzw. seine schweinbare, frommen Taten sind nichts wert.

[45:28] Sie sind vergebens. Und dem gegenüber stellt Jakobus eine reine, eine makellose Frömmigkeit oder eben Gottesdienst vor. Es ist ein Dienst, der von Gott, dem Vater, sehr hoch angerechnet wird.

[45:44] Die, den Weisen und den Witwen. Warum gerade diese Personen? In der damaligen Gemeinde gehörten die Weisen und die Witwen zu den Ärmsten der Armen.

[46:02] Es gab keine Sozialeinrichtung wie heute, welche diese Personen ein Grundeinkommen garantierte. Sie waren auf die Hilfe von anderen angewiesen.

[46:14] Die Weisen und die Witwen waren die Schlusslichter der Gesellschaft. Sie waren die Ärmsten der Armen.

[46:26] Wenn sich jemand um diese Personen gekümmert hat, dann wusste er, dass diese Personen es ihnen niemals zurückgeben können.

[46:37] Es war ein einseitiger Dienst aus der Nächstenliebe. Diese Personen lädst du nicht ein, weil du auch schon mal dort eingeladen warst oder dich erhoffst, auch mal eingeladen zu werden.

[46:56] Es sind auch keine Personen, welche dir im Job weiterhelfen können. Wer sind dann diese Personen hier und heute in der Gemeinde?

[47:09] Es geht hier nicht nur um das finanzielle Armsein. Es geht auch um eine generelle wie auch eine geistliche Armut. Wer braucht praktische Hilfe im Alltag?

[47:22] Wer braucht Hilfe, weil Krankheit oder Unfall jemanden einschränken? Wer braucht Hilfe, weil er Mühe hat, die Bibel zu verstehen?

[47:37] Wer braucht Hilfe, weil er ansteht, aus Glauben im Alltag zu leben? Wer braucht Hilfe, weil er nicht weiss, was Gott von ihm möchte? Sorgen, Ängste, Nöte, Sünden gibt es genug auch hier in der Gemeinde.

[47:56] Die Frage ist nicht, ob sie existieren, sondern eher, ob wir genug ehrlich sind, um diese einander zu bekennen, um Hilfe zu erfahren. Bitte Gott, dass er dir die Nöte der anderen zeigt und du ganz praktisch erkennen kannst, wie du dem Nächsten mit deinen von Gott gegebenen Gaben dienen kannst.

[48:24] Gerade durch solche Dienste zeigt sich die praktische Anwendung der zwei grössten Gebote gemäss Matthäus 22, 37 und 39. Dort steht, und Jesus sprach zu ihm, du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken.

[48:45] Das ist das erste und das grösste Gebot und das zweite ist ihm vergleichbar. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Dieser Dienst ist auf deinen Nächsten ausgerichtet.

[48:58] Jakobus schliesst dann mit der Aufforderung, dass wir auch auf uns selbst Acht geben sollen. Eine reine und eine makellose Frömmigkeit.

[49:10] Ist, sich von der Welt unbefleckt zu bewahren. Wenn du ein frommes Leben leben möchtest, dann kommt es nicht nur auf den Dienst gegenüber dem Nächsten an.

[49:26] Nein, auch du selbst sollst dich von der Welt unbefleckt halten. Heisst dies, dass du dich komplett aus der Welt zurückziehen sollst?

[49:39] Nein, aber du sollst dein Leben in dieser Welt leben, welches Gott in allem ehrt. Die Bibel nennt diesen Prozess Heiligung. Wir sollen Christus immer ähnlicher werden und das lieben, was er liebt und das hassen, was auch er hasst.

[50:00] Gott ist heilig. Er hat keine Sünden und sein Tun ist zu jeder Zeit im vollen Ausmass absolut richtig und rein. Und entsprechend soll auch dein Leben heilig und entsprechend für abgesondert sein.

[50:17] Entsprechend soll auch dein Leben heilig und entsprechend für ihn abgesondert sein. Frei von jeglichem Schmutz der Welt. Gott ist es ein Graus, heuchelnde Diener zu haben, welche scheinbar das eine glauben und das andere leben.

[50:37] Wie konsequent lebst du deinen Glauben? Und ich spreche nicht hier vom Leben am Sonntag in der Gemeinde.

[50:50] Da ist es einfach. Wie hältst du dein Leben frei von Schmutz in der Schule, in der Lehre, am Arbeitsplatz, wenn du abends mit Freunden unterwegs bist oder wenn du alleine vor dem Computer oder dem iPhone sitzt, wenn du alleine mit den Kindern zu Hause bist?

[51:19] Gott braucht heilige Diener, egal wo. Gottes Wort errettete dich einerseits vom Tod zum Leben und andererseits im Alltag von deinem selbstgefälligen eigenen Leben.

[51:34] Gottes Wort errettet dich, damit du anderen selbstlos dienst und dich selbst bewahrst, damit du zu jeder Zeit, in jeder Situation zur Ehre Gottes lebst.

[51:47] Dies wirst du nur erreichen, wenn du sanftmütig auf Gottes Wort hörst, dich beim vorschnellen Weitergeben zurückhältst und langsam zum Zorn bist.

[52:02] Das Aufnehmen von Gottes Wort ist aber nur der Anfang. Das Gehörte soll in der Tat umgesetzt werden. Wenn du auf diese Punkte achtest, dann darfst du auch an der Verheissung festhalten, dass du glückselig in deiner Umsetzung sein wirst.

[52:25] Amen. Wir verneigen uns noch zum Gebet. Vater im Himmel, herzlichen Dank für diesen Brief von Jakobus.

[52:38] Ja, er ist provokativ. Er fordert uns heraus. Aber danke, dass er so klar und unmissverständlich ist. Vielen Dank für dein Wort, welches du uns gegeben hast.

[52:51] Ja, durch dein Wort konnten wir erkennen, wer du bist, wer wir vor dir sind. Wir durften errettet werden. Herzlichen Dank dafür. Wir möchten aber weiterhin schnell beim Hören von deinem Wort sein.

[53:07] Wir möchten es schnell aufnehmen. Wir möchten bedacht es weitergeben und langsam zum Zorn sein. Wir möchten das Gehörte in Taten umsetzen.

[53:20] Wir möchten leben in dieser Freiheit des Gesetzes, um dich zu ehren. Ja, Vater im Himmel, bitte hilf uns, dass wir die Nöte der Nächsten sehen und aus der Liebe zu dir, aus einem reinen, frommen Leben heraus, dem Nächsten dienen, aus Nächstenliebe.

[53:46] Dass wir die Nöte sehen und dass wir bereitwillig anpacken und dem Nächsten dienen, damit dem Nächsten geholfen ist. Sei das in geistlichem Belange, aber auch in ganz alltäglichen Dingen.

[54:01] Vater im Himmel, ich bitte dich, dass du uns als Gemeinde immer mehr in dein Ebenbild veränderst. Herzlichen Dank für dein Wort. Amen.