Gottes Gegenwart im Schmelzofen des Lebens

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Prediger

Thomas Sardi

Datum
14. Juli 2024

Transkription

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[0:00] Wer möchte noch beten zu Beginn? Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir heute Morgen wieder dein Wort aufschlagen dürfen.

[0:14] Danke für die Geschichte, die gelesen wurde. Es ist eine wahre Geschichte. Es ist die Geschichte, die du geschrieben hast mit David und mit dem Volk Israel. Und obwohl sie schon so lange her ist, können wir viel daraus lernen.

[0:28] Hilf uns, Herr. Offene Herzen, offene Ohren zu haben, dass wir hören, was du sagen willst. Hilf mir, klar und deutlich zu sprechen. Und ich bitte dich, dass du mit deinem Geist das Ganze an unserem Herzen anwendest und uns hilfst, es umzusetzen, was wir lernen.

[0:45] Amen. Jeder von uns wird irgendwann im Leben in eine Situation geraten, die für ihn schwere Prüfungen oder Not bedeuten.

[1:00] Nur wenn wir uns mit dieser Tatsache abfinden, werden wir nicht überrascht werden und können darin bestehen. Manche sagen zu diesen Situationen zum Beispiel, es ist ein Kampf, das, was ich gerade jetzt durchmache.

[1:20] Andere sagen, meine Familie und wir, wir sind in einen großen Sturm geraten. So drückt sich das etwa aus. Das anschaulichste Bild, das uns die Bibel gibt, ist wohl das des Feuerofens.

[1:36] Dort, wo Gold und Silber geschmolzen werden. In Sprüche 17,3 heisst es, der Schmelztiegel prüft das Silber und der Ofen das Gold. Der Herr aber prüft die Herzen.

[1:52] Der Herr prüft die Herzen. Der reiche Salomo, der diesen Spruch geschrieben hat, erkannte den Prozess, wie Silber und Gold gereinigt wurden.

[2:03] Man schmilzt es, das Silber und das Gold, sodass das schwere Gold nach unten sinkt und die Schlacke und die Verunreinigungen nach oben sinken, in dieser Schmelze.

[2:20] Das Unreine, das Unbrauchbare, das muss nach oben gehen, damit man es abschöpfen kann und wegwerfen kann. Und erst dann wird Gold und Silber wirklich, wirklich wertvoll.

[2:33] Wenn es geprüft ist und wenn es gereinigt ist. Und genau so behandelt Gott die Herzen der Menschen. Er wird die Seinen, der Glut des Feuerofens aussetzen, um was zu machen, um sie zu prüfen und um sie zu reinigen.

[2:55] Wir werden heute in 1. Samuel 23 sehen, wie David in solch einem Feuerofen geprüft und gereinigt wird. Doch was wir auch sehen werden, ist, dass Gott seine Kinder nie alleine lässt in dieser Situation.

[3:09] Wie bei Schadrach, Meshach und Abednego, die in diesem Feuerofen bei Nebuchadnezar waren und Jesus oder der Herr mitten bei ihnen war. So wird Gott auch den Seinen beistehen in jeder Prüfung.

[3:24] Auf welche Weise er das tut, werden wir im heutigen Text sehen. Das Thema ist also Gottes Gegenwart im Schmelzofen des Lebens.

[3:35] Gottes Gegenwart im Schmelzofen des Lebens. Und ich möchte, dass du heute, morgen erkennst, auf welche Weise Gott David erhält und durchträgt in diesem Schmelzofen seines Lebens.

[3:53] Und wenn du erkennst, auf welche Weise Gott dies tut und wie er mit David gewesen ist, dann wirst du Gottes Gegenwart auch bei dir entdecken, wenn du in solch einer Situation bist.

[4:07] Auch wenn es schwierig ist. Und dann wirst auch du ermutigt werden, weiter dem Herrn zu folgen. Auch wenn es schwierig ist.

[4:19] Und dann wirst auch du gestärkt und geläutert und geprüft, aus solch einer Situation hervorgehen und nicht geknickt und am Boden zerstört.

[4:32] Und du wirst ein Zeugnis von Gottes Gnade sein und wirst anderen Menschen helfen können, die dasselbe durchmachen. Und Gott zeigt David seine Gegenwart auf dreierlei Weise.

[4:46] Und das ist die Gliederung von heute. Erstens durch göttlichen Zugang. Erstens durch göttlichen Zugang. Zweitens durch göttliche Ermutigung.

[4:58] Und drittens durch göttliche Vorsehung. Jetzt kommen wir zum ersten Punkt. Göttlicher Zugang.

[5:09] Die erste Art und Weise, wie Gott in der Prüfung zu David steht. Und wir werden in diesem Abschnitt die Verse 1 bis 13 aus Kapitel 23 von 1. Samuel behandeln.

[5:21] Also schlagt bitte 1. Samuel 23 auf. Wie wir bereits wissen, ist David der von Gott auserwählte König.

[5:33] Er ist gesalbt, er ist ausgerüstet mit dem Heiligen Geist, aber er ist auf der Flucht. Er ist im Exil. Saul, der momentan amtierende König, er verfolgt ihn.

[5:47] Er will ihn umbringen. Denn Gott hat Saul abgesetzt, weil er kein König ist, der Gott vertraut hatte. Weil er nicht Gottes Gebote beachtet hatte. Weil er das Volk nicht unter die Regierung Gottes gebracht hatte, sondern unter seine eigene.

[6:03] David aber ist ein Mann nach Gottes Herzen. Und er vertraut Gott. Er liebt ihn. Und er gehorcht ihm. Und er dient ihm. Obwohl wir auch gesehen haben, dass er auch Fehler hat.

[6:16] Aber das ist der Grundtenor seines Lebens. Und wir erinnern uns an Davids überstürzte Flucht, wie er aus Angst und Panik den Priester Achimelech anlog und in Gott den Verrückten spielte.

[6:27] Und dann sich in der Höhle in Adulam verkroch. Und schliesslich sogar ins Land Moab flüchtete. Hinaus aus Judah.

[6:38] Hinaus aus dem Ort, wo Gott ihn berufen hatte. Doch Gott stellte ihn wieder her. Gott ließ David nicht einfach dort bleiben. Er schickte ihm Gott, den Propheten, der ihm sagte, David, du musst zurückkommen nach Judah.

[6:51] Du kannst nicht dort bleiben, wo du nicht dienen kannst. Ich habe eine Berufung. Gott hat eine Berufung für dich. Du musst dienen. Und David, er hat es gemacht.

[7:02] Er ist zurück nach Judah gegangen. Und ja, es ist gefährlich. Ja, es ist viel Mühe und Not. Ja, es ist Arbeit, dorthin zurückzugehen, wo die Gefahr ist, zu dienen.

[7:15] Aber ja, David, es ist deine Berufung. Das ist das, was ihm Gott gesagt hat. David ist zurückgegangen und da versteckt er sich jetzt mit 400 Männern im Wald Haaret.

[7:28] Wir wissen nicht genau, wo das ist, aber in Vers 1 lesen wir, dass seine Späher auf einmal einen Laufbooten kommen sehen und es wird ihm etwas berichtet.

[7:41] Und übrigens in Kapitel 23, wenn ihr euch achtet, wenn ihr durchgeht, es wird immer irgendwo etwas berichtet. Saul und David, sie haben überall ihren Nachrichtendienst, der sie benachrichtigt, was da vor sich geht.

[7:56] Vers 1, Vers 7, Vers 13, Vers 25, vielen Orten sieht man das. Jetzt kommen wir zu Vers 1. Vers 1, Vers 1, ab in die Sheffela.

[8:34] Das ist eine fruchtbare Ebene und gerade dort am Rande liegt Kehila. Die Sheffela ist die Kornkammer Judas. Sie ist relativ dezentral, wenn man so schaut, wo Gibea liegt und Benjamin.

[8:50] Kehila ist eine Stadt, die ziemlich einzeln dort am Rand dieses Gebirges liegt und nicht so gut beschützt werden kann von Saul. Diese Stadt liegt auch nur etwa 20 Kilometer südöstlich von Gad.

[9:03] der Philisterstadt. Und so haben die Philister ein leichtes, mit ihrer Armee dort hinzugehen und einfach die Kornkammer zu plündern.

[9:15] Und sie machen es ganz schlau. Sie warten, bis die Ernte vorbei ist im Frühsommer, bis die Tennen gefüllt sind mit Korn, womöglich schon gedrescht, dass die ganze Arbeit gemacht ist und dann kommen sie mit allen ihren Lasttieren und wollen das alles aufladen und wegbringen.

[9:30] Das ist das, was hier geschieht. Sie plündern die Tennen. Doch jemand weiß, dass David in der Nähe ist. Haaret liegt vermutlich in der Nähe von Adulam, welches fünf Kilometer nördlich von Kehila ist.

[9:47] Wir können vermuten, dass David dort irgendwo in der Nähe ist. Und so benachrichtigt man ihn. War nicht er es, der Goliath getötet hatte, der oft siegreich gegen die Philister gekämpft hatte.

[9:58] Könnte er nicht helfen? So hat man sich wohl gesagt. Und David muss nicht lange überlegen. Wir versuchen, seine Gedanken nachzuspielen.

[10:09] Er hat vielleicht gesagt, Gott hat mich zum König gesalbt. Und ein König soll sein Volk beschützen. Ich wollte eigentlich fliehen aus Angst. Ich wäre eigentlich gar nicht da.

[10:19] Aber Gott hat mich zurückgeschickt hierhin. Und jetzt bin ich gerade hier in der Nähe und ich kann eingreifen. Gott hat mir 400 Männer gegeben. Ich habe das, die Männer und die Mittel einzugreifen.

[10:33] Und Kehila ist gerade in der Nähe. Die brauchen dringend meine Hilfe gerade jetzt. Und das beste Argument, der Herr ist ja bei mir. Er hat mich gesalbt mit seinem Geist und er wird mich führen.

[10:48] Er wird mir helfen. Das ist kein Zufall. Der Auftrag ist klar. Wir müssen gehen. Ja, Gott führt uns manchmal in Situationen, wo wir sehen, ich habe die Möglichkeit, ich kann helfen, es ist mein Auftrag, also los.

[11:09] Manchmal ist es sonnenklar, was wir zu tun haben. Und doch, und das ist charakteristisch für David, was macht er jetzt? Er fragt zuerst Gott.

[11:21] Vers 2. Und David befragte den Herrn und sprach, soll ich hinziehen und diese Philister schlagen? Und der Herr sprach zu David, zieh hin und schlage die Philister und rette Kehila.

[11:36] Aber die Männer Davids sprachen zu ihm, siehe, wir fürchten uns hier in Judah und wie sollten wir gar nach Kehila gegen die Schlachtereien der Philister ziehen? Das war die Reaktion.

[11:49] Angst und Entsetzen. Vergessen wir nicht, David und seine Männer, sie verkriechen sich in Höhlen, weil sie Angst haben, entdeckt zu werden.

[12:01] Sie verstecken sich in Wäldern, damit Saul sie nicht findet. Und nun sollen ausgerechnet sie, ausgerechnet sie, gegen eine noch mächtigere Armee kämpfen, als die, die Saul hat.

[12:14] Ist das dein Ernst, David? Hast du wirklich das von Gott gehört? Wir, 400, wir sind kriegsunerfahren und wir sollen gegen eine kampferprobte Armee wie die der Philister kämpfen.

[12:29] Und David, er nahm diese Angst ernst und wir sehen in Vers 4, da befragte David den Herrn noch einmal und der Herr antwortete ihm und sprach, mach dich auf, zieh nach Kehila hinab, denn ich werde die Philister in deine Hand geben.

[12:49] Und David zog mit seinen Männern nach Kehila und kämpfte gegen die Philister und er trieb all ihr Vieh weg. Also all diese Lasttiere, die dort waren, um die Tennen zu plündern, die hat er wohl als Kriegsbeute mitgenommen, die konnte er wahrscheinlich auch als Nahrung gebrauchen, später.

[13:05] Aber die Hauptsache ist, er hat sie weggetrieben und er richtete eine grosse Niederlage unter ihnen an und so rettete David die Bewohner von Kehila.

[13:17] Es geschah aber, als Abiathar, der Sohn Achimelechs, zu David nach Kehila floh, da kam er hinab mit einem Ephod in seiner Hand. Das Ephod, was ist das?

[13:32] Das ist ein Priestergewand, das die Priester anhatten und es hatte Taschen, wo die Steine Urim und Tumim drin waren. Das heisst, Lichter und Vollkommenheiten.

[13:46] Und durch diese Steine wurde der Wille Gottes befragt. Das wurde für offizielle Zwecke gebraucht im Alten Testament. Und was wir hier sehen, speziell in den nächsten Versen, die dann kommen, das ist eine detaillierte Beschreibung, wie man das gemacht hat.

[14:01] Wir werden das noch sehen. Aber eine Schwierigkeit stellt sich hier in Vers 6. Wenn man Vers 6 genau liest, dann muss man annehmen, dass Abiathar mit seinem Ephod zu David nach Kehila hinuntergekommen ist, als David schon dort war.

[14:21] Aber Kapitel 22, Vers 20 sagt uns, dass Abiathar schon vorher zu David geflüchtet ist. Und ich habe mir den Kopf ein bisschen zerbrochen über diesen Vers und habe viele verschiedene Sachen herausgefunden darüber, aber die beste Erklärung scheint mir zu sein, das habe ich in einem Kommentar gelesen, dass die Septuaginta den Vers 6 folgendermassen übersetzt, und zwar, als Abiathar den Sohn Achimelechs zu David floh, da ging er hinunter mit David nach Kehila, das Ephod in seiner Hand tragend.

[15:02] Also, ich gehe davon aus, dass dieser Abiathar schon vorher zu David gekommen ist und das Ephod mitgenommen hat. Und das ist wichtig, das müsst ihr euch merken. Aber für den Moment verlassen wir das Ephod und gehen ein bisschen weiter.

[15:19] Vers 7. Was ist dann passiert, als David gerettet hat Kehila? Und es wurde Saul berichtet, dass David nach Kehila gekommen wäre. Da sprach Saul, Gott hat ihn verworfen und in meine Hand gegeben.

[15:36] Denn er hat sich eingeschlossen, indem er in eine Stadt mit Toren und Riegeln gekommen ist. Eine Stadt, die verschliessbar ist und nur auf einem Wege verlassen werden kann. Da kann ich ihn fangen.

[15:50] Und Saul rief alles Volk zum Kampf auf. Alles Volk. Seine ganze Heeresmacht. So unter Druck war David noch nie.

[16:01] Bis jetzt. Um nach Kehila hinabzuziehen, David und seine Männer zu belagern. Und als David erfuhr, dass Saul Böses gegen ihn schmiedete, da sprach er zu Abiater, dem Priester.

[16:14] Bring das Ephod her. Und David sprach, Herr, Gott Israels. Schaut, wie er Gott anspricht. Er sagt, du bist der Herr.

[16:26] Du bist der Ewige. Du bist der Gott Israels. Und in deinem Dienst stehe ich. Und dann beachtet, wie er sich selber benennt. Dein Knecht hat als sicher gehört, dass Saul danach trachtet, nach Kehila zu kommen, um die Stadt meinetwegen zu verderben.

[16:47] Wisst ihr noch, was mit Nob passiert ist? Die Stadt der Priester? Nob wurde zerstört, nur weil Achimelech, der Priester, David geholfen hatte. Darum hat Saul die ganze Stadt Nob, samt Kinder und Rindern und Schafen und Frauen und Männern alles zerstört.

[17:08] Und jetzt hat David Angst. Saul dasselbe macht mit Kehila. Dein Knecht hat als sicher gehört, dass Saul danach trachtet, nach Kehila zu kommen, um die Stadt meinetwegen zu verderben.

[17:25] Werden die Bürger von Kehila mich seiner Hand ausliefern? Wird Saul herabziehen, wie dein Knecht gehört hat? Herr, Gott Israels, tu es doch deinem Knecht kund.

[17:37] Und der Herr sprach, er wird herabziehen. Und David sprach, werden die Bürger von Kehila mich und meine Männer der Hand Saus ausliefern? Und der Herr sprach, sie werden dich ausliefern.

[17:52] Die hatten natürlich auch von Nob gehört. Die waren jetzt fröhlich, dass David da war, aber sobald die Kunde hatten, dass Saul unterwegs wäre, hätten sie David ausgeliefert.

[18:04] So unbeständig waren diese Leute und wir können es ja auf eine gewisse Weise verstehen. Doch was ist passiert? Gott hatte durch David Rettung geschenkt, durch diese wenigen Leute, diese ausgestoßenen, diese heimatlosen, wilden, bärtigen Männer, die ihr Leben aufs Spiel gesetzt hatten und sich nicht um ihre eigene Sicherheit gekümmert hatten, sondern selbstlos ausgezogen waren, um Kehila zu retten.

[18:33] Eine Heldentat, sehr grossherzig von diesen Leuten. Erwarten wir jetzt nicht, dass Gott sie segnet? Dass Gott alles zum Guten wendet?

[18:44] Dass er sie beschützt vor Saul? Dass Ruhe und Frieden einkehrt? Dass die Leute, denen sie geholfen haben, ihnen wohl gesonnen sind? Ja, das erwarten wir.

[18:56] doch Gott gehorchen bringt ganz sicher Segen, doch dieser Segen sieht nicht immer so aus, wie wir es uns vorstellen.

[19:08] Im Fall Davids wird durch sein Eingreifen in Kehila seine Position bekannt und der Druck und die Temperatur in diesem Schmelzofen, wo Davids sowieso schon drin ist, die steigen noch mehr und es wird noch mehr geschmolzen.

[19:23] Davids hat das Richtige getan. Er hat Gottes Wort befolgt, er hat in Liebe gehandelt und das Resultat ist jetzt, die Leute von Kehila werden ihn verraten, sind unzuverlässig und untreu und Saul will sogar mit seiner ganzen Armee hinkommen, um ihn zu töten.

[19:45] Ist das das Resultat, wenn man Gott gehorcht? Kennst du diese Situation? Du bist vielleicht schon selber im Elend, du hast vielleicht selber schon genug Probleme, du bist vielleicht selber am Ende deiner Kräfte und hast selbst Mühe, Gott zu vertrauen in dieser Situation.

[20:05] Doch du versuchst ihm zu vertrauen, ihm zu gehorchen und tust das Richtige und dann wird deine Situation nicht besser, sondern noch schlechter. Und du möchtest am liebsten mit David sagen, was er in Psalm 55 Vers 7 bis 9 sagt, und ich sprach, oh, dass ich Flügel hätte wie die Taube, ich wollte hinfliegen und ruhen, wenn Gott mir doch endlich Ruhe verschaffen würde, siehe, weithin entflöhe ich, würde weilen in der Wüste, ich wollte schnell entkommen vor dem heftigen Wind, vor dem Sturm.

[20:45] Das ist unsere Reaktion, wenn wir in solch einen Schmelzofen kommen und die Temperatur und der Druck steigt. Doch Gott will nicht, dass wir ihm aus dem Schmelzofen hinausspringen.

[20:59] Er will uns nicht Flügel geben, wie eine Taube hat, sondern er will, dass wir darin bleiben, dort, wo er uns hingestellt hat, bis wir geprüft und gereinigt daraus hervorgehen.

[21:11] Denkt an Josef, er musste auch 13 Jahre zu Unrecht leiden, zum Teil sogar im Gefängnis, bis ihn Gott erhöht hat und vorbereitet hat für eine Aufgabe, bis er ihn gebrauchen konnte.

[21:26] Auch David musste Unrecht und Verfolgung erleiden, bevor ihn Gott wirklich als König gebrauchen konnte. Und wer bist du, wer bin ich? Dass wir denken, Gott könne uns gebrauchen, ohne dass wir zuerst geschmolzen und gereinigt werden.

[21:44] Doch wie sieht den Gottes Segen aus, in solch einer Situation? Auf welche Weise siehst du, dass Gott gegenwärtig ist und dass er dich nicht verlassen hat? Wir wollen diesen Abschnitt Vers 1 bis 13 einmal als ein Ganzes anschauen.

[22:03] Dieser ganze Abschnitt besteht zur Hälfte aus Gott befragen. 47% der Wörter geht es darum, Gott zu befragen und Antwort von Gott zu bekommen.

[22:16] Und in den Versen 1 bis 5 im ersten Teil befragt David Gott bezüglich der Rettung Kehilas. Und im zweiten Teil Vers 7 bis 13 geht es um seine eigene Rettung und er kommt auch wieder und befragt Gott.

[22:31] Und in der Mitte haben wir Vers 6. Mittendrin ist Vers 6. Das scheint ein kleiner, unbedeutender Nebensatz zu sein. Aber er ist der Dreh- und Angelpunkt dieses Abschnitts Vers 1 bis 13.

[22:46] Er ist wie ein Scharnier. Und da heisst es, es geschah aber, als Abiathar, der Sohn Achimelech, zu David nach Kehilafloh, da kam er hinab mit einem Effod in seiner Hand.

[23:00] Und das war es, was den ganzen Unterschied gemacht hat in diesem Schmelzofen. Die Gegenwart Gottes in Form eines Priesters mit einem Effod und man hatte, David hatte Zugang zu Gott.

[23:18] Das hat einen Unterschied gemacht. Gott zeigt seine Gegenwart seinen Gläubigen mitten im Schmelzofen des Lebens, indem er ihnen Zugang zu sich selbst gibt.

[23:31] Welches Vorrecht hat David hier genossen? Er durfte zu Gott gehen, er durfte mit ihm reden, er durfte ihn fragen und Gott gab ihm Antwort, ganz im Gegenteil zu Saul, der keine Antwort mehr erhielt, weil er Gott verworfen hatte und Gott ihn.

[23:49] Doch im Gegensatz zu David, welches Vorrecht haben wir? Wir brauchen keinen irdischen Priester, wir brauchen keinen Effod, wo wir hingehen müssen, um unsere Antworten zu erwarten von Gott.

[24:04] Nein, wir haben keinen irdischen Hohenpriester, sondern einen himmlischen Hohenpriester, einen Hohenpriester, zu dem wir jederzeit Zugang haben. Hebräer 4, 14 bis 16, schlag das einmal auf, bitte.

[24:23] Das steht im Hebräer 4, da wir nun einen grossen Hohenpriester haben, der durch den Himmel gegangen ist. Wer ist dieser Hohenpriester?

[24:36] Jesus, den Sohn Gottes, er hat die Himmel durchschritten, ist von oben hinunter gekommen zu uns. So lasst uns das Bekenntnis festhalten, denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid zu haben vermag mit unseren Schwachheiten, mit unseren Prüfungen, mit dem, was wir, wo wir nicht weiter wissen, sondern der in allem versucht worden ist, in gleicher Weise wie wir, ausgenommen die Sünde.

[25:04] Er ist versucht worden, hat aber nicht gesündigt. Und jetzt kommt Vers 16, lasst uns nun mit Freimütigkeit, so wie David gesagt hat, bring das Effod her, ich will Zugang zu Gott, so lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden, zu rechtzeitiger Hilfe.

[25:28] David hat zur rechten Zeit Hilfe bekommen, wir werden es später noch sehen. Und wir dürfen ständig diesen Zugang zu Gott haben. Wir brauchen keinen Abiatar, wir haben unseren hohen Priester, Jesus Christus, zu dem wir mit unseren Schwachheiten und allen unserer Fragen kommen können, um rechtzeitige Hilfe zu erfahren.

[25:51] Vielleicht denkst du, es wäre toll, solche Steine zu haben, wie diese Urim und Tumim, wo man ganz genau Antworten bekommt. Wahrscheinlich haben die einfach Ja und Nein angezeigt.

[26:03] Ich möchte auch so ganz direkte Anweisungen bekommen. Aber erstens sollte es unserem Ego keinen Abbruch tun, dass wir nicht Könige sind von Israel und dementsprechend nicht so wichtig sind in Gottes Heilsplan wie ein David.

[26:20] Und das Zweite ist, wir haben aber Gottes Wort. Studieren wir es sorgfältig, füllen wir unsere Gedanken und unser Herz mit dem befolgen wir es täglich, wird unsere Gesinnung Jesus Christus immer ähnlicher, dann wissen wir, was zu tun ist.

[26:39] Und wir dürfen jederzeit kommen vor den Thron der Gnade und um Weisheit bitten. Und so führt uns Gott ganz direkt durch sein Wort. Welches Vorrecht in diesem Schmelzofen des Lebens diesen Zugang zu Gott zu haben, göttlichen Zugang.

[26:58] Machst du Gebrauch davon? Machst du täglich Gebrauch davon? Stündlich? Die Verse 1 bis 13 drehen sich nicht nur um Davids selbstlose Heldentat, sondern um Gottes Gegenwart, welche er David zeigt, indem David Zugang haben darf zu ihm.

[27:20] Und eine weitere Art, wie Gott David seine Gegenwart zeigt, in diesem Schmelzofen ist durch seine göttliche Ermutigung. Das führt uns zum zweiten Punkt, göttliche Ermutigung.

[27:36] Das sind die Verse 14 bis 18. Wir lesen 14 und 15. Das erste Samuel 23. Und David blieb in der Wüste auf den Bergfestungen und er blieb auf dem Gebirge in der Wüste Siv und Saul suchte ihn alle Tage, aber Gott gab ihn nicht in seine Hand.

[28:03] Und David sah, dass Saul ausgezogen war, um nach seinem Leben zu trachten und David war oder blieb in der Wüste Siv im Wald.

[28:14] In einigen Bibeln heisst es Choresha. Choresh heisst Wald auf Hebraisch, daher hat meine Bibel oder diese Übersetzung das mit Wald übersetzt. Es gab aber auch eine Stadt Choresha in der Nähe, die war vermutlich auch in einem Wald.

[28:30] Aber wir reden jetzt einmal vom Wald. David sah und er erkannte, dass Saul ausgezogen war, um ihn zu töten.

[28:43] Das lesen wir in Vers 15a. Und Saul suchte ihn überall. Vers 14b sagt uns, und das ist die Hauptaussage des ganzen Kapitels 23, Gott gab ihn nicht in die Hand Sauls.

[29:03] Das hat Gott die ganze Zeit nicht gemacht. Beachtet aber, dass das ein Zusatz ist des Schreibers dieses Kapitels. David war das vielleicht nicht immer bewusst, dass Gott ihn nicht in die Hand Sauls ausliefern wird.

[29:18] Manchmal hat er diesen Blick nicht gehabt. Was würdet ihr denn machen? Wärt ihr jetzt so auf der Flucht wie David? Wüsstet ihr, dass eine ganze Armee hinter euch her ist?

[29:32] Wie würdet ihr damit umgehen? Nun, einige würden sagen, du musst Gott vertrauen. Er wird dich schon beschützen und machen, dass nichts passiert.

[29:46] Und dann machen sie einfach nichts und bleiben, wo sie sind. Du musst Zuflucht suchen zu Gott, wie wir es in der letzten Predigt über Kapitel 22 gehört haben.

[30:00] Andere würden sagen, du musst flüchten, du musst so weit gehen, wie du kannst, du musst dich vollkommen in Sicherheit bringen. Am besten gehst du nach Moab. Da bist du sicher, denn da wird nicht hinkommen.

[30:11] Aber damit Gott vertraute Gott, aber er war nicht fahrlässig.

[30:22] Seht ihr diese Balance? Gott Vertrauen entbindet uns nicht davon, unseren Kopf zu gebrauchen und zu überlegen und zu denken und zu planen, wie wir am besten vorgehen sollten in solch einer Situation.

[30:39] Und wir sehen hier, David hat einen Plan. Er hatte eine Strategie, wie er Saul ausweichen wollte. Erstens war er immer in Bewegung. Er wechselte ständig seinen Standort.

[30:51] Wir haben gelesen, Bergfesten, Wald, Wüsten, überall war er zu finden, aber nirgends war er fest. Dann zweitens war er in abgelegenen, unzugänglichen Orten, wo er sich gut verstecken konnte.

[31:07] Dort, wo man ihn kaum finden konnte oder nicht so schnell angreifen konnte. Dann seine dritte Strategie war, er hielt sich auf den Bergfestungen auf. Das heisst, dort wo er sich gut verteidigen konnte, wo er von oben herab alles beobachten konnte und nicht ein Überraschungsanger fürchten fürchten musste.

[31:29] Doch was für ein hartes Los dieser Mann tragen musste. Welch Bedauern sollten wir haben mit solchen Menschen? Ein unschuldiger Mann mit einem guten Herzen ist verängstigt und in Todesangst.

[31:42] Ein Ehrenmann ist in solch eine Ungnade gefallen. Ein Mann von Verdienst, der viel Gutes gemacht hat und jetzt wird ihm vergolten für seine Taten, aber nicht so, wie er es verdient hat.

[31:59] Ein Mann, der treu Gott und seinem Volk dient und es wird von beidem, von Volk und vom Tempel ausgeschlossen und er muss ein Schattendasein fristen.

[32:10] Seht ihr die Lage, in der David ist? Vielleicht würden wir in solch einer Lage unzufrieden werden, anfangen zu murren, zu zweifeln. Wenn ich wirklich da, wo Gott mich will, ist das meine Berufung, soll ich da weitermachen?

[32:28] Doch ein Wort wird in diesen Versen 14 und 15 und 18 dreimal wiederholt. David blieb. David blieb.

[32:39] David blieb in Judah, so wie Gades gesagt hat. Er rannte nicht davon, er blieb, er blieb im Schmelzofen drin. Und was Gott ihn in dieser Zeit lehrte, war keine Kleinigkeit, er lehrte geduldiges Ausharren und nicht die Sache in die eigenen Hände zu nehmen, Saul einfach umzubringen und zu sagen, so jetzt bin ich König.

[33:02] Er lehrte vertrauensvolles Aufblicken zu Gott, der einen Plan hat. Er lehrte Treue zu Gott und zu seinem Volk, nicht wegzurennen, wenn der Druck und wenn der Druck und sogar, wenn es andere nicht schätzten, die von Kehila schätzten es nicht, sie hätten ihn verraten und später sehen wir, die sie fitter haben ihn verraten.

[33:27] Und somit lernte er eine grundlegende Demut und eine grundlegende Abhängigkeit von Gott. Hätte er das alles nicht gehabt, hätte er das nicht gelernt in dieser Weise.

[33:40] Gott hätte ihn später wieder in die Schule genommen. Er hat gelernt, Gott, ich brauche dich und tue du mit mir, wie du willst.

[33:51] Und so blieb David in Gottes Schule, auch wenn es schwierig war und durfte Gottes Gegenwart und Stärkung mitten im Schmelzofen auf eine ganz andere Weise kennenlernen, nämlich durch göttliche Ermutigung.

[34:04] Und da kommen wir jetzt zu Jonathan, die Verse 16 bis 18. Da machte sich Jonathan, der Sohn Sauls, auf und ging zu David in den Wald und stärkte seine Hand in Gott und er sprach zu ihm, fürchte dich nicht, denn die Hand meines Vaters Sauls, Saul wird dich nicht finden und du wirst König werden über Israel und ich werde der Zweite nach dir sein.

[34:35] Und auch mein Vater Saul weiss es so und sie schlossen beide einen Bund vor dem Herrn und David blieb im Wald und Jonathan ging in sein Haus. Gott ermutigt David in dieser Situation, indem er ihm einen Freund schickt, seinen besten Freund.

[34:54] Sprüche 18,24 sagt, ein Mann vieler Freunde wird zugrunde gehen, doch es gibt einen, der liebt und anhänglicher ist als ein Bruder.

[35:07] Und so einer ist Jonathan. Sprüche 17,17 sagt, ein Freund liebt zu jeder Zeit und als Bruder für die Not wird er geboren.

[35:18] Und so einer ist Jonathan. Es ist wichtig, dass wir solche Freunde haben. Solche Freunde, die uns beistehen, die uns ermutigen.

[35:30] Wir werden noch sehen, wie Jonathan das gemacht hat. Aber ebenso wichtig ist es, dass wir solche Freunde sind für andere. Überlegt kurz, wer ist euch schon beigestanden und hat euch geholfen?

[35:45] Und wem seid ihr beigestanden? Weshalb wollen wir nun betrachten, was dieser Jonathan genau tat?

[36:05] Zuerst wollen wir sehen, seine Haltung und seine Einstellung, sie ist von Liebe, von Erbarmen, von Mitleid und von Aufopferung geprägt. Jonathan hat gesehen, dass Saul David verfolgte.

[36:20] Er hat es mitbekommen. Er hat gesehen und gehört. Er hat mitbekommen, was gelaufen ist. Die Frage ist, kümmerst du dich auch um das, was läuft?

[36:32] Oder kümmerst du dich nur um dein eigenes Leben? Jonathan hatte genug zu tun, seinen Vater in Schach zu halten. Mit solch einem Vater hat man genug zu tun. Er hatte selber genug Probleme mit diesem Mann.

[36:44] doch er dachte an David und ganz sicher betete er täglich für David. Jonathan, er hat sich in die Lage Davids versetzt, ganz wie es heisst in Römer 12, Vers 13 und 15, an den Bedürfnissen der Heiligen nehmt teil.

[37:04] Und Vers 15, freut euch mit den sich Freunden und weint mit den Weinenden. das war seine Einstellung. Jonathan hat aber nicht nur ein bisschen Erbarmen gehabt, sondern er hat sich aufgerafft, er hat sich aufgemacht.

[37:20] Das war nicht nur einfach ein Spaziergang. David hat sich verkrochen und er änderte ständig seine Orte. Er musste etliches an Einsatz leisten, Jonathan, damit er David gefunden hat.

[37:34] Er gab sich Mühe, seinen Freund zu suchen und zu finden. Und Jonathan nahm Gefahr auf sich. Hätte Saul bemerkt, dass Jonathan unterwegs ist zu David, dann hätte es Jonathan ganz sicher das Leben gekostet.

[37:49] Saul hasste David und er brachte alle um, die mit David zusammen waren. Die Frage ist an uns und dich, was bist du bereit?

[38:00] Was bist du bereit, auf dich zu nehmen und deinen Bruder und deinen Schwester einen Dienst zu leisten? Jonathan, er ging hinunter zu David.

[38:12] Er hat nicht irgendwo mit ihm abgemacht, sondern er hat ihn gesucht und ging zu ihm. Er hätte ihn ja auch woanders treffen können, aber eines Tages stand er da. Er hat ihn dort besucht, wo er war.

[38:25] Wie überwältigt muss David gewesen sein, als dieser treue Freund auf einmal vor ihm gestanden ist. Ja, Jonathan hat er Barmen und Liebe und Mitleid mit ihm und das ist gut, das ist die Haltung, in der wir anderen Menschen helfen können.

[38:41] Und wir leben aber in einer Zeit, wo es von jedem erwartet ist, sensibel zu sein und sich um andere zu kümmern, aber das alleine reicht nicht.

[38:53] Das alleine reicht noch nicht. Es braucht auch Worte der Wahrheit. Wirkliche Hilfe kommt nicht durch emotionale Nähe, sondern durch Gottes Wort. Und diese Worte der Wahrheit, die können manchmal wehtun.

[39:09] Doch wenn sie von einem wirklichen Freund kommen, einem, der dich liebt, dann sind sie gut. Sprüche 27,6 sagt, treu gemeint sind die Wunden dessen, der liebt, aber überreichlich des Hassers küsse.

[39:25] Wenn wir Menschen wirklich lieben, dann sagen wir ihnen die Wahrheit. Bist du bereit, solche treuen Schläge selber anzunehmen von anderen?

[39:38] Und bist du auch bereit, solche treuen Schläge eines Freundes auszuteilen in Liebe? Ist gar nicht so einfach. Man könnte dich missverstehen.

[39:49] Man könnte es dich unbeliebt machen. Jemand könnte sagen, du bist stolz, darum kommst du zu mir und sagst mir, was ich zu tun habe. Doch ist es Liebe. Darum wollen wir schauen, was Jonathan getan hat.

[40:03] Er hat Worte der Wahrheit gesprochen. Es heisst hier, Jonathan stärkte Davids Hand in Gott. Das heisst, er legte Davids Hand in Gottes Hand. Und wie hat er das gemacht?

[40:14] Zuerst hat er analysiert. Er hat gesehen, David, du hast Angst. David, du hast Angst. Und dann hat er ihn adressiert, das Problem.

[40:24] Er hat gesagt, fürchte dich nicht, das ist dein Problem. Du fürchtest dich, weil du nicht auf Gott schaust. Und dann hat er seinen Blick ausgerichtet auf Gott.

[40:37] Er hat gesagt, schau, du wirst König werden über Israel. Das weiss jeder. Gott hat dich gesalbt. Er wird dich nicht umkommen lassen. Du kannst in diesem Schmelzofen leben und wirst überleben, denn Gott wird zu dir schauen.

[40:52] Richte deinen Blick auf Gott und nicht mehr auf dich selbst. Also, er hat analysiert, er hat adressiert das Problem und er hat seinen Blick ausgerichtet.

[41:05] Und seht, wie David durch diese göttliche Ermutigung mitten in diesem Schmelzofen Gottes Gegenwart und Gottes Fürsorge erfahren durfte durch diesen treuen Freund.

[41:18] Paulus musste das auch manchmal tun für Timotheus. Wenn wir 2. Timotheus aufschlagen, Vers 1, da steht es, Kapitel 1, Vers 6 steht, Aus diesem Grund erinnere ich dich daran, die Gnadengabe Gottes anzufachen, die in dir ist, durch das Auflegen meiner Hände.

[41:45] Paulus musste Timotheus daran erinnern, weiterzuarbeiten, seiner Berufung nachzukommen, weil Timotheus ein Problem hatte. Und dieses Problem sehen wir in Vers 7.

[41:56] Denn Gott hat uns nicht ein Geist der Furchtsamkeit gegeben. Timotheus hatte Angst. Darum stand er in Gefahr, nicht mehr so zu predigen, wie er sollte. Nicht mehr den Dienst zu tun, den er sollte.

[42:11] Deshalb hat ihn Paulus mit Wahrheit, mit Gottes Wahrheit wieder ermutigt. Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

[42:22] So schäme dich nun nicht des Zeugnisses unseres Herrn noch meiner seines Gefangenen, sondern leide Trübsal mit dem Evangelium nach der Kraft Gottes. Timotheus war auch in so einem Schmelzofen.

[42:36] Paulus hat ihn ermutigt. David war in einem Schmelzofen und Jonathan hat ihn ermutigt. Jesus war in einem Schmelzofen im Garden Gethsemane, aber niemand hat ihn ermutigt.

[42:50] Seine Jünger, die er gebeten hat, mit ihm zu beten, die schliefen ein. Jesus war ganz alleine. Aber was heisst es in Lukas 22, 43?

[43:02] Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel, der ihn stärkte. Auch wenn du keinen Freund hast, der dich ermutigen kann, Gott hat seine Möglichkeiten, dich zu ermutigen.

[43:17] Gott steht seinen Knechten immer bei. Gott lässt sie nie im Stich. Auch Paulus, 2. Timotheus 4, 16-17, das sagt er, bei meiner ersten Verantwortung, als er sich vor Gericht verantworten musste, stand mir niemand bei, sondern alle verliessen mich.

[43:38] Es wäre ihnen nicht zugerechnet, aber schaut, wer da war. Der Herr aber stand mir bei und stärkte mich. Paulus war auch allein, aber Gott stand ihm bei.

[43:50] Göttliche Ermutigung durch Freunde und wenn sie nicht da sind, kommt Gott selbst. Das Problem mag sich zuspitzen, der Druck und die Temperatur in diesem Ofen sich erhöhen, doch Gott ist da und er schenkt göttlichen Zugang und göttliche Ermutigung.

[44:11] Wir alle lieben Gemeinschaft, die Gemeinschaft zum Beispiel bei Kaffee und Kuchen nachher, doch das ist nicht die Essenz der christlichen Gemeinschaft, ein bisschen Kaffee, ein bisschen Kuchen und ein bisschen Smalltalk.

[44:26] Wisst ihr, was echte Gemeinschaft ist? Es ist, wenn wir das machen, was Jonathan gemacht hat, er stärkte Davids Hand, er legte Davids Hand in Gottes Hand, er stärkte Davids Hände in Gott.

[44:42] Versuch das einmal. Und wie du beginnen kannst, wir haben es gerade angeschaut, das Beispiel von Jonathan, wie er vorgegangen ist, mit Liebe und mit Worten der Wahrheit.

[44:57] So kannst du beginnen, ein Freund zu sein. Fang damit an, dass du offene Augen und offene Ohren hast, dass du die Anliegen, die du hörst, vor Gott bringst und Gott wird dir die richtigen Worte schenken für die Leute.

[45:11] Also, Gott erweist seine Gegenwart im Schmelzofen durch göttlichen Zugang, das war der erste Punkt, und durch göttliche Ermutigung, der zweite Punkt.

[45:23] Das führt uns zum dritten Punkt, dieser Predigt. Gott erweist auch seine Gegenwart durch göttliche Vorsehung.

[45:35] Durch göttliche Vorsehung. Und hier lesen wir die Versen 19 bis 28. In Vers 18b sagt uns der Schreiber, dass Jonathan wieder heimging.

[45:50] Seine Pflicht hatte er getan. Seine Pflicht daheim rief. Und er konnte David daheim wohl besser dienen, als wenn er bei ihm geblieben wäre.

[46:01] Aber David blieb im Wald. David blieb in Horesha. Doch nicht mehr lange. Denn er musste schon wieder weiter. Vers 19 lesen wir.

[46:13] Da zogen die Sifiter. Das sind Leute aus dem Stamm Judah, aus Davids eigenem Stamm. Da zogen die Sifiter zu Saul hinauf nach Gibeah und sprachen.

[46:25] Und wenn wir jetzt lesen, was die gesagt haben, bitte beachtet, wie zuvorkommend diese Sifiter zu Saul sind. Und sie haben nicht nur Angst, dass sie zerstört werden, wie Nob, sondern sie wollen sogar David noch ausliefern, sie wollen sogar noch behilflich sein.

[46:44] Also die sind wirklich überall, überaus zuvorkommend. vielleicht waren ihnen diese wilden Männer ein bisschen lästig, weil sie in der Nähe waren. Vielleicht hatten sie Angst, auf einmal kommen sie und wollen von uns versorgt werden und wir müssen ihnen noch Essen geben.

[47:01] Auf jeden Fall kamen sie und sprachen, Vers 19b, hält sich David nicht bei uns verborgen auf den Bergfestungen im Wald, auf dem Hügel Hachila, der südlich der Wildnis ist?

[47:15] Die Wildnis ist ein anderes Wort für die Wüste Judah. Und nun, O König, wenn irgendeine Seele es begehrt, herabzukommen, so komm herab. Sie laden ihn regelrecht ein.

[47:26] Und an uns ist es, ihn der Hand des Königs auszuliefern. Es wäre uns ein Riesenvergnügen, wenn wir diesen David los haben könnten. Und Saul sprach, gesegnet seid ihr von dem Herrn, dass ihr euch meiner erbarmt habt.

[47:42] Was für ein falscher Segen. Und seht wieder einmal mehr, wie von Mitleid, von Selbstmitleid geprägt dieser Saul ist.

[47:55] Vers 22 geht es weiter. Er gibt ihnen Anweisungen. Geht doch hin, vergewissert euch noch mehr und erkundet und seht seinen Ort, wo sein Fuss weilt. Das heisst, Saul will herausfinden, was sind die Gewohnheiten Davids?

[48:09] Wo pflegt er Wasser zu holen? Wo geht er hin, wenn er einen Spaziergang machen will? Und dann will ich ihn überraschen. Zu welcher Zeit macht er dies alles? Damit ich ihn ganz genau fangen kann.

[48:22] Und weiter fragt er, und wer ihn dort gesehen hat, also wer ihn ständig sieht, wer ihn versorgt, wer ihn zu essen bringt, wer ihn warnt. Denn man hat mir gesagt, er sei sehr listig.

[48:36] Und beseht und erkundet alle Schlupfwinkel, wo er sich versteckt hält, findet heraus, wo er schläft. Dann kann ich ihn vielleicht überraschen, genauso wie ich es mit den Ammoniten getan habe, in Kapitel 11, im Morgengrauen.

[48:50] Und dann, wenn ihr all dies wisst, dann kommt wieder zu mir, mit sicherer Nachricht, und ich werde mit euch gehen. Und es soll geschehen, wenn er im Land ist, so will ich ihn aufspüren, unter allen Tausenden Judas.

[49:04] Und Vers 24 dann, und sie machten sich auf und gingen nach Sif vor Saul her. Und Saul folgte kurz danach. David hatte wahrscheinlich schon mitbekommen, was diese Sifiter im Schilf führten.

[49:23] Und so war er schon weitergezogen. Wir sehen hier Vers 24, David und seine Männer waren aber in der Wüste Maon, in der Ebene südlich der Wildnis. Das ist immer noch in Judah.

[49:34] Er hat den Schmelzofen nie verlassen. Und Saul und seine Männer zogen hin, um ihn zu suchen. Und man berichtete es, David, und er ging zum Felsen hinab und blieb in der Wüste Maon.

[49:50] Dieser Felsen, der hat jetzt noch keinen Namen, aber bald sollte er einen geschichtsträchtigen Namen bekommen. Denn spätestens jetzt hat David erfahren, was die Sifiter ihm angetan hatten, dass sie ihn verraten hatten, dass sie ihm feindlich gesinnt waren.

[50:07] Er hatte ihnen kein Haar gekrümmt. Im Gegenteil. Wir sehen später, als er in dieser Wüste in Maon ist, er hat sogar die Herden beschützt von fremden Hirten. Und der Druck und die Temperatur im Schmelzofen nehmen noch einmal zu und langsam wird es fast unerträglich.

[50:28] Er ist in höchster Gefahr. und in Psalm 54, da redet er genau von dieser Lage. Wir schlagen das jetzt nicht auf, weil die Zeit fehlt, aber das könnt ihr daheim nachlesen.

[50:44] Schon der Titel sagt, als die Sifiter zu Saul gingen, um ihn zu verraten. Und es ist eindrücklich zu sehen, wie David hier dieses grosse Unrecht einfach Gott klagt und es zu ihm bringt.

[50:58] Und dann schaut er auf zu Gott und sagt, du wirst retten. Und es ist eindrücklich zu sehen in Vers 7 von Psalm 54, da sagt er, er, Gott, er wird meinen Feinden das Böse zurückerstatten.

[51:16] David hat also gesagt, ich werde mich nicht rächen. Gott, er wird schauen. Das ist eine weitere Lektion, die er lernen musste dort. Eine wichtige Lektion.

[51:30] Was David hier gelernt hat, ist, dass der Herr Hilfe schenkt zur rechten Zeit, so wie es in Hebräer 4, Vers 16 steht, zur rechtzeitigen Hilfe.

[51:45] Die Frage ist nur, hätte David so reagieren können, hätte er so reagieren können, wenn nicht Jonathan da gewesen wäre und seinen Blick wieder auf Gott ausgerichtet hätte. Wir wissen es nicht, aber Gott schaut seinen Kindern, dass sie rechtzeitig Hilfe bekommen.

[52:04] Und deshalb war es wichtig, dass Jonathan da war und ihm geholfen hat, wieder auf Gott zu schauen. Gott kommt manchmal spät, aber nie zu spät. Und auch in dieser Situation, wo es immer brenzliger wird, da kommt er nicht zu spät.

[52:21] Vers 25b lesen wir, Und als Saul es hörte, jagte er David nach in der Wüste Maun. Und Saul ging auf dieser Seite des Berges, David aber und seine Männer auf jener Seite des Berges.

[52:32] Und es geschah, als David eilte, Saul zu entgehen. Das Wort, das hier gebraucht wird, vereilen, heisst ein Eilen in Angst, ein Wegrennen in Angst.

[52:45] Als er eilte, Saul zu entgehen, und Saul und seine Männer, David und seine Männer umzingelten. Sie hatten den Kreis schon geschlossen, um sie zu fangen. Merkt ihr, worauf der Schreiber hier hinaus will?

[53:01] Er will uns dazu bringen, die Luft anzuhalten. Was geschieht jetzt? Gibt es jetzt eine Schlacht? Wird David umgebracht? Oder besser gesagt, wir wissen, dass David nicht umgebracht wird.

[53:13] Vielleicht wird Saul umgebracht und David ist der Schuldige. Und jetzt kommt es, Gottes Vorsehung.

[53:25] Vers 27, da kam ein Bote zu Saul und sprach, Eile und komm, denn die Philister sind ins Land eingefallen. Da kehrte Saul von der Verfolgung Davids um und zog den Philistern entgegen. Daher nannte man jenen Ort Selah Hamach Lekot, das heisst Felsen der Trennung oder Felsen des Entkommens.

[53:42] Welche Ironie. Endlich hat dieser Saul David eingekesselt und jetzt rennt er weg, weg in ein paar Philistern.

[53:56] Vorher hat er sich nicht einmal um Kehila gekümmert, um eine ganze Stadt, die angegriffen wurde, hat sie nicht verteidigt und jetzt rennt er weg.

[54:08] Ich habe in einem Kommentar gelesen, vermutlich wurde ein Teil seines Stammesgebietes angegriffen, vielleicht seines eigenen Eigentums, darum ist er vielleicht weggelaufen, weil er sein eigenes Zeug verteidigen musste, aber das ist nur eine Vermutung.

[54:23] Auf jeden Fall ging er und vorher, welche Ironie, waren die Philister die Bedrohung für Kehila und die Bedrohung für David und jetzt hat Gott sie gebraucht zur Rettung für David.

[54:37] Gott benutzt auch die grossen Begebenheiten der Geschichte, um in seiner Vorsehung für einzelne Menschen zu sorgen, für einzelne Gläubige zu sorgen.

[54:52] Das ist Gottes Vorsehung. Auch wenn alles drunter und drüber geht, die ganze Welt den Kopfstand macht, Gott vermag es in seiner Weisheit und in seiner Allmacht, alles zum Guten zu wenden für die, die ihm vertrauen.

[55:09] Er muss es nicht, aber er kann. Wie oft magst du Angst haben vor zukünftigen Berge von Problemen vor dir sehen, doch Gott regiert unbeschränkt.

[55:21] Er ist total in Kontrolle. Er kann auch die bedrohlichen Philister benutzen zu unserer Rettung und so wird Gottes Gegenwart durch seine göttliche Vorsehung einmal mehr ersichtlich in Davids Leben.

[55:36] Und ich hoffe, dass nicht nur David ermutigt wurde, sondern auch du, dass du in Gottes Schmelzofen bleiben willst und ihm nicht davon rennst, damit er dich prüfen kann, damit er dich reinigen kann, damit er dich brauchbar machen kann.

[55:56] Die Prüfungen, die können sehr verschieden aussehen. Es kann Leid sein, körperliches Leid, anderes Leid. Es können Verfolgungen sein. Es kann sein, dass dir Unrecht geschieht, dass du ungerecht behandelt wirst.

[56:13] 2. Timotheus 3,12 sagt uns, alle aber, die gottselig leben wollen in Christus Jesus, werden verfolgt werden, werden Prüfungen haben.

[56:23] Petrus sagt uns auch, befremdet euch nicht, es soll euch nicht befremden, wenn ihr in Verfolgung, in Feuerprobe, in Prüfungen geradet.

[56:35] Prüfungen werden ganz bestimmt kommen. Die Frage ist, bist du bereit, in Gottes Schmelzofen zu bleiben? Kennst du die Art und Weise, wie er, Gott, seine Hilfe und Gegenwart dir zeigt, mitten in diesen Prüfungen?

[56:49] Haben sie heute morgen angeschaut? bist du bereit, dich zu verwenden als Ermutigung für andere, die in solch einer Situation sind?

[57:02] Wisst ihr, David ist am Anfang davon gelaufen. Er ist davon gelaufen, aber Gott hat ihn wieder zurückgeholt. Und allmählich lernte er, Gott zu vertrauen.

[57:14] Er lernte, treu zu sein. Und Treue musste er beweisen, in jeder Situation, die auch nachher noch kam. Er durfte Gottes Gegenwart im Schmelzofen erleben, durch den Zugang, den er zu Gott haben durfte, durch göttliche Ermutigung und dadurch, dass er sah, wie die göttliche Vorsehung ihn bewahrte und umgab.

[57:37] Und übrigens schrieb David in dieser Zeit den wunderbaren Psalm 63, auch den lesen wir nicht, aber es gibt fast keinen, der eine solche Nähe zu Gott ausdrückt, solch ein wie Psalm 63.

[57:53] Nehmt diesen Psalm und lest ihn diese Woche, betet ihn durch, betet dasselbe zu Gott, wie David es gesagt hat. Das ist die Art der Nähe und Freude, die Gott schenkt, wenn wir in seinem Schmelzofen bleiben und nicht davon rennen.

[58:12] Und welcher Christ will das nicht? Wer von euch möchte nicht in Gottes Nähe sein? Wir werden anschliessend noch das Lied singen Lass mir das Ziel vor Augen bleiben, zu dem du mich berufen hast und das passt auch gut, dass wir das Ziel vor Augen halten, das Ziel auf Gott zu schauen, das Ziel nicht auf uns selbst zu schauen, sondern auf ihn, das Ziel, dass wir ihm gehorchen in allem, ihm vertrauen, in jeder Situation.

[58:53] So will ich die Predigt noch abschliessen mit Gebet. Vater im Himmel, wir danken dir für die Worte, die du uns durch dieses Kapitel 23 gegeben hast.

[59:05] Ich danke dir, Herr, dass du uns ermutigst, dass wir auch in schwierigen Situationen dir nicht davonrennen, aus deiner Schule rennen. Hilf uns, stille zu halten, dort zu bleiben, solange du uns willst, solange du uns dort haben willst und das zu lernen, was nötig ist.

[59:24] Helf uns, in diesen Situationen immer auf dich zu schauen und das Ziel vor Augen zu haben. Amen. Amen.