Von der Verführung zur Sünde und von der Abtötung der Sünde

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Prediger

Richard Friesen

Datum
26. Mai 2024

Transkription

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[0:00] Liebe Gemeinde, ich freue mich ganz herzlich, bei euch sein zu dürfen. Ich bringe auch Grüße von meiner Frau und der Familie, aber auch von der Gemeinde mit. Und grüße euch im Namen unseres Herrn Jesus Christus.

[0:12] Schlagt gerne mit mir Gottes Wort auf zum Markus-Evangelium. Ich möchte heute gemeinsam mit euch aus dem 9. Kapitel die Verse 42 bis 50 betrachten.

[0:25] Markus Kapitel 9, Verse 42 bis 50.

[0:42] Dies sind die Worte unseres Herrn Jesus Christus. Und wer irgendeinem dieser Kleinen, die an mich glauben, Anstoß gibt, für den wäre es besser, wenn ein Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde.

[1:00] Und wenn deine Hand dir Anstoß gibt, so hau sie ab. Es ist besser, dass du verkrüppelt in das Leben eingehst, als dass du mit zwei Händen in die Hölle kommst, in das unauslöschliche Feuer, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.

[1:14] Und wenn dein Fuß dir Anstoß gibt, so hau ihn ab. Es ist besser, dass du lahm in das Leben eingehst, als dass du mit zwei Füßen in die Hölle geworfen wirst, in das unauslöschliche Feuer, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.

[1:29] Und wenn dein Auge dir Anstoß gibt, so wirf es weg. Es ist besser, dass du einäugig in das Reich Gottes eingehst, als dass du mit zwei Augen in die Hölle des Feuers geworfen wirst, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.

[1:41] Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden und jedes Schlachtopfer wird mit Salz gesalzen werden. Das Salz ist gut, wenn aber das Salz salzlos geworden ist, womit wollt ihr es würzen?

[1:53] Habt Salz in euch selbst und seid in Frieden untereinander. Amen. Lass mich gern noch beten. Unser Vater im Himmel, wir danken dir für diese Worte.

[2:04] Herr Jesus Christus, wir danken dir, dass du diese Worte zu deinen Jüngern gesprochen hast, die auch heute noch für uns relevant sind. Auch wenn diese Worte hart sind, so möchten wir dich bitten, Herr Jesus Christus, dass du sie uns in deiner Gnade, in deiner Liebe und in deiner Barmherzigkeit heute aufzeigst.

[2:23] Dass auch wir davon lernen, wie wichtig es ist, Sünde in unserem Leben zu töten, gegen die Sünde in seinem Leben. Ein wahrer Jünger Jesu hat ein Hass gegen Sünde in seinem Leben und er kämpft gegen sie jeden Tag kontinuierlich an.

[2:42] Wohingegen ein ungläubiger Mensch die Sünde liebt, der Sünde freien Lauf gibt in seinem Leben, sich der Sünde hingibt und die Sünde gerne tut. Genau diesen Unterschied will Jesus Christus seinen Jüngern in unserem vorliegenden Text aufzeigen.

[2:57] Und es ist von entscheidender Bedeutung, den unmittelbaren Kontext dieser Stelle zu kennen, um unseren Text richtig verstehen zu können. Jesus befindet sich in diesem Augenblick, wo Jesus diese Worte zu seinen zwölf Jüngern gesprochen hat, mit ihnen auf dem Weg nach Jerusalem, mit dem Ziel, um dort zu leiden, zu sterben und am dritten Tag von den Toten aufzuerstehen.

[3:21] Und auf diesem Weg mit seinen Jüngern unterweist er sie in vielerlei Hinsicht, worin ein wahrer Jünger gekennzeichnet ist. Er unterweist sie auf dem Weg nach Jerusalem unterschiedlich, was die Nachfolge bedeutet.

[3:36] In Kapitel 9, in den Versen 30 bis 32, hat Jesus seinen Jüngern zum zweiten Mal im Markus-Evangelium ganz klar und deutlich seinen Auftrag beschrieben, nämlich, dass er nach Jerusalem gehen muss, um dort zu leiden und zu sterben, dass er von den Menschen verworfen wird und getötet wird und am dritten Tag von den Toten aufzustehen.

[3:56] Und direkt danach unterweist Jesus seine Jünger, worin wahre Nachfolge besteht. Denn im unmittelbaren Kontext nach dieser zweiten Leidensankündigung von Jesus Christus diskutierten die Jünger untereinander, wer von ihnen der Größte sei.

[4:11] Jesus beginnt sie zu unterweisen, dass wahre Größe in den Versen 33 bis 37 nicht darin besteht, auf einem Thron zu sitzen und sich bedienen zu lassen, sondern wahre Größe besteht darin, sich selbst zurückzustellen und anderen zu dienen.

[4:32] Und er wollte, dass seine Jünger dies wissen. Er ist auf dem Weg zu sterben und er will, dass seine Jünger wissen, worin wahre Nachfolge besteht. Wahre Nachfolge besteht darin, zu dienen.

[4:46] Daraufhin kommt Johannes mit seinem schlechten Gewissen zu seinem Herrn und sagt zu ihm, Meister, wir haben jemanden, der in deinem Namen Dämonen ausgetrieben hat, verboten, dies zu tun, in den Versen 38 bis 41.

[5:02] Woraufhin Jesus seinen Jüngern eine zweite Lektion mitgeben will und zwar will er ihnen aufzeigen, dass wahre Nachfolge auch darin besteht, andere Christen, die vielleicht eine andere Theologie haben wie wir, ein anderes Verständnis wie wir, nicht zu verurteilen, sondern sie zu lieben und sie zu respektieren.

[5:19] Und dann folgt eine dritte Lektion, worin wahre Nachfolge besteht. Und Jesus will seinen Jüngern deutlich machen, dass ein wahrer Jünger, Jesu Christi, sich darin auch kennzeichnet, dass er kontinuierlich die Sünde in seinem Leben tötet.

[5:39] Aber Jesus will seinen Jüngern nicht nur aufzeigen, dass ein wesentlicher Teil der Nachfolge darum besteht, aktiv gegen Sünde anzukämpfen.

[5:50] Jesus zeigt seinen Jüngern auch auf, was die Konsequenzen dessen sein werden, wenn man dies nicht tut. Wenn man dies nicht tut. Wir sehen also, dass diese Dinge, die Jesus seinen Jüngern hier mit auf den Weg geben will, von großer Bedeutung für ihn selbst waren.

[6:07] Er wusste, dass er nicht mehr viel Zeit mit seinen Jüngern hat, und in diesen letzten Tagen und Wochen, die er mit seinen Jüngern verbringen konnte, lehrte er sie, worin wahrer Nachfolge besteht. Und so habe ich die Predigt heute mit den Worten überschrieben, von der Verführung zur und von der Abtötung der Sünde.

[6:24] Von der Verführung zur und von der Abtötung der Sünde. Und wir wollen dieses wichtige Thema heute näher betrachten, indem wir auf drei Kennzeichen eines wahren Jüngers Jesu eingehen werden.

[6:35] Erstens, ein Jünger Jesu verführt niemanden zur Sünde. Zweitens, ein Jünger Jesu tötet die Sünde in seinem Leben. Und drittens, ein Jünger Jesu wird von der Sünde gereinigt.

[6:47] Und mein Ziel ist es, dass jeder von uns in diesem Raum versteht, wie gefährlich es ist, sowohl andere zur Sünde zu verleiten, als auch selbst der Sünde zu erliegen, und wie schwer wegen die Folgen der Sünde in unserem Leben sind.

[7:01] Damit jeder von uns mit aller Kraft gegen die Sünde in seinem Leben ankämpfen kann. Damit wir uns auch selbst prüfen und erkennen, ob wir wirklich Jesus Christus nachfolgen oder nicht.

[7:15] Lass uns zum ersten Punkt gehen. Ein Jünger Jesu verführt niemanden zur Sünde. Vers 42, dort heißt es, Und wer irgendeinem dieser kleinen, der an mich glauben, Anstoß gibt, für den wäre es besser, wenn ein Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde.

[7:31] In diesem Vers warnt Jesus mit eindringlichen Worten davor, jemanden, der an ihn glaubt, zur Sünde oder auch zum Unglauben anzureizen. Jesus gebraucht hier drastische Worte, um aufzuzeigen, wie schwerwiegend und wie groß das Vergehen ist, einen Christen zu Fall zu bringen.

[7:49] Er will aufzeigen, dass es keine Kleinigkeit ist, liebe Geschwister, wenn wir in irgendeiner Form dazu beitragen, einen anderen Jünger Jesu zu verführen.

[8:00] Er sagt hier, Und wer irgendeinem dieser kleinen, der an mich glauben, Anstoß gibt. Und wir müssen davon ausgehen, dass Jesus sich mit diesen Worten auf den Kontext bezieht. Denn zuvor, wie wir schon gehört haben, in den Versen 38 bis 41, ging es darum, dass die Jünger von Jesus, einem anderen Jünger, der ihnen nicht folgte, verboten haben, im Namen Jesu Wunder zu tun.

[8:23] Wodaufhin Jesus in Vers 39 zu seinen Jüngern sagt, wehrt ihm nicht, verbietet es ihm nicht. Sie wehrten diesem unbekannten Jünger Wunder zu tun.

[8:35] Sie stießen ihn von sich weg. Sie gaben ihm einen Anlass, im Glauben zu Fall zu kommen. Und Jesus sagt, tut es nicht. Hört auf, ihm zu wehren. Hört auf, gegen ihn zu arbeiten.

[8:50] Und diesen Gedanken greift Jesus jetzt erneut auf und will aufzeigen, wie schwer wegen solch ein Vergehen eigentlich ist. Wer irgendeinem dieser kleinen, die an mich glauben, Anstoß gibt. Und ich glaube nicht, dass Jesus hier in erster Linie kleine Kinder meint, sondern diejenigen, die an mich glauben, die frisch im Glauben sind.

[9:05] Diejenigen, die mir nachfolgen. Diejenigen, die ich liebe, für die ich mein Leben gegeben habe. Die, die an mich glauben. Jemand, der solchen Menschen einen Anstoß zu Sünde gibt. Das Wort Anstoß geben, das Jesus hier gebraucht, heißt Skandalizo im Griechischen und bedeutet wörtlich einen Fallstrick legen.

[9:25] Eine Falle, in die man tritt, die einen wegzieht und zu Boden reißt. Ein Fallstrick, in den man tritt, der einen zu Boden reißt.

[9:36] In unserem Kontext können wir sagen, dieses Wort enthält den Gedanken, einen Christen zur Sünde zu reizen, ihn vom Glauben abzubringen oder sodass er zu Fall kommt.

[9:49] Genau dieses Wort gebrauchte Jesus bereits in Kapitel 4, Vers 17 vom Markus Evangelium vom vierfachen Ackerboden. Dort spricht Jesus vom zweiten Ackerboden, das keine tiefe Erde hatte, worin der Same hineingefallen ist und sogleich aufgeschossen ist, weil es keine tiefe Erde hatte.

[10:09] Aber dann erklärt Jesus in Markus 4, Vers 17, doch wenn Drangseil entsteht oder Verfolgung um des Wortes willen, nehmen sie sogleich Anstoß, kommen sie sogleich zu Fall.

[10:21] Bei solchen Menschen sind es die äußeren Umstände, Druck, Verfolgung, unangenehme Situationen aufgrund des Glaubens, die sie wieder zu Fall bringen. Weshalb sie den Glauben von sich stoßen, weshalb sie Christus von sich stoßen.

[10:36] Diese Dinge können ein Menschen, der nicht gefestigt ist, im Glauben abbringen und zu Fall bringen. Doch in unserem Text, liebe Freunde, spricht Jesus nicht von solchen äußeren Einflüssen, sondern in unserem Text spricht Jesus von Menschen, die einen Christen zu Fall bringen können.

[10:51] Achtet darauf, er sagt hier, und wer irgendeinem dieser kleinen, die an mich glauben, Anstoß gibt, mit anderen Worten, welche Person auch immer einen meiner Jünger zur Sünde oder zum Fall bringt.

[11:07] Dass es keine Kleinigkeit ist, einen gläubigen Christen zu Fall zu bringen und zur Sünde zu verführen, wird dann folgender Aussage von Jesus deutlich. Er sagt weiter, für den wäre es besser, wenn ein Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde.

[11:22] Indem Jesus hier die Folgen eines solchen Vergehens beschreibt, sagt er auf, wie schwerwiegend dieses Vergehen in den Augen Gottes ist. Jesus spricht hier von einem Mühlstein, wörtlich steht hier Eselsmühlstein.

[11:36] Das heißt, Jesus spricht hier nicht von einem kleinen Mühlstein, der von einem Mann oder von einem Menschen bewegt werden kann. Er spricht hier von einem großen Mühlstein, der von einem Esel oder von einem Ochsen angetrieben werden muss.

[11:47] Diese Vorstellung muss für die Juden furchtanflößend gewesen sein. Denn sie fürchteten, das Meer und eines der schlimmsten Vorstellungen zu sterben für die Juden war es im Meer zu ertrinken. Und indem Jesus hier aufzeigt, dass solch ein großer Mühlstein um deinen Hals gelegt wird, zeigt er zum einen auf, dass der Tod definitiv eintreten wird, weil du dadurch ertrinken wirst, aber er zeigt auch gleichzeitig die Grausamkeit dieses Todes auf, zu ertrinken im Meer.

[12:17] Jesus gebraucht diese Analogie ganz bewusst, um seinen Jüngern die Schwere dieses Vergehens aufzuzeigen. Und dadurch wird deutlich, wenn das schreckliche und qualvolle Schicksal mit einem edeles Mühlstein ertrinkt zu werden, besser wäre, als einem dieser kleinen, die an Jesus glauben, zu Fall zu bringen, wie viel schrecklicher wird es demjenigen ergehen in der Hölle, der wahrlich dazu beiträgt, dass Menschen, die an Jesus glauben, die im Nachfolgen zu Fall kommen.

[12:49] Jesus will dieses Vergehen deutlich machen, liebe Freunde. Es ist keine Kleinigkeit, Christen zu Sünde anzureizen.

[13:05] Ich denke, den Jüngern, als Jesus diese Worte ausgesprochen hat, muss es kalt den Rücken runtergelaufen sein. Und ich hoffe sehr, dass es auch uns ähnlicher geht.

[13:16] Nimm es unter keinen Umständen leichtfertig, einen Christen in irgendeiner Form zur Sünde oder zum Unglauben anzureizen. Und je nachdem, wie du mit dieser Warnung von Jesus Christus rumgehst, wird es zeigen, ob du ein Jünger Jesu bist oder nicht.

[13:33] Ist es dir egal, ob dein Verhalten dazu beiträgt, dass Christen sich von Jesus Christus abwendet?

[13:44] Ist es dir egal, ob dein Verhalten einen Gläubigen dazu veranlasst, an Gott zu zweifeln, zu sündigen, den Glauben über Bord zu werfen? Überredest du Christen vielleicht sogar immer wieder dazu, sündhafte Dinge zu tun, wodurch sie ins Strauchen kommen?

[14:01] Diskutierst du mit schwachen Christen über den Glauben und versuchst, ihnen deutlich zu machen, dass das, woran sie glauben, Unsinn ist? Mein lieber Freund, hör gut zu, für dich wäre es besser, dass ein Eselsmühstein um deinen Hals gelegt wird und du in die Tiefe des Meeres geworfen wirst.

[14:18] Das ist keine Kleinigkeit. Wenn du selbst dein wahrer Jünger Jesu bist, dann wirst du diese Warnung ernst nehmen.

[14:34] Und du wirst alles daran setzen, deinen Bruder oder deine Schwester nicht zur Sünde anzureizen, denn genau darauf geht Paulus ein, wenn er in Römer 14, die Verse 20 bis 21 sagt, Römer 14, 20 bis 21, zerstören nicht einer Speise wegen das Werk Gottes.

[14:52] Das Werk Gottes. Alles ist zwar rein, aber es ist böse für den Menschen, der mit Anstoß ist. Es ist gut, kein Fleisch zu essen, noch Wein zu trinken, noch etwas zu tun, woran dein Bruder sich stößt oder sich ärgert, Skandalizo, oder worin er schwach ist.

[15:08] Wenn wir wirklich Jesus nachfolgen, dann haben wir eine Liebe zu unseren Brüdern und eine Liebe zu unseren Schwestern, dass selbst die Dinge, die wir mit Freiheit tun können, dass wir auf diese Dinge verzichten, wenn wir wissen, dass unser Bruder oder unsere Schwester daran sich stoßen würde.

[15:30] Wir lieben unsere Geschwister. Christus hat sein Blut für sie vergossen. Gott hat ein Werk in ihnen begonnen und wir wollen dieses Werk Gottes unter keinen Umständen betasten, sodass ein Bruder oder eine Schwester zu Fall kommt.

[15:45] Trinkst du gerne Wein? Wir haben kein Verbot in der Schrift, aber tisch nicht Wein auf vor Geschwistern, vor denen du nicht weißt, ob sie daran sich stoßen oder nicht, sondern frag zuvor.

[16:00] Und wenn sie einen Anstoß daran haben, dann tisch kein Wein auf unter keinen Umständen. vielleicht gehst du gerne ins Kino. Vielleicht geht ein Bruder oder eine Schwester von dir ungern ins Kino, hat sogar ein schlechtes Gewissen damit.

[16:17] Überrede ihn oder sie unter keinen Umständen mit dir ins Kino zu gehen, wenn es gegen ihr Gewissen geht. Einige Christen können mit reinem Gewissen an den Strand gehen, andere Christen können es nicht.

[16:31] überrede eine andere Familie nicht mit dir einen Strandurlaub zu machen, die damit ein Problem haben. Verführe die Geschwister nicht zur Sünde, sondern geht aufeinander ein.

[16:43] Redet nicht schlecht übereinander. Ah, der oder sie kann dies oder jenes nicht tun, sie ist schwach im Glauben. Nein, nein. Wir sollten respektvoll und liebevoll mit dem Gewissen unserer Brüder und Schwestern umgehen, damit wir sie auf gar keinen Fall in irgendeiner Form zur Sünde reizen.

[17:05] Wie können wir es wagen, einem dieser Kleinen, die an Jesus glauben, auch nur den kleinsten Grund geben zu sündigen? Sollten wir ihnen nicht vielmehr tausend Gründe liefern, an Christus festzuhalten und ihm radikal nachzufolgen?

[17:20] Das sollte unsere Aufgabe sein. Das sollte unser Bestreben sein. Danach sollten wir trachten, unseren Bruder und unsere Schwester zu ermutigen, am Glauben festzuhalten, Fortschritte zu machen und Christus nachzufolgen.

[17:36] In diesem Vers hat Jesus uns also davor gewarnt, andere, die an ihn glauben, Sünde zu verleiten. Doch nun, in den Versen 43 bis 48 geht Jesus darauf ein, wie du dich selbst beziehungsweise eins deiner Gliedmaßen dich zur Sünde verleiten kann.

[17:58] Hier zeigt Jesus auf, wie wichtig es ist, gegen Sünde in deinem Leben anzukämpfen und wie schwerwiegend die Folgen sind, wenn du dies nicht tust. So wollen wir den zweiten Punkt betrachten.

[18:11] Ein jünger Jesu tötet die Sünde in seinem Leben. Les Vers 43 Und wenn deine Hand dir Anstoß gibt, so hau sie ab.

[18:24] Es ist besser, dass du verkrüppelt in das Leben eingehst, als dass du mit zwei Händen in die Hölle kommst, in das unauslöschliche Feuer. Vers 45 Und wenn dein Fuß dir Anstoß gibt, so hau ihn ab.

[18:36] Schließlich Vers 47 Und wenn dein Auge dir Anstoß gibt, so wirf es weg. Jesus stellt in diesen Versen, in den Versen 43 bis 48 das ewige Leben im Himmel dem ewigen Feuer der Hölle gegenüber.

[18:52] Er stellt hier die ewige Herrlichkeit im Paradies den ewigen Qualen und der ewigen Pein in der Hölle gegenüber. Und er zeigt auf, dass die Art und Weise, wie du mit der Sünde in deinem Leben umgehst, dein ewiges Schicksal an einem dieser beiden Orte bestimmen wird.

[19:10] Entweder gehst du radikal gegen die Sünde in deinem Leben vor, was zeigt, dass du ein echter Christ bist und du wirst das ewige Leben erben. Oder du gehst fahrlässig mit der Sünde in deinem Leben um, was aufzeigt, dass du nicht gerettet bist und du wirst das ewige Feuer in der Hölle erfahren.

[19:28] Deswegen sollten diese Worte von Jesus Gehör von uns finden. Aufmerksam sollten wir diesen Worten zuhören. Jesus geht hier in gewisser Weise auf zwei Dinge ein, um uns die Wichtigkeit von der Abtötung der Sünde in unserem Leben aufzuzeigen.

[19:43] Zum einen geht er auf die Radikalität und auf die Kompromisslosigkeit ein, mit der wir der Sünde in unserem Leben begegnen sollen und zum zweiten zeigt er die Konsequenzen auf, wenn wir fahrlässig und neutral mit der Sünde in unserem Leben umgehen.

[19:56] Lass uns diese zwei Dinge nun betrachten. Erstens die Radikalität, Sünde zu töten. Jesus gebraucht hier drei Metaphern, um aufzuzeigen, wie radikal und konsequent wie mit Sünde in unserem Leben umgehen müssen.

[20:11] In Vers 43 spricht er von der Hand, in Vers 45 von dem Fuß und in Vers 47 von dem Auge, welche uns zur Sünde verleiten können.

[20:23] Diese drei Glieder unseres Körpers beschreiben in gewisser Weise alle Bereiche unseres Lebens. Die Hand beschreibt jegliche Handlung, die ein Mensch tut. Der Fuß beschreibt jeglichen Ort, an den ein Mensch gehen kann.

[20:34] Und das Auge beschreibt alles, was der Mensch sich ansieht. Kurz gesagt, diese drei Glieder beschreiben, was wir tun, wohin wir gehen und was wir anschauen. Wenn eins dieser drei Glieder dazu beiträgt, dass du sündigst, solltest du so radikal sein, eins dieser drei Glieder von dir zu stoßen und von dir abzutrennen.

[20:57] Nun, sicherlich spricht Jesus hier in einer Form von Hyperbel, also in einer Form der Übertreibung. Wir müssen also nicht glauben, dass Jesus seine Jünger hier auffordert, sich selbst zu verstümmeln.

[21:09] Das würde gegen andere Stellen der Schrift gehen, wo aufgezeigt wird, dass wir im Bilde Gottes geschaffen sind, dass wir der Tempel des Heiligen Geistes sind. Jesus fordert seine Jünger und uns hier nicht auf, uns selbst zu verstümmeln.

[21:23] Aber auch wenn Jesus hier in einer Form der Hyperbel, der Übertreibung spricht, bedeutet es noch lange nicht, dass seine Aussage dadurch geschmälert oder relativiert werden soll. Im Gegenteil, diese Hyperbel soll deutlich machen, wie ernst es Jesus ist, aufzuzeigen, dass mit Sünde in unserem Leben nicht leichtfertigt umgegangen werden darf.

[21:42] Wenn es irgendetwas in deinem Leben gibt, das dich zur Sünde verleitet, dann solltest du alles daran setzen, die Sache aus deinem Leben zu entfernen.

[21:59] Es sollte dir kein Opfer zu groß sein, kein Aufwand zu schwer und keine Last zu mühsam sein, um die Sünde aus deinem Leben zu entfernen.

[22:10] Mit diesen Worten will Jesus aufzeigen, dass dein ewiger Zustand weitaus wertvoller ist als die wertvollsten Gliedmassen, die du besitzt.

[22:22] Ich brauche meine Hand, ich brauche mein Auge, ich brauche meinen Fuß, ich brauche beide Hände, beide Füße, beide Augen. Sie sind wertvolle Glieder, aber Jesus will deutlich machen, die wertvollsten Glieder, die Gott dir gegeben hat, sind nicht so wertvoll im Vergleich zu deiner Seele und die Ewigkeit, wo du sie verbringen wirst.

[22:45] Gott und sein Reich sind wichtiger als die Dinge, auf die wir am wenigsten auf dieser Erde verzichten können. Das Evangelium sollte solch einen hohen Stellenwert in unserem Leben haben, dass es nichts in deinem Leben geben darf, das zwischen ihm, zwischen Gott und dir steht.

[23:03] Durch diese Übertreibung macht Jesus deutlich, dass das Reich Gottes über jeden irdischen Besitz, über jeden irdischen Wert erhaben ist und dass keine Kosten zu groß für uns sein sollten, dieses Reich zu ererben.

[23:18] Genau darum geht es. Es geht um das Reich Gottes. Jesus sagt hier, es ist besser, verkrüppelt, lahm oder einäugig in das Leben, in das Reich Gottes einzugehen.

[23:29] Es geht um die Ewigkeit, wo wir sie verbringen werden, das ewige Leben, das Paradies, der Himmel, wo Gerechtigkeit, Liebe und Güte anwesend und Sünde, Leid und Tod abwesend sein werden.

[23:43] Ein Ort der ewigen Glückseligkeit, ein Ort der ewigen Freude, ein Ort des ewigen Lobgesangs, wo wir mit allen Heiligen und allen Erlösten und mit unserem Herrn und Heiland Jesus Christus und dem dreieinigen Gott in alle Ewigkeit sein werden.

[24:00] Da um dieses Reich geht es, um diesen Ort geht es. Das ist, was wir erben werden. Und so lass mich dich fragen, gibt es irgendeine Sünde in deinem Leben, die dir in diesem Augenblick in den Sinn kommt, die du tolerierst, die du duldest, die du nicht tötest, sondern der du dich freiwillig immer und immer wieder aufs Neue aussetzt.

[24:38] Irgendetwas, wodurch du mit deiner Hand oder mit deinem Auge oder mit deinem Fuß sündigst, das dir jetzt in diesem Augenblick in den Sinn kommt.

[24:55] Ist irgendeine Sache, wo du regelmäßig mit deinen Händen sündigst, verletzt du mit deinen Händen regelmäßig andere Menschen, deinen Partner, dein Kind? Gibt es irgendeinen Ort, zu dem du regelmäßig mit deinen Füßen läufst, wo du zu Fall kommst, führen dich deine Füße regelmäßig in eine Bar oder in einen Club, wo du zu Fall kommst, führen dich deine Füße regelmäßig in ein Bordell, wo du zu Fall kommst, führen dich deine Füße regelmäßig in das Haus einer fremden Frau oder in das Haus eines fremden Mannes, wo du zu Fall kommst, führen dich deine Füße an irgendeinen Ort, an den du nicht gehen solltest.

[25:46] Ist irgendeine Sache, die du regelmäßig mit deinen Augen anschaust, wo du zu Fall kommst? Schaust du mit deinen Augen regelmäßig pornografische Bilder? Schaust du mit deinen Augen regelmäßig fremden Frauen oder fremden Männern hinterher?

[26:03] Und es sind einige Sünden, die ich genannt habe. Es gibt so viele andere, unzählige Sünden. Kommt dir irgendeine Sünde in den Sinn, die du begehst mit eines dieser Glieder, die du tolerierst und gegen die du nicht ankämpfst?

[26:15] Dann nimmst du ganz bewusst Schritte, bringst du Opfer, um diese Sünde aus deinem Leben zu töten, zu entfernen. Hast du eine Rechenschaftspflicht mit deinem Bruder oder mit einer Schwester in der Gemeinde, wo du immer wieder hinkommen kannst und sagst, Bruder, Schwester, ich bin hier wieder gefallen.

[26:37] Setzt du dir Sperren in dein Handy oder an dein PC, um nicht auf bestimmte Seiten zu klicken? Vielleicht hast du sogar dein Handy entfernt, dein Smartphone und hast dir ein Tastenhandy geholt.

[26:51] Das sind Dinge, wodurch wir Hände und Füße und Augen abhacken, Geschwister. Und es ist ernst, wenn Jesus davon redet. Unternimmst du solche Schritte?

[27:03] Unternimmst du alles, was dir nun möglich ist, um die Sünde zu entfernen? Wenn ja, lieber Bruder und liebe Schwester, dann darfst du dich glücklich schätzen.

[27:14] Wir leben in dieser Welt und wir leben in diesem Körper und wir fallen. Aber die Frage ist, kämpfst du dagegen an oder nicht? Wenn ja, dann zeigt es auf, dass du empfindlich und sensibel gegen die Sünde bist, weil Gott durch sein Geist in dir wohnt und weil du die Nachfolge von Jesus Christus ernst nimmst.

[27:32] oder begehst du eines dieser Sünden oder andere Sünden, die ich nicht genannt habe und es ist dir völlig egal. Es ist dir völlig egal und du gibst dich diesen Sünden hin und hast sogar, wenn du ehrlich zu dir selbst bist, Freude daran, diese Sünden zu begehen.

[27:53] Was passiert, wenn du dich nicht so radikal und so kompromisslos gegen diese Sünde ankämpfst? Was passiert, wenn du Sünde in deinem Leben tolerierst, wenn du sie duldest, wenn du sie liebst, wenn du nichts unternimmst, um sie zu entfernen?

[28:06] Darauf geht Jesus als nächstes ein. Das ist das Zweite, was wir betrachten, die Konsequenzen, fahrlässig mit Sünde umzugehen. Jesus spricht hier dreimal in Vers 43, in Vers 45 und in Vers 47 darüber, dass derjenige, der nicht gegen Sünde ankämpft, in die Hölle geworfen wird.

[28:30] Jesus gebraucht hier im Griechischen das Wort für Hölle, Gehenna. Und diese griechische Form Gehenna kommt von dem hebräischen Wort Geh, Hinnom, was im Deutschen übersetzt Tal von Hinnom bedeutet.

[28:45] Tal von Hinnom. Und dieses Hinnom-Tal lag südlich von Jerusalem und dieses Hinnom-Tal hat im Alten Testament eine bedeutende Rolle für das Volk Israel.

[28:56] Denn zu den schlimmsten und gottlosesten Zeiten opferten die Israeliten in diesem Hinnom-Tal einem heidnischen Gott namens Mollech Menschenopfer.

[29:06] Sie opferten einfach kleine Kinder in dem toten Götzen, in dem Hinnom-Tal, das südlich von Jerusalem lag. Aus diesem Grund verurteilte Gott sein Volk auch immer wieder. Unter anderem lesen wir in Jeremia 32, Vers 35 folgende Worte.

[29:24] Jeremia 32, Vers 35 Und sie haben die Höhen des Baal gebaut, die im Tal des Sohnes Hinnoms sind, und ihre Söhne und Töchter dem Moloch durchs Feuer gehen zu lassen, was ich nicht geboten habe und mir nicht in den Sinn gekommen ist, um diesen Gräuel zu verüben, damit sie Judah zu Sündigen veranlassten.

[29:47] Zu späteren Zeiten, auch zur Zeit von Jesus und zur Zeit der Jünger, wurde in diesem Hinnom-Tal wurden Exkremente, es wurden Abfälle, es wurden Tierkadaver dort entsorgt und auch verbrannt.

[29:58] Das heißt, dieser Ort, dieser Hinnom-Tal war ein Ort, wo es unbezialisch stank und wo es ununterbrochen brannte. Ein ununterbrochenes Feuer brannte an diesem Ort.

[30:09] Und aus diesem Grund gewann dieser Name Gehenna, Gehinnom-Tal von Hinnom, in gewisser Weise das Bild des zukünftigen Orts, des Schreckens, wo die Menschen hinkommen, die in ihren Sünden sterben.

[30:25] Wenn Jesus also hier von Gehenna redet, dann verstanden seine Jünger, wovon er sprach. Sie hatten diesen Ort im Blick, sie hatten diesen Gestank in der Nase, sie wussten, wovon Jesus sprach, dass dies der Ort ist, an dem alle gottlosen Menschen kommen und die sterben werden.

[30:41] Jesus gebraucht nun zwei Umschreibungen, um die ewigen und schrecklichen Qualen dieses Ortes des zukünftigen Gerichts näher zu beschreiben.

[30:56] Das heißt hier in Vers 44 und auch in Vers 46, aber vor allem dann in Vers 48 dreimal, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt, wo ihr Wurm nicht stirbt und wo ihr Feuer nicht erlischt.

[31:17] Diese Umschreibung der Hölle stammt aus dem letzten Vers des Propheten Jesaja. Im letzten Vers des Propheten Jesaja, in Jesaja 66, Vers 24, lesen wir folgende Worte.

[31:36] Jesaja 66, Vers 24, und sie, das sind die Gerechten, werden hinausgehen und sich die Leichname der Menschen ansehen, die von mir abgefallen sind, denn ihr Wurm wird nicht sterben und ihr Feuer nicht erlöschen und sie werden ein Abscheu sein für alles Fleisch.

[31:56] Diese Umschreibung nimmt Jesus jetzt und zeigt auf, was diejenigen erwartet, die gegen Gott rebellieren, die in ihrer Sünde sterben und nicht mit Gott durch Christus versöhnt sind.

[32:10] Die Umschreibung, wo der Wurm nicht stirbt, soll deutlich machen, dass die Qualen in der Hölle den Menschen kontinuierlich und fortlaufend quälen werden. Und die Umschreibung, wo das Feuer nicht erlischt, soll deutlich machen, dass die Qualen unerträglich sein werden.

[32:29] Unerträglich. Diese beiden Umschreibungen verdeutlichen also zum einen, dass die Qualen der Hölle unbeschreiblich sein werden und auch zum anderen, dass sie ewig sein werden, ohne Ende, nie aufhören werden.

[32:48] Liebe Freunde, die Bibel selbst, aber vor allem unser Herr Jesus Christus, der gnädig und barmherzig und liebevoll war, der gekommen ist, um Sünder zu retten und den Zorn Gottes an seinem Leib erfahren hat, der gekommen ist, um zu sterben und am dritten Tag aufzustehen, um uns vor diesem Ort zu retten, er selbst sprach viel von der Hölle, um uns davor zu warnen.

[33:12] Oftmals kommen die Menschen und sagen, du kommst immer mit deiner Hölle, um mir Angst zu machen. Ich glaube, ja. Ja. Jesus wollte uns vor diesem Ort warnen.

[33:24] Ich will euch vor diesem Ort, ich will meine Kinder vor diesem Ort warnen, nicht an diesen Ort zu kommen. Die Hölle ist ein realer Ort, der zunächst für den Satan und seine Dämonen geschaffen wurde.

[33:38] Die Hölle ist der Feuersee, wo sowohl der Satan als auch der falsche Prophet und das Tier samt den Dämonen hineingeworfen werden, um dort von Ewigkeit zu Ewigkeit gequält zu werden.

[33:49] Die Hölle ist nicht ein Ort, wo der Satan die Sünder quälen wird. Der Satan selbst wird unaufhörlich in diesem Feuer Qualen erleiden.

[34:00] Aber auch ungläubige Menschen werden an diesen Ort kommen, die nicht durch das Blut von Jesus mit Gott versöhnt worden sind. Es ist ein Ort äußerster Finsternis, wo nichts Gutes sein wird.

[34:13] Es ist ein schrecklicher Ort, von dem du niemals entfliehen kannst, wenn du einmal deine Augen an diesem Ort aufgeschlagen hast. Es ist ein Ort, an dem der Körper und die Seele eines Menschen unaufhörlich Schmerzen ausgesetzt sein werden, die unerträglich sein werden.

[34:30] Unerträglich. Es ist ein Ort, wo der Mensch zwar ständig brennt, aber niemals verbrennt. Ein Ort, wo der Mensch in gewisser Weise täglich und stündlich stirbt, diesen Tod erfährt, aber niemals aufhören wird zu existieren.

[34:44] Es ist ein Ort, der unsere schlimmsten Fantasien und unsere grausamsten Gedanken bei weitem übersteigt, denn die Bibel selbst gebraucht eine Sprache, um uns aufzuzeigen, dass die Hölle ist wie etwas, aber wir können es nicht ergründen, weil es solch ein schrecklicher Ort ist.

[35:00] Der Himmel ist so herrlich und so wunderschön, dass die Bibel versucht zu beschreiben, aber es fehlt, es fehlen die Worte. Kein Auge je gesehen und kein Ohr je gehört hat, das erwartet die Gläubigen.

[35:14] Aber ich denke, die Hölle ist im Gegensatz genauso ein schrecklicher Ort, der unsere schlimmsten Fantasien übersteigt. Vielen von euch ist der große Erweckungsprediger von Neuengland, Jonathan Edwards, ein Begriff.

[35:28] Er hielt einst eine Predigt mit dem Titel Sünder in der Hand eines zornigen Gottes, wo er unter anderem die Hölle beschrieben hat und ich möchte einen Abschnitt aus dieser Predigt vorlesen.

[35:42] Ich zitiere ihn. Es ist der ewige Zorn. Wäre es nicht schon schrecklich, diesen Zorn nur einen Moment erleiden zu müssen? Ihr müsst ihn aber in alle Ewigkeit erdulden. Dieses äußerst schreckliche Elend hat nie ein Ende.

[35:55] Wenn ihr in die Zukunft schaut, so werdet ihr immer eine lange, endlose Dauer vor euch sehen, die eure Gedanken verschlingen, sodass eure Seelen in Entsetzen geraten. Ihr werdet jede Hoffnung auf Errettung aufgeben, sodass ihr niemals zur Ruhe kommt.

[36:10] Auch wird nicht die geringste Milderung eintreten. Ihr werdet die Gewissheit bekommen, dass ihr euch durch lange Zeiten hindurch, ja während Millionen von Millionen von Zeitaltern in vergeblichem Ringen im Kampf mit dieser erbarmungslosen Vergeltung fortwährend erschöpfen müsst.

[36:26] Wenn das vorüber ist, wenn ihr tatsächlich viele Zeitalter auf diese Weise verbracht habt, so werdet ihr erst erkennen, dass all das nur ein Augenblick war im Vergleich zu dem, was noch kommen wird. So wird also eure Strafe ohne Ende sein.

[36:39] Oh, dass sich der Zustand einer solchen Seele ausdrücken ließe. Alles, was wir überhaupt darüber sagen können, gibt doch nur eine sehr schwache, blasse Vorstellung. Die Wirklichkeit lässt sich nicht ausdenken und nicht ausdrücken.

[36:52] Wie fürchterlich ist die Lage derer, die täglich und stündlich in der Gefahr dieses großen Zornes und dieses immerwährenden Jammerns stehen. Liebe Geschwister, Jesus warnt uns vor genau diesem Ort.

[37:09] Und ich weiß, dass diese Worte und diese Wahrheiten unangenehm sind zu hören. Und es ist bemerkenswert, dass in unseren Tagen kaum Bücher über die Hölle zu finden sind, kaum Predigten über die Hölle gefunden werden.

[37:29] Und das in vielen Kreisen das Wort Hölle, das im Sprachgebrauch entfernt wurde und aus der Bibel entfernt wurde. Aber wir müssen uns dieser Realität stellen, weil Jesus davon gelehrt hat.

[37:41] wenn du erkennen solltest, wenn du erkennen solltest, dass du der Sünde in deinem Leben keine Grenzen setzt, wenn du erkennen solltest, dass du keine Maßnahmen ergreifst, um Sünde aus deinem Leben zu entfernen, ja, wenn du erkennen solltest, dass du die Sünde liebst und dich ihr hingibst, dann lass dich warnen, lass dich warnen.

[38:05] Könnte durchaus sein, dass du nicht gerettet bist und auf dem Weg an diesen Ort bist. Aber die gute Botschaft lautet, dass Jesus Christus gekommen ist, um uns, um Sünder vor genau diesem Ort zu erlösen.

[38:22] Und wie tat er das? Indem er den Zorn seines Vaters in seinem Leib getragen hat. Indem er die Sünden seines Volkes auf sich genommen hat, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen.

[38:33] Das heißt, nicht in die Hölle kommen, sondern ewiges Leben haben. Es ist Gnade durch Glauben allein an Christus allein. Und so komm heute zu ihm, du, der du die Worte hörst, du, dessen Gewissen nun geplagt ist.

[38:51] Komm heute zu ihm im Glauben und glaub an Christus und an sein vollkommenes Opfer am Kreuz. Werf all dein Vertrauen auf ihn. Folge ihm nach.

[39:03] Du wirst gerettet werden vor diesem Ort. Lass dich heute versöhnen mit Gott durch Jesus Christus. Und stellt sich dennoch eine wichtige und entscheidende Frage.

[39:19] Auch wenn du radikal gegen die Sünde in deinem Leben ankämpfst, stellt sich die Frage, ist es ausreichend, eine Hand zu entfernen, um nicht mehr zu sündigen?

[39:34] Ist es ausreichend, einen Fuß zu entfernen oder ein Auge zu entfernen, um nicht mehr zu sündigen? Und die Antwort darauf lautet eindeutig, nein. Denn ich habe noch eine zweite Hand, mit der ich sündigen kann.

[39:47] Und ich habe noch einen zweiten Fuß, mit dem ich sündigen kann. Und ich habe noch ein zweites Auge, mit dem ich sündigen kann. Und selbst wenn beide Hände und beide Füße und beide Augen fehlen, sündige ich immer noch. Weil das Problem der Sünde nicht in unseren Gliedern zu finden ist, sondern in deinem Herz.

[40:08] Wir brauchen ein neues Herz, um überhaupt gegen Sünde ankämpfen zu wollen und siegreich die Sünde aus unserem Leben zu töten. Wir brauchen ein neues Herz.

[40:19] Und genau darauf geht Jesus, Christus, als nächstes in den Versen 49 bis 50 ein, was uns zum dritten Punkt führt. Ein Jünger Jesu wird von der Sünde gereinigt. Und das ist das Evangelium, liebe Freunde.

[40:32] Das Evangelium besteht nicht nur darin, dass Christus gekommen ist, um uns mit Gott zu versöhnen. Das Evangelium besteht darin, dass Christus gekommen ist, um uns zu einer neuen Schöpfung zu machen, um nun für ihn zu leben und Sünde wahrlich aus unserem Leben entfernen zu können.

[40:48] Das ist die gute Botschaft. Und so wollen wir diesen dritten und letzten Punkt betrachten. Das heißt hier in den Versen 49 bis 50, denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden und jedes Schlachtopfer wird mit Salz gesalzen werden.

[41:05] Das Salz ist gut, wenn aber das Salz salzlos geworden ist, womit wollt ihr es würzen? Habt Salz in euch selbst und seid in Frieden untereinander. Als Jesus diese Worte zu seinen Jüngern gesprochen hat, war er sich dessen bewusst, dass das Problem der Sünde nicht einfach nur dadurch gelöst wird, indem man Glieder von sich entfernt, indem man sein Handy entfernt, indem man sich auf einem Kloster abschottet.

[41:30] Dadurch wird die Sünde nicht getötet. Er weiß, dass es göttliche Hilfe benötigt, um uns von der Macht der Sünde zu befreien. Und genau darüber redet Jesus in diesen Versen.

[41:42] Zum einen zeigt Jesus uns hier auf, wie ein Jünger Jesu von seiner Sünde gereinigt wird und zum anderen zeigt er dann auf, welche Auswirkungen diese Reinigung auf unser Umfeld haben wird. Diese zwei Dinge wollen wir nun betrachten.

[41:56] Erstens die Art der Reinigung. Schaut, hier heißt es in Vers 49, denn, und dieses Wort ist ein Bindewort, wie ich denke, die meisten von euch wissen, und ein Bindewort begründet oder erklärt, was zuvor gesagt wurde.

[42:10] Einige Theologen haben Schwierigkeiten, diese zwei Verse in diesen Kontext reinzubetten, aber Jesus macht deutlich, er will jetzt erklären, was es bedeutet, ein Jünger Jesu zu sein, was es bedeutet, die Sünde abzutöten in seinem Leben, denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden.

[42:30] Das Thema des Feuers wurde in den Versen vorher insgesamt sechsmal angesprochen, doch in den Versen zuvor war der Kontext des Feuers immer das Feuer der Hölle.

[42:42] In diesem Fall ist die Metapher des Feuers anders zu verstehen. Nun ist von dem Feuer der Läuterung und Reinigung die Rede. Auch die Metapher des Salzes, die Jesus hier verwendet, weist auf eine reinigende Wirkung hin und so geht Jesus nun abschließend anhand dieser zwei Metaphern, anhand des Feuers und anhand des Salzes darauf ein, wie ein wahrer Jünger Jesu die reinigende und läuternde Kraft Gottes in seinem Leben erfährt.

[43:09] Und es ist bezeichnend, dass Jesus hier sagt, denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden und mit der Grammatik, die Jesus hier verwendet, will er deutlich machen, dass der Jünger Jesu hier passiv ist.

[43:24] Jeder wird mit Feuer gesalzen werden. Es wird also an dem Jünger von Jesus gehandelt. Er ist in gewisser Weise passiv. Das heißt, Gott ist es, der ganz bewusst Dinge im Leben eines wahren Christen wirkt oder auch zulässt, wodurch er geprüft und geläutert wird.

[43:46] Genau diesen Gedanken greift Petrus auf in seinem ersten Brief. Petrus schreibt an Christen in Kleinasien in der heutigen Türkei, die unter Verfolgung litten, die durch Prüfungen gingen und Petrus will ihnen deutlich machen, dass diese Prüfungen von Gott gesendet sind, um euren Glauben zu reinigen, zu läutern.

[44:12] Es heißt in 1. Petrus 1, Vers 7, worin ihr frohlockt, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es nötig ist, betrübt seid durch mancherlei Versuchungen, damit die Bewährung eures Glaubens viel kostbarer als die des Goldes, das vergeht, aber durch Feuer erprobt wird berufen, befunden werdet, zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi.

[44:34] Genauso wie Feuer, Gold, noch reiner, noch kostbarer, noch wertvoller macht, so lässt Gott diese Prüfungen in eurem Leben zu, damit ihr noch kostbarer und noch wertvoller in den Augen Gottes werdet.

[44:50] Er sagt dann weiter in Kapitel 4, Vers 12, Geliebte, lasst euch durch das Feuer der Verfolgung unter euch, das euch zur Prüfung geschieht, nicht befremden, als begegne euch etwas Fremdes.

[45:03] Es ist hart, verfolgt zu werden. Petrus will deutlich machen, dass es euch zum Besten dient. Römer 8, Vers 28.

[45:16] Es können also unterschiedliche Prüfungen in deinem Leben sein, die deinen Glauben prüfen, die deinen Glauben läutern. Es können Verfolgung sein, es kann Widerstand sein, es kann dein Partner sein, es kann dein Kind sein, es kann dein Nachbar sein, dein Arbeitskollege.

[45:31] Es können die Umstände um dich herum sein, die Gott ganz bewusst so wirkt und zulässt, um dir deine Sündhaftigkeit dazu offenbaren, um dir zu zeigen, worin deine Sünde besteht, damit du diese Sünde aus deinem Leben entfernst, damit du sie abtötest, damit du sie abhackst, damit du geläutert wirst.

[45:53] Gott lässt diese Dinge also in deinem Leben zu und er wirkt sie ganz bewusst, damit wir dadurch geläutert und gereinigt werden, um ganz für Gott zu leben, um uns ganz Gott hinzugeben.

[46:07] Jesus sagt hier weiter in Vers 49, und jedes Schlachtopfer wird mit Salz gesalzen werden. Wisst ihr, ein Schlachtopfer wurde im Alten Testament in der Regel mit Salz gesalzen und dann vollständig verbrannt.

[46:20] diese Opfer waren für Gott ein Wohlgeruch, sie waren Gott angenehm. So wie der Priester im Alten Testament, das zu opfernde Tier zuerst mit Salz gesalzen hat und dann vollständig auf dem Altar verbrannt hat, wenn es ein Wohlgeruch für Gott war, so sollten auch wir ein solches Opfer für Gott sein.

[46:49] Mit Salz gereinigt zu werden, mit Feuer geläutert zu werden, um uns ganz Gott hinzugeben, damit wir geläutert werden, damit die dreckigen Flecken, damit die blinden Flecken aus unserem Leben entfernt werden, unsere unanstößige Sprache, damit sie gereinigt wird, unsere Blicke, die uns immer wieder vollständig verdrecken, damit sie gereinigt werden, unsere Hände, damit sie vollständig als Glieder der Gerechtigkeit Gott hingegeben werden können, unsere Füße, damit unser ganzer Mensch, laut Römer 12, 1 und 2, Gott als ein lebendiges, heiliges und Gott wohlgefälliges Schlachtopfer hingegeben werden kann.

[47:31] Das ist Gottes Absicht mit all den Dingen, die er in deinem Leben zulässt und wenn Gott dieses wirkt in dir, um dich zu reinigen und dich zu läutern, dann wird das eine unweigerliche Auswirkung auf dein Umfeld haben, worauf Jesus in Vers 50 eingeht.

[47:49] Das Salz ist gut, wenn aber das Salz salzlos geworden ist, womit wollt ihr es würzen? Habt Salz in euch selbst und seid in Frieden untereinander. Salz, insbesondere zur damaligen Zeit, hatte nicht nur die Wirkung etwas zu reinigen, sondern Salz war zur damaligen Zeit, auch heute noch teilweise, ein Element, um Dinge zu konservieren, um sie haltbarer zu machen.

[48:16] Jesus spricht hier nun von Salz, das salzlos, also wirkungslos geworden ist und vermutlich bezieht er sich hier auf das Salz, das zu seiner Zeit vom Toten Meer gewonnen wurde.

[48:30] Dieses Salz aus dem Toten Meer war vermischt mit unterschiedlichen Komponenten und wenn dieses Salz, das vom Toten Meer gewonnen wurde, feucht geworden ist, dann löste sich das Salz auf und all die unbrauchbaren Komponenten, die in diesem Salz enthalten waren, sind übrig geblieben.

[48:49] Aber dieses Salz war kraftlos, unbrauchbar. Damit konnte man nichts anfangen. Aber reines Salz, ohne dreckige Komponenten in sich, war nützlich und es wurde gebraucht, um Dinge zu konservieren, um Dinge haltbarer zu machen.

[49:05] Und dieses Bild gebraucht Jesus nun und bezieht es auf das Leben von uns Christen. Wenn wir, wie dieses Salz vom Toten Meer, dreckige Komponenten in uns haben, dann werden wir nutzlos sein.

[49:22] Unbrauchbar. Wenn wir jedoch gutes, sauberes Salz in uns haben, dann sind wir nützlich für die Welt. Dann tragen wir als Christen dazu bei, dass die Welt um uns herum konserviert wird.

[49:40] Wenn Jesus hier sagt, habt Salz in euch, dann glaube ich, bezieht er sich hier auf bestimmte Eigenschaften, christliche Eigenschaften, die wir in uns tragen sollen, um die Welt um uns herum zu konservieren.

[49:56] Habt christliche Eigenschaften in euch, wodurch die Welt um euch herum konserviert wird. Und diese Eigenschaften, die Jesus hier bezieht, denke ich, finden wir im unmittelbaren Kontext.

[50:08] alles, was Jesus zuvor zu seinen Jüngern gesprochen hat. In Kapitel 9, Vers 23 sprach Jesus, dass sie Glauben haben sollen.

[50:21] In Kapitel 9, Vers 29 sprach er dann, dass seine Jünger beten sollen, dass solch ein Dämon nur durch Beten und Fasten ausgetrieben werden kann. In Kapitel 9, Vers 37 hat er dann seinen Jüngern aufgezeigt, dass ein wahrer Jünger Jesu darin sichtbar wird, indem er anderen dient.

[50:40] In Kapitel 9, Vers 39 zeigt er auf, dass eine Eigenschaft eines Jüngers Jesu darin besteht, andere Christen zu lieben. In Kapitel 9, Vers 42 haben wir gesehen, dass eine Eigenschaft eines Jüngers Jesu darin besteht, niemanden zur Sünde anzureizen.

[50:58] Und in den Versen 43 bis 48 haben wir gesehen, dass ein Jünger Jesu dadurch sichtbar wird, dass er Sünde tötet in seinem Leben. Diese Eigenschaften können wir nennen, aber auch alle anderen Eigenschaften eines Christen, die uns das Neue Testament nennt.

[51:12] Wenn diese Dinge in uns sind, dann werden wir einen Unterschied in unserer Gesellschaft machen. Und haben wir das nicht in der Vergangenheit und in der Kirchengeschichte gesehen, dort wo Gott Gnade geschenkt hat und Christen Erweckungen erlebt haben und wirklich Jesus radikal nachgefolgt sind, haben sie einen Unterschied in der Gesellschaft gemacht?

[51:34] Dann könnte ein Grund dafür, dass unsere Gesellschaft aktuell so gottlos ist, nicht darin liegen, dass wir als Christen kaum noch diese Eigenschaften aufweisen?

[51:47] Und so prüfe dich selbst. Lass uns uns selbst prüfen. Sehen wir die Frucht des Geistes in unserem Leben? Können wir sagen, dass wir diese Eigenschaften in unserem Leben sehen?

[52:01] Ja, wir fallen. Aber dennoch sehen wir Gottes Gnädiges Wirken in unserem Leben und wir erleben, wie andere Menschen durch uns beeinflusst werden und wir rühmen uns dessen nicht, sondern wir sagen, es ist allein die Gnade Gottes.

[52:16] Aber erlebst du, erlebst du, wie Gott dich reinigt durch Salz und Feuer? Wie er dir Dinge aufzeigt und wie er in dir nicht nur das Wollen vollbringt, die Sünde zu töten, sondern wie er in dir auch das Vollbringen wirkt, Sünde zu töten?

[52:31] Sodass du einen Unterschied machst in der Gesellschaft? Oder dass jeder von uns in diesem Raum heute durch Gottes Wort und sein Geist sehen konnte, wie wichtig es ist, die Sünde zu töten.

[52:43] Wenn du die Sünde in deinem Leben duldest, ist dies ein Indiz, dass du eventuell kein wahrer Jünger Jesu bist. Und so rufe ich dir nochmal zu, prüfe dich und kehre um zu Christus.

[52:55] Wenn du jedoch eine Abneigung gegen Sünde hast und gegen sie ankämpfst und erfährst, wie Gott dir dabei hilft, sie zu töten, dann sind dies gute Anzeichen deiner Rettung, wodurch du einen positiven Einfluss auf deine Umwelt haben und das ewige Leben ererben wirst.

[53:12] Wir Gott uns alle beim Nachdenken dieser Wort segnen. Amen. Amen.