[0:00] Grüezi. Das ist so ziemlich das einzig Schweizerdeutsche Wort, das ich kenne. Aber nach dem Kinderlied, es ist mehr geworden. Wobei ich mehr beim Zuhören verstanden habe.
[0:14] Eigentlich fast alles, wie beim Lesen. Es ist eine große Freude, hier zu sein. Nicht nur für mich, sondern auch mit der ganzen Familie. Ich freue mich, euch zu sehen, zu sehen, wie ihr als Gemeinde wachst, wie ihr reif werdet, wie immer mehr dazukommen.
[0:31] Es sind so viele Gesichter, die ich nicht kenne. Ich bin auch nicht so oft hier, aber dass Gott immer mehr hinzufügt. Vor allem auch die neuen Räumlichkeiten hier zu sehen. Es ist eine große Freude.
[0:42] Wir beten regelmäßig für euch. Wir haben mitgefiebert für die neuen Räumlichkeiten. Wir haben an dem ersten Gottesdienst, als ihr hier sie eingeweiht habt, haben wir in besonderer Weise an euch gedacht.
[0:53] Und einen Rundgang zu gehen durch das erste Obergeschoss war eine große Freude zu sehen, was geschieht. Ich bringe ganz herzliche Grüße von Leuchtturm mit.
[1:06] Wir sind so eng verbunden. Wir beten immer wieder für euch. Ein Großteil ist heute gar nicht da. Wir hatten gestern eine Hochzeit hier im Süden von Deutschland in Ulm.
[1:19] Und viele waren dort unterwegs. Und so hat es sich auch ergeben, dass wir hier sein können und uns nachher auf den Rückweg machen. Liebe Grüße von Leuchtturm. Auch einen ganz herzlichen Dank für eure Gebete, für eure Unterstützung, für euer Teilhaben an all dem, was Gott in Berlin tut.
[1:40] Und wenn ihr mal nach Berlin kommt, dann seid ihr immer sehr herzlich eingeladen, bei uns zu sein, zu Gast zu sein, in die Gemeinde zu kommen, Geschwister zu sehen. Wir freuen uns sehr.
[1:51] Wahrscheinlich habt ihr es auch schon mitgekriegt. Wir sind euch voraus und hinken hinterher, auch mit Räumlichkeiten. Wir haben vor einem Jahr ein Grundstück erwerben können.
[2:04] Und haben jetzt endlich nach einem Jahr, durften wir den Kaufpreis bezahlen, sodass es langsam vorangeht. Wir planen gemeinsam mit dem EBDC dort zu bauen.
[2:16] Und ein bisschen größere Räumlichkeiten, wo mehr Geschwister Platz haben. Und sind auch sehr dankbar, wenn ihr für uns betet. Momentan ist der Bauantrag gerade am Laufen.
[2:29] Und vielleicht sind es nur die deutschen Behörden, aber die lassen sich sehr viel Zeit. Und nutzen alle Zeitfenster, um alles aufzuschieben.
[2:40] Aber nun, so ist es. Ihr dürft gerne den Galaterbrief aufschlagen. Wir wollen heute Morgen in den Galaterbrief hineinsehen, in das 60. Kapitel.
[2:51] Und uns eine so grundlegende Wahrheit Gottes anschauen, die unser ganzes Leben beeinflusst. Nun, Frage an dich.
[3:01] Hast du schon einmal an der Schwerkraft gezweifelt? Vielleicht denkst du, wie um alles in der Welt soll ich an der Schwerkraft zweifeln? Nein, ich habe nie an der Schwerkraft gezweifelt.
[3:13] Aber vielleicht hast du dir schon mal gewünscht, der Schwerkraft zu entkommen. Das letzte Mal, als du die Treppe runtergefallen bist. Oder das letzte Mal, als dir etwas aus der Hand gefallen ist und in tausend Bruchstücke gegangen ist.
[3:30] Oder das letzte Mal, als dein Kind auf dem Spielplatz so richtig eine Schramme, eine dicke Schramme geholt hat. Vielleicht beim Weitsprung in der Schule. Nicht vier Meter, sondern zwölf Meter gerne zu springen.
[3:43] Einfach ein bisschen mehr in der Luft zu sein. Nun, was auch immer geschieht, diese Gesetzmäßigkeit der Schwerkraft sehen wir nicht. Sie ist unsichtbar.
[3:54] Und doch sind wir so sehr umgeben davon, dass wir gar nicht an ihr zweifeln, sondern immer damit rechnen. Nun, heute Vormittag wollen wir uns eine Gesetzmäßigkeit anschauen, das nicht nur in der Physik gilt, sondern sowohl in der Physik, aber auch im geistlichen Leben.
[4:14] Und Paulus, er zieht eine Parallele. Und diese Gesetzmäßigkeit, die umgibt uns so sehr, aber wir versagen, darüber nachzudenken.
[4:30] Wir versagen und wir halten sie oft für gar nicht so real. Das ist so, als würde man aus dem Fenster springen und sagen, heute funktioniert die Schwerkraft nicht.
[4:40] Und das Ergebnis ist, dass wir kränkelnde Christen haben, dass wir kränkelnde Familien haben, dass wir zum Teil kränkelnde Gemeinden haben, weil wir dieses Prinzip, nämlich das Prinzip von Sehen und Ernten, ignorieren.
[5:00] Wir haben kränkelnde Gemeinden. Wir leben in einer kränkelnden Gesellschaft, weil wir dieses Prinzip, nicht nur als Gläubige, sondern als Ungläubige, als Gesellschaft, weil wir dieses Prinzip missachten.
[5:18] Es ist wie ein geistliches Naturgesetz, das unwandelbare Prinzip von Sehen und Ernten. Und ich möchte, dass du heute Morgen, während wir durch diesen Text durcharbeiten, dass du verstehst, dass du jeden Tag beides gleichzeitig tust, nämlich du säst und du erntest.
[5:41] Ich möchte, dass du verstehst, dass Sehen eine große Tragweite hat. Ich möchte, dass du lernst zu verstehen, wie du richtig guten Samen säst.
[5:54] Und ich bin überzeugt, wenn wir dieses Prinzip lernen, umzusetzen und anzuwenden, dann wird es dich von Sünde abhalten. Wenn du dieses Prinzip, das wir heute sehen in Galater, anwendest, dann wird es, man könnte sagen, eine geistliche Fitnesskur für dich sein.
[6:14] Du wirst wachsen. Du wirst gesunden. Wenn du dieses Prinzip anwendest, wird es Auswirkungen haben auf jeden Bereich deines Lebens, auf deine Arbeit, auf deinen Dienst in der Gemeinde.
[6:32] Es wird Auswirkungen haben auf deine Familie, auf deine Kinder, auf deine Ehe. Wenn du deine Kinder lernst, deine Familie lernst, dass Sehen bedeutet, etwas zu ernten, dann wird es ein Ort sein, der euch mit Freude erfüllen wird und prägen wird.
[6:53] Nun lasst uns diesen Text anschauen. Galater Kapitel 6, Abvers 6 bis Vers 10. Wer im Wort unterrichtet wird, der gebe dem, der ihn unterrichtet, Anteil an allen Gütern.
[7:08] Ehrt euch nicht. Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten. Denn wer auf sein Fleisch sät, der wird vom Fleisch Verderben ernten.
[7:20] Wer aber auf den Geist sät, der wird vom Geist ewiges Leben ernten. Lasst uns im Gutes tun nicht müde werden.
[7:31] Denn zu seiner Zeit werden auch wir ernten, wenn wir nicht ermatten. So lasst uns nun, wo wir Gelegenheit haben, an allen Gutes tun, besonders aber an den Hausgenossen des Glaubens.
[7:48] Das Prinzip, das unwandelbare Prinzip von Sehen und Ernten. Nun, Sehen und Ernten ist eine Gesetzmäßigkeit aus der Landwirtschaft. Wenn der Bauer, ihr habt hier viele Äcker, wenn der Bauer auf seinem Mais, auf seinem Feld Mais sät, was erntet er?
[8:07] Mais. Nun, niemand erwartet Tomaten, niemand erwartet Äpfel, niemand erwartet Karotten, sondern er erntet Mais. Das ist jedem absolut glasklar.
[8:18] Und nun macht Paulus in diesen Versen hier deutlich, dass diese Gesetzmäßigkeit, die in der Landwirtschaft gilt, dass diese Gesetzmäßigkeit auch auf dein geistliches Leben zutrifft.
[8:35] Dieses Prinzip gilt für alle Menschen. Es gilt für Gläubige und Ungläubige. Es gilt für Kinder und Erwachsene. Es gilt für Männer und Frauen.
[8:46] Dieses Prinzip ist auf sämtliche Bereiche des Menschseins anwendbar, innerlich und äußerlich. In der Schule kannst du es anwenden.
[8:58] Wenn du die Englischvokabeln nicht lernst und nicht siehst, was wirst du garantiert nicht tun? Nicht ernten.
[9:10] Eine gute Note ernten. Dieses Prinzip ist anwendbar auf Ernährung. Nun, wenn du zu viel isst oder zu ungesund isst, sämt und erntest. Dieses Prinzip ist anwendbar auf deine Beziehungen.
[9:25] Das, was du siehst in die zwischenmenschlichen Beziehungen, das erntest du. Dieses Prinzip ist anwendbar auf deine Arbeit. Ihr sämt alle auf der Arbeit und ihr erntet.
[9:38] Nun, keine Ahnung, Monatsmitte, Monatsende, aber irgendwann wird geerntet. Das Prinzip ist anwendbar auf die Erziehung. Wenn du deinem Kind von klein auf beibringst, dass sein Tun keinerlei Konsequenzen mit sich bringt, nun, dann sämt du.
[9:59] Und du wirst ziemlich viel Frust ernten in deiner Erziehung. Dieses Prinzip trifft auf deinen Charakter zu. Wenn du immer unpünktlich bist, bist du nicht zuverlässig.
[10:12] Dieses Prinzip trifft auf dein geistliches Leben zu. Nun, die Wirksamkeit deines geistlichen Lebens ist proportional zu deinem inneren Leben.
[10:24] Zu der Zeit, wie viel du Bibel liest, wie viel du betest. Dieses Prinzip ist anwendbar auf deine Gedanken. Du gestattest, bösen, unreinen Gedanken überhandzunehmen und du erntest die Konsequenzen.
[10:41] Dieses Prinzip wird fortwährend, man könnte sagen, immer ausgelebt. Nun, was du heute erntest, was geschieht damit?
[10:54] Das hast du irgendwann gesät, richtig? Und gleichzeitig, du erntest heute, was du gesät hast. Und gleichzeitig säst du heute und erntest morgen, übermorgen, in einem Monat, in einem Jahr, in zehn Jahren, in einer Ewigkeit.
[11:11] Das Prinzip des Sehen und Erntens macht deutlich, dass die Ernte immer größer ist, wie die Aussaat. Nun, von einem kleinen Tomatensamen, ich weiß nicht, wer von euch Gärtner ist und vielleicht schon begonnen hat, einen Tomatensamen zu säen für den Frühling.
[11:28] Nun, da wächst ein ganzer Strauch voller Tomaten. Eine unglaubliche Multiplikation von einem Weizenkorn. Nun, je nachdem, wie der Ertrag ist, kann durchaus, können 45 bis 50 Körner entstehen.
[11:46] Ja, die Ernte ist immer größer, man könnte auch sagen, gravierender, wie das Säen. Wir können uns dieser Gesetzmäßigkeit nicht entziehen.
[11:57] Genauso wenig, wie wir uns der Schwerkraft entziehen können. Wir können nicht vor der Schwerkraft fliehen. Wir sind hier gebunden. Nun, ich möchte in drei Etappen durch diesen Abschnitt durchgehen.
[12:08] Ich möchte, dass wir heute verstehen, dass du eine Warnung beachtest. Erstens, beachte eine Warnung. Dann möchte ich, dass du das Prinzip verstehst.
[12:18] Zweitens, verstehe das Prinzip. Und drittens, wende es vielfältig an. Schaut noch einmal in Vers 7. Dort sagt Paulus, und er beginnt diesen Vers mit, ehrt euch nicht.
[12:33] Paulus, er beginnt mit einem starken, warnenden Befehl. Lass dich nicht täuschen, hinters Licht führen. Nun, worin besteht der Irrtum? Der Irrtum besteht darin, zu sagen, ich kann tun und lassen, was ich will.
[12:47] Es hat keine Konsequenzen. Es wird nicht so schlimm. Gott wird mich sicherlich verstehen, wenn ich diesen Schritt gehe, wenn ich diesen Weg einschlage.
[12:59] Das ist ein Irrtum, ein gravierender Irrtum, dem diese Welt anheimgefallen ist. Satan, er unternimmt alles, um uns vom Gegenteil zu überzeugen, um uns aufzuzeigen, dieses Prinzip ist nicht anwendbar.
[13:17] Erinnert ihr euch, wo er schon damit begann? In 1. Mose 3, ihr werdet nicht sterben. Du kannst tun und lassen, was du willst. Es hat keinerlei Konsequenzen. Dein Handeln hat keine Konsequenzen.
[13:29] Und seit 1. Mose 3 regiert dieser Irrglaube, dieser Irrtum unserer Welt.
[13:41] Nun, in manchen Bereichen, da regiert er nicht. Also in manchen Bereichen, da geht es dir auch so, da erntest du sehr schnell, was du siehst. Nun, besonders, soweit ich weiß, ist es hier in der Schweiz mit den Geschwindigkeitsregeln sehr scharf.
[13:55] Wenn du zu schnell fährst, erntest du ziemlich schnell, was du gesät hast, oder? Und zwar sehr ordentlich. Wenn du im Parkverbot parkst, ohne Parkscheibe, erntest du sehr schnell, was du gesät hast.
[14:13] Es gibt Bereiche, da ernten wir sehr schnell. Aber dann gibt es gleichzeitig Bereiche, wo dieses Prinzip vollkommen ignoriert wird und die Gesellschaft und sogar vom Gegenteil überzeugen will.
[14:29] Unsere Gesellschaft bringt Teenagern bei. Du kannst außerehelich Spaß haben und Verkehr haben, mit wem du willst und wann du willst und es hat keinerlei Konsequenzen.
[14:42] Ist das hier in der Schweiz auch so? Ziemlich ähnlich, denke ich. Beziehungsweise, die Gesellschaft sagt, wir kümmern uns um die Konsequenzen. Wir eliminieren die Konsequenzen.
[14:54] Wir übernehmen die Konsequenzen für dich und machen es dir einfacher. Nun, das ist gravierend, fatal. Sprüche 22, Vers 8 sagt, wer Unrecht sät, wird Unheil ernten.
[15:10] Die Psychologie will uns weismachen, dass du für dein Versagen keine Verantwortung übernehmen sollst, sondern alle anderen sind schuld daran.
[15:22] Nur du selbst nicht. Deine Eltern sind schuld, deine Gene sind schuld, deine Bildung, deine Umwelt. Das ist ein frontal Angriff gegen dieses Prinzip.
[15:36] Wir leben in einer Zeit, wo man dir weismachen will, dass du immer das Opfer bist, aber immer alle Rechte hast und keine Verantwortung trägst. Das ist fatal.
[15:46] Das ist unvorstellbar. Und es ist, zumindest bei uns in Deutschland, so weit gekommen, dass Parteien Partei Werbung machen, indem sie das Abschaffen der Konsequenzen sogar in ihr Parteiprogramm hineinnehmen.
[16:04] Sie sagen, lasst uns Noten abschaffen. Wir brauchen sie nicht. Noten sind so grausam. Du setzt das Kind so sehr unter Druck, sie können damit nicht umgehen.
[16:17] Nun, was lernen Kinder dadurch? Erstens, sie lernen nichts. Zweitens, sie lernen, dass du brauchst dich nicht anstrengen, du brauchst nicht lernen, du wirst nie sitzen bleiben und du wirst trotzdem alles schaffen, was du willst.
[16:35] Unvorstellbar. Unvorstellbar. In welcher Welt leben die eigentlich? Ja, aber manchmal gehen wir dieser Philosophie selbst auf den Leim. Das Schlimmste ist, dass wir uns nicht nur irren, das Schlimmste ist, dass wir Gott verspotten.
[16:55] Schaut noch einmal in diesen Vers. Vers 7. Paulus sagt, irrt euch nicht. Doppelpunkt. Gott lässt sich nicht spotten, denn was der Mensch seht, das wird er ernten.
[17:08] Das heißt, wenn du denkst, dass dein Handeln keine Konsequenzen hat, dann ist es nicht nur schlimm, weil du einem Ehrtum auf den Leim gegangen bist, sondern das Schlimme ist, du verspottest Gott. Kannst du dir das vorstellen?
[17:21] Wenn du Verantwortung von dir schiebst, dann verspottest du Gott. Das sagt Sprüche 10, Vers 4, der Gottlose sagt in seinem Hochmut, er wird nicht nachforschen.
[17:36] Ich kann tun und lassen, was ich will. Gott kümmert sich nicht darum. Ich komme davon. Nun, auch wenn dieses Prinzip, von dem Paulus hier spricht, auf alle Menschen zutrifft, hat Paulus den Fokus auf die Gläubigen, denn er schreibt hier nicht an die Ungläubigen.
[17:52] Das heißt, offensichtlich können wir Gläubige, du und ich, diesem Ehrtum auf den Leim gehen. Unser Herz ist immer noch trügerisch und du kannst denken, die Konsequenzen sind nicht so schlimm.
[18:08] Du kannst denken oder du redest dir ein, Gott wird mich sicherlich verstehen. Ich konnte nicht anders. Meine Umstände, die sind schuld, dass ich dies oder jene Entscheidung getroffen habe oder diese oder jene Sünde begangen habe.
[18:24] Nein, nein, wenn du das denkst, dann ehrst du dich nicht nur, sondern du verspottest Gott. Einen kleinen Test. Kennt ihr Achan? Aus dem Buch Joshua.
[18:36] Nun, Achan war der Mann, der bei der Zerstörung Jerichos, den es gelüstet hatte. Und wir machen hier keinen Test, aber was hat er noch alles mitgehen lassen? Nun, es war ein babylonischen Mantel, es waren 200 Schäkel Silber und ein Goldborn.
[18:52] Den hat er einfach in sein Zelt verscharrt und ihn dort vergraben. Nun, warum hat er das gedacht? Könnt ihr euch vorstellen? Er dachte, die Sachen, die werden sowieso zerstört.
[19:08] Es ist doch nicht so schlimm, es ist doch jammerschade, wenn das für alle Jahrtausende unter der Erde bleibt und niemand nutzt es. Es tut niemandem weh und außerdem merkt sowieso niemand, dass ich etwas habe mitgehen lassen.
[19:24] Nun, wie würdest du diese Sünde beurteilen von Achan? Eine Lappalie? Irgendwie so ein Kavaliersdelikt, Diebstahl. Nun, wenn du diesen Maßstab von Paulus aus Galater 6 an Achan heransetzt, was war Achan's Sünde?
[19:46] Er hat Gott verspottet. Können wir nachvollziehen, warum Gott so erbost ist und dieses Gericht sehr dramatisch ist, über ihn bringt?
[19:57] Er hat nichts anderes getan wie Gott verspottet, weil er dachte, ich komme davon, Gott wird es eh nicht merken. Nun, noch ein kleiner Test, als du das letzte Mal gesündigt hast, nun, vielleicht war es ein Zornausbruch oder du bist laut geworden, da hast du sicherlich gedacht, das war nicht okay, aber es passiert jedem und du schiebst die Verantwortung von dir weg.
[20:25] Ich war eigentlich nur zornig, weil die Kinder ungehorsam waren, du schiebst die Schuld auf die Kinder oder vielleicht hast du unreine Bilder dir angeschaut und nicht nur flüchtig beim Vorbeifahren, wie es überall in der Welt so ist, sondern deine Augen hast du darauf weiden lassen und hast nochmal hingeguckt und es genossen hinzusehen und es hat dich danach gelüstet.
[20:49] Warum hast du einen zweiten Blick riskiert und nochmal zurückgeschaut? Nun sicherlich, weil du dachtest, es ist nicht so schlimm. Nochmal hinzusehen wird sicherlich nicht dazu führen, dass du deine Frau hintergehst.
[21:04] Das ist Sünde herunterzuspielen. Das ist zu denken, es ist nicht so schlimm. Nun, wenn du das tust, dann verspottest du Gott. Wie gehen wir um damit, wenn wir falsch gesät haben?
[21:18] Wenn wir schlechten Samen gesät haben? Nun, dann kapitulieren wir. Wir tun Buße. Wir bringen es vor den Herrn und sagen, Herr, bitte vergib mir. Ich habe gesündigt gegen den Himmel und gegen dich.
[21:32] Und wir tun Buße. Du merkst, dass du falsch gehandelt hast. Nun, diesem Prinzip können wir nicht entkommen. Es ist wie die Schwerkraft. Aber wie sieht die Ernte aus?
[21:43] Nun, wir wollen uns ansehen, wie die Ernte aussieht. Lasst uns Vers 7 noch einmal lesen. Den zweiten Teil. Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.
[21:55] Und Vers 8 noch hinzunehmen. Denn wer auf sein Fleisch sät, der wird vom Fleisch verderben ernten. Wer auf den Geist sät, der wird vom Geist ewiges Leben ernten.
[22:07] Nun, warum gilt dieses Prinzip überhaupt des Sehen und Erntens? Und ich möchte, dass du lernst, das Prinzip zu verstehen.
[22:19] Verstehe das Prinzip. Der Grund, warum du erntest, was du siehst, ist, weil Gott den Menschen mit einem Verstand, mit Willenskraft und mit Macht ausgestattet hat.
[22:36] Nun, Gott hat Adam Intellekt gegeben. Er hat ihm einen Auftrag gegeben, Adam hat es verstanden. Gott hat Adam Willensfähigkeit gegeben.
[22:46] Adam war nicht nur ein Roboter, der nach einer Lochkarte operiert, sondern er konnte Entscheidungen treffen.
[22:59] Gott hat Adam Macht gegeben. Die Fähigkeit ist, zu tun oder nicht zu tun. Und das ist, was den Menschen verantwortlich macht. zu wissen, die Willenskraft es zu tun oder nicht zu tun und die Macht es zu tun.
[23:13] Und das heißt, mein Handeln bringt Konsequenzen mit sich. Das tut ihr vermutlich jedes Mal, wenn ihr euren Kindern mehr Verantwortung übergebt.
[23:26] Nun, ihr habt sicherlich Kinder und vielleicht habt die ein bisschen mehr Verantwortung übergeben in der letzten Zeit. Nun, was tut ihr? Ihr sagt, okay, so sollst du handeln und ihr wisst, dass sie entscheiden können und dann erwartet ihr, dass sie entsprechend der Anweisung, was sie verstanden haben, sie haben die Macht, es zu tun oder nicht zu tun, dass sie dementsprechend es ausüben.
[23:53] Das ist Verantwortung. Und Gott hat dir Verantwortung gegeben. Das Prinzip des Sehen und Erntens sehen wir deswegen wo das erste Mal im Garten Eden, dort wo Gott den Menschen geschaffen hat.
[24:05] Ersten Mose 2, da sagt Gott, von dem Baum die Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen, denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben.
[24:17] Das heißt, was du siehst, wirst du ernten. Nun, was hat Adam gesät? Er hat gegessen. Nun, er hatte Verstand, Willenskraft und Macht.
[24:31] Er wusste, es ist nicht richtig. Und doch hat er, Eva gab ihm, er nahm und er aß. Er hatte Macht, es nicht zu tun. Nun, wie sah die Ernte bei Adam aus?
[24:47] Es heißt, Adam aß und er erntete, was er gesät hatte. Er hat auf das Fleisch gesät. Nun, in diesem ganzen, wir haben nicht die Zeit, in Galater 5 und Galater 6 durchzugehen, aber in diesem ganzen Abschnitt spricht Paulus immer wieder von Sehen auf das Fleisch.
[25:04] Und mit dem Begriff Fleisch meint er im ganzen Kontext von Kapitel 5 und Kapitel 6 immer die Neigung der Sünde, die Neigung zur Sünde. Das heißt, dem nachzugeben, dieser Lust, der sündhaften Neigung, der Lust des Fleisches, die Werke des Fleisches, das sind die Handlungen.
[25:25] Adam hat auf das Fleisch gesät, das ist was Paulus hier sagt, aufs Fleisch sehen, was hat er geerntet? Wer auf das Fleisch sät, wird Verderben ernten.
[25:38] Unglaublich wie präzise sowohl die Theologie in diesem Vers, wie auch die Wortwahl ist. Weil das griechische Wort hier für Verderben bedeutet Zerstörung, Ruin.
[25:53] Und genau das hat Adam geerntet. Was waren die Auswirkungen der Sünde? Es waren mehrere Ebenen Auswirkungen, die Adam geerntet hat.
[26:03] Nun, zuallererst ist seine Beziehung mit Gott getrübt worden. Er hatte Angst vor Gott, er ist vor Gott geflohen, er hat sich versteckt im Garten. Als nächstes, die nächste Ebene war die Beziehung zu seinen Mitmenschen, in dem Fall nur Eva.
[26:18] Sie war ruiniert, er beschuldigt Eva. Aber auch die Beziehung zu allen, die nach Adam kommen, alle, wir einschließlich. Dann war die physische Konsequenzen eine weitere Ebene.
[26:33] Sein Körper begann zu sterben. Seine Arbeit wurde mühsam und anstrengend. Samuel Smiles, er war ein gläubiger Schriftsteller, Ende des 19.
[26:47] Jahrhunderts, er sagt, der Müßiggang ist nicht die Arbeit, sondern der Fluch des Menschen. Arbeit gab es vorhin, aber Müßiggang, das ist der Fluch.
[27:02] Und dann schlussendlich sehen wir, dass Adam ewige Konsequenzen geerntet hat, die ewige Trennung von Gott. Das heißt, sein Handeln hatte Auswirkungen auf mehreren Ebenen, auf viele Bereiche, Verderben auf jeder Ebene.
[27:19] Das ist der Lohn der Sünde. Und genau dasselbe trifft auf das Sehen und das Ernten zu. Meistens denken wir nur an die natürlichen Konsequenzen.
[27:30] Nun, du bist faul, du hast die Englisch-Vokabeln für den Test nicht gelernt. Was geschieht? Wissen wir alle, der Test fällt in der Regel miserabel aus.
[27:42] Aber es gibt nicht nur solche Auswirkungen. Nun, es hat natürliche Auswirkungen, aber auch viele andere. Nun, vielleicht habt ihr bei euch zu Hause gewisse Regeln.
[27:55] Und eins der Kinder muss immer den Müll rausbringen, wenn Müllabfuhr ist. Nun, vielleicht tut er es einmal nicht und was geschieht?
[28:07] Er sät und er erntet. Der Mülleimer, er quillt über. Was beginnt noch? Er stinkt. Was geschieht noch?
[28:19] Da ist kein Platz für neuen Müll. Vielleicht ist es sogar Sommer und da sind so Reste vom Grillfleisch oder von Grillgut und auf einmal beginnt der Müll sich zu bewegen und es krabbelt da drin.
[28:33] Das sind alles natürliche Auswirkungen, die wir vermeiden wollen. Gibt es mehr Auswirkungen? Es gibt. Es gibt zwischenmenschliche Auswirkungen. Es hat Auswirkungen auf die Beziehung innerhalb der Familie.
[28:46] Die Eltern haben eine Aufgabe erteilt und das Kind tut sie nicht. Das heißt, da ist Sünde, ungehorsam, was die Beziehung trübt. Es hat Auswirkungen auf die Geschwister geschwistert.
[28:58] Die ärgern sich, weil im Müll kein Platz mehr ist. Aber es hat Auswirkungen auf die Beziehung zu Gott. Das Gewissen des Kindes ist belastet, weil es ungehorsam ist.
[29:12] Und nicht selten sind es diese Kleinigkeiten des Ungehorsams, die manchmal dazu führen, dass eure Kleinen Abend bei der Abendandacht nicht beten wollen, weil da Sünde da ist, Dinge, die gesät wurden.
[29:25] In 1. Petrus 3, Vers 7 sagt Gott, dass die Konsequenzen sogar so weit gehen, dass Gott das Gebet eines Ehemannes nicht hört, wenn er im Clinch mit seiner Frau ist.
[29:40] Das heißt, wenn er seiner Frau gegenüber gleichgültig ist, dann sagt Gott, ich höre nicht. Du kannst reden, solange du willst. Du kannst beten, solange du willst.
[29:51] Ich höre dich einfach nicht. Das ist eine ernste Warnung, dass das Sehen nicht nur die zwischenmenschliche Beziehung betrifft, sondern so viele Beziehungen mit einschließt.
[30:05] Jede, jeden Aspekt. Das Ernten findet immer auf mehreren Ebenen statt. Da ist ein Mann, der sich unter der Woche an Orten herumtreibt, die er digital besser nicht besuchen sollte.
[30:17] Und dann sitzt er Sonntagmorgen hier im Gottesdienst und er wundert sich, dass sein Herz so hart ist, dass er keine Liebe gegenüber Gott verspürt, dass seine Anbetung ihn kalt lässt, dass er sich nicht freuen kann, dass er keinen inneren Frieden hat, dass seine Gebete nur bis zur Zimmerdecke steigen und Gott schweigt.
[30:38] Und sein Tun hat Auswirkungen. Ernte findet immer auf mehreren Ebenen statt. Und schlussendlich hat das Handeln ewige Konsequenzen.
[30:50] Und zwar wo du die Ewigkeit verbringst, ob in dem Himmel oder der Hölle und wie du die Ewigkeit dort verbringst. Jesus sagt, sammelt euch Schätze im Himmel.
[31:01] Das heißt, er sagt, dein Tun hier im Hier und Jetzt, dein Tun hier im Gottesdienst, dein Tun in der kommenden Woche, dein Tun am Putztag hier oder was auch immer.
[31:15] Das heißt, all dein Tun hat Auswirkungen nicht nur auf das Hier und Jetzt, sondern auf die Ewigkeit. Wer auf das Fleisch sät, der wird vom Fleischverderben ernten.
[31:27] Die Ernte ist immer größer wie die Aussaat und betrifft mehrere Ebenen. Nun, vielleicht denkst du, aber was ist mit der Errettung? Eliminiert die Errettung nicht die ewigen Konsequenzen, weil Christus bezahlt hat?
[31:44] Doch, vollkommen. Was ist mit Vergebung? Wenn Gott uns vergibt, dann werden wir doch nicht in die Hölle geworfen. Richtig. Was ist mit Gnade?
[31:55] Bedeutet Gnade eben, dass Gott mit uns nicht umgeht nach dem, was wir verdienen, sondern was wir nicht verdienen? Auch richtig. Vielleicht denkst du, was ist mit der Sicherheit der Errettung?
[32:08] Lehrt die Schrift nicht, dass unsere Errettung sicher ist? Wer gerettet ist, der wird nicht mehr entrettet? Doch, absolut.
[32:21] Aber wisst ihr, wir können manchmal Wahrheiten gegeneinander ausspielen, so wie es uns beliebig passt. Und wir können, und diese Wahrheit, dass unser Heil sicher ist, dass wir aus Gnade gerettet sind, durch die Stellvertretung Christi, sie kann dazu führen und uns zu dem Ehrtum verleiten, dass wir denken, dass alle negativen Konsequenzen eliminiert werden.
[32:52] Und das trifft nicht zu. Es kann uns verleiten zu denken, dass wir irgendwie eine gewisse Immunität hätten gegen Sünde. Wir könnten sündigen, drauf los, und wir sind immun, weil unser Heil ist sicher in Christus, und es hat keine Auswirkungen.
[33:07] Wahrheiten gegeneinander ausspielen. Und wer das denkt, der verspottet Gott, der hat Errettung gar nicht richtig verstanden, er hat gar nicht begriffen, was Errettung ist.
[33:24] So wie Paulus, der sagt, nun, wenn, je größer die Sünde, umso größer die Gnade, sollen wir dann in der Sünde verharren und sie noch größer machen, dass die Gnade größer werde?
[33:35] Und was für ein Ehrtum vollkommen missverstanden? Wie wenden wir diese Wahrheit an? Nun, lasst uns dazu übergehen, wie sieht es mit der Anwendung aus?
[33:48] Und wir kommen zum dritten und letzten Punkt. Ehrt euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten, denn was der Mensch sieht, das wird er ernten. Wo sollen wir überall dieses Prinzip anwenden?
[34:00] Nun, ich habe es einfach formuliert, wende es vielfältig an. überall. Aber Paulus, er hilft uns.
[34:11] Und Paulus in diesem Kontext von diesen Versen gibt Paulus uns drei konkrete Anwendungsmöglichkeiten. die erste in Vers 6 und ihr habt euch vielleicht schon gefragt, was hat der Vers mit dem Kontext zu tun?
[34:25] Dort spricht er über den pastoralen Dienst, die Unterstützung der Prediger. Dann in Vers 8 über die Heiligung und dann Vers 9 und 10 im gegenseitigen Gutes tun.
[34:36] Lasst uns Vers 6 noch einmal lesen. Dort sagt er, wer im Wort unterrichtet wird, der gebe dem, der ihn unterrichtet, Anteil an allen Gütern.
[34:49] Nun, das Prinzip von Sehen und Ernten betrifft alle Bereiche des Menschen. Und Paulus, er wendet es hier in diesem Abschnitt auf drei Bereiche an und man könnte denken auf die sonderbarsten, komischsten Bereiche.
[35:05] Warum? Weil wir sie vergessen können. Hier wendet er es an auf die Unterstützung von Predigern berichtet, also wer lehrt, wer predigt, wer dient und vorsteht, der soll unterstützt werden.
[35:23] Auf den ersten Blick denkt man, was hat dieser Vers mit Sehen und Ernten zu tun? Nun, aber das täuscht, weil das ist, ausgehend von diesem Vers geht Paulus zum Prinzip über.
[35:37] Sehen und Ernten ist Gottes unwandelbares Prinzip, auch im Gemeindedienst. Und hier fordert Paulus die Gemeinde auf, dieses Prinzip anzuwenden, sogar in diesem Bereich.
[35:48] Man könnte sagen, vor allem in diesem Bereich. Warum? Es könnte untergehen, es könnte vergessen werden, es könnte einfach unterschlagen werden.
[36:00] Nun, Frage an euch, die guten Bibelkenner, alle die Bibelkunde gemacht haben, ich glaube, das ist hier wahrscheinlich 90% oder so, die Gemeinde in Galatien, wie war der geistliche Zustand dieser Gemeinde.
[36:20] Katastrophal, richtig? Nun, es ist die einzige Gemeinde, an die Paulus kein Lob sagt. Nun, warum? Nun, es könnte ein Grund gewesen sein, sie haben kerklich gesät und sie haben kerklich geerntet.
[36:35] ist, dass der Zustand so gravierend katastrophal ist. Und diese Verknüpfung zwischen Seen und Ernten müssen wir auch in diesem Bereich verstehen.
[36:47] Nun, ihr nicht, ich weiß, ihr tut es nicht, ihr unterstützt eure Ältesten, aber es gibt viele Gemeinden, die den pastoralen Dienst nicht unterstützen. Warum? Sie denken, das ist eh nicht relevant.
[36:58] Das ist nicht wichtig, es hat doch keine Konsequenzen. Oh doch, es hat Konsequenzen. Es wirkt sich auf die geistliche Gesundheit der Gemeinde aus. Unfassbar.
[37:10] Wir denken, so vieles, was wir tun, hat keine Konsequenzen. Oh doch, es hat. Nun, lasst uns weitergehen, Vers 8. Und hier gibt uns Paulus die zweite Anwendungsmöglichkeit.
[37:22] Er sagt, denn wer auf Fleisch sät, der wird vom Fleisch ernten, wer auf den Geist sät, der wird vom Geist ewiges Leben ernten. Die zweite Anwendung, die Paulus selbst gibt, ist die persönliche Heiligung.
[37:35] Nun, manche Christen, sie sät, jeden Tag auf den Acker des Fleisches und sie erwarten, dass sie irgendwie gute Früchte ernten und sie wundern sich, dass sie keine Frucht des Geistes ernten.
[37:53] Nun, auf das Fleisch zu säen, bedeutet den sündhaften Begierden nachzugehen, anstatt sie zu kreuzigen. Es bedeutet, sündhafte Begierden zu ernähren, sie zu pflegen, sie zu tätscheln, anstatt sie zu töten.
[38:10] In Römer 13, Vers 14 sagt Paulus, pflegt das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden. Das heißt, auch hier, dem Fleisch zu viel Beachtung zu schenken, ihm zu schmeicheln, es zu verwöhnen und zu hätscheln, ist ungut für deine geistliche Gesundheit.
[38:30] John Stott, er trifft wirklich den Nagel auf den Punkt, ich zitiere einen größeren Abschnitt von ihm, er sagt, jedes Mal, wenn wir unserem Denken erlauben, einen Groll zu hegen, einen Groll zu pflegen oder unreine Fantasie zu unterhalten oder auch in Selbstmitleid zu schwelgen, sehen wir auf das Fleisch.
[38:59] Jedes Mal, wenn wir in schlechter Gesellschaft verweilen, deren heimtückischem Einfluss wir nicht widerstehen können, jedes Mal, wenn wir im Bett liegen, obwohl wir aufstehen und beten sollten, jedes Mal, wenn wir pornografisches Material sehen, jedes Mal, wenn wir ein Risiko eingehen, dass unsere Selbstbeherrschung überfordert wird, sehen, sehen, sehen wir auf das Fleisch.
[39:27] Und er sagt, manche Christen sehen jeden Tag für das Fleisch und wundern sich, dass sie keine Heiligkeit ernten. Heiligkeit ist eine Ernte.
[39:41] Heiligkeit ist eine Ernte. Ob wir sie ernten oder nicht, hängt fast ausschließlich davon ab, was und wo wir sehen. Wie zutreffend.
[39:53] Heiligkeit ist eine Ernte. Und ob und wie wir sie ernten, hängt davon ab, was und wo wir sehen. Wenn wir auf den Geist sehen, durch Bücher, die wir lesen, durch Gesellschaft, die wir pflegen, durch Freizeit, Beschäftigung, der wir nachgehen, durch disziplinierte Gewohnheiten, im täglichen Gebet und Bibel lesen, dann ernten wir die Frucht des Geistes, dann ernten wir die Frucht des ewigen Lebens, was Paulus hier sagt.
[40:24] In Kapitel 5, Vers 22 wird gesagt, er beschreibt als Liebe, Freude, Friede. Wir ernten die Frucht und das ewige Leben.
[40:36] Nun lasst uns weitergehen und die dritte Anwendungsmöglichkeit sehen. Vers 9 und 10. Lasst uns aber im Gutes tun nicht müde werden, denn zu seiner Zeit werden auch wir ernten, wenn wir nicht ermatten.
[40:48] So lasst uns nun, wo wir Gelegenheit haben, an allen Gutes tun, besonders aber an den Hausgenossen des Glaubens. Die dritte Anwendung, die Paulus selbst gibt, ist gegenseitiges Gutes tun.
[41:04] Und es sieht so aus, als wäre es ein völlig neues Thema, aber Paulus behandelt es ebenfalls als eine Metapher von Sehen und Ernten. Es gehört zu diesem Abschnitt dazu.
[41:16] Und Paulus gebraucht wirklich drei merkwürdige Bereiche als Beispiel. Aber er sagt, ja, auch in diesem Bereich sollst du Sehen und Ernten. Nun, was sollen wir sehen?
[41:28] Was sagt Paulus? Vers 9 und 10. Er sagt, Gutes tun. In die Gemeinde investieren. Nicht Schlechtes tun, nicht Parteiung, nicht Verleumden, nicht Zwietracht, sondern Gutes tun.
[41:43] Nun, er sagt aber auch, wann sollen wir Gutes tun? Haben Sie drauf gesehen? Wann? Am Sonntagmorgen?
[41:53] Zweimal die Woche, bei jeder Gelegenheit. Und dann sagt er auch, wem sollen wir Gutes tun? Allen. Aber es gibt einen Fokus, insbesondere den Hausgenossen des Glaubens.
[42:08] Sie haben Priorität. Und die Betonung in Vers 9 und 10 ist, nicht müde zu werden. Weil offensichtlich, er sagt, lass uns nicht müde werden, nicht ermatten.
[42:21] Warum? Weil dein aufopferungsvoller Dienst, er kann mühsam sein. Er kann entmutigend sein. Vielleicht überlegst du sogar einen Dienst aufzuhören, weil es einfach zu viel geworden ist.
[42:34] Nun, Sehen ist mühsame Arbeit. Beim Sehen hat man meistens nur Arbeit, eher weniger Freude. Nun, wo hat man richtig Spaß?
[42:46] Am Ernten. Wenn man die Ernte einfährt, das macht auch den Kindern Spaß. Aber Sehen ist die harte Arbeit. Aber ein guter Landwirt, der sät das ganze Feld ab.
[43:00] Habt ihr schon mal gesehen, einen Bauern, der nur die Hälfte des Ackers sät? Nicht wirklich, er hört nicht auf. Und das ist, was Paulus hier sagt, sondern das ganze Feld sehen, sehen, sehen, bis wir fertig sind.
[43:13] Jakobus 5, Vers 7, da sagt Jakobus, und er gebraucht eine ähnliche Metapher. Er sagt, wartet nun geduldig, ihr Brüder, bis zur Wiederkunft des Herrn. Siehe, der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde geduldig und geduldet sich ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfangen hat.
[43:33] So wartet auch ihr geduldig und stärkt eure Herzen, denn die Wiederkunft des Herrn ist nahe. Nun, manchmal sind wir wie ungeduldige Kinder. Wir säen und wir wollen am selben Ernten kann manchmal dauern bis in die Ewigkeit.
[43:55] Nun, schaut noch mal an in diesen letzten zwei Versen, wo Paulus sagt, Vers 9 und 10, er sagt, Gutes tun sollen wir säen an den Hausgenossen des Glaubens, aber was sagt er übers Ernten?
[44:09] Er sagt nichts übers Ernten. Er sagt nicht, was wir ernten und er sagt nicht, wann wir ernten. Er sagt einfach Sät. Und ihr erntet, aber er lässt es offen.
[44:23] Er sagt, wenn die Zeit reif ist, zu seiner Zeit, sei geduldig, lass dich nicht entmutigen. Das Sehen in deinem Dienstbereich kann aufopferungsvoll sein, es kann ermüdend sein, es kann kräftezehrend sein.
[44:39] Sehen ist meistens eher mit Tränen verbunden. Psalm 126 Vers 5 sagt, die mit Tränen sehen. sollen mit Freuden ernten.
[44:52] Nun, ich habe mitbekommen, ihr arbeitet auf Richtung Gemeindegründung hinaus. Unglaublich ermutigende Zeiten, freudige Zeiten. Aber auch das ist ein Aspekt des Sehens, wo auf Hoffnung hingeseht wird.
[45:07] Man muss sehen, um zu ernten. Stellt euch einen Bauern vor, der sagt, ich glaube, dieses Jahr könnte eine Dürre kommen.
[45:20] Oder vielleicht könnte auch ein Getreidebrand die Ernte verzehren. Oder vielleicht wird ein Käfer die Ernte verzehren. Oder vielleicht haben wir einen Orkan mitten im Sommer eine Woche bevor die Ernte eingefahren wird und die ganze Ernte ist dahin.
[45:36] Ich glaube, ich werde dies Jahr nicht sehen, weil es zu gefährlich, zu viel Risiko. wie Törecht, oder? Aber manchmal tun wir genau das. Auf der Straße könnte ein Löwe sein, wir gehen gar nicht hinaus auf die Straße.
[45:49] Nein, unsere Aufgabe ist zu sehen, auf Glauben hin. Und das praktizieren wir in vielen anderen Bereichen auch. Ihr habt Kinderstunde, ihr investiert in die nächste Generation mit all dem, was ihr hier oben tut.
[46:06] Und das ist großartig. Wie viel Zeit, Geld, Energie wird in die nächste Generation investiert. Und das ist gut und richtig, aber kann es sein, dass ein Kind doch nicht zum Glauben kommt?
[46:21] Von all denen, die drüben oder wo auch immer in der Sonntagsschule sind? Ja, kann sein. Kann es sein, dass ein Kind erst mit 25 Jahren zum Glauben kommt?
[46:33] Ja, kann sein. Hören wir deswegen auf zu sehen und nehmen es raus aus der Kinderstunde? Was für ein Unding. Nein, wir sehen weiter, auch wenn uns nicht bewusst ist, wann und wie die Ernte aussehen wird.
[46:47] Wir sehen trotzdem. Und das betrifft auch die Gemeinde. Nun, ihr plant, Richtung Gemeindegründung zu sehen und das ist gut.
[46:58] Letzte Woche habe ich mit jemandem darüber geredet, die über Gemeindegründung nachdenken sollten und es aber nicht tun. Ihre Gemeinde ist zu klein geworden. Sie haben keinen Platz mehr am Sonntagmorgen und da kommen viele Dinge ins Stottern und die Lösung wäre einfach weiterzugehen.
[47:17] Aber sie haben Angst. Sie sind wie ein Bauer, der sich fürchtet. Es könnte irgendetwas im Sommer geschehen und wir sind nicht vorbereitet. Nun, Gemeindegründung ist eine spannende Zeit und wahrscheinlich wird jeder von euch sich die Frage stellen müssen, gehe ich oder bleibe ich?
[47:36] Ich hoffe, jeder stellt sie sich. Und es ist eine Zeit der Angst. Ich verliere Geschwister, die ich liebe. Wie wird sich die Gemeindekultur entwickeln, für die, die bleiben, aber auch für die, die gehen?
[47:52] Nun, trotzdem sehen wir im Glauben und gehen die Schritte im Glauben. Vielleicht denkst du, was habe ich von der Multiplikation?
[48:03] Nun, wir haben vor einigen Jahren beides durchgemacht. Vor neun Jahren haben wir von der ECG Eckstein ausgesandt und dann auch Martin. Aber Martin war nicht so schmerzhaft.
[48:17] Martin war damals nur alleine. Es hat uns nur eine Familie gekostet. Eckstein war wirklich schmerzhaft. Vor neun Jahren haben wir 21 der besten Pferde aus dem Stall ausgesandt.
[48:33] Nun, das war wirklich nicht einfach. Und wir haben sie sehr vermisst. Jeden Sonntag, der kam. Und es war mit Tränen gesät.
[48:48] Aber das ist gut. Weil, wenn du dich freust, wenn Leute weggehen, dann ist es nicht gut. Das heißt, gut gesät bedeutet, es ist schmerzhaft. Aber die Freude am Ernten, und wir sind immer noch nicht am Ernten, wir haben geerntet, tatsächlich.
[49:06] Wir haben die Ernte gesehen, bis jetzt, in diesen neun Jahren. Wir haben gesehen, dass die Gemeinde, dass die Ecksteiner sich verdoppelt, verdreifacht haben. Sie platzen aus allen Fugen.
[49:18] Sie haben gar keinen Platz mehr. Jeden Sonntag hört man dasselbe. Das ist unfassbar. Sie haben Menschen erreicht, die wir nie erreicht hätten. Aber nicht nur sie haben geerntet, wir als Aussenden der Gemeinde haben geerntet, weil da waren auf einmal ganz viele Lücken frei.
[49:36] Und wisst ihr was? Da sind Menschen in Gewachsen, die sonst nie gewachsen wären. Sie dachten immer, alle Aufgaben sind schon gut verteilt und mich braucht niemand.
[49:51] Oh nein, wir haben so viele Mitarbeiter zugerüstet in der Kinderarbeit, Jungschar, in anderen Bereichen, in Hauskreisen, die alle gewachsen sind.
[50:02] Unglaublich. Aber das ist eine Ernte, die man nicht so sehr in Zahlen festhalten kann. Aber es ist eine gewaltige Ernte. Und sie hört immer noch nicht auf. Sie geht weiter. Und es ist eine große Freude, wenn wir selbst die, die wir mit Tränen haben entlassen, die 21 besten Pferde aus dem Stall.
[50:22] Aber wenn wir uns sehen, sind wir immer noch ein Herz und eine Seele. Übrigens heute, während ich hier bin und viele von uns nicht da sind, predigt jemand aus Eckstein genau bei uns in der Gemeinde zur selben Zeit.
[50:34] Es ist eine unglaublich große Freude. Viele sind zugerüstet worden.
[50:45] Wir dienen einander. Wir haben eine enge Verbundenheit. Wir machen Camps zusammen. Wir predigen regelmäßig bei den anderen. Natürlich ist uns bewusst, ich glaube in den letzten neun Jahren waren wir wahrscheinlich zwei, dreimal bei Eckstein im Gottesdienst, einfach weil man so sehr beschäftigt ist im eigenen Gottesdienst.
[51:03] Aber es ist eine große Freude, die Ernte zu sehen und zu sehen, dass Gottes Reich wächst und sich multipliziert. Wir werden nicht immer sofort sehen.
[51:16] Und es kann sein, dass wir mit Tränen sehen und dass es Arbeit ist, harte Arbeit auszusehen. Wir würden alle viel lieber ernten und ihr erntet gerade alle viel.
[51:30] Alle, die hier sind und ihr erntet die Gemeinschaft, ihr erntet das Gebäude, das ist alles Freude und Ernte. Und gleichzeitig müssen wir sehen. Das Prinzip von sehen und ernten ist ein unwandelbares Prinzip.
[51:43] Es trifft auf alle Menschen zu, gläubig, ungläubig. Es betrifft alle Bereiche des Menschsein und es trifft immer gleichzeitig zu. Wir sehen gleichzeitig und wir ernten heute, was wir vor Jahren oder vor Tagen gesät haben.
[51:58] Dieses Prinzip entspringt dem Charakter Gottes und wenn wir dieses Prinzip missachten, dann verspotten wir Gott.
[52:09] Ich möchte dich bitten, dieses Prinzip kommende Woche immer wieder dir in Erinnerung zu holen und achte darauf, weil ich bin überzeugt, wenn du es anwendest, hat es Auswirkungen auf dein Leben.
[52:22] Ich möchte mit einem Zitat von Samuel Smiles enden und ihr kennt es wahrscheinlich alle sehr gut. Er sagte, sehe einen Gedanken und du erntest eine Tat.
[52:32] Sehe eine Tat und du erntest eine Gewohnheit. Sehe eine Gewohnheit und du erntest einen Charakter. Sehe einen Charakter und du erntest ein Schicksal.
[52:43] Amen. Lass uns beten. Ihr dürft gerne dazu aufstehen und wir werden dann anschließend stehen bleiben und das nächste Lied singen. Du gibst das Leben. Lass uns aufstehen und wir wollen beten.
[52:57] Du großer Gott, wir danken dir für dein Wort, das uns belehrt, auch auch so tief in die Wahrheit deines Wesens hinein zu sehen.
[53:08] Herr, du hast diese Welt aufgerichtet auf so viele Prinzipien und Maßstäbe und eins davon ist, dass wir ernten, was wir gesät haben.
[53:22] Herr, es betrifft jeden Bereich unseres Lebens und sehen macht häufig keine Freude. Es ist häufig mit Arbeit und Tränen verbunden und doch es ist notwendig, es zu tun.
[53:35] Herr, bewahre du uns davor, dass wir dich nicht verspotten, weil wir uns einreden, dass unser Denken keine Konsequenzen hätten, dass du uns schon verstehst, wenn wir darauf lossündigen, dass es nicht so schlimm ist, dass es belanglos ist.
[53:47] Herr, es ist dir ins Angesicht zu spotten und dich zu verachten. Bewahre du uns davor. Herr, wir wollen wachsen im Glauben und dich ehren.
[53:59] Amen. Amen.