Angst ist ein schlechter Ratgeber

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Prediger

Andreas Bischoff

Datum
17. März 2024

Transkription

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[0:00] Ich möchte zu Beginn, treuer himmlischer Vater, aber herzlich Dank für diesen Sonntag, für diesen Tag der Ruhe. Oh Herr, wir bitten dich, schenk uns Ruhe, dass wir vor dich kommen dürfen, dass wir in Ruhe dein Wort betrachten dürfen, dass wir ruhig vor dir stehen dürfen, aufmerksam ein offenes Herz haben dürfen.

[0:22] Wir schauen in eine schwierige Zeit von David, doch er hilft, dass wir von ihm, dass wir von dir lernen können. Amen. Es gibt ein bekanntes Sprichwort, welches du bestimmt kennst.

[0:40] Es lautet, Lügen haben kurze Weine. Es bedeutet, dass man mit Lügen nicht weit kommt. Dieses Sprichwort gibt es auch in anderen Ländern, so zum Beispiel auch in Afrika.

[0:51] Dort lautet dieses Sprichwort, mit einer Lüge kannst du einmal essen, aber nicht zweimal. Nicht zu lügen ist etwas, was man schon den kleinsten Kindern versucht beizubringen.

[1:06] Doch wie sollen dies die Kinder lernen, wenn sie es bei den Erwachsenen anders sehen? Wie sollen wir den Kindern beibringen, nicht zu lügen und ein Leben ohne Betrug und Täuschung zu führen, wenn es ihnen durch die Politik und Medien täglich anders vorgelebt wird?

[1:24] Es gibt Menschen, die lügen, gefühlt immer. Und man weiß nicht, was man ihnen noch glauben soll. Aber es gibt Menschen, die sind eigentlich sehr ehrlich unterwegs und dennoch kommen sie in Situationen, wo ihre Ehrlichkeit irgendwo liegen bleibt.

[1:44] Diese Gedanken führen mich zu einer Frage. Was bringt einen Menschen dazu, zu lügen und andere bewusst zu täuschen? Es gibt viele Gründe, wieso Menschen einander anlügen.

[1:59] Doch ist es nicht sehr oft auch die Furcht vor Menschen? Ist es nicht oft die Angst, die Menschen dazu bringt, von der Wahrheit abzuweichen?

[2:10] Dem wollen wir heute auf den Grund gehen. Ich möchte, dass du heute erkennst, dass du auch in Angst die Sache nicht selber in die Hand nehmen musst.

[2:22] Und so habe ich meine Predigt mit dem folgenden Titel überschrieben. Angst ist ein schlechter Ratgeber. Anhand unserer Geschichte aus 1. Samuel 21, wir haben den Text gelesen, möchten wir zusammen zwei Dinge beleuchten.

[2:39] Und zwar, erstens, Lüge und Täuschung bringen nichts Gutes hervor. Und zweitens, das knüpft daran an, doch wer den Herrn fürchtet, hat keinen Mangel.

[2:52] Und so möchten wir damit beginnen. Lüge und Täuschung bringen nichts Gutes hervor. Vor zwei Wochen haben wir miteinander die Wichtigkeit einer guten Freundschaft angeschaut, wie wir sie bei David und Jonathan gesehen haben.

[3:10] Jonathan half David, das Vorhaben seines Vaters, des Königs Sauls, gegenüber David zu offenbaren. Denn Saul war willens, David umzubringen aus Stolz und Neid.

[3:26] Kapitel 20 endete mit der Verabschiedung dieser beiden Freunde im Unwissen, ob und wann sie sich jemals wiedersehen würden. David ist nun ein Ausgestoßener, ein Flüchtling, der auch von Jonathan nicht mehr geschützt werden kann.

[3:41] Ja, vielleicht hätte sich Jonathan anders entscheiden sollen und sein Leben fortan mit seinem Freund David verbringen. Er hätte es vermutlich besser gehabt und länger überlebt.

[3:53] Doch David ist nun ohne Jonathan unterwegs. Nur wenige Männer scheinen David zu begleiten. Wir finden in 1. Samuel immer wieder Parallelen vom Leben Davids zum Leben von Jesus.

[4:08] So auch hier, wie David ausgestoßen von den Seinen auf der Flucht ist. Doch es wird im Vergleich mit Jesus deutlich, wie schwach und fehlbar unser David ist.

[4:24] Ich lese Vers 2 von Kapitel 21. Und David kam nach Nob zum Priester Ahimelech. Und Ahimelech kam David aufgeregt entgegen und sagte zu ihm, Warum kommst du allein und niemand ist bei dir?

[4:42] David hat in den letzten Kapiteln zuerst Schutz bei Samuel gesucht. Doch dort war er leider nicht mehr sicher und so machte er sich nun auf nach Nob. Nob liegt etwa 1,5 Kilometer nordöstlich von Jerusalem.

[4:54] Und in Kapitel 22,19 lesen wir, dass Nob die Stadt der Priester war. In Nob war somit anscheinend auch die Stiftshütte. David scheint hier nicht das erste Mal vor Ahimelech dem Priester zu erscheinen.

[5:12] Als Saul Ahimelech in Kapitel 22 nämlich mit der Frage konfrontiert, Warum er denn David hilft und Gott für ihn befragt, antwortet dieser in Vers 15, Habe ich erst heute angefangen, Gott für ihn zu befragen.

[5:29] So dürfen wir davon ausgehen, dass David wieder zu Ahimelech kam, damit dieser Gott für ihn befragen soll und ihm anschließend hoffentlich wertvolle Hilfeleistung bieten kann.

[5:43] Doch diesmal ist Ahimelech verunsichert. David erscheint vor ihm unerwartet, unbewaffnet und hungrig. Irgendetwas kann hier nicht stimmen.

[5:56] David selbst in Angst versucht Ahimelech zu beruhigen. Wir haben es gelesen, Vers 3. Und David antwortete dem Priester Ahimelech, Der König hat mir eine Sache geboten und sagte zu mir, Niemand soll irgendetwas von der Sache wissen, in der ich dich sende und ich dir geboten habe.

[6:13] Die Leute aber habe ich an den und den Ort beschieden. Und nun, was hast du zur Hand? Gib mir fünf Brote in meine Hand oder was sich sonst vorfindet. David tischt dem Priester eine Lüge auf.

[6:28] David scheint zu denken, dass Lügen entschuldbar seien, wenn damit Leben gerettet werden können. Doch wir werden in der nächsten Predigt, in Kapitel 22, sehen, wie diese eine Lüge von David schlussendlich zum Tod von 85 Priestern führte.

[6:50] David hat Hunger. Er ist nicht auf Spaß bei Ahimelech. Er und seine wenigen Leute haben wirklich Hunger. Und so greift David zu dieser Notlüge.

[7:02] Eine Lüge in Not. Man hört immer wieder, dass Notlügen schon erlaubt seien. Man hört auch immer wieder so Theologien, die behaupten, wenn das Gegenüber die Wahrheit nicht verdient hat, weil dieser aufgrund der Wahrheit vielleicht schlimme Dinge verüben würde, dann sei eine Lüge erlaubt.

[7:23] Doch stimmt das? In der Bibel haben wir viele Menschen, die gelogen haben. Teilweise waren diese Menschen auch treue Männer Gottes. Was uns einfach zeigt, wie fehlbar ein Mensch doch ist.

[7:39] Einige dieser Lügen wollen wir nun kurz beleuchten. Wir haben Abraham und Isaac, die beide wegen ihrer Frauen logen und sagten, sie sei ihre Schwester.

[7:50] Sie hatten beide Angst vor allfälligen Konsequenzen, wenn sie nicht lügen würden. Aus dem Kontext des jeweiligen Abschnittes geht aber hervor, dass die Bibel diese Lügen keinesfalls rechtfertigt.

[8:04] Sie sind falsch. Darüber kann man nicht diskutieren. Nur durch Gottes Gnade wurde ein Desaster aufgrund ihrer Lügen verhindert. Beide Männer finden sich dann aber wieder in Kapitler Glaubenshelden in Hebräer 11.

[8:20] Aber sie stehen dort nicht wegen ihrer Lügen. Die Bibel, Gottes Wort, hat nicht nur die Glaubenstaten von Gottes Männern aufgezeichnet, sondern eben auch deren Fehler.

[8:34] Kennt ihr die Geschichte von Rahab? In Joshua 2 könnt ihr sie später nachlesen. Rahab, sie hat definitiv gelogen, um die hebräischen Spione zu schützen.

[8:44] Und Gott sorgte dafür, dass ihr ganzes Haus bewahrt wurde, als Jericho zerstört wurde. Auch Rahab finden wir im Kapitel der Glaubenshelden in Hebräer 11 wieder.

[8:59] Auch an anderen Stellen der Schrift lesen wir, dass Rahab für ihr Handeln gelobt wird, doch an keiner Stelle wird ihre Lüge gerechtfertigt. Rahab wurde gesegnet, nicht weil sie gelogen hat, sondern aufgrund ihres Glaubens an den Gott Israels.

[9:16] Wir müssen uns bewusst sein, Gott war nicht abhängig von Rahabs Lüge. Er hätte die beiden Spione auch anders retten können. Dass Rahab in diese Rettung mit einbezogen wurde und sogar im Geschlechtsregister Jesu Christi in Matthäus 1 aufgeführt ist, hat nichts damit zu tun, dass Gott auf sie angewiesen wäre.

[9:37] Es ist allein seine Gnade. Immer wieder hört man Kriegsethiken, in denen Lügen plötzlich gerechtfertigt zu sein scheinen.

[9:48] Man lügt, um wie Rahab andere Menschen zu beschützen. Gemäss der Bibel ist Lüge aber niemals gerechtfertigt. Gott sieht immer das gesamte Bild einer Situation und er sieht alle Möglichkeiten.

[10:01] Wenn wir dann meinen, wir müssen lügen, damit sein Wille geschehen kann, dann spielen wir Gott. Gott hat so viele Möglichkeiten, die wir selber gar nicht kennen. Die Bibel rechtfertigt Lügen nicht, aber sie verlangt auch nicht, jeder Person immer die ganze Wahrheit zu sagen.

[10:20] Jesus selbst hat niemals gelogen, doch er gab seinen Zuhörern nicht immer eine klare Antwort, mit der Absicht, manchmal die ganze Wahrheit zu verbergen.

[10:32] Auch redet Jesus oft in Gleichnissen, damit seine Kritiker, die ihr Recht auf die Wahrheit verwirkten, ihn nicht abschließend verstehen konnten. Ein weiteres Beispiel, wo Jesus seinen Hörern nicht die ganze Wahrheit gesagt hat, finden wir in Lukas 24.

[10:51] Es ist die Geschichte der Emmausjünger, welche traurig ihren Weg gingen und Jesus ihnen erscheint. Die ganze Wegstrecke lässt er sie im Ungewissen, dass er ja selbst Jesus ist.

[11:04] Die Absicht unseres Herrn war ganz klar, das Herz der zwei Jünger zu offenbaren. Jesus macht sich keinesfalls der Täuschung oder des Betrugs oder der Lüge oder falscher Rede schuldig, auch wenn die zwei Jünger dadurch glaubten, dass Jesus ein Fremder war.

[11:24] Es gibt Länder, in denen es Christen verboten ist, sich zu treffen. Die Behörden anzulügen, wäre nicht richtig. Aber sich auf einem anderen Weg zu treffen, indem man so tut, als ob man zum Beispiel einkaufen geht, kann durchaus schlau sein.

[11:39] In Matthäus 10, Vers 16 lesen wir, Siehe, ich sende euch wie Schafe, mitten unter die Wölfe, so seid nun klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben.

[11:55] Wenn ein Kind eine heikle Frage an dich hat, ist es immer falsch, dein Kind anzulügen. Doch es ist manchmal durchaus schlau, dem Kind nicht die ganze Wahrheit offen zu legen. Nur weil Gott manchmal über Lügen schweigt, sind sie deswegen noch lange nicht richtig.

[12:14] Die Bibel lehrt uns, dass es immer falsch ist, zu lügen. Doch kann es manchmal richtig und schlau sein, nicht die ganze Wahrheit zu offenbaren. Zurück bei David in 1. Samuel 21 sehen wir also, dass seine Lüge keinesfalls gerechtfertigt ist.

[12:32] David ist jener Mann, der zum König gesalbt wurde. Er ist jener Mann, der nach dem Sieg über Goliath eigentlich die Gunst beim Volk hat. Wie hat er damals Goliath besiegt?

[12:46] Hat er auf seine eigene Kraft vertraut? Nein, er hat Goliath allein im Namen und in der Kraft des Herrn besiegt. Wir haben es angeschaut. Was für ein Vertrauen hatte David damals in Gott gezeigt?

[13:01] Was führt einen solchen Mann an diesen Tiefpunkt hier? Was hat sich geändert? Haben sich die Umstände so fest verändert? Hat sich Gott vielleicht geändert?

[13:15] Es hat sich seine Perspektive geändert. Hast du nicht auch schon das Gefühl gehabt, du strotzt vor Glauben und fühlst dich Gott sehr nahe und eine Zeit, einige Tage, einige Wochen später fühlst du dich leer.

[13:28] Du fühlst dich unverstanden, weil dich gerade wieder eine Situation beunruhigt. Natürlich können sich Situationen und Umstände ändern. Doch wir bleiben.

[13:39] Du bist und bleibst in einer gefallenen Welt. Was sich also oft in solchen Situationen ändert, ist deine Perspektive. Sobald wir Gott aus den Augen verlieren, geraten wir in Not.

[13:53] Und Angst macht sich breit. Doch Angst, Angst ist ein schlechter Ratgeber. Und so hat auch David hier das Gefühl, er müsse die Dinge selbst in die Hand nehmen.

[14:04] Was daraus folgt, sind Lüge und Betrug. Und Lüge und Betrug sind ganz einfach Früchte einer falschen Perspektive. Lüge und Betrug sind Früchte einer falschen Perspektive.

[14:19] Diese Früchte können nichts Gutes hervorbringen. Wir würden am liebsten David zurufen. David, was machst du da? Du sollst es doch besser wissen.

[14:32] Warst du schon einmal richtig auf der Flucht, weil man dich umbringen wollte? Hattest du schon einmal richtig Hunger, weil du wirklich nichts zu essen hattest? Ich glaube, die allermeisten von uns können diese Fragen mit Nein beantworten.

[14:46] Und trotzdem sorgen auch wir uns so oft um die kleinen Dinge in unserem Leben und vergessen, dass er doch gesagt hat, dass er für uns sorgt. Jesus sagt uns in Matthäus 6 genau das.

[15:00] Was sorgt ihr euch um diese Dinge? Ich sorge für euch. Trachtet zuerst nach Gottes Reich und um den Rest werde ich mich kümmern. Wie oft vergessen wir das leider.

[15:13] Wie oft? Oder wie hat das jetzt auch hier leider David vergessen? In den Versen 5 bis 7 haben wir gelesen, wie David Ahimelech um Wegzehrung bittet.

[15:26] Doch ausser den Schaubroten ist leider kein Brot vorhanden. Die Schaubrote waren zwölf grosse Brote, welche jeweils zu sechs aufeinander geschichtet, also zweimal sechs, vor dem Herrn im Heiligtum lagen.

[15:41] Sie waren auf dem reinen Tisch, der mit reinem Gold gebaut ist. Und diese Brote wurden immer am Sabbattag nach einer Woche von den Priestern an heiliger Städte gegessen, aber erst nachdem sie durch neue Brote ersetzt wurden.

[15:58] Offensichtlich war also der Sabbattag und daher wurde dieses Brot schon ersetzt. Das warme Brot lag nun also in zweimal sechs Schichten auf dem goldenen Tisch und so hatte Ahimelech einfach noch jene Schaubrote vom letzten Sabbattag.

[16:12] Weil David und seine Männer seit Tagen keine Frau mehr bei sich hatten, fühlten sie sich rein, das einigermaßen gewöhnliche Brot zu essen. Interessant ist, diese Geschichte mit den Schaubroten wird in allen drei synoptischen Evangelien von Jesus erwähnt.

[16:29] In Matthäus 12, in Markus 2 und in Lukas 6. Und ich möchte gerne diese Geschichte oder diese Begebenheit in Matthäus 12 nachlesen.

[16:39] Schlagt mit mir auf, Matthäus 12, Vers 1 bis 8. Matthäus 12, Vers 1 bis 8.

[16:49] Zu jener Zeit ging Jesus am Sabbat durch die Saaten.

[17:02] Es hungerte aber seine Jünger. Aber wie David hatten auch seine Jünger Hunger. Und sie fingen an, Ehren abzupflücken und zu essen. Da muss ich noch erwähnen, Ehren von Hand, von einem fremden Feld zu pflücken, war damals grundsätzlich erlaubt, solange man nicht die Sichel dazu nimmt und auch kein Gefäß damit füllt.

[17:24] Doch es war ja Sabbat. Vers 2. Als aber die Pharisäer es sahen, sprachen sie zu ihm, Siehe, deinen Jünger tun, was am Sabbat zu tun nicht erlaubt ist.

[17:36] Er aber sprach zu ihnen, und jetzt kommt eben diese Geschichte aus 1. Samuel 21. Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als sie ihn und die, die bei ihm waren, hungerte? Während das Haus Gottes ging und die Schaubrote aß, die er nicht essen durfte, noch die bei ihm waren, sondern allein die Priester?

[17:56] Diese Geschichte muss den Pharisäern bekannt gewesen sein. Aber sie hatten vieles nicht verstanden. Das Gesetz und somit auch der Sabbat ist für den Menschen gemacht und nicht der Mensch für das Gesetz und den Sabbat.

[18:12] Und so steht das Gesetz, Leben zu erhalten und Leben zu schützen, ganz klar über dem Gesetz des Sabbats, und das lehrt Jesus an diversen Stellen. Und Jesus erklärt den Pharisäern in Vers 5 weiter, Oder habt ihr nicht in dem Gesetz gelesen, dass am Sabbat die Priester in dem Tempel den Sabbat entheiligen und doch schuldlos sind?

[18:35] Irgendjemand musste ja die ganze Arbeit rund um den Tempeldienst am Sabbat ausführen und wer war das? Die Priester mussten arbeiten am Sabbat.

[18:49] Ich sage euch aber, fährt er weiter in Vers 6, Größeres als der Tempel ist hier. Die Pharisäer waren blind.

[19:00] Sie haben noch immer nicht erkannt, dass Jesus der gekommene Sohn Gottes ist. Der ganze zeremonielle Gottesdienst rund um den Tempel mit all den Opfern war nur ein Abbild auf das wahre Opfer, welches irgendwann kommen würde.

[19:16] Nun ist er da. Das Opfer Jesus Christus, welcher gekommen ist, um für jeden Sünder zu sterben. Ein Opfer, das ein für allemal Gültigkeit hat.

[19:28] Darum sagt Jesus, Größeres als der Tempel ist hier. Er selbst Gottes Sohn ist hier. Sechs Verse später beraten die Pharisäer zusammen, wie sie Jesus umbringen können.

[19:45] In Vers 7 lesen wir, wenn ihr aber erkannt hättet, was das heisst, ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer, so würdet ihr die Schuldlosen nicht verurteilt haben. Nochmals relativiert hier Jesus das Verhalten seiner Jünger wie auch das Verhalten Davids.

[20:01] und er schliesst seine kurze Ausführung mit Vers 8. Denn der Sohn des Menschen ist der Herr des Sabbats. Die Verhältnisse bei David in Israel sind völlig aus der Bahn geraten.

[20:19] David, der Gesalbte Gottes, wird verworfen und ist auf der Flucht. Das Priestertum hat versagt, das haben wir mehrfach angeschaut. Die Stiftshütte steht nicht am dafür bestimmten Ort und die Bundeslade steht nicht im Heiligtum.

[20:33] Das haben wir auch angeschaut. Wie also kann Gott unter diesen Umständen die Schaubrot überhaupt als heiliges Brot anerkennen? Genauso ist es zur Zeit von Jesus.

[20:45] Wie sollte Gott weiterhin den Sabbat von ihnen heiligen, wenn das Volk der Juden Jesus den Herrn des Sabbats ablehnt? Die Pharisäer, sie waren Heuchler.

[20:59] Sie hatten eigentlich das Sagen, wenn es um Religionsfragen ging. Doch wir sehen wieder einmal mehr, dass äußerliche Religion und echte Nachfolge definitiv nicht das gleiche ist.

[21:15] Wir gehen zurück zu 1. Samuel. Mit Vers 8 in 1. Samuel folgt ein Vers, der in meiner Bibel als Klammersatz aufgeschrieben ist.

[21:28] Es ist eine Information, die zeigt, dass die Unterhaltung Davids mit Ahimelech nicht unbeobachtet blieb. Ahimelech schien das nicht zu stören, denn Doeg war der oberste Aufseher der Hirten Sauls.

[21:41] Und da David ebenfalls sagte, dass er im Auftrag Sauls unterwegs sei, hat Ahimelech dies logischerweise nicht beunruhigt. Wir als Leser wissen nun aber, dass der Aufenthalt Davids schon bald bei Saul bekannt sein wird.

[21:55] Und das dürfte natürlich auch David noch mehr beunruhigt haben. Leser Vers 9 Und David sagte zu Ahimelech, ist nicht hier unter deiner Hand ein Speer oder ein Schwert?

[22:10] Denn ich habe mein Schwert und meine Waffen nicht mit mir mitgenommen, weil die Sache des Königs dringend war. Und der Priester sagte, das Schwert des Philisters Goliath, den du in Terebindental erschlagen hast, siehe, es ist in ein Oberkleid gewickelt hinter dem Effelt.

[22:25] Wenn du dir das nehmen willst, so nimm es, denn außer diesem ist kein anderes hier. Und David erwiderte, seinesgleichen gibt es nicht, gib es mir. Seinesgleichen gibt es nicht, gib es mir.

[22:41] Wieder lügt David diesmal, um an eine Waffe zu kommen. Damals in Kapitel 17, wo diese Waffe her ist, brachte David kein Schwert. Auch die Waffenrüstung Sauls, sie war ihm zu unbequem, ungeschützt mit einer Schleuder in der Hand, aber mit Gott an seiner Seite besiegt er diesen unzerstörbaren Goliath.

[23:04] Und jetzt ist da wieder dieses Schwert von diesem Goliath. Doch Davids Perspektive ist eine andere. Sein Gottvertrauen, welches er im Kampf gegen Goliath gezeigt hat, ist nicht mehr sichtbar.

[23:17] Er wird geleitet von Menschenwurst und erhofft sich Hilfe vom Schwert dieses Philisters. Und so macht sich David mit seinen paar Leuten den Schaubroten und dem Schwert des Philisters auf und flieht nach Gath zu Achisch.

[23:33] Gath ist eine der fünf großen Philister Städte und Achisch war der König. David kommt also mit der Trophäe von Goliath in der Hand in die Stadt genau dieser Todfeinde seines Volkes, wo auch Goliath herkam.

[23:48] Was für eine Ironie. Man bedenke, die Philister sind die Todfeinde des Volkes, von dessen er zum König gesalbt wurde. Was verspricht sich David damit?

[23:59] Erwartet er von denen wirklich Hilfe? Aber so tief kann man eben fallen, wenn unser Glaube wankt und wir eben eigene Wege gehen. Dann geht es bergab.

[24:11] Wir handeln dumm und suchen dort Hilfe, wo es keine Hilfe gibt. Vers 12 Und die Knechte des Achish sagten zu ihm, Ist das nicht David der König des Landes?

[24:27] Haben sie nicht von ihm bei Reigentänzen gesungen? Saul hat seine Tausende erschlagen, David aber seine Zehntausende. David nahm sich diese Worte zu Herzen und fürchtete sich sehr vor Achish dem König von Gad.

[24:42] Und er stellte sich wahnsinnig vor ihren Augen und hobte unter ihren Händen und er kritzelte an die Flügel des Tores und ließ seinen Speichel in seinen Bart fließen. Da sagte Achish zu seinen Knechten, Siehe, ihr seht doch, dass dieser Mann wahnsinnig ist.

[24:57] Warum bringt ihr ihn zu mir? Fehlt es mir an Wahnsinnigen, dass ihr diesen hergebracht habt, bei mir zu toben? Sollte der in mein Haus kommen? David ist bekannter, als er vielleicht selbst dachte.

[25:13] Das Lied, welches damals über ihn spontan gesungen wurde, ist über die Landesgrenzen bekannt geworden und so geht sein eigener Plan nicht auf. Doch in allem sehen wir wieder die unbeschreibliche Gnade Gottes.

[25:27] Gott lässt es seine Kinder spüren, dass sie am falschen Ort sind. Spätestens jetzt müsste sich David doch endlich an die Hilfe des Herrn erinnern.

[25:39] Aber er geht weiter seinen eigenen Weg. Er vertraut nicht darauf, zumindest jetzt im Moment nicht, dass Gott ihm durchhelfen würde. Und so stellt er sich als wahnsinniger und täuscht damit König Asachisch.

[25:52] Wie er sich dabei in dem Bart sabberte, das galt damals als grosser Schmach. Was für eine Schande, der gesalbte König des Volkes Gottes. Doch wieder sehen wir Gottes Gnade.

[26:06] König Achisch lässt sich tatsächlich von Davids Gebärden täuschen und treibt ihn weg, sodass er unbeschadet davon kommt. Wir möchten hier keinesfalls Steine auf David werfen.

[26:19] Wir müssen uns nämlich fragen, wieso steht eine solche Geschichte in der Bibel? Wieso lesen wir von solchen Schwächen eines Mannes, der als ein Mann nach dem Herzen Gottes beschrieben wird?

[26:32] Wenn die Bibel so offen über die Schwächen und Fehler von treuen Männern Gottes berichtet, dann hat sie ein Ziel. Wir sollen erkennen, wer wir sind und wir sollen erkennen, wer Gott ist.

[26:45] Und beides finden wir in unserem Kapitel hier. Wer von uns will David verurteilen? Wie oft versagen wir schon in Situationen, die ganz bestimmt nicht vergleichbar sind mit jener Situation wie bei David.

[26:58] Und doch lässt uns Gott dann nicht einfach alleine stehen. Was für ein gnädiger Gott. Wir haben gesehen, dass Lüge und Täuschung nichts Gutes hervorbringen.

[27:10] Doch unsere Geschichte lässt uns bei diesem ersten Punkt nicht alleine stehen. Und so dürfen wir in den zweiten Punkt einstimmen. Doch wer den Herrn fürchtet, hat keinen Mangel.

[27:22] Dieser Punkt, diese Aussage ist 34, 10. Es ist einer von zwei Psalmen, die David über genau diese Ereignisse geschrieben hat. Wir mögen wohl kaum verstehen, welchen Kummer David begleitet haben muss, als er mit seinen paar Jungs und den Schwert des Philisters nach Gad reist.

[27:41] Was muss doch alles passieren, dass ein Mann denkt, er sei bei den grössten Feinden sicherer als in seinem eigenen Land. Dann ist ein wir haben in unserem Land viele Flüchtlinge, aber wir sind nicht die Feinde dieser Länder und ständig im Krieg mit ihnen.

[28:06] Wir möchten zusammen noch ein bisschen in die Gefühlswelt von David blicken. Die Psalmen liefern uns zwei Lieder, welche David über die Situation vor 1. Samuel 21 geschrieben hat.

[28:19] Zuerst möchte ich mit euch in Psalm 56 gehen. Psalm 56 Dem Chorleiter nach die Tabe der fernen Inseln von David ein Miktam, als die Philister ihn zu Gott ergriffen.

[28:49] Dieses Lied wurde also über jenen Mäng geschrieben, als David von den Knechten Achis ergriffen wurde und merkte, dass sein Plan nun doch keine so gute Idee war. Vers 2 von Psalm 56 Sei mir gnädig Gott.

[29:08] David wurde von Menschen bedroht und das Erste, was David von Gott erflehte in diesem Psalm Gnade. Sei mir gnädig Gott. David weiss, dass er Gottes Hilfe nicht verdient hat.

[29:22] Er weiss, dass er nicht besser ist als seine Verfolger und er weiss auch, dass er hier seine Situation selbst verschuldet hat. Schliesslich war es seine eigene Idee, nach Gott zu gehen.

[29:36] Benedikt Peter schreibt, es es gibt es gibt moralisch nichts abstoßenderes als den Pharisäer, so wie es moralisch nichts anziehenderes gibt als den Zöllner, der zu Gott sagt, sei mir Sünder gnädig.

[29:51] David sieht die Bedrohung der Menschen im Licht seiner eigenen Sünden und so kann auch er flehen, sei mir gnädig Gott. Diese Worte sei mir gnädig finden wir von David in vielen weiteren Psalmen und diese Worte zeigen uns ein bisschen wieso David ein Mann nach dem Herzen Gottes genannt wurde.

[30:13] David hat in seinem Leben einige schlimme Sünden begangen, die uns auch in der Bibel beschrieben sind. Doch David ist in seinem Leben immer wieder an diesen einen Punkt gekommen, wo er Buße tat und vor Gott anerkennen musste, dass er selbst überhaupt nichts Gutes verdient hat.

[30:31] David hat in seinem Leben erkannt, das alles Gute, was uns widerfährt, allein Gottes Gnade ist. Hast du das auch erkannt? Weißt du, dass du einen wunderbaren Fürsprecher hast, Jesus Christus, der für dich gestorben ist, damit du leben kannst?

[30:51] Im Gebet hat Martin schon diesen Vers aus 1. Johannes 1 9 zitiert. Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit.

[31:05] Was für eine wunderbare Zusage. Allein Gottes Gnade. In Psalm 56 folgt dann in den Versen 2 bis 8 ein wechselbar der Gefühle bei David.

[31:18] Ihr könnt das dann zu Hause nachlesen. David weiss, dass Gott ihn retten kann und er will ja sein Vertrauen auf ihn setzen, doch ich glaube er er geht mir recht, es ist in der Not nicht einfach, das Vertrauen allein auf den Herrn zu setzen und die Lasten einfach abzulegen.

[31:36] Um jemandem zu vertrauen sind zwei Dinge nötig, wir haben das schon einmal zusammen angeschaut. Erstens, du musst diese Person kennen, der du vertrauen möchtest.

[31:48] Du vertraust doch niemandem, den du nicht kennst. Erst wenn du eine Person kennst, kannst du einschätzen, ob du dieser Person vertrauen kannst. Wenn du also lernen willst, Gott zu vertrauen, dann musst du ihn kennenlernen.

[32:04] Und 1. Samuel 21 oder allgemein 1. Samuel, die ganze Bibel ist ein Beispiel und hilft dir dabei. Der zweite Punkt, du musst dich entscheiden, dieser Person zu vertrauen.

[32:20] Wie auch die Liebe ist Vertrauen nicht einfach eine Gefühlssache. Vertrauen erfordert eine bewusste Entscheidung, die du aber nicht einfach einmal triffst, sondern wieder und wieder und wieder, jeden Tag in der stillen Zeit.

[32:39] Es ist auch bei David immer eine bewusste Entscheidung, seinem Gott zu vertrauen. Wir finden dies so oft in den Psalmen. Am Anfang immer wieder den Blick auf die Bedrängnisse, auf die Nöte, doch irgendwann wechselt die Perspektive wieder an den richtigen Ort, zum Herrn.

[32:55] Und so lese ich die letzten Verse noch von Psalm 56, ab Vers 10. Dann werden meine Feinde ablassen, an dem Tag, da ich rufe, dieses habe ich erkannt, dass Gott für mich ist.

[33:12] Auf Gott, sein Wort rühmisch, auf den Herrn, sein Wort rühmisch, auf Gott vertraue ich. Ich werde mich nicht fürchten, was könnte ein Mensch mir tun. Auf mir liegen, Gott, deine Gelübde, ich werde dir Dankkopfer einlösen, denn du hast meine Seele vom Tod gerettet, ja, meine Füße vom Sturz, dass ich wandle vor dem Angesicht Gottes im Licht der Lebendigen.

[33:38] Was für ein mutmachender und tröstender Psalm für Gläubige in Not. In den letzten Versen von 1. Samuel 21 haben wir gelesen, wie Achisch David nicht bei sich haben wollte.

[33:51] Durch Gottes Gnade kam nun David wirklich wieder mit einem blauen Auge davon. Und David weiss sehr wohl, dass diese Rettung kein Zufall war. Und so schreibt er auch ein Lied über diese Begebenheit.

[34:02] Und dieses Lied finden wir in Psalm 34. Schlag mit mir auf Psalm 34. Es darf angenommen werden, dass David dieses Lied später geschrieben hat und David auf diese Situation damals zurückblickt.

[34:25] Es ist ein Lobespsalm. David wurde von Gott wiederhergestellt und er hat durch seine Fehler einige wichtige Dinge gelernt. Wir lesen im ersten Vers von David, als er sich vor Abimelech wahnsinnig stellte und dieser ihn wegtrieb und er fortging.

[34:45] Der Name Abimelech ist ein Herrschertitel, welchen die Könige der Philister damals trugen. Es ist also in diesem Psalm Achisch damit gemeint. Vers 2 Preisen will ich den Herrn alle Zeit.

[34:59] Ständig soll sein Lob in meinem Munde sein. Im Herrn soll sich rühmen meine Seele. Hören werden es die sanftmütigen und sich freuen. Erhebt den Herrn mit mir und lasst uns miteinander erhören seinen Namen.

[35:13] Das ist eine Aufforderung. Genau das wollen wir tun an diesem heutigen Morgen mit David den Namen des Herrn erhöhen. Vers 5 Ich suchte den Herrn und er antwortete mir.

[35:26] Und aus allen meinen Ängsten rettete er mich. Sie blickten auf ihn und strahlten Elendert rief und der Herr hörte und aus allen seinen Bedrängnissen rettete er ihn.

[35:40] Der Engel des Herrn lagert sich um die Herr die ihn fürchten und befreit sie. Schmeckt und seht, dass der Herr gütig ist, glücklich der Mann, der sich bei ihm birgt.

[35:51] Fürchtet den Herrn ihr seine Heiligen, denn keinen Mangel haben die, die ihn fürchten. Jung Löwen darben und Vers 12 kommt ihr Söhne, hört mir zu.

[36:09] Als Vater will man seinen Söhnen viel mit auf den Weg geben, vor allem aber will man nicht, dass sie dieselben Fehler machen, wie man sie selber gemacht hat. Man will die eigenen Kinder vor Not bewahren, auch wenn das die Kinder im Moment oftmals ein bisschen anders sehen.

[36:26] David gibt uns in den nächsten Versen eine wichtige Lehre mit. Was will er lehren? Die Furcht des Herrn will ich euch lehren.

[36:39] Wer ist der Mann, der Lust zum Leben hat, der seine Tage liebt, um Gutes zu sehen? Hüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen vor betrügerischen Rede. Lass ab vom Bösen, tue Gutes und suche Frieden und jage ihm nach.

[36:56] David hat erkannt, dass Lüge und Täuschung nichts Gutes hervorbringen. Sie Frucht entspringt. David hat aus seiner Flucht viel von Gott gelernt.

[37:11] Und wenn wir etwas von Gott lernen, dann sollen wir das weitergeben. Genau das macht David mit diesem Psalm. Die Verse 13 bis 17 von diesem Psalm, wo es darum geht, einen ehrlichen Wandel zu haben, die werden in 1.

[37:25] Petrus 3 Vers 10 bis 12 noch mal zitiert. Und es ist jener Petrus, der auch schon einmal gelogen hat und anschließend bitter bereute.

[37:36] Ich denke, wir kennen diese Geschichte. Doch Petrus hat auch gelernt und er ruft dir zusammen mit David zu. Besonders als Gläubiger solltest du einen ehrlichen Wandel führen, den Frieden liebend.

[37:49] Dann wirst du es gut haben. Meistens. Wenn du am Arbeitsplatz ein ehrlicher und vorbildlicher Mensch, ein vorbildlicher Mitarbeiter bist, dann hast du es in der Regel leicht.

[38:00] Die Leute mögen dich und du kriegst Verantwortung, weil man deine Arbeit schätzt. Du musst nicht leiden. Meistens. Petrus zeigt uns in 1.

[38:12] Petrus 3, 14, also zwei Verse später, als er eben diesen Psalm zitiert, dass es vielleicht schon auch Zeiten gibt, wo man um der Gerechtigkeit willen leiden muss.

[38:24] Er schreibt aber auch glückselig seid ihr dann. Dann gilt es eben sich an dem festzuhalten, dass es gelernt haben und einfach vertrauen.

[38:36] David hat gelernt, dass er auch in Angst die Sache nicht selbst in die Hand nehmen muss. Und genau das wollte ich dir heute zeigen. Angst. Angst ist ein schlechter Ratgeber.

[38:48] Unser Kapitel 1. Samuel 21 hat uns einen Tiefpunkt in Davids Leben offenbart. 1. Samuel 21 hat uns gezeigt, wie fehlbar David war, weil er die Dinge selber versucht hat.

[39:02] 1. Samuel 21 hat uns aber auch gezeigt, dass Gott mit David trotzdem an sein Ziel kommt, aber dass David aus diesen Fehltritten sehr viel lernen durfte und musste.

[39:15] Du und ich, wir sind nicht besser als ein David und versuchen so oft die Sache in die eigenen Hände zu nehmen. Aber das müssen wir nicht. Ich weiß nicht, wie oft wir hier von der Kanzel schon solche Worte gehört haben.

[39:27] Worte, die uns ermutigen, die uns ermahnen sollen, auf Gott zu vertrauen. Doch das hat einen Grund. Gottes Wort ermahnt und ermutigt uns so oft, ihm durch sein Wort zu vertrauen.

[39:42] Offensichtlich haben wir es nötig, wieder und wieder daran erinnert zu werden, wer alle Macht hat und wer souverän über jede Situation steht. Und so schreibt auch Paulus in einem seiner Briefen in Philippe 3,1 Übrigens, meine Brüder, freut euch im Herrn.

[39:58] Euch öfter dasselbe zu schreiben, ist mir nicht lästig. Für euch aber bedeutet es, dass ihr fest werdet. Bis vor kurzem war ich der Ansicht, jede meiner Predigten muss einen komplett anderen Fokus haben, sonst wird es ja langweilig.

[40:15] Aber bei der Auslegungspredigt, wo wir fortlaufend die Bibel predigen, gibt der Text vor, was gepredigt werden soll. Ich möchte nicht über die Bibel predigen, sondern ich möchte die Bibel predigen.

[40:28] Ich selber habe euch hier vorhin überhaupt nichts zu sagen. Das Einzige, was ich will, ist euren Blick auf den Herrn ausrichten, auf Jesus richten. Er ist es, der dir und mir etwas zu sagen hat.

[40:38] Er ist es, der zu dir und mir durch die Geschichte von David reden will. Und die Geschichte aus 1. Samuel hat uns nicht gezeigt, dass wir Menschen niemals Angst haben dürfen.

[40:51] Die Frage ist, nur lassen wir unsere Gedanken von dieser Angst leiten oder halten wir uns an dem fest, was wir durch Gottes Wort über ihn gelernt haben. Ich bringe eine Illustration gerade für die jungen, vor allem jungen Männern.

[41:06] mal mal angenommen, du bist auf der Straße angegriffen und musst dich nun verteidigen. Ein kurzer Selbstverteidigungskurs vor fünf Jahren wird dir nicht reichen, um dich effizient verteidigen zu können.

[41:18] Renne davon. Wenn du aber seit vielen Jahren Kampfsport oder Kampfkunst betreibst, dann stehen die Chancen gut, dass du dich effizient verteidigen kannst.

[41:28] Wieso? Weil alle diese Bewegungsabläufe so oft trainiert wurden, dass sie nun automatisiert sind. Wenn ein Schlag kommt, dann geht dein Arm blitzschnell an den richtigen Ort, um diesen Schlag abzuwehren und die Energie zu eliminieren.

[41:46] Wenn du Gottes Wort so fest trainiert und verinnerlicht hast, wirst du davon großen Nutzen haben können, wenn du mal wirklich in Not bist. Unsere Geschichte steht in der Bibel, damit wir einmal mehr erkennen und lernen, wer Gott ist.

[42:05] Unsere Geschichte steht aber auch in der Bibel, weil sie das menschliche Herz offenbaren will. Die Geschichte mit David will uns davor bewahren, dieselben Fehler zu machen, wie sie David machte.

[42:17] Sie will uns aber vor allem die richtige Perspektive in Angst und Not aufzeigen. Eine Perspektive, wie sie David schlussendlich hatte, als er den Psalm 34 dichtete.

[42:28] Und ich lese nochmals drei Verse davon. Preisen will ich den Herrn alle Zeit. Ständig soll sein Lob in meinem Munde sein. Im Herrn soll sich rühmen meine Seele.

[42:41] Hören werden es die sanftmütigen und sich freuen. Erhebt den Herrn mit mir und lasst uns miteinander erhöhen seinen Namen. Wie wunderbar, wenn wir auch in Zeiten von Angst und Not in dieses Lob einstimmen können, weil wir wissen, dass er alles in der Hand hält und wir ihm vertrauen können.

[43:08] Wir beten. Treuer himmlischer Vater, ich danke dir für die Geschichte mit David. Danke zeigst uns nicht nur die Sonnenseiten dieser Vorbilder, sondern auch ihre Schwächen.

[43:23] Danke können wir uns dadurch mehr mit dieser wahren Geschichte identifizieren. Danke dürfen wir dadurch uns selbst immer besser kennenlernen. Danke dürfen wir auch dich immer besser kennenlernen und merken, dass du allein wirklich vertrauenswürdig bist.

[43:41] Herr Jesus, in deinem Namen bitten wir dich, hilf uns, unser Vertrauen auch in Angst ganz auf dich zu setzen. Hilf uns, dass wir einen ehrlichen und vorbildlichen Wandel haben dürfen, an genau dem Platz, wo du uns hingestellt hast und noch hinstellen wirst.

[43:58] Danke für dein Wort und danke für die Gemeinde, die uns dabei hilft, immer wieder die richtige Perspektive einzunehmen. Amen. Amen.