[0:00] Wenn ihr die Zeitungen aufmacht und darin lest, dann findet ihr immer wieder oder häufiger die folgende Aussage nach einer Straftat.
[0:13] Der Täter war aufgrund von diesem oder jenem nicht zurechnungsfähig. Entsprechend wird eine Therapie anstelle einer Strafe angeordnet.
[0:30] Doch nicht nur in der Justiz sehen wir diese Tendenz von den ausbleibenden Verantwortlichkeiten.
[0:41] Zunehmend sehen wir auch bei Umgang mit Süchten, mit Sünden, wie diese als Krankheiten eingestuft werden.
[0:54] Sei es Alkohol oder Glücksspielsucht. Heute werden viele Themen als Krankheit angeschaut und sogar von den Krankenkassen bezahlt.
[1:10] Doch auch im normalen Alltag werden quirlige Kinder vorschnell mit Medis ruhiggestellt.
[1:23] Oder Erwachsene, welche nicht happy sind, bekommen sogenannte Happy Pillen, um wieder aufgepettelt zu werden.
[1:34] Das Ziel der Predigt ist nicht, dass wir jetzt diese Themen, in diese Themen die Details anschauen. Aber ich möchte euch auf ein Problem aufmerksam machen.
[1:48] Sobald wir von nicht zurechnungsfähig oder von Krankheiten sprechen, dann geht der Fokus weg von der Verantwortlichkeit des Einzelnen.
[2:05] Der Mensch, der lehnt sich dann als Folge zurück und schiebt die Verantwortung auf die Umstände ab und sagt, ich bin halt so.
[2:20] Diese Umstände können dann sogenannte Krankheiten sein, die Familie, die Vergangenheit, die Erziehung, der Job, der Stress oder was es dann auch immer ist.
[2:37] Das, was folgt, sind medikamentöse Behandlungen sowie Therapien, welche sich rein auf die Symptome bzw. auf das Verhalten sich fokussieren und sich nicht mit der Ursache des Problems beschäftigen.
[2:58] Und somit gibt es auch keine nachhaltige Veränderung, keine Befreiung. Und das führt uns dann zur Frage, stimmt diese gesellschaftliche Entwicklung mit dem Wort Gottes überein?
[3:19] Woher kommen denn die Versuchungen? Und wer trägt die Verantwortung? Gibt es keine Hoffnung für all die Menschen?
[3:30] Anhand vom heutigen Predigtext aus Jakobus 1, die Verse 13 bis 18, bin ich absolut davon überzeugt, dass du und ich die Verantwortung tragen für unser Tun.
[3:51] nur wenn wir unsere Verantwortung für unsere Taten, dem zugrunde liegenden Herzen mit seinem Denken, mit seinen Wünschen und Zielen übernehmen, sie Gott bekennen und uns durch sein Wort verändern lassen, nur dann besteht auch Hoffnung auf bleibende Veränderung.
[4:22] Ich bin davon überzeugt, weil es in Gottes Wort steht, weil ich es hier in der Gemeinde immer wieder erlebe und weil ich es auch persönlich erleben durfte.
[4:37] Und darum möchte ich dich heute herausfordern. Prüfe, was im Wort Gottes steht und übernimm Verantwortung für dein Leben, für dein Handeln.
[4:56] Wenn du dies tust, dann wirst du wieder Hoffnung bekommen. Du wirst deine Sünden bei den Wurzeln anpacken und dein Leben neu zur Ehre Gottes ausrichten.
[5:16] Die Fragestellung bzw. der Titel der heutigen Predigt heißt Woher kommen Versuchungen? Und anhand von den zwei Gliederungspunkten werden wir heute den Predigtext gemeinsam anschauen.
[5:36] Der erste ist In Versuchung gefallen Gott ist nicht das Problem. Und dann zweitens In die Versuchung gefallen Dein Herz ist das Problem.
[5:55] Wir lesen jetzt gemeinsam diesen Text aus Jakobus 1, die Verse 13 bis 18. Da steht Niemand sage, wenn er versucht wird.
[6:13] Ich werde von Gott versucht. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen. Und er selbst versucht auch niemand. Sondern jeder Einzelne wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt wird.
[6:32] Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde. Die Sünde, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.
[6:43] Irrt euch nicht, meine geliebten Brüder. Jede gute Gabe, jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch ein Schatten in Folge von Wechsel.
[7:01] Nach seinem Willen hat er uns gezeugt, durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe seien. Wir verneigen uns noch zum Gebet.
[7:20] Vater im Himmel, ich danke dir vielmals für dein Wort, welches wir haben dürfen. Ja, wir dürfen wissen, dass du nicht die Ursache bist von all den Versuchungen, welche wir uns tagtäglich drin befinden.
[7:40] Du zeigst uns aber nicht nur auf, dass du es nicht bist, sondern du zeigst es auch, uns es auch auf, wonach wir suchen müssen.
[7:52] Und so möchten wir lernen, anhand von deinem Wort, dass wir verstehen lernen, woher all die Versuchungen kommen und dass wir dort ansetzen, weil wenn wir anhand von deinem Wort mit unseren Sünden richtig umgehen, dann dürfen wir auch Hoffnung, Zuversicht haben, dass Veränderung geschehen kann, dass nicht alles so bleiben muss, wie es in der Vergangenheit war, sondern dass wir dir fest vertrauen dürfen, dass du uns immer mehr veränderst in dein Bild und uns vorbereitest für die Zeit, welche wir mal gemeinsam mit dir in alle Ewigkeit haben dürfen.
[8:38] Vielen Dank, dass du uns auch brauchen möchtest, als Lichter in dieser Welt, damit wir ein Zeugnis sein dürfen, damit noch viele weitere zu dir finden dürfen.
[8:51] Wir bitten dich jetzt um dein Sprechen durch dein Wort. Herzlichen Dank. Amen. Der erste Punkt.
[9:07] In der Versuchung gefallen, Gott ist nicht das Problem. In der letzten Predigt sind schon einige Wochen beziehungsweise Monate her, da ging es darum, anhand von den ersten Versen im Jakobusbrief, dass Gott dich und mich prüft, um uns zu stärken.
[9:33] Es geht darum, um die Qualität des Glaubens hervorzubringen. Das griechische Wort, welches dort mit Prüfung übersetzt wurde oder wird, wird in unserem Text mit Versuchung übersetzt.
[9:52] Gott prüft uns durch verschiedene Lebenssituationen mit der Absicht, dass wir uns darin bewähren und gestärkt aus dieser Situation wiederum herauskommen.
[10:06] Wenn wir uns jedoch nicht durch Gottes Wort leiten lassen, wenn wir uns gegen sein Wort auflehnen, wenn wir nach unserem eigenen Willen, nach unserem eigenen Fleisch handeln und somit nach dem Rat von Satan handeln, dann spricht der Text hier von einer Versuchung.
[10:31] Und diese Versuchung endet schlussendlich in der Sünde. Und der falsche Rückschluss, der oftmals dann schnell gezogen wird, ist, dass wenn uns Gott zur Stärkung prüft, dann ist es auch Gott, der uns versucht, wenn wir versündigen.
[10:53] Jakobus ahnt, dass dieser Rückschluss schnell gemacht werden kann und dementsprechend ein Thema in der Gemeinde sein wird.
[11:04] Und darum greift er vor und ermahnt sie im Vers 13. Niemand sage, wenn er versucht wird, ich werde vom Gott versucht, denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen und er selbst versucht auch niemand.
[11:24] Wenn ein Christ in einer Situation ist und mit Sünde reagiert, dann darf er niemals sagen, ich wurde von Gott versucht.
[11:38] Jakobus verbietet das nicht nur einfach, nein, er liefert auch die Begründung, warum dies so ist und er begründet es mit dem Wesen von Gott selbst.
[11:55] Vers 13 Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, er selbst versucht auch niemand. Im ersten Satz lesen wir davon, dass es unmöglich ist, dass Gott von irgendeiner äußeren Kraft versucht werden kann.
[12:15] Das versucht werden steht im Passiv. Das heißt, dass etwas, was außerhalb von Gott ist, ihn dann versuchen könnte und Gott als Reaktion daraus dann handeln müsste.
[12:33] Doch das ist unmöglich. Keine einzige Person, kein Wesen, keine Kraft, einfach nichts kann auf Gott einen Einfluss haben.
[12:48] Gott ist souverän, er ist unabhängig von allem und somit ist es unmöglich, dass uns Gott aufgrund eines äußeren Einflusses plötzlich versucht uns zur Sünde anleitet.
[13:08] Ja, wenn jetzt nichts von außen Gott versuchen kann, dann könnte jemand noch sagen, ja, was ist aber, wenn Gott jemand aus sich selbst heraus versuchen will.
[13:22] Doch auch das ist unmöglich, denn Gott versucht niemanden. In den Versen 16 bis 18 dort begründet Jakobus, warum dass Gott niemals jemand versuchen kann.
[13:39] Da steht Vers 16 bis 18 Irrt euch nicht, meine geliebten Brüder. Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel.
[14:02] Nach seinem Willen hat er uns gezeugt, durch das Wort der Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschöpfe seien.
[14:14] Jakobus ermahnt die Gemeinde wiederum ganz stark, wir sollen uns nicht irren. Dieser Gedanke, dass Gott dich zu etwas Bösem versuchen kann, ist absolut verwerflich.
[14:30] Nachdem Jakobus aufgezeigt Gott nicht ist, was er nicht kann, zeigt er jetzt auf, wie Gott ist und was er tut.
[14:46] Jede gute Gabe kommt von Gott. Jedes vollkommene Geschenk kommt von ihm. Er ist der Schöpfer, welcher das ganze Universum gemacht hat.
[15:00] Und bei ihm ist keine Veränderung. Er ist nicht so wie wir Menschen. Er ist nicht wie ein Schatten. Ein Schatten ist ein Abbild von irgendetwas anderem.
[15:17] Der Schatten, der ist abhängig von einer Lichtquelle und von einem Objekt. Und je nachdem sich diese beiden verändern, verändert sich der Schatten.
[15:30] Doch bei Gott ist das nicht so. Bei ihm ist keine Veränderung möglich.
[15:41] Nichts und niemand verändert ihn. Weder in der ewigen Vergangenheit noch in der ewigen Zukunft. Gott hat uns nach seinem Willen gezeugt.
[15:56] Er hat uns erschaffen durch das Wort der Wahrheit. Damit wir die kostbare Erstlingsfrucht der Geschöpfe zu seiner Ehre sind.
[16:09] Wir sind in seinem Bild erschaffen. Wir sind die Krone der Schöpfung. Wir sind erschaffen durch Jesus Christus.
[16:21] Gott hat dich nach seinem Willen so erschaffen wie du bist. Gott ist gut und er tut Gutes.
[16:37] Nochmals der Gedanke, dass Gott uns aus seinem Wesen heraus zur Sünde verleitet, ist absolut verwerflich. Gottes Ziele sind genau 180 Grad die anderen.
[16:53] Hast du heute schon irgendetwas Gutes erhalten oder benutzt? Essen, trinken, ein Zuhause? Hast du Kraft gehabt zum Aufstehen?
[17:06] Hast du deine Stimme schon benutzt zum Sprechen oder Singen? Jede einzelne gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von Gott.
[17:18] Er ist der Geber von allem Guten, was wir haben. Ja, auch unsere ewige Errettung unser Glaube wurde von Gott in uns gezeugt.
[17:31] Gott wirkt durch die Schrift in deinem Leben mit dem Ziel, dass du ein Geschöpf bist, welches mit der Erstlingsfrucht im Alten Testament zu vergleichen ist.
[17:46] Die erste Frucht der Ernte, die wurde Gott geweiht. Er ist der, welcher versorgt. Und darum soll auch der beste und der erste Teil Gott wiederum zurückgegeben werden.
[18:05] Und so ist es auch in unserem Leben. Gott errettet uns, er sorgt für uns und darum sollen wir auch die Erstlinge seiner Geschöpfe sein, die Geschöpfe, welche ihm allein geweiht sind.
[18:20] Und anhand von dieser Argumentation von Jakobus ist klar ersichtlich, dass Gott nicht der sein kann, welcher dich zum Bösen verleitet und somit die Ursache von deinem wie auch von meinem Scheitern ist.
[18:42] Doch wie oft machen wir doch genau diesen Fehler und betrachten Gott aus unserer eigenen Perspektive und kommen so zu einer totalen falschen Sicht über unseren Gott.
[18:57] Ihr habt sicherlich auch schon die Erfahrung gemacht, dass ihr über eine Person Dinge gehört habt und entsprechend ein eigenes Bild von dieser Person kreiert habt.
[19:11] Als ihr dann euch persönlich mit dieser Person getroffen hattet, da hattet ihr plötzlich gesehen, dass diese Person ganz anders ist, als ihr es euch vorgestellt habt.
[19:25] Wenn wir dann unsere Sicht über diese Person nicht korrigieren, dann wird diese falsche Sicht in der Beziehung immer wieder im Wege stehen.
[19:38] Und genau gleich ist es mit unserer Sicht, welche du hast und ich haben, zu unserem Gott. Wenn du aus deiner beschränkten Perspektive Gott beurteilst und falsche Schlüsse daraus ziehst, dann wird dies unweigerlich Auswirkungen auf dein Gebets- bzw.
[20:05] Glaubensleben haben. Wenn du aus deinen Gefühlen, aus deinen Erlebnissen heraus eine falsche Vorstellung über Gott hast und du denkst, dass Gott der ist, welcher dich versucht, dann wirst du auch an Gottes Güte und seiner Liebe zweifeln und folglich ihm auch nicht mehr vertrauen.
[20:36] Als Reaktion daraus wirst du dir danach selbst besorgen, was du für dich als gut befindest. Und darum ist es absolut wichtig, dass wir Gott so erkennen, wie er sich in der Bibel offenbart und wir ihm als Reaktion daraus vertrauen.
[20:59] Gott ist gut und er tut Gutes. Anhand von diesem gelesenen Text sind wir uns einig, dass wir Gott nicht die Schuld zuschieben dürfen, wenn wir in einer Situation sündig handeln.
[21:18] Aber sicherlich hast du dir auch schon die Frage gestellt, wie konnte dann dies nur passieren? Ich wollte diese Sünde gar nicht tun. Ich habe keine Ahnung, warum ich jetzt da lande, wo ich gelandet bin.
[21:37] Aussagen wie es kam einfach so über mich und da hatte ich drauf geklickt. Ich konnte nicht anders.
[21:50] Ich habe ihn dann einfach angeschrien. Oder als ich das feine leckere Buffet gesehen habe, konnte ich nicht anders, wie mich einfach durch zu essen.
[22:01] Du kennst sicherlich einige dieser Gedanken oder zumindest ähnliche Beispiele gibt es genügen. Sie tönen alle sehr passiv und nehmen uns aus der Verantwortung heraus.
[22:21] Wir alle kämpfen mit diesen Gedanken. im zweiten Teil der Predigt möchten wir uns dieser Frage jetzt widmen und herausfinden, worin unsere sündigen Taten die Wurzeln haben, wo sie entsprechend entstehen.
[22:43] In diesem Zusammenhang werden wir auch herausfinden, warum wir zum falschen Schluss kommen, dass wir eine passive Rolle beim Sündigen haben.
[22:54] Wir möchten also einen Blick hinter die Kulisse werfen, um zum Kern des Problems vorzudringen. Wenn Gott uns definitiv nicht versucht, wer dann?
[23:11] Der zweite Punkt, in der Versuchung gefallen, dein Herz ist das Problem. Vers 14 Sondern jeder wird wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt wird.
[23:32] Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde. Die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. Der Vers 14, der fängt mit einem Sondern an.
[23:48] Dieses Wort zeigt uns, dass es sich um eine Gegenüberstellung von dem, was vorher gesagt wurde, handelt. Im ersten Teil steht, dass Gott nicht der Urheber der Sünder ist.
[24:03] Jetzt kommt das Wort Sondern vor und zeigt, wo das wirkliche Problem begraben ist. Die Ursache der Versuchung bzw.
[24:14] unserer Sünde ist, wenn unser Herz von unseren eigenen Begierden gereizt und gelockt wird und wir diese dann blindlings füttern.
[24:28] Wenn du ein Tier fangen möchtest, dann brauchst du einen Köder, welches das Tier auch gerne Appetit hat.
[24:40] Mit Gras kannst du keinen Löwen anlocken und mit einem Fleischstück kein Schaf. Jakobus zeigt auf, dass jeder seine eigenen Begierden hat und dass er von diesen eigenen Begierden gereizt und gelockt wird.
[25:05] Aufgrund unseres Geschlechts, aufgrund unseres Alters, aufgrund unserer Kultur, in welcher wir leben, sind nicht alle Begierden für alle gleich locken.
[25:21] Es gibt Unterschiede. Nicht jeder von uns kämpft mit den gleichen Verlockungen. Aber dennoch kämpfen alle von uns damit, dass wir Dinge begehren, welche anscheinend wichtiger sind wie Gott selbst.
[25:41] diese Begierden kommen aus unserem Herzen heraus und ist ein starkes Verlangen, eine Lust oder ein Zwang etwas zu haben.
[25:55] Wenn es positiv, wenn es ein gutes Verlangen ist, dann lesen wir speziell gerade auch in den Psalmen oft von einem Durst, von einem Hunger.
[26:07] Wie zum Beispiel im Psalm 42 Vers 2 und 3 Dort steht, wie ein Hirsch legt nach Wasserbächen, so legt meine Seele Gott nach dir.
[26:24] Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich kommen und vor Gottes Ansicht erscheinen? Wenn es aber negativ ist, wie in unserem Text, so habe ich noch ein paar Parallelstellen.
[26:43] Römer 1 Vers 24 da steht zum Beispiel, darum hat Gott sie auch dahin gegeben, in die Begierden ihrer Herzen, zur Unreinheit, so dass ihre eigenen Leiber untereinander entehren.
[27:02] Also zuerst die Begierde, dann die Sünde. Oder in Epheser 2 Vers 3 Unter ihnen führten auch wir alle einst unser Leben in den Begierden unseres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken taten und wir waren von Natur Kinder des Zorns wie auch die anderen.
[27:29] Die Begierden können verschiedene Dinge in unserem Herzen sein, von welchen wir unser Vertrauen, unsere Hoffnung bzw.
[27:41] unsere Zufriedenheit abhängig machen. Wenn wir unsere Zufriedenheit außerhalb von unserem Gott suchen, unser Vertrauen und unsere Hoffnung nicht auf Gott setzen, dann handelt es sich um Götzendienst.
[28:01] Diese Götzen haben ein Begehren, sie möchten gestillt werden und entsprechend sind wir auch bereit, diese Götzen mit sündigen Taten zu füttern.
[28:14] Und somit ist Gott nicht der, der uns versucht. Nein, es sind deine und meine Begierden, welche gestillt werden möchten.
[28:29] Vielleicht hast du dir jetzt auch überlegt, warum Jakobus zu Beginn von Vers 13 schreibt, niemand sage, dass er von Gott versucht wird. Bei uns Menschen perlt Verantwortung übernehmen besser ab als Wasser bei einer imprägnierten Gortexjacke.
[28:55] Wir sind so schnell bereit, Verantwortung einfach auf Umstände oder auf Gott abzuschieben. Doch Gott nimmt dich zu 100% in die Verantwortung, wenn du sündigst.
[29:13] Warum ist das so? Ich vertraue jedem von euch, dass ihr am Morgen nicht aufsteht und einen Sündenkatalog vor Augen habt, das alles will ich heute tun und diese und jene Beziehung zerstören.
[29:32] Doch es gibt Abende, wo wir leider zurückschauen auf den Tag und genau das beobachten können, was alles schief gegangen ist.
[29:43] Und warum ist das so? Jakobus vergleicht diesen Prozess vom Sündigen wie mit dem Empfangen und der Geburt.
[29:57] Es ist eine Art von Kettenreaktion. Wenn eine Begierde auf Empfang ist und wir diese füttern, gebiert sie die Sünde und schlussendlich gebiert die Sünde den Tod.
[30:14] Ohne Evangelium endet jede einzelne Sünde im geistlichen bzw. physischen Tod. Dieser Zusammenhang von Begierden, welche uns reizen und der daraus folgenden Sünde ist jedoch keine neue Erkenntnis von Jakobus, sondern zieht sich von 1.
[30:40] Mose bis hin zur Offenbarung lückenlos durch. Ganz am Anfang in der Bibel, im dritten Kapitel, schlag das mal auf, 1.
[30:51] Mose Kapitel 3, da sehen wir, wie Adam und Eva durch die Lust zur Sünde verführt wurden. 1.
[31:03] Mose 3 Vers 1, dort steht, da spricht die Schlange zur Eva, sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft.
[31:28] Beachtet, Satan bereitet hier Eva vor. Er stellt Gott als einen Miesmacher, als einen knausigen Typen vor, jemand, der ihnen das Beste vorenthält und der alles verbietet.
[31:47] Dann Vers 2, da sprach die Frau zur Schlange, von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen, aber vom Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt, esst nicht davon und rührt sie auch nicht an.
[32:02] Damit ihr nicht sterbt. Da sprach die Schlange zu der Frau, keines Falls werdet ihr sterben, sondern Gott weiß, an dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet und ihr werdet sein wie Gott und ihr werdet erkennen, was gut und was böse ist.
[32:26] Die Schlange sie packt Eva, indem sie Eva bei ihrer Begierde weckt, so zu sein wie Gott. In Evas Herz ist jetzt die Begierde am Wuchern, unabhängig zu sein, so wie Gott zu sein, selbst wissen, was gut und was schlecht ist.
[32:52] und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht und sie nahm von seiner Frucht und aß und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war und er aß.
[33:14] Plötzlich wird die verbotene Frucht in ihrer Vorstellung zu einer guten Frucht. Der verbotene Baum wird zu einem begehrenswerten Baum.
[33:30] In Eva wird dieses Begehren geweckt und sie meint zu wissen, was sie unbedingt jetzt zu haben müsse. Die Begierde macht sie empfänglich, um dann zu sündigen.
[33:44] Sie diskutiert mit Satan, schaut auf das Begehrenswerte und wird schwanger mit der Idee, so zu sein, wie Gott ist, um dann die Sünde zu gewähren.
[33:57] Nach einem kurzen Genuss der Frucht bekamen die beiden die bittere Erkenntnis, dass sie nackt waren und dass sie gegen Gott gesündigt haben.
[34:09] Anstelle vom ewigen Leben mit ihm bekommen sie jetzt den Tod hier auf der Erde. Anstelle vom Leben im Überfluss im Garten Eden und einem Leben in der Gemeinschaft mit ihrem Herrn müssen sie den Garten sofort verlassen und die Konsequenz in jedem einzelnen Tat von ihrer Tat spüren.
[34:35] Evas Begehren nach Unabhängigkeit war die Basis für den Ungehorsam gegenüber Gott.
[34:47] Genau dieses Begehren oder die Lüsten erlag auch Achan. Gott sorgte treu für sein Volk 40 Jahre lang oder über 40 Jahre lang.
[35:02] Bei der Einnahme vom verheißenen Land hat Gott an die Israeliten geboten, dass alles erbeutete in Jericho Gott gehört und sie es nicht anfassen sollen.
[35:14] Alles Gold und Silber beansprucht Gott für sich selbst. Achan hat aber nicht danach gehandelt. Er wollte Gott nicht vertrauen und er organisierte seine Altersvorsorge auf seine Art und Weise.
[35:32] Und wie begründet Achan seine Sünde, als er von Joshua zur Rede gestellt wurde? Joshua 7 Vers 1 Und ich sah unter der Beute einen kostbaren babylonischen Mantel und 200 Scheckel Silber und einen goldbaren 50 Scheckel schwer.
[35:54] Da gelüstete mich danach und ich nahm es und siehe es ist in meinem Zelt unter der Erde vergraben und das Silber darunter. Auch hier er sah etwas das Gott ihm verboten hatte zu nehmen.
[36:13] Die Lust treibt ihn an zur Tat und er machte etwas Verbotenes. Er gibt der Lust nach, wird schwanger mit dieser Lust und er bekommt und es kommt zur Sünde und schlussendlich auch bei ihm zum irdischen Tod.
[36:36] Noch ein konkreteres Beispiel, vielleicht speziell für uns Männer, schlagt mal 2. Samuel 11 auf. Ich möchte nicht Andi und Tom vorgreifen, aber es ist eine gute Anwendung.
[36:53] Hier geht es um eine Lust, bei der speziell wir Männer anfällig und ich würde sagen, alle schon reihenweise in unterschiedlichem Ausmass gefallen sind.
[37:08] 2. Samuel 11 Abvers 2 Und es geschah, als David zur Abendzeit von seinem Lager aufstand und auf dem Dach des königlichen Hauses umher wandelte.
[37:24] Da sah er vom Dach aus eine Frau sich baden und die Frau war von sehr schönem Aussehen. Und David sandte hin und erkundigte sich nach der Frau und man sprach, ist das nicht Bazeba, die Tochter Eliams, die Frau Urias, des Hediters?
[37:44] Und David sandte Boten hin und ließ sie holen und sie kam zu ihm und er lag bei ihr. Sie aber hatte sich gerade von ihrer Unreinheit gereinigt und sie kehrte wieder in ihr Haus zurück.
[38:01] Anstelle, dass David bei seinem Heer im Krieg war, hängte David an diesem schönen Abend auf seiner Dachterrasse herum. Und da sieht er plötzlich, wie sich eine Nachbarin badet.
[38:18] Zudem war es noch eine sehr hübsche. Wir lesen zwar nicht direkt von einer Lust, zumindest wir Männer können uns das alles sehr gut vorstellen, wie das vor sich ging.
[38:34] Zuerst Langeweile, weil er nicht das tat, was er eigentlich hätte tun müssen. Dann kommt der Kick, welches seine ganze Aufmerksamkeit plötzlich auf sich zieht.
[38:50] Eine wunderschöne Frau und erst noch naturbelassen beim Baden. Seine Lust, seine Begierde nach dem Kick weckt die Interesse an dieser Frau.
[39:07] Die muss ich haben. Und es bleibt nicht nur bei diesem ersten Blick. Die Begierde treibt ihn an, er forscht nach ihr, er lässt sie holen und er schläft mit ihr.
[39:24] Die Sünde, sie zieht immer weitere Kreise bis schlussendlich David, ihr oder Badsebas eigentlicher Mann, aus dem Weg räumen muss und so zum Mörder wurde.
[39:38] Und so sündigte Gott immer mehr gegenüber Gott. Gott hat im zweiten Mose 20 Vers 17 geboten, diese Stelle wusste David, du sollst nicht begehren das Haus deines Nächsten.
[39:57] Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch seinen Rind, noch seinen Esel, noch irgendetwas, was dein Nächster hat.
[40:09] Und in Matthäus 5 Vers 28 zeigt uns Jesus, dass dieses Gebot nochmals massiv verschärft wurde.
[40:23] Matthäus 5 Vers 28 sagt Jesus selbst, ich aber sage euch, wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herz schon Ehebruch mit ihr begangen.
[40:39] Nicht erst der Sex außerhalb der Ehe ist Sünde, nein, es sind unsere Begehrenswerten oder unsere begehrenden Gedanken, unsere Blicke, unsere Wünsche, welche wir in unserem Herzen haben.
[41:04] Anhand von diesen drei verschiedenen Beispielen haben wir den Zusammenhang zwischen dem Begehren, dem Nachgeben, der sündigen Tat und schlussendlich dem Tod gesehen.
[41:21] Genau das, was Jakobus 1, Vers 14 bis 15 so wunderbar zusammenfasst. Der Lügner Satan bzw.
[41:35] der Mörder Satan, kommt nicht mit einer Machete zu uns und schlägt einem nach dem anderen einfach den Kopf ab. Nein, er kommt mit süß aussehenden Verlockungen und lockt uns mit unserer eigenen Begierde.
[41:53] Dann lassen wir uns durch die Begierde zur Sünde verleiten mit der Hoffnung auf Genuss. Doch dann erwischt es uns eiskalt.
[42:07] Das Süße zeigt sich plötzlich sauer. Das Schöne wird zum Horror, das Erstrebenswerte wird zum Abscheulichen. Die scheinbar versprochene Unabhängigkeit endet in der totalen Abhängigkeit.
[42:27] Darum übernimm Verantwortung. Mache nicht Gott oder die Umstände verantwortlich für die Versuchungen in welchen du dich befindest.
[42:41] Es sind deine Begierden. Schauen wir uns drei Beispielen von Begierden und Versuchungen aus unserem Alltag an.
[42:54] Zuerst mal die Begierde zum Beispiel Macht und Kontrolle. Du willst alles in der Hand haben. Alles muss genau so laufen, wie es du dir vorstellst, wie es dir passt.
[43:14] Und so ergibt sich dann die Versuchung für dich, wenn es im Geschäft oder im Zuhause dann nicht so läuft, wie du willst, dann stehst du in der Versuchung, dass du andere plötzlich beginnst zu manipulieren.
[43:31] Du versuchst andere zu beeinflussen. Du beginnst zu lügen oder mit Wut und Kraft um dich zu schlagen, damit du wieder die Kontrolle in dieser Situation hast.
[43:50] Es ist nicht Gott, der dich hier versucht, sondern deine Macht und Kontrollbegierde, welche dich zur Sünde verleitet.
[44:01] Ein anderes Beispiel an Erkennung, geschätzt sein, akzeptiert werden. Das Beispiel ist, wie andere dich sehen, ist dir wichtiger, wie Gott dich sieht.
[44:21] Deinen Wert machst du abhängig, wie andere dich annehmen, beziehungsweise wie du geliked wirst. die Versuchung ist dann, wenn du diese Anerkennung nicht bekommst, dann weibelst du noch mehr um Aufmerksamkeit.
[44:40] Du machst, du machst, um andere, du machst, was andere lieben, um selbst geliebt zu werden. Du wirst zornig und flippst aus, du hungerst dich in sogenannte Idealgrössen, lebst in Umzucht mit deiner Begierde, nur damit dein Götze oder deine Begierde Anerkennung gestillt wird.
[45:08] Es ist nicht Gott, der dich hier versucht, sondern deine Begierde nach Anerkennung, wegen dich zu einem Pharisäer macht, dich hungern lässt oder dich in Umzucht treibt.
[45:24] Oder dann noch das letzte Beispiel, Selbstsucht, schöne Gefühle, glücklich sein. Das Beispiel ist, du willst schöne Gefühle haben, du willst schöne Gefühle erleben.
[45:43] Und das geht am einfachsten, indem du dir selbst eine Welt schaffst, in welcher du dies erleben kannst. Die Versuchung ist dann, ich ziehe mich in meine heile Welt zurück.
[46:00] Das kann entweder die virtuelle sein, das kann eine sein, welche durch Alkohol oder Drogen geschaffen wurde, es kann aber auch eine sein, welche durch romantische Bücher oder Filme du dir selbst malst oder durch Pornografie und Selbstbefriedigung dir selbst eine Welt erschaffst.
[46:30] Auch hier, es ist nicht Gott, der dich hier versucht, sondern deine Begierde nach diesem Glück, nach dieser Zufriedenheit, nach diesen schönen Gefühlen, welche dich in die Süchte abstürzen lassen.
[46:47] doch sind wir diesen Begierden einfach so ausgeliefert? Gibt es da keine Hoffnung? Zugegeben, wenn die Begierde in uns drin ist und wir diese füttern, dann sagt schon unser Vers, dass dann die Sünde nicht mehr weit weg ist.
[47:11] Vers 15, danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde. Es wird also schwierig, wenn die Begierde bereits in uns drin ist, nicht zu sündigen.
[47:22] Wir müssen also schon früher oder tiefer ansetzen, dort, wo auch die Begierde ansetzt. Gemäss dem Vers 14 wissen wir, dass die Begierde reizt und lockt.
[47:36] Die Begierde hat aber nur Erfolg, wenn sie auch mit etwas gereizt wird, was dein Herz begehrt. Das Deserbuffet wird dir nur zum Verhängnis, wenn du ungesättigt, voller Lust, mit gierigem Blick und leerem Teller dort antrabst.
[47:57] Wenn in deinem Herz das Ego auf dem Königstron sitzt, ein Herz, das den eigenen Erfolg, der Genuss, die Zufriedenheit oder einfach die Ruhe und die Ehre sucht, dann werden für dich die Begierden des Teufels offene Türen haben.
[48:18] Es ist wie bei einem Magnet. Wenn der Plus und der Minuspol genügend nahe beieinander sind, dann kleben sie bald einander. Ein Mann, der seine Zufriedenheit von schönen Gefühlen abhängig macht, wird offene Türen für Satan und seine Verlockungen haben.
[48:37] Jede Verlockung, welche ihm dieses schöne Gefühl oder diese Zufriedenheit dann auch verspricht, nach welcher er sich so sehr sehnt, wird er gleich Einlass gebieten oder gewähren.
[48:56] Jede Verlockung wird da recht sein, egal ob in der Pornografie im Internet oder einfach ein Lustobjekt auf der Strasse.
[49:07] Somit ist die Pornografie nicht der Kern seiner Sünde, sondern die Ausrichtung seines Herzens.
[49:18] Solange er ein Leben zu seiner eigenen Ehre und zur Zufriedenheit seiner eigenen Gefühle orientiert, wird er immer offene Türen für die Versuchungen Satans haben.
[49:34] Doch jetzt kommt das Evangelium zum Zug. Wenn du dies jedoch erkennt hast, wenn du erkennt hast, dass du ein Leben zu deiner eigenen Ehre lebst, erkennt, anstelle zur Ehre von deinem rechtmäßigen Besitzer, Erlöser und Herr, wenn du darüber Buße tust und dein Leben neu auf Gott und auf seine Ehre ausrichtest, wenn du nach Gott wie ein Hirsch nach Wasser legst und vom ewigen Wasser trinkst, dann kann Satan dir die Verlockungen des Lebens auftischen und du wirst nicht fallen.
[50:28] Auch wenn die Verlockungen magnetisch bleiben, dein Herz aber ungepolt ist, dann kann die Verlockung noch so nahe kommen, wie sie möchte.
[50:39] Dein Herz wird nicht darauf reagieren bzw. dich zur Sünde anstoßen. In der Vollendung sehen wir dies bei Jesus Christus, als er durch den Satan versucht wurde.
[50:54] Jesus wollte den Willen des Herrn seines Vaters tun. Er sucht nicht seine eigene Ehre, sondern die Ehre von seinem Vater.
[51:08] Satan konnte ihm anbieten, was er wollte, weil Jesus nicht nach dem Begehrte, sondern nach dem Willen des Vaters konnte er standhaft bleiben.
[51:22] Wir sind durch Gottes Erlösung gerechtfertigt, sündlos und heilig. Das ist unsere juristische Stellung vor Gott. Wir leben aber in diesem noch so sündigen Leib, der immer wieder sich selbst dienen möchte.
[51:40] So sündlos zu leben, wie Christus hier auf der Erde gelebt hat. Das soll unser Ziel sein. Erreichen werden wir es aber hier auf der Erde nicht.
[51:53] Solange wir in unserem Fleisch leben, es wird ein Kampf bleiben. Und Jesus fordert uns im Lukas 9, Vers 23 auf, er sprach aber zu allen, wenn jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.
[52:15] Unser Ich mit unseren Begierden müssen wir täglich kreuzigen. Unser Wille seinem Willen unterordnen. Nicht unsere eigene Ehre, sondern seine Ehre suchen.
[52:31] Die erfolgreiche Strategie gegen das Fleisch verrät uns Paulus auch in Galater 5, Vers 16. Ich sage aber, wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen.
[52:47] Wenn wir unser Leben danach ausrichten, was der Geist Gottes will und das auch tun, dann wird das Fleisch mit seinen Begierden keine Nahrung in uns finden.
[53:01] Wenn wir uns auf das fokussieren und konzentrieren, was in den Augen Gottes wichtig ist und richtig ist, dann werden wir auch davor bewahrt, das Falsche zu tun.
[53:15] Wenn David seine Verantwortung getragen und nicht gemäss seinen Lüsten auf der Dachterrasse gelebt hätte, dann wäre es nie zum Ehebruch gekommen.
[53:31] Doch wisst ihr was? die Geschichte mit David, die hat nicht mit Ehebruch, mit Mord und Totschlag geändert.
[53:43] Nicht mit seinem Versagen, sondern mit Gottes Vergebung, mit seiner Versöhnung und mit seiner Wiederherstellung.
[53:57] Schlagt mal Psalm 51 auf. Wir möchten diesen Psalm ganz lesen, denn er vermittelt Hoffnung, auch für dich und für mich.
[54:11] Psalm 51 Abvers 1 Dort steht dem Vorsänger ein Psalm Davids. Jetzt wird direkt die Verlinkung gemacht zwischen diesem Psalm und der Geschichte, welche wir vor miteinander betrachtet haben, als der Prophet Nathan zu ihm kam, weil er zu Batzeba eingegangen war.
[54:37] O Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, tilge meine Übertretungen nach deiner großen Barmherzigkeit.
[54:49] Merkt ihr, David übernahm Verantwortung für seine Taten und er geht zu Gott. Vers 4 Erwasche mich völlig rein von meiner Schuld und reinige mich von meiner Sünde, denn ich erkenne meine Übertretungen und meine Sünde ist alle Zeit vor mir.
[55:12] An dir allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in deinen Augen, damit du recht behältst, wenn du redest und rein dastehst, wenn du richtest.
[55:29] David sah sich selbst schuldig vor Gott. Dann Vers 7 Siehe, in Schuld bin ich geboren und in Sünde hat mich meine Mutter empfangen.
[55:42] Siehe, du verlangst nach Wahrheit im Innersten, so lass mich im verborgenen Weisheit erkennen. Entzündige mich mit Isop, so werde ich rein.
[55:54] Wasche mich, so werde ich weißer als Schnee. Hier bittet David Gott um Vergebung. Vers 10 Lass mich Freude und Wonne hören, damit die Gebeine frohlocken, die du zerschlagen hast.
[56:12] Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden und tilge alle Missetaten. Erschaffe mir, O Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, einen festen Geist in meinem Innern.
[56:33] Seht ihr, hier bittet er um ein reines Herz. Auch er kommt zur Erkenntnis. Beim Herz muss Veränderung geschehen. Und dann Vers 13 und 14 Verwirf mich nicht vor deinem Angesicht und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir.
[56:51] Gib mir wieder die Freude an deinem Heil und stärke mich mit einem willigen Geist. David endet mit einer Bitte um Freude am Leben mit Gott.
[57:09] Vers 15 Ich will die Abtrünnigen deine Wege lehren, dass sich die Sünder zu dir bekehren. Errette mich vom Blutschuld, O Gott, du Gott meines Heils, so wird meine Zunge deine Gerechtigkeit jubelnd rühmen.
[57:28] Herr, tue meine Lippen auf, damit mein Mund dein Lob verkündige, denn an Schlachtopfern hast du kein Wohlgefallen. Hier richtet David wiederum seinen Blick auf Gott und er möchte wieder den Auftrag wahrnehmen, den Gott ihm gegeben hat, nämlich zu seiner Ehre zu leben.
[57:53] Und dann spricht er weiter, sonst wollte ich sie dir geben, Brandopfer gefallen dir nicht. Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein zerbrochener Geist, ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz, wirst du, O Gott, nicht verachten.
[58:08] Tu wohl an Zion nach deiner Gnade, baue die Mauern Jerusalems, dann wirst du gefallen haben an Opfern der Gerechtigkeit, an Brandopfern und Ganzopfern, dann wird man Stiere darbringen auf deinem Altar.
[58:24] Mein Ziel der Predigt war, dass du überzeugt bist, wenn du in einer Prüfung versagst und zündigst, dann solltest du niemals auf die Idee kommen und die Schuld Gott oder den Umständen zuschieben, dass Gott dich versucht.
[58:50] Denn Gott kann nicht versucht werden und er selbst wird auch niemals irgendjemand versuchen und er verändert sich nicht weder in der Vergangenheit noch in der Zukunft, dass er das jemals könnte.
[59:10] Nein, im Gegenteil, alle guten Gaben, jedes vollkommene Geschenk, ja, unsere ganze Errettung kommt von Gott allein. Gott ist gut und er tut Gutes.
[59:25] Und dem gegenüber sollst du überzeugt sein, dass die Versuchungen aus den Begierden deines Herzens kommen. Deine Begierde lockt und reizt dich, bis du nachgibst und in Sünde verfällst.
[59:40] Somit liegt die Ursache in deinem Herzen. Die Begierde kann dich nur locken und reizen, wenn dein Herz darauf ausgerichtet ist.
[59:52] Gott ist nicht das Problem, wenn du versorgst, sondern dein Herz. Somit musst du dort die Veränderung beginnen.
[60:03] Dort muss die Veränderung geschehen. Nicht mehr dein Wille, deine Ziele, deine Ehre, sondern auf dem Thron des Lebens soll Gottes Wille stehen, seine Ehre und seine Ziele.
[60:23] Darum, wenn du versagt hast, und das tun wir alle, dann bekenne Gott deine Begierden, empfange Vergebung und lebe zu seiner Ehre.
[60:42] Bei ihm gibt es immer Hoffnung. Zusammenfassend möchte ich noch 1. Petrus 1 Vers 14 bis 16 lesen.
[60:54] 1. Petrus 1 Vers 14 bis 16 Als gehorsame Kinder passt euch nicht den Begierden an, denen ihr früher in eurer Unwissenheit dientet, sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel.
[61:17] Denn es steht geschrieben, ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig. Wir verneigen uns noch zum Gebet. Vater im Himmel, du bist ein heiliger Gott.
[61:34] Du warst schon immer heilig, du bist heilig und du wirst immer heilig bleiben. An dir ist nichts Böses und niemand könnte an dir irgendetwas verändern, dass du etwas Böses tun solltest tun.
[61:54] Du bist Gott, du bist souverän über allem, du bist frei von allem Schlechten, du bist heilig und gerecht. Und wir haben anhand von diesen Versen aus Jakobus gesehen, wir sind es nicht.
[62:12] Seit dem Sündenfall sind wir alle gefallene Wesen. Wir sind schuldig vor dir, weil wir so sein möchten, wie du bist.
[62:24] Wir geben uns nicht zufrieden mit deinem Plan, mit deiner Ehre. Und so sind wir in die Ehre gegangen. Vater im Himmel, du zeigst uns nicht nur die Probleme auf, sondern du zeigst uns auch die Lösung auf.
[62:41] Du zeigst wo, dass wir fehlgehen und du zeigst uns auf, wie wir aus diesen Verfehlungen herauskommen, wie wir deine Gnade, deine Barmherzigkeit, deine Vergebung empfangen können, egal, was auch immer passiert ist.
[63:01] Und so möchten wir dir nicht nur unsere sündigen Taten bekennen, nein, wir möchten unsere Begierden des Herzens bekennen.
[63:13] Ja, wenn wir nach einem Angenehmen, nach einem Angesehenen, nach einem schönen Leben trachten, wenn wir nach einem Leben trachten, welches von Unabhängigkeit, von Souveränität geprägt ist, vergib uns unsere falschen Begierden, welche uns in so vielfältige Sünden getrieben haben.
[63:40] Hilf uns, dass wir uns daran erinnern, dass wir schnell sind im Bekennen, wenn wir falsch gehen und deine Vergebung annehmen. Hilf uns, dass wir nach deinem Wort dürsten, dass wir nach deinem Wort Hunger haben und nach deiner Gemeinschaft uns ausrichten.
[64:06] In dir allein können wir das empfangen, was du in das Herz des Menschen gelegt hast. Herzlichen Dank dafür. Amen.
[64:17] Amen.