[0:00] dich ehren dürfen mit Gesang, mit Liedern, mit Worten. In unserem ganzen Leben dich ehren, nicht nur mit unseren Lippen. Und wir bitten auch dich jetzt, dass du hilfst, dass die Auslegung deines Wortes zu deiner Ehre sein kann, damit du verherrlicht wirst, damit alle sehen, wie groß du bist.
[0:18] Amen. Gott ist kein Bodyguard. Nein, Gott ist ein Schatten.
[0:35] Er denkt jetzt vielleicht, was soll das? Ich kann es belegen, Psalm 121, 5. Der Herr ist dein Hüter, der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand.
[0:50] VIPs haben manchmal Bodyguards. Die Bodyguards sind nur so lange dort, oder die VIPs sind nur so lange sicher, wie die Bodyguards dort sind. Sobald er weg ist, da kannst du ihn umlegen und es passiert dir nichts.
[1:03] Aber Gott ist ein Schatten. Er begleitet dich überall hin. Du siehst ihn wohl nicht immer. Aber er ist immer da. Was auch immer du tust, der Herr ist wirklich da.
[1:16] Er behütet dich, er bewahrt dich. Er bewahrt nicht nur dein Äusseres. Er ist nicht ein Bodyguard, er ist auch ein Seelenguard. Er bewahrt deine Seele vor dem Fallen.
[1:29] Und er bewahrt nicht nur, er ist es auch, der Gelingen gibt bei der Arbeit und bei allem, was du tust. So ist der Herr für alle seine Kinder.
[1:41] Und dies sehen wir heute eindrücklich an der Geschichte Davids, wie Nils bereits verlesen hat. Das Thema heute ist der Schatten des Allmächtigen.
[1:54] Der Schatten des Allmächtigen. Und es gibt wiederum nur zwei Punkte. Erstens, das Gelingen kommt von dem Herrn. Und zweitens, Schutz und Rettung kommt von dem Herrn.
[2:11] Gelingen kommt von dem Herrn. Schutz und Rettung kommt von dem Herrn. Ich möchte mit dieser Predigt heute, dass ihr seht und bemerkt, wie David unter dem Schatten Gottes, unter dem Schatten des Allmächtigen lebte und was es für ihn bedeutete.
[2:29] Wie er trotz Schwierigkeiten, durch die Schwierigkeiten hindurch, musste und doch am Ende Gott preisen konnte. Sogar wenn er noch mitten in der Schwierigkeit steckte.
[2:39] Es soll euch dazu ermutigen, dem Herrn zu vertrauen. Und es soll euch helfen, dem Herrn schon dann zu danken, wenn ihr noch nicht aus euren Schwierigkeiten heraus seid.
[2:54] Und so kommen wir gerade zum ersten Punkt. Das Gelingen kommt von dem Herrn. Letzten Sonntag haben wir zwei Reaktionen gesehen, welche Menschen auf David hatten.
[3:10] Die einen, sie liebten David, die anderen hassten ihn. Die einen freuten sich an seinem Erfolg, die anderen waren neidisch und störten sich daran.
[3:24] Wir sahen, dass der Ursprung dieses Neides der Stolz ist. Der Stolz, der sich über alle anderen zu überheben sucht und am Ende sogar über Gott.
[3:40] Und so haben wir erkannt, dass ein stolzes Herz der Ursprung von viel Sünde ist, von Streit, von Feindschaft und sogar von Mordgedanken.
[3:52] Jonathan haben wir gesehen, der war ein Mann, der seinen Stolz ablegen konnte. Er konnte Gottes Wege so annehmen, wie sie waren. Er liebte David so sehr, dass er mit ihm ein Bundschloss und ihm lebenslängliche Treue versprach.
[4:12] Und so stellte der Herr dem David einen treuen Freund zur Seite, den er auch gebrauchen würde im Kapitel 19.
[4:24] Auf der anderen Seite war Saul. Es stieß ihm sehr sauer auf, dass David von den Menschen und insbesondere von den Frauen so übermässig hochgejubelt wurde. Und er, er konnte es nicht ertragen, dass jetzt der Mann da war, von dem Samuel gesagt hat, das Königreich ist deinem Nächsten gegeben, der besser ist als du.
[4:50] Und seinen Kopf muss es immer gemacht haben, besser, besser, besser als ich, mein Nächster besser als ich. Kennt ihr diese Gedanken? Saul war derart von sich selbst eingenommen und so sehr auf seine eigene Ehre bedacht, dass es keinen anderen Weg geben konnte, als diesen Thronfolger zu beseitigen, ein für allemal.
[5:14] Und heute werden wir schauen, wie er das anzustellen gedachte. In Kapitel 18, ab Vers 10 bis Ende 19. Ja, es ist ein langer Text.
[5:26] Nehmt bitte eure Bibeln hervor. Wir werden jetzt durch diese Verse gehen. 1. Samuel 18, ab Vers 10. Und es geschah am nächsten Tag, das heisst am nächsten Tag, nachdem Saul neidisch geworden war, da geriet ein böser Geist von Gott über Saul und er weiss sagte im Innern des Hauses.
[5:51] David aber spielte mit seiner Hand, wie er Tag für Tag tat. Und der Speer war in der Hand Sauls. Und Saul warf den Speer und dachte, ich will David an die Wand spiessen.
[6:02] Aber David wich ihm zweimal aus. Und Saul fürchtete sich vor David. Denn der Herr war mit ihm. Und von Saul war er gewichen.
[6:14] Ein herzvoller Neid, aus einem herzvoller Stolz, führt zu Hass und führt zu Zorn.
[6:29] Epheser 4, 26 sagt uns, zürnt ihr so sündig nicht. Die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn. Was ist dann das Resultat, wenn wir das machen, wenn wir die Sonne untergehen lassen?
[6:43] Vers 27. Und gebt nicht Raum dem Teufel. Genau das hat Saul nicht getan. Er hat nicht Buße getan. Er hat sein Herz nicht geklärt.
[6:54] Und hat so dem Teufel Raum gegeben. Und wir müssen wissen, dass dieser böse Geist von Gott eine Konsequenz seines Ungehorsams war. Und dieser hatte jetzt freien Zugang zu diesem Mann.
[7:08] Wenn du deinen Unmut und deinen Hass, deinen Neid nicht umgehend vor Gott bringst, dann gibst du tatsächlich dem Teufel Raum. Das ist, was bei Saul geschehen ist.
[7:21] Saul, er kontrollierte seine Gedanken nicht mehr, sondern er lässt seine Emotionen des Neides, der Wahnvorstellungen, dass jemand ihm etwas schaden möchte und des Hasses, lässt er einfach freien Lauf.
[7:35] Und er versucht, David an die Wand zu spiessen. David weicht ihm das erste Mal aus und denkt vielleicht, ach Saul, der hat heute wieder einen wirklich schlechten Tag. Ich versuche es nochmal.
[7:46] Ich muss vielleicht besser Harfe spielen, damit es ihn beruhigt. David ist ein treuer und hingegebener Diener. Er gibt nicht einfach auf ab den ersten Schwierigkeiten.
[7:58] Er nimmt seinen Auftrag ernst. Er will seinem Meister und seinem König dienen und ihm helfen. Und er denkt gar nicht, dass dieser ihn eigentlich umbringen will.
[8:10] Doch ein zweites Mal muss er sich blitzschnell ducken, als Saul wieder seinem Neid zum Opfer fällt. Es ist nicht erstaunlich, dass jetzt Saul der ist, der sich fürchtet in Vers 12.
[8:24] Er hat erkannt, dass der Herr mit David ist. Und tief in seinem Herzen weiß er, was ich mache, ist Unrecht. Ich rebelliere gegen Gottes Plan.
[8:37] Gott hat diesen König eingesetzt. Gott hat David eingesetzt. Es wird nicht gut kommen. David wird König werden. Aber Saul, er ist einfach zu stolz.
[8:50] Saul schafft es nicht, über seinen eigenen Schatten, über sein Ego zu springen. Er kann seinen Stolz nicht besiegen und er kann auch David nicht besiegen. Er muss andere Massnahmen ergreifen.
[9:05] Vers 13. Und Saul tat ihn von sich weg und setzte ihn zum Obersten über Tausend und er zog aus und ein vor dem Volk her.
[9:17] Also das ist David. Und es gelang David auf allen seinen Wegen und der Herr war mit ihm. Und als Saul sah, dass ihm alles gelang, da scheute er sich vor ihm.
[9:28] Also fürchtete er sich noch mehr. Aber ganz Israel und Judah hatten David lieb, denn er zog aus und ein von ihnen vor ihnen her. Nun, wenn Saul den David schon nicht eigenhändig an die Wand spiessen konnte, dann will er ihn jetzt wenigstens an die Front schicken.
[9:49] Was gedenkt Saul damit? Es könnte ja sein, dass David dort, wenn er ein Oberster über Tausend ist, im Krieg ist, macht er vielleicht mehr Fehler. Es kann ja sein, dass er einfach einmal diesen Goliath besiegt hat und jetzt macht er Fehler und das Volk ist ihm dann nicht mehr so günstig gesinnt.
[10:07] Sie werden merken, dass er gar nicht so ein Held ist, wie er im Moment scheint. Vielleicht kann es ja sein, dass er auch umkommt. Manche Ausleger meinen, dass Saul David sogar degradiert hat, als er ihn hier zu einem Obersten von Tausend gemacht hat.
[10:28] Und wenn das wirklich so wäre, dann sehen wir an Davids Verhalten, es hat ihm gar nichts ausgemacht. Jedenfalls nicht, was hier steht.
[10:39] Er verrichtet genauso treu, wie vorher seine Aufgabe. Seine Einstellung ist, ich gebe mein Bestes dort, wo Gott mich hinstellt. Und der Herr segnet es.
[10:52] Der Herr gibt ihm Gelingen. Anstatt, dass sich David blamiert und Fehler macht oder anstatt, dass er umkommt im Krieg, gelingt ihm alles.
[11:03] Und anstatt, dass sich David unbeliebt macht vor dem Volk, liebt ihn jetzt ganz Israel und ganz Judah. Weshalb? Weil er vor ihnen aus- und einzieht.
[11:16] Weil er sie beschützt. Weil er wie ein Hirte vor ihnen hergeht, der seine Schafe ein- und ausbringt und ihnen Sicherheit gibt. Circa 20 Jahre später, als David schliesslich König vom Freunden Judah und Israel wird, sagen sie zu ihm, 2. Samuel 5, Vers 2, Schon früher, als Saul noch König war über uns, bist du es gewesen, David, der Israel aus- und einführte.
[11:45] Und der Herr hat zu dir gesagt, du sollst mein Volk Israel weiden und du sollst Fürst sein über Israel. Alle haben es erkannt.
[11:56] Der Herr gibt ihm Gelingen. Der Herr hat ihn eingesetzt. Er ist der König, der kommen soll. Ja, wenn der Herr mit dir ist, wenn der Herr eine Aufgabe für dich hat und das hat er, wer will es verhindern?
[12:17] Wer will es verhindern? Es geht nicht. Saul offensichtlich rast erinnerlich. Der Neid zerfrisst ihn immer noch, doch er kann es nicht mehr verbergen.
[12:30] Oder noch kann er es verbergen, aber bald nicht mehr. An die Wand spiessen, beseitigt David nicht. Ihn an die Front schicken, bringt ihm nur noch mehr Beliebtheit. Was nun?
[12:44] Vers 17 lesen wir, wie es weitergeht. Und Saul sprach zu David, Siehe, meine älteste Tochter Merab, die will ich dir zur Frau geben. Nur sei mir ein tapferer Mann und kämpfe die Kämpfe des Herrn.
[12:57] Saul aber dachte, meine Hand soll nicht gegen ihn sein, sondern die Hand der Philister soll gegen ihn sein. Und David sprach zu Saul, wer bin ich?
[13:10] Und was ist mein Leben und die Familie meines Vaters in Israel, dass ich Schwiegersohn des Königs werden sollte? Und es geschah zu der Zeit, als Merab die Tochter Sauls David gegeben werden sollte, da wurde sie Adriel dem Mecholatiter zur Frau gegeben.
[13:30] Erinnert ihr euch zurück an Kapitel 17, als die Schlacht mit Goliath war? Dort wurde dem David von allen Soldaten gesagt, der Mann, welcher Goliath umbringt und die Gefahr beseitigt, der soll die Tochter Sauls durch Frau erhalten und Schwiegersohn des Königs werden.
[13:50] Ob das der König wirklich gesagt hat oder nicht, wissen wir nicht. Auf jeden Fall hat David darauf gezählt. Nun, Saul ist nicht ein Mann, der seine Versprechen hält.
[14:02] Er behandelt David wieder einmal ungerecht. und erfüllt seine Versprechen nicht. Und dafür sehen wir, wie Saul bereit ist, nicht nur Merab, sondern später auch mich, als seine zweite Tochter, als Lockvogel, als Falle für David hinzustellen, damit David getötet werden soll.
[14:25] Saul fordert von David hier einen überrissen, waghalsigen Brautpreis. Er will David bei seiner Ehre packen, als er ihm sagt, sei mir ein tapferer Mann.
[14:36] Du bist doch ein tapferer Mann. Jetzt zeig mal, was in dir steckt. Zudem will er Davids Liebe zum Herrn ausnutzen, indem er sagt, kämpfe die Kämpfe des Herrn. Du liebst doch den Herrn, also geh und kämpfe für ihn.
[14:51] Und damit will er David zu einer unüberlegten Aktion herausfordern. Was wir hier sehen ist, Beliebtheit und Erfolg, Beliebtheit und Erfolg können sehr gefährlich sein.
[15:05] Wie viele Menschen fingen gut an, wie viele Leiter fingen gut an und wurden dann stolz und hochmütig. Der Erfolg und die Beliebtheit wurde ihnen zu einem Stolperstein.
[15:17] Geheimer Stolz auf eigene Erfolge kann uns zu unbesonnenen, zu risikofreudigen und kopflosen Leuten machen, wenn wir etwas beweisen wollen. Doch David ist uns hier ein grosses Vorbild.
[15:33] Seine Einschätzung von sich selbst, sie hat sich nicht dem überrissenen Ruhm der Frauen angepasst, die sagten, du bist zehnmal besser aus Saul. Nein.
[15:46] David legt für sein Alter eine erstaunliche Reife an den Tag. Eine Demut, die wir bei jungen Menschen insbesondere und auch bei Alten oft ganz vergeblich suchen.
[16:00] Es gibt ein Sprichwort, es ist eine Seltenheit, wenn du einen demütigen jungen Mann triffst und einen zufriedenen alten Mann. Es ist eine Seltenheit, wenn du den demütigen jungen Mann triffst und einen zufriedenen alten Mann.
[16:19] Nun, worin besteht denn die Demut? Die besteht darin, nicht hoch von sich selbst zu denken und die anderen, um einen herum höher zu achten als sich selbst.
[16:32] Im Endeffekt besteht Demut darin, nicht einfach wenig von sich selbst zu halten, sondern so zu denken über sich selbst, wie es sich gebührt, nämlich so, wie Gott über uns denkt.
[16:48] Demut bedeutet, dass du dich so siehst, wie Gott dich sieht. Es steht in Römer 12,3, denn ich sage, durch die Gnade, die mir gegeben worden ist, jedem, der unter euch ist, nicht höher von sich zu denken, als zu denken sich gebührt.
[17:07] Wir müssen nicht von uns immer sagen, ich bin nichts und ich kann nichts, sondern wir sollen so denken, wie Gott über uns denkt, aber nicht höher, als es sich gebührt.
[17:21] Wie sollen wir denn denken? Der Vers geht weiter. Sondern so zu denken, dass er besonnen sei, Schlachter übersetzt, dass er auf Bescheidenheit bedacht sei, wie Gott einem jeden das Mass des Glaubens zugeteilt hat.
[17:34] Das Mass des Glaubens, es wird dann später, geht Paulus in diesem Text darauf ein, wie verschiedene Gaben uns Gott gegeben hat.
[17:49] Und nun ist es so, dass Gott jedem Kind Gottes Gaben gegeben hat. Jedem hat er einen Auftrag gegeben, so wie er David eingegeben hat. Aber keiner kann sich deswegen rühmen.
[18:00] Letzten Sonntag haben wir gelesen, Johannes 3,27, ein Mensch kann sich nichts nehmen, es sei denn, es ist ihm vom Himmel gegeben. Wir sollen uns also nichts auf unsere Gaben und Fähigkeiten und auf unsere Erfolge einbilden, sondern, was sollen wir denn?
[18:21] Wir sollen bedenken, wer wir wären ohne die Gnade Jesu, ohne dass er uns alles gegeben hätte. Wenn du dir einbildest, du seist etwas, dann musst du erkennen, wie viel es Gott gekostet hat, um dich zu retten.
[18:39] Es kostete ihm alles, es kostete ihm seinen geliebten Sohn, um dich zu retten, weil du so schlimm warst. Wenn du darüber nachdenkst und anfängst zu begreifen, was das bedeutet, dann merkst du, dass die Grundlage der christlichen Demut im Endeffekt das Kreuz Jesu Christi ist.
[19:03] Dort müssen alle ihren Stolz ablegen. Darum kommen auch nicht viele dorthin. Nun David, er besann sich auf seine Herkunft und er sagte ganz bescheiden, Vers 18, Wer bin ich?
[19:19] Und was ist mein Leben? Und die Familie meines Vaters in Israel, dass ich Schwiegersohn des Königs werden sollte? Ich meine, meine Urgrossmutter ist eine Moabiterin.
[19:29] Ich kann mich nicht rühmen, dass ich ein Israelit von Israeliten bin. Wie Paulus das konnte vielleicht. Aber auch Paulus sah das Ganze als ein Dreck an, im Endeffekt, gegenüber der Herrlichkeit Jesu Christi.
[19:42] Und wer sind wir? David hat gesagt, wer bin ich? Aber wer sind wir, dass wir Gottes Kinder heissen sollen? Wer sind wir? Wie hat er, Gott, uns derart erhöht?
[19:54] Aus dem Dreck der Sünde hat er uns herausgenommen. Aus dem Sumpf der Verzweiflung hat er uns herausgerissen. Und wer sind wir, dass wir jetzt uns über unseren Nächsten erheben sollten?
[20:07] Wer das nicht begriffen hat und immer mehr nach dieser Regel lebt, nach dieser Erkenntnis lebt, der kann wahrlich kein Christ sein.
[20:22] Sprüche 11,2 sagt, kommt Übermut, so kommt auch Schande. Bei den Bescheidenen aber ist Weisheit. Und so sehen wir, wie Gott David ein bescheidenes Herz, eine Demut gegeben hatte, in jungen Jahren, damit er weise handeln konnte.
[20:41] Diese gottgewirkte Demut bewahrte ihn vor dummen Entscheidungen und so scheitert. Und so scheitert Saul ein weiteres Mal. David geht nicht in den Krieg, um die Kämpfe des Herrn zu kämpfen.
[20:54] Doch Saul gibt nicht auf. Saul ist bereit, die Liebe seiner Tochter zu benutzen, um sie zu einer Witwe zu machen, bevor sie überhaupt verheiratet ist.
[21:06] Er wisst, das geht gar nicht, aber ihr wisst, was ich meine. Vers 20 lesen wir. Und Michael, die Tochter Sauls, liebte David.
[21:19] Und man berichtete es Saul, und die Sache war recht in seinen Augen. Und Saul sprach, ich will sie ihm geben, damit sie ihm zum Fallstrick werde, und die Hand der Philister gegen ihn sei.
[21:33] Und Saul sprach zu David, zum zweiten Mal sollst du heute mein Schwiegersohn werden. Ich will unbedingt, dass du mein Schwiegersohn wirst. Es hat ihm gefallen, als er bemerkt hat, ah, meine Tochter liebt ihn, das kann ich benutzen, um David wieder in eine Falle zu bringen.
[21:51] Und Saul gebot, beachtet den Befehlston, der jetzt herrscht, er gebot seinen Knechten, redet ihm geheimen zu David und spricht, siehe, der König hat gefallen an dir, und alle seine Knechte haben dich lieb.
[22:04] So werde nun, wie der Befehlston, Schwiegersohn des Königs. Und die Knechte Sauls redeten diese Worte vor den Ohren Davids. Und David sprach, ist es ein Geringes in euren Augen, Schwiegersohn des Königs zu werden?
[22:24] Ich bin doch ein armer und geringer Mann. Ich kann diesen Brautpreis, den er will, nicht zahlen. Ich kann Michael nicht diesen Standard liefern, die sie gewohnt ist als Prinzessin.
[22:36] Und die Knechte Saul berichteten es ihm und sprachen, nach diesen Worten hat David geredet. Da sprach Saul, wohl ganz mit sich selbst zufrieden, so sollte er zu David sagen, der König verlangt keine Heiratsgabe, sondern hundert vor heute der Philister, um sich an den Feinden des Königs zu rächen.
[22:56] Nun, das ist der falsche Moment, um jetzt die Bibel bildlich zu illustrieren. Das müsst ihr euch nicht vorstellen, aber ich möchte darauf eingehen, was das bedeutet.
[23:09] Die waren im Krieg und es war oft so, dass man im Krieg zum Beispiel Hände sammelte. Man schnitt die Hände der toten Menschen ab und lieferte die dann ab und dann konnte man sagen, ich habe hundert Leute umgebracht.
[23:22] Oder David hat den Kopf abgeschnitten von Goliath und den mitgenommen. Und Saul verlangt jetzt hier etwas anderes, weil die Philister halt nicht beschnitten sind, da konnte man sowas machen. Saul aber beabsichtigte David durch die Hand der Philister zu töten.
[23:38] Vers 26 Und seine Knechte berichteten David diese Worte und die Sache war recht in den Augen Davids, Schwiegersohn des Königs zu werden. Und noch waren die Tage nicht vollendet.
[23:50] Da machte David sich auf und zog hin, er und seine Männer und er schlug unter den Philistern 200 Mann, nicht nur 100. Und David brachte ihre Vorhäute und man übergab sie dem König vollzählig, damit er Schwiegersohn des Königs wurde.
[24:08] Und Saul, ihm blieb gar nichts anderes übrig. Er gab ihm seine Tochter Michael zur Frau. Auch wenn David ein demütiger Mann war, mit Schüchternheit hat Demut nichts zu tun.
[24:26] Auch nicht damit, dass man nicht etwa entschlossen handeln könnte. David, er hat ein gesundes Verständnis von Ehre. Er wollte sich Michael nicht einfach schenken lassen, das war ihm zu billig.
[24:40] Nein, als er darin den Willen Gottes erkannt hatte, er hat gesehen, Michael, sie liebt mich. Es ist ein angemessener Brautpreis, nicht einfach die Kämpfe des Herrn kämpfen, bis ich tot bin.
[24:54] Und als er die Möglichkeit zieht, ins Königshaus einzuheiraten, da ist er total bereit, diesen Preis zu zahlen und seinen Beitrag zu leisten. Er erfüllt ihn sogar doppelt.
[25:06] So lieb hat er Michael und so hoch schätzt er es, dass er Schwiegersohn des Königs werden kann. Und so sehr gab ihm der Herr gelingen, dass er sogar den doppelten Preis zahlen konnte.
[25:22] Vers 28 Und Saul sah und erkannte, dass der Herr mit David war. Und Michael, die Tochter Sauls, hatte ihn lieb.
[25:37] Und Saul fürchtete sich noch mehr vor David. Und Saul war David Feind alle Tage. Und die Fürsten der Philister zogen aus. Und es geschah, so oft sie auszogen, hatte David mehr gelingen als alle Knechte Sauls und sein Name wurde sehr geachtet.
[25:54] Im letzten Vers heisst es, David hatte mehr gelingen. Das heisst, das Wort, das dort gebraucht wird, kann man auch übersetzen mit, er hatte mehr Verstand, er hatte mehr Einsicht, er hatte mehr Weisheit als alle Knechte Sauls und sein Name wurde sehr geachtet.
[26:13] Jetzt die Frage an uns, woher kommt alles Gelingen? Woher kommt aller Verstand? Woher kommt alle Einsicht? Schlagt bitte Sprüche 2 auf, dann sehen wir das.
[26:31] Sprüche 2, da redet ein Vater zu seinem Sohn und sagt ihm, mein Sohn, nimm meine Reden an, höre auf meine Gebote, neige dein Ohr, suche Weisheit, suche Einsicht, suche Verständnis, dann wirst du die Furcht des Herrn verstehen und die Erkenntnis Gottes finden.
[26:55] Und jetzt kommt der Vers 6, denn der Herr gibt Weisheit, von ihm kommt alle Weisheit. Aus seinem Mund kommen Erkenntnis und Verständnis.
[27:10] Das, was Gott geredet hat, ist hier aufgeschrieben in der Bibel. Das heisst, aus dem Wort Gottes können wir heute Erkenntnis, Verständnis, Weisheit erhalten.
[27:21] Er, Gott, bewahrt klugen Rat. Das Wort Rat kann auch sein Gelingen oder Erfolg. Er bewahrt Gelingen. Er bewahrt Erfolg.
[27:32] Auf, für wen? Für die Aufrichtigen. Er, Gott, ist ein Schild denen, die in Lauterkeit wandeln. Wir haben gesehen, David wusste noch gar nicht, dass Saur ihn eigentlich umbringen wollte und Gott hat ihn bewahrt, weil David in Lauterkeit wandelte, weil er sich nicht überhob und weil er sich unter Gott einordnete.
[27:58] Vers 8, wie macht es Gott, indem er die Pfade des Rechts behütet und den Weg seiner Frommen bewahrt. David hat erlebt, dass der Herr ihm Gelingen gab, dass der Herr sein Schatten war über seiner rechten Hand.
[28:15] wird er auch du dich in allen deinen Wegen an den Herrn wenden, damit du Gelingen hast, damit du nicht fällst.
[28:29] Bist du bereit, den Platz einzunehmen, den Gott dir anordnet und immer nach seinem Willen zu handeln? Der Herr hat David in seiner Güte bewahrt.
[28:43] Aber er hat David auch einen Freund gegeben, Jonathan, und eine treue Ehefrau, die ihn wirklich liebte, Michael. Und beide stehen David bei, als ihr Vater Saul jetzt einen Zacken zulegt, im Bemühen David umzubringen.
[29:01] Lasst uns jetzt sehen in Kapitel 19, wie der Herr David darin bewahrt. Das bringt uns zum zweiten Punkt dieser Predigt. Schutz und Rettung kommt von dem Herrn.
[29:17] In Kapitel 18 sind wir erstaunt zu sehen, wie Gott seinen König bewahrt. Obwohl David keine Ahnung von der drohenden Gefahr hat, wird er beschützt. In Kapitel 19 lesen wir jetzt davon, wie Sauls Neid öffentlich wird.
[29:31] Er kann es nicht mehr für sich behalten, dass er David hasst und ihn beseitigen will. Es ist erstaunlich, wie hartnäckig Saul sich für Davids Tod einsetzt und wie uneinsichtig er ist, da er doch sieht, wie Gott David immer wieder bewahrt.
[29:49] Es ist aber auch sehr erstaunlich, wie viele verschiedene Wege der Herr benutzt, um seinen Knecht zu beschützen und wie am Ende von diesem Kapitel ganz klar wird, der Schutz und die Rettung kommen von dem Herrn.
[30:08] Nun sehen wir vier Wege, wie Gott, wie der Herr David beschützt. Der erste ist, der Herr beschützt David durch Jonathans Vermittlungskünste.
[30:21] Wenn wir jetzt die Verse lesen, beachtet, wie klug Jonathan vorgeht, um mit viel Geschick und mit viel Diplomatie die Gefahr von David abzuwenden.
[30:32] Kapitel 19 Vers 1. 1. Samuel 19 Vers 1. Lesen wir zusammen. Und Saul redete zu seinem Sohn Jonathan und zu allen seinen Knechten, dass er David töten wolle.
[30:47] Jonathan aber, der Sohn Sauls hatte grosses Wohlgefallen an David. Weshalb Saul seinen Sohn Jonathan in diesen Plan einweiht, ist mir ein bisschen ein Rätsel, da er ja weiss, dass Jonathan David liebt.
[31:07] Aber ich kann mir vorstellen, dass Saul überhaupt nicht begreifen kann, wie kann dieser mein Sohn, der eigentlich Prinz ist, wie kann der David lieben, da er doch weiss, dass dieser seinen Platz einnehmen wird.
[31:19] Das geht dem Saul nicht in den Kopf. Und so denke ich, dass Saul sich vorstellt, wenn ich jetzt dem Jonathan einen Freipass gebe und sage, du hast meinen Auftrag, du hast meinen Schutz, bringe David um.
[31:33] Dann könnte es sein, dass Jonathan das macht. Doch Jonathan, er ist kein so Mensch wie Saul.
[31:43] Er ist einer, wie wir letzte Woche gesehen haben, er ist einer, wo in seinem Herzen sein Ego besiegt worden ist. Jonathan, er hat erkannt, dass Gottes Pläne anders sind, dass nicht er König wird.
[31:57] Und er hat gesagt, die Gabe des Königtums ist für David, ich begnüge mich mit dem zweiten Platz.
[32:10] Und so nimmt er diesen Platz an Davids Seite ein. Und zuerst sehen wir, wie er David warnt. Vers 2. Und Jonathan berichtete es David und sprach, mein Vater Saul, such dich zu töten und nun hüte dich doch morgen und halte dich verborgen und verstecke dich.
[32:28] Dann handelt Jonathan. Vers 3 sagt er, ich will hinausgehen und an der Seite meines Vaters auf dem Feld stehen, wo du bist. Und ich will zu meinem Vater von dir reden und sehen, wie es steht.
[32:43] Und dann werde ich es dir berichten. Und er machte es auch. Vers 4 Und Jonathan redete zu seinem Vater Saul, Gutes von David.
[32:54] Und sprach zu ihm. Und wenn wir jetzt lesen, was Jonathan zu seinem Vater Saul sagt, beachtet bitte, wie Jonathan am Anfang und am Ende seiner Rede den Hauptpunkt erwähnt.
[33:10] Nämlich du Vater König versündige dich nicht. Versündige dich nicht. David ist unschuldig.
[33:20] Unschuldiges Blut zu vergießen ist ein Gräuel vor Gott. Gott hasst das. Du wirst dich schuldig machen. Das erwähnt er am Anfang und am Ende. Und dazwischen zählt Jonathan einige Gründe auf, weshalb David vertrauenswürdig ist, weshalb David gar nicht den Tod verdient.
[33:37] Wir lesen jetzt zusammen, was er zu seinem Vater sagt. Der König versündige sich nicht an seinem Knecht, an David, denn er hat nicht gegen dich gesündigt.
[33:49] Er ist vertrauenswürdig. Er hat dir nie etwas zu Leide getan. Und weiter, und seine Taten sind dir nützlich. Alles, was er bis jetzt gemacht hat, die haben dir geholfen.
[34:00] Er hat dir nicht geschadet. Und weiter, und er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt und den Philister erschlagen. Sag mal Vater, hast du schon vergessen? Er hat die große Gefahr abgewendet von uns, die niemand von der Herr hat ganz Israel eine große Rettung verschafft durch ihn.
[34:24] Der Herr ist mit diesem Mann. Wieso willst du ihn töten? Und du hast es gesehen und dich gefreut. Und warum willst du dich an unschuldigem Blut verzündigen, indem du David ohne Ursache tötest?
[34:40] Und Saul hörte auf die Stimme Jonathans. Und Saul schwor, so war der Herr lebt, wenn er getötet wird, soll dies und das geschehen. Da rief Jonathan David und Jonathan berichtete ihm alle diese Worte.
[34:54] Saul erkennt seine eigene Bosheit, als Jonathan mit ihm redet. Saul erkennt auch die Logik in Jonathans Rede. Er weiss, was Jonathan sagt, ist total wahr.
[35:08] Und Saul erkennt auch die Sünde, die vor seiner Herzenstür lauert. Vor dieser muss man sich nachnehmen. Erinnert euch an kein. Und er schwört bei Gott, ich werde diesen Mann am Leben lassen, er wird nicht sterben.
[35:28] Und ist es nicht erstaunlich, wie viel wohlgewählte, verständige und weise Worte bewirken können? Soll uns ein Beispiel sein?
[35:42] Vers 7b lesen wir noch und Jonathan brachte David zu Saul, und er David war vor ihm, vor Saul wie früher. Wie früher?
[35:54] Wirklich? David, jetzt ist ihm total bewusst, dass Saul ihn hasst. Er weiss, dass er sich sogar verschworen hat, gegen ihn, um ihn umzubringen.
[36:08] Und er dient Saul wie früher? früher? Ja, es heisst wie früher. Wie viel können wir hier von David wirklich lernen? Was, wenn dir jemand auf die Zehen gestanden ist?
[36:22] es muss nicht jemand einen Mordkomplott gegen dich geschmiedet haben, aber es reicht schon, wenn dir jemand ein bisschen dich beleidigt. Bist du bereit, so zu vergeben?
[36:32] Bist du bereit, nicht nur zu vergeben, sondern zu vergessen? Nicht nur das, bist du bereit, dem anderen, das Böse, das er dir angetan hat, nicht mehr nachzutragen und ihm genau mit derselben Liebe, mit derselben Hingabe, mit derselben Treue, mit dem selben Zuvorkommen weiterhin zu dienen wie vorher, bevor das Böse geschehen ist?
[37:02] 1. Korinther 13,5 sagt uns, die Liebe lässt sich nicht erbitten, sie rechnet das Böse nicht zu. Und wie viel braucht es doch, bis wir so weit sind, so zu reagieren wie David?
[37:14] Was denkt ihr? Ist es David leicht gefallen, so zu reagieren? Wir lesen nur, dass er vor Saul war wie früher, aber ich denke, innerlich hatte er einen Kampf.
[37:28] Doch genau wie David bist auch du nicht allein in diesem Kampf. Wenn Gott seinen Geist der Liebe wirklich in dein Herz ausgegossen hat, wie es in Römer 5 steht, dann darfst du gewiss sein, du kannst es wagen zu lieben.
[37:44] Du kannst es wagen wieder zu lieben, trotzdem, dass du verletzt wurdest. Und der Herr, er wird dafür sorgen, dass deine Liebe nicht ausgeht, dass du nicht ausbrennst.
[37:58] Er selber wird deine Liebe nachfüllen. Ich habe das schon oft erlebt. Nun, das erste Mal, dass Gott David jetzt beschützt, Kapitel 19, ist durch die Vermittlung Jonathans.
[38:14] Wir kommen jetzt zu einem zweiten Mal, wo der Herr David beschützt. Und zwar beschützt er ihn durch seine eigene Wachsamkeit und durch seine schnelle Reaktion.
[38:28] Vers 8. Und wieder gab es Krieg und David zog aus und kämpfte gegen die Philister und richtete eine grosse Niederlage unter ihnen an und sie flohen vor ihm. Dass David jetzt einen grossen Sieg gegen die Philister errungen hat, das war genug, um Sauls Neid wieder auflodern zu lassen.
[38:51] Vers 9 lesen wir. Und ein böser Geist von dem Herrn kam über Saul und er saß in seinem Haus mit seinem Speer in seiner Hand. Irgendwie hat Saul immer einen Speer in seiner Hand, sogar wenn er in seinem Haus sitzt.
[39:03] Das muss wohl davon kommen, dass er ständig in einem Wahn lebt, dass jemand kommt und ihn nächstens umbringt. Und David spielte mit der Hand auf der Harfe.
[39:15] Und Saul suchte David mit dem Speer an die Wand zu spiessen. Aber er wich aus vor Saul und er stiess den Speer in die Wand. Bemerkt ihr, vorher haben wir nicht gelesen, die vorhanden zwei Maler, dass der Speer in der Wand stecken blieb, sondern dieses Mal hat Saul richtig geworfen.
[39:34] Und David floh und entkam in jener Nacht. Nun, Saul schwüre, er hat sie sogar im Namen Gottes gemacht, aber sie sind nicht viel wert.
[39:46] Ein Mann, der angefangen hat zu lügen, ein Mann, der sich selbst betrügt, er hält seine Versprechen nie. Und der Neid hat ihn fest im Griff. Und Gott bewahrte David hier durch seine eigene Wachsamkeit und durch seine schnelle Reaktion.
[40:04] Und jetzt sehen wir ein drittes Mal, wie Gott ihn bewahrt. Und dieses Mal ist es durch mich als Treue. Der Herr beschützt David durch mich als Treue. Verself, da sandte Saul Boden in das Haus Davids, ihn zu bewachen und ihn am Morgen zu töten.
[40:22] Aber Michael, seine Frau, teilte es David mit und sprach, wenn du nicht diese Nacht deine Seele rettest, so wirst du morgen getötet werden. Und Michael liess David durchs Fenster hinab und er ging weg und floh und entkam.
[40:39] Wir wissen nicht, wieso Michael genau wusste, dass jetzt draussen Leute warten. Ich könnte mir vorstellen, dass sie irgendwelche Freunde am Königshof hatte, die ihr das mitteilten.
[40:53] Ausserdem war Michael eine gute Beobachterin. Wir werden sehen, oder wenn der zweite Samuel mal durchlesst, Kapitel 6, Vers 16, stand sie am Fenster und beobachtete, wie David tanzte und sie hat ihn später dafür ausgelacht.
[41:07] Also, sie konnte gut beobachten. Vielleicht hat sie zu ihrem Küchenfenster rausgeschaut und hat gesehen, wie die Wachen irgendwo am Haus rumschlichen und gedacht, David ist geflohen, das kann nichts Gutes heissen.
[41:20] Und sie hat David überzeugt. Sie liebte ihren David. Wie schnell ändern sich doch die Dinge. Gerade erst hatte David die Philister in die Flucht geschlagen und jetzt muss er selber fliehen.
[41:35] Und jetzt muss er durch das Fenster, durch sein eigenes Fenster hinabgelassen werden von seiner eigenen Frau. Wir wissen nicht, ob das Haus in der Stadtmauer gebaut war, sodass er heruntergelassen werden konnte, wie die Spione in Jericho oder wie Paulus in Damaskus.
[41:52] Auf jeden Fall entkam er. Aber Michael hat noch mehr auf Lager. Vers 13, Und Michael nahm den Terafim, das ist ein Hausgötze, und legte ihn ins Bett und legte das Geflecht aus Ziegenhaar an seinen Kopfende und deckte ihn mit dem Tuch zu.
[42:13] Und Saul sandte Boten, um David zu holen und sie sprach, er ist krank, er kann nicht kommen. Da sandte Saul die Boten, um David zu sehen und sprach, bringt ihn im Bett zu mir herauf, damit ich ihn töte.
[42:29] Und offenbar hatten die Knechte Saus ein bisschen mehr Skrupel vor einem kranken Mann und dachten, gut, wir warten, bis er gesund ist, dann können wir ihn töten. Aber für Saul war das nichts wert. Und die Boten kamen und siehe, der Terafim war im Bett.
[42:43] Also die brachten, stellt euch vor, die brachten dieses Bett samt dem Götzen, haben sie das zu Saul gebracht in den Königshof und als Saul diese Decke aufdeckte, da blickte er in das Gesicht eines Götzen, eines hölzernen Götzen.
[42:58] Und die Boten kamen und siehe, der Terafim war im Bett und das Geflecht aus Ziegenhaar an seinem Kopf Ende. Und es ist ein bisschen verstörend, dieser Hausgötze. Was macht er im Haus Davids?
[43:10] Was hat er dort zu suchen? Erinnert ihr euch, Rahel hatte auch so einen Götzen, den sie versteckt hatte, den sie von ihrem Vater gestohlen hatte. Wir wissen es nicht, auf jeden Fall ist jetzt der Götze einmal zu etwas nützlich, nämlich als Attrappe.
[43:28] Und das sind Götzen immer, das sind nur Attrappen, mehr steckt nicht dahinter. Und Michals Plan geht wirklich auf, sie verzögert die Suche nach David, indem sie sich so verhält, damit er sich in Sicherheit bringen kann.
[43:42] Und wir lesen in Vers 17, da sprach Saul zu Michael, warum hast du mich so betrogen und hast meinen Feind gehen lassen, dass er entkommen ist? Und Michael sprach zu Saul, er sagte zu mir, lass mich gehen, warum sollte ich dich töten?
[44:03] Irgendwie erwartet Saul, dass Michael ihm hilft, David zu töten. Ist das nicht komisch? Michael ist doch seine Ehefrau, Saul weiss doch, dass Michael ihn liebt.
[44:17] Und Michael, sie steht treu zu David mit ihren Taten. Ja, das tut sie. doch wenn es ums Reden geht, hat sie doch irgendwie Angst und will ihre eigene Haut retten und erzählt eine Lüge.
[44:30] Sie verbreitet Unwahrheiten über ihren eigenen Mann. Und was denkt ihr, was das bei Saul auslöst? Ich denke, das schürt den Zorn noch viel mehr, wenn er weiss, dieser Mann hat sogar meine Tochter bedroht.
[44:46] Er wollte sie umbringen. Wir wollen nicht den Stab über Michael brechen. Sie ist auch nicht die erste Frau in der Bibel, die gelogen hat.
[44:57] Es gibt noch mehr, wenn ihr danach forschen wollt. Doch ihr müsst wissen, Gott hätte David und Michael auch beschützt, wenn sie die Wahrheit gesagt hätte.
[45:08] Es ist nicht nötig, dass jemand lügt, auch nicht in einer Notsituation. Auf jeden Fall ist Sauls Zorn auf David jetzt sicherlich nicht gemildert worden durch die Lüge.
[45:19] Und übrigens, Michael muss die Konsequenzen ihrer Lüge tragen. Wir lesen erst Samuel 25, 44, dass sie später dem Palti gegeben wird als Frau.
[45:31] Ich weiss nicht, ob das sonst auch geschehen wäre, aber wenn David denkt, gut, wenn Saul denkt, gut, dieser David, der hat sie sowieso bedroht, also nehme ich die ihm weg und gebe sie einem anderen. Später holt David sie dann wieder zurück.
[45:45] Also das ist ein ganzes Hin und Her, ein Riesenchaos, ein Riesenchaos, das aus dieser Lüge entstanden ist. Doch der Text zeigt uns hier, dass Gott David beschützt hat durch die Treue Michals.
[46:01] Zuerst durch Jonathan, dann durch seine eigene Reaktion und Schnelligkeit und dann durch Michal. Und als letztes sehen wir, dass der Herr David beschützt durch seinen eigenen Geist, durch den Geist Gottes.
[46:18] In derselben Nacht nämlich, kurz nach dieser Flucht schreibt David den Psalm 59. Bitte lest den doch einmal diese Woche durch.
[46:29] Psalm 59 ist genau in dieser Situation entstanden und wenn ihr den lest, habe ich den Eindruck, der erste Teil ist vielleicht sogar entstanden, als er noch im Haus mit Michael zusammen war, hat er das niedergeschrieben und dann später, als ihm die Flucht geglückt ist, hat er vielleicht den Rest geschrieben.
[46:47] Und dort in Psalm 59, dort entdecken wir, in welcher Bedrängnis David war, doch die Tatsache, dass er sich die Zeit nahm, in dieser Bedrängnis noch etwas aufzuschreiben und die Nähe Gottes zu suchen, das zeigt uns, wo David hinging, um Zuflucht zu suchen in dieser Situation.
[47:07] Denn am Ende dieses Psalmes sagt er ganz triumphierend, Psalm 59, 17 und 18, ich aber will singen von deiner Stärke und am Morgen, am Morgen, dort wo er tot sein sollte, jubelnd preisen deine Güte.
[47:26] Er weiss, dass Gott mit seiner Stärke ihn bewahrt, dass Gottes Güte ihn bewahrt. Denn du bist mir eine hohe Festung gewesen und eine Zuflucht am Tag meiner Bedrängnis.
[47:37] Dir, meine Stärke, will ich Psalmen singen, denn Gott ist meine hohe Festung, der Gott meiner Güte. David weiss ganz genau, wer ihn beschützt.
[47:49] Nicht Jonathan, nicht seine Schnelligkeit, nicht Michael, sondern der Herr selbst. Und genau das ist es, was er dann bei Samuel auch erlebt. Er hat gemerkt, dass der Herr der Schatten ist, über seiner rechten Hand.
[48:05] wir lesen Vers 18 aus 1. Samuel 19. David aber war geflohen und entkommen und er kam zu Samuel nach Rama und berichtete ihm alles, was Saul ihm getan hatte.
[48:19] Und er und Samuel gingen hin und wohnten in Najot. Zu wem würdest du fliehen in dieser Situation? Ich kann mir vorstellen, David war ein bisschen verunsichert.
[48:33] Hat nicht Samuel mich gesalbt? Sollte ich nicht eigentlich König werden, anstatt auf der Flucht zu sein? Oder habe ich das vielleicht ein bisschen falsch verstanden? War da irgendein Missverständnis?
[48:46] Also geht er zu Samuel und berichtet ihm alles. Doch Saul ist ihm dicht auf den Fersen. Und was folgt, ist ein Drama, das hier wirklich sehr gut erzählt wird, um zu verdeutlichen, wie sinnlos und kopflos Saul in seinem Zorn handelte.
[49:00] Und eigentlich erwarten wir jetzt, dass Samuel David beschützt. Doch es wird ganz offensichtlich, dass nicht Samuel ihn beschützen kann, sondern der Herr. Wir lesen Vers 19 bis 21.
[49:12] Und es wurde Saul berichtet und gesagt, siehe, David ist in Naiot bei Rama, also in der Nähe von Samuels Haus. Samuel wohnt in Rama. Da sandte Saul Boten, um David zu holen.
[49:24] Als sie aber die Versammlung der Propheten sahen, die weiss sagten, offenbar war hier die Prophetenschule Samuels, und Samuel als Vorsteher über sie dabei stehen, da kam der Geist Gottes über die Boten Sauls und auch sie weiss sagten.
[49:41] Und man berichtete es Saul und er sandte andere Boten und auch sie weiss sagten. Und Saul sandte Widerboten, die Dritten, das ist wie zum sagen, wie dumm muss dieser Mann sein, die Dritten und auch sie weiss sagten.
[49:58] Und ich kann mir vorstellen, dass Saul in dieser, als er bemerkt hat, dass die Dritten nicht zurückgekommen sind, hat er sowas in der Richtung gemurmelt, wenn man will, dass etwas wirklich gemacht wird, dann muss man es selber machen.
[50:12] Immer muss man alles selber machen. Und so macht er sich höchst persönlich auf den Weg, um David zu suchen. Vers 22, da ging auch er nach Rama und kam an die grosse Zisterne, die in Sechu ist, und er fragte und sprach, wo sind Samuel und David?
[50:31] Schon interessant, immer wieder treffen wir Saul an, wie er keine Ahnung hat, wo Samuel ist. Schon als er die Esel suchte zu Beginn, wusste er nicht, dass Samuel in der Nähe war.
[50:46] Und man sprach, siehe, in Nayot Bayrama und er ging dorthin nach Nayot Bayrama und auch über ihn kam der Geist Gottes und er ging immerfort weissagend, bis er in Nayot Bayrama ankam.
[51:02] Als er dort ankam, da war er gar kein Störerfried mehr, weil er war schon in derselben Verfassung, er lobte und pries Gott und niemand hat bemerkt, dass jetzt Saul auch dazu gestossen ist.
[51:12] Und auch er zog seine Oberkleider aus und auch er weissagte vor Samuel und er lag nackt da. Das meint nicht nackt, sondern er hat einfach seine Königskleider ausgezogen, das Obergewand, den Waffenrock.
[51:27] Das zeigt auch, dass er nicht mehr in der Lage war, zu kämpfen und David umzubringen. Er lag nackt da, jenen ganzen Tag und die ganze Nacht und daher sagt man, ist auch Saul unter den Propheten.
[51:40] Als Saul in die Nähe von Nayad kommt, da kommt der Geist Gottes wirklich über ihn und er kann gar nicht anders als Gott preisen. Und so wird das Sprichwort wieder belebt, ist sogar Saul unter den Propheten.
[51:57] Also von Saul hätten wir zuletzt gedacht, dass er ein Prophet wäre. Seht ihr das unpassende Bild? Ein stolzer, selbstzentrierter, neidischer, von Hass erfüllter König, der jetzt auf einmal Gott lobt und Gott preist.
[52:15] Ich möchte hier eine Warnung hinzufügen. Viele Menschen denken, dass sie zu Gott gehören, dass sie seine Kinder geworden sind, nur weil sie Erfahrungen mit Gott gemacht haben, weil sie vielleicht beim Singen der Lieder Gänsehaut bekommen.
[52:34] Saul hat das auch. Er hat auch gesungen, er hat auch Gott gelobt, er hat auch Gänsehaut bekommen. Trotzdem war er in seinem Herzen ein stolzer, neidischer Sünder.
[52:47] Und Jesus sagt zu solchen Leuten, Matthäus 7, 22, die kommen und sagen, haben wir nicht in deinen Namen Geweis sagt, haben wir nicht Lieder für dich gesungen, haben wir nicht den Leuten das Evangelium weitergegeben, aber sie haben nicht gemacht, was Gott sagt, sie haben ihr Leben nicht danach gerichtet und Jesus sagt ihnen, weicht von mir, ihr Übeltäter, ich kenne nicht.
[53:09] Aber wir wollen auch noch andere Sachen lernen, aus diesem Teil von Davids Leben, nämlich Gottes Schutz.
[53:25] Gottes Schutz ist ganz unterschiedlich. Einmal rettet Gott durch Davids Wachsamkeit, ein anderes Mal durch Jonathans Vermittlungskünste, ein weiteres Mal durch mich als List, oder durch das direkte, mächtige Eingreifen von Gottes Geist.
[53:40] Gott hat Wege und Mittel, die wir nicht kennen. Und schon in Kapitel 18, als David noch keine Ahnung hatte, dass Saul ihn umbringen wollte, hat ihn Gott ständig bewahrt.
[53:54] Indem David eine gottgefällige Demut bekam und in gottgefälliger Demut wandelte und sich an Gottes Wort hielt. Und ich möchte hier an dieser Stelle dich aufforgen, zu überlegen, wie oft bist du schon bewahrt worden, nicht nur äusserlich, auch innerlich, vor dem Fallen, ohne dass du es bemerkt hast.
[54:18] Danke doch Gott dafür, überleg dir das einmal und danke ihm von Herzen dafür. Also Gottes Schutz ist ganz unterschiedlich, aber wir sehen, Gottes Schutz ist auch ironisch.
[54:29] Gott benutzt Sauls eigene Familie, um David vor Saul zu beschützen. Saul hat nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet sein Sohn Jonathan und seine Tochter Michael ihm ein Schnippchen schlagen würden.
[54:45] Erstaunst auch du darüber, wie interessant, wie unterschiedlich, wie unvorhersehbar Gottes Wege sind? Gott, er ist ein Gott, der keine Limiten kennt.
[54:56] Und dadurch möchte ich dich ermutigen, vertraue Gott in der Situation, wo du jetzt bist. Gottes Schutz ist aber nicht nur unterschiedlich oder ironisch, er ist auch belehrend.
[55:11] David hat nämlich gesehen, dass es nicht Jonathan, Michael oder er selbst war, der ihn errettet hat, sondern stets, immer, jederzeit, war es der Herr. Es wird ganz klar in Psalm 59.
[55:24] Von dem Herrn ist das Gelingen gekommen, von dem Herrn ist die Rettung gekommen und David ist am Ende von Kapitel 19 immer noch in Gefahr. Doch interessant ist es, der größte Beweis, dass Gott uns nicht verlassen hat, dass Gott dich nicht verlässt, ist nicht immer, dass die Prüfung vorbei ist und dass die Schwierigkeit weg ist, sondern dass du immer noch auf deinen Füssen stehst, obwohl du mitten unter Bedrängnis bist.
[55:56] Das ist bei David genauso. Der Beweis, dass Gott dich nicht verlassen hat, ist, dass du immer noch stehst, seine Gnade jeden Tag noch neu ist und dass er dich immer wieder aufrichtet, auch mitten in Schwierigkeiten.
[56:13] Und du fragst dich jetzt vielleicht, was soll ich mit dieser ganzen Geschichte anfangen? Ich bin ja nicht David. Ich bin ja nicht zum König gesalbt worden. Ich werde ja nicht verfolgt auf Leben und Tod.
[56:26] Das stimmt. Du bist nicht David. Und zum Glück musst du auch nicht in der Nacht abgeseilt werden, um dann einen Psalm wie Psalm 59 schreiben zu können. Zum Glück nicht.
[56:37] Trotzdem, du hast denselben Gott wie David. und ihn zu kennen, das reicht. Das reicht. Und du hast auch Schwierigkeiten.
[56:49] Du hast auch einen Feind, der möchte, dass du verzagst. Der möchte, dass du dich ängstigst. Der möchte, dass du fließt vor ihm, dass du fällst. Doch wie David darfst du zuversichtlich sein, dass Gott dich erhalten wird, bis du die Aufgabe erfüllt hast, die er für dich bestimmt hat.
[57:07] Vorher kann dir weder jemand das Gelingen verwehren, noch kannst du umkommen dabei. Ganz so, wie es Psalm 91 sagt, wer im Schutz des Höchsten sitzt, wird bleiben im Schatten des Allmächtigen.
[57:25] Ich sage von dem Herrn, meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf ihn will ich vertrauen. Die Frage ist nur, bist du im Schutz des Höchsten?
[57:37] Bist du verborgen unter seinem Schatten? Vertraust du wirklich auf ihn für all dein Gelingen und all deinen Schutz?
[57:52] Rollenbeten. Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir durch die Geschichte, die uns aufgeschrieben ist in 1. Samuel, Kapitel 18 und 19, gesehen haben, wie du den David immer bewahrt hast.
[58:09] Das Gelingen ist von dir gekommen. Ein herzvoller Demut ist von dir gekommen. Schutz und Rettung ist von dir gekommen.
[58:20] Und so sehen wir, dass du ihn bewahrt hast auf allen seinen Wegen. Und so wollen auch wir uns dir anvertrauen. Wir wollen vertrauen, dass du unsere Seele bewahrst, bis wir eines Tages bei dir sind.
[58:34] Wir danken dir, dass du uns immer wieder Hoffnung und Mut gibst, zu dir aufzuschauen und dir zu danken. Amen. Amen. Amen. Vielen Dank.