Zwei Reaktionen Gegenüber Dem Kommenden König

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Prediger

Thomas Sardi

Datum
18. Februar 2024

Transkription

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[0:00] Wir wollen noch beten zu Beginn. Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir dich kennen dürfen.

[0:13] Wir danken dir für das Lied, das wir gesungen haben. Danke dir, Herr Jesus, dass du unser Freund und Advokat bist, dass du uns vertrittst vor Gottes Thron.

[0:24] Dass wir wissen dürfen, dass du für unsere Sünden bezahlt hast und dass nichts uns scheiden kann von deiner Liebe. Wir danken dir vielmals auch für den heutigen Morgen, wo wir dich schon preisen durften mit unseren Liedern und jetzt auch aus deinem Wort lernen dürfen.

[0:41] Ich danke dir, dass du uns hilfst, dass wir unser eigenes Herz erkennen und dass wir uns dir völlig ausliefern dürfen. Amen. Ist Jesus gekommen, um Frieden zu bringen oder ist er gekommen, um zu trennen?

[1:06] Einige von euch lachen. Ich lese mal, was Jesus selbst gesagt hat aus Matthäus 10. Martin ist noch nicht dazugekommen, aber er wird es. Denkt nicht, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen.

[1:22] Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien von seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.

[1:40] Und das Menschenfeinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. Über die Person Jesu Christi gibt es eine Trennung in der Menschheit.

[1:55] Die einen, sie lieben ihn und die anderen, sie hassen ihn. Sie sind seine Feinde. Und diese Trennung, diese Spaltung, die geht mitten durch die engsten Beziehungen.

[2:08] Vater und Sohn werden getrennt. Mutter und Tochter. Bei Jesus gibt es keinen neutralen Grund.

[2:19] Es gibt keinen neutralen Boden, wenn es um Jesus geht. Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Ein bisschen weiter in Matthäus 12, Vers 30, heißt es dann, wer nicht mit mir ist, er ist gegen mich.

[2:39] Und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. Judas hat es versucht, drei Jahre lang mit Jesus zu gehen und so ein neutraler Mitschwimmer zu sein.

[2:54] Er hat es nicht geschafft. Sein Herz wurde offenbar ganz am Ende. Es gibt nur zwei Reaktionen. Und worauf kommt es denn an, wie wir reagieren?

[3:06] Was ist der Grund, dass wir entweder Jesus lieben oder ihn hassen? Was ist der Auslöser dieser Reaktion?

[3:19] Und der heutige Text aus 1. Samuel 18, den Martin schon verlesen hat, er zeigt, wie gegensätzlich die Reaktionen auf David waren. Auf David, den kommenden König.

[3:33] Und das stellt auch uns vor die Frage, wie reagieren wir? Wie reagierst du? Wie reagiere ich?

[3:45] Auf den kommenden König, Jesus Christus. Ich habe die Predigt mit folgendem Titel überschrieben, zwei Reaktionen gegenüber dem kommenden König.

[3:59] Zwei Reaktionen gegenüber dem kommenden König. Und die Gliederung ist ganz einfach. Der erste Punkt ist Liebe und Hingabe.

[4:10] Das ist die erste Reaktion. Liebe und Hingabe. Und die zweite Reaktion, Hass und Feindschaft. Damit wir ein bisschen mehr verstehen, wie sich dieser Text einordnen lässt, will ich kurz den Zusammenhang noch einmal erläutern.

[4:31] Gott hat seinem Volk einen König gegeben. Gott will, dass sein Volk regiert wird. Dort, wo nicht regiert wird, da herrscht Chaos.

[4:43] Doch Gott will einen König, der das Volk unter seine Herrschaft führt, damit es dem Volk gut geht. Nun, das Volk hat einen eigenwilligen König gewählt, König Saul.

[4:57] Saul heißt der Erbetene. Saul ist der König nach dem Herzen des Volkes und sie wollen einen König, der so regiert, wie alle anderen Länder regiert werden. Das einfach zur Wiederholung.

[5:12] Aber Gott zeigt dem Volk immer mehr, dass ihr König nicht würdig ist, ein König zu sein. Man sieht in Kapitel 14, wie er ahnungslos da sitzt.

[5:24] Er weiß nicht, was zu tun ist angesichts der Übermacht der Philister. In Kapitel 15 sieht man, wie er ungehorsam ist und Gott total außer Acht lässt. Doch Gott, ihm gehen die Möglichkeiten nie aus.

[5:40] Er hat schon zuvor einen König nach seinem Herzen auserwählt. Er hat Samuel hingeschickt, um diesen König zu salben. Und dieser König, so erstaunlich es klingt, ist ein Hirtenjunge, den niemand vorhergesehen hat.

[5:58] Und Gott nimmt diesen Hirtenjungen, er salbt ihn mit dem Heiligen Geist, rüstet ihn zu für diesen Dienst. Und jetzt ist die Frage, wie bringt es Gott fertig, dass dieser König beim Volk beliebt wird und anerkannt wird als ihr König?

[6:17] Und da erinnern wir uns zurück an Kapitel 17 vor zwei Wochen, das uns Andi erklärt hat. Und wir haben dort gesehen, wie ein Feind gekommen ist, die Philister und Goliath, den niemand besiegen konnte.

[6:34] Keiner hatte den Mut, ihm entgegenzutreten. Nicht ein Saul, der ein Kopf grösser war als alle anderen im ganzen Volk, nicht ein Eliab, ein Bruder von David, der auch groß war, niemand vom Volk sonst und auch nicht einmal Jonathan, unser Held aus Kapitel 14, der mit viel Mut, Gottes Vertrauen und Glauben dem Goliath entgegengetreten ist.

[7:05] Niemand hat es gewagt. Und auf einmal kommt dieser Hirtenjunge auf den Plan und zu Gottes Ehre sagt er, Goliath, ich werde dich umbringen, weil du Gott gelästert hast.

[7:22] Und die Gefahr ist besiegt. Die Gefahr ist weg. Ein gewaltiger Sieg. Und jetzt kommen wir zu Kapitel 18. Was verfolgt Gott in diesem Kapitel?

[7:35] Was will er uns zeigen? Als erstes sehe ich hier, dass Gott David zubereiten will als König. Er will ihn in die Aufgabe einführen.

[7:49] Er will ihm den Schliff verpassen, den ein König haben muss. Dann sehen wir aber auch, wie Martin es in der Einleitung erwähnt hat, Gottes bewahrende Hand.

[8:01] David hat nicht begriffen, dass Saul ihn jetzt schon töten will. Und er musste ihm mehrere Male ausweichen. Erst in Kapitel 19 wird offenbar, dass Saul wirklich vorhat, ihn zu töten.

[8:12] Und dort muss David fliehen. Und was wir auch sehen ist, dass Gott David bestätigt vor dem Volk und vor allen Menschen.

[8:24] Wie tut er das? Er schenkt ihm Gelingen. Wir wollen nochmals kurz die Stellen anschauen. Sie ziehen sich durch das ganze Kapitel 18 durch wie ein Refrain. Immer wieder kommt dasselbe.

[8:36] Und zwar in Vers 5. Und David zog aus zum Kampf. Überall wohin Saul ihn sandte, hatte er gelingen. Das nächste Mal, wo es vorkommt, ist Vers 16.

[8:51] Aber ganz Israel Vers 14 bis 15 Und David hatte auf allen seinen Wegen Gelingen und der Herr war mit ihm.

[9:10] Als Saul sah, dass ihm alles gelang, scheute er sich vor ihm. Und dann ein letztes Mal in Vers 30 ganz am Schluss Vers 30 b Und es geschah, so oft sie in den Krieg zogen, hatte David mehr gelingen als alle Knechte Sauls, sodass sein Name hoch geachtet wurde.

[9:31] Also das zieht sich durch wie ein Refrain durch das ganze Kapitel 18. Wieso gelingt David alles? Vers 12 sagt es uns und auch das kommt mehrere Male vor Und Saul fürchtete David, denn der Herr war mit ihm.

[9:52] Von Saul aber war er gewichen. Und ein weiteres Mal in Vers 28 Und Saul sah und erkannte, dass der Herr mit David war.

[10:07] Das war der Grund, wieso David gelingen hatte. Und übrigens, die Knechte Sauls hatten es schon vorher erkannt.

[10:17] In Kapitel 16 Vers 18 erinnert ihr euch, da haben sie gesagt, der Herr ist mit diesem Mann. Darum nimm ihn an deinen Hof, damit er dir dient. Es war das Markenzeichen über Davids Leben, dass der Herr mit ihm war.

[10:33] Und das brachte ihn zum Gelingen, zum Gott. Und da dürfen auch wir wissen, wenn du nach Gottes Willen handelst und wenn du zu einer Aufgabe vorgesehen bist, dann wird Gott dir darin auch Gelingen schenken.

[10:52] Und du darfst auch in Sicherheit sein, egal was dir zustoßen möchte, welche Leute dich hindern möchten, er wird es durchführen und niemand kann dir schaden.

[11:03] Das werden wir noch in Kapitel 19 in einer späteren Predigt sehen. Doch das führt uns jetzt zum ersten Punkt. Wir sehen über das ganze Kapitel hinweg, das teilt sich in zwei Teile.

[11:22] Das erste ist die Liebe, die Jonathan hat zu David und die Liebe des allgemeinen Volkes und dann der Hass Sauls.

[11:32] das Gelingen, welches David hatte, das rief vorerst bei allen eine gewisse Zuneigung hervor. Eine Liebe, eine Hochachtung, eine Hingabe.

[11:44] Wir sehen, dass Saul David liebte in Kapitel 16 Vers 21, weil er ihm so diente. Und in Kapitel 18 Vers 2, ganz am Anfang, lest ihr Vers 2, seht ihr, und Saul nahm ihn an jenem Tag zu sich und ließ ihn nicht wieder in das Haus eines Vaters zurückkehren.

[12:02] Also er hatte David lieb, zu Beginn wenigstens. Wir sehen in Vers 5, dass das ganze Volk und die Knechte Saul so wohlgefallen hatten an David.

[12:14] Wir sehen in Vers 7, dass die Frauen in Jubel und Euphorie ausbrachen, als die Männer zurückkamen vom Krieg und sangen, Saul hat tausend geschlagen, David aber 10.000.

[12:26] Wir sehen, dass ganz Israel David lieb hat in Vers 16. Aber ganz Israel und Judah hatten David lieb, denn er zog aus und ein vor ihnen her.

[12:38] Es kommt immer wieder vor, dass David sehr beliebt ist. Wir sehen auch, dass Michael die Tochter Sauls David liebt und sogar zweimal Vers 20 und Vers 28.

[12:51] Und dann sehen wir in Vers 30 ganz am Ende, dass Davids Name sehr hoch geachtet wurde, weil er aus und einzog und gelingen hatte vor dem ganzen Volk.

[13:10] Doch eine Liebe in diesem Kapitel ist besonders erwähnenswert und die wollen wir uns jetzt näher anschauen und hervorgreifen. Es ist die Liebe Jonathans zu David.

[13:21] In den Versen 1 bis 5 lesen wir diese zusammen. Und es geschah, als er David aufgehört hatte, mit Saul zu reden, da verbannt sich die Seele Jonathans mit der Seele Davids und Jonathan gewann ihn lieb wie seine eigene Seele.

[13:40] Vers 3 Jonathan aber und David machten einen Bund miteinander, denn er hatte ihn lieb wie seine eigene Seele. Und Jonathan zog das Obergewand aus, das er anhatte.

[13:52] Und er gab es David, dazu seinen Waffenrock, sogar sein Schwert, seinen Bogen und seinen Gürtel. Und David zog zum Kampf aus, überall, wohin Saul ihn sandte, hatte er gelingen, sodass Saul ihn über die Kriegsleute setzte und er gefiel dem ganzen Volk wohl und auch den Knechten Saus.

[14:17] Ein kurzes Wort zu diesem Abschnitt. Viele Leute, die Homosexualität verteidigen wollen, nehmen diesen Abschnitt, um zu begründen, dass das in der Bibel vorkommt und dass David ein Mann nach dem Herzen Gottes sei und damit Homosexualität gut sei.

[14:36] Nun, wir nicht der Fall ist, denn 3. Mose 18 22 und 3. Mose 20 13 die sagen ganz klar, dass Homosexualität vor Gott ein Gräuel ist und die Todesstrafe verdient im Alten Testament.

[14:56] So kann das hier nicht die Meinung sein, aber das möchte ich einfach zuerst kurz klarstellen. Aber wir fragen uns jetzt, wer ist Jonathan?

[15:08] Jonathan ist Sohn von Saul. Er ist der Thronfolger. Er ist der Kronprinz. Er ist ungefähr 25 Jahre älter als David, gemäss manchen Auslegern.

[15:23] Also um die 40 bis 45. Wir sehen in Kapitel 13, dass er Chef ist über mindestens einen Drittel der Armee Sauls. 1, wir sehen in Kapitel 14, 1, dass er ein mutiger, gottesfürchtiger Mann ist, ein Mann voller Glauben, einer, der einen Plan hat, angesichts von großer Gefahr.

[15:49] Er lässt sich nicht einfach einschüchtern. Und in Kapitel 14 sehen wir auch in Vers 6, bitte blättert kurz dorthin, 14, Vers 6, was Jonathan für ein Mann ist.

[16:04] Und Jonathan sprach zu seinem Waffenträger, komm, lasst uns den Posten dieser Unbeschnittenen hinübergehen. Vielleicht wird der Herr durch uns wirken, denn es ist dem Herrn nicht schwer, durch viele oder durch wenige zu retten.

[16:21] So einer ist Jonathan. In Vers 15 sehen wir dann, wie sie diesen Posten angegriffen haben und der Schrecken Gottes über die Philister gekommen ist und Gott bestätigt hat, dass dieser Mann im Glauben gehandelt hat und mit Gott gehandelt hat.

[16:42] Und auch das Volk sieht es, Vers 45, Kapitel 14, aber das Volk sprach zu Saul, sollte Jonathan sterben, der Israel diese große Rettung verschafft hat? Das sei ferne, so war der erlebt, es soll kein Haar von seinem Haupt auf die Erde fallen, denn er hat an diesem Tag mit Gott gewirkt.

[17:00] Und so erlöste das Volk den Jonathan, dass er nicht sterben musste. Wir sehen also, er war ein Volksheld, er war berühmt, er war beliebt bei den Menschen, er hatte alles, um König zu werden.

[17:14] Es fehlte ihm nichts. Doch leider sehen wir, dass Saul, sein Vater, ihm diese Karriere vermasselt hat.

[17:27] Und Gott musste Saul samt seinen Nachkommen verwerfen. So gab es menschlich gesehen keine Zukunft für Jonathan als König. Nun, wenn wir das sehen, bemerken wir Jonathan, er hätte genug Grund gehabt, neidisch zu sein auf David.

[17:47] David war für ihn ein Rivale. Wieso tat er genau das Gegenteil? Ich lese ein Zitat von Jerry Bridges aus einem Buch Respectable Sins, Sünden, die wir dulden.

[18:06] Und es geht um Neid. Neid ist das schmerzhafte und oft nachtragende Bewusstsein eines Vorteils, den jemand anderes genießt.

[18:19] Manchmal wollen wir denselben Vorteil, den die andere Person hat, was zu der weiteren Sünde, der Habgier führt. Und manchmal ärgern wir uns einfach darüber, dass die andere Person etwas hat, was wir nicht haben.

[18:37] Aber wir sind nicht nur generell neidisch auf andere. In der Regel sind es zwei Umstände, die uns zum Neid verleiten. Erstens neigen wir dazu, diejenigen zu beneiden, mit denen wir uns am ehesten identifizieren.

[18:59] Also die, die uns am nächsten sind, die, die denselben Beruf haben, die, die im selben Fußballklub sind und so weiter. Oder in derselben Familie oder in derselben Gemeinde.

[19:11] Zweitens neigen wir dazu, sie in den Bereichen zu beneiden, die wir am meisten schätzen. Also das, was uns am wichtigsten ist, da haben wir Mühe, wenn jemand anderes darin besser ist.

[19:28] Beispiel. Sagen wir mal, ich wäre ein Fußballspieler in der dritten Liga und ich spiele schon fünf Jahre mit dieser Liga und ich möchte eigentlich gerne aufsteigen und jetzt kommt einer, der ist erst seit zwei Monaten dabei, aber er wird schon befördert und wird bald zum Liebling der ganzen Mannschaft.

[19:52] Auf den wäre ich auf einmal neidisch, weil er besser ist. Hingegen auf den WM-Spieler, auf Messi oder auf irgend so einen wäre ich nicht neidisch, weil der spielt in einer ganz anderen Liga.

[20:04] Das nur, um zu verdeutlichen, wo Neid ansetzt. ist. Und wir können uns damit sehr gut identifizieren. Eltern sind manchmal neidisch auf die Kinder anderer Leute, wenn sie bessere Noten haben, wenn sie besser angezogen sind, wenn sie sich besser benehmen.

[20:25] Oder man kann neidisch sein auf Leute, die in der Gemeinde sind zum Beispiel und anderen bessere Orte in die Ferien gehen können oder mehr Ferien nehmen können.

[20:41] Oder jemand, der einen besseren Beruf hat. Oder jemand, der vermeintlich besser aussieht als du, sich vielleicht besser schminken kann. Ich weiß es nicht, aber man findet immer Gründe, sich zu vergleichen.

[20:55] Und wann immer du dich mit jemandem vergleichst, dessen Umstände besser scheinen als deine, dann fallst du in die Versuchung, ihn zu beneiden. Und manchmal willst du nicht einmal das, was du eigentlich beneidest.

[21:09] Zum Beispiel, wenn jemand in eine höhere Position kommt als du, vielleicht willst du ja gar nicht die Verantwortung und trotzdem beneidest du ihn. Das ist ja das Traurige daran. Und du bist einfach nicht zufrieden, dass es ihm vermeintlich besser geht.

[21:25] Neid ist aber gar kein Kavaliersdelikt. Im Gegenteil. Römer 1,29 und Galater 5,21 zeigen uns ganz klar, wo sie einzuordnen sind.

[21:39] Ich lese Römer 1,29. Erfüllt mit aller Ungerechtigkeit, Bosheit, Habsucht, Schlechtigkeit, voll von Neid. Merkt ihr, was gerade nach Neid kommt?

[21:51] Mord, Streit, List, Tücke. Und interessant ist, in Galater 5,19 kommt auch nach Neid, gerade Totschlag.

[22:06] Hört euch das an. Offenbar aber sind die Werke des Fleisches, welche sind Hurerei, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Sekten, Neid, Totschlag, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, von denen ich euch vorhersage, wie ich auch euch vorhergesagt habe, dass die, die so etwas tun, das Reich Gottes nicht erben werden.

[22:34] Neid ist kein Kavaliersdelikt. Die Frucht des Geistes aber ist alles andere als Neid. Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit und Treue.

[22:46] Jonathan, er hätte definitiv, menschlich gesprochen, allen Grund gehabt, ein Rivale Davids zu sein und zu versuchen, ihn umzubringen.

[22:58] Und in Kapitel 19 hat Saul sogar versucht, Jonathan dazu zu überreden. Doch was war anders bei Jonathan? Wieso tat er es nicht? Fassen wir noch einmal kurz zusammen, was alle Leute gesehen haben.

[23:14] Sie haben gesehen, wie David Mut hatte. Sie haben gesehen, Davids Einstellung, dass er ein Mann des Glaubens war. Sie haben gesehen, dass er Erfahrung mit Gott hat.

[23:26] Und Jonathan hat auch gesehen, dass David einen Eifer für den Herrn an den Tag legte, nicht für sich selbst. Und einen Eifer für Gottes Ehre. Das alles von der letzten Predigt von Andi.

[23:39] Und nach dem Kampf ließ Saul David Wessen Sohn bist du? Sag mir, wen muss ich jetzt von den Steuern befreien? Und wen muss ich meine Tochter geben?

[23:52] Mit welcher Familie verschwägere ich mich? Oder hast du noch mehr solche tapferen Brüder, die für mich kämpfen könnten? Und Jonathan sitzt da und hört zu, als David sagt.

[24:03] Knabe, wessen Sohn bist du? Und David sagt, ich bin ein Sohn deines Knechtes Isai, des Bethlehemiten.

[24:17] Ein bescheidener Mann. Auch Saul liebte David damals noch. Doch Jonathan gewann ihn lieb wie seine eigene Seele.

[24:30] Das war eine Freundschaft unter Kriegskameraden. Eine Freundschaft, die sagt, ich werde für dich da sein. Wenn jemand dich bedrängt, werde ich kommen und dich verteidigen.

[24:41] Auf mein Blut. Es ist so, wie wir in manchen Kriegsfilmen wie Band of Brothers sehen, die zusammengehalten haben. Das ist so eine Freundschaft.

[24:54] Eine bewusste Entscheidung. Und Jonathan, er war bereit, sich selbst zu vergessen. Seine Karriere zu vergessen. Und er handelte damit nach 1. Korinther 13, wo die Liebe beschrieben wird, die Liebe beneidet nicht.

[25:11] Die Liebe sucht nicht das ihre, sondern die Liebe sucht das des Anderen. Und was hatte das für Auswirkungen?

[25:22] Jonathan machte einen Bund mit David. Es heisst dort, dass er einen Bund geschnitten hat mit David. Und da geht es darum, dass ein Tier in zwei Hälften geschnitten wird. Und links und rechts wird das hingelegt.

[25:34] Und dann geht man mitten hindurch. Jonathan ging hindurch. David ging hindurch. Und sie haben sich geschworen, wenn einer von uns diesen Bund bricht, dass wir einander die Treue halten, dann geschieht dasselbe mit uns, wie mit diesem Tier geschehen ist.

[25:49] Dann soll ich getötet werden. So einen Bund haben sie geschlossen. Das sind ehrenhafte Männer. Männer, die es ernst meinen, die einander vertrauen können. Und was passierte noch?

[26:03] Was war noch eine Auswirkung von dem? Jonathan, er zog sein Obergewand aus, das Gewand des Prinzen. Natürlich hatte er noch ein zweites.

[26:15] Aber er machte David an diesem Tag sich selbst gleich. besser noch, er erhöhte ihn. Er gab ihm nicht nur das Obergewand, es heisst hier auch sein Waffenrock und Schlachter übersetzt sogar sein Schwert, seinen Bogen und seinen Gürtel.

[26:36] Er gab ihm all das, was ihm Symbolität verlieh, als der Prinz, als der, der der Thronfolger war. Er übergab ihm das alles.

[26:46] Er hat gesagt, ich stehe dir nicht im Weg. Im Gegenteil, ich unterstütze dich. Hier hast du all mein Zeug dazu. Nun, was lernen wir daraus?

[27:01] Jonathans Selbstlosigkeit, Jonathans Selbstvergessenheit und seine Demut, sie beeindrucken uns. Und seine Demut und seine Art, wie er an die Sache hingeht, ist der Grund, warum sie auch einen Bund geschlossen haben.

[27:24] Es ist der Grund, warum Freundschaften bestehen können. Dort, wo Neid ist, dort, wo Missgunst ist, dort, wo einer denn höher sein will als der andere, dort gibt es nur Streit.

[27:37] Dort gibt es keine Einheit, auch in der Gemeinde nicht. Philippe 2, da hat Paulus und die Philippe geschrieben, wenn es Ermahnung in Christus gibt, Zuspruch der Liebe, Gemeinschaft des Geistes, Herzlichkeit und Erbarmen, so macht meine Freude völlig, indem ihr eines Sinnes seid, eine Seele.

[28:06] gleiche Liebe habt, ihr liebt dasselbe, so wie Jonathan und David. Sie haben beide Gott geliebt und wollten seine Ehre suchen.

[28:18] Also, indem ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig, auf das eine bedacht seid, tut nichts aus Selbstzucht oder nichtigem Ehrgeiz, sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst.

[28:31] Jeder schaue nicht auf das Seine, sondern jeder auf das des Anderen. Und dann wisst ihr, wie es weitergeht, dann kommt das Vorbild Jesu Christi in der Demut. Wir haben nicht Zeit, jetzt auf das einzugehen, aber es lohnt sich, dies zu studieren.

[28:47] Studiert diese Stelle, studiert die Demut Jesu Christi, studiert Jesus Leben, denn Jesus hat gesagt, kommt her zu mir und lernt was?

[29:00] Denn ich bin voll Sanftmut und von Herzen und von Herzen. Das ist es, was Jonathan hier an den Tag gelegt hat.

[29:14] Er war ein Mann, der das beherzigt hat und er konnte über seinen eigenen Schatten springen und sich selbst tiefer einstufen. Johannes der Täufer, schlag bitte auf Johannes 3.

[29:24] Johannes 3. Johannes 3. Johannes 3. Johannes 3. Johannes 3. Johannes 3. Johannes 3. Johannes 3.

[29:35] Johannes 4. Der Vorbote Jesu Christi und er hat Jesus vorangekündigt und jetzt auf einmal kommen die Leute zu ihm und sagen, hey, der Christus, den du angekündigt hast, dem laufen mehr Leute nach als dir und er tauft mehr.

[29:50] Was sagt er? Johannes 3, Vers 27. Johannes antwortet und spricht.

[30:02] Ein Mensch kann sich nichts nehmen, es sei denn, es ist ihm vom Himmel gegeben. Gott gibt Gaben, Gott gibt Erfolg, Gott gibt Gelingen.

[30:14] Man muss niemand beneiden. Schaut, wie es weitergeht. Ihr selbst bezeugt mir, dass ich gesagt habe, nicht ich bin der Christus, sondern ich bin vor ihm hergesandt.

[30:25] Wer die Braut hat, der ist der Bräutigam. Also zu dem Menschen, zu dem die Leute hinlaufen, der ist der Bräutigam. Jesus ist er. Der Freund des Bräutigams, ich.

[30:39] Aber, der da steht und ihn hört, ist hoch erfreut über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun erfüllt. Er konnte von Herzen sagen, ich freue mich, dass alle Menschen zu Jesus gehen.

[30:53] Es sollen noch mehr dorthin gehen. Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen. Und der von oben kommt, ist über allen. Und wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde.

[31:04] Der aus dem Himmel kommt, ist über allen. Und er bezeugt, was er gesehen und gehört hat und niemand, und sein Zeugnis nimmt niemand an.

[31:18] Wir sehen Johannes. Er hatte denselben Geist, dieselbe Gesinnung wie Jonathan. Denn Jesus beansprucht genauso wie ein neuer König, genauso wie David als neuer König den ersten Platz, beansprucht.

[31:36] Beansprucht auch Jesus den ersten Platz. Wir haben es ganz zu Beginn gelesen. Jesus trennt. In Matthäus 10,39, bisschen später, heisst es dann, wer sein Leben findet, also wer seinen Status als eigener König behalten will, wer immer noch selber König bleiben will und sich selbst verwirklichen will, das heisst es, wer sein Leben findet, der wird es verlieren.

[32:03] Der wird es verlieren. Genauso wie Saul es am Ende verlieren wird. Er wird sich selber umbringen. Und wer sein Leben verliert, das heisst, wer bereit ist, alles aufzugeben, um Christi willen, sein eigener Stolz, sein eigenes Ego, und meinetwillen, der wird es finden.

[32:26] Jetzt ist die Frage an dich, bist du bereit, bist du wirklich bereit, dich selbst zu vergessen für Christus, um Christi willen? Das hat Konsequenzen.

[32:38] Das hat Konsequenzen im Miteinander, in der Familie, in der Gemeinde, im Beruf, überall. Oder denkst du, du hättest noch ein Anrecht auf deinen Königsthron?

[32:50] Was ist die Frage, die sich hier stellt? Hast du gesehen, dass Jesus Christus, genau wie David, David hat den Feind besiegt, er hat diesen unbezwingbaren Feind besiegt, und Jesus Christus hat den Satan besiegt, er hat den Tod besiegt, er hat die Macht der Sünde besiegt, und hast du das erkannt?

[33:16] Und bist du bereit zu sagen, Jesus Christus, du bist mein König, ich will selber kürzer treten, ich will mich unterordnen, und ich will alles tun dafür, dass du König bist, in meinem Leben und im Leben anderer Leute.

[33:33] Bist du bereit, dich um das reiche Gottes willen einzusetzen, damit Jesus Christus groß werden kann? Nun, das Problem des Neides, der Missgunst, es kommt aus einem selbstsüchtigen Herzen, einem Herzen voller Stolz, einem Herzen, das selbst König sein will, und es ist so ein Herz, wie Saul es gehabt hat, und deshalb freut er sich auch überhaupt nicht daran, an Davids Erfolg und an seinem Gelingen, sondern er fing an, ihn zu hassen.

[34:05] Und Neid führt zu Hass, und Hass führt ganz schnell zu Mord, oder Mordplänen. Wir sehen das schon am Beispiel Kains.

[34:17] Kain hasste seinen Bruder Abel, und er brachte ihn um, trotz Warnung von Gott. Aber das bringt uns jetzt zu der zweiten Reaktion. Zwei Reaktionen gegenüber dem kommenden König.

[34:29] Die eine ist Liebe und Hingabe, und die andere ist Hass und Feindschaft. Wir lesen Kapitel 18, 1. Samuel, die Verse 6 bis 9.

[34:48] Es geschah aber, als sie heimkamen, als David von der Schlacht der Philister zurückkehrte, dass die Frauen aus allen Städten Israels mit Gesang und Reigen dem König Saul entgegengingen.

[35:01] Mit Tambourin, mit Jubel und mit Triangel. Und die Frauen sangen im Reigen und riefen, Saul hat seine Tausende geschlagen, David aber seine Zehntausende.

[35:16] Kurzes Wort hier dazu. Das ist so wahrscheinlich ein Satz aus einem grösseren Lied, das jemand gedichtet hat. Aber so wie es im Hebräisch ist, sagt man manchmal das Geringere zuerst, um es dann noch zu toppen mit dem zweiten Satz.

[35:31] Also hier wurde Saul doppelt getroffen. Er wurde als Erster genannt, der ein wenig geringer war, und dann kommt David, und dann noch mit den Worten, er hat nur Tausende geschlagen, und David Zehntausende.

[35:44] Ich denke nicht, dass das die Absicht des Dichters war, Saul eifersüchtig zu machen. Es war einfach die Freude. Aber was passiert jetzt?

[35:56] Vers 8, Da ergrimmte Saul sehr, und dieses Wort missfiel ihm. Es war übel in seinen Augen, und er sprach, Sie haben dem David Zehntausende gegeben, und mir nur Tausende.

[36:10] Es fehlt ihm nur noch das Königreich. Und Saul blickte neidisch auf David von jenem Tag an, und vorthin bis ans Ende seines Lebens. Und wir sehen, wie Saul eine Abwärtsspirale betritt, jetzt in diesem Moment.

[36:35] Wir sehen in Vers 12, Saul fürchtete sich vor David, denn der Herr war mit ihm. Interessant. David hätte sich eigentlich fürchten sollen, wenn Saul ihn zweimal an die Wand spiessen wollte.

[36:47] Aber es ist Saul, der sich fürchtet. Vers 15, Als nun Saul sah, dass ihm alles gelang, scheute er sich vor ihm. Ein anderes Wort, verfurscht.

[36:59] Vers 29, Da fürchtete sich Saul noch mehr vor David, und Saul wurde Davids Feind sein Leben lang.

[37:09] Also schon dreimal lesen wir, dass er sich fürchtet vor ihm. Und in Kapitel 19, Vers 1, da kommt dann der offizielle Teil, Saul aber redete zu seinem Sohn Jonathan und zu allen seinen Knechten, dass sie David töten sollten.

[37:27] Das ist dann, als die Sünde, die Begierde, öffentlich wird. Was lernen wir aus diesen, aus diesen Begebenheiten?

[37:42] David hat sich nicht verändert. Er ist dieselbe Person, wie da, als er Saul besänftigt hat. Er ist dieselbe Person, wie da, als er Goliath getötet hat.

[37:54] Und doch liebt Saul ihn zuerst, und später hasst er ihn. Weshalb fängt er David an zu hassen?

[38:04] Weshalb? Weshalb ruft David bei vielen Bewunderung hervor und Liebe, und bei anderen Furcht, Neid, Hass, Feindschaft und Mordgedanken?

[38:20] Nun, in dem Moment, als die Frauen sangen, David hat 10.000 erschlagen, hat er begriffen. Dieser Mann wird das Königreich erhalten. Dieser ist es, den Samuel zuvor angekündigt hat.

[38:34] Und erinnert ihr euch, jetzt kommt David langsam in Sauls Liga hinein. Vorher muss er ihn nicht fürchten. Saul ist ganz zuoberst. Jetzt kommt jemand, wie der Fußballspieler in der dritten Liga, der sich ihm ganz schnell nähert, der Beliebtheit gewinnt.

[38:51] Und jetzt fängt er an, neidisch zu sein. Aber die Ursache des Neids, wo kommt sie her?

[39:03] Natürlich aus dem Herzen. Es ist ein Herz voller Stolz. Und es ist der Stolz selbst, den Saul hier zerfrisst. Ich will euch eine Definition von Stolz geben.

[39:15] Stolz ist eine sündige Herzenshaltung, die mit unersättlicher Gier sich selbst über seinen Nächsten erheben will.

[39:28] Ich sage es noch einmal. Stolz ist eine sündige Herzenshaltung, die mit unersättlicher Gier sich selbst über seinen Nächsten und damit über alle anderen erheben will.

[39:45] Nun gehen wir kurz diese einzelnen Begriffe dieser Definition durch. Stolz ist eine Sünde.

[39:57] Es ist ein Grundübel. Wenn ihr mehr darüber wissen möchtet, lest Jesaja 14. In den Versen 12 bis 15 wird dort gezeigt, dass Stolz die Sünde des Satans war.

[40:14] Satan war ganz zuoberst. Er war der Höchste der Engel, der Schönste der Engel. Und er wollte sich über wen erheben? Er war schon zuoberst. Es gab nur noch einen, der über ihm war.

[40:27] Es war Gott. Satan wollte sich über Gott erheben und das war die Sünde, die ihn zum Fall brachte. Gott musste ihn aus dem Himmel entfernen und er hat ein Drittel des Heeres, der Engel mit sich genommen.

[40:42] Es ist also eine Sünde, die Gott nicht toleriert, weil sie sich am Ende gegen Gott richtet. Weil wenn du stolz bist, dann bist du zuerst neidisch oder willst du dich erheben über deinen Nächsten.

[40:56] Dann kommst du ein bisschen höher hinauf in eine neue Liga, dann wirst du dich erheben über den. Und am Ende bist du der Höchste und willst dich noch über Gott erheben. Und so richtet sich Stolz nicht nur gegen alle Mitmenschen, sondern auch direkt gegen Gott.

[41:11] Also, Stolz ist eine Sünde. Stolz ist eine Herzenshaltung. Es ist eine sündige Herzenshaltung. Sie sitzt tief im Inneren des Menschen.

[41:23] Es ist ein Teil unseres natürlichen Menschseins, seit wir geboren sind. Und das ist so, seitdem Adam und Eva gesündigt haben. Ich weiss nicht, aber ich denke, jeder von euch ist ein Nachkomme von Adam und Eva.

[41:38] Kann sich niemand hinausnehmen. Niemand kann sich rausschummeln. Es ist eine Herzenshaltung, die wir seit Geburt haben. Stolz ist eine sündige Herzenshaltung, die mit unersättlicher Gier sich über alle erheben wird.

[41:56] Unersättlich heisst, sie muss immer mehr haben. Sie hat nie genug. Warum sonst gibt es Menschen, die zum Beispiel 15.000 verdienen pro Monat 15.000 Schweizer Franken und denken, ich muss noch mehr haben und noch mehr und noch mehr und noch mehr.

[42:11] Sie können das ja gar nicht alles ausgeben. Natürlich kann man es für dumme Sachen, aber man braucht es nicht mehr. Man braucht nicht mehr. Es ist nur, damit sie ein bisschen höher sind als ihr nächster.

[42:23] Dann wechseln sie den Job, damit sie noch bei einer besseren Bank angestellt sind, zum Beispiel, und noch ein bisschen mehr ansehen haben. Es ist also unersättbar, der Stolz.

[42:36] Der Stolz ist auch einer, der sich selbst überhebt über alle anderen. Er ist kompetitiv. Er ist, er hat immer einen Wettbewerb mit allen anderen.

[42:50] Er muss alle anderen vernichten. Nicht immer physisch, nicht immer töten, aber man muss alle anderen klein machen, damit man sich selber wieder groß und gut fühlt.

[43:01] und ich habe gesagt, es ist eine sündige Herzenshaltung, die mit unersättlicher Gier sich selbst über seinen Nächsten erheben will. Es ist immer der Nächste, der, der in derselben Liga spielt, auf den man neidisch ist, wo man sich im Stolz darüber erheben will.

[43:19] Die Folgen? Noch einmal, man überhebt sich über den, man überhebt sich über den Nächsten und wenn man ganz oben angelangt ist und wenn man die Sache zu Ende denkt, man überhebt sich auch über Gott, weil man gar niemanden über sich dulden will.

[43:35] Man will selber König sein. Was hat es für Folgen? Wie tritt Stolz auf? Dort du streitest.

[43:48] Wo du Feindschaft bist, ist Stolz oft ein Thema. Dort du böse Worte sind, dort du neidest, ist Stolz immer ein Thema.

[44:05] Dort du Kontrollsucht bist, wo du jemanden im Griff haben willst, dort du ärgerlich wirst, wenn du merkst, dass jemand nicht gerade so gehandelt hat, wie du es gemacht hättest oder wie du es gewollt hättest, da ist Stolz meistens dabei.

[44:18] Dort, wo Uneinsichtigkeit und Unbelehrbarkeit ist, dort ist Stolz. Wenn du dir nichts sagen willst, dann sagst du dir selber, ich bin der, der es besser weiss, ich bin der Chef.

[44:32] Niemand hat mir was zu sagen. Das ist Stolz. Dort, wo man schlecht und abschätzig über Leute denkt und redet, ist Stolz, weil ich will mich selber grösser machen vor den anderen als dieser.

[44:51] Dort, wo andere erniedrigt werden, dort ist Stolz. Dort, wo ich mich selber besser finde und ganz perfide, wenn ich mich demütig fühle und denke, ich habe kein Problem mit Stolz, dann habe ich das verdeckteste und damit grösste Problem des Stolzes.

[45:14] Wieso? Weil ich schreibe mir selbst den Sieg über den Stolz zu und sage, ich habe den Stolz besiegt, ich habe kein Problem mehr mit dem. Und wer ist es dann, der die Ehre bekommt? Ich.

[45:25] Und damit bin ich schon wieder stolz. Nun, die Bibel sagt in Sprüche 21,4 Der Stolz der Augen und Überheblichkeit des Herzens, die Leuchte der Gottlosen sind Sünde.

[45:44] Sag damit, alle Gottlosen sind stolz. Niemand, der nicht zu Jesus Christus gehört, der sein Stolz nicht vor dem Kreuz abgelegt hat, kann demütig sein, wirklich demütig sein.

[45:58] Und auch wir Gläubigen haben das Leben lang mit Stolz zu kämpfen. Es ist ein Kampf, der nie vorüber ist. Stolz ist auch ein Gräuel in Gottes Augen.

[46:12] Sprüche 6, 16 bis 19 heißt es, sechs sind es, die der Herr hasst und sieben sind seiner Seele ein Gräuel. Und was zählt er als erstes auf? Hohe Augen, ein anderes Wort für Stolz.

[46:26] Was macht Gott mit den Stolzen? Gott stürzt die Stolzen. Er stürzt sie, er lässt sie zu Fall kommen.

[46:38] Vielleicht sehen wir es nicht immer hier auf der Erde, spätestens im Himmel wird es offenbar. Brüche 16, Vers 18 ist wohl jedem bekannt. Stolz geht dem Sturz und Hochmut dem Fall voraus.

[46:52] Nun, wir haben gesehen, wo Sauls Liebe geändert hat zu Neid und zu Hass.

[47:04] Es ist genau dann, als David in seine Liga gekommen ist. Und der Rest des Kapitels, die Verse 10 bis 29, die zeigen uns eigentlich nur noch die Auswirkungen aus.

[47:18] auf die Auswirkungen, die dieser Stolz im Herzen Sauls hatte und wie er versuchte, David zu beseitigen. Das werden wir in einer nächsten Predigt anschauen, weil in Kapitel 19 geht das dann noch weiter.

[47:36] Es ist einfach nur noch schlimmer dort. Saul kann nicht mehr leben, außer dass er David beseitigt hat. Doch hier möchte ich einige Warnungen hinzufügen.

[47:49] Wir haben gesehen, Stolz ist destruktiv. Stolz macht alles kaputt. Nicht nur den Nächsten, den man erniedrigen will.

[48:01] Stolz zerstört auch sich selbst, weil Gott den Stolzen hasst. Weil Gott den Stolzen nicht vorankommen lässt. Stolz zerstört dein Leben. Eine weitere Warnung.

[48:14] Stolz ist immer Feindschaft. Ist immer Feindschaft. Es bedeutet Feindschaft gegen Menschen, weil sie dir zu nahe treten könnten. Und es bedeutet Feindschaft gegen Gott.

[48:27] Jakobus 4,6 sagt, Gott widersteht den Hochmütigen. Den Demütigen aber, den gibt er Gnade. Eine weitere Warnung.

[48:39] Stolz. Er kann nicht von dir selbst besiegt werden. Du kannst ihn nicht selbst besiegen. Wir haben es gesehen. Sobald du denkst, du hast es, dann bist du schon wieder stolz.

[48:53] Das ist ganz perfid. und ganz gefährlich, Stolz macht blind. Stolz macht dich blind für deine eigene Stolzheit.

[49:05] Darum sage ich dir jetzt erste Schritte, wie du erkennen kannst, ob du stolz bist oder nicht. Das erste ist, bitte Gott. Psalm 139, die Verse 23 und 24 sagen uns, Herr, erforsche mich und erkenne mich.

[49:23] Prüfe mich und sieh, wie ich es meine. Und sieh, ob ein Weg des Übels in mir ist, ob etwas Böses in mir ist und zeige es mir auf. Der Psalmschreiber, er wusste, dass er selber seinen Stolz und seine eigene Sünde nicht wirklich erkennt und darum hat er Gott gebietet.

[49:40] Und das lege ich auch euch ans Herzen. Bietet Gott, euch euren Stolz aufzuzeigen, denn ihr seid nie fertig mit dem Stolz. Nie.

[49:53] Etwas, das wir auch machen können, ist die Demut Jesu Christi zu studieren. Eine Bibelstelle habe ich euch schon erwähnt, Philippe 2. Eine weitere Bibelstelle, die ich auch erwähnt habe, wieso wir Jesus studieren sollen, heißt Matthäus 11, 28 bis 30.

[50:14] Er sagt, kommt her zu mir, denn ich bin demütig und von Herzen sanftmütig und von Herzen demütig. Also studiert das Leben Jesu Christi, studiert es und ihr werdet erkennen, wo ihr nicht so seid wie er.

[50:31] Demut ist übrigens eines der Merkmale, eines der Hauptmerkmale der Christen. Es ist ein Merkmal, das ein Christen auszeichnet.

[50:43] Und Demut sieht nicht immer so aus, wie wir es denken. Ich habe jetzt keine Zeit mehr auf das einzugehen, aber überlegt euch einmal, wie wirkliche Demut aussieht am Leben von Jesus Christus.

[50:56] Also, bittet Gott, studiert Jesus und das dritte, den dritten Teil, frage deinen Nächsten, frage deine Frau, frage deinen Ehemann, frage deine Arbeitskollegen und dann, ganz wichtig, weil wir stolz sind, sind wir oft unbelehrbar und nehmen die Kritik nicht an.

[51:20] Aber nehmt euch vor, einmal zuzuhören und zu überlegen, könnte es wahr sein, was die sagen über mich? Könnte es sein, dass ich wirklich so stolz bin, wie sie sagen? Ist nicht so einfach.

[51:31] Nun, dadurch, dass Gott David Gelingen gegeben hat, wurde offenbar, dass der Herr mit ihm war. Und für einige war schnell klar, das ist der kommende König.

[51:47] Jonathan hat es gemerkt, Saul hat es gemerkt. Und auf David, den werdenden König, gab es zwei Reaktionen, Liebe und Hingabe und Hass und Feindschaft.

[51:58] Und genauso gibt es auch auf Jesus Christus nur zwei Reaktionen. Liebe und Hingabe oder Hass und Feindschaft. Und der Anspruch Jesu Christi ist, dass er Herr über dein Leben ist.

[52:13] Er ist der König, der Könige. Das heisst, wenn du stolz bist, wirst du ihn nicht akzeptieren. Und dieser Anspruch des Herrn Jesus trennt die Menschheit in zwei Lager.

[52:27] Noch einmal die Stelle von Anfang. Denkt nicht, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.

[52:44] Und das Menschenfeinde werden seine Hausgenossen sein. Jesus Christus, er bewirkt Trennung. Über seiner Person spaltet sich die ganze Erde in zwei Lager.

[52:57] Es gibt keinen neutralen Grund. Und Jesus hat gesagt, wer nicht mit mir ist, ist gegen mich und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. Judas war so ein Unentschiedener zu Beginn.

[53:10] Pilatus war ein weiterer Unentschiedener. Als er gemerkt hat, dass Jesus vor ihm stand, hat er gemerkt, dass dieser Mensch unschuldig ist. Er hat es sogar gesagt. Matthäus 27, Vers 17 bis 18.

[53:26] Als sie nun versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen, wen wollt ihr, dass ich euch freilassen soll? Barabbas oder Jesus, der Christus genannt wird? Denn er wusste, dass sie ihn aus Neid überliefert hatten.

[53:40] Also Neid brachte Jesus ans Kreuz, der Neid der Juden brachte ihn ans Kreuz. Und Pilatus war so ein unentschiedener Mensch, der nicht entscheiden konnte, will ich zu Jesus stehen oder nicht.

[53:52] Und es führt immer dazu am Ende, dass man gegen Christus ist. Pilatus, er ließ es schleifen und hat sich einfach dem Druck gebeugt und hat Jesus kreuzigen lassen. Und so bleibt die Frage, liebst du den kommenden König?

[54:11] Den König der Könige, Jesus Christus, denn er kommt zurück. Oder hast du ihn? Du kannst wählen, ob du Christus hassen willst.

[54:24] Nämlich, wenn die Furcht, deine Furcht ist, dass dein eigenes Ego keinen Platz mehr hat. Und wenn du selber den Platz einnehmen willst, den Jesus Christus einnehmen sollte, dann wirst du in Feindschaft gegen Jesus leben.

[54:36] Und damit auch in Feindschaft gegenüber allen Menschen in deinem Umfeld. Vielleicht nicht so offensichtlich. weil du den Friede fürst selbst nicht in deinem Leben hast.

[54:52] Du wirst in Angst leben müssen, dass eines Tages der wirkliche König zurückkommt, der König Jesus Christus, und dass du dich vor ihm verantworten musst und dass es offenbar wird, wie deine Haltung zu ihm war.

[55:04] Es gibt aber auch eine andere Seite. Du kannst Gott bitten, dass du Jesus Christus sehen kannst, dass du ihn lieben kannst, dass du deinen Stolz ablegen kannst, dass du deinem eigenen vermeintlichen Recht absagen kannst, und dann kommst du zu Jesus in Demut und bittest ihn, dass er dich ihm ähnlicher macht.

[55:28] Und das wird sich auch widerspiegeln in deinem ganzen Leben. Und darum, wenn du anfangen willst, deinen Stolz abzulegen, egal ob du schon zu Jesus Christus gehörst oder nicht, ist der erste Schritt.

[55:44] Komm zu ihm und bitte ihn, dass er es dir aufzeigt. Ich möchte noch beten. Vater im Himmel, wir danken dir, dass du deinen Sohn gesandt hast, um für uns zu sterben.

[56:01] Dein Sohn hat den großen Feind, den Satan, besiegt. Du, Jesus Christus, hast die Macht des Todes besiegt, du hast die Macht der Sünde besiegt, die Macht des Stolzes in unserem Leben besiegt.

[56:16] Und wir danken dir, dass wir, wenn wir zu dir gehören, dass wir auch siegreich über diesen Stolz sein können. Und doch bleibt es ein Kampf unser Leben lang. Bitte hilf uns, Herr, dass wir demütig genug sind, zu dir zu kommen.

[56:31] Zeige uns auf, wo wir uns ändern müssen. Amen. Amen.