Wer Gott fürchtet, hat nichts zu fürchten

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Prediger

Andreas Bischoff

Datum
4. Februar 2024

Passage

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Transkription

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[0:00] Ich möchte zu Beginn nochmals beten. O treuer himmlischer Vater, wir möchten dir von ganzem Herzen danken für dein Wort.

[0:11] Herr, wir bitten dich heute Morgen, belehre uns durch dein Wort, überführe uns durch dein Wort, weise uns zurecht durch dein Wort und erziehe uns durch dein Wort, Herr.

[0:24] Ich denke, dass wir an diesem Sonntagmorgen heute unseren Fokus wieder voll auf dich ausrichten können. Amen. Ich muss das erste Bild ans Licht löschen, bitte.

[0:44] Ich weiss nicht, wer sich an dieses Bild erinnern mag. Das sind einige Impressionen aus dem ersten Pfingstlager dieser Gemeinde, das Pfingstlager 2019. Viele von euch waren damals auch in irgendeiner Art und Weise in dieses Pfingstlager involviert, aber auch eine ganze Menge war damals noch gar nicht in unserer Gemeinde.

[1:03] Möchtet ihr euch erinnern, was diese Kinder damals gebastelt haben? Das nächste Bild, bitte. Hier sieht man es schon ein bisschen besser, es nimmt langsam Form an.

[1:16] Nächstes Bild. Hier sehen wir, es muss ein ziemlich großer Mensch gewesen sein, den sie da bauen. Und ich denke, wir wissen schon alle, was sie da basteln. Das letzte Bild, bitte noch. Zum Schluss sehen wir hier das endgültige Resultat.

[1:31] Die Kinder haben damals den Goliath gebastelt, und zwar in Lebensgröße. Dieses Bild wurde während des Feldgottesdienstes dann aufgenommen. Und ich fürchte...

[1:41] Ich fürchte mich manchmal schon vor Nils, aber dieser Mann hier nebenan, der überragt diesen Nils noch mal so mit mehr als einem Meter.

[1:57] Vielen Dank. Kurze Zeit nach diesem Bild durften die Kinder dann ihre selbst gebastelten Schleudern auf diesen Karton-Goliath werfen und so als kleine Davids ihre Treffsicherheit beweisen.

[2:12] Zum Glück war dieser Goliath nur ein Abbild des echten Kriegers und somit hielt sich die Bedrohung durch dieses Stück Karton schon eher in Grenzen. Trotzdem konnte man ein bisschen nachvollziehen, dass Goliath damals eine sehr eindrückliche und bedrohliche Gestalt gewesen sein musste.

[2:28] Eine Gestalt, vor der man sich durchaus fürchten konnte. Und gerne möchte ich euch heute wieder mit in diese Geschichte nehmen. Eine Geschichte, die ganz bestimmt zu den bekanntesten Geschichten der Bibel gehört.

[2:42] Doch diese wahre Geschichte ist keineswegs langweilig deswegen. Diese Geschichte ist so zeitlos und so wichtig, gerade auch für dein Leben. Ich möchte heute deinen Fokus wieder neu ausrichten, damit du nicht vor Angst erschaffst, selbst wenn mal ein Goliath vor dir steht.

[3:00] Ich möchte, dass du heute gestärkt in die neue Woche starten kannst. Und so habe ich meine Predigt mit dem folgenden Titel überschrieben. Wer Gott fürchtet, hat nichts zu befürchten.

[3:14] Wer Gott fürchtet, hat nichts zu befürchten. Drei Fragen über dein Leben sollen uns heute zusammen durch diese spannende Geschichte führen. Die erste Frage, wessen Knecht bist du wirklich?

[3:27] Zweite Frage, wessen Willen tust du wirklich? Und die dritte Frage, wessen Ehre suchst du wirklich? Und so kommen wir zu unserer ersten Frage, wessen Knecht bist du wirklich?

[3:43] Wir haben ja die ersten 30 Verse von 1. Samuel 17 bereits gelesen. Und wir haben gelesen, wieder einmal sieht sich das Volk Israel den Philistern gegenüber.

[3:56] Nach Kapitel 4 bis 7 und Kapitel 13, 14 schon das dritte Mal, wo Israel in 1. Samuel von den Philistern bedroht wird. Die Philister waren der bedrohlichste Gegner von Israel, das haben wir angeschaut.

[4:09] Und auch heute noch können wir die Spuren der Philister in den Konfliktparteien mit Israel sehen. Palästina heisst nämlich nichts anderes als Land der Philister.

[4:22] Die Philister waren mit ihren Rohstoffen imstande, viel mehr und vor allem auch viel bessere Waffen als das Volk Israel zu erschaffen. Und da sich ja die Philister offensichtlich zum Kampf sammelten, war ihr Heer nach der Niederlage durch Saul in Kapitel 14 wieder sehr stark geworden.

[4:41] Und zudem hatten sie eben diesen gefürchteten Vorkämpfer in ihren Reihen Goliath. Goliath ist wahrscheinlich aus dem Geschlechter Enakiter, welche unter anderem eben in Gad nach der Niederlage durch Joshua noch verblieben waren.

[4:57] Die Enakiter waren eben diese bedrohlichen Riesen, von welchen wir jetzt hier unseren Goliath haben. Goliath stand nun also als Vorkämpfer oder als Zwischenkämpfer und Kriegsheld vor den Philistern, also zwischen den Philistern und dem Volk Israel.

[5:12] Er war ein Mann, so um die drei Meter groß und gewaltig ausgerüstet. Die Massangaben, die wir gelesen haben, die weisen darauf hin, dass allein sein Panzer ja mit 5000 Schäkel ungefähr knapp 60 Kilogramm wog.

[5:27] Und auch sein Wurfspieß, der mit einem Weberbaum beschrieben ist, der aus Kupfer war, hatte eine Speerspitze, die allein sieben Kilogramm wog. Das Volk Israel wird nicht annähernd so gut ausgerüstet gewesen sein wie die Philister.

[5:41] Und dazu kommt immer noch dieser gewaltige Goliath. Auch markiert dieser Goliath gleich, weil hier der Chef auf dem Platz ist. Er ruft den Israeliten zu und er verhöhnt das Volk wieder und wieder.

[5:56] Wir haben in Vers 16 gelesen, dass sich Goliath jeden Morgen und jeden Abend vor die Philister und vor Israel stellte und das Volk Israel herausforderte.

[6:09] Doch niemand hatte den Mut, gegen diesen Riesen zu kämpfen. Verständlicherweise natürlich. Die Furcht im Volk, sie war riesig. Und wir lesen auch nichts davon, dass Saul irgendwelche schlauen Anweisungen gegeben hätte, wie man mit dieser Situation umzugehen hat.

[6:26] Doch in Mose, in 5. Mose 20, Vers 1 bis 4, hat Gott eigentlich ganz klare Anweisungen gegeben, wie man sich bei einem Angriff durch eine feindliche Übermacht zu verhalten hätte.

[6:40] In 5. Mose 20, Vers 1 bis 4 steht nämlich, Wenn du gegen deine Feinde zum Krieg ausziehst und siehst Pferde und Wagen, ein Volk zahlreicher als du, dann sollst du dich nicht vor ihnen fürchten.

[6:58] Denn der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, ist mit dir. Und es soll geschehen, wenn ihr zum Kampf heranrückt, dann soll der Priester herantreten und zum Volk reden und zu ihnen sagen, höre Israel, ihr rückt heute zum Kampf gegen eure Feinde heran.

[7:16] Euer Herz verzage nicht, fürchtet euch nicht und ängstigt euch nicht und erschreckt nicht vor ihnen. Denn der Herr, euer Gott ist es, der mit euch zieht, um für euch mit euren Feinden zu kämpfen, um euch zu retten.

[7:34] Was für eine wunderbare Zusage. Gott hatte schon verheissen, dass sie irgendwann gegen mächtigere Feinde kämpfen würden. Und er ist seinem Volk schon so oft so wunderbar beigestanden.

[7:46] Doch in der ersten Hälfte unseres Kapitels, das haben wir gelesen, finden wir überhaupt nichts dergleichen. Niemand scheint auf die Idee gekommen zu sein, vielleicht für die Rechnung mit Gott zu machen.

[7:58] Boliath ist für jeden Israeliten zu stark und zu mächtig. Und alleine wird es kein Mann aus dem Volk Israel mit diesem Riesen aufnehmen können. Alleine. Auch Satan steht nicht selten übermächtig vor uns und wir werden es niemals alleine mit Satan und seinen Angriffen aufnehmen können.

[8:17] Und so kommt es, dass das Volk Israel von Goliath 40 Tage lang verhöhnt wird. 40 Tage gibt Gott dem Volk die Gelegenheit, sich vielleicht doch noch an ihn, den allmächtigen und zuveränen Gott, zu erinnern.

[8:36] Wenn Goliath auch nicht genau weiss, was er sagt, so müssen wir ihm doch leider in Versacht Recht geben. In Versacht sagt Goliath nämlich, bin ich nicht der Philister und ihr die Knechte Sauls?

[8:53] Die Knechte Sauls. Leider hat er Recht. Sie waren bloß Knechte Sauls. Saul war ihr Anführer, doch ein Leiterleiter durch Vorbild.

[9:07] Es ging nicht gerade in den letzten Sonntag auch um Vorbilder. Wir haben in der Bibel so viele gute Leiter, die auch wirklich gute Vorbilder waren.

[9:19] Nehemiah zum Beispiel. Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit eine neue Klasse erhalten und da stand auf dem Etui eines Lernenden. Lehrer sind Vorbilder, Vorbilder sind Bilder und Bilder sollte man aufhängen.

[9:40] Es sieht so aus, als hätte er in seinen früheren Lehren nicht nur gute Vorbilder gesehen. Doch Saul war auch kein gutes Vorbild. Er war kein guter Leiter. Wie sollte das Volk gottesfürchtig sein, wenn nicht einmal der König des Volkes Gottes gottesfürchtig ist?

[9:59] Wir haben in Kapitel 15 gesehen, dass Saul überhaupt keine Beziehung zu Gott hatte und durch seinen Ungehorsam auch von Gott verworfen wurde. Da änderten auch 40 Tage Belagerung durch Goliath und die Philister nichts daran.

[10:12] Und so wie Iranführer Saul hat er auch das Volk vergessen, wessen Volk sie eigentlich waren. Und wenn die Gottesfurcht fehlt, macht sich die Menschenfurcht breit.

[10:26] Und wenn du Menschenfurcht hast, dann ist ein solcher Goliath der Inbegriff deiner tiefsten Furcht. So ein Goliath ist dann dein größter Albtraum.

[10:36] Irgendwann wird man müde, man ist enttäuscht. Vielleicht vermag man selber nicht mehr fassen, dass es einen Gott gibt, der den seinen ja eigentlich gerne beistehen würde.

[10:50] Wenn du nicht ein Knecht des lebendigen Gottes bist und ihn fürchtest, dann bist du ein Knecht eines anderen oder ein Knecht deiner selbst. Und beides ist nichtig.

[11:02] Dem Volk Israel fehlte die echte Gottesfurcht. Gerne möchte ich mit euch ein wenig die Gottesfurcht anschauen, weil Gottesfurcht ist nicht gleich Gottesfurcht.

[11:15] Ich möchte mit euch in einem Bibeltext kurz gehen, der wie unser Text die Gottesfurcht sehr schön beleuchtet. Und zwar in 4. Mose 14, 1-9. 4. Mose 14.

[11:35] Damals mussten die Kundschafter das verheißene Land auskundschaften, um es im Anschluss einzunehmen. Doch die Kundschafter, sie kamen zurück und berichteten von der vermeintlichen Übermacht in jenem Land.

[11:47] Auch berichteten sie von Riesen, welche das Land bewohnten und in dessen Augen sie selbst nur Heuschrecken seien. Riesen, von welchen wir in unserem Kapitel auch einen haben.

[12:00] Und wie reagiert nun das Volk auf diese schlechte Botschaft? Und das sehen wir jetzt hier eben in 4. Mose 14. Da erhob die ganze Gemeinde ihre Stimme und schrie, und das Volk weinte in jener Nacht.

[12:15] Und alle Söhne Israel murrten gegen Mose und gegen Aaron. Und die ganze Gemeinde sagte zu ihnen, Wären wir doch im Land Ägypten gestorben, oder wären wir doch in dieser Wüste gestorben?

[12:28] Und wozu bringt uns der Herr in dieses Land? Damit wir durch Schwert fallen und unsere Frauen und unsere kleinen Kinder zur Beute werden? Wäre es nicht besser für uns, nach Ägypten zurückzukehren?

[12:40] Und sie sagten einer zum anderen, Lasst uns ein Haupt über uns setzen und nach Ägypten zurückkehren. Da fielen Mose und Aaron auf ihr Angesicht vor der ganzen Versammlung der Gemeinde der Söhne Israel.

[12:51] Und Joshua, der Sohn des Nun, und Kaleb, der Sohn des Jephune, von denen, die das Land ausgesuchtet haben, zerrissen ihre Kleider und sagten zu der ganzen Gemeinde der Söhne Israel, Das Land, das wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, das Land ist sehr, sehr gut.

[13:09] Wenn der Herr Gefallen an uns hat, so wird er uns in dieses Land bringen und es uns geben, ein Land, das von Milch und Honig überfließt. Nur empört euch nicht gegen den Herrn und fürchtet doch nicht das Volk des Landes, denn unser Brot werden sie sein.

[13:25] Ihr Schutz ist von ihnen gewichen und der Herr ist mit uns. Fürchtet sie nicht. Was für Gegensätze. Das Volk, aber auch Joshua und Kaleb fürchteten Gott, aber auch auf eine völlig andere Art und Weise.

[13:41] Die Furcht des Volkes war eine gottlose Gottesfurcht. Eine Furcht, die von Gott wegführt. Dagegen hatten Joshua und Kaleb wahre Gottesfurcht. Sie vertrauten dem Herrn.

[13:53] Ihre Furcht trieb sie zu dem Herrn. Auch Adam hatte Gottesfurcht, nachdem sie gesündigt hatten, aber es war eine gottlose Gottesfurcht.

[14:04] Eine Furcht, die von Gott wegzog. Eine Furcht, die dazu führte, dass sie sich vor Gott verstecken wollten. Sehr ähnliches sehen wir beim faulen Knecht in Matthäus 25.

[14:16] Auch dort lesen wir von dieser falschen Furcht. Doch wahre Gottesfurcht offenbart so viel Gutes im Leben. Wahre Gottesfurcht, sie führt zum Herrn.

[14:28] Wahre Gottesfurcht, sie führt zu Mut. Wahre Gottesfurcht, sie führt zu Gehorsam. Wahre Gottesfurcht, sie vermeidet Sünde. Wahre Gottesfurcht, sie führt zu göttlicher Demut.

[14:43] Wenn dich die Gottesfurcht von Gott wegtreibt, dann bist du voll mit gottloser Gottesfurcht. Gottesfurcht, wie sie die Bibel beschreibt, wie sie die Bibel lehrt, die führt dich direkt in seine Arme.

[14:56] Diese Gottesfurcht, es ist die Gottesfurcht, die auch Samuel kennt. Wir haben es damals in Kapitel 12 gelesen, von 1. Samuel. Kapitel 12, 24 sagt Samuel zu dem Volk, Fürchtet nur den Herrn und dient ihm in Wahrheit mit eurem ganzen Herzen, denn seht, wie grosse Dinge er an euch getan hat.

[15:18] Fürchtet nur den Herrn. Nur. Wie verhehlst du dich, wenn du gesündigt hast? Willst du dich verstecken wie Adam? Oder weisst du, dass du einen gütigen, gnädigen und barmherzigen Gott hast, den du fürchtest?

[15:36] Nur er kann dich von deiner Last befreien. Doch wie viele Menschen haben in den vergangenen Jahrhunderten versucht, ihre Schulden aus eigener Kraft zu tilgen und menschengemachte Sühnungsabläufe abzuarbeiten.

[15:49] Dabei ist der einzige Ort der Sühnung allein Jesus Christus. Wer Gott in der richtigen Art und Weise fürchtet, der hat nichts zu befürchten.

[16:00] Doch wenn eben selbst Saul, der König des Volkes Gottes, diese Furcht nicht lebt, dann kann das Volk schon bald zugrunde gehen. Wessen Knecht bist du wirklich?

[16:14] Wenn du Gott wirklich fürchtest, dann willst du auch ihm gehorsam sein. Es gibt so viele Stellen in der Schrift, da wird Gottesfurcht und Gehorsam in einem Atemzug erwähnt.

[16:24] Und so stelle ich dir die zweite Frage. Wessen Willen tust du wirklich? Ab Vers 12 betritt an David die Bühne unserer Geschichte.

[16:37] Wir haben vor zwei Wochen gehört, wie David von Samuel zum König gesalbt wurde. Noch aber ist dies im Volk nicht bekannt geworden. David wird von seinem alten Vater beauftragt, seine Brüder im Krieg zu besuchen und ihnen Geschenke zu überreichen.

[16:53] Bei uns wäre das ein Fresspackli an die Front schicken. Auch dem Obersten soll er ein Geschenk überreichen, um vielleicht auch die Gunst der Heerführer gegenüber seinen Brüdern zu gewinnen.

[17:07] David ist ein Mann, welcher bestrebt ist, seinen Auftrag treu auszuführen. Er schläft nicht aus, sondern macht sich früh morgens, wir haben es gelesen, auf den Weg.

[17:18] Auch überlässt er seine Schafe nicht im Schicksal, sondern er kümmert sich darum, dass ein Hüter sich um das Kleinvieh kümmert. Und so kommt David zu seinen Brüdern, welche ja im Moment nicht aktiv in einem Kampf sind.

[17:32] Gerade als er mit seinen Brüdern redet, ist der Zeitpunkt wieder gekommen, dass Goliath wieder vor die Philister tritt und das Volk Israel verhöhnt. Und wieder war die Furcht sehr groß in den Reihen der Israeliten.

[17:46] Auch bei Saul muss die Furcht sehr groß gewesen sein. In Vers 25 lesen wir nämlich von einer großen Belohnung, die der König demjenigen geben wird, welcher den Goliath erschlägt.

[17:59] Sie hätten Gott, aber sie suchen einen Mann, einen Menschen, wer sich auf Menschen verlässt, der ist verlassen. Doch David hat einen ganz anderen Fokus als die Männer um ihn herum.

[18:13] Er sieht in Goliath nicht seinen Albtraum, sondern einen Unbeschnittenen, einer mit dem Gott nicht ist. Und David sieht noch etwas anderes. Ich lese nochmals Vers 26, die zweite Hälfte.

[18:29] Wer ist denn dieser unbeschnittene Philister da, der die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhöhnt? Zum ersten Mal lesen wir hier im Kapitel den Namen Gottes.

[18:44] Niemand hatte Gott auf dem Radar, niemand hatte seinen Fokus auf den Herrn ausgerichtet, bis David kam. Nicht umsonst wird uns David als ein Mann nach dem Herzen Gottes vorgestellt.

[18:58] David sah das Volk nicht einfach als das Volk Israel, sondern als das Volk des lebendigen Gottes. In Zacharia 2, Vers 12 lesen wir, dass Gott sein Volk mit seinem Augapfel vergleicht, welchen er hütet.

[19:16] Und David sieht Goliath nun in Aktion, Gottes Volk zu verhöhnen. Und er sieht sich in der Pflicht, etwas dagegen zu unternehmen. Wenn Gott auch in deinem Umfeld verhöhnt oder verlästert wird, dann sollst du auch nicht einfach schweigen.

[19:30] Auch wenn sein älterer Bruder Eliab vermutlich auch als Neid nicht nur Freude daran hat, dass David in den Mittelpunkt gestellt wird oder sich selbst stellt, geht es David nicht um seine eigene Person, es geht ihm um Gott, den Allmächtigen.

[19:47] Und im Vergleich zu Saul und seinen Männern war der Fokus von David ganz auf Gott ausgerichtet. Er wusste um die Allmacht des Herrn und er wusste auch, dass der Herr der Heerscharen ihn nicht im Stich lassen würde, wenn er sich zum Herrn hält.

[20:04] Wir lesen zusammen ab Vers 31, 1. Sammel 17, 31. Und die Worte, die David geredet hatte, wurden bekannt.

[20:17] Und man meldete sich Saul und er ließ ihn holen. Und David sagte zu Saul, Niemand lasse seinetwegen den Mut sinken. Dein Knecht will hingehen und mit diesem Philister kämpfen. Aber Saul sagte zu David, Du kannst nicht zu diesem Philister gehen, um mit ihm zu kämpfen.

[20:32] Denn Du bist ein junger Mann. Er aber ist ein Kriegsmann von seiner Jugend auf. Da sagte David zu Saul, Dein Knecht weidete die Schafe für seinen Vater, wenn dann ein Löwe oder ein Bär kam und ein Schaf von der Herde wegtrug.

[20:46] So lief ich ihm nach und schlug auf ihn ein und entriss es seinem Rachen. Er hob er sich gegen mich, so ergriff ich ihn bei seinem Bart, schlug ihn und tötete ihn. So hat dein Knecht den Löwen und den Bären erschlagen.

[20:58] Und diesem unbeschnittenen Philister soll es genauso ergehen wie einem von ihnen, weil er die Schlacht rein des lebendigen Gottes verhöhnt hat. Nun ja, es gibt Leute, die meinen, sie würden jeden noch so starken Gegner besiegen, einfach aufgrund dessen, dass sie ja schließlich schon viele Kampfsportfilme gesehen haben oder einmal einen Selbstverteidigungskurs besucht hätten.

[21:22] Spätestens, wenn es dann einmal ernst gelte, würden diese Leute merken, dass ihre stundenlangen Filme höchstens für ein bisschen Trägheit und einige Fettposts gesorgt haben und dass sie wohl besser ein wenig trainiert hätten.

[21:33] Hier haben wir keinen Mann, der einfach ein paar Filme geschaut hat. Wir haben hier einen Mann, welcher sich gewisse Fähigkeiten angeeignet hat. Er konnte mit einer Schleuder umgehen.

[21:46] Das hat er geübt. David war auch mutig. Wir lesen hier von Löwen und Bären, welche er getötet hatte, um seine Schafe zu schützen. Natürlich waren diese Bären keine Grisslis und natürlich waren diese Löwen keine Kaliber, wie wir sie in den Steppen von Afrika finden.

[22:00] Diese Löwen waren asiatische Löwen. Ja, ein bisschen kleiner als ihre bekannten Brüder aus Afrika, aber trotzdem feig, einen Mann relativ schnell tot zu beißen. David wird auch immer wieder als kleiner, dünner Junge bezeichnet, als ein Kind.

[22:15] Im Kapitel 16, 18, in der letzten Predigt haben wir etwas anderes gelesen. Dort lesen wir nämlich Siehe. Ich habe einen Sohn des Bethlehemites, Isai, gesehen, der die Zitter zu spielen weiß und jetzt ein tapferer Mann, tüchtig zum Kampf und des Wortes mächtig von guter Gestalt und der Herr ist mit ihm.

[22:37] Bei der letzten Predigt von Tom haben wir gehört, dass David zwischen 15 und 20 Jahre alt gewesen sein musste. Das ist genau das Alter meiner Berufslernenden und ich habe nicht selten Schüler, die sind doch schon ordentliche Männer.

[22:51] Ja, auch David war jung, doch er stellte schon etwas dar. David war ein Mann, auch wenn er anscheinend das wertpflichtige Alter noch nicht erreicht hat und somit für den Kampf nicht gemustert wurde.

[23:03] Und David hatte Fähigkeiten. David wusste, was ein solcher Stein mit dem Schädel eines Mannes anstellen kann, wenn er nur am richtigen Ort eintrifft. David hatte geübt und er wusste, dass er ziemlich gut treffen konnte.

[23:18] Zusammenfassend wusste David, dass er diesen Goliath zur Strecke bringen könnte. Doch David vertraute keinesfalls auf seine eigenen Fähigkeiten und auf seine eigene Kraft.

[23:30] Und Vers 37 markiert hier einen Wendepunkt in unserer Geschichte. In Vers 37 lesen wir nämlich, und David fuhr fort, Der Herr, der mich aus den Klauen des Löwen und aus den Klauen des Bären gerettet hat, der wird mich auch aus der Hand dieses Philisters erretten.

[23:53] Der Herr wird mich aus der Hand dieses Philippers erretten. Der Herr. Was für eine Zuversicht. David macht seinen Teil.

[24:04] Er ist treu. Den Rest muss und wird der Herr schenken. Und da ist sich David ganz gewiss. Hast du auch einen Goliath in deinem Leben?

[24:16] Hast du vielleicht mehrere solche Riesen, die dich bedrohen? Diese Riesen können in unterschiedlicher Gestalt auftreten und dich bedrohen. Vielleicht wird dir die Arbeit zu groß.

[24:30] Vielleicht hast du Stress in deinem Leben. Vielleicht hast du eine schwierige Situation in der Familie, welche wie ein Goliath unüberwindbar scheint. Vielleicht hast du oder ein Familienmitglied eine ernste Krankheit.

[24:45] Vielleicht scheint dein Leben einfach nicht zu funktionieren, wie du es gerne hättest. Vielleicht hast du mit einer Sünde zu kämpfen, die dich wieder und wieder wie ein Goliath bedroht.

[24:58] Viele Menschen machen sich auch vor der Zukunft Sorgen. Sie wollen, dass alles so bleibt wie bisher. dass sie gesund, dass sie im Wohlstand weiterleben können. Doch die Schlagzeilen der Medien, sie wirken wie ein Goliath auf sie.

[25:13] So ist Corona, dann die Ukraine, dann der Konflikt im Nahen Osten, der sich momentan unschön ausweitet und eskaliert. Die ganze Klimapolitik oder die Politik ganz allgemein, die momentan eher darauf abzielt, alles Geld zu verteilen, ohne darauf zu achten, was wieder reinkommt.

[25:29] Auch ein Blick auf unser Nachbarland Deutschland kann politisch gesehen bedrohlich wirken. Erst gerade diesen Monat hat auch der IS wieder zu Angriffen auf Juden und Christen in Europa aufgerufen.

[25:42] Oh, ich könnte diese Liste noch lange weiterführen. Die Zeitungen sind voll von Riesen wie Goliath, die uns einschüchtern möchten. Und sie verfehlen ihr Ziel meistens nicht. Schüchtert man die Leute ein, hat man sie in der Hand.

[25:57] Unter dem Aspekt der vermeintlichen Sicherheit kann man dann alles von diesen Leuten verlangen. Wie gehst du mit diesen Goliaths um? Fürschst du dich vor ihnen?

[26:10] Das solltest du nicht. Angst wird dich schleimen und du wirst die falschen Entscheidungen treffen. Vielleicht würdest du auch gerne mehr von Jesus erzählen, doch jede Gelegenheit wirkt auf dich wie ein Goliath und deine Menschenfurcht überwiegt wieder einmal mehr.

[26:26] Ich habe dich gefragt, wessen Willen tust du wirklich? Denn wenn du Gott fürchtest, willst du ihm auch gehorsam sein.

[26:36] Doch was kannst du nun tun? Wir haben die Antwort hier in unserem Bibeltext. Sei kein Saul, sei ein David.

[26:48] Mach die Rechnung nicht ohne deinen Gott. David hatte die richtige Perspektive eingenommen. Er hatte den Fokus richtig gestellt. David wusste, dass er niemals alleine kämpfen musste.

[27:02] Natürlich, Gott hätte auch machen können, dass Goliath bei seinem ersten Auftreten einen Herzinfarkt, der leidet und Tod zusammenbricht. Hätte er machen können. Doch unser allmächtiger Gott, der benutzt Menschen, um seine Ziele zu erreichen.

[27:15] Unser Gott wollte David nutzen, um seine Ziele zu erreichen. Unser Gott will auch dich nutzen, um seine Ziele zu erreichen. Die Frage ist, bist du bereit dafür?

[27:28] Wie oft sehen wir in der Bibel das geheimnisvolle Prinzip Gottes. Er ist souverän und trotzdem bist du verantwortlich für dein Tun. Er ist souverän und hatte das Geschehen auf dem Schlachtfeld im Griff und trotzdem war David verantwortlich zu trainieren und den Stein auch wirklich zu schießen.

[27:49] Vers 38 Wir möchten jetzt den Höhepunkt unserer Geschichte lesen. Und Saul legte David seine Rüstung an und setzte einen großen Helm auf sein Haupt und zog ihm einen Schuppenpanzer an.

[28:07] Und David gürtete Saals schwert über seine Rüstung und wollte damit gehen, denn er hatte es noch nie versucht. Da sagte David zu Saul, ich kann nicht damit gehen, denn ich habe es nie versucht. Und David legte sie wieder ab.

[28:19] Und er nahm seinen Stab in seine Hand und wählte fünf glatte Steine aus dem Bach und tat sie in die Hirtentasche, die ihm als Schleudertasche diente und nahm seine Schleuder in seine Hand und ging dem Philister entgegen.

[28:34] Und der Philister ging und kam David immer näher und der Mann, der den Schild trug, ging vor ihm her. Als aber der Philister hinschaute und David sah, verachtete er ihn, weil er noch jung war und er war rötlich und schön vom Aussehen.

[28:49] Und der Philister sprach zu David, bin ich denn ein Hund, dass du mit Schöcken zu mir kommst? Und der Philister fluchte David bei seinen Göttern. Der Philister sagte zu David, komm her zu mir, dass ich dein Fleisch den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes gebe.

[29:06] Und David antwortete dem Philister, du kommst zu mir mit Schwert, Lanze und Kurzschwert. Ich aber komme zu dir mit dem Namen des Herrn, der Herrscharen, des Gottes, der Schlachtreihen Israels, den du verhöhnt hast.

[29:19] Heute wird der Herr dich in meine Hand ausliefern und ich werde dich erschlagen und dir den Kopf abhauen. Und die Leichen des Heeres der Philister werde ich heute noch den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren der Erde geben.

[29:32] Und die ganze Erde soll erkennen, dass Israel einen Gott hat. Und die ganze Versammlung soll erkennen, dass der Herr nicht durch Schwert oder Speer rettet, denn das Herrn ist der Kampf und er wird euch in unsere Hand geben.

[29:46] Und es geschah, als der Philister sich aufmachte und näher an David herankam, da lief David eilends von der Schlachtreihe aus dem Philister entgegen. Und David griff mit seiner Hand in die Tasche und nahm einen Stein heraus und er schleuderte und traf den Philister an seine Stirn und der Stein drang ihm in die Stirn ein und er fiel auf sein Gesicht zur Erde.

[30:09] Bis so weit mal. Das wird eine wunderbare Geschichte. David brauchte keine Rüstung aus Bronze und Stahl.

[30:21] David brauchte keine besondere Ausbildung, keinen Uniabschluss. David brauchte keine drei Meter groß zu sein und Berge von Muskeln zu haben. Hudson Taylor hat einmal gesagt, wenn du den Willen des Herrn tust, dann dürfen dir die Konsequenzen egal sein, denn Gott trägt die Verantwortung für dein Handeln.

[30:42] David tat den Willen des Herrn, legte den Stein in seine Schleuder, zielte und schoss den Stein ab. Was anschließend mit dem Stein passierte, war außerhalb seiner Kontrolle.

[30:57] Der Stein fand sein Ziel, weil Gott wollte, dass der Stein sein Ziel fand. was soll uns dieser Text lehren? Wenn du den Willen des Herrn tun willst, dann musst du bereit sein, dich von ihm gebrauchen zu lassen.

[31:12] Wenn du den Willen des Herrn tun willst, dann musst du trainieren, damit er dich brauchen kann. Trainieren musst du nicht deine äußerlichen Muskeln, auch wenn das durchaus nicht schaden wird.

[31:23] Du musst deine Glaubensmuskeln trainieren, durch welche auch dein Vertrauen gestärkt wird. Und wie macht man das? Wir schauen auf David.

[31:34] Was macht er? Was macht David, als er vor Goliath steht? Er erinnert sich zurück, wie Gott ihm schon in mancher schwieriger Situation geholfen hat.

[31:47] Er denkt an die Begegnung mit dem Löwen, an die Begegnung mit dem Bären und an die Hilfe des Herrn in diesen Momenten. Oh, wir Gläubigen vergessen so schnell, wie oft der Herr in unserem Leben schon so mächtig war.

[32:03] Für einen Ungläubigen mag vieles einfach Zufall sein. Das ganze Leben soll ja anscheinend als Zufall entstanden sein. Dann haben wir Gläubigen halt vielleicht einfach ein bisschen mehr Zufälle.

[32:14] Wir wissen, das sind keine Zufälle. Mach es wie David. Erinnere dich an das Gute, was dir von Gott widerfahren ist. Schau zurück und schreibe doch die wunderbaren Gebetserhöhungen deines Lebens mal auf.

[32:31] Ein weiterer Ratschlag, lese deine Bibel. All die wunderbaren Verheißungen, all die eindrücklichen und wahren Geschichten, in welchen man die mächtige Hand Gottes sieht.

[32:44] Und ganz wichtig, trainiere mit einem Sparring Partner. Ich hatte in meinem Leben die Möglichkeit, diverse Kampfsportarten und Kampfkünste kennenzulernen und zu trainieren.

[32:55] Und sie alle haben etwas gemeinsam. Man wird einfach besser, wenn man nicht alleine trainiert. Und zudem macht es zu zweit viel mehr Spaß. Du musst dir als Sparringspartner jetzt aber keinen Löwen oder Bären suchen, um wie David zu trainieren.

[33:11] Gott ließ vor rund 2000 Jahren den Grundstein der Gemeinde legen. Du bist nicht alleine. Schau dich um. Vielleicht dient gerade die heutige Gemeinschaft im Anschluss dazu, dass ihr einander den Fokus wieder an den richtigen Ort ausrichten könnt.

[33:30] Hilft einander euren Glauben zu stärken. Und mit gestärktem Glauben werden wir fähig sein, den Willen unseres allmächtigen Gottes zu tun.

[33:42] Mit gestärktem Glauben sind wir fähig, uns nicht mehr so schnell einschüchtern zu lassen. Und mit gestärktem Glauben scheinen selbst die Größen Goliaths plötzlich nicht mehr so groß und bedrohlich.

[33:54] Plötzlich sind die Riesen in unserem Leben nur noch so bedrohlich wie jener Goliath im Pfingstlager aus Karton. Und gerne möchte ich mit euch noch die letzte Frage ein wenig beleuchten.

[34:06] Wessen Ehre suchst du wirklich? Wir haben schon in Vers 37 gesehen, in wessen Kraft David gegen Goliath schreitet.

[34:21] Und am Höhepunkt dieser Geschichte in Vers 45 bis 47 sehen wir die Einstellung Davids ganz deutlich. Du kommst zu mir mit Schwert, Lanze und Kurzschwert.

[34:34] Ich aber komme zu dir in dem Namen des Herrn der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, den du verhöhnt hast. Im Namen des Herrn der Heerscharen.

[34:48] Ja, Goliath war momentan der Herr eines großen und starken Heeres, aber Gott ist der Herr aller Heerscharen. Ganze fünfmal finden wir in den drei Versen 45 bis 47 den Fokus von David.

[35:03] Ja, sein äußerlicher Blick war auf den Kopf von Goliath gerichtet und auch wir sollen die Gefahr stets ernst nehmen und den Blick haben. Doch der innere Blick war bei David und er soll auch bei Tiger stets auf ihn allein gerichtet sein.

[35:22] Und in Vers 46 lesen wir dann den eigentlichen Höhepunkt der Geschichte. Vers 46 zeigt uns, worum es bei Kapitel 17 wirklich geht.

[35:35] Heute wird der Herr dich in meine Hand ausliefern und ich werde dich erschlagen und dir den Kopf abbauen und die Leichen des Heeres der Philister werde ich heute noch den Vögeln des Himmels und den wilden Tieren der Erde geben und jetzt kommt der Höhepunkt und die ganze Erde soll erkennen dass Israel einen Gott hat.

[35:57] Die ganze Erde soll erkennen dass Israel einen Gott hat. Nicht mehrere Götter einen lebendigen Gott. Ja, es ist Gott, der durch David bewirken will, dass alle Welt sehe, dass Israel einen Gott hat.

[36:15] Es ist Gott, der will, dass alle Welt ihn erkennt. Aber es ist auch die Herzenshaltung von David, dass alle Welt erkennen soll, dass Israel einen lebendigen Gott hat.

[36:28] David hat den Fokus richtig gesetzt. Er gibt die Ehre allein Gott, er will mit seinem Leben Gott ehren. David weiss, dass er aus sich selbst überhaupt nichts bewirken kann.

[36:44] Wie auch Mose wurde mehr in 2. Mose 14 14 sagte, der Herr wird für euch kämpfen, ihr aber werdet still sein. Und Jahre später schreibt auch Paulus in Römer 8 31, was sollen wir nun hierzu sagen?

[37:00] Ist Gott für uns? Wer kann gegen uns sein? Und die ganze Erde soll erkennen, dass Israel einen Gott hat.

[37:10] Wie schön, wenn es auch über deinem Leben steht. Und die ganze Erde soll erkennen, dass du einen Gott hast. Und die ganze Erde soll das erkennen.

[37:23] Und alle deine Arbeitskollegen sollen erkennen, dass du einen Gott hast. Und alle deinen Familienmitglieder sollen erkennen, dass du einen Gott hast. Und alle deinen Scarf sollen erkennen, dass du einen Gott hast.

[37:36] Und alle deine Nachbarn sollen erkennen, dass du einen Gott hast. Ob er nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes.

[37:48] 1. Korinther 10, 31. Und auch die Worte des Herrn aus 1. Samuel 2, 30 wollen wir nicht vergessen. Denn die, die mich ehren, werde auch ich ehren.

[38:01] Und die ganze Welt soll erkennen, dass du einen Gott hast. Sieht es in deinen Reihen nach Glauben aus?

[38:13] Oder gleichst du Saul und seinen Männern und hast vergessen, wie groß und mächtig Gott ist? Wenn du die Rechnung mit Gott machst, dann wirst du siegen.

[38:25] Und manchmal sind vermeintliche Niederlagen eigentlich grösste Siege. Es kommt auf deinen Blickwinkel an. Es kommt auf deinen Fokus an. Viele Jahre später, nach unserer Geschichte hier mit David, kam ein Sohn Davids auf diese Erde.

[38:42] Jesus Christus. Am Palmssonntag zog er in Jerusalem ein und wurde als König gefeiert. Eine Woche später ist er am Kreuz hingerichtet worden.

[38:54] Hat Jesus da verloren? Hat da Goliath endgültig über David gesiegt? Keinesfalls.

[39:06] Als Jesus am Kreuz starb, hat er den größten Sieg errungen, der jemals errungen werden konnte. Er ist am Kreuz gestorben, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehen muss, sondern ewiges Leben haben darf.

[39:22] Im Anschluss dürfen wir wieder Abendmahl feiern und uns genau daran erinnern, was für ein wunderbarer Tag, nach dieser Geschichte das Abendmahl zu feiern. Er ist gekommen, um uns zu retten.

[39:34] Tragen wir diese Botschaft raus, der größte Sieg, an welchem wir, an welchem du und ich teilhaben dürfen. Und ganz Turbental soll erkennen, dass wir einen Gott haben.

[39:51] Lese Vers 50. So überwand David mit der Schleuder und mit dem Stein den Philister und er traf den Philister und tötete ihn.

[40:06] David aber hatte kein Schwert in der Hand und David lief und trat zu dem Philister und nahm dessen Schwert, zog es aus seiner Scheide und tötete ihn vollends und hieb in den Kopf damit ab.

[40:17] Als aber die Philister sahen, dass ihr stärkster Mann tot war, flohen sie. Und die Männer von Israel und Judah machten sich auf und erhoben das Kriegsgeschrei und jagten den Philister nach bis zum Eingang von Gad und bis an die Tore von Ekron.

[40:31] Und die Erschlagenen der Philister fielen auf dem Weg von Scharaim bis Gad und Ekron. Und so endet diese wundersame Geschichte.

[40:43] Wundersam nicht, weil es viele Tote gegeben hat. Wundersam, weil Gott groß gemacht wurde. Wundersam, weil Gott alles in seinen Händen hat und souverän über allem steht.

[40:57] Wundersam, weil Gott treu ist und zu seinem Volk hält. Wundersam, weil Gott gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit ist.

[41:07] Und wundersam, weil wir somit heute noch genau denselben Gott haben dürfen, welcher auch Davids Herr war. Ich wollte heute deinen Fokus wieder neu ausrichten, damit du nicht vor Angst erstarrst, selbst wenn ein Goliath vor dir steht.

[41:24] Vielleicht gibt es Momente in deinem Leben, in denen du enttäuscht, in denen du müde bist, in denen du dich bedrückt fühlst. Momente, in denen dir ein Goliath zu groß wird.

[41:36] Momente, in denen du dich fühlst, wie einer von Sauls Männern und du nicht weisst, wie du mit dieser Situation umgehen sollst. John Banyan schreibt in einem sehr guten Büchlein, das Büchlein Gottesfurcht, jeder falsche Weg beginnt damit, dass man sich von Gottes Wort entfernt.

[41:59] Lass nicht zu, dass du dich von Gottes Wort entfernst. David, ein Mann nach dem Herzen Gottes, macht es uns vor, wie Vertrauen geht.

[42:09] Er zeigt uns auf, wer Gott fürchtet, der hat nichts zu bewürchten. Er sieht sich klar in der Rolle des Knechtes. Er führt seinen Auftrag treu aus, auch in kleinen Dingen.

[42:23] Und er sieht seinen Platz, er sieht seine Rolle. Doch auch David wird bedroht. Und darum ist es wichtig, den Fokus richtig zu setzen.

[42:34] David erinnert sich an Gottes wundersame Hilfe in vergangenen Zeiten. Und das gibt ihm Kraft, Vertrauen und Zuversicht. Und in allem will David nur eins, und dies soll auch deine Herzenshaltung sein.

[42:49] Gott allein soll geehrt werden. Denn wir haben nichts Gutes, was er uns nicht gegeben hat. Die Geschichte hat uns auch gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir als Gläubige nicht alleine unterwegs sind.

[43:06] Jeder von uns hat manchmal einen David nötig. Und wir werden es im weiteren Verlauf von 1. Samuel sehen. Auch David hat später ganz oft einen solchen David nötig. Doch bei allem, was David in Kapitel 17 gut gemacht hat und uns zum Vorbild dienen soll, gilt doch allein dem Herrn die Ehre.

[43:25] Und so möchte ich mit den letzten beiden Versen aus Epheser 3 schliessen. Epheser 3, Vers 20 bis 21. Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die Massen mehr, als wir erbitten oder erdenken, gemäss der Kraft, die un uns wirkt, ihm sei die Herrlichkeit in der Gemeinde und in Christus Jesus auf alle Geschlechter hin von Ewigkeit zu Ewigkeit.

[44:02] Amen. Lass mich beten. Treuer himmlischer Vater, ich habe herzlich Dank für diese wunderbare Geschichte. So oft ertappeln wir uns dabei, wie wir wie Männer Sauls auf den Boden schauen und uns beunruhigen lassen.

[44:20] Doch genau solche Geschichten sollen uns helfen, unseren Blick wieder ganz auf dich zu richten. Danke, Herr, dürfen wir wissen, dass du treu bist und souverän über allem stehst.

[44:32] Danke, Herr, sind wir dir nicht egal, sodass du sogar deinen Sohn geschickt hast, um am Kreuz zu sterben, damit wir, die wir an ihn glauben, ewiges Leben haben dürfen. Danke für diese Gemeinde, die du hier in Turbental baust.

[44:48] Hilf uns bitte, dass wir einander erbauen können und uns immer wieder daran erinnern können, von wem unsere Hilfe kommt. Danke, dass wir einander haben dürfen, aber vor allem hab Dank, dass du unser Gott bist, ein Gott der Liebe, ein Gott der Gnade, ein Gott der Barmherzigkeit, ein Gott der Güte, ein Gott der Geduld.

[45:09] Hab herzlich Dank. Amen. Amen.