[0:00] Ein Berufsschullehrer kam zu meiner Ausbildungszeit ab und zu ins Klassenzimmer und startete mit dem folgenden Satz die Unterrichtsstunde.
[0:13] Meine Damen und Herren, bitte setzen Sie sich auseinander, es gibt eine Prüfung. Nicht schon wieder, oder hätte ich doch.
[0:25] Doch Prüfungen in der Schule waren für mich immer eine Herausforderung, beziehungsweise ich hasste sie. Ich fand sie unnötig.
[0:40] Doch da gab es auch Prüfungen, auf die freute ich mich riesig. Sie fanden jeweils im Straßenverkehrsamt statt. Und jedes Mal, wenn ich diese bestand, wurde meine Mobilität ein bisschen grösser.
[0:58] Zuerst mal der Traktor, dann der Roller, dann das Auto, Motorrad, Lastwagen und so weiter. Doch warum war ich den einen Prüfungen so negativ eingestellt und auf die anderen freute ich mich?
[1:18] Die einen Prüfungen achtete ich als Hindernis in meinem Leben, bequemen Leben. Und die anderen freute ich mich, weil ich wusste, dass ich nach der bestandenen Prüfung im Leben einen Schritt weiter kam.
[1:40] Wie gehst du mit Prüfungen um? Wie gehst du mit Lebensprüfungen um?
[1:53] Wie handelst du, wenn du dich in einer schwierigen Situation befindest? Normalerweise ist unsere Reaktion, dass wir den schnellstmöglichen bzw. kürzesten Weg raus aus der Situation suchen.
[2:14] Auf und weg, lieber früher wie später. Und oft kommen dann auch noch zweifelnde Gedanken gegenüber Gott auf. Herr, was machst du da?
[2:26] Was willst du? Hast du noch alles im Griff? Lebensprüfungen werden von uns oft als unangenehm, als energie- und zeitraubend angesehen.
[2:43] Sie stellen die eigenen Pläne und Ziele oder sie stehen den eigenen Plänen und Zielen in die Quere und bereiten uns Sorgen.
[2:55] Die Empfänger des Jakobusbriefs wurden als die bezeichnet, welche in der Zerstreuung leben.
[3:08] Die Gründe, warum sie zerstreuung sind, sind nicht unterschiedliche Feriendestinationen, sondern dass sie aufgrund des Glaubens in die unterschiedlichsten Gegenden vertrieben bzw. zerstreuung wurden.
[3:27] Die Christen, welche hier genannt werden, können wir als Flüchtlinge bezeichnen, welche sich in den unterschiedlichsten Regionen niederlassen mussten.
[3:40] Es ist also neu liegend, dass die Empfänger des Briefes schwierige Zeiten durchgemacht haben oder noch mittendrin sind.
[3:52] Sie leben in einem fernen Land, wo das Evangelium noch unbekannt ist. Sie sind fremden Religionen ausgesetzt und müssen sich eine neue Existenz aufbauen oder kämpfen einfach, kurz gesagt, ums nackte Überleben.
[4:12] Menschlich gesehen würden wir doch jetzt von Jakobus erwarten, dass er ihnen Mitgefühl zeigt, mit ihnen trauert, ihnen über den Kopf streichelt und bestätigt, dass sie Arme sind und ihnen dann noch ein paar wertvolle Tipps gibt, wie sie möglichst schnell aus dieser Situation flüchten können.
[4:44] Doch wie geht Jakobus mit dieser Prüfung, mit dieser herausfordernden Situation um? Anhand von Jakobus 1, 1-12 möchten wir dieser Frage nahegehen.
[5:04] Schlagt bitte eure Bibel auf. Wir lesen den Predigtext Jakobus 1, die Verse 1-12. Jakobus, Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus, grüsst die zwölf Stämme, die in der Zerstreuung sind.
[5:28] Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt.
[5:45] Das standhafte Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollständig seid und es euch an nichts mangelt.
[5:58] Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitt er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden.
[6:12] Erbitte aber im Glauben und zweifle nicht. Denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben und hin und her geworfen wird.
[6:24] Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen wird. Ein Mann mit geteiltem Herzen, unbeständig in allen seinen Wegen.
[6:37] Der Bruder aber, der niedrig gestellt ist, soll sich seiner Erhöhung rühmen. Der Reiche dagegen seiner Niedrigkeit. Denn wie eine Blume des Grases wird er vergehen.
[6:50] Denn kaum ist die Sonne des Gras und seine Blume fällt ab und die Schönheit seiner Gestalt vergeht.
[7:02] So wird auch der Reiche verwelken auf seinen Wegen. Glückselig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet. Denn nachdem er sich bewährt hat, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche der Herr denen verheissen hat, die ihn lieben.
[7:28] Der Titel der heutigen Predigt heisst Verändert werden durch Prüfungen. Verändert werden durch Prüfungen.
[7:41] Und die einzelnen Unterpunkte in unserem Text habe ich so überschrieben. Zuerst, geprüft, achte es für eine Freude.
[7:55] Der zweite Punkt, geprüft, bitte um Weisheit. Der dritte Punkt, geprüft, rühme dich der Veränderung.
[8:09] Und der vierte Punkt, geprüft, schaue auf das Ende. Jakobus' Absicht mit dem Brief und mein Ziel der Predigt ist für dich und für mich, dass wir in schwierigen Zeiten nicht die Flucht ergreifen und von den Problemen davonrennen.
[8:35] Nein, sondern, dass wir Gottes Gnade, seine Absicht und seine Ziele erkennen, stillhalten und Gott an uns arbeiten lassen.
[8:50] Und darum möchte ich dich ermutigen, genau zuzuhören und deine Lebenssituation und dein Verhalten bzw. dein Herz an Gottes Wort zu überprüfen und dich durch sein Wort neu stärken zu lassen.
[9:11] Doch bevor wir mit dem Predigtext beginnen, möchte ich noch beten. Vater im Himmel, ich danke dir herzlich für diesen Jakobusbrief.
[9:28] Er ist so direkt. Er schreibt die Probleme und die Aufforderungen, richtet er direkt an unser Leben.
[9:40] Und du sprichst so klar zu uns. Und darum möchte ich dich bitten, dass du unsere Herzen aufmachst, dass wir es auch verstehen. Wir möchten nicht nur hören die Worte, sondern wir möchten verstehen und lernen, wie wir sie anwenden können.
[10:01] Damit wir ein Leben leben, welches dich ehrt. Und so bitten wir dich jetzt um dein Sprechen. Wir bitten dich, dass du uns all unsere Gedanken, all unsere Hindernisse, all unsere Sünden im Herz auch wegnimmst, welche hindern, dass wir auf dich hören und verstehen.
[10:24] Wir möchten dir vertrauen und bitten dich um dein Wirken. Amen. Bevor wir jetzt zum ersten Gliederungspunkt kommen, möchten wir noch zuerst den Vers 1 anschauen.
[10:42] Dort sehen wir, wer diesen Brief geschrieben hat und an wen, dass er gerichtet ist. Da steht, Jakobus, Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus, grüßt die zwölf Stämme, die in der Zerstreuung sind.
[11:04] Ja, der Schreiber heisst Jakobus. Und im Neuen Testament finden wir verschiedenste Jakobusse. Einige fallen aufgrund von Informationen, welche wir in der Schrift haben, aus der engen Wahl, weil sie zum Beispiel zu früh gestorben sind.
[11:26] Die meisten Argumente sprechen für Jakobus, den jüngeren Bruder oder Halbbruder von Jesus Christus selbst. Aus Johannes 7, 5 wissen wir, dass Jakobus Jesus zuerst ablehnte.
[11:44] Doch dann gemäss 1. Korinther 15, 7 erschien Jesus ihm nach der Verstehung persönlich. Jakobus war einer der wichtigsten Leiter der Gemeinde in Jerusalem und wurde mit Petrus und Johannes zusammen zu den Säulen der Gemeinde gezählt.
[12:07] Jakobus bezeichnet sich in der Einleitung des Briefes als ein Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus. Er ist ein überzeugter Diener für Christus.
[12:21] Er kommt im Jakobusbrief, aber nicht mit seiner apostolischen Autorität, sondern er spricht die Empfänger des Briefes lieblich als Brüder an.
[12:37] 15 Mal. Er stellt sich also auf dieselbe Stufe wie die Empfänger. Anhand der ersten Verse sehen wir auch, dass die Empfänger des Briefes oder wer die Empfänger des Briefes sind.
[12:52] Es sind die zwölf Stämme, welche in der Zerstreuung leben. Einerseits kann man anhand der Aussage über zwölf Stämme davon ausgehen, dass die Empfänger Juden sind.
[13:04] Andererseits gibt es über 40 verschiedene Anspielungen im Jakobusbrief, welche aus dem Alten Testament sind. Also diese Juden Christen werden bezeichnet, dass sie in der Zerstreuung leben.
[13:20] Es handelt sich somit um große Wahrscheinlichkeit um die verstreuten jüdischen Gläubige, welche aufgrund einer Unruhe in Jerusalem vertrieben wurden.
[13:32] Lesen wir in Apostelgeschichte 12. König Herodes misshandelte die Gemeinde, tötete einen weiteren, anderen Jakobus.
[13:43] Und nachdem die gesetzlichen Juden daran noch gefallen hatten, wütete Herodes weiter und nahm auch Petrus gefangen. Petrus wurde jedoch durch einen Engel aus dem Gefängnis befreit.
[13:59] Also wir können definitiv davon ausgehen, dass die Empfänger des Jakobusbriefes leidgeprüfte Menschen sind.
[14:12] Und so kommen wir jetzt zu den Versen 2 bis 4, welche ich hier beschrieben habe. Geprüft achte es für eine Freude.
[14:24] Also geprüft achte es für eine Freude. Ich möchte die Verse 2 bis 4 nochmals lesen. Meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, da ihr wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt.
[14:48] Das standhafte Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollständig seid und es euch an nichts mangelt.
[15:02] Wow. Jakobus' Antwort ist definitiv kein Mitleidsbrief. Anstelle von einem Drei-Punkte-Programm zum schnellen Eliminieren von Schwierigkeiten oder ein Beileidschreiben, in welchem er sein Mitgefühl und seine Nachsicht zeigt, spricht er von Freude, von Bewähren, von Ausharren.
[15:34] Ja, hat er denn die Situation der zerstreuten Juden überhaupt beachtet? Ja, genau, das hat er. Er lässt durch diesen Text einen göttlichen Lichtstrahl in die Schwierigkeiten der damaligen Gläubigen hineinleuchten.
[15:53] Jakobus bringt Hoffnung und Licht in die Schwierigkeiten des Alltags. Doch alles der Reihe nach. Ein Wort werden wir in unserem Text immer wieder finden.
[16:06] Anfechtung. Je nach Übersetzung wird das Wort unterschiedlich übersetzt. Anfechtung, Prüfung oder Versuchung.
[16:19] Und diese Wörter können in zwei unterschiedlichsten Varianten gebraucht werden. Im negativen Sinn bedeutet es, jemanden zu versuchen, um ihn vom richtigen Weg abzubringen.
[16:34] Im positiven Sinn bedeutet es, jemanden zu prüfen, um den wahren Wert oder die Qualität festzustellen oder jemanden durch diese Prüfung zu stärken.
[16:50] Im Jakobusbrief werden beide Varianten verwendet. Und wir müssen diese sauber voneinander trennen. In unserem Text erklärt Jakobus, dass Gott uns prüft, um die Qualität des Prüflings festzustellen beziehungsweise zu stärken.
[17:12] Es ist also eine äusserliche Situation, welche auf uns einwirkt, um uns zu testen, was in uns drin ist. Diese Situation kommt von Gott, hat aber niemals das Ziel, dass wir sündig reagieren.
[17:31] Denn erinnert euch an 1. Korinther 10, Vers 13. Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen.
[17:41] Wenn wir bei einer Versuchung versagen, dann ist niemals Gott schuld.
[18:08] Denn Gott ist treu. Er schenkt mit der Versuchung auch immer, immer einen Ausweg, sodass wir an den schwierigen Situationen nicht zugrunde gehen, sondern sie ertragen können.
[18:27] Demgegenüber steht die innere Versuchung in unserem Herzen. Wenn wir aufgrund einer äusseren Situation sündhaft in unserem Herzen reagieren, und nicht Gottes Ausweg nehmen, dann ist es eine Versuchung zum Bösen.
[18:46] Im Jakobus 1,14 steht, sondern jeder Einzelne wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt wird.
[19:01] Eine solche zerstörerische Versuchung geht von unserem sündigen Herzen aus und steht immer im krassen Gegensatz zu Gottesprüfungen, in welche er uns zur Auferbauung gibt.
[19:19] Jakobus ermahnt uns im Vers 2, dass wir in den Versuchungen nicht den Ausweg suchen sollen, sondern es als eine echte, wahre Freude achten sollen.
[19:36] Ja, mehr noch. Jakobus schreibt, wenn wir in mancherlei Anfechtungen geraten.
[19:48] Mancherlei können wir auf die Menge, wie auch auf die unterschiedlichsten Arten der Anfechtungen beziehen. Jakobus' Aufforderung ist es also, dass wir uns in all den unterschiedlichsten Anfechtungen echt erfreuen sollen.
[20:08] Wir sollen es also als eine echte Freude achten, wenn wir uns in unterschiedlichsten Arten von Anfechtungen befinden.
[20:22] Wie kommt Jakobus auf diese Idee? Jakobus sagt nicht, dass wir an den Anfechtungen Freude haben und diese suchen sollen.
[20:39] Jakobus ermahnt uns, dass wir uns in den Anfechtungen, in welche wir geraten, das ist passiv, es als eine Freude achten sollen.
[20:54] Denn so schwer sie auch sind, sie bezwecken etwas Gutes. In vergangenen Predigten haben wir schon mehrfach angeschaut, dass wir Menschen interpretierende Wesen sind.
[21:14] Das heisst, wir sind nicht Opfer von unseren Umständen, sondern je nachdem, wie wir mit den Umständen umgehen, wie wir sie interpretieren, werden wir in denselben Umständen anders reagieren.
[21:36] Mike Leister, mein damaliger Seelsorgelehrer, benutzte oft das folgende Beispiel, zum Beispiel, zum das illustrieren. Zwei unterschiedliche Autofahrer stehen im selben Stau und haben dasselbe Ziel.
[21:56] Wenn wir ein Opfer von unseren Umständen wären, dann müssten beide Autofahrer gleich reagieren.
[22:08] Die Situation ist ja dieselbe. Doch nur der eine regt sich auf über diesen ungebetenen Stau und beißt fast ins Lenkrad.
[22:22] Der andere Autofahrer, nehmen wir an, ist eine junge Lady, ist dankbar, dass es staut. Und so kann sie sich noch fertig schminken und die Auswirkungen vom Sündenfall noch ein bisschen reduzieren.
[22:37] Und genauso ist es auch bei den Anfechtungen. Wenn wir wissen, dass die Prüfungen von Gott kommen und dass er darin ein gutes Ziel verfolgt, nämlich, dass wir wachsen können, dann können wir ganz anders damit umgehen.
[23:02] Oder wir werden ganz anders damit umgehen. Wir stellen unser Herz auf Empfang, damit Gott uns führen kann.
[23:14] Und dann wissen wir, obwohl wir diese Situation niemals suchen oder freiwillig wählen würden, dass diese Prüfungen für uns gut und unerbehrlich sind.
[23:29] Wir bekommen eine Chance, um zu wachsen, welche wir freiwillig nie gewählt hätten. Und darum sollst du es als eine echte, wahre Freude empfinden, wenn du von Gott in eine solche Prüfung kommst.
[23:56] Durch die Anfechtung werden wir geprüft, ob wir dem äusseren Druck nicht nachgeben und den göttlichen Prinzipien weiter gehorsam sind.
[24:10] Der Glaube bewährt sich durch diese Belastung und hat zum Ergebnis, dass wir standhaft ausharren. Dieser Prozess ist zu vergleichen mit einem Sportler, welcher sich an den Geräten übt, durch das richtige Trainieren der Muskeln werden diese nicht erschlaffen, sondern im Gegenteil, sie werden immer stärker.
[24:38] Je mehr ein Sportler Gewichte hebt, desto länger kann er schwere Gewichte stemmen. Wenn er sich regelmäßig diesen verschiedenen Übungen aussetzt, wird er stark werden und kein Wind wird ihn so schnell aus der Bahn werfen.
[25:00] Das standhafte Ausharren hat jedoch wiederum eine Folge, nämlich ein vollkommenes Werk. Vollkommen nicht im Sinn von sündlos, sondern im Sinn von ausgereift.
[25:17] Das standhafte Ausharren hat dementsprechend zufolge, dass wir als reife Christen Jesus so ähnlich werden, wie es Gott vorgesehen hat.
[25:31] Durch die Anfechtungen werden wir im Glauben so wachsen, dass wir schlussendlich erwachsene Christen werden, welche keinen Mangel haben.
[25:44] Durch das Wissen, dass wir durch diese Prüfungen vervollständigt werden, sollen wir diese Prüfungen nicht ablehnen, sondern es für eine lautere, als eine ehrliche Freude achten, dass Gott uns verändern möchte.
[26:01] Nochmals, damit es für alle verständlich ist. Bitte schaut den Text genau an. Die Bibel sagt dir nicht, dass du dich an den Schwierigkeiten, beziehungsweise an den Schmerzen erfreuen sollst.
[26:15] Nein, du sollst es für eine Freude achten, weil Gott an dir arbeitet. Das passiert bei den Empfängern des Briefes nicht automatisch und so auch bei dir und bei mir nicht.
[26:35] Doch wenn du dies siehst und deine Einstellung änderst, dann werden sich auch deine Gefühle nach deinem Glaubensschritt gemäss deinem neuen Denken ändern.
[26:54] Jakobus gibt diese Ermahnung als ein Bruder weiter und ermutigt die zerstreuten Judenchristen, standhaft in diesen schwierigen Umständen zu sein.
[27:07] Ja, sie sollen es sogar als eine Freude achten, weil sie darin reifen und vervollständigt werden. Ich weiss nicht, an welchen Fronten das du aktuell kämpfst.
[27:25] Wenn ich von mir ausgehe, dann weiss ich, dass ich oftmals aber eher das Gegenteil bete. Verändere doch bitte diese Person.
[27:38] verändere doch bitte den Umstand. Nimm doch die Anfechtung bitte von mir. In all diesen Situationen, in welchen du und ich uns aus der Schule vor Gott entfernen beziehungsweise wegrennen und uns bessere Umstände erzwingen möchten, wirst du die Gelegenheit verpassen, um dich zu bewähren, standhaft zu werden, um Glauben und in der Gnade Gottes zu wachsen, um ihn immer besser kennenzulernen und zu dienen.
[28:18] Ich weiss, aus einer menschlichen Perspektive ist das, was wir da hören, ein verrücktes Prinzip. Doch es ist wahr.
[28:31] Du möchtest im Glauben wachsen, dann lerne geduldig in schwierigen Zeiten aus der Perspektive Gottes zu sehen, sie zu ertragen und dich treu darin zu erweisen.
[28:51] Du darfst dann zu 100% wissen, dass Gott dich gemäss 1. Korinther 10, 13, nicht über dein Vermögen versucht.
[29:02] sondern, dass er auch einen Ausweg schenken wird, um das Ganze zu ertragen. Du bist nicht alleine. Freue dich an dem Wachstum, welches dir bevorsteht, auch in der jetzigen Situation.
[29:22] Vertrauen wir Gott, dass wir durch das Aushorn vervollständigt werden und es dann uns an nichts fehlen wird. Der Schreiber von Psalm 42 musste ebenfalls in diese Glaubensschule und lernen, in den schwierigen Umständen auf Gott zu schauen und auf ihn zu harren.
[29:48] Denn er weiss, dass Gott treu ist und ihm helfen wird. In Psalm 42, Vers 6, da schreibt er dann, was betrübst du dich, meine Seele.
[29:59] Er spricht also zu sich selber und bist so unruhig in mir. Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken für die Rettung, die von seinem Angesicht kommt.
[30:14] Der Psalmschreiber hatte eine schwierige Situation. Menschen spotteten über ihn und fragten spöttig, ja wo ist denn dein Gott? Aber auch die Seele des Psalmschreibers wurde betrübt.
[30:29] Doch was predigt er zu sich selber? Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken für die Rettung, die von seinem Angesicht kommt.
[30:44] Der Psalmschreiber, er kennt seinen Herrn. Er predigt seiner Seele selbst, dass sie auf Gott harren soll, denn von ihm allein kommt Rettung.
[30:57] Und genau so ist es auch in unserem Text mit Jakobus. Schaue auf das, was das Ausharren bewirkt, auf das Endergebnis und achte dies als eine Freude.
[31:11] Schaue nicht auf die Umstände, welche dir aktuell Schmerzen bereiten. Schaue auf ihn, denn ihm wirst du noch danken.
[31:23] Doch Jakobus ist ein Realist. Er weiss, dass diese Sache nicht einfach ist. Unsere Weisheit steht oft Gottes Weisheit im Wege.
[31:38] Doch Jakobus lässt uns nicht im Ungewissen und zeigt in den folgenden Versen auf, wie und wo wir mit unseren Fragen hingehen sollen.
[31:51] Die Versen 5 bis 8 habe es überschrieben mit geprüft bitte um Weisheit. Da steht Jakobus 1 5 bis 8 hij Gott 6 Million über 12 Wind getrieben, hin und her geworfen wird.
[32:36] Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen wird. Ein Mann mit geteiltem Herzen, unbeständig in allen seinen Wegen. Der Vers 5 wird oftmals isoliert betrachtet, um für Gottes Weisheit zu beten.
[32:55] Und dann wird dieser Vers angewandt, um Gott für Weisheit in den Schulprüfungen zu beten oder damit wir den richtigen Riecher im Geschäft haben.
[33:10] Doch dieser Vers, der steht nicht isoliert da. Dieser Vers ist eingebetet in unseren Abschnitt, in welchem es um Anfechtungen bzw. um Prüfungen geht.
[33:23] Der Vers 5 ist stark mit dem vorhergehenden Abschnitt verbunden. Es geht um den Zusammenhang zwischen Anfechtung und Weisheit.
[33:35] Und bitte beachtet den Vers 4. Dieser hört damit auf, oder am Ende des Verses steht, dass es uns an nichts mangelt.
[33:47] Und wenn wir jetzt danach den Vers 5 lesen, dann sehen wir dort ein Aber. Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt.
[33:59] Also zuerst schreibt er, dass es uns an nichts mangelt. Und dann fährt er fort, wenn es aber dennoch euch an Weisheit mangelt. Also dieses Aber zeigt den Gegensatz zu vorher auf.
[34:14] Die Prüfungen haben das Ziel, dass wir vervollständigt werden und es uns an nichts mangelt. Das ist das Ziel, was wir erreichen möchten.
[34:26] Doch gemäss dem Vers 5 ist es so, dass es uns sehr wohl oft an Weisheit mangeln kann. Und somit zeigt dieser Vers auf, dass wir speziell bei Anfechtungen und Prüfungen Gottes Weisheit brauchen, weil es uns eben oftmals genau daran mangelt.
[34:50] Doch was ist mit dieser Weisheit gemeint? Gemäss Sprüche 9, 10 bringt es folgendermass auf den Punkt. Sprüche 9, 10. Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit.
[35:06] Und die Erkenntnis des Heiligen ist Einsicht. Also die wahre Weisheit definiert sich darin, dass wir Gott in seinem Wesen, in seiner Identität erkennen.
[35:20] Und diese Erkenntnis sich dann praktisch in unserem Leben auswirkt. Wie sich das konkret auswirkt, ob wir anhand Gottes Weisheit leben oder nicht, sehen wir anhand von Jakobus 3.
[35:40] Dort werden diese zwei Weisheiten gegenübergestellt. Schlagt das mal auf, Jakobus 3, die Verse 13 bis 17.
[35:55] Da steht, Jakobus 3, Vers 13 bis 17. Wer ist weise und verständig unter euch? Der zeige durch einen guten Wandel seine Werke in Sanftmütigkeit, die aus der Weisheit kommen.
[36:14] Wenn ihr aber bitteren Neid und Selbstsucht in euren Herzen habt, so rühmt euch nicht und lügt nicht gegen die Wahrheit. Das ist nicht die Weisheit, die von oben kommt, sondern eine irdische, seelische, dämonische.
[36:33] Denn wo Neid und Selbstsucht ist, da ist Unordnung und jede böse Tat. Die Weisheit von oben aber ist erstens rein, sondern friedfertig, gütig.
[36:51] Sie lässt sich etwas sagen. Sie ist voll Barmherzigkeit, guter Früchte, unparteiisch und frei von Heuchelei. Also die Weisheit von unten, die zeigt sich gemäss diesem Text durch bitteren Neid.
[37:11] Also so, dass wir auf das schauen, was andere haben, beziehungsweise wir eben nicht haben. Der Nährstoff für Neid ist, dass wir uns mit anderen vergleichen und dann die Dinge begehren, welche andere haben.
[37:31] Das können materielle Dinge sein, das kann aber auch das Aussehen sein, das können aber auch Eigenschaften von anderen sein oder die Beziehungen von anderen.
[37:49] Und dem gegenüber, oder als zweites, wird dann auch noch die Selbstsucht erwähnt. Also so, dass sich all unsere Gedanken um uns selbst drehen.
[38:03] Und so wie es Martin auch schon erwähnt hat, die unheilige Dreieinigkeit, ich mir meins. Du denkst dann, dass die Dreachse der Erde direkt durch deinen Bauchnabel durchgeht.
[38:19] Alles soll sich nur um dich drehen. Und im Alltag zeigt sich darin, dass das Leben folglich ungeordnet ist und böse Taten folgen werden.
[38:35] Die Weisheit aber von oben, wenn die in unserem Herzen ist, dann zeigt sie sich gemäss dem Text durch das, dass wir uns reinigen, dass wir den Frieden suchen, dass wir gütig sind, wir geben gerne, dass wir uns belehren lassen, dass wir willig sind, zu hören, zu lernen, zu verstehen, dass wir barmherzig gegenüber anderen sind, dass wir gute Früchte hervorbringen, dass wir unparteiisch sind und frei von Heuchelei sind.
[39:18] Dass Gottes Weisheit unser Herz regiert, zeigt sich im Alltag darin, dass wir vorbildlich und sanftmütig handeln.
[39:32] Welcher Weisheit, dass du in deinem Leben Platz gibst, wird eine grosse, positive, wie auch negative Folge haben.
[39:45] Schlagt mal Galater 6 auf. Und Galater 6, die Verse 7 bis 10.
[40:01] Galater 6, Vers 7 bis 10. Da steht, irrt euch nicht. Gott lässt sich nicht spotten, denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.
[40:15] Denn wer auf sein Fleisch sät, der wird vom Fleisch verderben ernten. Wer aber auf den Geist sät, der wird vom Geist ewiges Leben ernten.
[40:26] Lasst uns aber im Gutes tun nicht müde werden, denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht ermatten. So lasst uns nun, die wir Gelegenheit haben, an allen Gutes tun, besonders aber an den Hausgenossen des Glaubens.
[40:43] Also Paulus ermahnt die Galater, zwischen der Saat und der Ernte besteht ein unweigerlicher Zusammenhang.
[40:55] Die Ernte ist abhängig davon, was vorab gesät wurde. Eigentlich ist das Prinzip so einfach und so klar. Niemand erwartet einen Kürbis im Garten, wenn er vorher Salat gesät hat.
[41:13] Doch im Leben sind wir immer wieder erstaunt, welche Früchte zum Vorschein kommen und sehen keinen Zusammenhang mit der Saat, welche wir ausgestreut haben.
[41:26] Seid ihr auch dem folgenden Prinzip bewusst? Die Ernte wird immer um ein Vielfaches grösser sein, wie die Aussaat.
[41:42] Das ist ja das Prinzip der Ernte. Wir säen einen Samen und dann wächst die Frucht und wir können vielfältig ernten. Und das funktioniert bei guter wie auch bei schlechter Saat.
[41:59] Du wirst ein Vielfaches davon ernten. Für Gott ist es ein Spott, wenn wir uns über unsere Lebensfrüchte beklagen und keine Verantwortung übernehmen, welche Glaubenssaat wir da gesät haben.
[42:22] Und daher zurück zu unserem Text nach diesem kleinen Ausflug. Es ist extrem wichtig, nach welcher Weisheit, dass du lebst. Entweder du säst eine gute Saat der himmlischen Weisheit, welche sich bei dir im Leben durch Sanftmut zeigt, oder du säst anhand einer irdischen Weisheit, Neid und Selbstsucht.
[42:52] Der jedoch, welcher aus der Weisheit Gottes heraus handelt, wird einen vorbildlichen, guten Wandel zeigen. Sein Handeln wird von Sanftmut geprägt sein und entsprechend wird sein Glaube bewährt werden.
[43:07] Er wird standhaft ausharren und entsprechend auch wachsen und vollendet werden. Wenn wir in einer Versuchung oder Prüfung merken, dass wir Gottes Weisheit brauchen, dann gilt der Vers 5, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt.
[43:29] Der, welcher eingesteht, dass er Gottes Weisheit nötig hat, der soll zu Gott kommen. Und weisst du was?
[43:42] Gott wird ihm diese Weisheit gern und ohne Vorwurf geben. Auch dir. Gott weiss, dass du seine Weisheit bitter nötig hast.
[43:59] Gott hatte Adam damals im Garten Eden als abhängiges Wesen erschaffen. Adam brauchte Gottes Rat, auch als er noch im perfekten Zustand war.
[44:11] Und wie viel mehr du und ich heute nach dem Sündenfall. Gott wird dir keinen Vorwurf machen und sagen, kannst du das nicht alleine?
[44:27] Du schon wieder? Nein, er gibt seine Weisheit gern. Gott hat es zugesagt. Er möchte uns nicht im Sumpf der irdischen Weisheit versinken lassen.
[44:41] Er wird niemals einen Vorwurf machen, warum, dass du schon wieder da bist und bittest. Jedoch gibt es eine kleine Bedingung, das sogenannte Kleingedruckte.
[44:57] Deine Bitten sollen, müssen im Glauben geschehen und nicht im Zweifel. Jakobus verwendet ein Bild aus der Natur, um den Zweifler darzustellen.
[45:11] Er ist wie eine hohe Meereswelle, die vom Wind mal da, mal dorthin getrieben wird. Diese Welle hat keinen eigenen Antrieb.
[45:25] Sie ist absolut passiv und die äusseren Umstände, die werfen sie mal da, mal dorthin. Und dieser Mensch wird auch so beschrieben, dass er ein geteiltes Herz hat und er unbeständig ist in seinen Wegen.
[45:42] Seine Schallzentrale, beziehungsweise sein Herz, ist nicht wirklich auf Gott und sein Wort ausgerichtet. Da ist keine Vertrauensbeziehung zu Gott.
[45:56] Durch die Zweifel, welche er gegenüber Gott hat, zeigt sich, dass er Gott nicht wirklich vertraut. Er zweifelt an Gott selbst.
[46:06] Gott fordert jedoch von uns nicht einen Überglauben.
[46:18] Er weiss um unsere Schwachheit. In Markus 9 lesen wir von einer Geschichte, in welcher ein Vater seinen besessenen Sohn zu Jesus bringt und zu Jesus spricht.
[46:31] Doch wenn du, Jesus, etwas kannst, so erbarme dich über uns und hilf uns. Jesus aber sprach zu ihm, wenn du glauben kannst, alles ist möglich dem, der glaubt.
[46:49] Und sogleich rief der Vater des Knabens mit Tränen und sprach, Ich glaube, Herr, hilf mir, loszukommen von meinem Unglauben.
[47:04] Dieser Vater war sich bewusst, dass Jesus dem Jungen helfen konnte. Er wusste aber von seinem eigenen schwachen Glauben. Aber er glaubt, dass Jesus dies tun kann und bittet, dass er ihn von seinem eigenen Unglauben befreit.
[47:22] Und wenn du deiner eigenen Begrenzheit bewusst bist und in dieser Demut und Schwachheit zu Gott kommst und ihn im Glauben um seine Weisheit für diese Situation bittest, so darfst du absolut vertrauen, dass Gott dir diese Weisheit gerne gibt und das ohne Vorwurf.
[47:56] Also bis jetzt haben wir gehört, dass wir es als eine Freude achten sollen, wenn wir in eine Anfechtung bzw. Prüfung geraten.
[48:07] Denn wir wissen, Gott bezweckt ein Ziel in dieser Situation. Und um dies zu erkennen und um uns richtig in dieser Prüfung zu verhalten, dürfen wir Gott um seine Weisheit bitten.
[48:21] Und wer wird sie uns gerne und ohne Vorwurf geben. Dem Menschen, welcher zweifelt, ein geteiltes Herz hat und unbeständig in seinen Wegen ist, werden nun zwei Menschen gegenübergestellt, welche durch Gottes Weisheit verändert wurden.
[48:42] Das sehen wir im nächsten Punkt. Vers 9 bis 11. Ich habe es überschrieben. Angefochten, rühme dich der Veränderung. Da steht Jakobus 1, Vers 9.
[48:55] Der Bruder aber, der niedriggestellt ist, soll sich seiner Erhöhung rühmen, der Reiche dagegen seiner Niedrigkeit.
[49:06] Denn wie eine Blume des Grases wird er vergehen. Denn kaum ist die Sonne aufgegangen mit ihrer Glut, so verdorrt das Gras und seine Blume fällt ab und die Schönheit seiner Gestalt vergeht.
[49:18] So wird auch der Reiche verwelken auf seinen Wegen. Zwei Personen, welche durch Gottes Gnade verändert wurden, werden jetzt gegenübergestellt.
[49:33] Da ist ein Reicher, der soll sich seiner Niedrigkeit rühmen. Und da ist ein Armer, der sich seiner Erhöhung rühmen soll. Aus weltlicher Perspektive hat ein Reicher ein hohes Ansehen.
[49:51] Viele Personen schauen bewusst oder unbewusst zu einem Reichen hinauf. Egal, wie gut es uns geht, wir sind versucht zu denken, dass es dem Reichen doch viel besser geht.
[50:05] Doch was soll sich jetzt dieser Reiche rühmen? Über seinen Besitz? Über seine Stellung in der Welt?
[50:17] Über seine Macht? Nein, der Reiche soll sich seiner Niedrigkeit rühmen. Durch die Anfechtung und Prüfung, welche er erfahren hat, wurde er wie Gold geläutert und gereinigt.
[50:32] Vielleicht wurde dieser reichen Person durch einen Börsencrash oder einen Jobverlust verletzlich getroffen und hat neu gelernt, auf den Herrn und nicht auf materielle Dinge zu vertrauen.
[50:49] Er musste erkennen, dass sein Reichtum, so schön wie er auch sein mag, zeitlich begrenzt ist und so schnell verschwindet wie eine Blume an der Hitze der Sonne.
[51:00] aus dieser Erkenntnis heraus soll er sich nun seiner Niedrigkeit rühmen. Er hat in dieser schwierigen Situation gelernt, dass Gott ihn allein aus Gnade errettet hat und nicht aufgrund seiner hohen weltlichen Stellung.
[51:19] Er hat vor Gott nichts vorzuweisen und ist allein von Gottes Gnade abhängig. Was ist jedoch jetzt mit diesem Armen?
[51:29] soll sich dieser nun seiner Niedrigkeit rühmen? Nein, er soll sich seiner Erhöhung rühmen. Durch die Anfechtung und Prüfung der Mittellosigkeit konnte er erkennen, was er für einen Reichtum in Gott bekommen hat.
[51:50] Der mittellose, arme Tropf wurde zu einem Kind und Erben Gottes. Wenn wir also angefochten werden, dann sollen wir Gott darin loben, was er für eine ewige Frucht in uns durch die Prüfungen gewirkt hat.
[52:10] Bis jetzt haben wir gelesen, dass Gott dich in seiner Liebe in eine Situation aussetzt, welche du nicht freiwillig wählen würdest und dich in seiner Weisheit ausrüstest, um die Prüfung aus Gottes Sicht zu sehen.
[52:29] Um dir etwas zu zeigen beziehungsweise zu bewirken, was du nicht gesucht hast. Und dies alles zu deinem Besten.
[52:42] Doch nicht, dass das schon alles genug wäre. Jetzt gibt es sogar noch eine Ehrung dafür, dass du standhaft warst. Das ist jetzt der Vers 12.
[52:54] Den habe ich überschrieben. Angefochten, schaue auf das Ende. Vers 12. Glückselig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet, denn nachdem er sich bewährt hat, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche der Herr denen verheissen hat, die ihn lieben.
[53:17] Mit einer Krone wird hier nicht verstanden, dass die bewährten zu kleinen Königen gekürt werden. Mit der Krone oder in anderen Übersetzungen mit dem Siegeskranz ist eine Anerkennung gemeint, welche der bekommt, welcher als Sieger aus dem Kampf hervorgeht.
[53:43] Im Vers 12 wird der Mann glückselig genannt, welche die Anfechtung erduldet. Der, welcher sich in den Prüfungen bewährt hat, wird nicht nur im Hier und Jetzt eine Auszeichnung bekommen, sondern schlussendlich das ewige Leben bei Gott im Himmel.
[54:02] Die Krönung sehen wir bei Jesus selbst. Jesus wurde gemäss Hebräer 4, Vers 15 in allem versucht, blieb jedoch ohne Sünde.
[54:19] Und in Philippe 2 lesen wir davon, wie er alle Widrigkeiten auf dieser Erde ertragen hatte, sich Stück um Stück gedemütigt hatte, um sein Werk zu vollenden.
[54:36] Und Gott hat ihn danach erhöht erhöht und ihm die Ehre gegeben, welche ihm allein gebührt. Und so schaue auch du nicht auf die Schwierigkeiten, sondern auf das Ende.
[54:55] Suche die Anerkennung von Gott, damit du ihm treu bist. Dass du hier auf Erden deine Berufung umsetzt und treu deinen Dienst tust, zu dem dich Gott befeigt hat.
[55:14] Schaue in den Anfechtungen und in den Prüfungen des Lebens auf das Ende, denn du darfst gewiss sein, dass Gott es sieht und diese Treue belohnt.
[55:28] Dieser Vers sagt, dass der, welcher Gott liebt, die Versuchen und Prüfungen bestehen und einen Siegeskranz diesen auch erhalten wird.
[55:42] Die Liebe zum Herrn ist das Motto oder beziehungsweise die Liebe des Herrn ist der Motor, welcher dich standhaft oder dich in Standhaftigkeit antreibt, um gegen die Widrigkeiten des Lebens anzukämpfen.
[56:04] Ist das auch in deinem Leben ersichtlich? Wir kommen zum Ende. Jakobus Absicht mit dem Text und mein Ziel von der Predigt für dich und für mich war, dass wir in schwierigen Zeiten nicht die Flucht ergreifen und von den Problemen davonrennen.
[56:30] Anhand des Textes haben wir erkannt, dass Gott eine Absicht mit der Prüfung hat. Er möchte durch das standhafte Ausharren uns vervollständigen.
[56:45] Er möchte uns anhand von seinem Vorbild formen und darum sollen wir es nicht als eine Last ansehen, sondern es für eine Freude halten, wenn wir in schwierigen Lebensumständen geformt werden.
[57:07] Wir haben aber auch gelernt, dass wir in der Anfechtung Gott um Weisheit bitten dürfen und er sie uns auch gewiss gerne geben wird und dass wir nach der Bewährung in der Situation uns im Nachgang der Veränderung Welt und die Welt in der Welt rühmen sollen und dann letztens dass wir auf das Ende schauen sollen nach der Bewährung erfolgt der Siegeskranz des Lebens Ich bin mir sicher dass dieser von Gott eingegebene Text dir ein göttlicher Lichtstrahl in deine schwierige Situation und in deinen widerlichen Umständen ist Möge Gottes Wort dir Hoffnung und Licht geben damit du dich in deiner
[58:10] Situation bewährst und dich Gott als treu erweist. Wir verneigen uns noch zum Gebet. Ja, Vater im Himmel, wir kennen unser eigenes Leben, wir sehen das Leben von anderen und wir sehen die Schwierigkeiten, welche wir tagtäglich immer wieder auch ausgesetzt sind.
[58:46] Und ohne dich sind sie widerlich. Wir möchten möglichst schnell von diesen weg. Die behindern uns im Leben und wir sehen nicht mehr aus, noch ein und lassen uns vereinnahmen von diesen Dingen.
[59:04] Aber anhand von diesem Text, welchen du uns gegeben hast, haben wir gesehen, dass du eine Absicht mit diesen Situationen hast.
[59:18] Ja, wir wissen, dass uns alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach deinem Vorsatz berufen sind. Ja, wir wissen, dass du uns verändern möchtest, gemäss deinem Sohn.
[59:33] Ja, wir möchten in seinem Bild mehr und mehr verändert werden. Und so danken wir dir und möchten diese Aufforderung zu eigen nehmen, dass wir uns freuen, wenn du am Werk bist.
[59:49] Ja, es wird sich nicht angenehm anfühlen, aber wir wissen, dass du etwas Gutes darin bewirkst. Und so magst du uns helfen, dass wir diese Sicht auch immer wieder in diesen Situationen haben.
[60:05] Und dass wir nicht selbst nach unserer eigenen Weisheit herumwursten und uns gemäss der irdischen, weltlichen Weisheit leiten lassen, sondern dass wir wissen, dass wir angewiesen sind auf deinen Rat, und dass wir deine Weisheit brauchen, um richtig zu reagieren und dass wir zu dir kommen und diese Weisheit erbitten.
[60:29] Und du wirst sie uns geben. Du bist treu. Du hältst dein Wort. Und so möchten wir in dieser völligen Gewissheit zu dir kommen, dass du uns geben wirst, was du uns auch versprochen hast.
[60:45] Und so möchten wir uns auch diesem Wirken, welches wir uns schon so vielfältig in unserem Leben gesehen haben, rühmen.
[60:57] Denn du wirkst in uns. Du veränderst uns. Wir müssen nicht so bleiben, wie wir sind, sondern du möchtest uns mehr und mehr verändern. Und darin möchten wir unseren Blick immer wieder auf das Ende richten.
[61:12] Ja, du hast unser Lebensbuch schon geschrieben. Das letzte Kapitel ist geschrieben. Es wird ein Happy End geben. Dieser Schluss ist festgeschrieben.
[61:24] So wollen wir uns bewähren in der Situation und wir wollen gewiss auf das Ende schauen, welches dank dir, Herr Jesus Christus, definiert ist, welches gut ist und wir einen Siegeskranz erhalten werden.
[61:43] Herzlichen Dank dafür, für diese hoffnungsvolle Botschaft. Und so hilft uns, dass wir ein Licht sein dürfen, speziell auch in dieser Situation um Weihnachten.
[61:56] Ja, wo so viel Leid auch geschieht in der Welt, wo viele Personen auch alleine sind. Hilf uns, dass wir füreinander da sind, dass wir einander dienen, dass wir uns auch ermutigen anhand von diesen Versen und dass wir uns dir treu erweisen und uns freuen in all dem, was du in unserem Leben bewirkst.
[62:20] Herzlichen Dank dafür. Amen.