Gott will nur deinen Gehorsam

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Prediger

Andreas Bischoff

Datum
19. November 2023

Transkription

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[0:00] Ich möchte zu Beginn noch beten. Treuer himmlischer Vater, hab herzlich Dank für diesen Sonntagmorgen, wo wir wieder in dein Wort schauen dürfen.

[0:13] Hab herzlich Dank für dein Wort. Herr, bitte unterweise uns an diesem heutigen Morgen durch dein Wort und korrigiere unser Denken, damit wir mehr und mehr würdig leben können, wie es dir gefällt.

[0:26] Amen. Wir haben eine wunderbare Ortsgemeinde hier in Turbenthal und der Herr hat der Gemeinde auch viele Kinder anvertraut.

[0:39] Seit rund einem Jahr dürfen wir uns selbst zu diesem Elternkreis dazuzählen und gerade wenn man selbst Kinder hat, beginnt man, die anderen Eltern und Kinder ein wenig zu beobachten.

[0:52] Man beobachtet dabei auch, wie Eltern den Kindern gehorsam beibringen, mehr oder weniger erfolgreich. Mir ist dabei ein Satz von Tom Pennington bei der Hirtenkonferenz 2021 immer wieder in Erinnerung.

[1:06] Er hat damals gesagt, du sollst nicht bis auf drei zählen und erst bei drei müssen die Kinder eine Strafe erwarten. Du musst auch deinen Befehl keine dreimal wiederholen.

[1:17] Die Kinder müssen schon beim ersten Mal gehorchen. Dahin musst du sie führen. Ob du nun selber ein Elternteil bist oder ob du allenfalls auch ein Beobachter bist, du wirst eine Sache ganz bestimmt feststellen.

[1:33] Es ist nicht einfach. Es ist nicht einfach. Für beide Seiten nicht. Die Schule des Gehorsams bei den Eltern ist für die Eltern und die Kinder nicht immer einfach.

[1:44] Doch heute geht es nicht um eure Kinder, sondern heute geht es um euch als Kinder. Heute möchte ich euch mitnehmen in die Schule des Gehorsams beim himmlischen Vater, bei Gott.

[1:57] Und so habe ich meine Predigt mit folgendem Titel überschrieben. Gott will nur deinen Gehorsam. Gott will nur deinen Gehorsam. Ich möchte dir heute zeigen, damit du Gott mit deinem Leben ehren kannst, musst du seinem Wort bedingungslos gehorsam sein.

[2:17] Damit du Gott mit deinem Leben ehren kannst, musst du seinem Wort bedingungslos gehorsam sein. Und dabei wollen wir drei zeitlose Wahrheiten miteinander beleuchten.

[2:29] Die erste, Gott liebt keine Kompromisse. Gott liebt keine Kompromisse. Die zweite, Gott will keine Ausreden.

[2:41] Und die dritte, Gott will keine Heuchelei. Und so möchten wir mit der ersten zeitlosen Wahrheit starten. Gott will keine Kompromisse.

[2:54] Bei den letzten beiden Predigten in 1. Samuel hat uns Tom mit Kapitel 14 Einblick in das Leben Sauls und Jonathans gegeben. Dabei haben wir von Jonathan den Mut und das Vertrauen auf den Herrn gesehen, aber auf der anderen Seite auch Saul mit seinem eigenwilligen Schwur und die daraus entstandenen Folgen.

[3:14] In den letzten Versen des Kapitel 14 können wir dann nachlesen, dass Saul gegen alle seine Feinde ringsumher bis zu seinem Tod kämpfen musste.

[3:26] Vor allem auch gegen die Philister, das der bedrohlichste Gegner. In Kapitel 15 also befindet sich Saul mit seinem Volk in diesem Zustand der ständigen Bedrohung.

[3:38] Israel wird in unserem Text hier aber nicht angegriffen, sondern Saul. Saul erhält einen wichtigen Auftrag von Gott. Es ist nicht ein Kriegsauftrag. Es ist ein Auftrag, ein Gericht, einen Bann zu vollziehen.

[3:53] Ich lese Vers 1. Samuel sagte zu Saul, Der Herr hat mich gesandt, um dich zum König über sein Volk, über Israel zu salbern.

[4:04] So höre nun auf die Stimme der Worte des Herrn. Samuel sagt also, nur wegen Gott, nur wegen ihm bist du überhaupt König und so mache nun, was Gott, was er von dir will.

[4:19] Und jetzt kommen eben die Worte des Herrn an Saul. So spricht der Herr der Heerscharen. Diesen Titel, der Herr der Heerscharen, haben wir schon in Kapitel 1 ein bisschen genauer angeschaut und der zeigt hier wieder genau dasselbe.

[4:33] Er ist der König aller Könige. Er ist der Herr aller Heere. Der Herr der Heerscharen. So spricht der Herr der Heerscharen. Ich habe bedacht, was Amalek Israel angetan, wie es sich ihm in den Weg gestellt hat, als Israel aus Ägypten heraufzog.

[4:53] Amalek war ein Nomadenvolk zwischen dem Südland Judäas und der Grenze zu Ägyptens. Der Stammvater dieses Volkes, welcher auch Amalek hieß, er war ein Enkel Esaus.

[5:06] In 1. Mose 36, Vers 12 können wir nachlesen. Und Timna war eine Nebenfrau von Eliphas, des Sohnes Esaus, die gebar dem Eliphas Amalek.

[5:18] Der Gott von Amalek war der Fruchtbarkeitgott. Al. Und den ersten Kontakt mit diesem Weint hatte das Volk eben beim Auszug aus Ägypten.

[5:32] In 2. Mose 17 können wir diese Geschichte nachlesen, diesen Krieg gegen Amalek. Es ist jener Kampf, wo Mose seine Hände erheben musste, um dem Volk Israel die Oberhand zu garantieren.

[5:43] Und wir wissen, dass dann Aaron und Hur die Hände von Mose stützen mussten. Diese Amalekiter damals waren wie heute die Hamas.

[5:54] Sie wollten Israel schaden. Sie wollten Israel am liebsten vernichten. In Vers 14 von 2. Mose 17 lesen wir dann.

[6:04] Danach sprach der Herr zu Mose, schreibt dies zur Erinnerung in ein Buch und lege in die Ohren Josuas, dass ich die Erwähnung von Amalek vollständig unter dem Himmel auslöschen werde.

[6:18] Und dieser Fluch wird in 4. Mose 24 dann von Biliam bestätigt. Und er, also Biliam, sah Amalek und begann seinen Spruch und sprach, die Erste der Nationen war Amalek, aber sein Ende führt zum Untergang.

[6:32] Und nochmals eine Bestätigung dieses Fluches haben wir in 5. Mose 25, Vers 17 bis 19. Denk daran, was Amalek dir getan hat auf dem Weg, als sie da aus Ägypten zogt.

[6:48] Wie er dir auf dem Weg entgegentrat und deinen Nachzügel erschlug, alle Schwachen hinter dir, als du erschöpft und müde warst, und dass er Gott nicht fürchtete. Und wenn der Herr dein Gott die Ruhe verschafft hat, vor allen deinen Feinden ringsum in dem Land, dass der Herr dein Gott dir als Herbteil gibt, es ihm Besitz zu nehmen, dann sollst du die Erwärmung Amaleks unter dem Himmel auslöschen.

[7:13] Vergiss es nicht. Wie wunderbar, nicht der Fluch, aber wie wir sehen, dass die Schrift in sich selbst so übereinstimmt und sich selbst immer wieder bestätigt.

[7:23] Im Vers 3. Nun zieh hin und schlage Amalek und vollstreckt den Bann an ihnen, an allem, was es hat, und verschone ihn nicht, sondern töte Mann und Frau, Kind und Säugling, Rind und Schaf, Kamel und Esel.

[7:43] Die Zeit scheint nun also gekommen zu sein, und Saul erhält von Gott persönlich den Auftrag, dieses Volk endlich auszulöschen. Wir lernen auch hier, dass Schuld und Sünde bei Gott niemals verjährt.

[7:59] Gott selbst ist es, der hier den Krieg erklärt. Und er gibt Saul damit noch einmal die Gelegenheit, gehorsam gegenüber Gott zu beweisen. Dieses Kapitel 15 ist also die finale Erprobung von Sauls.

[8:15] Nun, Gott gibt hier nicht einfach den Auftrag, Amalek zu besiegen, sondern Amalek auszulöschen. Alles. Mann, Frau, Kind, Tier, alles.

[8:27] Ja, auch die kleinen süssen Kinder sollen umgebracht werden. Gott hat es verheißen. Und Gott hat in seiner Langmut über 400 Jahre gewartet.

[8:39] Aber wer die Seinen antastet und nicht Busse tut, der wird es mit Gott zu tun kriegen. Das ist heute nicht anders. In 2.

[8:50] 2. 2. 3. 3. 4. 4. 5. 5. 5. 5. 6.

[9:01] 6. 6. 6. 7. 6. 7. 6. 7. 7. 7. 8.

[9:12] 9. 5. 7. 7. 8. 9. 9. 10. 1.

[9:23] 9. 9. 10. 10. 10. 10. 10. 10. 11. 11.

[9:34] 12. 11. 12. 12. 13. 14. Und dann kommen wir zu Vers 7. Und Saul schlug die Amalekiter von Habila bis nach Schur, das vor Ägypten liegt.

[9:51] Ist doch schön, wie Saul seinen Auftrag ausführt und gehorsam ist. Und er ergriff Agag, den König der Amalekiter, lebend.

[10:04] Lebend. Und an dem ganzen Volk vollstreckte er den Bann mit der Schärfe des Schwertes. Aber Saul und das Volk verschonten Agag.

[10:15] Und die besten Schafe und Rinder. Und die Tiere vom zweiten Wurf. Und die Lämmer. Und alles, was wertvoll war. Daran wollten sie nicht den Ball vollstrecken. Alles Vieh, aber das verachtet und schwächlich war, daran vollstreckten sie den Bann.

[10:30] Saul schlägt die Amalekiter in einem großen Gebiet. Und der Herr hat ihm dabei geholfen. Doch er ergreift den Agag lebend.

[10:43] Er, Saul, der in Kapitel 14 noch seinen eigenen Sohn umgebracht hätte, weil dieser unwissentlich eine Anordnung von ihm übertreten hat. Er lässt Agag, den großen Feind Gottes, am Leben.

[10:58] Will Saul mit dieser Beute vielleicht prahlen? Ganz gewiss. Es war früher eine gängige Praxis beim Triumph, den Feindeskönig bei einem Siegeszug zu präsentieren.

[11:10] Und in Vers 12 ein bisschen weiter haben wir gelesen, dass Saul sich ein Denkmal aufgerichtet hatte. Saul sucht nur seine eigene Ehre. Gott hat die Anweisung gegeben, Amalek zu verbannen.

[11:25] Und das hebräische Wort für verbannen bedeutet anscheinend abschneiden, vertilgen, auslöschen, dass es nicht mehr da ist. Und wenn Gott alles sagt, dann meint er auch alles.

[11:37] Gott will keine Kompromisse. Er will keinen halben Gehorsam. Er will den Bedingungslosen gehorsam. Nun ja, wir lehren ja schon meistens so, wie die Bibel sagt.

[11:52] Und wir leben ja auch meistens so, wie die Schrift sagt. Aber wir müssen ja auch ein bisschen mit der Zeit gehen. Homosexualität muss man heute halt einfach akzeptieren. Und das ist ja nicht mehr so schlimm wie früher.

[12:04] Auch ein bisschen lügen muss man manchmal, sonst kommt man im Leben nicht weiter. Nein. Wenn Gott sagt, dass Homosexualität Sünde ist, dann ist es Sünde. Und wenn Gott von uns Ehrlichkeit fordert, dann hat auch die kleinste Sünde in unserem Leben keinen Platz.

[12:20] Gott will keine Kompromisse. Wie oft versuchen auch die Christen, die Christen Gottes Wort und den Zeitgeist irgendwie miteinander zu verbinden.

[12:32] Und das beginnt schon bei den ersten Versen der Bibel. Die Wissenschaft gaukelt uns etwas vor über die Entstehung der Erde und der Menschen. Und weil ihr Konstrukt auf der Theorie des Zufalls basiert, kommen so unglaubliche Zahlen wie so 10 Milliarden Jahre oder dergleichen zustande.

[12:49] Ohne jeglichen Beweis und ohne irgendein anerkanntes, wissenschaftlich bewiesenes Verfahren. Und die dummen Menschen glauben diese Theorien noch.

[13:01] Und selbst Christen versuchen irgendwie einen Weg zu finden, Bibel und Wissenschaft zu vereinen. Ja, wisst ihr, die Erde wurde früher von den Dinosauriern und den Neandertalern bevölkert und sind dann irgendwie durch einen Meteoriten ausgelöscht worden.

[13:18] Und dann beginnt die Bibel mit den Worten und es war, die Erde war wüst und leer. Sicher? Wenn Gott durch sein Wort lehrt, dass die Erde von Beginn in sechs Tagen erschaffen wurde, dann hat Gott sie in sechs Tagen erschaffen.

[13:35] Und dann lehren wir auch, dass Gott die Erde in sechs Tagen erschaffen hat, ohne Kompromisse, aber mit festem Glauben. Und wenn Gott sagt, dass er den Menschen als Mann und als Frau geschaffen hat, dann gibt es den Mann und die Frau und alles andere ist Auflehnung gegenüber Gott und somit ungehorsam.

[13:56] Wir neigen manchmal dazu, eindeutige Aussagen aus Gottes Wort so zu interpretieren, wie sie uns gefallen. Du musst Gottes Wort richtig auf deine unterschiedlichen Lebenssituationen anwenden, aber du musst dabei auch beachten, dass du Gottes Wort nicht deinen Gefühlen oder noch schlimmer, den Gefühlen von anderen anpasst.

[14:17] Auch nicht, wenn eine fromme Absicht dahinter ist. Saul hat seine Gehorsamsprüfung offensichtlich nicht bestanden. Er hat Agag und die besten Viecher verschont.

[14:31] Es ist auch anzunehmen, dass er die übrigen Amalekiter nicht vollständig verbannt hat. Wir lesen nämlich in Kapitel 27 und in Kapitel 30 wieder von den Amalekitern. Erst über 300 Jahre später scheint Amalek dann durch Hiskia endgültig ausgelöscht worden zu sein.

[14:47] Und wenn Gott sagt, Amalek wird ausgelöscht werden, dann wird Amalek ausgelöscht werden. Entweder durch Saul oder durch jemand anderes.

[14:58] Wenn Gott seine Pläne zustande bringen will, dann macht er dies. Entweder mit dir, weil du ihm gehorsam bist, oder ohne dich, weil du ihm nicht gehorsam bist.

[15:13] Vers 10 Da geschah das Wort des Herrn zu Samuel. Natürlich wird Gott jetzt den König Saul vor Samuel ein bisschen loben, weil schliesslich hat er gerade einen großen Sieg errungen.

[15:28] Er war ja nur in einem kleinen Punkt des Auftrags untreu. Es reut mich, dass ich Saul zum König gemacht habe. Denn er hat sich von mir abgewandt und hat meine Worte nicht ausgeführt.

[15:44] Es reut mich, dass ich Saul zum König gemacht habe. Oh nein, da ist überhaupt kein Lob, da ist nur ein schweres Urteil von Gott persönlich.

[15:58] Reue. Gott reut es. Wir haben dies auch im letzten Vers des Kapitels gesehen. Aber kann denn Gott eine seiner Entscheidungen wirklich bereuen?

[16:11] In Vers 29, auch von Kapitel 15, lesen wir doch, auch lügt der nicht, der Israels Ruhm ist, und es geräut ihn nicht. Denn nicht ein Mensch ist er, das ihn etwas geräuen könnte.

[16:27] Du hast ganz bestimmt auch schon einmal eine deiner Entscheidungen bereut und du hättest sie gerne rückgängig gemacht, weil du von den negativen Folgen deiner Entscheidung überrascht wurdest.

[16:38] Diese Art von Bereuen gibt es bei Gott nicht. Gott ist hier über die Sünde Sauls betrübt und er ändert sein Handeln über Saul. Reue ist in jedem Fall auch bei uns mit einem Verantwortungsgefühl verbunden.

[16:55] Und das ist hier mit Reue gemeint. Gott nimmt hier ganz klar seine Verantwortung wahr und verwirft hier Saul als König. Das ist mit dieser Reue bei Gott gemeint. Die Wahrnehmung der Verantwortung.

[17:08] Jemand hat einmal gesagt, eine Sünde, eine Sünde ist für Gott wie für uns tausend. Und Saul war nicht irgendwer, sondern der König von Gottes auserwähltem Volk.

[17:24] Und es gibt ein Prinzip, ein Prinzip, welches sich durch die ganze Bibel hindurchzieht. Ein Prinzip, welches wir auch gerade in den Samuelbüchern und vor allem auch in Kapitel 15 sehen. Stellung verpflichtet.

[17:37] Stellung verpflichtet. Je höher deine Stellung, umso mehr wirst du auch von Gott zur Verantwortung gezogen. Gott hat uns durch seine Gnade in eine ganz besondere Stellung gebracht.

[17:52] Ich lese erst in Petrus 2, 9. Vers 4, 10. Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit, damit, dein Auftrag, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis zu einem wunderbaren Licht berufen hat.

[18:16] Kommst du diesem Auftrag nach? Bist du gehorsam? Ohne Kompromisse? Vergündigst du Jesus Christus in und mit deinem Leben? Gott will keine Kompromisse.

[18:29] Gott will nur deinen Gehorsam. So kommen wir zu unseren zweiten zeitlosen Wahrheit. Gott will keine Ausreden. Ich lese weiter ab Vers 13.

[18:45] Als Samuel zu Saul kam, sagte Saul zu ihm, gesegnet seist du von dem Herrn. Ich habe das Wort des Herrn erfüllt. Ich habe das Wort des Herrn erfüllt.

[18:57] Und Samuel antwortete, was ist denn das für ein Blöken von Schafen, das zu meinen Ohren kommt und ein Brüllen von Rindern, das ich höre? Saul sagte, von den Amalekitern haben sie gebracht, denn das Volk verschonte die besten Schafe und Rinder.

[19:15] Hier beginnt schon die ganze Ausrederei von Saul. Ich habe gehorcht, aber das Volk ergibt dem Volk die Schuld, relativiert aber auch deren Verhalten gleich wieder.

[19:28] Denn das Volk verschonte die besten Schafe und Rinder, um sie dem Herrn, deinem Gott, zu opfern. Habt ihr gemerkt, welchen Pronomen Saul hier verwendet? Um sie dem Herrn, deinem Gott, zu opfern.

[19:43] Deinem. Was sagt das nicht einfach über die Beziehung Sauls zu Gott aus? Da war keine Beziehung zu Gott. Gott war nicht sein Gott.

[19:55] Wir finden diese erschreckende Aussage nicht nur einmal in unserem Kapitel. Ganze dreimal redet Saul zu Samuel von deinem Gott. Das zweite Mal in Vers 21.

[20:08] Aber das Volk hat von der Beute genommen, Schafe und Rinder, das Beste vom Gebannten, um es dem Herrn, deinem Gott, in Gilgal, zu opfern. Und das dritte Mal in Vers 30.

[20:21] Und er sprach, ich habe gesündigt, aber ehre mich doch vor den Ältesten meines Volkes und vor Israel und kehre mit mir um, dass ich den Herrn, deinen Gott, anbete.

[20:34] Schrecklich. Für den König des Volkes Gottes ist Gott nur ein bisschen Religion, ein Götze, welcher vielleicht für Samuel ein bisschen Bedeutung haben könnte.

[20:48] Doch dem Gott, welcher das Herz eines jeden Menschen kennt, ihm bleibt nichts verborgen. In Vers 16 lesen wir, da sprach Samuel zu Saul, Halt ein, damit ich dir verkünde, was der Herr diese Nacht zu mir geredet hat.

[21:08] Und er sagte zu ihm, Rede. Schon in Kapitel 9, 27 lesen wir einen ähnlichen Vers. Als sie an der Sende der Stadt hinabkamen, sagte Samuel zu Saul, sag dem Knecht, dass er uns vorausgehen soll.

[21:24] Und er ging voraus. Du aber, steh jetzt still. Ich will dich das Wort Gottes hören lassen. Beide Male, in Kapitel 9 und hier in Kapitel 15 musste Saul für Gottes Worte still stehen.

[21:38] Damals wurde er zum König gesalbt, aber hier in Vers 16 wird Saul von Gott nochmals mit seiner Sünde konfrontiert.

[21:49] Samuel erinnert Saul daran, dass er doch in seinen eigenen Augen klein war. In Kapitel 9 haben wir dann auch gelesen, wie demütig sich Saul auch wirklich gab. Doch als er dann König war, als er in seiner Stellung war, war von Demut gar nichts mehr zu finden.

[22:06] Doch wir haben festgestellt, Stellung verpflichtet. Rese Vers 19 Warum hast du denn die Stimme des Herrn nicht gehorcht und bist über die Beute hergefallen und hast getan, was in den Augen des Herrn böse ist?

[22:27] Es scheint fast so, als ob Gott dem Saul noch ein letztes Mal die Gelegenheit gibt, um vielleicht doch Busse zu tun. Doch Busse tun kann nur einer, der erkennt und einsieht, dass er auf falschem Weg ist.

[22:42] Saul bleibt bei seinem falschen Standpunkt. In Vers 20 und 21 lesen wir nämlich, ich habe der Stimme des Herrn gehorcht und bin den Weg gezogen, den der Herr mich gesandt hat.

[22:55] Und ein bisschen weiter wieder, aber das Volk hat von der Beute genommen. In 1. Samuel 12 Vers 14 hatte Samuel dem Volk noch folgende Worte aufgetragen.

[23:10] Wenn ihr den Herrn fürchtet und ihm dient und auf seine Stimme hört und dem Mund des Herrn nicht widerspenstig seid und wenn ihr und der König der über euch regiert dem Herrn eurem Gott nachfolgt so wird der Herr mit euch sein.

[23:33] Und jetzt stehen wir da bei den Versen 21 und 22 und ich glaube nicht, dass Samuel die nächsten Worte in Vers 22 ruhig zu Saul sagen konnte.

[23:47] Vers 22 Samuel aber sprach Hat der Herr so viel Lust an Brandopfern und Schlachtopfern wie daran, dass man der Stimme des Herrn gehorcht?

[23:57] Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, aufmerken besser als das Fett der Wider. Dieser Vers ist für mich der Schlüssel Vers von Kapitel 15 und es ist eine so wichtige und zeitlose Wahrheit in der ganzen Bibel.

[24:14] Gehorsam ist besser als Opfer. Gehorsam nicht aus Zwang, sondern aus Liebe, weil er uns zuerst geliebt hat. In Johannes 14 lesen wir aufeinander folgend dreimal, dass wer Gott liebt, auch seine Gebote hält.

[24:34] Es geht dabei nicht um einen blinden Gehorsam, wie er von Menschen gefordert wird. Gehorsam bei Gott ist niemals etwas Einschränkendes. Gehorsam bei Gott ist befreiend.

[24:49] Menschen zu Gehorchen ist manchmal schwierig, weil sie irren oft. Gott zu Gehorchen ist so anders, weil er weiter sieht als wir. Er weiß, was die Zukunft bringt und er weiß, was gut für dich ist und was deinem Heil dient.

[25:05] Gott hat vielleicht Pläne mit deinem Leben, die du gar nicht für möglich gehalten hättest. Gehorsam gegenüber Gott hat somit mit Vertrauen zu tun. Ich gehorche nicht, weil ich muss, sondern weil ich weiß, dass ich durch den Gehorsam auch das Beste für mein Leben tue.

[25:27] Ja, dabei muss ich auch anerkennen, wie begrenzt ich bin und dass ich auf ihn angewiesen bin. Wie Jesus uns auch beten lehrt, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf der Erde, in meinem Leben.

[25:44] Im Jahr 2018 sind bei der legendären Skitour Otrut aus einer Zehnergruppe sieben Menschen ums Leben gekommen. Für diejenigen, die sich nicht so auskennen, die Otrut führt von Chamonix nach Zermatt und ist wohl einer der schönsten mehrtägigen Skitouren der Alpen.

[26:02] Schon am 28. April, am Vortag des Unglücks, war klar, dass am nächsten Tag ein Sturm aufziehen würde. Eine typische Föhnlage. Dieser verhängnisvolle Sturm war auf etwa 14 Uhr am nächsten Tag erwartet worden.

[26:17] Ich möchte ganz kurz mit euch zwei unterschiedliche Gruppen auf dieser Tour und ihre Führer anschauen. Einer dieser Führer ist Mario Castiglioni. Mario Castiglioni ist als einziger Bergführer für neun Personen verantwortlich.

[26:33] Damit ist die Gruppe deutlich zu groß für nur einen Bergführer. Der Bergführer verlässt sich dabei auch auf die Unterstützung seiner Frau Kalina, die auch dabei ist. Sie ist eine gut ausgebildete Wander- und Tourenleiterin aus Bulgarien, aber keine Bergführerin.

[26:50] Er unternimmt in der Hütte nichts und lässt auch seine Gäste im Ungewissen wie der nächste Tag ausschauen würde. Ein anderer Führer ist Steve House.

[27:02] Auch er ist mit einer Gruppe von zwei Personen unterwegs. Steve House trifft gezielte Vorkehrungen für den Sturm. Er steigt am Vortag zum höchsten Punkt der Tour der Pinheader Roller auf alleine und legt einen GPS-Dreck für den Teil, den er noch nicht kennt.

[27:18] Zudem schließt er sich mit einem befreundeten Bergführer zusammen, der den zweiten Teil der Tour bis zur Zielhütte zwei Wochen vorher bereits begangen hat und die GPS-Tracks gespeichert hatte.

[27:30] Obwohl der Sturm am nächsten Tag bereits um 10 Uhr eintrifft, kommen Steve House und seine Gäste wohlbehalten der Hütte an. Mario Castiglioni und sechs seiner Gäste sterben in diesem Sturm, vor allem auch, weil sie sich verlaufen und viele, viele Stunden umhergeheert sind.

[27:49] Ich denke, ihr gebt mir recht, wenn ich sage, dass es gut ist, einem Bergführer zu vertrauen, welcher den Weg kennt und welcher weiss, wo es durchgeht, welcher sich vorbereitet hat und nichts einfach dem Schicksal überlässt.

[28:08] Wie schön, wenn du einen Gott hast, dem du vertrauen kannst, weil er alle Wege kennt und nur das Beste für dich will. Aber wenn du eben diesen Gott nicht kennst und somit keine Beziehung zu ihm hast, dann wirst du ihm nicht vertrauen können und dann wirst du ihm auch nie bedingungslos gehorchen können.

[28:31] Wenn du Gott nicht wirklich kennst und keine lebendige Beziehung zu ihm hast, dann gleist du einem Saul, der sündigt und statt Buße zu tun, nur Ausreden sucht.

[28:43] Gott interessieren deine Ausreden nicht. Gott interessiert in der Beziehung mit dir auch nicht, was die anderen vielleicht schlecht, was du gemacht haben. Das geht auch dich überhaupt nichts an. Wenn du keine lebendige Beziehung zu Gott hast, dann beweist du wie Saul nur, dass du in deinem Leben zuerst kommst.

[29:03] Du bist dein eigener Götze. Vers 23 Denn Widerspenstigkeit ist eine Sünde wie Wahrsagerei und Widerstreben ist wie Abgöterei und Götzendienst.

[29:18] Weil du das Wort des Herrn verworfen hast, so hat er auch er dich verworfen, dass du nicht mehr König sein sollst. Samuel vergleicht hier Widerspenstigkeit und Eigenwille mit Wahrsagerei und Götzendienst.

[29:32] Beides sind Sünden, die des Todes würdig sind. Saul war in einer großartigen Stellung als König. Er wurde geprüft, er hat versagt.

[29:45] In seinem Leben findet man keine Buße, sondern nur Ausreden. Wenn ich mich in meinen früheren Jahren oft über meine Mitmenschen ausgelassen habe, was dieser und jener wieder falsch gemacht hat, dann hat mir mein Vater oft gesagt, du musst in dich schlagen, nicht um dich schlagen.

[30:05] Gott will keine Ausreden, Gott will deinen Gehorsam. Weil du das Wort des Herrn verworfen hast, so hat er dich verworfen. Was für ein erschreckendes Urteil über einen Menschen.

[30:19] Möge dieses Urteil über niemanden in diesem Saal stehen. Oh, wenn du noch keine lebendige Beziehung zu unserem lieben himmlischen Vater hast, dann fang heute, fang heute damit an.

[30:31] Lies die Bibel und lerne den allmächtigen Gott kennen. Sei ihm gehorsam, nicht aus Zwang, sondern weil er Gott ist und du nicht.

[30:42] Und weil er deine Wege viel besser kennt als du selbst. Als dritte zeitlose Wahrheit wollen wir heute zusammen anschauen. Gott will keine Heuchelei.

[30:56] Vers 24 Saul sagte sagte zu Samuel Ich habe gesündigt, dass ich den Befehl des Herrn und deine Worte übertreten habe, denn ich fürstete das Volk und hörte auf seine Stimme.

[31:10] Und nun vergib mir doch meine Sünde und kehre mit mir um, dass ich den Herrn anbete. Ich habe gesündigt. Macht sich da etwa echte Reue bei Saul breit?

[31:23] Ist Saul hier im Begriff wirklich Buße zu tun? Keinesfalls. Saul hat nicht einmal verstanden, was Sünde überhaupt ist. Betrachtet mit mir nochmals den Vers 25 Und nun vergib mir doch meine Sünde und kehre mit mir um, dass ich den Herrn anbete.

[31:45] Zu wem sagt Saul diese Worte? Zu Gott? Bittet er hier Gott um Vergebung? Nein, er redet diese Worte zu Samuel und bittet Samuel ihm seine Sünden zu vergeben.

[31:56] Würde Saul Gott wirklich kennen, würde er wissen, gegen wen sich Sünde wirklich richtet. Sünde richtet sich immer allein gegen Gott.

[32:08] 1. Johannes 3,4 lehrt uns, dass die Sünde die Gesetzlosigkeit ist und wessen Gesetz wird dabei übertreten? Gottes Gesetz. In 2.

[32:20] Samuel 11 lesen wir von der Sünde Davids mit Pazepa und den Mordauftragern Uriah. Nachdem David durch Nathan überführt würde und echte Busse tat, hat er den Psalm 51 geschrieben.

[32:36] Dort lesen wir in den Versen 5 und 6 6. Denn ich erkenne meine Vergehen und meine Sünde ist stets vor mir. Gegen dich allein habe ich gesündigt und getan, was böse ist in deinen Augen.

[32:52] Ja, du kannst dich an einem anderen Menschen versündigen und ihn auch wirklich schaden und das sollst du auch unbedingt wieder in Ordnung bringen. Aber die Sünde an sich richtet sich immer gegen Gott.

[33:04] Wenn du eine Person schwer geschädigt hast und nun vor Gericht erscheinen müsstest, dann hast du das Gesetz des Souveräns übertreten und nicht das Gesetz der geschädigten Person.

[33:18] Du musst dich nun auch vor dem Gericht der Souveräns verantworten und nicht vor der geschädigten Person. Gott ist es, der die Sünde definiert. Sünde ist Übertretung seines Gesetzes.

[33:31] Und die Sünde ruft den Zorn Gottes über die Menschen und ruft nach Bestrafung Gottes. Weil Gott heilig und gerecht ist, muss er die Sünde bestrafen.

[33:44] Und wie schwer diese Strafe für Sünde ist, das wurde deutlich gemacht, als er seinen Sohn Jesus Christus sterben ließ, als dieser die Sünde am Kreuz auf sich nahm.

[33:59] Aber ohne echte Buße gibt es auch keine Vergebung. Ein Seelsorger hat in einem Buch von zwei Männern geschrieben, die unabhängig voneinander bei ihm Hilfe suchten.

[34:12] Beide Männer waren so stark in die Sucht der Pornografie verstrickt, dass ihre Ehen und Familien zu zerbrechen begangen. Beide Männer zeigten Reue und zeigten sich auch bereit, ihr Verhalten nachhaltig zu verändern.

[34:26] Doch eine wichtige Wahrheit unterschied die beiden Männer. Werden Werden der eine Mann seine Sünde wirklich hasste und sich selbst dreckig vor dem Herrn sah, zeigte der andere Mann lediglich Reue aufgrund der Konsequenzen, die ihm seine Sünde eingebracht hatte.

[34:46] Er wollte nur sein schönes Familienleben retten, aber er verachtete seine Sünde nicht. seine Familie zerbrach, weil er kurze Zeit später wieder in das alte Muster zurückfiel.

[34:58] Der erste Mann hingegen konnte nach und nach echte Befreiung von seiner Sünde erleben. Nur wenn du an diesen Punkt kommst, wo in dir sich ein großer Hass gegen die Sünde breitmacht, eine Betrübnis, wie sie nur von Gott kommen kann, nur dann kann Befreiung geschehen.

[35:17] Paulus macht seine Leser mit den Worten aus 2. Korinther 7, 10 ebenfalls auf diese Wahrheit aufmerksam. Denn die Betrübnis nach Gottes Sinn bewirkt eine nie zu bereuende Buße zum Heil.

[35:36] Die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod. Eine gottgemäße Betrübnis sieht die Sünde so, wie Gott sie sieht. Und Sünde schafft Feindschaft zwischen Gott und dem Sünder.

[35:51] Wenn du von Sünde loskommen willst, musst du diese Wahrheit erkennen. Echte Reue. Als eine gottgemäße Betrübnis hast du zuerst die Sünde und nicht die Konsequenzen.

[36:05] Echte Reue. Als eine gottgemäße Betrübnis hast du zuerst die Sünde und nicht die Konsequenzen. Dann ist dein Herz wirklich bußfertig.

[36:19] Saul haste nur die Konsequenzen und nicht die Sünde an sich. Er wollte sein Herz gar nicht ändern. Er, Saul, wollte an erster Stelle stehen.

[36:30] Sauls Buße war geheuchelt und Gott will keine Heuchelei. In Vers 30 zeigt er sich erneut reuig. Jedoch lesen wir da auch gleich seine wahre Absicht hinter seiner Reue.

[36:42] Und er sprach, ich habe gesündigt. Aber ehre mich doch vor den Ältesten meines Volkes und vor Israel und kehre mit mir um, dass ich den Herrn, deinen Gott, anbete.

[36:56] Aber ehre mich doch vor den Ältesten meines Volkes und vor Israel. Darum ging es ihm. Das ist keine Demütigung. Saul sucht nur seine eigene Ehre.

[37:09] In Vers 24 haben wir gelesen, dass Saul das Volk gefürchtet hatte. Nur das wäre schon Grund genug, den König sofort abzusetzen. Ein König, der Angst vor seinen Untertanen hat.

[37:20] Saul hat in vielerlei Hinsicht die Gehorsam-Besprüfung Gottes definitiv nicht bestanden. Und wir dürfen dabei nicht vergessen, dass es sich bei Sauls Untertanen um Gottes aus der Welt des Volk handelt.

[37:36] Und so kommt es, dass Saul nun vom Herrn so richtig geremütigt wird. Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden. Vers 26 Aber Samuel sprach zu Saul, ich kehre nicht mit dir um, denn du hast das Wort des Herrn verworfen, und der Herr hat dich verworfen, dass du nicht mehr König über Israel sein sollst.

[38:01] Der Herr hat heute das Königtum Israel von dir abgerissen und einem anderen gegeben, der besser ist als du.

[38:15] Das sind harte Worte für einen Mann, der nur seine eigene Ehre sucht und eigentlich gerade einen großen Krieg gewonnen hat. Noch weiss nur Gott, wer dieser neue König sein wird.

[38:28] Und im nächsten Kapitel und somit bei der nächsten Predigt, in 1. Samuel 1, werden wir dann wieder in einen spannenden Bericht blicken dürfen und sehen, wie Gott die Geschichte mit seinem Volk schreibt.

[38:45] Und er sprach, Vers 30, ich habe gesündigt, aber ehre mich doch vor den Ältesten meines Volkes und vor Israel und kehre mit mir um, dass ich den Herrn, deinen Gott, anbete. Und Samuel kehrte um und folgte Saul nach und Saul betete den Herrn an.

[39:01] Und Saul betete den Herrn an. Vor dem Hintergrund der ganzen Geschichte gleicht Vers 31 wieder einer religiösen Äußerlichkeit. Wie will man wirklich anbeten oder erhörend bitten, wenn man gar keine Beziehung zu Gott hat?

[39:18] Gott will keine Heuchelei. Der Bericht über Saul in diesem Kapitel endet hier mit Vers 31. Und in den letzten Versen des Kapitels ist die Kamera wieder auf Samuel gerichtet.

[39:33] Und Samuel weiss sehr wohl, wie grausam und unbarmherzig Agag anscheinend in seinem Leben gehandelt hat. Agag wurde von Saul am Leben gelassen, damit sein, Sauls Triumphzug, noch ein bisschen gewaltiger erscheinen möge.

[39:48] Aber Samuel zeigt uns hier, wie wichtig es ist, niemals Kompromisse zu machen. Er nimmt sein Schwert und haut Agag in Stücke. Diese Handlung erinnert mich symbolisch an Jesu Anweisung in Markus 9.

[40:03] Markus 9, dort lesen wir nämlich in den Versen 43 bis 47. Und wenn deine Hand dir Anstoß zur Sünde gibt, so hau sie ab.

[40:15] Es ist besser für dich, als Krüppel in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das unauslöschliche Feuer. Und wenn dein Fuß dir Anstoß zur Sünde gibt, so hau ihn ab.

[40:26] Es ist besser für dich, Schlamm in das Leben hineinzugehen, als mit zwei Füßen in die Hölle geworfen zu werden. Und wenn dein Auge dir Anstoß zur Sünde gibt, so wirf es weg. Es ist besser für dich, einäugend in das Reich Gottes hineinzugehen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden.

[40:44] Wir wissen, dass Jesus damit nicht unsere Selbstverstümmelung will. Jedoch zeigt uns Jesus, dass wir jegliche Kompromisse mit unserem Fleisch schon gar nicht in Erwägung ziehen sollen.

[40:57] Gehorsam gegenüber Gottes Worten ist eine ernstzunehmende Sache und darum hat Samuel gar keine andere Wahl, als den Amalekiter König zu töten. Und Samuel demonstriert an der Art und Weise, wie er das tut, wie ernst der Gehorsam an Gottes Wort wirklich ist.

[41:15] Er haut Agag in Stücke. Vers 34 Saul und Samuel hatten bis zu Samuels Tod keinen Kontakt mehr.

[41:47] Und Saul hat somit seinen einflussreichen und trouen Ratsgeber verloren. Gott will nur deinen Gehorsam. Damit du Gott mit deinem Leben ehren kannst, musst du seinem Wort bedingungslos gehorsam sein.

[42:04] Es gibt einige große Gemeinden, auch in der Schweiz, die in letzter Zeit großen Zuwachs beobachten. Das ist wunderbar. Aber ist es einfach eine gewisse Frömmigkeit, die sich verbreitet?

[42:20] Wie sieht es bei diesen Menschen um ihren Gehorsam aus? Es ist leider nichts Neues, dass auch in vielen Gemeinden Menschen ein- und ausgehen, die es mit dem Gehorsam nicht so ernst nehmen.

[42:32] Wir dürfen auch wieder einmal die Sendschreiben in der Offenbarung lesen. Jesus ist in heutigen Gemeinden nicht selten ein symbolisches Markenzeichen und die Meinung ist, dass Erfolg in der Gemeinde von der eigenen Cleverness abhängig ist.

[42:51] Du musst als Gläubiger aufpassen, aber wir müssen auch als Gemeinde aufpassen. Wie positionieren wir uns wirklich? Was lehren wir in unserer Gemeinde?

[43:02] Mögen wir Acht haben aufeinander und uns zu Gehorsam Gott gegenüber anspornen? Gott will nur deinen Gehorsam.

[43:12] Er will keine Kompromisse. Er will keine Ausreden. Er will keine Heuchelei. Ich möchte noch ein bisschen praktisch werden. Als junger Mann nannte ich mich gläubig.

[43:25] Man traf mich jedoch an sehr fragwürdigen Orten an und ich wurde seitens meiner Eltern auch damit konfrontiert, dass meine Worte und mein Wandel nicht übereinstimmen. Ich kann ja dort ein Zeugnis sein, war da meine Antwort.

[43:40] Ich war dort nie ein gutes Zeugnis. Im Gegenteil. Hätte ich mehr auf Gott und auf meine Nächsten gehört, wäre mir wohl einiges erspart geblieben. Darum, junge Frau, junger Mann, du musst nicht überall dabei sein.

[43:57] Es gibt Orte, wo man als Christ nicht hingehen und nicht mitmachen sollte, weil du dort Gott niemals gehorsam sein kannst. Gerne möchte ich uns noch ein paar praktische Fragen mit auf den Weg geben, uns ein bisschen herausfordern.

[44:15] Wann hast du das letzte Mal eine grössere Investition getätigt und darüber gebetet, was du mit seinem Geld machen sollst oder darfst? Wann hast du das letzte Mal einen anderen Mann, eine andere Frau lüstern angeschaut?

[44:31] Wann hast du das letzte Mal deinen Nächsten angeschnauzt? Wie sieht das aus mit kleinen Notlügen? Wann hast du das letzte Mal auf andere runtergeschaut, weil du dich besser gefühlt hast als diese oder jener?

[44:50] Wann hast du das letzte Mal schlecht über jemanden geredet? Wie oft liest du die Bibel und betest im Vergleich zu deiner Zeit am Smartphone? Gehorsam gegenüber Gott heisst nicht, auf den Auftrag warten und diesen dann ausführen.

[45:08] Den Auftrag Gottes, den dürfen wir in den Händen halten. Der Auftrag Gottes ist deine Heiligung. Und was ist Heiligung anderes als das Wachsen im Gehorsam gegenüber Gottes?

[45:20] In Philipper 2,8 lesen wir, wie Jesus sich selbst erniedrigte und gehorsam wurde. Gehorsam bis zum Tod am Kreuz.

[45:32] Und genau von diesem stellvertretenden Gehorsam leben wir. Ohne diesen Gehorsam sind wir alle verloren. In Vers 5, eben auch von Philipper 2, lesen wir vorher, dass wir genau diese Gesinnung, die Christus in sich hatte, auch in uns haben sollen.

[45:51] Dass Jesus durch seinen Gehorsam bis zum Tod am Kreuz uns erlöste, macht unser Gehorchen keineswegs überflüssig. Im Gegenteil. Der Gehorsam unseres Erlösers soll dir ein Ansporn sein zum Gehorchen, zur Nachfolge aus Dank.

[46:10] Doch wie bist du als sündiger Mensch überhaupt dazu fähig, mehr und mehr gehorsam zu sein? Es ist Gnade, Gnade, Gnade. Die Gnade unterweist uns, die Gnade züchtigt uns, die Gnade ermahnt uns, aber nicht nur das, die Gnade befähigt uns auch.

[46:30] Philipper 2, ebenfalls, Vers 13, ganz bekannt, denn Gott ist es, der in euch wirkt, sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen.

[46:43] Und was ist sein Wohlgefalle? Deine Christusähnlichkeit, deine Heiligung, dein Gehorsam. Gott will keine Kompromisse, Gott will keine Ausreden, Gott will keine Heuchelei, Gott will nur deinen Gehorsam.

[47:02] Lass mich beten. Treuer himmlischer Vater, ein trauriges Kapitel im Leben des Sauls, aber ein so wichtiges Kapitel für unser Leben.

[47:14] Du willst auch in unserem Leben, dass wir dir bedingungslos gehorsam sind. Herr, bitte hilf uns aufzudecken, wo wir dir in unserem Leben noch nicht bedingungslos gehorchen, damit wir zunehmen können in der Heiligung.

[47:31] Hilf uns, dass wir dir mehr und mehr vertrauen können. Hilf uns, dass wir unseren Auftrag ausführen, und zwar genau so, wie du das für unser Leben willst.

[47:43] Bitte hilf uns auch als Gemeinde, dass wir dein Wort klar und ohne Kompromisse verkündigen. Bitte schenk uns, dass wir unsere Sünden mehr und mehr genau so sehen, wie du sie siehst.

[47:55] Schenk uns einen tiefen Hass auf unsere Sünde und mach uns betrübt über unsere Sünde, wie nur du betrübt machen kannst. Ich danke dir für deine Gnade, die uns nicht nur überführt, sondern die uns auch befähigt, dir gehorsam zu sein.

[48:13] Nicht aus Zwang, sondern aus Liebe und Vertrauen. Bitte hilf uns, dass wir auch die Gemeinschaft der Gemeinde nutzen werden, um uns zu Liebe und Gehorsam anzuspornen. Hab herzlich Dank.

[48:25] Amen.