Die Herrlichkeit des Opfers Jesu

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Prediger

Stefan Moser

Datum
17. September 2023

Transkription

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[0:00] Guten Morgen, liebe Geschwister, es ist schön, heute bei euch zu sein, an diesem, man könnte sagen, geschichtsträchtigen Morgen. Es ist mir auch eine besondere Ehre, hier diese Derniere mit euch feiern zu dürfen.

[0:15] Und ich möchte beginnen, indem ich eine nicht gerade diskrete Frage in unsere Mitte stelle. Bist du ein Kind Gottes?

[0:27] Bist du gewiss, dass du durch das Blut unseres Herrn Jesus Christus in die Familie von Gott und damit in die weltweite Gemeinde hineingeboren worden bist?

[0:44] Ich hoffe, du kannst diese Frage entschieden mit Dankbarkeit, mit Ja beantworten. Wenn dem nicht so ist, möchte ich dich bitten, prüfe dein Leben unter Gebet, anhand der Schrift vor Gott.

[0:58] Und vielleicht möchte Gott auch diese Predigt heute Morgen nutzen, um dir aufzuzeigen, dass du ein Sünder bist, dass du Errettung brauchst und dass Errettung möglich ist.

[1:09] Wenn du aber sagen kannst, ja, ich bin ein Kind Gottes, so möchte ich dir eine zweite Frage stellen. Was macht das mit deinem Leben ganz praktisch?

[1:23] Wie sieht dein Leben aus? Ist es geprägt von einer Dankbarkeit? Ist es geprägt von einem Staunen über dieses wunderbare Erlösungswerk, dessen du teilhaftig wurdest?

[1:36] Oder aber sieht dein Leben so aus, wie ich gestehen muss, es bei mir oft der Fall ist? Morgen für morgen danke ich zwar beim Aufstehen für meine Errettung, doch wie sieht es ganz praktisch im Alltag aus?

[1:53] Ist mein Leben geprägt von einer Dankbarkeit meinem Erlöser gegenüber, weil ich nicht anders kann? Weil ich immer wieder voll Staunen stillstehe vor diesem Wunder von Golgatha, von diesem vollkommenen Opfer, welches dort für mich vollbracht wurde?

[2:12] Dankbarkeit darüber, dass ich nicht selbst immer wieder mit dem Ziegenbock nach Jerusalem pilgern muss, um dort Sühnung für meine Sünden zu erwirken. Ich stehe in der Gefahr, das Opfer, dieses Erhabene, dieses vollkommene, unvergleichliche Opfer von Jesus Christus, gering zu achten.

[2:32] Nicht in der Form, dass ich sage, es hat nicht die Kraft, alle meine Sünden wegzunehmen. Im Gegenteil. Dieses Gedankengut schleicht sich manchmal ein. Ja, Hauptsache ich weiß, wo ich ankomme.

[2:45] Wie der Weg dorthin ist, ja, das ist nicht so entscheidend. Für alle meine Sünden ist ja Christus gestorben. Ihr Lieben, auch dadurch können wir das Opfer von Jesus Christus gering achten.

[2:56] Der Paulus sagt uns aber ganz klar im Römerbrief, dass das nicht die Gesinnung eines Menschen ist, der verstanden hat, dass Christus am Kreuz für seine Sünden gestorben ist. Aber ich weiß es aus meinem Leben, es ist die Gefahr, dass wir immer mal wieder vergessen, wie wunderbar, wie groß, wie vollkommen und wie abschließend diese Errettung ist, die Christus für uns bewirkt hat.

[3:23] Und deshalb möchten wir heute Morgen dieses Opfer, dieses herrliche Opfer von Jesus Christus und seine Person in unsere Mitte stellen und ihn groß machen.

[3:34] Wir möchten uns darüber Gedanken machen, wie herrlich das Opfer von Jesus Christus ist, wessen du hoffentlich teilhaftig wurdest.

[3:44] Das ist das Thema von heute Morgen, die Herrlichkeit des Opfers Jesu. Und dazu schlagen wir eine Stelle auf, die sehr konzentriert genau über dieses Thema spricht.

[3:57] Es ist ein Text aus dem Hebräerbrief, aus dem Kapitel 10. Schlag bitte auf, Hebräer Kapitel 10. Ich möchte hier einen längeren Abschnitt mit uns lesen und lese bis und mit Vers 18.

[4:14] Da schreibt der Schreiber des Hebräerbriefs ab Vers 1, Denn weil das Gesetz nur einen Schatten der zukünftigen Heilsgüter hat, nicht die Gestalt der Dinge selbst, so kann es auch mit den gleichen alljährlichen Opfern, die man immer wieder darbringt, die Hinzutretenden niemals zur Vollendung bringen.

[4:40] Hätte man sonst nicht aufgehört, Opfer darzubringen, wenn die, welche den Gottesdienst verrichten, einmal gereinigt kein Bewusstsein von Sünden mehr gehabt hätten, stattdessen geschieht durch diese Opfer alle Jahre eine Erinnerung an die Sünden.

[4:57] Denn unmöglich kann das Blut von Stieren und Böcken Sünden hinwegnehmen. Darum spricht er, und hier kommt ein Zitat aus Psalm 40, Bei seinem Eintritt in die Welt, Opfer und Gaben hast du nicht gewollt, Einen Leib aber hast du mir bereitet.

[5:14] An Brandopfern und Sündopfern hast du kein Wohlgefallen. Da sprach ich, siehe, ich komme. In der Buchrolle steht von mir geschrieben, Um deinen Willen, o Gott, zu tun.

[5:26] Oben sagt er, Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt. Du hast auch kein Wohlgefallen an ihnen, die ja nach dem Gesetz dargebracht werden.

[5:37] Dann fährt er fort, Siehe, ich komme, um deinen Willen, o Gott, zu tun. Somit hebt er das Erste auf, um das Zweite einzusetzen.

[5:49] Und aufgrund dieses Willens sind wir geheiligt durch die Opferung des Leibes Jesu Christi, und zwar ein für allemal. Jeder Priester steht da und verrichtet täglich den Gottesdienst und bringt oftmals dieselben Opfer dar, die doch niemals Sünden hinwegnehmen können.

[6:12] Er aber hat sich, nachdem er ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht hat, das für immer gilt, zur Rechten Gottes gesetzt. Und er wartet hinfort, bis seine Feinde als Schäbel für seine Füsse hingelegt werden.

[6:29] Denn mit einem einzigen Opfer hat er für immer vollendet, welche geheiligt werden. Das bezeugt uns aber auch der Heilige Geist, denn nachdem zuvor gesagt worden ist, das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will, nach diesen Tagen spricht der Herr, ich will meine Gesetze in ihre Herzen geben und sie an ihre Sinne schreiben.

[6:53] Sagt er auch, an ihre Sünden und ihre Gesetzlosigkeiten will ich nicht mehr gedenken. Wo aber Vergebung für diese da ist, da gibt es kein Opfer mehr für Sünde.

[7:07] Soweit der Text. Ich möchte noch mal beten. Vater, wir bitten dich, dass du heute Morgen in unserer Mitte deinen Sohn groß machst, dass du sein vollkommenes Erlösungswerk groß machst, damit wir verstehen lernen, was es heisst, ein Kind Gottes zu sein, was es heisst, dass ein anderer unsere Sünden getragen hat, auf das diese gewaltigen Tatsachen unser Leben prägend verändern.

[7:36] Wir bitten dich um deine Hilfe jetzt in dieser Stunde. Amen. Ja, ich habe mal kurz reingeschaut auf eure Webpage und dabei ist mir aufgefallen, dass die letzte Predigt aus dem Hebräerbrief ungefähr vier Jahre zurückliegt.

[7:53] Deshalb möchte ich euch ein bisschen Boden geben und euch in wenigen Zügen aufzeigen, wo dieser Text hier zu Hause ist. Weil der Hebräerbrief ist in gewisser Weise ein bisschen speziell und ich stelle mal eine Behauptung auf, dass er nicht zu den Top 3 der beliebtesten Briefen der Gemeinde gehört.

[8:13] Der Hebräerbrief, er ist ein Brief, der an eine bestimmte Gruppe von Menschen geschrieben wurde, die nicht den exakt gleichen Hintergrund haben wie wir.

[8:26] Es sind nicht in erster Linie Heiden, wie vielleicht die Gemeinde in Thessalonich oder in Korinth oder viele Gemeindeglieder in Rom das waren, sondern es ist an eine Gruppe von Leuten geschrieben, die bestens vertraut waren mit dem Alten Testament.

[8:45] Sie wussten, was es heisst, ein gottesfürchtiger Jude zu sein. Sie kannten die Feste, sie kannten die Opfer, sie kannten die Priester, die Zeremonien, sie kannten die Psalmen, sie kannten die Tora.

[8:56] Sie waren bestens damit vertraut. Und da gab es welche, die sind wahrlich zum christlichen Glauben durchgedrungen, sie haben sich zu Christus bekehrt.

[9:09] Trotzdem standen sie in der Gefahr, immer mal wieder zurückzukehren zum Alten. Sie konnten es nicht vollkommen von dem lösen, was in Christus neu gekommen war.

[9:24] Also sie konnten sich vom Alten Bund nicht trennen. Sie glaubten zwar wohl an Christus, aber in ihrem Herzen waren sie irgendwo immer noch mit dem Alten unterwegs.

[9:37] Stellt euch vor, ihr räumt euch nächsten Samstag hier dieses Gemeindehaus aus, aber ihr könnt euch nicht davon trennen. Und ihr kommt immer wieder an diesen Ort hier hin zurück, obwohl doch gar kein Gottesdienst mehr ist.

[9:52] Wäre doch töricht. Aber ungefähr so sah es bei vielen der Hebräern aus. Sie standen in der Gefahr, immer wieder zum Alten Testament zurückzukehren, zu Stiftshütte, zu einem physischen Tempel und sie haben das Wesen der Gemeinde, des Leibes Christi nicht in voller Art und Weise verstanden.

[10:14] Und das Problem war, sie haben dadurch die Wahrheit, die Schönheit, die Herrlichkeit der Person Christi nicht wirklich verstanden. und der Schreiber geht durch den Brief und er verwendet viel Tinte und Kraft, um ihnen aufzuzeigen, Christus ist das eine Ware, auf das schon das Alte Testament hingewiesen hat.

[10:37] Christus ist höher als die Engel, er ist herrlicher als Mose, er ist herrlicher als das levitische Priestersystem, als der alttestamentliche Gottesdienst.

[10:48] Und er braucht quasi die Kapitel 1 bis 10 und er zeigt ihnen immer wieder auf, es gibt nichts und niemand, wohin ihr zurückkehren könntet.

[11:01] Denn das Alte Testament, es war ein Vorbild, ein Schattenbild, es war vorbereitend für das Eigentliche, was jetzt hier in eurer Mitte ist. Und der Schreiber, er kommt hier eigentlich mit seiner Argumentation im Kapitel 10 zum Abschluss und er zündet hier noch einmal so eine Bombe, wo er aufzeigt, Männer, Frauen, es gibt keinen Grund, weil auch das Opfer von Jesus Christus, den Opfern im Alten Testament, diesem alttestamentlichen Gottesdienst, um Welt zu überlegen ist.

[11:41] Weshalb? Das werden wir heute Morgen sehen. Aber damit wir verstehen, wie schwierig es für die Hebräer war, anzunehmen, was der Schreiber ihnen hier schreibt, möchte ich auch versuchen, das mit einem Bild, welches mir oft beim Lesen des Hebräerbriefs vor Augen ist, darzustellen.

[12:01] Auch du und dich, wir haben manchmal Mühe mit dem Neuen, besonders wenn wir an dem Alten hängen, besonders wenn das Alte eigentlich ganz gut war. Und versteht ihr, das ist ja genau das Problem.

[12:14] Sie mussten sich nicht von Sünde trennen, sie mussten sich nicht von etwas trennen, was nicht gut war. Es war etwas, was Gott gegeben hat, es war eine gottgewollte Ordnung und es war der Gottesdienst, der von Gott eingeführt wurde.

[12:31] Und wenn wir diesen Brief lesen, so stellen wir fest, dass es viel Überzeugungskraft brauchte, um ihnen aufzuzeigen, damit sie verstehen, dass nicht das eine gegen das andere ausgespielt werden kann, sondern dass beides zusammengehört, aber das ganze Alte Testament, dieser Alte Bund vorbereitend war auf diesen Höhepunkt, nämlich das Kommen von Christus und das Erlösungswerk, welches er für uns vollbracht hatte.

[13:00] Ja, hier nun das Bild, als ich ein kleiner Junge war, ich kann mich gut erinnern, da hatten wir zu Hause eine Schreibmaschine. Mein Vater hatte eine kleine Schreinerei, meine Mutter schrieb darauf die Rechnungen.

[13:14] Und es kam dann halt irgendwann die Zeit, da nahmen die Computer überhand, aber es brauchte sehr viel Überredungskünste, sehr viel Zureden, sehr viel Motivation, auch gerade von uns Kindern, um diesen Computer einzuführen und diese Schreibmaschine auf den Dachboden zu stellen.

[13:36] Die Skepsis, die Vorbehalte, sie waren riesengroß. Aber, als dieser Computer einmal dastand, da gab es keinen Grund mehr zur Schreibmaschine zurück.

[13:48] Denn der Computer, er war der Schreibmaschine um Welten überlegen. Er konnte so viel mehr als die Schreibmaschine. Er konnte so viele Arbeiten miterledigen, was meine Mutter früher nicht auf der Schreibmaschine erledigen konnte.

[14:03] Und so ähnlich verhält es sich bei den Hebräern. Sie wollten das Tablet zur Seite legen und zurück zur Schreibmaschine. Der Schreiber kommt hier in diesem Kapitel 10 zum Abschluss von dieser ganzen Argumentation, wo er aufzeigt, es gibt nichts und niemand, wo ihr zurückkehren könntet, weil Christus das Zentrum und der Höhepunkt ist.

[14:33] und er tut dies in diesem Kapitel, indem er die Herrlichkeit des Opfers Jesus Christi aufzeigt. Und mit dem möchten wir uns heute morgen beschäftigen.

[14:46] Ich möchte dir anhand von diesem Text aus Hebräer 10 sechs Gründe nennen, weshalb das Opfer von Jesu weit besser ist als die alttestamentlichen Opfer, damit du diese Herrlichkeit neu erkennst oder vielleicht damit du diese Herrlichkeit zum ersten Mal richtig erkennst.

[15:11] Und wir werden uns aus zeitlichen Gründen wirklich auf diese sechs Gründe, die der Schreiber hier hervorhebt, auf diese direkte Gegenüberstellung konzentrieren und nicht die einzelnen Zitate aus dem Alten Testament auch nicht genauer anschauen und auch nicht groß auf das Thema vom neuen Bund eingehen, wie es am Ende des Kapitels oder des Textes von heute morgen beschrieben ist.

[15:36] Wir möchten wirklich einfach diesen Fokus auf diese sechs Perlen, die verteilt sind, in diesem Abschnitt legen. Und ich möchte darauf hinweisen, dass die nicht einfach Vers 2 bis 3 und so weiter angeordnet sind, sondern wir müssen ein bisschen durch den Abschnitt hindurch springen.

[15:55] Ich bitte euch, die Bibel aufgeschlagen zu haben, um die einzelnen Aussagen im Text nachzuvollziehen. Ja, der erste Grund oder die erste Gegenüberstellung des alttestamentlichen Opfers gegenüber dem Opfer von Jesus Christus ist, das Opfer von Jesus ist das wahre Opfer, es ist das richtige Opfer.

[16:21] Wir finden dies gleich im ersten Vers von unserem Kapitel, wenn es heißt, denn weil das Gesetz nur einen Schatten der zukünftigen Heilsgüter hat, nicht die Gestalt der Dinge selbst.

[16:37] Diese Aussage weist uns darauf hin, was ich vorhin in der Einleitung schon versucht habe zu erklären. Das alte Testament, es hatte seinen Sinn, es hatte seinen Zweck und der Zweck war, dass es gerade auf Christus hin leute, dass es erklärte, dass es das Volk vorbereitete, was es heißt, Sünden zu tun, das Blut vergießen da sein muss, damit Sünde bedeckt werden kann und damit die Juden vorbereitet waren auf das Kommen des wahren Erlösers, des wahren Lamm Gottes.

[17:16] Das alte Testament, es war ein Schatten, es war ein Bild des Eigentlichen. Die Sonne kann den Schatten eines Menschen auf den Boden zeichen oder die Silhouette eines Hauses auf den Boden zeichen.

[17:34] Was ist aber das Eigentliche? Der Schatten hat kein Leben, da pulsiert nichts, da ist nichts, was lebt. Und genauso wenig kannst du im Schatten von einem Haus wirklich Geborgenheit, Schutz und Freude verspüren, sondern nur im Eigentlichen, im Haus.

[17:53] Aber die Hebräer, sie standen in der Gefahr, in einem Schatten wohnen zu wollen, und sie betraten nicht wirklich das Haus, das Eigentliche.

[18:04] Es war ungefähr so, wie Christus den Pharisäern einmal sagen musste, ihr erforscht die Schriften, aber sie, genau die sind es, die von mir sprechen. Das Alte Testament ist voll von Hinweisen auf den Messias.

[18:18] Es erklärt uns, dass da einer kommt, der das Gesetz erfüllen wird. Und genauso war es eben mit diesen alttestamentlichen Opfern.

[18:29] Sie hatten ihren Zweck, sie waren von Gott eingeführt worden und gewollt, aber sie dienten eben diesem eigentlichen, diesem höheren Zweck. Und schon nur aus diesem Grund ist das Opfer von unserem Herrn Jesus Christus weit größer.

[18:46] Es ist weit überlegen, weil es ist das Original. Es ist das Eigentliche, wovon das Alte Testament vorschattend ein Abbild war.

[18:58] Diesen Gedanken sehen wir auch noch einmal in Vers 9. Da schreibt er das noch einmal auf, wenn es dort heißt, somit hebt er das Erste auf, um das Zweite einzusetzen.

[19:12] Wir sehen also auch, das Erste, es war zeitlich begrenzt und mit dem Kommen des Messias, mit dem Kommen des Erlösers, Jesus Christus, wurde das Erste aufgehoben, zur Seite gestellt und was Neues kam.

[19:26] Wir werden dann im weiteren Verlauf sehen, dass es nicht nur etwas Neues war, sondern auch etwas, das eben weitaus besser war. Aber auch hier haben wir, es war eigentlich abgeschlossen und die Hebräer, sie standen in Gefahr, zu etwas zurückzukehren, was nicht mehr stand, wie ich gesagt habe, wenn ihr hier in zwei, drei, vier Wochen zurückkommt, wird hier nichts mehr stehen.

[19:52] Und diese Gefahr, die bestand und sie halten an etwas fest, was nur ein Abbild war. Wir haben eine Zeit lang in Asien gelebt und das ist sehr bekannt für Kopien.

[20:07] Es gibt in Bangkok Shopping Centers, da gibt es nur Kopien. Es gibt Shopping Centers, das sind nur Apple Kopien. Ein wahrer Apple Nutzer, der wird erkennen, dass das nicht ein originales iPhone ist.

[20:20] Es sind recht gut angefertigte Kopien, aber es sind eben nicht die Originale. Und jemand, der die originale Technik Kopie, mit diesem Abbild zufrieden geben.

[20:38] In Bezug auf das Thema, was wir heute morgen vor uns haben, ist es auch unmöglich. Wir werden sehen, das Opfer von Jesu Christi ist das Opfer, welches uns erst in den Stand der Kinder Gottes hinein versetzen kann, weil es das einzige Opfer ist, welches die Sünde wirklich bleibend hinweg nehmen kann.

[21:00] Wir schauen uns einen zweiten Grund an, weshalb dieses Opfer so wunderbar ist, weshalb es so herrlich ist, weshalb es unser Leben wirklich mit Dankbarkeit erfüllen sollte.

[21:13] Und das ist der Grund, dass das Opfer von Jesus ein einmaliges Opfer ist. Und hier haben wir wieder diesen Gegensatz auf der einen Seite die Opfer des Alten Testaments immer wiederkehren, wie wir gleich sehen werden, und auf der anderen Seite das Opfer von Jesu einmalig und abgeschlossen.

[21:33] Schauen wir noch einmal rein in Vers 1, da heisst es am Ende, auf diese Schattenbilder, so kann es auch mit den gleichen alljährlichen Opfern, die man immer wieder darbringt, die Hinzutretenden niemals zur Vollendung bringen.

[21:53] Alljährlich, das Zeug davon, immer wieder, Opfer darbringt, die man immer wieder darbringt. Noch einmal unterstrichen. Es gibt dann einen Hinweis in Vers 2, wo es heisst, hätte man sonst nicht aufgehört, Opfer darzubringen.

[22:07] Hier heisst es eben, man hat nicht aufgehört, sie werden immer wieder geopfert. Vers 3 wiederum, alle Jahre, alle Jahre wieder die Opfer. Und auch in Vers 11 heisst es, und bringt oftmals dieselben Opfer dar.

[22:27] Zum einen haben wir die Opfer, die immer und immer wieder beständig geopfert wurden. Ihr findet das ausführlich im dritten Buch Mose, wo die ganzen Opfer aufgelistet werden, was, zu welchem Zweck und wie oft.

[22:43] Aber hier in diesem Text spricht er von einem ganz speziellen Opfer, nämlich dieses sogenannte alljährliche Opfer am grossen Versöhnungstag, wenn er hier darauf Bezug nimmt.

[22:54] In Vers 3, wenn er von alle Jahre spricht, und hier in Vers 1, so kann es auch mit den gleichen alljährlichen Opfern, das ist etwas ganz Bestimmtes. Das war dieses eine spezielle Opfer, dieser eine spezielle Tag, an dem der hohe Priester, nachdem er geopfert hat, für eine eigenen Sünden sich gereinigt hat, reingehen durfte, ins Allerheiligste des Tempels, und dort das Blut auf den Sühnedeckel der Bundeslade gesprengt hat.

[23:26] Aber auch hier, alle Jahre wieder, musste dieses Opfer am grossen Versöhnungstag, diesem sogenannten Jom Kippur, stattfinden.

[23:37] Immer und immer wieder. Was heisst es aber in Bezug auf das Opfer von Jesus Christus, wenn wir es in die andere Seite der Waagschale legen, so finden wir in Vers 10, aufgrund dieses Willens sind wir geheiligt durch die Opferung des Leibes Jesu Christi und zwar ein für alle Mal.

[24:02] Ein Opfer für immer. Das war's. Vers Elssich, ich habe darauf hingewiesen und bringt oftmals dieselben Opfer dar. Vers 12 dann wieder den Gegensatz.

[24:16] Er aber hat sich, nachdem er ein einziges Opfer für Sünden dargebracht hat. Und schlussendlich auch im Vers 14 denn mit einem einzigen Opfer.

[24:31] Ungefähr 1600 Jahre dauerte das sogenannte levitische Gottesdienst System, in dem geopfert wurde. Es gab mal einen Unterbruch während des Exils, aber über einen sehr langen Zeitraum von ungefähr 1600 Jahren wurde hier alljährlich geopfert.

[24:52] Und dann kommt einer, der stirbt einmal als Opfer und es ist ein für allemal erledigt. Das ist ein weiterer Grund, weshalb das Opfer von Jesus eben das Wahre, das Richtige, das Einzige ist, weil es musste nur einmal dargebracht werden.

[25:13] Was es bedeutet, werden wir dann auch noch weiter unten sehen, wenn die weiteren Gründe kommen, die die Herrlichkeit dieses Opfers von Jesus unterstreichen werden.

[25:28] Auch heute noch ist der Jom Kippur der wichtigste, der heiligste Feiertag im Leben eines gottesfürchtigen Juden. Es wird zwar nicht mehr geopfert, weil sie keinen Tempel zur Verfügung haben, aber auch sie gedenken noch heute an diesen wichtigen Tag.

[25:46] Aber sie lesen Hebräer 10 nicht und sehen nicht, dass es ein einziges Opfer gab, welches vollendet hat, welches vollkommen gemacht hat, wie wir noch miteinander anschauen werden.

[25:59] Ich möchte dir heute Morgen wirklich neu aufzeigen, wie herrlich, wie wunderbar dieses Opfer von Jesus Christus ist und wie dankbar und froh du auch sein darfst, dass du nicht nach Jerusalem pilgern musst, dass du nicht für deine Sünden mit einem Lamm immer wieder Sühnung erwirken musst.

[26:21] Und damit das vielleicht auch ein bisschen bleibt, wollen wir dem noch ein bisschen Blut hinzufügen. Stell dir mal vor, wie viele tausende Tiere in dieser ganzen Periode von diesen 1600 Jahren geopfert wurden.

[26:34] Wir lesen beispielsweise bei der Einweihung des Tempels, da hat der Salomon 22.000 Rinder und 120.000 Schafe opfern lassen.

[26:47] Gehen wir jetzt einfach nur davon aus, dass in diesen 1600 Jahren, dass da immer jeweils nur ein Rind pro Tag gestorben wäre. In Summe ist es ja weitaus mehr, aber wir müssen ja irgendwie eine Zahl in den Raum stellen.

[27:03] Wenn wir diese 1600 Jahre nehmen würden, an dem jeden Tag ein Rind geschlachtet wurde, so könnten wir mit dem Blut dieser Rinder 146.000 Badewannen mit Blut füllen.

[27:18] Ich weiß, das ist nicht sehr appetitlich, aber das war es auch nicht. Wir müssen verstehen, um unsere Sünden zu Sünden zu kommen, da reichte nicht ein bisschen Weihrauch, da genügte nicht ein Gebet, da war nicht ein Gott, der den Schwamm nahm und sagte, es ist okay, es brauchte Blut und deshalb dieses ganze alttestamentliche Opfelsystem, damit die Menschen verstanden, es ist eine Katastrophe, wenn wir sündigen, es gibt keinen Ausweg, es sei denn, es wird eine Strafe bezahlt und da muss ein Leben gelassen werden.

[27:52] Und sie mussten darauf vorbereitet werden, auf das, was in 1. Petrus 1, 20 geschrieben steht, dass vor Grundlegung der Welt ein Lamm, ein wahres Lamm ausgewählt wurde, um für die Sünder zu sterben.

[28:09] Wir können wirklich dankbar sein über dieses einmalige, vollkommene Opfer von Jesus Christ und ich glaube, wenn wir diesmal so ein bisschen gegenüberstellen, sehen wir, was für ein Wert dieses Opfer des Sohnes Gottes in Wirklichkeit hat.

[28:29] Als wären es nicht genug Bewerkgründe, das Opfer von Jesus ist das Wahre, das Richtige und es ist ein einmaliges Opfer, der Schreiber erfährt weiter und er schreibt auch, was für eine Kraft dieses Opfer eigentlich hat.

[28:46] Es hat die Kraft vollkommen zu machen und das ist der dritte Grund, das Opfer von Jesus, es ist vollkommen, deshalb wurde es nur einmal dargebracht und es kann vollkommen machen. Und auch hier schauen wir noch einmal rein in Vers 1 in Bezug auf die alttestamentlichen Opfer, heisst es hier nämlich, sie wurden immer wieder dargebracht und die hinzutreten, sie konnten niemals zur Vollendung kommen, niemals.

[29:18] mit Vollendung, wie es hier in Schlachter und Zürcher übersetzt wird, Elberfelder und Luther sprechen von vollkommen, Menge übersetzt hier ans Ziel bringen.

[29:31] Hiermit ist eben genau das gemeint, etwas, das uns ans Ziel bringt, es ist abgeschlossen. Das griechische Wort hier drückt eigentlich Perfektion aus. Es zeigt eben, diese Opfer, sie waren nicht perfekt, deshalb konnten sie nicht perfekt machen.

[29:47] Und deshalb, wie es der Schreiber des Hebräerbriefs auch ausführt, dieser hohe Priester der Tat und Not, es war dieser hohe Priester, den wir wirklich brauchten, weil sein Opfer, welches er mit seinem Leib dargebracht hat, ist das einzige Opfer, welches zur Vollendung bringen kann, welches ans Ziel führt, welches unperfekte Menschen perfekt machen kann.

[30:15] Ja, in Bezug auf die Opfer des Alten Testaments sehen wir, das war nicht der Fall. In Bezug auf das Opfer von Jesus heißt es aber im Vers 12, er aber hat sich, nachdem er ein einziges Opfer für Sünden dargebracht hat, das für immer gilt, und dann in Vers 14, denn mit diesem einzigen Opfer hat er für immer vollendet oder eben ans Ziel gebracht, welche geheiligt werden.

[30:49] Und das ist auch so ein wichtiger Gedanke, den möchten wir kurz miteinander anschauen. Wir sehen hier auf der einen Seite das Opfer von Jesus Christus, in seinem Blut ist die Kraft, dass wir eben geheiligt wurden, dass wir gerecht gesprochen wurden, dass wir in Gottes Augen perfekt sind, obwohl wir sündisch sind, weil Gott, wenn er uns ansieht, nicht uns sieht, sondern eben Christus in uns.

[31:15] Als Christus am Kreuz hing, sah er nicht seinen vollkommenen Sohn, sondern er sah dich als Sünder dort hängen und er ist mit seinem Sohn so widerfahren, als würdest du dort hängen. Ihr kennt dieses wunderbare Lied, sein Kleid für meins, das drückt diese Botschaft so wunderbar aus.

[31:36] Als ob ich es war, hat er Gott dort am Kreuz bestraft. Und wenn wir zu ihm im Himmel kommen, werden wir begrüsst, als begrüsste er seinen Sohn. Und genau das ist die Tatsache.

[31:46] Es hat zur Vollendung gebracht. Aber es heisst ein weiterer wichtiger Punkt. Und das ist genau das, worauf ich heute morgen hinaus möchte.

[31:59] Dieses Opfer, es soll uns nicht in eine Situation führen, wo wir hinsetzen und denken, wir sind gerettet, uns kann nichts passieren, sondern es soll uns zu einem geheiligten Leben anspornen.

[32:13] Und wir dürfen nicht verpassen, Heiligung heisst nicht nur nehmen, auf die Seite stellen, trennen von Sünde, wie die Geräte im Alten Testament, sondern die wurden ja für etwas gebraucht.

[32:25] Die wurden nicht in einen Schrank gestellt und dort eingeschlossen. Die wurden aktiv gebraucht. Heiligung hat etwas Passives, man ist weggenommen, getrennt von der Sünde, aber da ist auch ein aktiver Charakter dabei.

[32:38] Wir sollen Gott leben mit unseren Leiben. Und das ist ja genau der Punkt, weshalb immer, wenn die Schreiber in der Bibel uns das Evangelium die Erlösung groß machen in ihren Briefen.

[32:48] Sie kommen an einen Punkt, wo es heißt, deshalb lasst uns unsere Leiber hingeben, deshalb lasst uns ablegen, deshalb lasst uns so leben. Römer 1 bis 11 und Kapitel 12 kommt die Anwendung dessen, wenn wir eben errettet wurden.

[33:05] Epheser ab Kapitel 4 und so ist es auch im Hebräer Brief ab Vers Freimütigkeit haben zum Eingang in das Heiligtum und so weiter und die weiteren Versionen und Kapitel werden noch mal richtig praktisch, wo es um das Leben im Glauben geht.

[33:25] Und deshalb schauen wir uns dieses Thema an. Das Opfer von Jesus Christus, es ist so großartig, es hat uns nicht nur vollkommen gemacht, sondern es befähigt uns auch, es heiligt uns fortlaufend, damit wir zu seiner Ehre, zu seiner Herrlichkeit leben können.

[33:44] Und das konnten die alttestamentlichen Opfer nicht. Es gibt auch einen vierten Grund, weshalb dieses Opfer so weitaus überlegen ist.

[33:57] Und das ist der Grund, dass das Opfer von Jesus Sünden vergessen lässt. Sie sind weg, sie sind von uns genommen, sie werden nicht wiederum hervorgeholt.

[34:13] Zunächst einmal die Sünden in Bezug auf das alttestamentliche Opfer. Und da möchte ich euch einladen, eine kleine Zeitreise mit mir zu machen. Wir gehen 2000 Jahre zurück, wir gehen ins Land Palästina, wir wären in Gedanken irgendwie eine Familie aus einem Dorf im Norden von Israel, sagen wir in der Gegend des Genezarets, das ist uns ein bisschen bekannt und wie alle gottesfürchtigen Juden gehen wir dreimal im Jahr nach Jerusalem.

[34:42] Ja, Gott hat gesagt im Alten Testament, alles Männliche soll dreimal im Jahr vor mir erscheinen zu diesen Festen. Und wir machen uns auf, pilgern nach Jerusalem zu diesem großen Versöhnungstag, der hier beschrieben ist.

[34:58] Und auf dem Weg dorthin haben wir all die Erinnerungen. Im letzten Jahr haben wir bei diesem Feigenbaum Halt gemacht, bei diesem Brunnen haben wir unser Packesel getränkt, wir kommen Jahr für Jahr wieder in das volle Jerusalem, in die überlasteten Gässchen und Seitenstraßen und versuchen irgendwie einen Platz auf dem Vorhof des Tempels zu ergattern, um was zu sehen.

[35:22] Und dabei führt unsere Erinnerung immer wieder all die Jahre zurück und wir fragen uns, weshalb sind wir schon wieder hier? Ja, wegen unseren Sünden und wir werden auch nächstes Jahr wieder hier sein und wir werden auch übernächstes Jahr wieder hier sein.

[35:37] Immer wieder geschah hier eine Erinnerung an die Sünden. Das lesen wir in Vers 3. Stattdessen geschieht durch diese Opfer alle Jahre eine Erinnerung an die Sünden.

[35:50] Jedes Jahr, wenn die Pilger nach Jerusalem kamen, um an diesem Festtag teilzunehmen, sie wurden an ihre Sünden erinnert. Das ist nicht sehr hilfreich in der Seelsorge.

[36:05] Wechsel mir die Perspektive. Stell dir vor, du bist der Hohepriester, du tust den Dienst, du hast dich gereinigt, du hast dich gebadet, das Opfer vollbracht und jetzt gehst du rein in das Allerheiligste und du sprengst das Blut auf den Deckel der Bundeslade und was siehst du dort?

[36:23] Ich nehme mal an, er nimmt eine Fackel mit, damit er überhaupt was sieht, aber dann sieht er nicht den goldenen Deckel der Bundeslade, wie er mal beschaffen war, sondern er sieht, dass es alles so von rot- und rostfarbenen Flecken überzogen, vom Blut all der Jahre zuvor und er erinnert ihn an die Sünde und er sprengt das Blut auf diesen Sühnedeckel und er weiss, wenn ich noch lebe und nächstes Jahr im Dienst bin, werde ich wiederkommen und wieder und wieder und immer wies er diese qualvolle Erinnerung an mein Versagen, ich reiche nicht, ich habe nur die Möglichkeit, einmal im Jahr in dieses Heiligtum rein, vor Gott zu treten, aber in Bezug auf das Opfer von Jesus Christus lesen wir am Ende von Vers 17, wie Gott damit umgeht, an ihre Sünden und ihre Gesetzlosigkeiten will ich nicht mehr gedenken und aufgrund dessen dürfen auch wir unsere Sünden liegen lassen am Kreuz, wir dürfen weitergehen und wir haben in dem

[37:36] Opfer von Christus eine Kraft, die uns eben auch in der Schellsorge weiterhilft, Christus sieht nicht mehr den Sünder in dir, Gott sieht nicht mehr den Sünder in dir, sondern er sieht seinen Sohn, er sieht dieses vollkommene Opfer und wir lesen auch im Hebräerbrief und in anderen Stellen, wie Römer 8, dass sich Christus nun als hoher Priester für uns verwendet, weil da ist einer, der will das Gelöschte auf der Festplatte immer wieder vorholen, der ist geschickt darin und das ist der Teufel, er verklagt uns und er hat Erfolg bei den Gläubigen des Alten Testaments, wir lesen hier diese Erinnerung an die Sünden, sie war beständig da, weil da war kein vollkommenes Opfer, aber wir haben diese Freimütigkeit wir haben dieses Opfer, welches Sünden wegnehmen kann und das ist der nächste Punkt, das Opfer von Jesus Christus, es vergibt Sünden wirklich und zwar in der Form, dass sie von uns gelöst sind, es heisst in Vers 4, denn unmöglich kann das Blut von Stieren und Böcken

[38:41] Sünden hinwegnehmen, es heisst in Vers 11, auf diese immer wiederkehrenden Opfer, die doch niemals Sünden hinwegnehmen können.

[38:56] Vielleicht entgegnest du jetzt mit 3. Mose 4 und sagst, es heisst dort aber, dass die Sünden vergeben werden, es heisst ja nicht, sie werden nur ein bisschen zugelegt, sondern es gibt Vergebung der Sünden.

[39:08] Aber weshalb war das möglich? Ich habe die Stelle zitiert, weil vorgrundlegend vor Welt ein Lamm auserwählt wurde, das zur bestimmten Zeit für Sünder sterben wird.

[39:22] Wer wurde gerecht gesprochen im Alten Testament? Wenn jemand tat, was Gott sagte, wenn jemand glaubte an Gottes Wort, an Abraham, er zog aus, aus seinem Land.

[39:36] Wenn wir lesen, was uns in Mose aufgeschrieben ist in Bezug auf diese Schlangen, die das Volk gebissen hatten, die Kraft, die war nicht in dieser Bronze Schlange, aber es wurde der geheilt, welcher im Glauben das tat, was Gott gesagt hatte, weil Gott hat gesagt, wenn ihr auf diese Schlange schaut, werdet ihr gerettet werden.

[39:57] Und das ist Glauben, gehorchen und tun, was Gott sagt. Und im Hinblick auf das vollkommene Opfer von Jesus Christus, welches vorgrundlegender Welt, vor der ersten Sünde in der Welt feststand, konnte auch im Alten Testament Sünden vergeben werden.

[40:12] Aber mit dem Licht des Neuen Testaments sehen wir, dass die Kraft niemals in einem Bock oder in einem Lamm war, sondern im Blut Christi. Was für eine wunderbare Tatsache, dass es in Vers 18 heisst, wo aber Vergebung für diese da ist, ist kein Opfer mehr nötig für Sünde.

[40:36] Wirkliche Vergebung. Und wenn es hier heisst, die Sünde hinwegnehmen, dass diese alttestamentlichen Opfer das eben nicht konnten, dann ist hier gemeint, das völlige Loslösen und Trennen.

[40:48] Es ist das Bild eines großen Ankers von einem Schiff und dieses Schiff wurde von diesem Anker getrennt. Es fährt hinaus ins Weite Meer. Es ist eben getrennt und das konnten diese Opfer im Alten Testament nicht.

[41:02] Wir haben es ja gelesen, eine Erinnerung an die Sünden immer und immer wieder. wie wunderbar ist das Opfer von unserem Herrn Jesus Christus.

[41:22] Gehen wir noch mal zu dem Bild zurück. Der hohe Priester im Allerheiligsten und er sprengt das Blut auf den Deckel der Bundeslade. Was war in dieser Bundeslade drin?

[41:34] Da waren die Gesetzestafeln, die dich anklagten. Du reichst nicht vor Gott. Du bist ein Sünder. Du kannst nicht mit Gott in Verbindung kommen. Und deshalb wurde auf diesem Deckel immer dieses Blut gesprengt.

[41:49] Und es gab ein Opfer, durch das wir vor Gott genügen. Wir sind heilig. Wir sind vollkommen. da ist nichts mehr, was uns anklagt.

[42:00] Wir sind in Christus. Gott sieht uns in Christus. Und deshalb ist auch das Heil eines wiedergeborenen Gläubigen auf ewig sicher. Es ist so wichtig, dass wir das verstehen, dass nur dieses eine Opfer von Jesus Christus uns wirklich in die Ewigkeit bringen kann.

[42:23] Denn es gab auch eine zweite Gruppe bei den Hebräern. Die sind nicht wirklich durchgedrungen. Die waren zwar äußerlich dabei. Wir lesen von denen Kapitel 6 und Kapitel 10. Sie haben das geschmeckt. Sie hatten es im Mund.

[42:34] Sie waren so nahe dran. Aber sie sind nicht wirklich durchgedrungen. Sie sind zurückgekehrt. Sie sind vom Glauben abgefallen. Und in Bezug auf diese Person muss der Schreiber sagen, Christus, er wurde gekreuzigt.

[42:47] Es gibt keine Alternative. Sie können nicht erneuert werden. Es gibt keine Möglichkeit zur Umkehr. Sie konnten noch ein paar Jahre weiter opfern. Wahrscheinlich war der Tempel zu diesem Zeitpunkt noch nicht zerstört.

[43:00] Aber es nützt ihnen nichts, wenn sie das wahre Opferlam, wenn sie Christus verschmähen, dann treten sie sein Opfer mit Füßen und sie werden ewige Strafe leiden. Und deshalb ist auch die Warnung an uns in der Gemeinde so wichtig, wenn du nur hier sitzt, wenn du nur schmeckst, wenn du es nur im Mund hast und kostest und siehst und hörst von deinen Geschwistern, was sie im Glauben erleben und welche Hoffnung sie haben.

[43:23] Aber du bist nur da, aber bist nicht wirklich durchgegangen. Christus selbst sagt, ihr müsst den Sohn Gottes essen, ihr müsst ihn aufnehmen. Es reicht nicht, wenn du ihn in deinem Gaumen spürst.

[43:36] du musst ihn aufnehmen. Du musst ihm dein Leben übergeben. Von Seite von Christus wurde alles vollbracht. Das ist dieses Opfer, welches heute Morgen in unserer Mitte steht.

[43:50] Aber wie im Alten Testament die Opfer, sie mussten mit Glauben verbunden werden. Sie mussten hingehen, sie mussten dieser Opfer vollbringen, sie mussten das Tier schlachten lassen, sie mussten Sündung für ihre Sünden erwirken lassen.

[44:03] Und so musst auch du im Glauben darauf antworten. Es bringt nichts über die Frage zu spekulieren und zu diskutieren.

[44:15] Ja, für wen ist Christus gestorben? Christus ist für dich gestorben, wenn du errettet bist. Ansonsten nützt es dir nichts. Du musst im Glauben darauf antworten und dann hat dieses Opfer auch dich vollkommen gemacht und wird dich fortwährend heiligen.

[44:30] Lasst uns den letzten Grund der Argumentation noch anschauen, weshalb das Opfer von Jesus das Herrliche ist, welches unser Leben verändert hat und weiter verändern soll.

[44:44] Und das ist ein weiter hilfreicher Aspekt auch in der Seelsorgung. Das Opfer von Jesus bringt es zur Ruhe und das hat zwei Seiten. Zum einen bringt es den hohen Priestern selbst zur Ruhe.

[44:58] Zum anderen diejenigen, die durch dieses Opfer gereinigt wurden. Der Priesterdienst im Alten Testament, das war, ich glaube, ein Knochenjob.

[45:08] Die mussten wirklich hart zupacken und immer und immer wieder. Und das heisst hier in Vers 11, und der Priester steht da und verrichtet täglich den Gottesdienst. Im Allerheiligsten gab es keinen Stuhl.

[45:24] Neben dem Altar war kein Stuhl. Die Priester, sie stehen, sie dienen, sie machen. Aber dann kam einmal ein hoher Priester und der hat sich gesetzt. Das erste Mal, dass sich ein hoher Priester setzen konnte, nachdem das Opfer vollbracht wurde, da heisst es in Vers 12, er aber hat sich, nachdem er ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht hat, das eben für immer gilt, zu Rechten Gottes gesetzt.

[45:48] Weshalb? Es gab nichts mehr zu tun. Das Opfer war vollbracht und fortwärend verwendet er sich nun, indem er für uns fürbitte tut, dass unser Glaube nicht aufhört. Er hat den Geist gesendet, damit wir befähigt zu Gottes Ehre leben können.

[46:04] Aber er konnte sich setzen, weil das Opfer vollbracht wurde. Und er wartet hinfort, bis alles vollendet ist, wie wir es dann weiterlesend auch dieses Zitat vor uns haben.

[46:22] Christus, er konnte sich zur Ruhe setzen und das ist einfach das Zeichen. Wir sehen es auch in einem Berichte der Himmelfahrt. Christus fuhr den Himmel auf und setzte sich zur Rechten Gottes.

[46:33] Und diese Ruhe, die gilt auch für uns. In diesem Opfer können auch wir zur Ruhe gebracht werden. Und das ist eine große Hilfe für uns.

[46:45] Das ist so ein wunderbarer Trost, dass wir wissen, es sind keine weiteren Leibesübungen von meiner Seite her nötig, sondern alles, was ich jetzt tun und machen kann, darf ich in der Kraft des Geistes tun, der mir geschenkt wurde, weil das Opfer eben vollbracht ist.

[47:06] Ich hoffe, und es ist auch mein Gebet, dass diese sechs Gründe, diese sechs Gegenüberstellungen in Bezug auf die beiden Opfer, dass die uns heute Morgen neu dankbar machen, neu in die Anbetung bringen und vor allem neu motivieren und befähigen, ein Leben ganz praktisch zu seiner Verherrlichung und zu seiner Ehre zu führen, weil wir dankbar sind, weil wir ein bisschen mehr davon verstanden haben, wie exklusiv, wie wunderbar, wie unübertroffen dieses Opfer von unserem großen Herrn Jesus Christus ist, weil sein Opfer das Wahre, das Richtige ist, weil sein Opfer ein Einmaliges ist, weil sein Opfer dasjenige ist, welches perfekt macht, welches ans Ziel bringt, weil sein Opfer Sünden vergessen lässt, weil wir nicht mehr verzagen müssen an unserem

[48:08] Versagen vor einem halben Jahr, weil eine wirkliche Trennung zwischen uns und der Sünde stattgefunden hat und wir daraus auch die Hoffnung haben, dass wir nicht mehr sündigen müssen, weil dieses Band wurde eben gelöst, wir können nun in Christus leben, wir müssen, wir sind nicht mehr Knechte der Sünde, sondern wir sind Knechte Christi geworden und darin dieser letzte Punkt, das Opfer Jesu, es bringt uns wirklich zur Ruhe, weil sich unser hoher Priester eben auch gesetzt hat und ich glaube, das ist wirklich ein Grund zum Beten und wir möchten jetzt auch Gott danken für dieses wunderbare Opfer, welches uns in Christus geschenkt wurde.

[49:03] Lieber Herr Jesus Christus, wir haben heute Morgen neu gesehen, wie wunderbar dein Erlösungswerk ist, wie vollkommen, wie unvergleichlich dein Opfer ist.

[49:15] Wir haben aber auch neu erkannt, dass Blutvergießen notwendig ist, weil wir Sünder sind, weil wir nicht deinen Massstäben entsprechen. Und wir danken dir, dass du in die Welt gekommen bist, dass du kamst, um für meine Sünden zu sterben.

[49:31] Danke, dass du dein Blut vergossen hast und dass dein Blut reicht, um alle hier in diesem Raum zu retten. Wir bitten dich, wenn jemand da ist, der das noch nicht verstanden hat, der an diesem Opfer bislang achtlos vorbeigegangen ist.

[49:45] Wirke du durch deinen Geist, dass er versteht, dass in dir allein Heil ist und dass du wirklich Sünden vergeben kannst, dass dein Opfer zur Vollendung bringt.

[49:56] Und bitte, Herr, gib auch, dass wir neu aus Dankbarkeit dir in Heiligung leben wollen. Wie wir es gelesen haben, es macht nicht nur vollkommen dem Stande nach, sondern es heiligt uns fortwährend, es befähigt uns, zu deiner Ehre, zu deiner Verherrlichung zu leben.

[50:14] Und schenk, Herr, dass wir uns immer wieder neu mit diesem Opfer, mit deiner Person beschäftigen, damit wir daraus Kraft und Freude empfangen, aus Dankbarkeit dir gegenüber so zu leben, wie es dich ehrt.

[50:28] Und danke dir dürfen wir für alles bitten, auch in dieser Zeit, ob groß oder klein. Wir dürfen dich, obwohl wir nicht mehr Opfern für Brandschutztüren bitten und möchten dich wirklich bitten, dass du auch schenkst, dass hier alles nach dem Zeitplan auch vollendet werden kann, damit auch dann die Gemeinde in den neuen Räumlichkeiten zusammenkommen kann.

[50:51] Wir danken dich auch besonders für das, was du hier getan hast, in diesen acht Jahren, für das Wachstum in der Gemeinde, für den Segen, für alle, die zum Glauben kommen durften, für die, die zugerüstet werden durften und wir bitten dich für deinen Segen, für die Zukunft in den neuen Räumlichkeiten, dass du schenkst, dass die Gemeinde hier im Ort weiter Salz und Licht sein darf und ein Zeugnis sein darf für deinen Namen und danke, dass du auch hier weiterhin Grosses tun wirst.

[51:20] Amen.