[0:00] Lasst mich zu Beginn beten. Treuer himmlischer Vater, wir haben gesungen, Vater, ich will dich preisen, denn dein Wort ist wunderbar. Oh ja, wir wollen dich preisen an diesem Sonntagmorgen.
[0:14] Dein Wort ist wunderbar. Dein Wort ist vollkommen, Herr. Ich bitte dich, dass du uns durch 1. Samuel 13, dass du uns belehrst, dass du uns überführst, dass du uns zurechtweist, dass du uns erziehst in der Gerechtigkeit.
[0:29] An diesem Sonntagmorgen. Amen. Weisst du, was der Prix Courage ist? Der Prix Courage ist ein Preis, welcher vom Beobachter, ein Magazin, seit 1997 verliehen wird.
[0:45] Es ist ein Ehrenpreis, es ist ein Preis, der eigentlich für außerordentliche, für mutige Taten verliehen wird. Doch was ist Mut überhaupt? Denkst du, du bist ein mutiger Mensch?
[0:59] Vielleicht mutiger als deine Nächsten? Wir Menschen definieren den Mut alle ein bisschen anders. Ich weiss nicht, ob ich allen diesen Ehrenpreis verleihen würde, die diesen Preis schon gekriegt hätten.
[1:12] Für einige ist ein Sprung ab dem 5-Meter-Sprungbrett schon mutig. Für viele ist Fallschirmspringen mutig. Menschen im Krieg benötigen viel Mut. Sich bei jemandem entschuldigen kostet vielleicht Mut.
[1:28] Und wie sieht es auf geistlicher Ebene mit deinem Mut aus? Wie einfach fällt es dir, den Menschen in deinem Umfeld von Jesus zu erzählen? Wie einfach fällt es dir, in deinem Leben einfach mal Gott zu vertrauen?
[1:41] Wie einfach fällt es dir, dein Leben völlig in die Hände unseres Herrn zu legen? Und genau darum geht es in unserem heutigen Abschnitt in 1. Samuel 13.
[1:53] Ich möchte dir heute zeigen, damit du ein Mann, eine Frau nach dem Herzen Gottes sein kannst, musst du dein Leben völlig in seine Hände legen.
[2:04] So habe ich meine Predigt mit dem folgenden Titel überschrieben. Mach die Rechnung nicht ohne Gott. Mach die Rechnung nicht ohne Gott.
[2:16] Und anhand von drei Punkten für dein Leben wollen wir zusammen unsere Geschichte ein bisschen genauer betrachten. Der erste Punkt. Lass nicht zu, dass man dir den Mut raubt.
[2:29] Und zweitens. Lass nicht zu, dass man dir den Glauben raubt. Und drittens. Lass nicht zu, dass man dir die Waffen raubt.
[2:41] Und so kommen wir zu unserem ersten Punkt. Lass nicht zu, dass man dir den Mut raubt. Stefan hat aus der Schlachter gelesen, denke ich.
[2:53] Dort steht in der Einleitung, dass Saul ein Jahr König war. In der Elberfelsen lesen wir, Saul war pünktlich, pünktlich, pünktlich Jahre alt, als er König wurde. Habt ihr wahrscheinlich gemerkt, die, die Elberfelder haben.
[3:07] Die eigentlichen Zahlen sind im hebräischen Text leider nicht mehr erhalten geblieben. Wörtlich von dem, was erhalten blieb, würde der Text heissen, Saul war ein Jahr alt, als er König wurde.
[3:19] Und so sind sich die Ausleger nicht ganz einig, welche Zahl hier wirklich stehen sollte. Einige sind der Ansicht, dass hier eigentlich 31 Jahre stehen sollte, während andere dem König ein höheres Alter als erst 31 Jahre zuteilen, da Jonathan ja schon mehr oder weniger erwachsen gewesen sein muss.
[3:37] Also aus Apostelgesicht der 13, Vers 21 können wir schliessen, dass Saul 40 Jahre lang schlussendlich König war. Saul muss also zu unserem Zeitpunkt hier noch ein relativ junger König gewesen sein, anders als zum Beispiel König Charles in England.
[3:51] Jedenfalls haben wir gelesen, wie Saul nach zwei Jahren seiner Herrschaft begann, eine kleine Armee von 3000 Männern zusammenzustellen und diese an zwei Orden stationierte.
[4:05] Tausend dieser Soldaten übergibt Saul Jonathan. Interessant dabei, wir lesen hier noch nichts davon, dass Jonathan sein Sohn war. Das kommt dann später. Was Jonathan für einen Charakter besaß und wie seine Beziehung zu Gott war, werden wir dann im Kapitel 14 und somit in der nächsten Predigt aus 1. Samuel hören.
[4:24] Was wir aber aus Vers 3 in unserem Kapitel schon herauslesen können, ist, dass Jonathan ein mutiger Mann gewesen sein muss. Er ergreift die Initiative und räumt einfach mal eine Aufstellung der Philister aus dem Weg.
[4:38] Diese Aufstellung der Philister war in Geba und somit etwa 8 Kilometer von Jerusalem entfernt. Und wir lesen dann ganz trocken und die Philister hörten es.
[4:51] Ganz bestimmt würden die Philister dies nicht so einfach auf sich sitzen lassen. Das weiss auch Saul. Saul ist sich ganz bewusst, dass die Reaktion der Philister allenfalls sehr heftig ausfallen könnte.
[5:03] Wie wird Saul reagieren? Wir lesen hier überhaupt nichts davon, dass Saul beten würde. Er ist schließlich der große König und hat Gott nicht nötig.
[5:17] Trotzdem weiss Saul, was an Äußerlichkeiten nun zu tun ist. In 4. Mose 10, Vers 9 lesen wir nämlich, Und wenn ihr in eurem Land in den Kampf zieht gegen den Bedränger, der euch bedrängt, dann sollt ihr mit den Tropäten das Lärmsignal geben, und es wird an euch gedacht werden vor dem Herrn, eurem Gott, und ihr werdet gerettet werden vor euren Feinden.
[5:41] Für Saul hat dies aber überhaupt nichts mit Glauben zu tun, sondern im besten Fall ist dies wieder einmal eine religiöse Äußerlichkeit. Auch entsteht hier der Eindruck, dass Saul mit seinen Posaunen zwar sein Volk für den Kampf mobilisieren will, jedoch vor allem auch den Sieg über die Aufstellung der Philister ausrufen will, welcher er sich natürlich selbst zuschreibt, statt Gott oder wenigstens seinem Sohn Jonathan.
[6:09] Saul ist Gottes Ehre egal. Er allein will gut dastehen. Auch bezeichnet Saul das Volk in diesem Vers 3 als Hebräer.
[6:20] Das ist ein bisschen befremd. Normalerweise bezeichnen die Feinde das Volk Israel als die Hebräer. Der Begriff Hebräer hat seinen Ursprung in Abraham, der ja ein Hebräer war, aber Gott war es, der dem Volk den Namen Israel gegeben hatte.
[6:35] Und Israel bedeutet nichts anderes als Kämpfer Gottes. Doch wir werden in unserem Abschnitt noch weiter sehen, der Gott Israels ist nicht Sauls Gott.
[6:47] Saul hat keine persönliche Beziehung zu Gott. Viele, viele Jahre später schrieb Paulus seinen Lesen in Korinth, als er sie von vorsündiger Lust warnen wollte, in 1. Korinther 10, Vers 12, Daher, wer zu stehen meint, sehe zu, dass er nicht falle.
[7:10] Wie oft haben wir manchmal das Gefühl, dass wir die Sache nun endlich im Griff haben und uns diese Sache nicht mehr aus der Bahn werfen kann. Wie oft vergessen wir dabei, dass wir ohne Gott einfach gar nichts zustande bringen und wieder und wieder kläglich scheitern.
[7:28] Saul fühlte sich stark. Saul fühlte sich mächtig. Auch versammelte sich nun das Volk hinter ihm her. Wir haben es gelesen. Ich denke, da werden bestimmt eine Menge starker Männer zusammengekommen sein.
[7:42] Doch die Philister, die geben sich nicht so einfach geschlagen. Im Gegenteil. Wir lesen von einem gewaltigen Heer, welcher sich in den Reihen der Philistern formierte. So viel wie der Sand am Ufer des Meeres steht in meiner Bibel.
[7:58] Jetzt steht der Feind vor der Tür. Und er ist mächtig. Er ist nicht nur mächtig, er ist fast übermächtig. Ich lese ab Vers 6.
[8:12] Als aber die Männer von Israel sahen, dass sie in Not waren, weil das Kriegsvolk bedrängt wurde, da versteckte sich das Volk in Höhlen und Tornsträuchen, in Felsen, in Gewölben und in Zisternen.
[8:25] Auch gingen Hebräer über den Jordan ins Land Gad und Gilead. Saul aber war noch in Gilgal und das ganze Volk, das ihm folgte, war voll Angst. Jetzt war sie da, die Bedrängnis.
[8:40] Jeglicher Mut, ja, jeglicher Übermut scheint wie abgefallen zu sein und eine grosse Angst machte sich unter dem Volk breit. Warum jetzt plötzlich diese grosse Angst vor dem Feind?
[8:52] Warum haben sie sich so schnell den Mut rauben lassen? Ihr Blick ist nicht mehr auf Gott gerichtet, sondern auf die Bedrängnis. Und Saul ist daran nicht unbeteiligt.
[9:03] Er ist nicht mehr imstande, das Volk zusammenzuhalten. Saul sieht sich beim Versuch wieder, eine herde Schafe vor einer gigantischen Anzahl Wölfen aufzustellen.
[9:15] Ein nahezu unmögliches Unterfangen. Wie viele Schweizer würden bei einem Krieg wirklich hinstehen und kämpfen? Oh, wenn man Menschen motivieren möchte, ihre Angst zu überwinden und hinzustehen, dann muss man vorangehen.
[9:33] Man muss ein Vorbild sein. Gerade am Männermorgen schauen wir zusammen an, welcher Charakter ein Leiter mitbringen muss, um den biblischen Anforderungen gerecht zu werden.
[9:45] Es gibt keinen perfekten Leiter. Und diesen Anspruch hat Gott auch gar nicht. Aber wenn man ein guter Leiter sein will, dann muss man mit gutem Vorbild vorangehen.
[9:56] Wie dies zum Beispiel auch Nehemiah tat. Wie wichtig ist doch eine gute geistliche Führung, gerade im Volk Gottes und in der Gemeinde. Denn wenn diese Führung fehlt, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Kinder Gottes ihren Glaubenskampf aufgeben und sich zurückziehen.
[10:17] Gerade als Leiter, und wir sind alle irgendwo Leiter, zum Beispiel in der Familie, gerade als Leiter musst du mit Entschlossenheit und Mut vorangehen, wenn du kein Saul sein willst.
[10:28] Ja, es gibt sie, diese Mutkiller. Einen dieser Mutkiller haben wir in unserem Abschnitt. Er heisst Angst. Es gibt verschiedene Ängste, die dir deinen Mut rauben können.
[10:42] Ein weiterer Mutkiller ist die Unentschlossenheit. Ich weiss nicht, was ich tun soll. Es gibt so viele Argumente dafür, so viele Argumente dagegen.
[10:55] Wie will Gott dein Lebensschiff steuern, wenn du dich nicht getraust hast, dem Hafen zu fahren? Man kann nun ein fahrendes Schiff von einem Ort hin steuern. Auch Schwarzseerei ist ein Mutkiller.
[11:09] Was ich tue, das interessiert sowieso niemanden. Es ist alles umsonst. Es lässt sich ja doch nichts an dieser Situation ändern. Die Welt ist jetzt halt einfach schlecht.
[11:21] Und ja, vielleicht ist das halt jetzt einfach mein Schicksal. Wir sehen, Mut hat mit Perspektive zu tun. Das Volk hat hier nur auf die Bedrängnis geschaut und nicht auf Gott.
[11:34] Deshalb wurde ihnen der Mut geraubt. Und wenn wir von Mut in der Bibel reden, dann kommt doch bestimmt auch der wunderbare Text aus Joshua 1 in den Sinn.
[11:46] Und so wollen wir doch kurz in diesen Abschnitt hineinschauen. Wir lesen zusammen Joshua 1, Vers 6 bis 9. Joshua 1, Vers 6 bis 9.
[12:07] Vers 6. Sei stark und mutig, denn du sollst diesem Volk das Land als Erbe austeilen, das ihnen zu geben, ich ihren Vätern geschworen habe.
[12:21] Das ist ein Auftrag, das ist ein Ziel. Sei stark und mutig, denn ich habe dir den Auftrag gegeben. Vers 7 und 8.
[12:32] Vers 8. Nur sei recht stark und mutig, dass du darauf achtest, nach dem ganzen Gesetz zu handeln, das mein Knecht Mose dir geboten hat. Weiche nicht davon ab, weder zur rechten noch zur linken, damit du überall Erfolg hast, wo immer du gehst.
[12:49] Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen und du sollst Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist.
[12:59] Denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen und dann wirst du Erfolg haben. Das ist die Ausführung, der Weg zum Ziel, das Wie.
[13:12] Sei stark und mutig, denn ich habe dich nicht im Unklaren gelassen, wie du den Auftrag ausführen sollst, denn du hast ja mein Wort. Und in Vers 9, wie wunderbar.
[13:23] Habe ich dir nicht geboten, sei stark und mutig, erschrick nicht und fürchte dich nicht, denn mit dir ist der Herr, dein Gott, wo immer du gehst.
[13:35] Wie wunderbar. Gott gibt Joshua den Auftrag. Er gibt ihm die Anleitung dazu und dann ist nicht fertig. Nein, er lässt ihm sagen, hey, du bist niemals alleine.
[13:49] Ja, Saul hoffte auch, dass er nicht alleine war. Doch er wollte keinen Auftrag von Gott und die Anleitung von Gott wollte er ebenfalls nicht beachten. Und wie sieht es bei dir und mir aus?
[14:03] Du hast deinen Auftrag, mache jünger. Du hast deine Anleitung, du hast die Bibel in deiner Hand und du hast dieselbe wunderbare Verheißung wie Joshua. Du bist nicht alleine.
[14:15] Außerdem gehst du in eine Gemeinde. Ihr wollt heute Mut tanken, dann ermutigt euch.
[14:27] Welche Verantwortung oder schwierige Situation wartet auf dich in nächster Zeit und wie können wir dich vielleicht darin unterstützen? Lass es uns wissen, lass es deinen Nächsten wissen, denn dann können wir einander helfen und füreinander einstehen.
[14:41] Wie schön, wenn der heutige Sonntag dazu dienen kann, dass wir frisch gestärkt am inneren Menschen und mit neuem Mut in die neue Woche starten können. Es gab schon manche Sonntage, da wurde ich wirklich in einem Gespräch ermutigt und ich denke, die Person weiss wahrscheinlich gar nicht, dass sie mich ermutigte und mir damit wirklich diente.
[15:04] Lass nicht zu, dass man dir den Mut raubt. Es ging mir in den letzten Minuten darum, dich zu motivieren, mutig zu sein, bewusst auch mal einen Schritt zu wagen, damit du den Auftrag, deinen Auftrag treu ausführen kannst.
[15:19] Vielleicht denkst du jetzt, du bist ja lustig, du sagst mir, ich soll mutig sein, aber zeigst mir nicht, wie das geht. Das ist ein berechtigter Einwand. Dein Mut hat nämlich damit zu tun, wie stark dein Glaube ist und wie fest du auf deine Ausrüstung, auf deine Waffen vertraust.
[15:35] Und dies soll unser weiterer Text und meine beiden nächsten Punkte erläutern. Und so kommen wir zu unserem zweiten Punkt. Lass nicht zu, dass man dir den Glauben raubt.
[15:46] Lass nicht zu, dass man dir den Glauben raubt. Ich lese Vers 8 bis 10. Und er wartete sieben Tage, bis zu der von Samuel bestimmten Zeit.
[15:59] Aber Samuel kam nicht nach Gilgal und das Volk fing an, von ihm auseinander zu laufen. Da sagte Saul, bringt mir das Brandopfer und die Heilsopfer her. Und er opferte das Brandopfer.
[16:12] Und es geschah, als er eben fertig war, das Brandopfer zu opfern. Siehe, da kam Samuel. Und Saul ging hinaus, ihm entgegen, um ihm den Segensgruß zu entbieten.
[16:24] Es ist anzunehmen, dass es sich bei diesen sieben Tagen um die Anordnung aus Kapitel 10, 8 handelt. Dort steht nämlich, und geh, sagt Samuel zu Saul, und geh vor mir nach Gilgal hinab und siehe, ich werde zu dir hinabkommen, um Brandopfer zu opfern und Heilsopfer zu schlachten.
[16:44] Sieben Tage sollst du warten, bis ich zu dir komme und dir zu erkennen gebe, was du tun sollst. Und Saul wartet also sieben Tage, doch Samuel kommt nicht.
[16:58] Die ersten Soldaten verlassen bereits den König und der Mensch wartet nicht gerne. Wie oft hätten wir gerne, dass unsere Hilfe immer sofort da ist und jede noch so schwierige Situation sofort geklärt ist.
[17:13] Das Volk läuft davon und auch Saul mag nicht mehr warten. Warum? Ein Mangel an Glaube. Wieder. Wieder hat das Volk Israel, die Kämpfer Gottes, den Glauben an unseren grossen Gott verloren.
[17:31] Wieso steht diese Geschichte überhaupt in der Bibel? Oh, sie steht geschrieben, weil auch du und ich immer wieder Gefahr laufen, den Glauben an unseren grossen Gott zu verlieren. Sie steht geschrieben, weil auch du und ich immer wieder Gefahr laufen, die Rechnung ohne Gott zu machen.
[17:46] Saul's Sünde lag nicht primär darin, dass er Opferte, aber Saul hatte einen klaren Auftrag und Gott wollte ihn einer Gehorsamsprüfung unterziehen.
[18:00] Ja, Samuel kam vielleicht zu spät, doch das sollte für Saul kein Grund sein, so eigenmächtig zu handeln. Saul wartete nicht auf priesterliche Unterstützung für das Opfer, sondern riss den Priesterdienst an sich und opferte gleich selbst.
[18:15] Wir sehen also wieder, dass sich Saul der Heiligkeit Gottes nicht bewusst war. Überhaupt nicht. Saul hatte definitiv keine persönliche Beziehung zu Gott. Das Opfer war für Saul einfach eine Religionsakt, eine Äußerlichkeit.
[18:32] Oh, wie viele Menschen betreiben einfach Religion. Ihr Glaube ist nur äußerlich und dazu da, ein gutes Gefühl zu haben. Die Ehre Gottes wird nicht gesucht.
[18:45] Und Samuel sprach, was hast du getan? Das war nicht eine Frage der Neugier. Wir lesen denselben Wortlaut dieser Frage schon ganz am Anfang in der Bibel.
[18:58] Nämlich in 1. Mose 3, Vers 13. Nach dem Ungehorsam im Paradies stellt Gott Eva genau diese Frage. Und der Herr, Gott, sprach zur Frau, Was hast du da getan?
[19:11] Und die Frau sagte, die Schlange hat mich getäuscht. Da aß ich. Und in 1. Mose 4, Vers 14 stellt Gott kein wieder dieselbe Frage. Und er sprach, Was hast du getan?
[19:26] Horch, das Blut deines Bruders schreit zu mir vom Ackerboden her. Was hast du getan? Und er sagt, das ist also nichts anderes als, wie konntest du nur? Wie konntest du nur?
[19:39] Und was antwortet Saul nun? Weil ich sah. Weil ich sah. Wo ist da der Glaube?
[19:50] Wie passen die Stelle, wo Jesus in Johannes 20, 29 zu Thomas spricht, Glückselig sind, die nicht gesehen und doch geglaubt haben. Weil ich sah.
[20:03] Wir müssen nur die ersten drei Worte der Begründung Sauls lesen. Weil ich sah. Und schon wissen wir, welche Perspektive Saul eingenommen hat. Ich lese eine bekannte Begebenheit aus Jesu Leben.
[20:19] Wir finden die in Lukas 8, Vers 23 bis 25. Lukas 8, Vers 23 bis 25. Während sie aber fuhren, schlief er, also Jesus, ein.
[20:42] Und es fiel ein Sturmwind auf den See, und das Boot füllte sich mit Wasser. Und sie waren in Gefahr. Sie traten aber hinzu und weckten ihn auf und sprachen, Meister, Meister, wir kommen um.
[20:53] Er aber stand auf, bedrohte den Wind und das Gewoge des Wassers, und sie legten sich. Und es trat Stille ein. Er aber sprach zu ihnen, Wo ist euer Glaube?
[21:07] Erschrocken aber erstanden sie und sagten zueinander, Wer ist denn dieser, das er auch den Winden und dem Wasser gebietet, und sie ihm gehorchen? Wo ist euer Glaube?
[21:19] Wenn die Jünger, die mit Jesus in Fleisch und Blut unterwegs waren, nicht genug Glauben hatten und auf die Umstände schauten, wie viel mehr sind wir in Gefahr, unseren Glauben aufgrund von Umständen uns rauben zu lassen?
[21:37] Und diesen Umständen gibt auch Saul die Schuld. In 1. Samuel 13, Vers 11. Weil ich sah, dass das Volk von mir auseinanderlief, und du kamst nicht zur bestimmten Zeit, während die Philister sich schon bei Mischmas versammelt hatten.
[21:55] Da dachte ich, jetzt werden die Philister zu mir nach Gilgal herabkommen, und ich habe das Angesicht des Herrn noch nicht gesucht. Da wagte ich es und opferte das Brandopfer.
[22:07] Saul führt hier drei Gründe auf, wieso er denn nun so handelte. Der erste Grund, das Volk hat sich nach und nach von ihm weggezerstreut. Dies zeigt die innere Einstellung von Saul.
[22:19] Anstatt sich an Gott und an sein Gebot zu halten, ist ihm sein eigenes Leben viel wichtiger. Er hat Angst, und diese Angst, sie lähmt ihn. Der zweite Grund, wieso der Saul so handelte, Samuel ist nicht zur bestimmten Zeit gekommen.
[22:37] Saul macht Samuel mitschuldig an seinem sündigen Handeln. Das kennen wir doch schon von Adam. Oder von uns. Wie oft laufen wir Gefahr, genau gleich zu reagieren?
[22:51] Dir ist ein Fehler unterlaufen, und du stehst so ziemlich dumm da. Wem kannst du die Schuld zuschieben, sodass das Urteil über dich ein bisschen milder ausfällt? Es ist nichts anderes als Menschenfurcht.
[23:05] Und der dritte Grund ist, die Philister kommen, und er hat den Herrn nicht angefleht. Saul hätte Gott doch ganz freimütig, einfach um Hilfe bitten können.
[23:16] Doch ohne persönliche Beziehung ist Gott so weit weg. Ohne persönliche Beziehung wird es schwierig, mit Gott in Dialog zu treten. Da wagte ich es und opferte das Brandopfer.
[23:29] Andere Übersetzungen schreiben, da überwand ich mich und opferte das Brandopfer. Das hat überhaupt nichts mit Wagen und Überwinden zu tun. Wahrer Glaube vertraut auf Gott und kann deshalb warten.
[23:44] Und das ist es, was Gott für unser Leben will. Gott will nicht, dass wir immer den Verhältnissen die Schuld geben. Mit Gottes Hilfe bist du grösser als die Verhältnisse. Wenn du Glauben hast, dann musst du nicht den Verhältnissen die Schuld geben, sondern darfst freimütig auch mit deinen Sünden vor den Thron Gottes kommen und die Sünden dort abladen.
[24:07] Das ist Glaube, dass der Herr vergeben wird, wie wir es in 1. Johannes 1, 9 lesen dürfen. Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.
[24:20] Ungerechtigkeit. Glaubst du das wirklich? Dann lass nicht zu, dass man dir den Glauben raubt. Wir finden in der Bibel viele Menschen, die uns auch ein Vorbild darin sind.
[24:37] Mose, Nehemiah, Habakkuk, um nur wenige zu nennen. Sie alle nannten die Sünde beim Namen und brachten sie vor den Thron. Ja, sie standen sogar für die Sünden des Volkes beim Vater ein für die Sünden, die sie selbst wahrscheinlich gar nicht begangen haben.
[24:52] Bei ihnen sehen wir nicht, dass sie den Verhältnissen die Schuld gegeben hätten. Das ist Glaube. Samuel geht überhaupt nicht auf die Ausreden von Saul ein.
[25:04] Es ist ihm egal, welche Begründungen Saul zu Tage bringt. Er sagt ihm ganz einfach, Du hast töricht gehandelt. Du hast das Gebot des Herrn, deines Gottes, nicht gehalten, das er dir geboten hat.
[25:20] Weil Saul keine persönliche Beziehung zu Gott hatte, war sein Glaube auch viel zu schwach. Er hatte Menschenfurcht, zu wenig Gottesfurcht. In Sprüche 29, Vers 25 lesen wir, Menschenfurcht stellt eine Falle.
[25:37] Wer aber auf den Herrn vertraut, ist in Sicherheit. Echten Glauben kannst du nur dann haben, wenn du eine persönliche Beziehung zu Jesus hast.
[25:49] In einer persönlichen Beziehung ist ein Austausch da. Ein gegenseitiger Austausch. Reden und zuhören. Beten und Bibelstudium.
[26:01] Wenn wir etwas über den Glauben lernen wollen, dann kommen wir nicht an Hebräer 11 vorbei. Und in Vers 1 steht dort, der Glaube aber ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft.
[26:12] Ein Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht. Von Dingen, die man nicht sieht. Saul sagte, weil ich sah.
[26:24] Der Glaubende sagt, weil ich glaube. das elektrische Strom so gefährlich sein kann. Weil man ihn nicht sieht.
[26:35] Ja, man kann die Wirkungen des elektrischen Stromes sehen. Zum Beispiel das Licht oder der sich drehende Motor. Aber Strom selber sieht man nicht. Aber man spürt ihn.
[26:47] Ich durfte als Elektroinstallateur schon zu oft erfahren, dass man elektrischen Strom nicht sieht, aber wahnsinnig gut spüren kann. Für alle, die technisch ein bisschen versiert sind.
[26:59] Wenn ich eine Lampe an die Spannung anschliesse, dann leuchtet sie hell. Ich brauche zwei Drähte. Ich schließe die an, sie leuchtet hell. Wenn ich jetzt aber Widerstände in einen dieser Drähte hineinschalte, dann wird das Licht immer dunkler.
[27:14] Je mehr Widerstände ich in Serida zuschalte, desto dunkler wird das Licht. Und die Lampe ist immer weniger zu gebrauchen. Aber wenn ich den Draht von den Widerständen wegnehme und wieder an die Quelle des Stromes einstecke, dann leuchtet die Lampe wieder hell.
[27:30] Die Widerstände sind vielleicht immer noch da, aber sie hindern den Stromfluss nicht mehr. Wenn du also direkt mit der Quelle, mit Jesus Christus verbunden bist, dann kann dein Glaube strömen und dir kann es egal sein, welche Widerstände aufkommen werden.
[27:47] Glaube ist wie elektrischer Strom. Er ist unsichtbar. Er ist unhörbar, aber man kann ihn spüren und an den Wirkungen erkennen. Und diese Wirkungen können ganz gewaltig sein.
[27:59] Vor allem dann, wenn die Leitungen am richtigen Ort angeschlossen sind. Vor allem dann, wenn deine Leitungen an Jesus angeschlossen sind. Saul selbst sah aber nur die Widerstände in seinem Leben.
[28:14] Und so war er nicht mehr hell. So war er nicht mehr brauchbar als Werkzeug Gottes. Und so kommt Gott durch Samuel zu einem schweren Urteil über Saul. Ich lese die Versen 13 bis 15.
[28:28] Und Samuel sprach zu Saul, du hast höricht gehandelt, du hast das Gebot des Herrn, deines Gottes, nicht gehalten, das er dir geboten hat. Denn gerade jetzt hätte der Herr dein Königtum über Israel für immer bestätigt.
[28:41] Nun aber wird dein Königtum nicht bestehen. Der Herr hat sich einen Mann gesucht nach seinem Herzen und der Herr hat ihn zum Fürsten über sein Volk bestellt. Denn du hast nicht gehalten, was der Herr dir geboten hat.
[28:54] Und Samuel machte sich auf und ging von Gilgal hinauf nach Kibea in Benjamin. Saul musterte das Volk, das sich bei ihm befand, etwa 600 Mann. Nun aber kann dein Königtum nicht bestehen.
[29:11] Das war ein hartes Urteil, nicht nur über Saul, denn auch Jonathan konnte somit nicht mehr König werden. Das Königtum war aber nur das eine Urteil über Saul. Für mich ist das zweite Urteil viel härter, auch wenn es ein bisschen versteckt ist.
[29:25] Im Vers 14 haben wir gelesen, der Herr hat sich einen Mann gesucht nach seinem Herzen. Einerseits war also die Nachfolge Sauls für Gott bereits geregelt, aber noch viel schlimmer.
[29:39] Offensichtlich war Saul kein Mann nach dem Herzen Gottes. Was für ein Urteil über das Leben eines Menschen, wenn Gott sagt, ich kann dich nicht mehr brauchen und ich habe dich erschätzt mit einem Mann oder mit einem Menschen nach meinem Herzen.
[29:57] Saul hat einen großen Fehler gemacht und muss die Konsequenzen nun tragen. Ich weiss nicht, ob ihr in den letzten Jahren ein bisschen die Diskussion um das geplante Fussballstadion in Zürich mitbekommen habt.
[30:13] Seit mehr als 20 Jahren wartet Zürich auf ein Fussballstadion auf dem Harturm. Das Eishockeystadion des ZSZ hingegen wurde relativ einfach durchgewunken und konnte innerhalb weniger Jahre realisiert werden.
[30:25] Trotzdem in der Clubleitung SVP-Schwergewichte sitzen in der doch sehr linken Stadt Zürich. Jemand der Klubspitze wurde gefragt, was sie denn besser gemacht hätten als die Fussballclubs.
[30:39] Er gab mit einem Augenzwinken zu Protokoll. Wir haben die Fussballclubs beobachtet und dann einfach das Gegenteil gemacht. aus Fehlern lernen.
[30:53] Genau darum steht dieser Text hier. Wir wollen nicht mit dem Finger auf Saul und auf das Volk zeigen, denn wir sind in derselben Gefahr. Aber wir müssen nicht dieselben Fehler machen, wie sie Saul und das Volk Israel taten.
[31:06] Unser Abschnitt lehrt uns ganz klar, wie wichtig es ist, dass man seinem Wort gehorsam ist. Und wie schon viel erwähnt, wir können dem Wort nur gehorsam sein, wenn wir es kennen.
[31:19] Das Wort studieren ist der Anfang des Glaubens. Gott und sein Wort sind der Ort, wo deine Leitungen angeschlossen sein müssen, damit der Glaubensstrom fliessen kann.
[31:31] Das Gebet und das Bibelstudium sind deine Drähte, um deine Lampe zum Leuchten zu bringen. Mach die Rechnung nicht ohne Gott. Wir lesen in unserem Abschnitt nirgends, dass Saul Busse tat.
[31:47] Anders dann der Mann nach dem Herzen Gottes, David. David hat selbst große Sünden begangen, doch er war dem Herr treu und er tat Busse.
[31:57] Er kam wieder ins Reine mit dem Herrn. Das lesen wir von Saul hier nicht. Saul hatte keine persönliche Beziehung zum Herrn und somit auch keinen Glauben.
[32:09] Investiere in die Beziehung zu deinem Herrn. Lass du nicht zu, dass man dir den Glauben raubt. Dies war unser zweiten Punkt und so möchten wir zu dem dritten und ebenfalls wichtigen Punkt kommen, wie du ein Mann, eine Frau nach dem Herzen Gottes sein kannst.
[32:26] Lass nicht zu, dass man dir die Waffen raubt. Nun haben wir gelesen, dass Samuel den Saul verlässt und auch lediglich 600 Mann stehen an der Seite von Saul.
[32:40] Alle anderen sind vor dem übermächtigen Gegner geflohen, um sich zu verstecken. Währenddessen haben sich die Philister in drei Abteilungen geteilt und bezogen ihre Kriegstellung.
[32:53] Die Philister sind derart auf das Volk Israel aufgerückt, dass dieses menschlich gesehen nun wirklich keine andere Wahl mehr hat, als zu kämpfen. Doch es gibt neben der übermächtigen Armee noch ein weiteres großes Problem.
[33:08] Vers 19 Und es war kein Schmied, im ganzen Land Israel zu finden. Denn die Philister dachten, wir wollen nicht, dass die Hebräer sich Schwert oder Speer machen. Und ganz Israel musste zu den Philistern hinabziehen, jeder um seine Pflugschar oder seinen Spaten, seinen Beil oder seine Sichel zu schärfen.
[33:26] Das Schärfen geschah für einen Zweidrittelschekel bei den Pflugscharen und bei den Spaten, bei der Gabel und bei den Beilen und um die Rinderstacheln gerade zu richten. Und es geschah am Tag des Kampfes, dass weder Schwert noch Speer in der Hand des ganzen Volkes gefunden wurde, das mit Saul und mit Jonathan war.
[33:45] Nur bei Saul und seinem Sohn Jonathan fanden sie sich vor. Und ein Posten der Philister zog aus, auf den Pass von Mishmas zu. Das Volk Israel wurde vom Feind fast vollständig entwaffnet.
[34:03] Der Feind nahm dem Volk die Waffen, unterband den Dienst von Schmieden und behinderte die Werkzeuge des täglichen Gebrauchs. Wie muss sich das negativ auf den Mut der Israeliten ausgewirkt haben?
[34:19] Wie ihr wisst, sind Bergtouren und Hochtouren in den letzten Jahren für mich zu einem großen Hobby geworden. Teilweise bin ich dabei tagelang auf Gletschern unterwegs und muss auch ab und zu mal ein bisschen klettern.
[34:29] Mehr als die Hälfte meines Rucksacks ist dann stets mit Ausrüstung gefüllt. Steigeisen, Pickel, Helm, Klettergurt, Seil, Handschuhe, Stirnlampe etc. Als ich mir die Ausrüstung gekauft habe, habe ich nicht unbedingt das billigste Material auf Alibaba bestellt.
[34:46] Ich wollte eine gute Ausrüstung. Eine Ausrüstung, der ich vertrauen kann. Wenn ich auf eine Tour nicht auf meine Ausrüstung vertrauen kann, dann brauche ich gar nicht erst loszugehen.
[34:58] Wenn du eine Torte mit einem Stück Metall teilen willst, wird das nicht besonders gut gehen. Die Tortenteile sehen dann eher aus wie das Essen einer schlechten Militärkantine.
[35:11] Wenn aber das Stück Metall geschliffen ist, zu einem brauchbaren Werkzeug, zu einem Messer, dann wirst du schöne Tortenstücke schneiden können. Der Feind will uns alle waffen.
[35:24] Er will uns die ganze Ausrüstung rauben. Der Feind will nicht, dass du und ich ein brauchbares Werkzeug für den Herrn sein können. Wie hat uns Paulus so schön in Epheser 6 die Waffenrüstung Gottes illustriert?
[35:39] Doch wenn keine Waffenrüstung mehr da ist, wie sollen wir uns verteidigen? Wie sollen wir kämpfen? Und was ist, wenn kein Schmied mehr da ist, um die Waffen zu schärfen? Was ist, wenn es dem Feind gelingt, die Diener am Wort, unsere Schmiede so zu ängstigen, dass sie ein verwaschenes Evangelium von der Kanzel predigen?
[36:00] Was, wenn diese Prediger den Mut nicht mehr haben, der Gemeinde die Waffen zu schärfen? Oh, wenn wir unsere Waffen von denen schärfen lassen, die zwar ein bisschen froh aussehen, aber kein wirkliches Leben aus Gott haben, dann müssen wir uns über eine Niederlage nicht wundern.
[36:17] Wenn kein Schmied mehr da ist, der unsere Hacke, unsere Spaten oder unser Beil schärft, wie sollen wir dann nach den Schätzen in Gottes Wort graben?
[36:30] Junge Gläubige müssen angeleitet werden, wie man das Wort Gottes studiert und anwendet. Was, wenn kein Schmied mehr da ist, der ihnen ihr Werkzeug schmiedet? Leider gibt es aber da draussen viele vermeintliche Schmiede, die deine Waffen schmieden möchten.
[36:46] Ja, diese Waffen mögen vielleicht dann schön anzusehen sein, aber wirklich für den Kampf zu gebrauchen sind sie nicht. Beten wir, dass der Herr Schmiede für die Gemeinden in der Schweiz schenkt.
[36:59] Schmiede, mutige Schmiede, die ein wirkliches Leben aus Gott haben. Bitte betet auch für uns als Diener am Wort, dass wir nicht lau werden, sondern das Wort Gottes austeilen, wozu es geschrieben ist und wie es in Hebräer 4, Vers 12 lautet, denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes und ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens und kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben.
[37:43] Wir stehen in der Verantwortung gegenüber dem Wort Gottes und somit auch gegenüber dem Autor dieses Wortes Gottes selbst. Wir haben gelesen in Vers 22 und es geschah am Tag des Kampfes, dass weder schwer noch spät in der Hand des ganzes Volkes gefunden wurde.
[38:06] Der Tag des Kampfes ist der Tag, an dem man spätestens die Waffen braucht. Im übertragenen Sinn auf unser geistliches Leben ist somit der Tag des Kampfes heute und morgen und übermorgen.
[38:21] Der Tag des Kampfes ist für uns Gläubige jeder Tag. Ja, manchmal greift der Feind härter an als sonst, doch wir müssen gerüstet sein jeden Tag. Doch ich sage dir auch hier nochmals den Titel meiner Predigt.
[38:36] Mach die Rechnung nicht ohne Gott. Du musst nicht deine Waffenrüstung anziehen, sondern seine. Ich lese die Verse 10 bis 11 von Epheser 6.
[38:51] Schliesslich werdet stark im Herrn, nicht in euch und in der Macht seiner Stärke zieht die ganze Waffenrüstung Gottes, nicht deine eigene, an, damit ihr gegen die Listen des Teufels bestehen könnt.
[39:10] Wie wunderbar, der Herr hat alles bereitgestellt, was du für den Kampf brauchst. Er selbst geht vor dir her und mit dir die Gemeinde. Sei mutig und stark.
[39:23] Sei ein Mann, sei eine Frau nach dem Herzen Gottes. Heute ging es um Mut. Mut ist ein Überwinden.
[39:34] der Angst. Doch wenn man nicht auf Gott, sondern auf natürliche Hilfe vertraut, dann kann eine schwierige Situation noch viel schwieriger, ja, sie kann unerträglich werden, wie hier bei Saul.
[39:47] Ich habe dir unter Punkt 1 gesagt, lass nicht zu, dass man dir den Mut raubt. Doch ohne Glauben und ohne Waffen wird es unmöglich, den Mut nicht zu verlieren.
[39:58] und so kommen zu Punkt 2. Lass nicht zu, dass man dir den Glauben raubt. Nur durch dein Investieren in die persönliche Beziehung zu Gott wirst du den Glauben bewahren können.
[40:12] Schließe deine Lampe mit zwei Drähten an der richtigen Stromquelle an. Schließe dich mit zwei Drähten Gebet und Bibelstudium an der richtigen Quelle Jesus Christus an.
[40:25] Sei dir bewusst, dass du dich in einem Kampf befindest und daher unser dritter Punkt. Lass nicht zu, dass man hier die Waffen raubt. Halte die Waffen fest, nicht deine Waffen, sondern Gottes Waffen und kämpfe den guten Kampf des Glaubens nicht alleine, sondern mit der Gemeinde an der Hand des Herrn.
[40:46] Ich wollte dir heute zeigen, damit du ein Mann, eine Frau nach dem Herzen Gottes sein kannst, musst du dein Leben völlig in seine Hände legen.
[40:58] Mach die Rechnung nicht ohne Gott. Lass den Herrn dein Steuerruder sein, aber sei mutig und verlasse den Hafen, damit er dich überhaupt steuern kann. Wir werden im Anschluss ein altes, bekanntes Lied singen, ein Lied, in welchem der Glauben und das Vertrauen zum Ausdruck kommt.
[41:17] So nimm denn meine Hände, und führe mich. Wenn der Schwächere zum Stärkeren sagt, nimm denn meine Hand und führe mich und es auch wirklich so meint, dann legt er sein Leben wirklich in Gottes Hand oder eben in die Hände des Stärkeren.
[41:33] Und wenn wir das Lied nachher singen, dann hoffe ich, dass du es genauso meinst. So nimm denn meine Hände und führe mich bis an mein selige Ende und ewiglich. Ich mag allein nicht gehen, nicht einen Schritt.
[41:47] Das ist unser Thema. Mach die Rechnung nicht ohne Gott. Wo du wirst gehen und stehen, da nehme ich mit. In deiner barmen Hülle, mein schwaches Herz, und mach es gänzlich stille in Freude und Schmerz.
[42:05] Lass ruhen zu deinen Füßen, dein armes Kind, es will die Augen schliessen und glauben blind. Nicht wie Saul und das Volk auf die Bedrängnis sehen, sondern glauben und vertrauen.
[42:17] Wenn ich auch gleich nichts fühle von deiner Macht. Ja, Gott lässt uns manchmal wie einen Saul warten, doch er ist da und möchte nur dein Vertrauen. Du führst mich doch zum Ziele, auch durch die Nacht.
[42:32] Vielleicht ist in deinem Leben wirklich gerade Nacht. Lass dich von Gottes Wort ermutigen, lass dich von der Gemeinde ermutigen, vertraue ihm, der dich zum Ziel bringen wird. So nimm denn meine Hände und führe mich bis an mein seliges Ende und ewiglich.
[42:51] Amen. Lass mich beten. Großartiger himmlischer Vater, ich danke dir für dieses doch eher dunkle Kapitel der Bibel.
[43:06] Doch wie nützlich ist es für unser Leben um zu lernen. Herr, bitte hilf uns mutig unseren Auftrag auszuführen. Hilf uns, die richtige Perspektive einzunehmen und uns in die persönliche Beziehung mit dir investieren.
[43:22] Herr, bitte stärke unseren Glauben, damit wir nicht auf die Bedrängnis sehen, die uns vor Augen ist, sondern allein auf dich vertrauen. Bitte hilf uns auch, dass wir uns nicht die Waffen rauben lassen und schenke uns Schmiede, welche unsere Waffen zu schärfen vermögen.
[43:39] Bitte hilf uns, dass wir dein Wort und dein Evangelium nicht verwaschen, sondern klar und kompromisslos verkündigen. Ich danke dir für die Gemeinde, die du uns gegeben hast und ich bitte dich, dass wir gerade heute einander ermutigen und auch verbauen können.
[43:56] Amen.