Gottes Mittel zur Wiederherstellung

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Prediger

Thomas Sardi

Datum
21. Mai 2023

Transkription

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[0:00] Wir wollen noch zusammen beten. Vater, wir haben das Lied gesungen, sprich, sprich, oh Herr.

[0:12] Und ich bitte, dass du das jetzt tust, dass wir zuhören können. Vielen Dank, dass du unser Gebeter hörst. Amen. Bitte öffnet mit mir 1. Samuel 12.

[0:30] In meiner Jugend, als ich noch zur Schule ging oder in die Lehre ging und unter der Hobut meiner Eltern stand, da mag ich mich erinnern, wie ich von Zeit zu Zeit mit meinen Eltern ein ernstes Gespräch führen musste.

[0:57] Das heisst nicht ich mit ihnen, sondern sie mit mir. Sozusagen unter sechs Augen. Das Problem war jeweils dasselbe.

[1:07] Ich sagte zwar, ich würde an Gott glauben und ich wollte ihm wirklich nachfolgen, aber es widerspiegelte sich nicht tatsächlich in meinem Wandel. Meine Taten und meine Worte und auch meine Gesinnungen zeigten oft etwas anderes.

[1:23] Meine Eltern waren besorgt um mich und sie sagten mir dies auch. Und diese Situationen, die waren für mich nicht sehr angenehm. Ich kam mir vor wie in einem Verhör.

[1:38] Und darum habe ich sie auch noch in Erinnerung, ob gut oder schlecht. Aber erst mit den Jahren merkte sich, es zeigte sich ihre Liebe zu mir.

[1:50] In ihrer Besorgnis um meine Seele. Sie ließen mich nicht einfach machen, was ich wollte. Sie zogen mich immer wieder zur Rechenschaft.

[2:01] Und ein solches Gespräch unter sechs Augen hatte auch Israel immer wieder nötig. Sie waren zwar Gottes Volk, aber sie hatten ihren Gott vergessen und verworfen.

[2:13] Geistlich hatten sie ihn gegen Götzen ausgetauscht und die Herrschaft, das Königtum, sollte ein irdischer König übernehmen anstatt Gott selbst. Und wie Gott sein Volk in dieser Situation zur Umkehr und zur Gesinnungsänderung führte, das werden wir jetzt in 1. Samuel 12 aus Gottes Wort betrachten.

[2:38] Und deshalb habe ich die Predigt mit dem Titel überschrieben, Gottes Mittel zur Wiederherstellung. Ich möchte euch heute aufzeigen, welche Mittel Gott benutzt, um die Beziehung zwischen seinem Volk und zwischen ihm wiederherzustellen.

[2:56] Und das Ziel ist, dass du selbst erkennst, durch welche Mittel Gott dich korrigiert. Aber auch, dass du erkennst, wie du ein Mittel, wie du ein Werkzeug sein kannst, um anderen damit zu helfen.

[3:13] Die Predigt hat vier Punkte. Und das sind die Gottes Mittel zur Wiederherstellung. Der erste Punkt, der treue Bote. Der treue Bote.

[3:25] Der zweite Punkt zur Wiederherstellung, das Wort Gottes. Der dritte Punkt, den wir anschauen werden, zur Wiederherstellung, die Furcht des Herrn.

[3:39] Und der letzte, das Evangelium, die gute Botschaft. Fangen wir an mit dem ersten Punkt, der treue Bote.

[3:55] Das sind die Verse 1 bis 5. Zuerst, bevor wir anfangen zu lesen, möchte ich für euch das Bühnenbild setzen, den großen Zusammenhang aufzeigen.

[4:10] Und darum lesen wir aus Kapitel 11, Vers 14. Und Samuel sprach zum Volk, kommt und lasst uns nach Gilgal gehen und dort das Königtum erneuern.

[4:26] Gilgal, was ist das für ein Ort? Gehen wir 400 Jahre zurück ins Jahr ca. 1400 vor Christus. So lesen wir in Joshua 4, 20, dass dort zwölf Steine aufgerichtet wurden in Gilgal, nachdem sie trockenen Fusses durch den Jordan gegangen waren.

[4:50] In Joshua 5, 9 lesen wir dann, dass Gilgal bedeutet Abwälzung. Abwälzung der Schande Ägyptens. Es war der Ort der Heiligung, wo alle jungen Männer noch einmal beschnitten wurden, um sie für Gott auszusondern.

[5:09] Und es war der Ort, wo sie sich vorbereiteten, um Jericho einzunehmen. Also ein wichtiger, sehr wichtiger Meilenstein in Israels Geschichte. In Joshua 5, 10 und den folgenden Versen lesen wir dann, dass dort das erste Passa im verheißenen Land eingenommen wurde.

[5:28] Zur Erinnerung an die Rettung Gottes aus Ägypten. Und am nächsten Tag hörte das Manna auf. Sie waren angekommen.

[5:40] Sie konnten jetzt essen von dem guten Land. Sie waren bis jetzt jeden Tag abhängig von Gottes Fürsorge. Und wie sollte es jetzt weitergehen? Genau so.

[5:52] Dann lesen wir weiter in 1. Samuel 11, 15. Und das ganze Volk zog nach Gilgal und sie machten dort Saul zum König vor dem Herrn.

[6:05] In Gilgal. Und sie schlachteten dort Friedensopfer vor dem Herrn. Und Saul und alle Männer von Israel freuten sich dort sehr. Nun, Saul war der von Israel lang ersehnte König.

[6:22] Und er war einige Zeit zuvor von Samuel eingesetzt und vorgestellt worden dem Volk. Nun hatte er sich in Kapitel 11 in einer Schlacht gegen die Ammoniter in den Augen des Volkes bewährt.

[6:36] Er hatte die Bewährungsprobe gemäss ihrem Geschmack bestanden. Und jetzt war er von allen Israeliten akzeptiert als ihr grosser König.

[6:48] Große Freude herrschte und das Königtum wurde erneuert. Und wenn wir jetzt zu Kapitel 12 weitergehen, dann lesen wir in der Schlacht der Bibel Samuel Aber.

[7:04] Samuel Aber. Das sehe ich nicht in meiner, ich lese aus der CSV. Aber wenn er die Schlachter aufschlagt, dann heisst es Samuel Aber.

[7:15] Das bedeutet ein Gegensatz. Das Volk war sich am Freuen. Samuel Aber hatte etwas anderes im Sinn. Jetzt lesen wir die Verse 1 bis 2. Und Samuel sprach zu ganz Israel.

[7:28] Und ich bin vor euch gewandelt von meiner Jugend an bis auf diesen Tag.

[7:56] Nun Samuel, bist du nicht ein bisschen ein Spielverderber bei dieser großen Party? Du bist das schlechte Gewissen der Nation. Du bist ein alter, grauer Miesmacher.

[8:10] Ein Stimmungskiller. Aber ist es nicht oft bei uns auch so. Wir Menschen, wir suchen nach Glück.

[8:22] Wir suchen nach Erfüllung. Wir suchen nach Freude. Und auch die Sünde bietet sehr viele Vergnügungen. Auch für uns Christen macht die Verlockung der Sünde nicht Halt.

[8:36] Aber der treue Bote Gottes, der die Sünde wirklich als Sünde offenlegt, ist hier immer ein Störefried. Er ist ein Freudenräuber.

[8:49] Doch Gott will, dass du und ich solche Boten sind. Wir machen uns nicht beliebt durch das.

[9:00] Doch wir haben nur einen Auftrag. Wir sollen treue Verwalter der Wahrheit Gottes sein. Samuel, er war zwar geehrt und er war bewährt.

[9:17] Wir haben gelesen, von Jugend an ist er dem Volk vorangegangen. Doch man hatte ihm in Kapitel 8, Vers 5 klargemacht, Samuel, du bist jetzt alt geworden und du musst jetzt Platz machen.

[9:29] Dieser bewährte Mann, er war von Jugend an vor seinem Volk gewandelt. Er hatte Gottes Offenbarungen gehört als ein Junge. Und er hatte Gottes Wort wieder zu den Leuten gebracht, als das Wort Gottes nirgends war.

[9:44] Und seine prophetischen Worte, die waren immer, immer eingetroffen. Das lesen wir in Kapitel 3, Vers 19. Er zog in Israel umher, Jahr für Jahr, und richtete Israel treu sein ganzes Leben lang.

[10:00] Und er betete für sie. Und seine Gebete hatten Macht, sie hatten Wirkung. Das alles lesen wir in Kapitel 7. Doch jetzt wollen sie einfach nicht mehr.

[10:13] Der neue König ist nun da. Und so hat es das Volk gewollt. Und Gott ließ das Volk ihren Willen haben. Samuel bestätigt das Königtum Sauls nun.

[10:27] Und gleichzeitig hält er im Kapitel 12 seine Abschiedsrede. Noch ahnt niemand, welche Wirkung und welche Wendung dieses Fest nehmen wird, als Samuel seine Rede beginnt.

[10:43] Und so gehen wir und lesen die Verse 3 bis 5. Hier bin ich, zeugt gegen mich vor dem Herrn und vor seinem Gesalbten.

[10:57] Und sie sprachen.

[11:21] Du hast uns nicht übervorteilt und uns keine Gewalt angetan und hast aus niemandes Hand irgendetwas genommen. Und er sprach zu ihnen. Der Herr ist Zeuge gegen euch.

[11:33] Und zeuge sein Gesalbter an diesem Tag, dass ihr gar nichts in meiner Hand gefunden habt. Und sie sprachen.

[11:45] Er ist Zeuge. Es ist Samuel wichtig, die Amtsübergabe sauber abzuschliessen. Wie ein Buchhalter am Ende seines Jahres alles in Ordnung bringt, damit es dann der Prüfung standhält, so hat Samuel auch hier alles sauber abgeschlossen.

[12:09] Das ganze Volk darf gegen ihn aufstehen und gegen ihn zeugen. Ich habe mal in einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos im Internet kurz nachgeschaut.

[12:22] Das war 2022 in der Schweiz. Und da wurde das Vertrauen von 37 verschiedenen Berufsgruppen beurteilt. Es wurden über 1500 Leute befragt.

[12:34] Und unter den 10 schlechtesten von diesen 37 waren die Schweizer Politiker. Platz Nummer 3 von den schlechtesten.

[12:47] Versicherungsberater. Finanzberater. Banker. Das war noch vor der CS-Geschichte. Priester und Pfarrer.

[12:59] Und Journalisten. Ich habe nicht alle aufgezählt. Und auf Platz 12 und 13 landeten auch noch Unternehmer und Beamte. Wieso das?

[13:13] Ich denke, Leute in Machtpositionen sind viel grösseren Versuchungen ausgesetzt. Sie werden oft weniger kontrolliert. Alle wollen ihnen irgendwie schmeicheln und wollen irgendwas von ihnen.

[13:28] Und es bieten sich viele Gelegenheiten, etwas Krummes zu drehen. Aber die Frage jetzt, bevor wir solche Leute verurteilen, was würde man bei dir finden, wenn die ganze Schweiz sich auf die Suche machen könnte, um dein Leben unter die Lupe zu nehmen?

[13:46] Wenn man deine Steuererklärungen anschauen könnte, dein Bankkonto anschauen würde, dein PC und dein Internetbrowser durchsuchen dürfte.

[13:58] Oder fände man bei dir zu Hause vielleicht Gegenstände, die eigentlich deinem Geschäft gehören? Oder Software und Filme, die du bekommen hast, aber eigentlich bezahlt werden müssten?

[14:17] Nun, Samuel, er war ein Mann der Integrität. Man konnte nichts gegen ihn vorweisen. Er ist anders als viele Politiker heutzutage.

[14:29] Ich könnte ein Beispiel nach dem anderen aufreihen. Ihr müsst nur die Zeitungen aufschlagen. Er hat niemanden bestohlen. Er hat sich nie einen Vorteil verschafft durch seine Position.

[14:40] Er hat in seiner langen Zeit als Führer Israels nie jemanden bedrückt und mit Gewalt etwas genommen. Er hat nie jemanden misshandelt. Und das Beste daran, er hat sich nie bestechen lassen.

[14:55] Ganz im Gegenteil zu seinen Söhnen. Kapitel 8, Vers 3. Welche Geschenke nahmen und dann das Recht beugten, indem sie den Geschenkgeber im Gericht vorteilhaft behandelten.

[15:10] Wir müssen nur die Propheten aufschlagen. Jesaja 1, 23, Jesaja 5, Micha. Überall kommt es vor, dass die Richter das Recht beugen, dass die Richter Geschenke annehmen und dann nicht mehr richtig beurteilen.

[15:29] Und Gott hat etwas ganz Großes gegen das. Denn ein Richter repräsentiert Gott. Weil Gott der höchste Richter ist. Und Gott ist nicht bestechlich. Darum soll auch ein Richter nicht bestechlich sein.

[15:39] Aber Samuel ist nicht so. Inmitten einer korrupten Gesellschaft, aufgewachsen neben den gottlosen Söhnen Elis, sehen wir hier einen Mann, der sein ganzes Leben lang einen makellosen Wandel an den Tag gelegt hat.

[15:56] Man nennt das Integrität. Integrität ist mehr als Ehrlichkeit. Integrität. Integrität. Integrität zu sein bedeutet vollständig, ganz, ungeteilt.

[16:12] Integrität bedeutet, dass du ungeteilt und ganz und vollkommen bist. Dass dein Handeln, was du machst, mit deinem Denken und mit deinen Worten übereinstimmt.

[16:24] Du bist so, wenn dich andere sehen. Und du bist auch genau so, wenn dich niemand sieht. Das heisst Integrität. Integrität hat etwas zu tun mit dem, was du bist.

[16:39] Und dass dein Handel und dein Reden das reflektiert, was du glaubst. Dann bist du eine integrierte Persönlichkeit.

[16:52] Es wäre sehr spannend und ich hätte das am liebsten getan, hier innezuhalten und nachzuforschen, wie Gott Samuel zu einem integeren Mann machte.

[17:02] Es gibt so viele Anhaltspunkte. Angefangen von einer betenden Mutter. Über die Offenbarungen Gottes. Über das, dass Samuel die Furcht Gottes eingeimpft bekommen hat, als er sah, wie Gott auf Sünde reagierte.

[17:19] Leider reicht die Zeit nicht, um das auch noch alles zu behandeln. Darum gehen wir weiter. Doch ein Merkmal dieses Mannes ist Integrität. Aber es ist nicht das alleinige Merkmal.

[17:31] Eines Boten, den Gott gebrauchen will. Ein anderes Merkmal ist es. Samuel war ein Mann des Wortes Gottes. Überall, wo er hinkam, ermahnte er die Leute.

[17:46] Er redete zu ihnen die Worte Gottes. Und er erinnerte sie an Gottes Gebote. Wir sehen es in Kapitel 3 und Kapitel 7, für die, die es später nachlesen wollen.

[17:58] Und wir werden es noch sehen in Kapitel 12, Vers 6 bis 15, wie er wieder Gottes Wort aufzeigt. Samuel, ein Mann der Integrität, ein Mann des Wortes.

[18:10] Samuel, aber auch ein Mann des Gebets. Samuel war ein Mann des Gebets. Schon seine Mutter war eine Beterin. Doch auch er war ein Mann, der oft vor Gott auf seinen Knien lag, um für sein Volk Fürbitte zu tun.

[18:27] In Kapitel 12, Vers 23 haben wir gelesen, auch ich fern sei es von mir, gegen den Herrn zu sündigen und aufzuhören.

[18:41] Er hat nicht erst angefangen, er hat schon lange angefangen. Aufzuhören, für euch zu bitten, sondern ich werde euch den guten und richtigen Weg lehren. Gebet und Wort.

[18:53] Ein Mann des Gebets. Manche Menschen sind bekannt für ihr Gebet. Andere wollen bekannt sein, dass sie viel beten.

[19:06] Doch Samuel, er war bei Gott bekannt als ein gewaltiger Fürbitter. Schlagt mit mir Jeremiah 15, 1 auf, dann seht ihr das.

[19:20] Jeremiah 15, Vers 1. Jeremiah klagt hier und er betet mit Gott.

[19:33] Er sagt in Vers 19, hast du Judah ganz und gar verworfen? Und er will mit Gott einen Deal machen. Er will Gott überzeugen, bitte rette doch Judah nochmals. Und dann sagt Gott in Vers 15, Kapitel 15, Vers 1.

[19:46] Und der Herr sprach zu Jeremiah. Sogar wenn auch Mose und Samuel vor mir ständen, so würde meine Seele sich nicht zu diesem Volk wenden.

[20:00] Der Herr, sein Zeugnis über Samuel ist Samuel zusammen mit Mose. Diese zwei, das sind die Fürbitter des Volkes, die ich kenne.

[20:12] Gewaltige Fürbitter. Ich will euch noch etwas vorlesen aus dem Buch Kraft im Gebet von Edwards McHenry Bounce.

[20:25] Mit aller Kraft suchen wir neue Methoden, um die Gemeinde des Herrn zu fördern und dem Evangelium weitere Ausbreitung und Wirksamkeit zu sichern. Dieser Zug unserer Zeit neigt dazu, den Menschen in einen Plan oder eine Organisation hineinzuziehen.

[20:43] Gottes Plan ist viel aus dem Menschen zu machen. Menschen sind Gottes Methode. Die Kirche sucht nach besseren Methoden. Gott sucht nach besseren Menschen.

[20:55] Es war ein Mensch von Gott gesandt, der hieß Johannes. Die Zeit, die Christus ankündigte und den Weg für ihn vorbereitete, war in diesem Mann Johannes verkörpert.

[21:08] Und uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben. Die Rettung der Welt kommt aus diesem Sohn in der Krippe. Die Herrlichkeit und Wirksamkeit des Evangeliums hängt davon ab, inwieweit sich die Menschen von Gott gebrauchen lassen.

[21:26] Diese lebenswichtige Wahrheit wird von unserer Zeit der äußerlichen Propaganda für das Evangelium unbeachtet gelassen. Die Gemeinde des Herrn braucht heute nicht Organisationen, nicht noch mehr Methoden, sondern Männer vom Heiligen Geist gesalbt.

[21:46] Frauen natürlich auch. Und mit seiner Kraft ausgerüstet. Männer des Gebets. Männer, die im Gebet kraftvoll sind. Der Heilige Geist fließt nicht durch Methoden, sondern durch Menschen.

[22:01] Er salbt keine Verwaltungsapparate, noch gibt er ihnen Kraft. Er heiligt keine Pläne, sondern Menschen des Gebets. Nun, wir haben gesehen, das erste Mittel, das Gott gebraucht, um die Wiederherstellung seines Volkes zu bezwecken, ist ein treuer Bote.

[22:25] Dessen Charakter tadellos ist, der gottesfürchtig wandelt, der das Wort Gottes treu und unablässig weitergibt. Und ein Mann, der Macht bei Gott hat.

[22:36] Ein Mann, der bei Gott bekannt ist, weil er viel Zeit in Gottes Gegenwart verbringt. Und so ein Mann war Samuel durch Gottes Gnade. Auf diesem Hintergrund, dass Israel Gott und einen so treuen Zeugen verwarfen als ihre Führung, auf diesem Hintergrund ist Israels Sünde noch viel grösser.

[23:03] Doch jetzt, nachdem Samuel da gestanden ist und hat gesagt, zeugtigen mich, jetzt dreht er den Spieß um. Und er erinnert sie an Gott und seine Gebote, welche alle in seinem Wort aufgeschrieben sind.

[23:17] Und das führt uns zum zweiten Punkt, das Wort Gottes. Das nächste Mittel, das Gott gebraucht. Wir lesen die Verse 6 und 7 aus 1. Samuel 12.

[23:29] Und Samuel sprach zum Volk, der Herr ist es, der Mose und Aaron bestellt und der eure Väter heraufgeführt hat aus dem Land Ägypten.

[23:42] Und nun tretet herzu, dass ich vor dem Herrn mit euch rechte über alle gerechten Taten des Herrn, die er an euch und an euren Vätern getan hat.

[23:55] Das Wort für Rechten, das hier benutzt wird, das heisst im hebräischen Schaffat. Ich habe das im theologischen Wörterbuch nachgeschaut.

[24:07] Ich bin kein hebräischer Kenner, aber zum Glück steht da was. Und da steht, ganz allgemein wird durch Schaffat ein Handeln beschrieben, durch das die gestörte Gemeinschaftsordnung wiederhergestellt wird.

[24:22] Das heisst, zum Frieden gebracht wird. Der Richtende versucht, die Ursache der Störung zwischen zwei Personen zu beseitigen.

[24:34] Das heisst, der Gerechte soll ins Recht gesetzt werden und der Schuldige soll schuldig gesprochen werden. Das ist genau das, was Samuel jetzt tut.

[24:46] Dadurch, dass Israel seinen Gott verworfen hat, ist die Beziehung zu Gott stark gestört. Israel hat ungerecht gehandelt.

[24:57] Samuel will also, dass Gott in den Augen Israels Recht verschaffen wird. Er will, dass Israel erkennt, wie gerecht Gott ist und wie schuldig sie geworden sind vor seinen Augen.

[25:10] Sein Ziel ist es, sie zu überzeugen von der Sünde, damit sie Buße tun. Das heisst, zu ihrem Gott zurückkehren und die Gemeinschaftsordnung zwischen Gott und dem Volk wiederhergestellt wird.

[25:26] Und obwohl das Volk Samuel verworfen hat, liebt er sein Volk so sehr, dass er alle Register zieht, um ihm seine Sünden aufzuzeigen.

[25:37] Ein weiteres Merkmal von Samuel. Wenn wir jetzt die Verse 8 bis 12 durchlesen, so möchte ich euch bitten, schaut, welche Methoden Samuel anwendet, um sein Volk zur Vernunft zu bringen.

[25:54] Schaut, wie er sich Mühe gibt, das Volk zur Einsicht zu bringen. Und das soll auch uns ein Beispiel sein, wenn wir zum Beispiel mit unseren Kindern reden, um sie zu überführen.

[26:07] Oder wenn wir mit Menschen zu tun haben, von denen wir wissen, dass sie in Sünde leben. Ich spreche jetzt eher von Geschwistern. Ein treuer Bote, der ringt mit seinem Volk.

[26:20] Er überführt sie, er ermahnt sie und er sucht sie zu überführen durch das Wort Gottes. Das ist das Mittel. Wir lesen die Verse 8 bis 12. Als Jakob nach Ägypten gekommen war, da schrien eure Väter zu dem Herrn und der Herr Santhe Mose und Aaron.

[26:41] Wieso schrien sie? Weil sie unterdrückt waren in Ägypten. Und sie führten eure Väter aus Ägypten heraus und ließen sie an diesem Ort wohnen.

[26:52] Aber sie vergaßen den Herrn, ihren Gott. Und er verkaufte sie in die Hand Ciseras, des Heerobersten von Hatzor und in die Hand der Philister und in die Hand des Königs von Moab.

[27:08] Und sie kämpften gegen sie. Da schrien sie zu dem Herrn und sprachen, wir haben gesündigt, dass wir den Herrn verlassen und den Balim und den Astaroth gedient haben.

[27:20] Und nun, errette uns aus der Hand unserer Feinde, so wollen wir dir dienen. Und der Herr sannte Jerupal und Bedan.

[27:32] Das könnte Barak heißen. Und Jefta und Samuel. Es hat hier eine Aufzählung von vier Personen. Und wir müssen wissen, immer dazwischen ist das Volk wieder abgefallen, ist wieder in Knechtschaft geraten, hat wieder zu Gott geschrien.

[27:50] Es waren 400 Jahre, die Richterzeit. Immer wieder dasselbe. Mir geht es weiter. Und Gott, der Herr, er rettete euch aus der Hand eurer Feinde ringsum.

[28:03] Und ihr wohntet in Sicherheit. Als ihr aber saht, dass Nahasch, der König der Kinder Ammon, über euch kam, da sprach ihr zu mir, Nein, sondern ein König soll über uns regieren.

[28:20] Das ist das erste Mal, dass sie nicht mehr zu Gott rufen. Obwohl doch der Herr, euer Gott, euer König ist. Nun, was macht Samuel hier?

[28:33] Er erinnert das Volk an Gottes Güte. Wir sehen, Gott hat immer wieder gehört.

[28:44] Er hat immer wieder sein Ohr zu seinem Volk geneigt und hat ihr Schreien angehört. Ist das nicht Güte? Wie ist es in deinem Leben? Gott hat nicht nur gehört, er hat auch ihr Schreien erhört.

[29:01] Und er hat geholfen. Indem er ihnen menschliche Leiter gab. Und sogar so Gute wie Mose und Aaron und Samuel.

[29:12] Er hat ihnen nicht nur irgendwas Schlechtes gegeben, sondern sehr gute Führer zum Teil. Also Gottes Güte sehen wir hier. Das ist das, was Samuel diesem Volk vorträgt.

[29:25] Dann sehen wir auch, dass Samuel sie an Gottes Langmut erinnert. Langmut heisst, er hat sie nicht aufgegeben. Er hatte Geduld mit ihnen. Immer wieder hat Gott euch erhört.

[29:40] Immer wieder seid ihr abgefallen. Nicht nur einmal wart ihr abspenstig und wolltet ihn weghaben. Aber Gott hat sich immer wieder erbarmt über euch.

[29:51] Das ist das Zweite, was wir sehen. Gottes Güte, Gottes Langmut. Und somit zeigt Samuel auf, Gott in diesem Gericht, er ist treu. Er ist gerecht in allen seinen Wegen.

[30:03] Wenn er euch auch leiden liess, er, ihn trifft gar keine Schuld. Das war euer Versagen. Und auf diesem hellen Hintergrund von Gottes Charakter erscheint jetzt Israels Untreue noch viel böser und viel dunkler.

[30:23] Er zeigt ihnen immer wieder ihre Widerspenstigkeit auf. Vers 9 Ihr habt den Herrn vergessen. Vers 10 Ihr habt den Herrn verlassen, um euch an Götzen zu hangen.

[30:37] Nicht nur vergessen, auch verlassen. Und Vers 12 ist die logische Konsequenz. Wenn du Gott vergisst und wenn du Gott verlässt, dann wirst du ihm auch nicht vertrauen, wenn die nächste Not kommt.

[30:53] Vers 12 Sie vertrauen dem Herrn nicht mehr in ihrer Not. Das ist die logische Konsequenz. Einen Gott, den man vergisst und verlässt, dem vertraut man nicht. Also Gottes Güte, Gottes Langmut.

[31:09] Und dann zeigt er ihnen ihre Widerspenstigkeit auf. Was Samuel auch macht ist, er zeigt dem Volk das Resultat ihrer Sünde auf. Und sie haben sich bis eben noch daran gefreut, dass sie einen neuen König haben.

[31:24] Wir lesen Vers 13 Und siehe, da ist der König, den ihr erwählt habt. Den ihr begehrt habt. Und siehe, der Herr hat einen König über euch gesetzt.

[31:36] Er nutzt die Gelegenheit auch, sie zu erinnern. Das ist der König, den Gott für euch ausgewählt hat jetzt. Also er zeigt ihnen das Resultat ihrer Sünde.

[31:47] Und was er auch noch tut, er zeigt ihnen die Alternativen und deren Konsequenzen. Was sie jetzt machen können. Das ist auch wichtig, dass man Perspektive zeigt.

[32:00] In den Versen 14 bis 15 lesen wir jetzt weiter. Wenn ihr nur den Herrn fürchtet und ihm dient und auf seine Stimme hört und gegen den Befehl des Herrn nicht widerspenstig seid und sowohl ihr als auch der König, der über euch regiert, dem Herrn, eurem Gott, nachfolgt.

[32:20] Das ist eine Warnung. Schon fast eine Beschwörung. Wenn ihr aber nicht auf die Stimme des Herrn hört und gegen den Befehl des Herrn widerspenstig seid, so wird die Hand des Herrn gegen euch sein, wie gegen eure Väter.

[32:34] Auch jetzt. Wie gegen eure Väter. Verbote Gottes. Er benutzt das Wort Gottes, um dem Volk Gottes seine Fehler aufzuzeigen und sie zu überführen und sie vor die Wahl zu stellen.

[32:52] Genauso wie es Joshua getan hat in Joshua 23 und 24. Ihr könnt heute wählen. Wollt ihr Gott folgen und dann werdet ihr Segen haben.

[33:02] Wollt ihr Gott nicht folgen, dann werdet ihr den Fluch haben. Paulus erinnert auch Timotheus, dass er treu zum Wort stehen soll, auch wenn niemand es gerne hat.

[33:15] Schlagt mit mir 2. Timotheus 4, 1-5 auf. 2. Timotheus 4, 1-5 Ich bezeuge ernstlich vor Gott und Christus Jesus, der richten wird Lebende und Tote und bei seiner Erscheinung und seinem Reich.

[33:39] Predige das Wort. Halte darauf, das heißt, tritt dafür ein. Zu gelegener Zeit und zu ungelegener Zeit. 3. Timotheus 4, 1-5 auf. Überführe. Weise ernstlich zurecht.

[33:52] Ermahne mit aller Langmut und Lehre. Denn es wird eine Zeit sein, dass sie die gesunde Lehre nicht ertragen werden, sondern nach ihren eigenen Begierden sich selbst Lehrer aufhäufen werden.

[34:05] Das kann man heute sehr, sehr einfach, zum Beispiel schon nur über YouTube. Kann man alles Mögliche hören. Indem es ihnen in den Ohren kitzelt. Und sie werden die Ohren von der Wahrheit abkehren und sich aber zu den Fabeln hinwenden.

[34:21] Du aber, sei nüchtern in allem, leide Trübsal. Das gehört dazu, wenn man Gottes Wort weitergibt. Leide Trübsal. Tu das Werk eines Evangelisten.

[34:32] Vollführe deinen Dienst. Vielleicht hast du gedacht, dass 1. Samuel Kapitel 12 vor 3000 Jahren aktuell war.

[34:44] Doch was wir soeben gehört haben, ist jetzt heute brandaktuell und andere Lehre ist verfügbarer denn je. Kennst du die Wohlfühllehre?

[34:56] Hauptsache es fühlt sich gut an. Oder ich höre auf mein Herz. Oder kann denn Liebe Sünde sein?

[35:07] Wir können ja zusammen leben. Oder es kommt auch nicht darauf an, welche Ehe ich führe. Oder überhaupt eine Ehe. Hauptsache wir lieben uns. Und so sagt man zum Beispiel, lass doch die Leute machen, was sie wollen.

[35:20] Solange sie einander lieben, ist doch alles gut. Das ist Lehre nach den eigenen Begierden, wonach es die Ohren juckt, wie wir gelesen haben.

[35:30] Und doch, richtig und falsch, hängt nicht ab vom Empfinden eines Einzelnen. Ob etwas richtig oder falsch ist, ob es Sünde oder keine Sünde ist, das hängt ab vom Wort Gottes.

[35:48] Möge Gott uns Älteste und Lehrer und Eltern und Gläubige geben, welche nüchtern sind, welche bereit sind zu leiden um der Wahrheit willen und bereit sind, das Wort Gottes überall hinzutragen, egal was die Kosten sind.

[36:06] Gottes Mittel also, um sein Volk wiederherzustellen, war ein treuer Bote, der treu die Botschaft weitergibt. Und das auch, wenn es die Leute nicht akzeptieren wollen.

[36:20] Das Volk Israel kam durch die flammende Rede Samuels noch nicht zur Vernunft. Und so benutzt Gott hier ein weiteres Mittel, um sie wieder zur Vernunft zu bringen. Das führt uns zum dritten Punkt.

[36:33] Die Furcht des Herrn. Vers 16 bis 19. Auch jetzt tretet er zu und seht diese grosse Sache, die der Herr vor euren Augen tun wird.

[36:47] Ist nicht jetzt die Weizenernte? Damit wollte er sagen, es ist nicht Zeit, dass es regnen würde oder dass ein Gewitter aufzieht. Das ist etwas so unwahrscheinlich, wie dass es in Florida im August Schnee geben würde, 20 cm.

[37:03] Ist nicht jetzt die Weizenernte? Ich will zu dem Herrn rufen und er wird Donner und Regen geben. Und ihr sollt erkennen und sehen, dass eure Bosheit, die ihr getan habt, einen König für euch zu begehren, groß ist in den Augen des Herrn.

[37:21] Und Samuel rief zu dem Herrn und der Herr gab Donner und Regen an jenem Tag. Da fürchtete sich das ganze Volk sehr vor dem Herrn und vor Samuel. Und das ganze Volk sprach zu Samuel, bitte den Herrn, deinen Gott, für deine Knechte, dass wir nicht sterben.

[37:39] Denn zu all unseren Sünden haben wir das Böse hinzugefügt, einen König für uns zu begehren. Wir hatten ja gesehen, dass Samuel ein Mann Gottes und ein Mann des Gebets war.

[37:53] Und Samuel hatte so eine enge Beziehung mit Gott, mit seinem Gott, dass er wusste, was der Herr tun würde. Und trotzdem bat er ihn. Und Gott antwortete mit Donner und Regen und gewiss auch Blitzen.

[38:11] Wir sehen, wir sahen diese Donner auch schon in Kapitel 7, Vers 10, wo Gott mit gewaltiger Stimme gegen die Philister donnerte und sie so verwirrte, dass sie von den Israeliten geschlagen wurden.

[38:24] Aber was, wenn nun auf einmal Gottes Zorn und seine Macht gegen die eigenen Leute zum Einsatz kommt?

[38:37] Da muss etwas gewaltig schiefgelaufen sein. Es erinnert mich, wenn wir uns selber einmal prüfen wollen, es erinnert mich an die Sendschreiben in Offenbarung.

[38:49] Dort sehen wir den erhöhten Sohn Gottes selbst. Wir haben ja gerade Auffahrt gefeiert. Der erhöhte Sohn Gottes, nachdem er aufgefahren ist, der mit den flammenden Augen, die alles durchleuchten und alles sehen, der aus dessen Mund das zweischneidige Schwert kommt, der richtet und alles offenlegt, was vor Menschen verborgen ist.

[39:16] Und wie er mitten unter der Gemeinde ist und wie er sein Urteil fällt über die sieben Gemeinden in Asien. Wie würde wohl sein Urteil heute über uns lauten?

[39:29] Wie würde es lauten über die Evangelikalen? Wie über unsere Gemeinde hier? Wäre es etwas so, wie das, was über die Epheser geschrieben steht vielleicht?

[39:43] Du hast vieles richtig gemacht. Du hast das Böse, aber du liebst mich nicht mehr wirklich. Es steht in Offenbarung 2, Verse 4 bis 5, Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast.

[39:57] Gedenke nun, wovon du gefallen bist und tu Buße. Das heisst, kehre deine Gesinnung um, ändere dich und tu die ersten Werke.

[40:08] Wenn aber nicht, so komme ich dir und werde dein Leuchten von seiner Stelle wegrücken, wenn du nicht Buße tust. Ich hoffe nicht, dass dies das Urteil wäre.

[40:21] Aber seht ihr, man kann vieles richtig machen, wie die Gemeinde Nefesus. Man kann gute Lehre haben, man kann Programme aufstellen, man kann ein neues Gebäude haben.

[40:31] Ich freue mich darüber. Aber es nützt nichts, wenn man die erste Liebe zu Gott verlässt. Israel hat ihren Gott gegen einen König ausgetauscht.

[40:44] Was lieben wir mehr als Gott? Ist er noch alles für uns? Lasst uns beten, dass Gott uns gnädig sei und uns und unseren Kindern die Furcht Gottes ins Herz pflanze und wenn nötig auch mit einem Schrecken.

[41:03] Gott benutzt also das Mittel der Furcht, vom Himmel herabgebetet durch seinen Knecht Samuel und endlich, endlich zeigt es Wirkung. Das Volk erkennt, dass es genug Böse gehandelt hat, dass es des Todes würdig ist.

[41:22] Gott benutzt einen treuen Boten, der treu die Worte weitergibt, doch was den Menschen von seiner Sünde überführt, ist der Heilige Geist.

[41:34] Er zeigt uns, wie falsch unser Denken ist. Er zeigt uns auf, wie falsch unser Handeln ist, wie uninteger wir sind. Und er zeigt uns die Heiligkeit und die Gerechtigkeit Gottes auf der anderen Seite, sodass wir anfangen, vor Gott zu zittern.

[41:51] Nun, wenn du merkst, dass es in deinem Leben auch Sachen gibt, die nicht stimmen und wenn du Furcht vor Gott hast jetzt, weil du erkennst, dass er so gerecht ist oder wenn du dich scheust und dich nicht vor Gottes Augen traust, weil du seine Gerechtigkeit und seine Heiligkeit erkennst, dann renne nicht von Gott weg, sondern hör gut zu.

[42:19] Es ist nämlich so, wenn du in deinem Körper Schmerzen hast, dann weisst du, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist und dass du einmal genauer hinschauen müsstest.

[42:31] Und genau so benutzt Gott die Furcht. Er will dir aufzeigen, dass etwas nicht stimmt und dass du genauer hinschauen musst. Das führt uns zum letzten Punkt, das Evangelium, in Versen 20 bis 22.

[42:49] Wir lesen Vers 20. Und Samuel sprach zum Volk, fürchtet euch nicht. Nun, bist du auch ein bisschen verwirrt, wenn du Vers 20 liest?

[43:06] Soll sich Israel nun fürchten oder sollen sie sich jetzt nicht fürchten? Nun, wie ich eben gerade gesagt habe, Gott pflanzt die Furcht Gottes in den Menschen hinein mit einem Ziel.

[43:19] Sprüche 8, Vers 13 sagt es uns, die Furcht des Herrn ist, das Böse hassen. Stolz und Hochmut und den Weg des Bösen und den Mund der Verkehrtheit hasse ich.

[43:30] Es ist sein Ziel, dass du das auch hast und dass du es entdeckst in deinem Leben. Doch wenn Gott durch die Furcht sein Werk getan hat und du erkannt hast, erkannt hast, dass dein Weg in die Irre führt und dass dein Handeln in Gottes Augen deinen Tod verdient, so wie Israel das erkannt hat, dann darfst du die gute Botschaft, das Evangelium Gottes hören.

[43:58] Wir lesen Vers 21 und 22. Ihr, ihr habt zwar all dieses Böse getan, nur weicht nicht ab von der Nachfolge des Herrn und dient dem Herrn mit eurem ganzen Herzen und weicht nicht ab, denn ihr würdet hinter den Nichtigen, Schlachter sagt Götzen, denn ihr würdet hinter den Nichtigen herlaufen, die nichts nützen und nichts erretten, denn sie sind nichtig.

[44:26] Denn der Herr, es kommt der Grund, warum der Herr so treu ist, denn der Herr wird um seines großen Namens willen, sein Volk nicht verlassen oder verwerfen, denn es hat dem Herrn gefallen, euch sich zum Volk zu machen.

[44:45] Du kannst deine Sünden zwar nicht mehr rückgängig machen, doch dafür hat der Herr selbst seinen Sohn an deiner Stelle sterben lassen.

[45:00] Nicht du musst den verdienten Tod sterben, es war ein anderer, der deinen Tod gestorben ist, Jesus Christus, und zwar am Kreuz.

[45:12] Am Kreuz hat es nicht gedonnert, aber es wurde sechs Stunden lang finster. Niemand war da, der den Sohn Gottes errettet hätte mit seinem Gebet aus der Hand Gottes.

[45:26] Niemand war da, der den Sohn Gottes vor dem Zorn Gottes bewahrt hätte. Und der Herr, unser Herr, er litt Todesangst für dich und für mich.

[45:38] Er wurde von Gott verlassen, alles, damit du gerettet werden kannst. Und wenn du deine Sünde erkannt hast und voller Furcht zu ihm fließt und glaubst, dass er deine Sünde auf sich nahm, dann wirst du gerettet vor dem Zorn Gottes, dem gerechten Zorn Gottes.

[46:01] Wenn du zu ihm fließt, wird er dich nicht hinausstoßen, sondern er wird dich zu seinem Kind machen. Und er wird dein Vater sein. Und du wirst sein Kind sein.

[46:12] Deine Schuld ist bezahlt, wenn du glaubst, dass sie bezahlt ist. Die Beziehung zu Gott kann wieder hergestellt werden. Und für die, welche zu Gottes Volk schon gehören, gilt auch die Verheißung in Vers 22.

[46:29] Wir lesen sie noch einmal. Denn der Herr wird um seines großen Namens willen sein Volk nicht verlassen, denn es hat dem Herrn gefallen, euch, sich zum Volk zu machen. Auch wenn du als ein gläubiger Christ immer wieder in Sünde gefallen bist, erkenne doch, wie Gott mit den Fehlern und Sünden seines Volkes umgeht.

[46:51] Er verlässt es trotzdem nicht. Weshalb tut er das? Vers 22 hat es gesagt, weil es sein Entschluss war, uns zu seinem Volk zu machen.

[47:03] Es ist sein Entschluss. Zweitens, er, es hängt mit seiner Ehre zusammen, dass er uns und sein Volk bis ans Ziel bringt.

[47:16] Es hängt mit seiner Ehre zusammen und seine Ehre überlässt er niemand. Wenn du nun ein Kind Gottes schon bist und zu seinem Volk gehörst und du wieder und wieder gegen ihn gesündigt hast, wenn dir vielleicht bewusst wird, dass du Sünden begangen hast und dich alte Lasten wieder niederdrücken, wenn du Sünden begangen hast, deren Konsequenzen du heute noch tragen musst, wenn dich Sorgen bedrücken, dass Gott dich verlassen könnte, dann denke nicht, du könntest den Vers 22 zum Schweigen bringen.

[47:55] Ein Kommentator hat dazu geschrieben, Gott kann dir diesen Vers 22 auch in Neonfarbe aufblinken lassen oder machen, dass du über Römer 5, 20 stolperst.

[48:08] Ich lese den noch vor. Das Gesetz aber kam daneben ein, damit die Übertretung überströmend wurde. Wo aber die Sünde überströmend geworden ist, ist die Gnade Gottes noch überreichlicher geworden.

[48:25] Wir singen das auch immer wieder in dem Lied Amazing Grace, how sweet the sound. Oder in einem anderen Vers It was grace that taught my heart to fear and grace my fears relieved.

[48:38] Auf Deutsch. Es war Gnade, die meinem Herzen das Fürchten lehrte. Aber es war auch die Gnade Gottes, die wir hier in Vers 22 sehen, die auch meine Furcht wieder auflöste.

[48:52] Und so sehen wir, dass Gott für sein Volk vier verschiedene Mittel benutzt hat, um die Beziehung zu seinem Volk wieder herzustellen. Er hat treue Männer und Frauen gebraucht er mit einem guten Zeugnis.

[49:09] Welche treu das Wort Gottes verkündigen, sei es zur Zeit oder zur Unzeit, wenn die Nachricht den Leuten passt oder wenn sie ihnen auch nicht passt und sogar wenn sie dafür leiden müssen.

[49:23] Und dann sehen wir auch ganz klar, dass wir in allem völlig abhängig davon sind, dass der Herr die Furcht Gottes in die Herzen der Menschen einpflanzt.

[49:34] Wie Paulus den Korinthern geschrieben hat, einer pflanzt, der andere begießt, Gott aber hat das Wachstum gegeben. Und das letzte Mittel, das wir gesehen haben, ist die gute Botschaft von der Gnade Gottes.

[49:51] Christi stellvertretendes Sterben und die Vergebung der Schuld. Und dass Gott uns nicht verstoßen wird, weil er uns erwählt hat, um uns zum Ziel zu bringen.

[50:05] Und diese Mittel dürfen wir auch anwenden im Umgang miteinander. Nun hört, was Samuel weiterhin für sein Volk tun will. Auch wenn er als Richter und Führer jetzt abtritt, als Prophet wird er weiterhin für sie beten und sie durch Gottes Wort korrigieren und lehren.

[50:26] Und das nenne ich mal Integrität. trotz Verwerfung. 1 Samuel 12, 23 Auch ich, fern sei es von mir, gegen den Herrn zu sündigen und aufzuhören, für euch zu bitten, sondern ich werde euch den guten und richtigen Weg lehren.

[50:47] Als königliche Priesterschaft ist dies auch unser Vorrecht, aber auch unsere Pflicht. Lasst uns nicht sündigen, indem wir aufhören, für unsere Gemeinde zu beten, für unsere Ältesten zu beten, für unsere Geschwister zu beten, für unsere Kinder zu beten und sie zu lehren und für alle unsere Nächsten zu beten, welche noch unter dem Zorn Gottes sind und Vergebung brauchen.

[51:16] Lasst uns aber auch froh sein, dass wir einen großen, hohen Priester im Himmel haben, der in den Himmel eingegangen ist, Jesus Christus und der dort seinen Posten als unser Fürbieter treu wahrnimmt.

[51:32] Und so lasst uns die letzten Worte Samuels noch hören. Verse 24, 25 und sich nur fürchtet den Herrn und dient ihm in Wahrheit mit eurem ganzen Herzen, denn seht, welche grosse Dinge er an euch getan hat.

[51:46] Wenn ihr aber dennoch Böses tut, so werdet sowohl ihr als auch euer König weggerafft werden. Wir wollen noch beten. Unser Vater im Himmel, wir danken dir, dass du ein so gnädiger, ein gerechter, ein treuer Gott bist.

[52:09] Ich danke dir, dass du unsere Rettung verschafft hast durch deinen Sohn Jesus Christus. Er ist gekommen, hat sich erniedrigt, wurde ein Mensch wie wir und durch sein sündloses Leben und durch seinen Tod am Kreuz konnte er die Schuld, unsere Schuld auf sich nehmen und uns erretten vor dem sicheren Tod.

[52:36] Er hilft, dass das in unseren Herzen diese Wahrheit immer grösser wird, dass wir es mehr und mehr erkennen können und hilf uns, dass wir das auch weiter sagen. Amen. Amen. Amen.