[0:00] Ich möchte zu Beginn noch kurz beten. O treuer himmlischer Vater, ich habe herzlich Dank für diesen Sonntagmorgen, an welchen wir uns wieder unter deinem Wort versammeln dürfen.
[0:13] Bitte hilf uns an diesem Morgen wieder unseren Blick auszurichten und auf dich zu schauen, denn allein dir gebührt alle Ehre. Amen.
[0:23] Amen. Vor rund einer Woche habe ich in der Zeitung einen Artikel gelesen, welcher sich mit der Frage beschäftigte, worüber sich die Schweizer momentan am meisten Sorgen machen würden.
[0:40] Sorgen sind etwas Temporäres und somit auch vielen Veränderungen ausgesetzt. Man sorgt sich heute nicht unbedingt um die gleichen Dinge, um die man sich vielleicht vor ein paar Jahren Sorgen machte.
[0:52] Das Fazit dieses Berichtes war, dass sich das Schweizer Volk im Moment vor allem um die persönlichen Finanzen Sorgen machen würde. Die weltweiten Krisen, Corona und der Krieg in der Ukraine haben aber ganz bestimmt ihren Teil dazu beigetragen.
[1:08] Gemäss Bericht sind in der Schweiz immer mehr Menschen von Armut betroffen. Begriffe wie Working Poor tauchen immer wieder in den Schlagzeilen der Schweizer Medien auf.
[1:19] Die Schweizer haben Angst um ihr Geld und haben Angst, dass ihr Geld nicht reichen wird. Doch worüber machen sich die Menschen in anderen Ländern vielleicht Sorgen?
[1:31] Worüber machen sich die Menschen in Somalia Sorgen? Worüber machen sich die Menschen in der Ukraine wahrscheinlich Sorgen? Worüber sorgen sich die Menschen in Nordkorea? Oder worüber sorgen sich die Menschen in Afghanistan?
[1:46] Worüber man sich sorgt, kann sehr unterschiedlich sein. Nicht jede Situation ist dieselbe und die Wahrnehmung einer Situation ist sehr subjektiv. Worüber sorgst du dich im Moment?
[1:58] Was bereitet dir in deinem Leben immer wieder Sorgen? Doch noch viel wichtiger, wie gehst du mit diesen Sorgen um? Ich denke, dir ist sicher direkt die richtige Antwort eingefallen.
[2:12] Ich denke, dir ist sogar direkt die Bibelstelle aus 1. Petrus 5, 7 eingefallen. Doch was bringt uns alles Wissen, wenn wir es dann trotzdem nicht können? Wenn wir dann trotzdem wieder resignieren, weil die Sorge doch irgendwie zu gross scheint?
[2:27] Ich möchte heute deinen Fokus auf den Herrn ausrichten, damit du nicht resignierst, sondern dich an ihm, an dem Herrn erfreuen kannst. Oh ja, mit Freude sollst du heute in die neue Woche starten.
[2:43] Nicht Freude an dir oder Freude an mir, sondern Freude an unserem wunderbaren Herrn, welcher im Leben eines Gläubigen niemals passiv ist und einfach nur zuschaut.
[2:55] Und so habe ich meine Predigt auch mit dem folgenden Titel überschrieben. Der Herr ist niemals passiv. Der Herr ist niemals passiv. Dies sehen wir an seinen Wesenszügen, an seinen Eigenschaften.
[3:09] Und so wollen wir heute zwei dieser wunderbaren Eigenschaften des Herrn in unserem Abschnitt von Kapitel 10, 17 bis 11, 15 beleuchten. Die erste Eigenschaft, der erste Wesenszug ist die Güte des Herrn.
[3:24] Die Güte des Herrn. Und der zweite Wesenszug, die zweite Eigenschaft ist die Treue des Herrn. Und so kommen wir zu unserem ersten Punkt, zu unserer ersten Eigenschaft.
[3:36] Die Güte des Herrn. Wir haben gelesen in Kapitel 10, Vers 17. Und Samuel rief das Volk zusammen zum Herrn nach Mizpah.
[3:52] Wir haben letzte Woche in der Predigt von Tom gehört, wer denn nun der erste König des Volkes Israel sein würde. Wir haben gehört, dass Saul von Samuel zum König gesalbt wurde.
[4:04] Wir wissen also viel mehr, als das Volk hier zu diesem Zeitpunkt wusste. Noch wusste das Volk nicht, wer denn nun ihr König werden würde. Gespannt müssen sie sich vor Samuel versammelt haben.
[4:18] Und vielleicht war da schon die eine oder andere Idee oder Gerücht, in den Reihen des Volkes wer denn nun allenfalls König werden würde. Bald muss es soweit sein und sie würden es endlich erfahren.
[4:28] Mizpah war übrigens der Ort, wo die geistliche Erweckung des Volkes in Kapitel 7 stattfand. Und so lesen wir weiter in Vers 18.
[4:40] Und er sprach zu den Söhnen Israel. So spricht der Herr, der Gott Israels. Ich habe Israel aus Ägypten heraufgeführt und euch aus der Hand Ägyptens errettet und aus der Hand aller Königreiche, die euch bedrängten.
[4:54] Und hier haben wir schon das erste Aufblitzen der unbeschreiblichen Güte Gottes über seinem Volk. Was ist Güte?
[5:06] Eine Definition von Güte ist eine milde, eine freundliche, von Wohlwollen und Nachsicht bestimmte Gesinnung. Eine milde, eine freundliche, von Wohlwollen und Nachsicht bestimmte Gesinnung.
[5:20] Wie sehen wir das hier so schön? Der Herr weiß, dass sein Volk im Begriff ist, einen Fehler zu machen. Und trotzdem wendet er sich durch Samuel seinem Volk zu.
[5:30] Noch einmal gibt er dem Volk die Gelegenheit, ihr Vorhaben zu überdenken und vielleicht doch noch den richtigen Weg zu wählen. Er erinnert sich an die gewaltigen Ereignisse, welche das Volk mit Gott erleben durfte.
[5:46] Ihr aber habt heute euren Gott verworfen, ihn, der euch ein Retter aus all euren Nöten und Bedrängnissen ist und habt zu ihm gesagt, einen König sollst du über uns setzen.
[6:05] Gut möglich, dass Samuel nach diesem ersten Teil des Versen 19 eine kurze Pause einlegte. Ist das wirklich das, was ihr wollt? Hatte doch das Volk damals nach der Rettung von den Ägyptern durch das Meer in 2. Mose 15, 18 noch gesagt, der Herr ist König auf immer und ewig.
[6:26] Doch das war damals. Wie oft vergessen die Menschen doch ihre Vergangenheit. Wie oft vergessen doch die Menschen genau jene Ereignisse, von denen wir eigentlich lernen sollten.
[6:37] Wie oft vergessen wir, was wir mit Gott erleben durften. Nun denn, stellt euch auf vor dem Herrn nach euren Stämmen und nach euren Tausendschaften.
[6:53] Und Samuel ließ alle Stämme Israels herantreten. Nun stand endlich die sehnsüchtige, erwartete Wahl bevor. Die Wahl wurde per Los getroffen.
[7:05] Oh Gott ist niemals passiv. Ja, das Volk will einen König. Doch Gott hat entschieden, wer dieser König sein wird. Es ist nicht das Volk, das wählt, sondern allein Gott.
[7:18] Wie gesagt, wir wissen ja bereits, dass Saul zum König gesalbt wurde. Diese Wahl durch das Los war also eigentlich einfach eine leere Zeremonie.
[7:29] Doch das Volk wusste das nicht. Das Los, also die Führung Gottes, verhindert schlussendlich auch, dass sich das Volk später bei Samuel beklagen könnte. Wie oft hatten wir manchmal auch gerne ein Los, um zu erkennen, welchen Willen Gott in unserem Leben hat.
[7:46] Wir brauchen kein Los. Unser Los ist Gottes Wort, die Bibel. Da wurde der Stamm Benjamin durchs Los getroffen.
[8:02] Wir haben schon im Februar angeschaut, dass der König eigentlich aus dem Stamm Judah kommen müsste. Und er ließ den Stamm Benjamin nach seinen Sippen herantreten.
[8:13] Da wurde die Sippe Matri getroffen. Da wurde Saul, der Sohn des Kisch, getroffen. Und sie suchten ihn. Aber er wurde nicht gefunden. Wir wissen nicht, wie viele Leute diesen Saul wirklich gekannt haben und somit wussten, wie er aussieht.
[8:31] Aber offensichtlich war er wirklich nicht zu finden. Und sie befragten noch einmal den Herrn. Ist der Mann schon hierher gekommen? Aber der Herr antwortete, siehe, er hat sich beim Tross versteckt.
[8:44] Er hat sich beim Tross versteckt. Andere Übersetzungen schreiben hier, er hat sich bei den Geräten versteckt. Bei den Geräten, bei den militärischen Werkzeugen.
[8:56] Was für ein gutes Bild. Saul versteckt sich bei den Werkzeugen. Genau dorthin gehört er eigentlich. Schliesslich ist er nichts anderes als ein Werkzeug. Ein Werkzeug in Gottes Hand.
[9:07] Doch verstecken sollte er sich trotzdem nicht. Wenn Gott einen Mann zum Königtum beruft, hat er kein Recht, sich zu verstecken.
[9:20] Wenn Gott dich für einen Dienst beruft, hast du kein Recht, dich zu verstecken. Auch Jona hatte kein Recht, davon zu laufen und sich zu verstecken. Die Erweckungen in der Apostelgeschichte sind nur darum so geschehen, weil Gott Apostel dazu benutzt hat.
[9:37] Apostel, die nicht weggelaufen sind und sich nicht versteckt haben. Sie haben sich von Gott brauchen lassen. Die ganze Reformation ist nur passiert, weil Gott Reformatoren benutzt hat, die nicht weggelaufen sind und sich nicht versteckt haben.
[9:52] Aber am Beispiel Sauls können wir ein bisschen erkennen, wie schwer es werden kann, wenn man anfängt, von Gott gebraucht zu werden. Letzte Woche durften wir von Tom hören, wie Saul sich aufmachte, um die Eselinnen zu suchen.
[10:09] Doch was findet er schliesslich? Nichts Geringeres als ein Königreich. Dies ist eine gigantische Aufgabe, welche hier auf Saul wartete. Da kann einem tatsächlich ein bisschen bange werden.
[10:21] Ja, manchmal hat Gott Pläne für dein Leben, die wir vielleicht so nicht erwartet hätten. Doch wie würde es um dich stehen, wenn Gott dich nur finden ließe, was du suchen würdest?
[10:38] Wärst du dann hier in diesem Saal? In Römer 3 können wir nachlesen, dass niemand von sich aus nach Gott fragt. Und in Johannes 6, 44 lesen wir, Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht.
[10:55] Oh, wehe uns, wenn Gott in seinem grossen Erbarmen uns nur finden ließe, was wir suchen. Wollte in Apostelgeschichte 9 nicht aus Saulus in Damaskus Christen suchen, um sie zu vernichten?
[11:10] Doch er fand den gnädigen Erlöser der Welt. So auch die Samariterin am Jakobsbrunnen in Johannes 4. Sie wollte Wasser holen. Sie fand ihr ewiges Heil.
[11:22] Was hattest du gesucht, als du durch Gottes Gnade das Erlösungsgeschenk finden durftest? Wie wunderbar, wenn Gott in deinem Leben eben doch nicht einfach nur passiv ist.
[11:38] Du weisst nicht, was Gott dich in Zukunft in deinem Leben finden lassen möchte. Bist du darauf vorbereitet, dich in den Dienst des Herrn zu stellen, egal was da kommen werde?
[11:49] Oder willst du dich verstecken wie Saul in unserem Abschnitt? Wir lesen weiter Vers 23. Da liefen sie hin und holten ihn von dort.
[12:01] Und als er sich mitten unter das Volk stellte, da war er einen Kopf größer als alles Volk. Und Samuel sagte zu dem ganzen Volk, habt ihr gesehen, wen der Herr erwählt hat?
[12:11] Denn keiner ist ihm gleich, im ganzen Volk. Da jauchzte das ganze Volk und sie riefen, es lebe der König. Dieser Saul muss wahrhaftig eine imposante Erscheinung eines Mannes gewesen sein.
[12:24] Wir haben in den letzten Kapiteln gesehen, wie sehr das Volk genau auf solche Äußerlichkeiten schaut. Wollten sie doch einen König haben, wie ihn die Nationen haben, der sichtbar vor ihnen hergeht, an dem man sich festhalten kann.
[12:40] Samuel wusste dies natürlich genau und darum präsentierte er ihnen ihren neuen König auch auf diese Art. Habt ihr gesehen? Habt ihr gesehen? Genau so einen wolltet ihr doch? Denn keiner ist wie er im ganzen Volk.
[12:55] Gott in seiner Güte erfüllte dem Volk ihren Wunsch. Doch Gott ist es egal, welch äußeres Aussehen ein Mann hat. In Psalm 147, Vers 10 bis 11 lesen wir, er hat keinen Gefallen an der Stärke des Rosses, noch Freude an den Schenkeln des Mannes.
[13:14] Der Herr hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, an denen, die auf seine Gnade haren. Für Gott muss ein schöner Mensch niemals äußerlich schön sein.
[13:28] Schön sind jene Menschen für Gott, die nach seinem Willen leben und immer mehr in sein Bild umgestaltet werden. Das sind schöne Menschen für Gott. Vielleicht bist du in den Augen vieler Betrachter tatsächlich eine sehr schöne Frau oder ein sehr schöner Mann.
[13:44] Vielleicht hast du andere natürliche Vorzüge. Vielleicht bist du sehr intelligent. Vielleicht bist du sehr wortgewandt. Vielleicht kannst du die Menschen sehr einfach um den Finger wickeln.
[13:55] Wenn du natürliche Vorzüge besitzt, dann bilde dir bitte nichts darauf ein. Achte darauf, dass dir deine Vorzüge im Glaubensleben nicht zum Hindernis werden.
[14:09] 1. Korinther 4, 7 warnt uns ebenso davor, uns selbst rühmen zu wollen. Was aber hast du, was du nicht empfangen hast? Wenn du es aber auch empfangen hast, was rühmst du dich, als hättest du es nicht empfangen?
[14:25] Es kommt nicht darauf an, was du für Vorzüge oder Talente hast. Es kommt nur darauf an, was du mit ihnen machst. In Philippa 3 zeigt uns Paulus, dass seine irdischen Vorzüge und seine vortreffliche Abstammung nur Dreck sind, wenn sie nicht für Christus eingesetzt werden.
[14:45] Doch diese Sicht teilte das Volk in unserem Abschnitt hier leider nicht. Es lebe der König, schreien sie und meinen damit nicht den wahren König, sondern Saul.
[14:57] Was für ein Gegensatz zu dem wahren König viele Jahre später in Johannes 19, 15. Dort lesen wir nämlich, sie aber schrien, weg, weg, kreuzige ihn.
[15:11] Pilatus spricht zu ihnen, euren König soll ich kreuzigen? Die hohen Priester antworteten, wir haben keinen König, ausser dem Kaiser.
[15:24] Wie traurig, auch hier in unserem Abschnitt. Das Volk vertraute lieber einen Menschen aus Staub, statt dem allmächtigen und gütigen Gott, welcher in seiner Macht das Volk Israel durch die ganze Geschichte hindurch begleitet hat.
[15:41] Doch die Würfel sind nun gefallen und Israel hat seinen ersten König. Und so spricht Samuel wieder zum Volk in Vers 25.
[15:54] Und Samuel sagte dem Volk das Recht des Königtums und schrieb es in ein Buch und legte es vor dem Herrn nieder. Und Samuel entließ das ganze Volk, jeden in sein Haus.
[16:06] Dieses Königsgesetz wollen wir zusammen noch kurz anschauen. Wir finden dieses in 5. Mose 17, die Verse 14 bis 20. 5. Mose 17, die Verse 14 bis 20.
[16:19] 5. Mose 17, ab Vers 14.
[16:32] Wenn du in das Land kommst, das der Herr deinen Gott dir gibt und es in Besitz genommen hast und darin wohnst und sagst, ich will einen König über mich setzen, wie alle Nationen, die rungsum mich her sind, dann sollst du nur den König über dich setzen, den der Herr, deinen Gott, erwählen wird.
[16:55] Aus der Mitte deiner Brüder sollst du einen König über dich setzen. Du sollst nicht einen Ausländer über dich setzen, der nicht dein Bruder ist. Und jetzt folgen einige Gebote, die an die Adresse des Königs gehen.
[17:07] Vers 16. Vers 16.
[17:37] Und wir sehen noch in den Samuelbüchern, dass Gott diese Warnung nicht einfach so ausgesprochen hat. Sogar David, der Mann nach dem Herzen Gottes, fiel in diesen Dingen.
[17:51] Von Salomo ganz zu schweigen. Salomo als dritter König Israels ist in all diesen drei Geboten bereits gefallen. Dies soll aber keinesfalls dazu führen, dass wir mit dem Finger auf diese Könige zeigen.
[18:05] Es soll dich dazu führen, dass du die Warnungen in Gottes Wort ernst nimmst. Gerade wir Männer laufen Gefahr, in genau diesen Dingen zu fallen. Macht, Ehre, Ruhm, unser Stolz.
[18:19] Frauen oder Geld. Es sind die drei G, die ich gerne von Martin kopiere. Die drei Gefahren für die Männer.
[18:30] Girls, Golden, Glory. Gott hätte diese Warnungen an die Könige des Volkes nicht gegeben, wenn nicht die Gefahr bestanden hätte, dass sie in genau diesen Dingen fallen würden.
[18:42] Und so sind alle Warnungen in der Bibel genau deshalb geschrieben, weil die Gefahr sehr gross ist, dass wir in diesen Dingen fallen werden. Nimm die Warnungen in Gottes Wort ernst.
[18:55] Vers 18 in unserem Kapitel in 5. Mose. Und es soll geschehen, wenn er auf dem Thron seines Königreiches sitzt, dann soll er sich eine Abschrift dieses Gesetzes in ein Buch schreiben.
[19:08] Aus dem Buch, das den Priestern, den Leviten vorliegt. Und sie soll bei ihm sein. Und er soll alle Tage seines Lebens darin lesen, damit er den Herrn, seinen Gott, fürchten lernt, um alle Worte dieses Gesetzes und diese Ordnungen zu bewahren, sie zu tun, damit sein Herz sich nicht über seine Brüder erhebt und er von dem Gebot weder zur Rechten noch zur Linken abweicht, damit er die Tage in seiner Königsherrschaft verlängert, er und seine Söhne in der Mitte Israels.
[19:42] Wie viele Verse finden wir in der Bibel darüber, dass Gottes Wort uns von Sünde bewahren kann? Aber natürlich nur, wenn wir dieses Wort Gottes bewahren, indem wir täglich darin lesen.
[19:55] Und so sehen wir in diesem Abschnitt genau das. Der König soll alle Tage seines Lebens in der Abschrift des Gesetzes lesen. Warum? Damit.
[20:07] Damit er den Herrn, seinen Gott, fürchten lernt, um alle Worte dieses Gesetzes und diese Ordnungen zu bewahren, sie zu tun. Hast du auch so eine Abschrift des Gesetzes?
[20:22] Du hast. Deine Bibel ist nichts anderes als eine Abschrift des Gesetzes. Und jetzt sage ich dir, du sollst alle Tage deines Lebens in der Abschrift des Gesetzes in der Bibel lesen.
[20:35] Warum? Ich gebe dir dieselbe Antwort. Damit du den Herrn, deinen Gott, fürchten lernst, um alle Worte der Bibel zu bewahren, sie zu tun.
[20:47] Gott ist nicht ein böser Gott, der dich einfach mal leben lässt und dich im Anschluss bestrafen will, weil du die Dinge falsch gemacht hast. Gott ist ein gütiger Gott, der dir eine Anleitung für dein gesamtes Leben bereithält.
[21:02] Ein Gott, der dir sagt, wie du dein Leben richtig führst, wie dein Leben zum richtigen Ziel führen wird. Ein Gott, dem es nicht egal ist, wohin du läufst. Ein Gott, welcher in deinem Leben niemals passiv ist.
[21:20] Wir gehen zurück zu unserem Abschnitt in 1. Samuel 10. Ich lese ab Vers 25, den zweiten Teil. Und Samuel entließ das ganze Volk, und geht in sein Haus.
[21:34] Auch Saul ging in sein Haus nach Gibea, und mit ihm sogen die vom Heer, deren Herz Gott gerührt hatte. Aber einige ruchlose Leute sagten, wie soll der uns retten?
[21:45] Und sie verachteten ihn und brachten ihm kein Geschenk. Aber er tat, als hörte er es nicht. Auch Saul geht nach Hause. Noch gab es ja keinen Königspalast, denn Saul war der erste König.
[21:58] Und wieder blitzt die unendliche Güte Gottes in unserer Geschichte auf. Gott ist es, der das Herz einer ganzen Schar Leute gerührt hat. Gott will Saul ermutigen, indem er ihm eine Schar Israeliten zur Seite stellt, die ihn begleiten.
[22:15] Gott weiss, dass einige böse Leute, andere übersetzen mit eben, Söhne Beliales, den Saul verachteten. Verachtung und Verleumdung können schmerzen, erst recht dann, wenn man keinen Grund dazu gegeben hat.
[22:31] Achten wir darauf, dass wir uns unter die Obrigkeit unterordnen und uns nicht so verhalten wie diese Söhne Beliales. Das ist genau das momentane Thema in der Bibelstunde in 1. Petrus.
[22:43] Die Obrigkeit und somit die Ordnung ist von Gott eingesetzt, egal wie richtig wir die Entscheidungen dieser Amtsträger finden. Der Herr lässt auch in diesen Stunden seinen neuen Amtsträgern nicht alleine.
[22:57] Der Herr ist nicht passiv. Der Herr ist gütig. Wie wunderbar, wie die Güte des Herrn in unserem Abschnitt immer wieder aufblitzt. Und nachdem wir die Güte des Herrn ein wenig beleuchtet haben, möchten wir uns mit Kapitel 11 an der Treue des Herrn erfreuen.
[23:15] Und so kommen wir zu unserem zweiten Punkt, die Treue des Herrn. Und somit kommen wir auch zum 11. Kapitel. Und Nahasch? Der Ammoniter zog er auf und belagerte Jabesh in Gilead.
[23:29] Und alle Männer von Jabesh sagten zu Nahasch, schliesse einen Bund mit uns, so wollen wir dir dienstbar sein. Die Ammoniter waren ein Volk, welches östlich des Jordans wohnte und wahrscheinlich schon seit einiger Zeit das Volk Israel bedrohte.
[23:44] Ein bisschen später, in Kapitel 12, 12, lesen wir nämlich, als ihr aber saht, das Nahasch, der König der Söhne Ammon, gegen euch zog, sagte dir zu mir, Nein, sondern ein König soll über uns herrschen, obwohl doch der Herr, euer Gott, euer König ist.
[24:02] Es ist also anzunehmen, dass diese Bedrohung auch einer der großen Gründe war, warum das Volk jetzt unbedingt einen König haben wollte. In der Einleitung habe ich dich gefragt, worüber du dich sorgst.
[24:15] In unserer Geschichte ab 1. Samuel 8 war die Sorge des Volkes Israel, also die Bedrohung durch die Ammoniter. Diese Ammoniter waren die Nachkommen Lots. Wir können diesen 1. Mose 19 nachlesen.
[24:30] Jabesh in Gilead dagegen war eine kleine Stadt im Grenzgebiet, ebenfalls östlich des Jordans. Und in Richter 20 und 21 können wir nachlesen, wie sich die Bewohner dieser Stadt damals gleichgültig gegenüber dem Bösen verhielten.
[24:44] Offensichtlich schienen diese Ammoniter sehr übermächtig zu sein, denn die Männer von Jabesh wollten einen Bund mit Nahash machen, um ihr Leben zu retten.
[24:58] Egal, ob sie dann wieder in Knechtschaft gelangen würden, sie merkten, dass sie einer Belagerung der Ammoniter nicht standhalten würden. In seinem Stolz und seiner vermeintlichen Übermacht verhöhnte Nahash seine Gegner von Jabesh.
[25:11] Vers 2 Aber Nahash der Ammoniter antwortet ihnen, unter der Bedingung will ich einen Bund mit euch schliessen, dass ich euch allen das rechte Auge aussteche und damit Schmach über ganz Israel bringe.
[25:28] Wir wollen diesen Nahash ein wenig unter die Lupe nehmen. Nahash. Sein Name bedeutet Schlange. Die allgemeine hebräische Bezeichnung für Schlange ist anscheinend Nahash.
[25:39] Nahash ist wie sein Name, eine Schlange, die auch der Satan eine Schlange ist. Eine eindrückliche Parallele muss uns auffallen. Nahash richtet seinen Angriff nicht direkt gegen das ganze Volk, sondern lediglich erstmal gegen Jabesh.
[25:57] Nahash greift die Schwachen an. So ist auch der Satan die andere Schlange. Auch er greift vor allem die Schwachen an. Das Auge will er ihnen ausstechen.
[26:10] Nahash will den Bewohnern den klaren Blick rauben. Auch der Satan will dir den klaren Blick rauben. Ich hatte als Jugendlicher an einem 1. August einmal aufgrund eines Infektes ein geschwollenes Auge, sodass ich auf diesem Auge wirklich nichts mehr sah.
[26:27] Warum ich noch so genau weiss, dass dies an einem 1. August war, ist, am Abend war Feuerwerk angesagt und ich war früher ein kleiner Pyroman. Am Abend machten wir uns wie immer mit dem Feuerzeug bewaffnet daran und diese Knallerei zu entfachen.
[26:44] Den ganzen Tag störte mich mein eingeschränktes Sichtfeld nicht so sehr. Man gewöhnt sich ja schliesslich ein bisschen daran. Doch am Abend war meine Sicht aufgrund der Dunkelheit noch mehr eingeschränkt und ich musste feststellen, dass ich mit dem Feuerzeug immer wieder vor oder hinter der Zündschnur anzuzünden versuchte.
[27:02] Ich verfehlte die Zündschnur immer wieder und durch den Totalausfall meines Auges merkte ich manchmal auch nicht, dass meine Kollegen neben mir wieder irgendetwas starteten, bis ich es dann akustisch feststellte.
[27:16] Es wären also nicht die besten Voraussetzungen gewesen, unter diesen Bedingungen in einen Kampf zu ziehen, wenn die Tiefenschärfe fehlt. Nahasch wollte die Gegner kampfunfähig machen.
[27:28] So ist auch der Satan die andere Schlange. Er legt alles daran, dich kampfunfähig zu machen. Und Nahasch, wir haben es gelesen, Nahasch will Schmach auf das Volk Israel bringen.
[27:41] So auch der Satan. Er will Schmach auf die Gläubigen bringen. Er will deren Zeugnis, er will euer Zeugnis schwächen. Schwächen. Nicht gerade die schönsten Aussichten, die auf die Bewohner von Jabesh warten.
[27:58] Und was machen die Ältesten von Jabesh nun? Vers 3. Da sagten die Ältesten von Jabesh zu ihm, lass uns sieben Tage Zeit, damit wir Boten in das ganze Gebiet Israel senden.
[28:10] Und wenn dann niemand, da ist er, uns rettet, so wollen wir zu dir hinausgehen. Da kamen die Boten nach Gibea-Saul und sagten diese Worte vor den Ohren des Volkes. Und das ganze Volk erhob seine Stimme und weinte.
[28:27] Ein Ausleger hat einmal gesagt, ein Geschlecht, das nicht an Gott, den Retter glaubt, kann nicht anders als an seelischer Wurzelfäule kranken.
[28:39] Ein Geschlecht, das nicht an Gott, den Retter glaubt, kann nicht anders als an seelischer Wurzelfäule kranken. Wurzelfäule kranken. Völlig resigniert und in Angst müssen die Bewohner ihre Boten im Land herumgesandt haben, in der kleinen Hoffnung, vielleicht in diesen sieben Tagen doch noch jemanden zu finden, der eine zündende Idee hat und somit helfen kann.
[29:03] Nachausch gewährt ihnen diesen sieben Tage natürlich gerne, denn dies würde sein Triumph nur noch grösser machen. Die Bewohner von Jabesh hatten nun andere Sorgen als ein bisschen Geld wie wir Schweizer und das Volk war gewiss, Jabesh wird nicht die einzige Stadt bleiben.
[29:17] Resignation und Mutlosigkeit machten sich unter dem Volk breit, sodass das ganze Volk weinte. Haben sie etwa tatsächlich schon wieder vergessen, wessen Volk sie sind?
[29:34] Wo müssen wir unsere Sorgen schon wieder abladen? Oh, diese Mutlosigkeit, oh, diese Hoffnungslosigkeit, diese schwarze Rei, das ist unser Feind.
[29:45] Ja, wir machen uns Sorgen wegen Gesundheit, wegen Kriegen, wegen Armut, doch genau diese Sorgen sollen wir auf ihn werfen. Gott will nicht, dass wir uns um diese Sachen sorgen. Gott will, dass wir uns um unsere Mutlosigkeit und Hoffnungslosigkeit sorgen.
[30:01] Das ist es, was es zu bekämpfen gilt. Das ist es, was es zu heilen gilt. Vers 5 Und siehe, da kam Saul vom Feld hinter den Rindern her und Saul fragte, was ist mit dem Volk?
[30:20] Dass sie weinen. Und sie berichteten ihm die Worte der Männer von Jabesh. Und jetzt wird es richtig spannend. Da geriet der Geist Gottes über Saul, als er diese Worte hörte und sein Sohn entbrannte sehr und er nahm ein Gespann Rinder und zerstückelte sie und sandte davon durch Boden in das ganze Gebiet Israels und liess sagen, wer nicht hinter Saul und hinter Samuel herzieht, dessen Rindern wird ebenso ergehen.
[30:46] Da geriet der Geist Gottes über Saul. Wieder sehen wir unseren wunderbaren und treuen Herrn, ein Herr, welcher niemals passiv ist. Es ist Gott, der durch seinen Geist in das Geschehen eingreift.
[31:01] Wieso macht er das bei einem so halsstarrigen Volk? Weil er voll Güte ist und weil er treu ist, selbst wenn sein Volk nicht treu war. Was für ein Gott!
[31:14] Das Volk Israel hat den falschen Weg gewählt. Das Volk Israel ist in den falschen Zug eingestiegen. Doch der gütige, gnädige, barmherzige und treue Gott, er steigt mit ein und fährt mit.
[31:28] Was für ein Gott! In Kapitel 10, Vers 7, letzte Woche, haben wir gesehen, wie Samuel Saul anleitet und ihm die Worte «Denn Gott ist mit dir» mit auf den Weg gibt.
[31:45] Gott ist mit dir. Gott fährt mit. Wie wunderbar! Die Geschichte soll uns keinesfalls dazu führen, dass wir gleichgültig oder nachlässig werden und es egal ist, welchen Weg wir einschlagen.
[31:59] Doch wir dürfen wissen, dass er treu ist, selbst wenn wir nicht treu sind. Auch dürfen wir die Wahrheit kennen, die Johannes seinen Lesern in 1. Johannes 1, 9 schrieb.
[32:12] Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit. Ich schaue selber in mein Leben zurück und muss feststellen, wie oft bin ich in den falschen Zug eingestiegen.
[32:30] Ja, manchmal schmerzt so ein Umweg wirklich. Doch ich darf wahrhaftig bezeugen, der Herr hat mich niemals alleine gelassen. Er ist mit mir eingestiegen. Wo würde ich hier stehen, wenn der Herr mich nicht hätte finden lassen, wonach ich gar nicht gesucht habe?
[32:48] Immanuel, Gott ist mit uns. Da fiel der Schrecken des Herrn auf das Volk und sie zogen aus wie ein Mann.
[33:03] Der Schrecken des Herrn. Wieder ist Gott der Handelnde. Saul ist lediglich das Werkzeug in Gottes Hand und dies muss er in Vers 13 dann demütig anerkennen.
[33:14] Und wir lesen, und sie zogen aus wie ein Mann. Wir sehen diese Einmütigkeit nicht so oft im Volk Gottes, doch sie soll uns eine Lehre sein. Wie oft machen sich die Gläubigen gegenseitig kaputt und bekämpfen sich, anstatt sich auf ihren Auftrag zu konzentrieren.
[33:33] Wie oft schlagen sich Gemeinden mit Gewissensfragen rum und vergessen völlig, wozu die Gemeinde eigentlich da sein sollte. Streitereien spalten die Gemeinden, welche dadurch ihr Licht und ihren Geschmack verlieren.
[33:46] Oh, wie freut das den Satan. Wie freut das die Schlange. Wie schön, wenn man auch als Gemeinde wie ein Mann hinstehen kann und zusammen im Dienste des Herrn stehen darf.
[34:02] Es ist ja Vers 8 weiter. Und er musterte sie bei Besec und die von den Söhnen in Israel waren 300.000 und die Männer von Judah 30.000. Und er sagte zu den Boten, die gekommen waren, so sollt ihr zu den Männern von Jabeschen Gilead sagen, morgen, wenn die Sonne beginnt heiß zu scheinen, soll euch Hilfe zuteil werden.
[34:24] Die Boten kamen zurück und berichteten das den Männern von Jabeschen. Und sie freuten sich und die Männer von Jabeschen sagten, morgen wollen wir zu euch hinausgehen, dann könnt ihr uns alles tun, was gut ist in euren Augen.
[34:36] Und es geschah am nächsten Tag, da stellte Saul das Volk in drei Heerhaufen auf und sie kamen mitten in das Lager um die Zeit der Morgenwache und schlugen Ammon, bis der Tag heiß wurde.
[34:46] Und was übrig blieb, wurde zerstreut, sodass von ihnen nicht zwei beieinander blieben. Das Vorgehen von Saul ist schlau.
[34:58] Er geht nicht am Mittag, wenn die Sonne heiß ist. Er rennt mit seinen 330.000 Mann auch nicht einfach drauf los, sondern er teilt sie in drei Abteilungen auf und dann greifen sie bei der Morgenwache, also so zwischen drei und sechs Uhr morgens, an.
[35:13] Viele, viele Ammoniter müssen getötet worden sein und von denen, die übrig blieben, waren nicht mehr zwei beieinander. Wollte nicht Nahasch die Schlange den Kindern Israels die Augen ausstechen?
[35:28] Nahasch hat es mit Gott zu tun bekommen. Wie lesen wir doch an manchen Stellen, zum Beispiel in Zacharia 2, 12, dass Gott sein Volk als seinen Augapfel bezeichnet?
[35:41] Nahasch hätte also tatsächlich den Augapfel des Herrn antassen wollen. Welche Ironie! Gott hat in der Heilsgeschichte seines Volkes schon so manches gottloses Volk benutzt, um sein eigenes Volk zu richten und zu erziehen.
[35:59] Gott kann tun und lassen, was er will. Warum? Weil er Gott ist. Und weil er Gott ist, sagt er auch ganz genau, bis wohin der Feind gehen darf. Gott ist es, der sagt, bis hinher und nicht weiter.
[36:13] Dies war damals so und ist heute nicht anders. Wir könnten jetzt die Geschichte lesen und feststellen, dass Saul ja einen ziemlich verheissungsvollen Anfang seines Königtums hatte.
[36:25] Ja, das stimmt. Wir können auch weitergehen und Saul als Helden hochloben, doch dann würden wir eben einige Zeilen überlesen. Es war der Geist Gottes, welcher Saul befähigte, hier die richtigen Entscheidungen zu treffen und gegen Nahasch in den Kampf zu ziehen.
[36:42] Es war der Schrecken des Herrn, der hier auf das Volk kam und sie dazu bewog, auszuziehen wie ein Mann. Einheit, gerade unter den Gläubigen, ist nicht eine Sache, wo wir Menschen besonders gut darin sind.
[36:56] In unserem Abschnitt hier hat allein der Herr diese erforderliche Einheit gewirkt und nicht Saul. Wollen wir Einheit in der Gemeinde? Es ist auch bei uns allein der Herr, der dies schenken kann.
[37:11] Satan wird alles versuchen, um die Einheit der Gemeinden, auch unserer Gemeinde, zu zerstören. Bitten wir den Herrn, dass er uns diese Einheit bewahren kann.
[37:22] Nur durch diese von Gott gewirkte Einheit konnten die Männer Israels Ammon besiegen. Nur durch von Gott gewirkte Einheit können auch wir im Kampf siegen.
[37:33] Jeder, der Mannschaftssport betreibt oder betrieben hat, weiss, wie wichtig eine Einheit ist. Wie schön ist es auch, wenn man bei der Arbeit in einem gut funktionierenden Team wirken darf.
[37:45] Als Team, als Einheit ist man erfolgreich und zu aller Freude macht es auch noch viel mehr Spass. Aber eben, es ist allein Gott, welcher durch seinen Geist diese Einheit auch hier in der Gemeinde wirken kann.
[37:57] Egal, was dir vielleicht heute Morgen die Hoffnung oder die Zuversicht raubt, Gott ist durch seinen Geist fähig dazu, dich aufzurichten und dir wieder den richtigen Fokus zu geben.
[38:12] Er ist heute Morgen fähig dazu. Vers 12 Da sprach das Volk zu Samuel.
[38:24] Interessant, dass sie noch immer zu Samuel gehen, statt zu Saul. Samuel war noch immer ihr Richter. In der nächsten Predigt werden wir dann hören, wie Samuel sein Amt niederlegt und die Richterzeit somit eigentlich abgelöst worden ist.
[38:38] Wer ist es, der gesagt hat, sollte Saul König über uns sein? Gebt diese Männer her, damit wir sie töten. Saul hatte mit diesem Sieg die Gunst des Volkes auf seiner Seite.
[38:51] Offensichtlich schrieben sie diesen grossartigen Sieg ihrem neuen König zu und jeder, der etwas gegen ihren Helden sagt, soll bestraft oder hier sogar getötet werden. Aber Saul sagte, niemand soll an diesem Tag getötet werden, denn heute hat der Herr Rettung gegeben in Israel.
[39:12] Saul weiss, dass es nicht sein eigenes Werk war. Saul weiss, dass der Herr den Sieg geschenkt hat. Saul soll an dieser Geschichte lernen, was auch du lernen sollst.
[39:23] Der Herr ist der wahre, der eigentliche König des Volkes. Aus uns selbst können wir gar nichts tun, wir sind bloß Werkzeuge. Und Gott allein gebührt die Ehre, jedes Eigenlob wäre fehl am Platz.
[39:40] Und nun kommen wir endlich zu jenem Moment, wo Saul endgültig als König eingesetzt wird, in Vers 14. Und Samuel sagte zum Volk, kommt und lasst uns nach Gilgal gehen und dort das Königtum erneuern.
[39:54] Und das ganze Volk zog nach Gilgal und sie machten dort Saul zum König vor dem Herrn in Gilgal und sie schlachterten dort Heilsopfer vor dem Herrn und Saul und alle Männer von Israel freuten sich dort sehr.
[40:08] Saul wurde vom Herrn erwählt und für den Königsdienst beauftragt. Dies haben wir letzte Woche von Tom hören dürfen. Nun wurde Saul durch einen militärischen Sieg bestätigt und jetzt haben wir auch noch die Krönung hier und das Einsetzen des Königs vor dem Herrn.
[40:25] Ein sehr ähnliches Muster werden wir dann auch bei David sehen. Wir lesen nun nichts mehr von negativen Stimmen gegenüber dem König. Es steht, dass das ganze Volk nach Gilgal zog.
[40:37] Einheit. Der Herr hat Einheit geschenkt. Unser Abschnitt schliesst mit den Worten und sie schlachteten dort Heilsopfer vor dem Herrn und Saul und alle Männer von Israels freuten sich dort sehr.
[40:52] Heilsopfer sind Friedensopfer. Es war ein Opfer des Dankes. Dank über den Sieg und Dank über das vereinte Volk. Und Dank führt zu Freude und Saul und alle Männer von Israels freuten sich dort sehr.
[41:14] Oh, wenn du auf die Dinge schaust, wofür du danken kannst, dann wird dein Herz plötzlich wieder froh und Freude macht sich in dir breit. Ich habe dir heute zwei wunderbare Gründe genannt, wofür du kommende Woche jeden Tag danken darfst.
[41:29] Die Güte des Herrn und die Treue des Herrn. Danken richtet deinen Blick an den richtigen Ort aus und Danken führt zu Freude.
[41:43] Wir haben über Sorgen gesprochen, welche vielleicht auch dich beschäftigen. Fülle dein Herz mit Dankbarkeit und in dir wird sich große Freude breit machen, welche die Sorgen verdrängen wird.
[41:56] Gott. Ich wollte heute deinen Fokus auf den Herrn ausrichten, damit du nicht resignierst, sondern dich an ihm erfreuen kannst. Mit Freude sollst du in die neue Woche starten.
[42:08] Freude an unserem wunderbaren Herrn, welcher im Leben eines Gläubigen niemals passiv ist und einfach nur zuschaut. Was haben wir nur für einen wunderbaren Gott?
[42:21] Lass mich beten. Oh, allmächtiger Vater im Himmel, ich möchte dir von Herzen danken, dass du uns gezogen hast.
[42:34] Du hast uns dadurch finden lassen, wonach wir nie gesucht hätten. Wir waren in der Dunkelheit der Welt gefangen, aber du hast uns davor errettet. Wir möchten dir von Herzen danken.
[42:48] Oh, der Satan, die Schlange möchte uns drohen, uns kampfunfähig machen und uns verschlingen. Herr, hilf uns, standhaft zu sein, auch als Gemeinde hinzustehen wie ein Mann und den Angriffen zu trotzen.
[43:01] Bitte hilf uns, dass wir nicht auf unsere Sorgen schauen, sondern auf dich. Hilf uns, dass wir unsere Sorgen wirklich bei dir abladen und nicht resignieren. Herr, danke für deine Güte und deine Treue, die täglich über uns ist.
[43:16] Danke für die Hoffnung, die wir durch Mit Entfernung, oder sch Erma keine Wat Hast nosά