Gottes Kleider für seine Kinder

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Prediger

Stephan Humbert

Datum
19. März 2023

Transkription

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[0:00] Wie viele Leben von Christen stecken leider im Sumpf der Sünde fest. Beziehungen liegen in den Brüchen, unweise Entscheidungen tragen ihre Früchte.

[0:18] Das Leben ist nicht mehr durch Freude und Hoffnung geprägt, sondern viele leben nur noch im Überlebensmodus.

[0:30] Aber nicht nur wir selbst leiden unter der Sünde, sogar die Natur ächzt unter der Last der Sünde und wir wiederum unter den Auswirkungen von Katastrophen.

[0:45] Die Welt redet uns ein, dass wir das Opfer von unserer Geschichte und unseren Umständen sind. Und weil wir die Geschichte und die Umstände nicht ändern können, bleibt nur die Variante Symptombekämpfung übrig.

[1:04] Die weltlichen psychologischen Modelle fokussieren sich auf das Verhalten beziehungsweise pusten allfällige physischen und psychischen Warnlampen mit Schmerzmitteln und oder Psychopharmaka aus.

[1:19] Da bleibt keine Veränderung. Da bleibt keine Hoffnung auf Veränderung. Ich bin mal halt so, wie ich bin.

[1:33] Doch gemäss der Bibel gibt es eine Hoffnung. Und zwar selbst für die weltlich hoffnungslosesten Fälle.

[1:45] Gott hat zu Beginn der Welt eine perfekte Welt erschaffen. Das Paradies im Garten Eden war perfekt, die Beziehung zwischen den Menschen und Gott ungetrübt.

[1:57] Die Natur hat funktioniert. Alles Leid auf dieser Erde hat ihren Ursprung beim Sündenfall. Weil aber Christus die Sünde am Kreuz besiegt hat, haben wir Christen eine absolute und eine gewisse Hoffnung, dass wir nicht machtlos der Sünde ausgeliefert sind.

[2:23] Diese Hoffnung ist gegründet in der Person Jesu Christi und in seinem Werk. Und darum kannst du voller Gewissheit sein.

[2:37] Gottes Plan ist es nicht, dass du im Sumpf der Sünde deine Zeit hier auf Erden einfach absitzen musst. Nein, er möchte, dass du trotz der Gegenwart der Sünde dein Leben aus ihm, für ihn und zu ihm lebst.

[2:56] Das ist nicht nur sein Wille, sondern er gibt dir auch die Mittel für das Leben zu seiner Ehre, mittels seinem Wort. Und was hierzu die Grundlage ist und welche Veränderungen tagtäglich notwendig sind, das werden wir heute anhand von Klosser 3 zusammen lernen.

[3:19] Liebe Zuhörer, unabhängig, was andere dir oder du dir selbst auch schon eingeredet hast, gerade für dich gibt es eine Hoffnung durch Jesus Christus.

[3:38] Und weil niemand von uns gegen Sünde imprägniert ist, hier auf der Erde, brauchen wir alle diese Hoffnung und diesen biblischen Veränderungsprozess, damit wir ein Leben zur Ehre Gottes leben können.

[3:55] Und darum hör genau zu, überprüfe die Predigtworte wie ein Beräer anhand von Gottes Wort und lass dich durch sein Wort verändern.

[4:05] Wenn du aktuell im Büro arbeitest und einen neuen handwerklichen Job annimmst, dann musst du aufgrund deines neuen Berufs dich anders ankleiden.

[4:21] Wenn du mit Lackschuhen, Faltenhosen, Jacket in der Werkstatt zur Arbeit erscheinst, dann passt dies nicht mit deiner neuen Tätigkeit zusammen.

[4:34] Und in unserem Text, den Martin schon gelesen hat, geht es genau um diese Thematik. Paulus verwendet Wörter wie Ablegen, Anziehen, alten Menschen, neuen Menschen.

[4:51] Und so habe ich den Predigtext aus Klosser 1 bis 15 folgendermassen überschrieben. Gottes Kleider für seine Kinder.

[5:04] Also Gottes Kleider für seine Kinder. Das ist das grosse Thema. Und den Text habe ich aufgeteilt. Die Verse 1 bis 5 heisst Blicke auf Christus.

[5:19] Blicke auf Christus. Das ist die Verse 1 bis 5. Dann 5 bis 9 lesen wir dann und da habe ich überschrieben Lege die alten Kleider ab.

[5:32] Dann ab Vers 10 bis 12 geht es weiter. Erinnere dich an deine neue Identität. Und dann die Verse 12 bis 14 ziehe die neuen Kleider an.

[5:48] Bevor wir beginnen, möchte ich noch beten. Vater im Himmel, ich danke dir vielmals, dass wir durch deinen Sohn, Jesus Christus, eine ewige Hoffnung haben dürfen.

[6:02] Ja, du hast uns hier auf der Erde belassen. Aber du hast uns zugerüstet. Du hast uns eine ewige Hoffnung gegeben.

[6:14] Und du hast uns auch Veränderung gegeben. Du zeigst uns auf, wie wir aus diesem Sumpf der Sünde rauskommen.

[6:24] Wie wir ein dir wohlgefälliges Leben leben können. Und ich danke dir auch, dass wir auch den Prozess der Vergebung auch haben dürfen.

[6:36] Ja, wenn wir versagen und wir versagen oft, dann dürfen wir zu dir kommen. Und du vergibst uns gerne. Du reinigst uns von aller Schuld. Du hilfst uns auf, wieder den Weg zu gehen, den du für uns vorgesehen hast.

[6:51] Herzlichen Dank dafür. Und so möchten wir dich bitten, dass du gnädig bist, dass du in unsere Herzen sprichst, dass wir verstehen können, was dein Wort sagt.

[7:03] Und dass wir erkennen können, wo das Veränderung in unserem Leben notwendig ist. Und dass wir besser zugerüstet werden, um ein Leben in deinem Willen zu leben, zu deiner Ehre.

[7:15] Und dass wir so einander dienen dürfen im Alltag. Herzlichen Dank dafür. Amen. Amen. Also wir kommen zu den ersten Versen.

[7:26] Blicke auf Christus. Die Verse 1 bis 5. Wenn ihr nun mit Christus auferweckt worden seid, so sucht das, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.

[7:46] Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist. Denn ihr seid gestorben und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.

[8:01] Wenn der Christus unser Leben offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit. Ja, das dritte Kapitel im Kolossebrief, das beginnt mit einem Wenn oder besser übersetzt mit einem Weil.

[8:21] Denn Wenn oder Weil zeigt nur einen Kontrast oder eine Schlussfolgerung gegenüber dem vorher geschriebenen dar.

[8:32] Oder zeigt es auf. Am Ende des zweiten Kapitels geht es um Irrlehrer, welche durch ihr fleischliches Denken zu einem Modell Christus plus irgendetwas gekommen sind und Einfluss in der Gemeinde haben möchten.

[8:53] Paulus zeigt auf, dass dies eine Lehre der Menschen ist, welche zwar auf den ersten Blick sehr geistlich scheint, jedoch ein selbstgemachter Gottesdienst ist und schlussendlich nur zur Befriedigung des Fleisches der alten Natur dient.

[9:13] Und Paulus warnt die Kolosse von dieser fleischlichen Gesinnung und zeigt jetzt im Kapitel 3 auf, dass das Evangelium nicht im Entferntesten mit dieser fleischlichen Gesinnung etwas zu tun hat.

[9:29] Wenn jemand mit Christus auferweckt wurde, dann heisst dies somit und nun durch Jesu Auferstehung ein neues, ein ewiges Leben erhalten hat.

[9:46] Dieses neue Leben hat nichts mit dem altlichen, fleischlichen Leben zu tun. Und darum sollen wir da suchen, was droben ist.

[9:58] Und damit ist nicht der physische Himmel gemeint nach dem Motto Kopf hoch, es kommt schon gut. Nein, unsere Blicke sollen auf die himmlische Realität gerichtet sein.

[10:12] Und dieser Himmel ist dort, wo unser Schöpfer, unser Erlöser und unser Retter thront. Unser Blick soll auf Christus fokussiert sein, denn dort regiert er mit Macht zur Rechten seines Vaters.

[10:30] Paulus wiederholt noch einmal, dort zu Christus hin müsst ihr euren Blick fokussieren und nicht auf die Erde, auf die irdischen Dinge.

[10:42] Doch warum fällt uns das oft so schwer, uns auf das Ewige zu fokussieren? Im Vers 3 zeigt Paulus auf, dass das neue Leben noch verborgen ist mit Christus in Gott.

[11:02] Diesem verborgen steht im Vers 4 das Wort offenbar entgegen. Es zeigt den Kontrast vom hier und jetzt gegenüber dem himmlischen und dem ewigen auf.

[11:15] Hier auf der Erde besitzen wir all das himmlische schon. Es ist aber noch verborgen. Doch eines Tages wird es Christus offenbar machen und dann ist es offensichtlich und darum für das irdische das fleischliche sind wir gestorben.

[11:36] Das neue Leben haben wir schon hier auf der Erde bekommen. Jedoch in der vollen Fülle offensichtlich für jeder Mann werden wir es erst haben, wenn wir befreit von der Gegenwart der Sünde und verherrlicht bei ihm sein werden.

[11:54] Bist du dir bewusst, dass wenn du ein Kind Gottes bist, dass dann das letzte Kapitel von deinem Lebensbuch schon geschrieben ist?

[12:07] Deine Lebensgeschichte wird mit einem nicht übertrumpfbaren Happy End enden. Keine Macht der Welt kann dieses Ende der Geschichte abändern, denn dieses wurde durch Christus geschrieben und durch den Heiligen Geist versiegelt.

[12:25] Dieses Kapitel ist aber aktuell noch in ihm verborgen, aber wird für jeden offensichtlich werden.

[12:36] Weil dein letztes Kapitel schon geschrieben ist, darum darfst du trotz dem aktuell schwierigen Kapitel in deinem Leben, wo du jetzt lebst, schon auf den guten Ausgang des Lebens blicken und echte Freude und Hoffnung schon hier und jetzt erhalten.

[12:57] Richte deine Gedanken auf das himmlische, auf das ewige, das göttliche, auf Christus. Das neue Leben, dein juristischer Freispruch durch Christus ist das unabdingbare Fundament für all die folgenden Verse, welche wir jetzt lesen.

[13:17] Wenn du ohne die Wiedergeburt, ohne das neue Leben in Christus versuchst, den nachfolgenden Prozess der Veränderung durchzugehen, dann ist es, wie wenn du ein totes Pferd versuchst zu reiten.

[13:34] Du kannst es hundertmal auf die Beine stellen. Du kannst es mit Gehhilfen stützen. Du kannst es mit guten Goodies vorantreiben beziehungsweise motivieren.

[13:46] Oder du kannst es mit der Peitsche vorwärts treiben. Ein totes Pferd kannst du nicht reiten. Und genauso ist es, wenn du biblische Veränderung in deinem Leben möchtest, jedoch kein neues Leben hast.

[14:04] Darum meine Frage an dich. Kennst du dieses neue Leben, welches Paulus Paulus hier beschreibt? In den darauffolgenden Gliederungspunkten geht es um Dinge, welche abgelegt beziehungsweise angezogen werden müssen.

[14:24] So wie der verlorene Sohn nach seiner Umkehr beziehungsweise Rückkehr von seinem Vater neue Kleider erhalten hat, so sollen wir gemäss unserer Stellung die alten schmutzigen Lumpen abziehen und entsprechend der neuen Identität und Berufung Kleiden und Leben.

[14:48] Darum geht es jetzt in den nächsten Versen. Verse 5 bis 9 Lege die alten Kleider ab. Kolosser 3 5 bis 9 Tötet daher eure Glieder, die auf Erden sind.

[15:05] Unzucht, Unreinheit, Leidenschaft, Böse Lust und die Habsucht, die Götzendienst ist. Um diese Dinge Willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams.

[15:20] Unter ihnen seid auch ihr eins gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet. Jetzt aber legt auch ihr das alles ab.

[15:31] Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, hässliche Redensarten aus eurem Mund. Lügt einander nicht an, da ihr den alten Menschen ausgezogen habt mit seinen Handlungen.

[15:48] Paulus wendet hier die Lehre von Jesus Christus direkt an. Sünde darf niemals unter den Teppich gekehrt werden, sondern muss entschieden angegangen werden.

[16:05] Schlagt mal bitte auf Matthäus 5 die Verse 28 bis 30. Matthäus 5 28 bis 30. Dort steht which welche Hand für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so haue sie ab und wirf sie von dir.

[17:03] Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Das Bild, welches Paulus von Jesus übernimmt, ist, dass der Körper aus einer Vielzahl von Gliedern besteht.

[17:28] Entsprechend ist es unmöglich, dass ein Körper voller kranker Glieder als gesund eingestuft werden kann. Und ebenso ist es unmöglich, dass wir geistlich gesunde Kinder sein können, wenn wir überall faulige Glieder in unserem Leben haben.

[17:48] Und darum schlägt Paulus in die Kerbe wie Jesus und befiehlt einen radikalen Umgang ohne Kompromisse mit diesen sündigen Gliedern. Sie müssen getötet werden, denn sie tun irdische Werke.

[18:04] Sie tun das, was das Fleisch will. Mit Unzucht beschreibt Paulus Sünden in Bezug auf die Sexualität. Alles, was dem Bild Gottes widerspricht, wie Gott den Mann und die Frau als Einheit erschaffen hat, wird in diese Kategorie eingeordnet.

[18:25] Der Sollmastab wird in 1. Mose bei der Erschaffung des Menschen durch Gott definiert. Und da steht in 1. Mose 1,27 Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild.

[18:40] Im Bilde Gott schuf er ihn. Als Mann und als Frau schuf er sie. Gott hat zwei Geschlechte definiert und erschaffen.

[18:51] Und diese heissen Mann und Frau. Im weiteren Verlauf bis zum Kapitel 2 sehen wir, wie Gott die Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau definiert.

[19:04] 2,24 steht, Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seine Frau anhängen und sie werden ein Fleisch sein. Dieser eine Mann soll mit dieser einen Frau ein Fleisch sein.

[19:22] Und diese zwei gehören als Einheit zusammen. Und das betrifft nicht nur die Sexualität, sondern betrifft alle Aspekte des Lebens. Sie sind nun eine Einheit.

[19:36] Und wenn eine Beziehung außerhalb dieser Grenze gelebt wird, dann dürfte... Wenn eine Beziehung, Entschuldigung... Innerhalb von dieser Grenze gelebt wird, dann dürfen wir eine gesegnete Ehe haben.

[19:50] Und alles, was ausserhalb dieser Definition gelebt wird, definiert Gott als... Gottes Wort als Sünde.

[20:04] Da gehört Prostitution, Fremdgehen, alle Arten von sexuellen Wünschen, Begehrungen und Vorstellungen dazu. Beim zweiten Begriff Unreinheit ist das Spektrum noch weiter gefasst.

[20:22] Es geht über die sexuellen Sünden hinaus und betrifft alles, was eben nicht mit Gott und seinen Absichten übereinstimmt. Alles, was von ihm, von Gott ist, ist heilig, es ist rein, es ist abgesondert.

[20:39] Alles, was dem nicht entspricht, ist unrein. Bei der Leidenschaft und der bösen Lust geht es ebenfalls um sündige Gedanken und Handlungen, sündige Angewohnheiten und Motive, welche durch die Sünde gestillt werden möchten.

[20:58] Ich brauche diesen einen Kick, oder eben Klick, dieses Erlebnis, um meine Lust zu stillen. Die ersten Begriffe umfassen also die sündige, gottlose, oftmals mit Sexualität verbundene Gedanken und Taten, welche abgetötet werden müssen.

[21:21] Bei der Habsucht geht es nun darum, dass wir all unser Bemühen darauf setzen, mehr und mehr Güter, Besitz und Gelder aufzuhäufen, um es zu besitzen.

[21:36] Es ist der Reiz, immer etwas Neues anzuschaffen, mit der Ansicht, dass ich dies brauche, um glücklich zu werden. Es wird maximal zusammengekratzt und minimal weitergegeben.

[21:51] Bist du ein treuer Verwalter in Bezug auf die von Gott erhaltenen Gaben? Aktuell ist wieder eine gute Zeit, um eine einfache Rechnung aufzustellen.

[22:09] Jeder von uns muss die Steuern ausfüllen und abgeben. Du bekommst jedes Jahr einen Lohnausweis, welcher zusammenfasst, wie viel Geld Gott dir als Verwalter in Form von Lohn gegeben hat.

[22:27] Rückblickend auf das letzte Jahr, in welchem Verhältnis standen nun die Ausgaben, welche du in das Reich Gottes investiert hast, gegenüber deinen Einnahmen.

[22:41] Bist du ein treuer Verwalter oder ein habsüchtiger Götzendiener? Harte Worte sind nicht meine von Paulus.

[22:55] Warum? Weil ein Habsüchtiger seine Zufriedenheit nicht von Gott abhängig macht, sondern von seinem angehäuften Haufen bzw. von all den Dingen, welche er meint, unbedingt haben zu müssen.

[23:13] Wenn wir jetzt in unserer weltlichen oder wenden wir in unserer westlichen Gesellschaft den gleichen biblischen Maßstab an die Habsucht, die antisexuellen Sünden?

[23:31] Nochmals zur Erinnerung. Gott ist der Besitzer. Wir, die Verwalter. Habsucht hat nichts mit der absoluten Menge zu tun, welche Gott jedem Einzelnen anvertraut hat.

[23:46] Es ist jedoch das dauernde Verlangen nach mehr. Ob das Geld ist, die neueste Elektronik, die hübscheste Einrichtung, trendy Kleider, neue Autos, Velos oder einfach das ziellose, stundenlange Surfen in Webshops, Ricardo oder Tutti oder was auch immer sonst.

[24:11] All das spielt keine Rolle. Die Habsucht zeigt sich in den Prioritäten, wie du dein Geld ausgibst. Wegen all diesen Sünden, welche wir zusammen angeschaut haben, kommt der Zorn Gottes über die nicht errettete Menschheit.

[24:31] Gott hat keinen Gefallen an diesen Taten und er wird in seiner Heiligkeit mit vollem, gerechten Zorn diese Menschen zur Rechenschaft ziehen. Gemäss Römer 1, 18-20 wird kein Mensch eine Entschuldigung haben, denn der Mensch hat das von Gott Erkennbare abgelehnt.

[24:55] Gottes Gericht über Sodom und Gomera ist ein alttestamentliches Anschauungsunterricht über all das, was mit denen geschehen wird, wenn sie den Lohn ihrer Sünde erhalten werden.

[25:09] Auch die Kolosse standen einst unter diesem Zorn. Sie lebten, Gemäss Vers 7, in diesen Sünden.

[25:22] Doch zwischen damals und dem Zeitpunkt, als Paulus den Brief schrieb, ist etwas Entscheidendes passiert. Sie haben Gott erkannt, sie haben Buße getan und die Vergebung angenommen.

[25:36] Jesus hat den Zorn Gottes über diese Sünden auf sich genommen und anstelle von ihnen den Lohn der Sünde bezahlt. Die Kolosser haben als Kinder Gottes eine neue Stellung erhalten.

[25:52] Sie sind Söhne Gottes. Sie sind seine Kinder und seine Erben. Und darum sollen sie beziehungsweise jeder errettete Mensch entschieden, nichts mehr zu tun haben mit all diesen Sünden, welche das alte Leben beschrieben haben.

[26:11] Paulus fordert sie auf, diese zu töten und nimmt weitere Taten in den Fokus, welche entschieden abgelegt werden müssen. Er sagt, jetzt, jetzt sollen sie dies tun.

[26:26] Es ist eine dringende, es ist eine dringende Ansage, diese Dinge abzulegen. Und da geht es weiter mit Zorn. Zorn ist eine sündige, emotionale Reaktion in Form vom Geschrei, psychischer Gewalt, aber auch von Schmollen und sich einfach zurückziehen, um sich in Selbstmitleid zu suhlen.

[26:52] Wut ist eine sündige, physische Reaktion beziehungsweise eine physische Gewalt gegenüber anderen Menschen oder auch Gegenständen.

[27:08] Bosheit sind böse Gedanken gegenüber deinem Nächsten, gegenüber anderen Menschen. Lästerung, schlecht über andere denken oder sprechen.

[27:21] Hässliche Redensorten sind unheilige, Gott nicht wohlgefällige beziehungsweise gottlose Worte. Es ist eine Gossensprache beziehungsweise Ausdrücke, welche Gott nicht ehren.

[27:39] Lügen, nicht die Wahrheit sprechen, falsche Dinge weitergeben, um eine Situation zu seinen eigenen Vorteilen auszunutzen.

[27:51] Das Lügen, wie auch alle andere vorher angesprochenen schändlichen Motive und Taten, sollen getötet beziehungsweise abgezogen werden, da der alte Mensch mit seinen Handlungen bereits abgezogen wurde.

[28:08] Diese Kleider passen nicht mehr zur neuen Berufung. So weit tönt dies ja alles okay. Aber denkt daran, dass das Leben in der Heiligung nicht daraus besteht, einfach sündige Angewohnheiten zu lassen.

[28:26] Korrekt, es ist der erste und es ist ein wichtiger Schritt. Alles Sündige muss raus. Aber Gottes Wort ist klar. Der Hauptfokus liegt nicht darin, nichts Sündiges zu tun, sondern das Richtige aus einem aufrichtigen Herzen zu tun.

[28:46] Nur weil du Mühe hast mit zwischenmenschlichen Beziehungen, ist es nicht getan, einfach diese Beziehungen zu meiden, damit du nicht sündigst.

[28:59] Nein, wir sollen die schlechten und sündigen Angewohnheiten ablegen und die Angewohnheiten und Taten, welche aus der neuen, aus der von Gott bewirkten Natur kommen, zur Ehre von Gott anziehen.

[29:13] als Christen haben wir eine neue Natur bekommen, auf dessen Boden gute Früchte wachsen werden. Und genau um diese neue Identität geht es im nächsten Vers.

[29:28] Vers 10 bis 12a. Ich habe es überschrieben mit erinnere dich an deine neue Identität. Und da steht, und den Neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat, wo nicht Grieche noch Jude ist, weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit, noch Barbars, Kita, Knecht, Freier, sondern alle und an allen Christus.

[30:05] So zieht nun als Gottes Auserwählte Heilige und Geliebte. Genau wie der alte Mensch oder das alte Leben bei der Wiedergeburt begraben oder eben ausgezogen wurde, so stellt Paulus klar, dass sie durch die Auferstehung Christi bei der Wiedergeburt ein neues Leben beziehungsweise einen neuen Menschen erhalten haben.

[30:33] Dieser Wechsel ist abgeschlossen und betrifft unsere Identität. Paulus schreibt den Korinthern in 2. Korinther 5,17 Darum ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung.

[30:52] Das Alte ist vergangen, siehe, alles ist neu geworden. Doch wie ist das genau zu verstehen? Wenn wir schon ein neues Leben erhalten haben, warum schreibt dann Paulus im Vers 10, also im Kolossebrief, dass wir wiederum erneuert werden zur Erkenntnis?

[31:18] John MacArthur hat dies mal verglichen mit einem Baby. Wenn ein Baby auf die Welt kommt, dann ist es komplett. Es ist ein Wunder Gottes.

[31:28] Heisst das jetzt, dass dieses Baby nichts mehr lernen muss? Nein, es ist unreif und es muss wachsen und es muss lernen.

[31:40] Und genauso ist es mit uns Christen. Wir haben eine neue Identität in Christus und dennoch sollen wir ihm immer ähnlicher werden. Ja, Christus haben wir bei der Rettung als unseren Retter erkannt und nun geht es darum, ihm in seiner Gesinnung gemäss Philippe 2 immer ähnlicher zu werden.

[32:03] Alle Christen haben den Auftrag und das Ziel, ihm dem Christus ähnlicher zu werden. Und im nächsten Vers wird diese Beschaffenheit dieses neuen Menschen mit seiner neuen Identität noch genauer definiert.

[32:20] Normalerweise identifiziert sich ein Mensch über seine Rasse seine Nationalität, seine Religion bzw.

[32:31] seine eigene Frömmigkeit zu Kultur Zugehörigkeit, Bildungsniveau oder seinem sozialen Stand. Doch Paulus verneint dies explizit und zeigt auf, dass diese neue Identität allein in Christus zu finden ist.

[32:49] Und bei dieser neuen Identität in diesem neuen Menschen gibt es keinen Unterschied in Bezug auf die Rasse, es ist im Text der Jude oder der Grieche, der zugehörig zu einem religiösen Volk, die Beschneidung oder die Unbeschnittenheit, der kulturelle Background, der Barbar war der Nichtgrieche und der Skite galt als der wildeste und der primitivste oder dem sozialen Status als Sklave oder als Freier.

[33:27] Diese neue Stellung, diesen neuen Menschen, welchen wir in Christus erhalten haben, ist frei von allen irdischen Schubladen und geschaffen, um ihm immer ähnlicher zu werden.

[33:43] Christus ist wie im Vers 11 beschrieben alles. Er ist also alles, was wir brauchen, keine andere Identität und das ist er in allen entsprechend für jeden Einzelnen gültig, welcher ihm nachfolgt.

[34:04] Die weltliche Vorrangstellung ist weg und alle Christen haben eine neue Identität in ihm. Im Vers 12 wird diese Stellung noch genauer beschrieben.

[34:17] werden wir in Christus sind. Auserwählt, Heilige und Geliebte. Wenn du am Morgen in den Spiegel schaust, siehst du dich dann als jemand an, der von Gott auserwählt, der geheiligt, der von Gott geliebt ist?

[34:43] Wahrscheinlich wirst du alles andere erkennen als die wirkliche Realität. Denn wer du in Wirklichkeit bist, ist noch verborgen in Christus, so wie wir es im Vers 3 schon gelesen haben.

[35:03] Aber wenn sich Christus offenbaren wird, wird es allen offenbar werden. doch jetzt schon hast du diese neue Stellung und diese neue Identität.

[35:15] Du bist von Gott auserwählt. Gott hat dich durch seine Gnade herausgerufen. Es ist nicht dein Werk, dass du errettet worden bist.

[35:27] Gott wirkt souverän in deinem Leben. Du bist durch Gott geheiligt. Wenn Gott dich sieht, dann sieht er die Gerechtigkeit von seinem Sohn in dir.

[35:42] Deine Schuld ist bezahlt. Du bist Gott geweiht. Und du bist von Gott geliebt. Gott liebt dich und darum wirkt er auch in deinem Leben, damit du ihm immer ähnlicher wirst.

[36:00] All dies, was zwischen dir und Gott, also in der Vertikalen passiert ist, soll nun Auswirkungen auf all die Beziehungen zwischen dir und deinem Nächsten, also in der Vertikalen haben.

[36:17] Und dies lesen wir jetzt ab Vers 12b. Das habe ich überschrieben, 12b bis 14, ziehe die neuen Kleider an. Und da steht, so zieht nun an, als Gottes Auserwählte, Heilige und Geliebte, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Langmut, ertragt einander und vergebt einander, wenn einer gegen den anderen zu klagen hat.

[36:47] Gleich wie Christus euch vergeben hat, so auch ihr. Über dies alles, aber zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit ist.

[37:00] Basierend auf deiner neuen Stellung in Christus gilt es jetzt folgende neue gottwürdige Kleider bzw. Taten anzuziehen.

[37:12] Ziehe herzliches Erbarmen an. Durch dein Erbarmen zeigst du Mitgefühl gegenüber deinem Nächsten. Versetze dich in seine Lage, fühle mit ihm und zeige Taten der Barmherzigkeit.

[37:33] Sei nicht wie ein Eisklotz, wenn andere von ihren Nöten dir erzählen. Dann ziehe Freundlichkeit an.

[37:44] So kannst du in Milde und Güte gegenüber dem Nächsten handeln. Sei ein Freund und handle entsprechend zu seinem Besten. Investiere in die Beziehung zum Nächsten und stosse deine Türen weit auf, damit Freundschaften entstehen können.

[38:07] Ziehe Demut an. Je mehr, dass du Gott erkannt hast, desto mehr erkennst du, wer du vor ihm bist und danke und dank ihm bist.

[38:22] Jesus Christus lebte dir eine perfekte Demut vor, indem er gemässmusikus 2 ein bedingungsloses Ja zu Gottes Plänen hatte, seinen Vorrechten im Himmel aufgab und als 100% Gott und 100% Mensch in Übereinstimmung mit dem Willen des Vaters handelte.

[38:45] Darum erkenne, wer du vor ihm bist und dank ihm und lebe in dieser Einstellung in dieser Welt. Denke gross über Gott, gross über deinen Nächsten und klein über dich selbst.

[39:04] Ziehe Sanftmut an. Durch die Sanftmut wirst du sanft und milde gegenüber deinen Mitmenschen auftreten und in dieser Sanftheit mutig und entschieden handeln.

[39:18] Dann ziehe Langmut an. Diese Eigenschaft bringt den Aspekt von Zeit ins Spiel. Wenn du Langmut anziehst, dann wirst du geduldig und mit Ausdauer gegenüber deinem Nächsten handeln, auch wenn dieser dir unfreundlich bzw. feindlich gesinnt ist.

[39:40] Nachdem Paulus die Kolosser aufgefordert hat, die verschiedenen Eigenschaften anzuziehen, kommt er nun zu den Taten, welche daraus folgen sollen.

[39:51] Wir sollen uns gegenseitig ertragen und einander vergeben. Ertragt einander. Wie hat Christus seine unreifen Jünger ertragen?

[40:07] Wie hat Christus den Verräter Judas ertragen? Wie hat Christus den Vorlauten Petrus ertragen? Wie gehst du mit anderen Menschen um, aber auch speziell mit Brüdern und Schwestern in der Gemeinde?

[40:29] Erträgst du deinen Nächsten? Oder hast du in der Gemeinde einfach einen Kreis von deinen Erwählten, wo du Gemeinschaft hast und den Rest ignorierst du einfach?

[40:42] Wie ertragst du andere, wenn sie anders sind? Nicht ich sage dir, sondern Gott sagt dir, dass du deinen Nächsten ertragen sollst und der andere dich.

[41:00] Auch du musst ertragen werden. Denn es steht geschrieben, dass wir einander ertragen sollen. Einander zu ertragen ist also eine Pflicht von allen gegenüber allen anderen.

[41:16] Und dann vergebt einander. Bist du dir bewusst, wann du vergeben musst? Wenn der andere sich an dir versündigt.

[41:30] In der Gemeinde versammeln sich begnadete Sünder. Ja, wir alle sündigen.

[41:42] Und an uns wird gesündigt. Fällst du aus allen Wolken, wenn sich jemand an dir versündigt? Jede Sünde schmerzt und zerstört Beziehungen.

[41:58] Einverstanden. Doch wenn du die Erwartung hast, dass dein Nächster niemals sich gegenüber dir versündigt, dann wird dich jedes Fehlverhalten total aus der Bahn werfen.

[42:11] Bist du dir bewusst, dass der Nächster vielleicht dein Ältester in der Gemeinde, ein anderes Gemeindeglied, dein Freund, dein Ehepartner oder auch dein Kind sein kann?

[42:31] Meinst du, dass nur du mit Sünden kämpfst? Nein, der andere in der Gemeinde genau gleich.

[42:44] Und darum, wenn jemand an dir gesündigt hat, dann sollst du mit dem Nächsten so umgehen, wie Christus dir vergeben hat. Gemäss Matthäus 18, 21 bis 35, hast du gegenüber Gott um Faktoren mehr gesündigt, als jemals jemand es dir auf dieser Erde antun könnte.

[43:09] Gott hat dir diese unendlich grosse Schuld vergeben. Und darum kannst du deinem Nächsten auch eine grosse Schuld vergeben.

[43:23] Wenn du mehr über dieses Thema wissen möchtest, dann hör dir die Predigt über den Schalksknecht an. Du findest sie auf unserer Homepage unter der Bibel Matthäus 18.

[43:34] Einfach als Erinnerung. Stehe also nicht am Morgen auf in der Erwartung, dass sündlose Menschen dir den ganzen Tag dienen werden.

[43:47] Nein, erwarte, dass andere sich an dir versündigen. Und sei bereit, grosszügig zu vergeben.

[44:01] Wir haben bis jetzt gehört, dass wir einen neuen Menschen erhalten haben. Über dem, was du nun bist, sollst du diese neuen Kleider anziehen.

[44:13] Und um diese Kleider kommt jetzt noch der Gürtel der Liebe, welcher alles zusammenhält. Kolosser 3, 14 steht, Über dies alles aber zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit ist.

[44:28] Die Liebe, welche wir von Gott erhalten haben, soll all die Eigenschaften und die Taten, welche wir vorab gehört haben, zusammenbinden.

[44:38] Die absolute Zentralität und Wichtigkeit der Liebe wird in 1. Korinther 13, 1-3 beschrieben. Dort steht, Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.

[45:01] Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnisse und wenn ich allen Glauben besäße, so dass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts.

[45:18] Und wenn ich alle meine Habe austeilte und mein Leib hingebe, damit ich verbrannt würde und keine Liebe hätte, so nützte es mir nichts. Kurz zusammengefasst, Taten ohne Lieben machen mich zu einem Nichts und nützen nichts.

[45:39] Weder anderen noch mir selbst. In den Versen 4-6 wird nun beschrieben, wie die echte göttliche Liebe beschaffen ist. Die Liebe ist langmütig und gütig.

[45:53] Die Liebe beneidet nicht. Die Liebe prallt nicht. Sie bläht sich nicht auf. Sie ist nicht unanständig. Sie sucht nicht das Ihre.

[46:05] Sie lässt sich nicht erbittern. Sie rechnet das Böse nicht zu. Sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit. Sie freut sich aber an der Wahrheit.

[46:20] Sie erträgt alles. Sie glaubt alles. Sie hofft alles. Sie erduldet alles. Wenn dieses Band der Liebe wie ein Gürtel über all unser Denken und über unser Handeln binden, dann wird dies das Band der Vollkommenheit sein.

[46:41] Wenn diese Liebe in der Gemeinde gelebt wird, dann wird dies zu einer vollkommenen Einheit resultieren. Sollen wir nun bitten, dass Gott uns mehr von dieser Liebe geben soll?

[46:56] Tönt fromm, ist aber falsch. Schlagt mal Römer 5 Vers 5 auf. Im Römer 5 Vers 5 steht, Römer 5 Vers 5, Die Hoffnung aber lässt nicht zu Schanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen, durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.

[47:36] Wir haben eine absolut gewisse Hoffnung, denn die Liebe ist von Gott ausgegossen. Ausgegossen ist abgeschlossen.

[47:48] Es ist abgeschlossen. Und wo ist diese Liebe jetzt? Sie kommt durch die Wiedergeburt in unsere Herzen. Und wie kam sie dorthin?

[47:59] Durch das übernatürliche Werk des Heiligen Geistes, den wir bei der Wiedergeburt erhalten haben. Darum musst du nicht bitten, dass Gott dir die Liebe gibt für den Bruder oder Schwester XY.

[48:17] Nein! Erkänne, mit welcher Liebe Gott dich, als du ein absoluter Nichtsnutz und Rebell warst, geliebt hast.

[48:34] Erkenne, wie du jetzt gemäss Vers 12 ein geliebter Gottes sein darfst. Und im Wissen, wie unwürdig, dass du geliebt wurdest und wie du durch die Wiedergeburt die Liebe Gottes, durch den Heiligen Geist erhalten hast, sollst du nun in dieser Liebe aus Überzeugung den unwürdigen Nächsten ertragen und ihm vergeben.

[49:02] Das ist keine Frage von warmen Gefühlen, sondern eine bewusste Entscheidung bzw. Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes.

[49:18] Gott liebt dich. Er hat dir seine Liebe gegeben und darum bade all deine Eigenschaften und Taten im Wasser der Liebe, damit all deine Taten von der erhaltenen Liebe vollgesogen werden.

[49:35] Denn du bist gemäss Epheser 2, 10 seine Schöpfung erschaffen in Christus zu guten Werken, die Gott zubereitet hat, damit du in ihnen wandern sollst.

[49:52] Weiter lesen wir im Vers 15 Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen. Zu diesem seid ihr ja auch berufen, in einem Leib und seid dankbar.

[50:06] Die Welt sucht durch sexuelle Freiheit und Vielfalt, durch neu definierte Eheformen, durch Selbstfindung, Selbsterfüllung, Selbstbefriedigung und Genusssucht im Anhäufen von irdischen Dingen, denn von allen gesuchten Frieden zu geben.

[50:23] Doch der Schöpfer aller Menschen nennt diese Taten und Ziele Sünde. Die Sünde verspricht einen Genuss, eine Erfüllung und Frieden, doch halten kann sie es nicht.

[50:40] Die Früchte sehen wir in der Welt und im eigenen Leben. Echter Friede gibt es nur in Gott und er unterscheidet sich ganz klar von dem Frieden hier auf der Erde.

[50:53] Das hat schon Jesus gesagt. Johannes 14, 27 steht, Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch, nicht wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch.

[51:04] Euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht. Der Frieden, welcher von Christus versprochen wurde und wir haben ihn durch die Wiedergeburt erhalten und darum steht im Römer 5, Vers 1, da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.

[51:29] Also einerseits sehen wir, dass wir diesen Frieden bereits im vollen Umfang durch die Wiedergeburt erhalten haben und andererseits steht im Vers 15, dass dieser Frieden unsere Herzen regieren soll.

[51:42] Was ist damit gemeint? Ein weiteres Puzzlestück finden wir im Philippe 4, Vers 4 bis 9. Dort wird der Friede als eine Folge aufgezeigt, wenn wir ein Leben im Vertrauen gegenüber dem Herrn leben.

[51:59] Freude, Gebet, Flehen, Danksagung soll unsere Beziehung zu Gott prägen und nicht unsere Sorgen. Und weiter schreibt Paulus ab Vers 8 und dem Philippe im Übrigen, ihr Brüder, alles, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeine Tugend oder etwas Lobenswertes ist, darauf seid bedacht.

[52:29] Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört an mir gesehen habt, das tut. Und der Gott des Friedens wird mit euch sein. Wenn wir unser Leben auf diese Dinge fokussieren, dann wird das Leben von einem echten Frieden geprägt, beziehungsweise ein echter Frieden wird in uns kehren.

[52:52] Und dieser Frieden soll gemäss Kolosser 3,15 unsere Herzen regieren. Regieren können wir auch mit der Arbeit eines Schiedsrichters übersetzen.

[53:04] Der Friede von Gott soll der Schiedsrichter sein, wie wir das Spiel des Lebens hier mit anderen zusammenleben. Der erhaltene Frieden wie auch der Friede, welchen du ausleben sollst, ist keine Option, welche du nur situativ oder selektiv anwendest.

[53:23] Es steht, dass wir zu diesem in einem Leib berufen sind. Die Gemeinde soll der Ort sein, wo dieser Frieden durch Christus herrscht.

[53:35] Bist du dankbar dafür, dass du als Glied zu diesem Leib berufen worden bist? Vers 15 endet mit diesen Worten, ich lese aus der Mengeübersetzung, und der Friede Christi regiere in euren Herzen.

[53:55] Zu diesem seid ihr ja auch berufen worden als Einleib und erweiset euch dankbar dafür. Bist du dir bewusst, dass du durch die Wiedergeburt den Frieden Gottes erhalten hast und nun durch das Vertrauen auf Christus in diesem Frieden lebst, dass du dann Streitereien, Rache, Rechthabereien, Verleumdungen keinen Platz mehr in deinem Leben haben?

[54:25] Die Ruhe, welche Gott dir gegeben hat, wird sich in deinem Denken und Handeln gegenüber deinen Mitmenschen zeigen.

[54:36] Bist du Gott für diese Ausrüstung beziehungsweise für diese Zurüstung zum Frieden dankbar?

[54:55] Zusammengefasst oder wie in der Einleitung bildlich aufgezeigt, bist du Gott für diese neue Garderobe dankbar, welche dir Gott aufgrund der Errettung gegeben hat?

[55:15] Wenn du an ein Fest eingeladen wirst, dann machst du dir ja auch automatisch Gedanken, was ist denn das für ein Fest und in welcher Beziehung stehe ich zu dem Gastgeber dieses Festes?

[55:31] und entsprechend wirst du dich kleiden. Bist du dir deiner neuen Stellung im Herrn bewusst? Dann schau nicht auf das Irdische, auf das Vergängliche, sondern auf deinen Herrn im Himmel, welcher regiert.

[55:52] Dann töte mit aller Entschiedenheit die Taten des alten Lebens. Zieh alles ab, was Gott nicht würdig ist. Und werde dir bewusst, welche neue Identität du hast.

[56:07] Und ziehe entsprechend Gottes würdige Taten an, Ertrag und vergib deinem Nächsten. Und dann umgürte all deine Taten mit Liebe und lass den Frieden Gottes in deinem Herzen regieren.

[56:25] Und dann sei Gott für diese neue Garderobe dankbar. ich hoffe und ich bete dafür, dass du durch diese Predigt in der Erkenntnis gewachsen bist, was Gott durch die Wiedergeburt in dir gewirkt hat und wie echte Veränderung in unserem Leben passieren kann bzw.

[56:52] muss. Falls du resigniert und entmutigst und bis heute dein Leben im Sumpf der Sünde einfach nur erdulden musstest oder dich als Opfer von Krankheit oder anderen Umständen gesehen hast, möchte ich dich ermutigen, dich weiter mit diesem Thema zu befassen, damit du echte und nachhaltige Veränderung erfahren darfst.

[57:19] Als kleine Ausschau, wir werden in der nächsten Predigt, welche noch ein paar Wochen entfernt ist, dann die restlichen Verse, das Resultat aus diesem neuen Leben dann weiter zusammen anschauen.

[57:36] Schliesse noch ab im Gebet. Vater im Himmel, Paulus hat die Kolosser daran erinnert, aus welchem Sumpf der Sünde sie herausgekommen sind.

[57:58] Ja, welche Taten sie beschrieben haben. Ja, wie die Welt lebt. Und wir wissen es nur zu gut aus unserem eigenen Leben, aber auch aus den Sünden, welche wir Tag für Tag konfrontiert werden in unserem Leben.

[58:14] Und es ist so ein großer Kontrast zu dem, der du bist. Du bist heilig, du bist gerecht. Ja, du bist gut und du tust Gutes.

[58:28] Ja, und du hast deinen Sohn auf diese Erde gesendet, damit diese Brücke aus unserer Verlorenheit zu dir geschlagen werden konnte. und dein Sohn hat für all unsere Verfehlen, für all unsere Sünden, die wir getan haben, die wir tun und noch tun werden, hat er bezahlt.

[58:48] Und dafür danken wir dir herzlich dafür. Danke vielmals, dass wir nun Gerechte sein dürfen. Wir dürfen gerechtfertigt sein. Wir dürfen ja schon die Herrlichkeit in uns haben, auch wenn sie noch verborgen ist, welche wir eines Tages bei dir haben werden.

[59:08] Herzlichen Dank dafür. Und so in dieser neuen Stellung möchten wir all das ablegen, was nichts mit diesem neuen Leben zu tun hat.

[59:19] Und wir möchten lernen von dir, Herr Jesus, wie du vorgelebt hast. Und wir möchten diese Kleider anziehen. Wir möchten ein Leben zu deiner Ehre leben und so miteinander umgehen, wie du es vorgelebt hast.

[59:35] Herzlichen Dank dafür. Und danke dürfen wir auch in diesem Prozess auch immer wieder uns auf die Vergebung berufen. Ja, wir sind noch nicht perfekt, aber wir dürfen einander vergeben.

[59:48] Und so dürfen wir reine Beziehungen zueinander haben, weil du für uns bezahlt hast und weil du möchtest, dass so wie du uns vergeben hast, wir auch einander vergeben und einander ertragen.

[60:01] Und das ist wirklich eine frohe Botschaft, dass wir so miteinander, so unterschiedlich wir auch sind, miteinander, in der Gemeinde zusammen, dir dienen können, dürfen, müssen, weil du uns befähigt hast.

[60:16] Herzlichen Dank dafür. Und so magst du uns helfen, in der nächsten Woche, dass wir so in den Situationen, in welche du uns hineinstellst, wir so dienen dürfen, als deine Knechte, als deine Diener.

[60:31] Herzlichen Dank. Amen. Amen.