Sei ein treuer Zeuge deines Herrn

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Prediger

Andreas Bischoff

Datum
26. Februar 2023

Transkription

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[0:00] Danke dir, dass du die Herzen vorbereitet hast für diesen heutigen Morgen. Herr, schenk Ruhe, schenk Konzentration, schenk uns offene Herzen, offene Ohren, Herr, dass wir nicht nur Hörer, sondern auch Täter deines Wortes sein dürfen, Herr.

[0:15] Und wir haben es gehört, es gibt auch Menschen in diesem Saal, die trauen, Herr. Es ist ein Verlust, der diese Woche stattgefunden hat, Herr. Ich bitte dich, du als grösster Tröster, dass du den Trost gibst, den sonst niemand geben kann.

[0:29] Aber Herr, Patrick hat gesagt, sie ist nach Hause gegangen, Herr. Sie ist zu dir gegangen, sie ist vom Glauben zum Schauen gekommen. Welche Zuversicht, Herr. Und genau darum geht es auch in unserer heutigen Predigt, heute Morgen, Herr, dass wir diese Zuversicht, diese Quelle lebendigen Wassers anderen Menschen zeigen, Herr.

[0:50] Es geht um den Auftrag, den du für uns hast, Herr. Schenk, dass wir deinen Willen sehen, dass wir ihn aber nicht nur sehen und erkennen, sondern dass wir ihn tun. Herr, ich bete um deinen Segen für heute Morgen.

[1:01] Amen. Ich habe eine Frage an dich. Wie sähe dein Leben aus, wenn du unbegrenzte Möglichkeiten hättest und jeder deiner Wünsche in Erfüllung gehen würde?

[1:20] Was schwebt dir vor? Eine liebevolle Familie in einer großartigen Nähe mit gesunden und gehorsamen Kindern? Ein schmuckes Haus mit einem großen Garten und vielleicht einem eigenen Fitnessraum?

[1:34] Ein kleines Ferienschale in den Schweizer Bergen? Einen schönen Sportwagen in der Garage? Ein Boot auf dem Zürichsee?

[1:45] Eine schöne Breitling am Handgelenk? Vielleicht denkst du jetzt, dass ich deine Wünsche nicht so genau getroffen habe. Das ist kein Problem, es waren auch nicht unbedingt deine Wünsche, sondern meine.

[1:58] Tatsächlich sind dies aber alles Dinge, welche viele Menschen nicht verschmähen würden. Diese Dinge sind auch nicht per se schlecht.

[2:09] Was aber schlecht ist, dass den Menschen meistens diese materiellen Dinge in den Sinn kommen, wenn ihnen solche Fragen gestellt werden. Ich stelle dir diese Frage nochmals.

[2:23] Wie sähe dein Leben aus, wenn du unbegrenzte Möglichkeiten hättest und jeder deiner Wünsche in Erfüllung gehen würde? Jetzt stelle ich die Frage einmal ein bisschen anders.

[2:34] Wie sähe dein Leben aus, wenn du unbegrenzte Möglichkeiten hättest und du jeden Wunsch des Herrn in deinem Leben erfüllen möchtest? Die vorher genannten Wünsche wären noch immer nicht per se schlecht.

[2:49] Doch ich denke, dass wir jetzt ganz bestimmt nicht mehr diese Dinge als erstes erwähnen würden. Ich denke, diese Dinge würden wir wahrscheinlich gar nicht mehr erwähnen, weil dies lediglich unsere eigenen Wünsche sind und nicht unbedingt mit den Wünschen des Herrn über unser Leben übereinstimmen.

[3:04] Letzten Sonntag habe ich dir gesagt, dass es allein deine Entscheidung ist, ob du den Herrn als König in deinem Leben haben willst oder nicht. Auch wenn das Joch des Herrn sanft ist, wir haben es letztes Mal angeschaut, und er ja gekommen ist, um zu dienen, so will er trotzdem dein König sein.

[3:24] König sein bedeutet, er will dein Leben regieren. Dein Leben regieren bedeutet, du sollst tun, was er von dir verlangt.

[3:34] Doch was will er, dass du tust? Was ist Gottes Wunsch in deinem Leben? Die Antwort haben wir am letzten Sonntag schon ein bisschen eingeleitet.

[3:45] Und sie bildet auch den Titel meiner heutigen Predigt. Sei ein treuer Zeuge deines Herrn. Sei ein treuer Zeuge deines Herrn.

[3:55] Ich möchte, dass du heute erkennst, dass du den Willen des Herrn nur mit seiner Hilfe, dass du ihm dann nur dann gehorsam sein kannst.

[4:08] Doch wie geht das praktisch? Und drei wichtige Punkte möchte ich dir heute zeigen. Und zwar erstens, nimm deinen Auftrag ernst. Nimm deinen Auftrag ernst. Zweitens, arbeite nicht mit deiner eigenen Kraft.

[4:21] Und drittens, bete um Freimütigkeit für deinen Dienst. Und so kommen wir zu unserem ersten Punkt. Nimm deinen Auftrag ernst.

[4:33] Wir schlagen zusammen Apostelgeschichte auf. Ein bisschen weiter vorne, als wir vorhin gelesen haben. Und zwar in Apostelgeschichte 4. Paulus ist da noch nicht so auf der Bühne des Geschehens aufgetreten.

[4:54] Wir lesen hier nicht von Paulus, sondern von Petrus und Johannes. Apostelgeschichte 4. Während sie, also eben Petrus und Johannes, aber zu dem Volk geredeten, kamen die Priester und der Hauptmann des Tempels und die Sadduzer auf sie zu, empört darüber, dass sie das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung aus den Toten verkündigten.

[5:17] Und sie legten Hand an sie und setzten sie in Gewahrsam bis an den Morgen, denn es war schon Abend. Viele aber von denen, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig und die Zahl der Männer kam auf etwa 5000.

[5:31] Es geschah aber am folgenden Tag, dass ihre Obersten und Ältesten und Schriftgelehrten sich in Jerusalem versammelten und Hannas, der hohe Priester, und Kaiphas und Johannes und Alexander und so viele vom hohe priesterlichen Geschlecht waren.

[5:45] Und nachdem sie sie in die Mitte gestellt hatten, fragten sie, in welcher Kraft oder in welchem Namen habt ihr dies getan? Da sprach Petrus, erfüllt mit Heiligem Geist zu ihnen, Oberste des Volkes und Älteste, wenn wir heute über die Wohltat an einem kranken Menschen verhört werden, wodurch dieser geheilt worden ist, so sei es euch allen und dem ganzen Volk Israel kund, im Namen Jesu Christi des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten, in diesem Namen steht dieser gesund vor euch.

[6:19] Das ist der Eckstein, der von euch den Bauleuten verachtet, der zum Eckstein geworden ist. Und es ist in keinem anderen das Heil, denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen.

[6:33] Als sie aber die Freimütigkeit des Petrus und Johannes sahen und bemerkten, dass es ungelehrte und ungebildete Leute waren, wunderten sie sich und sie erkannten, dass sie mit Jesus gewesen waren.

[6:46] Und da sie den Menschen, der geheilt worden war, bei ihnen stehen sahen, konnten sie nichts dagegen sagen. Nachdem sie ihnen aber befohlen hatten, aus dem Hohen Rat zu gehen, überlegten sie miteinander und sagten, was sollen wir diesen Menschen tun?

[7:00] Denn das ist wirklich ein deutliches Zeichen durch sie geschehen. Und das ist allen offenbar, die zu Jesus leben wohnen. Und wir können es nicht leugnen. Aber damit es nicht weiter und dem Volk verbreitet wird, wollen wir sie bedrohen, dass sie nicht mehr in diesem Namen zu irgendeinem Menschen reden.

[7:17] Und als sie sie gerufen hatten, geboten sie ihnen, sich überhaupt nicht in den Namen Jesu zu äußern noch zu lehren. Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen zu ihnen, ob es vor Gott recht ist, auf euch mehr zu hören als auf Gott, urteilt ihr, denn es ist uns unmöglich, von dem, was wir gesehen und gehört haben, nicht zu reden.

[7:40] Sie aber bedrohten sie noch mehr und entließen sie, als sie nicht fanden, auf welche Weise sie sie bestrafen sollten um des Volkes willen. Denn alle verherrlichten Gott um dessen Willen, was geschehen war.

[7:52] Denn der Mensch war mehr als 40 Jahre alt, an dem dieses Zeichen der Heilung geschehen war. Als sie aber entlassen waren, kamen sie zu den ihren und verkündeten alles, was die hohen Priester und die Ältesten zu ihnen gesagt hatten.

[8:06] Sie aber, als sie es hörten, erhoben einmütig ihre Stimme zu Gott und sprachen, Herrscher du, der du den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hast und alles, was in ihnen ist, der du durch den Heiligen Geist, durch den Mund unseres Vaters, deines Knechtes David gesagt hast, Warum toben die Nationen und sannen eitels die Völker?

[8:25] Die Könige der Erde standen auf und die Fürsten versammelten sich gegen den Herrn und seinen Gesalbten. Denn in dieser Stadt versammelten sich in Wahrheit gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, sowohl Herodes als auch Pontius Pilatus mit den Nationen und den Völkern Israels.

[8:42] Alles zu tun, was deine Hand und dein Ratschluss vorherbestimmt hat, dass es geschehen sollte. Und nun, Herr, sieh an ihre Drohungen und gib deinen Knechten dein Wort mit aller Freimütigkeit zu reden, indem du deine Hand ausstreckst zur Heilung, das Zeichen und Wundergeschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus.

[9:03] Und als sie gebetet hatten, bewegte sich die Städte, wo sie versammelt waren. Und sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit. Wir sind hier eine kurze Zeit nach Pfingsten und die Apostel haben damit begonnen, die Gemeinde Jesu Christi zu gründen und verkündigten das Evangelium in der ganzen Region.

[9:30] Es ist noch nicht allzu lange her, da haben die Juden Jesus zum Tode verurteilt und kreuzigen lassen. Und jetzt kommen da plötzlich irgendwelche Apostel wie Petrus und Johannes, die vehement von diesem Jesus erzählen und ihn als Messias verkündigen.

[9:48] Dabei haben sie ihn doch genau deswegen gekreuzigt, weil er sagte, dass er der Messias und somit Gottes Sohn sei. Doch wenn das nicht schon genug wäre, Petrus und Johannes taten sogar Wunder im Namen dieses Jesus.

[10:03] Da gab es einen Mann. Seit Geburt war er gelähmt. Wir lesen diese Begebenheit in Kapitel 3. Es war kein junger Mann. Dieser Mann, wir haben es gelesen, war über 40 Jahre alt.

[10:16] Vermutlich kannten diesen Mann alle, weil sie ihn immer wieder betteln sahen. Und jetzt wird dieser Mann von Petrus geheilt, aber nicht in seinem eigenen Namen. Nein, sondern im Namen Jesu, welchen sie umgebracht haben.

[10:31] Das gibt es doch nicht. Und auch die Menschen waren sehr erstaunt und sie wurden neugierig, was es denn mit diesem Petrus zu tun hatte, welcher im Namen Jesu eine solch gewaltige Heilung vollbringen kann.

[10:42] Und sie wollten mehr sehen. Und was tat Petrus? Er nutzte die Gelegenheit, um Jesus als den Erlöser zu verkündigen. Was?

[10:54] Jesus, welchen sie gekreuzigt haben, soll nun doch der Erlöser sein? Stellt euch das mal vor. Ihr geht zu den Menschen, die Jesus umbringen ließen und sagt ihnen, hey, den, welchen ihr umgebracht habt, das ist der Erlöser, auf den ihr eigentlich schon lange gewartet habt.

[11:13] Ich weiss nicht, ob ich dies als eine gute Gelegenheit urteilen würde, um über Jesus zu reden. Doch gibt es gute oder schlechte Gelegenheiten? Ebenfalls nahm Petrus und Johannes kein Blatt vor den Mund und verkündigten Jesus, ohne zu zögen.

[11:31] Wieso redeten Petrus und Johannes überhaupt zum Volk und lehrten dieses? Sie sollten schliesslich doch wissen, dass dies eigentlich die Sache der Schriftgelehrten wäre. Petrus und Johannes geben uns in Vers 20 die Antwort gleich selbst.

[11:47] Vers 20 haben wir gelesen, denn es ist uns unmöglich, von dem, was wir gesehen und gehört haben, nicht zu reden. Kannst du das in deinem Leben auch sagen?

[12:00] Denn es ist unmöglich, von dem, was ich mit Jesus erlebt habe, nicht zu reden. Sie predigten aus Freude, aus Freude am Herrn. Doch Jesus hat auch ganz klar den Auftrag gegeben, das Evangelium zu verbreiten.

[12:17] diese bekannten Verse aus Matthäus 28, Vers 19 bis 20. Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern und tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu bewahren, was ich euch geboten habe.

[12:33] Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters. Und diesen Auftrag noch in Markus 16, 15. Und er sprach zu ihnen, geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung.

[12:51] Dies ist der Auftrag, welcher nicht einfach nur den Jüngern gegeben wurde. Es ist der Auftrag, den auch du als gläubiger Christ von Jesus erhalten hast. Jesus Christus soll der einzige wahre Sinn in deinem Leben sein.

[13:05] Und Menschen zu ihm zu führen, ist dein Hauptauftrag hier auf der Erde. Das ist der Wille Gottes. Wenn Menschen die Arbeitsbedingungen in einem Betrieb gut finden und in ihrer Arbeit auch einen Sinn sehen, dann nehmen sie in der Regel ihren Auftrag auch ernst und arbeiten gerne für ihren Chef.

[13:26] Was gibt es für bessere Arbeitsbedingungen, als im Dienste des höchsten Königs zu stehen und die ewige Belohnung, die ewige Herrlichkeit beim liebenden Vater zu verbringen?

[13:38] Was gibt es für sinnhaftere Aufgaben, als Menschen den Weg zu Jesus aufzuzeigen und sie zu ihm zu führen? Petrus und Johannes gaben Zeugnis, weil sie einfach Zeugnis geben mussten.

[13:51] Doch sie verkündigten das Evangelium auch, weil es ihr Auftrag war. Weil dies der Auftrag jedes wahrhaft Gläubigen ist. Petrus und Johannes nahmen ihren Auftrag ernst.

[14:04] Nimmst du deinen Auftrag auch ernst? Überall, wenn das Evangelium verkündigt wird, passiert etwas mit den Zuhörern. Wir lesen dies schon in Kapitel 2, Vers 37.

[14:19] Kapitel 2, Vers 37, auch in Apostelgeschichte. Als sie aber das hörten, drangen sie ihnen durchs Herz und sie sprachen zu Petrus und den anderen Aposteln.

[14:30] Was sollen wir tun, ihr Brüder? Und auch hier in unserem Abschnitt in Kapitel 4, Vers 4 lesen wir, wie die frohe Botschaft die Leute bewegt hat.

[14:42] 5.000 wurden Gläubigen. Unglaublich. Es sind aber nicht Petrus und Johannes, welche die Leute bewegt haben. Petrus und Johannes haben einfach die Botschaft verkündigt.

[14:55] Sie haben einfach gesät. Das Wirken hingegen, die Frucht hingegen, die hat Gott durch seinen Geist geschenkt. Es ist auch dein Auftrag, einfach die frohe Botschaft zu verkündigen, zu säen.

[15:08] Die Frucht aber, die muss der Herr schenken. Ich habe gesagt, wenn das Evangelium verkündigt wird, dann passiert etwas mit den Zuhörern. Entweder man wird ergriffen davon, wie in 2.37 oder hier in unserem Abschnitt, oder man stellt sich vehement dagegen.

[15:26] In unserem Abschnitt hier haben wir beides. Wir haben eine riesengroße Zahl von neuen Gläubigen, aber wir haben auch der Hohe Rat, welcher sich nun vehement dagegen stellt und Petrus und Johannes direkt ins Gefängnis wirft.

[15:40] Das Verkünden der frohen Botschaft hat große Wellen geschlagen. Nun, Petrus und Johannes hatten also eben gerade erst eine Nacht im Gefängnis verbracht und stehen nun vor dem Hohen Rat zur Anhörung.

[15:54] Der Hohe Rat ist sozusagen die Staatsanwaltschaft, wenn es um Glaubensfragen ging. Der Hohe Rat wusste, dass die Heilung des Gelärmtgeborenen nicht einfach ein Werk eines Menschen war.

[16:07] Und so stellten sie die Apostel zur Rede. Und was antwortete Petrus? Wir haben sie in Vers 8 gelesen. Da sprach Petrus erfüllt mit Heiligem Geist zu ihnen. Es ist noch nicht lange her seit Pfingsten und darum steht hier auch explizit, dass Petrus mit dem Heiligen Geist erfüllt war.

[16:26] In dieser Zeit wurde gerade die Grundlage der Gemeinde gelegt und so wurden die Apostel von Gott besonders befähigt, durch den Geist auch Wunder und Zeichen zu tun.

[16:37] Wir finden diese Zeichen und Wunder nur an wenigen Stellen in der Schrift und immer dann, wenn Gott seine Botschafter bestätigen wollte. Als echter Christ ist der Heilige Geist auch in dir innewohnend.

[16:52] Du musst nicht alleine für das Evangelium kämpfen. Du hast diese Kraft in dir, welche Petrus hier auch zur Verfügung hatte, nur dass du keine Zeichen und Wunder tun musst oder kannst, weil die Grundlage der Gemeinde bereits gelegt ist.

[17:09] Und der Geist wird auch dir helfen, dass du in Bedrängnis so reagieren kannst, wie Petrus es hier tat. Und wie hat Petrus hier reagiert? Er nahm seinen Auftrag ernst.

[17:22] Petrus und Johannes wussten nicht, was ihnen blühen wird. Werden sie verurteilt? Müssen sie im Gefängnis bleiben oder vielleicht Schlimmeres? Natürlich waren sie unschuldig, aber Jesus war noch viel unschuldiger und trotzdem wurde er willkürlich verurteilt.

[17:39] Das war ein Moment, in dem man Angst haben könnte. Zu diesem Moment würden wir wahrscheinlich sagen, schlechte Gelegenheit, um über Jesus zu reden. Sie werden sogar noch gefragt, in welchem Namen habt ihr dieses Wunder getan.

[17:56] Was würdet ihr antworten? Ihr wisst, ihr wurdet gefangen nur wegen dem, was ihr erzählt habt über Jesus. Also müsst ihr jetzt aufpassen, was ihr vor der Staatsanwaltschaft sagt.

[18:07] Und was tat Petrus? Er predigt und verkündigt Jesus Christus, was das Zeugs hält. Petrus nimmt seinen Auftrag ernst. Gott wie kannst auch du diesen Auftrag treu ausführen und ein treuer Diener Gottes sein.

[18:27] Es ist eine Frage der Liebe, der Liebe zu deinem Herrn und der Liebe zu deinem Mitmenschen. Willst du, dass die Menschen da draussen nicht verloren gehen, dann verkündige die frohe Botschaft.

[18:41] Willst du deinem Herrn gehorsam sein, dann verkündige die frohe Botschaft. Wie konnte Jesus seinen Auftrag bis zum Tod treu ausführen? Es war auch bei Jesus Christus eine Frage der Liebe, der Liebe zu seinem Vater und der Liebe zu uns Menschen.

[18:59] Es war seine Liebe zu dir und es war sein Gehorsam gegenüber seinem Vater. Du brauchst Liebe, um ein treuer Zeuge deines Herrn zu sein. Doch wie kannst du dieses Feuer der Liebe in dir entfachen?

[19:13] Ich habe wieder ein Büchlein dabei. Alexander Strauch bringt es in diesem Büchlein auf den Punkt zurück zur ersten Liebe.

[19:23] Ich lese nur einen kurzen Abschnitt auf Seite 34. Wenn sie nach Liebe streben wollen, müssen sie lesen und studieren, was Gott in seinem Wort über Liebe sagt.

[19:37] Dann werden sie in der Erkenntnis der Liebe wachsen und in der Erkenntnis Gottes und Christi, die wir mehr als alle anderen lieben sollten. Nichts anderes als Gottes Wort und sein Heiliger Geist kann unser Verlangen nach Liebe wecken und unsere sündigen egoistischen Herzen so verändern, dass wir wie Christus lieben.

[19:56] Wenn die Bibel uns nicht von der Bedeutung der Liebe und von Gottes ansprichen an die Liebe überzeugt, kann nichts das tun. Sieh mal in den Spiegel, was siehst du?

[20:07] sage dir, was du siehst. Du siehst einen Sünder, welcher die Gnade Gottes braucht, um gerettet zu werden. Hast du es verdient, von Gott geliebt zu werden?

[20:20] Niemals. Gott will auch alle anderen Menschen retten, die es nicht verdient haben, geliebt zu werden. Gott will auch, dass du diese Menschen liebst, die vielleicht nicht liebenswert scheinen.

[20:34] Wenn du deinen Mitmenschen das Evangelium nicht bringen willst, dann liebst du sie nicht. Liebe besiegt die Angst. Nimm deinen Auftrag ernst.

[20:46] Das war unser erster Punkt. Und so kommen wir zu unserem zweiten Punkt. Arbeite nicht mit deiner eigenen Kraft. Ich lese die Verse 13 bis 16 nochmals.

[20:58] Als sie aber die Freimütigkeit des Petrus und Johannes sahen und bemerkten, dass es ungelehrte und ungebildete Leute waren, wunderten sie sich und sie erkannten, dass sie mit Jesus gewesen waren.

[21:11] Und dass sie den Menschen, der geheilt geworden war, bei ihnen stehen sahen, konnten sie nichts dagegen sagen. Nachdem sie ihnen aber befohlen hatten, aus dem Hohen Rat zu gehen, überlegten sie miteinander und sagten, was sollen wir diesen Menschen tun?

[21:25] Denn das wirklich ein deutliches Zeichen durch sie geschehen ist, ist allen offenbar, die zu Jerusalem wohnen. Und wir können es nicht leugnen. Wie konnte Petrus so freimütig vor dem Hohen Rat reden?

[21:41] Diese Frage hat sich auch der Hohen Rat gestellt. Sie waren sichtlich verwundert, dass diese Männer, welche es geschafft haben, die ganze Volksmenge um sich zu scharen, dass diese Männer ungebildet waren.

[21:56] Ungebildeten Leuten hört man doch nicht zu. Wenn ein Mensch vor Gericht kommt, dann nimmt er in der Regel einen Anwalt, weil er eben in diesem Bereich weniger gebildet ist. Ein Anwalt kann diesen Menschen besser verteidigen.

[22:10] Nicht so Petrus und Johannes. Normalerweise war der Hohen Rat als Höchster entstand so einschüchternd und jetzt sind da Leute, die haben überhaupt keine Angst. Wohl oder rüber mussten sie erkennen, dass sie tatsächlich mit Jesus unterwegs gewesen waren.

[22:26] Und neben ihnen stand dieser Gelähmte, welcher nun eben nicht mehr gelähmt war, sondern geheilt. Sie kannten diesen Mann nur zu gut und wussten, dass dieser schon mehr als 40 Jahre lang herumkroch und sie gemerkt, dass das Volk langsam auf der Seite von Petrus und Johannes war.

[22:46] Und darum konnten sie diese Männer auch nicht einfach willkürlich verurteilen, ohne das Aufbegehren des Volkes zu provozieren. Sie waren ratlos. Sie waren ohnmächtig.

[22:57] Sie, die Richter dieser Stadt. In ihrer Verzweiflung haben sie eben Petrus und Johannes gefangen genommen. Doch das war nur ihr Leib. Der Hohe Rat hatte das größere Problem.

[23:09] Sie wollten deren Freimütigkeit dämpfen, doch es gelang ihnen nicht. Hat nicht Jesus in Matthäus 10 28 selbst gesagt, und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen?

[23:25] Das ist genau der Grund, warum Petrus und Johannes sich nicht vor Menschen fürchten mussten. Sie vertrauten dem himmlischen Vater. Wenn du ganz bewusst nach konzentrierst, was oben ist, dann nimmst du gar nicht richtig wahr, was links und rechts passiert.

[23:44] Noah musste ein kleines Fenster an seiner Arche machen. Wo war dieses Fenster? Es war oben. Gott wollte nicht, dass Noah und seine Familie dieses Gericht mit ansehen.

[23:55] Gott wollte, dass Noah und seine Familie ihm vertrauen und nur von oben von ihm ihre Antwort erwarten. Der Ruf des Hohen Rates wurde in wenigen Stunden massiv in Mitleidenschaft gezogen, erfüllt vom Heiligen Geist rettenden Petrus und Johannes zum Volk und Gott schenkte eine große Erweckung.

[24:17] Dabei wäre es doch ihre Sache, die Sache des Hohen Rates den Juden in Glaubensfragen vorzustehen. Petrus und Johannes kannten eine Wahrheit, welche der Hohe Rat in seiner Ohnmacht nun spüren musste.

[24:32] Diese Wahrheit kannte später auch Paulus, als er den Römern schrieb. Was sollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns? Er mag gegen uns sein.

[24:43] In Römer 8, 31 finden wir diese Stelle. In ihrer Ohnmacht versuchte der Hohe Rat nun einfach Petrus und Johannes zu bedrohen. Zu glauben, was diese Apostel hier verkündigten, kam für sie niemals in Frage, denn dann würden sie ihr Gesicht verlieren.

[25:00] Wie sehen wir dies nicht so oft auch in unserer Zeit? Vers 17 Aber damit es nicht weiter unter dem Volk ausgebreitet wird, wollen wir sie bedrohen, dass sie nicht mehr in diesem Namen zu irgendeinen Menschen reden.

[25:20] Und als sie gerufen hatten, geboten sie ihnen, sich überhaupt nicht in dem Namen Jesu zu äussern, noch zu lehren. Wenn du Gott auf deiner Seite haben darfst, dann sind alle Menschen, egal welches Ansehen oder Macht sie haben, nichts als ohnmächtige Versager.

[25:39] Und ich möchte dir noch etwas sagen, Menschen, welche dich aufgrund deines Glaubens blagen, hassen nicht dich. Diese Menschen hassen Jesus. Und da du ein Anhänger dieses Jesus bist, blagen sie dich.

[25:53] Ja, die Menschen versuchen dir Angst zu machen. Wenn ein Mensch Angst hat, dann trifft er nicht selten die falschen Entscheidungen. Seine Gedanken und seine Entscheidungen sind von dieser Angst geleitet. Wie oft sehen wir, auch in der Bibel, wie man Menschen bedrohte, um ihnen Angst zu machen, sie in Angst zu versetzen, damit man sie steuern kann.

[26:13] Denken wir zum Beispiel an Nehemia. Wie sehen wir auch in unserer Zeit, wie versucht wird, Menschen Angst zu machen, damit man sie steuern kann? Man muss nur Zeitungen lesen.

[26:24] Jeden Tag finden wir in den Medien Artikel, welche die Menschen beunruhigen und ganze Wirtschaftszweige steuern können. Ich möchte keinesfalls politisch werden, doch wir sehen auch in unserem Abschnitt hier, dass der Hohe Rat genau diese Absicht hatte.

[26:38] Sie wollten Petrus und Johannes bedrohen, um sie zu steuern. Sie geboten also den Aposteln, nie mehr im Namen Jesus Christus zu reden.

[26:50] Dieses Gebot vom Hohen Rat sollte doch Gewicht haben. Und wer weiß, ob dieses Gebot dann nicht irgendwann für uns gilten so. Doch was antworteten Petrus und Johannes?

[27:03] Wunderbar, Vers 19 und 20. Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen, ob es vor Gott Recht ist, auf euch mehr zu hören, als auf Gott, urteilt ihr.

[27:14] Denn es ist uns unmöglich, von dem, was wir gesehen und gehört haben, nicht zu reden. Denn es ist uns unmöglich, nicht von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.

[27:27] Oft merken wir, dass wir Jesus Christus jetzt dieser einen Person verkündigen könnten. Doch wie oft sagen wir, es ist keine gute Gelegenheit.

[27:38] Ein andermal, war dies für Petrus und Johannes eine gute Gelegenheit? Überhaupt nicht. Paulus, nach Jesus, wahrscheinlich eines der größten Vorbilder in der Bibel, schreibt an seinen Schützling Timotheus, in 2.

[27:53] Timotheus 4, 2. Timotheus 4, 2. Predige das Wort, stehe bereit zu gelegener und ungelegener Zeit.

[28:11] Er schreibt nicht, warte auf eine gute Gelegenheit, er schreibt zu gelegener und ungelegener Zeit und predigen ist auch nicht einfach nur von der Kanzel, sondern predigen ist das Verkünden von Gottes Wort.

[28:23] Es sei gelegen oder ungelegen. Für die Verkündigung des Evangeliums gibt es keine unpassende Gelegenheit. Wir sind Christen und müssen hinstehen und standhaft sein.

[28:37] Haben wir zu viel Menschenfurcht, dass wir uns nicht trauen? Ich denke manchmal schon. Immer mehr wird unsere Welt verdorben und es ist irrdisch gesehen immer schwieriger ein Christ zu sein, auch in der Schweiz.

[28:50] Was auch die Beweggründe sind für diese Privatschule, wo wir vorhin noch was gehört haben. Wir Christen verurteilen Abtreibungen, Homosexualität, die ganze Gendergeschichte, Untreue, sexuelle Verfehlungen, spirituelle Erfahrungen und so weiter.

[29:05] Doch genau diese Dinge werden mehr und mehr sogar gesetzlich in unseren christlichen Ländern verankert und als normal deklariert. Machen wir bei diesen Dingen mit oder bleiben wir standhaft?

[29:19] Wenn wir die Standhaftigkeit nicht jetzt schon lernen, wenn noch wenig irdische Bedrängnis ist, dann werden wir wahrscheinlich nicht standhaft sein, wenn es in einigen Jahren vielleicht schwer für uns wird.

[29:31] Ich möchte auch nicht die Zukunft schlechtreden, aber wir müssen uns bereit machen, bereit, dass wir hinstehen und uns zu Jesus halten, wenn es darauf ankommen wird. Sind wir dabei allein?

[29:44] Nein, keinesfalls. wir haben Geschwister, wir haben Jesus, welcher in unseren Schwachheiten Kraft gibt. Viele Gläubige glauben, dass sie schon auf Jesus vertrauen, aber sie haben auch irgendwie das Gefühl, dass sie sich verdienen müssen, was er am Kreuz für sie getan hat.

[30:03] Was aber waren die letzten Worte Jesus am Kreuz? Verdiene nun deine Rettung und erweise dich als würdig. Nein, Jesu letzte Worte am Kreuz waren, es ist vollbracht.

[30:18] Du könntest dir deine Rettung niemals verdienen, niemals. Es ist ein Geschenk und du als Gläubiger weisst, wo dieses Geschenk zu finden ist und wie man dieses Geschenk auch annehmen kann.

[30:31] Willst du diese wunderbare Wahrheit nicht mit deinen ungläubigen Bekannten teilen? Wir kommen zu unserem Vers 20 zurück. Denn es ist uns unmöglich von dem, was wir gesehen und gehört haben, nicht zu reden.

[30:52] Ihr, die ihr euch für den Herrn Jesus von ganzem Herzen entschieden habt, ihr dürft Jesus erleben. Wenn ich an einem schönen Ort in den Ferien bin, dann mache ich Fotos.

[31:03] Vielleicht versende ich die Fotos an Freunde. Andere stellen die Fotos in ihren Status, andere posten die Fotos auf Social Media. Ich war letztes Jahr auf zwei wunderschönen Hochtouren und Gott hat es gut mit uns gemeint und wir hatten beide mal ein traumhaftes Wetter.

[31:20] Umso schöner sind dann natürlich die Fotos, welche dabei entstehen. So war ich nicht zu geizig, meinen Freunden die gewonnenen Erinnerungen zu zeigen und jedes Mal, wenn ich die Fotos jemandem zeige, dann freue ich mich selber wieder enorm an dem, was ich in den Bergen erlebt habe.

[31:37] Wenn sich jemand einen schönen Sportwagen leistet, dann lässt er ihn nicht einfach in der Garage stehen, sondern erfährt ihn und zeigt ihn seinen Freunden. Wir Menschen lassen gerne die anderen Menschen wissen, wenn wir etwas Freudiges erleben dürfen.

[31:52] Ist Jesus denn nicht die größte Freude in deinem Leben? Erzähle den Menschen von ihm. Deine ungläubigen Freunde werden irgendwann in die ewige Verdammnis kommen und was tust du dagegen?

[32:07] Zeige ihm oder ihr die Quelle lebendigen Wassers. Zeige deinen Freunden Jesus. Ich erwarte weder von dir noch von mir, dass wir morgen dieselbe Freimütigkeit haben, wie sie Petrus und Johannes hier hatten.

[32:22] Und auch Jesus erwartet das nicht von dir. Jesus erwartet aber von dir, dass du ihn und deine Mitmenschen lieb hast und dass man deine Liebe in deinem Leben mehr und Ich möchte mit euch eine Stelle aus Johannes 21 anschauen.

[32:38] Es ist eine bekannte Stelle. Finden Sie Johannes 21 die Verse 15 bis 17. Johannes 21 die Verse 15 bis 17.

[32:58] Als sie nun gefrühstückt hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus. Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er spricht zu ihm, ja Herr, du weisst, dass ich dich lieb habe.

[33:12] Er spricht er zu ihm, beide meine Lämmer. Wieder spricht er zum zweiten Mal zu ihm, Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Er spricht zu ihm, ja Herr, du weisst, dass ich dich lieb habe.

[33:27] Er spricht er zu ihm, Hüte, meine Schafe. Er betrus wurde traurig, dass er zum dritten Mal zu ihm sagte, hast du mich lieb und sprach zu ihm, Herr, du weisst alles, du erkennst, dass ich dich lieb habe.

[33:44] Jesus spricht zu ihm, weide meine Schafe. Jesus fragte Petrus nicht, ob er irgendwelche besonderen Fähigkeiten habe.

[33:56] Er fragte ihn nicht nach seinem Lebenslauf. Jesus fragte nur, ob er ihn lieb hat. Ich gehe hin, Johannes 13, 38, auch ein sehr bekannter Vers.

[34:18] Johannes 13, 38. Jesus antwortet zu Petrus, dein Leben willst du für mich lassen?

[34:33] Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, Hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnet hast. Wir wissen, dass Petrus hier alles andere als standhaft war.

[34:44] Bevor der Hahn krähte, hat er Jesus schon dreimal verleugnet. Petrus war kein Übermensch. Petrus macht ja auch Fehler, wie du und ich. Hat ihn Jesus wegen diesem Fehler fallen gelassen?

[34:56] Nein. Er hat irgendwann nach seiner Auferstehung Jesus kommt eben diese Begebenheit hier am See von Tiberias und wir haben gelesen, Petrus hast du mich lieb?

[35:09] Jesus fragt auch dich hast du mich lieb? Jesus ist so gütig, barmherzig, geduldig und voller Gnade, dass er uns auch verzeiht, wenn vielleicht mal diese Liebe in unserem Leben nicht spürbar ist.

[35:23] Und trotzdem sollen wir alles daran geben, dass auch Menschen um uns herum diese Liebe wahrnehmen können, dass sie sie spüren können. Petrus hatte Jesus von Herzenlieb, auch wenn er Fehler machte.

[35:36] Doch Jesus lässt uns durch Situationen und Prüfungen immer mehr reifen, bis auch wir hoffentlich irgendwann diese Standhaftigkeit haben, wie Petrus und Johannes. Petrus hatte damals in Johannes 13 noch viel mehr Menschenwurscht und verleugnete Jesus darum.

[35:54] Doch hier in Apostelgeschichte 4 sehen wir einen reiferen Petrus, einen Petrus, welcher sich nicht vor Einschüchterungsversuchen beirren liess. Wir haben hier einen Petrus, welcher nicht mit seiner eigenen Kraft, sondern mit der Kraft des Herrn arbeitete.

[36:13] So lesen wir die Verse 21 bis 22. Sie aber bedrohten sie noch mehr und entliessen sie, dass sie nicht fanden, auf welche Weise sie sie bestrafen sollten, um des Volkes willen.

[36:25] Denn alle verherrlichten Gott um dessen willen, was geschehen war. Denn der Mensch war mehr als 40 Jahre alt, an denen dieses Zeichen der Heilung geschehen war. Damit du Gott fürchten kannst und nicht die Menschen, musst du wissen, wer Gott ist.

[36:46] Wenn du Gott kennst, dann kannst du ihm auch wirklich vertrauen. Ich kann nur jemandem vertrauen, den ich kenne. Und so tun wir gut daran, so tust du gut daran, die Bibel zu studieren und Gott kennenzulernen.

[36:58] Und je mehr du Gott kennst, desto mehr weißt du, dass du ihm vertrauen kannst. Und umso weniger fürchtest du dich vor Menschen. Es ist ein Prozess, das geschieht nicht von heute auf morgen.

[37:12] Auch bei Petrus war es ein Prozess, und so möchte und so Gott kennenlernen. Und ihn allein fürchten zu lernen. Studiere Gottes Wort Tag für Tag und es wird dich stärken, es wird dir Mut machen und es wird dir Kraft schenken.

[37:29] Wenn du mit deiner eigenen Kraft arbeitest, wenn du mit deiner eigenen Kraft kämpfst, dann läufst du Gefahr vor Angst zu erstarren. Dann läufst du Gefahr wie ein Petrus Jesus zu verleugnen.

[37:41] Petrus war früher auch nur dann mutig, wenn Jesus direkt neben ihm stand. Wenn Jesus direkt neben ihm stand, dann konnte ein ganzes Heer ihm entgegentreten, er zückte sein Schwert und wollte was auch immer, nicht nur ein Ohr abhacken wahrscheinlich.

[37:57] Doch wenn Jesus nicht mehr da ist, doch Jesus ist da, arbeite nicht mit deiner eigenen Kraft. Und das war unser zweiter Abschnitt und so kommen wir zu unserem dritten Punkt bete um Freimütigkeit für deinen Dienst.

[38:14] In Johannens 15,5 lesen wir einen Vers, welches ich schon letzten Sonntag zitiert habe. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.

[38:30] Und dieser dritte Punkt meiner Predigt ist ein so wichtiger Punkt. Denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun. Ist dir das bewusst, dass du getrennt von Gott nichts tun kannst?

[38:43] Wir haben letztes Mal gesehen, dass Gott da ist, aber wir die Rechnung so oft ohne ihn machen. Alles, was ich dir heute schon gesagt habe, ist nutzlos, wenn wir diesen letzten Punkt ausracht lassen.

[38:57] Denn ohne mich könnte ich nichts tun. Diese Wahrheit kannten auch die Gläubigen in unserem Text. Ich lese ab Vers 23 nochmals. Als sie aber entlassen waren, Petrus und Johannes, kamen sie zu den Iren und verkündeten alles, was die hohen Priester und die Ältesten zu ihnen gesagt hatten.

[39:15] Sie aber, als sie das hörten, erhoben einmütig ihre Stimme zu Gott und sprachen, Herrscher du, der du den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hast und alles, was in ihnen ist.

[39:26] Ich habe dir vorhin gesagt, du bist nicht allein. Wie wertvoll ist eine Gemeinde, welche dich unterstützen kann? Wie wertvoll ist eine Gemeinde, welche für dich beten kann und dich auf deinem Weg begleitet?

[39:40] Auch wenn es durch Dunkelheit geht. So schade, dass in unserer Zeit so oft die Bedeutung einer Gemeinde nach biblischem Prinzip nicht mehr genug beachtet wird.

[39:53] Man hört sich vielleicht noch Predigten im Internet an. Doch das war's. Nicht, dass Predigten aus dem Internet per se schlicht wären, aber sie ersetzen doch keinesfalls eine Gemeinde. Petrus und Johannes, sie wissen um die Kraft der Gemeinde und des gemeinsamen Betens.

[40:09] Und so gehen sie nicht alleine nach Hause oder in eine Bar, um sich abzulenken. Sie gehen zu den Iren. Sie gehen zu ihren gläubigen Geschwistern und erzählen ihnen, was geschehen ist.

[40:21] Und was unternehmen sie zusammen? Beraten sie nun, wie sie gegen den Hohen Rat vorgehen könnten, sich vielleicht doch noch einen Anwalt nehmen. Nein, sie machen das einzig Richtige.

[40:32] Sie gehen zu dem, der alle Gewalt hat im Himmel und auf Erden. Sie gehen zu dem, der alles in seiner Hand hält. Sie gehen zu dem, der souverän über allen Widrigkeiten steht. Sie gehen zu dem, zu welchem auch du gehen sollst, wenn du im Bedrängnis bist.

[40:47] Sie gehen zu Gott. Sie gehen ins Gebet. Sie erhoben einmütig ihre Stimme. Einmütig. Da war keine Diskussion, was man jetzt machen sollte.

[40:59] Einmütig. Sie alle wussten, dass jetzt Beten angesagt war. Und was beten sie? Herrscher du, der du den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hast und alles, was in ihnen ist.

[41:12] Sie erinnern sich daran und loben Gott dafür, dass er allein der Schöpfer ist und darum alle Macht hat. Und sie beten weiter. Vers 25 bis 28.

[41:26] Wir haben es gelesen. Über diesen Gebetsabschnitt könnte man allein schon eine Predigt machen. Die Gläubigen bezeugen in ihrem Gebet, dass alles, was passiert, nach Gottes Ratschluss passiert.

[41:40] Glaubst du das auch? Die Gläubigen hier sind überzeugt davon und sehen das gegenwärtige Geschehen als eine Erfüllung von Psalm 2, 1 bis 2, welchen sie auch hier zitieren.

[41:50] Die betenden Gläubigen in unserem Abschnitt wissen, dass alles, was passierte, passieren musste. Sie haben erkannt, dass auch Jesus gekreuzigt werden musste.

[42:04] Sie haben erkannt, dass auch Herodes und Pontius Pilatus nur Werkzeuge waren, welche genau das taten, was Gott schon vorher bestimmt hatte. Genauso weit, wie Gott es zulässt.

[42:16] Dies sehen wir schon in Apostelgeschichte 2, Vers 23, ein bisschen weiter vorne. Diesen Mann, der nach dem bestimmten Ratschluss und nach Vorkenntnis Gottes hingegeben worden ist, habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen an das Kreuz geschlagen und umgebracht.

[42:36] Nicht einfach so ist es passiert, nach seinem Ratschluss. Nichts passiert einfach so. Glaubst du das? Alles, was hier draussen passiert, egal wie schlimm die Dinge auch scheinen mögen, nichts geschieht, ohne dass Gott es zulassen würde.

[42:53] Die schlimmsten Menschen auf dieser Erde sind nur Werkzeuge, welche Gott zu seinem Nutzen gebrauchen kann. Gott schafft es, das Böse für seine heiligen Absichten zu gebrauchen.

[43:05] Nachdem die Gläubigen im Gebet ihr Vertrauen auf die Allmacht Gottes ausgedrückt haben, kommen sie mit einer Bitte vor den Herrn.

[43:17] Was würdest du in ihrer Situation jetzt bitten? Erst gerade vorher wurdest du ernsthaft bedroht. Was ist nun dein Anliegen? Bittest du darum, dass dich Gott in dieser Situation beschützt?

[43:32] Bittest du darum, dass du ein gutes Versteck findest, wo du sicher bist? Bittest du darum, dass Gott deine Feinde richtet? Warum bitten nun die Gläubigen, die mit Petrus und Johannes beten?

[43:48] Vers 29 Und nun, Herr, sieh ihre Drohungen und gib deinen Knechten, dein Wort mit aller Freimütigkeit zu reden. Sie erinnern sich daran, dass sie sich aktuell in einer Bedrohung befinden.

[44:03] Doch sie beten nicht, dass Gott sie aus dieser Bedrohung erretten würde. Sie beten darum, dass sie weiter Gottes Wort mit Freimütigkeit verkünden können. Es ist für sie auch keinesfalls so selbstverständlich, dass sie so freimütig und standhaft das Evangelium verkünden können.

[44:22] Auch diese Gläubigen sind Menschen, nur Menschen. Auch diese Gläubigen sind in Gefahr, vor Furcht zu erstarren. Doch genau darum beten sie darum, dass Gott ihnen diese notwendige Freimütigkeit geben wird.

[44:37] Bete also auch du um Freimütigkeit für deinen Dienst. Nur kannst du nicht erwarten, dass alle Menschenfurcht einfach abfällt und du sofort ohne Zögern in jeder Situation Zeugnis geben kannst.

[44:50] Doch wie kannst du dich nun ganz praktisch darin üben, die Menschenfurcht abzulegen und Jesus zu deinen Mitmenschen zu tragen? Gott hat dich ganz persönlich an einen Platz gestellt.

[45:03] Du hast eine ganz bestimmte Umgebung, Familie, Arbeitsplatz. Ich persönlich arbeite als Lehrperson an einer Berufsschule. Es ist ein super Job, doch mein Auftrag gilt auch dort.

[45:16] Sehen meine Arbeitskollegen und sogar meine Schüler, dass ich Jesus lieb habe? Was erzähle ich ihnen zum Beispiel, was ich in meiner Freizeit mache?

[45:28] Was erzähle ich meinen Arbeitskollegen, wenn sie mich fragen, was ich am Sonntag gemacht habe, am Wochenende? Wir müssen lernen, uns in diesen Dingen zu üben. Ich nutze beispielsweise die Feiertage, um im Unterricht auf Jesus zu sprechen zu kommen.

[45:44] Ich frage meine Schüler dann, warum sie eigentlich diesen Freitag, zum Beispiel eben der Karfreitag, frei haben. Und so besprechen wir zusammen die Geschehnisse von Karfreitag bis Pfingsten. Und nicht selten werde ich anschließend gefragt, ob ich denn diese Dinge dann wirklich glaube.

[46:00] Was für eine Vorlage. Ich werde gefragt, ob ich wirklich glaube, dass Jesus gestorben, auferstanden und in den Himmel gefahren ist. Nach so einer Frage muss man das Evangelium auspacken.

[46:12] Warum ist Jesus denn gestorben? Warum ist er auferstanden und so weiter? Wunderbar. Ich unterrichte an einer öffentlichen Schule, an welcher meine Lehre religiös neutral sein muss.

[46:24] Ist das Lehre, wenn ich von den Schülern gefragt werde? Erzählt einander von euren Erlebnissen und wie ihr den Menschen Zeugnis geben konntet, nicht um euch selbst zu erhöhen, sondern um eure Geschwister zu motivieren, einander Ideen zu geben, wie man ein Gespräch beginnen kann.

[46:42] Spornt einander an, treue Zeugen unseres Herrn Jesus Christus zu sein. Ganz wie auch der Hebräerschreiber in Hebräer 10, 24 bis 25 schreibt, und lasst uns aufeinander Acht haben, um uns zur Liebe und zu guten Werken anzureizen, indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist, sondern einander ermuntern, um das umso mehr, je mehr ihr den Tag herannahen seht.

[47:10] Und wir sehen diesen Tag herannahen. Lasst uns nicht lau, lasst uns nicht faul werden, sondern steht füreinander ein und unterstützt einander als Glieder an ein und demselben Leib Jesu Christi.

[47:24] Üben wir uns in kleinen Anläufen, tragen wir Jesus zu unseren Mitmenschen und stehen freimütig für ihn ein. Aber vergiss nicht, um diese Freimütigkeit zu beten.

[47:40] Ich sage dir nochmals, du bist nicht allein. Sieh dich um, sieh rechts und links von dir. Du hast eine Gemeinde. Gott hat dir Menschen aufs Herz gelegt. Teile die Namen dieser Menschen, deinen Geschwistern mit, damit sie dir helfen zu beten.

[47:56] Betet füreinander um Freimütigkeit. Paulus macht es uns ebenfalls vor, als er den Ephesern schreibt. Ich möchte diese Stelle noch lesen. Epheser 6, Vers 18 bis 20.

[48:10] Epheser 6, Vers 18 bis 20. Mit allem Gebet und Flehen, betet zu jeder Zeit im Geist und wacht hierzu in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen und auch für mich, damit mir Rede verlieren wird, wenn ich den Mund öffne, mit Freimütigkeit das Geheimnis des Evangeliums bekannt zu machen, für das ich ein Gesandter in Ketten bin, damit ich in ihm freimütig rede, wie ich reden soll.

[48:47] Wie oft haben wir das Gefühl, dass Paulus so unerreichbar für uns scheint. Seine Standhaftigkeit und seine Freimütigkeit, die kommen auch nicht von ungefähr. Er bittet hier die Epheser, für ihn zu jeder Zeit zum Herrn zu flehen, dass er diese so notwendige Freimütigkeit besitzen darf.

[49:09] Weder du noch ich werden diese Freimütigkeit für die Verkündigung des Evangeliums und diese Standhaftigkeit aus uns selbst haben. Wir müssen darum bitten.

[49:22] Ich wollte, dass du heute erkennst, dass du dem Willen des Herrn nur mit seiner Hilfe gehorsam sein kannst. Drei Punkte haben wir zusammen angeschaut. Nimm deinen Auftrag ernst.

[49:35] Arbeite nicht mit deiner eigenen Kraft und bete um Freimütigkeit für deinen Dienst. Versuche nicht alleine zu wursteln, sondern arbeite mit der Kraft des Herrn.

[49:48] Übe dich in kleinen Anläufen und zeuge von deinem Herrn und Erretter. Du bist nicht allein. Motiviert einander zu diesen guten Werken und betet füreinander.

[50:02] Sei ein treuer Zeuge deines Herrn. Amen. Wir möchten zusammen beten. Oh, treuer himmlischer Vater, habe herzlich Dank für dein Wort, Herr.

[50:15] Für die Geschichten, die du mit den Menschen, mit deinen Knechten geführt hast, Herr. Sie sollen uns Ansporn sein. Sie sollen uns Ermutigung sein, aber sie sollen uns auch ermahnen, Herr.

[50:26] Und so danke ich dir für diesen Abschnitt in Apostelgeschichte 4, welchen uns zum Vorbild dienen soll, Herr. Unseren Auftrag ernst zu nehmen. Unseren Auftrag, den du an uns hast, Herr.

[50:37] Du bist nicht mehr auf dieser Erde, doch wir sind es. Wir sollen dich vertreten als Botschafter an deiner Stadt, Herr. Aber wie schön müssen wir dies nicht aus eigener Kraft machen, sondern dürfen wir darauf vertrauen, dass du uns die Kraft gibst, durch deinen Geist, dass du uns hilfst, dass du uns auch Geschwister an die Seite gestellt hast, um uns gegenseitig anzuspornen zu Liebe und guten Werken, Herr.

[50:59] Schenk, dass in unserem Leben diese Liebe mehr und mehr sichtbar wird und auch spürbar für unsere Mitmenschen, Herr. Schenk, dass wir eine Retterliebe haben dürfen, dass wir auf die Menschen zugehen, Herr.

[51:10] Dass es unser großes Anliegen ist, die verlorenen Menschen, unsere verlorenen Bekannten da draussen, dass es uns ein Anliegen ist, dich ihnen zu zeigen, Herr, die Quelle lebendigen Wassers.

[51:22] Dass sie wissen, wie sie aus diesen Sündenfuhr rauskommen. Dass sie wissen, wie sie vom Tod ins Leben durchdringen können, Herr. Und so bitte ich dich auch um diese so notwendige Freimütigkeit in unserem Leben.

[51:34] Auch die nächste Woche, Herr. Wir haben mit so vielen Menschen zu tun, Herr. Schenk Begebenheiten, gerade in der nächsten Woche, wo wir Zeuge von dir sein dürfen, Herr. Wo wir dich, dein Evangelium, verkündigen dürfen, Herr.

[51:45] Hilf uns, dass wir freimütig hinstehen und nicht die Situation, nicht als schlechte Gelegenheit abtun. Herr, hilf, dass wir treue Zeugen von dir sein dürfen. Amen.

[51:55] Amen.