Reichtum: der Traum wird zum Albtraum

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Prediger

Stephan Humbert

Datum
16. Juni 2019

Transkription

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[0:00] Guten Morgen miteinander. Zum Einstieg möchte ich euch einen kurzen Ausschnitt aus der Neuen Zürcher Zeitung vom 18. Oktober 2018 vorlesen.

[0:16] Die fängt so an. Die beruhigende Nachricht vorneweg. Auch in diesem Jahr konnte die Schweiz ihren Spitzenplatz an der Rangliste der vermögendsten Länder behaupten.

[0:28] Im Durchschnitt besitzt jeder Erwachsene hierzulande rund 530.000 Dollar, schreibt die Credit Suisse in der jüngsten Ausgabe ihres Global Wealth Report.

[0:40] In Nordamerika bringt es ein Erwachsener auf ein durchschnittliches Vermögen von rund 392.000 Dollar. In Europa sind es gerade einmal 145.000 Dollar.

[0:52] Die Schweiz steht also mit dem höchsten Vermögen unangefochten an der ersten Stelle. Doch ist diese Nachricht aus der NZZ wirklich so beruhigend, wie es da der Reporter darstellt?

[1:11] Was sagt die Bibel über Geld haben, Geld verdienen, Geld ausgeben? In der fortlaufenden Auslegung vom Jakobusbrief kommen wir zu einer herausfordernden Bibelstelle, welche über die Reichen spricht.

[1:32] Bitte schlagt mal Jakobus 5, die Verse 1 bis 6 auf. Jakobus 5, 1 bis 6. Jakobus 5, 1 bis 6.

[1:52] Ihr habt Schätze gesammelt in den letzten Tagen.

[2:19] Siehe der Lohn der Arbeiter, die euch die Felder abgemäht haben, der aber von euch zurückbehalten worden ist. Er schreit und das Rufen der Schnitter ist dem Herrn der Heerscharen zu Ohren gekommen.

[2:34] Ihr habt euch dem Genuss hingegeben und üppig gelebt auf Erden. Ihr habt eure Herzen gemästet wie an einem Schlachttag. Ihr habt den Gerechten verurteilt, ihn getötet.

[2:46] Er hat euch nicht widerstanden. Wie wir im MCZ-Artikel gelesen haben, besitzen die Schweizer das höchste Vermögen.

[3:01] Ja, auch wenn du keine halbe Million Schweizer Franken in der Portokasse hast, gehörst du dennoch zu den reichsten Personen auf dieser Welt.

[3:13] Hier in der Schweiz leben wir in einem grossen Überfluss. In der Schweiz gilt das Motto, über Geld spricht man nicht, das hat man.

[3:25] Weil du und ich tagtäglich mit diesem Thema konfrontiert sind, möchte ich dich ermutigen, ganz genau hinzuhören, was Jakobus an die Reichen schreibt, damit du nicht dein Herz an das Geld hängst.

[3:46] Der Titel von der heutigen Predigt heisst Reichtum, der Traum wird zum Albtraum. Und den Predigtext habe ich in vier verschiedene Punkte eingeteilt.

[4:01] Der erste ist reich, sei dir deiner Ewigkeit bewusst. Der zweite Punkt ist Vermögend. Dein Freund wird zum Feind.

[4:15] Der dritte Punkt Gewinnmaximierung. Eine Sucht auf Kosten anderer. Und der vierte Punkt Selbstsucht. Bereit für alles.

[4:28] Bevor wir mit dem ersten Punkt beginnen, möchte ich noch beten. Vater im Himmel, ich danke dir für diesen Jakobusbrief. Ich danke dir für diese Stelle, auch wenn es eine herausfordernde Stelle, auch gerade für uns Schweizer ist, wo wir einen sehr hohen Lebensstandard haben.

[4:50] Ich danke dir, dass dein Wort gültig ist, unabhängig von der Kultur, unabhängig von der Zeit, wo wir drin leben. Und so möchten wir deine Prinzipien lernen.

[5:02] Wir möchten sie lernen anzuwenden. Wir möchten uns warnen lassen, dort wo du uns warnst. Wir möchten uns verändern lassen, dort wo Veränderung notwendig ist.

[5:14] Ja, bitte hilf du jedem Einzelnen von uns, dass wir auch in diesem herausfordernden Thema uns nicht über die Schrift stellen und unsere Situation in deinem Licht oder deine Schrift in unserem Licht und in unserer Situation einfach beurteilen, sondern dass wir dein Wort nehmen und uns selbst anhand von deinem Wort überprüfen und verändern lassen.

[5:41] Wir möchten bitten um dein Wirken durch deinen Geist, durch dein Wort in unseren Herzen. Amen. Der erste Punkt. Reich seid ihr der Ewigkeit bewusst.

[5:55] Der Vers 1. Voilà nun, ihr Reichen! Weint und heult über das Elend, das über euch kommt. Am Ende von Kapitel 4 in Jakobus haben wir den Text von dem selbstsicheren Geschäftsmann gelesen in der letzten Predigt.

[6:12] Jakobus prangert diese Personen an, welche absolut selbstsicher ohne Gott ihr Leben planen. Jakobus rüttelt diese Personen wach, welche von ihren eigenen Fähigkeiten, Möglichkeiten, Wegen und Plänen total überzeugt sind.

[6:33] Er öffnet ihnen die Augen vor ihrer eigenen Blindheit. In unserem heutigen Text geht es um die nächste Gruppe von Personen, welche blind sind, aber in die Gemeinde kommen.

[6:46] Sie sind meistens angesehen. Ihnen geht es äußerlich gut. Ja, vermitteln sogar ein sorgenfreies Leben. Doch Jakobus bestätigt ihren Wandel nicht.

[6:59] Nein, im Gegenteil. Er ruft sie auf, dass sie über ihr Elend weinen und heulen sollen. Aber warum sollen jetzt die Reichen weinen und heulen?

[7:13] Reich sein bedeutet doch ein angenehmes, abgesichertes Leben haben, Freiheiten genießen, tun und lassen, was ich will.

[7:25] Das klingt doch eher nach Freude. Doch wer sind diese Reichen, welche hier angesprochen werden? Reich sein ist gleichbedeutend wie im Überfluss Leben.

[7:39] Ein Reicher ist jemand, der viel mehr hat, als dass er zum Leben benötigt. In unserem Text geht es um eine Personengruppe, eben die Reichen, welche nicht nur vermögend per se sind, sondern auch auf einem sehr, sehr fragwürdigen Weg reich wurden.

[7:59] Zudem wurde dieser Reichtum von diesen Reichen schlecht verwaltet. Doch bevor wir uns auf den Text stürzen, möchte ich hier eine Klammer aufmachen und ein paar grundsätzliche Punkte zum Thema Geld und Besitz mit euch anschauen.

[8:20] Mit dem Geld verhält es sich grundsätzlich gleich wie mit allen anderen Gaben, welche Gott uns anvertraut. Das Wort Anvertrauen ist hier der Schlüssel vom richtigen Verständnis.

[8:37] Wer hat alles erschaffen? Gott. Wer ist somit der Eigentümer von allem Erschaffenen? Gott.

[8:50] Wer hat dich hier in der Schweiz auf die Welt gesetzt? Und zum Beispiel nicht irgendwo im Busch? Gott. Wer hat dir die Gaben und die Kraft geschenkt, damit du Geld verdienen kannst?

[9:07] Gott. Diese Liste könnte man noch unendlich viel verlängern. Gott ist der Geber von allem. Auch wenn bei deinem Bankkonto, bei deinen Aktienobligationen oben in der Adresszeile dein Name steht, so bist du aus Gottes Perspektive nicht der Eigentümer, sondern ein Verwalter dieses Geldes.

[9:35] Wisst ihr, was der Unterschied ist zwischen einem Eigentümer und einem Verwalter? Ein Eigentümer kann mit seinem Besitz tun und lassen, was er will.

[9:49] Ein Verwalter hingegen kann mit seinem Besitz, ein Verwalter hingegen muss das von ihm anvertraute Gut so verwalten, wie es der Eigentümer will.

[10:01] Der Verwalter definiert nicht die Spielregeln. Nein, er ist dazu da, die bereits definierten Spielregeln einzuhalten und danach zu leben.

[10:15] Wir kennen ja zum Beispiel das Beispiel aus Matthäus 25, Vers 14, wo der Herr aus der Landes reisen will und seinen drei Knechten fünf, zwei und ein Talent gibt zur Verwaltung.

[10:29] Was ist das Kriterium, nach welchem der Herr Lob und Tadel gibt? Es ist nicht die Menge, welche dazu gewonnen wurde, sondern die Treue im Umgang mit den Talenten.

[10:48] Der, welcher mit seinem anvertrauten Talenten nichts gemacht hatte, musste sein Talent dem Ersten abgeben. Die zwei Ersten sind über wenig treu gewesen und bekamen nachher noch viel mehr.

[11:03] Der Letzte hingegen hatte mit dem anvertrauten Gut nichts gemacht und musste das Wenige abgeben und ging definitive leer aus. Ich bin absolut davon überzeugt, wenn wir Menschen beziehungsweise Christen dieses Konzept von der Verwalterschaft besser verstehen würden, würde diese Welt anders aussehen.

[11:23] Und der Text im Jakobusbrief an die Reichen wären überflüssig. Nun ist es aber nicht so. Wir leben aber hier auf einer Welt und dieses Denken ist selten vorhanden.

[11:39] Ja, im Gegenteil. Reich und unabhängig sein, Macht haben, sind angesehene Tugenden. Geld ist ein Macht- und Statusinstrument. Entsprechend definieren sich viele Personen über den Besitz.

[11:55] Sie betrachten es als ihr Eigentum und nutzen es zu ihrem Vorteil beziehungsweise zu ihrer eigenen Verherrlichung. Und Jakobus greift nun in seinem Brief genau diese Gruppe beziehungsweise diese Einstellung an.

[12:10] Er fordert sie auf, über ihren Zustand zu weinen und zu heulen. Mit weinen ist gemeint, lauchstark zu klagen beziehungsweise vor einem Schmerz aufschreien.

[12:24] Der Grund ist das Elend, das über sie kommen wird. Dieses Elend ist eine Mühsal, eine Not, eine Misere, eine Plage oder die Strapazen.

[12:37] Jakobus bringt hier eine knallharte Botschaft, welche bei vielen einen großen Anstoß sein wird. Ist sich hier Jakobus eventuell nicht genau bewusst, welche Gruppe, dass er hier angreift?

[12:52] Das sind die einflussreichen Personen, die welche Besitz und Macht haben. Es sind die Personen, welche meistens auch in der Gemeinde mitsprechen und entsprechend angesehen sind.

[13:05] Ist Jakobus wahnsinnig, diese Person an den Pranger zu stellen? Möchte er sich selber zerstören? Nein!

[13:16] Denn es ist nicht seine Lehre, sondern es ist die Lehre von seinem Lehrmeister. Und dieser Lehrmeister ist niemand geringer als Gottes Sohn.

[13:28] Schlagt mal Matthäus 6, Vers 19 bis 24 auf. Matthäus 6, Vers 19 bis 24. Dort lesen wir von Jesus.

[13:41] Er spricht ab Vers 19. Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen.

[13:51] Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.

[14:05] Das Auge ist die Leuchte des Leibes. Wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib Licht sein. Wenn aber dein Auge verdorben ist, so wird dein ganzer Leib finster sein.

[14:17] Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie gross wird dann die Finsternis sein? Niemand kann zwei Herren dienen. Denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben oder wird den einen anhängen und den anderen verachten.

[14:34] Ihr könnt nicht Gott und dem Mammon dienen. Jesus zeigt in seiner Botschaft auf, dass der Mensch nicht zwei Herren gleichzeitig dienen kann.

[14:47] Entweder dient er dem einen und hasst den anderen, ob er umgekehrt. Die Herren in diesem Text oder der Herr in diesem Text ist die Person oder die Sache, welche dein Herz anbetet und entsprechend dein Denken, Fühlen und Handeln prägen.

[15:04] Auf der einen Seite haben wir den Mammon, welcher der Gott des Geldes ist. Dieser Gott möchte angebetet werden. Er bestimmt das tagtägliche Leben und hat einen ungeheuren Hunger nach mehr.

[15:19] Es darf immer mehr, immer besser, immer bequemer, immer exklusiver sein. Und entsprechend ist er auch nie zufrieden. Egal wie viel Futter wir Menschen diesen Götzen opfern, er hat immer Hunger, noch noch mehr.

[15:33] Die Lüge, welche dahinter steht, ist, je mehr das ich habe, desto glücklicher werde ich sein. Doch dieses Meer wird nie gesättigt sein. Das eine treibt das nächste an.

[15:45] Auf der anderen Seite steht Gott, der Erfinder, Schaffer, Eigentümer von allem Sichtbaren und Unsichtbaren. Er fordert auf, dass wir himmlische Schätze sammeln, welche ewigen Bestand haben.

[15:59] Von ihm angesehenere Schätze sind nicht aus Silber und Gold, sondern sind Taten, welche zu seiner Ehre sind. Es sind Taten, welche aus einem reinen Herzen herauskommen, wie Nächstenliebe, Geduld, Freundlichkeit, Freigebigkeit usw.

[16:16] Es sind Taten und Ergebnisse aus einer guten Verwalterschaft. Diese Schätze, entsprechend Dinge, welche Gott ehren, sollen wir sammeln.

[16:27] Diese werden auch von Gott anerkannt. Möchtest du wissen, welche Götzen du anbetest? Schau auf deine Agenda, deine Ausgaben, Kreditkarteabrechnungen.

[16:42] Diese Hilfsmittel können ganz praktisch aufzeigen, wo du dein Herz hast. Entweder bringt das gottzentrierte Herz Früchte hervor, welche Gott ehren und ihn gross machen, oder das selbstzentrierte Herz bringt Früchte hervor, welche irdisch, zeitlich, vergänglich sind und einem selbst gross machen.

[17:03] Jesus malt hier ein schwarz-weisses Bild. Entweder du dienst dem Mano oder du dienst Gott. Entsprechend wird auch der Ausgang der Geschichte total anders sein.

[17:16] Der eine Weg führt in die Verdammnis, der andere Weg führt in die Gemeinschaft mit Gott. Die Schwierigkeit in unserem Text, beziehungsweise in dieser Thematik liegt darin, dass auch wir auf dieser Erde leben, Geld brauchen, um zu leben.

[17:34] Jeder von uns braucht Geld und Besitz, um Dinge zu kaufen. Fordert Gott nun ein sozialistisches System, bei dem einfach alles allen gehört?

[17:45] Ist Geld generell schlecht, sündig und sollte entsprechend gemieden werden? Nein, dieses Modell entspricht definitiv nicht der Bibel.

[17:56] Doch als Kinder Gottes wurden wir von diesem Götzendienst erlöst. Wir leben jedoch immer noch in dieser Welt und sind nach wie vor empfänglich für diese Sünden.

[18:07] Wir sind nicht von der Welt, aber wir leben in dieser Welt. Und Jakobus spricht in seinem Text jedoch eine Gruppe von Menschen an, welche in der Gemeinde sitzen, irdische Schätze für sich selbst anhäufen, dem Mann um Vertrauen, ihm dienen, sich dabei gut fühlen, aber nicht errettet sind.

[18:32] Am Ende des Lebens wird abgerechnet. Es gibt Dinge, welche ewigen Bestand haben und Dinge, welche dem Feuertest nicht bestehen werden. Die Reichen mögen wohl viele Güter haben, doch dem Feuertest werden diese nicht standhalten.

[18:50] So nackt, wie sie auf die Erde gekommen sind, so nackt werden sie vor Gott stehen. Und so stehen sie vor dem ewigen Gott, müssen darüber Rechenschaft ablegen, was sie aus ihrem Herzen heraus mit dem am Vertrauten gut erarbeitet haben.

[19:05] Und da haben sie nichts Positives vorzuweisen. Und darum auch die Aufforderung, dass sie aufgrund des Ausgangs ihres Lebens weinen und heulen sollen.

[19:19] Sie haben keine Schätze im Himmel, sondern haufenweise Plunder zu ihrer eigenen Ehre angehäuft. Der Traum vom großen Besitz wird zum Albtraum.

[19:29] Ihre Taten zeigen auf, wie ihr Herz ausgerichtet ist und entsprechend ist keine Rettung in Sicht. Sie sind verloren. Sie haben nur im Hier und Jetzt gelebt, ohne an die Ewigkeit zu denken.

[19:43] Und darum sollen die Reichen heulen und weinen, denn das Elend wird gewiss eintreffen. Das ist eine extrem harte Botschaft. Macht euch Gedanken, wie die Reichen dieser Welt ticken.

[20:00] Mittels dem Geld erkaufen sich alles, was sie haben möchten. Warten? Nicht schlimmer als das. Es muss gleich sein. Ein geht nicht, gibt es nicht.

[20:12] Es ist nur eine Frage des Geldes. Wege werden sich mit Geldbeziehungen und Gegengeschäften erkauft. Doch das Geld, was ihnen bis jetzt immer die Türen für ihr Leben geöffnet hat, wird ihnen nun zum Verhängnis, um in das Reich Gottes zu kommen.

[20:31] Wobei wir müssen hier genau sein. Es ist nicht das Geld an und für sich, was zum Hindernis wird, sondern das Herz, welches auf das Geld ausgerichtet ist.

[20:42] Es ist nicht der Kontostand von 10.000, 100.000, eine Million oder von mir aus auch 100 Millionen Franken, welche das No-Go für den Himmel ist, sondern das Herz, welches das am Geld anhängt und ihm vertraut.

[21:01] Und so sind auch wir als Kinder Gottes nicht gegen dieses Denken immun. Wir leben in dieser Welt und stehen ebenfalls in der Versuchung, unser Leben zu unserer eigenen Ehre zu leben, unser Herz an irdische Dinge zu hängen oder das vom Gott anvertraute Gut falsch zu verwenden und ohne die Ewigkeitsperspektive hier auf der Erde zu handeln.

[21:31] Jakobus zeigt anhand von den Aussagen Jesu den Reichen ihr schlimmes Ende auf. Parallel dazu ist es aber auch eine Warnung für jedes Kind Gottes an dich und an mich, auf wen und was, das dein und mein Herz ausgerichtet ist.

[21:51] Sei dir der Ewigkeit bewusst, lebe aus der ewigen Perspektive Gottes ein Leben auf dieser Erde. Nachdem Jakobus in diesem ersten Vers ein drastisches Ende der Reichen dargestellt hat, zeigt er nun in den kommenden Versen auf, was genau bei diesen Reichen falsch gelaufen ist.

[22:14] Zweiter Punkt. Vermögend, dein Freund wird zum Feind. Verse 2 und 3. Euer Reichtum ist verfault und eure Kleider sind zum Mottenfraß geworden.

[22:25] Euer Gold und Silber ist verrostet und ihr Rost wird gegen euch Zeugnis ablegen und euer Fleisch fressen wie Feuer. Ihr habt Schätze gesammelt in den letzten Tagen.

[22:36] Jakobus zeigt in diesen Versen die Vergänglichkeit und Nichtigkeit des Reichtums auf. Zusammenfassend sagt er am Vers 3, was ihre hauptsächliche Arbeit war.

[22:48] Ihr habt Schätze gesammelt in den letzten Tagen. Doch schauen wir uns die Schätze und ihre Beschaffenheit doch genauer an. Zuerst steht, euer Reichtum ist verfault.

[23:00] Wie kann ein Reichtum verfaulen? Schlagt mal Lukas 12, Vers 13 bis 21 auf. Zusammen möchte ich mir diese Verse lesen. In diesen Versen geht es um ein Gespräch zwischen einem Mann, welcher erben sollte, und Jesus.

[23:15] Er fühlt sich betrogen um das Erbe. Anhand von diesem Gleichnis sehen wir nun, dass Reichtum damals unter anderem in Lebensmitteln gespeichert wurden.

[23:28] Vers 13 Er sprach aber einer aus der Volksmenge zu ihm, Meister, sag meinem Bruder, dass er das Erbe mit mir teilen soll. Er aber sprach zu ihm, also Jesus, Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler über euch gesetzt?

[23:44] Er sagt aber zu ihnen, Habt Acht und hütet euch vor der Habsucht, denn niemandes Leben hängt von dem Überfluss ab, den er an den Gütern hat.

[23:54] Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach, Das Feld eines reichen Mannes hatte viel Frucht getragen. Und er überlegte bei sich selbst und sprach, Was soll ich tun, da ich keinen Platz habe, wo ich meine Früchte aufspeichern kann?

[24:10] Und er sprach, das will ich tun. Ich will meine Scheunen aufbrechen und grössere bauen und will darin alles, was mir gewachsen ist, und meine Gütern aufspeichern. Und will zu meiner Seele sagen, Seele, du hast einen großen Vorrat auch viele Jahre.

[24:25] Hab nun Ruhe, iss, tränk und sei guten Mutes. Aber Gott sprach zu ihm, Du Narr, in dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Und wem wird gehören, was du bereitet hast?

[24:38] So geht es dem, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist für Gott. Der Reiche hatte sein Reichtum in einer Scheuer gelagert.

[24:50] Nach einer guten Ernte will er sich nun noch eine grössere bauen und die Ernte und seine Gütern darin zu lagern. Anstelle, dass er den Feldertrag, welcher Gott ihm durch eine reiche Ernte geschenkt hat, investiert, weitergibt, mit anderen teilt und damit anderen dient, will er sich diesen anhäufen und dafür verwenden, damit er nachher ein angenehmes und sorgenfreier Lebensabend genießen kann.

[25:20] All das, was Gott ihm gegeben hat, hortete er für sich selbst auf. Er wollte die Frucht des Feldes auf längere Zeit einlagern.

[25:31] Doch Jakobus warnt die Reichen, dass der Reichtum verfaulen wird. Der Reichtum wurde damals, wie gelesen im Beispiel, unter anderem in Korn, Öl oder anderen lagerfähigen Nahrungsmitteln gespeichert.

[25:44] Doch diese Reichtum kann Gott verfaulen lassen, beziehungsweise ist definitiv nichts mehr wert, sobald jemand die Erde verlässt. Er ist nichts mehr wert.

[25:56] Er kann niemandem mehr dienen. Gott war zu diesem Bauer grosszügig und hat ihm viel mit einer reichen Ernte anvertraut. Doch der Bauer hat den ganzen Überfluss nur zu seiner eigenen Ehre verwendet.

[26:12] Gott fordert noch in der gleichen Nacht seinen Tod. Und was hat er von all dem Reichtum, beziehungsweise Überfluss? Bekanntlich hat das letzte Hemd keine Taschen.

[26:22] Und so zeigt Jesus diesem Mann auf, dass das Leben gerade eben nicht vom Überfluss abhängt. Nein, der Überfluss wurde dem Bauer sogar zum Verhängnis.

[26:38] Im nächsten Beispiel fährt dann Jakobus mit den Kleidern fort. Kleider machen Leute. Unabhängig von der Kultur, die Art und Weise, wie man sich kleidet, die Art und Weise, wie man sich kleidet, zeigt einen gewissen Status in der Gesellschaft auf.

[26:56] Die schönen, wertvollen Kleider sind nun plötzlich von den Motten zerfressen worden. Kommen euch die Mottenlöcher bekannt vor? Ein schönes Kleidungsstück, eine Motte, ein Loch und das Kleidungsstück ist dahin.

[27:10] Es hat keinen Wert mehr. Man kann es nicht mehr gebrauchen. Und so zeigt Jakobus auf, wie die Motten das Statussymbol der Reichen auffrisst. Nichts bleibt davon verschont.

[27:23] Und als drittes bringt Jakobus das Gold und Silber hervor, welches rostet. Gold und Silber können einerseits als eine Wertanlage verwendet werden und andererseits lässt sich aber auch ein Gebäude oder das Interieur damit schön einrichten.

[27:42] Doch als Dekoration wirkt das Ganze nur, wenn das Gold und Silber auch glänzt. Wenn es anläuft, von aussen verschmutzt wird, rostig wirkt, dann ist der Glanz weg und entsprechend auch der Nutzen.

[27:57] Die ganze Schönheit, das edle Design, ist weg und nutzlos. Oder wer läuft schon mit einem matten, rostigen Schmuck herum? Niemand. Denn es ist hässlich zum Anschauen.

[28:10] Doch der Rost lässt nicht nur den Gegenstand wertlos werden. Nein, er nimmt jetzt sogar eine aktive Rolle in unserem Text ein.

[28:22] Lest mal genau. Der Rost der goldigen und silbernen Gegenständen wird als Zeugen gegen den Reichen vor Gericht erscheinen. Im Hier und Jetzt anhand der Welt sind Silber und Gold erstrebenswerte Materialien.

[28:38] Doch dieser scheinbare Genuss ist von kurzer Dauer. Die scheinbare Freundschaft mit den Edelmetallen wird über kurz oder lang zu einer Feindschaft. Obwohl das letzte Hemd keine Taschen hat, tauchen all die Schätze im Gerichtssaal plötzlich wieder auf.

[28:59] All der für sich selbst gehortete Plunder wird gemäss dem Text aus Jakobus gegen den Reichen als Zeugen auftreten. Der ganze Reichtum, durch welcher sich ein Reicher identifiziert, seinen ganzen persönlichen Wert abhängig macht, ihm den Status gibt, wird plötzlich im Zeugenstand sitzen und gegen ihn vor Gott aussagen.

[29:27] Wow. Harte Worte. Wie sollen wir nun mit dem Geld und mit dem Besitz umgehen? Müssen wir das ganze Besitz, Geld hassen und vernichten?

[29:41] Nein. Aber hänge niemals dein Herz an diese Dinge. Setze es dir niemals zum Ziel, möglichst viel Kohle auf die Seite zu legen. Denn Paulus warnt Timotheus, seinen Zögling im 1. Timotheus 6, Vers 9, passt gut auf, Denn die, welche reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstricke und viele törichte und schändliche Begierden, welche die Menschen in Untergang und Verderben stürzen.

[30:23] Wenn dein Ziel das Anhäufen von Geld ist, wenn dein Ziel reich werden ist, dann ist dir eine göttliche Verheißung gewiss.

[30:35] Und zwar erstens, du wirst in Versuchung fallen. Du wirst Dinge um des Geldes Willen tun, welche du sonst nie gemacht hättest.

[30:47] Und die Dinge, welche du mit dem Geld machen solltest, wirst du nicht machen. Du wirst den geraden Weg verlassen und krumme Wege gehen. Du wirst das Sonnenlicht meiden, denn im Dunkeln lässt sich's munkeln.

[31:03] Dann die zweite Verheißung, du wirst in Fallstricke geraten. Im Dunkel führst du dich sicher, gerätst jedoch in Fallen, welche dich in Besitz nehmen.

[31:15] Du siehst, du siehst wie ein Raubtier, nur den Köder in der Falle, jedoch die Falle selbst nicht. Sobald du den Köder greifst, wird die Falle erbarmungslos zupacken.

[31:31] Die Fallstricke sind da, dass du fällst. Und du wirst fallen, wenn du Hunger nach dieser Beute hast. Dann drittens, dritte Verheißung, dein Leben wird bestimmt von törichten und schändlichen Begierden.

[31:46] Ein Tor ist in der Bibel eine gottlose Person. Entsprechend ist eine törichte und eine schändliche Begierde, eine Begierde, welche nichts mit Gott selbst zu tun hat.

[31:58] Es ist ein Begehren, eine Sucht, ein Gefühl, etwas haben zu müssen. Doch das Ganze führt nicht zu Gott hin, sondern genau in die entgegengesetzte Richtung. Und eine vierte Verheißung wird dir gewiss.

[32:14] Der Ausgang wird gewiss sein. Wie ein Raubtier, welches sich anhand von den Begierden auf eine Beute in der Falle stürzt und dabei in eine Grube fällt, wird der, welcher reich werden möchte, ins Verderben stürzen.

[32:31] Ja, auch solche Verheißungen gibt es in der Bibel. Und diese treffen genauso gewiss ein, wie alle, die zum Segen dienen. Jakobus erwähnt, dass die Reichen in den letzten Tagen diese Schätze gesammelt haben.

[32:47] Die letzten Tage ist der Zeitabschnitt, welcher mit der Himmelfahrt Jesu angebrochen und mit seiner zukünftigen Rückkehr abgeschlossen sein wird. Es ist der Zeitabschnitt, in welchem Jesus einerseits ganz viel über den Umgang mit Geld gelehrt hat und andererseits auch seine Suchessicherung gegeben hat, dass er für die seinen Kinder sorgen wird.

[33:12] Es ist der Zeitabschnitt, in welchem Jesus als König sein Reich baut und wir als seine Diener ihm zur Ehre leben sollen. Dementsprechend sollen wir nicht in unseren eigenen Sack wirtschaften, sondern zur Ehre des Königs leben.

[33:30] Wie sieht nun dein Lebensstil aus? Wie gehst du mit Geld und Besitz um? Noch einmal zur Erinnerung.

[33:42] Es geht nicht darum, wie viel, das du besitzt und wie viel, das du verdienst. Das hat Gott allein in der Hand und er hat es unterschiedlich gegeben.

[33:53] Es geht darum, wie du mit dem von Gott anvertrauten Gut umgehst. Egal wie viel Geld Anfangsmonat auf dein Konto fließt, kommen zuerst deine Bedürfnisse und dann nochmals deine Bedürfnisse und dann nochmals deine Bedürfnisse und dann nochmals deine Bedürfnisse und dann bleibt irgendwie ein Rest übrig, welcher du dann mit grossen Schmerzen ins Reich Gottes investierst.

[34:25] Gemäss der christlichen Zeitschrift IDEA haben sie einen Kundenstamm von 33.000 Haushalten, bei dem jeder Leser ein durchschnittliches Einkommen von 96.000 Schweizer Franken im Jahr ist.

[34:41] Das sind 8.000 Franken im Monat. Der Spendendurchschnitt pro Haushalt beträgt knapp 4.000 Franken pro Jahr. Das sind im Schnitt gerade mal 333 Franken pro Monat oder 4% vom Einkommen.

[34:59] Beurteile selbst, ob dieser Durchschnitt in einem wohlhabenden Land wie der Schweiz hoch oder tief ist. Ich gehe davon aus, dass bei vielen die Ausgaben für Sport, Ausgang oder andere Hobbys höher liegt als der Spendenanteil.

[35:23] Wie gehst du mit den von Gott dir anvertrauten Gaben um? Planst du ein Teil von den von Gott erhaltenen Gaben wieder an Gott zurückzugeben? Im Vertrauen, dass auch er für dich sorgen wird?

[35:36] Überdenke dein Herz, deine Einstellung zum Thema Einkommen und Spenden. Bist du ein treuer Verwalter? Nachdem wir nun geschaut haben, wie Jakobus den Reichen ihr persönliches Ende aufzeigt und wie ihre Schätze aus dem Zeugenstand gegen sie vor Gott aussagen werden, kommen wir im nächsten Abschnitt dazu, wie denn das Liebegeld erwirtschaftet wurde.

[36:04] Dritter Punkt. Gewinn Maximierung, eine Sucht auf Kosten anderer. Vers 4. Siehe, der Lohn der Arbeiter, die euch die Felder abgemäht haben, der aber von euch zurückbehalten worden ist, erschreit und das Rufen der Schnitter ist dem Herrn der Heerscharen zu Ohren gekommen.

[36:25] Jakobus richtet den Blick der Reichen auf die Herkunft ihres Vermögens. Er sagt, siehe, schau da, erkenne doch. Zwei Schreie kommen da dem Herrn zu Ohren.

[36:38] Erstens, Gott hört das Schreien vom Lohn der Arbeiter und zweitens, Gott hört das Rufen von den Arbeitern selbst. Schauen wir uns doch zuerst mal das Schreien des Lohnes an.

[36:51] Der Lohn ist ein Gehalt, eine Bezahlung, es ist ein Geldfluss für eine bereits geleistete Tätigkeit. Der Arbeiter erbringt eine Tätigkeit, in unserem Beispiel mähen die Arbeiter die Felder der Bauern.

[37:11] Diese Arbeitsleistung ist erbracht und entsprechend muss jetzt die entsprechende Vergütung für die bereits getätigte Arbeit erfolgen. Doch nicht so in unserem Beispiel.

[37:24] Der Lohn wird vom Arbeitgeber zurückbehalten, obwohl dieser offensichtlich dem Arbeitnehmer gehört. Der Arbeitgeber beraubt seinen Arbeiter durch das Zurückhalten des Lohnes.

[37:40] Dieser nicht beglichene Lohn oder Lohnanteil schreit nun zum Herrn. Egal, ob es der Arbeiter selbst gemerkt hat oder nicht, der vom Arbeitgeber zurückgehaltene Lohn schreit zum Herrn und klagt den Diebstahl an.

[37:56] Im zweiten Fall ist es das Rufen vom Arbeiter selbst. Dieser Hilfeschrei, die flehende Hilfebitte der Arbeiter gehen an Gott nicht vorbei. Gott hört sie und schaut mal genau hin, wie Gott sich hier selbst beschreibt.

[38:12] Er stellt sich als der hörende Herr der Hirscharen vor. Der Herr der Hirscharen könnte auch frei übersetzt als der General der göttlichen Streitkräfte heissen.

[38:28] Gottes Ohr ist ein Ohr, das hört und zu seiner Zeit eingreifen wird. Es fehlt ihm weder an Mittel noch an der Kraft, um einzugreifen.

[38:39] Gott wird die Gerechtigkeit wiederherstellen. Doch dann sitzen die Personen, welche sich auf Kosten anderer bis zum Überfluss bereichert haben, am kürzeren Hebel.

[38:50] Ihnen steht Gott mit seiner ganzen Kraft gegenüber. Es ist wie bei Elisa, als der aramäische König es auf ihn abgesehen hatte und ihn umbringen wollte.

[39:02] Elisa war mit seinem Knecht in der Stadt Dothan und der aramäische König umzingelte die Stadt. Das Ganze sah für den Knecht ziemlich ernst aus. Er hatte aber nur so lange Angst, bis Elisa dafür betete, dass der Knecht die Kämpfer Gottes sah.

[39:21] Der Berg war voll feuriger Rosse und Streitwagen rings um Elisa her. Die, welches nachlesen wollen, 2. Könige 13-17 Genau dieser Gott mit seiner Streitmacht steht auf der Seite der unterdrückten Arbeitnehmer.

[39:41] Gott steht mit seiner Streitkraft denen entgegen, welche sich auf Kosten von anderen bereichern, um ihr Leben in Überschuss und Überfluss zu finanzieren.

[39:52] Ein Reicher, welcher auf Kosten von anderen sein Vermögen erwirtschaftet, ist sich einer zentralen Botschaft nicht bewusst. Kolosse 4, Vers 1 schlag das mal auf.

[40:05] Kolosse 4, Vers 1 zeigt uns die folgende Ursache auf. Kolosse 4, Vers 1 Ihr Herren, gewährt euren Knechten das, was recht und billig ist, da ihr wisst, dass auch ihr einen Herrn im Himmel habt.

[40:29] eine Mangelnde oder eine generell nicht vorhandene Gottesfurcht hat bei einem Arbeitgeber und in unserem Beispiel einem Reichen zur Folge, dass er meint, er sei die höchste Instanz und könne mit seinen Arbeitern umgehen, wie er will.

[40:48] Die angesprochenen Reichen leben ein von Gott unabhängiges, sündhaftes und selbstzentriertes und egoistisches Leben. Die Herzenseinstellung und ihre offensichtlichen Taten schreien lauter als ihre Präsenz im Gottesdienst.

[41:05] Für diese Personen besteht keine Hoffnung, wenn in ihrem Herzen keine radikale Umkehr von ihrem Denken stattfindet. Bis jetzt hat Jakobus das bittere Ende dieser reichen Personen aufgezeigt.

[41:18] Dann haben wir gehört, wie die gehortenden Schätze einmal vor Gericht als Zeugen gegen sie aussagen werden. Wir haben ebenfalls gesehen, dass die gehortenden Schätze nicht ehrlich verdient wurden.

[41:30] Die Reichen haben sich auf Kosten von anderen bereichert. Im letzten Punkt sehen wir nun, von woher das Ganze kommt und zu welchen Taten eine solche Herzenseinstellung bereit ist.

[41:44] Der vierte Punkt Selbstsucht bereit für alles. Verse 5-6 Wenn das Leben dieser Reichen zusammengefasst werden müsste, dann ist der Vers 5 eine treffende Beschreibung.

[41:59] Vers 5 Ihr habt euch dem Genuss hingegeben und üppig gelebt auf Erden. Ihr habt eure Herzen gemästet wie an einem Schlachtal.

[42:11] Ihr habt den Gerechten verurteilt, ihn getötet. Er hat euch nicht widerstanden. Jakobus wirft den Reichen im Vers 5 fünf verschiedene Vergehen vor.

[42:24] Das erste sie geben sich dem Genuss hin. Das zweite sie leben üppig im Überfluss. Das dritte sie mästern ihre Herzen. Das vierte sie verdrehen das Recht und fünftens sie sind zum Mördern geworden.

[42:43] Doch diese Vergehen werden in der Bibel auch an anderen Stellen aufgezeigt. Paulus schreibt wiederum an Timotheus im zweiten Timotheus Brief Kapitel 3 Vers 2 bis 4 wie die Menschen in diesen angesprochenen letzten Tagen sein werden.

[43:00] Dort steht Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem guten Feind, verräter, leichtsinnig aufgeblasen.

[43:18] Jetzt sie lieben das Vergnügen mehr als Gott. Dabei haben sie den äußeren Schein von Gottes Furcht, deren Kraft aber verleugnen sie.

[43:29] Von solchen wende dich ab. Die im Jakobusbrief angesprochenen Reichen passen genau, haargenau in die Beschreibung von Paulus. Es sind Personen, welche nur für sich selbst leben.

[43:42] Sie lieben das Vergnügen mehr als Gott und das Gefährliche daran ist. Dabei haben sie einen äußeren Schein von Gottes Furcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Paulus fordert Timotheus auf, sich von diesen Personen abzuwenden.

[43:58] Genau wie im Jakobusbrief zeigen die Taten auf, wie ihr Herz gewickelt ist. Er soll sie behandeln wie Ungläubige, denn das sind sie auch. Im weiteren Vergleich Jakobus in den Versen 65, die Reichen bildlich mit einem gemästeten Schlachttier.

[44:15] Der Genuss das Wohlbefinden ist wie eine Sucht, welche sie sich hingegeben haben. Es sich wohl gehen lassen, feiern, pompös und luxuriös zu leben, steht im Mittelpunkt von ihren Bedürfnissen.

[44:29] Entsprechend sind all ihre Taten und Gedanken dahingehend ausgerichtet, wie sie sich als nächstes etwas Gutes tun können. Ihr Herz trachtet nach diesen irdischen Leckerbissen und will es sich dementsprechend auch gut gehen lassen.

[44:44] Habt ihr schon mal Bilder von einem gemästeten Tier gesehen? Das Tier wird regelrecht vollgestopft, damit es an Gewicht gewinnt.

[44:55] Im Extremfall kann es so schwer werden, dass es sich nicht mehr recht bewegen kann. Der Zustand und der Anblick dieser Tiere ist absolut unnatürlich und widerlich. Und genau so werden diese menschlichen Herzen verglichen.

[45:11] Sie werden regelrecht mit der Droge Genuss vollgestopft, wie wenn es der letzte Tag vom Leben sei. Doch satt werden sie dabei niemals.

[45:25] Jedes Essen generiert wieder mehr Hunger. Das Ganze findet im Vers 6 dann die Krönung. Um ihre Sucht nach mehr zu befriedigen, gehen sie über Leichen.

[45:37] Ihren Lüsten stehen, wie schon im Kapitel 4, also Jakobus Kapitel 4 zusammen angeschaut haben, andere Mitmenschen im Weg. Diese Mitmenschen stehen im Weg, dass sie ihre Lüsten befriedigt bekommen.

[45:50] Und entsprechend ist die Bereitschaft dazu da, zu kämpfen, um unbedingt zu gewinnen. Das Recht wird mit guten Beziehungen, Schmiergeldern und Anwälten gekauft.

[46:01] Das Gesetz wird verdreht und entsprechend angewendet. Der Gerechte wird zum Ungerechten und der Ungerechte wird zum Gerechten. Und so wird der Gerechte verurteilt, muss die Ungerechte Strafe tragen und wird im Extremfall getötet.

[46:19] Der zu Unrecht verurteilte, konnte dem Reichen nicht widerstehen. Er musste sein Leben lassen, damit der Reiche sich noch mehr in seinem Luxus vergnügen kann.

[46:33] Die Sucht nach Reichtum, Geld, Macht, führt so weit, dass andere Personen bis zum Tod in Mitleidenschaft gezogen werden. Doch überlegt euch mal die folgende Frage.

[46:49] Welches selbstzentrierte Herz ist schlimmer? Das selbstzentrierte Herz von einem grossen Staatsmann, welcher das Recht zu seinen Gunsten dreht?

[47:02] Oder das selbstzentrierte Herz eines einfachen Bürgers, der auf Kosten von anderen lebt? Ich bin überzeugt, dass das Herz bei beiden Personen gleich verloren, gleich verdreht und sich im gleich schlimmen Zustand befindet.

[47:23] Der einzige Unterschied zwischen diesen zwei ist, dass der Staatsmann mehr Möglichkeiten hat, sein selbstzentriertes Herz auszuleben. Er hat noch mehr die Möglichkeit, seinen Egoismus mit seiner Macht zu mästen.

[47:41] Wenn das Herz auf sich selbst ausgerichtet ist und es die Möglichkeit hat, dies auszuleben, dann wird es alles Notwendige tun, um diese Möglichkeiten auch auszunutzen.

[47:53] Doch zeige niemals auf diese grossen öffentlichkeitswirksamen Personen.

[48:05] Es ist zu leicht. Es ist immer einfacher, auf schlechte Vorbilder hinunter zu schauen. Werde dir bewusst, wenn du nicht ein errettetes Herz hättest, würde dein Herz sie nicht sich genau gleich mit diesen Dingen mästen.

[48:27] Und selbst wenn du ein errettetes Herz hast, so lebst du dennoch auf dieser Welt in einem gefallenen Körper und bist nicht immun gegen diese Gedanken.

[48:40] Und so müssen wir wachsam sein, was für Taten unser Herz vollbringt. Doch dann schraube nicht an den Taten herum, sondern richte dein Herz auf den Herrn neu aus.

[48:56] Diese Textpassage aus dem Jakobusbrief könnte aber leicht einseitig verstanden werden. Eine falsche Reaktion daraus wäre, dass Geld, Einkommen, Vermögen, ja generell pauschal die Arbeitgeber, die Vorgesetzten, alle die irgendetwas zu melden haben, alle die, die gesellschaftlich besser gestellten Personen, all die als verteufelt abgestempelt werden.

[49:26] Plötzlich würde Armut, Faulheit, keine Verantwortung übernehmen, als Tugend erscheinen. Doch nichts ist ferner als das. Gott möchte, dass wir Christen die besten Arbeiter sind.

[49:41] Wir sollen hart und wir sollen zuverlässig arbeiten. Und wisst ihr warum? Wir sollen alles, das Sichtbare und das Unsichtbare zur Ehre Gottes tun.

[49:57] Wir sollen gute, kreative Arbeiter sein. Denkt daran, arbeiten mussten Adam und Eva bereits vor dem Sündenfall. Arbeit ist nichts aus der Sünde heraus.

[50:13] Wir sollen am Arbeitsplatz ein Zeugnis zur Ehre von Gott sein. Und wenn wir unseren Job gut machen und eine Beförderung ansteht, dann überdenk die folgenden Punkte.

[50:28] Wenn einer Beförderung deine Fähigkeiten entsprechen, du deine Verantwortung als Kind Gottes gegenüber deiner Ehe, deiner Familie, deiner Gemeinde auch an dieser neuen Position wahrnehmen kannst, dann darfst und sollst du dich zur Ehre Gottes einsetzen und diesen Job annehmen.

[50:50] Doch ganz wichtig, gemäss unserem Text von heute, du sollst diesen Job annehmen, nicht um dein Vermögen zu deiner eigenen Ehre anzuhäufen.

[51:04] Du sollst ihn nicht annehmen, um auf Kosten von anderen noch reicher zu werden. Du sollst ihn nicht annehmen, um dein Herz in der Selbstsucht zu mästen.

[51:18] Schlagt Epheser 4, Vers 28 auf. Das ist eine gute Zusammenfassung. Epheser 4, Vers 28. Epheser 4, Vers 28.

[51:37] Dort steht, wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern bemühe sich vielmehr, mit den Händen etwas Gutes zu erarbeiten, damit er dem Bedürftigen etwas zu geben habe.

[51:52] Gottes Absicht für dich und für mich ist, dass wir gute und fleissige Verwalter über alle uns anvertrauten Gaben sind.

[52:04] Wenn Gott dich mit mir segnet, dann wächst auch deine Verantwortung im Weitergeben von all den erhaltenen Gaben. Denke daran, du bekommst von Gott, um anderen zu geben.

[52:18] Du bist von Gott gesegnet, um andere zu segnen. Du bist von Gott geliebt, um andere zu lieben. Unabhängig davon, wie arm oder reich, ob du viel oder wenig verdienst, ob du ein Arbeitgeber oder ein Arbeitnehmer bist, ob du ein Mann oder Frau bist.

[52:40] Verwalte das, was Gott dir anvertraut hat, allein zur Ehre von Gott im Himmel. Amen. Verneigen uns noch zum Gebet.

[53:04] Vater im Himmel, ich danke dir für diesen Text aus dem Jakobusbrief, ich danke dir für deine Lehre, Herr Jesus, die du selbst gehalten hast und ich danke dir, dass du unser Vater im Himmel bist, dass wir deine Kinder sein dürfen.

[53:21] Vielen Dank hast du verheissen, dass du für die Seinen sorgst, dass es uns nichts mangelt. Vielen Dank dafür dürfen wir dich als Vater haben. Ja, und wir müssen bekennen, dass wir vielmals uns schon falsche Sorgen gemacht haben, dass wir falsche Gedanken, falsche Begierden nachgelaufen sind.

[53:43] Vielen Dank, Vater im Himmel, bist du ein gnädiger Gott und vergibst du uns gern. Ja, wir möchten diese warnende, diese schlimme Botschaft, die auch Jakobus den Reichen der Welt auch geschrieben hat, ernst nehmen, auch in unserem eigenen Umgang mit Geld.

[54:00] Ja, dass wir das, was du uns anvertraut hast, gut verwalten, dass wir es einsetzen zu deiner Ehre, dass wir gute und harte Arbeiter sind, dass wir von mir aus auch gute Arbeitgeber sind, dass wir vielen auch die Arbeit geben, damit auch sie für ihre Familien sorgen können.

[54:21] Aber hilf uns, dass wir das immer in Ehrfurcht vor dir tun, dass wir gute Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind, dass wir das von dir anvertraute gut so verwalten, wie es du auch gesagt hast, wie es du auch forderst.

[54:39] Und so möchten wir bitten, dass wir unser Denken, unser Handeln, unser Fühlen durch dein Wort prägen lassen, dass wir unser Herz immer wieder neu auf dich ausrichten, dass wir immer wieder neu zu dir kommen und Vergebung bitten, denn wir wissen, dass wenn wir zu dir kommen, wirst du uns vergeben, denn du bist treu und gerecht.

[55:03] So möchten wir dir Danke sagen, dass wir in dieser Schweiz leben dürfen, wo wir so viel Überfluss haben. Hilf uns, dass wir auch die Not von den Nächsten sehen, dass wir sehen, wo wir etwas anderem beitragen können, dass wir auch in himmlische, in ewige Dinge investieren, dass wir nicht nur zu unserer eigenen Belustigung, zu unserem eigenen ich leben.

[55:29] Vater im Himmel, hilf uns, dass wir da auf deinem Weg leben können, dir allein zur Ehre. Amen. Amen.