[0:00] Warten auf den Geburtstag, warten auf Ferien, warten auf den Ehepartner, auf die Schwangerschaft, auf die Geburt, auf ein Ergebnis, auf eine Beförderung, auf den Zug, auf Gottes Eingreifen oder einfach warten auf eine Veränderung.
[0:21] Da gibt es noch unzählige Beispiele mehr. Je nachdem, wie das Warten in unseren Zeitplan passt, fällt es uns entweder leichter oder auch schwieriger, diese Zeit zu ertragen.
[0:39] Auf die unterschiedlichsten Wartesituationen reagieren die Menschen ganz verschieden. Die Spanne reicht vom geduldigen Warten bis zu Zornausbrüchen, um die Dinge endlich mal vorwärts zu bringen.
[0:57] Auch wir Christen befinden uns in einer Warteposition. Wir sind zwar gerechtfertigt, aber noch nicht erlöst.
[1:08] Wir sind auf der einen Seite, auf der Seite des Siegers, aber noch nicht am Ziel angekommen. Wir haben von Gott alles bekommen, was wir brauchen, müssen uns aber dennoch in Geduld üben.
[1:26] Wie ihr bereits bemerkt habt, geht es heute um das Thema Warten. Beziehungsweise, wie wir warten sollen, bis unser Herr wiederkommt.
[1:40] Wir kommen mittlerweile im Jakobus 5, also Kapitel 5 dürft ihr aufschlagen, die Verse 7 bis 11.
[1:55] Jakobus 5, Vers 7 bis 11. So wartet nun geduldig, ihr Brüder, bis zur Wiederkunft des Herrn. Siehe, der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfangen hat.
[2:16] So wartet auch ihr geduldig, stärkt eure Herzen, denn die Wiederkunft des Herrn ist nahe. Seufzt nicht gegeneinander, Brüder, damit ihr nicht verurteilt werdet.
[2:30] Siehe, der Richter steht vor der Tür. Meine Brüder, nehmt auch die Propheten, die im Namen des Herrn geredet haben, zum Vorbild des Leidens und der Geduld.
[2:43] Siehe, wir preisen die glückselig, welche standhaft ausharren. Von Hiobs standhaften Mausharren habt ihr gehört und ihr habt das Ende gesehen, das der Herr für ihn bereitet hat.
[2:57] Denn der Herr ist voll Mitleid und Erbarmen. Den heutigen Abschnitt aus Jakobus habe ich mit dem Titel überschrieben.
[3:09] Er kommt, sei standhaft. Und anhand von drei Punkten möchte man das Ganze zusammen anschauen. Der erste Punkt heisst, geduldig warten in der Hitze des Lebens.
[3:23] Das sind die Verse 7 und 8. Der zweite Punkt, geduldig warten dank der richtigen Vorbereitung. Verse 8 bis 10. Und der dritte und letzter Punkt, geduldig warten und dabei glücklich sein.
[3:40] Vers 10 bis 11. Bevor wir uns jetzt aber auf die Predigt selbst stürzen, möchte ich noch beten. Vater im Himmel, ich danke dir für die praktischen Verse aus Jakobus, die wir immer wieder auch lesen dürfen, fortlaufend.
[3:59] Vielen Dank für diesen Brief, den du uns gegeben hast. Und so möchten wir auch heute dieses Thema vom Witten und Warten, bis du wiederkommst, auch zusammen anschauen.
[4:11] Wir möchten bitten, dass es unser Leben prägt, dass du unsere Herzen veränderst, dass wir diese Zeit auch so ausfüllen, so verbringen, wie es dich ehrt, dass in allem, was wir denken, fühlen, handeln, alles was wir tun, dass das alles zu deiner Ehre sein kann.
[4:31] Bitte hilf du uns, verändere du uns, wirke du durch deinen Geist. Ja, wir brauchen dich. Herzlichen Dank. Amen. Der erste Punkt.
[4:45] Geduldig warten in der Hitze des Lebens. Vers 7 und 8. So wartet nun geduldig, ihr Brüder, bis zur Wiederkunft des Herrn.
[4:57] Siehe, der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich ihretwegen, bis sie den Früh- und den Spätregen empfangen hat. So wartet auch ihr geduldig.
[5:11] Jakobus beginnt diesen Text gleich mit einer Aufforderung, dass wir nun geduldig bis zur Wiederkunft des Herrn warten sollen.
[5:23] Dieses nun, das Binderwort, zeigt eine Verbindung zum vorhergehenden Text auf. Es bindet die bis jetzt aufgezeigte Situation der Gemeinde mit der Aufforderung, geduldig zu warten, bis der Herr wiederkommt.
[5:44] Was zeigt uns der weitere große Kontext, wie aber auch der unmittelbare Kontext, also das, was gerade vorher steht?
[5:58] Was zeigt er uns auf? Welche Herausforderung sich die Gemeinde stellen muss? Der Jakobusbrief, ganz kurz, wurde an die zwölf Stämme in der Zerstreuung gesendet.
[6:11] Die Leser dieses Briefes sind demnach nicht in ihrer Heimat, sondern aufgrund von ihrem Sklautens vertrieben worden. Im Kapitel 2 lesen wir davon, dass Personen nach verwerflichen Grundsätzen bewertet werden.
[6:28] In der Gemeinde werden Personen anhand von ihrer Äußerlichkeit wie Reichtum oder Einfluss bewertet bzw. behandelt und nicht anhand von Gottes Wertmaßstäben.
[6:41] Im Kapitel 4 lesen wir dann von selbstsüchtigen Kämpfen, Streitereien, Verleumdungen innerhalb der Gemeinde. Irdische, gottlose Lüste treiben die Menschen an.
[6:55] Und dann, unmittelbar, gleich vorher, im unmittelbaren Kontext, im Kapitel 5, geht es um Reiche, welche sich auf Kosten von den Armen bereichern.
[7:06] Wir müssen davon ausgehen, dass auch etliche innerhalb von der Gemeinde um ihren Lohn betrogen wurden. Und jeder einzelne dieser Situationen kann ein Mensch aus seiner Lebensbahn reissen.
[7:21] Geschweige denn davon, wenn ein Mensch mehreren oder von all diesen Situationen zusammen ausgesetzt ist. Wenn wir den Text genau anschauen, dann weist Jakobus die Gläubigen nicht an, geduldig mit der Situation zu sein.
[7:42] Das hat ja Jakobus bereits ganz am Anfang im Jakobus 1 gelehrt. Das griechische Wort Makrothymia, welches im Vers 7 mit Geduld im Deutschen übersetzt wird, beschreibt unter anderem ein lange Zuwartenkönnen angesichts von Personen, die einem Böses tun.
[8:06] Also Jakobus fordert ein geduldiger und ein langmütiger Umgang mit den Personen, welche für die schwierige Lebenssituation verantwortlich ist.
[8:21] Das eine ist, eine Situation auszuhalten bzw. zu ertragen. Eine ganz andere Sache ist es aber, die Person, welche für diese schwierige Situation verantwortlich ist, mit Langmut und mit Geduld zu behandeln.
[8:41] Im direkten Kontext geht es also nicht darum, den richtigen Umgang zu finden, wenn wir finanziell vom Arbeitgeber benachteiligt oder betrogen werden.
[8:52] Nein, Jakobus geht weiter und fordert, geduldig und langmütig mit der Person zu sein, welche für diesen Betrug verantwortlich ist.
[9:06] Für dich und mich heisst das, dass wir die Personen geduldig ertragen sollen, welche für deine und meine schwierigen Lebensumstände verantwortlich sind.
[9:19] Doch warum ist das so? Wie lange sollen wir diese Ungerechtigkeit dann auch ertragen? Geduldig und langmütig sollen wir mit diesen Personen so lange sein, der Text sagt das, uns das, bis der Herr wiederkommt bzw. wir von ihm, von der Erde, entdrückt werden.
[9:43] Was passiert an diesem Ereignis, wenn der Herr wiederkommt? Gott ist ein gerechter Richter, welcher das Recht wiederherstellen wird.
[9:57] Aller Ungerechtigkeit wird ein Ende gesetzt. Auf der ganzen Erde, über alle Zeiten hinweg. Gott wird alles und jeden anhand von seinem Wort richten.
[10:11] Alle Gedanken, alle Taten, alles Offensichtliche, aber auch das Verborgene. Die einen werden Recht bekommen, die anderen werden für ihre Taten bestraft werden.
[10:26] Doch überlegt ihr mal, wenn Gott absolute Gerechtigkeit herstellen wird, dann wird dies auch jeden Einzelnen von uns betreffen.
[10:41] Einmal trifft es uns als jemand, der Recht bekommt. Endlich! Und das andere Mal als jemand, der für das Unrecht verurteilt wird.
[10:53] Wenn Gott allein nur ein gerechter Richter wäre, oder ein gerechter Gott wäre, dann wären das keine Good News für dich und für mich.
[11:07] Doch Gott ist auch ein liebender Gott, der seinen Sohn an das Kreuz schickte, damit er für alle Sünden, für alle Ungerechtigkeit bezahlt, die ihm bekannt wird.
[11:19] Dank dem, dass Jesus am Kreuz deine und meine Schuld auf sich genommen hat, können wir uns auch auf das Wiedersehen oder auf das Wiederkommen von Jesus freuen.
[11:34] Gott ist gnädig und geduldig mit dir und mir. Wem dem nicht so wäre, dann wäre kein einziger von uns noch am Leben.
[11:45] Und weil Gott dir nicht das gibt, was du verdienst hast, sollst auch du nicht das den anderen geben, was sie verdient haben.
[12:01] Wir sind nicht dazu berufen, hier auf der Erde die Gerechtigkeit herzustellen. Erinnere dich an die Predigt von John Street. Was hat Jesus mit dem neuen Gebot aus Johannes 13, 34 gemeint, wo steht, Ein neues Gebot gebe ich euch, das ihr einander lieben sollt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt.
[12:29] Wir haben dort gelernt, unabhängig dessen, wie der andere sich dir gegenüber verhält, ob gütig oder feindlich, du sollst den Nächsten in Liebe gleichwertig behandeln.
[12:43] Jesus hat Judas genauso liebevoll wie die anderen Jünger behandelt. So vollkommen, dass bis zum Schluss keiner der Jünger auch nur den geringsten Verdacht geschöpft hatte.
[12:59] Wer denn Jesus mit dem Verräter meint? Wenn du jedoch erwartest, hier auf dieser Erde gerecht behandelt zu werden und entsprechend versucht, die Gerechtigkeit selber herzustellen, dann wirst du dich in einem aussichtslosen, nie endenden Kampf verwickeln, welcher du garantiert, resigniert, enttäuscht und entkräftet aufgeben wirst.
[13:27] Gottes Auftrag an dich war nie, dass du Gerechtigkeit herstellen sollst, sondern sollst das Gericht Gott selbst überlassen und deine Feinde lieben.
[13:41] Du lebst in einer gefallenen Welt und selbst wir vom Gott Erlösten leben in einem gefallenen Körper, der sündigt.
[13:52] Wenn du und ich nicht sündlos leben können, wie sollen es dann die tun, welche Gott nicht kennen? Darum erwarte nicht, in dieser Welt gerecht behandelt zu werden, sondern setz deine Hoffnung auf die Gerechtigkeit Gottes.
[14:15] Er wird die Gerechtigkeit wiederherstellen. Sollst du somit die Ungerechtigkeit einfach ertragen und dem Kämmerlein auf die Entrückung warten?
[14:28] Nein. Du sollst durch tagkräftige Liebe ein Zeugnis diesen Mitmenschen gegenüber sein, welche dich ungerecht behandeln. Ihnen gilt das Gnadenangebot genau gleich wie auch dir.
[14:43] Und so kannst du auch geduldig mit deinen Widersachern sein. Auf der einen Seite kannst du so durch die Liebe deinen Feinden in Geduld die Gnade anbieten, damit auch sie errettet werden.
[15:02] Und auf der anderen Seite darfst du gewiss sein, dass Gott, dass Jesus wiederkommt und die Gerechtigkeit herstellen wird. Jakobus verwendet im zweiten Teil vom Vers 7 ein Vergleich aus der Landwirtschaft, um geduldiges Warten zu illustrieren, zum Veranschaulichen.
[15:25] Siehe, der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich ihretwegen, bis der Früh- und Spätregen empfangen hat. Habt ihr schon mal einen Landwirt oder einen Bauer am Feld gesehen, der ganz ungeduldig einfach die ganze Zeit hin und her gelaufen ist, nachdem er die Saat ausgestreut hat?
[15:52] Ist es nicht so, dass er sät und geduldig wartet, bis die Frucht reif ist? Und genau so beschreibt es auch Jakobus. In Israel regnet es nicht so regelmässig wie hier in der Schweiz.
[16:07] Da gibt es trockene Zeiten und Regenzeiten. Der Frühregen im Herbst weicht den Boden auf, damit er bearbeitet und bepflanzt werden kann.
[16:18] Der Spätregen im Frühjahr hilft dem Pflanzen im Wachstum, beziehungsweise beim Ausreifen der Früchte. Und so muss der Bauer nicht schon im Herbst gleich nach der Aussaat ungeduldig am Acker warten, bis endlich die Frucht da ist.
[16:35] Nein, er weiss, dass es alles bis zur Frucht braucht und entsprechend wartet er geduldig.
[16:47] Wie der Bauer sich auf die Frucht freut, aber geduldig auf den Regen wartet, so sollen auch wir uns auf die Wiederkunft des Herrn freuen, uns aber in Geduld üben, bis die Zeit reif ist.
[17:04] Vers 8 wiederholt die Auffordnung nochmals, dass wir geduldig warten sollen. Ich muss hier jedoch eine Klammer auftun und auch die Grenzen von den Ungerechtigkeiten aufzeigen, welche wir ertragen sollen.
[17:21] Wenn die andere Person offensichtlich gegen das staatliche Gesetz verstößt, wenn Gewalt, sexueller Missbrauch oder Bedrohung da ist, dann ist eine rote Linie überschritten.
[17:32] Doch oftmals ist das nicht so klar und eindeutig. Das Opfer fühlt sich oftmals auch mitschuldig und erträgt die Situation dann einfach.
[17:44] Und ich möchte dich wirklich ermutigen, falls du in einer solchen Situation bist, dann vertraue dich einer gläubigen Person an, mit welcher du dies besprechen kannst und nach Rat annehmen kannst.
[17:55] Zusammengefasst ermahnt Jakobus im ersten Teil des Textes, dass du die Menschen, welche für deine schwierige Situation verantwortlich ist, mit Geduld ertragen und dich auf die Wiederkunft des Herrn gedulden sollst.
[18:17] Er wird seine Gerechtigkeit aufrichten. Wie ein Landwirt auf die Frucht wartet, so sollst du auch mit Geduld auf sein Wiederkommen warten.
[18:29] So kommen wir zum zweiten Punkt. Geduldig warten, dank der richtigen Vorbereitung. Verse 8 bis 10. Stärkt eure Herzen, denn die Wiederkunft des Herrn ist nahe.
[18:45] Seufzt nicht gegeneinander, Brüder, damit ihr nicht verurteilt werdet. Siehe, der Richter steht vor der Tür. Meine Brüder, nennt auch die Propheten, die im Namen des Herrn geredet haben, zum Vorbild des Leidens und der Geduld.
[19:06] Wenn wir als Familie eine weite Reise planen, dann bereitet Janin die Fahrt immer vor, damit die Kinder nicht aus Langeweile ungeduldig werden, sich gegeneinander gegenseitig plagen, blödeln und streiten.
[19:25] Sie nimmt Bücher, Hörzädes, Spiele, Essen, Trinken, Nuschis, Nuckis und noch tausend andere Dinge mit, damit die Zeit des Wartens überbrückt werden kann.
[19:39] Gleichzeitig zeigen wir ihnen auch den Grund für die Reise und das Ziel auf. Wir geben ihnen Informationen zum Zielort, um eine Vorfreude anzufachen.
[19:51] All diese Dinge helfen, die Zeit des Wartens erträglicher zu machen. Wenn wir auf etwas warten müssen, es aber noch lange dauert, bis wir es erhalten, dann kann uns das Nichtstun zur Sünde reizen.
[20:14] Und das ist nicht nur bei den Kindern so, sondern auch bei uns Erwachsenen. Die Zeit des Wartens kann schnell entmutigend, nervenverzehrend werden.
[20:26] Streit, gegenseitige Vorwürfe, Wortgefechte, Verblimpern der Zeit, unproduktives Arbeiten, Surfen, Chatten usw. füllen schnell die Lücke des Wartens.
[20:40] Damit die Gläubigen nicht in diese Falle tappen, bereitet Jakobus die Gemeinde auf diese Wartezeit vor. Zum einen zeigt er im Vers 8 auf, dass die Wiederkunft nahe ist.
[20:55] Wir sollen Jesus bald erwarten. Wir sollen bereit sein, nicht denken, Jesus kommt jetzt sowieso nicht. Im Vers 9 zeigt er nochmals auf, dass Jesus direkt vor der Tür steht und wir jederzeit rechnen müssen, dass er hereinkommt und da ist.
[21:18] Da Jesus bald kommt, fordert Jakobus drei verschiedene Taten, Handlungen von den Gläubigen während dieser Wartezeit.
[21:31] Die erste ist, Vers 8, stärkt Seufzen. Zweite im Vers 9, nicht gegeneinander Seufzen.
[21:42] Und die dritte, sich an den richtigen Vorbildern zu orientieren. Vers 10. Diese drei Aufforderungen möchten wir jetzt noch zusammen anschauen.
[21:53] Also die erste, stärkt die Herzen. Was meint Jakobus mit der ersten Aufforderung, stärkt die Herzen?
[22:05] Das Herz wird in der Bibel als der Ort bezeichnet, wo unser Denken, unser Fühlen, unsere Wünsche, unsere Begierden, unsere Motive verborgen sind.
[22:18] Für alle IT-Cracks in der IT-Sprache könntest du sagen, dass im Herzen die entsprechende Software geladen ist, welche nachher die einzelnen Organe des Körpers steuern.
[22:31] Die Antwort, warum wir unsere Herzen stärken sollen, ist relativ einfach. Ein Herz, welches schwach ist. Ein schwaches Herz kann sich schnell bei neuen Umständen.
[22:46] Ein schwaches Herz mag wohl das Richtige tun wollen, doch bei den geringsten Widerständen, gibt es auf, zweifelt und ändert die Ausrichtung.
[23:01] Ein Mensch mit einem schwachen Herz ist zu vergleichen mit einem Boot, welches bei entsprechendem Rückenwind auf Kurs ist. Sobald jedoch der Wind dreht, kommt es vom Kurs ab.
[23:15] Ein Herz, welches schwach ist, lässt Zweifel zu. Der Zweifel stellt Gott seine Güte, seine Allmacht, seine Absichten in Frage.
[23:27] Entsprechend angreifbar wird ein solches Herz und entscheidet sich gegen den Willen Gottes und nimmt den einfachen, greifbareren Weg, der jedoch zu einem anderen Ziel führt.
[23:42] Keiner von uns hat jedoch ein Herz, welches allen Stürmen dieser Welt trotzen kann. jedes Herz von uns muss gestärkt werden. Ja, es gibt Unterschiede.
[23:55] Das eine Herz ist stärker als das andere. Ja, es gibt sogar das eine Herz einer Person, das nicht an allen Tagen immer gleich stark ist.
[24:09] Solange wir hier in diesem schwachen Körper auf dieser Erde sind, können und werden wir versündigen. Entsprechend, dass wir ein Leben der Heiligung leben.
[24:24] Entsprechend sollen wir unsere Herzen stärken. Das Wort stärken kann auch übersetzt werden mit etwas stabil machen, befestigen, fixieren, festmachen.
[24:38] Unser Herz können wir festigen, wenn wir an die reale, an die tatsächliche Größe Gottes glauben. Gott ist groß, er ist unendlich stark, er ist unabhängig, er ist voller Liebe, gnädig und voller Geduld.
[24:57] Gott zu erkennen, können wir auch mit dem Beobachten von einem Flugzeug vergleichen. Für alle die, die schon mal in Kloten waren. Wenn ein Flugzeug weit weg am Himmel fliegt, dann scheint es so klein und unbedeutend zu sein.
[25:15] Wenn du jedoch am Flughafen direkt neben oder sogar mal die Möglichkeit hast, unter einem solchen Flieger zu stehen, dann spür Triebwerke die grösse und beim Start auch die Kraft der Triebwerke.
[25:32] Und so ist es auch bei der Grösse Gottes. Wenn du ein Leben weit weg von ihm führst, dann wirkt Gott auch klein. Er wirkt klein.
[25:44] Er wirkt unbedeutend. Und entsprechend wird auch dein Vertrauen in deinen Gott so klein sein. Wenn du jedoch Gott neu bist, erkennst du immer mehr seine wahre Grösse.
[26:00] Bei einem grossen Gott werden die Probleme des Lebens in der richtigen Grösse gesehen. Und entsprechend kannst du auch in den Situationen richtig reagieren.
[26:12] Darum stärke dein Herz, indem du Gottes Nähe suchst, ihn besser kennenlernst, ihm vertraust und dich auf seine Verheissungen verlässt.
[26:25] In der zweiten Aufforderung heißt es, dass wir nicht gegeneinander seufzen sollen. Wartezeiten sind auch für Beziehungen zu unseren Nächsten eine Herausforderung.
[26:45] Wenn wir unser Leben nicht auf Gott ausrichten ausrichten bzw. ausgerichtet leben, dann werden wir für unsere eigenen Sünden blind und die Fehler der anderen werden unendlich gross.
[26:59] Wenn unser Herz nicht gestärkt wird, dann wird die Wartezeit, bis Jesus wiederkommt, zur Qual. Wir achten nur auf uns, haben mit uns selbst Mitleid, sehen uns in der Opferrolle und als Konsequenz verlieren wir auch den Nächsten aus unserem Blickfeld.
[27:21] Die Gefahr wächst, dass wir den Nächsten als Belastung sehen und anfangen gegeneinander zu seufzen. Nicht die Liebe prägt die Beziehung, sondern gegenseitige Anschuldigungen, Klagen und so weiter.
[27:40] Auch hier Jakobus zeigt ihnen auf, warum sie das nicht tun sollen. Gott, der Richter, steht vor der Tür. Würde ein Verbrecher eine Tat durchführen, wenn er wüsste, dass der Richter gleich vor der Tür steht?
[28:00] Genauso ist es auch bei uns. Wenn wir Gottes Gerechtigkeit vor Augen haben, wenn wir wissen, dass Jesus bald kommt, dann hat dies auch einen Einfluss auf unsere zwischenmenschlichen Beziehungen im Hier und Jetzt.
[28:14] Dank der richtigen Vorbereitungen können wir die Wartezeit, bis Jesus wiederkommt, im Sinne von Gott füllen. Wir wissen, was zu tun ist, nämlich unsere Herzen zu stärken und wissen auch, wo die Gefahr liegt, dass wir ungeduldig werden und gegeneinander, gegenüber einander anfangen zu seufzen.
[28:38] Oftmals, wenn jemand mit einer Züge dieses Gefühl hat, er das Gefühl, dass er der einzige Arme ist. Dieses Gefühl entkräftet Jakobus mit der dritten Aufforderung.
[28:53] Im Vers 10 fordert er uns auf, dass wir uns an den richtigen Vorbilden orientieren sollen. Die Propheten, welche im Namen des Herrn geredet haben, mussten oft aufgrund ihres Glaubens leiden und sich in Geduld üben.
[29:15] Sie mussten leiden, weil sie als unglaubwürdig, als Verrückte, als Unruhestifter angesehen wurden. Die Erfüllungen der Prophezeiungen, welche sie im Namen Gottes ausgesprochen hatten, konnten sie selten selbst erleben.
[29:33] sie handelten im Glauben und mussten sich in Geduld üben. Daniel zum Beispiel musste immer wieder extrem leiden, weil er treu verleumdet hat.
[29:50] Er wurde von seinen Mitregenten verleumdet, damit er zu Fall kommt. Doch er blieb Gott treu. Er stärkt sein Herz täglich und konnte standhaft bleiben.
[30:06] Daniel ändert sein Glauben nicht. Er glaubte Gott, als er als Junge nach Babylon kam, als es ihm gut ging und er aufstieg, aber auch als Schwierigkeiten kamen und er kurz vor dem Tod stand.
[30:26] Egal welcher Herrscher sein Vorgesetzter war, Daniel war geduldig und auch bereit zum Leiden. Ein weiteres Beispiel, zum Beispiel Habakuk.
[30:41] Habakuk flehte zu Gott, weil das Volk Gottes sich immer mehr vom lebendigen Gott entfernt. Jakobus, äh, Habakuk, hier, ich lese euch das Gottes eingreifen.
[30:55] Wir lesen das in Habakuk 1, Vers 1 bis 4, ich lese euch das vor. Da steht die Last, die der Prophet Habakuk geschaut hat. Wie lange, o Herr, ruf ich schon, ohne dass du hörst.
[31:09] Ich schreie zu dir wegen des Ungerechts und du hilfst nicht. Warum lässt du mich Bosheit sehen und schaust dem Unheil zu? Bedrückung und Gewalttat werden vor meinen Augen begangen.
[31:25] Es entsteht Streit und Zank erhebt sich. Darum wird das Gesetz kraftlos und das Recht bricht nicht mehr durch, denn der Gottlose bedrängt den Gerichten von allen Seiten.
[31:38] Darum kommt das Urteil verkehrt heraus. Habakuk litt auch unter der Situation, dass Ungerechtigkeit überhand nahm.
[31:50] Gott schien nicht einzugreifen. Er fleht zu Gott. Gott verheisst ihm dann einzugreifen, doch nicht so, wie er sich das selbst vorgestellt hatte.
[32:02] Er benutzt die Chaldeer, ein absolut gottloses Volk, um die Israeliten zu bestrafen. Ist es Gottes ernst? Habakuk kommt erneut vor Gott, betet ihn an und breitet seine Bedenken vor Gott aus.
[32:18] Und da antwortet Gott ihm lesen wir dann im Kapitel 2 Vers 2 bis 4 Da antwortet mir der Herr und sprach, schreibe die Offenbarung nieder und grabe sie in Tafeln ein, damit man sie geläufig lesen kann.
[32:35] Denn die Offenbarung wartet noch auf die bestimmte Zeit und doch eilt sie auf das Ende zu und wird nicht trügen. Wenn sie sich verzögert, so warte auf sie, denn sie wird gewiss eintreffen und nicht ausbleiben.
[32:54] Siehe, der Vermessene, unaufrichtig ist seine Seele in ihm, der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben. Gott niederzuschreiben, Habakuk an, die Verheissungen Gottes auf einer Tafel niederzuschreiben, einzugraben, denn die Ereignisse sollen später eintreffen.
[33:15] Er musste warten, denn Gott hat es verheissen und die Prophezeiung wird aber gewiss eintreffen. Gott wird die Gerechtigkeit, die er versprochen hat, wiederherstellen.
[33:28] Der Ungerechte wird gestraft, der Gerechte hingegen wird durch seinen Glauben leben. Versetzt euch mal in die Lage von Habakuk. Ihr lebt in einem Volk, wo das Recht nicht mehr greift.
[33:43] Jeder macht, was er will. Dann fliehst du zu Gott und bittest um sein Eingreifen. Doch was passiert? Gott schickt ein Volk oder besser gesagt eine Terrororganisation wie der IS, um das Volk zu richten.
[34:02] Gott verheisst in dieser aussichtslosen Situation aber, dass der Gerechte aus Glauben leben wird. Habakuk war ein Vorbild des Leidens und der Geduld.
[34:18] Er glaubte der Verheissung, dass der Gerechte aus Glauben leben wird. Die Empfänger vom Brief von Jakobus waren auch in der Zerstreuung.
[34:30] Wie wir gelesen haben, waren sie auch Ungerechtigkeiten ausgesetzt und müssen sich nun in Geduld üben, bis der Herr eingreift wiederkommen.
[34:43] Und darum sollen auch wir vorbereitet diese Wartezeit angehen, bis der Herr wiederkommt, indem wir uns an den richtigen Vorbildern orientieren.
[34:57] Die Vorbilder, zu welchen wir hochschauen, prägen unser Denken und unser Handeln. Wenn du dein ungeduldiger Vater oder Mutter zum uneingeschränkten Vorbild nimmst, musst du dich nicht wundern, wenn du in denselben Fussstapfen wandeln wirst.
[35:18] Wenn du dich jedoch an den Vorbildern der Bibel orientierst und ihren Fussstapfen folgst, dann wirst du auch von den Segnungen profitieren, welche denen verheissen werden, welche standhaft ausharren.
[35:35] Das, was du liest, das, was du dich beschäftigst, das wird dich prägen. Die Personen, welche du in der Bibel studierst, werden dein Denken prägen.
[35:48] Wer hast du als Vorbild? Und inwiefern prägt und stärkt dich dieses Vorbild auf eine biblische Art und Weise, damit du gestärkt und geduldig ausharren kannst?
[36:03] Bis jetzt haben wir im ersten Teil gehört, dass wir die Menschen, welche für unsere schwierigen Situationen verantwortlich sind, mit Geduld ertragen und uns auf die Wiederkunft des Herrn gedulden sollen.
[36:18] Im zweiten Teil haben wir gesehen, dass wir uns richtig vorbereiten müssen, damit wir geduldig warten können. Wir sollen unsere Herzen stärken.
[36:29] Wir sollen nicht gegeneinander seufzen und uns an den richtigen Vorbildern orientieren. Im letzten Teil der Predigt werden wir eine erstaunliche Entdeckung machen.
[36:41] Jakobus verbindet das geduldige Warten, das standhafte Ausharren mit einer Glückseligkeit bzw. mit Glücklichen.
[36:55] Dritter Punkt geduldig warten und dabei glücklich sein. Verse 10 bis 11. Ich möchte nochmals lesen.
[37:05] Vers 10 bis 11. Meine Brüder, nehmt auch die Propheten, die im Namen des Herrn geredet haben, zum Vorbild des Leidens und der Geduld. Siehe, wir preisen die glückselig, welche standhaft ausharren.
[37:21] Von Hiobs standhaftem ausharren habt ihr gehört. Und ihr habt das Ende gesehen, das der Herr für ihn bereitet hat, denn der Herr ist voll Mitleid und Erbarmen.
[37:37] Im Allgemeinen, das hat man vorgesehen, fordert Jakobus die Gemeinde auf, sich an den Propheten zu orientieren. Nun bringt er ein konkretes weiteres Beispiel.
[37:50] Er nennt Hiob, der bekannte Mann aus dem Alten Testament, und stellt ihn als ein herausragendes Beispiel für sein standhaftes Ausharren und fokussiert den Blick auf das Ende von seinem Leben.
[38:08] Doch bevor wir uns an Hiob wenden, einige fragen an dich, wie es um deine Geduld in schwierigen Lebenszeiten steht. Wie hast du reagiert, als etwas schwerwiegendes mit deinen Kindern passiert ist, falls du Kinder hast?
[38:28] Oder wie hast du reagiert, als du ein liebgewonnener Mensch loslassen musstest, weil er starb? Wie hast du reagiert, als grosse, ungewollte Veränderungen plötzlich in deinem Job auf dich zukam?
[38:52] Wie hast du reagiert, als du bemerkt hast, dass deine Finanzen in Schieflage geraten sind? Oder wie hast du reagiert, als jemand deinen Besitz oder Geld streitig machte und die Gefahr da war, all dein Erspartes zu verlieren?
[39:14] Wie hast du reagiert, als du in einer schwierigen Situation warst und dein Ehepartner oder deine engen Freunde dich nicht unterstützt, sondern hinterfragt oder sogar angegriffen haben?
[39:31] Wie hast du reagiert, als deine eigene Gesundheit plötzlich nicht mehr mitspielte? Jeder von uns hat die eine oder andere Situation bereits schon mal erlebt.
[39:45] Wenn dann in einer solchen Situation noch weitere schwere Dinge auf einem zukommen, dann komme zumindest ich schnell an meine Grenzen.
[39:59] Hiob, der Mann, welcher Jakobus als Vorbild hinstellt, hat all diese Situationen erlebt. Jede einzelne Hiobs Botschaft musste sich für Hiob angefühlt haben, wie von einer Gewehrkugel getroffen zu werden.
[40:20] Doch es war nicht nur ein Schuss, sondern die Ereignisse überschlugen sich und trafen ihn, wie aus einem Maschinengewehr. Schlagt mal Hiob auf.
[40:32] Hiob 1, Vers 13. Hiob 1, Vers 13.
[41:01] Und es geschah eines Tages, als seine Söhne und Töchter im Haus ihres erstgeborenen Bruders aßen und Weintranken, da kam ein Bote zu Hiob und sprach, die Rinder pflügten und die Eselinnen weideten neben ihnen.
[41:19] Da fielen die Sabäer ein und nahmen sie weg und erschlugen die Knechte mit der Schärfe des Schwertes und ich bin entkommen, nur ich allein, um es dir zu berichten.
[41:33] Während dieser noch redete, kam ein anderer und sagte, Feuer Gottes fiel vom Himmel und hat die Schafe und die Knechte verbrannt und verzehrt.
[41:43] Ich aber bin entkommen, nur ich allein, um es dir zu berichten. Während dieser noch redete, kam ein anderer und sagte, die Kalder haben drei Banden aufgestellt und sind über die Kamele hergefallen und haben sie weggenommen und haben die Knechte mit der Schärfe des Schwertes erschlagen.
[42:03] Ich aber bin entkommen, nur ich allein, um es dir zu berichten. Während dieser noch redete, kam ein anderer und sagte, deine Söhne und Töchter aßen und tranken Wein im Haus ihres erstgeborenen Bruders und siehe, da kam ein heftiger Wind drüben von der Wüste her und er fasste die vier Ecken des Hauses so, dass es auf die jungen Leute stürzte und sie starben.
[42:33] Ich aber bin entkommen, nur ich allein, um es dir zu berichten. Da stand Hiob auf, zerriss sein Gewand, schor sein Haupt und er warf sich auf die Erde nieder und betete an.
[42:48] Und er sprach, nackt bin ich aus dem Leib meiner Mutter gekommen, nackt werde ich wieder dahin gehen. Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen, der Name des Herrn sei gelobt.
[43:03] Bei all dem sündigte Hiob nicht und verhielt sich nicht ungebührlich gegen Gott. Gott hat dem Satan erlaubt, den Glauben Hiobs zu prüfen.
[43:16] Wie wir gelesen haben, Hiob übte sich in Geduld und er vertraute Gott. Doch Satan gab sich nicht so schnell zufrieden und klagt wieder bei Gott.
[43:28] Gott gab dem Satan die Erlaubnis, auch seine Gesundheit anzufassen. Da ging der Satan vom Angesicht des Herrn hinweg und er plagte Hiob mit bösen Geschwüren von der Fusssohle bis zum Scheitel, sodass Hiob eine Scherbe nahm, um sich damit zu kratzen, während er mitten in der Asche saß.
[43:54] Die letzte Steigerung kommt jetzt, als sich seine Frau auch gegen ihn richtet. Vers 9, da sprach seine Frau zu ihm, hältst du immer noch fest an deiner Tadellosigkeit?
[44:08] Sag dich los von Gott und stirb! Er aber sprach zu ihr, du redest so, wie eine törichte Frau redet. Wenn wir das Gute von Gott annehmen, sollen wir das Böse nicht auch annehmen.
[44:26] Bei alldem versündigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen. Hiob blieb Gott treu und er versündigte sich trotz diesem enormen Druck nicht.
[44:40] Er anerkennt Gottes Souveränität auch in dieser schweren Zeit. Geht bitte ganz ans Ende von Hiob 42 Vers 1 das Ende lesen.
[44:59] Hiob 42 Vers 1 Da antwortete Hiob dem Herrn und sprach, ich erkenne, dass du alles vermagst und dass kein Vorhaben dir verwehrt werden kann.
[45:20] Wer verwind er den Ratschluss mit Worten ohne Erkenntnis? Fürwahr, ich habe geredet, was ich nicht verstehe, Dinge, die mir zu wunderbar sind und die ich nicht begreifen kann.
[45:33] Höre nun, ich will reden, ich will dich fragen und du belehre mich. Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein Auge dich gesehen.
[45:46] Darum spreche ich mich schuldig und Tuebuse in Staub und in Asche. Hiob demütigte sich unter die Souveränität Gottes.
[45:58] Wir müssen bedenken, dass Hiob die Diskussion zwischen Satan und Gott nicht mitbekam. Doch Hiob hahrte standhaft aus, er setzte seine Hoffnung auf Gott und Gott ließ ihn nicht hängen, denn Gott ist voll Mitleid und Erbarmen.
[46:21] Im Vers 10 steht dann, Und der Herr wendete Hiobs Geschick, als er für seine Freunde bat. Und der Herr erstattete Hiob alles doppelt wieder, was er gehabt hatte.
[46:35] Und alle seine Brüder und all seine Schwestern und all seine früheren Bekannten kamen zu Hiob und aßen mit ihm in seinem Haus. Und sie bezeugten ihm Teilnahme und trösteten ihn wegen all des Unglück, das der Herr über ihn gebracht hatte.
[46:52] Und schenkte ihm ein jeder eine Gesita und einen goldenen Ring. Und der Herr segnete das spätere Leben Hiobs mehr als sein früheres.
[47:02] Er bekam 14.000 Schafe, 6.000 Kamele, 1.000 Jochrinder und 1.000 Eselinnen. Er bekam auch sieben Söhne und drei Töchter und er gab der ersten den Namen Jemima, der zweiten den Namen Ketia und der dritten den Namen Keren Habuch.
[47:24] Und es wurden im ganzen Land keine so schönen Frauen gefunden wie Hiobs Töchter und ihr Vater gab ihnen ein Erbteil unter ihren Brüdern.
[47:36] Hiob aber lebte danach noch 140 Jahre und sah seine Kinder und Kindeskinder bis in das vierte Geschlecht. Hiob starb alt und lebenssatt.
[47:48] Jakobus nimmt Hiob und zeigt auf, wie er trotz aller Widrigkeiten standhaft bleibt, ausharrt und Gott vertraut.
[48:02] Die Zeit der Prüfung verlangt von Hiob alles ab, doch nicht mehr, als Gott ihm dazu Kraft gibt. Gott lässt ihn gestärkt aus der Prüfung hervorgehen.
[48:18] Jakobus erinnert uns, dass wir auf das Ende der Geschichte blicken sollen. Gott segnet Hiob überreich. Er durfte alt und lebenssatt sterben.
[48:32] Ist das nicht ein Happy End? Doch Jakobus richtet den Blick von all diesen Segnungen von Hiob oder welche Hiob erfahren durfte, wendet den Blick zurück auf den, von dem alle Segnungen kommen.
[48:52] Am Ende von Jakobus 5 Vers 11 steht, denn der Herr ist voll Mitleid und Erbarmen.
[49:09] Und das ist heute genauso aktuell wie damals bei Hiob. Du und ich dürfen einen Herrn im Himmel haben, der voll Mitleid und Erbarmen ist.
[49:22] Ja, mehr noch, in der Zwischenzeit hat Gott seinen Sohn auf die Welt gesendet, damit er als hohe Priester für dich und mich einsteht. Im Hebräer 4 Vers 15 ganz bekannter Vers, denn wir haben nicht einen hohen Priester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist, in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde.
[49:54] Jesus ist voll Mitleid und voll Erbarmen. Er wurde in allem versucht, er kann jede deiner Schwachheiten nachempfinden und begegnet dir voller Mitleid.
[50:09] In dieser Welt wirst du wie Hiob durch schwierige Situationen hindurchgehen müssen. Im Kontext von Jakobus wird Gott dir schwierige Personen an deine Seite stellen, damit du lernst, in Geduld Leidenszeiten zu durchschreiten.
[50:34] In diesen Situationen wirst du lernen, standhaft auszuharren und nicht die Gerechtigkeit zu suchen. Doch Gott lässt dich nicht allein.
[50:49] Er ist voll Mitleid und Erbarmen. Gottes Mitleid und sein Erbarmen sehen wir anhand von den verschiedenen Geschichten in der Bibel.
[51:01] Er hat uns zugesichert, dass er dir niemals auflädt, als das du tragen kannst. Darum kannst du voll vertrauen auch die schwierigen Situationen ertragen und durchstehen.
[51:19] Im Vers 11 oder der Vers 11 nennt die dann glückselig, welche standhaft ausharren. Die, welche Gott vertrauen und auf ihn blicken, können trotz den schwierigsten Umständen, trotz den schwierigsten Personen im Leben ein dankbares und glückliches Herz haben.
[51:42] Sie werden nicht verzagen und nicht ungeduldig in Sünde verfallen, sondern können Gott in allem, was sie tun, mit einem freudigen Herz dienen.
[51:57] In der heutigen Predigt haben wir im ersten Teil gehört, dass wir die Menschen, welche für unsere schwierigen Situationen verantwortlich sind, mit Geduld ertragen und uns auf die Wiederkunft des Herrn gedulden sollen.
[52:14] Im zweiten Teil haben wir gesehen, dass wir uns richtig vorbereiten müssen, damit wir geduldig warten können. Wir sollen nämlich unsere Herzen stärken, nicht gegeneinander seufzen und uns an den richtigen Vorbildern orientieren.
[52:33] Im letzten Teil der Predigt haben wir anhand von Hiob gesehen, wie er trotz den extremsten Situationen zur Ehre von Gott leben konnte.
[52:46] Wir durften erkennen, wie Gott voll Mitleid und Erbarmen Hiob begegnete und ihn segnete. Wir durften sehen, wie Hiob glückselig sein durfte, weil er standhaft durchhielt.
[53:03] Gott ist voll Mitleid und Erbarmen und darum vertraue auf ihn, blick auf ihn, hoffe auf ihn und bleib standhaft in den Situationen, in welche Gott dich hineinstellt.
[53:24] Amen. Wir neigen uns noch zum Gebet. Vater im Himmel, ich danke dir für diesen Textabschnitt von Jakobus.
[53:46] Ja, es ist schwer zu verstehen oder es ist schwer zu akzeptieren. Wir suchen grundsätzlich das leichte Leben, wir suchen das direkte Glücklichsein, die Unbeschwertheit.
[54:00] Aber anhand von diesem Text sehen wir, dass wir in diesen Situationen, die welche schwer sind, sollen auf dich schauen, dir vertrauen, geduldig ausharren.
[54:14] Die Personen, welche uns feindlich gesinnt sind, lieben, ertragen. Ja, Vater im Himmel, das fällt uns nicht schwer, es fällt uns nicht einfach, es fällt uns schwer.
[54:32] Aber vielen Dank dafür, dass du uns beistehst, dass du voll Mitleid, voll Erbarmen bist. Ja, du hast deinen Sohn auf die Erde gesendet.
[54:43] Er hat jede Versuchung durchgemacht und kann uns so auch voll Mitleid und Erbarmen beistehen. Er vertritt uns vor dir, oh Gott, und du stärkst uns und dafür danken wir dir.
[54:58] Und so bitten wir dich, dass wir auch gerade in der kommenden Woche mit den Personen, welche uns nicht mögen, welche uns feindlich gesinnt sind, ob jetzt innerhalb von der Familie, am Arbeitsplatz, auf der Strasse oder sonst wo, bitte hilft uns, dass wir die lieben, dass wir geduldig ein Zeugnis sind, diesen Personen gegenüber und dass wir uns auf deine Gerechtigkeit stützen, auf dich hoffen und nicht unsere eigene Gerechtigkeit in diesen Situationen suchen.
[55:34] Stärke unser Herz, dass wir standhaft bleiben können. Hilf uns, dass wir dich in deiner Größe immer mehr erkennen können, dass wir sehen können, wie groß, stark, wie unabhängig, wie geduldig, dass du bist und dass wir dir allein vertrauen.
[55:56] Ja, so möchte ich dich bitten, dass du bei jedem Einzelnen, wo du hier, welche hier sind, beistehst, dass du mit ihnen gehst in die kommende Woche und dass wir so ein Zeugnis sein dürfen in dieser Zeit, bis du, Herr Jesus, wiederkommst, dass wir ein Zeugnis sein dürfen, welches auf dich hinweist und so noch viele andere errettet werden dürfen.
[56:24] Hab herzlichen Dank dafür. Amen.