Dienen in dunklen Zeiten

Predigt Image
Prediger

Thomas Sardi

Datum
27. November 2022

Transkription

Disclaimer: this is an automatically generated machine transcription - there may be small errors or mistranscriptions. Please refer to the original audio if you are in any doubt.

[0:00] Guten Morgen. Wir haben ja viele Kinder hier in der Gemeinde. Und hast du dich auch schon mal gefragt, was machen die eigentlich, damit die wachsen?

[0:14] Ich meine, wir feiern ja jedes Jahr immer wieder ihre Geburtstage. Und eigentlich haben die Kinder gar nicht wirklich viel dazu beigetragen, dass sie ein Jahr älter geworden sind.

[0:26] Man sollte ja eher Gottes Fürsorge und seine Güte feiern, dass das Kind wieder ein Jahr älter geworden ist, dass es immer noch lebt und dass es gewachsen ist.

[0:39] Nun, eines tun die Kinder ganz sicher. Sie essen, sie schlafen, sie bewegen sich und sie machen ein paar Dummheiten. Und sie tun, was sie tun müssen und sie tun, was sie auch tun können.

[0:56] Sie tun das, wozu sie begabt worden sind. Kein Kind versucht sich selber zum Wachstum zu bringen.

[1:07] Es geschieht einfach so. Und dadurch, dass sie tun, was sie eigentlich sollen. Eben essen, schlafen, trinken und so weiter. Aber Gott, er schenkt das Wachstum und das Gedeihen.

[1:21] Ähnlich ist es mit dem Wachstum im geistlichen Bereich. Es gibt Dinge, die sind in deiner Verantwortung, dass du sie tust. Und andere sind Gottes Angelegenheit.

[1:34] Zum Beispiel die Offenbarung. Die kommt von Gott. Die Gaben, sie kommen von Gott. Das Wachstum, es kommt von Gott. Heute wollen wir die Geschichte Samuels in 1. Samuel Kapitel 3 anschauen.

[1:52] Ein Knabe, der gewachsen ist, sowohl körperlich als auch geistlich. Und es geht um seine Berufung zum Propheten. Wir werden sehen, wie Samuels Einstellung war.

[2:04] Wie er den Herrn ehrte durch seinen Dienst und wie der Herr im Gegenzug ihn ehrte. Und ihr erinnert euch an die Hauptaussage der letzten Predigt in Kapitel 2, Vers 30b.

[2:19] Ich lese sie noch einmal. 2, Vers 30b. Denn die, die mich ehren, werde ich ehren. Und die, die mich verachten, werden gering geachtet werden.

[2:31] Wir sahen letzten Sonntag, wie Gott die Gottesverrechter verachtet. Und heute werden wir sehen, wie Gott die ehrt, welche ihn ehren.

[2:44] In Johannes 12, 26 sagt Jesus, wenn jemand mir dient, so wird der Vater ihn ehren. Wenn wir also Gott dienen, so ehren wir und werden auch geehrt.

[2:58] Und deshalb habe ich die Predigt mit folgender Aussage überschrieben. Gott dienen in dunklen Zeiten. Gott dienen in dunklen Zeiten.

[3:09] Das Ziel ist, dass wir alle, dass du anfängst zu erkennen, wie du Gott mit deinen Gaben und mit deinen Fähigkeiten und mit deinen Möglichkeiten, die er dir gegeben hat, ehren kannst, ihn lieben kannst und ihm dienen kannst.

[3:26] Sodass seine Gemeinde auferbaut wird und die Gemeinde ihren Auftrag in dieser Welt erfüllen kann als ein Licht. Dazu werden wir folgende drei Punkte anschauen.

[3:42] Erstens, diene zur Ehre Gottes. Diene zur Ehre Gottes. Zweitens, höre auf die Offenbarung Gottes.

[3:54] Höre auf die Offenbarung Gottes. Und drittens, verkündige treu das Wort Gottes. Ich möchte zu Beginn noch beten mit uns.

[4:14] Ja, Vater im Himmel, wir danken dir für deine Offenbarung, die in eine finstere Welt scheint als ein Licht. Und Herr Jesus Christus, du bist das wahre Licht, das in die Welt gekommen ist und die Finsternis hat es nicht angenommen.

[4:29] Herr Jesus, hilf du uns, dass wir es annehmen. Hilf du uns, dass wir dein Licht annehmen und dass wir selber zu Lichter werden. Und gib du, dass wir unsere Herzen für deine Botschaft öffnen.

[4:41] Amen. Wir kommen zu Punkt 1. Diene zur Ehre Gottes. Wer letzte Woche im Gottesdienst war, erinnert sich, dass Hoffni und Pineas, Priester des Herrn, wie sie genannt werden, Kapitel 1, Vers 3, gottlose Männer waren, Söhne Beliales, die Gott nicht kannten.

[5:04] Sie brachten den Opferdienst in Verruf, sie beachteten Gottes Gesetze überhaupt nicht und waren geistlich wie auch moralisch völlig degeneriert und korrupt. Wenn die Führung eines Volkes zerfällt, dann geschieht meistens dasselbe mit dem Volk.

[5:21] Und so heisst es in 1. Samuel 2, 17 und 24, dass das Volk ebenfalls wie seine Priester die Opfergabe verachtete und natürlich Gottes Gebote übertrat.

[5:36] Eli, der Hauptverantwortliche und Vater der beiden Priester, war zwar ein liebenswürdiger Mensch, doch ihm fehlte die Liebe zur Wahrheit und der Eifer für Gottes Heiligkeit.

[5:49] Und so korrigierte er seine Söhne nur zögerlich und viel zu sanft. Und deshalb musste nun Gott eingreifen und sein Gericht über die Familie Elis aussprechen.

[6:03] Ein wahrhaft düsteres Kapitel in der Geschichte des Volkes Gottes. Denn er hatte es doch berufen, um heilig zu sein, um ein Volk seines Eigentums zu sein und um die Herrlichkeiten und Tugenden des lebendigen und heiligen Gottes zu verkünden und vorzuleben.

[6:26] Wer sich ein wenig für die Kirchengeschichte interessiert, wird bemerken, dass es solch düstere Zeiten immer wieder gibt. Ich würde sagen, dass es sogar eher die Regel als die Ausnahme ist, dass sich das, was sich Kirche nennt, in Finsternis versunken war und anstatt ein Licht in dieser Welt zu sein, eben kein Licht war.

[6:51] Und heute sind wir in einer der dunkelsten Zeiten. Doch eines dürfen wir nicht vergessen. Gottes Gericht über das Böse drückt nicht nur seinen Hass gegen das Böse aus und seine Gerechtigkeit, sondern auch seine Liebe zu seinem Volk, seine Gnade für die Seinigen.

[7:14] Denn er lässt nicht zu, dass sein Volk verdirbt. Und so sehen wir, wie Gott in seiner Vorsehung, in dieser dunklen Zeit, schon einen goldenen Faden seiner Errettung hineingewoben hat.

[7:30] Bitte nehmt eure Bibel zur Hand und schlagt 1. Samuel 2, Vers 11 auf. Hier steht im zweiten Teil über Samuel, der Knabe aber diente dem Herrn vor Eli, dem Priester.

[7:49] In Vers 12 bis 17 wird uns dann erzählt über die Bosheit der Priester. Und dann kommt wieder ein kleiner Abschnitt.

[8:02] Vers 18 kommt es wieder. Und Samuel diente vor dem Herrn. Ein Knabe umgürtet mit einem leinenden Ephod.

[8:13] Seht ihr den goldenen Faden, der immer wieder kommt. Und dann erzählt die Bibel uns in Vers 19 bis 21, wie die Familie Samuels vom Herrn reich gesegnet wurde, weil sie den Herrn geehrt hatten.

[8:30] Und am Ende dieses Abschnitts, in Vers 21, lesen wir wieder, und der Knabe Samuel wurde gross bei dem Herrn.

[8:43] Vers 22 bis 25 schildert uns die Unfähigkeit Elis, Licht in die Finsternis zu bringen. Und da ist es wieder dunkel. Doch Vers 25 zeigt uns schon wieder Gottes goldenen Faden der Errettung und der Hoffnung.

[9:03] 1. Samuel 2, Vers 26, Entschuldigung. Und der Knabe Samuel wurde immer grösser und angenehmer, sowohl bei dem Herrn als auch bei den Menschen.

[9:17] Mitten in der Finsternis, mitten im Chaos, mitten in Not, hat Gott seinen kleinen Mann, hat Gott eine Rettung für sein Volk.

[9:29] Ein treuer Diener, ein Knaben, der einfach dient, was ihm aufgetragen worden ist. Ein Junge, der Gott liebt, der das Volk Gottes liebt und der treu unter der Aufsicht von Eli dient.

[9:45] Und dabei lernt er, dabei wächst er und es wird an ihm wahr, was in Psalm 1 heisst. Und ich lese Psalm 1, Vers 1 bis 3 vor.

[9:58] Glückselig der Mann, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen und nicht steht auf dem Weg der Sünder und nicht sitzt auf dem Sitz der Spötter, sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn.

[10:15] Und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht und er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und dessen Blatt nicht verwelkt und alles, was er tut, gelingt.

[10:31] Der kleine Samuel, er liebt Gott und sein Wort. Und er dient Gott mit den Gelegenheiten, die er hat, mit den Gaben, die er hat, in dem Alter, das er hat.

[10:46] Und Gott, er lässt ihn wachsen. Und Samuel nimmt zu an Erkenntnis und er nimmt zu an Gnade bei Gott und auch bei den Menschen.

[10:57] So wie es auch von Jesus heisst, Lukas 2, 52. Und Jesus nahm zu an Weisheit und an Grösse und an Gunst bei Gott und Menschen.

[11:10] Liebe Geschwister, das ist das Merkmal der Treuen. Sie lieben Gottes Wort. Sie dienen gemäss ihren Gaben und Möglichkeiten und sie wachsen.

[11:23] Gott segnet es. Gott gibt mehr Gnade zum Ausführen der Dienste. Gott gibt neue Dienste. Und die Menschen merken es und sie wachsen weiter.

[11:37] Und so geht es immer fort. Und das führt uns dann zum heutigen Abschnitt in Kapitel 3, Vers 1. Und Samuel, und der Knabe Samuel diente dem Herrn vor Eli.

[11:51] Samuel ist immer noch am Dienen. Während die Priester ihrem Bauch dienen und das Volk den Götzen, dient Samuel dem Herrn.

[12:05] Wisst ihr, was gerade in den Versen vorher passiert ist? Vers 27 bis 36 von Kapitel 2 ist ein Prophet, ein Mann Gottes, gekommen und hat ein schreckliches Gericht über das Haus Elis vorhergesagt.

[12:20] Hat dies aber Samuels Einstellung zu Eli beeinflusst? Hat es den Dienst Samuels an Gottes Haus beeinflusst?

[12:31] Es scheint nicht. Es steht hier, der Knabe Samuel dient dem Herrn vor Eli. Nach wie vor. Ich finde das sehr bemerkenswert.

[12:45] Wenn dein Vorgesetzter schlecht ist und du weisst, er ist es und andere bestätigen es dir auch noch und dann liest du es sogar im Wort Gottes, dass er schlecht ist oder schlecht handelt und sich daneben verhält, wie dienst du ihm dann?

[13:03] Ich muss zugeben, mir fällt es auf jeden Fall nicht leicht, meinem Vorgesetzten immer noch genau gleich weiter zu dienen.

[13:16] Doch Samuel, er diente eben dem Herrn. Lasst uns seine Einstellung ein bisschen genauer untersuchen und wir lernen viel darüber, wenn wir ein paar Stellen in 1. Samuel aufschlagen.

[13:29] Schlagt mit mir auf, Kapitel 7 und wir lesen die Verse 3 bis 4.

[13:44] Da sprach Samuel zum ganzen Haus Israel und sagte, wenn ihr mit eurem ganzen Herzen zu dem Herrn umkehrt, so tut die fremden Götter und die Astorot aus eurer Mitte weg und richtet euer Herz auf den Herrn und dient ihm allein.

[14:08] Und er wird euch aus der Hand der Philister erretten und die Kinder Israel taten die Balim und die Astorot weg und dienten dem Herrn allein. Nun, an dieser Stelle ist Samuel schon eine gewisse Zeit Prophet und er ermahnt das Volk, dient dem Herrn allein.

[14:30] Richtet euer Herz ganz auf ihn aus. Jesus sagt uns auch dasselbe. Matthäus 6,24 heißt es, niemand kann zwei Herren dienen.

[14:45] Denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben oder er wird einem anhangen und den anderen verachten. er könnte nicht Gott dienen und dem Mammon.

[15:00] Nun, Jesus und Samuel sie fordern von dir, dass du nur einem dienst, dem Herrn allein. Darf ich dich fragen, wem dienst du sonst noch?

[15:18] Es kommt bei mir vor, dass ich mir selber diene. manchmal dienen wir unserem eigenen Ansehen, manchmal dienen wir unserem Chef.

[15:31] Ja, du dienst vor deinem Chef oder vor jemand anderem, aber du dienst dem Herrn. Und dein Dienst muss exklusiv und alleine und ganz für den Herrn sein.

[15:46] Und die Bibel lehrt das noch an vielen anderen Stellen. Nun, Samuel dient dem Herrn allein, aber vor Eli. Auch hier haben wir ein gutes Beispiel im Neuen Testament, nämlich Timotheus, der von Paulus gerühmt wird.

[16:06] Philippe 2, 22 heisst es über Timotheus, ihr kennt aber seine Bewährung, dass er wie ein Kind dem Vater mit mir gedient hat an dem Evangelium.

[16:24] Samuel, er diente vor Eli, wie ein Kind dem Vater. Timotheus diente vor Paulus, wie ein Kind dem Vater. Doch was ist damit gemeint?

[16:39] Nun, manchmal, wenn ich von der Arbeit heimkomme, bin ich ein wenig müde und ich lege mich dann einfach auf den Teppich zu Hause, damit ich etwas von den Kindern habe und ein bisschen dösen kann und schlafe eine Runde und lasse die Kleinen über mich herumkraxeln und wenn das passiert, gibt es eines meiner Mädchen, wenn es mich so sieht, holt es immer ein Kissen, hebt meinen Kopf auf, legt das Kissen drunter, dann holt es eine Decke und deckt mich zu, damit ich nicht kalt habe.

[17:10] Es dient seinem Vater. Habe ich es ihm je befohlen? Nein. Das Kind macht es wirklich aus Liebe zu seinem Vater und Liebe ist sein Motiv, um zu dienen.

[17:28] Ich will jetzt nicht den Eindruck erwecken, meine Kinder wären immer so, das ist gar nicht der Fall, aber in dem Fall schon. Und genau so sollen wir auch unseren Leitern zum Beispiel in der Gemeinde dienen, so wie es ein Timotheus dem Paulus getan hat oder ein Samuel dem Eli.

[17:48] Und wir sollen auch einander so dienen, wie ein Kind dem Vater. Und in 1. Samuel 12 schlagen wir noch eine weitere Stelle auf, wo Samuel das Volk ermahnt, Gott wirklich zu dienen.

[18:03] Und hier sehen wir weitere Aspekte vom Dienen, so wie Samuel es tat. 1. Samuel 12 Vers 14 Da redet er wieder zu dem Volk, wenn ihr nur den Herrn fürchtet und ihm dient, auf seine Stimme hört und gegen den Befehl des Herrn nicht widerspenstig seid.

[18:30] Und sowohl ihr als auch der König, der über euch regiert, dem Herrn, eurem Gott, nachfolgt. Vers 24 12, Vers 24 Nur fürchtet den Herrn und dient ihm in Wahrheit mit eurem ganzen Herzen, denn seht, welche grosse Dinge er an euch getan hat.

[18:59] Wir haben also gesehen, wie unsere Einstellung beim Dienen aussehen soll. Erstens wollen wir Gott kontinuierlich und beständig dienen, wie Samuel es tat, mit seinem Beispiel.

[19:12] Dann wollen wir dem Herrn alleine und exklusiv dienen und niemand anderem. Dann wollen wir sowohl Gott als auch unseren Leitern wie ein Kind dem Vater dienen.

[19:30] Aber wir wollen auch gehorsam und nicht widerspenstig dienen, so wie Samuel das Volk ermahnte und zuletzt wir wollen in Wahrheit dienen mit unserem ganzen Herzen.

[19:45] Du sagst jetzt, ja klar, das ist super, aber ich schaffe das nie. Und du hast wirklich recht, du allein schaffst das nicht.

[19:59] Aber Gott weiss das auch und deshalb hat er Vorsorge getroffen. Du musst das alles nicht aus deiner eigenen Kraft tun. Du dienst nicht aus deiner eigenen Kraft, sondern aus der Kraft Gottes und aus der Kraft des Heiligen Geistes, der in dir lebt.

[20:18] Schlagt mit mir auf, 1. Petrus 4, 11. 1. Petrus 4, 11. Hier heißt es, wenn jemand redet, so rede er es als Aussprüche Gottes.

[20:40] Und jetzt kommt es, wenn jemand dient, so sei es als aus deiner eigenen Kraft. Nein. Es heißt, aus der Kraft, die Gott da reicht, damit in allem Gott verherrlicht wäre durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit ist und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit.

[21:06] Amen. Wenn du Gottes Kind bist, dann dienst du nicht aus deiner eigenen Kraft, sondern aus der Kraft Gottes.

[21:17] Und dann ist die Liebe Gottes die Kraft Gottes in dein Herz ausgegossen worden durch den Heiligen Geist. Wir lesen das in Römer 5 Vers 5 Glaubst du, dass du diese Kraft von Gott empfangen hast?

[21:33] Stehst du auf diesen Fakten wie auf einem Felsen, der auch im Sturm des hektischen Alltags nicht weggespült wird, sodass du weiter aus seiner Kraft dienen kannst?

[21:46] Oder versuchst du die ganze Zeit, die Kraft zu einem Gott wohlgefälligen Dienst aus dir selber heraus zu wursteln irgendwie? Uns allen fällt das Dienen manchmal schwer.

[22:03] Doch ich rate dir, in dem Moment denke über Römer 5 5 nach. Sinne darüber nach. Danke Gott, dass das eine Tatsache ist in deinem Leben, dass die Liebe Gottes in deinem Herzen ausgegossen worden ist und dass der Heilige Geist in deinem Herzen wohnt und dass er dir die Kraft dazu gibt, so zu dienen, dass es Gott wohl gefällt.

[22:29] Und glaube Gott und dann diene weiter, auch wenn es schwer fällt. Das zeigt deinen Glauben. Und diene weiter und zwar im Bewusstsein, dass dir Gott durch den Heiligen Geist schon die Kraft und die Liebe dazu gegeben Er muss es nicht erst tun, er hat es schon getan.

[22:51] Nun, die Söhne Elis, sie hatten diese Kraft Gottes nicht. Sie hatten Gott ja verworfen. In ihnen war es nur finster. Und auch in Israel war es finster.

[23:04] Und deshalb er der Dienst den Israel und die Söhne Belial brachten Gott nicht. Und darum wollen wir jetzt sehen, was Gott tut.

[23:16] in diese Situation hinein. Und das führt uns zu Punkt 2 dieser Predigt. Punkt 2 Höre auf die Offenbarung Gottes. Wir lesen wieder in 1.

[23:32] Samuel 3 Vers 1 den Rest des Verses 2 Und das Wort des Herrn war selten in jenen Tagen.

[23:44] Gesichte waren nicht häufig. Wisst ihr, was eine finstere Welt braucht? Sowohl zur Zeit Samuels als auch heute.

[23:56] Sie braucht Licht. Sie braucht Licht und das Licht, das Gott hier bringt, ist das Wort des Herrn. Sie brauchen Offenbarung Gottes.

[24:08] Und zur Zeit Samuels redete Gott durch hörbare Offenbarungen und Gesichte oder Erscheinungen zu seinen Propheten. Und diese Propheten, die hatten dann die Aufgabe, das Wort des Herrn an das Volk weiterzugeben.

[24:25] Im Kapitel 2 27 haben wir gesehen, wie die Führer Israel Gottes Offenbarungen, das heisst Gottes Gesetz und Gottes Wort verworfen, hatten.

[24:36] Und deshalb schwieg Gott zunehmend. Das ist das, was wir eben gelesen haben. Auch der Prophet Hosea klagt, Hosea 4 Vers 6, mein Volk wird vertilgt aus Mangel an Erkenntnis, weil du die Erkenntnis verworfen hast, so verwerfe ich dich, das sagt Gott zu Israel, dass du mir nicht mehr Priesterdienst ausübst und du hast das Gesetz deines Gottes vergessen.

[25:04] Das dunkle Mittelalter wurde beendet durch die Reformation. Die Wiederentdeckung des Wortes Gottes brachte Licht.

[25:18] Und dass ich heute morgen zu euch reden kann und sagen kann, bitte schlagt die Bibel auf, das ist etwas, das wir noch nicht so lange kennen, das gibt es erst seit einigen hundert Jahren, dass jeder eine Bibel haben kann.

[25:34] Im dunklen Mittelalter hatte der normale Bürger kein Wort Gottes zur Hand und heute kann jeder von euch darin lesen. Schätzt du die Bibel?

[25:47] Liebst du sie? Verschlingst du ihre Wahrheit mit Heisshunger? Bist du dankbar, dass du Gottes Wahrheit und Licht für diese dunkle Welt mit deinen eigenen Augen jeder Zeit lesen kannst?

[26:04] Es ist Gottes Liebe und es ist seine Gnade, dass er uns sein Wort gibt und genau so, wie es seine unendliche Liebe ist, dass er uns sein fleisch gewordenes Wort gegeben hat, Jesus Christus und auch er ist gekommen, um Licht in diese finstere Welt zu bringen und Johannes 1 sagt uns, die Welt hat ihn nicht aufgenommen.

[26:33] Nun, Gott ist nicht nur heute gnädig, sondern er war auch schon seinem Volk gnädig und so sendet er Licht in die Dunkelheit, indem er zwei Dinge tut.

[26:47] Er offenbart sich durch sein Wort und er tut es, indem er dem Volk Gottes einen Propheten schenkt. Also er bringt sein Wort hinein und er bringt den Boten hinein, der das Wort dann weiter gibt.

[27:02] Wie das geschieht, wollen wir jetzt nachlesen. 1. Samuel 3, Vers 2 Und es geschah in jener Zeit, als Eli an seinem Ort lag, seine Augen aber hatten begonnen, schwach zu werden, und er konnte nicht sehen.

[27:20] Und die Lampe Gottes war noch nicht erloschen, und Samuel lag im Tempel des Herrn, wo die Lade Gottes war. Mit der Lampe Gottes ist der siebenarmige Leuchter gemeint, der die ganze Nacht brennen musste.

[27:36] Dass dieser Leuchter noch nicht erloschen war, zeigt uns, erstens, man feierte wenigstens formell noch den Gottesdienst, aber zweitens gibt es uns eine Zeitangabe, der musste bis zum Morgen brennen, also war es noch nicht morgen.

[27:52] Das muss irgendwann mitten in der Nacht gewesen sein. Und wir haben gelesen, Elis äusserlicher Zustand, er war so wie sein Inneres, er war äusserlich blind und innerlich geistlich auch blind geworden.

[28:08] Und er, der Priester, der eigentlich in der Nähe Gottes sein sollte, er liegt irgendwo ein bisschen auf der Seite, ein bisschen weg. Samuel muss zu diesem Zeitpunkt irgendwo in dem Alter von einem Menschen sein, den man heute Teenager nennt.

[28:29] Wir wissen es nicht genau, irgendwo zwischen 13 und 17, schätze ich einmal, doch wir sehen nichts von Launenhaftigkeit, von Rebellion, von Unlust, wie es anscheinend in diesem Alter normal zu sein scheint.

[28:45] Nein, Samuel liegt im Tempel des Herrn, wo die Lade Gottes ist. Und dies ist im Alten Testament ein Bild dafür, dass jemand nahe bei Gott sein will.

[28:58] Wer in den Tempel ging, der ging hin, um das Angesicht Gottes zu suchen. Und als der junge Diener Gottes schläft, mitten in der Nacht, mitten in der Dunkelheit, ruft ihn sein Herr.

[29:13] Vers 4. Da rief der Herr Samuel und Samuel sprach, hier bin ich.

[29:25] Und er lief zu Eli und sprach, hier bin ich, denn du hast mich gerufen. Er aber sprach, ich habe nicht gerufen, lege dich wieder.

[29:37] Und er ging hin und er legte sich. und der Herr rief wieder, Samuel. Und Samuel stand auf und ging zu Eli und sprach, hier bin ich, denn du hast mich gerufen.

[29:52] Und er sprach, ich habe nicht gerufen, mein Sohn, lege dich wieder. Nun, ich habe mir so überlegt, viele von uns hätten sich wohl schlafend gestellt, wenn wir mitten in der Nacht gerufen worden wären von Eli.

[30:07] Ich weiss nicht, ob ich aufgestanden wäre, ich hätte gedacht, er träumt vielleicht. Aber Samuel hat das nicht getan, er hat eben auch Eli gedient, seht ihr?

[30:18] Und er sprang auf, mitten aus dem Schlaf, um Eli zu dienen. Und die Schrift muss hier etwas ergänzen. Vers 7. Samuel aber kannte den Herrn noch nicht und das Wort des Herrn war ihm noch nicht offenbart.

[30:36] Wohl wusste Samuel viel über den Herrn und er liebte ihn, doch er hatte seine Stimme noch nicht gehört.

[30:48] Das sollte sich jetzt ändern, denn der Herr hatte eine gewisse Sturheit, wenn er seine Ziele erreichen will. Der Herr, er hat Geduld, auch mit dir, und er ruft und ruft, bis dein Herz auch seine Stimme hört.

[31:08] Da kannst du dir sicher sein. Und so ruft der Herr weiter, wir lesen Vers 8, und der Herr rief wieder, zum dritten Mal schon, Samuel, und er stand auf und ging zu Eli und sprach, hier bin ich, denn du hast mich gerufen.

[31:27] Da dämmerte es Eli. Und das heißt, da merkte Eli, dass der Herr den Knaben rief. Endlich erkannte Eli etwas.

[31:41] Ja, das Wort des Herrn war wirklich selten geworden, sogar so selten, dass Eli nicht einmal mehr damit rechnete, es zu hören. Doch Gott rief und rief und rief, bis es einer der beiden merkte.

[31:57] Stellt euch einmal vor, was das in Eli wohl ausgelöst hat. Was muss das wohl für eine Erkenntnis gewesen sein? Was? Gott? Du rufst den Knaben?

[32:09] Den Jungen da? Und mich nicht? Gott redet zu dem kleinen Jungen und ich bin beiseite gestellt. Er hat mich übergangen? Nun, in diesem Fall war es wohl tragisch, dass Gott den Eli übergangen hat.

[32:28] Aber ich will euch auch etwas ermutigendes sagen. Manchmal denken wir, was wird aus der Gemeinde, wenn der und der Bruder weg ist? Oder was machen wir nun, nur ohne diesen Lehrer oder jenen Leiter?

[32:45] Wir sind so dankbar für den Dienst zum Beispiel eines John MacArthur, der sehr viel in dieser Zeit bewirkt hat mit seiner guten Lehre. oder eines Benedikts oder der Lehrer im EBTC.

[32:59] Doch auch sie werden alt und irgendwann sind sie nicht mehr da und wir sind froh, solange wir sie noch unter uns haben und wir schätzen sie sehr. Doch wenn sie einmal weg sind, ist es nicht aus.

[33:11] Gott hat noch viele Pfeile in seinem Köcher und Gott ist nie ausgeschossen. Gehen wir weiter zu Vers 9.

[33:23] Und Eli sprach zu Samuel, geh hin, lege dich und es geschehe, wenn man dich ruft, so sprich, rede Herr, denn dein Knecht hört.

[33:39] Und Samuel ging hin und legte sich an seinen Ort. Und der Herr kam und trat hin und rief wie die anderen Male. Jetzt hat sich etwas geändert.

[33:53] Jetzt ist es nicht nur die Stimme Gottes. Wir lesen, der Herr kam und trat hin. Jetzt erscheint er sogar. Wir wissen nicht genau, wie das war. Aber er spricht Samuel, Samuel und Samuel sprach Rede.

[34:12] Das Herr lässt er aus. Rede, denn dein Knecht hört. Wahrscheinlich wusste er nicht genau. Entweder war er so hastig und sagte, rede, ich will hören.

[34:24] Oder er sagte, rede, aber ich weiss nicht, ob du der Herr bist. Ich will es zuerst prüfen. Aber wir wissen es nicht. Auf jeden Fall hat der Herr so gerufen, wie er auch Mose gerufen hat.

[34:35] In 2. Mose 3 und 4 hat er gerufen, Mose, Mose. Abraham hat er auch gerufen. Als Abraham seinen Sohn gerade schlachten wollte, hat Gott gerufen, Abraham, Abraham.

[34:49] Und hier ruft er, Samuel, Samuel. Und von Verse 11 bis 14 lesen wir jetzt die Botschaft, die Samuel von Gott erhält. Es ist eine ähnliche Gerichtsankündigung, wie sie der Mann Gottes einige Zeit vorher zu Eli gebracht hatte.

[35:06] Und das Gericht sollte schrecklich sein. Vers 11 heisst es, da sprach der Herr zu Samuel, siehe, ich will eine Sache tun in Israel, dass jedem, der sie hört, seine beiden Ohren gällen sollen.

[35:19] Das Gericht Gottes hat somit einen festgesetzten Zeitpunkt, es ist terminiert.

[35:35] Vers 12 sagt uns dies, an jenem Tag werde ich gegen Eli alles ausführen, was ich über sein Haus geredet habe. Es hat einen Termin.

[35:47] dann sehen wir, das Gericht Gottes ist gründlich und es wird von Anfang bis zu Ende durchgeführt. Wir lesen weiter in Vers 12 Ich werde beginnen und ich werde vollenden.

[36:03] Aber Gott tut das Gericht nicht einfach so. Das Gericht ist begründet. Es gibt Gründe dafür. Das zeigt uns Vers 13 Denn ich habe ihm kundgetan, dass ich sein Haus richten will in Ewigkeit um der Ungerechtigkeit willen, die er gewusst hat, dass seine Söhne sich den Fluch zuzogen und er ihnen nicht gewährt hat.

[36:27] Das Eintreffen des Gerichtes Gottes ist 100% sicher und darum bekräftigt der Herr es jetzt noch durch einen Schwur. Vers 14 Und darum habe ich dem Haus Elis geschworen, wenn die Ungerechtigkeit des Hauses Elis gesühnt werden soll durch Schlachtopfer und durch Speisopfer in Ewigkeit.

[36:52] In Ewigkeit. Das ist eine lange, lange Zeit. Nun, wenn wir so etwas lesen in der Schrift, eine solche schreckliche Sache, dann müssen wir aufpassen, dass wir nicht anfangen, mit Gott zu argumentieren und zu hadern.

[37:15] Gott, wieso bist du so hart? Warum konntest du nicht noch eine Warnung mehr schicken? Wieso gibt es nicht eine andere Lösung als diese harte Bestrafung?

[37:29] Wieso gibt es keine Vergebung mehr für diese Menschen? Nun, ihr erinnert euch an letzten Sonntag, Elis Söhne hatten das Opfer Gottes verworfen und sie hatten es mit Füssen getreten und indem sie so taten, haben sie die Grundlage, die Basis verworfen für Vergebung.

[37:52] Es gibt für sie keine andere Grundlage, auf der ihnen vergeben werden kann, nur diese Grundlage, die sie verworfen haben. Im Neuen Testament wird es uns so erklärt.

[38:07] Ihr könnt gut zuhören, Hebräer 10 26 bis 31 Denn wenn wir mit Willen sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, und das hatten die Söhne Elis, sie wussten, was die Wahrheit war, sie wussten, dass es die Wahrheit war, so bleibt kein Schlachtopfer verzünden mehr übrig, sondern ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und der Eifer eines Feuers, das die Widersacher verzehren wird.

[38:38] Jemand, der das Gesetz Moses verworfen hat, stirbt ohne Barmherzigkeit auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen. Wie viel schlimmerer Strafe meint ihr, wird der wertgeachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füssen getreten hat und das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, vergemein erachtet und den Geist der Gnade geschmäht hat.

[39:05] Denn wir kennen den, der gesagt hat, mein ist die Rache und ich will vergelten, spricht der Herr. Und wiederum, der Herr wird sein Volk richten.

[39:18] Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen. Lasst mich dazu noch ein Zitat von Tim Chester hinzufügen, welches mir geholfen hat, das Ganze besser zu verstehen.

[39:33] Es ist, er sagt hier, es ist nicht so, dass es Sünden gibt, die den Geltungsbereich des Kreuzes überschreiten würden.

[39:45] Es gibt keine Sünden, die zu groß sind, als dass die Gnade Gottes im Blut Christi sie bedecken könnte. Der Punkt hier ist aber folgender, wenn sie das Kreuz Christi verachten, dann lehnen sie das einzige Mittel zur Erlösung ab.

[40:08] Lehne das Opfer Christi ab und du hast nirgendwo, wo du dich sonst hinwenden kannst. Soweit das Zitat. Und wir merken, das, das ist die Schwergewichtigkeit dieser Botschaft.

[40:24] Das ist die Last dieser Offenbarung, die Samuel erhalten hat. Nun, Samuel ist jetzt erst ein halber Prophet.

[40:36] Er hat Gottes Offenbarung gehört, doch ein richtiger Prophet, ein richtiger Diener, der Gott ehrt, muss Gottes Wort auch weitersagen.

[40:48] Und das führt uns zum dritten und letzten Punkt. Punkt 3, verkündige treu das Wort Gottes. Wir lesen die Verse 15 bis 18.

[41:08] Und Samuel blieb bis zum Morgen liegen. Da öffnete er die Türen des Hauses des Herrn. Und Samuel fürchtete sich, Eli das Gesicht mitzuteilen.

[41:20] Da rief Eli Samuel und sprach, Samuel mein Sohn. Und er sprach, hier bin ich. Und er sprach, was ist das Wort, das er zu dir geredet hat?

[41:34] Verhehle es mir doch nicht, so tue dir Gott und so füge er hinzu, wenn du mir etwas verhehlst von allem, was er zu dir geredet hat. Da teilte ihm Samuel alle Worte mit und verhehlte ihm nichts.

[41:49] Und er sprach, er ist der Herr, er tue was gut ist in Nachdem Samuel das Wort des Herrn empfangen hatte, blieb er liegen.

[42:02] Es heisst nicht, dass er schlief. Hätten wir wohl auch nicht, nach dieser Botschaft. Am liebsten wäre er am Morgen wohl gar nicht unter seiner Bettdecke hervorgekrochen, denn er hatte Angst, Eli mitzuteilen, was Gott gesagt hatte.

[42:18] Aber es ist die Pflicht des Propheten und es ist die Pflicht Gottes Wort weiterzusagen. Es ist auch deine Pflicht als Christ, das Wort des Herrn in diese Welt zu tragen und jeder von euch hat viele Gelegenheiten dazu in seinem Leben.

[42:38] Wir sagen, ja, das stimmt, doch wie viele Male haben wir die schwierigen Teile von Gottes Botschaft verschwiegen? Wer redet heute schon gerne über Gottes Zorn, über die Sünder?

[42:55] Oder wer redet gerne über Gottes Gericht, über solche, die ihn verachten? Beim Weitergeben gibt es auch zwei Fallen.

[43:06] Es gibt zwei Arten, wie man Gottes Botschaft falsch weitergeben kann. Du kannst es entweder ohne Liebe machen oder du lässt einen Teil der Wahrheit weg.

[43:17] Hoffentlich steht niemand von euch am Morgen auf und sagt heute werde ich den Menschen einmal Gottes Gericht verkünden. Ich werde ihnen schon sagen, wie sie falsch liegen.

[43:32] Sie sollen das Höllenfeuer nur ein bisschen spüren. Und das wäre etwa das, was Jonah in Ninive getan hatte. Und das war ein bisschen verkehrt. So etwas ist herzlos, so etwas ist lieblos und einfach nicht entsprechend der Liebe Gottes.

[43:48] Doch das weitaus häufigere Vergehen, das wir unter uns Christen finden, ist das, dass wir die harten und die schwierigen Teile von Gottes Botschaft an die Menschheit verschweigen.

[44:01] Wo auch immer du Gottes Wort weitergibst, sei es bei der Evangelisation, sei es bei der Erziehung, sei es in der Sonntagsschule, sei es bei der Verkündigung, bei einer Predigt, du musst die Güte und die Stränge Gottes weitersagen.

[44:19] Du musst das Gericht und die Rettung vor dem Gericht weitergeben. Das ist die Pflicht des Verkündigers und es ist also, dass du Gottes Wort treu und ganz weitergibst.

[44:34] Im 2. Korinther 5, 11 zeigt uns Paulus auf, dass die Verkündigung von Gottes Wort mit Überzeugung sein soll. nicht blosse Informations Widergabe.

[44:46] 2. Korinther 5, 11, da sagt er, da wir nun den Schrecken des Herrn kennen, so überreden wir die Menschen.

[45:00] Und das Wort überreden heisst, wir versuchen sie zu gewinnen. Wir versuchen ihre Gunst zu gewinnen. Das machst du nicht, indem du sie anschreist und sagst, du wirst morgen in der Hölle landen.

[45:12] Vielleicht braucht es das auch mal, ich will jetzt nichts zu sagen. Aber wir versuchen sie zu überreden und zu gewinnen. Gott aber sind wir offenbar geworden.

[45:24] Ich hoffe aber auch in euren Gewissen offenbar geworden zu sein. Und dann in Vers 14 von 2. Korinther sagt er, in welchem Geist und mit welchem Motiv und mit welcher Haltung Paulus die Menschen gewinnen will.

[45:38] Nicht hartherzig, nicht so, dass er sagt, jetzt zeige ich ihnen, was sie verdient haben, sondern Vers 14, denn die Liebe Gottes, denn die Liebe des Christus drängt uns, indem wir so geurteilt haben, dass einer für alle gestorben ist und somit alle gestorben sind.

[46:04] Es ist mein Wunsch und es ist auch Gottes Wunsch, dass unsere Verkündigung und unser Zeugnis für Christus von dieser Liebe und von dieser Dringlichkeit und von dieser Ernsthaftigkeit, aber auch von dieser Wahrheit durchstrungen sein kann.

[46:23] Nun Eli, er macht es Samuel heute leicht, ihm alles zu sagen, denn er legt einen Fluch auf ihn und sagt ihm, wenn du mir nichts sagst, dann geschieht das und das mit dir.

[46:35] So hat Samuel keine Wahl und sagt ihm alles und damit ist Samuel zum Prophet Gottes geworden. Er hatte Gottes Botschaft gehört und er hatte sie treu weitergegeben, vollkommen und ganz.

[46:53] Und in Vers 19 lesen wir dann, und Samuel wurde gross und und der Herr war mit ihm und ließ keins von allen seinen Worten zur Erde fallen.

[47:06] Jeder wusste, wenn Samuel spricht, dann wird es eintreffen. Wieso? Weil er die Worte von Gott redete. Er redete die Worte Gottes.

[47:17] Vers 20 und ganz Israel von Dan, das ist ganz im Norden, bis Beersheba, ganz im Süden von Israel, erkannte, dass Samuel als Prophet des Herrn bestätigt war.

[47:31] Samuel musste keine PR-Kampagne starten und überall ausrufen, hey Leute, ich bin der neue Prophet, merkt ihr das? Gott hat zu mir gesprochen, hört jetzt auf mich.

[47:43] Nein, die Leute merkten es. Weshalb merkten sie es? Vers 21 gibt uns die Antwort, weil der Herr fortfuhr in Silo zu erscheinen und wie tat er das?

[47:58] Der Herr offenbarte sich Samuel in Silo, das heisst, er gab ihm weitere Offenbarungen, wodurch? Durch das Wort des Herrn. Und so bestätigte der Herr Samuel und ehrte ihn, weil Samuel auch den Herrn geehrt hatte.

[48:14] Nun, was machen wir jetzt mit so einer Geschichte? Ich meine, die Finsternis in unserem Volk ist ja mindestens so gross wie damals in Israel.

[48:31] Sollen wir jetzt alle heimgehen und in der Nacht auf Offenbarungen Gottes warten, dass er zu uns spricht? Ich denke, nicht wirklich.

[48:43] Oder sollen wir für Prediger beten? Mehr Prediger, treue Prediger, die das Wort Gottes treu und vollmächtig weitergeben? Ja, das ganz sicher.

[48:54] Doch heute möchte ich dir zeigen und wollte ich dir zeigen, dass auch du selbst Licht in einer dunklen Welt sein kannst. Und zwar indem du Gott dienst, wie es Samuel getan hat, indem du auf sein Wort hörst und indem du sein Wort treu weitergibst.

[49:14] Und wenn du dies tust, wird Gott auch dich ehren und er wird dich wachsen lassen und er wird deinen Dienst bestätigen und die anderen werden es auch bemerken.

[49:29] Es muss nicht sein, dass Gott dich zum Verkündiger berufen hat, so wie er es bei Samuel getan hat. Aber Gott verteilt verschiedene Gaben.

[49:39] Wir lesen es in Epheser 4,12, dass Gott der Gemeinde verschiedene Gaben gegeben hat und sie dienen alle wozu? Sie dienen alle zur Auferbauung der Gemeinde.

[49:51] Und eines ist hier wichtig, wenn du Gaben erhalten hast und wenn du ein Christ bist, ist das der Fall. Dann ist dein Dienst nie ein Selbstzweck.

[50:03] Auch dienst du Gott nicht in einem luftleeren Vakuum, sondern du dienst wie Samuel dem Herrn vor Elige dient hat, dienst du zum Beispiel der Gemeinde oder du dienst vor der Gemeindeleitung, vor den Ältesten.

[50:21] Und was ist das Ziel? Damit die Gemeinde auferbaut wird. Und wir wollen nicht vergessen, was die Gemeinde ist. In 1. Timotheus 3,15 steht, die Gemeinde ist das Haus Gottes.

[50:34] Es ist die Versammlung des lebendigen Gottes. Es ist der Pfeiler und die Grundfeste der Wahrheit. Wisst ihr, was das heisst? Diese Gemeinde ist der Leuchtturm in der dunklen Welt.

[50:49] Und das Licht, das die Gemeinde verstrahlt, das ist die Gnade Gottes für Sünder. Es ist das Evangelium. Es ist die Botschaft, dass Jesus rettet vor dem Zorn Gottes.

[51:03] Bist du bereit? deinen Teil zu tun, sodass die Gemeinde wirklich Hoffnung und Licht ausstrahlt? Wir wollen zum Schluss noch beten.

[51:20] Ja, Vater, wir danken dir für deine Worte, für dein Wort heute Morgen. Ich danke dir, dass du zu uns redest durch dein Wort und dass du uns ermahnst, korrigierst, dass du uns erziehst.

[51:37] Ich danke dir viel mal für das Beispiel von Samuel, das wir gesehen haben. Und ich bitte dich auch, dass du uns hilfst, dass wir uns gebrauchen lassen von dir, dass wir uns in deinen Dienst setzen lassen, dass wir dich ehren und dass du unseren Dienst gebrauchen kannst.

[51:55] Herr, ich danke dir, dass du uns auch hilfst, dass wir als lebendige Steine auch verbaut werden können, dass unsere Gemeinde auch hier im Turmtal Licht und Hoffnung sein kann, in einer dunklen Welt.

[52:10] Amen.