[0:00] Ja, guten Morgen, liebe Gemeinde. Wie ihr schon gehört habt, werden wir diesen Text, den wir gelesen haben, werden wir dort weiterfahren. Und das Lied, das wir so eben gesungen haben, das hat super gepasst.
[0:14] Es erinnert mich an den Lobpreis der Hannah, den wir letztes Mal in der Predigt von Andi behandelt haben. Doch ich möchte zuerst mit einem Beispiel beginnen.
[0:27] Vor etwa 15 Jahren waren die regelmäßig in Winterthur in der Altstadt unterwegs und versuchten mit den Leuten ins Gespräch zu kommen über Gott, über den Glauben, über die Bibel.
[0:39] Viele Leute wollten mit dem Glauben nichts zu tun haben. Und nicht wenige brachten entrüstet folgendes Argument dafür. Von Religion, da lasse ich die Finger.
[0:53] Durch Religion werden Kriege ausgelöst, Länder besetzt, Sklaverei getrieben. Im Namen der Religion haben eure Priester Kinder geschändet.
[1:04] Ja, die Priester, die nicht einmal heiraten sollten. Und dabei haben sie alle heimlich eine Frau und Kinder. Das ist alles eine Riesenfarse. Ein Fake.
[1:15] Es ist unecht. Es ist nichts wert. Nein, danke. Mit Religion möchte ich nichts zu tun haben. Nun, was sagst du so jemandem? Es ist traurig, aber sie haben ja auch recht.
[1:31] Im Namen von Religion, und damit meinen sie in der Regel im Namen von Gott, was auch immer sie darunter verstehen, wird alles Mögliche und Unmögliche getan. Und das führt dazu, dass die Menschen mit dem Glauben nichts zu tun haben wollen.
[1:46] Durch das schlechte Vorbild von einigen religiösen Leitern wird der echte Glaube in den Dreck gezogen. Aber weisst du was?
[1:59] Das ist nichts Neues. Das ist nicht erst im Jahr 2000 geboren. Nein, der Fisch, der stank auch schon vor 3000 Jahren in Israel zuerst am Kopf.
[2:11] Am Anfang des Buches Samuels befinden wir uns noch in der Zeit der Richter. Wir haben es gesehen. Ihr erinnert euch, im Buch der Richter ging es geistlich immer mehr den Berg runter.
[2:26] Auch moralisch. Und am Ende von Richter, anfangs von 1. Samuel, da haben wir einen Tiefpunkt erreicht. Israel ist so unfruchtbar geworden für Gott wie die unfruchtbare Hannah.
[2:41] Gott wurde vergessen. Gott wurde verlassen. Und sogar das Herz des Gottesdienstes, die Priester, sie lieben sich selbst und ihr Vergnügen mehr als den Herrn.
[2:58] Sie kümmern sich überhaupt nicht um seine Gebote und sie ehren die Menschen mehr als ihn. Und so bringen sie den Gottesdienst und den Opferdienst in Verruf beim ganzen Volk.
[3:10] Die Predigt heute, habt ihr es gehört, kommt aus 1. Samuel 2, 11-36. Und darin werden wir sehen, wie Gott verachtend die Priester Israels, die Söhne Elis, handelten und wie sie das Volk Gottes zum Sündigen verleiteten.
[3:27] Wir werden aber auch sehen, dass Gott nicht tatenlos zuschaut, wie sein Volk verdirbt. Die Hauptaussage dieses gesamten Abschnittes finden wir in Kapitel 2, Vers 30b, wo der Herr gegenüber Eli begründet, weshalb er ihn richten wird.
[3:50] Dort heißt es, 30b, Deshalb heisst der Titel der heutigen Predigt Gott verachtet die Gottesverächter.
[4:15] Nächsten Sonntag werden wir, so Gott will, anschauen, wie Gott Samuel zum Propheten beruft. Ich habe es nicht geschafft, alles in eins zu packen. Und dort wird es um den anderen Teil von Vers 2, Vers 30b gehen.
[4:32] Wer Gott ehrt, wird auch geehrt werden. Mein Ziel für heute ist es, dir durch diese Geschichte vor Augen zu malen, welche Konsequenzen ein Leben in Gottes Verachtung mit sich trägt.
[4:47] Und zugleich möchte ich dir aber auch aufzeigen, dass Gott trotz allem Bösen die Kontrolle behält und seinem Volk gnädig ist.
[4:58] Die Predigt habe ich in zwei Punkte gegliedert. Der erste ist, die Priester verachten Gott. Der zweite ist, Gott verachtet die Priester.
[5:11] Die Priester verachten Gott und Gott verachtet die Priester. Ich möchte zu Beginn noch beten. Ja, Vater, wir sehen, was für ein ernstes Thema wir heute vor uns haben.
[5:28] Wir danken dir für dein Wort, das uns ermahnt, das uns korrigiert. Ich bitte dich, Herr, dass du uns offene Herzen schenkst, dass wir unsere Herzen nicht verschliessen vor dieser ernsten Botschaft, vor dieser Warnung, Herr.
[5:42] Ich danke dir aber auch, dass du uns gnädig bist und hilf uns, das zu sehen. Amen. Amen. Die Priester verachten Gott.
[5:52] Wir wollen uns zuerst am traurigen Vorbild von Elis Familie anschauen, was es heisst, Gott zu verachten.
[6:04] Wir lesen in Vers 11, Der Knabe, Samuel, aber diente dem Herrn vor Eli, dem Priester. Aber die Söhne Elis waren Söhne Beliales.
[6:18] Sie kannten den Herrn nicht. Ihr habt es bemerkt. Wir sehen hier einen grossen Gegensatz. Samuel, der kleine, dreijährige Junge, wurde soeben von seinen Eltern in Silo im Tempel abgeliefert.
[6:34] Und er diente wem? Er diente dem Herrn. Aber, und hier kommt der grosse Gegensatz, die erwachsenen Söhne Elis, welche den Priesterdienst verrichteten, waren Söhne Beliales.
[6:46] Das heisst, sie waren nichtswürdige, ehrlose Männer, Söhne des Todes. Heisst es auch. Oder Söhne der Hölle. Und wenn wir 2. Korinther 6,15 zu Hilfe nehmen, können wir sagen, sie waren Söhne Satans.
[7:03] Und hier kommt die Erklärung dazu, wieso sie so waren. Sie kannten den Herrn nicht. Wohl kannten sie alle Opfervorschriften. Sie wussten, wie man der Taube die Flügel einreisst, wenn man sie opfern musste.
[7:19] Und wie man den Altar mit dem Blut besprengt, wie man das genau macht, wussten sie. Sie kannten alle 613 Gesetze und Vorschriften im Alten Testament wohl auswendig. Und sie wussten, was zu tun war, wenn jemand aussätzig war.
[7:35] Und sie wussten genau, wie sie sich als Priester anzukleiden hatten. Und sie wussten sogar die Bedeutung jeder ihrer Kleidungsstücke, wieso sie das anziehen mussten. Doch sie kannten den Herrn nicht.
[7:49] Welche Tragik. Gott war so gut zu ihnen gewesen und hatte ihnen große Ehre erwiesen und sie zu Priestern seines Volkes auserwählt.
[8:00] Wir lesen es in Vers 27. Und es kam ein Mann Gottes zu Eli und sprach zu ihm, So...
[8:12] Oh, Entschuldigung. Es ist... Ja, ich lese da weiter. So spricht der Herr, habe ich mich dem Haus deines Vaters nicht deutlich offenbart, als sie in Ägypten waren, im Haus des Pharaos?
[8:26] Und ich habe ihn aus allen Stämmen Israels mir zum Priester erwählt, um auf meinem Altar zu opfern, um Räucherwerk zu räuchern, um das Effod vor mir zu tragen.
[8:37] Und ich gab dem Haus deines Vaters alle Feueropfer der Kinder Israel. Priester konnte nicht jeder werden.
[8:50] Erstens musste man ein Levit sein. Und dann musste man von Aaron abstammen. Und dann musste man makellos sein. Ein Krüppel konnte kein Priester werden.
[9:03] Und dann durfte man den Dienst nur in einem bestimmten Alter tun. Die Priester waren auserwählt, um Gott zu dienen. Wir haben es gelesen. Sie trugen auf ihrer Stirne einen Kopfbund.
[9:14] Und wisst ihr, was darauf stand? Stand darauf, Heilig dem Herrn. Das heisst, abgesondert für den Herrn. Doch diese Priester, die abgesondert sind für den Herrn, kennen ihren Herrn nicht.
[9:30] Die Priester hatten die Aufgabe, die heiligen Opfer vor Gott zu bringen. Das Sündopfer zum Beispiel symbolisierte die Sündung der Sünden des Volkes.
[9:43] Es zeigte auf, dass Blut fließen musste und dass ein Leben gelassen werden musste, damit Sünden vergeben werden konnten. Dann war noch das Brandopfer.
[9:56] Das Brandopfer. Es musste völlig verbrannt werden. Und das war ein Bild auf die völlige Hingabe des Opfers. Das Tier musste vollkommen in der Flamme des Altars verbrannt werden.
[10:10] Wisst ihr, wozu Gott diese Opferungen eingesetzt hatte? Weshalb? Er liess Gott all diese Gesetze und Opfer und diese Vorschriften. Konnten diese Opfer etwa die Sünden des Volkes wegnehmen?
[10:23] Nein. Niemals. Lassen wir die Schrift sprechen. Ihr müsst es nicht aufschlagen, aber hört gut zu. Hebräer 10, 1 aus der Neuen Genfer Übersetzung.
[10:34] Das Gesetz lässt also nur ein Schattenbild der zukünftigen Güter erkennen. Also es ist nur ein Schattenbild. Nicht deren wahre Gestalt mit seinen Jahr für Jahr dargebrachten und immer wieder gleichen Opfern kann es die, die vor Gott treten, niemals völlig von ihrer Schuld befreien.
[10:58] Und dann noch Vers 4. Da kommt die Erklärung, wieso es nicht befreien kann. Denn das Blut von Stieren und Böcken ist eben nicht imstande, Sünden wegzunehmen, sondern nur zuzudecken.
[11:13] Ja, das Gesetz und die Opfer, die waren eben nur vorläufig und sie waren nur ein Schattenbild. Aber eines konnten sie gut. Die Aufgabe des Gesetzes und der Opfer war es, wie Paulus sagt in Galater 3, 24.
[11:29] So ist also das Gesetz unser Lehrmeister, unser Zuchtmeister geworden. Auf wen hin? Auf Christus. Auf Christus hin, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden.
[11:43] Es war ein Zuchtmeister auf Christus hin, das Gesetz, die Opfer, der Priesterdienst. All das war nur dazu da, auf Christus hinzuweisen. Auf Christus, der das wirkliche Sühnopfer ist.
[11:56] Auf den, der die Sünden nicht nur zudeckt, sondern vollkommen auf sich nimmt. Auf den, der sein Blut am Kreuz vergoss und unter dem Zorn Gottes für die Sünden der Menschen zahlte.
[12:11] Auf den Christus, der als lebendiges Brandopfer seinen eigenen Leib hingab, und zwar völlig, der unter dem Zorn Gottes die Strafe erlitt, die du und ich erleiden müssten.
[12:26] und der dadurch für dich und mich Leben erkauft hat. Ewiges Leben. Seht, welche eine herrliche Aufgabe die Priester eigentlich hatten.
[12:38] Sie sollten das Volk vor Gott vertreten und deshalb trugen sie auch die Namen der Stämme Israels auf den Schultern eingrafiert. Das ist das Effot, von welchem wir gelesen haben in Vers 28.
[12:53] Warum habe ich jetzt euch all das erzählt? Einerseits möchte ich, dass ihr erkennt, wie unendlich frech und anmassend es doch war, was diese Priester Hoffni und Pinias gemacht haben.
[13:10] Und wir werden uns es gleich anschauen. Liebe Geschwister, auch wir sind Priester. Schaut einmal, was 1. Petrus 2, 9 dazu sagt.
[13:23] 1. Petrus 2, 9. Petrus redet hier zu Heidenchristen, also zu dir und zu mir. Er sagt dort, ihr aber seid ein außerwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum.
[13:46] Und jetzt kommt der Auftrag. Damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch berufen hat aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.
[14:00] Wir, die wir durch das Opfer Jesu Christi zu ewigem Leben errettet wurden, sind jetzt alle geistliche Priester. Und genau wie die Priester damals, sollen auch wir, die Tugenden, das heisst die Herrlichkeiten Gottes, verkündigen.
[14:19] Wir sollen ihn ehren, wir sollen ihn verherrlichen, wir sollen ihn groß machen, ihn loben, ihn anbeten, von ihm reden und den anderen zeigen, wie gütig, wie gerecht, wie rein, wie heilig und wie gut unser Erlöser ist.
[14:38] Die Frage ist, tust du das? Bist du ein guter Zeuge der Herrlichkeiten deines Erlösers? Ich habe noch eine zweite Frage.
[14:53] Kennst du ihn überhaupt? Kennst du ihn wirklich? Hast du vertrauten Umgang mit dem Herrn oder bist du wie Hofni und Pinias ein Kirchgänger, ein religiöser Mensch, einer, der aus Gewohnheit oder aus Pflicht in die Gemeinde geht, aber sich sonst nicht um Gott schert?
[15:16] Vielleicht bist du christlich erzogen worden und du weisst mittlerweile, wie man sich verhält. Du kennst die Kleidervorschriften, du kennst die Umgangsformen und die Floskeln, mit denen man bezeugt, dass man gut unterwegs ist und du dienst vielleicht sogar in der Gemeinde irgendwo mit und genau so wie Hofni und Pinias bist du nur religiös.
[15:42] Doch du kennst den Herrn nicht und verachtest ihn damit. Noch wichtiger als die Frage, kennst du den Herrn ist, die Frage, kennt der Herr dich?
[15:56] Kennt der Herr dich? Oder wird er, wenn du einmal vor ihm stehst, wie wir alle vor ihm stehen werden, und du deine guten Werke aufzählen willst und sagst, ja, ich war doch immer in der Gemeinde, ich habe dies und das gemacht, wird er sagen, ich habe dich niemals gekannt, weiche von mir, du Übeltäter.
[16:21] Ja, die Söhne Elis waren Übeltäter und sie versuchten es nicht einmal zu verstecken. Die Auswirkungen davon, dass sie Gott nicht kannten, war Gottlosigkeit.
[16:35] Keine Ehrfurcht vor Gott, keine Gottesverehrung, keine Gottesfurcht, keine Liebe, weder zum Herrn noch zu seinem Volk, denn sie verachteten den Herrn.
[16:49] Was taten sie? In Vers 13 bis 14 haben wir gelesen, dass sie Gottes Vorsorge verachteten.
[17:01] Sie verachteten Gottes Vorsorge. Als Israel das Land Kanaan einnahm, da bekamen die Leviten und die Priester kein Land als Erbstück.
[17:13] Levi war ja auch ein Stamm Israels, aber sie bekamen kein Land für sich. Gott wollte, dass sie direkt von ihm abhängig sein sollten. Und deshalb hat er in seinem Gesetz festgelegt, dass die übrigen Stämme Israels von ihren Gütern immer wieder an die Priester abgeben sollten.
[17:33] Unter anderem durften die Priester von einigen ganz bestimmten Teilen der Opfer essen, und zwar wenn sie gekocht waren. Doch Verhoffni und Pineas war diese Vorsorge Gottes nicht genug.
[17:50] Ihr Gott war ihr Bauch im wahrsten Sinne des Wortes und so nahmen sie sich einfach die Fleischstücke auf die sie Lust hatten ohne zu schauen was für ein Teil das ist.
[18:02] Und sie verachteten Gottes Vorsorge. Dies zeigt ihre Unzufriedenheit mit Gott. In den Versen 15 bis 16 gehen Hoffen und Pineas aber noch weiter.
[18:18] Sie verachten nicht nur Gottes Vorsorge sondern sie verachten den Herrn selbst. Der Herr hatte angeordnet dass das Fett ihm gehöre.
[18:30] Und nun dachten die Söhne Belial dass sie nicht nur gekochtes sondern auch gebratenes Fleisch essen wollten und zwar samt dem Fett. Und damit spuckten sie Gott direkt ins Angesicht.
[18:41] Stell dir einmal vor du wärst ein König und dein Diener der dir die Mahlzeit bringt der pickt sich vor deinen Augen die besten Häppchen aus deinem Teller heraus.
[18:56] Und dabei hätte eigentlich dein Diener Zugang zum besten Essen selbst. So einen Diener würdest du fristlos entlassen und würdest ihn nicht gewähren lassen. Hoffnung und Pineas verachteten den Herrn und sie verachteten seine Fürsorge.
[19:14] Und Gottes Urteil darüber lautete wir lesen es in Vers 29 Warum tretet ihr mit Füssen mein Schlachtopfer und mein Speisopfer die ich in der Wohnung geboten habe.
[19:33] Schau einmal was die Verachtung der gottlosen Priester auslöste. In Vers 17 sehen wir dass der Gottesdienst verachtet wird.
[19:45] Wir lesen hier Und die Sünde der Jünglinge war sehr gross vor dem Herrn denn die Leute verachteten die Opfergabe des Herrn. Nicht nur sie selbst verachteten Gott sondern das Volk wird auch zur Sünde verleitet.
[20:03] Stellt euch dies vor die Leute die Gott auserwählt und geehrt hat und gross gemacht hat um seinen Namen gross zu machen und um seine Herrlichkeit zu zeigen sie machen dass das Volk die Opfer verachteten.
[20:16] Erinnerst du dich wovon der Opferdienst im Alten Testament ein Schattenbild ist? Es ist ein Schatten auf das vollbrachte Werk Jesu am Kreuz.
[20:29] Die gottlosen Priester machten dieses Opfer lächerlich durch ihre Verachtung. Anstatt das Opfer Gottes und den zukünftigen Erretter zu ehren machten sie es verächtlich und dadurch verleiteten sie das Volk zur Sünde.
[20:47] Und anstatt für das Volk zu beten was auch ihr Auftrag gewesen wäre verbrachten sie ihre Zeit mit den Tempeldienerinnen in den Betten.
[20:58] Wir lesen das in Vers 22. Sie missbrauchten ihre Stellung als Priester und trieben Hurerei mit den Frauen die im Tempel dienten mit der besten Absicht.
[21:10] Der Gottesdienst glich so mehr und mehr dem Götzendienst der benachbarten Völker. In der Einleitung hatte ich euch erzählt wie etliche Leute nichts vom Glauben wissen wollen aufgrund von Leuten die ähnlich wie Hoffni und Pinias Ämter in den Kirchen bekleiden und vorgeben Gottes fürchtig zu sein und doch Gott nicht kennen und ihn verachten.
[21:37] Wen wundert es bei solchen Vorbildern dass die Leute Gott und sein Wort beginnen zu verachten deshalb wird so viel Wert auf den Charakter eines Ältesten gelegt. Versteht ihr das?
[21:50] Und da Hoffni und Pinias auf der Rangleiter des Volkes Israels ziemlich oben standen scheren sie sich nicht im geringsten daran an dem Protest den die Leute gegen sie erhoben.
[22:05] Es gibt aber einen der sie in die Schranke weisen könnte und das ist Eli der hohe Priester. In Vers 22 bis 25 sehen wir wie Eli welcher hoher Priester war die Aufsicht über den Tempel hat.
[22:25] Mit seinen circa 90 Jahren sieht er nicht mehr so gut und ist zusätzlich von Alters Schwachheit gekennzeichnet. Seine Fettleibigkeit das lesen wir in Kapitel 4 Vers 18 hilft ihm auch nicht gerade den aktiven Dienst im Tempel zu tun.
[22:44] Eli ist schon sehr lange Priester und er ist der amtierende Richter in Israel. Er tut den Dienst eigentlich gerne und eigentlich liebt er Gott. Er liebt Gott wirklich.
[22:56] Vor einigen Jahren hat er den alltäglichen Dienst im Tempel seinen Söhnen übergeben. Er hatte sie vorbereitet, er hatte sie in allem unterwiesen, er war ihnen mit gutem Vorbild vorangegangen und jetzt vertraut er ihnen und lässt sie machen.
[23:15] Ist doch alles gut, oder? Doch eines Tages hört Eli beunruhigende Nachrichten. Gottesfürchtige Leute vom Volk erzählen ihm ganz aufgebracht von den Machenschaften seiner Söhne.
[23:32] Und als sich die Berichte häufen, nicht nur einer oder zwei kommen, sondern mehrere, muss er etwas tun. Jetzt zitiert er seine beiden Söhne zu sich, um ihnen buchstäblich die Leviten zu lesen.
[23:48] Wir lesen Vers 24 bis 25. Und er sprach zu ihnen, warum tut ihr solche Dinge?
[24:01] Denn ich höre, dass diese eure bösen Handlungen vom ganzen Volk nicht so, meine Söhne, denn nicht gut ist das Gerücht, das ich höre. Ihr macht das Volk des Herrn übertreten.
[24:15] Wenn ein Mensch gegen einen Menschen sündigt, so entscheidet Gott über ihn. Wenn aber ein Mensch gegen den Herrn sündigt, wer wird für ihn bitten? Aber sie hörten nicht auf die Stimme ihres Vaters, denn der Herr war willens, sie zu töten.
[24:35] Es ist lobenswert, dass Eli überhaupt zu seinen Söhnen redete, doch merkt ihr den Ton, den er hier anschlägt? Bei solchen Vergehen, wie seine Söhne es machten, da war eine scharfe Zurechtweisung und eine Entlassung aus Dienst angebracht gewesen, doch Eli, er liebt seine Söhne zu sehr und seine Söhne hören nicht auf ihn, sie nehmen ihn gar nicht ernst.
[25:05] Möglicherweise hat auch Eli mitgegessen an diesen Opfern, wir werden es noch sehen. Und wenn seine Söhne schon Gott nicht ernst nehmen, wieso sollten sie ihren Vater ernst nehmen?
[25:18] Es gibt keinen Grund dazu. Wisst ihr, viele Leute stellen sich Gott etwas so vor wie Eli, ein alter, liebenswürdiger Weihnachtsmann und deshalb sündigen sie munter weiter.
[25:34] Denn im schlimmsten Fall ist der Kurz ein bisschen sauer auf dich, aber du weisst, er vergisst das ja bald, schon ein bisschen Altersdemenz. Aber so ist Gott nicht. So ist Gott nicht.
[25:47] Wir werden es noch sehen. Auf jeden Fall hören Elis Söhne nicht auf ihn. Vers 25b lese ich noch einmal, denn der Herr war willens, sie zu töten.
[26:00] Der Herr hatte sie genug oft gewarnt. Sie hatten es immer wieder in die Luft geschlagen. Und jetzt gab er sie dahin. Hätte Eli das Unglück abwenden können?
[26:13] Möglicherweise. Hätte er sie früh schon gewarnt, und zwar streng gewarnt und konsequent gehandelt, hätte er an seinen Söhnen Gemeindezucht geübt und sie von ihrem Amt abgesetzt, so wären sie möglicherweise zur Umkehr gekommen und er hätte sie gewonnen.
[26:34] Das ist ja immer das Ziel der Gemeindezucht oder auch der Erziehung, die Leute zu gewinnen. Hat er aber nicht. Wir sehen hingegen einen hohen Priester, der Lasch, der inkonsequent, der energielos ist und ohne irgendwelchen Eifer für die Sache des Herrn ist.
[26:56] Denn in 2 29, Vers 29 lesen wir, du ehrst deine Söhne mehr als mich. Das ist die Anklage Gottes an Eli. Welche Tragik!
[27:09] Ein Diener Gottes, der nicht weiß, auf welcher Seite er sich stellen soll. Er hinkt auf beiden Seiten hin und her und ist nicht nur körperlich, sondern auch geistlich, träge und blind geworden.
[27:22] Lasst mich an dieser Stelle ein Wort auch an die Väter und Mütter richten. Ich beobachte in meinem Umfeld oft Eltern und die Eltern, die meinen es immer gut oder meistens gut mit ihren Kindern und sie wollen, dass ihr Kind glücklich ist.
[27:40] Wie versuchen sie, dies oft zu erreichen? indem sie den Kindern geben, was sie begehren. Bei Eli hat dieses Verhalten im Tod seiner beiden Söhne geendet.
[27:53] Weisst du, wie dein Kind wirklich glücklich werden kann? Es wird nur glücklich, wenn es Gott gehorcht und sich ihm unterordnet. Und dazu muss es zuerst lernen, dir als Eltern zu gehorchen.
[28:09] Viele Eltern meinen es gut und sie meinen, dass sie ihre Kinder lieben. Doch wahre Liebe ist immer mit Wahrheit gekoppelt. Wenn deine Kinder nicht in der Wahrheit wandeln, dann solltest du alles dir Mögliche tun, um das zu ändern.
[28:26] Natürlich kannst du nicht sein Herz verändern. Aber ähnlich wie bei der Gemeindezucht musst du geeignete Massnahmen ergreifen, damit dein Kind merkt, dass es seine Sünde ernst nehmen muss.
[28:40] Und wenn es erst einmal begriffen hat, dass es voller Sünde ist, dann kannst du ihm nämlich auch Gottes Gnade für die Sünder aufzeigen. Wahrheit alleine muss immer mit Liebe gekoppelt sein, Liebe immer mit Wahrheit verbunden sein.
[28:58] Und es ist ja auch immer das Ziel der Gemeindezucht und auch der Erziehung, den auf Abwegen Geratenen wieder zu gewinnen, durch Liebe und Wahrheit. Und weisst du was?
[29:09] In Jesus selbst sind sich, und ich zitiere Psalm 85 11, sind sich Gnade und Wahrheit begegnet, Gerechtigkeit und Frieden haben sich geküsst.
[29:24] Jesus ist das perfekte Beispiel für Gnade und Wahrheit. Wenn du also wissen wirst, wie du deinem Kind oder auch anderen Menschen in Liebe und Wahrheit begegnest, dann studiere Jesus.
[29:36] Denn er ist Gnade und Wahrheit in Menschengestalt. Johannes 1,14 sagt es uns, und das Wort wurde Fleisch, also das Wort Gottes, damit ist Jesus gemeint.
[29:48] Und es wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit eines Eingeborenen vom Vater voller Gnade und Wahrheit, Liebe und Wahrheit.
[30:02] Leider hatte Eli eine sehr einseitige Liebe. Er liebte seine Söhne mehr als den Herrn und mehr als die Wahrheit. Und seine Söhne verstockten ihr Herz, sodass sie nicht mehr hören wollten.
[30:16] Und so gab Gott sie dahin. Wenn ihr dazu noch mehr lesen wollt, könnt ihr später Römer 1, 24 und 26 lesen. Dort hat Gott auch Leute hingegeben.
[30:28] Nun, wir haben die Verachtung der Familie Elis betrachtet, welche sie gegen Gott hatten. Und ich denke, wenn du ehrlich bist, kannst du dich mit dem einen oder anderen auf irgendeine Art vielleicht ein bisschen identifizieren.
[30:45] Vielleicht sitzt du heute hier und bist einer wie Hoffni und Pineas. Du kennst den Herrn nicht und du verachtest ihn eigentlich durch alle deine Taten. Oder du bist ein Christ, dem die Ehre Gottes nicht wirklich das Wichtigste ist.
[31:00] Ein Christ, der lieber nett ist zum Menschen vielleicht und beliebt sein will, als dass er ihnen die Wahrheit sagt. Je mehr Verantwortung Gott dir gegeben hat, desto weitreichender und tragischer sind die Auswirkungen deiner fehlenden Liebe gegenüber Gott.
[31:21] Weil Eli Gott zu wenig liebt, um seine Söhne zu disziplinieren und seine Söhne nicht hören wollen, übt nun Gott Gemeindezucht. Denn Gott liebt sein Volk, Gott liebt seine Gemeinde, auch wenn alles nach Chaos und Untergang aussieht, der Allmächtige wird es nie zulassen, dass seine Gemeinde oder sein Volk zugrunde geht.
[31:47] Und deshalb schickt er einen Mann Gottes, einen Propheten zu Eli. Das bringt uns zu Punkt 2. Gott verachtet die Priester. Ich lese Vers 27 noch einmal.
[32:04] Und es kam ein Mann Gottes zu Eli und sprach zu ihm. Beachten wir, der Mann Gottes wird nicht zu Hoffni und Pineas geschickt, sondern er wird nur zu Eli geschickt.
[32:19] Und hierhin sehen wir die grosse Gnade Gottes gegenüber Eli. Gott warnt Eli. Er gibt ihm eine Chance zur Umkehr, so wie es heute auch bei dir tut.
[32:32] Die Söhne Elis hingegen, sie werden nicht mehr gewarnt, denn sie sind Söhne des Todes. Sie hatten genug Warnungen. Erstens wurden sie von den Leuten beim Opferdienst gewarnt.
[32:43] Wir haben es in Vers 16 gelesen. Dann wurden sie von ihrem Vater gewarnt und zumindest anfangs wurden sie auch von ihrem Gewissen gewarnt, das eigentlich gut geschult war.
[32:57] Und als erstes, als der Mann Gottes jetzt zu Eli kommt, wird er an die grossen Dinge erinnert, die Gott für ihn und sein Haus getan hatte.
[33:09] Und wir lesen weiter, Vers 27, so spricht der Herr, habe ich mich dem Haus deines Vaters nicht deutlich offenbart, als sie in Ägypten waren, im Haus des Pharaos?
[33:22] Und ich habe ihn aus allen Stämmen Israels mir zum Priester erwählt, um auf meinem Altar zu opfern, um Räucherwerk zu räuchern, um das Effod vor mir zu tragen. Und ich gab dem Haus deines Vaters alle Feueropfer der Kinder Israel.
[33:37] Merke dir, Gott ist der Geber aller guten Gaben. Gott ist gut, er gibt dir auch viele Gaben. Wir haben es letzten Sonntag in der Predigt von Richard gehört.
[33:51] Doch er erwartet auch, dass alles, was du bekommen hast, dass du es zu seiner Ehre einsetzt. Und wir sehen als nächstes in diesem Abschnitt eben genau dies, die Anklage Gottes gegen Eli, Vers 29 noch einmal, Gott sagt ihm dann, warum tretet ihr mit Füssen mein Schlachtopfer und mein Speiseopfer, die ich in der Wohnung geboten habe?
[34:15] Und du ehrst deine Söhne mehr als mich, dass ihr euch mästet von den Erstlingen aller Opfergaben Israels meines Volkes. Also das ist die Anklage, die Gott ihm gegeben hat.
[34:29] Wir haben es im ersten Teil schon angeschaut. Und schliesslich zeigt Gott sein Gericht auf. Die Konsequenzen, die es hat, wenn das Eli und seine Söhne Gott verachtet haben.
[34:43] In den Versen 30 bis 31 sehen wir, wie Gott dem Eli die Ehre des Dienstes weggenommen wird. Die Ehre als Priester, die soll einer anderen Familie zuteil werden.
[34:58] Und Gott gibt als allererst die allgemeine Richtlinie bekannt, nach der er Eli zu züchtigen gedenkt. Es ist eine Grundregel im Reich Gottes, was wir in Vers 30 b lesen.
[35:13] Es heisst dort, denn die, die mich ehren, werde ich ehren. Und die, die mich verachten, werden gering geachtet werden. Nach dieser Grundregel handelt Gott.
[35:27] Gott ist die Quelle von Ehre und von Schande. Er gibt Ehre den einen Menschen und macht die anderen zunichte. Er kann den kleinsten erhöhen und den höchsten erniedrigen.
[35:41] Es gibt genug Beispiele in der Schrift. Denkt an Nebukadnezar, der erniedrigt wurde. Denkt an Josef, der erhöht wurde. Der Dienst für Gott ist eine hohe Ehre und ein großes Privileg.
[35:54] Und dieser wird nun von Elis Familie weggenommen. Denn Gott will Regenten, die sich von ihm regieren lassen. In den Versen 31 bis 36 sehen wir dann im Einzelnen, was das Gericht Gottes beinhalten wird für Eli und seine Familie.
[36:14] Und das Gericht ist sehr schrecklich. An diesem Gericht erkennen wir, wie ernst Gott es nimmt, wenn er verachtet wird anstatt geehrt wird. Und schaut, die Konsequenzen, die Gott hier zieht, sie sind auf die Sünden der Priesterfamilie zugeschnitten.
[36:31] Vers 31 lesen wir davon, dass die Macht von Elis Familie gebrochen wird. Sie hatten ihre Macht missbraucht und ihre Autorität missbraucht und jetzt nimmt sie Gott ihnen weg.
[36:48] In Vers 31 b sehen wir, dass niemand aus Elis Familie mehr alt werden soll. Alter ist eine Ehre vor Gott. Offenbar, das habe ich nachgelesen, fand man in jüdischen Überlieferungen einen Text, der davon berichtete, dass es in Jerusalem Jahre später eine Familie gab, wo niemand über 18 Jahre alt wurde.
[37:14] Und sie haben nachgeforscht und haben herausgefunden, dass diese Familie auf Eli zurückging. Sie starben alle bis 18 Jahre. Eli selbst war noch alt geworden, doch anstatt seine Weisheit zu gebrauchen, Gott hat ihm sein Alter geschenkt, seht ihr wieder die Gabe, und er hat es gebrauchen sollen.
[37:35] Anstatt seine Weisheit zu gebrauchen, um das Böse zu korrigieren, ließ er sich gehen und chillte einfach so vor sich hin. Das war nun vorbei. Eine Frage an dich, was machst du, wenn du einmal über 65 bist, hast du auch vor, pensioniert zu werden?
[37:58] Bei Gott gibt es keine Pensionierten. Doch gehen wir weiter zu Vers 32 und 33. Ein anderer Aspekt von Gottes Gericht, aller Komfort, den Elis Familie genossen hatte, sollte jetzt getrübt werden.
[38:17] Wie wir in der nächsten Predigten, in Kapitel 4 sehen werden, kommt dann ein Krieg. Die Philister haben angegriffen. Die Philister, sie siegten über die Israeliten und sie stahlen dann die Bundeslade und dann schmälerten sie die Unterdrückung, sie schmälerten dann das Einkommen der Priester durch Unterdrückung, weil sie haben immer den Weizen sofort geerntet, bevor die Leute es ernten konnten und so bekamen die Priester auch weniger zu essen.
[38:46] Und der Komfort, dass sie einfach im Tempel dienen konnten und sich nicht sorgen mussten, der war weg. Und übrigens, Eli fiel rücklings vom Stuhl und starb, als er erfuhr, dass die Bundeslade gestohlen wurde bei diesem Krieg.
[39:03] Bis zu seinem Tod musste Eli die Gottlosigkeit seiner Söhne ertragen und dies brachte seine Seele zum Verschmachten. Wir lesen es in Vers 33. Denn wisst ihr, Trauer um ein gestorbenes Kind ist sehr gross, aber Trauer um ein schlechtes Kind kann manchmal noch grösser sein.
[39:27] Und das musste Eli miterleben, wie auch König David in seinen letzten Jahren. Dann in Vers 36 sehen wir, dass extreme Armut die Priesterfamilie heimsuchen wird.
[39:41] Bis zur Zeit von König Salomo tat noch ein Nachkomme von Elis den Priesterdienst. In Könige 2, 26 bis 27 lesen wir aber dann davon, dass Salomo Abiathar, der noch ein Nachkomme Elis war, versties als Priester und dann Tzadok einsetzte als Priester.
[40:01] Und der war nicht mehr von der Familie Elis. Und von da an mussten die Leute aus dem Haus Elis darum betteln, dass sie zu einem Dienst im Tempel zugelassen wurden.
[40:14] In Vers 34 sehen wir noch eine weitere Bestätigung Gottes. Er sagt zu ihm, deine beiden Söhne sollen an einem Tag sterben.
[40:26] Das sollte ein Zeichen sein, dass Gott sein Gericht komplett erfüllen würde. Wenn die zwei Söhne gestorben waren, dann wusste Eli, jetzt kommt der Rest auch. Alles, was Gott gesagt hat, wird kommen.
[40:40] Und wisst ihr was? Eli sollte es noch miterleben in seinem Alter. Er war schon jetzt sehr alt. Das heisst, es sollte bald kommen. Eli war 98, als seine Söhne im Krieg von den Philisten umgebracht wurden und er am selben Tag auch starb.
[40:57] Das Gericht Gottes, es ist hart, es ist wirklich hart, aber es ist gerecht. Ihr habt es gesehen, es ist nicht ungerecht.
[41:09] Und Eli, er konnte nichts mehr dazu sagen. Wir lesen nichts mehr, was er gesagt hätte. Es würde eintreffen, was Hannah in ihrem Gebet über Gott gesagt hatte.
[41:23] Gehen wir noch einmal zurück zur Lobpreisung von Hannah. 1. Samuel 2, Vers 6 bis 7. Der Herr tötet und macht lebendig.
[41:34] Er führt in den Scheol hinab und er führt herauf. Der Herr macht arm und er macht reich. Er erniedrigt und er erhöht auch.
[41:46] Dann noch Vers 10. Es werden zerschmettert werden die mit ihm hadern, die unzufrieden sind mit seiner Vorsorge und mit ihm selbst. Über ihnen im Himmel wird er donnern, der Herr wird richten die Enden der Erde und Macht verleihen seinem König und erhöhen das Horn seines Gesalbten.
[42:06] Und so wird es auch eines Tages sein, wenn du vor Gott stehst und ihn nicht gekannt Ob du lange lebst oder nicht, das weiss keiner von uns.
[42:20] Einige sterben jung in einem Unfall oder an einer Krankheit, andere erst in einem hohen Alter. Noch lebst du, noch ist das Gericht nicht über dich angebrochen und noch ist Zeit umzukehren und Buße zu tun.
[42:38] Noch hat Gottes Güte und seine Nachsicht und seine Gnade kein Ende. Wir haben es auch letzten Sonntag gehört. Und heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht.
[42:55] Das sagt der Herrn im Hebräerbrief. Nicht wie die Söhne Elis, die auf keine Warnung mehr hören wollten. Die Söhne Elis und Elis selber, sie haben die Opfer mit Füßen getreten und sie wurden gerichtet dafür.
[43:11] Hebräer 10, 29 sagt uns, wie viel schlimmerer Strafe meint ihr, wird der wertgeachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füssen tritt.
[43:24] Das heisst, wenn du das Opfer von Jesus Christus am Kreuz verachtest. Wer Gott noch nicht kennt oder noch nicht so gut, der sollte jetzt gut zuhören, aber alle anderen auch.
[43:39] Ich habe euch nämlich einen Vers unterschlagen, Vers 35. Dann wollen wir zusammen lesen. Gott sagt hier durch den Propheten, und ich werde mir einen treuen Priester erwecken, der wird tun, wie es in meinem Herzen und in meiner Seele ist, und ich werde ihm ein beständiges Haus bauen, und er wird vor meinem Gesalbten wandeln alle Tage.
[44:08] Habt ihr gehört, es gibt Hoffnung. Es gibt Hoffnung für Israel, es gibt Hoffnung für das Volk Gottes, es gibt Hoffnung für dich und es gibt Hoffnung für mich.
[44:22] Mit dem treuen Priester, der hier erwähnt wird, ist in erster Linie der Priester Sadok gemeint. Eigentlich nicht Samuel, der Samuel wird als Prophet erwähnt in den nachfolgenden Versen.
[44:36] Doch das sehen wir nächste Woche dann. Sadok ist hier gemeint, doch der ultimative, der wirkliche, der wirklich treue Priester, der, welcher treu war in allem, was Gott betrifft, ist wer?
[44:51] Ist Jesus, Jesus Christus. Er, Jesus Christus, als ein Priester, opferte nicht ein Tier, so wie die Priester, sondern er gab sich selbst hin, er gab sich selbst hin als das Opfer, nämlich als ein Opfer, das vor Gott wirklich gilt und die Sünden wegnehmen kann, nicht nur zudecken.
[45:15] Er trug das Gericht am Kreuz und starb dabei und es ist alles vollbracht. Das Einzige, was du tun musst, damit du nicht selbst das Gericht Gottes ertragen musst, ist folgendes.
[45:30] Erstens, du musst anerkennen, dass du Gott bis jetzt verachtet hast und dass du nicht zu seiner Ehre gelebt hast. Und zweitens, du musst dich dann von deinem bisherigen Leben abwenden und darauf vertrauen, dass Jesus Christus die Strafe getragen hat, die eigentlich du verdient hättest.
[45:54] Und er hat sie vollkommen getragen. Wenn du ein Christ bist, der lau und träge geworden bist, oder wenn du gemerkt hast, dass solch eine Haltung wie bei Eli in deinem Herzen ist, dann sage ich dir, erneuere deine Liebe zum Herrn.
[46:13] Wie macht man das? Nun, ich gebe hier einen Vorschlag für den Anfang, der mir hilft, der mir geholfen hat und an dem ich immer noch arbeite, wie ich meine Liebe zum Herrn erneuere.
[46:27] Gehe einmal alle Stellen im Neuen Testament durch, wo steht, was der Herr für dich getan hat, als er am Kreuz rief, es ist vollbracht.
[46:40] Du kannst zum Beispiel mit Epheser 1 anfangen. Dort steht alles, aller Reichtum, alles, was uns Jesus Christus erkauft hat, durch seinen Tod.
[46:52] Gott. Und dann liest du das nicht nur, sondern du denkst darüber nach, du sinnst darüber nach, über diese Stelle und du fängst an, ihm zu danken und ihn zu loben und ihn zu preisen für sein Werk am Kreuz, das er für dich getan hat.
[47:14] Denn wenn du deine Liebe zu Gott wieder neu entdecken oder anfachen willst, dann musst du zuerst Gottes Liebe zu dir sehen und wo siehst du Gottes Liebe klarer als am Kreuz und was bewegt dich zu grösserer Liebe als wenn du den für dich gekreuzigten Sohn Gottes betrachtest und siehst welche Liebe welche Güte welches Opfer und welchen Mut er aufgebracht hat um dich zu retten und seine Gemeinde zu retten und wie er dich erkauft hat von der Sünde dass du kein Sohn Beliales mehr sein musst sondern ein Sohn und eine Tochter Gottes sein kannst und eine königliche Priesterschaft dann wirst wirst du Gott als als geistlicher Priester verherrlichen und du wirst die Vorzüglichkeiten und die Herrlichkeiten des Christus in einer würdigen
[48:14] Weise verkündigen nicht so wie die Priester die wir heute gesehen haben wer Gott verachtet wird gering geachtet werden wer aber Gott ehrt wird auch geehrt werden lasst uns noch beten ja Vater ich danke dir für dein Wort ich danke dir Herr dass wir sehen dürfen was für ein Opfer du für uns gebracht hast indem du deinen Sohn hingabst für uns für unsere Sünden für unsere Vergehen für unsere Unterlassungssünden für all das was wir tun sollten und nicht tun und er hat für uns bezahlt Herr Jesus Christus du bist unser Opfer geworden und du machst uns gerecht vor Gott ich danke dir dass du uns hilfst dich immer mehr zu schätzen und immer mehr zu lieben und dass du uns auch immer mehr heilig machst danke dir
[49:20] Amen