[0:00] Lasst mich zu Beginn noch kurz beten. Treuer himmlischer Vater, ich möchte dir von Herzen danken, dass wir dein Wort in unseren Händen halten dürfen.
[0:13] Dass wir wissen dürfen, dass dein Wort nicht einfach Menschen geschrieben hat, sondern Menschen, die von deinem Geist inspiriert worden sind. Menschen, die du die Worte eingegeben hast.
[0:25] Das macht dein Wort glaubwürdig, das macht dein Wort irrtumslos. Das macht dein Wort wahr. In deinem Wort lesen wir, dass dein Wort von dir eingegeben wurde und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung und zur Erziehung der Gerechtigkeit.
[0:42] Das bitten wir dich für uns heute Morgen. Dass du uns heute Morgen belehrst, dass du uns heute Morgen überführst, dass du uns heute Morgen zurechtweist und erziehst. Ich bitte um offene Herzen, dass wir hören können, was du uns heute an diesem Morgen sagen willst.
[0:58] Amen. Ich habe eine Frage an dich. Gibt es in deinem Leben etwas, was dich wirklich runterzieht?
[1:12] Eine bestimmte Sache, welche dich sehr fest beschäftigt? Eine Sache, die deine Gedanken einnimmt und du irgendwie einfach nur noch das eine sehen kannst?
[1:22] Vielleicht gibt es ein grösseres Problem bei deiner Arbeit, welches dich bis in die Nacht hinein beschäftigt? Vielleicht macht eines deiner Kinder grosse Probleme. Vielleicht hast du finanzielle Probleme, welche dich wirklich runterziehen.
[1:38] Vielleicht hast du Probleme in deiner Beziehung mit deinem Ehepartner. Vielleicht hast du grosse, zwischenmenschliche Probleme mit Freunden, Nachbarn, Verwandten etc.
[1:49] Vielleicht wünschst du dir schon lange einen Partner oder eine Partnerin, doch es scheint einfach nicht zu klappen. Vielleicht bist du tatsächlich gerade in einer solchen Situation, welche dich wirklich runterzieht.
[2:03] Und falls nicht, dann weiss ich, dass du ganz klar weisst, wovon ich rede. Weil du wahrscheinlich schon in einer solchen Situation warst. Oder weil du Menschen in deiner Nähe hast, in deiner Umgebung, die in einer solchen Situation sind oder waren.
[2:19] In unserem heutigen Abschnitt, wir haben es gelesen, finden wir eine Frau, welche genau in einer solchen Situation war. Und anhand unseres Abschnitts hier, als erster Samuel, möchte ich dir heute zeigen, wer Gott beständig verherrlichen will, der muss auch bereit sein, sich von ihm beständig verändern und umgestalten zu lassen.
[2:46] Und so habe ich meine Predigt mit dem folgenden Titel überschrieben. Gott durch Schwierigkeiten verherrlichen. Gott durch Schwierigkeiten verherrlichen.
[3:01] Verherrlichung geschieht durch Veränderung, durch Wachstum, durch Heiligung. Und wie Veränderung in deinem Leben geschehen kann, möchte ich dir heute anhand drei Punkten zeigen.
[3:13] Veränderung geschieht, indem du dich erstens schleifen lässt. Veränderung geschieht, indem du dich zweitens, dich selbst, Gott, zur Verfügung stellst.
[3:27] Und Veränderung geschieht drittens, indem du seine Ehre suchst. Ich wiederhole nochmals kurz. Veränderung geschieht, indem du dich schleifen lässt, indem du dich selbst, Gott, zur Verfügung stellst.
[3:41] Und indem du seine Ehre suchst. Und so kommen wir zu unserem ersten Punkt. Veränderung geschieht, indem du dich schleifen lässt. Bei der letzten Predigt von Thomas mit dem Thema Regenten müssen selbst Regierte sein, hat Tom uns einen wunderbaren Überblick gegeben.
[4:00] Anhand vier Punkten hat er uns durch die ganze Geschichte der Richterzeit mitgenommen und uns die Entstehung des Königtums in Israel gezeigt. Ich wiederhole auch seine vier Punkte nochmals ganz kurz, einfach um es in Erinnerung zu rufen.
[4:15] Er hat uns gezeigt, ohne Führung folgt Chaos. Dann hat er gezeigt, der König nach dem Herzen Gottes. Er hat uns mitgenommen, der König nach dem, er zuerst der König nach dem Herzen des Volkes und dann der König nach dem Herzen Gottes.
[4:29] Und hat uns zum Schluss gezeigt, wie Gott unter seinem Volk wohnt. Und in unserem Abschnitt heute, in 1. Samuel, befinden wir uns noch immer im ersten Gliederungspunkt von Tom.
[4:41] Ohne Führung folgt Chaos. Noch ist das Volk einfach ein Volk. Noch hat das Volk keinen König. Wir befinden uns also noch immer in der Zeit der Richter.
[4:54] Und wie Tom beschrieben hat, befindet sich das Volk im Chaos. Das Volk hat keine Führung. Es hat keine Führung, weil sie Gott nicht als ihren Führer anerkennen.
[5:07] Und inmitten dieser schwierigen Situation um das Volk Israel finden wir unseren Abschnitt aus 1. Samuel. Wir haben von einem Mann gelesen, Elkanah.
[5:21] Die Kurzbeschreibung, die Martin vorgelesen hat von Elkanah, lässt im gesamtbiblischen Kontext darauf schliessen, dass er ein Levit war. In 4. Mose 3 hat der Herr selbst gesagt, dass die Leviten ihm allein gehören.
[5:33] Und so passt auch die Namensbedeutung Elkanah. Der Name bedeutet nämlich, Gott hat erworben oder von Gott erkauft. Und dieser Mann hat eben zwei Frauen.
[5:45] Das lässt uns aufhorchen. Ist Gott nicht ein Gegner der Polygamie? Hat nicht Gott die Ehe so geschaffen, dass ein Mann eine Frau heiratet?
[5:56] Doch. An vielen Stellen in der Schrift werden wir erkennen, dass es Gottes Plan war, dass ein Mann mit einer Frau verheiratet sein sollte. Gemäss jüdischem Gesetz aber war es nicht verboten, mehrere Frauen zu haben.
[6:12] Und es war eine gängige Praxis, dass, wenn die erste Frau keine Kinder gebären konnte, der Mann dann mit einer zusätzlichen Frau für Nachkommen sorgte.
[6:23] So war es offensichtlich auch bei Elkanah. Mit der ersten Frau, Hannah, hatte er keine Kinder. Doch mit Peninnah, der zweiten Frau, hatte er dann Kinder. In Vers 3 lesen wir, Und dieser Mann ging Jahr für Jahr aus seiner Stadt hinaus, um den Herrn der Heerscharen anzubeten und ihm in Silo zu opfern.
[6:46] So ging Elkanah mit seiner Familie Jahr für Jahr zu diesem Fest. Und ja, ein Fest hätte es sein sollen, ein freudiges Fest hätte es sein sollen, den Herrn der Heerscharen anzubeten, ihn voller Dankbarkeit und ihm opfern.
[7:02] Ein freudiges Fest wäre da nicht diese bösartige Peninnah. In Vers 6 wird sie mit Widersacherin oder Gegnerin bezeichnet.
[7:13] Ich finde das ein ziemlich hartes Wort für einen Familienmitglied. Sie hatten denselben Mann, doch da war keine Liebe zwischen den beiden Frauen zu sehen. Ich denke, Elkanah war dabei nicht unschuldig.
[7:26] Er hatte eine Frau, die liebte er wirklich, Hannah. Doch der Herr hatte ihren Mutterleib verschlossen. Und statt auf den Herrn zu vertrauen, dass er ihm mit Hannah Nachkommen schenken würde, nahm er sich einfach eine zweite Frau.
[7:41] Ja, Gott duldete dies vielleicht, aber es war nicht Gottes grundlegende Absicht einer Ehe. Und so war es doch vorprogrammiert, dass diese Ehe Probleme mit sich bringen würde.
[7:53] Wir haben also die Hannah, welche von Elkanah geliebt wird, aber gerne Kinder hätte. Und wir haben Peninnah, welche Kinder hat, aber gerne von Elkanah so geliebt werden würde und nicht einfach die zweite Frau sein wollte.
[8:07] Sie wollte nicht einfach ein Mittel zum Zweck sein. So hatten Eifersucht und Neid, welche das Familienleben trübte. Und zu alledem greift Peninnah ihre Konkurrentin Hannah immer wieder an derer empfindlichsten Stelle an.
[8:23] Dabei hatte Hannah ganz bestimmt genug Schmerzen leiden müssen und genug Tränen vergossen, nur schon über dieses ihr Auferlegte los. Kinderlosigkeit galt im Alten Testament als grosser Schmach.
[8:35] Eine Ehefrau ohne Kinder, die wurde in der damaligen Zeit ziemlich verachtet. Ich habe dich in der Einleitung gefragt, ob es etwas in deinem Leben gibt, was dich wirklich runterzieht.
[8:47] Bei Hannah war es ganz bestimmt diese Kinderlosigkeit, welche sie richtig runterzog. Das beschäftigte sie in einer Art und Weise, welche ihr Tun und Denken massiv negativ beeinflusste.
[9:00] In unserer heutigen Sprache würden wir sagen, Hannah war in einer Depression. Und in genau dieser Not stach Peninnah wieder und wieder in diese Wunde.
[9:12] Wie schmerzhaft muss das gewesen sein. Und dann auch an diesem Tag, welcher eigentlich ein freudiges Fest sein sollte. Wisch dich ins Herz, müssen das gewesen sein.
[9:25] Wie traurig. Der deutsche Theologe Christlieb schrieb über Peninnah. Aber gerade in ihrem schändlichen Charakter ist Peninnah für eines vorzüglich geeignet.
[9:37] Sie ist ein Schleifstein für Hannah. Gott lässt auch in deinem Leben solche Schleifsteine zu. Gott ist im Leben eines Gläubigen nie einfach nur passiv.
[9:48] Gott ist der Handelnde. In Vers 3 lesen wir vom Herrn der Herrscharen. Es ist das erste Mal überhaupt in der Bibel, wo wir diesen Titel für Gott hier finden.
[10:02] Und der Herr der Herrscharen ist nicht irgendein Titel. Dieser Titel zeigt, dass der Herr über alle Macht verfügt. Und zwar im Himmel und auf der Erde.
[10:12] Er ist der Herr aller Heere. Egal ob menschliche Armeen. Egal ob wir vom gesamten Universum mit Milliarden von Sternen sprechen. Egal ob wir Engelsheere meinen.
[10:23] Er ist der Herr aller Herrscharen. Und dieser Herr der Herrscharen ist auch in unserer Geschichte hier der Handelnde. Es ist Gottes Geschichte mit seinem Volk, die wir hier lesen und studieren dürfen.
[10:36] Es ist Gott, welcher den Mutterleib von Hannah verschlossen hatte. Und es ist Gott, der Peninnah einen Schleifstein für Hannah sein lässt. Gott lässt auch heute manche Ehen ohne Kinder, welche sich aber so gerne Kinder wünschen würden.
[10:54] Gott lässt auch in deinem Leben Dinge zu, welche du dir niemals gewünscht hättest. Gott lässt auch dich nicht selten warten. Gott will dich schleifen.
[11:06] Gott will dich Geduld lehren. Wo ist dein Punkt im Leben, wo es dir nicht schnell genug gehen kann? Ich denke, wir alle kennen dieses Lied.
[11:20] Lasst uns danken, statt zu klagen. Dort lautet eine Strophe. Wenn er uns Geduld will lehren, schenkt er die Gelegenheit. Schickt uns Menschen, die uns stören.
[11:33] Sind wir dann zum Lob bereit? Und in einer weiteren Strophe singen wir, es gibt keinen blinden Zufall. Es ist Gott, der alles lenkt.
[11:45] Der uns auch durch Schwierigkeiten immer nur das Beste schenkt. Glaubst du das? Glaubst du, dass Gott uns auch durch Schwierigkeiten immer nur das Beste schenkt?
[11:56] Ganz nach Römer 8, 28. Oft sind wir Menschen und gerade auch wir Gläubigen doch so oft verbittert, weil wir nicht gerade das kriegen, was wir wollen.
[12:08] Wir haben auch in Vers 10 gelesen, dass Hannah in ihrer Seele verbittert war. Andere Übersetzungen übersetzen mit betrübt. Betrübt und verbittert beschreibt einen Zustand, in welchem deine ganzen Gedanken nur von dieser reinen Sache abhängig sind.
[12:24] Es ist eine Sache, die dich wirklich runterzieht. Wir wussten aus gesundheitlichen Gründen meinerseits auch nicht sicher, ob wir überhaupt Kinder kriegen können.
[12:36] Ja, wir leben nicht mehr im Alten Testament. Doch für die meisten Frauen ist auch heute die Kinderlosigkeit nicht so einfach wegzustecken. Wie gehst du als Mann damit um, wenn deine Frau mit dieser Sache zu kämpfen hat?
[12:50] Wie gehst du als Mann damit um, wenn deine Frau eine Situation in ihrem Leben hat, welche sie wirklich runterzieht? Elkana musste sich diese Gedanken definitiv auch machen.
[13:02] Elkana gab sich verzweifelte Mühe seiner lieben Hannah, Gutes zu tun. Wir haben in Vers 5 gelesen, dass er ihr bei diesem Fest den doppelten oder einen besonderen Anteil gab.
[13:15] Wie hat sie da wahrscheinlich reagiert? Oh, vielen Dank für das grosse Stück Fleisch, ich bin jetzt nicht mehr traurig. Die verzweifelten Bemühungen Elkanas waren bestimmt nicht wirklich ein Trost für Hannah.
[13:31] Wie hättest du Hannah trösten wollen? Wie würdest du deine Frau trösten wollen? Ich lese den Vers 8. Aber Elkana, ihr Mann, sagte zu ihr, Hannah, warum weinst du?
[13:45] Und warum isst du nicht? Und warum ist dein Herz betrübt? Bin ich dir nicht mehr wert als zehn Söhne? Vielleicht warst du wie Elkana auch schon in einer Situation, wo es darum ging, deiner Frau Trost zu spenden.
[14:00] Konntest du mitfühlen? Konntest du trösten? In deinen Augen vielleicht schon und in den Augen deiner Frau? Liebe Frauen, dein Mann wird dich leider nie in allen Bereichen deines Lebens zufriedenstellen können.
[14:16] Ja, wir geben uns wirklich Mühe und ja, wir wissen um unseren Auftrag, euch so zu lieben, wie Christus die Gemeinde liebt. Aber egal, was uns die Welt da draussen erzählen möchte, Männer und Frauen sind nicht gleichartig.
[14:30] Ja, wir ergänzen uns wunderbar und so können wir uns gegenseitig unterstützen. Doch werden wir uns nicht in jeder Situation in euch hineinversetzen können. Und dies betrifft nicht nur die Beziehung zwischen Ehefrau und Ehemann.
[14:44] Dies betrifft auch uns als ganze Gemeinde. Achte darauf, dass du deinen Geschwistern kein Widersacher bist, sondern eine Hilfe. Wir alle haben mit Dingen in unserem Leben zu kämpfen.
[14:57] Wie schade, wenn dann die Geschwister der Gemeinde keine Hilfe sind. Seien wir, wir als Gemeinde bereit, einander in diesem Schleifprozess Gottes zu unterstützen.
[15:09] Die allerbesten Gelegenheiten, um innerlich vorwärts zu kommen, sind nicht immer die Gottesdienste am Sonntagmorgen, sondern sehr oft jene Stunden, in denen man verachtet und höhnisch behandelt wird oder in denen man innerlich mit einer Situation schwer zu kämpfen hat.
[15:28] Da merkt man etwas von der Ungeduld, die noch im Herzen verborgen liegt. Man lernt sein eigenes Herz mit allen seinen Schwächen immer besser kennen. Man wird geduldiger und lernt andere verstehen.
[15:44] Welch einen grossen Wert bekommen doch die unangenehmsten Menschen, wenn man sie als Schleifsteine Gottes anschaut, wenn man sie als Schleifsteine aus Gottes Händen nimmt.
[15:54] Bist du bereit, dich von Gott schleifen zu lassen? Nicht einmal, sondern beständig. Ich habe mir vor einigen Wochen eine Oberfräse, eine Kantenfräse gekauft.
[16:06] Sie war gerade in Aktion und so ein Ding wollte ich schon immer haben. Eine Kantenfräse ist so eine Art Bohrmaschine, mit welcher man mit sehr wenig Aufwand sehr einfach Kanten abfräsen oder abschleifen kann.
[16:18] Es ist wirklich ein cooles Ding. Die Kanten sind dann richtig schön und in genau jener Form, in der man sie haben möchte. Es gibt nämlich sehr, sehr viele verschiedene Fräsaufsätze. Die habe ich natürlich.
[16:31] Nun, das, was ich mit dem Holz mache, das möchte Gott mit dir machen. Er möchte deine Kanten, deine Ecken schleifen. Er möchte dich so schleifen, wie er dich haben will.
[16:44] Und ja, manchmal muss er den grossen Fräsaufsatz nehmen und richtig viel wegfräsen. Sodass es schmerzt. Diese Fräsaufsätze können Mitmenschen sein und sie können genau jene Dinge sein, die dich wirklich runterziehen.
[16:59] Wo gehst du mit diesen Problemen, mit diesen Situationen hin? Genau dorthin, wo auch Petrus seinen Lesern befiehlt, hinzugehen.
[17:11] Und zwar in 1. Petrus 5, 7. Martin hat diesen Vers heute schon zitiert. 1. Petrus 5, 7. Dort lesen wir den ganz bekannten Vers, in dem ihr alle eure Sorge auf ihn werft.
[17:25] Denn er ist besorgt für euch. Gott ist es, der dich schleifen lässt. Und er ist es auch, der dir dabei beisteht und dir hilft, dich in dieser Situation zurechtzufinden.
[17:38] Du musst nicht immer alles alleine herumwursteln. Du musst es nicht immer aus deiner eigenen Kraft versuchen. Lass dich schleifen. Doch halte dich an Gott und an seinem Wort fest.
[17:52] Und dann wirst du in diesem Prozess ausharren können. Veränderung geschieht, indem du dich schleifen lässt. Dies war unser erster Punkt. Und so kommen wir zu unserem zweiten Punkt.
[18:03] Veränderung geschieht, indem du dich selbst Gott zur Verfügung stellst. Was machst du nun, wenn du von Gott mit dem grossen Fräsaufsatz bearbeitet wirst?
[18:16] Wir haben vorhin den Vers aus 1. Petrus 5, 7 gelesen. Gerne möchte ich nun den vorangehenden Vers auch noch lesen. Nämlich 1. Petrus 5, 6.
[18:27] Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöht, zur rechten Zeit. Und die Schlachter übersetzt hier noch ein bisschen schöner. So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöht, zu seiner Zeit.
[18:44] Unter seine Hand sollen wir uns demütigen und zu seiner, nicht zu unserer, zu seiner Zeit wird er uns erhöhen. Wie machen wir das? Und indem wir alle unsere Sorgen auf ihn werfen, denn er ist besorgt für euch.
[19:00] Menschen, die wie Hannah in ihrem Leben einen solchen Schleifstein wie Penina haben, die müssen sich irgendwo aussprechen können. Leider wird dies viel zu oft am falschen Ort gemacht, nämlich bei anderen Menschen.
[19:16] Lestermäuler klagen sich selbst an und zeigen, wie wenig es ihnen doch gelungen ist, die richtige Stellung gegenüber ihren Schleifsteinen einzunehmen. Du musst deine Schleifsteine nicht vor die Mitmenschen tragen.
[19:29] Du musst dich selbst alleine zu Gott tragen und dich ihm zur Verfügung stellen. Lassen wir uns wieder in das Leben von Hannah hineinblicken.
[19:40] Gott hat Hannah nun genau dort, wo er sie haben möchte. Im Gebet bei ihm. Beten. Wenn du einmal Zeit findest, dann studiere die Gebete in der Bibel.
[19:54] Du wirst erkennen, dass Beten auch heisst, an Wunder zu glauben. Und Glauben bedeutet eben auch, dass du bereit bist, in dieses Unwahrscheinliche hineinzuschreiten.
[20:05] In ihrer Schwachheit verbittert, von ihrem Schleifstein Penina verhöhnt und von ihrem Mann Elkanah missverstanden, wendet sich Hannah nun an Gott, der einzig richtige Ort.
[20:21] Natürlich, Hannah will noch immer nachkommen. Sie will einen Sohn. Aber Hannah weiss auch, dass jede gute Gabe allein von Gott kommt. Wenn Gott ihr tatsächlich einen Sohn schenken würde, dann darf sie sich nicht an diesen Sohn klammern.
[20:35] Er gehört nicht ihr. Er ist lediglich eine Zeit lang in ihrem Verantwortungsbereich. Hannah sieht aber auch den geistlichen Zustand des Volkes. Sie will einen Sohn.
[20:46] Für Gott, nicht für sich selbst. Wenn Gott ihr einen Sohn schenken möchte, dann vermag er ihn auch zu einem brauchbaren Werkzeug in seinem Dienst zu machen.
[20:58] Und so betet Hannah nicht einfach ein Gebet, sondern sie betet ein Gelübde. Dieses Gelübde ist ein Versprechen gegenüber Gott, welches sie dann verpflichtete, ihren erbetenen Sohn Gott zu geben.
[21:12] War Elkanah mit diesem Gelübde einverstanden? In 4. Mose 30 finden wir die Verordnungen über Gelübde. Und dort lesen wir in Vers 9, 4. Mose 30, 9.
[21:23] Ihr müsst das nicht nachschlagen. Wenn aber ihr Mann an dem Tag, da er es hört, ihr wehrt, dann hebt er ihr Gelübde auf, das auf ihr ist.
[21:33] Und den unbedachten Ausspruch ihrer Lippen, wozu sie ihre Seele gebunden hat, und der Herr wird ihr vergeben. Elkanah konnte also ihr Gelübde aufheben, nichtig machen.
[21:44] Nicht, weil er mehr wert wäre als seine Frau, sondern weil Gott den Mann in die Verantwortung nimmt. Doch Elkanah hat nicht vor, ihr Gelübde aufzuheben. Im Gegenteil.
[21:55] In Vers 23 haben wir gelesen. Und ihr Mann Elkanah sagte zu ihr, tu, was gut ist in deinen Augen. Bleibe, bis du ihn entwöhnt hast.
[22:08] Mann und Frau haben das gleiche Ziel mit dem Kind. Dies soll anscheinend auch ein entscheidender Punkt in der Kindererziehung sein. Wenn Hannah zum Herrn betet, dann vergisst sie nicht, mit wem sie redet.
[22:23] Sie legt sich selbst dem Herrn hin. Sie bezeichnet sich selbst als seine Macht. Ihre grösste Bitte in diesem Moment ist ihr Sohn. Doch in demselben Gebet verspricht sie ihren Sohn dem Herrn für alle Tage seines Lebens.
[22:37] Wenn du bereit bist, das, was du am meisten liebst, dem Herrn hinzugeben, dann bist du auch bereit, dich selbst dem Herrn hinzugeben.
[22:49] Ja, Gott will, dass wir ihn bitten. Gott will, dass wir unsere Anliegen ihm kundtun. Wir lesen das im Bekannten Philippa 4,6. Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kund werden.
[23:07] Und ja, Jesus weiss auch um unsere Schwachheiten und weiss, dass die uns nicht selten plagen. Und so haben wir auch in Hebräer 4, Vers 15 eine wunderbare Stelle auch sehr bekannt.
[23:19] Denn wir haben nicht einen hohen Priester, der nicht Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem in gleicher Weise, wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde.
[23:31] Manchmal möchte dich Gott schleifen, indem er dir etwas nicht geben will oder dir sogar etwas wegnehmen will, was dir aber sehr wichtig ist.
[23:43] Darum sage ich dir nochmals, wenn du bereit bist, das, woran dein Herz am meisten hängt, dem Herrn hinzugeben, dann bist du auch bereit, dich selbst dem Herrn hinzugeben.
[23:56] Schau in dein Leben. Gibt es Dinge in deinem Leben, welche dir zu wichtig sind, um sie dem Herrn hinzugeben? Was ist, wenn der Herr deinen Job wegnimmt, den du lieb hast?
[24:08] Was ist, wenn der Herr dir deine Gesundheit wegnimmt? Was ist, wenn der Herr all dein Geld will? Sind wir dann so wie der reiche Jüngling in Matthäus 19, welcher traurig wegging, als Jesus von ihm sein Geld verlangte?
[24:25] Bete, dass Gott dir zeigt, wo dein Schatz ist. Matthäus 6, 21 Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein. Bete, dass du zuerst nach Gottes Reich trachten kannst.
[24:40] Überlege dir Tag für Tag, was du für den Herrn tun kannst. Wie kannst du dich selbst ihm zur Verfügung stellen? Wenn du Gott verherrlichen willst, dann will er dich ganz.
[24:53] Gott will, dass du dich veränderst. Gott will, dass du dich ihm ganz zur Verfügung stellst. Lies die Bibel und schau in die Geschichte. Gott wirkte schon immer genau durch die, welche auf ihn hörten und ihm vertrauten.
[25:08] Durch die, welche sich ihm ganz zur Verfügung gestellt hatten. Du musst lernen zu vertrauen, auch wenn du das Ende noch nicht siehst. Noah hat beim Bau der Arche das Ende nicht gesehen.
[25:22] Und doch hat er geglaubt, hat sein Leben dem Herrn ganz hingegeben und ihm vertraut. So konnte Gott mit ihm arbeiten und seine Heilsgeschichte mit ihm schreiben. Der Noabund hat heute noch Bestand.
[25:34] Gott hat Mose 40 Jahre lang extra schleifen müssen, bis er ihn da hatte, wo sich Mose Gott ganz zur Verfügung gestellt hatte.
[25:44] Auch wenn er das Ende damals ebenfalls noch nicht sah. Und wenn ich jetzt Abraham noch kurz erwähnen darf. In 1. Mose 12 hat der Herr Abraham verheissen.
[25:57] Und der Herr sprach zu Abraham. Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde. Und ich will dich zu einer großen Nation machen und ich will dich segnen.
[26:10] Und ich will deinen Namen groß machen und du sollst dein Segen sein. Und ich will segnen, die dich segnen. Und wer dir flucht, den werde ich verfluchen. Und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde.
[26:24] Abraham war aber schon alt und er zweifelte doch auch ein wenig an dieser Verheissung. Bis Gott mit Abraham in 1. Mose 15 einen Bund machte.
[26:36] Gott wollte aus Abraham ein Volk machen. Gott wollte aus Abraham sein Volk machen. Abraham sah das Ende nicht. Doch er war schlussendlich bereit, sich verändern zu lassen und sich selbst Gott zur Verfügung zu stellen.
[26:51] Im festen Glauben daran, dass Gott seine Pläne zustande bringen wird. Dies war nicht von Anfang an so. Doch Abraham ließ sich von Gott verändern.
[27:04] Dass er sogar seinen liebsten Sohn Isaac auf den Altar legte, weil er Gott vertraute. Gott wollte seine Heilsgeschichte mit Abraham schreiben.
[27:14] Abraham sah bis zu seinem irdischen Tod nicht das Ende und somit nicht die endgültige Erfüllung der Verheissung. Doch Abraham glaubte und vertraute.
[27:27] Wir halten hier die ganze geschriebene Offenbarung Gottes in unseren Händen. Und so können wir doch schon viel weiter blicken, als Abraham dies konnte. Wir sehen, wie sich Zeit für Zeit die Verheissungen erfüllt haben und sich auch weiter erfüllen.
[27:41] Leider aber ist es so, dass die Mehrheit der Menschen und auch die Mehrheit des Volkes Israel sich oft nicht verändern ließen. Und sich selbst nicht dem Herrn zur Verfügung stellen wollten.
[27:55] Und so kamen wir bei der letzten Predigt von Tom irgendwann zu jenem Punkt, wo jeder tat, was recht war in seinen Augen. Und in dieser Zeit der Richter haben wir Hannah, eine Frau, die bereit war, ihr Leben und das, was ihr lieb war, ganz dem Herrn zur Verfügung zu stellen.
[28:14] Sie kannte das Ende und die Pläne Gottes ebenfalls nicht. Doch sie war bereit für den Dienst im Herrn. Aus ihr sollte dann der kleine Samuel kommen, ein Richter, Priester und Prophet.
[28:26] Samuel, welcher dann später nicht aus eigener Überzeugung, sondern im Auftrag des Herrn dem Volk einen König salbte, nämlich Saul. Doch erst als David, der König nach dem Herzen Gottes, in sein Amt tritt, haben wir wieder einen Menschen, der zwar nicht fehlerlos ist, sich aber von Gott verändern lässt.
[28:49] Dieser König David wurde von Gott auserwählt und ebenfalls von Samuel zum König gesalbt. Als Samuel starb, war David noch immer auf der Flucht.
[29:01] Samuel sah das Ende nicht. Er sah nicht, wie David dann tatsächlich König wurde. Doch Samuel hatte sich selbst dem Herrn zur Verfügung gestellt. Und so konnte Gott mit ihm arbeiten.
[29:14] Mit David hat dann Gott wiederum einen Bund geschlossen, welcher sich teilweise in Davids Sohn Salomo erfüllte, jedoch die endgültige Erfüllung in Jesus Christus fand.
[29:26] In Matthäus 1,1 lesen wir Buch des Ursprungs Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams. In Jesus Christus finden wir die Erfüllung unserer Bünde im Alten Testament.
[29:39] In Jesus Christus fliessen die Fäden der Heilsgeschichte aus dem Alten Testament zusammen. Und mit wem hat Gott dort seine Heilsgeschichte geschrieben?
[29:50] Mit Menschen, die bereit waren, sich verändern zu lassen. Mit Menschen, die bereit waren, sich von Gott schleifen zu lassen. Mit Menschen, die bereit waren, sich selbst dem Herrn zur Verfügung zu stellen.
[30:02] Und so war also auch der Sohn Hannas, Samuel, ein wertvoller Teil der Heilsgeschichte Gottes. Und ich frage dich heute, mit wem schreibt denn Gott heute seine Heilsgeschichte?
[30:17] Es ist dieselbe Antwort. Mit Menschen, die bereit sind, sich verändern zu lassen. Mit Menschen, die bereit sind, sich von Gott schleifen zu lassen. Mit Menschen, die bereit sind, sich selbst dem Herrn zur Verfügung zu stellen.
[30:30] Auch wenn die Diener Gottes das Ende vielleicht nicht sahen, müssen doch wir hier feststellen. Wow, Gott hat alles wunderbar geführt.
[30:43] Und auch wenn du dich in den Dienst des Herrn stellst und dich von ihm führen lässt, wirst auch du irgendwann sagen, wow, Gott hat alles wunderbar geführt.
[30:55] Willst du Gott verherrlichen und Teil der Heilsgeschichte Gottes sein? Gott möchte seine Gemeinde mit dir bauen.
[31:06] Bist du bereit, dich von ihm verändern zu lassen? Stell dich selbst ihm zur Verfügung. Er selbst hat für dich alles gegeben. Jesus Christus, der Sohn Gottes, hat sein Leben für dich gelassen.
[31:23] Und was gibst du ihm? Veränderung geschieht, indem du dich schleifen lässt. Veränderung geschieht, indem du dich selbst Gott zur Verfügung stellst.
[31:35] Und so kommen wir zu unserem dritten Punkt. Veränderung geschieht, auch indem du seine Ehre suchst. Martin hat heute schon diesen Vers gelesen aus 1. Korinther 10, 31.
[31:48] Ob er nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes. Und um es in den Worten von Martin nochmals zu sagen, alles bedeutet alles.
[32:00] An diesem Punkt sind nun Elkanah und Hannah in unserem Text. Ich lese Vers 23. Tu, was gut ist in deinen Augen.
[32:12] Bleibe, bis du ihn entwöhnt hast. Nur möge der Herr sein Wort aufrecht erhalten. So blieb die Frau und stillte ihren Sohn, bis sie ihn entwöhnt hatte. Sie haben versprochen, ihren Sohn dem Herrn zu geben, zu seiner Ehre.
[32:31] Irgendwann müssen alle Eltern ihre Kinder loslassen. Doch in unseren Breitengraden verlassen die Kinder meist so nach 20 Jahren dann irgendwann mal das Trauteheim. Üblicherweise entwöhnten die Mütter ihre Kinder dort im Alter von etwa drei Jahren.
[32:46] Und nach dem Entwöhnen gab es ihn ja dann Eli. So war der kleine Samuel kein Baby mehr, sondern ein kleiner Junge, welcher doch schon die eine oder andere Erziehungsmassnahme der Eltern erleben durfte.
[33:00] Elkanah und Hannah wussten, dass Samuel in eine sehr schwierige Umgebung kommen würde. Jedoch sie vertrauten darauf, dass der Herr ihn in dieser Umgebung bewahren würde.
[33:12] Auch wussten sie bei der Geburt ihres Samuels, dass ihnen nun also etwa drei Jahre bleiben würden, um Samuel noch möglichst viel mit auf den Weg zu geben. Ganz bestimmt ging es Hannah nicht nur darum, den kleinen Samuel drei Jahre bei sich zu haben und ihn während dieser Zeit zu stillen.
[33:29] Hannah wird sehr, sehr viel ihrer Zeit in dieses Kind investiert haben. Und sie wollte das, was hoffentlich alle gläubigen Eltern wollen, ihr Kind zur Ehre Gottes erziehen.
[33:42] Sie wollte ihm in drei Jahren den Herrn lieb machen. Und diese Geschichte soll auch für alle gläubigen Eltern heute, für alle gläubigen Eltern in diesem Raum ein Ansporn sein.
[33:53] Wir wissen, die Kinder kommen mit dem Kindergarten und in der Schule nicht selten auch in eine schwierige Umgebung, in welcher Gott in weite Ferne gerückt wurde. Und doch ist es Gott, der auch unsere Kinder in diesem schwierigen Umfeld bewahren und durchtragen kann.
[34:11] Wie wichtig ist es dann, dass wir als Eltern unsere Kinder schon früh mit dem Wort bekannt machen. Wir müssen alles geben, unsere Kinder gerade auch in den ersten Jahren ihres Lebens zur Ehre Gottes zu erziehen.
[34:25] Wir müssen unseren Teil dazu beitragen, damit unsere Kinder brauchbare Werkzeuge des Herrn werden können. Ganz im Wissen darum, dass allein durch seine Gnade unsere Kinder gerettet werden.
[34:41] Schliesslich war es soweit und sie brachten ihren jungen Knaben zu Eli. Noch sahen sie nicht das Ende der Geschichte. Noch wussten sie nicht, welchen grossen Plan der Herr mit Samuel vorhatte.
[34:53] Doch sie vertrauten auf den Herrn. Wir wissen nicht, wie Eli reagierte, als Elkan und Hannah ihren Sohn zu ihm brachten. Die Bibel schweigt darüber. Doch die Bibel schweigt nicht über die Worte Hannas.
[35:06] Es sind Worte, die Hannah in Abhängigkeit ihres Herrn zeigen. Worte, die nicht auf sich selbst fixiert sind, sondern allein auf Gott. Allein Gott soll die Ehre gebühren.
[35:18] Gott wollte Hannah gebrauchen und dies konnte er, weil Hannah bereit war, sich zu verändern. Hannah suchte die Ehre Gottes und wollte Gott verherrlichen.
[35:30] Dies ist auch dein Auftrag als Christ. Suche mit deinem Leben die Ehre Gottes. Sei ein Licht in dieser Welt. Wir hören immer wieder, wie die Welt auch den Bach runtergeht und es als Christ immer schwieriger wird in dieser Welt.
[35:46] Nun, du bist ein Licht. Und die Welt wird immer dunkler. Ist es dann nicht einfacher, dein Licht zu sehen? Ja, es können in Zukunft große Schwierigkeiten auf uns zukommen.
[35:59] Doch ich möchte dir Mut machen. Lass nicht zu, dass du deine Leuchtkraft verlierst. Suche weiterhin die Ehre Gottes. Das ist eine ganz praktische Angelegenheit.
[36:11] Ja, du kannst regelmässig in die Gemeinde gehen und Gottes Wort hören. Doch was kippst du ihm? In welchen Bereichen von Gottes Gemeinde ehrst du ihn mit deiner Zeit, mit deinem Geld, mit deinen Gaben?
[36:25] Hilfst du mit, lebendige Steine auch an deinem Arbeitsplatz zu gewinnen, um Gottes Haus mit aufzubauen? Sind die Worte, welche du deinen Nächsten sagst, erbauend?
[36:37] Du willst mit deinem Leben die Ehre Gottes suchen? Überlege am Abend vor dem Bett, in welchen Bereichen du heute Gott nicht ehren konntest.
[36:49] Und dies predige ich auch zu mir. Wo hast du dich nicht ehrlich verhalten? Wo hast du eine andere Person scharf angefahren? Wo hast du dich abschätzig über jemanden geäussert?
[37:00] Wo hast du deine Frau, deinen Mann nicht liebevoll behandelt? Wo hast du deine Zeit wieder sinnlos im Internet oder auf sozialen Medien verbraucht, statt dich in die Beziehung unseres Herrn zu investieren?
[37:13] Und so weiter. Vielleicht musst du das aufschreiben. Erst wenn du dir bewusst wirst, wo du gefehlt hast, kannst du dich verändern lassen. Nicht einmal, sondern beständig.
[37:25] Und dann bitte Gott, dass er dir hilft, genau in diesen Bereichen zu wachsen und zu seiner Ehre zu leben. Nicht einmal, sondern beständig.
[37:36] Wie wunderbar hat uns auch Geri am letzten Sonntag gezeigt, dass wir zu guten Werken errettet sind und dass wir in ihnen wandeln sollen. Und so wollen wir noch kurz in den Lobpreis von Hannah im zweiten Kapitel hineinschauen.
[37:50] Ein Lobpreis zur Ehre Gottes. Ein Lobpreis, welcher sehr grosse Parallelen mit dem Lobpreis Marias hat. Wir können Marias Lobpreis in Lukas 1 nachlesen.
[38:02] Maria, die dort mit Gottes Sohn schwanger war und zu Besuch bei Elisabeth war, welche Johannes in ihrem Leibe trug. Wie Hannah war auch Elisabeth unfruchtbar, zudem in fortgeschrittenem Alter.
[38:17] Und der Herr schenkte ihnen einen Sohn, eben diesen Johannes, der Täufer. So wie Samuel in unserem Abschnitt der Vorbereiter und Wegbereiter des grossen Königs David war, so war Johannes der Vorbereiter und Wegbereiter des Messias und schlussendlich des Königs aller Könige.
[38:39] David war sozusagen der Prototyp des wahren Königs Jesus Christus. Unser Abschnitt hier ist der Beginn der Errichtung des Königtums in Israel und damit geht es um nichts weniger als um die Königsherrschaft Gottes auf Erden.
[38:58] Wunderbar, wie Gott seine Heilsgeschichte schreibt. Wie der Lobpreis von Maria ist auch unser Lobpreis von Hannah ganz auf Gott ausgerichtet.
[39:09] Wir sehen nun eine Frau, welche von Gott geschliffen und verändert wurde. Zwischen ihrer Trübsal, ihrer Depression und diesem Lobpreis hier liegen nun etwa vier Jahre dazwischen.
[39:22] Vier Jahre, in denen Gott an Hannah gearbeitet hat. Und so kommen wir zum zweiten Kapitel in 1. Samuel. Und Hannah betete und sprach.
[39:34] Mein Herz jauchzt in dem Herrn, mein Horn ist erhöht in dem Herrn. Mein Mund hat sich weit aufgetan gegen meine Feinde, denn ich freue mich über deine Hilfe.
[39:46] Hannah ist nicht traurig an diesem Tag des Abschieds. Im Gegenteil, ihr Herz frohlockt. Warum? Sie hat etwas ganz Wichtiges begriffen. Wenn du betest und erhört wirst, musst du darauf achten, dass du nicht an der Gabe, sondern an Gott, dem Geber dieser Gabe hängst.
[40:07] Ich wiederhole. Wenn du betest und erhört wirst, musst du darauf achten, dass du nicht an der Gabe, sondern an Gott, dem Geber dieser Gabe hängst.
[40:18] Nun folgt in Vers 2 und 3 ein Abschnitt, in dem Hannah, Gott, lobt dafür, wer er ist. Keiner ist heilig wie der Herr, denn ausser dir ist keiner, und kein Fels ist wie unser Gott.
[40:34] Häuft nicht Worte des Stolzes, noch gehe Freches aus eurem Mund hervor, denn der Herr ist ein Gott des Wissens, und von ihm werden die Taten gewogen. Sie preist ihn für seine Heiligkeit.
[40:47] Keiner ist heilig wie der Herr. Sie preist ihn für seine Einzigartigkeit, denn ausser dir ist keiner. Sie preist ihn für seine Unwandelbarkeit, und kein Fels ist wie unser Gott.
[40:59] Sie preist ihn für seine Allwissenheit, denn der Herr ist ein Gott des Wissens. Und dann folgen Zeilen, in denen Hannah sich daran erinnert, was Gott gegenwärtig tut.
[41:11] Einige dieser Zeilen finden wir dann auch im Psalm 113 wieder. Ich lese Verse 4 bis 9. Der Bogen der Helden ist zerbrochen, und die Stürzenden haben sich mit Kraft umgürtet.
[41:25] Die Sattwaren müssen um Brot dienen, und die Hungerlitten brauchen es nicht mehr. Sogar die Unfruchtbare hat sieben geboren, und die viele Kinder hat, welkt dahin. Der Herr tötet und macht lebendig.
[41:37] Er führt in den Geol hinab und wieder herauf. Der Herr macht arm und macht reich. Er erniedrigt und erhöht. Er hebt den Geringen aus dem Staub empor. Aus dem Schmutz erhöht er den Armen, um ihn unter die Edlen zu setzen.
[41:52] Und den Thron der Ehre lässt er sie erben. Denn dem Herrn gehören die Säulen der Erde, und auf sie hat er den Erdkreis gestellt. Die Füsse seiner Frommen behütet er, aber die Gottlosen kommen um in Finsternis, denn niemand ist stark durch eigene Kraft.
[42:13] Dem Herrn gehören die Säulen der Erde, und auf sie hat er den Erdkreis gestellt. Wir machen uns Sorgen um das Klima, um Erdbeben, um Atomkatastrophen, um Energiemangellage, um Viren.
[42:27] Gott hat alles in der Hand. Wir haben auch gelesen, denn niemand ist stark durch eigene Kraft. Auch wenn es vielleicht so scheint. Irgendwann wird der Herr jeden Widerstand beseitigen, weil seine Pläne immer zustande kommen.
[42:44] Und zum Schluss die Verse 10 und 11. Die mit dem Herrn richten, werden niedergeschlagen werden. Im Himmel wird er über ihnen donnern.
[42:57] Der Herr wird richten die Enden der Erde. Er wird seinem König Macht verleihen und erhöhen das Horn seines Gesalbten. Und Elkanah ging nach Rama in sein Haus.
[43:07] Der Junge aber diente dem Herrn vor dem Priester Eli. Hannah schliesst ihr Gebet mit einem prophetischen Ausspruch.
[43:18] Ein Ausspruch, welcher auch uns beruhigen und ermutigen soll. Gott hat den Gesalbten David erhöht und ihm grosse Macht verliehen. Doch irgendwann wird der wahre Gesalbte als König erscheinen.
[43:30] Jesus Christus. Dieser König wird dann in Macht und Herrlichkeit erscheinen, wie vor ihm noch nie ein König. Und du, du darfst heute schon im Dienste dieses herrlichen Königs stehen.
[43:46] Du vertrittst nicht deine Lieblingshockey- oder Footballmannschaft. Du vertrittst den allmächtigen Schöpfer, den König aller Könige. Ist das nicht Grund genug, alles dafür zu tun, damit dieser König auch durch dein Leben geehrt wird?
[44:02] Ich wollte dir heute zeigen, wer Gott beständig verherrlichen will, muss auch bereit sein, sich von ihm beständig verändern und umgestalten zu lassen.
[44:15] Drei Punkte wollte ich dir dabei mitgeben. Veränderung geschieht, indem du dich schleifen lässt. Auch wenn Gott manchmal den grossen Fräseaufsatz braucht. Aber du weisst, dass er dich niemals alleine lässt.
[44:29] Bring ihm deine Sorgen. Glaube an Wunder und bete. Bete. Veränderung geschieht, indem du dich selbst Gott zur Verfügung stellst. Dich selbst mit allem, was dir lieb ist.
[44:42] Es geht nicht um grosse Taten. Es geht um die Bereitschaft in deinem Herzen. Hast du ein Ja zu den Wegen, die Gott mit dir gehen will? Bist du bereit, dich in sein Reich zu investieren?
[44:58] Sei ihm Kleinen treu. Veränderung geschieht, indem du seine Ehre suchst. Ehre Gott in allen Bereichen deines Lebens. Und achte darauf, dass du nicht an den Gaben hängst, sondern am Geber dieser Gaben, an Gott.
[45:14] Und so kannst auch du Gott durch Schwierigkeiten verherrlichen. Ich möchte dir Mut machen. Es wird in deinem Leben immer wieder Schwierigkeiten geben, auch grosse Schwierigkeiten.
[45:25] Nimm diese Schwierigkeiten an, als Schleifsteine Gottes und wachs an ihnen. Dein Leben ist ein geistlicher Kampf, doch eines Tages wird dieser Kampf vorbei sein.
[45:37] Eines Tages werden wir nur noch zur Ehre Gottes leben. Eines Tages wird für uns Gläubige alles perfekt sein, nämlich dann, wenn Jesus wiederkommt.
[45:49] Lass mich beten. Treuer Gott und Vater, wir leben, damit wir dich ehren. Wir leben, damit wir dich verherrlichen.
[46:04] Doch leider ist so oft unsere Stellung und unser Wandel einfach nicht dasselbe. Herr, hilf uns, bereit zu sein, uns schleifen zu lassen. Schenk uns Gnade, dass wir auch als Gemeinde einander unterstützen können in diesem Schleifprozess, Herr.
[46:21] Herr, hilf uns, dass wir bereit sind, uns selbst dir zur Verfügung zu stellen. Zeig uns auf, wenn uns noch Dinge zu wichtig sind in unserem Leben. Hilf uns, den Fokus zu behalten.
[46:35] Hilf uns, deinen Namen auf dieser Erde zu ehren. Herr, wir möchten dich verherrlichen, als einzelne Personen, aber auch als Gemeinde. Schenk Gnade, großer Vater, dass uns dies gelingt.
[46:47] Wir danken dir, dass du uns zur Seite stehst und wir nicht alles alleine machen müssen. Amen.