[0:00] Guten Morgen, liebe Gemeinde. Ich sehe, viele von euch haben die Bibel heute mitgenommen und das ist gut, weil wir werden heute einen großen Abschnitt anschauen.
[0:15] Das heißt, Andi Bischof und ich dürfen in der nächsten Zeit ein bisschen in den Samuel-Büchern predigen. Und heute geht es darum, dass ich gerne einen Überblick über die beiden Samuel-Bücher geben möchte.
[0:31] Das sind 31 Kapitel im 1. Samuel, 24 im 2., insgesamt 71 Seiten in meiner Bibel, vielleicht in eurer noch mehr.
[0:42] Und damit wir auch diese Bücher verstehen, müssen wir den Kontext betrachten. Das heißt, es kommt noch Richter dazu, etwas von Joshua und so. Das heißt, wir werden viel unterwegs sein. Das Thema in den Samuel-Büchern ist das Königtum.
[0:58] Das ist das Hauptthema. Darum dreht es sich. Wer ist der rechtmäßige König und wie regiert er genau?
[1:09] Und das werden wir in diesen zwei Büchern, werden wir auch sehen, wie Israel von einem losen Staatenbund, also von zwölf Stämmen, zu einem Staat hin kommt.
[1:24] Das ist so das grobe Thema von den Samuel-Büchern. Einfach ganz kurz ein paar Hintergrundinformationen. Das war ursprünglich waren die zwei Samuel-Bücher ein Buch.
[1:37] Und man hat das wahrscheinlich aus praktikablen Gründen dann in zwei geteilt. Darum nehmen wir auch beide zusammen jetzt heute. Der Verfasser ist nicht genannt.
[1:48] Und man nimmt an, dass es ein Teil Samuel sein könnte und ein anderer Teil vielleicht Gad oder Nathan, die zwei Propheten. Auf jeden Fall steht es in der Bibel und ist wahr.
[2:00] Wann wurde es verfasst? Es war etwa tausend, oder wann geschah die Geschichte in den Samuel-Büchern?
[2:10] Das ist etwa tausend vor Christus. Also ganze dreitausend Jahre her. Wer liest schon dreitausend Jahre alte Bücher heute? Ja, vielleicht Archäologen oder irgendwelche Geschichtsinteressierten.
[2:24] Aber die Bibel, obwohl sie dreitausend Jahre alt ist, ist sie immer noch relevant. Und das ist es. Wir werden es sehen. Die Menschen sind immer noch dieselben.
[2:37] Gott ist immer noch derselbe. Und daher macht es nichts, wenn die dreitausend Jahre alt sind. Ganz kurz eine Einteilung von 1. Samuel in den Kapitel 1 bis 9.
[2:50] Sehen wir die Vorbereitungen auf die Monarchie. Das heißt die Vorbereitungen auf das Königtum. Und dann in Kapitel 10 bis 31 von 1. Samuel sehen wir dann die Staatswerdung Israels unter Saul, dem ersten König.
[3:07] Nämlich dem König nach dem Herzen des Volkes. Dann in 2. Samuel, habe ich auch in zwei Teile geteilt, sehen wir in den Kapitel 1 bis 10, wie David als König regiert.
[3:21] Und in Kapitel 11 kommt der große Knickpunkt, wo er mit Pazewa sündigt. Und danach sehen wir eigentlich die Konsequenzen von dieser Sünde. Sehr tragisch.
[3:32] Doch gehört das auch dazu. Bevor wir beginnen, möchte ich gerne noch beten. Ja, Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir dein Wort haben dürfen, das immer lebendig ist und zu uns spricht.
[3:49] Wir danken dir, dass wir heute diesen Abschnitt aus der Bibel betrachten dürfen, das Königtum und wie du Könige einsetzt und absetzt und wie du der wahre König bist.
[4:02] Hilf du uns, das zu begreifen. Bitte hilf mir, dass ich das gut sagen kann, was du sagen möchtest. Amen. Der Titel der heutigen Predigt habe ich genannt.
[4:16] Regenten müssen selbst Regierte sein. Regenten müssen selbst Regierte sein. Und zwar von wem? Wer wüsste es, von Gott.
[4:28] Wer ein guter Leiter sein will, der muss verstehen, dass nicht er, sondern Gott, der König ist. Ein guter Leiter strebt somit nicht danach, die Leute, die er führt, unter Gottes Herrschaft zu bringen, damit Gott unter seinem Volk wohnen kann.
[4:53] Dieses Prinzip gilt nicht nur für Könige und Politiker. Überall, wo Menschen angeleitet werden, gilt das. Also frage dich diesbezüglich, wenn du zuhörst, in welchem Bereich beeinflusse ich Menschen?
[5:10] Tue ich es gemäss diesem Prinzip oder nicht? Als Eltern beeinflusst ihr eure Kinder, erzieht sie. Ihr seid Herrscher über eure Kinder.
[5:21] Aber wir werden das näher noch betrachten. Ich habe die Predigt in vier Punkte eingeteilt. Der erste ist, ohne Führung folgt Chaos. Ohne Führung folgt Chaos.
[5:33] Der zweite, der König nach dem Herzen des Volkes. Der dritte, der König nach dem Herzen Gottes.
[5:45] Und der vierte, Gott wohnt unter seinem Volk. Kommen wir zum ersten Punkt. Ohne Führung folgt Chaos.
[5:59] Nun, das erste Buch Samuel, es fängt an mit einer Frau, die keine Kinder hat, die unfruchtbar ist.
[6:09] Und so sieht es auch im Volk Gottes aus, bezüglich der geistlichen Situation. Das Volk Gottes ist unfruchtbar im ersten Samuel.
[6:20] Wir wollen den Kontext betrachten, damit wir dann verstehen, wie das so gekommen ist. Als Gott sein Volk aus der Sklaverei Ägyptens erlöst hatte, da hatte er sich Israel als sein Eigentum erkauft.
[6:36] Wir lesen das in 2. Mose 19, 5-6. Schlagt das bitte mit mir auf. 2. Mose 19, 5-6. Hier steht, nachdem Gott sein Volk aus Ägypten erlöst hat, macht er einen Bund.
[6:58] Und jetzt steht hier 2. Mose 19, 5-6. Und nun, wenn ihr fleißig auf meine Stimme hören und meinen Bund halten werdet, so sollt ihr mein Eigentum sein aus allen Völkern.
[7:10] Denn die ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein. Das sind die Worte, die du zu den Kindern Israel reden sollst.
[7:26] Wir haben gelesen, Israel ist Gottes Königreich. Was heißt das? Wer ist ihr König somit? Es ist Gott. Gott ist ihr König.
[7:38] Gott will sie regieren. Eine Theokratie. Theokratie heißt, Gott herrscht. Also Gott ist der König über Israel. Und das Volk, was sollen sie tun?
[7:51] Wir haben gelesen, sie sollen eine heilige, abgesonderte Nation von Priestern sein. Wobei Priester ganz allgemein bedeuten will, sie sind außerwählte Menschen, die Gott dienen sollen.
[8:03] Nachdem Gott jetzt den Bund mit Israel geschlossen hatte, ließ er sie in der Wüste 40 Jahre umherwandern, um sie zu prüfen und um ihnen zu zeigen, wer er ist, damit sie in ihn vertrauen haben.
[8:20] Und danach konnten sie unter Joshua dann das verheißene Land einnehmen. Bevor Joshua starb, erinnerte er das Volk ganz eindringlich, dass sie Gott dienen sollten und dass sie seine Gebote halten sollten und die Weisungen seines Bundes nicht verlassen sollten.
[8:42] Und das Volk sprach in Joshua 24, 24, dem Herrn, unserem Gott, wollen wir dienen und auf seine Stimme wollen wir hören. Sie haben es bestätigt.
[8:53] Sie wollten das. Und jetzt blättern wir zu Richter, Richter 2, 10. Da sehen wir, was später passiert ist.
[9:13] Richter 2, 10. Und auch jenes ganze Geschlecht wurde zu seinen Vätern versammelt. Also dieses Geschlecht, das gesagt hat, wir wollen dem Herrn dienen. Und ein anderes Geschlecht kam nach ihnen auf, das den Herrn nicht kannte und auch nicht das Werk, das er für Israel getan hatte.
[9:34] Es war eine, nur eine Generation später. Was war hier schief gelaufen? Waren es die Kinder?
[9:47] Waren es die Kinder, die neue Generation, die schuld waren, weil sie nicht interessiert waren an Gottes Taten, die er getan hatte?
[9:58] Vielleicht schon. Was war jedoch mit den Vätern und Müttern? Was war mit den Priestern, die sie hätten erinnern sollen? Noch nie war es dem Volk Israel in seiner Geschichte so gut gegangen wie jetzt.
[10:14] Dies hätte sie doch zum Lob und zum Dank gegenüber Gott bringen sollen, doch es ging ihnen zu gut. Sie vergassen den Herrn und genossen ihr Leben.
[10:25] Mose hat das schon vorausgesagt in 5. Mose 33, 5. Ihr werdet Gott vergessen, weil er es zu gut hat. Und hier möchte ich eine Parallele zu heute ziehen.
[10:38] Wir Menschen, wir sind heute immer noch gleich. Wir leben heute in einem Wohlstand, den man bisher nie gekannt hat. Nie. Wir beobachten auch einen starken Drang, auch hier in der Schweiz, weg von Gott, weg von seinem Wort.
[10:57] Denkst du, du könntest auch vielleicht in Gefahr sein, so zu denken? Auch du lebst in so einer Wohlstandsgesellschaft.
[11:07] Nun, Israel hat Gott nicht mehr gekannt. Wir haben es gelesen. Und es kommt noch schlimmer. Sie verlassen ihn und dienen den Götzen.
[11:18] Gehen wir zu den Versen 11 und bis 13 in Richter 2. Und die Kinder Israel taten, was böse war in den Augen des Herrn und dienten den Balim.
[11:29] Und sie verließen den Herrn, den Gott ihrer Väter, der sie aus dem Land Ägypten herausgeführt hatte. Und sie gingen anderen Göttern nach, von den Göttern der Völker, die rings um sie her waren. Und sie warfen sich vor ihnen nieder und reizten den Herrn.
[11:42] Und sie verließen den Herrn und dienten dem Bal und den Astaroth. Ja, und in Richter 3, 7 geht der Abfall sogar noch weiter.
[11:57] Sie haben also Gott nicht mehr gekannt. Sie verließen Gott. Und in Richter 3, 7 lesen wir. Und die Kinder Israel taten, was böse war in den Augen des Herrn. Und vergaßen den Herrn, ihren Gott.
[12:11] Und sie dienten den Balim und den Astaroth. Eigentlich, das war Gottes Plan, sollte jetzt das Volk sesshaft werden, das Land bebauen und dem Herrn dienen.
[12:24] Sie sollten durch ihre Andersartigkeit, durch ihre Heiligkeit den anderen Völkern zeigen, dass Gott heilig ist. Doch sie gleichen sich immer mehr an an die Völker um sie herum.
[12:38] Das passiert immer dort, wo Gottes Wort vergessen wird und wo Gott vergessen wird. Und der natürliche Mensch will sich immer von Gott wegreissen.
[12:52] Was jetzt folgt, ist ein trauriger Zyklus, der sich mehrere Male wiederholt. Und er geht so. Sie vergessen Gott. Gottes Wort wird vergessen.
[13:03] Sie sündigen. Tun Götzendienst. Gottes Zorn entbrennt gegen sie, weil er nicht zuschauen kann, wie sein heiliges Volk von ihm abfällt. Und dann schickt er Feinde.
[13:15] Er erweckt Feinde von ringsherum. Wenn die Not gross genug wird, dann schreien die Kinder Israels wieder und sagen, Gott rette uns. Und Gott erweckt einen Richter zu ihrer Hilfe.
[13:28] Und das geschieht mehrere Male immer wieder. Die Richter. Was ist ihre Aufgabe? Sie sollen Rechtsprechung üben. Sie sollen das Volk an Gottes Worte erinnern und sie zurück zum Bund mit Gott bringen.
[13:44] Sodass Israel eine heilige Nation und wirklich eine Priesterschaft für Gott ist, die Gott dient. Merkt ihr etwas? Das Volk braucht Führung.
[13:58] Eine Führung, die es zurück unter die Herrschaft des einen wahren Königs bringt. Und das ist Gott. Und ohne Führung endet ein Volk im Chaos.
[14:10] Sagt uns auch Salomo in Sprüche 11, 14. Chaos bedeutet in dem Fall, niemand führt, alle machen, was ihnen passt. Das ist nämlich das Fazit von Richter.
[14:23] Jede Führung, sei es ein Richter, sei es ein Priester, sei es ein König, ist nur in dem Masse gut, wie er sich unter Gottes Autorität stellt.
[14:37] Auch Älteste in einer Gemeinde sind nicht Herrscher. Nein, sie sind Unterherden unter dem großen Hirten Jesus Christus.
[14:48] Auch Eltern sind nicht Herrscher der Familie. Ihr Vater, ihr Mütter, ihr seid nur insofern legitimiert, wie ihr unter dem himmlischen Vater dient.
[15:02] Ansonsten habt ihr keine Autorität. Du hast keine Autorität, wenn sie dir nicht gegeben ist. Johannes der Täufer sagt es auch.
[15:13] Niemand kann sich etwas nehmen, ausser Gott gibt es ihm. Und auch Israel merkt jetzt, dass sie Führung brauchen. Nur wollen sie nicht Gott als ihren Führer.
[15:25] Und so versuchen sie an einer Stelle Gideon zu ihrem König zu machen. Das ist in Richter 8, 22. Gideon jedoch sagt, nein, ich will nicht über euch König sein.
[15:39] Gott ist euer König. Doch einige Jahre später ernennt sich sein stolzer Sohn, Abimelech, selbst zum König. Und hier sehen wir auch, Abimelech hat nicht Gott als König, sondern ist selbst König geworden.
[15:52] Und es folgt eine dreijährige, sehr blutige Schreckensherrschaft, wo er 70 von seinen Brüdern umbringt. Und noch viele andere Gräueltaten begeht.
[16:04] Und er war eben einer, der nicht unter Gott als König regieren wollte. Und so lesen wir dann am Ende des Buches Richter das traurige Fazit. Schlagt mit mir Richter 21, 25 auf.
[16:16] In jenen Tagen war kein König in Israel. Jeder tat, was recht war, in seinen Augen.
[16:29] Und wenn man Gottes Worte vergisst, dann tut man in seinen Augen andere Sachen, als was man eigentlich sollte. Und dies führt uns zum zweiten Punkt.
[16:44] Punkt 2 dieser Predigt. Gib uns, Entschuldigung, der König nach dem Herzen des Volkes.
[16:57] Der König nach dem Herzen des Volkes. Also wir haben die geistliche Lage, oder vielleicht eher gesagt die Schieflage, jetzt gesehen, die das Volk hat zu Beginn des ersten Samuel-Buches.
[17:11] Wir sind nämlich jetzt im Buch Samuel gelandet, von der Geschichte her. Das Volk hat Gott verlassen und auch ihre Richter sind immer gottloser geworden im Verlaufe von dem Buch Richter.
[17:25] Und nun sind auch noch die Priester das Herzstück des Gottesdienstes. Die werden auch immer schlechter. Wir sehen nämlich in 1. Samuel, wie Eli, der hohe Priester, und der damalige Richter, seine Söhne mehr ehrt als Gott.
[17:43] Seine Söhne wiederum kennen Gott nicht. Sie kennen Gott nicht und sind Priester. Stellt euch das einmal vor. Und sie bringen den Gottesdienst beim Volk in Verruf, indem sie in unwürdiger Weise vom Opferfleisch essen und Tempelprostitution betreiben.
[18:00] Die Priester selbst machen den Namen Gottes lächerlich. Schlagt mit mir 1. Samuel 2 auf, dann lesen wir das noch nach.
[18:13] 1. Samuel 2, Vers 12. Nein, zuerst Vers 2. Ah, Entschuldigung.
[18:25] Vers 12, ja, ist es. 1. Samuel 2, Vers 12. Und die Söhne Elis waren Söhne Beliales. Sie kannten den Herrn nicht. Dann Vers 17.
[18:38] Und die Sünde der Jünglinge war sehr gross vor dem Herrn, denn die Leute verachteten die Opfergabe des Herrn. Und dann noch Vers 29.
[18:50] Da hat Gott geredet. Warum tretet ihr mit Füßen, mein Schlachtopfer und mein Speisopfer, die ich in der Wohnung geboten habe? Und du ehrst deine Söhne mehr als mich, dass ihr euch mästet von den Erstlingen aller Opfergaben Israels, meines Volkes.
[19:13] Das ist also die Lage. Als konsequent wird Elis Familie, welche seit Aaron das Priestertum inne hatte, nie mehr Priester sein.
[19:25] Eine Zeit lang sind sie es noch, aber dann später, zur Zeit von König Salomo, werden sie völlig abgesetzt dann. Die Kapitel 4 bis 6 von 1. Samuel erzählen uns dann, wie Elis Söhne im Krieg gegen die Philister umgebracht werden.
[19:42] Und in demselben Krieg wird auch die Bundeslade von den Philistern gefangen genommen. Die Philister meinen, sie hätten Gott, den Gott Israels, gefangen genommen in einer Kiste.
[19:56] Was nicht möglich ist. Aber die Bundeslade zeigt die Gegenwart Gottes in seinem Volk. Und das ist nicht Zufall, dass die Bundeslade verschwindet. Die Bundeslade ist weg.
[20:09] Die Gegenwart Gottes, die sichtbare Gegenwart Gottes ist weg. Aus diesem Volk weg. Als dem alten, übergewichtigen Eli diese Nachricht überbracht wird, von seinen Söhnen und der Bundeslade, stürzt er vor Schreck hinterrücks in seinem Sessel um und stirbt auf der Stelle.
[20:27] Als die schwangere Frau des verstorbenen Pinehas, eines von Elis Söhnen, die Nachricht hört, sinkt sie unter Wehen zu Boden und gebärt aus lauter Schrecken einen Sohn, dem sie den Namen Icabod gibt.
[20:45] Icabod heisst, die Herrlichkeit ist von Israel gewichen. Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen. Und dann stirbt sie auch.
[20:57] Tatsächlich hat Israel seinen Gott verlassen. Und Gottes Herrlichkeit ist aus Israel gewichen. Die Stiftshütte in Silo, sie wird jahrzehntelang ohne ihr wichtigstes Stück, die Bundeslade, dastehen müssen.
[21:15] Das lesen wir in 1. Samuel 7,1. Doch auch in dieser Situation, und da möchte ich euer Blick darauf hinlenken, ist es Gott.
[21:26] Es ist Gott, der in seiner Vorhersehung, in seiner Weisheit und in seiner so grossen Treue gegenüber seinem untreuen Volk, einen Knaben, wohlgemerkt, einen Knaben Samuel, als seinen Diener beruft.
[21:42] Und diesen bestätigt nun Gott als Prophet und als Richter über Israel. Wir lesen 1. Samuel 3,19-21.
[21:58] 3,19-21. Und Samuel wurde gross, und der Herr war mit ihm, und ließ keins von allen seinen Worten zur Erde fallen.
[22:11] Und ganz Israel, von Dan bis Beersheba, erkannte, dass Samuel als Prophet des Herrn bestätigt war. Und der Herr fuhr fort, in Silo zu erscheinen, denn der Herr offenbarte sich Samuel in Silo durch das Wort des Herrn.
[22:28] Samuel wurde also Prophet, er wurde Sprachrohr Gottes, an Gottes Stelle für das Volk. Und auch hier wieder sehen wir, in Samuels Leben, der Prophet Samuel, auch er, hat nichts und gar rein nichts zu sagen.
[22:45] Er hat nicht einmal ein Existenzrecht, wenn er sich nicht unter Gottes Autorität stellt. Auch Samuel, der Prophet, muss von Gott regiert werden.
[22:57] Und darum heisst es, weil Samuel das tat, weil er sich regieren ließ, dass keines von seinen Worten auf die Erde fiel, denn er redete Gottes Worte. In 1. Samuel 7,15-17, blättert mit mir dorthin, 1. Samuel 7,15-17, sehen wir eine Kurzzusammenfassung von Samuels Dienst.
[23:22] Vers 15, Und Samuel richtete Israel alle Tage seines Lebens, und er ging Jahr für Jahr und zog umher nach Bethel und Gilgal und Mispa und richtete Israel an allen diesen Orten, und er kehrte nach Ramah zurück, denn dort war sein Haus, und dort richtete er Israel, und er baute dem Herrn dort einen Altar.
[23:47] Und so verhalf Samuel mit seinem treuen Dienst, dass er Gottes Wort predigte, ermahnte, richtete, korrigierte, so verhalf er Gottes Volk wieder in die richtige Richtung zurückzukommen.
[24:04] Und Gott gab auch Gelingen gegen die Feinde, Sieg. Und Samuel war ein kompromissloser und treuer Diener Gottes, und durch seinen Dienst erkannte das Volk endlich, dass sie wirklich Führung brauchten.
[24:19] Doch leider taugten Samuels Söhne nicht als Nachfolger. Wir lesen in 8, Vers 5, Kapitel 8, Vers 5, Und das Volk sprach zu Samuel, Siehe, du bist alt geworden, und deine Söhne wandeln nicht auf deinen Wegen.
[24:39] Nun setze einen König über uns ein, dass er uns richte, gleich allen Nationen. Und das Wort war übel in den Augen Samuels, als sie sprachen, Gib uns einen König, dass er uns richte.
[24:54] Wieso wollten sie jetzt einen König? Nun, wir haben es gelesen, sie wollen sein wie die Nationen. Das Volk Israel lebt immer noch im Unglauben und Misstrauen gegen Gott.
[25:09] Sie wollen immer noch nicht, dass Gott ihr König ist. Und das ist übrigens genau dasselbe Begehren, wie Adam und Eva hatten im Garten. Sie dachten, wir wollen doch selber schlau sein und nehmen von diesen Früchten und dann können wir unterscheiden, was gut und böse ist.
[25:25] Wir wollen nicht, dass Gott über uns entscheidet. Und es ist heute immer noch dasselbe. Und Gott, Gott gewährt ihnen diesen Wunsch, er verwährt ihn nicht.
[25:37] In 8, Vers 7 lesen wir, Und der Herr sprach zu Samuel, Höre auf die Stimme des Volkes in allem, was sie dir sagen. Denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, dass ich nicht König über sie sein soll.
[25:54] Gemäss allen Taten, die sie getan haben, von dem Tag an, als ich sie aus Ägypten heraufgeführt habe, bis auf diesen Tag. Also sie haben mich schon immer verworfen und das ist nichts Neues.
[26:07] Jetzt gebe ich ihnen den König, den sie wollen. Was war das Problem? Das Volk scheint endlich begriffen zu haben, dass es Führung braucht und sonst in Chaos versinkt.
[26:21] Doch sie wollten einen König, so wie ihn die Heiden hatten, einen Kriegshelden, der ihnen Ordnung und Sicherheit bringen sollte. Damit hatten sie aber nicht begriffen, dass Gott ihnen eigentlich viel, viel, viel mehr schenken wollte.
[26:40] Denn das Hauptproblem der Menschen, es liegt doch viel tiefer, als dass sie nur Sicherheit brauchen. Gott wollte ihnen einen König geben, der sie von der furchtbaren Macht des Unglaubens und des Abfalls von Gott und vom Götzendienst bewahren würde.
[26:56] Er wollte ihnen einen König geben, der sie unter die Regierung Gottes hineinbringen würde. Und der rechte König würde durch seine Führung bewirken, dass das Volk von Gott und seinem Wort selbst geführt werden würde.
[27:13] Als der Herr Jesus auf dieser Welt war, da wollten ihn die Menschen auch zum König machen. Wir lesen in Johannes 6,15. War er denn nicht eigentlich schon der König?
[27:25] Doch sicherer war es. Und trotzdem hat er sich dieser Menschenmenge entzogen und hat sich nicht zum König ausrufen lassen.
[27:36] Wieso denn? Nun, sie wollen ihn zum König machen, weil sie von den Broten und den Fischen gegessen hatten. Doch wie damals in Israel, so ist doch auch Jesus gekommen, um viel tiefere Bedürfnisse der Menschen zu stillen.
[27:56] Und noch heute möchte er jedem die tiefe Sehnsucht nach einer Beziehung mit Gott, nach ungetrübter Freude und Vergebung der Sünden stillen.
[28:09] Darf ich dich fragen, was bedeutet dir Jesus, dein König, wenn er denn dein König ist? Kommst du zu ihm, nur damit es dir emotional gut geht?
[28:25] Damit du Gemeinschaft mit anderen haben kannst in der Gemeinde? Oder denkst du vielleicht wie ein Nachbar von mir, wenn ich an Jesus glaube, dann werde ich immer einen Job haben.
[28:39] Ich werde genug zu essen haben und das Wichtigste, er wird mich gesund halten. Liebe Geschwister, Jesus ist so viel mehr als das.
[28:52] Forsche nach in der Schrift und lerne ihn kennen und du wirst staunen. Leider ist das Volk Israel noch nicht so weit, das zu begreifen.
[29:05] Und so sind sie ganz zufrieden mit Saul, dem strahlenden Helden nach dem Herzen des Volkes. Er ist um einen Kopf grösser als alle anderen.
[29:17] Er sieht super aus. Er stammt aus einem reichen Elternhaus. Gibt das nicht einen guten König? Ich würde sagen, das sind sehr fragliche Führerqualitäten.
[29:33] Und es kommt, wie es kommen muss. Saul feiert einige militärische Erfolge, in 1. Samuel 11 zum Beispiel, und das Volk ist ganz begeistert.
[29:44] Doch mit dem Gehorsam gegenüber Gottes Anweisungen, da nimmt er es nicht so genau. Lieber gehorcht er nicht und opfert dann dafür wieder Brandopfer und denkt, so könne er Gott zufriedenstellen.
[29:59] Doch Gott verwirft Saul und er nimmt ihm das Königtum weg, als er ihm durch Samuel Folgendes mitteilen lässt. Wir blättern zu Kapitel 15, Vers 22.
[30:13] Samuel kommt und er sagt ihm, und Samuel sprach, hat der Herr gefallen an Brandopfern und Schlachtopfern, wie daran, dass man der Stimme des Herrn gehorcht?
[30:34] Siehe, gehorchen ist besser als Schlachtopfer, aufmerken besser als das Fett von Widern. Denn wie Sünde der Wahrsagerei ist Widerspenstigkeit und der Eigenwille.
[30:49] Das waren die Sünden Saus, Widerspenstigkeit und Eigenwille. Wie Abgötterei und Götzendienst, weil du das Wort des Herrn verworfen hast, so hat er dich verworfen, dass du nicht mehr König sein sollst.
[31:04] Und ich zitiere hier aus einem Kommentar von Benedikt Peters. Eines Tages steht der mit allen menschlichen Qualitäten ausgestattete Saul einem Feind gegenüber, dem er nicht Meister werden kann.
[31:26] 1. Samuel 17, das ist der Goliath. Der große Führer ist in der Klemme und das Volk, das ihn gewollt hatte, mit ihm. Jetzt erst erkennt das Volk, dass es einen grösseren und stärkeren Führer braucht als Saul.
[31:44] Erst die Not lehrt es, einen König aus den richtigen Beweggründen zu begehren. Und so lässt Gott uns auch an uns selbst und an unseren Idolen und an unseren selbstgewählten Helden zu Schanden werden.
[32:04] Und erst dann sind wir dort, wo Gott uns haben will. Darum, wenn Gott Not in euer Leben bringt, ist es meistens oder ist es immer, immer in guter Absicht für seine Kinder.
[32:20] Und auch hier wieder, in dieser Situation, ist es Gott, der in seiner unendlichen Güte und Treue schon vorgesorgt hat. Und das führt uns zum dritten Punkt.
[32:36] Er wählt sich nämlich ein König nach seinem Herzen. Punkt 3, der König nach dem Herzen Gottes. Nun, ich lese nochmals vor aus dem Buch das alte Testament verstehen von Benedikt Peters.
[32:54] Als ich das gelesen habe, habe ich gedacht, ich kann das nicht auslassen. Es ist so gut. Und sitz zurück und geniesse das. Nun sendet Gott den König, den die Menschen zunächst nie wählen würden, der nicht nach ihrem Herzen ist.
[33:14] Dafür ist er nämlich zu schwach und zu unbedeutend. Sogar Samuel hatte sich bei der Salbung des Königs zuerst von äusserem Schein täuschen lassen.
[33:25] David war nämlich auf der Herde, den hat man nicht einmal gerufen. Das war der Klickröku, der Nachzügler, nachher zu den Schaf rufen. Der war nichts wert, wirklich.
[33:37] Dass aber David genau der Mann Gottes ist, zeigt sich jetzt. Er streckt Goliath nieder. Aber warum tut er das? Und auf welche Weise? Er tut es, weil dieser Unbeschnittene Gottes Ehre herausgefordert hatte.
[33:53] Und er tritt dem Riesen nicht in eigener Kraft, sondern im Namen und in der Kraft Gottes entgegen. Welche Demonstration menschlicher Hilflosigkeit und göttlicher Kraft.
[34:07] Erst wenn der Mensch erkennt, dass er nichts vermag und in allem restlos auf Gottes Rettung und Bewahrung angewiesen ist, kann Gott in seinem Leben zur Herrschaft gelangen.
[34:19] Damit er es einsehe, sendet Gott Not, mit der der Mensch nie fertig wird. Und wo er sich, wie damals die Israeliten, weder vorwärts noch rückwärts bewegen kann.
[34:31] Und dann sendet Gott seinen David. Und damit meint Benedikt Jesus, der einen noch viel gewaltigeren Feind als jenen monströsen Philister niederrang.
[34:45] Jesus Christus, der allein und von allen verlassen durch seinen Tod am Kreuz, den zunichte machte, der die Macht des Todes hatte, das ist der Teufel.
[34:57] Und wir brauchen einen König, der uns vom Teufel und von der Macht der Sünde befreit und von jenem fatalen Zug weg von Gott und damit vom Quell allen Lebens und wahren Glücks und der stattdessen unsere Herzen an Gott und sein Wort zu binden vermag.
[35:16] Und das ist Jesus. Jetzt kommt die Frage auf, wie konnte Gott jetzt die Israeliten dazu bringen, dass sie lieber diesen unscheinbaren, schmächtigen Hirtenjungen, der eigentlich nichts darstellte äußerlich, dass sie den als König wollten und nicht ihren gutaussehenden Saul.
[35:41] Nun, wir sehen es am Beispiel von Jonathan, dem Sohn Sauls.
[35:54] Schlagt mit mir 1. Samuel 18 auf. Und wir lesen die Verse 1 bis 5. 18 Vers 1 bis 5.
[36:08] Das ist gerade nachdem David den Goliath erlegt hat. Und es geschah, als er aufgehört hatte, mit Saul zu reden, da verbannt sich die Seele Jonathans mit der Seele Davids.
[36:21] Und Jonathan liebte ihn wie seine eigene Seele. Und Saul nahm ihn an jenem Tag zu sich und ließ ihn nicht in das Haus seines Vaters zurückkehren.
[36:33] Und Jonathan und David schlossen einen Bund, weil er ihn liebte wie seine Seele. Und Jonathan zog das Oberkleid aus, das er anhatte, und gab es David und seinen Waffenrock und dazu sein Schwert und seinen Bogen und seinen Gürtel.
[36:48] Und David zog aus, wohin immer Saul ihn sandte, und er hatte gelingen. Und Saul setzte ihn über die Kriegsleute und er war in den Augen des ganzen Volkes und auch in den Augen der Knechte Sauls wohlgefällig.
[37:08] Was wir hier sehen, ist Jonathan, der Prinz, der Thronfolger, der Erbe. Er verzichtet auf seinen Thron und er überlässt den Thron David.
[37:25] Was ist sein Motiv? Sein Motiv ist Liebe. So war es auch mit uns, nicht wahr? Wenn wir, als wir gesehen haben, wie der Davids Sohn Jesus Christus dem Satan entgegengetreten ist, wenn du das begriffen hast, wie Jesus uns befreit hat aus der brutalen Herrschaft von Satan, der uns als Sklaven gefangen hielt, wenn du das siehst und wenn wir sehen, wie der Herr Jesus in Schwachheit im Garten Gethsemane in grosser Schwachheit dort ist und dann trotzdem mutig und entschlossen den Weg geht zu dieser grossen Qual am Kreuz, wo er von Gott verlassen wird, um uns zu seinem Eigentum zu machen.
[38:18] Wenn wir das sehen, wie kann es da anders sein, als dass unsere Herzen dem Herrn Jesus einfach zufliegen aus Liebe, denn grössere Liebe kann niemand haben, als dass er sein Leben gibt für seine Freunde heißt es und wir waren seine Feinde und er gab sein Leben.
[38:38] Ja, das ist das Motiv, so, wenn wir das sehen, das ist die Art, wie Gott unsere Herzen zu sich selbst bekehrt. So macht er es auch beim Volk Israel.
[38:51] Liebe ist also die Kraft, die Gott benutzt, um Sünder zu ihm zu ziehen. Liebe und Bewunderung war es auch, die das Volk dazu brachte, David nach 15 schwierigen Jahren auf der Flucht vor König Saul schliesslich zum König zu machen.
[39:10] Und sie sagen ihm im 2. Samuel 5, Vers 2, schon früher, als Saul noch König über uns war, bist du es gewesen, der Israel aus- und einführte.
[39:21] Und der Herr hat zu dir, David, gesagt, du sollst mein Volk Israel weiden und du sollst Fürst sein über Israel. Und alle ältesten Israels kamen zum König David nach Hebron und der König David schloss einen Bund mit ihnen in Hebron vor dem Herrn und sie salbten David zum König über Israel.
[39:46] Nun ist David König geworden und dies führt uns zum letzten Punkt, wo wir uns anschauen, wie und zu welchem Zweck David, der König nach dem Herzen Gottes regiert hat.
[40:03] Der vierte Punkt, Gott wohnt unter seinem Volk. Im Buch 2. Samuel sehen wir in den ersten zehn Kapiteln, wie Davids Regierung gut ging, wie Gott ihm Erfolg gibt, wie die Feinde ringsum besiegt werden und Israel nun praktisch das ganze verheißene Land in Besitz genommen hat und bewohnt.
[40:38] Zuerst ergiert David von Hebron aus und nur der Stamm Judah folgt ihm. Doch nach Verlauf von sieben Jahren nimmt er die uneinnehmbare Stadt Jebus ein und macht sie zu Jerusalem, dem Hauptsitz des Königs und später dem geistlichen Zentrum Israels.
[41:00] Und als David jetzt diese Hauptstadt eingenommen hat, so langsam zur Ruhe kommt, jetzt hat er einen Wunsch, er will die Bundeslade zu sich holen nach Jerusalem.
[41:14] Dem König nach dem Herzen Gottes ist es wichtig, dass Gott das Zentrum ist. Erinnert ihr euch noch, ein richtiger Regent muss von Gott regiert werden, das heisst, er will, dass Gott hier in der Mitte ist.
[41:32] David versteht sich selbst nur als Unterkönig, der das Volk auf Gott ausrichten will. Und Gott hat Davids Königtum befestigt und deshalb will David Gott jetzt sogar ein Haus bauen, damit Gott beständig in Jerusalem wohne und nicht in einem unsteten Zelt, das mal hier, mal dort sein könnte.
[41:54] Gott gewährt ihm diese Bitte nicht, doch er vertröstet ihn und sagt, dein Sohn wird mir ein Haus bauen. Was auch geschieht unter Salomo.
[42:06] Daraufhin schliesst Gott mit David einen Bund, indem er ihm unter anderem ein ewiges Königtum verheisst. Das heisst eine Dynastie, eine Abfolge von Königen, die von ihm abstammen, aber vor allem eines, der Messias, der ewige König.
[42:23] Er wird aus dem Stamm Davids kommen. Und so sehen wir hier den gewaltigen, großen Segen, den Gott auf ein Leben gelegt hat, das sich seiner Ehre verschrieben hat.
[42:37] Und von Kapitel 11 an gibt es, wie ich erwähnt habe, einen schweren Knick in der Geschichte des Königtums in Israel. Als sich David so schwer versündigt mit Bazeba.
[42:51] Und um den Ehebruch zu vertuschen, bringt er ihren Mann Uriah sogar noch um. Das war einer der Helden Davids, der ihn begleitet hatte, als er vor Saul noch am Fliehen war.
[43:04] Stellt euch vor, das war einer der treuesten Männer und er bringt ihn einfach um. Nun, Gott sendet seinen Propheten Nathan, um David zu überführen.
[43:16] Und David tut die ganze Sache wirklich von Herzen leid. Und so sagt Gott, dass er ihn weiterleben werden lasse.
[43:27] Doch die Konsequenzen muss er tragen. Lest mit mir 2. Samuel 12, 10 bis 15. 2. Samuel 12, 10 bis 15.
[43:42] Das ist, was Nathan zu ihm redet. Nun denn, so soll von deinem Haus das Schwert nicht weichen in Ewigkeit, weil du mich verachtet und die Frau Urias des Hethiters genommen hast, dass sie dir zur Frau sei.
[43:56] So spricht der Herr, siehe, ich will aus deinem Haus Unglück über dich erwecken und ich will deine Frauen vor deinen Augen nehmen und sie deinem Nächsten geben, dass er bei deinen Frauen liege, vor den Augen dieser Sonne.
[44:10] Denn du hast es im Verborgenen getan, ich aber, ich werde dies tun, vor ganz Israel und vor der Sonne. Da sprach David zu Nathan, ich habe gegen den Herrn gesündigt.
[44:23] Und Nathan sprach zu David, so hat auch der Herr deine Sünde weggetan, du wirst nicht sterben. Nur weil du den Feinden des Herrn durch diese Sache Anlass zur Lästerung gegeben hast, soll auch der Sohn, der dir geboren ist, gewiss sterben.
[44:41] Und Nathan ging in sein Haus. Von jetzt an überschatten dunkle Wolken das Haus Davids, der mit Bazeba gezeugte Sohn erstirbt.
[44:54] Eine Tochter Davids wird von ihrem Halbbruder Amnon vergewaltigt. Dieser Halbbruder Amnon wird zwei Jahre später vom Bruder dieser geschändeten Tochter umgebracht.
[45:08] Und Absalom ist es auch, der David später in eine Verschwörung das Königtum entreissen will. Er zieht gegen seinen Vater in den Krieg und er liegt auch bei den zurückgelassenen Nebenfrauen seines Vaters, wie Gott es gesagt hat.
[45:26] Welche Schande. Und das kommt alles über das Haus Davids. Schliesslich wird auch Absalom im Krieg umgebracht. Und in Davids Alter versucht sogar auch noch Adonia einer der übrig gebliebenen Söhne den Thron an sich zu reißen.
[45:48] Selbst David begeht in seinem Alter noch eine schwere Sünde. Er zählt die Kriegsleute, die ihm zur Verfügung stehen. Joab, sein General, warnt ihn und sagt, David, noch nie war es die Anzahl der Leute, die uns zum Sieg verholfen hat.
[46:05] Du weisst doch, wir waren meistens in der Unterzahl, es war immer Gott, warum willst du so stolz sein und dich überheben? Und David sagt, nein, Joab, ich will das jetzt, ich will wissen, wie viel ich habe, wie viel Macht ich besitze.
[46:21] Und das Volk ist noch nicht fertig gezählt, als Gott schliesslich in einem Tag durch die Pest 70.000 Mann vom Volk auslöscht.
[46:31] 70.000. David hadert mit Gott und Gott vergibt ihm. Er zeigt ihm den Ort, wo er einen Altar bauen soll, um zu opfern, dass die Pest aufgewendet wird.
[46:53] Und wisst ihr, wo dieser Ort ist? Es ist der Ort, wo der Tempel darauf gebaut werden soll. Ist es nicht verwunderlich, wie Gott trotz dem Bösen immer wieder seine Gnade durchscheinen lässt.
[47:11] In dieser bösen, schrecklichen Situation zeigt Gott, ich will hier wohnen, mitten unter meinem Volk. Und so merke auch du dir, wenn du Fehler begangen hast, gerade auch in deiner Führung, in deiner Leitung, vielleicht in deiner Familie oder unter anderen Menschen, aber auch sonst, wenn du Fehler begangen hast, beuge dich unter die Hand Gottes und vertraue darauf, dass Gott auch hier wieder aus dem Chaos, aus dem Bösen, Gutes hervorbringen kann.
[47:45] Denn Gott, unser König, ist ein wirklich guter und gütiger Gott. Nun, wir hatten zu Beginn gesehen, wie Regierende immer selbst von Gott regiert werden müssen.
[47:58] David, er war durch Gottes Gnade genauso ein Regierender. Er herrschte als Unterkönig unter Gott und führte das Volk wieder unter die Herrschaft Gottes.
[48:11] Und darum wird der König nach dem Herzen Gottes genannt. Zu Beginn von 1. Samuel haben wir gesehen, wie die Bundeslade ausgezogen war aus Israel.
[48:22] Und jetzt hat sie ihren festen Platz gefunden am Ort der Regierung des Volkes. Die Bundeslade wird in Psalm 80 beschrieben als den Ort wo Gott wohnt.
[48:35] Wenn die Bundeslade also jetzt hier ist, ist es Ausdruck dass Gott König ist unter seinem Volk. David er hat jetzt sein Lebenswerk vollendet und so kann er jetzt in Ruhe sterben.
[48:50] Und ich lese noch ein kurzes Zitat nochmals von Benedikt und damit ist das Ziel und der Sinn des Königtums gezeigt. Das Königtum soll dafür sorgen, dass Gott unter seinem Volk wohnen und über sein Volk regieren kann.
[49:10] Das ist das Ziel, das auch Gott mit dir, mit mir und mit seinem Volk, mit seiner Gemeinde auch verfolgt. Jesus Christus ist für uns gestorben und auferstanden, damit er uns zu einer königlichen Priesterschaft, einer heiligen Nation und einem Volk zu seinem Besitz macht.
[49:30] Steht in 1. Petrus 2,9 Genauso wie er Israel als sein Volk haben wollte. Und damit er für immer unter uns wohnen und unser König sein kann, und wisst ihr was, im Himmel gibt es keine Bundeslade mehr, sondern was ist dort?
[49:50] Offenbarung 21 sagt es uns und hört gut zu. Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen und das Meer ist nicht mehr.
[50:05] Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, dort wo wir wohnen werden, aus dem Himmel herabkommen von Gott, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut, und ich hörte eine laute Stimme aus dem Thron, sagen, siehe die Hütte Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott.
[50:35] Und das ist das Ziel. Was für ein herrlicher Gott haben wir. Ich möchte zum Schluss noch beten. Gott Gott ja, du gnädiger, gütiger, treuer Gott, wir danken dir vielmals, dass du uns in unserem Chaos und in unserem Schlamassel nicht alleine lässt.
[51:01] Du hast deinen Sohn gesandt, du hast deine Herrlichkeit in Fleisch verhüllt aus einem Menschen und bist zu uns gekommen.
[51:12] Und du, Herr Jesus Christus, hast durch deinen Tod und deine Auferstehung wieder in die rechte Position mit Gott gebracht, nämlich in die Beziehung mit deinem Vater.
[51:24] Und ich danke dir, Herr Jesus, vielmals, dass wir auf eine herrliche Zukunft blicken können, wo wir immer bei dir sein werden und immer von dir regiert werden. Und ich bitte dich auch, wenn wir Erlöste sind, dass wir heute ganz neu und bewusst und jeden Tag immer wieder sagen, Herr, du bist unser König und du sollst uns regieren und du sollst bestimmen, wie wir unsere Familien regieren in dem Sinn oder wie wir alles bestimmen in unserem Leben.
[51:57] Und ich bitte dich, dass du uns hilfst dabei. Ich danke dir aber auch, dass du Leute siehst, die dich als ihren König nicht annehmen wollen, wie das Volk Israel damals und dass du auch diese Leute zu überführen vermagst, sie zu überwinden vermagst durch deine Liebe.
[52:16] Ich danke dir, dass du alle Wege und alle Mittel besitzt. Amen. Amen. Amen. Amen.