[0:00] Ja, grüß euch, beziehungsweise grüß sie miteinander. Wir haben uns gefreut, wieder einmal bei euch zu sein. Es ist wirklich immer eine Mutigung, eine Freude für uns als Familie zu euch zu kommen, einfach auch die Gemeinschaft mit euch zu pflegen und auch durch ihre Gästen, in besonderer Weise auch eure Gastfreundschaft wahrnehmen.
[0:23] Wir durften bei Joel und Grace übernachten, wurden da ganz liebevoll und herzlich empfangen. Wir hatten gestern einen Ausdruck in der Ostschweiz gemacht und uns entschieden nicht, wieder zurück ins Bernroberland zu fahren.
[0:36] Und ja, es ist wirklich sehr schön, mit euch auch diese Gemeinschaft zu haben, auch heute Morgen. Ich hoffe, meine Stimme macht mit, ist ein bisschen angekratzt, aber vielleicht kann ich das mit genügend Wasser ein bisschen kompensieren.
[0:50] Das Schöne ist, in der aktuellen Zeit, man hat nicht mehr Angst, dass es dieses neuartige Virus ist, wenn jemand ein bisschen hustet, da es in den Medien nicht mehr zu fortest ist, das ist auch in unseren Köpfen ein bisschen im Hintergrund gerutscht.
[1:05] Und deshalb denke ich, ich könnte auch damit umgehen, mich mal ein bisschen hustet zwischendurch. Wen oder was betest du an?
[1:17] Ich weiß, es ist eine sehr persönliche Frage, aber sie ist ganz wichtig, sie ist ganz entscheidend. Ich weiß nicht, vielleicht kennst du diese Geschichte von Narzis.
[1:32] Es ist eine Gestalt aus der griechischen Mythologie. Und dieser Narzis, der hatte eine Eigenheit, er liebte sich selbst, er war sehr egozentrisch, würde man dem sagen.
[1:44] Es gab eigentlich nichts anderes als nur sein Ego. Von daher stammt auch der Ausdruck Narzisst oder Narzissmus. Und dieser Narziss entdeckte eines Tages in einem Brunnen mit klarem Wasser sein Spiegelbild.
[2:02] Er verliebte sich in sein Spiegelbild, sprang in den Brunnen, um es zu küssen, und er trank dabei. Obgleich nur eine Mythologie, eine Legende, keine reale Geschichte, vermittelt sie eine wichtige Wahrheit.
[2:20] Das Falsche anzubeten, das Falsche zu lieben, kann tödlich enden, wie in diesem Fabel. Und ich glaube, Anbetung ist auch in der Zeit, in der wir leben, ein ganz entscheidendes, wichtiges Thema.
[2:39] Auch wenn es uns vielleicht gar nicht so vor Augen steht. Denn unsere Idole aus Sport und aus Hollywood, aus Musik, sie wetteifern um ihre Follower.
[2:51] Sie wollen geliebt, sie wollen geliked, sie wollen ins Zentrum gerückt. Anders gesagt, sie wollen angebetet werden. Und damit machen sie sich etwas zunutze.
[3:03] Nämlich, dass der Mensch eigentlich darauf ausgerichtet ist, etwas anzubeten. Zu etwasem aufzuschauen. Etwasem die Ehre entgegenzubringen.
[3:14] Und das ist von Gott gewollt. Gott hat uns Menschen so geschaffen, dass wir anbeten können. Ja, dass wir anbeten wollen. Das kurze Westminster Glaubensbekenntnis aus dem Jahre 1647 beginnt mit der Frage, was denn die höchste Bestimmung, das höchste Ziel oder quasi einfach das Wichtigste für den Menschen sei.
[3:39] Und die Antwort darauf lautet, das höchste Ziel des Menschen ist, Gott zu verherrlichen und sich für immer an ihm zu erfreuen. Und ich denke, dass viele Stellen aus der Schrift diesen Gedanken unterstreichen.
[3:54] Wir denken an Psalm 19, wo uns David in einer sehr schönen Art und Weise aufzeigt, dass die ganze Schöpfung eigentlich zu diesem Zwecke geschaffen wurde, den Schöpfer anzubeten, zu verherrlichen, den Schöpfer groß zu machen.
[4:09] Und Paulus greift diesen Gedanken zu Beginn des Römerbriefs wieder auf. Und viele weitere Stellen zeigen uns, Gott hat den Menschen geschaffen, Gott hat die Schöpfung, alles Geschaffene dazu bestimmt und sein Lob, um seinen Ruhm zu mehren.
[4:27] Es ist von Gott gewollt, dass der Mensch anbetet. Aber, und da kommt dieses grosse Aber, es gibt eine Welt vor 1. Mose 3 und es gibt eine Welt nach 1. Mose 3.
[4:42] Und durch die Sünde, durch den Sündenfall wurde auch dieses Gebiet der Anbetung völlig entsehrt, entartet.
[4:54] Der Mensch ist auch auf diesem Gebiet völlig entgleist von dem, wozu der Schöpfer ihn geschaffen hat. Und wir finden das bereits ein Kapitel nach dem Sündenfall.
[5:05] Wir sehen das bereits bei keinem, wie falsche Anbetung plötzlich auftauchte. Wir finden es weiter im Kapitel 4 von 1. Mose bei Lamech. Das war eine der ersten Personen, die sich selbst, die eigene Kraft, die eigene Stärke angebetet haben.
[5:20] Und das Ganze gipfelte letzten Endes in der Sintflut. Und es war auch danach nicht besser, wir denken an den Turmbau zu Babel und so weiter. Dieses Thema zieht sich wie ein roter Pfade durch das gesamte Alte Testament hindurch und macht es selbst von dem auserwählten Volk Israel keinen Halt.
[5:40] Ja, wir wissen um den Götzendienst von Israel und die tragischen Folgen und Konsequenzen für das Volk Gottes. Trotzdem, der Mensch ist und bleibt ein Anbeter.
[5:54] Aber ich habe es gesagt, der sündige Mensch, er betet sich selbst an, er betet andere Menschen an, er betet gemachte Dinge an, er betet die Schöpfung an.
[6:05] Er betet lieber die Schöpfung als den Schöpfer selbst an. Und da Anbetung in der gesamten Bibel so ein zentrales Thema ist und da der Mensch eben ein Anbeter ist von Natur aus, ist es so wichtig, dass wir unser von der Sünde völlig verzerrtes Bild wieder ins richtige Licht rücken und anhand der Schrift überdenken und korrigieren, wo es nötig ist.
[6:36] Und da auch in der Christenheit, wie ich meine, das Thema Anbetung oft Formen angenommen hat, die der Schrift eigentlich fern sind, ist es so entscheidend, dass wir uns wirklich Gedanken machen, was sagt die Bibel zum Thema Anbetung, wer ist denn eigentlich der Gegenstand unserer Anbetung.
[6:58] Und klar, es gibt viele, es gibt zahlreiche Stellen in der Schrift, die über dieses Thema sprechen und wir werden uns heute Morgen einfach auf eine Textpassage aus der Offenbarung konzentrieren und es einfach aus diesem Gesichtspunkt beleuchten.
[7:13] Es würde viele weitere Aspekte geben, es ist ein riesengroßes Thema, es ist mir bewusst. Aber wir wollen heute Morgen einfach einen Text aus Offenbarung 5 lesen und uns einfach im Wesentlichen dazu Gedanken machen, was sagt dieser Abschnitt zu diesem zentralen Thema Anbetung.
[7:31] Und ja, schlagt bitte eure Bibel auf im fünften Kapitel der Offenbarung. Und ich möchte dieses Kapitel jetzt mit uns durchlesen. Offenbarung Kapitel 5 Und ich sah in der Rechten dessen, der auf dem Thron saß, ein Buch, beschrieben, innen und aussen mit sieben Siegeln versiegelt.
[7:56] Und ich sah einen starken Engel, der mit lauter Stimme ausrief, wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen? Und niemand im Himmel, noch auf der Erde, noch unter der Erde vermochte, das Buch zu öffnen, noch es anzublicken.
[8:11] Und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch zu öffnen, noch es anzublicken. Und einer von den Ältesten spricht zu mir, weine nicht.
[8:22] Siehe, es hat überwunden der Löwe, der aus dem Stamm Judah ist, die Wurzel Davids, das Buch zu öffnen und seine sieben Siegel zu brechen. Und ich sah inmitten des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten ein Lamm stehen wie geschlachtet, das sieben Hörner hatte und sieben Augen, die die sieben Geister Gottes sind, die gesandt sind über die ganze Erde.
[8:46] Und es kam und nahm das Buch aus der Rechten dessen, der auf dem Thron saß. Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten nieder vor dem Lamm und sie hatten jeder eine Harfe und goldene Schalen.
[9:00] voll Räucherwerk, welches die Gebete der Heiligen sind. Und sie singen ein neues Lied. Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen, denn du bist geschlachtet worden und hast uns erkauft für Gott durch sein Blut, durch dein Blut aus jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk und jeder Nation.
[9:21] Und hast sie unserem Gott zu einem Königtum und zu Priestern gemacht und sie werden über die Erde herrschen. Und ich sah und ich hörte eine Stimme vieler Engel um den Thron her und um die lebendigen Wesen und die Ältesten und ihre Zahl war Zehntausende mal Zehntausende und Tausende mal Tausende, die mit lauter Stimme sprachen, würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu empfangen, die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Segnung.
[9:51] Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde und auf dem Meer ist und alles, was in ihnen ist, hörte ich sagen, dem, der auf dem Thron sitzt und dem Lamm, die Segnung und die Ehre und die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit.
[10:08] Und die vier lebendigen Wesen sprachen Amen. Und die Ältesten fielen nieder und beteten Amen. Vater, bitte öffne uns dein Wort, dass wir verstehen, was dieser Abschnitt uns lehren will über dieses zentrale Thema der Anbetung.
[10:27] Gib uns Gnade, dass wir hören können und danke, dass du mir auch die Stimme geben kannst, damit ich diese Gedanken auch weitergeben kann. Amen. Ja, das Thema von heute Morgen, es lautet Anbetung im Lichte von Offenbarung 5 und der Text, den wir gelesen haben, der gibt dir vier Offenbarungen weiter, damit du zu wahrer Anbetung gelangst.
[11:00] Und diese vier Offenbarungen, die wir miteinander in Kapitel 5 anschauen wollen, die gehen eigentlich entlang der vier Ich sah von Johannes.
[11:10] Wir sehen hier, viermal wird ein Abschnitt eingeleitet mit Und ich sah. Und das, was der Johannes sieht, das sind eben diese vier Offenbarungen, die wir ein bisschen genauer anschauen wollen, was sie denn uns sagen zum Thema Anbetung.
[11:26] So gehen wir nun entlang, Vers für Vers, und beginnen mit dem ersten Ich sah, der ersten Offenbarung in Vers 1.
[11:37] Und diese erste Offenbarung, das erste, was der Johannes hier eigentlich sieht in Vers 1, ist, dass Gott herrscht. Ja, es liegt in der Natur des Menschen zu teilen, weiter zu sagen, was er sieht, umso mehr, wenn es etwas Bewegendes, nicht ganz Alltägliches ist.
[11:55] Doch wir sehen, wenn wir Offenbarung 5 oder auch das ganze Buch der Offenbarung lesen, es ist mehr als einfach etwas nicht ganz Alltägliches. Der Johannes, der wurde im Geiste in den dritten Himmel entdrückt und ganz anders als der Apostel Paulus durfte bzw. sollte er über diese Dinge sprechen und sie niederschreiben.
[12:19] Wir finden das in den einleitenden Versen am Schluss von Kapitel 1, wie der auferstandene Sohn Gottes, der Johannes, den Auftrag gibt, aufzuschreiben, was er sah, was war, was ist und was nach diesem sein wird.
[12:37] Und der Johannes, der war ja im Exil, der wurde ja verbannt von dem Kaiser und er dachte, wenn er ihn da auf diese Insel, auf Patmos, in die Verbannung, ins Exil schickt, dann kann der meiner Sache keinen Schaden mehr anrichten.
[12:54] Aber er hat die Rechnung ohne die Vorsehung Gottes gemacht. Denn Gott hat dem Johannes auf Patmos in dieser Einöde, in dieser Abgeschiedenheit die Offenbarung wortwörtlich geschenkt und ihn in diese grossen Geheimnisse der Zukunft eingeführt und ließ ihn dort dieses Buch niederschreiben, was auch für die Gemeinde heute ein grosser Segen ist.
[13:17] Somit wurde dieses Exil unheimlich produktiv auch für uns heute als Gemeinde, obwohl der Kaiser eigentlich etwas ganz anderes beabsichtigte. Und auch hier, bereits in diesem Gedanken, sehen wir, der Kaiser dachte, er sei derjenige, der herrscht.
[13:33] Aber letztendlich hat Gott dieses Herrschen, wie wir es in Sprüche 21,1 sehen, zu seinem Zweck gebraucht, damit der Johannes dort eben die Offenbarung schreiben konnte und damit wir uns heute in dieser letzten Zeit auch mit diesem wichtigen Buch befassen können.
[13:51] Ja, und es ist euch bekannt, der grösste Teil dieses Buches umfasst Dinge, die in der Zukunft liegen und die nach meiner Auffassung auch den Zeitraum betrifft, nachdem die Gemeinde entdrückt ist, ab Kapitel 4.
[14:08] Und wir möchten uns, wie gesagt, im Wesentlichen auf die Gedanken fokussieren, was uns dieses Kapitel 5 über das Thema Anbetung lehren will.
[14:26] Das vierte Kapitel ist der Beginn zu diesem eben noch zukünftigen Teil, die Dinge, die nach diesem sein werden. Und es gewährt uns einen einzigartigen Blick in den Thronsaal des Königs aller Könige.
[14:43] Und Kapitel 4 und 5 sind eigentlich eine Einheit. Sie bilden eigentlich den gesamten, den gleichen Gedankengang. Es ist einfach die Fortsetzung auf Kapitel 4, folgt der Gedanke in Kapitel 5.
[14:54] Und dann ab 6 beginnt eigentlich eine neue Geschichte sozusagen. Und deshalb, weil diese beiden Kapitel zusammengehören, werden wir auch den einen oder anderen Vers aus Kapitel 4 auch noch hinzuziehen, weil das Ganze eben vor dem Thron Gottes stattfindet, Kapitel 4 und 5.
[15:14] Und wir eben auch in Kapitel 4 in besonderer Weise sehen, es ist eben Gott, der herrscht. Und diese Tatsache, diese Offenbarung ist ein Grund oder ist eine Motivation.
[15:25] Etwas, was uns dazu bewegen soll, eben ein wahrer Anbeter zu werden und eben Gott anzubeten. Nun aber zu Vers 1 hier im Kapitel 5, dem ersten Ich sah, der ersten von diesen vier Offenbarungen hier in diesem Kapitel.
[15:44] Gott herrscht, er sitzt auf dem Thron. Und das ist eine Wahrheit, so banal, wie sie auch klingen mag, auch für uns Christen, wir müssen sie trotzdem immer wieder hören und verinnerlichen.
[16:00] Denn, ich habe es in der Einleitung angesprochen, in dieser Welt sieht es so aus, als würden die Mächtigen herrschen, die Größen aus Hollywood, aus Sport, aus dem ganzen Showbusiness, die Politiker, die Wirtschaftsgiganten und so weiter.
[16:14] Und da im Menschen nicht nur das Bedürfnis ist, anzubeten oder angebetet zu werden, so ist eben damit verbunden, auch dieses Bedürfnis zu herrschen oder sich einzubilden.
[16:26] Man sei Herrscher, man sei König. Und es ist interessant, wir können es bei unseren Kleinsten beobachten. Unsere grössere Linie, die würde gerne über die kleinere Lois herrschen.
[16:38] Das ist in ihr drin. Okay, vielleicht hat sich auch bei jemandem abgeschaut, das kann sein. Aber es ist da, es ist vorhanden, es ist sichtbar. Und es ist auch so, dass unsere lieben Frauen etwas in sich haben, dass sie gerne über den Mann herrschen würden.
[16:57] Es ist nicht so, dass ich hier aus Erfahrung sprechen würde. Aber die Bibel erwähnt dieses Thema am Rande und deshalb dürfen wir es auch am Rande benennen. Aber ja, was ist mit uns Männern?
[17:09] Sind wir nicht oft auch gerne der König der Familie, dem alles zu Füßen liegt? Ja, wir kommen vielleicht am Abend nach Hause von der harten Arbeit und wir haben den Anspruch, dass alle nach unserer Qualität tanzen.
[17:23] Die Kinder sind ruhig, artig, damit sich der König entspannen, ausruhen kann. Wir würden vielleicht gerne, wie die Sarah den Abraham Herr nannte, Herr genannt werden, ja, bildlich gesprochen.
[17:37] Nicht unbedingt, dass wir so angesprochen werden, aber dass sie es uns zu spüren gibt, dass wir eben Herr oder König sind. Und ja, wir warten darauf, wir kommen nach Hause und die Frau hat einige Erfrischungen bereit und sagt, ja, Rudi Schau ist mein Held, du hast hart gearbeitet.
[17:52] Es ist in uns drin, dieses Bedürfnis, diese Neigung, wir kennen sie doch alle. Und gerade deshalb ist diese Wahrheit eine, die wir täglich immer wieder brauchen.
[18:04] Es gibt einer, der herrscht und das ist Gott. Und du bist sein Knecht und ein Unnützer obendrein. Das ist nicht unbedingt das, was wir hören wollen.
[18:16] Das ist nicht unbedingt das, was uns aufbaut. Aber es ist heilsam und es ist ganz wichtig, dass wir dies immer wieder vor Augen führen, wenn du ein wahrer Anbeter sein willst.
[18:29] Denn du kannst kein Anbeter im biblischen Sinn sein, wenn diese Wahrheit dich nicht prägt und eben verändern kann. Vers 1, aber auch das ganze Kapitel 4, es zeigt uns eindrücklich auf, Gott herrscht und er tut es in Heiligkeit, in Herrlichkeit, in Macht, in Allwissenheit.
[18:48] Und er, er alleine ist würdig, angebetet zu werden und niemals ein Geschöpf, niemals etwas Geschaffenes, was geschaffen wurde, dass er, der Schöpfe, verherrlicht wird.
[19:03] Wir sehen noch etwas weiteres in diesem ersten Vers, was Johannes uns beschreibt. Der, der auf dem Thron saß, also Gott, er hat ein Buch in seiner Rechten, das mit sieben Siegeln versiegelt war.
[19:21] Und ich denke, die Redewendung, ein Buch mit sieben Siegeln, das für die Offenbarung oft gebraucht wird, bildlich gesprochen, aber, dass wir auch bei sonst etwas zu kennen, wenn wir etwas nicht verstehen, ja, entstammt hier diesem Kapitel 5 aus der Offenbarung.
[19:39] Und ich denke, es ist sinnvoll, wenn wir hier das Wort Buch mit der Schriftrolle übersetzen würden, also, wenn wir uns bewusst sind, es ist eine Schriftrolle, wie in der damaligen Zeit üblich.
[19:50] Und wir müssen uns das so vorstellen, dass diese Schriftrolle beschrieben war und dann eben zusammengerollt, auf der Innenseite beschrieben, zusammengerollt und auf der Außenseite mit sieben Siegeln versiegelt.
[20:04] In den meisten Bibelübersetzungen lesen wir den Satz so und es vermittelt ein bisschen den Eindruck, als wäre es innen und außen beschrieben gewesen. Aber es ist ja so, dass es in der damaligen Zeit die Satzzeichen, wie es die heute kennen, so nicht gab.
[20:18] Und deshalb wäre es sinnvoll, nach außen, wie es in der CSV-Ellfeldübersetzung heisst, das Komma wegzulassen und es so zu lesen, inwendig beschrieben und außen mit sieben Siegeln versiegelt.
[20:34] Denn es macht relativ wenig Sinn, etwas mit sieben Siegeln zu versiegeln, wenn man es von außen ja schon lesen kann, oder zumindest teilweise lesen kann.
[20:45] Also diese Schriftrolle, sie war beschrieben, zusammengerollt und dann versiegelt, aus diesem Grund, weil dieser Inhalt nur für eine bestimmte Person zugänglich war.
[20:58] Da mussten Kriterien erfüllt sein, um an diesen Inhalt zu gelangen und um diesen Inhalt auszuführen. Und sie ist in der Hand Gottes und das unterstreicht einfach noch einmal diesen Gedanken aus Vers 1.
[21:10] Es ist eben Gott, der Herrsch. Es war kein Engel, der sie in seiner Hand hält. Es war keiner der Ältesten, denen wir noch begegnen werden. Und es war auch nicht der Johannes. Es war nicht der Präsident von irgendwo, nicht der Papst.
[21:22] Es war Gott, weil Gott herrscht. Wir sehen, wie sich die Geschichte, diese Szene vor dem Thron Gottes weiter entfaltet.
[21:36] Und das führt uns zur zweiten Offenbarung, zu dem zweiten Ich sah. Diesem zweiten Gedanken, der auch dazu beitragen soll, dass wir ein Anbeter werden.
[21:47] Und das ist die Gedanken, die wir in den Versen 2 bis 5 sehen. Und ich überschreibe die damit, dass kein Geschöpf würdig ist. Das ist der überwiegende Gedanke.
[22:01] Und auch diese Wahrheit, die ist wichtig für uns, die ist wichtig für unsere Welt. Und es ist eine Wahrheit, die die Schönen und Großen aus Hollywood und der Champions League auch einmal hören müssten.
[22:17] Und es ist auch für dich als Kind Gottes wichtig, wenn du den Wunsch hast, ein wahrer Anbeter zu sein, musst du nicht nur wissen, dass es Gott ist, der herrscht, sondern dass neben ihm kein Geschöpf da ist, das würdig ist, irgendetwas zu empfangen.
[22:32] Egal wie groß, wie geschickt, wie weise, wie schön, wie reich du bist, es gibt auf dieser Erde kein Geschöpf, das würdig ist.
[22:46] Und das wird uns hier in diesen Versen 2 bis 5 irgendwo durch auch ein bisschen auf eine niederschmerzende Art und Weise vermitteln. Das ist schon eine Wahrheit, ja, die demütigt uns.
[22:59] Und sie macht auch dem Johannes zu schaffen, wie wir es sehen werden. Er weint darüber, dass da niemand war, der würdig war, zum Thron Gottes zu gehen und diese Schriftrolle zu empfangen und dann auszuführen, was in dieser Schriftrolle aufgeschrieben war.
[23:14] Und an dieser Stelle ist es vielleicht angebracht, kurz einen Exkurs zu dieser Schriftrolle zu machen. Wie gesagt, sie war inwendig beschrieben und dass sie versiegelt war, hatte eben einen guten Grund.
[23:26] Es war ein Inhalt, der nur von einer bestimmten Person gelesen und dann auch ausgeführt werden konnte. Und wenn wir weiterfahren in Kapitel 6, sehen wir, oder auch in den folgenden Kapiteln, dass diese Schriftrolle eigentlich die Gerichte Gottes über die Erde enthalten sollten.
[23:47] Wir sehen in Kapitel 6, wie die ersten sechs Siegel dieser Rolle gebrochen werden und jedes Mal wird ein Gericht über diese Erde herbeikommen.
[24:00] Und es gibt dann einen Einschub in Kapitel 7, da passiert was dazwischen und dann geht es weiter und wir sehen, dass das Brechen des letzten Siegels, also in dem Moment, wo diese Rolle dann aufgetan wird, wird eigentlich diese Gerichtszeit in einer immensen Kraft und in einem immensen Trafik über diese Erde kommen, in der zweiten Hälfte dieser Drangsalzeit, Trübsalszeit, der sogenannten grossen Drangsal, dieser finalen Phase dieser Erde.
[24:28] Und wir sehen dann dort diese Posaunengerichte, diese Zornscharengerichte, die eine schreckliche Zeit des Gerichts über diese Erde hereinbringen werden.
[24:41] Und wenn wir wissen, was diese Rolle eigentlich enthält, so wird uns auch klar, ja weshalb da eben kein Mensch, kein Engel, kein Geschöpf würdig war, diese Rolle anzufassen.
[24:53] Wir sehen sogar, wie Johannes sagt, es konnte sie nicht einmal jemand ansehen. Also keine Chance, irgendetwas mit dieser Rolle anzufangen. Kein Mensch ist und war würdig dazu.
[25:10] Und es ist eigentlich uns klar, es kann kein Mensch da sein, der in der Lage wäre, diese Gerichte über die Erde auszufüllen. Es ist uns auch klar, dass das kein Engel machen kann.
[25:21] Und diese Tatsache, diese Wahrheit, die bringt den Johannes zur Verzweiflung. Er weint sehr, heißt es. Er war nicht nur ein bisschen traurig, er weint sehr. Er hatte eine grosse innere Not.
[25:33] Und die Frage ist ja, weshalb weint er Johannes sehr? Vielleicht zwei Gründe, die denkbar sind. Vielleicht war er entsetzt darüber, dass wenn diese Rolle nicht gebrochen werden kann, wenn diese Gerichte nicht ausgeführt werden kann, dann bleibt die Sünde ungestraft, dann bleibt die Ungerechtigkeit ungestraft.
[25:53] Das ist ein bisschen der Gedankengang, den wir in Kapitel 6 sehen, wo die Märtyrer Gott fragen, wie lange noch, Herr, willst du warten und unser Blut rächen? Dabei stellt sich aber auch die Frage, wusste denn der Johannes, was in dieser Schriftrolle bereits geschrieben war?
[26:12] Die zweite Möglichkeit, und ich halte das für eine sinnvolle Erklärung, ist die, dass der Johannes, obwohl er den Inhalt dieser Rolle nicht kannte, verstand. Es handelt sich hier um Gottes Zukunftsabsichten.
[26:24] Es geht hier in gewisser Weise um einen Besitzanspruch. Es war eine Urkunde, die jemandem auch einen Besitz zusprach. Und er wusste, dass wenn diese Absichten Gottes, die in dieser Rolle versiegelt waren, wenn die nicht weitergeführt werden können, dann wird Gott nicht zur Vollendung kommen, mit was auch immer.
[26:46] Und diese Tatsache, die hat Johannes sehr betrübt. Er hat geweint. Und ich möchte hier eine Anwendung für uns machen und möchte dir wirklich sagen, mein lieber Freund, merke dir folgende Lektion.
[27:07] Du musst nicht weinen, so wie es dem Johannes gesagt wurde, denn es hat einer überwunden. Es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Judah die Wurzels Isai.
[27:20] Da ist einer. Es ist der König aller Könige. Es ist Jesus, der Sohn Gottes. Er hat überwunden. Und er ist, wie wir weiter sehen werden, er ist der, der würdig ist.
[27:31] Er ist der, der über allem steht. Und so kannst auch du mit ihm als Retter und Herr getrost sein, wie die Situation um dich herum auch aussehen mag.
[27:46] Welche Situation bringt dich im Alltag gegenwärtig zur Verzweiflung, zum Weinen? Höre den Zuspruch, den einer der Ältesten, dem Johannes hier weitergibt, weine nicht.
[28:02] Denn da ist einer, der ist stärker, der ist mächtiger und er hat überwunden und deshalb ist er würdig. Und er war und ist nicht bloß würdig, diese Siegel zu brechen, sondern er ist auch in der Lage und er ist auch derjenige, der dir in deiner Not, in deiner Trauer helfen kann und helfen wird.
[28:24] Und lassen wir diese Ermutigung, die hier dem Johannes zugesprochen wurde, auch auf uns wirken und nehmen wir diesen Gedanken einfach auch weiter. Ja, und hier tauchen Sie auf, diese 24 Ältesten.
[28:41] Wir sind bereits in Kapitel 4, Sie begleiten uns im Buch der Offenbarung. Wir wollen hier auch aus zeitlichen Gründen dann keine genaue Untersuchung machen, wer sie sind, wer sie nicht sind.
[28:52] Ich möchte einfach so viel sagen, Sie stehen hier in symbolischer Art und Weise für erlöste Menschen, ob Altes und Neues Testament gemeinsam. Diese Frage möchten wir heute Morgen hier offen lassen.
[29:04] Wir werden weiter unten sehen, Sie werden deutlich von den Engeln unterschieden. Also es scheint klar, es sind in symbolischer Art und Weise die Erretteten, aber mehr möchten wir heute Morgen nicht darüber sagen.
[29:19] Ja, der Löwe aus dem Stamm Judah, er ist würdig. Weshalb ist er würdig? Nun, er ist eben auch Gott.
[29:29] Und wie Gott auf dem Thron herrscht und würdig ist, so ist auch sein Sohn, der Gott ist, eben auch würdig. Und im Gegensatz zu uns Geschöpfen ist er eben nicht nur würdig, diese Rolle zu empfangen, sondern eben die Siegel zu brechen und auszuführen, was in dieser Schriftrolle aufgeschrieben ist.
[29:55] Und das führt uns weiter im Gedankengang zur dritten Offenbarung, dem dritten, ich sah ab Vers 6, wo uns genaueres über diesen Löwen aus dem Stamm Judah gesagt wird.
[30:10] Und wir plötzlich sehen, dass dieser Löwe in Gestalt eines geschlachteten Lammes auftritt. Und das ist die dritte Offenbarung, das geschlachtete Lamm.
[30:21] Und wenn wir uns mit diesem geschlachteten Lamm befassen, so haben wir hier einen weiteren Grund, etwas weiteres, das uns dazu bewegt, wirklich Anbeter im biblischen Sinn zu werden.
[30:33] Und lassen wir auch diese Wahrheit hier ab Vers 6 bis 10 auf uns wirken. Ja, das geschlachtete Lamm, es begegnet uns hier.
[30:45] Und die Ältesten, die haben wir einigermassen identifiziert. Und nun tauchen hier weitere rätselhafte Gestalten auf. Es sind diese vier lebendigen Wesen. Sie werden auch in Kapitel 4 erwähnt.
[30:57] Und auch hier können wir uns die Zeit nicht nehmen, das genauer zu untersuchen. Und ich möchte euch einfach auf eine Parallelstelle aus Hesekiel 1 aufmerksam machen.
[31:08] Ihr könnt das gerne mal durchlesen. Und es ist offensichtlich, da bestehen Parallelen. Diese Geschöpfe, diese Wesen gleichen sich in grosser Art und Weise.
[31:19] Ein Hauptunterschied ist, dass sie in der einen Stelle mit vier, in der anderen Stelle mit sechs Flügeln beschrieben werden. Aber ansonsten sehen wir diese Geschöpfe auch in Hesekiel 1.
[31:33] Und es fällt uns auch auf, wenn wir ein bisschen die Beschreibungen der Engel in der Schrift vergleichen, dass sie den Seraphinen und den Cherubinen sehr stark ähneln.
[31:44] Ob es sie effektiv sind, lassen wir heute Morgen so offen. Fakt ist aber, sie repräsentieren in gewisser Art und Weise, wie Gott handelt in seiner Vorsehung.
[31:56] Das sehen wir auch, wie sie beschrieben werden in Kapitel 4. Aber ich denke, viel wichtiger als zu erkennen, zu verstehen, wer sie denn nun genau sind, ist die Tatsache, dass obgleich sie sehr imposant, beeindruckend, furchteinflößend, ehrfurchtgebietend sind, auch sie stehen nicht im Zentrum.
[32:17] Nicht die 24 Ältesten, also nicht die erlösten Menschen, nicht die Tausenden von Engeln, die wir weiter unten sehen werden, und auch nicht diese vier, ja, kraftvollen Wesen.
[32:31] Sie stehen nicht im Zentrum. Sie bilden einen Ring und mitten dieses Ringes steht etwas anderes, und das ist dieses Lamm. Johannes sieht das Bild von diesem geschlachteten Lamm.
[32:45] Schlagen wir ganz kurz auf 1. Petrus Kapitel 1 und lesen dort Vers 19 und 20. Dort schreibt er Petrus, wie wir eben erkauft wurden, nicht durch die vier lebendigen Wesen, nicht durch die 24 Ältesten, sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehl.
[33:08] Hier haben wir wieder den Gedanke, Christus, Sohn Gottes, er wurde ein Lamm. Er starrt wie ein alttestamentliches Opferlamm in vollkommener Weise für uns Sünder, der zuvor von Gott erkannt wurde, vor Grundlegung der Welt.
[33:25] Gott fasste diesen Plan deiner und meiner Rettung, hat Christus als Lamm auserwählt und es zu seiner Zeit auf diese Welt gesandt, dass es für uns Sünder sterben würde.
[33:38] Und hier steht dieses Lamm und aus diesem Grund sieht es Johannes als geschlachtetes Lamm, sinnbildlich für das Erlösungswerk, für das Blutvergießen, das es für deine Sünden getan hat.
[33:53] Aber nehmen wir die Gedanken mit aus Vers 4, es ist auch der Löwe aus dem Stamm Judah. Es ist einfach ein kleines, süßes, hilfloses, mutterloses Lamm. Dieses Lamm vereint zugleich den Löwen, den König der Tiere.
[34:09] Und beachten wir auch, dieses Lamm, es wird auch beschrieben, es hat sieben Hörner. Und Hörner sprechen in der Schrift, in der Prophetie, besonders in der Offenbarung, sehr stark von Macht, von Stärke, von Regierung.
[34:24] Sieben, es ist die Zahl, die oft in Bezug auf etwas Vollkommenes angewandt wird. Also wir sehen hier, eine vollkommene Herrschaft, vollkommene Macht verkörpert dieses geschlachtene Lamm.
[34:37] Und weiter wird es beschrieben mit sieben Augen. Sie werden als den Heiligen Geist identifiziert. Auch hier liegt die Zahl sieben. Vollkommene Weisheit, vollkommene Allwissenheit.
[34:49] An dieser Stelle möchte ich ein Zitat von Warren Wierspie anfügen. Er hat zu diesem Abschnitt geschrieben, Zitat, Das Lamm ist auf dem Thron.
[35:00] Manche sentimentalen christlichen Lieder entthronen unseren Herrn und betonen nur sein irdisches Leben. Dort wird Christus als der sanfte Zimmermann oder der bescheidene Lehrer romantisiert.
[35:13] Aber es wird versäumt, den auferstandenen Herrn zu erheben. Wir beten kein Baby in einer Krippe oder keinen Leichnam am Kreuz an. Wir beten das lebendige Lamm Gottes an, das im Mittelpunkt des ganzen Himmels steht.
[35:31] Ja, das Lamm, es ist im Zentrum. Die tausenden Engel, die imposanten Cherubim, die unzähligen Heiligen, sie bilden einen Ring, sie stehen um das Lamm.
[35:44] Aber es steht im Zentrum vor dem Thron Gottes. Gott und das Lamm, sie bilden das Zentrum, denn kein Mensch hat diese Würde auch nur annähernd verdient.
[35:57] Wir beten Gott den Vater an, wie er uns beschrieben wird in Kapitel 4. Aber in der fortlaufenden Offenbarung sehen wir hier auch in Kapitel 5, wir beten auch das außerwählte Lamm Gottes an, das, wie es weiter unten heisst, unterkauft hat für Gott den Vater.
[36:15] Und weiter sagt Warren Whiskey hier zu diesem Gedankengang in Kapitel 5 weiter, wir beten ihn, also das Lamm, an wegen dem, was er ist.
[36:28] Er ist Gott. Wir beten ihn an wegen dem, wo er ist. Er ist im Himmel und zwar im Zentrum des Himmels, direkt vor und auf dem Thron Gottes. Wir beten ihn aber auch an wegen dem, was er tut.
[36:42] Wir lesen es in diesen Verschen. Er hat uns durch sein Blut erkauft und gemacht zu Königen und zu Priestern. Wir beten ihn an wegen dem, was er tut.
[36:52] Er rettet, aber wir sehen weiter er richtet und wir sehen auch weiter er regiert. Lass uns auch diese Gedanken nie vergessen. Er ist nicht bloß unser Retter, sondern ist auch der Richter der Menschheit und der Regent der Welt.
[37:06] Und wir beten ihn auch an wegen dem, was er hat. Weisheit, Macht und Stärke wird uns hier stellvertretend dazu genannt. Das ist dieses Lamm.
[37:23] Das ist der Sohn Gottes. Das ist Jesus, dein und mein Herr und Retter. Und wir sehen, wie sich die Geschichte weiter entfaltet. Diese Offenbarung, diese dritte Offenbarung.
[37:36] Wir sehen, dieses Lamm geht und empfangt diese Schriftrolle. Vers 7. Und es kam und nahm das Buch aus der Rechten dessen, der auf dem Thron saß.
[37:50] Und dazu möchten wir kurz ins fünfte Kapitel vom Johannes-Evangelium gehen und dort einige Verse lesen, die uns dieses Ereignis voraussagen.
[38:00] Vers 20. Vers 8. Vers 8. Und er wird ihm grössere Werke als diese zeigen, damit ihr euch verwundert.
[38:16] Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, welchen er will. Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohn gegeben, damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren.
[38:33] Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. Und genau das sehen wir hier in Kapitel 5. Der Vater sitzt auf dem Thron, er hält diese Rolle in der Hand, das Gericht ist in seiner Hand, doch er übergibt es seinem Sohn.
[38:47] Das Lamm nimmt diese Rolle in Empfang und ab Kapitel 6, Vers 1 sehen wir, und ich sah, als das Lamm eines von den sieben Ziegen öffnete und dann geht das Gericht los. Und ich kann mir gut vorstellen, dass der Johannes beim Anblick dieses Bildes, dieser Offenbarung an diese Stelle dachte, wo er neben Jesus stand und Jesus gelehrt hat, Johannes 5, dass der Vater dem Sohn das Gericht übergeben wird, weil er eben würdig ist.
[39:13] Und wir sehen auch dort in Kapitel 5 von Johannes, wie in Kapitel 17 und an anderen Stellen, diese Einheit zwischen Gott und Vater, wie wir hier diese Einheit haben in Kapitel 4 und 5 von Offenbarung.
[39:27] Gott und der Sohn, sie herrschen, sie allein sind Gott, sie allein sind würdig, angebetet zu werden. Und immer inmitten dieser Einheit zwischen Gott und dem Vater sehen wir auch die Symbolik des Heiligen Geistes, mitten im Lamm die sieben Geister Gottes, mitten um den Thron die sieben Geister Gottes.
[39:46] Wir sehen, es gibt einen Gott, Vater, Sohn, Heiliger Geist, sie sind würdig, angebetet zu werden. Als dieses Ereignis passierte in Vers 8, sehen wir, wie die 24 Ältesten, wie die vier lebendigen Wesen, wie sie Gott, wie sie das Lamm anbeten, wie sie ihn preisen.
[40:12] Und wir sehen hier, sie hatten goldene Harfen in den Händen, also sie hatten jeden eine Harfe in der Hand und sie hatten goldene Schalen, Vollräucherwerk.
[40:24] Und hier an diesem Punkt möchte ich kurz diese Zeremonie im Himmel verlassen und zu uns hier in diesen Raum kommen und einen Gedanken ausführen, der mir sehr wichtig und entscheidend scheint, auch für uns.
[40:37] Wir sehen hier, sie hatten Harfen, die werden nicht genauer erläutert, aber wir sehen diese sieben, diese goldenen Schalen, die alle in ihren Helden hatten und die werden beschrieben.
[40:50] Und zwar heisst es hier, welches die Gebete der Heiligen sind. Ich weiss nicht, wie es dir manchmal geht im Thema der Anbetung.
[41:05] Vielleicht empfindest du das Gebet, besonders die Anbetung, manchmal auch ein bisschen als mühsam. Mir persönlich geht es manchmal so. Ich weiss, das darf man nicht von der Kanzel runter sagen, das stimmt doch was nicht.
[41:19] Aber trotzdem ist es einfach die Wahrheit. Es ist oft ein Kampf, sich die Zeit zur Anbetung zu nehmen, nachdem man die eigenen Wünsche vor Gott ausgebreitet hat.
[41:30] Aber hier haben wir einen Gedanken vor uns im Vers 8, der mich ungeheuer motiviert, angespornt, aber auch sehr nachdenklich gestimmt hat. Vielleicht denkst du manchmal auch, naja, diese Anbetung, sie wird auch überbewertet.
[41:45] Ich habe gestern Gott bereits für meine Erlösung gedankt. Ich habe ihm gestern schon gesagt, wie groß und mächtig er ist. Weshalb heute schon wieder? Beachten wir, dass die 24 Ältesten, wie gesagt, sie stehen symbolisch für die erlösten Menschen.
[42:01] Es heisst, jeder von ihnen, er hatte eine Schale. Und diese Schale enthielt die Gebete der Heiligen. Und wenn du manchmal denkst, die Gebete, sie sind sinnlos, sie verpuffen irgendwo in der Atmosphäre, in der Stratosphäre oder wo auch immer, so siehst du hier in diesem Vers, nein, sie werden gesammelt.
[42:22] Sie werden aufbewahrt in einer Schale und sie werden Gott in Ewigkeit geopfert und dargebracht. Und insbesondere die Anbetung, die Gebete, in denen wir Gott würdigen, erhöhen und preisen für das, was er ist.
[42:37] Diese Gebete, sie haben in Ewigkeit Bedeutung. Sie sind aufbewahrt in dieser Schale und sie werden in Ewigkeit Gott geräuchert. Was ich damit sagen will, ist offensichtlich.
[42:55] Wir beten hier und haben Gebete, die wir Gott in aller Ewigkeit in Form von diesen symbolisch dargestellten Räucherschalen darbringen werden.
[43:07] Und es heisst hier, ja, jeder hatte eine volle Schale. Natürlich, im Himmel gibt es keine halben Sachen, aber bedenke, es gibt unterschiedlich große Schalen. Und wie gross deine Schale ist, die du in Ewigkeit dem Lame als Opfer darbringen kannst, das liegt heute in deiner Verantwortung.
[43:26] Und es hängt davon ab, was für eine Stellung du zur Anbetung hast. Hat sie bei dir keine Priorität, wird deine Schale zwar voll, aber wahrscheinlich nicht sehr gross sein.
[43:38] Jesus wird uns hier als das Lamm vorgestellt, das um deinetwillen geschlachtet wurde. Und willst du wirklich in Ewigkeit mit einem kleinen Schale vor ihm erscheinen?
[43:52] Ja, meine Zeit, sie neigt sich dem Ende entgegen und wir sehen der Gottesdienst im Himmel dem Höhepunkt entgegen. Und damit beginnt die vierte Offenbarung, das vierte Ich sah, ab Vers 11.
[44:06] Und dort wird uns das geschlachtete Lamm nicht mehr mit Fokus auf das geschlachtete Lamm dargestellt, sondern wir sehen dort das erhöhte Lamm. Das herrschende, das regierende, das mächtige Lamm, das in Kürze die Gerichte eröffnen wird.
[44:24] Und ich finde einfach dieser Abschnitt hier in Offenbarung 5, es zeigt uns bildlich in Farbe das, was der Paulus in Philipper 2, 5 bis 11 aufzeigt.
[44:37] König, Lamm, König. Und wir sehen, wie dem Johannes dies in diesem Bild gezeigt wurde. Und es zeigt uns eben dieser ganze Werdegang von Ewig Gott, erniedrigt bis zum Tod am Kreuz.
[44:51] Aber, und oft hören wir dort irgendwie einfach auf beim Lesen ab Vers 8 in Philipper 2. Er ist Herr, er ist Herrscher, er regiert. Er ist nicht einfach Retter und nichts anderes.
[45:03] Er ist König, er ist würdig. Und das kommt hier zum Ausdruck. Er wird angewetet, er wird gepriesen von allem, was im Himmel ist.
[45:15] Er ist derjenige, der würdig ist. Macht zu empfangen, Macht über mein Leben, über dein Leben. Macht über die Gemeinde, über die Welt, über das Universum. Vers 12.
[45:27] Er ist weiter zu empfangen. Reichtum. All dein Besitz, all dein Habe. Er ist würdig zu empfangen. Weisheit. Meine, deine besten intellektuellen Fähigkeiten.
[45:39] Stärke. Deine besten leiblichen Kräfte für seinen Dienst. Ehre. Das ausschliessliche, reine Verlangen, ihn durch dein Handeln in der Praxis, durch deinen heiligen Wandel zu verherrlichen.
[45:50] Er ist würdig zu empfangen. Herrlichkeit. Mein ganzes Leben gehört ihm zur Ehre. Und er ist zu empfangen. Lobpreis.
[46:01] Unser Lobpreis in Lied, in Wort. Ihm allein sei es geweiht. Ihm allein gehört. Ja, liebe Geschwister.
[46:13] Es herrscht viel Unklarheit über dieses Thema. Aber ich denke, dass dieser Abschnitt aus Offenbarung 5 uns wieder ein richtiges biblisches Bild zu diesem Thema vermittelt hat.
[46:25] Wir sind umgeben von Menschen, die sich anbeten, die das Geld anbeten, die die Sexualität anbeten, die Freizeit, geschaffene Dinge. Und wir lassen es uns sehr oft von ihnen prägen, mitreißen.
[46:39] Denn auch in uns ist diese sündige Natur, die das Falsche anbetet und die selbst auch angebetet werden will. Aber Offenbarung 5 zeigt uns, wer im Zentrum ist und wer allein würdig ist, zu empfangen.
[46:55] Es sind diese vier Wahrheiten, die wir gesehen haben. Erstens, Gott herrscht. Er sitzt auf dem Thron. Zweitens, da ist eben kein Mensch, der würdig ist. Sie sind Sünder.
[47:06] Sie wurden erlöst vom Lamm oder aber sie werden gerichtet vom Lamm. Wir sahen Christus, das Lamm, der König, der Stamm aus dem Juda, der Opferlamm für unsere Sünden wurde.
[47:17] Und wir sahen, dass Christus eben regiert. Er ist Retter und Herr. Ja, liebe Freunde, wen oder was betest du an?
[47:30] Ich hoffe, du kannst diese eingangs gestellte Frage persönlich beantworten, auch anhand von dessen, was wir heute Morgen vor uns hatten.
[47:41] Und bedenke, dass deine Gebete, dass deine Anbetung heute in Ewigkeit von Bedeutung sein wird, wie wir es in Vers 8 gesehen haben. Und deshalb lassen wir es schliessen mit dem Vers aus Römer 12, Vers 1.
[47:55] Und es ist derselbe Gedanke. Paulus erklärt uns das Evangelium. Er zeigt uns das geschlachtete Lamm in den ersten Kapiteln vom Römerbrief. Und dann kommt seine Schlussfolgerung.
[48:07] Wir legen den Fokus vielleicht oft auf Worte. Und Worte sind gut. Anbetung ist wichtig. Aber Paulus sagt uns auch, und das wäre jetzt der Beginn zur nächsten Predigt, wie Anbetung eben auch aussieht.
[48:20] Und das ist unser eben ganzer Wandel. Er sagt dort, ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes eure Leiber darzustellen, als ein lebendiges, heiliges, gottwohlgefälliges Schlachtopfer, was euer vernünftiger Gottesdienst sei.
[48:36] Das ist wahre Anbetung. Ihn zu erheben mit unseren Worten, mit unseren Gedanken. Aber es muss sich in unserem Wandel, in Heiligkeit, in der verherrlichen Gottes widerspiegeln.
[48:48] Und nichts Geringeres ist der Sinn und das Ziel deines und meines Lebens. Wir beten. Unser Gott und Vater, du bist würdig zu empfangen, Ehre, Macht und Stärke, denn du herrschst, du regierst, du bist Gott von Ewigkeit her.
[49:11] Und du hast einen Plan der Errettung gehabt. Du hast Jesus, deinen Sohn. Du hast Gott dazu bestimmt, Lamm, Retter der Menschheit zu werden. Und wir beten dich, Herr Jesus Christus, dass du Mensch geworden bist, dass du auf diese Erde gekommen bist.
[49:28] König, aber du wurdest das Lamm. Du hast dich schlachten lassen, damit du uns für Gott den Vater erkaufen kannst in all Ewigkeit. Deshalb und wegen all dem, was du bist und du tust, bist du würdig, angebetet zu werden.
[49:44] Nicht allein mit unseren Worten, sondern vor allem auch durch unser Leben, indem wir unseren Wandel wirklich nach deinen Gedanken leben. Bitte gib uns Gnade hierzu.
[49:55] Und wir bitten dich jetzt auch für diesen weiteren Verlauf dieses Gottesdienstes. Wir möchten uns wirklich ganz speziell mit diesem Gedanken, dass du uns für Gott losgekauft hast, weiter beschäftigen.
[50:08] Gib uns Gnade, dass wir dich würdig in unseren Herzen, mit unseren Stimmen erheben können in der Anbetung. Danke, dass du uns zu deinem Tisch geführt hast, durch das Blut, das du für uns vergossen hast.
[50:20] Amen.