Achtung - Hinterlistige Wiedersacher

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Prediger

Andreas Bischoff

Datum
28. Februar 2022

Transkription

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[0:00] Wir wollen zum Anfang noch beten. Treuer himmlischer Vater, ich habe herzlich Dank für diesen wunderschönen Sonntagmorgen, den wir hier in Turbental zusammen verbringen dürfen, für diese Gemeinde, die wir hier haben dürfen, dass wir Teil deiner Gemeinde sein dürfen als lebendige Glieder, Herr.

[0:19] Ich habe herzlich Dank für dein Wort, welches wir niedergeschrieben in einem Buch der Bibel haben dürfen, Herr. Wenn wir in deinem Wort lesen, so lernen wir uns selbst kennen. Aber wir lernen vor allem, vor allem dich kennen.

[0:31] So bitten wir auch für diesen heutigen Morgen, dass du uns dein Wort auftust, dass du uns die Wunder in deinem Wort zeigst. Und, Herr, dass du uns zu Tätern deines Wortes machst, Herr, dass wir deinem Wort und dir treu sein dürfen.

[0:44] Herr, segne diesen Sonntagmorgen. Amen. Als der Missionar Hudson Taylor sich auf seiner ersten Reise nach China befand, wurde das Schiff vielfach durch Windstille und widrige Winde in der Fahrt gehemmt.

[1:05] Einmal fuhr man an einer Insel vorbei, von der man sagte, dass sie von Kannibalen bewohnt war. Gerade da ließ der Wind wieder nach und das Schiff trieb auf der spiegelglatten Fläche langsam der verhängnisvollen Küste zu.

[1:20] Entsetzen packte die Reisegesellschaft bei dem Gedanken an den schauerlichen Empfang, der sie erwartete. Der Kapitän kam in seiner Not und Angst zu dem Missionar, zu Hudson Taylor und sagte, Sie glauben ja, dass Gott Gebete erhört.

[1:36] Rufen Sie ihn an. Wenn Ihr Gebet nicht hilft, sind wir verloren. Ich will beten, erwiderte Taylor. Doch nur unter einer Bedingung, dass sie alle Segel setzen lassen, um den Wind aufzufangen, den Gott senden wird.

[1:51] Der ungläubige Kapitän fürchtete sich, lächerlich zu machen und wollte die Segel nicht bei völliger Windstille entfalten. Der Missionar aber erklärte, er werde nicht eher beten, als bis der Kapitän sich auf die Erhöhung seines Gebets eingerichtet habe.

[2:08] Näher und näher trieben sie der Küste zu. Da, endlich erfüllte der Kapitän den Wunsch des Fahrgastes, obwohl noch kein Lüftchen wehte.

[2:19] Hudson Taylor zog sich in seine Kabine zurück und legte dem Herrn die gemeinsame Not vor. Während er noch betete, klopfte es laut an der Tür.

[2:30] Der Kapitän stand draußen und rief, Beten Sie noch immer um Wind? Sie können aufhören. Wir haben mehr, als wir brauchen. Und so war es. Im Augenblick der höchsten Gefahr, als das Schiff sich schon ganz nah am Land befand, war Wind aufgekommen, der das Fahrzeug auf die hohe See zurücktrieb.

[2:51] Eine wunderbare Episode aus dem Leben des Hudson Taylor. Zum einen sehen wir hier die Reisegesellschaft und der Kapitän. Sie waren in Not. Sie hatten Angst. Und diese Angst, die lähmte sie.

[3:03] Alles Menschenmögliche haben sie wahrscheinlich schon getan, aber ohne Wind. Irgendwann sind sie an jenen Punkt gekommen, wo sie eigentlich von Anfang an hätten drauf kommen müssen.

[3:16] Das Gebet. Auf der anderen Seite haben wir einen Mann, Hudson Taylor, welcher von ganzem Herzen Gott vertraute und diesem Vertrauen zu Gott betete.

[3:29] Doch warum? Warum konnte Hudson Taylor so bedingungslos Gott vertrauen und hatte keine Angst? Hudson Taylor kannte seinen Gott.

[3:40] Er wusste, wem er vertraute. Nicht irgendjemandem, sondern dem allein mächtigen Gott. Wir haben bei meiner letzten Predigt ein wenig in das Leben des Nehemiah hineingeschaut.

[3:52] Auch er war in seiner Situation mit Angst konfrontiert. Seine Feinde wollten ihn einschüchtern und in Furcht versetzen. Doch Nehemiah hatte seinen Fokus stets auf seinen Dienst gerichtet.

[4:06] Nehemiah vertraute dem Herrn und ließ sich nicht einschüchtern. Wieso konnte Nehemiah dem Herrn so bedingungslos vertrauen, ohne dass die Angst ihn lernte? Aus demselben Grund, wieso auch Hudson Taylor seinem Gott so vertrauen konnte.

[4:23] Sie kannten ihren Gott. Wir haben beim letzten Mal den Abschnitt aus Nehemiah 6, Vers 1 bis 9 angeschaut und dabei betrachtet, wie Nehemiah mit der Gefahr von außen durch seine Feinde umgegangen ist.

[4:38] Heute wollen wir weiterfahren, aber die Gefahr kommt nun nicht mehr von außen. Nehemiah war ja im Auftrag Gottes, an der Arbeit die Mauer Jerusalems wieder aufzubauen.

[4:50] Er hatte dafür auch persönlich die Zustimmung des persischen Königs Arthasasta erhalten. Nehemiah hatte nämlich vorher am Königshof als Mundschenk gearbeitet und er hatte somit einen ziemlich guten Zugang zum König.

[5:03] Doch, wie wir beim letzten Mal gesehen hatten, es hatten nicht alle Freude daran, dass Nehemiah diese Stadtmauer wieder aufbauen wollte. Allen voran versuchten drei unter dem Namen Sanballat, Tobia und Geshem erwähnte Männer, dieses Werk zu vereiteln.

[5:20] Auch kamen in den eigenen Reihen Schwierigkeiten auf, welche aber mit Gottes Hilfe geregelt werden konnten. Kurz vor dem Abschluss des Werkes versuchten die Feinde mit aller List, Nehemiah davon abzuhalten, dieses Werk zu vollenden.

[5:37] Und nachdem wir in den ersten Versen des sechsten Kapitels die feindlichen Angriffe, die eben von außen gekommen sind, angeschaut haben, kommt die Gefahr in unserem Abschnitt heute aus den eigenen Reihen.

[5:48] Und so habe ich meine Predigt mit dem folgenden Titel überschrieben. Achtung, hinterlistige Widersacher. Achtung, hinterlistige Widersacher.

[6:01] Wir lesen miteinander die restlichen Verse in Nehemiah 6. Nehemiah 6, Vers 10 bis 19. Nehemiah 6, Vers 10 bis 19.

[6:14] Und ich kam in das Haus Shemayas, des Sohnes Delaias, des Sohnes Mehetabels, der sich eingeschlossen hatte.

[6:25] Der sagte, wir wollen uns im Haus Gottes treffen, im Innern des Tempelraums und die Türen des Tempelraums verschließen. Denn sie wollen kommen, um dich umzubringen.

[6:35] Und zwar kommen sie in der Nacht, um dich umzubringen. Ich aber sagte, ein Mann wie ich sollte davonlaufen. Und wer von meinesgleichen könnte in den Tempel hineingehen und am Leben bleiben?

[6:50] Ich gehe nicht mit hinein. Und ich merkte, nein, nicht Gott hatte ihn gesandt, sondern er redete die Prophezeiung über mich, weil Tobia und Sambalat ihn angeheuert hatten.

[7:01] Dazu war er angeheuert worden, dass ich auch aus Furcht zu handeln und mich versündigen sollte. So hätten sie einen Anlass zur üblen Nachrede gehabt, damit man mich schmähen könnte.

[7:14] Rechne es, mein Gott, dem Tobia und dem Sambalat nach diesen Taten an und auch der Prophetin Noadia und dem Rest der Propheten, die mich in Furcht versetzen wollten. Und die Mauer wurde am 25. des Monats Elul in 52 Tagen fertiggestellt.

[7:32] Und es geschah, als alle unsere Feinde es hörten, da fürchteten sich alle Nationen, die rings um uns her waren, und unsere Feinde sanken sehr in ihren Augen. Und sie erkannten, dass dieses Werk von unserem Gott aus geschehen war.

[7:47] In denselben Tagen ließen auch einige der Edlen von Judah viele Briefe an Tobia abgehen, und solche von Tobia kamen an sie. Denn es gab viele Judah, die sich mit ihm einen Eid verbunden hatten.

[8:00] Denn er war der Schwiegersohn Shechanias, des Sohnes Arachs. Und sein Sohn Johannan hatte die Tochter Meshulams, des Sohnes Berechias, zur Frau genommen. Auch sprachen sie von mir von seinen guten Taten und hinterbrachten ihm meine Worte.

[8:15] Und Tobia sandte Briefe, um mich in Furcht zu versetzen. Ich möchte dir heute zeigen, damit auch du in Bedrängnis und bedrohenden Schwierigkeiten ein treuer Diener Gottes sein kannst, musst du deinen Fokus richtig setzen.

[8:35] Anhand des Lebens von Nehemia möchte ich mit dir drei Merkmale anschauen, welche mitunter einen treuen Diener Gottes ausmachen. Drei Merkmale eines treuen Diener Gottes.

[8:48] Erstens, ein treuer Diener Gottes rennt nicht davon. Zweitens, ein treuer Diener Gottes ist nicht auf das Geld bedacht. Und drittens, ein treuer Diener Gottes kennt Gottes Macht.

[9:03] Ein treuer Diener Gottes rennt nicht davon. Er ist nicht auf das Geld bedacht. Er kennt Gottes Macht. Und so kommen wir zu unserem ersten Merkmal. Ein treuer Diener Gottes rennt nicht davon.

[9:18] Es steht hier, dass Nehemiah in das Haus des Shemaya gekommen ist. Nehemiah nennt hier nicht nur dessen Namen, sondern auch dessen Abstammung. Er nennt den Namen des Vaters und des Großvaters des Shemaya.

[9:32] Dieser Kurzstammbaum zeigt uns, dass dieser Shemaya eine ziemlich bedeutende Persönlichkeit war. Es war also nicht irgendein Mann, sondern dieser Mann hatte für Nehemiah eine Bedeutung.

[9:43] Dass Nehemiah unter jenen Umständen zu Shemaya ins Haus ging, zeigt uns, dass er diesem Shemaya eigentlich vertraute. Erst gerade wollten Nehemiahs Feinde ihn von dem Werk weglocken und ihm Böses antun, so war Nehemiah ja grundsätzlich gewarnt.

[10:02] Doch weil er offensichtlich Shemaya vertraute, ging er auch in dessen Haus. Wir halten fest, Shemaya war also eigentlich Freund und kein Feind.

[10:14] Tobias, Anbalat und Geshem, das waren offensichtliche Feinde, doch diesmal handelte es sich um einen Freund. Dieser Shemaya, wir haben es gelesen, er hatte sich in seinem Haus eingeschlossen. Er wollte Nehemiah zeigen, dass er auf seiner Seite sei und sich um seine Sicherheit, um Nehemiahs Sicherheit ernsthaft Sorgen machen würde.

[10:32] Es ist davon auszugehen, dass Shemaya Nehemiah zu sich kommen ließ. Jetzt, da Nehemiah bei diesem vermeintlichen Freund sitzt, beginnt er mit dem Grund dafür, warum Nehemiah zu ihm kommen musste.

[10:48] Wir wollen uns im Haus treffen, im Inneren des Tempelraums und die Türen des Tempelraums verschließen, denn sie wollen kommen, um dich umzubringen. Shemaya wollte sich mit Nehemiah im Haus Gottes treffen, aber nicht einfach nur im Haus Gottes.

[11:07] Er wollte Nehemiah dazu bringen, mit ihm ins Innere des Tempelraums zu gehen, denn anscheinend, so sagte Shemaya, wollten Nehemiahs Feinde in der Nacht kommen, um Nehemiah umzubringen.

[11:18] Dieser Shemaya trat also als Prophet vor Nehemiah auf, doch wir werden gleich sehen, er war ein falscher Prophet. Denn das Innere des Tempelraums war nichts anderes als das Allerheiligste.

[11:33] Er kannte den Shemaya die Schrift nicht, doch er kannte die Schrift ganz bestimmt sehr gut und genau darum wollte er Nehemiah ins Allerheiligste bringen. Doch Nehemiah kannte Gott und sein Wort besser und wusste, dass nur der hohe Priester in das Allerheiligste treten darf.

[11:51] Und dies nur an dem einen Bustag im Jahr am Yom Kippur. Wir lesen dies schön in Hebräer 9, Vers 6 bis 7. Hebräer 9, Vers 6 bis 7.

[12:02] Und so sagt Nehemiah sehr klar, dass er ganz bestimmt nicht in das Innere des Tempels gehen werde.

[12:29] Er liefert dem Shemaya zwei Gründe, warum er bei dieser Sache ganz bestimmt nicht mitmacht. Erstens, sollte ein Mann wie ich fliehen? Und zweitens, wie könnte ein Mann wie ich in den Tempel gehen und am Leben bleiben?

[12:46] Ein Mann wie ich? Was war denn Nehemiah für ein Mann? Wir haben es beim letzten Mal schon festgestellt. Nehemiah war ein Mann, der Gott vertraute.

[12:56] Ein Mann wie Nehemiah ist ein treuer Diener Gottes. Nehemiah kannte seinen Auftrag von Gott, dieses Werk zu vollenden. Und schließlich war er auch vom König höchstpersönlich zu diesem Werk entsandt worden.

[13:12] Er hatte seinen Fokus voll auf dieses Werk gerichtet. Und alles, was nicht zur Erbauung dieser Mauer dienen würde, konnte somit gar nicht von Gott sein. Nehemiah wusste auch, dass sein ganzes Volk auf ihn schaute und er somit eine große Verantwortung besaß.

[13:30] Nehemiah wusste auch ganz genau, welche Konsequenzen es haben kann, wenn er einfach in das Allerheiligste gehen würde. Denn egal, ob er am Leben bleiben würde oder bei dieser Sache umkommen würde, er hätte das Haus Gottes entweiht.

[13:45] Nehemiah war kein Priester und er durfte somit das Heiligtum niemals betreten. Doch genau das wollte Shemaiah. Die Feinde wollten, dass Nehemiah sich an Gott versündigen würde.

[13:57] Hätte Nehemiah das Haus Gottes entweiht. Die Feinde hätten es überall herum erzählt. Die Feinde hätten Nehemiah in der gesamten Umgebung verlästert. Wahrscheinlich hätten sich dann tatsächlich viele Freunde und Verbündete von Nehemiah distanziert.

[14:13] Und sicher wäre auch die Vollendung dieses wichtigen Werkes in grosser Gefahr gewesen. Wir sehen, die Feinde wollten Nehemiah erneut in Angst und Schrecken versetzen.

[14:25] Ein Mensch, der Angst hat, ist wie gelähmt. Ein solcher Mensch ist nicht mehr fähig, seine Aufgaben zielführend zu vollenden. Doch Nehemiah hatte keine Angst und er hatte den Mut, Nein zu sagen.

[14:40] Nils hat es vorher in dem Kurzbericht vom Missionar gesagt, seinem treuen Diener Gottes geht es nicht um sein Überleben. Es geht ihm um das Leben für Gott.

[14:50] Und so ging es auch Nehemiah nicht um das Überleben. Es ging ihm um das Leben für Gott. Vers 11 Und ich merkte, Vers 11, ich gehe nicht mit hinein.

[15:05] Ein Mann wie ich sollte davonlaufen. Ein treuer Diener Gottes rennt nicht davon. Nehemiah hat erkannt, dass Schemaja als Wolf im Schafspelz zu ihm gekommen war.

[15:16] Er hatte dies erkannt, weil Nehemiah Gott und sein Wort kannte. Und weil er Gott kannte, konnte er ihm auch bedingungslos vertrauen. Nehemiah hatte den richtigen Fokus gesetzt und musste somit nicht in Angst fliehen.

[15:32] Wir haben das Beispiel mit der Banknote schon oft gehört, doch ich finde es immer wieder so passend. Du musst nicht jede einzelne Fälschung kennen, um sie als Fälschung zu identifizieren.

[15:42] Du musst allein die echte Banknote sehr gut kennen. Dann kannst du jede Fälschung als Fälschung identifizieren. Und so musst du auch nicht jede Art von Irrlehre kennen.

[15:53] Aber du musst deinen Gott und sein Wort kennen. Dann kannst du jeden falschen Propheten und jeden Wolf im Schafspelz als solche identifizieren. Und diesen Aspekt bringt auch Titus, als er die Anforderungen für Älteste erläutert, die auch für uns gelten.

[16:10] In Titus 1, Vers 9. Titus 1, 9. Der an dem der Lehre gemäßen zuverlässigen Wort festhält, damit er fähig ist, sowohl mit der gesunden Lehre zu ermahnen, als auch die Widersprechenden zu überführen.

[16:26] Und auch Jesus selbst warnt uns vor diesen falschen Propheten in Matthäus 24, 24. Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und es werden grosse Zeichen und Wunder getan, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.

[16:48] Und die werden nicht angeschrieben mit falscher Prophet kommen. Sie werden kommen als Wölfe im Schafspelz. Paulus warnt uns in Galater 1, 8 ebenfalls und trifft damit genau auch in unserer Zeit.

[17:02] Galater 1, 8. Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium verkünden würden, als das, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht.

[17:14] Wie kommt auch bei uns immer mehr Evangelium auf, welches nicht das Evangelium Jesu Christ ist. Paulus schreibt den Ältesten in Ephesus, in Apostelgeschichte 20, Vers 30.

[17:28] Und aus eurer eigenen Mitte, wie hier bei Nehemia, aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen hinter sich.

[17:42] Immer mehr kommen Strömungen in die evangelikale Welt und verunsichen die Christen. Vieles klingt so verlockend und schließlich steht es sogar oft, steht Jesus drauf. Wie leicht fallen dann auch gläubige Scharenweise auf diese neuen Strömungen herein und schenken jenen ihren Glauben.

[18:00] Und wieso? Weil sie leider Gott und sein Wort viel zu wenig kennen. Du tust gut daran, viel, und ich meine viel, Zeit zu investieren, deinen lebendigen Gott und sein Wort zu studieren und kennenzulernen.

[18:16] Nehemia kannte sein Wort und Gott und so konnte er den vermeintlichen Freund als falschen Propheten identifizieren. Nehemia kannte Gott und sein Wort und so wusste er, dass er nicht in das Allerheiligste gehen darf.

[18:32] Nehemia kannte Gott und sein Wort und darum wusste er, dass er auf ihn vertrauen konnte. Nehemia kannte Gott und sein Wort und so musste er nicht davonrennen.

[18:43] Nehemia hatte einen klaren Auftrag vor Augen. Er hatte den Fokus richtig gesetzt. Es war für ihn nicht einfach irgendein Job. Nehemia war ein Leiter.

[18:55] Er war ein Hirte und weil er als Hirte und als Leiter seinen Job ernst nahm, konnte er gar nicht davonrennen. Jesus selbst lehrt uns mit seinem Leben in Johannes 10, Vers 12 bis 13.

[19:07] Johannes 10, Vers 12 bis 13. Der Mietling aber, der kein Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht.

[19:20] Und der Wolf raubt und zerstreut die Schafe. Der Mietling aber flieht, weil er ein Mietling ist und sich nicht um die Schafe kümmert. Und Jesus, er ist auch nicht davon gerannt.

[19:34] Jesus war treu in seinem Dienst hier auf der Erde. Jesus war treu bis in den Tod. Ich lese Philipper 2, Vers 5 bis 8. Philipper 2, Vers 5 bis 8.

[19:48] Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein. Aber er enthäusserte sich und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden.

[20:07] Erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod. Ja, bis zum Tod am Kreuz. Jesus war treu. Er war gehorsam bis zu seinem Tod, damit wir, Gläubigen, nun ewiges Leben haben dürfen.

[20:23] Jesus hatte den Fokus richtig gesetzt. Wenn du ein treuer Diener Gottes sein willst, dann musst auch du deinen Fokus richtig setzen und dann kannst du nicht von deinem Auftrag davonrennen.

[20:36] Ein treuer Diener Gottes rennt nicht davon. Und so kommen wir zu unserem zweiten Merkmal. Ein treuer Diener Gottes ist nicht auf das Geld bedacht.

[20:48] Wir wollen uns zusammen anschauen, warum denn Shemaya von einem Freund zu einem Feind wurde. Die kurze Antwort würde lauten, weil Shemaya kein Mann wie Nehemiah war, weil Shemaya kein treuer Diener Gottes war.

[21:03] Gerne möchte ich aber den Fokus auf den Grund legen, warum Shemaya unseren Nehemiah hier so feindlich hinters Licht geführt hatte. Und zwar liefert uns Nehemiah den Grund direkt hier in der Schrift. Und zwar lese ich Vers 12 bis 13 nochmals.

[21:16] Und ich merkte, nein, nicht Gott hat ihn gesandt, sondern er redete die Prophezeiung über mich, weil Tobiah und Zanballat ihn angeheuert hatten.

[21:28] Dazu war er angeheuert worden, dass ich aus Furcht zu handeln und mich versündigen sollte. So hätten sie einen Anlass zur üblen Nachrede gehabt, damit man mich schmähen könnte.

[21:41] Tobiah und Zanballat hatten Shemaya angeheuert. Die Schlachter übersetzt hier mit angeworben. Aber was bedeutet anheuern oder anwerben?

[21:53] Hier bringt es die Luther-Übersetzung auf den Punkt. Aber Tobiah und Zanballat hatten ihm Geld gegeben. Heute würde man sagen, sie haben ihn bestochen, damit er dieses teuflische Spiel mitspielt.

[22:07] Wir wissen nicht, wie viel Geld sie ihm tatsächlich gegeben haben, doch es war anscheinend genug, dass er jegliche Überzeugung weglegte und sich bestechen ließ.

[22:18] Sie haben ihm genug Geld gegeben, dass Shemaya bereit war, seinen Freund zu hintergehen und zu überlisten. Meine Schüler fragen mich manchmal nicht ganz ernst gemeint, wie viel denn bei mir die Note 5 kosten würde.

[22:35] Meine Antwort lautet dann meist, so viel Geld haben sie nicht. Wir hören so oft die Aussage, jeder Mensch ist käuflich. Es kommt nur darauf an, wie viel du ihm bietest.

[22:48] Ist das wirklich so? Bist du auch käuflich? Über Geld spricht man nicht, das hat man. Wie oft trifft auch dieser Sprichwort unserer Zeit.

[22:59] Das Geld ist bei uns eine heilige Kuh und wehe, es redet uns irgendwer rein. Dabei ist es so wichtig, dass wir auch über Geld reden. Wie oft hat doch auch Jesus selbst über Geld gesprochen, über Geld und Reichtum.

[23:13] Zum Beispiel in Matthäus 19,24. Matthäus 19,24. Wiederum sage ich euch, ein bekannter Vers, es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.

[23:28] Jesus sagte nicht, dass ein Reicher nicht ins Himmelreich kommen wird, aber er sagt, dass es ein Reicher schwierig haben wird. Wenn wir nämlich die beiden vorangehenden Verse lesen, verstehen wir diese Aussage.

[23:43] Es handelte sich nämlich um diese Begebenheit, wo ein Mann, der alle Gebote zu halten schien, zu Jesus kommt und ihn fragt, wie er ewiges Leben haben könne.

[23:54] Und Jesus sagte ihm, er solle seine Habe verkaufen und soll den Erlös den Armen geben und dann ihm nachfolgen. Und jetzt lese ich noch die beiden vorangehenden Vers in Matthäus 19, die Verse 22 bis 23.

[24:08] Als aber der junge Mann das Wort hörte, ging er betrübt weg, denn er hatte viele Güter. Jesus aber sprach zu seinen Jüngern, wahrlich, ich sage euch, schwer wird ein Reicher in das Reich der Himmel hineinkommen.

[24:24] Willst du reich werden? Auch in den Briefen finden wir immer wieder Anweisungen über dieses Geld. So, zum Beispiel in 1. Timotheus 6, Vers 10. Denn eine Wurzel alles Bösen ist die Geldliebe, nach der einige getrachtet haben und von dem Glauben abgeirrt sind und sich selbst mit vielen Schmerzen durch Sport haben.

[24:47] Oder eine ganz wichtige Anweisung in Hebräer 13, 5. Hebräer 13, 5. Der Wandel, damit ist unser Wandel gemeint, sei ohne Geldliebe. Begnügt euch mit dem, was vorhanden ist, denn er hat gesagt, ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen.

[25:05] Das Geld kann sehr schnell gefährlich werden und vor diesem Problem bist auch du als Christ nicht gefeit. Du musst deinen Fokus richtig setzen, nicht, dass du irgendwann auch ein Shemaya wirst.

[25:19] Ein Nehemia lässt sich nicht kaufen, ein treuer Diener lässt sich nicht kaufen, er ist nicht auf das Geld bedacht. Es gibt dabei aber etwas Grundsätzliches zu beachten, das Geld, das Geld, das du besitztest, ist nicht dein Geld.

[25:35] Es gehört allein Gott und ist dir anvertraut worden. Du bist also nur Verwalter deines Geldes. Wenn du deine Finanzen stets aus diesem Blickwinkel betrachtest, wird dein Leben plötzlich ein bisschen einfacher.

[25:50] Sei dir bewusst, dass du vor Gott verantwortlich bist, was du mit deinem Geld machst. Also schaue, dass das Geld dir nicht zubedeutend wird, denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.

[26:04] Matthäus 6, 21 Schemaja hat für Geld Nehemia begangen. Das ist Verrat. Ist uns diese Geschichte nicht von irgendwoher bekannt?

[26:18] Ich lese Matthäus 16, Vers 14 bis 16. Dann ging einer von den Zwölfen, Judas Ischariot mit Namen, zu den hohen Priestern und sprach, was wollt ihr mir geben und ich werde ihn euch überliefern?

[26:34] Sie aber setzten 30 Silberlinge fest und von da an suchte er Gelegenheit, ihn zu überliefern. Was machen die Menschen nicht auch heute alles für ein bisschen Geld?

[26:49] Es gibt sogar Fernsehsendungen, bei welchen sich die Leute öffentlich demütigen lassen, nur um ihren Kontostand ein bisschen aufzubessern. Und was im Hintergrund in der Politik und Wirtschaft alles sich um Geld dreht, möchte ich gar nicht erst ansprechen.

[27:04] Ich denke, wir würden erschrecken, wenn wir erfahren würden, wie viel sich auch in der ganzen Corona-Zeit tatsächlich nur ums Geld drehte. Die Welt hängt ihr Herz nur an das Geld.

[27:15] Geld bedeutet Macht, Geld bedeutet Ruhm. Und wie viele große Männer sind schon gefallen, weil sie dem Geld zu fest nachgeeifert haben. Gut möglich, dass auch du in deinem Leben irgendwann versucht bist, für Geld Dinge zu machen, die nie im Leben der Verherrlichung Gottes dienen können.

[27:37] Vielleicht bist du in diesen Bereichen sogar schon gefallen oder bist sogar jetzt im Begriff in diesen Bereich zu fallen. Wie sieht dein Kontostand aus? Wofür gibst du Geld aus?

[27:49] Was bist du bereit zu tun, um mehr Geld zu besitzen? Schemaja hatte seinen Freund Nehemiah verraten. Ein bisschen Geld kann Beziehungen zerstören, ein bisschen Geld kann Leben zerstören.

[28:05] Die Feinde von Nehemiah machten es so, wie es in der Menschheitsgeschichte schon viele Male funktioniert hat. Man greift zuerst mal von außen an. Wenn das nicht funktioniert, dann versucht man es mit einer anderen Taktik wieder von außen.

[28:19] Doch wenn auch andere Taktiken nicht funktionieren, dann probierst du es von innen. Und wie kann man wohl am einfachsten einen Menschen gewinnen, der tatsächlich seine Freunde hintergehen und verraten würde?

[28:33] Mit Geld. Jetzt ist es für die meisten Menschen noch eine Frage des Preises. Für wie viel Geld hättest du Nehemiah hinters Licht geführt? Kennst du deinen Gott?

[28:47] Wenn nicht, dann wäre es nicht verwunderlich, dass du deinen Fokus falsch gesetzt hast und dem Geld nacheiferst. Denn wie soll man auf jemanden vertrauen, den man gar nicht kennt?

[28:59] Wenn du Gott nicht kennst, dann vertraust du ihm auch nicht. Wenn du Gott nicht vertraust, dann vertraust du auf das Geld. Du vertraust auf deine Vorsorgen, auf deine Versicherungen, auf deine Anlagen.

[29:11] Das sind alles gute Dinge. Doch sollst du dein Herz nicht daran hängen. Sobald du auf Finanzen vertraust, bist du noch mehr in Gefahr, in diesen Dingen zu fallen.

[29:24] Auch Christen sind sehr fest in Gefahr, sich an anderen bereichen zu wollen. Auch Christen müssen eine Steuererklärung ausfüllen. Bist du ehrlich in dem, wie du die Steuererklärung ausfüllst?

[29:39] Gott hat dir dein Geld gegeben. Sei ein treuer und ein ehrlicher Verwalter Gottes. Shemaiah war kein Mann wie Nehemia und ist des Geldes wegen gefallen.

[29:50] Bist du ein Mann, eine Frau wie Shemaiah oder wie Nehemia? Sei ein treuer Diener Gottes. Ein treuer Diener Gottes ist nicht auf das Geld bedacht.

[30:02] Wir haben nun angeschaut, dass ein treuer Diener Gottes nicht davonrennt und dass ein treuer Diener Gottes nicht auf das Geld bedacht ist. Nun wollen wir zusammen lernen, dass ein treuer Diener die Macht seines Gottes kennt.

[30:18] Das ist unser dritter Punkt. Ich lese den Vers 14. Rechne es, mein Gott, dem Tobia und dem Sanballat nach diesen ihren Taten an und auch der Prophetin Noadia und dem Rest der Propheten, die mich in Furcht versetzen wollten.

[30:35] Wie schon oft in diesem Buch im Nehemia festgestellt, geht Nehemia mit seinen Anlegen an den richtigen Ort. Ja, manchmal wachstens alles über den Kopf und wir sehen nicht mehr raus und ein.

[30:48] Die Last scheint uns beinahe zu zerdrücken und menschlich gesehen finden wir nicht gerade einen Ausweg. Wie schön ist es dann, wenn wir den einzigen kennen, der souverän über allem steht und alles im Griff hat.

[31:04] Nehemia behielt den Fokus auf seinem Werk, welches er im Dienst für Gott ausführte. Doch das konnte er nur, weil er wusste, auf wen er vertraute.

[31:16] Er vertraute Gott allein, weil er ihn kannte. Er vertraute, weil er wusste, wie mächtig Gott ist. Wie auch Mose in 2. Mose 14, 14, als er vor dem Schilfmeer stand zum Volk, sagte, der Herr wird für euch kämpfen, ihr aber werdet still sein.

[31:36] So sagt auch Nehemia hier, der Herr wird für mich kämpfen und ich werde still sein. Er wandte seinen inneren Blick in den Himmel und betete zu Gott.

[31:47] Nehemia bittet Gott, seinen Feinden zu gedenken nach ihren Werken. Er sagt also mit anderen Worten, Herr, richte du meine Feinde. Namentlich führt er dann drei seiner Feinde auf, Tobia, Sanballat und eine uns unbekannte Prophetin Noadia.

[32:04] Nehemia Die Angriffe des Tobia und Sanballat ziehen sich durch die ganze Geschichte hindurch und so ist es nicht verwunderlich, warum Nehemia diese hier namentlich erwähnt. Als zweiten Teil seiner Feinde führt dann Nehemia die Propheten auf, welche ihn ebenfalls in Furcht versetzen wollten und erwähnt dann eben diese Noadia, von welcher er sich anscheinend besonders bedroht fühlte.

[32:29] Für mich ist es ein schönes Ich denke, Nehemia hätte mit der Unterstützung des Königs vielleicht noch mehr gegen seine Feinde unternehmen können.

[32:41] Doch dies hätte ihm wiederum von seinem Werk abgehalten. So geht Nehemia zum Herrn und überlässt seine Feinde allein ihm. Dieses Prinzip gilt auch dir.

[32:54] Lass den Herrn deine Feinde richten. Ein treuer Diener Gottes kennt die Macht seines Herrn und so kann er seine Feinde getrost ihm überlassen. Und Jesus geht im Neuen Testament noch weiter.

[33:07] Wir haben im Zuge der Predigt diese Verse wahrscheinlich schon bald auswendig gelernt. Ich lese aus der Bergpredigt in Matthäus 5 Vers 38 bis 47 Ihr habt gehört, dass den Mantel und wenn jemand dich zwingen wird deine Meile zu gehen mit dem geht zwei gib dem der dich bett und weise den nicht ab der von dir borgen will.

[33:45] Ihr habt gehört, dass gesagt ist, du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch, liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist.

[33:59] Denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr?

[34:10] Tue nicht auch die Zöllner dasselbe? Und wenn ihr allein eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Tue nicht auch die von den Nationen dasselbe? Und er hat es uns vorgelebt, auch dass wir das Richten dem überlassen sollen, welcher gerecht richtet.

[34:34] Ich lese aus 1. Petrus 2 Ab Vers 20. Denn was ist das für einen Ruhm, wenn ihr geduldig Schläge ertragt, weil ihr gesündigt habt?

[34:50] Wenn ihr aber für Gutes tun leidet und es geduldig ertragt, das ist Gnade bei Gott. Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt.

[35:06] Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden. Als er geschmäht wurde, schmäht er nicht wieder. Als er litt, droht er nicht, sondern übergab es dem, der Gericht richtet.

[35:21] Wie oft hast du vielleicht einen Groll gegen eine Person in deinem Herzen. Du fühlst dich benachteiligt, hintergangen, vielleicht fühlst du dich schlecht behandelt.

[35:34] Und jetzt sage ich dir, überlasse diese Angelegenheit dem Herrn. Richte du nicht, sondern lass den Herrn richten. Du sagst, du kannst das nicht?

[35:45] Doch, du kannst das, aber nur dann, wenn du deinen Gott kennst. Denn wenn du Gott wirklich kennst, dann weißt du, wie mächtig Gott ist und dass du dich voll auf ihn verlassen kannst, dann weißt du, dass er über allem steht, dann weißt du, dass er souverän ist, dann weißt du, dass er ein gerechter Richter ist und dass er auch deine Feinde gerecht richten wird.

[36:08] Gott wird irgendwann auch jeden Verantwortungsträger richten, seines Politiker, seines Firmenchefs und so weiter. Jeder wird irgendwann Rechenschaft ablegen müssen für seinen Verantwortungsbereich.

[36:22] Lass den Herrn richten. Gott hat mehr Möglichkeiten, jede Sache zum Guten zu wenden und jeden deiner Feinde zu richten, als du dir je vorstellen kannst.

[36:34] Gott lässt Menschen in dein Leben, die dich stören. Gott will dich Geduld lehren. Ich gebe dir einen Rat, lege diese Menschen täglich dem Herrn hin und bitte um den Segen für ihr Leben.

[36:47] Dann wirst du merken, wie der Herr hilft, indem er zuerst auch dein Herz verändert. Ich lese Vers 15. Und die Mauer wurde am 25.

[36:58] des Monats Elul in 52 Tagen fertiggestellt. Gott bringt seine Pläne souverän zustande, dass nichts ihn daran hindern könnte.

[37:11] Der 25. des Monats Elul ist ein Tag Mitte September. Gottes Wort lehrt hier ganz trocken, dass die Mauer nach 52 Tagen an diesem Tag fertiggestellt wurde.

[37:23] Für den Glaubenden ist dies alles andere als eine Überraschung. Für den treuen Diener Gottes, welcher die Macht Gottes kennt, ist es doch nichts als selbstverständlich, dass Gottes Pläne ganz bestimmt zustande kommen werden.

[37:37] Doch was ist mit den Feinden und den Nationen um Jerusalem, welche die Sache mitbekommen haben? Wir lesen in Vers 16 Und es geschah, als alle unsere Feinde es hörten, da fürsteten sich alle Nationen, die rings um uns her waren, und unsere Feinde sanken sehr in ihren Augen, und sie erkannten, dass dieses Werk von unserem Gott aus geschehen war.

[38:03] Die Feinde Nehemiahs sanken sehr in den Augen der umliegenden Nationen. Für die Nationen war es wohl gut, dass Jerusalem in Schutt lag. Doch jetzt ist die Mauer plötzlich wieder sicher und intakt.

[38:17] Jerusalem ist plötzlich wieder vor Angriffen geschützt. Wenn ich selber in Unterwäsche meinem Feind gegenüberstehe, macht dies nicht besonders großen Eindruck. Doch wenn ich meine Rüstung, die ja zu meinem Schutz dient, wieder anziehe, dann kann die schon Eindruck machen.

[38:34] So war es auch mit Jerusalem. Die Nationen kannten sehr wohl die großen Siege, welche das Volk Israel mit Hilfe von Gott einfahren durfte. Doch für die Nationen schien es so, als ob Gott Jerusalem verlassen hätte, da die Mauer in Schutt und Asche lag.

[38:50] Jerusalem stand in Unterwäsche vor ihnen und wurde zum Spott. Doch die Mauer war nun fertig. Jerusalem hatte die Rüstung angezogen und war bereit.

[39:01] Die Nationen hatten sicherlich mitbekommen, dass die Feinde alles daran setzten, dieses Werk zu verheiteln. Doch sie schafften dies nicht und hatten daher nicht mehr das beste Ansehen bei den Nationen.

[39:16] Die Nationen hingegen merkten, dass Gott hinter diesem ganzen Werk stehen musste, denn sonst wäre das nie, nie zustande gekommen. Ja, natürlich wurde die Mauer unter Nehemia wieder aufgebaut, doch dieser hatte nur durch Gott die Kraft und Fähigkeit zu diesem Werk.

[39:35] Er vertraute allein auf die Macht Gottes. Gott wirkt durch treue Menschen, doch es ist Gott, der am Werk ist. Und diesmal mussten auch die Nationen wieder einmal mehr merken, dass Gottes Macht einfach größer ist als jede andere Macht.

[39:53] Und wir wissen, dass sich irgendwann jedes Knie vor Gott beugen wird, manche aus Glauben und Anbetung, aber auch viele aus Furcht. Wenn du ein treuer Diener deines Gottes sein willst, dann musst du die Macht deines Gottes kennen.

[40:11] Wenn du ein treuer Diener Gottes bist, dann ist es auch für dich selbstverständlich, dass Gott seine Pläne immer und mit immer, meine ich immer, zustande bringen wird.

[40:21] Gott hast das Gefühl, die Welt steht Kopf, du hast das Gefühl, dass alles drunter und drüber geht, das gehört alles zu Gottes souveränem Plan.

[40:34] Du hast ein bisschen Angst vor der Zukunft, genau das will die Welt. Wenn du Menschen Angst machen kannst, dann machen sie plötzlich, was du willst. Wieso kann auch der Staat manchmal Gesetze und Entscheide, die eigentlich unvorstellbar schienen, einfach durchspringen.

[40:52] Man macht den Menschen Angst und verunsichert sie. Man beachte die letzten beiden Jahre und bedenke, wie der Staat und die Medien mit dem Verbreiten von Angst und Verunsicherung viele Zustimmung erhalten haben.

[41:06] Soll uns das Kommende verunsichern? Sollen wir vor Angst erstarren, weil man uns einschüchtern will? Ein treuer Diener Gottes kennt die Macht Gottes.

[41:17] Er weist, dass Gottes Pläne zu 100% zustande kommen werden. Das soll uns keine Angst, das soll uns Mut machen. Wie oft wollten sie Nehemia in Furcht versetzen?

[41:29] Sogar im letzten Vers von Kapitel 6 lesen wir, dass Tobia Briefe sandte, um Nehemia in Furcht zu versetzen. Wir wissen nicht, was in jenem Brief stand.

[41:40] Doch, es ist auch egal. Das Werk des Herrn wird sowieso zustande kommen. Nehemia schrieb schon in Kapitel 3 Vers 5, dass die Vornehmen sich ebenso schön waren, um am Werk des Herrn mitzuarbeiten.

[41:55] Und jetzt lesen wir sogar in den Versen 17 und 18, dass sie sich mit Zobia verbündet hatten. Von allen, wirklich von allen Seiten standen die Feinde Nehemia gegenüber.

[42:08] Doch ein Mann wie Nehemia ist treu. Und ein treuer Diener Gottes kennt die Macht Gottes. Und wer Gott kennt und um seine Macht weiss, der kann im Vertrauen auf ihn ohne Furcht seinen Dienst tun.

[42:25] Ich hoffe, du konntest heute erkennen, dass Gott sein Werk mit treuen Dienern baut. Gott möchte auch mit dir sein Werk bauen. Bist du ein treuer Diener Gottes oder hast du Angst?

[42:39] Damit auch du in Bedrängnis und bedrohenden Schwierigkeiten ein treuer Diener Gottes sein kannst, musst du deinen Fokus richtig setzen.

[42:50] Und so haben wir anhand dieses Abschnitts von Nehemia drei Merkmale angeschaut, welche mitunter einen treuen Diener Gottes ausmachen. Erstens ein treuer Diener Gottes rennt nicht davon.

[43:03] Nehemia schrieb ein Mann wie ich sollte davon laufen. Bist du ein Mann eine Frau wie Nehemia oder rennst du davon, wenn man dich einschüchtern möchte? Achte darauf, dass auch du deinen Fokus richtig setzt.

[43:17] Es geht in deinem Leben, es geht im Leben eines treuen Diener Gottes nicht um das Überleben sondern um ein Leben für Gott. Der zweite Punkt, das zweite Merkmal, das wir angeschaut haben, ein treuer Diener Gottes ist nicht auf das Geld bedacht.

[43:33] Du bist nur der Verwalter deines Geldes. Verwaltest du dein Geld treu? Möchtest du finanziell reich werden? Möchtest du dein Geld möglichst mehren?

[43:45] Hängt dein Herz an den irdischen Dingen? Sei kein Schemaja. Achte darauf, dass du deinen Fokus richtig setzest. Vertraue nicht dem Geld, sondern vertraue Gott.

[43:58] Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit und dies alles wird euch hinzugefügt werden. Matthäus 6 Vers 33 Und das dritte Merkmal.

[44:12] Ein treuer Diener Gottes kennt Gottes Macht. Hudson Taylor in der Einleitung und auch Nehemia in unserem Abschnitt hier kannten die Macht ihres Gottes und so konnten sie sich in jeder Situation im Vertrauen an ihren Gott wenden.

[44:28] Und wie sieht es mit dir aus? Kennst du Gottes Macht? Als ich ein kleiner Junge war, hatte ich große Angst vor Hunden. Mein Vater nahm mich dann jeweils auf die Schulter in Sicherheit, wenn ein Hund in auf seiner Schulter die Hunde geärgert und nach ihnen gebellt.

[44:49] Ich wusste ja, bei meinem Vater war ich in Sicherheit. Ich vertraute seiner Kraft. Und wenn du Gottes Macht kennst, dann weißt auch du, dass du Gott in allem vertrauen kannst, dass du bei ihm in Sicherheit bist.

[45:03] Lies die Bibel und du wirst erkennen, dass Gott jeden seiner Pläne zu Ende bringen wird. Gott hat den Plan hier mit Nehemia zu Ende geführt. Gott hat den Rettungsplan zu Ende gebracht, bei welchem Jesus Christus für dich und mich gestorben und wieder auferstanden ist und somit den Tod überwunden hat.

[45:24] Gott hat die Gemeinde gebaut und gesagt, dass auch die Tore der Hölle sie nicht auslöschen können. Ging das in Erfüllung? So wird Gott auch alle Pläne Mensch kein Virus oder sonst irgendetwas daran ändern können.

[45:44] Wollen zusammen beten. Treuer himmlischer Vater, hab herzlichen Dank für diese Geschichte von Nehemia, Herr, für diesen treuen Gottesmann, von dem wir lernen dürfen.

[45:59] Hab herzlichen Dank, dass wir in deinem Dienst stehen dürfen, Herr, mach uns zu treuen Dienern Gottes, hilf uns stand auf zu bleiben, hilf uns, dass wir nicht davonrennen müssen, Herr, dass wir nicht auf irdische Dinge achten, Herr, und hilf uns, dass wir auf deine Macht vertrauen, Herr, hilf uns auch, dass wir Hunger kriegen, in deinem Wort zu forschen, dein Wort zu studieren, dass wir dich immer besser kennenlernen, dass wir vor dir immer kleiner werden und dass du in unserem Leben und mit unserem Leben immer grösser werden willst.

[46:31] Ich bete in deinem Namen. Amen.