Gottes Wort, mehr brauche ich nicht

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Prediger

Stephan Humbert

Datum
5. Dezember 2021

Transkription

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[0:00] Vor einiger Zeit, ich gebe es zu, es sind schon etliche Monate, an der letzten Mitgliederversammlung hatten wir euch informiert, dass wir den Seelsorgebereich stärken möchten.

[0:12] Das ist ein Thema, an dem wir als Gemeindeleitung daran arbeiten. Konkret möchten wir uns diesem Thema einerseits mittels verschiedenen Predigten zu diesen Seelsorgethemen widmen.

[0:30] Und andererseits ist es auch das Ziel, dass sich eine Gruppe mehr und mehr herauskristallisiert, welche sich diesem Thema Seelsorge auch konkret widmen möchte.

[0:43] Doch um was geht es eigentlich bei diesem Thema Seelsorge? Ja, das große Ziel der Seelsorge ist, einer gläubigen Person anhand von der Schrift zu helfen, unabhängig, was auch immer für Umstände sind, ein Leben zur Ehre von Gott zu leben.

[1:06] Durch die Liebe von Gott sind wir alle angewiesen, an der Hand der Schrift einander zu dienen.

[1:16] Und ein Teil dieses Dienstes umfasst die Ermutigung und auch die Ermahnung anhand vom Wort Gottes. Damit unsere Motive, unsere Gedanken, unsere Taten dementsprechend wie Gott sich die Beziehung zwischen sich und uns, aber auch zwischen uns Menschen, dass das so passiert, wie er sich das vorgestellt hat.

[1:41] Und dieser Seelsorgedienst in der Gemeinde ist jedoch nicht ein Dienst von irgendwelchen professionellen, übergeistlichen, gegenüber den schwachen Strauchelnden.

[1:55] Paulus ermutigt die Gemeinde im Römer 15, Vers 14 mit den folgenden Worten. Dort steht, Ich selbst habe aber, meine Brüder, die feste Überzeugung von euch, dass auch ihr selbst voll Gütigkeit seid, erfüllt mit aller Erkenntnis und fähig, einander zu ermahnen.

[2:21] So wie Paulus damals bei der Gemeinde in Rom, so können wir als Gemeindeleitung genauso bezeugen, dass auch wir selbst absolut davon überzeugt sind, dass wir alle die Gütigkeit, die Erkenntnis und die Fähigkeit haben, um uns gegenseitig zu helfen, damit unser Leben auf dem Kurs Gottes bleiben bzw. wieder dahin kommen.

[2:54] Aber warum kann ich dies so sagen? Warum haben wir diese feste Überzeugung? Ja, das ist nicht, weil ihr alle einen Doktortitel in der Psychologie habt.

[3:08] Ja, angemerkt, das wäre in den meisten Fällen sogar eher hinderlich. Nein, sondern weil wir als Gemeinde das Wort Gottes bekommen haben.

[3:19] Und weil wir fest davon überzeugt sind, dass das Wort Gottes hier in der Gemeinde gelehrt, aber auch gelebt wird. Denn die Kraft und die Autorität für die Veränderung, die liegt nicht bei dem, der sagt, sondern in dem Wort Gottes.

[3:41] Und wir, die wir dem Nächsten helfen, sind sozusagen der Kanal, um Gottes Wort fliessen zu lassen.

[3:54] Neben der allgemeinen Lehre, welche wir hier in der Gemeinde Hoffnung und Licht vermitteln, möchte ich in den nächsten Predigten im kommenden Jahr auch auf verschiedene spezifische Themen der Seelsorge eingehen.

[4:07] Und das Ziel ist, dass wir alle zusammen mehr zugerüstet werden, das Wort Gottes zuerst im eigenen Leben, aber auch im Leben des Nächsten anzuwenden.

[4:21] Parallel dazu werden wir anfangs nächstes Jahr ein Treffen mit all jeden abhalten, welche sich vermehrt im Bereich der Seelsorge investieren möchten.

[4:33] Und das Ziel dieses Treffens ist, dass sich danach nach und nach ein Team aus Männern und Frauen formiert, welches bereit ist, sich konkret in der Seelsorge zu investieren, um der Gemeinde zu dienen.

[4:51] Doch warum ist das so wichtig? Kurz und einfach gesagt können wir sagen, die ganze Welt ist mehr und mehr durchdrängt von einer humanistischen Psychologie.

[5:04] Der Mensch, der steht im Zentrum, der steht auf dem Gipfel der Bedürfnispyramide, wie wir das alle gelernt haben. Aber schaut euch mal die Beziehungen, welche ihr beobachten könnt am Arbeitsplatz oder in der Nachbarschaft oder auch in der Schule, wie diese Beziehungen gelebt werden.

[5:26] Wie viele gesunde Familien mit einem verheirateten Papa und Mama kennst du außerhalb von der Gemeinde? Oder wenn wir das Thema Erziehung ansprechen?

[5:39] Da wird gelehrt, jeder soll es doch so machen, wie es ihm passt. Hauptsache du stärkst das Selbstwertgefühl deines Kindes. Werte, Regeln, Gesetze werden nach und nach auf den Kopf gestellt.

[5:56] Gutes wird schlecht und schlechtes wird gut. Gott wird im Leben ausgeklammert und als Resultat wird die Menschheit immer orientierungsloser.

[6:07] Themen wie Burnout, Depression, Hass, Lieblosigkeit, Egoismus treffen wir immer häufiger an. Und Angebote von professionellen Fachkräften, welche der Welt helfen möchten, fluten mit irgendwelchen Konzepten, mit Büchern, Seminaren, unsere Schulen, Ausbildungsstätten, aber auch unsere Arbeitsplätze, die Firmen.

[6:34] Einfach gesagt, einfach unser Alltag. Und dieses Gedankengut ist aber nicht nur in der Welt zu finden. Nein, es hat auch Auswirkungen auf die verschiedenen christlichen Gemeinden.

[6:47] Aufgrund dessen, weil Gottes Wort immer weniger und wann, dann immer oberflächlicher gelehrt wird, öffnen die Gemeinden diesen psychologischen Ansätzen immer mehr und mehr die Türen.

[7:02] Ja, mittlerweile gibt es in den Gemeinden das ganze Spektrum von nur Psychologie bis Psychologie mit einer Krise von Bibelzitaten bis hin zur biblischen Seelsorge.

[7:14] Und somit wissen wir uns bewusst sein, dass nicht alles, was biblisch tönt, auch biblisch ist. Ich kann euch jedoch beruhigen.

[7:27] Ihr müsst nicht alle Strömungen kennen, um euch zu schützen. Das, was ihr wissen müsst, ist die Wahrheit Gottes. Und wenn ihr dies wisst, dann könnt ihr alles, was ihr hört, lest oder seht, anhand von diesem Maßstab dann auch bewerten.

[7:51] Doch was für eine Autorität hat das Wort Gottes? Warum hat Gott uns sein Wort überhaupt gegeben? Diese Frage beantwortet uns ein bekannter Text, nämlich 2. Timotheus 3, die Verse 16 und 17.

[8:11] Dürft ihr sie gerne mal aufschlagen, 2. Timotheus 3, Verse 16 und 17. Mit diesem Text werden wir uns heute beschäftigen.

[8:21] Und dort steht, Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit.

[8:40] Damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet. Den Text habe ich heute in die folgenden drei Gliederungspunkte aufgeteilt.

[8:57] Also zuerst geht es um die Autorität vom Wort Gottes. Also der erste Titel, die Autorität des Wort Gottes. In einem zweiten Teil werden wir der vierfache Nutzen vom Wort Gottes zusammen anschauen.

[9:16] Der zweite Gliederungspunkt wird sein, der vierfache Nutzen des Wort Gottes. Und dann drittens werden wir uns das Ziel des Wort Gottes zusammen anschauen.

[9:31] Also der dritte Punkt ist, das Ziel des Wort Gottes. Und den Titel über die ganze Predigt habe ich überschrieben mit Gottes Wort.

[9:43] Mehr brauche ich nicht. Gottes Wort. Mehr brauche ich nicht. Bevor wir jetzt in den ersten Punkt einsteigen, möchte ich noch beten.

[9:53] Ja, Vater im Himmel, ich danke dir vielmals dafür, dass wir dein Wort haben dürfen. Ja, du hast es uns gegeben.

[10:05] Und wir sind gespannt, was dein Text heute uns zu berichten hat. Ja, wir möchten wirklich lernen von dir. Ja, denn wir sehen, dass tagtäglich in unseren Arbeitsplätzen, ja in den Büchern, in den Zeitungen, in all diesen verschiedenen Themen, die wir immer wieder, mit welchen wir immer wieder auch konfrontiert werden.

[10:30] Ja, dass uns vieles berieselt oder das meiste berieselt, das nicht von deinem Wort geprägt ist. Ja, und wir sehen, dass du uns nicht unwissend lassen hast wollen.

[10:45] Ja, du hast uns dein Wort gegeben, damit wir gestärkt werden, damit wir erkennen können, wer du bist, wer wir vor dir sind und was deine Pläne und Ziele sind.

[10:58] Und so möchten wir auch speziell heute von dir lernen. Und ich möchte dich bitten, dass du unsere Herzen auftust, damit wir hören, was dein Wort sagt.

[11:09] Dass wir lernen und dass wir mehr und mehr auch zugerüstet werden, um zuerst uns selbst, aber dann auch am nächsten zu dienen.

[11:20] So, dass wir als ganze Gemeinde mehr und mehr auferbaut werden, den Dienst, den du vorgesehen hast, immer besser auch erfüllen können. Damit du schlussendlich über alles geehrt wirst.

[11:32] Wir möchten dich um dein Wirken bitten. Herzlichen Dank. Amen. Ja, wenn ihr jetzt jemandem weiterhelfen möchtet, dann ist es entscheidend, was für einen Rat, das wir ihm dann auch geben.

[11:54] Nur wenn wir ihm einen guten Rat geben, wird dies auch helfen, dass demjenigen auch wirklich geholfen werden kann. Ob ein Rat gut oder schlecht ist, hängt in erster Linie von der Quelle ab, wo dieser Rat dann auch herkommt.

[12:15] In der Seelsorge ist es wichtig, dass wir einen guten Rat weitergeben. Und entsprechend ist es für den, der Rat gibt, wie auch für den, der Rat empfängt, wichtig zu wissen, ob dieser Rat auch wirklich glaubwürdig ist.

[12:33] Nur wenn diese Weisheit glaubwürdig ist, dann können wir ihr auch vertrauen. Und somit zeigt uns der heutige Vers auch klar auf, was für ein Rat wir hier in den Händen haben.

[12:52] Der erste Punkt heisst die Autorität des Wort Gottes. In den davorstehenden Versen, den Versen 14 und 15, lesen wir davon, wie Paulus sein Kind Timotheus daran erinnert, bei den Heiligen Schriften zu bleiben.

[13:13] Denn durch diese Schriften wurde er weise gemacht, zur Errettung durch den Glauben an Jesus Christus. Diesen Schriften aus dem Alten Testament wird nun im kommenden Vers alle Schrift gegenübergestellt.

[13:30] Es heisst im Vers 16, alle Schrift ist von Gott eingegeben. Zu diesem Zeitpunkt, als der zweite Timotheusbrief geschrieben wurde, war der Kanon, also die biblischen Bücher, noch nicht beendet.

[13:52] Das Alte Testament war abgeschlossen. Doch das Neue Testament wurde nach und nach geschrieben. Und wichtig zu beachten ist, dass die durch Gott eingegebenen Schriften wurden von den Gemeinden als solche akzeptiert und mussten nicht ausgewählt werden.

[14:13] Und so schreibt dann Paulus im Vers 16, dass Gott der Autor und der Sender der Nachricht bzw. der Schrift ist. Eingegeben heisst genau übersetzt von Gott eingehaucht.

[14:29] Die Schrift selbst kommt somit vom Gott. Gott hat darüber gewacht, dass diese Botschaft korrekt durch die verwendeten Menschen dann auch niedergeschrieben wurde.

[14:44] Und diese Stelle, die steckt sich auch zu 100% direkt mit der Stelle aus dem 2. Petrus 1, Vers 21. Schlagt mal diese Stelle bitte auf.

[14:54] 2. Petrus 1, Vers 21.

[15:09] Du darfst also absolut gewiss sein, dass das Wort Gottes in den Originalschriften absolut fehlerfrei und irrtumslos ist.

[15:38] Die ganze Schrift ist bis auf die kleinsten grammatikalischen Unterschiede von Gott eingegeben und ist somit wahr und vertrauenswürdig.

[15:51] Der Gott, welcher uns Menschen gemacht hat, hat sich durch sein Wort bzw. durch die Schrift offenbart. Diese Tatsache ist sehr wichtig, denn ob du einen Auftrag ernst nimmst oder nicht, hat oftmals damit zu tun, mit welcher Autorität, dass jemand dir diesen Auftrag vermittelt.

[16:19] Ihr erkennt die Situation bei den Kindern. Der kleine Junge kommt zu der älteren Schwester und gibt einen Auftrag. Die Reaktion?

[16:30] Nichts. Nichts. Nichts. Keine. Denn der Kleine hat offensichtlich keine Autorität. Dann aber der zweite Anlauf.

[16:42] Der Kleine sagt, Mama hat gesagt, du sollst dieses oder jenes tun. Ups, jetzt ist es plötzlich keine Angelegenheit mehr zwischen den Geschwistern, sondern zwischen der Mutter und der Tochter.

[17:02] Und genau so ist es auch wichtig, dass wir wissen, wer der Autor der Nachricht ist. Denn es ist absolut matschentscheidend, ob Gottes Wort wirklich von Gott kommt und entsprechend wahr und irrtumslos ist, oder ob er dann Menschen ihre Eindrücke, ihre Ideen niedergeschrieben haben.

[17:30] Und entsprechend hat dies dann auch Auswirkungen in der Seelsorge gegenüber dem Ratgebenden und dem Ratsuchenden. Die Autorität liegt nicht in der Person, im Titel, in der Schule, in der Erfahrung des Ratgebenden, sondern nein, sie liegt im Wort Gottes.

[17:52] Und nur in dem Maß, wie der Ratgebende Gottes Wahrheit auch weitergibt, kann dem Ratsuchenden auch wirklich biblisch geholfen werden.

[18:07] Und entsprechend ist es auch eine gesunde Last für den Ratgebenden, dass er sich dessen bewusst ist und Gottes Rat weitergibt und nicht seine eigenen Gedanken.

[18:21] Das heisst aber auch, dass er wissen muss, was Gottes Wort zu den jeweiligen Themen auch sagt.

[18:34] Er muss wissen, wie Gott das Herz des Menschen erschaffen hat und wie es durch die Sünde verdorben wurde. In dem Maß, wie er dies alles versteht, kann er dann auch am Ratsuchenden auch biblisch helfen.

[18:53] Auf der anderen Seite hat es aber auch Auswirkungen auf den, der Rat sucht, der Hilfe braucht. Wenn der Ratsuchende, der der Hilfe braucht, davon überzeugt ist, dass Gottes Wort wahr ist, dann wird er das Gehörte auch mit der dazugehörenden Priorität behandeln.

[19:15] Denn er weiss, es sind nicht die Worte des Seelsorgers, sondern es sind die Worte Gottes. Wenn er das so machen wird, dann wird er sein wie der weise Baumeister, welcher Gottes Wort hört und dann aber auch in die Tat umsetzt.

[19:36] In der Seelsorge geht es nicht darum, dass jemand dich heilt wie bei einem Arzttermin, bei dem du einfach ein paar Tabletten bekommst und dann wieder alles gut wird.

[19:52] Zuerst braucht es eine biblische Diagnose und dann einen biblischen Rat. Und in dem Mass, wie der Ratsuchende dies auch als göttlichen Rat annimmt, Buße tut, umkehrt und danach das Richtige tut, in dem Mass kann ihm auch geholfen werden.

[20:17] Ja, Gottes Wort ist kein Ideenbuch, aus welchem ihr je nach Wunsch und Not etwas herauspicken könnt und anhand von eurer Vernunft es annimmt oder auch ablehnt.

[20:32] Gottes Wort ist von Gott gegeben. Er hat über den Schreiber wie auch über den Inhalt gewacht und entsprechend ist es wahr und absolut verlässlich in sich selbst.

[20:47] Es wird nicht erst zur Wahrheit, wenn wir daran glauben. Nein, es ist wahr, weil der wahre Gott der Sender der Botschaft ist.

[21:00] Im ersten Punkt haben wir nun zusammen die Autorität des Wort Gottes behandelt und geklärt. Und im nächsten Punkt geht es jetzt nun darum, für was das Wort Gottes uns gegeben wurde.

[21:16] Und zwar heisst der nächste Gliederungspunkt der vierfache Nutzen des Wort Gottes. Also der vierfache Nutzen des Wort Gottes.

[21:32] Wir haben bereits im Untertitel angekündigt, werden wir uns nun vier verschiedenen Nutzen vom Wort Gottes zusammen anschauen. Und die vier Nutzen stehen ganz einfach 1 zu 1 im Vers 16.

[21:47] Dort steht, Alle Schrift ist von Gott eingegeben. Und jetzt kommt es. Und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit.

[22:05] Doch was meint da Paulus überhaupt mit diesem Nutzen bzw. nützlich? Es bringt einen Mehrwert.

[22:19] Oder es wird für einen bestimmten Zweck sehr brauchbar, könnte man es auch übersetzen. Gottes Wort wurde von Gott nicht einfach zwecks der Unterhaltung geschrieben.

[22:29] Nein, Gott hat uns sein Wort gegeben, damit es einen konkreten Nutzen bringt. Und der erste Nutzen lautet, Die Schrift ist nützlich zur Belehrung.

[22:48] Dieser erste Punkt, das ist wohl der bekannteste oder der geläufigste unter allen. Wenn wir die Bibel lesen, lehrt Gott den Menschen seine Wahrheit.

[23:01] Ja, die Schrift belehrt uns. Durch das Lesen der Schrift lernen wir. Der Umkehrschluss ist, dass wenn wir die Schrift nicht hätten, dann müssten wir uns mit dem Sichtbaren oder dem Erfahrbaren begnügen.

[23:20] Ohne das Wort Gottes wüssten wir zwar, dass es einen Schöpfer geben muss. Doch wer dieser Schöpfer genau ist, welche Ziele er mit der Schöpfung hat und was das alles mit dir und mir zu tun hat, das wäre uns verborgen.

[23:40] Nun haben wir aber Gottes Wort und es ist von Gott selbst gegeben worden, damit wir unter anderem in den folgenden Themengebieten an Erkenntnis wachsen.

[23:52] Zuerst mal über Gott selbst, sein Wesen, das heisst, wie er selbst ist, zum Beispiel, dass wir einen dreieinigen Gott haben, dass er heilig ist, dass er ewig ist, gerecht, barmherzig, gnädig, geduldig, zornig, voller Liebe, allmächtig, allgegenwärtig, souverän, troi, gross.

[24:15] Die Liste wäre noch lang. Aber auch seine Taten, was er in der Vergangenheit gemacht hat, was er jetzt gerade auch wirkt und tut und was er in der Zukunft tun wird.

[24:33] Wir wissen aber auch seinen Willen, was seine Ziele sind, ja wie er zu seinen Zielen kommt, was er von uns Menschen fordert und was er für uns Menschen haben will.

[24:49] All das lernen wir in der Schrift über Gott. Wir lernen aber auch über uns Menschen, ja was für ein Mensch, beziehungsweise was für ein Wesen, das wir selbst sind.

[25:02] Zum Beispiel, dass wir Menschen, alle, jeder Einzelne, als Anbeter erschaffen wurde. Und entweder beten wir Gott, andere Menschen, irgendwelche Gegenstände oder uns selbst an.

[25:22] Aber wir beten an. Das trifft zu 100% für jeden Menschen zu. Und dass wir auch absolut verdorben sind. Das heisst, einfach gesagt, dass wir nicht aus uns selbst heraus das Gute tun können.

[25:40] Gottes Wort lehrt uns aber auch, dass wir selbstzentriert sind, dass wir egoistisch sind, dass wir aber auch abhängig von Gott sind. Abhängig auch von anderen Menschen.

[25:52] Und wir lernen, dass unser Dasein einen bestimmten Anfangspunkt hat, jedoch, dass die Seele ewig leben wird.

[26:06] Gottes Wort lehrt auch, von wo das wir kommen, wofür wir geschaffen sind. Es zeigt uns auch unsere Rollen auf, als Mann, als Frau, als Kind, als Arbeitgeber, aber auch als Arbeitnehmer.

[26:20] Arbeitnehmer. Es zeigt aber auch die Rettung auf, wie wir als sündige Menschen von einem gerechten Gott bestehen können. Wie wir dorthin kommen.

[26:33] Es zeigt auch die Gemeinde auf, die Rolle der Gemeinde in diesem ganzen Kontext. Durch die Schrift bekommen wir den absolut wahren Ratschluss über Gott, den Menschen, unsere Umwelt und die notwendige Errettung.

[26:53] Wenn wir über die Seelsorge in der Gemeinde sprechen, dann ist es absolut zentral, dass wir das Wort Gottes auch wirklich kennen. Denn wir können nur in dem Maße biblische Weisheit auch weitergeben, soweit wir selbst diese verstanden und erkannt haben.

[27:14] Gottes Wort ist also nützlich zur Belehrung. Wenn jemand Hilfe braucht, zu uns kommt, zu dir kommt, dann müssen wir verstehen, was genau das Problem ist.

[27:31] Wir müssen gute Fragen stellen, um nachvollziehen zu können, warum der Ratsuchende in der jeweiligen Situation so gehandelt hatte.

[27:44] Denn wir haben ja in der Predigtreihe schon seitelher aus Jakobus 4 gelernt, dass nicht die Situation das Problem ist, sondern was unser Herz in der jeweiligen Situation will.

[28:02] Unsere Reaktion auf eine Situation offenbart, was in unserem Herz drin ist. All das steht zum Beispiel in der Schrift und sie belehrt uns, wie unser Herz beschaffen ist.

[28:17] Ja, angewandt auf die Seelsorge heisst es, dass wir nicht nur einfach zuhören und uns gegenseitig über die aktuelle Situation beweinen. Versteht mich richtig, Mitgefühl hat seinen Platz.

[28:34] Jedoch wollen wir uns dem Wort Gottes aussetzen, damit wir lernen, was Gott in dieser Situation bewirken, beziehungsweise was wir lernen sollen.

[28:48] Aber auch wenn eine Lehre noch so irrtumslos ist, und das ist sie, aber solange diese nicht geglaubt und persönlich angewendet wird, verändert sich die Beziehung zu Gott und zu den Mitmenschen nicht.

[29:04] der Mensch muss durch das Wort Gottes überführt werden. So kommen wir zum zweiten Nutzen der Schrift.

[29:15] Die Schrift ist nützlich zur Überführung. Ja, unter Überführung wird verstanden, dass jemand eine Schuld, eine Verfehlung, eine Straftat oder ähnliches ihm nachgewiesen wird.

[29:33] Beim Überführung geht es darum, dass jemand mittels den Fakten von der Wahrheit überzeugt wird. Aus der Schrift erkennen wir, was die Wahrheit ist und stellen diese dem Leben gegenüber.

[29:49] Der Mensch, welcher überführt werden soll, wird in diesem Prozess involviert und in seinem Unglauben der Lüge und dem Unwissen zur Wahrheit überführt.

[30:02] Das Resultat einer erfolgreichen Überführung ist die Einsicht und die Buße. Also ein Bekennen von falschem Denken, von selbstsüchtigen Motiven, von stolzen Einstellungen und sündigem Verhalten gegenüber Gott und den Mitmenschen.

[30:24] Schlagt mal bitte Hebräer 4 Vers 12 auf. Das ist eine weitere sehr bekannte Stelle, die wir aber wirklich auch gut kennen müssen.

[30:37] Hebräer 4 Vers 12 zeigt uns die Rolle der Schrift in diesem Prozess der Überführung auch auf. Dort steht Hebräer 4 Vers 12 Denn das Wort Gottes ist lebendig es ist kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und es dringt durch bis es scheidet Seele und auch Geist und auch Markt und Bein und es ist ein Richter der Gedanken und Sinnen des Herzens.

[31:13] Der Hebräer Brief macht hier einen interessanten Vergleich zwischen der Arbeitsweise von einem scharfen zweischneidigen Schwert und Gottes Wort.

[31:30] Ja, vor einigen Jahren hatte ich ein billiges Messer mit einer Salami vom Geschäft erhalten. Das Messer ist wahr und bleibt eine Katastrophe.

[31:45] Neben dem, dass es nicht wirklich scharf ist, ist der Schliff vom Messer so ausgeführt, dass es schlichtweg unmöglich ist, auch nur ein schönes Salami Scheibchen gerade abzuschneiden.

[32:04] Unbrauchbar. Doch es gibt auch gute und nützliche Messer. Vielleicht hattet ihr schon mal das Privileg mit einem qualitativ guten Messer in der Küche zu arbeiten.

[32:18] Da braucht es nicht viel Druck. Das Messer muss nur gut geführt werden und der Schnitt geht genau dort lang, wo du möchtest. Du kannst das Stück Fleisch oder was auch immer du bearbeitest genauso zurechtschneiden oder alles entfernen, was du nicht brauchst.

[32:39] Und in unserer Textstelle im Hebräerbrief wird nun genau ein solches Messer mit dem Wort Gottes verglichen. Nur im Unterschied, dass Gottes Wort jedes erdenkliche, noch so scharfe Messer weit in den Schatten stellt.

[33:01] Gottes Wort ist lebendig, es ist kräftig und es ist schärfer wie jedes zweischneidige Schwert. Das Wort Gottes, es dringt wie ein Schwert in unser Innerstes vor und offenbart, was schlussendlich von außen verborgen ist.

[33:22] Gottes Wort zeigt auf, was in unserer Seele, in unserem Herzen, in den verborgensten Orten, verglichen mitten im Knochenmarkt drin versteckt ist.

[33:34] Und was offenbart jetzt nun Gottes Wort in uns? Gottes Wort zeigt auf, die Gedanken, das Sinnen, beziehungsweise die Motive unserer Herzen.

[33:50] Nochmals kurz zur Erinnerung, das ist ganz wichtig. In unserer Gesellschaft wird das Herz als den Ort beschrieben, in welchem wir fühlen, wo wir verliebt sind, oder wo die Begeisterung zu Hause ist.

[34:07] Die Bibel versteht unter dem Herzen jedoch unser Verstand, unser Gedächtnis, unser Denken und ja, auch unser Fühlen.

[34:18] Es ist der innerste Ort eines jeden Menschen, wo unsere verborgensten Motive, unserer Willen, unsere Absichten und so weiter zu Hause sind. Das Herz ist einfach gesagt die Schallzentrale all unseres Denkens.

[34:36] Alle Taten, welche wir tun, kommen aus unserem Herzen heraus. Und Sprüche 4, Gary hat es auch schon gelesen, Sprüche 4, 23 lehrt uns, mehr als alles andere, behüte dein Herz, denn von ihm geht das Leben aus.

[34:56] Hast du gehört? Mehr als alles andere, behüte dein Herz, denn von ihm geht das Leben aus. Und entsprechend richtet Gott den Fokus auf diese Herzensveränderung.

[35:13] Gott gibt uns nicht nur einen Verhalten oder gibt nicht einen Verhaltenskodex heraus, was wir tun oder nicht tun sollen. Nein, Gottes Absicht ist, dass wir von innen nach außen verändert werden.

[35:29] Ein Gesetzlehrer kam mal zu Jesus und wollte von ihm wissen, welches Gebot denn nun wirklich wichtig sei. Diese Begebenheit lesen wir in Matthäus 22 ab Vers 36.

[35:43] Auf diese Stelle dürft ihr aufschlagen. Wir behandeln heute laufend wichtige, bekannte Versstellen. Es ist wichtig, dass ihr diese auch kennt, auch später, wenn ihr jemandem hilft.

[35:57] Also schlagt auf, Matthäus 22 ab Vers 36 und dort lesen wir, da sagt dieser Gesetzeslehrer, Meister, sprich Jesus, welches ist das größte Gebot im Gesetz?

[36:16] Und Jesus sprach zu ihm, du sollst den Herrn, deinen Gott lieben, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken.

[36:31] Das ist das erste und das größte Gebot. Und das zweite ist im Vergleichbar. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

[36:47] Ja, die allumfassende Liebe zu Gott und den Mitmenschen ist die Basis für alle restlichen Gebote, die wir von Gott haben.

[36:59] Wenn diese Herzenseinstellung nicht vorhanden ist, dann werden sündige Taten, welche einer Liebe zu sich selbst, zu der Welt oder zu was auch immer erfolgen.

[37:14] Die Liebe zu Gott soll in unserem Herzen sein und schlussendlich in den Taten enden. Umgekehrt sind Taten ohne die rechte Motivation eine Schauspielerei, welche Gott Heuchlerei bezeichnet.

[37:34] Gott gibt sich nicht mit den äußerlichen Schönheitsoperationen zufrieden. Er will und erreicht uns mit seinem Wort unsere Herzen und setzt dort zur Veränderung an, indem er uns schonungsweise offenbart, was in uns drin ist.

[37:54] In Bezug auf die Seelsorge können wir nun festhalten, dass uns Gottes Wort zuerst belehrt. Das heisst, es gibt uns Kenntnis über die Faktenlage zwischen Gott, dem Menschen und der Situation.

[38:09] In einem zweiten Schritt überführt uns das Wort Gottes. Es wendet die Wahrheit von Gott praktisch in unserem Leben an und überführt uns, indem unsere Taten und unsere Motive an das Licht geführt werden.

[38:26] Das Resultat ist nun eine offengelegte Schuld gegenüber Gott und den Meisten. Gott, Gottes Wort, hat nun die Schuld offensichtlich gemacht.

[38:43] Doch jetzt liegt es an dir, denn wenn auch eine Schuld offensichtlich ist, ist das Problem noch nicht behoben.

[38:55] Denn jetzt braucht es Demut. Es braucht den Mut, die Sünde vor Gott beziehungsweise vor den Mitmenschen zu bekennen.

[39:08] Gottes Wort nennt diesen Prozess Sünden Bekenntnis. Auch da eine weitere sehr bekannte Textstelle. Schlagt mal 1.

[39:18] Johannes 1, 9 auf. 1. Johannes 1, 9 lehrt uns, wie Gott mit den Sünden umgeht, welche wir ihm bekennen.

[39:32] 1. Johannes 1, Vers 9 Dort steht, wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.

[39:56] Bevor ich jetzt noch näher auf diesen Vers selbst eingehe, möchte ich noch einige Anmerkungen zum Thema Vergebung euch mitgeben. Wenn du eine Ungerechtigkeit begehst, dann wirst du gegenüber Gott bzw.

[40:16] den Mitmenschen schuldig. Du hast nun eine Schuld, die auf dir lastet. Gott bzw. der andere, der hat gegenüber einen Schuldschein.

[40:32] Und wichtig zu beachten, die Schuld, die kann nur entschuldigt werden, wenn der, welcher zu Schaden gekommen ist, darauf verzichtet, dir die Schuld weiter anzurechnen.

[40:49] Eben wenn er dich entschuldigt, wenn er den Schuldschein vernichtet. Und darum ist es wichtig, dass wenn du schuldig geworden bist, dass du deinem Nächsten um Vergebung bittest.

[41:08] Ein Sorry oder ein Entschuldigung geht schon rein juristisch nicht. Du kannst nicht eine Schuld selbst begleichen.

[41:21] Das Sorry und die Entschuldigung ist eher einfach eine plumpe Art und dich möglichst schnell und auf die einfachste Art und Weise dich aus der Affäre zu stehlen.

[41:33] Eine Schuld einzugestehen und um Vergebung zu bitten zeigt ein ganz anderes Bekenntnis. Es zeigt dem, der zu Schaden gekommen ist, auf, dass du erkennt hast, dass du ihm gegenüber schuldig geworden bist und nun auf seine Gnade angewiesen bist.

[41:58] Und entsprechend kann er dir dann die Schuld bzw. den Schuldschein auch erlassen und ein Frieden kann zwischen euch wieder entstehen. Ja, vielleicht hast du auch schon mal den Ausdruck gehört, ich kann mir selbst nicht vergeben.

[42:14] Vielleicht hast du das schon mal gehört. Doch prüf diese Aussage bitte mal anhand der Schrift. Wenn du aufgrund einer noch so schlimmen Tag schuldig geworden bist, wer kann dir vergeben?

[42:34] Nur derjenige, bei dem du auch schuldig geworden bist, sprich bei Gott bzw. deinen Mitmenschen.

[42:47] Im vorher gelesenen Vers im 1. Johannes 1, 9 haben wir gelesen, dass wenn wir Gott unsere Schuld bekennen, dass er uns dann die Schulden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.

[43:05] Wenn Gott dich nun von aller Ungerechtigkeit gereinigt hat, gibt es dann einen Bereich, den du dir selbst noch vergeben musst?

[43:20] Nochmals, wenn Gott dich nun von aller Ungerechtigkeit gereinigt hat, gibt es dann einen Bereich, den du dir selbst noch vergeben musst?

[43:34] Nein, niemals. Gott definiert, wie wir von unserer Schuld loskommen. Und 1. Johannes berichtet uns, dank welchen Eigenschaften Gottes wir die Vergebung auch bekommen.

[43:48] es ist seine Treue und es ist seine Gerechtigkeit. Jesus bezahlte am Kreuz alle Schuld seiner Kinder, die der Vergangenheit, die der Gegenwart und die der Zukunft.

[44:05] Alles komplett. Und das gemäss seiner Gerechtigkeit. Da gibt es nichts, was du dir selbst vergeben könntest. Und er ist auch treu.

[44:19] Er vergibt dir genauso die unscheinbaren Sünden wie auch die offensichtlichen. Er vergibt dir die, bei welchen du zum ersten Mal schuldig geworden bist.

[44:31] Aber auch die, welche du vor fünf Minuten, vor zehn Minuten, zum hundertsten Mal, zum tausendsten Mal bekannt hast. Gottes Treue und seine Gerechtigkeit ist der Garantieschein, dass jede Sünde, welche du vor Gott bekennt hast, auch vergeben wäre.

[44:52] In diesem Abschnitt haben wir erkannt, dass das von Gott eingegebene Wort nützlich ist, zu überführen. Unsere angebrachte Reaktion ist, dass wir Gott um Vergebung der Schuld bitten.

[45:09] Doch ihr kennt dies. Eine Schuld ist Erfolg, weil wir einerseits ein Gesetz gebrochen haben, aber andererseits auch, weil wir das, was wir eigentlich tun hätten sollen, nicht gemacht haben.

[45:27] Falsche Angewohnheiten müssen bekannt und abgelegt werden und die richtigen müssen dann angezogen und trainiert werden. Wir können nicht nur einfach das Böse nicht mehr tun, sondern wir müssen lernen, das Richtige zu tun.

[45:45] Und so brauchen wir eine Zurechtweisung für unser Leben. Und so kommen wir zum nächsten Punkt. Die Schrift ist nützlich zur Zurechtweisung.

[45:57] Der Duden übersetzt Zurechtweisung mit einem strengen Tadel. Das ursprünglich verwendete Wort heißt jedoch, jemand in seinen Originalzustand zu versetzen.

[46:12] Zum Beispiel eine heruntergefallene Vase wieder aufzustellen oder jemandem wieder aufhelfen, nachdem er gestolpert ist.

[46:26] Oftmals hört der Seelsorgeprozess leider nach der Überführung auf. Wir kennen es alle. Jedoch kann der Mensch nicht einfach aufhören zu sündigen.

[46:38] Es ist wichtig, dass nachdem er die schlechten Angewohnheiten abgezogen hat, dass er danach das korrekte Prinzip lernt und es praktiziert.

[46:52] Und so wird das Vakuum, welches durchs Ablegen entsteht, wieder richtig gefüllt. Somit muss der Sünder mittels der Zurechtweisung, nachdem er Bruce getan hat, jetzt angewiesen werden, das Richtige zu tun oder eben zurechtgewiesen werden.

[47:14] Schlagt mal Epheser auf, auch dort gibt es sehr viele Stellen, die sehr hilfreich sind in der Seelsorge. Schlagt mal Epheser 4 auf und dort den Vers 28.

[47:26] In diesem Epheser 4 28, da lernen wir jetzt exemplarisch zwei solche Prinzipien vom Abziehen beziehungsweise Anziehen.

[47:41] Dort steht Epheser 4 Vers 28 Wer gestohlen hat, der stelle nicht mehr, sondern bemühe sich vielmehr mit den Händen etwas Gutes zu erarbeiten, damit er den Bedürftigen etwas zu geben habe.

[48:04] Und dann Vers 29 Kein schlechtes Wort soll aus eurem Mund kommen, sondern was gut ist zur Erbauung, wo es nötig ist, damit es den Hörern Gnade bringen.

[48:20] Ein Dieb bekommt gemäss dieser Textstelle eine dreifache Aufgabe. Erstens, er soll nicht mehr stehlen. Zweitens, er soll anstelle von Stehlen, soll er jetzt mit Mühe, mit Schweiß etwas Gutes erarbeiten.

[48:43] Drittens, dann mit dem Ziel, damit er von dem, was er erarbeitet hat, dann dem Nächsten etwas weitergeben kann.

[48:56] Und genauso auch für den, welcher schlechte Worte verwendet. Die Messlatte ist extrem hoch. Kein einziges schlechtes Wort soll aus uns allen heraus kommen.

[49:10] Hier geht es nicht nur um Worte, sondern auch um schlechte Rede. Worte und Reden, welche eine Drittperson schlecht machen. Und welche Anweisung gibt uns hier das Wort?

[49:24] Erstens, kein schlechtes Wort sollen wir reden. Und dann anstelle von Sondern Worte, welche gut sind, welche auferbauen.

[49:36] Solche sollen wir sprechen. Und das mit dem Ziel und mit dem Zreck, dass es dem, der Zuhörer Gnade bringt, dass es ihm wohl geht, dass es ihm gut tut.

[49:50] Seht ihr, wie kurzsichtig unsere Anweisungen sind, wenn jemand etwas entwendet und wir ihn erwischen und sagen, du darfst das nicht stillen, gib es zurück.

[50:04] Oder dem, der schlecht redet, Goschensprache oder Fluchwörter verwendet und wir einfach sagen, er soll still sein. Gottes Wort weist nicht nur das Falsche ab, sondern es zeigt sich auch nützlich, indem es uns hilft, das Richtige zu tun.

[50:24] Es weist uns in die richtige Richtung zurecht. Und so kommen wir zum nächsten Punkt. Die Schrift ist nützlich zur Erziehung in der Gerechtigkeit.

[50:38] Bei der Erziehung in der Gerechtigkeit ist gemeint, das Richtige, das Gute praktisch im Alltag umzusetzen. Die Schrift unterweist jemand beziehungsweise bildet aus, um ein gerechtes Leben zur Ehre von Gott zu leben.

[50:56] Sie lässt uns in der Heiligung wachsen. Und anstelle, dass Beziehungen zu Gott und den Mitmenschen durch die Sünde zerstört werden, zeigt sich, dass von Gott eingegebene Wort nun nützlich, dass ein gerechtfertigter Sünder gemäss seiner Stellung, seiner neuen Stellung in Christus lebt und dem Nächsten zum Segen wird.

[51:25] Die Schrift hilft uns, dass wir nun das tun, zu was, das Gott uns berufen hat. Es erzieht uns in der Gerechtigkeit.

[51:38] Die vier verschiedenen nützlichen Bereiche der Schrift, zur Belehrung, zur Überführung, zur Rechtweisung und zur Erziehung sind kein Selbstzweck für den Menschen, sondern auch dem Motto, Hauptsache wir haben uns wieder gut und friedlich miteinander.

[52:00] Es geht um ein höheres Ziel, welches verfolgt werden soll. Es geht darum, dass der Mensch völlig zubereitet und ausgerüstet wird, um in den Werken Gottes zu leben, zu wandeln.

[52:15] Und somit kommen wir zum letzten Hauptpunkt des Textes bzw. auch der Predigt. Das Ziel des Wort Gottes. Da sind wir jetzt im Vers 17, also 2.

[52:30] Timotheus 3, Vers 17. Da steht, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet.

[52:44] Der Mensch, welcher von Gott errettet wird, gehört nicht mehr sich selbst. Er gehört dem, der ihnen erkauft hat.

[52:57] Gott hat uns durch das Blut seines Sohnes erkauft und will mittels der vier nützlichen Aufgaben der Schrift uns verändern, damit wir das Richtige tun können.

[53:12] Das Wort zubereiten in unserem Vers meint diesen Prozess der Veränderung. Zubereitet kann auch übersetzt werden mit vorbereiten oder herrichten, fertig machen oder zurecht machen.

[53:31] Oder wenn er andere Übersetzungen lest, dann steht zum Beispiel in der Elbefelder vollkommen oder Menge übersetzt mit fertig oder neue Genfer Übersetzung mit allen Anforderungen gewachsen.

[53:49] Timotheus bekommt somit alles, was er benötigt und seine Aufgabe bzw. das Werk vollständig auszuführen. Er hat alle Voraussetzungen bekommen.

[54:03] Nichts fehlt ihm, dass er die Aufgabe nicht ausführen könnte. Und daher wird auch in diesem Zusammenhang von der Allgenugsamkeit der Schrift gesprochen.

[54:21] Das Wort Gottes ist genug. Wir brauchen nichts Zusätzliches. Wenn wir Gottes Wort haben, dann haben wir alles, was wir brauchen, um das gute Werk zu vollbringen.

[54:39] Doch was ist mit diesem Wort gutes Werk gemeint? Duden hilft dir und gibt noch eine hilfreiche Definition.

[54:52] Also mit dem Werk wird eine Arbeit verstanden, welche einer bestimmten größeren Aufgabe dient. Also im Kontext der Bibel ist die größte Aufgabe, welche Gott zu den Menschen gegeben hat, allein zu Gottes Ehre zu leben, ihn anzubeten.

[55:16] Und diese größere Aufgabe sollen wir nun durch spezifische Werke bzw. Tätigkeiten, welche wir hier auf der Erde im Offensichtlichen wie auch im Verborgenen Tun umsetzen.

[55:32] Hebräer 13 Vers 21 zeigt genau dasselbe auf. Dort steht Hebräer 13 Vers 21 Also er, Gott, er rüste euch völlig aus zu jedem guten Werk, damit ihr durch seinen Willen tut, indem er in euch das wirkt, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus.

[56:00] Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Das größte zu erreichende Ziel ist die Ehre und die Verherrlichung Gottes in unserem Leben.

[56:15] Paulus ermahnt Timotheus, dass er in dem bleiben soll, was er gelernt hat und was ihm zur Gewissheit geworden ist. Er soll bleiben in dem, was er von der Schrift gelernt hat, um unabhängig der Situation dem Bösen fest zu widerstehen.

[56:39] Aus der Schrift kommt die Kraft, welche uns weise macht, zur Errettung durch den Glauben an Jesus Christus. Gott ist es, der die Schrift gegeben hat, mit der Absicht, dass wir belehrt, dass wir überführt, dass wir zurechtgewiesen und dass wir in der Gerechtigkeit erzogen werden.

[57:02] damit wir als Gottes Menschen ganz zubereitet sind, zu jedem Werk völlig ausgerüstet.

[57:13] Wenn wir wie Timotheus in dem bleiben, was uns aus der Schrift gelehrt wurde, dann dürfen wir gewiss sein, dass wir unabhängig der Umstände Gott treu sein und ihm zur Ehre leben werden.

[57:32] Wenn wir die Schrift so verwenden, wie Gott sie nützlich gemacht hat, dann besteht auch für mein, aber auch für dein Leben reale Hoffnung.

[57:46] Egal in welchen Sünden du auch immer steckst, die Schrift ist von Gott an dich gegeben, damit sie an dir wirkt und dich zu jedem guten Werk ausrüstet.

[58:09] Es gibt keinen Charakter, keine Sünde und keine noch so hoffnungslose Situation, welche nicht allein durch die Schrift verändert bzw.

[58:23] geheilt werden kann. Glaubst du dies? Das ist die Frage. Mit der heutigen Predigt haben wir zusammen die zentrale Rolle vom Gottes Wort zusammen angeschaut.

[58:43] Es ist die Basis für unser ganzes Leben, aber auch für die Seelsorge, wenn wir uns durch diese Themen durch arbeiten. Ich möchte euch wirklich ermutigen, lest diese Verse bzw.

[59:00] die Predigt nochmals durch. Werdet euch wirklich bewusst, was ihr in Gottes Wort alles habt, zu was das es gegeben wurde und was es vollbringt.

[59:14] Glaubt und vertraut dem Wort Gottes und lest mit dieser Absicht die ganze Schrift, denn alle Schrift ist von Gott eingegeben. Ich möchte noch beten zum Schluss.

[59:30] Vater im Himmel, ich danke dir vielmals, dass du uns dein Wort gegeben hast. Ja, du hast es uns gegeben.

[59:41] Du hast es uns gegeben mit einem vierfachen Nutzen. Du möchtest uns verändern. Du möchtest uns Hoffnung geben. Du möchtest uns belehren, dass wir das Richtige tun.

[59:56] Ja, du möchtest uns zubereiten, dass wir gute Werkzeuge in deiner Hand sind, dass wir gute Verwalter sind von dem, was du uns anvertraut hast, damit du wiederum dadurch auch geehrt und verherrlicht wirst.

[60:15] Wir danken dir dafür, dass wir dein Wort haben dürfen und dass wir noch in einer Zeit leben dürfen, wo wir dein Wort lesen, lernen, indem wir es auch verkündigen dürfen.

[60:28] Herzlichen Dank dafür, dass du uns diese Gemeinde gegeben hast, wo wir das Wort Gottes, dein Wort so zentral haben dürfen. Herzlichen Dank für all die Lehre, für all diese einzelnen Personen, für diese Heiligen, welche du der Gemeinde gegeben hast, damit wir aneinander dein Wort lehren, uns ermutigen, uns verändern lassen dürfen, damit wir als ganze Gemeinde mehr und mehr so leben dürfen, wie es dich ehrt in allen Gelangen.

[61:04] Herzlichen Dank dafür. Und so möchte ich dich wirklich bitten, dass durch deinen Geist unser Herz immer mehr verändert wird und dass es uns nachgeht, diese Bibelstelle, dass es unser Leben verändert und dass wir so als ganze Gemeinde noch mehr und mehr zugerüstet werden, einander anhand von deinem Wort zu lehren.

[61:27] Herzlichen Dank dafür. Amen.