[0:00] Wer die Wahl hat, der hat die Qual. Das ist ein Sprichwort, das wir alle kennen und ziemlich viel Wahres auch dabei ist.
[0:12] Wenn ich ein ungerades Mal im 3M-Migro einen Familieneinkauf erledigen soll, dann erfahre ich das, dass das so ist, das mit der Qual durch die Wahl.
[0:23] Eigentlich wollte ich nur irgendwelche Kartoffeln kaufen, aber nehme ich solche zum Pellen, nehme ich Mehlkochende, nehme ich Junge, nehme ich Alte, nehme ich solche für Gschwelte, für Kartoffelsalat oder extra Raclette-Kartoffeln.
[0:44] Nein, die Werbung empfiehlt Amandine. Und so merke ich einfach, es gibt endlose Möglichkeiten. Und wir, die Privilegierten dieser Erde in unseren Breitengraden, haben sehr oft dieses Problem, grenzenlose Möglichkeiten, aus denen wir eine Wahl treffen müssen, die uns sehr oft zur Qual wird.
[1:08] Und das beginnt meistens schon am Morgen früh nach dem Aufstehen. Ich vergesse das Bild nie mehr, als meine Frau eines Morgens vor dem Kleiderschrank saß und so nachdenklich reinschaute.
[1:21] Und ich fragte sie, ja, Schatz, was ist denn passiert? Und sie meinte nur, sie habe nichts zum Anziehen. Vergib mir bitte, aber ich denke, wir kennen das alle.
[1:33] Wir sind oft überfordert mit den Auswahlmöglichkeiten, die uns das Leben bringt. Ja, weshalb erzähle ich euch das? Wir werden uns heute Morgen auch mit einer Auswahl beschäftigen.
[1:48] Und zwar geht es nicht um eine Vielzahl von Auswahlmöglichkeiten, sondern um zwei mögliche Wege, die wir wählen können. Wenn wir aber den falschen Weg wählen, dann hat diese Wahl, dann bedeutet das für uns wirklich eine Qual.
[2:01] Und es ist eine Textstelle, die mich in letzter Zeit sehr beschäftigt hat. Und deshalb werde ich nicht, wie geplant, im zweiten Timotheusbrief weiterfahren, sondern werden wir uns heute mit dieser Textstelle aus dem Alten Testament beschäftigen.
[2:18] Ihr dürft gerne das Buch Jeremia aufschlagen. Jeremia, Kapitel 17. Es ist gut ein Jahr her, dass wir uns hier auch in diesem Kapitel befanden und die Verse 9 und 10, dieses bekannte Thema vom abgrundtief bösen menschlichen Herz miteinander angeschaut haben.
[2:51] Und ich möchte heute Morgen die Verse davor lesen. Wir lesen ab Vers 5. Ich lese auch die Verse 9 und 10 mit, aber unsere Betrachtungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Verse 5 bis 8.
[3:08] Jeremia 17, Vers 5. So spricht der Herr.
[3:40] Und dessen Vertrauen der Herr ist. Und er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt. Und sich nicht fürchtet, wenn die Hitze kommt.
[3:52] Und sein Laub ist grün und im Jahr der Dürre ist er unbekümmert. Und er hört nicht auf, Frucht zu tragen. Arglästig ist das Herz, mehr als alles, und verdorben ist es, wer mag es kennen.
[4:06] Ich, der Herr, erforsche das Herz und prüfe die Nieren, und zwar, um einem jeden zu geben nach seinen Wegen, nach der Frucht seiner Handlungen.
[4:18] Ich möchte nochmal beten. Vater, wir bitten dich jetzt, wie wir gesungen haben, um deinen Segen in dieser Stunde, indem wir uns mit dieser Textstelle aus dem Buch Jeremia beschäftigen.
[4:30] Bitte gib uns dein Licht, gib uns Verständnis für das, was du uns heute Morgen durch dein Wort sagen willst. Amen. Ja, das Thema von heute Morgen, es lautet, du hast die Wahl, doch trägst du auch die Konsequenzen.
[4:46] Und es ist offensichtlich unser Abschnitt hier, Vers 5 bis 8, der zerfällt in zwei Teile. Wir haben zum einen der Mensch, der auf Menschen vertraut, und die Konsequenzen davon.
[4:59] Und dann die Vers 7 und 8, der Mensch, der auf Gott vertraut, und seine Konsequenzen. Anders ausgedrückt, es steht dir heute Morgen die Wahl von Segen oder Fluch.
[5:15] Und ich möchte dir zwei Wege aufzeigen und ihre Konsequenzen, damit du eben die richtige Wahl triffst. Die Wahl, die dir zum Segen wird.
[5:29] Und die erste Möglichkeit ist, das ist dieser Weg des Fluchs, den wir auswählen können, der uns in Versen 5 und 6 vorgestellt wird. Doch möchte ich zuvor noch ein paar Bemerkungen zum Hintergrund machen, damit wir diesen Abschnitt wirklich in seinem Licht aus dem Buch Jeremia auch verstehen können.
[5:51] Und Jeremia, der begann ja sein Wirken als Prophet, kurz bevor das babylonische Exil über Judah hereinbrach. Er war wirksam unter verschiedenen Königen.
[6:04] Da waren Gottesfürchtige dabei, wie ein Josia. Er war aber geboren zur Zeit des Königs Manasseh, der auf der Liste der bösen Könige quasi zu Oberst stand.
[6:14] Und die Tatsache, dass Judah nach Babylon deportiert wurden, das zeigt uns eigentlich ganz klar auf, das Herz von Judah, das war eben fern von Gott.
[6:27] Das Vertrauen von Judah, das war eben nicht mehr auf Gott gerichtet, sondern auf Götzen, auf sich selbst, oder auch auf andere Könige, auf andere Herrscher, von denen sie glaubten, sie könnten sie von ihren Feinden, den Babyloniern, beschützen.
[6:47] Ein Zeitgenosse von Jeremia war der König Josia. Und über Josia wurde das schöne Zeugnis im 2. Könige 23, 25 ausgesprochen, wo es heisst, und seinesgleichen ist vor ihm kein König gewesen, der sich so von ganzem Herzen und von ganzer Seele und mit all seinen Kräften dem Herrn zuwandte.
[7:11] Ganz nach dem Gesetz Moses, auch ist nach ihm keines seinesgleichen aufgestanden. Und bitte, nimm diesen Gedanken mit.
[7:21] Da war ein Mann, dieser Josia, dessen Herz auf Gott ausgerichtet war, der sein ganzes Vertrauen in Gott gerichtet hat. Was eine Zeit des Segens für Judah bedeutete.
[7:37] Doch nach ihm kam wieder ein böser König, dessen Herz sich von Gott abwandte, der auf andere Dinge vertraute als alleine auf Gott. Und damit schwor er den Fluch des Exils für Judah herauf.
[7:51] So viel Hintergrund zu diesem Text. Und wie gesagt, der erste Weg, den wir hier auswählen können, das ist eben dieser Weg des Fluchs. Und diesen Weg, den beschreiten wir, indem wir auf Menschen, auf Fleisch, auf andere Dinge als auf unseren Gott vertrauen.
[8:10] Und es ist eigentlich interessant. Wir haben hier eine Option, eine Auswahl vor uns, die aber eigentlich gar keine reale Option ist. Denn es heisst gleich zu Beginn im Vers 5, so spricht der Herr, verflucht ist der Mann, der auf Menschen verschrappt.
[8:28] Ja, was ist denn das für eine Option? Und trotzdem wird sie gewählt. Sehr oft sogar. Es ist eine ziemlich starke Aussage.
[8:39] Verflucht der Mann, der auf Menschen vertraut. Und ich verstehe dich, wenn du mit dieser absoluten Aussage ein bisschen Probleme hast. Denn mir ging es genau gleich.
[8:49] Wir können das nicht einfach so hinnehmen. Denn wir alle kennen doch die Verse aus dem Neuen Testament, wo wir dazu aufgefordert werden, einander zu lieben, einander zu dienen, einander zu helfen, füreinander da zu sein, einander zu vertrauen, auf den rechten Weg zurückzubringen, Gemeinschaft zu haben.
[9:11] Aber hier steht, verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut. Sollten wir nicht Anteil nehmen an den Nöten der Heiligen?
[9:28] Sind wir wirklich zu einem Solo-Christentum berufen? Wenn es hier heisst, verflucht der Mann, der Fleisch zu seinem Arm macht, so meint dies symbolisch, der seine Hilfe, seine Rettung von einem Menschen erwartet.
[9:48] Dafür steht hier der Arm, der menschliche Arm. Und wir müssen uns wirklich mit der Frage beschäftigen, wie bringe ich diese Aussage hier ja mit der neutestamentlichen Lehre überein, dienen, helfen, Anteil haben, lieben.
[10:06] Oder ich frage mal so, hast du etwa keine Freunde, hast du keine Menschen, die du als Freunde bezeichnen würdest? Hast du noch nie die Hilfe deiner Brüder und Schwestern in der Gemeinde geschätzt?
[10:21] Warst du noch nie wirklich dankbar dafür, dass du nicht alleine in der Welt stehst, sondern dass da Menschen sind, die dich lieben und die dir helfen? Ich weiss, ihr habt als Gemeinde vor einiger Zeit eine schwere Zeit durchlebt, wo ihr gemeinsam eine Not, eine Familie mit einer schweren Last durchgetragen habt.
[10:44] Was wäre gewesen, wenn diese Hilfe weggefallen wäre? Ja, war es nicht auch eine Zeit des Vertrauens auf andere Menschen, wenn eigene Kinder in fremde Hände gegeben wurden?
[10:57] Ich will niemandem zu nahe treten. Ich möchte einfach, dass wir verstehen, was der Text meint und was eben nicht. Denn die Aussage hier, die ist schon ziemlich stark.
[11:07] Verflucht, wer auf Menschen vertraut. Und auch wir haben als Familie in diesem Jahr die Hilfe von Mitmenschen sehr zu schätzen gewusst.
[11:20] Mein Schatz hat eine sehr schwere Schwangerschaft. Und es gab eine Zeit, da war ich nicht in der Lage, alleine für unsere Tochter Lilly zu sorgen. Ich war dankbar, dass da Leute waren, Freunde, Verwandte, Familie, Gemeinde, die uns unterstützten, die da waren, denen wir vertrauen konnten, die uns wirklich ihre Hilfe anboten, eine spürbare Hilfe.
[11:42] Ist es falsch? Sind wir deswegen verflucht? Und ist es auch falsch, wenn wir über unsere Sorgen, über unsere Nöte, die uns vielleicht mal über den Kopf hinaus wachsen, wenn wir da mit Menschen drüber reden, wenn wir uns anvertrauen?
[11:58] Und was machen wir hier mit dieser Aussage, verflucht ist der Mann, wenn wir das mit Sprüche 1717 vergleichen? Ein Freund liebt zu jeder Zeit und als Bruder für die Not ist er geboren.
[12:15] Verflucht der Mann, der auf Menschen vertraut. Wie bitte funktioniert eine Freundschaft ohne Vertrauen? Das ist ausgeschlossen. Ich weiss nicht, ob euch schon mal aufgefallen ist, wie viele Freunde offensichtlich der Apostel Paulus hatte.
[12:32] Mir ging das vor kurzem wieder neu auf, beim Durchlesen von Römer 16, diese Grußformel, da werden etliche Personen erwähnt. Wir können durch die Apostelgeschichte gehen, die anderen Briefe hinzuziehen.
[12:44] Der Paulus, der war vernetzt und das waren wirklich Freundschaften. Männer und Frauen, die ihm am Herz lagen, für die er betete, um die er weinte. War er deswegen verflucht?
[12:59] Oder wir denken an dieses einzigartige Beispiel von einer Freundschaft David und Jonathan im Alten Testament. Ein so schönes und ermutigendes Beispiel, was ein Freund zur richtigen Zeit sein kann.
[13:12] Nun, wir müssen hier diesen Vers 5 einfach genau betrachten, um diese Spannung, die hier offensichtlich besteht, aufzulösen.
[13:24] Ich denke, wir sehen hier drei verschiedene Aspekte in diesem Vers 5. Zum Ersten sehen wir, dass das Vertrauen einem Menschen gilt. Das Vertrauen ist in erster Linie auf eine Person oder auf etwas anderes als auf Gott ausgerichtet.
[13:41] Zweitens, die Hilfe wird von diesem Gegenstand, von dieser Person erwartet und nicht von Gott. Und drittens, das ist der entscheidende Punkt, und dessen Herz vom Herrn abfällt.
[14:03] Also, wir haben hier eine Kette, in der Gott selbst kein Glied ist, in der Gott keine Bedeutung darstellt. Es ist eine Kette, die menschliche, fleischliche Glieder beinhaltet, aber in der Gott ausgeklammert, ausgeschlossen ist, wenn es hier heisst, und dessen Herz von dem Herrn abweicht.
[14:28] Und das zeichnet uns das Bild von Judah zur Zeit vor dem Exil. das beschreibt auch Israel, kurz bevor sie nach Assyrien deportiert wurden.
[14:46] Und ich denke, es ist auch wichtig, festzuhalten, dass es zwei unterschiedliche Dinge sind, wenn wir Menschen vertrauen, oder unser Vertrauen auf den Menschen setzen.
[15:01] das sind zwei unterschiedliche Dinge. Es ist nicht dasselbe, wenn wir Hilfe von einem Menschen empfangen, zur rechten Zeit, oder ob wir unsere Hilfe von einem Menschen erwarten, ob er unsere höchste, letzte, wichtigste Instanz im Leben ist.
[15:19] Und zu guter Letzt das Hauptproblem, wir haben es gesehen, dessen Herz vom Herrn weicht. Gott spielt keine oder nur eine untergeordnete Rolle in meinem Leben.
[15:39] Und wenn wir die Beispiele von vorhin zurückholen, David und Jonathan, so sehen wir, dass Jonathan nicht der Ersatzgott für David wurde. David war ein Mann nach dem Herzen Gottes.
[15:50] Und wir sehen, auf wen er wirklich vertraut hat, sonst müssen wir wieder mal die Psalmen durchlesen. Und weil Gott für ihn seine höchste, seine wichtigste Instanz war, konnte er auch durch diese enge Freundschaft mit Jonathan gesegnet werden.
[16:08] Dasselbe gilt für Paulus. Der hatte definitiv seine Herzensmenschen und er drückt das ja auch so aus in seinen Briefen. Aber wissen wir auch von Paulus, dass Christus selbst sein Leben war.
[16:21] Und deshalb konnte Gott ihn auch durch seine zahlreichen Freundschaften stärken, ermutigen und segnen. Aber gerade bei Paulus sehen wir eben auch, was passieren könnte.
[16:34] Es ist nicht bei Paulus passiert, aber was passieren könnte, wenn wir zu sehr uns auf Menschen verlassen. Er schreibt dort einige traurige Zeilen am Schluss vom zweiten Timotheusbrief.
[16:46] Als der Druck groß wurde, wenn man sich zu Paulus stellte, als es gefährlich wurde, muss er sagen, ja, viele haben mich verlassen. Das hat dem Paulus auch weh, natürlich.
[16:59] Aber er hatte sein Herz nicht an diese Menschen gehängt, sondern alleine an Gott. Und ich denke, die erste wichtige Lektion für unser Leben ist hier wirklich, willst du, dass eine Freundschaft dir wirklich zum Segen ist, dann muss dein Herz zuvor nahe bei Gott sein.
[17:22] Denn weicht dein Herz von Gott auf, kann deine Freundschaft dir zum Fluch werden. Also es kommt auf deine Beziehung zu Gott drauf an und das Mass deiner Liebe und deines Vertrauens auf Gott bestimmt deine menschliche Beziehung.
[17:42] Es steht in einem direkten Zusammenhang wie gewinnbringend segensreich eine Freundschaft eine Person für dich hier auf dieser Erde sein kann.
[17:54] Und ich denke, das lässt sich auch im engsten Kreis, in der engsten Beziehung, in der Ehe anwenden. Selbst mein Ehepartner darf für mich nicht vor Gott stehen und eine wichtigere Rolle als Gott selbst in meinem Leben einnehmen.
[18:12] Ja, nun, was meint Gott damit, wenn er sagt, eben hier, verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut, anstatt auf Gott. Ja, so wie es hier steht, er ist verflucht.
[18:25] Das muss ich nicht übersetzen. Verflucht ist dasjenige, was mit dem Erdboden passiert ist nach dem Sündenfall. Verflucht ist eigentlich die Welt in Sünde in einem unerlösten Zustand.
[18:38] Es ist der Zustand getrennt von Gott, eben das Herz fern von Gott. das meint dieser Vers hier. Und wenn du eine menschliche Beziehung hast, die über der Beziehung zu Gott steht, dann gilt dieses verflucht auch dir.
[19:02] Und im Vers 6 wird uns in der Folge dann aufgezeigt, wie das konkret aussieht, anhand dieses Bildes. und ich habe es gesagt, es ist die eine Wahl, wir können das wählen, aber es ist nicht unbedingt eine gute Option, wenn wir hier diese Konsequenzen sehen, denn die sind düster.
[19:20] Es heißt da, und er wird sein wie ein kahler Strauch in der Steppe und nicht sehen, dass Gutes kommt und an dürren Orten in der Wüste wird er wohnen, in einem salzigen und unbewohnten Land.
[19:35] Und schau, dies beschreibt kein Ort, an dem ich ein Grundstück erwerben möchte. Es spricht von einem schweren Leben, von Armut, von Einsamkeit.
[19:54] Und genau das ist mit Judah passiert, als sie in Sexil verschleppt wurden. Not, Elend, Einsamkeit kam auf sie zu, weil sie eben die falsche Wahl getroffen haben.
[20:10] Eine Wahl, vor der sie so oft gewarnt wurden. Aber sie wussten es besser und sie mussten die Konsequenzen tragen. Und auch heute Morgen, es wird dir ganz klar vor Augen gestellt, auf wen du vertrauen sollst, welche Wahl du treffen sollst.
[20:27] Denn die Konsequenzen wirst auch du selbst in deinem Leben erfahren und selbst tragen müssen. wir müssen uns einfach vor Augen führen, dass ein Geschöpf niemals die Stelle des Schöpfers einnehmen kann.
[20:46] Er kann es einfach nicht. Denn jeder Mensch ist ein Sünder. Jeder Mensch ist ein Sünder. Und jeder Mensch wird dich zwangsläufig früher oder später enttäuschen.
[21:00] kann gar nicht anders. Jeder Mensch kann und wird dich verletzen, irgendwas sagen, was dir wehtut, was nicht richtig war.
[21:15] Auch der beste Freund, sogar dein Ehepaar. Es gibt Zeiten, in denen er dich einfach nicht versteht. Jeder Mensch ist in der Lage, ein Wort zu brechen, das er dir gab.
[21:28] Jeder kann das. ein Mensch kann dir versprechen, ja, bis in alle Ewigkeit, doch morgen bereits kann er dich verraten. Er hat dieses sündige Potential in sich drin, wie uns die Verse 9 hier in Jeremiah 17 einfach aufzeigen.
[21:47] Das steht hier in diesem Zusammenhang. Und Menschen, sie sind von Natur aus einfach schwach und hilflos.
[21:58] Ihre Fähigkeiten, sie sind äusserst limitiert. Die Hilfe ist begrenzt, die sie dir anbieten können. Und zu guter Letzt, Menschen können einfach plötzlich sterben.
[22:11] Selbst wenn sie perfekt gewesen wären, wenn sie dich nie enttäuscht und verletzt hätten, plötzlich sind sie nicht mehr da. Kann niemand was dafür, aber auch das ist so eine Tatsache.
[22:22] und deshalb wir sehen, unser Vertrauen im absoluten Sinne in einen Menschen zu setzen, es ist keine gute Wahl.
[22:36] Es ist eigentlich gar keine Option für uns. Ja, wenn Menschen uns verraten, ich weiss nicht, ob du diese Erfahrung schon machen musstest, ein enger Freund aus Jugendtagen, sonst ein lieber Mensch, der plötzlich sich von dir abgewandt hat, und du merkst irgendwie, du hast zu viel Vertrauen in ihn gesteckt, zu viel Hoffnung auf eine Person gesetzt, warst zu fixiert auf diesen einen Menschen, und plötzlich ist er eben nicht mehr, und so fühlst du dich wie hier in Vers 6 beschrieben, ein kahler Strauch irgendwo in der Steppe, da ist kein Wasser, da ist kein Lebenssaft mehr, da ist irgendwie keine Perspektive, keine Zukunftshoffnung, salzig und unbewohnt, das ist ein Zustand, den wir eigentlich nicht wählen, aber du sagst ja zu diesem Zustand, wenn du dein Vertrauen vorab in
[23:37] Menschen setzt. Gott möchte dich vor dieser Erfahrung bewahren, Gott wollte Judah vor dieser Erfahrung bewahren, deshalb schreibt er das auf, deshalb sollte der Jeremiah das predigen, deshalb sollte er das veranschaulichen mit einem Bild, sie kannten beiderlei in Israel, fruchtbare Gegenden, mit Weinstöcken, Weinbergen und diversen Bäumen, Obstplantagen, aber sie kannten eben auch die Wüste, sie verstanden dieses Bild, das hier in diesen Versen 5 bis 8 vorgestellt ist, sie wurden gewarnt, aber sie haben es nicht geglaubt, das können wir nicht ändern, die Frage ist, glaubst du dem, was hier steht, die Frage ist, was machst du mit dem, was heute morgen vor dich getragen wird, ja,
[24:38] Gott möchte dich vor dieser Erfahrung bewahren und deshalb stellt er eine andere Wahl vor, aber bevor wir uns mit diesem Segens Weg beschäftigen, erlaubt mir bitte einen Exkurs zu machen zum Thema Freundschaft, Beziehungen, Vertrauen auf Menschen.
[24:57] Ich möchte einige Prinzipien weitergeben, damit menschliche Beziehungen nicht zu meinem Fluch werden. die Bibel, sie fordert uns auf, hauptsächlich auch im Neuen Testament einander zu dienen, ich habe es eingangs erwähnt.
[25:21] Und es ist eigentlich ein Befehl, der ungeachtet der Person, wer sie auch sein mag, den wir ausführen sollen. Aber wo liegen Grenzen?
[25:32] Gibt es Grenzen in Bezug aufeinander dienen, Vertrauen schenken, Beziehungen pflegen? Schlagt bitte einmal auf Galater Kapitel 6.
[25:45] Ich möchte einen Vers dort lesen. Galater Kapitel 6, dort heißt es im Vers 10. Also nun, wie wir Gelegenheit haben, lasst uns das Gute wirken gegenüber allen, am meisten aber gegenüber den Hausgenossen des Glaubens.
[26:07] Galater 6 gibt einige wichtige Prinzipien für menschliche Beziehungen für in der Gemeinde weiter und wir sehen hier in diesem Vers 10 das Gutes tun, Nächstenliebe jedem Menschen gilt, egal was für ein Geschlecht, was für eine Hautfarbe, was für eine soziale Schicht er angehört.
[26:34] Das ist ein Gebot, das uns auferlegt wurde, auch von unserem Herrn. Wir sollen selbst unsere Feinde lieben. Aber trotzdem hält Paulus hier etwas fest, dass unser Fokus auf den Glaubens Geschwistern liegen soll.
[26:51] Wir sollen alle Menschen lieben, aber unsere besondere Liebe soll denen gelten, welche von Christus selbst, welche vom Vater selbst mit einer besonderen, mit einer außerwählenden Liebe geliebt wurden.
[27:05] Das ist sein erlöstes Volk und das wird uns auch hier im Galater 6 aufgezeigt. Besonders an den Hausgenossen des Glaubens, an unserer geistlichen Familie, an unseren Brüdern und Schwestern, die denselben Vater haben, nämlich Gott.
[27:26] Wenn ich gesagt habe, ich möchte einige Prinzipien, einige Gedanken dazu sagen, wo Beziehungen problematisch sind oder wo vielleicht auch Grenzen sind, die wir einhalten sollten, dann tue ich dies auch aus diesem Grund, weil ich meine, eine Tendenz zu sehen, wie gläubige Jungs oder gläubige Frauen sich auf Ungläubige des anderen Geschlechts einlassen.
[27:54] Selbstverständlich unter dem edlen Motiv Evangelisation. Aber ich frage mich, ist es wirklich die Aufgabe für einen jungen Mann, für eine junge Frau, sich regelmäßig mit einem ungläubigen Vertreter des anderen Geschlechts zu treffen, um den vielleicht irgendwie zu Christus zu führen?
[28:21] Gibt es wirklich gar keine Alternativen? Haben wir nicht Möglichkeiten, diese wichtige Aufgabe, irgendwie mit anderen zu teilen, andere Menschen, aus der Gemeinde, Brüder, Schwestern, aus meiner Familie, irgendwie hinzuzuziehen?
[28:39] Ich sage nicht, dass dies nicht auch schon gut gegangen ist in der Vergangenheit. Ich sage nicht, dass dies per se kein Thema sein soll. Ich möchte einfach davor warnen, denn eines müssen wir uns im Klaren sein, eine Beeinflussung, die findet statt.
[28:57] Aber die Frage ist, wer wird von wem mehr beeinflusst? Und nehmen wir, ich habe absichtlich diesen Vers 9 mit zugelesen, arglistig ist das Herz, wer mag es ergründen?
[29:10] Vordergründig mag da das Motiv Evangelisation, Menschen zu Christus führen, da sein. Aber was noch alles andere in meinem bösen, sündigen Kern schlummert, welche anderen Motive da unterschwellig mitwirken?
[29:23] die erkenne ich manchmal nicht mal selbst. Wie gut ist es in Vers 10 heißt, ich, der Herr, erforsche das Herz. Er kennt deine Motive, auch wenn du sie vielleicht selbst nicht kennst oder gar nicht kennen willst, weil du nicht bereit bist, wirklich einmal alles genau im Lichte Gottes zu prüfen.
[29:45] eine zweite Frage, die mich diesbezüglich auch beschäftigt, wenn es hier um Beziehungen, Vertrauen in Menschen und so geht, ist die, wie eng soll grundsätzlich eine Verbindung oder eine Freundschaft von einem gläubigen Mann und einer gläubigen Frau sein?
[30:10] Und ich spreche jetzt hier nicht direkt von Unverheirateten, denn irgendwie muss ja etwas beginnen, damit die Gemeinde dann wieder warm essen gehen kann, das ist mir klar. Und ich möchte jetzt hier auch nicht über Partnerwahl im biblischen Sinne sprechen, das ist nicht das Thema, da würden wir zu sehr davon abschweifen.
[30:32] Ich meine hier eigentlich etwas anderes, was aus meiner Sicht ja noch viel brisanter ist, über das aber kaum gesprochen wird.
[30:45] Und ich bin mir nicht ganz sicher, weshalb. Ist es, weil es einfach kein Thema ist? Oder ist es vielleicht einfach deshalb, weil es ja nicht ganz angenehm ist, uns mit dieser Frage auseinander zu setzen?
[31:05] Und ich bin mir durchaus bewusst, dass wir uns hier ein bisschen von unserem Text, hier im Jeremia entfernen. Ihr verzeiht mir das, liegt mir in diesem Zusammenhang einfach auf dem Herzen.
[31:15] Ich möchte dir aufzeigen, wie problematisch menschliche Beziehungen für uns werden können. Ja, in erster Linie, hier im Kontext geht es darum, wenn sie uns wichtiger sind, als unsere Beziehung zu Gott, aber sie können uns auch sonst zum Problem, zum Fluch werden.
[31:33] Und auf das möchte ich jetzt hier einfach kurz noch eingehen. Ich denke, und ich sage das auch gerade deshalb, ihr seid in der Gemeinde mit vielen jungen Familien und ich denke, ihr alle kennt es.
[31:48] Fast jedes gläubige Ehepaar hat Freunde in der Gemeinde, übergemeindlich, wo man wirklich enge, gute, gesegnete Beziehungen pflegt.
[31:59] Es sind vielleicht Verbindungen aus Kindertagen, aus einer Jugendzeit noch. Man hat Kinder in einem ähnlichen Alter, man hat dieselben Interessen, man ist eng befreundet, man teilt so vieles miteinander.
[32:15] Man lädt sich gegenseitig ein, man fährt gemeinsam in den Urlaub und es gibt unglaublich viel, was einem über die Jahre verbindet. Und das ist alles schön, das ist gut und das ist ein Segen, ich kenne das auch von unserer Familie.
[32:33] Aber ich möchte einfach diese Frage in den Raum stellen, besteht auch nicht hier eine reale Gefahr? Eine Gefahr, dass die Männer sich nicht einfach zusammen über den Fussball unterhalten und die Frauen Betty Bossi Tipps austauschen, sorry für dieses verstaubte Klischee, sondern dass auch zwischen Mann und Frau mit der Zeit plötzlich eine Verbindung auf einer Ebene in einem gewissen Vertrauensverhältnis entsteht, die, ich sage es mal so, nicht ganz unproblematisch ist.
[33:14] Sag mal ehrlich, hast du schon mal über das nachgedacht, über dieses, ich sage es mal so, in Anführungszeichen Gefahrenpotenzial? Kein Thema.
[33:27] Ja, umso besser. Ich möchte es einfach angesprochen haben. Eine weitere Option, ein Ehepaar hat einen guten, jungen Freund oder eine Freundin, welche oft ein- und ausgehen.
[33:43] Vielleicht ist es ein gläubiger Student, der sich als Untermieter eingenistet hat im eigenen Haushalt. Auch hier, es gibt nichts per se, was daran auszusetzen wäre.
[33:56] Überhaupt nicht. Aber ich frage mich einfach auch hier, wo sind Grenzen? Gibt es auch hier Grenzen? Gibt es Dinge, denen wir uns einfach bewusst sein müssen, um uns von dieser Erfahrung von Vers 6 zu bewahren?
[34:18] Ein junger, netter, aufgeschlossener, freundlicher Mann kann für eine gestresste Mutter mal eine angenehme Abwechslung sein.
[34:30] Zumal der Mann vielleicht immer arbeitet, nicht zur Zeit hat und es mit den Komplimenten auch nicht mehr so hat wie früher. Das Zuhören ist irgendwie auch nicht mehr so wie früher. Ja, ein bisschen nett unterhalten.
[34:43] Was ist schon dabei? Ja, wir sollen doch Gemeinschaft pflegen. Wir haben diese Stellen vorhin auch angeschnitten. Aber ich frage mich einfach, ist es wirklich frei von Gefahren?
[34:58] Ist es angebracht, nur weil ich einen goldenen Ring am Finger trage, unüberlegt und offen gegenüber dem anderen Geschlechtsein, nur weil ich einfach verheiratet bin?
[35:09] Es ist ja alles klar und ich habe meiner Frau ja die Treue versprochen. Berechte ich mich dies, einfach sorglos und unüberlegt zu sein? Und genauso kann auf der anderen Seite eine junge, hübsche Nanny, welche sich in den eigenen vier Wänden wie zu Hause fühlt, auch für den Mann ein Gefahrenpotenzial darstellen.
[35:35] Das kann schon einmal das Interesse wecken. Und vielleicht wird irgendwann auch das Vertrauen gewonnen. Vielleicht entsteht mit der Zeit sogar eine Art Ersatz-Date-Beziehung.
[35:48] Müssen wir da nicht einfach auf der Hut sein? Müssen wir uns da nicht einfach auch bewusst sein, dass hier reale Gefahren lauern? Einfach deshalb, weil wir wissen, was in Vers 9 steht, arglistig ist das Herz.
[36:02] Wer mag es ergründen? Ich selbst, ich kann es nicht. Lass mich betonen, ich komme nicht hierher und stelle irgendwelche Gesetze auf.
[36:14] Ich komme nicht hierher und verteufle einfach alles. Ich sage einfach nur, Achtung, lasst uns auf der Hut sein und tun wir nicht frommer, als wir sind.
[36:33] Denn ich denke, wenn du hier sitzt und denkst, was erzählt er hier, das ist kein Thema, über das müssen wir gar nicht sprechen, dann sage ich dir, dann gehörst du zu der Risikogruppe.
[36:44] Das ist ein Wort, das in der letzten Zeit die Runde gemacht hat, Risikogruppe. Und es gibt Risikogruppen in bestimmten Gebieten. Und wenn du sagst, nee, über das brauchen wir gar nicht zu sprechen, dann bist du hier definitiv in einer Risikogruppe.
[37:03] Sei dir immer bewusst, wie viel kriminelles Potenzial auch nach deiner Rettung immer noch in deinem Inneren schlummert und es schlummert so lange, bis du deinen Herrlichkeitsleib hast, bis du im Himmel angekommen bist.
[37:19] Dann müssen wir uns nicht mehr über das unterhalten. Aber dann gibt es auch nicht mehr Mann und Frau. Lass mich einfach noch dazu erzählen, ich vergesse es nie mehr, wie einer der Lehrer am EBTC, Nick Kalina, einmal an einem Abend gesagt hat, ich habe das Potenzial heute Nacht nicht hier in meinem Bett im Maranatha-Haus zu schlafen, sondern im Bett einer fremden Frau.
[37:48] Sagt wer? Ein Mann, der sechs Kinder hat, der Ehe und Familie unterrichtet? Sei du bitte kein bisschen sorgloser diesbezüglich.
[38:01] es gibt Verbindungen, die können mir zum Fallstrick, die können mir zum Fluch werden, obwohl ich ohne böse Absichten irgendwas gemacht hätte.
[38:17] Das ist nicht einmal so entscheidend. Ich muss nicht mit bösen Absichten irgendetwas anfangen, was von vornherein zwielichtig ist. Nein, auch gute Absichten, reine Motive können mir zum Fluch werden.
[38:32] Und deshalb betone ich das auch heute Morgen so sehr. Wenn wir ehrlich sind, gibt es einfach einige Prinzipien, die uns durch die Bibel hinweg aufgezeigt werden, wo wir eigentlich ganz genau wüssten, wo Grenzen sind, die es eigentlich nicht zu überschreiten gilt.
[39:01] Und wenn wir denken, dass mein spezieller Fall hier eine ganz spezielle Ausnahme bildet, dann ist es doch irgendwie schon merkwürdig. Und wir müssen uns fragen, stehe ich wirklich im Licht Gottes, in diesem Licht der Wahrheit?
[39:17] Bin ich wirklich unter Leitung des Heiligen Geistes, der mich führt, wie ich leben soll? Und lass es mich einfach abschliessend in aller Deutlichkeit noch einmal sagen, die Sünde, sie beginnt nicht erst im Bett der fremden Frau.
[39:40] Aber wir haben hier auch in diesem Vers 5 eigentlich den Schlüssel zu unseren menschlichen Beziehungen vor uns, wenn es heißt, und dessen Herz vom Herrn abweicht. Ich ziehe den Umkehrschluss, wenn dies nicht passiert, wenn dein Herz voll und ganz auf den Herrn ausgerichtet ist, dann kann jede menschliche Beziehung, egal ob Mann oder Frau, dir zum Segen sein.
[40:04] Ich habe mir viel Gedanken darüber gemacht. Zeigt die Bibel uns innige Verbindungen von einem Mann und einer Frau auf, die nicht verheiratet waren, wo es nicht zu einem Fluch wurde?
[40:20] Und mir ist so eigentlich kein direktes Beispiel eingefallen. Ich denke, der Paulus und die Priscilla, die mochten sich arg gut leiden, aber das war total transparent vor dem Aquila.
[40:34] Da war nichts Geheimes, da waren keine geheimen Nachrichten, welche der Aquila nicht lesen durfte, war damals auch noch ein bisschen schwieriger. Umso mehr ist dieses Thema heute aktueller denn je.
[40:50] Lass uns hier einfach transparent sein, vor unserem Ehepartner, aber vor allem einfach vor Gott. Denn wenn wir wirklich im Licht Gottes stehen, wenn unser Vertrauen auf den Herrn gerichtet ist, wenn unser Herz eben nicht vom Herrn abweicht, dann weisst du, wo du aufpassen musst und wo die Grenzen liegen.
[41:17] Soviel zu diesem Kurs und wir möchten uns jetzt zurückbegeben zum Text hier. Gott möchte dich vor Erfahrungen des Fluchs bewahren.
[41:28] Ich habe es gesagt, deshalb warnt er dich. Und er stellt hier eine andere, eine bessere Option vor und das sind die Verse 7 und 8.
[41:40] Und das ist die Wahl des Segens Wegs. Anders kann ich es gar nicht sagen. Gott sagt in Vers 7, gesegnet ist der Mann, der auf den Herrn vertraut und dessen Vertrauen der Herr ist.
[42:02] Eigentlich ist das so klar. Wir hören das nicht zum ersten Mal und trotzdem müssen wir uns auch hier noch einige Minuten dieser Wahrheit aussetzen, damit sie dich dahingehend prägt, dass du gar nicht mehr anders willst, gar nicht mehr anders kannst, als dein Vertrauen voll und ganz auf den Herrn zu setzen.
[42:21] Und ich finde es interessant, die Wiederholung, die wir hier finden. Es heißt ja, gesegnet ist der Mann, der auf den Herrn vertraut. Und dann heißt es, und dessen Vertrauen der Herr ist.
[42:36] Und es gibt hier einfach zwei Seiten. Auf der einen Seite ist es deine Verantwortung, dein persönliches Vertrauen auf den Herrn zu setzen. Aber dieser Vers zeigt uns einfach auch auf.
[42:49] Es nützt mir nichts, wenn ich auf etwas vertraue, was es gar nicht wert ist, dass ich ihm vertraue. Und hier sehen wir die andere Seite, dessen Vertrauen der Herr ist.
[43:01] Und es spricht davon, dass der Herr derjenige ist, der vertrauenswürdig ist und der sich eben entschlossen hat, dir zu helfen. Der sich entschlossen hat, dass du ihm vertrauen kannst.
[43:15] Und schau, der Herr kann nur dein Vertrauen sein, wenn er auch dein Herr ist. Der Herr ist das Vertrauen von seinem erlösten Volk.
[43:26] Und auch hier sehen wir wieder diese Beziehung, die einfach intakt sein muss. Du musst ein Kind Gottes sein, du musst dein Vertrauen auf den Herrn setzen, aber gesegnet bist du, wenn der Herr dann auch deine Hilfe ist und er ist es, weil er es versprochen hat.
[43:47] Und wenn das passiert, wenn du diese Wahl getroffen hast, dann hast du den Weg des Segens gewählt. Und wie das aussieht, es ist eine ganz andere Lage als die von Vers 6.
[44:01] Es heisst da, und er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt und sich nicht fürchtet, wenn die Hitze kommt und sein Laub ist grün und im Jahr der Dürre ist er unbekümmert und er hört nicht auf, Frucht zu tragen.
[44:22] Hier würde ich schon eher ein Grundstück erwerten wollen. Wisst ihr, was den Wert einer Immobilie ausmacht? Erstens, es ist die Lage, zweitens ist es die Lage und drittens ist es die Lage.
[44:36] Also ein Haus hier an der Goldküste hat von Grund auf mehr Wert als ein Haus im Emmental, einfach wegen der Lage. Für mich nicht nachvollziehbar, aber irgendwie jemand macht diese Gesetze halt.
[44:48] und das sagt sehr viel über den Wert deines Lebens aus. Wenn dein Haus, bildlich gesprochen, an diesen Wasserbächen, in dieser fruchtbaren Gegend steht, dann hat es einfach mehr Wert.
[45:06] Dein Leben hat dann einen Wert, wenn diese Verbindung zum Herrn da ist. Du kannst noch so einen polierten Palast haben, wenn der in der Wüste steht, ohne Wasseranschluss, den will niemand kaufen.
[45:24] Und dieser Vers 8, ich glaube, als ich den gelesen habe, da kam dir automatisch Psalm 1 in den Sinn. Es ist interessant, wenn wir hier diese Parallelen sehen, der Mann hier, der auf den Herrn vertraut, und Psalm 1 ist der Mann, der das Wort Gottes verinnerlicht hat, der über das Wort Gottes nachsinnt, Tag und Nacht, der eben nicht sitzt, wo die Spötter sitzen, dessen Herz eben nicht am Herrn ist, sondern der die Beziehung zum Herrn hat und auf ihn vertraut, das ist derselbe Mann.
[45:55] Es sind Bäume am Wasser gepflanzt, die Frucht bringen, Jahr um Jahr, selbst wenn es mal heiß wird. Und die Parallele ist ist ist der Mann ist der Mann ist der Mann der Tag und Nacht ist, der die Worte des Herrn wichtiger sind als die Worte des Menschen.
[46:20] Das ist ein und derselbe Mann. Und du zeigst dein Vertrauen in den Herrn, wenn sein Wort deine oberste Instanz ist, wenn sein Wort dir mehr bedeutet als das Wort deiner Freunde, wenn dein Vertrauen in das Wort Gottes gerichtet ist und nicht zuerst in die Worte von deiner Mitmenschen.
[46:41] Dann bist du ein Baum am Wasser. Aber schau, wenn du auf den Herrn vertraust und das müssen wir einfach auch immer wieder festhalten, so bewahr dich dies nicht einfach vor Leid.
[46:55] Und hier ist auch nichts klein gedruckt. Dieser Vers verspricht nichts solches. Er sagt nicht, dass keine Hitze kommt.
[47:07] Er sagt nicht, dass kein Jahr der Dürre kommt. Es heißt hier und im Jahr der Dürre. Es ist da, das Jahr der Dürre. Aber er kann unbekümmert sein. Er hört nicht auf, Frucht zu bringen.
[47:18] Weshalb? Weil diese Verbindung zu dieser Lebenskraft, zu diesem Lebenssaft einfach da ist. Und wenn die Hitze kommt, ja, sie kommt, sie ist manchmal schon da.
[47:29] Er muss sich aber nicht fürchten, weil diese Verbindung zum Herrn da ist. Und was für ein anderes Ergebnis als das, was uns in Vers 6 hier vorgezeigt wurde.
[47:44] Ja, auch wenn du mit dem Herrn unterwegs bist, kann es heiß werden. Und für dein Empfinden kann es vielleicht sehr heiß oder auch mal zu heiß werden. Das ist in Ordnung. Aber du brauchst dich nicht zu fürchten, weil wenn dein Herz auf den Herrn ausgerichtet ist, dann wird die Kraft, die zum Überleben notwendig ist, sie wird fließen, weil dein Herr meint es gut.
[48:10] Und wenn es noch heißer wird, er meint es immer noch gut, weil er kann nicht anders. Diese beiden Wege werden uns heute morgen hier aus Auswahl vorgestellt.
[48:26] Gleichzeitig zeigt uns dieser Abschnitt ihre Konsequenzen, die Folge der Wahl auf, aber die Entscheidung letztendlich, sie liegt auch heute morgen bei dir.
[48:42] Und lass mich einfach schliessen, indem ich jetzt auch Vers 9 und 10 noch mit einbeziehe. Ich habe schon darauf verwiesen, arglässig ist das Herz mehr als alles und verdorben und darin liegt der Grund, weshalb du eben nicht auf Menschen vertrauen kannst.
[48:59] Sie sind und bleiben Sünder, auch wenn sie ein Kind Gottes sind. Und weil du selbst diesen sündigen Kern in dir hast, bist auch du nicht fähig, ein perfekter Freund zu sein, jemanden nie zu enttäuschen.
[49:16] Deshalb bist auch du es nicht wert, dass man dir 100% vertraut. sondern dem, von dem es in Vers 10 heisst, ich, der Herr, erforsche das Herz und prüfe die Nieren.
[49:31] Er, der selbst ohne Fehler, absolut heilig, ohne Trug ist, er ist auch derjenige, der in die Herzen der sündigen Geschöpfe sieht. Und deshalb sollst du ihm alleine vertrauen.
[49:49] Dein Herz ist in Lage, deine eigene Sünde zu rechtfertigen. Es kann dich betrügen. Und genau deshalb soll dein Herz nahe beim Herrn sein, damit er dich immer wieder überführen kann, dir aufzeigen, wo menschliche Beziehungen dir zum Fluch wurden, wo menschliche Beziehungen zu eng waren, oder wo dein Fokus verschoben war.
[50:10] Und das Gute, das Wunderbare ist, wir können es immer wieder in Ordnung bringen, wir können zu ausrichten auf sich selbst, damit auch wir diese Erfahrung eines gesegneten Baumes machen können.
[50:32] Lass mich abschliessen mit einer Geschichte, die sich vor vielen Jahren irgendwo in Amerika zugetragen hat. Da war ein Farmer unterwegs mit seinem uralten Ford Pickup auf einer Landstrasse weit und breit von jeglicher Zivilisation entfernt.
[50:51] Er fuhr aus der Stadt zurück auf seine Farm und plötzlich wollte das Ding nicht mehr. Der Wagen ist abgesoffen und er machte keinen Wagen mehr. Er kannte sich mehr mit Kühen und Mais aus als mit Automotoren, hat trotzdem mal die Motorhaube aufgemacht und so ein bisschen reingeschaut, ob ihm vielleicht gleich etwas anspringt.
[51:14] War nicht der Fall und war ein bisschen ratlos. Da fuhr plötzlich ein ziemlich schicks Auto vorbei, hielt er an und ein Mann mit Anzug, Krawatte und Hut stieg aus und er dachte, super, er hat mir gerade noch gefehlt.
[51:29] Er kommt dann hinzu und schaut auch in diesen Motorraum und denkt, fahr einfach ab, du hast sowieso keine Ahnung, du Banker. Der Mann sagt dann nur, sehen Sie das kleine Schläuchchen, das ist abgerissen, da fließt kein Benzin mehr und der Fahrer denkt, das hat mir gerade noch gefehlt und der Mann sagt, schliessen Sie das bitte einfach an und er macht es einfach, weil er die Hoffnung hat, wenn es dann nicht geht, er begriffen hat, dass er wahrscheinlich weiterfahren soll.
[52:00] Er macht es und dann forschte ihn der Feine herauf, steigen Sie ein und betätigen Sie den Anlass und versuchen Sie das Ganze nochmal und innerlich total sauer steigt er ins Auto und die Kiste läuft plötzlich wieder.
[52:14] Und ja, da ist er schon ein bisschen peinlich berührt und bedankt sich und fragt dann noch, wie haben Sie das gemacht? Wer sind Sie eigentlich?
[52:25] Wieso haben Sie das gewusst? Und dann sagt der Mann, ja, darf ich mich vorstellen, mein Name ist Ford, Henry Ford. Ich habe dieses Auto gebaut.
[52:35] ich weiß, wie es funktioniert. Deshalb können Sie mir vertrauen. Schau, Gott hat dich gebaut.
[52:47] Er weiß, wie du funktionierst. Nicht dein Ehepartner, nicht dein Freund. Er hat dich gebaut, er weiß, wie du funktionierst und deshalb vertraue auf ihn allein.
[53:02] Amen. Vater, wir danken dir für diesen Text. Wir danken dir, dass du uns diese Verse niedergeschrieben hast.
[53:12] Wir wissen, du hast sie an dein Volk, an dein geliebtes Volk, an Israel, an Judah geschrieben, um sie davor zu bewahren, dass sie die falsche Wahl treffen.
[53:26] Sie haben dir nicht geglaubt. Du hast es ihnen geschildert, mit Bildern, die sie nachvollziehen konnten. Sie haben dir nicht geglaubt. Du wolltest es, dass diese Verse aufbewahrt bleiben, dass sie niedergeschrieben werden in dein heiliges Wort.
[53:45] Du wolltest, dass wir sie heute haben und wir wissen, dass alles, was zuvor aufgeschrieben ist, zu unserer Belehrung dient, so auch heute Morgen.
[53:58] Gleich wie du Israel damals vor dieser Wahl gestellt hast, stellst du uns täglich, jeden Tag neu vor die Wahl, wem oder auf was wir vertrauen wollen.
[54:10] Lass uns bedenken, dass die Konsequenzen einer falschen Wahl dieselben sind wie für Judah. Lass uns bedenken, dass du etwas Besseres für uns bereitet hast, dass du uns segnen willst.
[54:24] Es kommt uns manchmal so vor, als hätten wir Angst vor deinem Segen. Anders können wir uns nicht erklären, weshalb wir so oft die falsche Wahl treffen. Herr, vergib uns, wo wir das gemacht haben und gib uns, dass wir uns neu auf dich ausrichten, unser Herz auf dich werfen, unser Vertrauen auf dich setzen, damit jede menschliche Beziehung uns auch zum Segen dienen kann.
[54:50] Darum bitten wir, Herr. Amen.