Themen: Jesu leben, Jesus ist Gott, Jesus ist Mensch, Selbstlos, Dienst, Lebenseinstellung
[0:00] Ja, stell dir die folgende Situation vor. Jemand kommt da in die Gemeinde und fordert dich auf, folge mir nach.
[0:15] Er fordert aber nicht nur eine allgemeine physische Nachfolge, dass du jetzt ihm einfach nachgehen sollst. Nein, das, was du willst, das, was du denkst und das, was du tust, soll genau gleich sein wie der, welcher dich zur Nachfolge aufruft.
[0:39] Anhand von welchen Kriterien wirst du dich für oder gegen eine Nachfolge entscheiden? Sicherlich spielen folgende Faktoren eine wichtige Rolle in diesem Entscheidungsprozess.
[0:58] Ja, wer ist denn das, der dir dies befiehlt? Was für eine Autorität hat denn der? Wer ist wiederum sein Auftraggeber, dass er dir dies überhaupt befehlen kann?
[1:14] Und ist das, was er fordert, überhaupt erstrebenswert? Ja, und ist sein Leben vorbildlich?
[1:28] Ja, all diese Faktoren wirst du wahrscheinlich prüfen und dann entscheiden, ob du dieser Person dann auch nachfolgen wirst oder nicht.
[1:39] Und im heutigen Text werden wir aufgefordert, einem spezifischen Vorbild zu folgen. Und so werde ich euch heute anhand der Schrift aufzeigen, wer das Grösste, wer das Demütigste, wer das Gehorsamste, wer das einzig wahre, völlig autorative und fehlerlose Vorbild ist.
[2:09] Anhand vom Philippebrief werden wir sehen, dass Jesus wirklich ganz Gott und ganz Mensch gewesen ist. Und dass seine Gesinnung die edelste, die vornehmste und die einzig erstrebenswerte ist.
[2:26] Das Ziel der heutigen Predigt aus Philippe 2, Vers 5 bis 8 ist, dass wir von dieser Gesinnung von Jesus lernen und dies in unserem Leben praktisch anwenden.
[2:41] Und hierzu werden wir zuerst lernen, wie Jesus als ganz Gott auf dieser Erde gelebt hat. Dann, wie er als ganz Mensch auf dieser Erde gelebt hat.
[2:59] Dann, welche Gesinnung er hatte. Und dann als Anwendung uns unserer eigenen Gesinnung widmen. Und der Predigtitel der heutigen Predigt heisst Jesus Christus, dein Vorbild.
[3:17] Vor einer Woche haben wir Philippe 2, die Verse 1 bis 4 zusammen angeschaut. Und die heutige Predigt, die wird auf diesen Versen dann aufbauen.
[3:28] Und für all die, welche letzte Woche nicht dabei waren, möchte ich euch einfach erinnern, dass ihr die Predigten jeweils auf der Homepage nachhören könnt.
[3:40] Ich möchte diese Verse vom letzten Mal nochmals lesen und dann gleich ab Vers 5 dann weiterlesen. Also Philippe 2, Vers 1.
[3:54] Gibt es nun bei euch Ermahnung in Christus? Gibt es Zuspruch der Liebe? Gibt es Gemeinschaft des Geistes?
[4:07] Gibt es Herzlichkeit und Erbarmen? So macht meine Freude völlig. Indem ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe habt, einmütig und auf das eine bedacht seid.
[4:22] Tut nichts aus Selbstsucht oder nichtigem Ehrgeiz, sondern in Demut. Achte einer den anderen höher als sich selbst.
[4:33] Jeder schaue nicht auf das Seine, sondern jeder auf das des Anderen. Jetzt geht der Text weiter. Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war.
[4:48] Der, als er in der Gestalt Gottes, war es nicht, wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein, sondern er entäusserte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen.
[5:07] Und in seiner äusseren Erscheinung, als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod.
[5:18] Ja, bis zum Tod am Kreuz. Wir verneigen uns noch zum Gebet. Vater im Himmel, ich danke dir vielmals für den Philippe-Brief, den du uns gegeben hast.
[5:37] Ja, Paulus hat in die Situation der Philippe hineingesprochen. Ja, die Philippe, sie waren eine Gemeinde, sie waren eine Gemeinde, die auf Kurs war.
[5:48] Aber dennoch gab es zwischenmenschliche Probleme. Es gab Streit. Es gab Zwietracht. Und so möchten wir lernen, wie auch Paulus uns ermahnt, ja, wie wir denken, wie wir handeln sollen, basierend auf den Voraussetzungen, die du gegeben hast.
[6:13] Und wir möchten heute von dir, Herr Jesus Christus, lernen, welche Gesinnung du uns gezeigt hast. Wir möchten lernen von deiner Gottheit.
[6:26] Wir möchten lernen von dem, wie du dich gedemütigt hast. Wir möchten lernen, das alles auch anzuwenden in unserem Leben.
[6:38] Wir bitten dich um das, was wir selbst nicht tun können, nämlich um die Wirkung von deinem Geist in unserem Herzen, dass du das bewirkst, was niemand tun kann.
[6:49] Und so magst du unser Herz verändern und immer mehr gebrauchbar machen, damit wir das tun, was du möchtest. Herzlichen Dank dafür.
[6:59] Zu deiner Ehre. Amen. Zuerst werden wir den Vers 6 zusammen anschauen. Jesus als ganz Gott hier auf Erden.
[7:15] Ob Jesus jetzt ganz Gott oder nur halb Gott und halb Mensch oder sogar nur ganz Mensch war, ist ein absolut zentrales Thema des Evangeliums.
[7:33] Es ist das extrem wichtige Thema, weil je nachdem, wer er wirklich war, ändert sich zuerst auch die Autorität und die Priorität des Auftrags an dich und mich.
[7:50] Ja, aber mehr noch, wer er ist, ist entscheidend, ob wir schlussendlich gerettet sind oder eben nicht.
[8:03] Johannes warnt uns in seinen Briefen davor, dass es Verführer gibt, die nicht bekennen, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist.
[8:15] Im zweiten Johannes 7, da steht, denn viele Verführer sind in die Welt hineingekommen, die nicht bekennen, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist.
[8:31] Das ist der Verführer und der Antichrist. Und somit ist es wichtig, dass du und ich den Text aus Philippa gut kennen.
[8:43] In Philippa 2, 6 steht, der, also Jesus, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie ein Raub festhielt, Gott gleich zu sein.
[8:57] In diesem Vers lesen wir davon, dass es ein Fakt ist, dass Jesus in der Gestalt Gottes war und ihm gleich ist.
[9:08] Was heisst das, Gott gleich zu sein? Also, dass Jesus Gott gleich ist. Das Wort gleich bedeutet im Vers 6, dass zwei oder mehrere Dinge in Bezug auf Form, Menge, Größe, Qualität gleich sind.
[9:29] Jesus Christus in der Dreieinigkeit Gottes ist absolut Gott. Genau so, wie auch Gott der Vater Gott ist, der Heilige Geist auch Gott ist, so ist Jesus Christus in vollem Umfang Gott.
[9:52] Ja, Gott der Vater, Gott Jesus Christus und der Heilige Geist haben unterschiedliche Rollen, aber alle sind zu 100% Gott.
[10:08] Dass Jesus absolut Gott ist, können wir in sehr vielen Begebenheiten in der Schrift lesen. Das ganze Johannesevangelium mit all diesen Zeichen und Wundern wurde zu einem einzigen Zweck geschrieben.
[10:28] Und zwar im Johannes 20, Vers 31. Dort steht, diese, also die Wunder und die Zeichen, diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus, der Christus, der Sohn Gottes ist.
[10:46] Und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen. Ja, das ganze Evangelium, das macht nur Sinn, wenn wir begreifen, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes ist.
[11:01] Wenn wir dies glauben, dann haben wir das ewige Leben in seinem Namen. Weiter lesen wir dann, zum Beispiel im Johannes 1, Vers 1 bis 3, dass Jesus im Anfang an schon Gott war und das alles durch ihn wurde.
[11:25] Johannes 1, Vers 1 bis 3, dort steht, Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott.
[11:41] Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden und ohne dasselbe ist auch nichts eines entstanden, was entstanden ist.
[11:57] Und dann weiter im Vers 14, Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit.
[12:09] Eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater voller Gnade und Wahrheit. Diese Textstelle zeigt auf, dass dieses Wort Jesus Christus ist, dass Jesus seit Ewigkeit bei Gott ist und dass alles durch Jesus entstanden ist und dass Jesus Gott selbst ist.
[12:34] Im Weiteren lehrt uns der ganze Ratschluss der Bibel, dass Jesus in seiner Gottheit Eigenschaften besitzt, welche nur Gott besitzen kann.
[12:46] Jesus besitzt eine ewige Existenz. Er existiert seit Ewig und bis in alle Ewigkeit.
[12:59] Sie lehrt aber auch die Allgegenwart. Gott ist nicht an einen Ort gebunden. Es ist ihm möglich, an allen Orten zur selben Zeit als Ganzes zu sein.
[13:12] Ach, die Allwissenheit. Er weiss alles, von der Vergangenheit bis in die Zukunft. Alles. Die Zusammensetzung der Materialien, der Materie, bis hin zum innersten Gefühl.
[13:29] Ja, sogar die Pläne und Motive unseres Herzens, welche wir selbst zum Teil nur schwer verstehen können. Er ist aber auch allmächtig, seine Macht kennt keine Grenzen.
[13:47] Er kann alles, unabhängig von der Zeit beziehungsweise von der Situation, tun. Aber nicht nur die Eigenschaften von Jesus sind göttlich, sondern auch seine Werke.
[14:02] Er vergibt Sünden. Er weckt Tote auf. Er gibt ewiges Leben. Er wird richten. Jesus kam als Ganzgott auf diese Erde.
[14:17] Er hatte auch hier auf Erden die ganze Macht Gottes in sich. Bei seinem Wirken hier auf der Erde nimmt er die Macht aber nur situationsweise in Anspruch.
[14:32] Ich möchte euch eine einzige spezifische Eigenschaft von Jesus Christus aufzeigen, welche er im Himmel hatte, auf der Erde nur kurz offenbarte und jetzt wieder in vollem Umfang wieder hat.
[14:53] es geht um die Herrlichkeit von Jesus. In der Bibel finden wir im Johannes 17, Vers 4 eine Stelle, welche beschreibt, dass Jesus eine Herrlichkeit besitzt, welche er vom Vater hat.
[15:13] Im Johannes 17, Vers 5 da steht, Und nun verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.
[15:34] Diese umwerfende Herrlichkeit von Jesus, die er vor der Menschwerdung hatte, wird aber nicht nur von ihm selbst bezeugt, sondern es gibt drei Zeugen, welche die Herrlichkeit von Jesus hier auf Erden live miterleben konnten.
[15:58] Wir lesen in Matthäus 17, die Verse 1 bis 2, wir lesen dort davon, wie Jesus, die Jünger, Petrus, Jakobus und Johannes, wie diese drei Jünger Jesus als ihren Meister in seiner göttlichen Herrlichkeit gesehen haben.
[16:21] Und dort steht in Matthäus 17, die Verse 1 bis 2, Und nach sechs Tagen nahm Jesus den Petrus, den Jakobus und dessen Bruder Johannes mit sich und führten sie beiseite auf einen hohen Berg.
[16:40] Und er wurde vor ihnen verklärt, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiss wie das Licht.
[16:53] Weiter im Vers 5, Und als Petrus noch redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke, und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach, Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich wohlgefallen habe, auf ihn sollt ihr hören.
[17:18] Als die Jünger das hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich sehr. Petrus, der schrieb ja danach im zweiten Petrus, 1, Vers 16 bis 18 davon, in seinem eigenen Brief, dass er ein Augenzeuge von dieser herrlichen Majestät Jesu gewesen ist.
[17:45] Petrus folgt nicht einem Mythos, einem Konzept, sondern einer real existierenden Person. Und dort steht im zweiten Petrus, Kapitel 1, Vers 16 bis 17, Denn wir sind nicht klug ersonnenen Legenden gefolgt, als wir euch die Macht und Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus wissen ließen, sondern wir sind Augenzeugen seiner herrlichen Majestät gewesen.
[18:23] Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Herrlichkeit, als eine Stimme von der hocherhabenen Herrlichkeit an ihn erging.
[18:37] Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich wohlgefallen habe. Und diese Herrlichkeit, die ist so wunderbar, dass Petrus in Matthäus 17, Vers 4 zu Jesus spricht.
[18:53] Herr, hier ist es gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, so lass uns hier drei Hütten bauen. Dir eine, und Mose eine, und Elia eine.
[19:07] Kannst du Petrus nachfühlen, was er da erlebt hatte? Warst du auch schon mal hier auf der Erde an einem Ort, wo alles einfach wunderbar, perfekt gepasst hat?
[19:24] hattest du auch schon mal so Gedanken wie, wow, hier sollte man leben? Diese Herrlichkeit von Jesus, das war ein einschneidendes Erlebnis für Petrus.
[19:41] Er wollte dort zusammen mit Jesus, Mose und Elia bleiben. Und darum hat Petrus dieses Erlebnis auch aufgeschrieben und uns weitergegeben, damit jeder von uns im Klaren ist, dass Jesu Herrlichkeit absolut übernatürlich, absolut überwältigend und absolut einzigartig ist.
[20:09] Gott hat bezeugt, dass Jesus Christus sein Sohn ist und dass wir auf ihn allein hören sollen. Vielleicht hattest du auch mal Gedanken, wie wird es wohl im Himmel sein?
[20:28] Denke an Petrus. Dieser war ausser sich von diesem kurzen, aber einschneidenden Erlebnis, bei dem er seinen Herrn verherrlicht sehen konnte.
[20:41] All diese Begebenheiten zeigen die absolute Göttlichkeit von Jesus auf. Ich halte nochmals fest, wir haben anhand von der Schrift gesehen, dass Jesus absolut deckungsgleich ist wie der Vater.
[20:56] Jesus ohne den Vater beziehungsweise umgekehrt, das geht nicht. Dass Jesus seine Herrlichkeit vom Vater bekommen hat und dass durch Jesus alles entstanden ist und dass Jesus seit Ewigkeit besteht.
[21:22] Mittels diesen Bibelstellen haben wir einen ganz kleinen Einblick in das Wesen Gottes erhalten. Viele weitere Stellen müssen wir noch lange Zeit zusammen anschauen, um dieses Thema zu erschöpfen, wenn es überhaupt dann möglich wäre.
[21:40] Aber bis jetzt haben wir festgestellt, dass Jesus ganz Gott ist. Doch anhand vom Vers 7 sehen wir jetzt auch, dass er ganz Mensch wurde.
[21:52] also Jesus ist ganz Mensch hier auf Erden. Das ist jetzt der Vers 7. Da steht, sondern er, also Christus, entäusserte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen.
[22:14] Aber warum musste Jesus eigentlich ganz Mensch werden? warum hat es nicht gereicht, dass er als nur ganz Gott auf die Erde kam?
[22:29] Schlagt mal Hebräer 2 Vers 17 auf. Dort steht die Antwort, warum er als Gott in einem menschlichen Leib kommen musste.
[22:42] Hebräer 2 Vers 17 Dort steht, daher musste er, also Christus, in jeder Hinsicht den Brüdern ähnlich werden, damit er ein barmherziger und treuer hoher Priester würde, in dem, was Gott betrifft, um die Sünden des Volkes zu sühnen.
[23:18] Denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er denen helfen, die versucht werden. Die folgenden Fakten sehen wir anhand von diesem Vers.
[23:32] Jesus kam als ganz Mensch auf diese Erde, damit er als barmherziger und treuer hoher Priester die Sünden des Volkes sühnen konnte.
[23:47] Jesus ist ein barmherziger hoher Priester. Er versteht unsere Situation, unsere Versuchungen und setzt sich so bei Gott für uns ein.
[24:01] Und genauso ist er aber auch ein treuer hoher Priester und steht stellvertretend für das Volk, für das ganze Volk, vor Gott. Praktisch heisst das, dass alles, was du durchmachen musst, Jesus schon erlitten hat und er dir jetzt zur Seite steht.
[24:25] Ja, selbst als verwöhnter Bewohner der Schweiz warst du sicherlich schon einmal so richtig hungrig und durstig und hat es nicht, um diesen zu stillen.
[24:38] Das ist ein quälendes Gefühl, oder? Jesus hungerte bei seiner 40-tägigen Fasterzeit und versteht dich somit, wenn du Hunger und Durst hast.
[24:52] Er hat es auch durchgemacht. Er hat dasselbe durchgemacht und kann dir so nachempfinden. Du fürchtest dich vor deiner Zukunft.
[25:05] Probleme stehen vor der Tür. Du schreist Gott und bittest um seine Führung. Jesus selbst weinte, während er zu Gott betete, im Wissen, dass er die schwere Last, also deine und meine Sünden an das Kreuz zu tragen hat und Gottes Zorn und die Trennung von ihm dafür ertragen musste.
[25:36] Das war so intensiv, dass ihm der Schweiss wie Blut heruntergelaufen ist. Ja, Jesus Christus, er hat eine unendlich viel grössere Not und Last als die, welche du jetzt tragen musst.
[25:55] Aber genau darum kann er dir in deiner Situation auch helfen. Ja, du bist müde, du magst nicht mehr weitergehen, du bist ausgepowert.
[26:11] Jesus selbst musste Rast machen, weil er müde war. Er hatte genau das gleiche Bedürfnis nach Rast und Schlaf wie du. Er weiss, wie sich diese Ohnmacht anfühlt, wenn man nicht mehr kann.
[26:25] oder du wirst ungerecht behandelt, du wirst von anderen verachtet und musst Ungerechtigkeiten an dir gefallen lassen und erfährst Anfeindungen von den Widersachen.
[26:43] Denke dabei an Christus. Er war sündlos und er trug die ganze Sündenlast der Vergangenheit bis in die Zukunft.
[26:55] Er ertrug Schläge, Anfeindungen, die grösste Ungerechtigkeit, welche es je gegeben hat. Diese Ungerechtigkeit endete bei ihm sogar am Tod am Kreuz.
[27:10] Jesus hat all deine Nöte schon durchgemacht. Das sind nur einige Beispiele, um zu zeigen, was Jesus als ganz Mensch auf dieser Erde durchgemacht hatte.
[27:25] Aber genau darum kann er jetzt auch für dich beim Vater einstehen und dir helfen. Doch wie schon angetönt, der grosse Unterschied zwischen Jesus und dir bzw.
[27:44] auch mir ist, dass Jesus ohne eine einzige Sünde war. bis bis bis jetzt hatten wir Jesus als ganz Gott und Jesus als ganz Mensch hier auf der Erde.
[27:59] Beide Tatsachen sind absolut in einem ganzen Umfang wahr. Auch wenn mathematisch es nicht richtig ist, er war zu 100% Gott und zu 100% Mensch.
[28:15] Jesus war beides zugleich, während er hier auf der Erde lebte. Zum Beispiel lebte er in der menschlichen Schwäche und konnte dennoch Wunder tun.
[28:30] Er lebte als ganz Mensch und wusste jederzeit die Gedanken der anderen. Für unseren Verstand schwer zu begreifen, dennoch müssen wir es so annehmen.
[28:44] weiter ein paar Fragen an dich, welche dir aufzeigen, wie wichtig dieser Fakt ist, dass er ganz Gott und ganz Mensch und er absolut sündlos war bzw.
[29:02] ist. Überleg dir mal, was wäre die Konsequenz, wenn Jesus nur als ganz Mensch auf diese Erde gekommen wäre und nicht sündlos gewesen wäre.
[29:21] Hätte Gott ihn als sündiges Opfer annehmen können? Nein, deine und meine Schuld wäre bis heute nicht bezahlt, wenn das so gewesen wäre.
[29:37] Aber nicht nur die Sündlosigkeit als ganzer Mensch war wichtig. eine weitere Frage. Angenommen, Jesus wäre nur als Mensch auf die Erde gekommen, er wäre aber von der Erbsünde verschont geblieben und hätte ein perfektes Leben gelebt und wäre ohne eine einzige Sünde am Kreuz gestorben.
[30:05] Für wie viele andere hätte dieses Opfer gereicht? Nur für jemand anderes.
[30:18] Denn angenommen, ein Mörder ist zum Tode verurteilt, du nimmst diese Schuld auf dich und stirbst an seiner Stelle. Reicht es dann noch aus, für einen weiteren zu sterben?
[30:32] Genauso war es bei unserem Herrn Jesus. Nur durch das, dass er als ganz Gott auf die Erde gekommen ist, konnte er durch seinen Tod die Schuld von vielen begleichen.
[30:49] Auf einer alten historischen Waage betrachtet, ist Jesus heiliges und göttliches Opfer unendlich viel schwerer als die Sünden der Menschen.
[31:04] Und so hat sein Opfer ausgereicht. Und darum ist es absolut zentral, dass wir dies als Ganzes begreifen lernen.
[31:17] Jesus musste als ganz Gott auf die Erde kommen, damit er als ganz Mensch für die Sünden vieler sterben konnte. Weil er als Sohn Gottes an das Kreuz ging, reichte sein Opfertod nicht nur für dich, sondern auch für mich.
[31:35] Beziehungsweise für euch alle aus. Aber wie ist es überhaupt gekommen, dass Jesus sich zum Diener aller Demütigte und ganz Mensch wurde?
[31:51] Wie dies genau gegangen ist und welche Gesinnung Jesus für diesen Dienst hatte, steht in unserem heutigen Text.
[32:02] Und dies möchte man anhand vom nächsten Punkt anschauen. Die Gesinnung Jesu. Schlagt nochmals die Verse 6 und 7 aus dem Philipper 2 auf.
[32:15] Dort steht der, also Jesus, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein, sondern er entäusserte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen.
[32:39] Jetzt lesen wir davon, dass Jesus Gott gleich zu sein, nicht wie ein Raub festhielt. Habt ihr schon mal einen Räuber gesehen, der etwas geklaut hat?
[32:57] Viele wahrscheinlich nicht, aber habt ihr schon mal ein Kind beobachtet, welches dem anderen etwas weggenommen hat? Das Kind packt das Geklaute, hält es mit aller Kraft fest und bringt es möglichst schnell in sichere Reichweite, damit es niemand mehr ihm aus der Hand reissen kann.
[33:20] Aber genau so war es bei Jesus nicht. Jesus hielt nicht an seinem Vorrecht, Gott gleich zu sein, wie ein Räuber fest, der die Beute nicht mehr loslässt, sondern er entäusserte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen.
[33:47] Jesus hielt also an seiner Gleichheit mit Gott nicht fest, nein, sondern er verlässt die Vorrechte der Gottheit im Himmel freiwillig, nimmt die Gestalt eines Knechtes an, beziehungsweise die Gestalt eines Sklaven und wurde wie die Menschen.
[34:09] Wie du im ersten Teil erfahren hast, in welcher Herrlichkeit Jesus im Himmel geherrscht hatte, so siehst du hier im zweiten Teil davon, wie weit sich Jesus freiwillig gedemütigt hatte.
[34:26] Jesus behielt seine Göttlichkeit, verzichtete aber auf seine Vorrechte im Himmel und erniedrigte sich selbst und kam als Knecht beziehungsweise Sklave und als Sühnopfer auf die Erde, um zu dienen.
[34:44] Sein Dienst als Knecht war aber nicht an jemand gerichtet, der dies verdient hätte. Nein, er kam auf die Erde zu Sündern wie du und ich er war absolut selbstlos.
[35:03] Er stellte sich nicht die Frage, ja, und was bringt das mir? Was habe ich davon? Wir lesen dies im darauffolgenden Vers, Vers 8, und in seiner äusseren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum Tod am Kreuz.
[35:30] Jesus Christus diente bis in den Tod, er gab alles für den Nächsten hin. Das ist wahre Demut.
[35:42] Obwohl er alles hatte und er zu nichts verpflichtet wäre, irgendetwas für uns zu tun müssen, gab er seine Vorrechte auf und kam in menschlicher Schwachheit auf die Erde, um zu dienen.
[36:07] Bis jetzt haben wir Jesu Demut gesehen. Das ist das erste Prinzip. Aber da gibt es noch ein zweites wichtiges Prinzip.
[36:18] Da steht und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum Tod am Kreuz. Jesus selbst ordnete sich Gott dem Vater unter.
[36:32] Er wurde gehorsam gegenüber dem Vater bis zu seinem qualvollen Tod am Kreuz. das, was da am Kreuz passierte, das war nicht ein Unfall oder der Plan der Römer oder der Juden.
[36:52] Nein, es war der Willen und die Bestimmung des Vaters für seinen Sohn. Römer 3,25 lesen wir davon.
[37:03] Also ihn, Jesus Christus, hat Gott zum Sühnopfer bestimmt. Es war aber kein einfacher natürlicher Tod oder ein Tod mittels Sterbebegleitung, bei der man einfach irgendwie einschläft.
[37:23] Nein, es war der grausamste Tod, den du dir nur vorstellen kannst. Die Kreuzigung eines Menschen hatte nur ein Ziel, den Menschen möglichst lange öffentlich zu quälen und zu erniedrigen, bevor er dann qualvoll stirbt.
[37:48] Jesu Gehorsam zeigte sich somit bis in den Tod hinein. Er ordnete sich seinen ganzen Willen dem Willen seines Vaters unter.
[38:05] Diese Tatsache, die können wir auch an vielen anderen Begebenheiten in der Bibel nachlesen. Im Dienst von Jesus hier auf Erden war seine Blickrichtung immer gegen den Himmel.
[38:22] Es ging ihm nie darum, dass er aus eigener Kraft, aus eigener Autorität heraus etwas vollbringen wollte. Es ging ihm immer darum, um das Reich seines Vaters, um seinen Willen von Gott und um die Vaters Ehre.
[38:46] Johannes 6, 38 zeigt das gut auf, denn ich, also Jesus, bin aus dem Himmel herabgekommen, nicht, damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
[39:04] Jesus hat uns dies vorgelebt und im Johannes 6, 38 lesen wir davon von diesem übergeordneten Auftrag von Gott an Jesus Christus.
[39:16] Jesus kam auf diese Erde, damit er den Willen des Vaters umsetzen. Jesus hat keine Reise zum Selbstzweck auf dieser Erde unternommen.
[39:30] Und darum sollen auch wir so leben und dafür beten, dass Gottes Willen geschehe. Das kennen wir aus der Bergpredigt, die wir erst kürzlich hatten.
[39:43] Matthäus 6, 10, dort lehrt Jesus zum Beten. Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden.
[39:56] Siehst du hier die Sichtweise von Jesus, wie er uns beten lernt? Um wessen Reich, um wessen Willen soll es gehen?
[40:11] Um den Willen von uns oder den Willen des Vaters? Du hast nun erkennt, dass es Jesus darum ging, im Leben den Willen des Vaters zu tun.
[40:26] Aber nicht nur dies, nein, auch die Ehre behielt er nicht für sich selbst, sondern er ehrte durch seinen Dienst den Vater. Seine Gehorsam und seine konsequente Unterordnung gegenüber dem Willen des Vaters erreichte seinen Höhepunkt bei der Kreuzigung Jesu.
[40:48] Kurz vor der Kreuzigung, betet Jesus Matthäus 26, 39 ein Gebet im Garten Gethsemane. Da spricht er zu ihnen, meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod, bleibt hier und wacht mit mir.
[41:11] Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach, mein Vater, ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber, doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.
[41:30] Anhand von dieser Begebenheit siehst du, dass Jesus wusste, dass er bald den Kelch, den Zorn Gottes trinken musste.
[41:42] Es ist der heilige und gerechte Zorn Gottes über die Sünde der Menschen. Es ist der Zorn, welcher dir und mir gegolten hätte.
[41:57] Jesus wusste ganz genau, was auf ihn zukommt. Und selbst in dieser Situation sagt er nicht plötzlich, Stopp, bis jetzt habe ich dir immer gedient, ich war dir immer gehorsam, aber jetzt soll ich noch anstelle von diesen Sündern sterben?
[42:22] Nein, selbst in dieser Situation, in der er genau wusste, was auf ihn zukommt, stellte er seinen Willen unter den Willen des Vaters.
[42:36] Nur durch das, dass sich Jesus Gott konsequent unterordnete, seinen Willen tat und zu seiner Ehre gelebt hatte, konnte er schlussendlich am Kreuz auch sagen, es ist vollbracht.
[42:56] Ja, bis jetzt haben wir gesehen, Jesus ist ganz Gott, Jesus als ganz Mensch, wir haben gesehen, wie Jesus sich gedemütigt hat, wie er sich untergeordnet hat und wie er gehorsam war.
[43:14] Doch dieser Text hier, der steht nicht isoliert als eine rein theologische Abhandlung hier. Nein, dieser Text wurde in eine Situation, in eine Gemeinde hineingeschrieben mit der Absicht, dass sie, die Gemeinde, ein gottwürdiger Wandel leben soll.
[43:37] sie mussten in ihrem Denken verändert werden. Und so kommen wir jetzt zu deiner Gesinnung. Und so lesen wir im Vers 5 davon, dass genau diese Gesinnung beziehungsweise all das, was wir von jetzt von Jesus gehört haben und gelernt haben, dass all das mein und dein Leben bestimmen soll.
[44:06] Vers 5 steht, denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war. Paulus fordert hier die Philippe auf, so gesinnt zu sein, wie Jesus Christus.
[44:23] Diese Aufforderung zeigt auf, dass die Philippe noch nicht die richtige Gesinnung in sich hatten. Sie mussten also etwas verändern und Paulus benutzt das einzig wahre vollkommene Vorbild Jesus Christus, um der Gemeinde aufzuzeigen, was der Schlüssel zu einer echten Gemeinschaft mit Gott und den Menschen ist.
[44:53] Und zwar Demut, Unterordnung und Gehorsam. diese drei Schlagworte, die müsst ihr euch wirklich merken.
[45:07] Demut, Unterordnung und Gehorsam. Diese drei Gesinnungen, welche dein Leben gegenüber Gott und deinen Mitmenschen bestimmen soll, sind im wahrsten Sinne des Wortes Schlagworte.
[45:28] Es sind Wörter, welche uns nicht passen. Unsere sündige Natur streut sich gegen diese Gesinnung. Und darum treffen uns diese Wörter auch wie Schläge.
[45:45] Wer will sich denn schon als der geringste halten? Es ist doch mein Anrecht, dass ich auf mein Recht pochen darf.
[45:56] Und das Recht, das legen wir doch auch immer wieder zu unseren eigenen Gunsten aus. Letzte Woche, da durfte ich die Kids, die zwei älteren Girls, mit auf eine Geschäftsfahrt mitnehmen.
[46:17] Auf der Rückkehr, da haben wir an einem schönen Bergsee bei Bergün einen Halt gemacht. Der See, dass ihr euch das so gut vorstellen könnt, der war spiegelglatt, rundherum, schöner Wald.
[46:31] An einem Ort hat es einen kleinen erhöhten Landschnitt oder Landzunge, welche da in den See hineingeragt hat. Die Sonne, die ging langsam runter, viel Schatten war dort, aber diese Landzunge, die war beleuchtet von dieser Sonne und drauf war ein schönes Bänkchen und wir hatten noch einen Rucksack mit feinem Essen dabei.
[47:01] Also gingen wir schnell los, um dieses Bänkchen in Besitz zu nehmen. Doch wirklich kurz bevor wir dort waren, da kam gemütlich von hinten her ein Pärchen und setzt sich auf dieses Bänkchen.
[47:19] Ihr könnt euch vorstellen, wie die Reaktion von den Girls aber auch von mir war, das ist doch meine Bank, die ist doch für uns.
[47:34] Ja, wir konnten den Abend auch ohne diese Sonnenbank geniessen, aber es hat mich schockiert, während dieser Predigt Vorbereitung, wie falsch, dass wir in so kleinen und nebensächlichen Themen denken.
[47:56] Ja, wer will sich denn schon unter Orten, hinten anstellen, dem Anderen den Vorrang geben, Chef sein, bestimmen, das ist doch das, was ich will.
[48:10] Gottes Wille, ja, schön und gut, aber nur solange, wie es mit meinem Willen übereinstimmt. Meine Meinung ändern?
[48:24] Nein, die Anderen sollen sich ändern und so denken, wie ich denke. Meine wertvolle Zeit verschwinden, um für den Anderen da zu sein, ihn verstehen zu lernen?
[48:41] Nein, da laufe ich doch sogar noch in Gefahr, dass ich plötzlich meine eigenen Überzeugungen überdenken müsste. Dem Wort Gottes unterordnen und ihm gehorsam sein?
[48:56] Nein, ich suche doch viel lieber die Bestätigungen in seinem Wort als die Korrektur. Siehst du, wie aktuell das dieses Thema in unseren Herzen ist?
[49:13] Das war nicht nur damals ein Frontalangriff von Paulus in das Herz der Gemeinde. Und genau so soll es auch heute dich im Innersten treffen.
[49:29] Und genau mittendrin dort, wo dein Ich ist. Denn dieses Ich, das muss geopfert werden. Letzten Sonntag haben wir anhand von Philippa 2,1 gesehen, dass sie, die Gemeinde, die Erretteten, alle Voraussetzungen für die Aufforderungen in den Versen 2,4 haben.
[49:55] In den aktuellen Versen sehen wir, wie Jesus als ein Vorbild, der anhand der Gesinnung, Demut, Unterordnung und Gehorsam das ultimative Vorbild ist.
[50:10] Die Schlagworte Demut, Unterordnung und Gehorsam sind der Schlüssel, damit wir die Aufforderungen der Verse 2 bis 4 umsetzen können.
[50:24] Dort steht eines Sinnes sein. Hier geht es um den Willen des Herrn, dieselbe Gesinnung haben, wie sie Jesus hatte. Der Maßstab ist der Herr.
[50:38] Und inwiefern bist du bereit, deine Gesinnung seiner Gesinnung unterzuordnen. Dort steht auch die gleiche Liebe haben, die gleiche selbstlose Liebe gegenüber deinem Nächsten haben, welche Jesus Christus vorgelebt hatte.
[51:02] Könnte es sein, dass du hier möglicherweise etwas dich verändern solltest, und in Demut den anderen höher achten sollst als dich selbst.
[51:18] Sicherlich bist du bereit, für den Glauben zu leiden und zu sterben. Das sind wir doch alle, oder? Aber wenn du nicht bereit bist, auf deine Vorrechte, auf Ruhe und Bequemlichkeit zu verzichten und deinem Ehepartner, deinem Arbeitskollegen, deinem Kind, oder wem auch immer, in den kleinen Angelegenheiten des Alltags zu helfen, zu dienen, dann gehe nicht davon aus, dass du grössere Opfer für den Herrn vollbringen wirst.
[51:59] Was beschreibt dein Leben? Deine Liebe zu dir selbst oder die Liebe zum Nächsten?
[52:13] Einmütig und auf das eine bedacht sein. Hier geht es um das gemeinsame Ziel, Jesus Christus ähnlicher zu werden. Hast du beachtet, dass es gemeinsam heisst und das Ziel in Jesus Christus definiert ist?
[52:30] Könnte es sein, dass es hier keinen Platz für deine selbstsüchtigen Ziele wie Karriere, Ansehen, Macht, welche mit einem falschen Ehrgeiz verfolgt werden?
[52:47] Den Nächsten höher achten wie dich selbst und die Stellung einnehmen, welche Gott dir gegeben hat, das ist wahre Demut. Und so sind wir wieder zurück an der Stelle, wo Paulus beschreibt, wie Jesus Christus dein Vorbild für diese Gesinnung ist.
[53:10] Ist es nicht wunderbar, dass Gott, der Vater, uns nicht einen 100-Punkte- Verhaltenskodex mit einem Meteoriten einfach auf die Erde geschickt hat, anhand der wir jetzt leben sollen?
[53:26] Nein, du und ich, wir haben seinen Sohn als Vorbild bekommen. Ein Vorbild zum Nachahmen.
[53:38] Ein Vorbild, welches vorausgeht, uns an die Hand nimmt und uns in seine Nachfolge beruft. Ist es nicht ein Privileg, einem solchen wunderbaren Gott zu dienen?
[53:52] Jesus ist dir vorausgegangen. Er hat es dir vorgezeigt, wie du leben sollst. Doch nun liegt es an dir, dich heute zu entscheiden, ob du in deiner Gesinnung oder in der Gesinnung von Jesus Christus dein Leben weiter leben möchtest.
[54:18] Stellt dir jetzt nochmals die Szene vor, welche uns anhand von dieser Bibelstelle aufgezeigt wird. Jesus als ganzer Gott, heilig, absolut herrlich, allmächtig, allwissen, der Schöpfer aller Dinge, verzichtet freiwillig auf seinen Platz im Himmel und kommt als ganz Gott und als ganz Mensch auf die Erde.
[54:46] Nicht als Herrscher und in seiner Herrlichkeit, sondern in der Gestalt eines Menschen, in welchem er mit all den Schwachheiten kämpft, in denen jeder von uns kämpft.
[55:05] Er erniedrigte sich als Höchster im ganzen Universum und wurde zum Diener aller. Das ist wahre Demut. Von dieser Gesinnung sollen wir lernen und genau so und nicht anders soll deine und meine Gesinnung sein.
[55:25] Es ist eine Forderung von Gott dem Vater direkt an dich und an mich. Und überleg dir doch den folgenden Punkt.
[55:38] Wenn sich sogar Jesus Christus, Gott selbst sich nicht zu schade war, dem Vater sich unter zu ordnen, sich zu demütigen und gehorsam den Weg zu gehen, könnte es eventuell sein, dass du als Geschöpf Gottes dich möglicherweise auch Gott unterordnen solltest, dich vor ihm demütigen solltest und uneingeschränkten gehorsam gegenüber ihm zeigen solltest.
[56:17] Nur wenn jeder einzelne von uns hier in der Gemeinde Hoffnung und Licht anhand des Vorbildes Jesu lebt, können wir auch den Willen des Vaters leben und seinen Auftrag hier auf Erden ausführen.
[56:36] Und hierzu braucht es Demut, Unterordnung und Gehorsam. Da ist niemand ausgeschlossen, weder alt noch jung, weder gebildet noch ungebildet, noch reich, noch arm, jeder Einzelne.
[56:56] Wenn du so lebst, dann wirst du in deinem Leben auch eine wahre und eine tiefe Freude erleben. Eine, welche von Gott kommt, weil du anhand seines Willen lebst, Gott kann nur solche Mitarbeiter in seinem Reich gebrauchen.
[57:21] Zusammenfassend möchte ich dich zu zwei Dingen konkret ermutigen, diese umzusetzen. Zuerst preise Jesus Christus, dass er als ganz Gott und als ganz Mensch auf die Erde gekommen ist.
[57:37] Danke ihm für seine Gesinnung und für seine Werke, welche er uns vorgelebt hat. Er ist das beste Vorbild, das wir uns nur erdenken können.
[57:53] Und dann überprüfe dein Herz anhand von der Gesinnung Jesu Christi, anhand von den Schlagwörtern Unterordnung und Gehorsam und Demut.
[58:08] Jesus war bereit, auf seine Vorrechte zu verzichten, den Auftrag des Vaters auszuführen und uns zu dienen. Bist auch du bereit, auf deine Vorrechte zu verzichten, den Auftrag des Vaters auszuführen und dem Nächsten zu dienen?
[58:28] Bist du auch bereit, deine Vorrechte zu verzichten und den Auftrag des Herrn auszuführen und dem Nächsten zu dienen? Schließe noch mit Gebet.
[58:46] Vater im Himmel, ich danke dir vielmals, dass du uns, deinen Sohn, auf die Erde gesendet hast. Dass du ihn auf die Erde gesendet hast, damit er stellvertretend für uns als Sühneopfer alle Schuld bezahlt.
[59:09] Herzlichen Dank, Jesus Christus, dass du den Himmel, dass du deine Vorrechte im Himmel zurückgelassen hast und dich gedemütigt hast, auf die Erde gekommen bist, uns gedient hast, uns gelehrt hast und dich immer weiter gedemütigt hast, bist du schlussendlich als Sühneopfer am Kreuz anstelle von uns gestorben bist.
[59:42] Herr Jesus Christus, ich danke dir für deine Gesinnung, die du vorgelebt hast. Und so möchten wir wie die Philipper lernen, mittels deiner Gesinnung in der Gemeinde aneinander zu dienen, uns dir unter zu ordnen, zu deinen Plänen, zu deinen Anweisungen Ja sagen, möchten lernen, demütig sein, nicht höher von uns zu denken, wie sich's gebührt, sondern anderen den Vorzug zu geben.
[60:17] Vater im Himmel, ich möchte wirklich bitten, dass du unsere Herzen durch den Heiligen Geist veränderst, durch diese Worte, dass wir als Gemeinde immer mehr so werden, wie du den Plan hast, dass wir zu deiner Ehre gemeinsam leben können und dieses Licht, diese Hoffnung, die du uns gegeben hast, auf eine ganz praktische Art und Weise, wie wir zusammenleben, weitergeben können und so auch unerretteten Menschen ein Licht und eine Hoffnung sein dürfen bzw. diese weitergeben dürfen.
[61:00] Vater im Himmel, wir bitten dich, dass dies alles zu deiner Ehre geschehen mag. Herzlichen Dank dafür. Amen.