[0:00] Ja, grüß dich auch von meiner Seite an diesem schönen Sonntagmorgen. Ich sehe, ihr habt die Regenzeit auch überstanden vorerst und könnt euch auch wieder an der Sonne erfreuen.
[0:14] Und ja, es ist mir gleich aufgefallen, endlich habe ich etwas, wo ich mich ein bisschen dran halten kann. Das wirkt schon ein bisschen stabiler, als was ihr in den letzten Jahren hattet. Alles ist bestens und probiere ich auch noch kurz aus.
[0:27] Nur, dass ich es ausprobiert habe, es funktioniert. Gut. Ja, hast du das Evangelium verstanden? Als wir vor gut einem Monat mit den Versen 9 und 10 uns beschäftigt haben, aus dem zweiten Timotheusbrief, aus dem ersten Kapitel, haben wir uns die Frage gestellt, weshalb wurden wir errettet?
[0:52] Und der Vers 9 dort aus Kapitel 1 hat uns deutlich aufgezeigt, der Grund, weshalb du gerettet bist, der ist nicht in dir zu finden, sondern in Gott.
[1:08] Gott ist die Ursache und die Wirkung zu deiner und meiner Errettung. Anders gesagt, die Antwort auf die Frage, weshalb bist du Christ, lautet nicht, ja, weil ich mich bekehrt habe, sondern weil Gott dich retten wollte.
[1:28] Das stand am Anfang. Die Aussage in diesen Versen, die wir vor uns hatten, zweiten Timotheus 1, 9 und 10, war im Grunde eigentlich, Gott hat uns berufen, er hat uns errettet und berufen durch das Evangelium.
[1:49] So hat der Text in Vers 10 geschlossen. Und genau hier wollen wir eigentlich heute Morgen anknüpfen. Und darauf gründet sich auch meine Frage, die jetzt hier im Raum hängt.
[2:03] Hast du das Evangelium wirklich verstanden? Wenn ja, dann beweise es. Und nein, ich meine jetzt nicht, dass du nach vorne kommst und vor allem erklärst, was wir das letzte Mal vor uns hatten, was das Evangelium ist, welche Inhalte wir miteinander angeschaut haben.
[2:25] Ich bin mir ziemlich sicher, dass Leute, die aus einer gut unterwiesenen Gemeinde kommen, das aus dem FF können. Und das ist gut, das ist nützlich. Es hilft uns, wenn wir wirklich den Inhalt des Evangeliums weitergeben können.
[2:42] Denn gerade in diesem zweiten Timotheusbrief, mit dem wir uns ja beschäftigen, ist es immer wieder ein Thema, für das Evangelium einzutreten, Farbe zu bekennen und es zu verteidigen.
[2:58] Und dazu ist es absolut unumgänglich, dass wir das Evangelium zitieren können. Wie können wir Menschen zu Christus führen, wenn wir das Evangelium ihnen nicht erklären können?
[3:12] Wissen ist gut, aber hier hört es nicht einfach auf, sondern das ist erst der Anfang. Ich möchte das ein bisschen illustrieren mit einem Beispiel aus dem Alltag.
[3:27] Als Mitarbeiter im Außendienst für professionelles Elektrowerkzeug komme ich manchmal in folgende Situationen. Wir haben um die 400 verschiedenen Tools und gegen 20.000 Artikel in unserem Portfolio.
[3:41] Und es gibt Geräte, die kenne ich in- und auswendig. Weshalb? Weil ich jahrelang damit selber auf der Baustelle tagtäglich gearbeitet habe.
[3:53] Ich kann dir alles über diese Tools erzählen. Ich kann zu den Firmen fahren und dann komme ich richtig in Fahrt. Die können irgendeine Frage stellen und ich kann denen eine passende Antwort liefern.
[4:06] Weil ich das aus Erfahrung kenne, weil ich im Alltag damit zu tun hatte. Es ist nicht einfach etwas, was ich auswendig gelernt habe, sondern etwas, was ich gefühlt, etwas, was ich gelebt habe. Aber es gibt leider nicht wenige Artikel, die kenne ich nur aus unserem farbigen Katalog.
[4:23] Und wenn ich mit solchen Dingen konfrontiert werde, dann wird es ein bisschen schwieriger. Ich kann zwar wohl einige Dinge auswendig lernen. Ich kann mir das Datenblatt einprägen, das ist alles möglich.
[4:36] Ich kann mir auch Produkte, Videos anschauen. Aber wehe mir, der Kunde fragt mich etwas, was in diesem Video oder auf diesem Datenblatt nicht vorkommt. Ja, dann wird es schwierig.
[4:47] Und er merkt, du hast eigentlich gar nicht verstanden, was du mir hier anpreisen willst. Ich brauche es im Alltag und du kennst es bloß aus dem Katalog. Ja, was will dieses Beispiel aus dem Alltag aufzeigen?
[5:00] Der Beweis, dass ich etwas wirklich verstanden habe, der liegt nicht darin, dass ich es schön Schritt für Schritt auswendig aufsagen kann, ohne einen Patzer.
[5:16] Es ist vielmehr so, dass in der Anwendung im Alltag zum Ausdruck kommt, ob ich etwas wirklich verstanden habe. Oder anders gesagt, ob ich es wirklich im Herzen trage oder ob da bloß Wissen.
[5:30] In meinem Kopf ist. Und genauso verhält es sich eigentlich mit dem Evangelium, mit den biblischen Wahrheiten. Wir können Bibelferse auswendig lernen, aber es geht um weit mehr.
[5:46] Inhalte exakt weitergeben, das ist wichtig. Verstehe mich nicht falsch. Ich habe nichts gegen biblische Theologie. Das ist alles gut und recht. Aber sei dir bewusst, dass dir biblische Theologie nichts nützt, wenn sie bloß deinen Kopf füllt, aber deinen Alltag, dein Leben nicht prägt und zu dem verändert, was Gott will.
[6:10] Jakobus drückt es so aus. Und schau, wenn du vor fünf Wochen diese, wenn jemand ein Hörer des Wortes ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht im Spiegel betrachtet.
[6:26] Denn er hat sich selbst betrachtet und ist weggegangen und hat zugleich vergessen, wie er beschaffen ist. Und schau, wenn du vor fünf Wochen diese Predigt zu Vers 9 und 10 gehört hast, aber wenn dies keine praktischen Konsequenzen in deinem Leben nach sich zog, wenn das in deinem Alltag nichts verändert, dann spricht Jakobus eigentlich hier von dir.
[6:57] Aber damit das weiterhin nicht so bleiben muss, möchten wir jetzt weiterfahren mit der Betrachtung dieses Buches. Und wir lesen weiter im 2. Timotheus, Kapitel 1.
[7:11] Und ich denke, es wäre hilfreich, wenn wir, um den Gesamtzusammenhang wiederherzustellen, bereits ab Vers 8 lesen. Aber die Betrachtungen beziehen sich dann auf die Verse 11 bis Schluss.
[7:24] 2. Timotheus, Kapitel 1, Vers 8. So schäme dich nun nicht des Zeugnisses unseres Herrn noch meiner, seines Gefangenen, sondern leide Trübsal mit dem Evangelium nach der Kraft Gottes, der uns errettet hat und berufen mit heiligem Ruf, nicht nach unseren Werken, sondern nach seinem eigenen Vorsatz und der Gnade, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben.
[7:54] Jetzt aber offenbar worden ist, durch die Erscheinung unseres Heilandes, Jesus Christus, der den Tod zunichte gemacht, aber Leben und Unverweslichkeit ans Licht gebracht hat, durch das Evangelium, zu dem ich bestellt worden bin, als Herald, Apostel und Lehrer der Nationen.
[8:19] Aus diesem Grund leide ich dies auch, aber ich schäme mich nicht, denn ich weiss, wem ich geglaubt habe und bin überzeugt, dass er mächtig ist, das von mir anvertraute Gut auf jenen Tag zu bewahren.
[8:34] Halte fest das Bild gesunder Worte, die du von mir gehört hast, in Glauben und Liebe, die in Christus Jesus sind.
[8:46] Bewahre das schöne, anvertraute Gut durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt. Du weisst dies, dass alle, die in Asien sind, sich von mir abgewandt haben, unter welchen Philegos und Hermogenes.
[9:03] Der Herr gebe dem Haus des Unisiphoros Barmherzigkeit, denn er hat mich oft erquickt und sich meiner Kette nicht geschämt, sondern als er in Rom war, suchte er mich fleissig und fand mich.
[9:18] Der Herr gebe ihm, dass er von Seiten des Herrn Barmherzigkeit finde, an jenem Tag. Und wie viel er mir in Ephesus diente, weisst du am besten.
[9:33] Ja, hast du das Evangelium verstanden? Diese Frage, die hängt im Raum. Und du hast jetzt in den kommenden Minuten die Gelegenheit, dich einer Prüfung zu unterziehen.
[9:47] Denn die gelesenen Verse, die zeigen uns, wie das Menschen aussehen, welche das Evangelium im Herzen und nicht bloß in ihrem Kopf tragen.
[9:58] Es sind Menschen, die im Alltag auf das Evangelium reagieren, indem sie würdig wandeln. Und es gibt so viele Aspekte von einem würdigen Wandel in der Bibel.
[10:14] Römer 12, Abvers 1 und die folgenden, Epheser 4, 1 und die folgenden, das sind die klassischen Paradebeispiele. Aber wir finden auch einige Aspekte davon hier in unserem Text.
[10:27] Und auf diese Aspekte wollen wir heute Morgen unseren Fokus legen. Und so befassen wir uns mit dem Thema, es lautet, fünf Antworten auf Gottes heiligen Ruf oder eben auf das Evangelium, was wir letztes Mal vor uns hatten.
[10:45] Wir knüpfen dabei direkt an diese Verse 9 und 10 an. Und so möchte ich dir heute fünf Antworten auf Gottes heiligen Ruf aufzeigen, damit du das Evangelium würdig wandelst.
[11:01] Die erste Antwort, die von einem würdigen Wandel spricht, sehen wir in Vers 11. Oder ich könnte auch sagen, der erste Beweis davon, dass du das Evangelium verstanden hast.
[11:14] Paulus knüpft direkt an an Vers 10, wo er sagte, dass wir durch das Evangelium gerettet wurden und durch das Evangelium ist er zum Herald, zum Apostel und zum Lehrer bestellt worden.
[11:33] Siehst du hier diesen direkten Zusammenhang, wie er hier direkt an diese beiden Verse anknüpft? der Dienst von Paulus, und der Dienst, der war sein Leben, also wir können sagen, das Leben von Paulus, das war so eng mit der Botschaft des Evangeliums verknüpft, es war eigentlich alles in dem Evangelium begründet, was der Paulus tat.
[12:00] Wir können sagen, der heilige Ruf von Gott, von dem wir gelesen haben in Vers 9, der machte Paulus zum Diener. Und das ist unser erster Prüfstein heute Morgen, das Dienen oder den Dienst für unseren Herrn.
[12:16] Und Paulus nennt hier in diesem Vers 11 drei Begriffe, die wir klären möchten. Da ist zunächst einmal der Herald. Andere übersetzen hier Prediger oder Verkündiger.
[12:32] Aber als ich mich mit dem Text auseinandergesetzt habe, da habe ich eine Vorliebe für diesen Begriff Herald entwickelt, wie ihn die Elberfelder oder auch die Mengeübersetzung verwenden. Denn dieser Begriff impliziert eine gewisse Dringlichkeit, ein Gewicht, eine gewisse Autorität.
[12:52] Denn der Herald, das war zur damaligen Zeit ein Würdeträger, ein Amtsträger, der sowohl in Frieden wie in Krieg eine große Volksversammlung einberufen konnte.
[13:06] Er konnte auch ein Überbringer von Kriegserklärungen sein. Ein Mann, dessen Wort Gewicht hatte, aber, und das ist ganz wichtig, er redete nicht aus sich selbst, sondern er redete das, was sein König, sein Kaiser, sein Befehlsgeber gesagt hatte.
[13:24] Und er überbringte diese Botschaft mit Dringlichkeit, mit Autorität. Und die Leute hörten auf ihn. In 2. Petrus 2, Vers 5 wird uns Noah, den Herald der Gerechtigkeit, genannt.
[13:40] Ich weiß, die meisten übersetzen dort den Prediger oder Verkündiger der Gerechtigkeit, aber es ist im Grunde dasselbe Wort. Und was tat Noah? Er rief Gottes Aussprüche aus an diese Nation, in der er lebte.
[13:56] Er warnte die Menschen vor Gottes Gericht. Er lud sie ein, in die Arche zu kommen, 120 Jahre lang. Und genauso war auch Paulus vom Zeitpunkt an, als Gott ihn gerettet hatte, ein Ausrufer, ein Herald für das Evangelium, für diese grösste Botschaft aller Botschaften.
[14:24] Aber da die Botschaft das Evangelium ist, beschränkt sich dieser Dienst, das Heraldsein, nicht einfach auf Paulus alleine, sondern auf alle, die dem Evangelium geglaubt haben und jetzt diese Last auf sich tragen, das Evangelium weiter zu tragen.
[14:42] Und das ist auch eines der Themen im 2. Timotheusbrief. Diese Botschaft, sie muss weiterlaufen, sie muss von Generation zu Generation weitergegeben und immer weitergetragen werden, wie der Fackellauf, der jeweils vor den Olympischen Spielen rund um die Welt geht.
[15:03] Lasst uns eine Stelle im 2. Korintherbrief noch aufschlagen, die uns das deutlich zeigt, dass auch du eigentlich ein Herald für das Evangelium sein sollst.
[15:19] Das ist der bekannte Vers im Kapitel 5, Vers 20, wo es heißt, so sind wir nun Gesandte für Christus als Gott durch uns ermahne. Wir bitten an Christi statt, lasst euch versöhnen mit Gott.
[15:33] Das ist ein Herald, was Paulus hier meint. Und er spricht nicht einfach von sich, er spricht nicht einfach von den Aposteln, von den begabtesten lehren, sondern wir Christen, wir sind Gesandte an Christi statt.
[15:49] Nicht alle tun das an einer großen Veranstaltung von einer Kanzel aus, aber alle sollen das tun an dem Platz, wo sie sind, zu Hause, an der Uni, auf der Arbeit, im Flugzeug, in den Ferien, egal wo.
[16:02] Wir sind Heralde für das Evangelium. Natürlich, hier im Kontext sehen wir, Paulus, der hatte eine ganz besondere Aufgabe als Herald.
[16:18] Der stach in gewisser Weise raus. Und so hat Gott auch durch die Kirchengeschichte immer wieder Männer überdurchschnittlich gebraucht. Denken vielleicht an einen Luther, an einen Whitfield Spurgeon und so weiter.
[16:34] Aber jedes Kind Gottes sollte sich dieser Verantwortung bewusst sein. Wir haben eine Botschaft, die weiter getragen werden muss. Und wir sollen beginnen, in unserem Umfeld in diesem Dienst zu dienen.
[16:52] Weiter sagen wir den Apostel. Dieser Begriff ist uns weit geläufiger. Ich denke, ich muss nicht erklären, was ein Apostel war. Es waren diese besonderen Werkzeuge, die Gott in der Anfangszeit der Gemeinde benutzte, um diesen Grundstein zu legen, um diese Gemeinde zu gründen, auszurüsten, Diener zuzurüsten, einzusetzen und dann weiterzugehen.
[17:15] Aber wenn wir uns daran erinnern, was Apostel eigentlich meint, wortwörtlich, dann haben wir hier einen Gesandten vor uns. Und so sehen auch wir, jedes Kind Gottes ist gesandt.
[17:29] Wir haben es gelesen, 2. Korinther 5, 20. Wir sind Gesandte, Christi statt und Apostel im eigentlichen, im ursprünglichen Sinn sind heute nicht mehr notwendig, aber wohl Gesandte, die diese Botschaft weitertragen.
[17:48] Auch hier haben wir gesehen, das Apostelamt von Paulus, das ist in diesem Ruf des Evangeliums von Vers 9 und 10 begründet. Das Evangelium, es rettet nicht bloß Menschen, sondern es sendet Menschen aus.
[18:05] Die Frage ist, lässt du dich senden? Bist du ein Gesandter an Christi statt? Wenn ja, was gräbst du noch nach Gold in dieser dem Tode geweihten Erde?
[18:22] Was planst du deine nächste grosse Investition, wenn du doch ein Gesandter des Evangeliums bist, dieser Botschaft aller Botschaften? Freunde, Gott sucht Menschen, die er senden kann, die sich senden lassen.
[18:41] Senden zu einem bösen, ehebrecherischen, verlorenen Geschlecht, welches nichts dringender braucht als das Evangelium. Manchmal hat man das Gefühl, die Welt wartet oder hat lange gewartet auf einen Heil, auf einen Heilsbringer und das ist eine Impfung, aber die Menschheit braucht in Wirklichkeit was anderes und das ist das Evangelium.
[19:05] Und es ist so wie wir es in Jesaja 6 Vers 8 lesen, Gott sprach, wen soll ich senden und wer wird für uns gehen?
[19:17] Da sprach ich, hier bin ich, sende mich, lässt du dich senden? Bist du bereit für diesen Dienst, zu dem dich das Evangelium berufen hat?
[19:31] Ist das deine Antwort? Und wenn wir von Sennen sprechen, dann musst du nicht gleich eine Impfung machen, also gegen Tropenkrankheiten meine ich, und im Dschungel verschwinden.
[19:46] Du kannst auch zu den Leuten in deinem Umfeld, ich habe es gesagt, zu denen gesandt werden. Du musst nicht in ein Flugzeug steigen. Du kannst am Gartenzaun, an der Werkbank, im Znüniraum, egal wo.
[20:02] Gott will dich brauchen und der Ball ist bei dir. Drittens haben wir dann noch den Lehrer vor uns gehabt und wenn wir jetzt diese drei Begriffe Herald, Apostel und Lehrer im eigentlichen Sinn, im Kontext, wie sie ursprünglich verwendet wurden, einmal miteinander vergleichen und das ausklammen, die Anwendung, dass jeder gesandt ist, mal davon absehen, so sehen wir im eigentlichen Sinne, das Apostelamt, das war auf die Zwölf plus Paulus beschränkt, wir haben gesehen, dass der Herald eigentlich in gewisser Weise jedes Kind Gottes betrifft und dann haben wir hier den Lehrer vor uns, der wieder eine bestimmte, von Gott auserwählte, zugerüstete Gruppe von Menschen, insbesondere von Männern, meint, die er zum Dienst in der Lehre befähigt hat.
[21:00] Stellen wie Epheser 4, 11, Jakobus 3, 1 und andere, die sprechen eigentlich deutlich davon, dass nicht jedes Kind Gottes zu diesem Lehrerdienst berufen ist, weil er auch mit einer großen Verantwortung verbunden ist.
[21:18] Wir müssen Rechenschaft ablegen, Lehrer werden strenger beurteilt, zeigt uns insbesondere Jakobus 3. Paulus knüpft seinen Dienst vom Lehren insbesondere an den Dienst an den Nationen.
[21:34] Und ich war einfach daran erinnert, die Nationen, die waren ja ganz anders als die Juden, ohne irgendwelche Vorkenntnisse. Die hatten die römischen, die griechischen Götter, die hatten all ihre Sagen, die hatten keine Hintergrundinfos, die glaubten nicht an den einen Schöpfergott, die wussten nichts von Abraham, David, Elia und so weiter.
[21:57] Die Nationen, die brauchten ein besonderes Werkzeug, einen besonderen Lehrer, der ihnen das Evangelium erklären konnte, der ihnen von Anfang der Schöpfung an diese Brücke schlagen konnte, obwohl sie diesen alttestamentlichen Kontext nicht hatten.
[22:15] Und genau dazu war Paulus, aber auch seine Mitarbeiter und jetzt auch hier insbesondere Timotheus, diejenigen, die er nachzog, die waren dazu bestimmt für diesen Dienst.
[22:32] Paulus, er spricht hier im Kontext von diesen drei Formen des Dienstes und wir wollen hier am Text bleiben, deshalb weiten wir das jetzt nicht aus. Ich weiß, du bist dir bewusst, dass es unzählige Formen von Dienst gibt in der Bibel.
[22:47] Wir könnten hier viele Bibelstellen hinzuziehen, aber wir möchten uns hier wirklich auf diese drei Aspekte beschränken, die auch heute Morgen im Text vor uns stehen. Und die Frage ist einfach, dienst du?
[22:59] Ist der Dienst eine Antwort auf das Evangelium? Oder ich formuliere es so, zeigst du mit deinem Leben, weil du mit deinem Leben eben dienst, dass du das Evangelium verstanden hast?
[23:14] Und ich spreche sehr viel davon, das Evangelium verstanden und ich bin bewusst, das ist Stückwerk. Wer könnte diese Botschaft restlos verstehen? Aber ich meine, so weit verstehen, dass es unser Leben nicht kalt lässt, dass wir nicht einfach gleichgültig weiterleben können.
[23:36] Und wir sind jetzt nicht nur hier, sondern eigentlich im ganzen Neuen Testament, ja eigentlich in der ganzen Bibel, dass es ein Kennzeichen von Gott berufenen Menschen ist, dass sie dienen.
[23:49] Ein weiteres, das finden wir in Vers 12 und da wir immer ein bisschen Zeitprobleme haben, würde ich das sehr gerne eigentlich umschiffen. Aber nicht unbedingt wegen der Zeit, sondern weil es dasjenige ist, welches mir nicht so zusagt.
[24:03] Aber es steht nun mal da und nicht nur hier, Paulus, der spricht sehr oft davon, dass der um des Evangeliums Willen Leiden erträgt.
[24:18] Und er sagt, aus diesem Grund, und eben, es hat wieder mit seinem Dienst, mit seinem Leben nach dem Evangelium zu tun, aus diesem Grund, weil er durch das Evangelium ein Herald geworden ist, ein Apostel, ein Lehrer, deshalb erleidet er auch, was er eben erleidet.
[24:38] Es wird uns dann auch im zweiten Kapitel, in Versen 9 und 10 begegnen, auch noch weiter hinten im zweiten Timotheusbrief, und überhaupt, wenn wir Paulus lesen, so kommt es uns vor, als hätte er mit der Feder des Leidens geschrieben, es ist in so vielen Briefen, in so vielen Passagen, spricht Paulus von den Leiden für das Evangelium, Philippe, insbesondere, aber auch der zweite Korintherbrief, es sind so viele Stellen, die uns einfach deutlich machen, wir kommen nicht darum herum, wenn wir die Bibel aufrichtig lesen.
[25:17] Also das heißt auch, dieser Gedanke vom Leiden für das Evangelium, das ist nicht neu, das hörst du heute nicht zum ersten Mal. Bereits in Vers 8, im März hatten wir das vor uns, schreibt Paulus davon, und ganz pauschal gesagt denke ich auch nicht, dass zu wenig darüber gesprochen wird, ich glaube, dass wenn in einer Gemeinde wirklich auslegend am Text, im Kontext gepredigt wird, dann wird über Leiden gesprochen, wir kommen nicht darum herum, weil die Bibel eben sehr viel davon spricht, und auch unser Herr Jesus hat es in dem Evangelium ein ums allemal vorausgesagt, er hat es uns verheissen, und ich glaube wirklich nicht, dass in einer bibeltreuen und ich betone bewusst in einer bibeltreuen Gemeinde, die wirklich das Wort Gottes liest und predigt, dass dort zu wenig über Leiden gesprochen wird, was ich aber glaube ist, dass Leiden zu wenig praktiziert wird, und ich möchte hier einen wichtigen
[26:27] Unterschied aufzeigen, es gibt mindestens drei Arten von Leiden, von der einen lesen wir im ersten Petrusbrief, da sagte Petrus, niemand leide als Übeltäter oder als jemand, der sich in fremde Dinge einmischt, diese Art von Leiden, die ist nicht rühmenswert, die ist nicht erstrebenswert und davon spricht der Paulus auch nicht.
[26:50] Eine andere Art von Leid ist die, die wir nicht beeinflussen können. Sogenannte Schicksalsschläge, obwohl wir als Kinder Gottes wissen, es gibt kein Schicksal im eigentlichen Sinn, sondern wir sind in der Hand von Gott und nicht in der Hand von einem Schicksal.
[27:09] Aber es sind diese Dinge, die wir eben nicht beeinflussen können. Und dazu gehören Schmerzen, Krankheit, Tod, Geldnot und alle diese Dinge, die mich genauso gut treffen wie meinen ungläubigen Nachbarn.
[27:23] Es sind Dinge, die einfach zu einer ersten Mose-3-Welt gehören, weil die Sünde einfach alles kaputt gemacht hat. Und ja, die Bibel spricht viel über diese Dinge, viel können wir auch in den Psalmen darüber lesen.
[27:39] Aber wenn wir genau hinschauen und wenn wir das Wort Leiden lesen, nicht einfach immer an meinen Schmerz denken, sondern das auch ein bisschen differenzieren, so sehen wir, die Bibel spricht weitaus am meisten vom Leiden Leiden im Bezug für das Evangelium, Leiden für Christus, Leiden im Dienst im Reich Gottes, das wird in den Briefen mit Abstand am meisten thematisiert.
[28:10] Und das ist eben diese Art von Leiden, die du im Gegensatz zu der Krankheit, zum Tod, die du beeinflussen kannst. Denn du kannst ein Christ sein und diese Leiden umgehen, du kannst sie umschiffen, umfahren.
[28:26] Und ich denke, dass viele Christen sich hier zu Spezialisten weitergebildet haben. Und ich verzichte jetzt hier bewusst auf Beispiele, wie das im Alltag aussieht, wie wir diese Leiden umschiffen können.
[28:40] Weil ich denke, du weißt, von was ich spreche. Und ich glaube auch, dass ich vielleicht beim einen oder anderen hier einen gewissen wunden Punkt anspreche, wie auch bei mir selbst. Und trotzdem müssen wir darüber reden, denn es steht hier da.
[28:58] Du kannst Christ sein und wenig von diesen Leiden für das Evangelium spüren. Aber du kannst kein treuer Christ sein und nichts davon abbekommen.
[29:08] können. Ich denke, es gibt so viele Christen auf dieser Welt, die würden das unterschreiben. Und es beschämt mich wirklich zutiefst immer wieder und auch jetzt auch wieder in der Vorbereitung dieses Abschnitts, dass gerade wir reichen Westeuropäer in Sachen Luxus und Wohlstand zuoberst, aber in Sachen Bereitschaft für das Evangelium zu leiden wohl zuunterst auf der Skala stehen.
[29:34] Ob es da einen kausalen Zusammenhang gibt. Und liebe Geschwister, das ist nicht in Ordnung.
[29:46] Aber wir müssen uns fragen, weshalb ist das so? Können wir das einfach wirklich auf unseren Wohlstand abschieben? Ja, wir sind halt gesegnet. Das zieht nach sich, dass wir nicht so gerne leiden.
[29:58] Können wir uns wirklich damit entschuldigen? So einfach kommst du nicht davon. Ich bin mit dir einig, das hat einen Einfluss, da besteht einen direkten Zusammenhang.
[30:09] Aber der Hauptgrund ist ein anderer. Und ich glaube, in den Vers 12 zu sehen, wo der Paulus schreibt am Schluss, denn ich weiss, wem ich geglaubt habe.
[30:24] Er leidet, er sagt, er leidet und, und, und, und, denn, ich begründe, denn ich weiss, wem ich geglaubt habe. Das ist eine starke Aussage.
[30:34] Aber wissen wir das nicht alle? Natürlich, in gewisser Weise schon, sonst wärst du kein Christ. Aber Erkenntnis, ich habe es schon eingangs angesprochen, es ist Stückwerk, es muss wachsen, es muss sich mehren, da muss ein Prozess der Veränderung in unserem Leben stattfinden.
[30:55] und wachsen tut nur, wer genährt wird. Wem hat er Paulus geglaubt?
[31:07] Es ist der Gott, von dem wir in Vers 9 und Vers 10 gelesen haben, der beschlossen hat, dich zu retten, der dich mit einem heiligen, mit einem absondernden Ruf gerufen hat, der dich durch das Evangelium, durch das Blut von seinem geliebten Sohn errettet hat.
[31:28] Nur Menschen, die dieses Evangelium, die diese Botschaft wirklich lieben, und zwar mehr lieben als alles andere, die sind bereit, für diese Botschaft zu leiden oder dafür Leid zu ertragen.
[31:45] Warum ist so manche Mutter bereit, für ihr Kind ihr Leben aufs Spiel zu setzen? Weil sie es eben liebt, weil sie es eben mehr liebt als alles andere.
[32:01] Und schau, es ist eigentlich ganz einfach, wenn du Probleme hast, für das Evangelium zu leiden oder, wie es die Bibel andererorts ausdrückt, die Schmach Christi zu tragen, dann liebst du das Evangelium nicht wirklich.
[32:19] und verstehst du wohl, dass wir im eigentlichen Sinn ansetzen müssen, wo das Problem im Kern liegt? Beim Evangelium.
[32:33] Wahrscheinlich bräuchten wir halb so viele Predigten über das Leiden an sich und doppelt so viele über das Evangelium, über seine Botschaft, was es ist und weshalb es so groß ist, damit es in uns Gestalt gewinnen kann.
[32:47] Denn dann wird die Bereitschaft für diese Botschaft zu Leiden auch wachsen. Das Evangelium, es muss dein Element sein, wenn du seine Last tragen willst.
[33:04] Spurgeon, der hat dies einmal so wunderschön illustriert, ich möchte das vorlesen, er zeichnet hier ein Bild, trägt ein Mann einen Eimer Wasser auf dem Kopf, ermüdet er sehr schnell, durch die schwere Last, springt derselbe Mann aber kopfüber ins Meer, so befinden sich über ihm plötzlich tausende Eimer Wasser, ohne dessen gewahr zu sein, denn er befindet sich im Element und wird gänzlich von ihm umgeben.
[33:37] Ich finde das sehr treffend, das Evangelium, es muss unser Element sein, Leben, denn du kannst nicht wirklich für das Evangelium leiden, wenn es nicht dein Element ist, wenn es nicht das ist, was dich voll und ganz umgibt, weshalb?
[33:54] Du wirst sehr schnell ermüden, weil du wie dieser Mann diesen Eimer Wasser auf dem Kopf trägt, hingegen wenn es dein Element ist, wenn es das ist, was dein Herz erfüllt, was deine Gesinnung gefangen nimmt, dann wirft einen ganz anderen Blick auf dieses Leiden und das ist die Antwort, weshalb Paulus erleiden konnte, was wir von ihm erleben, das ist manchmal schon, das macht mich manchmal echt sprachlos, 2.
[34:22] Korinther 11, das ist so schwer nachzuvollziehen, aber wenn wir sehen, was er über das Evangelium spricht, was für eine Freude für ihn das Evangelium war, um das mit dieser Illustration veranschaulichen, so können wir das plötzlich nachvollziehen.
[34:42] Es gibt ja diese Schlüssel, die gefühlt einfach zu jeder Tür passen, die sind super praktisch und genau so ein Schlüssel ist eigentlich das Evangelium, es ist die Antwort eigentlich auf alle unsere Fragen, auf unsere Probleme, wir brauchen es täglich um Gott zu gefallen, es ist mir, ich habe das anfangs nicht so verstanden, nicht Kalina, der Lehrer, der in der Seelsorgeklasse unterrichtete am EBTC, der hat mehrmals betont, er setzt sich jeden Morgen mit dem Evangelium auseinander und am Anfang habe ich gedacht, okay, der ist wohl ein bisschen schwer von Begriff, also ja, es ist schon einiges an Information im Evangelium drin, aber gerade jeden Morgen und ich verstehe mittlerweile weshalb, weil das Evangelium einfach die Antwort auf alles ist, wenn ich Probleme habe mit Sünde im Umgang mit diesem Leiden, dann muss ich nicht außen bei den
[35:43] Ästen beginnen, sondern ich muss zur Wurzel gehen und diese Wurzel, es ist das Evangelium, es ist das, was uns einfach erfüllen muss. Wir brauchen es, um zu dienen, Vers 11, wir brauchen es, um bereitwillig zu leiden, aber wir brauchen es auch, um festzuhalten, darum geht es im nächsten Vers, in Vers 13, Paulus sprach in Vers 11 und 12 von sich, von seiner Situation, von seiner Berufung, nun wendet er sich mit einer Aufforderung an seinen geliebten Timotheus und er fordert ihn auf, festzuhalten, halte fest, was soll er festhalten?
[36:23] Er schreibt das Bild der gesunden Worte und zwar sind das die Worte, die er insbesondere von Paulus gehört hat, im ersten Timotheusbrief, im Brief an die Epheser, die Gemeinde, in der Timotheus einige Zeit ein leitender Bruder war, all das, was er auf den Missionsreisen mitbekommen hat, andere übersetzen hier das Bild mit Vorbild oder auch mit Muster.
[36:54] Es geht hier um etwas Bestimmtes, um etwas, das ganz klar gezeichnet ist, das ganz klar erkennbar ist. Es ist eine ganz bestimmte Form.
[37:06] Und ich war irgendwie an die Zeit erinnert, als ich als kleiner Junge, als wir Weihnachtsplätze backten. Und da gab es verschiedene Formen, die man in den Teig drückte. Und genau von so etwas spricht der Paulus hier.
[37:18] Es ist etwas, das dem Nachgebenden seine Form gibt, einen Abdruck hinterlässt. Es ist etwas Prägendes. Timotheus, er wird hier aufgefordert, daran festzuhalten, was er von Paulus in Glaube und in Liebe gehört hat.
[37:41] Und hier nur eine kleine Klammer Bemerkung. Manchmal frage ich mich, hat er Paulus denn nie unnütze Dinge von sich gegeben? Er spricht davon, halte fest, was du von mir gehört hast.
[37:55] Ich kenne Paulus nicht persönlich. Der hat vielleicht auch mal einen Spass gemacht, aber es war immer klar zu unterscheiden, was jetzt wirklich von Bedeutung, was diese gesunden Worte sind und was eben nicht.
[38:11] Es war anders als bei einem Lot, als er die Menschen warnte, war er in ihren Augen, wie einer der Späße treibt. Und das ist etwas, das ich vor allem mir sagen muss, sind diese Grenzen klar erkennbar, was diese gesunden, heilbringenden, wichtigen Worte sind.
[38:30] Haben die das Hauptgewicht und bilden diese Späße, diese Neckereien, was auch immer, eine kleine, ein Nebenschauplatz, der nur gezielt und sehr spärlich eingesetzt wird?
[38:43] Wenn nicht, dann sollten wir uns vermehrt wieder mit Jakobus 3 auseinandersetzen. Klammer zu. Timotheus, er hat von Paulus gehört, der hatte ja nicht den vollständigen Kanon wie wir, aber wenn er von Paulus gehört hat, dann hat er von einem der fleissigsten Autoren des Neuen Testaments gehört.
[39:08] Ich möchte es anwenden auf uns. Auch du, du sollst festhalten am Bild, am Muster der gesunden Worte und damit ist gemeint, gib deine Bibel nicht mehr aus der Hand.
[39:22] Leg sie nicht mehr weg, halte sie fest, denn wenn du sie weglässt, dann machst du genau das, was du eben nicht tun sollst, du haltest nicht mehr fest. Dieser Gedanke, das ist auch nicht etwas, das plötzlich einfach hier im Neuen Testament auftaucht und vorher nie da war.
[39:40] Lasst uns kurz ins Alte Testament hineinschauen. Da sagt ja, wird Joshua aufgefordert, in Joshua 1, Vers 8, dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen und du sollst darüber nachsinnen Tag und Nacht, damit du darauf achtest, zu tun nach allem, was darin geschrieben ist, denn dann wirst du auf deinem Weg Erfolg haben.
[40:04] Und wir kennen es alle, wie die Psalmen beginnen, in Psalm 1, glückselig der Mann, der nicht wandelt im Rad der Gottlosen, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern seine Lust hat, am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz nach sind, Tag und Nacht.
[40:31] Paulus spricht hier von gesund und gesund, was meint das? Gesund meint eigentlich unversehrt. Nicht wahr, wenn jemand krank ist, dann fragt man ihn oft, ja, was fehlt dir denn?
[40:45] Anders ausgedrückt, gesund heisst eben, es fehlt nichts, es ist alles da, es ist vollständig. Und ich denke, darin sehen wir auch, es geht darum, am vollständigen festzuhalten, am gesamten Ratschluss Gottes, an der ganzen Bibel, wie wir sie empfangen haben, und das ist ganz wichtig, denn ich denke, es ist so zu einer populären Saumode geworden unter Christen, und entschuldige diesen Ausdruck, aber es ist wahr, dass wir einfach, und dass gewisse Leute einfach nehmen, was ihnen passt, und andere Dinge, die halt nicht so passen, die lassen wir weg.
[41:26] Aber die gesunde Lehre meint eben, das Ganze, ohne dass etwas fehlt, und deshalb sollen und müssen wir die ganze Schrift beherzigen, die ganze Schrift predigen, und die ganze Schrift leben.
[41:45] Das ist auch das, was Mark Deber in seinem Buch, Merkmal einer gesunden Gemeinde, unterstreicht. Es muss die ganze Bibel gelehrt und ausgelegt werden, nur so kann eine Gemeinde gesund sein, weil die gesunden Worte eben das Ganze von Gott offenbarte, umfassen.
[42:07] Es ist ein wichtiger Punkt, aber wir kommen in Zeitnot, denn das Evangelium, es hat so viele Auswirkungen in deinem Leben, oder wenn wir noch einmal zu dieser Prüfung, vom Eingang zurückgehen, du kannst in vielerlei Weise unter Beweis stellen, dass du das Evangelium ansatzweise verstanden hast, und zwar nicht nur intellektuell.
[42:32] Und ein nächster Prüfstein oder eine nächste würtige Antwort auf das Evangelium ist das, was wir in Vers 14 finden, und es baut direkt auf dieses Festhalten auf, und da geht es um zu bewahren.
[42:46] Es ist nicht nur wichtig, festzuhalten, nicht mehr loszulassen, sondern auch zu bewahren. Und bewahren, das spricht von beschützen. Das Wort hier beschreibt eigentlich einen Soldaten, der bewaffnet etwas bewacht.
[43:03] Da kommst du nicht dran, nur über seine Leiche. Das wird hier gemeint. Bewahren, beschützen, ich stelle mich schützend davor, nur über meine Leiche.
[43:20] Er spricht hier von diesem Gut, er schreibt hier das schöne anvertraute Gut. Es ist ein schönes Gut. Und schön meint eigentlich so viel wie wesensmäßig Gut, von guter Art und im eigentlichen Sinn des Wortes im Griechischen bezeichnet es ein harmonisches Ganzes.
[43:41] Und zwei Dinge fallen dabei auf. Erstens, es harmoniert, es passt zusammen, es gehört zusammen. Und ein harmonisches Ganzes, zum Zweiten, es ist abgeschlossen.
[43:54] Da ist ein roter Faden, der geht von Anfang bis zum Schluss und dann wurde der Deckel drauf gemacht. Es ist ganz, es ist abgeschlossen. Und allein beim Nachsinn über das Wort Schön, was es im Kern eigentlich bedeutet, wurde mir klar, dass hier eigentlich dasselbe gemeint sein muss wie in Vers 13.
[44:14] Im eigentlichen Sinne reden wir von der schriftlichen Offenbarung Gottes wird verletzt. Wenn wir den Text vergleichen mit der Luther-Übersetzung, wird es umso deutlicher.
[44:30] Denn Schlachter und Luther stellen dort einen direkten Bezug von diesem Gut zum Muster der gesunden Worte her. Das schöne, anvertraute Gut, das wird direkt an dieses Muster der gesunden Worte, an dieses Bild der gesunden Worte aus Vers 13 angeknüpft, denn er schreibt in Vers 14 dieses, also dieser Zusammenhang.
[44:57] Das Wort Gottes, es soll festgehalten und es soll beschützt bewahrt werden. Ich denke, wir können da zwei Anwendungen machen.
[45:08] Erstens, es soll in deinem Herzen bewahrt werden. Es soll dort eingeschlossen sein. So bestimmt es dein Denken.
[45:19] Das ist das, was wir in Römer 12 Vers 2 lesen, dass deine Gesinnung verwandelt wird und in der Folge du Römer 12 3 bis Schluss ausleben kannst.
[45:31] Es macht dich zu einem Menschen, der Gott dient, der eine Bereitschaft empfängt, für das Evangelium zu leiden. Auch hier wiederum, du wirst das Evangelium nur festhalten, du wirst das Evangelium nur bewahren, wenn es dir kostbar ist.
[45:49] Ich kenne niemanden, der irgendetwas Unnützes, der Müll in einem Safe sperrt. Und schau, wie du mit deiner Bibel umgehst, das sagt sehr viel darüber aus, was sie dir wirklich bedeutet.
[46:04] Ich kann sagen, ich liebe das Evangelium und lese meine Bibel einmal die Woche. Das stimmt irgendwas nicht. Und zum zweiten sehen wir auch, es geht hier um den Aspekt der Verteidigung des Wortes.
[46:21] Das Evangelium Verteidigung, insbesondere im zweiten Timotheusbrief, wird dem Timotheus diese Verantwortung auch auferlegt. Das Evangelium soll vertreten, es soll geschützt werden.
[46:35] Timotheus als Gemeindeleiter wird besonders in die Verantwortung genommen. Und liebe Brüder, auch ihr müsst gleich wie Timotheus dieses schöne anvertraute Gut bewahren.
[46:51] Dafür sorgen, dass in eurer Gemeinde dieser ganze Ratschluss, dieses schöne Ganze gepredigt wird. Dass dann nichts wegfällt, auch wenn es unangenehm ist, wie das vom Leiden.
[47:01] Denn es wurde euch anvertraut. Es ist nicht euer ureigener Besitz, es wurde euch anvertraut. Ihr tragt eine grosse Verantwortung.
[47:13] Nehmt ihr sie wahr? Ist es deine Priorität? Und bist du selbst ein Vorbild darin im Umgang mit diesem schönen anvertrauten gut?
[47:30] Wir gehen noch kurz zu den restlichen Versen und da kommt ein fünfter Aspekt zum Vorschein und hier geht es um Treu sein. Menschen, welche vom Evangelium wirklich durchdrungen sind, die stellen sich auch treu auf seine Seite und zu denen, die auch treu zum Evangelium stehen.
[47:56] Und Paulus berichtet uns leider zuerst in Vers 15 von zwei Männern, die dies nicht hatten. Aber vorweg nennt er auch noch eine ziemlich große Schar von Menschen, die untreu wurden.
[48:15] Alle, die in Asien sind. Wie so oft in der Bibel meint alle, nicht alle im Sinne von jede einzelne Person, die dort in Asien war.
[48:31] Denn wir sehen dann gleichweit runden, dass dies grundsätzlich unmöglich ist. Da ist ein gewisser Onesiphorus, der ausgeklammert wird aus dieser Region, der auch am Schluss des Briefes noch gegrüsst wird.
[48:45] Aber wir sehen hier in dieser Gegend, die von Paulus missioniert wurde, wo viele Gemeinden entstanden, hat sich eine überwältigende Mehrheit abgewandt.
[48:58] Sie haben sich nicht mehr zum Paulus bekannt. Sie wollten nicht mehr mit Paulus in Verbindung gebracht werden. Was für eine Tragik.
[49:11] Ephesus, Paulus hat drei Jahre dort gedient. Er schreibt doch, ich habe euch Tag und Nacht unter Tränen ermahnt. Drei Jahre. und hier schreibt er, sie haben sich von mir abgewandt.
[49:27] Wem würde das nicht das Herz brechen? Verstehen wir, was dieser Paulus alles erleben musste? Das waren nicht seine einschneidenden Fesseln, die sein grösstes Problem waren, in einem Kerker in Rom.
[49:40] Diejenigen, die er geliebt, die er sich hingegeben hat, die haben sich abgewandt. Es waren nicht einfach nur die Korinther, das war immer schon ein bisschen eine problematische Beziehung. Nein, die Epheser, sie haben ihm den Rücken gekehrt.
[49:58] Es war noch gar nicht so viel Wasser, den Tiber runter geflossen, seit Paulus diesen gewaltigen Brief an Ephesus schrieb, außerwelt in Christus zu, und dann hörte Paulus gar nicht mehr auf, macht nicht mal am Punkt, und nun schreibt er ein Großteil von diesen Leuten, sie haben sich abgewandt, sie wollen nichts mehr mit mir zu tun haben, es heißt nicht, dass sie nicht mehr an Gott glauben, aber sie, es ist ihnen zu heiß, sie wollen nicht mehr gemeinsam wie Paulus genannt werden.
[50:30] viele weitere Gemeinden, welche Gemeinden das sind, wir sehen in den Sendscheiben davon, welche zu dieser Gegend hörten, große Teile von ihnen haben den Paulus den Rücken gekehrt.
[50:44] Und dann werden noch zwei Männer ganz besonders verwendet. Und da ist ein gewisser Philegos und Hermogenes. Wir wissen eigentlich nichts von ihnen, aber die Tatsache, dass sie hier namentlich erwähnt werden, lässt daraus schliessen, der Timotheus hat sie gekannt.
[51:00] Und es scheint irgendwie naheliegend, dass sie Männer von Einfluss, von Verantwortung in der Gemeinde von Ephesus waren. Gehörten sie vielleicht zu den Ältesten, welche Paulus in Apostelgeschichte 20 nach Milet rufen ließ, welche er ausdrücklich gewarnt hatte, ihnen diese Verantwortung noch einmal aufgezeigt hat, ihr seid als Hüter dieser Härte von Gott eingesetzt Worten.
[51:30] Haben sie vielleicht Paulus, wie wir dort in Vers 36 lesen, haben sie geweint, haben sie in Oman zum Abschied und gesagt, Paulus wir denken an dich und nun einige Jahre später unter ihnen sind Philegos und Hermogenes.
[51:49] Als ich über diese beiden Männer nachdachte, so hat mich das sehr nachdenklich gestimmt. Paulus, er sagt nicht, oder er warnt Timotheus nicht vor ihren bösen Taten, wie weiter hinten dieser Schmied der Alexander.
[52:06] Er sagt einfach, sie wollen nichts mehr mit mir zu tun haben, sie sind einen Schreck zurückgegangen. Waren sie deswegen unecht? Waren sie nicht errettet?
[52:17] Ich denke nicht, dass wir uns ein Urteil erlauben können, aber wir sollten uns fragen, was hat dazu geführt? Dass sie Paulus diesen netten Kerl verlassen haben.
[52:32] Ja, Paulus, er war im Gefängnis, die Lage war nicht einfach. Paulus wartete auf seine Hinrichtung, die Lage spitzte sich zu. Wollen wir diese Männer Verräter schimpfen, oder siehst du in ihnen wie ich ein verschwommenes Spiegelbild, das dir in gewisser Weise zum Verwechseln ähnlich sieht?
[52:59] Denn wenn ich in mein Leben schaue, so weiss ich, dass ich in weit entspannteren Situationen meinen Herrn bereits verleugnet habe. Ich kann und will nicht das Maul über diese beiden Männer zerreissen, obwohl sie hier kein leuchtendes Vorbild sind.
[53:15] Es ist besonders für Paulus eine riesengroße Tragik. Aber lasst uns zum Schluss schliessen und da ist ein gewisser Onesiphorus.
[53:27] Auch über ihn wissen wir eigentlich nicht viel. Er wird am Schluss in den Grüßen noch erwähnt. Sein Haus soll gegrüßt werden. Aller Gefahren und Widrigkeiten zum Trotz.
[53:41] Dieser Onesiphorus, er blieb Paulus treu. Und wie? Sein Name, er bedeutet gewinnbringend und sein Name, der war Programm.
[53:55] Es heisst von ihm, er hatte ein Haus, er hatte Familie und wohl auch Bedienstete, vielleicht Sklaven, er war vielleicht in einer gehobenen Stellung, vielleicht ähnlich wie der Philemon.
[54:08] Und was bringt einen Mann mit Familie, Haus und Sklaven dazu, sein Leben auf Spiel zu setzen für einen alten Mann, der in einem Kerker in Rom auf seine Hinrichtung wartet.
[54:20] Weshalb blieb er diesem Paulus treu? Er schämte sich seiner Ketten nicht, sagt Paulus. Nicht wahr? Schämen bedeutet ja eigentlich, ich möchte nicht damit in Verbindung gebracht werden.
[54:34] Ich schäme mich für diese Tat. Eigentlich möchte ich, dass ich diese Tat nicht getan habe. Ich möchte nicht, dass man mich damit in Verbindung setzt. Wenn es sich nicht schämt, dann heißt es eigentlich, ich möchte und das kommt zum Ausdruck, denn als er in Rom war, da suchte er den Paulus und er fand ihn nicht und er suchte ihn umso eifriger, er setzte alles daran, diesen Paulus zu finden.
[55:00] Er kämpfte darum, mit den Festen von Paulus in Verbindung gebracht zu werden. Was hat diesen Mann dazu veranlasst?
[55:10] Weshalb war er überhaupt in Rom, wenn er doch in Ephesus wohnte? Es teilt es nichts weniger als ein Meer. Ja, vielleicht war er geschäftlich dort, wir wissen es nicht, aber ich traue es ihm sogar zu, dass er extra nach Rom fuhr, um den Paulus zu stärken, um ihm beizustehen, Frau und Kinder zu Hause liess und sich selber dieser Lebensgefahr aussetzte.
[55:34] Es konnte niemand sagen, ob der je wieder zurückkommt. Rom wurde langsam aber sicher zum Brandherd, wortwörtlich. Als er in Rom war, da vergnügte er sich nicht im Amphitheater, er flanierte nicht auf den Märkten, nein, er suchte den Paulus, der offensichtlich nicht mehr so einfach zu finden war.
[55:58] Wir wissen nicht, was aus ihm geworden wurde, wir lesen am Ende vom Brief, dass sein Haus gegrüsst wurde, also er war nicht zurück zu diesem Zeitpunkt, das muss nicht heißen, dass er tot war, aber auf jeden Fall er ging ein unkalkulierbares Risiko ein.
[56:18] Du kannst, wie ich, sehr viel von diesem Monesi-Forus lernen, Rom war sicher eine beeindruckende Stadt, doch er ging zu diesem verachteten, geschmähten Prediger.
[56:32] Wie sieht es mit dir aus? Liebst du die Städte dieser Welt und ihre Verlockungen oder stellst du dich zu den gefangenen Prediger des Evangeliums im übertragenen Sinne gemeint?
[56:47] Paulus sagt auch, es ist kein Verlust für ihn. Ich bete dafür, dass der Herr ihm Barmherzigkeit geben wird an jedem Tag und er wird es tun und an jedem Tag, wir haben es auch schon vorher in Vers 12 gesehen, das ist der Tag, an dem Gott dich auf deine Treue beurteilen wird und dieser Tag kommt, unser Leben, wie du auf das Evangelium reagiert hast, das wird beurteilt werden, nicht deine Sünden, das Evangelium hat sie beiseite genommen, aber für deine Treue, deine Antwort auf das Evangelium, an jedem Tag werden wir beurteilt werden.
[57:30] Ja, Vers 9 und mit diesem Gedanken der Treue schliessen wir, Vers 9 sprach von dem einen, dem wahren Gott, welcher uns in seiner Gnade berufen hat, durch das Evangelium, aus Gnaden wurdest du errötet und damit gehörst du ihm, du sollst ihm leben.
[57:50] Und für Gott leben, es hat zahlreiche Facetten, fünf standen heute morgen vor dir, Bereitschaft zum Dienen, zum Leiden, zum Festhalten, zum Bewahren und zum Treu sein.
[58:03] diese fünf Aspekte, sie standen teils als Vorbild vor uns und teils als Aufforderung. Dreimal sehen wir leuchtende Vorbilder, zweimal Paulus im Dienst und im Leiden und einmal den Onesiphorus in der Treue, im Treu sein und zweimal die Aufforderung an Timotheus halte fest und bewahre.
[58:26] Aber egal ob Vorbild oder ob Aufforderung, es sind Dinge, die in deinem Leben sichtbar werden sollen. Sind sie es nicht, so denke ich haben wir heute Morgen verstanden, wo das wir ansetzen müssen.
[58:42] Wir müssen einen Schritt zurückgehen zu Vers 9 und 10. Das Evangelium muss erneut in unsere Gesinnung. Gehen wir zurück zu Vers 9 und 10, bis in deiner Gesinnung eine von Gott gewollte Veränderung bewirkt wird.
[59:03] Amen. Wir beten noch. Vater, wir haben hier einen Text, der uns herausfordert, weil wir merken, das sind Dinge beschrieben, die wir von Natur aus gar nicht tun wollen.
[59:18] Aber wir wissen, dass du uns durch das Evangelium wiedergeboren hast. Wir sind neue Menschen, freigemacht von der Sünde, aber nicht frei, um zu tun, was wir wollen, sondern Sklaven Christi, um dir zu dienen, für dich, für das Evangelium zu leiden, an dem festzuhalten, es zu bewahren, was du uns gegeben hast und darin, in Schwachheit, wir sind schwach, trotzdem treu zu sein.
[59:45] Du gibst uns die Kraft, du hast uns deinen Geist gegeben, führe, weise uns zurecht und gib uns neu die Hilfe, die Kraft, dass die Auswirkungen des Evangeliums in unserem Leben sichtbar werden können.
[59:59] Vergib uns, Herr, unser Versagen und stärke unseren Willen zum Gehorsam, mache uns treu für dich. Amen.