Wem wirst du dienen?

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Prediger

Stephan Humbert

Datum
30. Mai 2021

Passage

Beschreibung

Themen: Seelsorge, Innere Mensch, Herz, Veränderungsprozess, Wurzel, Evangelium, 3-Baum Diagramm

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Transkription

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[0:00] So, besten Dank, Nils, für die Einleitung. Wir möchten gleich zu Beginn mit Gebet beginnen. Vater im Himmel, ich danke dir vielmals dafür, dass wir dein Wort haben dürfen.

[0:15] Ich danke dir dafür, dass du uns da nicht nur einfach Informationen gibst, sondern du möchtest unser Herz verändern. Ja, du möchtest uns nicht in dieser Sündenlast belassen hier auf der Erde, sondern du hast deinen Sohn gesandt, dass wir befreit werden von der Sünde, dass wir vor dich treten dürfen, dass aber auch die Beziehungen zueinander geheilt werden.

[0:43] So möchten wir uns heute auch diesem Thema widmen. Und ich möchte dich bitten, dass du unsere Herzen wirklich öffnest, dass wir es verstehen, dass wir es anwenden können im Alltag, damit wir ein Licht sein können in all unseren Beziehungen, die wir haben.

[1:01] Und vor allem, dass wir ein Leben zu deiner Ehre auch leben können. Herzlichen Dank dafür. Amen. Ja, wie bereits an der letzten Mitgliederversammlung euch informiert, haben wir uns als Gemeinde zum Ziel gesetzt, dass wir im Bereich von der Seelsorge weitere konkrete Schritte vorwärts gehen werden.

[1:29] Wir möchten diesen Dienst im Kontext der Gemeinde genauer definieren und auch organisieren. Als Gemeinde haben wir eine sehr hohe Verantwortung füreinander.

[1:44] Die rund 77 aneinanderstellen im Wort Gottes fordern jeden Einzelnen in der Gemeinde unter anderem auf, den Nächsten zu lieben, ihn höher zu achten wie mich selbst, ihm zu dienen, zu ermahnen und zu ermutigen.

[2:05] Und diese Aufgaben, die sind nicht an ein spezielles Elite-Seelsorgetruppe gerichtet. Nein, es ist die Aufgabe von jedem Einzelnen von uns, sich um den Nächsten zu kümmern und das Evangelium ganz praktisch im Alltag dem Nächsten weiterzugeben beziehungsweise zu leben.

[2:31] Und dieser hingebungsvolle Dienst gegenüber dem Nächsten ist eine richtig wertvolle Arbeit.

[2:43] Doch auch wenn wir alle diesen Dienst ganz treu ausführen würden, dann hätten wir nur 50% der Arbeit erledigt oder der Aufgabe erfüllt.

[2:55] Es braucht auch noch die andere Partei. Es braucht die Partei, welche andere an sich dienen lassen, welche sich ermutigen und korrigieren lassen.

[3:09] Und das ist oftmals der schwierigere Teil in der Seelsorge. Denn was hindert uns gegenseitig am meisten in diesem Dienst?

[3:21] Es ist der Stolz. Der Stolz, welcher sich nichts sagen lassen möchte. Der Stolz, welcher keine Abhängigkeit zugeben möchte.

[3:35] Der Stolz, welcher keine Hilfe annehmen will. Doch aufgepasst! Die Gemeinde, die lässt sich nicht in zwei Lager einteilen.

[3:48] Der eine Teil dient und der andere Teil lässt an sich dienen. Nein, die Bibel spricht hier nicht von zwei Gruppen in der Gemeinde, sondern von zwei Rollen, welche jeder von uns in sich hat.

[4:07] Einerseits hat Gott dir die Rolle vom Diener gegeben. Und für das hat er dich zum Dienst ausgerüstet.

[4:19] Er hat dir sein Wort gegeben. Er hat dir seinen Geist gegeben. Er hat dir Gaben zum Dienen gegeben. Und er hat dich in einer ganz spezifischen Art und Weise durch dein Leben gelenkt und gelehrt, damit du dem Nächsten dienen kannst.

[4:43] Aber andererseits hat Gott dir auch die Rolle des Empfängers gegeben. Gott hat uns als Wesen erschaffen, welche Gemeinschaft brauchen.

[4:56] Wir brauchen die gegenseitige Ermutigung und auch Korrektur. Wir haben die Weisheit fürs Leben nicht in uns selbst. Und darum brauchen wir andere, welche uns anhand der Weisheit Gottes lehren.

[5:14] Und dieser wunderbare Prozess des Dienens und des an sich Dienenslassens wird uns das ganze Leben hindurch beschäftigen.

[5:25] Es ist das, was uns als Christen in der Gemeinde speziell auszeichnen soll. Denn gemäss Johannes 13,35 ist die gegenseitige Liebe, wie sie uns Christus vorgelebt hat, die Visitenkarte von uns Christen, die aufzeigt, für wessen Herrn, dass wir leben.

[5:49] Die gegenseitige Hilfe anhand des Wort Gottes und der damit verbundene Dienst verstehen wir unter der Seelsorge. Das Wort Seelsorge erklärt in sich selbst schon sehr genau, um was es eigentlich geht.

[6:07] Die Seele braucht Hilfe. Doch warum brauchen wir dies? Weil wir als Sünder in eine sündige Welt geboren wurden.

[6:20] Als Christen sind wir zwar von der ewigen Strafe der Sünde freigesprochen worden und wir haben die Verheissung, dass wir einst im Himmel ganz frei vom Einfluss der Macht der Sünde sein dürfen.

[6:35] Doch hier in der Zwischenzeit, hier auf der Erde, leben wir als begnadigte Sünder miteinander zusammen. Gott hat uns bei der Wiedergeburt zwar ein neues Herz gegeben, doch er hat es nicht so imprägniert, dass alle Sünde direkt abherrlt und uns entsprechend nichts mehr anhaben kann.

[7:00] Paulus berichtet dies im Römer 7, Vers 15. Dort steht von diesem Kampf, Römer 7, Vers 15, Wenn also der Apostel Paulus sich schon in diesem Kampf befindet, dass er das eine will und das andere tut, wie viel wir alle.

[7:36] Wir Christen sündigen gegenüber anderen und wir leiden aufgrund von Sünden, welche andere uns antun.

[7:49] Doch Gott hat eine gute Nachricht. Es ist kein verlorener Kampf. Es ist ein Kampf, welcher wir kämpfen sollen.

[8:02] Doch Gott steht uns mit seiner Wahrheit, mit seiner Weisheit, mit seiner Kraft zur Seite und hilft uns, dass wir nicht aufgeben müssen.

[8:15] Für Gott, merkt ihr, gibt es keine hoffnungslose Fälle. Gott möchte jeden Einzelnen von uns verändern, damit wir Christus schlussendlich ähnlicher werden.

[8:30] Und um diesen Veränderungsprozess geht es in der heutigen Predigt. Der Titel von der Predigt heisst Wen wirst du anbeten?

[8:42] Wen wirst du anbeten? Und basierend aus der Stelle von Jeremia 17, die Verse 5 bis 8, dürft ihr aufschlagen, wollen wir heute zusammen lernen, wie Gott uns verändern möchte.

[9:00] Jeremia 17, die Verse 5 bis 8. Da steht, so spricht der Herr, verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz vom Herrn abweicht.

[9:24] Er wird sein wie ein kahler Strauch in der Einöde. Er wird nichts Gutes kommen sehen, sondern muss in dürren Wüstenstrichen hausen, in einem salzigen Land, wo niemand wohnt.

[9:40] Jetzt als Gegenüberstellung. Gesegnet ist der Mann, gesegnet ist der Mann, der auf den Herrn vertraut und dessen Zuversicht der Herr geworden ist. Denn er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und seine Wurzeln am Bach ausstreckt, der die Hitze nicht fürchtet, wenn sie kommt, sondern seine Blätter bleiben grün.

[10:05] Auch in einem dürren Jahr braucht er sich nicht zu sorgen und er hört nicht auf, Frucht zu bringen. Gott selbst stellt uns hier zwei verschiedene Menschen vor, welche ihr Vertrauen auf etwas oder jemand anderes setzen.

[10:27] Und der Ausgang könnte nicht unterschiedlicher sein. Zuerst bringt Gott das negative Beispiel. Gott sagt, dass dieser Mensch unter dem Fluch Gottes steht.

[10:41] Doch warum? Drei Punkte beschreiben diesen Mann. Erstens, er vertraut auf Menschen. Doch wer sind diese Menschen?

[10:52] Es sind einerseits andere Menschen und andererseits setzt er aber auch sein Vertrauen auf sich selbst. Er ist ja auch ein Mensch. Er setzt sein Vertrauen auf Menschen selbst oder auf die Errungenschaften der Menschheit.

[11:08] Sein Vertrauen setzt er auf das Weltliche, auf das Sichtbare und er vertraut darauf, dass andere Menschen oder er sich selbst Antworten auf das Leben geben kann.

[11:22] Er vertraut auf die irdische Weisheit, seine eigenen Wünsche, seine Begierden und Gefühle. dann zweitens, er macht Fleisch zu seinem Arm.

[11:36] Der Arm ist das Körperteil, wo wir unsere Stärke zeigen. Sein eigenes Fleisch, seine eigene Kraft ist das, auf was er vertraut.

[11:51] Und dann drittens, das ist eine unweigerliche Folge aus den ersten zwei Punkten, sein Herz weicht ab. von Gott. Im Unterschied zum heutigen Sprachgebrauch wird das Herz in der Bibel als die zentrale Steuerung des Menschen beschrieben.

[12:10] Es geht um viel mehr als nur um Gefühle, wie wir heute das Herz verstehen. Es ist der Ort, wo die Motive zu Hause sind.

[12:21] Also das, warum ich etwas mache. beziehungsweise dort, wo die Pläne des Lebens geschmiedet werden. Gott sagt, dass bei diesem Mann das Herz vom Herrn abweicht.

[12:36] Gott spielt in seiner Lebenssituation keine Rolle. Dieser Mann entscheidet selbst und unabhängig von Gott.

[12:47] im Vers 6 wird dann beschrieben, wie dann sein Leben aussieht. Dieser Mann, er sieht aus wie ein kahler Strauch.

[12:59] Stellt euch mal einen kahlen Strauch vor. Es ist kein Leben in ihm, keine Blätter, keine Früchte. Er spendet keinen Schatten. Er vegetiert nur so vor sich hin.

[13:13] Und nicht nur, dass dieser Strauch absolut unansehlich und nutzlos ist. Seine Umgebung ist wie eine Wüste. Er ist alleine in einem salzigen Klima.

[13:25] Definitiv kein Ort, an dem jemand von uns sein möchte. Dieser einsame und kahle Strauch hat aber auch keine Hoffnung.

[13:37] Er sieht nichts Gutes auf sich zukommen. Dieser Mann lebt definitiv nicht unter dem Segen von Gott. Nein, Gott selbst beschreibt diesen Mann als einer, der verflucht ist.

[13:54] Ein Verfluchter können wir am besten so verstehen, dass er unter der schärfsten Strafe des Gerichts aufgrund eines Verstoßens gegen das geltende Recht leidet.

[14:08] Diesem verfluchten Mann wird jetzt der gesegnete Mann gegenübergestellt. Und das Bild könnte nicht unterschiedlicher sein. Wie beschreibt jetzt Gott diesen gesegneten Mann?

[14:22] Das, was diesen Mann beschreibt, ist, dass er dem Herrn vertraut. Er macht sein Leben nicht von seiner eigenen Weisheit, von der Weisheit anderer abhängig, sondern er vertraut auf den Herrn und seine Zusagen in seinem Wort.

[14:40] Seine Zuversicht, also das, was ihn froh und dankbar macht, ist der Herr selbst. Das heisst nicht, dass er nur mit Gott allein unterwegs ist und auf niemand anders hört.

[14:54] Nein, er hört auf Gottes Weisheit, sei es durch die Schrift oder durch Männer oder Frauen, welche anhand von dieser Weisheit Gottes leben.

[15:06] Dieser Mann, der wird als ein gesegneter Mann beschrieben. Doch wie sieht das konkret aus? Er wird als ein Baum beschrieben, der am Wasser gepflanzt ist und seine Wurzeln reichen bis zum Bach.

[15:23] Dieser Baum muss das heisse Wetter, das auf ihn wirkt, nicht fürchten, denn er bezieht seine Lebensenergie vom Bach und nicht von den äusseren Umständen.

[15:36] Auch bei einem dürren Jahr bleiben die Blätter grün und der Baum bringt kontinuierlich Frucht. Dieses Bild, welches Gott hier Jeremia aufzeigt, finden wir in ähnlichen Worten auch im Psalm 1.

[15:55] Auch dort wird ein gottloser Mensch einem gottesfürchtigen Menschen gegenübergestellt. Der gesegnete Mann wird ebenfalls mit einem Baum an einem Bach verglichen, welcher reichlich Frucht bringt.

[16:11] Doch wie kann uns dieser Text aus Jeremia nun helfen, wenn wir in Sünde gefallen sind? Dieser Text zeigt sehr gut auf, welche Motive im Herzen dieses Mannes sind, wie er auf die äusseren Einflüsse reagiert und was für Früchte schlussendlich daraus folgen.

[16:37] Und so wurde unter anderem mit Hilfe von diesem Text das in der Seelsorge bekannte Dreibaum Diagramm erstellt. Dieses Dreibaum Diagramm zeigt grafisch den Zusammenhang zwischen den äusseren Umständen, dann wie unser Herz darauf reagiert und welche Frucht daraus wächst auf.

[17:04] Dieses Diagramm zeigt aber auch auf, wie eine biblische Umkehr und wie eine Veränderung auch stattfinden kann. Ihr seht nun auf dem Bild diese drei Bäume.

[17:18] Auf der rechten Seite seht ihr den schlechten Baum oder eben den kahlen Strauch. Auf der linken Seite seht ihr einen gesunden Baum, wie wir alle gerne haben wollen.

[17:32] Und in der Mitte seht ihr das Kreuz der dritte Baum. Wie bei einem echten Baum befindet sich der Stamm, die Blätter und die Früchte im sichtbaren Bereich, also oberhalb von der Erde.

[17:53] Und darum vergleicht die Schrift die Merkmale des Baumes mit den sichtbaren Taten des Menschen. Das ist also unser äusserer Mensch, der sichtbare Bereich.

[18:08] Gesunde wie auch kranke Bäume und deren Früchte sind äusserlich sichtbar. Doch die Ursache, warum ein Baum gut oder schlecht ist, liegt unterhalb der Erde, nämlich bei seinen Wurzeln.

[18:26] Und genau so ist es bei uns Menschen. Alle äusserlichen Taten sind auf den Zustand des inneren Menschen zurückzuführen. Das, was du tust, ist auf das zurückzuführen, was du denkst.

[18:45] Das, was du denkst, ist wiederum zurückzuführen, was in deinem Herzen drin ist, also deine Ziele, deine Wünschen und so weiter.

[18:58] Jeremia beschreibt, dass ein gesunder Baum die externen Einflüsse nicht fürchten muss. Dies, weil er den nötigen Tiefgang hat, verwurzelt ist und seine Nahrung vom Bach holt.

[19:16] Seine Gesundheit ist nicht vom Regen oder der Dürre abhängig. Und so ist es auch in unserem Leben. In unserem Leben sind wir ganz unterschiedlichen Situationen ausgesetzt.

[19:30] Das Spektrum geht vom hellen Sonnenschein, von den schönen Umständen bis zu Sturm und Gewitter, wenn die Umstände uns so richtig herausfordern.

[19:42] Doch egal, was auf uns einwirkt, die Situation sind immer neutral. Die Situation zwingt dich niemals zum Sündigen, sondern die Umstände bringen Druck in dein Leben.

[20:02] Es ist wie bei einem Schwamm. Sobald du auf den Schwamm drauf drückst, wird das herauskommen, was drin ist. Wenn wir uns an einem Mitmenschen stören und dabei dann sündigen, dann ist es nicht, dass der Mitmensch schuldig ist.

[20:22] Er ist höchstens der, welcher deinen Zielen im Weg steht und aus dir deine Ungeduld herausdrückt.

[20:35] Gott hat den Menschen als ein interpretierendes Wesen erschaffen. Das heisst, dass wir Menschen die ganze Zeit Dinge beobachten und dann entsprechend deuten und darauf reagieren.

[20:48] Und darum kann ein Mensch uns nicht nerven, sondern wir deuten seine Taten anhand von unserem Menschenbild, unseren Zielen und reagieren dann entsprechen.

[21:06] So wie wir leben, ist nicht von unseren Umständen abhängig, sondern von dem, wie wir unsere Umstände deuten.

[21:18] Schlagt man Jakobus auf, Jakobus 1 zeigt das ganz deutlich.

[21:33] Jakobus 1 ab Vers 2 Dort steht, Meine Brüder, achtet es für laute Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt.

[21:53] Das standhafte Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollständig seid und es euch an nichts mangelt.

[22:06] Jakobus zeigt auf, dass wir uns an den Anfechtungen freuen sollen, nicht weil sie so angenehm oder lässig sind, sondern weil sie an uns etwas bewirken.

[22:21] Diese Anfechtungen, dieser Druck im Leben, das formt unseren Glauben. Wir bewähren uns, wir werden standhaft und wir werden wachsen in der Heiligung.

[22:35] Wir kennen alle Römer 8, Vers 28, beziehungsweise schlagt das bitte auch nochmals auf, Römer 8, Vers 28, dort steht, wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.

[23:02] Doch was heisst das Beste? Das Angenehmste? Nein, im Vers 29 steht dann, denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden.

[23:22] Auch hier, alle Dinge des Lebens dienen uns zum Besten, ob es eine Hochzeit, eine Geburt von einem Kind, eine neue Arbeitsstelle oder generell die Gesundheit ist.

[23:35] Genau gleich aber auf der anderen Seite auch die Krankheit, der Verlust von einer Arbeitsstelle, rebellierende Teenies oder sogar der Verlust eines geliebten Menschen.

[23:51] Alle Dinge dienen uns zum Besten mit dem Ziel, dass wir durch diese Umstände Jesus Christus ähnlicher werden.

[24:02] Gott setzt uns den schönen wie auch den schwierigen Umständen aus, um unser Herz zu formen. Wir sind keine passiven Wesen, welche aufgrund von Genen oder Umständen des Lebens einfach bestimmt werden.

[24:21] Die Umwelt wie auch unser Körper haben zwar einen Einfluss auf unser Herz. Unsere Aufgabe seit dem Sündenfall ist es nun aber, zu lernen, wie wir mit unserem Körper umgehen müssen, der durch die Sünde verdorben wurde.

[24:39] Gott hat den Menschen mit einem Sinn erschaffen, dass er sich an Gott erfreut und ihn anbetet. Egal von den Umständen, Gott möchte, dass wir ihn ehren.

[24:54] Und darum fordert Paulus die Korinther im 1. Korinther 1. Korinther 10, Vers 31 auf, ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre von Gott.

[25:14] Und so sollen wir auch unabhängig von den Umständen Gott in unserem Leben ehren, entsprechen, in Übereinstimmung mit seinem Wort leben.

[25:26] Das Hauptziel in der Seelsorge ist somit nicht, die Situation des Ratsuchenden zu verändern, sondern ihm anhand von dem Wort Gottes zu helfen, in dieser Situation richtig zu denken und zu leben.

[25:45] Wichtig zu beachten, es gibt verschiedene Hilfsmittel, welche eine solche biblische Veränderung aufzeigen aufgezeigt werden kann.

[26:01] Das gezeigte Diagramm oder die Darstellung ist weder vollständig, noch ist sie die einzige absolut richtige. Nein, diese Darstellung soll euch einfach helfen, die einzelnen Schritte der Bibel in einer Abfolgung grafisch zu verstehen.

[26:22] Wir werden gemeinsam nun durch diesen Prozess durchgehen mit einem exemplarischen Gemeindeglied und ich habe dem mal den Namen Christian gegeben.

[26:37] Ja, Christian, der hat es richtig streng im Leben. Er ist gefordert im Beruf, er hat eine junge Ehe, drei kleine Kinder und im Träge am Gemeindeprogramm teil.

[26:52] Doch seit einiger Zeit kämpft er nun mit sexueller Unreinheit. Konkret er schaut sich immer wieder anreizende Bilder bzw.

[27:04] Pornografie Bilder an. Galater 5, Vers 19 zeigt uns auf, wie wir dieses Verhalten einordnen müssen.

[27:16] Ihr könnt mal aufschlagen, Galater 5, Vers 19. Dort steht, offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstzucht, Zwietracht, Parteiungen, Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen.

[27:55] Das sind die Früchte, die wir im Leben sichtbar sehen. Also Lustgedanken, sexuelle Unreinheit werden in dieser Textstelle als Werke des Fleisches definiert.

[28:11] Es sind Tate, Taten, welche aus einem fleischlichen Herz herauskommen. Die herausfordernde Lebenssituation hat nun Früchte und Taten in Christians Leben hervorgebracht.

[28:28] Jesus zeigt das ganz praktisch auf in Markus 7, Vers 20. Dort lesen wir Markus 7, Vers 20. Er, also Jesus, sprach aber, was aus dem Menschen herauskommt, das verunreinigt den Menschen.

[28:50] Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen die bösen Gedanken hervor. Ehebruch, Unzucht, Mord, Diebstahl, Geiz, Bosheit, Bezug, Zügellosigkeit, Neid, Lästerung, Hochmut, Unvernunft.

[29:06] All dieses Böse kommt von innen heraus und verunreinigt den Menschen. Jesus stellt also eine direkte Verbindung zwischen den Taten und dem Herzen her.

[29:20] Alle Gefühle, Emotionen, Worte, Tate sind sichtbare Früchte, welche die Wurzel aber in unserem Herzen drin haben.

[29:32] Im Herzen drin sind unsere Motive. Und entsprechend müssen wir uns bei Christian auch fragen, ja, was hat ihn dann zu diesen Taten angetrieben?

[29:43] Mittels den folgenden Fragen wirst du besser verstehen, was Christian oder auch dich in einer Situation antreibt.

[29:56] Was wünschst du dir in Zeiten, in denen das Leben nicht mehr lebenswert erscheint? Oder was liebst du oder was hast du?

[30:09] Was erhoffst du dir? Was willst du? Wonach verlangst du am meisten? Was ist dein Lebenstraum?

[30:21] Wovor hast du Angst? Worüber machst du dir Sorgen? Was willst du, das auf keinen Fall passiert? Wo findest du Zuflucht, Trost, Freude und Sicherheit?

[30:39] Wie würdest du den Satz vollenden, wenn ich doch nur könnte, dann pünktle, pünktle, pünktle, pünktle, in welchen Situationen bist du besonders deprimiert?

[30:54] Worin findest du deine Identität? Was macht deinen Wert richtig aus? Und je nach Frage lautet deine Antwort dann vielleicht, ich möchte geliebt, ich möchte akzeptiert, ich möchte geschätzt, ich möchte bedeutend, bedient, oder ich möchte bequem, oder ich möchte verstanden werden, oder ich will alles unter Kontrolle haben, ich will es nach meinem Willen haben, oder ich will Einfluss haben.

[31:31] Und einige dieser Dinge, ganz wichtig, wie zum Beispiel Sicherheit, Frieden, Liebe, Beziehungen oder auch die Sexualität, die sind in sich nicht sündig.

[31:44] Wenn du aber bereit bist, sündig zu reagieren, um dein Verlangen zu stillen, dann wird dir dein Verlangen zu einem Götzen.

[31:59] Ein Götze ist alles und jedes, was dem Platz Gottes in meinem Herzen einnehmen möchte, von dem ich meine Zufriedenheit abhängig mache.

[32:15] Gott hat uns zu seiner Ehre geschaffen. Wir sind von Natur aus so geschaffen, dass wir jemand anbeten und entweder werden wir Gott andere Menschen und selbst oder die Dinge des Lebens anbeten.

[32:32] Die Frage, die Frage, die du dir stellen musst, ist, setze ich mein Vertrauen und meine Hoffnung wirklich allein auf Gott?

[32:44] Oder bete ich die vorher genannten Götzen an, welche dir eine billige und kurzfristige Zufriedenheit versprechen oder auch geben?

[32:54] Ja, zurück zu Christian. Auf die Frage, was sein grösster Wunsch ist, antwortet er, ich habe keine Zeit mehr für mich.

[33:07] Ich möchte glücklich sein. Ich sehne mich nach Liebe, nach schönen Gefühlen, nach einem unbelasteten Leben.

[33:18] In Christians Leben hat alles so schön angefangen. Die Hochzeit und die anfängliche Sexualität, die Familiengründung, die herzigen Kinder, die neue Arbeitsstelle, ja auch in der Gemeinde erhielt er immer mehr Verantwortung.

[33:41] Das Leben blühte so richtig auf und verlief in seinen Bahnen. Doch jetzt, die Kinder werden anspruchsvoll. Anstelle von einem kurzen Nörgeln der Kinder gibt es mittlerweile lange Wortgefechte.

[33:56] Ja, auch die Frau, die ist vom Familienalltag stark gefordert. Schöne gemeinsame Abendstunden? Fehlanzeige.

[34:07] Die Kinder werden älter, sie gehen immer später ins Bett und zudem müssen die Arbeiten in der Gemeinde auch noch erledigt werden. Erschöpft sinken beide abends in den Schlaf.

[34:19] Die anfänglich so romantische Ehe reduziert sich mehr und mehr zu einer reinen Arbeitsgemeinschaft. Christian will jedoch die schönen Gefühle wieder zurückhaben.

[34:33] Er will wieder die Sexualität geniessen können. Sein Herz ist gefüllt von der unheiligen Dreieinigkeit, die ist ich mir meins.

[34:47] Er will ein Leben haben, welches ihm selbst gefällt. Und da er jetzt in dieser Situation das nicht findet, ist er bereit, sich dieses Gefühl auf seine Art und Weise zu holen.

[35:08] Er flüchtet im Alltag in das Internet, holt sich dort die Ablenkung, den Kick und die Erfüllung seiner Träume. Doch sein selbstzentriertes Herz hat nicht nur Auswirkungen auf ihn selbst.

[35:26] Es gibt bereits Früchte und Konsequenzen, welche Auswirkungen auf das Umfeld haben. Aufgrund des Pornokonsums ist seine Frau plötzlich nicht mehr so attraktiv.

[35:39] Seine Frau weiss zwar von nichts, merkt aber, wie er sich immer mehr zurückzieht. Die Zeit mit den Kindern wird auch immer kürzer und beschränkt sich auf das Minimum.

[35:56] Er reagiert oft gereizt, weil die Kinder ihm seine Freizeit wegnehmen. Auch in der Gemeinde zieht er sich immer mehr zurück.

[36:08] Die Schuldgefühle behindern ihn im Dienst in der Gemeinde. Die noch so dringliche Nahrung aus der Schrift wird auch immer weniger.

[36:22] Der Dienst am nächsten kommt ihm schon gar nicht mehr in den Sinn. Jetzt könnte Galater 6 aufschlagen. Galater 6, Vers 7. Vers 7. Galater 6, Vers 7.

[36:41] Dort steht, Irrt euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.

[36:51] Denn wer auf sein Fleisch sät, der wird vom Fleisch verderben ernten. Wer aber auf den Geist sät, der wird vom Geist ewiges Leben ernten.

[37:06] Merkt ihr, du kannst nicht Unkraut säen und Kartoffel erwarten zu ernten. Wenn du nach deinen Gefühlen lebst, dann wird dies unweigerlich auch Auswirkungen auf dein Umfeld haben.

[37:25] Damit eine Änderung geschehen kann, sehen viele den Ausweg, dass sie die Situation ändern möchten.

[37:37] Und das will man dann erreichen, indem man die anderen ändern möchte. Oder von den Problemen einfach davonläuft. Sich scheiden lässt.

[37:48] Oder sich mit Rauschmittel oder sonstigen Medikamenten so vollstopft, dass man die Situation nicht mehr wahrnimmt. Doch wenn das Problem in unserem Herzen drin liegt, dann wird keine der vorher genannten Massnahmen das Problem lösen.

[38:07] Der Ehemann, welcher seiner Familie davonläuft, wird in einer nächsten Beziehung am gleichen Punkt seiner Selbstsucht wieder auflaufen und fallen.

[38:21] Ja, bis jetzt haben wir sehr ernüchternde Worte gehört und ein düsteres Bild gesehen. Ja, das ist das, was die Sünde in unserem Leben bewirken kann und auch tut.

[38:39] Vom Prinzip her leidet nämlich nicht nur Christian unter dieser Situation, sondern jeder Einzelne von uns.

[38:50] Unabhängig vom Alter, von der Glaubensreife oder von der Verantwortlichkeit von den Diensten in der Gemeinde.

[39:02] Wir alle befinden uns in diesem Lebenskampf und sind schon oft in den unterschiedlichsten Bereichen gefallen. Doch genau hier kommt jetzt die grosse Wende ins Spiel.

[39:18] Das Evangelium. Gott lässt uns nicht hängen. Es gibt Hoffnung auf Veränderung. Im Wissen um unsere Situation steht im Römer 5, Vers 8.

[39:34] Könnt ihr Römer 5, Vers 8 aufschlagen? Römer 5, Vers 8. Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.

[40:00] Gottes Absicht war es von Anfang an, dass er uns einen Retter sendet. Gott hat einen Weg bereitet, wie wir wieder mit Gott und dem Umfeld ins Reine kommen dürfen.

[40:18] Und dieser Weg geht nur über das Kreuz. Die Gnade Gottes, die ist es, die uns motiviert, dass wir dieses alten fleischliches Leben ablegen und ein Leben zur Ehre von Gott leben möchten.

[40:39] Und das lesen wir in Titus 2, die Verse 11 bis 14. Titus 2, Vers 11 bis 14.

[40:54] Und dort steht, Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen.

[41:06] Sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit, indem wir die glückliche Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des grossen Gottes, unseres Retters, Jesus Christus, der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun.

[41:52] Durch die Gnade, welche Christian durch Gott erfahren hat, will und kann er sich nun verändern lassen.

[42:12] Bei Christian geht es jetzt nicht nur darum, dass er die falschen Taten Gott und seinen Mitmenschen bekennt, sondern vor allem darum, dass er seine falschen Motive bzw. die Götzen, welche sein Herz regiert haben, bekennt und um Vergebung bittet.

[42:38] Das Übel aller Taten, das liegt im Herzen drin. Wenn wir nur das Verhalten ändern möchten, dann wird dies bereits im Vorhinein ein verlorener Kampf sein.

[42:53] Es ist der gleich verlorene Kampf, wie wenn du mit dem Rasenmäher versuchst, das Unkraut in deinem Garten zu bekämpfen. Aus den schlechten Wurzeln wird immer wieder etwas Schlechtes hervorsprießen.

[43:10] Und anhand von 1. Johannes 1, 9 weiss Christian, wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.

[43:31] Ja, Jesus starb nicht für die Gerechten am Kreuz, sondern für Sünder. Wenn wir zu ihm kommen, ihm unsere Götzen bekennen, dann vergibt er uns diese Sünden auch und er reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.

[43:52] Und das auch, wenn wir zum x-ten Mal mit derselben Sache kommen. Ja, oftmals, wenn wir von Jesu Werk am Kreuz sprechen, dann erwähnen wir üblicherweise zwei von drei Punkten.

[44:13] Erstens, Jesus hat die Strafe der Sünde bezahlt. Aber dann auch, Jesus wird uns von der Gegenwart der Sünde im Himmel befreien.

[44:24] Diese Dinge kommen uns immer wieder in den Sinn. Doch da fehlt noch eine Auswirkung. Nämlich, dass er uns von der Macht der Sünde befreit.

[44:37] Gemäss 2. Korinther 5,15, das ist eine wichtige Stelle, schlag die mal auf, bitte. 2. Korinther 5, Vers 15. Und er ist deshalb für alle gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist.

[45:21] Die Liebe Gottes, welche durch Jesu Opfer am Kreuz für mich wirksam wurde, lässt mich frei werden von der versklavenden Eigenliebe.

[45:35] Er hat mich von der Macht der Sünde erlöst und nun soll ich ihm dienen. Der Zweck deiner Errettung ist, dass du nicht mehr für dich selbst lebst, sondern für den Herrn.

[45:53] Und so kann dann Paulus in Titus 3, Vers 3 von dieser Veränderung dann auch schreiben. Titus 3, Vers 3 Dort steht, Denn auch wir, inklusive Paulus, waren früher unverständlich, ungehorsam, gingen in die Irre, waren mancherlei Begierden und Gelüsten dienstbar und lebten in Bosheit und Neid, waren verhasst und hassten uns untereinander.

[46:35] Jetzt kommt aber der Wendepunkt. Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heiland, machte er uns selig, nicht um der Werke willen, die wir in Gerechtigkeit getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit, durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist, den er über uns reichlich ausgegossen hat, durch Jesus Christus, unseren Heiland, damit wir, durch dessen Gnade, gerecht geworden, Erben seien, nach der Hoffnung auf ewiges Leben.

[47:20] Ja, Paulus konnte sein altes Leben mit all den schändlichen Taten am Kreuz ablegen und lebte nun frei von diesen durch die Erneuerung des Heiligen Geistes.

[47:33] Doch von wo erhalten wir die Kraft, um gegen dieses Fleisch anzukämpfen? Bitte schlagt mal 2. Petrus 1, Vers 3 auf.

[47:50] Auch ein wichtiger Vers in Bezug, aus wessen Kraft wir dies tun können. 2. Petrus 1, Vers 3.

[48:01] Dort steht, da seine göttliche Kraft uns alles geschenkt hat, was zum Leben und zum Wandel in Gottes Furcht dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat, durch seine Herrlichkeit und Tugen.

[48:20] alle erretteten Kinder Gottes haben genau dieselbe Voraussetzung, um ein Leben in seiner Ehre, um ein Leben zu seiner Ehre zu leben.

[48:36] Der springende Punkt hier ist aber, dass Gott die Kraft durch die Erkenntnis seiner selbst gibt. Also nur in dem Masse, wie du eine Beziehung zu Gott hast und ihn kennst, bist du für diesen Kampf, den Paulus auch beschrieben hat, auch zugerüstet.

[49:02] Doch wie gross ist deine Erkenntnis über die Liebe und die Gnade, welche Gott gegenüber dir gezeigt hat? Nimmst du durch die Erkenntnis Gottes auch die Hilfe an, welche er uns gegeben hat?

[49:21] Jesus ist am Kreuz für dich gestorben und auferstanden, damit er deine Weisheit sei, damit er deine Kraft sei, damit er deine Vergebung sei, damit er deine Freiheit sei.

[49:36] Und diese Wahrheit gibt nicht nur uns, sondern auch in unserem Beispiel Christian Hoffnung, Mut und Motivation, welche wir zu einem Gott wohlgefälligen Leben brauchen.

[49:52] Durch das, was am Kreuz geschehen ist, sind wir nun ausgerüstet, um ein Leben zur Ehre von Gott zu leben.

[50:03] Seinen Geist, seine Kraft, seine Gaben, sein Wort, all das ist uns geschenkt, damit wir zugerüstet sind, um ein Leben im Hier und Jetzt in unserer Situation die Ehre Gott zu geben.

[50:22] Dieses Leben im Geist ist etwas Aktives. Im Galater 5,16 steht, ich sauber, wandelt im Geist, so werdet ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen.

[50:37] Nur einfach die alten Verhaltenswuster abzulegen, Vergebung zu empfangen und irgendwie im Leben weiter zu wursteln, das reicht nicht, gemäss dieser Bibelstelle.

[50:50] Paulus ermahnt die Galater, dass sie aktiv das Richtige tun sollen, nämlich im Geist wandeln. Nur dann werden sie nicht die Lüste des Fleisches vollbringen.

[51:09] Vollgeistes sein, heisst im Kontext von Epheser 5,18, wir haben jetzt nicht die Zeit das durchzugehen, aber im Kontext von Epheser 5,18 heisst, im Geist leben, beziehungsweise voll vom Geist zu sein, dass wir nüchtern, im vollen Bewusstsein, mit voller Aufmerksamkeit, in Übereinstimmung mit dem Wort Gottes leben sollen.

[51:37] Indem Christian nun durch den Geist Gottes weiss, was richtig ist, lässt er sein Herz auch durch das Wort Gottes füllen.

[51:51] Durch das, was wir durch das Kreuz erhalten haben und indem auch wir jetzt wandeln, sind unsere Gedanken nicht mehr auf uns selbst gerichtet.

[52:04] Nein, wir möchten dem Herrn, unserem Erlöser gefallen. Er ist der Mittelpunkt des Lebens. Und wir rufen dann wie mit Paulus im Galate 2, Vers 20, ich bin mit Christus gekreuzigt und nun lebe ich, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir.

[52:29] Das hat zur Konsequenz, dass wir auf Gott vertrauen, wie eingangs in Jeremia 17 zusammen gelesen, wir richten unser Herz nach Christus aus und nicht auf uns selbst oder auf andere.

[52:48] Wir möchten keiner Person oder keiner Sache den Platz in unserem Herzen geben, der alleine Gott gehört. Christian hat sein Herz durch Christus reinigen lassen und möchte ab jetzt Gott gefallen.

[53:11] Das Herz ist nun auf Gott ausgerichtet und entsprechend fragt sich Christian auch, ja, was will Gott von mir in meiner Lebenssituation, in der Ehe, in der Familie, in der Gemeinde, an der Arbeit?

[53:29] Er schaut nicht mehr auf seine eigenen Vorlieben, sondern auf das, was Gott will. Und nun will Christian konkret das tun, wozu Gott ihn rettet und auch zugerüstet hat.

[53:48] Christians Wille legt sich in Gottes Wille und die Frucht im Herzen beginnt zu spriessen und kommt zur Oberfläche.

[54:01] Der Geist im Herzen wird die sichtbaren Frucht im Leben eines Christens hervorbringen. Wir lesen zum Beispiel im Galater 5, 22 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung, und so wird Christians Liebe zu Gott praktische Auswirkungen auf das Leben gegenüber seinen Nächsten haben.

[54:39] Die Situation hat sich nicht verändert. Die vielen Disziplinen im Leben bereiten ihm nach wie vor Mühe.

[54:53] Jetzt macht er seine Zufriedenheit Gott abhängig. Er sucht Gottes Ehre. Er sucht seine Anerkennung und will ihm allein dienen.

[55:11] Und dadurch kann er jetzt die Kinder lieben, auch auch wenn sie ihm nicht wohl gesonnen sind. Er darf auch aus Freude der Frau dienen und ihr helfen, auch wenn sie ihm nichts zurückgeben kann.

[55:30] Er dient mit den von Gott erhaltenen Gaben als treuer Verwalter in der Gemeinde und bekommt Freude am Geben statt am Nehmen.

[55:46] Ja, und so steht Christian nun unter dem Segen Gottes. Unabhängig von der Situation lebt er aus der Kraft von Christi und darf den anderen rundherum ein Segen sein.

[56:01] Ja, ich bin mir bewusst, wenn wir jetzt diesen Prozess so durchgegangen sind, ihr könnt euch weder alle Einzelheiten merken, noch habt ihr diesen Prozess immer dabei.

[56:17] Ich möchte jedoch euch ermutigen, dass ihr den Schritt wagt, das wäre schon ein Riesenschritt, wenn ihr den machen würdet, nicht nur euer Verhalten zu ändern, sondern tiefer geht, um die Motive des Herzens wirklich herauszufinden.

[56:38] Wenn ihr das mitnehmt, wenn ihr wirklich mitnehmt, dass all eure Taten, die ihr den Tag durch macht, wirklich aus dem Herzen herauskommen, wenn ihr diesen Prozessschritt macht und euer Herz in Frage stellt, was treibt mich eigentlich an, dass ich tue, was ich tue, dann habt ihr schon ganz eine grosse Arbeit geleistet, weil dann könnt ihr wirklich zu Gott kommen und könnt eure Sünden, eure Götzen in eurem Herzen Gott bekennen und dann kann auch eine nachhaltige Veränderung in eurem Leben wirklich auch zur Wirklichkeit auch werden.

[57:22] Gebt euch also bitte nicht vorschnell zufrieden, indem ihr schnell einfach um Vergebung für die sichtbaren Taten bittet und mit den gleichen Motiven danach wieder in genau dieselben Sünde zu schlittern.

[57:42] Bedenk die Situation, welche Gott in Jeremia 17 beschrieben hat. Auf was vertraust du? Wen wirst du anbeten?

[57:57] Wir verneigen uns noch zum Gebet. Ja Vater im Himmel, ja du zeigst uns ein düsteres Bild von uns selbst auf, von dem Leben ohne dir.

[58:22] Ja wenn wir in die Welt hinausschauen, wenn wir sehen, wie es dein Wort beschreibt, dann ist es wirklich schrecklich, unter den Auswirkungen der Sünde zu leben.

[58:35] Und wir lesen davon jeden Tag in den Zeitungen, in den Nachrichtungen, aber auch wir sehen in unserem eigenen Leben, was die Sünde bewirkt.

[58:48] Aber Vater im Himmel, ich möchte dir Danke sagen, dass du uns nicht in diesem Zustand belassen hast. Nein, du hast deinen Sohn auf diese Erde gesendet.

[59:00] Du hast ihn auf diese Erde gesandt, damit wir von unserer Selbstzentriertheit erlöst werden, dass wir wieder zurück zu dir geführt werden, dass wir nicht mehr uns anbeten, sondern dich anbeten.

[59:17] Ja, du gibst uns Vergebung, du reinigst uns von aller Sünde und wir danken dir dafür, dass wir zu dir kommen können.

[59:28] Ja, dass dein Wort unser Herz offenbart. Ja, du zeigst uns unser Herz auf, was uns antreibt und so können wir diese Sünden, diese Schuld, diese Götzen dir bekennen und du bist noch so bereit, uns diese Dinge zu vergeben, wenn wir zu dir kommen.

[59:52] Und du vergibst uns und du reinigst uns und wir können unter deinem Segen in Übereinstimmung mit deinem Geist, mit deinem Wort, können wir in der Neuheit des Lebens leben und anderen einen Segen sein.

[60:11] Wir können auf andere schauen, wir können anderen dienen und müssen nicht austrocknen. Wir bekommen Freude am Dienst am Nächsten, weil du uns dadurch segnest.

[60:29] Jan Vater im Himmel, ich möchte dich wirklich um Vergebung bitten für all die selbst zentrierten Herzen, die wir haben. Ja, wie viel Mal dreht es sich in unserem Leben einfach nur um uns selbst.

[60:41] Jan, die Früchte sehen wir nur allzu gut in unserem Alltag. Danke vielmals, dass du uns das verdiebst und dass wir durch dein Wort eine ewige Hoffnung haben können.

[60:53] Nicht nur in Ewigkeit bei dir, sondern eine Hoffnung, die Auswirkung hat hier im Leben, in all diesen zwischenmenschlichen Beziehungen, die wir haben.

[61:07] Jan, so bitten wir dich wirklich darum, dass wir anhand von deinem Leben unser anhand von deinem Wort unser Leben betrachten, dass wir anhand von deinem Wort unser Leben beurteilen und dass wir unser Leben verändern lassen.

[61:26] Ja, bitte bewahre uns davor, dass das einfach zu einem Wissen wird, das uns einfach hochmütig auf andere herunterschauen lässt und dass wir anderen einfach helfen, sondern lass es zuerst in unseren eigenen Herzen wirklich Wirklichkeit werden, dass wir verändert werden und dass wir durch diese Veränderung am nächsten auch dienen.

[61:52] Herzlichen Dank dafür. Amen. Amen.