Themen: Grundlage, need to know, Ruf Gottes, Gottes Absicht, Mittel zur Errettung, Jesus Christus, Rettung
[0:00] Ja, guten Morgen zusammen. Ich bin dankbar, heute wieder bei euch zu sein, denn es ist wirklich schön, auch über die Kantonsgrenzen hinaus Gemeinschaft mit Brüdern und Schwestern zu haben, mit Leuten, die dem Herrn dienen, die sein Wort lieben.
[0:18] Und es hat mich besonders gefreut, dass dieses Schild hier immer noch einen Platz hat. Und ihr werdet es nicht glauben, das hat sich sogar im Kanton Thurgau rumgesprochen. Ich war neulich bei Benedikt Peters in Arbon zu Mittagessen und er hat mich auf dieses Schild hier angesprochen.
[0:38] Lass mich noch einmal beten, den Herrn um Gnade bitten für die kommenden Minuten, wo wir uns mit seinem Wort beschäftigen wollen. Ja, Vater, wir haben es im Lied gesungen. Es gibt keinen Ort auf der Erde, wo wir uns vor dir verstecken könnten. Du bist überall, du siehst alles, du bist allgegenwärtig.
[1:00] Und für uns, die wir dich lieben, die wir dir folgen wollen, ist das ein großer Trost und es ist auch eine Verheißung, eine Zusicherung für die Stunde, die vor uns liegt, in dem wir uns mit deinem Wort beschäftigen wollen.
[1:13] Und wir bitten dich wirklich um Gnade, dass du uns Verständnis gibst, damit deine Gedanken verstehen können. Amen. Es gibt im Leben Dinge, die muss man einfach wissen.
[1:29] Und damit meine ich jetzt nicht unbedingt, was die Wurzel aus der Zahl 947 ist. Das wäre irgendeine 30 mit 12 Kommastellen.
[1:42] Das ist nett, wenn du das weißt. Aber beim Lösen deiner alltäglichen Probleme wird dir das wohl kaum weiterhelfen. In einem regionalen Radiosender gab es die Rubrik Nice to know.
[1:56] Dort wurden täglich Fragen beantwortet, die man wissen kann, aber nicht wissen muss.
[2:07] Zum Beispiel ist es interessant, wenn man zu jedem Schweizer Kanton den passenden Hauptort nennen kann, Zürich, Turbenthal. Aber in unserem Alltag, um ein gesundes Leben zu führen, ein erfolgreiches Leben zu führen, helfen uns die Antworten auf diese Fragen nicht entscheidend weiter.
[2:32] Jedoch gibt es auch Fragen, die müssen wir ohne groß zu zögern beantworten können. Es gibt Dinge, die müssen wir wissen. Und um so eine Frage soll es heute Morgen gehen.
[2:43] Bevor wir uns diese Frage aber stellen, möchte ich noch einmal in Erinnerung rufen, dass wir vor knapp drei Monaten hier miteinander begonnen haben, den zweiten Timotheusbrief zu lesen.
[2:57] Und wir haben gesehen, oder ich habe euch gesagt, dass bereits im ersten Kapitel der Paulus sehr viel vom Evangelium über das Evangelium sagt.
[3:08] Wir hatten in den ersten acht Versen quasi der Staffellauf des Evangeliums vor uns. Wir sahen Paulus, wie er von Gott ausgewählt wurde, zum Diener am Evangelium.
[3:20] Wie er in diesem zweiten Brief eigentlich den Stab weitergibt an Timotheus. Und wie er ihn in den Versen vier bis sechs in die Pflicht nimmt. Er erinnert ihn an seinen Ursprung erinnert, ihn ermutigt, in den Rest zu treten, der in Kürze entstehen wird, wenn Paulus nicht mehr lebt.
[3:37] Aber wir haben auch im Vers 7 gesehen, dass du und ich, dass wir auch aufgefordert werden, nach dem Stab zu greifen.
[3:48] Weil dort steht von denen, die den Geist Gottes bekommen haben. Den Geist, der nicht ein Geist der Furchtsamkeit ist, sondern ein Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
[3:59] Und wir wissen, dass nebst Paulus und Timotheus jedes echte Kind Gottes diesen Geist in sich hat. In den Versen, die wir jetzt miteinander lesen werden, sehen wir, wie es eigentlich um den Inhalt dieser Evangeliumsbotschaft geht.
[4:21] Und dann in den abschließenden Versen des ersten Kapitels sagt Paulus, dass es für dieses Evangelium hin und wieder auch zu leiden gilt. Und diese Verse wollen wir, so Gott will, dann Ende Juni miteinander betrachten.
[4:40] Ja, lasst uns nun den Text, den heute Morgen lesen. Das sind die Verse 9 bis 11 aus dem zweiten Timotheusbrief, Kapitel 1. Er hat uns errettet und berufen mit heiligem Ruf, nicht aufgrund unserer Werke, sondern nach seinem eigenen Vorsatz und der Gnade, die uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben wurde.
[5:07] Jetzt aber offenbart worden ist, durch die Erscheinung unseres Heilandes, Jesus Christus, der den Tod zunichtig gemacht, aber Leben und Unverweslichkeit ans Licht gebracht hat, durch das Evangelium, zu dem ich bestellt worden bin, als Herald und Apostel und Lehrer der Nationen.
[5:32] Wie einleitend angekündigt, es geht hier um eine wichtige Frage. Und zwar geht es im Kern um die Frage, weshalb wurdest du eigentlich errettet?
[5:42] Oder, man könnte auch sagen, weshalb bist du ein Kind Gottes? Oder, um es mit Vers 7 auszudrücken, weshalb hast du den Geist Gottes in dir?
[5:56] Und diese wenigen Verse hier, die klären zwei grundlegende Fragen, damit du eben weißt, weshalb du errettet wurdest.
[6:07] Und zum einen geht es um die Frage, in Vers 9, was war eigentlich der Anlass zu deiner Errettung? Und zum anderen in Vers 10, um die Frage, was war das Mittel zu deiner Errettung, dass diese Errettung auch verwirklicht wurde?
[6:23] Und wenn wir die Antwort auf diese beiden Fragen haben, so haben wir eben auch die Antwort auf die Frage, die ich gestellt habe, warum wurdest du errettet?
[6:39] Und das ist nicht einfach nur nett zu wissen, sondern das musst du wissen, diese Frage musst du beantworten können, für dich selbst, aber auch, wenn dich jemand zur Rechenschaft zieht.
[6:52] Und darum geht es gerade im 2. Timotheusbrief immer wieder, damit wir Rechenschaft für das Evangelium über die Hoffnung, die wir haben, ablegen können.
[7:11] Weshalb sollen wir diese Fragen einfach so beantworten können? Ich habe es gesagt, es ist wichtig, dass wir Zeugnis geben können. Denn nur so, wenn wir die Antwort auf diese Frage haben, können wir das Evangelium auch im biblischen Sinn erklären.
[7:29] Aber es gibt auch noch einen anderen, einen weiteren Grund. Ich denke, dass in der Beantwortung dieser Frage auch der Schlüssel zu echter Heilsgewissheit liegt.
[7:41] Dass ich eben weiß, ich bin ein Kind Gottes und ich muss nicht andauernd daran zweifeln, wissen, ob ich nun gerettet bin oder nicht, weil ich gerade wieder in Sünde gefallen bin.
[7:54] Befassen wir uns mit der ersten Frage, Vers 9, was war der Anlass, damit du errettet wurdest? Ein Naturgesetz besagt, dass alles in unserer Welt dem Prinzip von Ursache und Wirkung unterliegt.
[8:13] Es heißt, für jede Wirkung muss es eine Ursache geben und wenn eine Ursache zu erkennen ist, dann gibt es unweigerlich Wirkungen.
[8:25] Nun, ich habe dieses Prinzip nicht bis ins Detail erforscht, ich wusste auch nicht, wann und wie ich das tun sollte, aber als ich Vers 9 studiert habe, ist mir dieses Prinzip förmlich ins Auge gesprungen.
[8:40] Vers 9 zeigt der Anlass oder eben die Ursache zu deiner Errettung und Vers 10 zeigt uns das Mittel, wie der Weg aussah oder eben wie die Wirkung zu deiner Errettung war.
[8:55] Und wenn wir nun zuerst die Frage nach dem Anlass in Vers 9 klären wollen, so sehen wir hier eigentlich im Wesentlichen zwei Aussagen in diesem Vers.
[9:06] Zum einen sagt uns der Paulus, was der Grund nicht war, was nicht der Anlass war und zum anderen, was der Anlass eben war. Er schreibt zunächst, er hat uns ja rettet und berufen mit einem heiligen Ruf.
[9:22] Und Paulus, der knüpft hier eigentlich nahtlos an den Gedanken in Vers 8 an, wo er uns auffordert, für das Evangelium Schmach zu leiden, für das Evangelium gerade zu stehen.
[9:38] Denn Gott hat uns ja rettet und berufen und daraus folgt ein deshalb. Eigentlich lautet die Kernaussage in diesen zwei Versen 9 und 10, Gott hat uns ja errettet und berufen durch das Evangelium.
[9:58] Er beginnt mit der Aussage in Vers 9 und endet eigentlich in Vers 10. Und dazwischen finden wir eine Vielzahl von Aussagen, die uns den Inhalt, den Kern dieser gewaltigen Evangeliumsbotschaft näher bringen und die uns eben helfen, die eingangs gestellte Frage, warum bist du ein Kind Gottes, warum wurdest du gerettet, zu beantworten.
[10:22] Und wir möchten nun diese einzelnen Aussagen, die der Vers 9 macht, gründlich anschauen. Ja, zunächst einmal sehen wir, dass er, wie gesagt, er nimmt Bezug auf Vers 8 und es ist schnell klar, mit er ist hier Gott, der Vater, gemeint.
[10:42] Er nimmt Bezug auf das, was er sagt, nach der Kraft Gottes in Vers 8 und zum anderen sehen wir aber auch, dass in Vers 10 die Person Jesus Christus eigentlich namentlich identifiziert wird.
[10:54] Also wir sehen, es geht hier um Gott, der Vater, er hat uns errettet, uns berufen mit heiligem Ruf. Und Paulus betont hier, er hat nicht einfach unverbindlich gerufen, sondern er hat gerettet und gerufen mit einem heiligen Ruf.
[11:16] Und ich denke, dass wir diesen Gedanken auch verstehen, müssen wir uns einfach wieder in Erinnerung rufen, was wir alle schon längst wissen, was denn heilig eigentlich meint. Im Grunde geht es darum, dass etwas abgesondert, völlig getrennt vom Bösen, von der Sünde ist und für Gott beiseite gestellt ist, um Gott zu dienen.
[11:39] Ja, wir denken da immer wieder an die Geräte in der Stiftshütte. Diese Geräte wurden abgetrennt, abgesondert von den übrigen Gefäßen.
[11:50] Aber die waren jetzt nicht einfach da und abgetrennt, sondern sie wurden aktiv zum Guten, zum Gottesdienst eingesetzt. Und so sehen wir, heilig hat eigentlich eine aktive und eine passive Seite. Passiv in Bezug auf die Sünde, auf das Böse, für die sollen wir tot sein, aber aktiv für das Gute, aktiv, um Gott zu dienen.
[12:13] Und das meint Paulus hier, wenn er von diesem heiligen Ruf spricht. Es war ein Ruf zur Absonderung. Es war nicht einfach ein Ruf, der unverbindlich war, sondern es war ein Ruf, der eine Reaktion, eine Folge hatte.
[12:31] wir müssen hier einfach vor uns haben, es war Gottes Ruf, der abgesondert hat.
[12:44] Es war nicht so, dass der Sünder nach Gott rief und ihn bat, dass er ihn endlich erretten möchte, sondern es ist so, wie Paulus hier sagt, Gott ruft den Menschen, der sich wie Adam hinter einem Busch versteckt.
[12:58] die Bibel sagt es an mehreren Stellen, da ist nicht ein Mensch, der nach Gott sucht, der nach Gott ruft und Gott antwortet dann irgendwann in seiner großen Gnade und Liebe.
[13:10] Nein, es ist Gott, der den Schritt auf den Sünder zumacht, der den Sünder ruft. Und es wollen, wie wir immer wieder sehen, auch im Johannesevangelium nur diejenigen errettet werden, welche eben von Gott mit diesem heiligen Ruf gerufen wurden.
[13:28] Also die erste Aussage, die wir vor uns haben, Gott, er hat uns errettet, er hat uns berufen und in der Folge nennt uns Paulus jetzt eben den Grund.
[13:44] Und zunächst sehen wir, wo der Grund nicht zu finden ist und das ist in dir. Aber lass mich hier einfach noch einmal klar betonen, es gibt wirklich einen Grund für unsere Rettung.
[13:59] Und es ist grundsätzlich so, dass alles im Universum in etwas begründet ist. Es gibt keinen Zufall oder wie es Arsys Braul einmal ausgedrückt hat, es gibt keine wild umherschweifenden Moleküle im Universum.
[14:15] Entweder glaubst du an Gott, an den souveränen Gott und Schöpfer aller Dinge oder du glaubst an den Gott namens Zufall. Aber wir sehen, dass der Zufall nicht neben einem lebendigen heiligen Gott koexistieren kann.
[14:35] Und ich denke, das ist ein riesengroßer Trost für uns, dass wir wissen, wir sind nicht ein Opfer des Zufalls, sondern wir sind in deiner Hand eines Gottes, der, wie wir dann gleich noch sehen werden, nach Vorsatz handelt.
[14:50] Nicht einfach willkürlich. Es ist nichts Neues, dass der Paulus sonst hier eigentlich sagt, dass du eben nicht der Grund bist für deine Rettung, dass du nicht wegen guter Führung aus dem Gefängnis der Sünde und des Gerichts entlassen wurdest.
[15:17] Aber es ist interessant, dass der Paulus diese Wahrheit gefühlt in jedem seiner Briefe ans Licht bringt. So ist zum Beispiel in seinem ersten Brief, im Galaterbrief, eines der Hauptthemen, wie ich meine.
[15:32] Wir finden es in seinem letzten Brief, hier im zweiten Timotheusbrief. Wir finden es dazwischen ausführlich im Römerbrief, unter anderem in Kapitel 4. Wir finden es in Ephes 2 und an vielen anderen Stellen.
[15:44] Weshalb erwähnt der Paulus diese Tatsache bei so mancher Gelegenheit, dass es nicht deine Werke waren oder dass der Anlass zu deiner Rettung eben nicht in dir ist.
[16:00] Ich denke, der Paulus macht das, weil diese Wahrheit dein Herz erobern muss. Du hast von Natur aus nichts zu bieten und es gibt im Sünder keinen Kern, der für Gott eine lohnende Investition gewesen wäre.
[16:19] Die Rettung hat einen Grund, ja, aber sie ist in seinem Willen begründet. Und dies musst du immer wieder hören, auch wenn du es schon so oft gehört hast, weil es eben keinen Spielraum für Stolz übrig lässt.
[16:37] Oder wie es Steve Lawson, ich glaube, es war an einer Hirtenkonferenz einmal ausdrückte, der einzige Beitrag, den wir zu unserer Rettung geleistet haben, das waren unsere Sünden, die Christus am Kreuz getragen hat.
[16:55] Und nein, du bist auch nicht besser als dein ungläubiger Nachbar, auch wenn irgendeine Stimme in uns das immer mal wieder aufkochen lässt.
[17:07] Du bist aber begnadigt und dies verpflichtet dich Gott gegenüber. Ja, wenn der Paulus uns hier gleich zu Beginn weg klar sagt, die Errettung, die ist nicht in dir zu finden und der Grund für deine Errettung, der liegt nicht in dir, so führt er dann weiter aus im Vers 9 und betont, was der Anlass war und er sagt ganz klar, sondern aufgrund seines eigenen Vorsatzes und der Gnade.
[17:40] Kommen wir mit mir in das dritte Kapitel von Titus, da schreibt er Paulus ganz ähnlich, Titus Kapitel 3 Vers 5 Ich lese Vers 4 Als aber die Güte und Menschenliebe unseres Heilandes Gottes erschien, errettete er uns nicht aus Werken, die in Gerechtigkeit vollbracht wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der Wiedergeburt und die Erneuerung des Heiligen Geistes.
[18:21] Wenn wir die verschiedenen Stellen, die von dieser selben Tatsache sprechen, miteinander vergleichen, so wählt uns auf, es gibt verschiedene Gründe, die zu deiner Errettung führten.
[18:34] Oder genauer gesagt, es ist ein Grund mit verschiedenen Elementen und der Grund ist Gott. Oder anders gesagt, in Gottes Wesen ist deine Errettung begründet.
[18:49] In Gottes Wesen ist der Ursprung deiner Errettung und nur in Gottes Wesen. Und die verschiedenen Elemente, die dazugehören, sind je nach Bibeltext, wie in Titus gelesen, Barmherzigkeit, wir denken an Johannes 3, 16, Liebe, wir denken an die Stellen von der Gnade geschrieben steht, oder auch, wie wir hier im Text im Vers 9 gesehen haben, der Vorsatz von Gott.
[19:18] Und dies zusammengenommen ergibt, du bist errettt, weil Gott dich erretten wollte. Und ich denke, es ist wichtig zu verstehen, dass Gottes Vorsatz eine ganz entscheidende Rolle spielt in deiner Errettung.
[19:37] Das Wort Vorsatz beinhaltet eigentlich drei Elemente. Zum einen ist es eine Absicht, zum anderen ist es ein Entschluss und zum dritten ist es eigentlich eine Planung.
[19:51] Dass die Fitness Center im Januar immer voll sind, wenn nicht gerade ein Virus in der Luft liegt, hat viel mit diesem Vorsatz zu tun. Sind wir ehrlich, wer kennt es nicht, die Vorsätze aufs neue Jahr?
[20:06] Und sie enthalten diese drei Elemente. Da ist eine Absicht, ich will irgendwas tun. Nehmen wir den Klassiker, ein paar Kilo weniger. Schritt zwei, ich fasse den Entschluss, diesmal wirklich durchzuziehen.
[20:21] Es soll nicht bei der Absicht bleiben, der Entschluss. Und damit ich diesen Entschluss auch umsetzen kann, gehört ein gewisses Maß an Planung dazu. Eben zum Beispiel einmal die Woche 30 Minuten Sport oder keine Süßgetränke mehr oder was weiß ich.
[20:39] Gott hat sich vorgenommen, dich zu retten. Das war Gottes Vorsatz. Er hatte die Absicht, dich zu retten. Er entfasste den Entschluss, dich zu retten und er plante diese Errettung.
[20:55] Und sehr viele neuzestamentlichen Stellen sprechen genau von diesem Gedanken. Gott hat deine Errettung vor Grundlegung der Welt bestimmt.
[21:08] Gehen wir noch einmal zurück in den Titusbrief, ins erste Kapitel. Dort schreibt Paulus gleich zu Beginn, Paulus Knecht Gottes, Apostel Jesu Christi, nach dem Glauben der Auserwählten Gottes und nach der Erkenntnis der Wahrheit, die nach der Gottseligkeit ist, in der Hoffnung des ewigen Lebens, dass Gott, der nicht lügen kann, verheißen hat, vor ewigen Zeiten.
[21:37] Und lesen wir auch die bekannte Stelle im ersten Petrusbrief, im ersten Kapitel. Dort schreibt er Petrus in Vers 18, indem ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold erlöst worden seid, von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Flecken und ohne Fehl, der zwar zuvor erkannt ist, vor Grundlegung der Welt.
[22:10] Aber offenbar worden ist, am Ende der Zeiten um eure Zwillen. Es gäbe weitere Stellen, die wir uns diesbezüglich ansehen könnten, aber ich glaube, wir sehen hier genau diesen Gedanken drin.
[22:31] Deine Rettung, die ist dem Vorsatz Gottes entsprungen. Und ich denke, es ist wichtig, dass wir hier diese beiden Worte, die Paulus hier in Vers 9 braucht, zum einen sagt er nach seinem eigenen Vorsatz und spricht er auch von der Gnade, dass wir diese beiden Dinge nicht trennen, sondern dass wir sie nebeneinander stehen lassen und uns klar ist, dass wir zu unserer Rettung nicht einfach einen Gott benötigen, der gnädig und liebend ist, sondern auch der souverän ist, der Mittel hat, diese Rettung auszuführen und der nach Vorsatz handelt.
[23:07] Und Gott sei Dank haben wir einen gnädigen, souveränen Gott, der, was er sich vorsetzt, auch umsetzen kann. Und am Ende von Vers 9 steht dann noch dieser interessante Ausdruck, der gerade in den beiden gelesenen Stellen zum Ausdruck gekommen ist, vor ewigen Zeiten.
[23:33] Die Gnade wurde uns in Jesus Christus vor ewigen Zeiten gegeben. Die Texte vorhin haben dies unterstrichen. Und dieser Ausdruck vor ewigen Zeiten ist ein weiterer Beweis dafür, dass der Grund eben nicht in dir zu fingen ist.
[23:52] Denn vor ewigen Zeiten hast du gar nichts getan, was zu deiner Rettung beigetragen hätte. Ja, ich denke, die erste Frage, die wir uns hier gestellt haben, ist anhand von Vers 9 deutlich beantwortet.
[24:09] Der Anlass für deine Errettung der Grund, es ist in Gott, dem Vater, begründet. Und so wollen wir uns nun Vers 10 anschauen und die Frage beantworten, ja, was war dann das Mittel zu deiner Errettung.
[24:30] Also die Ursache haben wir geklärt, suchen wir nun nach der Wirkung, dem Mittel, dem Weg, der zu deiner Errettung letztendlich geführt hat. Ja, und um die Antwort gleich vorweg zu nehmen, sie dürften euch nicht überraschen, es ist Jesus.
[24:49] Und wir sehen hier, was ich gerade erläutert habe, zum einen wurde Jesus vor ewigen Zeiten verheißen, aber dann heißt es weiter, eigentlich in Raum und Zeit wurde er offenbar und er kam und starb für uns Sünder vor gut 2000 Jahren am Kreuz von Golgatha überliefert von den Juden gekreuzigt von den Römern.
[25:21] Gehen wir noch einmal zurück ins erste Kapitel von Titus. Wir haben Vers 2 gelesen und jetzt nehmen wir Vers 3 dazu, wo dieser zweite Aspekt nun hinzukommt.
[25:33] Ich habe gelesen, verheißen wurde das ewige Leben vor ewigen Zeiten und dann Vers 3 zu seiner Zeit aber hat er sein Wort offenbart durch die Predigt, die mir anvertraut worden ist nach dem Befehl unseres Heilandes Gottes.
[25:49] 2 Vers selbst spricht davon, die Gnade Gottes, sie ist erschienen in dieser Zeit, in dieser Welt, uns Menschen. Und auch Galater 4 drückt diesen zeitlichen Gedanken sehr schön aus und das heißt, dort von der bestimmten Zeit, als aber die Zeit erfüllt war, auch hier wieder, Gott handelt nach Vorsatz, das sandte Gott seinen Sohn, in diese Welt, in diese Zeit, aber es war nicht einfach eine Idee über Nacht, sondern es war der Vorsatz, der Vorgrundlegung der Welt von Gott geschlossen wurde.
[26:29] Und in diesen Versen und auch hier in Vers 10 sehen wir einfach, dass Gottes Errettung in einer anderen Dimension, in der Dimension von Gott eigentlich stattfindet.
[26:43] Wir sehen, es hat einen ewigen Aspekt, in der ewigen Vergangenheit, da waren wir nicht, da war nichts. Wir sehen, wie das Ganze in dieser Zeit, in der du und ich lebt, verwirklicht wurde, Gestalt gewinnt, und wir sehen, dass es in alle Ewigkeit hineinreicht, dass ein Aspekt, ein Teil unserer Rettung noch aussteht, den wir uns erst in Zukunft erfreuen, wenn wir getrennt sind von unserem sündigen Leib.
[27:15] Und lasst uns diese Einheit von Gottes Erlösungswerk durch diese verschiedenen Zeitformen, obwohl die Ewigkeit keine Zeit ist, noch anhand von Römer 8, 28-30 unterstreichen.
[27:30] Der Paulus schreibt uns in Römer 8, Vers 28, und das ist einer der Verse, die wir alle auswendig können, aber haben wir mal uns geachtet, was da eigentlich nachher noch kommt, das ist von großer Bedeutung, wenn es gehört zusammen.
[27:50] Also Paulus schreibt ja, wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach Vorsatz berufen sind.
[28:01] Denn welche er zuvor erkannt hat, die hat er auch zuvor bestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.
[28:13] Welche er aber zuvor bestimmt hat, diese hat er auch berufen und welche er berufen hat, diese hat er auch gerechtfertigt. Welche er aber gerechtfertigt hat, diese hat er auch verherrlicht.
[28:27] Vers 28 lesen wir wieder von dem Vorsatz, wie wir es in Vers 9 im 2. Timotheus 1 gesehen haben. Gott handelte nach Vorsatz.
[28:40] Und dann sehen wir, weiter schreibt er hier in Vers 29, welche er zuvor erkannt hat. Und da gehen wir noch einmal zurück in den ersten Petrusbrief und ins erste Kapitel.
[28:57] Paulus schreibt, 1. Petrus 1 Vers 2, ich lese ab Vers 1, Petrus, Apostel, Jesu Christi, den Fremdlingen von der Zerstreuung von Pontus und so weiter, die auserwählt sind, nach Vorkenntnis Gottes, des Vaters, durch Heiligung des Geistes.
[29:19] Zum Gehorsam und zur Blutbesprengung Jesu Christi, Gnade und Friede sei euch vermehrt. Und Vers 19 und 20 haben wir vor uns gehabt, wo auch von dieser zuvor erkannt werden, von Gott schreibt.
[29:31] Und wir sehen dort, es war das Opferlamm, Jesus Christus. Und wir sehen, es geht hier nicht einfach um etwas Wissen, um etwas Erkennen, sondern es geht hier um das Wort, wie wir es im Alten Testament immer wieder finden.
[29:45] Wenn ein Mann und eine Frau zusammenkamen, Adam, Abraham, erkannte seine Frau und sie wurde schwanger und so weiter.
[29:57] Es geht hier um eine intime Beziehung. Es geht hier um einen entscheidenden Schritt, bewusst auf jemanden, den man liebt, zugehen und sich dem in einer besonderen Art und Weise annehmen.
[30:13] Und das genau ist passiert, das gehört zu diesem Teil unserer Rettung, zu diesem Teil der vorewigen Zeiten geschehen war. Weiter dann in Römer 8, 29, welche er zuvor erkannt hat, die hat er auch zuvor bestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Menschen, welche er aber zuvor bestimmt hat.
[30:41] Diese hat er auch berufen. Und jetzt kommen wir in die Zeit, jetzt kommen wir hierhin, wo du und ich, wo wir leben und wo wir diesen heiligen Ruf von Gott gehört haben, der uns ausgesondert hat, für ihn.
[30:55] Das passierte hier in dieser Zeit, und wir haben es gesehen in Titus 1, Vers 3, zu seiner Zeit hat er das Evangelium gegeben und den Paulus eingesetzt, dieses Evangelium zu verkündigen.
[31:08] Gott ruft durch das Evangelium und das ist dieser Ruf, wie Paulus sagt, ein heiliger Ruf, auf den wir antworten sollen.
[31:19] Welche er aber zuvor bestimmt hat, diese hat er auch berufen und welche er berufen hat, diese hat er auch gerechtfertigt.
[31:32] Das geschah hier in dieser Zeit, durch das Kommen, durch diese Gnade Gottes, die erschienen ist, Titus 2, 11, kam der gerechte Gottmensch, der für uns Sünder starb und seine Gerechtigkeit wird dir und mir angerechnet.
[31:47] Das ist der Teil der Rettung, der hier in Raum und Zeit stattfindet und dann geht es noch weiter, welche er aber gerechtfertigt hat, diese hat er auch verherrlicht und hier kommen wir in diese zukünftige Dimension.
[32:08] Gewisse Teile von dieser Verherrlichung, deren erfreuen wir uns schon jetzt, aber wir wissen, das hat in Zukunft noch eine ganz neue Bedeutung, wenn wir wirklich verherrlicht, mit dem verherrlichten Leib fern, getrennt von der Sünde vor ihm stehen werden.
[32:29] Fortgenommen, fortgesetzt in der ewigen Vergangenheit, in Tat umgesetzt, durch das Kommen von Jesus, durch das Wirken des Heiligen Geistes, durch das Evangelium und dann hinein bis in alle Ewigkeit.
[32:45] So unfassbar groß und wunderbar ist die Rettung, die Gott bereitet hat. Ja, und genau aus diesem Grund nehmen wir uns heute Morgen einfach nur die Zeit und befassen uns mit dieser einen Frage, weshalb wurdest du errettet und lesen nur diese beiden Verse hier im zweiten Timotheus 1.
[33:08] Und wenn wir das ganze Kapitel im Kontext anschauen, so sehen wir eigentlich, wir haben hier diese Verse 9 und 10 eigentlich einen Einschub, denn in Vers 12 nimmt Paulus den Gedanken aus Vers 8 eigentlich wieder auf, erfordert Timotheus, erfordert dich und mich auf, für das Evangelium gerade zu stehen.
[33:26] In Vers 12 sagt er, ja, dasselbe mache ich auch, deshalb erleide ich dies alles und so weiter. Und dazwischen gibt er uns den Grund, weshalb wir dies tun sollen.
[33:38] Und er geht darauf ein, was das Evangelium ist, was das für eine Botschaft ist. Er sagt noch einmal, es gibt keinen Grund, in dir zu finden, dass du errettet wurdest, alles ist Gnade, alles ist ein Geschenk von Gott und das verpflichtet dich, das verpflichtet dich, für das Evangelium hinzustellen.
[34:01] Der Paulus, er wusste, es lohnt sich, für dieses Evangelium Leiden zu ertragen, und er gibt es dem Timotheus hier neu mit auf den Weg, er sagt nicht einfach, Leiden für das Evangelium und er kennt gar keinen Grund, weshalb, sondern er sagt ihm wirklich, schau, Gott hat dich errettet, weil er das wollte, nicht, weil du so ein netter Kerl warst, und er sagt auch, wie er das gemacht hat, er hat Jesus Christus, er hat Gott auf die Erde gesandt, Gott wurde Mensch, er hat hier unter Menschen gelebt, 33 Jahre, und so einen Widerspruch von Sündern erlitten.
[34:42] Noch eine Kleinigkeit, die mir beim Lesen aufgefallen ist, es heißt ja im Vers 10, zum einen von Christus Jesus, und dann am Ende des Verses sehen wir einen Wechsel, und da wird geschrieben, von Jesus Christus, und ich glaube nicht, dass dieser Wechsel in der Laune des Paulus begründet ist, dass das rein zufällig zustande gekommen ist, dass das einfach austauschbar verwendet wird.
[35:08] Ich denke, wir sehen hier noch einmal den Aspekt der Rettung vor der Menschwertung, also in der Ewigkeit, und dann der Aspekt, als Jesus Mensch wurde.
[35:19] Er wird zuerst Christus Jesus genannt, der Messias, der Außerwälte, das Außerwälte Land Gottes, wie wir es gelesen haben im ersten Petrusbrief, und dann wurde er Mensch, er trug den Menschennamen, er trug den Namen Jesus.
[35:34] Gott ist Rettung, er war nach wie vor der Messias, er war der Christus, aber hier stand seine Menschwertung im Zentrum. Gott wurde Mensch, und der gerechte Mensch Gottes starb am Kreuz für die Ungerechten.
[35:52] Und somit hat er, wie Paulus weiter schreibt, dem Tod die Macht genommen, ist diese Tatsache nicht einen riesengroßen Trost für eine von einem Virus erstarrte Welt?
[36:10] Er hat dem Tod die Macht genommen. Ja, was bedeuten diese Worte für dich? Jesus Christus, er hat dem Tod die Macht genommen.
[36:22] Wenn du ein Kind Gottes bist, dann hat der Tod keine Macht mehr. Ja, freilich, es gibt ihn noch, Menschen sterben, wir bekommen das alle mit, auch in der eigenen Familie.
[36:37] Aber über die Kinder Gottes hat er keine Macht mehr. Paulus führt das sehr schön aus im 1. Korinther 15, ganz am Schluss, wo er eigentlich sagt, der Tod hat eigentlich gar keine scharfen Zähne mehr.
[36:52] Der Tod wurde durch Jesus entmachtet und gleichzeitig trat aus der Asche etwas hervor, das seit dem Sündenfall verschwunden war.
[37:06] Leben und Unvergänglichkeit. Und wir können wirklich sagen, durch diese Errettung, durch das Menschwerden von Jesus, durch sein Erlösungswerk, kehrt der Mensch zu seiner ursprünglichen Bestimmung zurück.
[37:28] Vor dem Sündenfall, zum Leben. Gott hat den Menschen geschaffen, um zu leben. Der Mensch hat die Sünde und damit den Tod gewählt. Und jetzt sehen wir, durch Jesus hat der Tod die Macht verloren und Leben und Unvergänglichkeit treten ans Licht für diejenigen, welche von Gott mit heiligem Ruf berufen wurden.
[37:54] Ja, ist es nicht eine großartige Botschaft, die wir hier in diesen wenigen Verschen vor uns haben dürfen? Und es ist die Botschaft des Evangeliums.
[38:06] Leben und Unvergänglichkeit wurden durch das Evangelium ans Licht gebracht, sagte Paulus.
[38:19] Ja, was meint er damit? Paulus schreibt an vielen Stellen, dass genau dieses Evangelium das ist, was die Menschen hören müssen, weil sie durch das Evangelium errettet werden. Es kommt in den ersten Versen im Römerbrief zum Ausdruck, es kommt im Römer Kapitel 10 zum Ausdruck, wir haben es im Titus gelesen in diesen ersten Versen, immer wieder betont Paulus, dass das Evangelium diese Errettung aufs Tapet bringt.
[38:51] Ja, was nötet etwas Kostbares, wenn es nicht bekannt ist, wenn es verschwiegen wird. Ich arbeite seit rund einem halben Jahr für einen sensationellen Elektrowegzeughersteller, aber es ist schade, dass den hierzulande fast niemand kennt.
[39:11] Was nützt es, wenn du die besten Produkte hast, aber ja, da ist niemand da, der es kennt und der es kaufen möchte. Nun, die Firma, die stellt Menschen an, die die Marke bekannt machen, die rausgehen damit, die Werbung machen, die das Zeugs aufs Tapet bringen.
[39:26] Dann wir haben beschuldigt, denn Vergleich mir ist nichts Intelligenteres eingefallen, aber ich glaube, ihr habt verstanden, genau das macht das Evangelium. Es bringt diese kostbare Wahrheit, diese wunderbarste Wahrheit ans Licht.
[39:42] Es macht die Errettung sichtbar. Es zeigt schonungslos auf, dass der Mensch hoffnungslos verloren in Sünde ist und unter dem Gericht Gottes steht, aber es zeigt uns auch den Ausweg aus diesem Gericht auf.
[39:59] Und auch wiederum deshalb müssen wir für dieses Evangelium gerade stehen. Wir sollen wie Paulus mutig eintreten, wir sollen es weiter sagen, wir sollen es verkünden.
[40:15] Es muss weiter getragen werden. Ich denke manchmal viele Christen hätten eigentlich auch Karriere machen können als Geheimagenten.
[40:27] Denn wir sind besonders gut darin nicht entlarvt zu werden. Wir haben irgendwie eine Mission, aber wir haben irgendetwas falsch verstanden. Wir denken, es geht darum, nur nicht erkannt werden, bis wir dann im Himmel sind.
[40:44] Aber eigentlich ist das das Gegenteil der Fall. Wir sind nicht die Geheimagenten, sondern wir sind der Angreifstrupp. Wir bemerkbar machen, wir müssen ans Licht treten.
[40:57] Und das ist, wozu uns Paulus hier aufworten möchte. das Evangelium, es leuchtet wie ein Scheinwerfer, damit die Rettung sichtbar wird.
[41:13] Und hier schließt sich eben dieser Kreis. Paulus sagt in Vers 12, deshalb aus diesem Grund erleide ich dies aus.
[41:25] Aus diesem Grund schäme ich mich nicht. Wir sagen noch in Römer 1 Vers 16 betont, wie sollte ich auch, ist es doch Gottes Kraft zur Errettung jedem, der glaubt.
[41:41] Der Puritaner Matthew Henry, er sagt diesbezüglich in seinem Kommentar zum 2. Timotheus 1, das Evangelium bezweckt unsere Errettung und wir dürfen nicht davor zurückschrecken, für etwas zu leiden, von dem wir erhoffen, errettet zu werden.
[42:06] Auf Vers 11 möchte ich hier nicht mehr eingehen, ich denke, wir werden hier in einem Monat dann anknüpfen. Weshalb wurdest du errettet?
[42:19] Ich hoffe sehr, du kannst diese Frage spätestens seit jetzt anders beantworten, als nur mit ja, weil ich mich bekehrt habe, ich habe immer von Jesus gehört und ich war immer in der Gemeinde und ah ja, dann habe ich mich noch bekehrt, deshalb bin ich errettet.
[42:38] Paulus hat uns in diesen zwei Versen ein bisschen mehr Licht geschenkt, wie es zu dieser Errettung kam. Ja, ich habe eingangs gesagt, es sind für euch nicht neue Wahrheiten, es sind Grundlagen.
[42:57] Aber dennoch greift sie Paulus bei jeder zweiten Gelegenheit auf. Er verschickt sie in die halbe Welt, er schickt sie nach Rom, er schickt sie nach Griechenland, er verschickt sie nach Kleinasien, in die heutige Türkei, er schreibt diese Tatsache gestandenen Mitarbeit wie einem Timotheus, wie einem Titus.
[43:18] Und aus diesem Grund sollen und müssen wir diese einfachen Wahrheiten, die wir kennen, immer wieder beständig lehren. Und wenn wir das Wort Gottes predigen, geht es nicht einfach nur darum, Wissen zu vermitteln.
[43:32] Dieses Wissen soll unsere Erkenntnis mehren und es soll dazu führen, dass es in unserem Leben Frucht bringt, dass es Auswirkungen hat auf unseren Lebenswandel.
[43:48] Es erfüllt uns mit Dankbarkeit, es macht uns klein, es macht Gott groß und wir sind eher dafür bereit, für das Evangelium Schmach zu leiden.
[44:00] Und schlussendlich, wie ich einleitend gesagt habe, es ist der Schlüssel zu unserer Heilsgewissheit, weil wir eben verstehen, da ist nichts in mir begründet.
[44:12] Und wenn wir verstehen, dass Gott nach Vorsatz gehandelt hat, durch die Zeiten hindurch, verstehe ich auch, nur weil ich heute schwach war und gesündigt habe, heißt das nicht, dass Gott mich jetzt verstoßen hat, sondern die Gnade wurde uns in Christus Jesus gegeben und diese Gnade, sein Blut reinigt uns von unseren Sünden.
[44:36] so einfachen Wahrheiten in unserem Herzen keinen Platz finden.
[45:12] Diese Wahrheiten, wie wir sie vor uns hatten, die Errettung, sie ist in Gott begründet. Gott handelte nach einem ewigen Vorsatz. Es war nicht dein Hinzutun.
[45:23] Durch dein Hinzutun hast du deine Errettung nicht erarbeitet, also kannst du auch durch deine Sünde heute deine Errettung nicht einfach wieder ungeschehen machen. Gott hat dich gerufen mit einem heiligen Ruf, ein Ruf, der abgesondert hat.
[45:40] Du bist beiseite gestellt, um Gott zu dienen. Jesus wurde, wie wir in den Stellen auch gesehen haben, vor Grundlegung der Welt als Sündenlamm zuvor bestimmt.
[45:54] Er starb in Raum und Zeit für deine Sünden und deshalb, wenn du ein Kind Gottes geworden bist, hat der Tod keine Besitzurkunde mehr, auf der dein Name steht.
[46:07] Mögen diese simplen, aber so gigantischen Aussagen dein Leben einfach tränken, überfluten. Mögen sie täglich unsere Gedanken prägen, erfüllen und gefangen nehmen.
[46:25] Es war mir ein Anliegen, dir anhand dieser Verse hier aufzuzeigen, weshalb du errettet wurdest. Und wenn ich zum Abschluss einen Gedanken aus diesen, die ich dir weitergegeben habe, noch einmal doppelt unterstreichen, einkreisen und rot markieren darf, dann dieser es ist reine Gnade, dass du errettet wurdest.
[46:51] Es ist ein Geschenk, das du nicht erarbeitet hast, noch irgendwie abarbeiten könntest. Rechtfertigung ist die einzige Grundlage für gute Werke.
[47:05] Gute Werke führen aber niemals zur Rechtfertigung. Du bist nicht dazu berufen, dir die Annahme vor Gott zu erarbeiten, du bist aber dazu berufen, demjenigen zu vertrauen, der dieses Werk dir zugute vollbracht hat.
[47:24] Paul David Tripp, er hat es einmal so ausgedrückt, Gottes Gnade befreit dich davon, das vorzutäuschen, was du nicht tun kannst, um dich dessen zu rühmen, was du nicht verdient hast.
[47:45] Es waren einige Gedanken zu 2. Timotheus 1, 9-10, die Aufforderung in Vers 8, Leide für das Evangelium, sie bleibt bestehen und ich hoffe, dass diese Verse hier uns einfach neu ausrichten für das Evangelium gerade zu stehen.
[48:08] Wir werden diesen Gedanken dann weiter vertiefen das nächste Mal, wenn wir die weiteren Verse in Kapitel 1 lesen. Wir wissen, dass wir dafür Gnade brauchen.
[48:19] Aber diese Gnade ist in der Person Jesu Christi erschienen. sie bewegte dich für ihn zu leben, ihm zu dienen.
[48:31] Und ich schließe, indem ich noch einmal ein Zitat von Paul Tripp anfüge. die Gnade, die dir in Christus geschenkt wurde, ist nicht nur die Gnade der Vergebung und Annahme, sie ist auch die Gnade der Bewegung.
[48:51] Also steh auf und folge ihm. Lass mich noch beten. Vater, wenn wir dein Wort lesen, so merken, wie es uns einfach aufzeigt, dass alles, was wir haben, alles, was gut ist, dass es von dir kommt.
[49:14] Und ganz besonders unsere Rettung. Oh, was rühmen wir uns oft? Unsere guten Taten, unserer Erkenntnis, was auch immer. Aber wenn wir in dein Wort schauen, so sehen wir, da gibt es nichts zu rühmen.
[49:28] Alles, was wir haben, haben wir von dir. Und wir danken dir für diese wunderbare Errettung, die du uns geschenkt hast. Ja, wir sind errettend, weil du uns erretten wolltest.
[49:40] Und daraus ist dieses wunderbare Erlösungswerk hervorgegangen. Danke für die Gnade, die uns in Christus Jesus gegeben wurde. Aber wir sehen in diesen Versen auch, dass der Ball bei uns liegt.
[49:55] Wir haben eine große Verantwortung mitbekommen. Wir wurden erkauft, um dir zu dienen und wir sollen für das Evangelium einstehen, es weitersagen, es verkündigen.
[50:11] Und da bitte gib uns einfach neu immer wieder die Kraft, aber auch, dass diese Tatsachen, wie groß diese Botschaft ist, vor unseren inneren Augen stehen darf, damit wir durch sie gestärkt und beflügelt auch weitergehen und unseren Auftrag wahrnehmen können.
[50:31] Amen.