[0:00] Ich weiß, Paulus sagt, er sei den Juden ein Jude geworden und den Heiden ein Heide, damit er von allen etlich gewinne. Und ich habe auch gehört, dass Hudson Taylor sich einen Zopf wachsen ließ, um den Chinesen das Evangelium zu erzählen.
[0:19] Aber gewisse Dinge sind einfach, wie sie sind, und in der Schweiz sowieso. Und in dem Sinn grüße ich miteinander, einen schönen guten Morgen, auch aus dem Berner Oberland.
[0:35] Ich weiß nicht, wie sehr du dich für Sport interessierst, das ist ja ganz unterschiedlich. Aber als echter Zürcher sollte euch Weltklasse Zürich ein Begriff sein.
[0:48] Die Golden League, heute die Diamond League Meeting, die jährlich im Zürcher Letzigrundstadion stattfinden, sind in der Schweiz von gewisser Bedeutung.
[1:01] Als ich ein Teenager war, habe ich immer mal wieder diese Wettkämpfe angeschaut. Und was mich dort besonders fasziniert hat, war die Disziplin der 4x100 Meter Staffel.
[1:12] Ja, da laufen diese kräftigen Läufer, die vom Affen gejagt um diese Rasenfläche, und haben in der Hand so einen Staffelstab.
[1:23] Und es geht dann darum, dem nächsten Läufer genau im richtigen Moment diesen Stab in die Hand zu geben. Und diese Stabübergabe, das war immer der heikelste Punkt beim ganzen Rennen.
[1:37] Und es kam immer mal wieder vor, dass dieser Stab auf den Boden fiel. Und wenn das passierte, ja, dann war das Rennen gelaufen. Dass der Vorläufer bei der Übergabe mit seinen Armen wild hin und her ruderte, machte die ganze Sache umso schwieriger.
[1:55] Als ich vor einigen Wochen begonnen habe, den zweiten Timotheusbrief zu studieren, stand auf einmal dieses Bild von einem Staffellauf vor mir.
[2:09] Von einer Stabübergabe im richtigen Zeitpunkt, wo es darum geht, dass der Stab nicht auf den Boden fällt, weil es etwas zu gewinnen, respektive auch etwas zu verlieren gibt.
[2:23] Wir möchten heute Morgen mit dem Studium des zweiten Timotheusbriefes beginnen. Und ich möchte bis zum Sommer hier bei euch dieses erste Kapitel durchpredigen.
[2:36] Ja, der zweite Timotheusbrief, er gehört bestimmt nicht zu den Briefen, die oft vernachlässigt werden. Er ist nicht einer von denen, die vielleicht gerne mal runterrutschen, untergehen in der Gemeinde, in der Schriftlesung.
[2:55] Und so bin ich mir auch bewusst, dass ihr alle wohl ziemlich gut mit dem Inhalt des zweiten Timotheusbriefes auch vertraut seid. Was hat mich denn nun dazu bewogen, den zweiten Timotheusbrief auszuwählen, abgesehen davon, dass er ja relativ kurz ist?
[3:12] Ich persönlich bin überzeugt, dass die Gemeinde im 21. Jahrhundert hier in Westeuropa in unseren Begebenheiten diesen Brief ganz dringend braucht.
[3:26] Und ich habe beim Studieren des Briefes für mich versucht, diesen Brief mit eigenen Worten in einem Satz zusammenzufassen, was denn so das Kernthema, das Hauptanliegen des zweiten Timotheusbriefes ist.
[3:42] Und ich habe das wie folgt gemacht. Denn Glauben bewahren bedeutet, die Wahrheit des Evangeliums zu verteidigen, zu lehren und bereitwillig dafür zu leiden.
[3:54] Und ich denke, wenn wir den Schlüsselworten dieses Briefes Rechnung tragen, so trifft es dies nicht allzu schlecht. Ausleger haben das Hauptthema des Briefes wie folgt benannt.
[4:09] Warren Wiersbe, Vorbereitung für den Dienst in den letzten Tagen. William MacDonald, die individuelle Verantwortung in einer Zeit gemeinschaftlichen oder gesellschaftlichen Versagens.
[4:21] Und Cyrus I. Schofield, Festhalten an der Wahrheit. Oder John MacArthur nennt es das Vermächtnis des Apostel Paulus.
[4:33] Und alle diese Aussagen über den zweiten Timotheusbrief treffen zu. Es ist einerseits das Vermächtnis von Paulus, da dieser Brief kurz vor seinem Tod geschrieben wurde.
[4:47] Paulus gibt hier seinem jungen Mitarbeiter Timotheus letzte ganz grundlegende Anweisungen für die Zeit, wo Paulus ihm nicht mehr helfen zur Seite stehen kann.
[5:04] Er gibt ihm Ermutigung, aber auch Anweisungen mit auf seinen weiteren Weg. Es ist aber auch ein Festhalten an der Wahrheit, wie es Schofield kommentiert.
[5:16] Denn letztendlich geht es darum, die Wahrheiten des Evangeliums zu bewahren und weiterzugeben. Und dreimal wird im zweiten Timotheusbrief das Evangelium wortwörtlich beim Namen als Evangelium benannt.
[5:32] Und einige Mal wirklich direkt darauf Bezug genommen, auch bezüglich des Inhaltes des Evangeliums. Das werden wir später noch sehen. McDonald, er streicht die individuelle Verantwortung jedes einzelnen Gläubigen in dieser großen Aufgabe vom Bewahren des Evangeliums heraus.
[5:56] Und diese Verantwortung wird nicht umso kleiner, da die Welt rundherum immer böser wird, da es immer mehr Unechtes gibt, Falsches, Scheinevangelien.
[6:07] Und deshalb denke ich auch, dass dieser Brief in diesen letzten Tagen, in denen wir zweifellos stehen, immer mehr auch an Bedeutung gewinnen wird.
[6:21] All diesen Aussagen stimme ich zu 100% zu. Und so haben wir es nicht einfach nur mit dem Testament eines Mannes zu tun, den wir erst im Himmel persönlich kennenlernen.
[6:34] Sondern wir finden hier in diesem Brief direkte Anweisungen für jedes Kind Gottes, für dich und mich, da wir in dieser heutigen letzten Zeit leben.
[6:47] Es geht darum, in dieser letzten Zeit als treue Arbeiter an dieser Wahrheit festzuhalten und sich in dem Dienst im Reich Gottes zu bewähren. Treu zu sein.
[6:58] Und damit dies gelingt, brauchen wir alle zwei Dinge, Ermahnung und Ermutigung. Und ich glaube wirklich, von beidem hat der 2. Timotheusbrief die genau richtige Dosis für uns bereit.
[7:13] Und so wollen wir nun gemeinsam eintauchen und uns mit dem letzten Willen von diesem außerordentlichen Apostel von Paulus befassen. Und dabei möchte ich ganz bewusst einfach wieder in den Vordergrund rufen, wir haben es hier nicht mit Menschenwort, mit einem Wille von irgendeinem Mann zu tun, sondern es ist hier geschriebenes, inspiriertes Wort Gottes, das in unser Leben, in unserer Zeit hineinspricht.
[7:42] Als ich mir Gedanken über das erste Kapitel vom 2. Timotheusbrief machte, so legte ich beim Studium meinen Fokus auf eben dieses genannte Evangelium.
[7:57] Natürlich finden wir gerade hier in den ersten Versen viele Ermutigungen, Zusprüche von Paulus an Timotheus. Schauen wir aber genau hin, so fällt uns auf, dass bereits hier im ersten Kapitel das Evangelium zweimal namentlich erwähnt wird und in den Versen 9 und 10 haben wir eine kurze, aber wunderbare Zusammenfassung über die Botschaft des Evangeliums.
[8:24] Und dann in Vers 11 nimmt Paulus genau auf diese wunderbare Botschaft Bezug und sagt, und das ist der Grund, weshalb ich bereit bin zu leiden. Aus diesem Grund erleide ich Trübsal.
[8:37] Und wenn du das Evangelium verstanden hast, wenn du die kostbare Botschaft des Evangeliums begriffen hast, dann solltest du auch du bereit sein, für das Evangelium Trübsal zu leiden.
[8:50] Und so habe ich für mich dieses erste Kapitel mit das Evangelium im Fokus überschrieben und wir werden in drei Teilen durch dieses Kapitel gehen.
[9:02] Heute befassen wir uns mit dem Thema der Staffellauf des Evangeliums, die Verse 1 bis 8. Das nächste Mal haben wir die Botschaft des Evangeliums vor uns, die Verse 9 und 10.
[9:14] Und schlussendlich dann noch, so Gott will, das Leiden für das Evangelium, die Verse 11 bis 18. Ja, so lasst uns nun gemeinsam die ersten acht Verse heute Morgen lesen, der Staffellauf des Evangeliums.
[9:29] Ich lese 2. Timotheus 1, ab Vers 1. Paulus Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen nach Verheißung des Lebens, das in Christus Jesus ist.
[9:43] Timotheus, meinem geliebten Kind, Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater und Christus Jesus, unserem Herrn. Ich danke Gott, der mich von meinen Voreltern her mit reinem Gewissen diene, wie unablässig ich deiner Gedenke in meinen Gebeten Nacht und Tag.
[10:02] Voll verlangen, dich zu sehen, indem ich mich an deine Tränen erinnere, damit ich mit Freude erfüllt sein möge. Indem ich den ungeheuchelten Glauben in dir in Erinnerung habe, der zuerst in seiner Großmutter Lois und in deiner Mutter Eunike wohnte.
[10:18] Ich bin aber überzeugt, auch in dir. Aus diesem Grund erinnere ich dich daran, die Gnadengabe Gottes anzufachen, die in dir ist durch das Auflegen meiner Hände.
[10:32] Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. So schäme dich nun nicht des Zeugnisses unseres Herrn noch meiner, seines Gefangenen, sondern leider Trübsal mit dem Evangelium nach der Kraft Gottes.
[10:53] Ich möchte dir heute Morgen drei Läufer vorstellen, die in dieser Rennbahn für das Evangelium gekämpft haben, damit auch du bereitwillig und mutig nach diesem Staffelstab greifst.
[11:07] Und der erste Läufer, den wir hier vor uns haben, könnten wir sehr gut als Vorläufer bezeichnen. Und das ist der Apostel Paulus selber. Paulus, der hat diesen Stab direkt von Gott erhalten.
[11:20] Er wurde direkt mit dieser Aufgabe betraut, das Evangelium rauszutragen. In den einleitenden Versen zum Römerbrief schreibt Paulus, dass er von Gott abgesondert wurde für den Dienst am Evangelium.
[11:37] Denselben Gedanken finden wir in Galatzer 1, 15 und 16, in diesem Abschnitt, wo Paulus seinen Wertegang ein bisschen genauer beschreibt. Wir finden es gewissermaßen auch in 1. Timotheus 1, Vers 11, dass Gott ihn mit der Verkündigung des Evangeliums betraut hatte.
[12:00] Und schlussendlich spricht er auch in den Versen 2 und 3 von Titus 1 davon. Was der Dienst von Paulus am Evangelium bedeutete, was das für Auswirkungen auf sein Leben hatte, das hatten wir vor 5 Wochen vor uns, als wir uns einen groben Überblick über den 2. Korintherbrief gemacht haben und gesehen haben, wie viel Leid dieser Dienst am Evangelium für den Paulus bedeutet hat.
[12:29] Ja, dieser Weg, dieser Lauf, den er vollbringen musste, das war definitiv kein Spaziergang am Strand, sondern es war wirklich ein Lauf auf einer Kampfbahn.
[12:42] Und immer hielt er diesen Staffelstab fest in seinen Händen, nun bereit, ihn in Kürze seinem Mitarbeiter Timotheus in die Hände zu geben.
[12:55] Und damit dieser Timotheus auch bereit ist, diesen Stab zu ergreifen im richtigen Moment, wollte und musste er ihn darauf vorbereiten. Und genau das macht er hier mit diesem 2. Brief.
[13:07] Ja, er schreibt hier an Timotheus, meinem geliebten Kind. Über Timotheus werden wir uns dann als nächstes Gedanken machen, wenn wir diesen 2. Läufer vor uns haben.
[13:21] Wir wollen hier aber einen Moment bei Paulus und diesen einleitenden Versen in diesem Brief stehen bleiben. Vielleicht mutet es sich auf den ersten Blick ein bisschen seltsam an, dass Paulus im Vers 1 sagt, Paulus Apostel Christi Jesu, durch Gottes Willen.
[13:41] Der Paulus schreibt einem echten Freund, jemandem, mit dem er sehr eng verbunden war. Er nennt ihn manchmal auch mein geliebtes Kind.
[13:51] Weshalb benennt sich Paulus hier Apostel Jesu Christi? Kamen da irgendwelche Zweifel auf beim Timotheus? Ich meine, der Paulus schreibt hier nicht an die Korinther, wo dieses Thema geklärt werden musste.
[14:07] Ja, ist Paulus ein Apostel? Ist er von Gott eingesetzt? Hat er Autorität? Sollen wir auf ihn hören? Er schreibt auch nicht den Galaten. Nein, er schreibt seinem engen Freund.
[14:18] Und wie in allen Briefen betont er hier gleich seine apostolische Autorität. Ich denke, wir sollten hier an dieser Stelle einfach zwei Dinge festhalten, um dies zu verstehen.
[14:33] Das erste ist, Paulus war nicht einfach, wie man so schön sagt, der Busenfreund von Timotheus. Es war nicht so, dass sie mal gemeinsam zusammen am Strand von Ephesus schilten, dann auf der nächsten Überfahrt sich gemeinsam einfach den Wind durchs Haar wehen ließen oder sich gelegentlich Sportveranstaltungen in Korinth anschauten.
[14:56] Nein, sie waren Leidesgenossen. Sie waren gemeinsam in diesem Kampf. Sie führten gemeinsam dieses Schwert vom Evangelium und sie haben unglaublich viel gemeinsam erlitten, Drangsal erlebt.
[15:08] Es waren einfach Kameraden im Dienst für das Evangelium. Sie wussten, was es heißt, Nöte zu erleiden, Ängste zu haben.
[15:21] Und dabei war Paulus immer das große Vorbild von Timotheus. Er war der Mann, der voranging und der Timotheus nachzog, mutig seiner Spur zu folgen.
[15:32] Und bei aller Freundschaft, die sie zweifellos hatten, war Paulus der Lehrer und Timotheus sein Schüler. Paulus, er war das Werkzeug, das Gott ausgesucht hatte, um beträchtliche Teile des Neuen Testaments zu schreiben.
[15:54] Und wie oft hatte Paulus sich wohl schützend vor diesem jungen Timotheus, der zeitweilen etwas schüchtern dargestellt wird, sich schützend vor ihm gestellt. Nun war es aber an der Zeit für Timotheus, dass er aus seiner Deckung hervortrat.
[16:10] Und dabei brauchte dieser Timotheus zwei Dinge, Ermahnung und Ermutigung. Und Paulus betont hier einfach, dass er als Apostel von Gott Autorität hatte, denn Paulus mit dieser Aufgabe zu betrauen und ihn auch zuzurüsten.
[16:30] Und dies, das verpflichtete Timotheus, zum einen zum Gehorsam, weil er um die Autorität von Paulus wusste, aber zum anderen stärkt es ihm auch ungemeinden Rücken.
[16:43] Hier schreibt nicht einfach ein guter Freund, der eine gute Idee hat, nein, hier schreibt der Apostel, Jesu Christi, und beauftragt nun Timotheus, seiner Spur mutig zu folgen und seinem Vorbild nachzuahmen.
[16:58] Ich möchte dazu noch einige Zeilen aus dem zweiten Timotheus-Briefkommentar von MacArthur lesen. Der schreibt, Natürlich wusste Timotheus längst um Paulus apostolische Autorität.
[17:13] Vielmehr sollte der Jünger hier daran erinnert werden, dass trotz ihrer festen und innigen Freundschaft Paulus in seiner Autorität höher gestellt war als er selbst, da der Apostel das Wort des Herrn verkündete und auch der vorliegende Brief in diesem Schinn geschrieben war.
[17:31] Intimität schließt Autorität nicht aus. Die Liebesbeziehung, die Eltern zu ihren Kindern haben, endet nichts an ihrer Stellung als Respektsperson.
[17:42] Eine Eltern-Kind-Beziehung, die nur auf Liebe, aber nicht auf Autorität basiert, wird in einer Tragödie für die ganze Familie enden. Und das Zweite, was wir hier auch bedenken sollten, ist, dieser Brief wurde in dem biblischen Kanon aufgenommen.
[18:02] Wir lesen ihn heute und wir haben es hier, wie schon angetönt, nicht einfach mit den Worten eines Sandkastenfreundes von Timotheus vor uns, sondern es sind die Worte Gottes, die er durch seinen eingesetzten Apostel Paulus für uns heute niederschreiben ließ.
[18:24] Ich habe es angesprochen, bereits in diesem ersten Kapitel wird auf das Evangelium Bezug genommen und gleich im ersten Vers kommt dieser Gedanke zum Ausdruck.
[18:37] Paulus schreibt, nach Verheißung des Lebens, das in Christus Jesus ist. Fast eine identische Formulierung finden wir in Titus 1.
[18:49] Wir schlagen die Stelle nicht auf, aber dort schreibt der Paulus fast wörtlich dasselbe. Im ersten Timotheusbrief formuliert es Paulus ein bisschen anders.
[19:00] Er spricht aber auch dort im ersten Vers von Jesus Christus unserer Hoffnung. Und das ist einfach eine interessante Parallele, die wir hier in diesen drei Briefen finden, die zwei Timotheusbriefe und den Titusbrief.
[19:15] Und ich denke, es zeigt uns einfach auch auf, dass das Evangelium beim Paulus Programm war. Und wir stellen hier fest, die einleitenden Worte in die drei sogenannten Pastoralbriefe, die sind sich sehr ähnlich, unterscheiden sich aber von den Worten, die Paulus in den anderen Briefen für gewöhnlich wählt.
[19:39] Und ich denke, Paulus wollte sowohl Titus wie auch Timotheus daran erinnern, um was es denn genau ging in diesem Brief, um was es ging in diesem Dienst, in diesem Lauf, in diesem Kampf.
[19:52] Es ging um das Evangelium. Und da Paulus dies bereits hier im ersten Vers klärte, konnte er seine Leser auf diese wichtige Botschaft, also dieses wichtige Thema hin einstimmen.
[20:08] Wenn sie Paulus Erden sein wollten, der Titus und der Timotheus, so mussten sie verstanden haben, was das Zentrale war. Und das war eben dieses Evangelium.
[20:21] Titus selbst, der musste ja auch das eine oder andere unangenehme Gespräch führen. Wegen dieser Botschaft vom Evangelium, wir sehen das ja im Titusbrief. Wollen wir uns zunächst noch kurz einmal die Ausgangslage von diesem Brief in Erinnerung rufen.
[20:41] Paulus schrieb diesen Brief am Ende, kurz vor dem Ende seines Lebens, aus einer Gefängniszelle in Rom. Wir finden hier in diesem zweiten Timotheusbrief nicht mehr dieselbe Zuversicht, wie wir sie im Philippebrief sehen, dass Paulus die Hoffnung hat, bald frei zu kommen und weitere Reisen zu unternehmen.
[21:01] Nein, Paulus weiß, es ist an der Zeit, den Stab abzugeben. und er nimmt am Ende des Briefes darauf Bezug und sagt, ich habe den Lauf vollendet. Wann und weshalb Paulus wieder gefangen genommen wurde nach dieser Gefangenschaft oder diesem Hausarrest am Ende von Apostelgeschichte, das ist umstritten.
[21:23] Es gibt da einiges Interessanter darüber zu lesen. Ich möchte darauf nicht eingehen. Was wir aber festhalten können, ist, dass die politische Situation zur damaligen Zeit, als dieser Brief verfasst wurde, sehr schwierig war.
[21:36] Es ging gegen das Ende der Amtszeit vom Kaiser Nero und dieser wurde immer bestialischer und grausamer. Eine regelrechte Hinrichtungswelle war im Gange.
[21:48] Nero beschuldigte ja auch die Christen, sie hätten Rom angezündigt. Und es ist gut möglich, dass Paulus in diesem Sog dieser Verfolgungswelle erneut inhaftiert wurde und nun in seiner Zelle eigentlich auf seine Hinrichtung wartete.
[22:07] Timotheus, er war zu diesem Zeitpunkt wohl immer noch in Ephesus, als er diesen Brief von Paulus erhielt. Und der Paulus hat den Wunsch, den Timotheus noch einmal zu sehen und er schreibt am Ende des Briefes, beeile dich zu mir zu kommen.
[22:22] Denn wenn einmal der Wind reingesetzt hätte und die Schifffahrt eingestellt war, würde es vielleicht kein Widersinn mehr geben zwischen diesen beiden Weggefährten. Ja, Paulus, er sagt am Ende dieses Briefes, als er auf sein Leben zurückschaut, ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet und den Glauben bewahrt.
[22:48] Von nun an liegt für mich bereit die Krone der Gerechtigkeit. Und frage auch du dich einmal, wenn du am Ende deines Lebens stehen wirst, wir wissen nicht, wann das soweit ist, deshalb könnten wir heute einmal eine Zwischenbilanz ziehen und wir zurückschauen auf unseren Lebensweg, auf die Spur, die wir gezogen haben, könntest du wie Paulus sagen, ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet und den Glauben bewahrt.
[23:23] Ich denke, auch dazu will uns der 2. Timotheusbrief immer wieder herausfordern, dass wir uns diese Frage stellen, dass wir unser Leben in genau diesem Licht prüfen, wie es der Paulus hier macht.
[23:39] Ja, dieser Brief, der liefert genügend Stoff, damit wir unser Leben prüfen, damit wir unsere Ziele im Leben hinterfragen. Halten sie diesem Lichter der Ewigkeit stand, oder sind das einfach Ziele, die schön und nett sind für in dieser Welt, aber die, wie wir es in 1.
[23:57] Korinther 3 lesen, Dinge sind, die einfach verbrennen und sich in Rauch auflösen und uns nichts bringen in Bezug auf die Ewigkeit.
[24:12] Mit Paulus haben wir hier wirklich eine große Nummer für uns, einen großen Staffelläufer, aber er fordert uns alle auf seinem Vorbild, seiner Spur zu folgen.
[24:26] Und die Frage an dich heute Morgen, nimmst du diese Einladung an, oder kommst du dieser Aufforderung nach, denn es ist eine Aufforderung zu einem kompromisslosen Kampf, wie uns dieser 2.
[24:41] Timotheusbrief deutlich aufzeigt. Im 2. Vers bringt Paulus seine innige Liebe dem Timotheus gegenüber zum Ausdruck und er sprach hier nicht einfach als der unfehlbare Lehrer zu seinem Schüler, als der, der immer alles weiß, immer alles richtig gemacht hat, mit einer gewissen Arroganz, einer gewissen Distanz, nein, in diesen Worten von Paulus kommt diese tiefe innige Liebe, diese Verbundenheit zum Ausdruck, mit der es ihm gelangt, den Timotheus abzuholen und ihn zu motivieren.
[25:18] Wir finden hier die Grußworte, die bei Paulus eigentlich auch fast Programm sind, Gnade und Friede, die Reihenfolge entscheidend, keinen Frieden ohne die Gnade vorweg und dazwischen sagt er noch Barmherzigkeit, in den meisten anderen Briefen fehlt dies und hier sagt er Gnade, Barmherzigkeit und Friede von Gott und ich glaube er wollte dem Timotheus einfach wirklich alles erdenkliche Rüstzeugs mit auf den Weg geben, denn Barmherzigkeit das war genau das, was dieser Timotheus als Zuspruch brauchen würde für diese so schwere Aufgabe, die vor ihm stand.
[25:57] Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater und von Jesus Christus. Wenn wir diese Verse gelesen haben, so denke ich, ist es dir aufgefallen, dass Paulus extrem viel Wert darauf legt, diesen Timotheus zu motivieren, dem Mut zuzusprechen.
[26:25] Und wir sehen hier einfach auch, dass der Paulus uns auch in Bezug auf, ich nenne es mal so, geistliches Mentoring ein riesengroßes Vorbild ist.
[26:37] Ja, Wirspiel und MacArthur unterstreichen genau diesen Gedanken in ihren Auslegungen immer wieder und ich glaube, dass auch die Versammlung heute wohl daran tun würde, wenn sie einmal den zweiten Timotheus Brief einwand, mit dem Augenmerk auf genau dieses Thema Mitarbeiter zu motivieren, Mitarbeiter zuzurüsten für ihren Dienst, dass wir einmal den Brief mit diesem Fokus lesen würden.
[27:08] Paulus, der dachte nicht einfach nach mir die Sinnflut. Hauptsache, ich habe einen guten Job gemacht. Hauptsache, ich war in Ephesus, in Korrent, ich bin bis nach Rom gekommen, vielleicht sogar war ich in Spanien.
[27:21] Ich habe meinen Job gemacht, ich habe alles getan, was ich konnte. Nein, der Paulus, der bewies weit sich, der hat sich gefragt, was ist, wenn ich nicht mehr bin. Das Evangelium, es muss weitergehen.
[27:34] Ich bin nur ein Läufer und ich bin ersetzbar, aber ich habe eine Aufgabe, ich habe eine Verantwortung, dafür zu sorgen, dass da die nächste Generation heranreift, denen ich den Stab übergeben kann.
[27:49] Es kommt ein Übermorgen und da bin ich nicht mehr. Und was dann? Ich denke, dass in der Geschichte der christlichen Gemeinde und der christlichen Werke und Institutionen es genügend Mahnmale gibt, wo wir sehen, dass dies versäumt wurde.
[28:07] Leiter und Führer haben vielleicht einen großartigen Job gemacht, sie waren Pioniere, haben Dinge erreicht, von denen wir nur staunen, wenn wir ihre Biografien lesen und sie sind unsere großen Vorbilder.
[28:20] Aber was ist passiert, als sie nicht mehr waren, als der Herr sie abgerufen hatte, haben sie sich rechtzeitig darum gekümmert, Leute nachzuziehen, zuzurüsten, damit das Werk, das gut begonnen hatte, auch weitergehen konnte.
[28:38] Einen guten Anfang, das ist die eine Sache, das ist schwer, aber dass das Ganze auch so weitergeht, das ist noch eine ganz andere Geschichte. Und wir müssen uns einfach immer wieder vor Augen führen, dass die nächste Generation Leiter, die nächste Generation Prediger, die nächste Generation von Dienern Gottes in der Gemeinde, dass die nicht einfach genau in dem Moment vom Himmel fallen, wenn sie gebraucht werden, sondern dass es Jahre braucht, um Leute zuzurüsten, zu motivieren, ihnen zu helfen, ihnen das Rüstzeug zu geben, dass, wenn die Zeit gekommen ist, sie in diese Fußstapfen, die wahrlich groß sind, einzutreten und mutig diesen Dienst auch ausüben können.
[29:26] Ja, selbst der Paulus, der brauchte eine gewisse Zeit der Zurüstung, und das vergessen wir ja häufig, aber auch in Galater 1 nimmt er darauf Bezug, wie er dort drei Jahre einfach mal die Füße stillgehalten hat und sich vom Geist Gottes formen ließ.
[29:42] Und Paulus war ein Mann, der mit beiden Leben stand, der kannte das Alte Testament in- und auswendig und der war sich auch gewohnt, an der Front zu stehen. Selbst er musste geformt werden.
[29:53] Wir denken an Mose, wir denken an Joshua, wir denken an Samuel oder an David. All diese großen Glaubensmänner, die wurden geformt und oft war die Zeit ihrer Formung eine längere Zeit als die, in der sie tatsächlich dann in der Öffentlichkeit, in der Führung standen.
[30:14] Weshalb denken wir, dass wir da eine Ausnahme sind, dass wir uns nicht darum kümmern müssten, was morgen ist, in den Gemeinden, in all den Missionswerken.
[30:30] Ich denke, dass Jesus bereits im Missionsbefehl genau diesen Gedanken in seine Worte packt, wenn er sagt, lehrt sie zu bewahren, geht hin, macht sie Jüngern, taucht sie, lehrt sie zu bewahren, rüstet sie zu, sie brauchen Unterweisung, sie brauchen Anweisung, ihr müsst ihnen helfen, ihr müsst sie zurüsten, denn es kommt die Zeit, da werden die Zwölf Apostel nicht mehr sein.
[30:56] Was bleibt, ist das Evangelium, die Botschaft, die weitergehen muss. Die Schlüsselpassage, Kapitel 2, Vers 2, die bringt dieses Prinzip auf den Punkt, wir werden uns, so Gott will, wenn wir dazu dann kommen, noch einmal über dieses Thema Gedanken machen, aber es scheint mir einfach heute Morgen auch schon so wichtig, wenn wir drei Läufer vor uns haben, in diesem Staffellauf, dass wir dies klar betonen.
[31:30] Lass mich an dieser Stelle noch kurz eine Klammer öffnen, ich bin wirklich persönlich sehr dankbar für den Dienst, den das EBTC in diesem Zusammenhang tut.
[31:44] Und ich sage das gewiss nicht wegen dem großen wertigen Mann in der hinteren Reihe, sondern es soll wirklich ein Ausdruck von aufrichtiger Dankbarkeit sein, weil genau dieses Prinzip von 2.
[31:57] Timotheus 2, Vers 2 praktiziert und umgesetzt wird, und das so grundlegend wichtig ist für die Arbeit im Reich Gottes, für die Gemeinde Gottes.
[32:11] Und beim Studium dieses Abschnitts, dieses Briefs und diesen Versen stand mir plötzlich wieder in Erinnerung, dass wir damals beim Abschluss der Predigerklasse diesen Staffelstab erhalten haben, wo genau diese Stelle 2.
[32:24] Timotheus 2, Vers 2 aufgedruckt ist. Und ich wurde wieder daran erinnert und nach längerem Suchen fand ich ihn dann in der Spielkiste meiner Tochter Lili. Ja, er hat ein bisschen gelitten.
[32:38] Ich werde ihn jetzt wieder an mich nehmen und auf meinem Schreibtisch ausstellen. Aber er zeigt einfach auch, dass die übernächste Generation auch schon in den Startlöchern ist. Es wird auch ein Nachmir geben und es wird weitergehen.
[32:50] Und an dieser Stelle sei gesagt, es braucht nicht nur tapfere Männer in der Gemeinde, sondern es braucht auch tapfere Frauen. Und auf diesen Punkt werden wir dann, wenn wir uns Gedanken machen, über die Lois und die Eunike noch einmal zu sprechen kommen.
[33:12] Einen Gedanken in Bezug auf Paulus. Wir könnten hier den ganzen Morgen stehen bleiben, aber einen Gedanken möchte ich noch kurz erwähnen und das ist das, was Paulus im Vers 3 sagt, oder wo wir einfach sehen, die Gebete des Paulus.
[33:28] Sein Dienst, der war nicht einfach gezeichnet von großartigen Strategien, von großartigen Predigten, von einem Mann mit viel Charisma, sondern was in jedem Brief von Paulus, ausnahmslos in jedem Brief von Paulus zum Ausdruck kommt, das sind seine innigen Gebete.
[33:46] Paulus war ein Mann des Gebets. Und ich denke nicht, dass es übertrieben ist, zu behaupten, dass, wenn du im Reich Gottes etwas bewirken willst, dann musst du eine Frau, dann musst du ein Mann des Gebets sein.
[34:07] Weshalb fällt es uns nur oft so schwer, wirklich zu beten? Und ich denke, der Teufel, der weiß sehr genau, dass eine betende Gemeinde seinen Untergang bedeutet.
[34:22] Gott und deshalb versucht er, ihm recht gut in unserer so viel beschäftigten Zeit. Es gibt ein hervorragendes kleines Büchlein zu genau diesem Thema, wo es darum geht, dass der Dienst im Reich Gottes, egal welcher Natur er ist, ob Predigen, Leidenschaft oder was auch immer, dass der nur von Erfolg oder nur von Frucht gekennzeichnet werden kann, wenn da wirklich Männer und Frauen des Gebets dahinterstehen.
[35:02] Und ich glaube, auch ein Blick zurück in die Geschichte der Gemeinde bestätigt dies, dass Gott dort Segen schenkte, wo Männer und Frauen des Gebets waren, die das Gebet als oberste Priorität in ihrem Dienst in der Gemeinde gestellt haben.
[35:22] Ich denke, ihr seid mit mir einig, dass es zu wenige Männer und Frauen des Gebets gibt. Luther sagte einmal, wenn ich das Gebet nur einen einzigen Tag vernachlässigte, würde ich viel von dem Feuer des Glaubens verlieren.
[35:42] Einen einzigen Tag. sind wir wirklich weniger anfällig als Luther, als Wesley, als all die Männer, die das Gebet wirklich praktiziert haben.
[35:54] Benedikt Peters hat es einmal so schön ausgedrückt. Er hat gesagt, die Berufskrankheit der Christen existiert heute praktisch nicht mehr.
[36:06] Und die Berufskrankheiten des Christen sind kaputte Knie. Und ja, ich denke, das sollte uns wirklich zu denken geben.
[36:18] Wir sollten hier wirklich uns prüfen und wirklich mal schauen, wie steht es um mein Gebetsleben. Vielleicht sollten wir auch einfach anfangen, weniger über das Gebet zu sprechen und es stattdessen einfach praktizieren.
[36:44] Wir wollen uns nun dem zweiten Läufer zuwenden in diesem Staffellauf und das ist, wie schon angeklungen, der Timotheus. Wir haben es bereits erwähnt, das innige Verhältnis zwischen Paulus und Timotheus.
[37:01] Es wird in Vers 4 deutlich, wo Paulus auf die Reaktion von Timotheus Bezug nimmt, wie der Timotheus ihm gegenüber eingestellt war.
[37:14] Paulus hat den Timotheus auf seiner zweiten Missionsreise in Lystra kennengelernt. Das könnt ihr nachlesen in Apostelgeschichte 16. Und der Timotheus, das geht dort aus dem Text hervor, der hatte eine jüdische Mutter, aber sein Vater war ein Heide, ein Grieche.
[37:30] Und in Apostelgeschichte 16 sehen wir auch, dass Timotheus einen tadellosen Leumund hatte. und es gibt gute Gründe anzunehmen, dass er nicht so draufgängerisch wie Petrus oder auch wie Paulus war, sondern vielleicht eher ein bisschen zurückhaltend oder schüchtern.
[37:51] Er wird oft auch so beschrieben in Auslegungen, aber ich denke, wir dürfen hier eins nicht vergessen. Ephesus, wo Timotheus diente, war kein einfaches Pflaster für diesen jungen Mann.
[38:04] Wenn wir den ersten Timotheusbrief durchlesen, dann sehen wir das deutlich. Timotheus hatte echt schwierige Aufgaben vor sich. Er musste sich mit den reifen, gebildeten Juden herumschlagen.
[38:17] Da waren etliche Probleme in der Gemeinde. Er hatte allerhand schwierige Aufgaben vor sich. Ja, so manch einer würde wie Timotheus dabei Bauchschmerzen bekommen, wie wir in Kapitel 5 dort lesen können.
[38:33] Timotheus, der brauchte zwar einen Motivator, einen Förderer, ja, aber Timotheus war ganz bestimmt kein Waschlappen.
[38:44] Bedenken wir nun, dass er schon früh in seinem Leben Position beziehen musste, da sein Vater ja sehr wahrscheinlich nicht gläubig war, musste er sich entscheiden, will ich für das Evangelium einstehen, will ich mich zu der Wahrheit des Evangeliums stehen, er musste früh in seinem Leben diese Spur einschlagen und wir haben sicherlich nicht einen Mann vor uns, der nicht wusste, was er wollte.
[39:10] Lass mich nun hier bei Vers 5, wo uns die Mutter und Großmutter von Timotheus genannt wird, noch einmal kurz auf diesen Gedanken kommen, wie wichtig es ist, dass es in der Gemeinde geistliche Frauen gibt.
[39:26] Wir sehen hier, der Vater von Timotheus, der wird hier gar nicht erwähnt, er nimmt keinen Bezug auf ihn. Wir sehen hier aber zwei Frauen, die wussten, wie wichtig es ist, dass auch den Kindern früh der Glaube vorgelebt, aber das Evangelium auch erklärt wird.
[39:47] Ich denke, diese beiden Frauen, die haben zu Hause das umgesetzt, was uns eigentlich Titus 2 vorstellt und sie haben hier ihre Verantwortung wahrgenommen.
[40:02] Ich finde es einfach so schön, dass Paulus diese Frauen namentlich und mit viel Lob erwähnt. Und denke nur nicht, weil du eine Frau bist, dass es in der Gemeinde keine Aufgabe für dich geben würde.
[40:22] Und wenn du doch dieser Überzeugung bist, dann fang einfach an zu beten und schon übst du die wichtigste aller Aufgaben überhaupt aus. Ja, es ist nicht die Aufgabe, für die am meisten applaudiert wird.
[40:36] Es ist nicht die Aufgabe, die jeder sieht, die wahrgenommen wird. Aber genau diese Aufgaben, genau die Treue in den Aufgaben, die niemand sieht, ist ein Gradmesser für deine Geistlichkeit, wie du geistlich gesinnt bist.
[40:55] Etwas zu tun, was jeder sieht und dir dabei auf die Schultern klopft, dazu brauchst du nicht geistlich zu sein. Aber etwas zu tun, wo dir nie jemand Danke dafür sagen wird, das ist eine andere Geschichte.
[41:10] Timotheus, der wurde von Paulus gewissermassen entdeckt und sogleich zog er den Mann mit sich. Er rüstete ihn zu, er nahm ihn mit und konnte ihm Schritt für neue, schwerere, größere Aufgaben anvertrauen.
[41:26] Aber noch einmal, der Timotheus, der war nicht plötzlich einfach da und musste gehen, sondern der Paulus nahm ihn unter den Arm. Er führte ihn und leitete ihn an.
[41:37] Oft musste er ihn korrigieren, musste er etwas zurecht biegen bei ihm. Aber er gab ihm auch immer den Zuspruch, den Mut, den er für diese Aufgabe brauchte.
[41:51] Timotheus, er war an dem Punkt angelangt, wo er eine große Verantwortung zu tragen hatte. Und ich weiß nicht, ob wir uns wirklich vorstellen können, wie schwer diese Last auf seinen Schultern gelegen hat.
[42:09] Denn Paulus war im Gefängnis, er wusste wohl, dass der wahrscheinlich nicht mehr freikommt. Er sah sich in dieser herausfordernden Situation in Ephesus. Aber wir dürfen nicht denken, dass der Timotheus einfach völlig auf sich alleine gestellt war.
[42:28] In den Grußworten am Schluss des Briefes wird uns einmal mehr Aquila und Priska erwähnt. Und dieses Allrounder Ehepaar irgendwie, die tauchen überall auf, wo wir einen Paulusbrief lesen.
[42:42] In jedem zweiten Brief werden die an einem anderen Ort erwähnt. Und es ist hier einfach auch so schön und ermutigend zu sehen, das Netzwerk, das Paulus hatte, von treuen Mitarbeitern, auf die er erzählen konnte.
[42:54] Und wenn er an seinen nahen Abschied dachte, so wusste er, doch, das sind Leute, die werden diesen Stab auffangen und weitertragen. Übrigens, beim Lesen des zweiten Timotheusbriefs werden 30 Personen namentlich genannt.
[43:13] 30 Personen in nur vier Kapiteln. Natürlich waren nicht alles treue Mitarbeiter von Paulus. Wir werden auch Namen vor uns haben, die Paulus verlassen haben, Namen, die gegen Paulus arbeiteten, vor denen er den Timotheus warnt, hüte dich vor ihnen, weil sie böse sind.
[43:32] Aber es werden auch viele Personen genannt, die dem Paulus bei seiner Aufgabe zur Seite standen. Und es ist einfach schön zu sehen, was für ein Netzwerk von Paulus hatte, mit Leuten, die ihm am Dienst, am Evangelium dienten.
[43:53] Und ich denke, dass die Verkündigung des Evangeliums nur in einem intakten Netz von menschlichen Beziehungen auch wirklich glücken kann.
[44:05] Und genau das hat Paulus erkannt und er hat sich früh darum gekümmert, dieses Netzwerk aufzubauen und diese Menschen auszurüsten für ihren Dienst. Paulus sagt in Bezug auf Timotheus zwei Dinge, die von Bedeutung sind.
[44:24] Erstens, ich erinnere mich an deine Tränen und zweitens erinnere ich mich an deinen ungeheuchelten Glauben. Vers 4 und 5.
[44:36] Und das Zweite war der Beweis dafür, dass das Erste echt war. Emotionen kann man vortäuschen. Wir alle sind gut in Schauspielerei. Doch weshalb kann Paulus sagen, ich bin überzeugt, dass dein Glaube ungeheuchelt ist, dass dein Glaube echt ist?
[44:54] Gab es denn ein Instrument, das messen konnte, ob dieser Glaube von Timotheus fake oder wirklich echt war? Gibt es denn, wie Martin es manchmal sagt, so ein Glaubometer?
[45:09] Da Paulus überzeugt sein dass der Glaube von Timotheus echt war, muss er seine Früchte gesehen haben. Und was gibt es für ein schöneres Zeugnis?
[45:22] Was gibt es für eine größere Ermutigung als für diesen Timotheus, als Paulus ihm sagt, dein Glaube ist echt. Ich habe dich beobachtet. Ich habe dich gesehen. Du trägst Früchte.
[45:33] Ich schließe aus Vers 5 auch, dass Paulus die Lois und die Eunike persönlich gekannt hat. Und er stellt ihnen dasselbe schöne Zeugnis aus.
[45:47] Und er spricht hier von einer Frau, von der Großmutter, von der Lois, die wie Paulus wahrscheinlich hier am Ende seines Lebens war oder vielleicht schon tot war, wo Paulus rückblickend auf dieses Leben sagen kann, sie hatte einen ungeheuchelten Glaube.
[46:03] Da waren Früchte. Darüber hinaus finde ich es einfach aber auch wichtig, dass wir verstehen, dass auch Menschen, die einen echten Glauben haben, manchmal motiviert oder ermutigt werden müssen.
[46:19] Der Timotheus brauchte hier nicht die Ermutigung, die Motivation, weil sein Glaube nicht echt gewesen wäre, weil er irgendwas falsch gemacht hätte, weil da keine Frucht sichtbar war.
[46:33] Nein, auch Menschen, die echten Glauben haben, die dem Herrn mit Hingabe dienen, müssen manchmal aufgefordert werden, etwas Liegen Gebliebenes wieder aufzunehmen und weiter zu gehen, sich wieder neu aufzumachen, sich wieder neu dem Herrn in seinem Dienst zu weihen.
[46:54] Auch treue Christen können mal lebensmüde werden, können mal an einem Punkt sein, wo sie nicht mehr weiter wissen, nicht mehr weiter können. Machen wir uns da nur nichts vor und halten uns nicht für geistlicher, als es uns die Bibel aufzeigt.
[47:10] Wir könnten hier Beispiele nennen von Glaubensmännern, die Trost, die Hilfe, die Unterstützung brauchten. Paulus betete Tag und Nacht für Timotheus.
[47:32] Wie war das möglich? Ich denke, wir sehen auch hier etwas davon, von der Wichtigkeit, dass wir enge menschliche Beziehungen knüpfen in der Gemeinde Gottes.
[47:45] Denn wie kann ich für jemanden Tag und Nacht beten, von dem ich hoffe, dass ich ihn nie wieder sehen werde? Wie kann ich für jemanden beten, den ich gar nicht liebe? Und so sehen wir einfach auch hier beim Paulus, wie er sich wirklich für diese Menschen hingab, wie er wirklich ein aufrichtiges Interesse an ihrem Wohlergehen hatte?
[48:08] Und so konnte er auch für sie beten. Und ich glaube, es ist nicht ungefähr, dass die Bibel uns immer wieder auffordert, eins zu sein. Wir sollten einander lieben, denn nur wenn wir einander lieben, wenn wir eins sind in Christus, können wir auch füreinander beten, können wir Anteil haben an unseren gegenseitigen Nöten.
[48:29] Ja, wie drückt sich diese enge Verbindung zwischen Paulus und Timotheus aus? Wir Paulus sagt, ich bete für dich Tag und Nacht. Ja, wie betet er denn?
[48:41] Was begleitet sein Gebet? Und wir haben es gesehen, es war das Verlangen, den Timotheus zu sehen. Hätte Paulus so beten können, hätte er gehofft, Timotheus nie mehr über den Weg zu laufen.
[48:55] Weshalb hatte Paulus so ein großes Verlangen? Er sagt, indem, indem ich mich an deine Tränen erinnere. Paulus nimmt hier wohl auf einen Abschied als sie sich das letzte Mal gesehen haben.
[49:08] Und diese Tränen von Timotheus waren für Paulus eine Ermutigung, denn er wusste, da ist etwas Gegenseitiges. Der Timotheus denkt genauso viel an mich, wie ich an ihn denke. Das war eine innige Verbundenheit.
[49:24] Und weiter sagt er, was mir zur Freude oder zu meiner Ermutigung dient, ist, indem ich mich an deinen Glauben erinnere. Wir haben hier nicht einfach eine enge Freundschaft vor uns zwischen zwei Menschen, sondern sie waren eins in Christus, sie waren eins in diesem gemeinsamen Glauben.
[49:50] Und Vers 6 nimmt dann genau Bezug auf diesen echten Glauben von Timotheus. Aus diesem Grund, weil dein Glaube echt ist, weil du nicht ein Heuchler bist, aus diesem Grund erinnere ich dich daran, die Gnabengabe Gottes anzufachen, die in dir ist, durch das Auflegen meiner Hände.
[50:15] Weil Gott dir den Glauben schenkte, diene ihm nun, egal wie widrig die Umstände um dich herum sind. Es scheint hier, als nachgelassen.
[50:33] Wenn wir den ersten Timotheus Brief lesen, können wir das menschlich gesehen auch ein bisschen nachvollziehen. Aber auch hier müssen wir sagen, schwierige Umstände im Dienst sind keine Ausrede für Untreue.
[50:46] Denken wir an die Sendschreiben. Alle diese Gemeinden hatten schwierige Umstände, doch der Herr lässt dies nicht aus Ausrede für ihre Untreue im Dienst durchgehen.
[50:59] Er lässt die erkaltete Liebe nicht einfach durchgehen, nur weil es ein bisschen schwierig war um sie. Und auch aus diesem Grund fordert Paulus den Timotheus auf, ja, ich weiß, um deine Umstände sind schwierig, aber trotzdem, aufgrund deines ungeheucherten Glaubens, den Gott in deinem Leben gegeben hat, aus diesem Grund erinnere ich dich daran, die Gnadengabe Gottes erneut anzufachen.
[51:23] Es ist deine heilige Pflicht, du wurdest in wieder Bezug auf diesen autorisierten Apostel, du hast die Gabe bekommen vom Heiligen Geist, also sollst du sie mit seiner Kraft, mit seiner Hilfe auch treu ausüben.
[51:44] Dieses Thema zieht sich eigentlich durch diese beiden Timotheus Briefe hindurch. Ich möchte dich heute morgen fragen, was muss in deinem Leben neu entzündet werden?
[51:57] Was ist in deinem Leben liegen geblieben? Was muss in dir neu angefacht werden heute morgen? Und damit bekommt diese Botschaft noch diesen persönlichen Bezug und ich möchte diesen Gedanken abrunden, indem wir uns mit dem letzten dieser drei Läufer auf dieser Rennbahn beschäftigen und das bist du.
[52:25] Vers 7 sagt Paulus, denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. Natürlich meint Paulus hier im Kontext Timotheus und sich.
[52:41] Timotheus und Paulus, der in Ketten ist, wie er hier im Vers 7 sagt, aber er nimmt hier Bezug auf den Geist Gottes.
[52:52] Und wenn du ein Kind Gottes bist, so hast du diesen selben Geist empfangen. Es gibt diese vielen Stellen, wir lesen sie nicht, ich möchte sie einfach kurz erwähnen, Epheser 1, 13, 14, Johannes 14, 15 bis 18, oder auch Galater 5, 22, wo uns aufzeigt, dass wenn du ein Kind Gottes bist, dann hast du denselben Geist erhalten, den Paulus hier erwähnt.
[53:19] bist du ein Kind Gottes, dann bist du in Vers 7 gemeint, dann bist du hier in Vers 7 herausgefordert.
[53:36] Derselbe Geist, der Paulus, die diese Gnadengabe zum Dienst gab, derselbe Geist würde den Timotheus auch ausrüsten, um in dieser Gabe zu dienen.
[53:48] Egal wie viele Irrlehrer, wie viele böse Menschen um ihn herum waren, der Geist Gottes, er würde ihn ausrüsten, er würde ihm die Kraft geben und der Paulus versucht ihn hier wirklich zu motivieren, damit er wieder in dieser Aufgabe mit neuem Feuer dient.
[54:09] In Bezug auf den Geist Gottes werden hier drei Dinge gesagt, der Geist, der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.
[54:23] Das sind die Früchte, die der Geist Gottes in uns wirken will. Und es ist so interessant, wenn wir Epheser Kapitel 1 lesen, dort betete Paulus nicht darum, dass Gott ihnen Kraft geben würde, sondern er betet darum, dass sie die Kraft erkennen, die in ihnen ist.
[54:44] wenn wir die Liebe vor uns haben, so ist es nicht nötig, dass du darum bittest, dass Gott dir Liebe gibt, sondern in Römer 5, Vers 5 sagt Paulus, die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen.
[55:02] Wenn wir den Geist Gottes erhalten haben, dann müssen wir nicht um diese Kraft betten, wir müssen nicht um die Liebe Gottes betten, sondern wir müssen wie Paulus im Evangelium leben, damit diese Kraft für die Bereitschaft, Trübsal für das Evangelium zu erleiden, in unserem Leben zum Ausdruck kommen kann.
[55:27] Ich muss nicht beten, Herr, gib mir Liebe, sondern ich soll mich mit dem Evangelium beschäftigen, ich soll mich mit dem Leben des Herrn Jesus beschäftigen und sehen, wie er geliebt hat und er hat diese Liebe in mein Herz gegeben und dadurch, wenn ich mich mit ihm beschäftige, kann der Geist Gottes dieselbe Liebe in mir für meinen Nächsten bewirken.
[55:52] Wir wollen uns hier nicht verstecken und sagen, ja, ich kann halt nicht anders. Der Geist Gottes hat dir alles erdenkliche Rüstzeug mit auf den Weg gegeben, das du brauchst, um der Gemeinde dienen zu können.
[56:06] Und wenn du es nicht tust, dann liegt es nicht daran, dass dir zu wenig mitgegeben wurde, sondern, dass du diese neuen Fähigkeiten im neuen Menschen, den du erhalten hast, einfach nicht benutzt, weil du dich um andere Dinge kümmerst, weil du nicht in dieser engen Verbindung mit dem Geist Gottes durch die Botschaft des Evangeliums lebst, wie es Paulus gemacht hat.
[56:30] Wir lesen hier von dieser Kraft und das ist nicht einfach eine ungezügelte, unkontrollierte Energie, sondern dieses Wort hier, das Dynamis heißt, das erinnert uns an den Dynamo am Fahrrad, eine gezielte Energie, die Licht gibt, eine Kraftquelle, die Licht erschafft.
[56:53] Und genau so ist das Wirken des Geistes Gottes in uns. Wir stehen immer wieder in dieser Gefahr, dass wir diesen Staffelstab fallen lassen, angesichts der Umstände um uns, angesichts des Drucks, des Widerstands, den wir haben.
[57:21] Und genau in diesen Momenten wollen wir uns wirklich wieder an diesen Vers 7 erinnern. Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben. Anders gesagt, kommt der Geist Gottes in deinem Leben zum Tragen, zum Ausdruck, kann er in dir wirken, hast du auch die Fähigkeit, für das Evangelium zu leiden, hast du auch die Fähigkeit, diesen Staffelstab festzuhalten und ihn weiterzutragen, um am Ende deines Lebens auch wieder zu übergeben.
[57:52] Römer 1 bis 11 glauben und uns zu Herzen nehmen.
[58:26] Dort beschreibt uns Paulus das Evangelium, die große Botschaft, die großen Wahrheiten des Evangeliums und nur Menschen, die immer wieder, um nicht zu sagen, täglich sich an diese Wahrheiten erinnern, besinnen, bewusst darin leben, können durch diese Kraft dann auch all das ausführen, was der Geist Gottes durch sein Wort von uns verlangt, wie unser praktisches Leben aussehen muss.
[58:54] Und dahingehend will Paulus den Timotheus bringen und deshalb nimmt er auch gerade in diesem ersten Kapitel Bezug auf dieses Evangelium mit dessen Inhalt, mit dessen Botschaft wir uns dann in Versen 9 und 10 das nächste Mal Gedanken machen wollen.
[59:14] Ich möchte heute morgen wirklich verhindern, dass du deine Verantwortung auf andere schiebst oder dass wir hier in diesem Abschnitt einfach nur von Timotheus und von Paulus reden, von diesen großen Männern, sondern wir sind hier 2000 Jahre nach dieser Zeit und der Staffelstab des Evangeliums muss immer noch weitergegeben werden.
[59:35] Und heute will der Herr mit dir und mit mir arbeiten. Ich glaube nicht, dass ich diesen Abschnitt ausgeschöpft habe heute morgen, doch wollen wir hier zur Landung ansetzen.
[59:50] Wir haben den Fokus auf das Evangelium gelegt, hier in diesem ersten Kapitel. Und eines haben alle diese Fackelläufer oder diese Staffelläufer gemeinsam.
[60:03] Egal, aus welcher Kultur sie kommen, egal, aus welcher sozialen Schicht, egal, zu welcher Zeit sie gelebt haben, das, was sie vereint, ist die Botschaft des Evangeliums, die vor 2000 Jahren aktuell war, die vor 500 Jahren aktuell war, als sie wieder neu auf das Lampengestell gestellt wurde in der Reformation.
[60:28] Und diese Botschaft ist auch heute aktuell. Und wir können es nicht genug betonen, dass wir immer neu uns wieder mit dieser Botschaft des Evangeliums beschäftigen.
[60:39] Die Botschaft des Evangeliums ist nicht einfach das, was hinter uns liegt, ja, das brauchen wir, um gerettet zu werden. Nein, das Evangelium ist das, was wir Tag für Tag brauchen, wenn wir treu in diesem Lauf weiterlaufen wollen, wenn wir den Stab festhalten wollen, um ihn eines Tages zu übergeben.
[61:02] Und dazu möchte ich dich heute Morgen neu auffordern, beschäftige dich mit diesen Wahrheiten, mit diesem kostbaren Evangelium. Paulus tat eigentlich nichts anderes und durch das Verkündigen dieses Evangeliums konnte er eben auch die nächste Generation dieser Läufer vorbereiten, damit diese Botschaft weitergehen kann.
[61:26] Wir sollten es einfach immer wieder neu in den Fokus, in unser Leben rücken, weil dieser Staffelstab, der muss weitergehen, auch wenn wir nicht mehr da sind.
[61:38] Lass mich noch beten. Vater, wir danken dir für dein Wort, dass du auch heute Morgen wieder zu uns gesprochen hast.
[61:51] Wir sehen die Botschaft des Evangeliums, das Evangelium, das du uns gegeben hast und das du gesagt hast, verkündet es, predigt es, bewahrt es bis ans Ende der Zeit.
[62:04] Wir haben uns mit zwei Läufern beschäftigt, die treu dieser Aufforderung nachgekommen sind. Sie sind nicht mehr und heute sind wir an der Reihe und wir bitten dich, dass du uns neu mit deinem Geist ausrüst, wir wissen, der Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit, der ist in uns und wir sind es, die seinem Wirken in uns, dass wir das Hemmen stören.
[62:29] Bitte hilf uns, dass wir uns neu ausrichten können, auf das, das wirklich zählt, damit diese Botschaft des Evangeliums auch durch unser Leben verteidigt und weitergegeben werden kann.
[62:41] Gib uns dazu immer wieder Gnade und einfach den Aufblick zu dir. Amen.