Gott will angebetet werden

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Prediger

Stephan Humbert

Datum
13. Dezember 2020

Passage

Beschreibung

Themen: Anbetung, Dank, Not, Krankheit, Happy Life

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Transkription

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[0:00] Ja, so wie das Lied aufgehört hat, O lasset uns am Beten, so gehen wir jetzt auch zur Predigt über und die heißt, Gott will angebetet werden.

[0:14] Ja, einleitend ein paar Fragen an euch alle. Wie oft seid ihr als Kinder zu den Eltern gegangen, um ihnen Danke zu sagen?

[0:26] Um sie etwas zu bitten? Um ihnen etwas einzugestehen? Oder um sie zu loben?

[0:39] Aus meiner Erfahrung heraus kann ich nur eingestehen, dass ich das viel zu wenig meinen Eltern gegenüber gemacht habe.

[0:50] Und zu viel selber und auf mini Art und wie es hoffen wollen erledigen. Das ist eine andere Frage. Nun an die, die schon Eltern sind.

[1:03] Wie fest schätzt ihr es, wenn eure Kinder zu euch kommen, um Danke zu sagen? Um euch um eure Hilfe zu bitten?

[1:16] Oder euch gegenüber etwas einzugestehen? Oder euch zu loben? Ich gehe davon aus, dass alle Eltern dies schätzen und eure Kinder aus eurer Perspektive da noch viel Potenzial nach oben haben.

[1:35] Ja, wenn die Kinder schon gegenüber den unvollkommenen Eltern, den sündigen Eltern, eine Abhängigkeit und Dankbarkeit schuldig sind, wie viel mehr sind wir es gegenüber einem absolut heiligen, perfekten und liebenden Vater im Himmel?

[1:56] Gott hat dich mittels seinem Blut erkauft. Du gehörst ihm und bist sein Kind. Aufgrund dieser neuen Beziehung, welche jeder Christ nun zu Gott hat, schulden wir Gott, dass wir ihm allein zur Ehre leben.

[2:16] Und dass wir ihm die Ehre geben, die ihm gebührt. Die Ehre geben heißt unter anderem, dass wir ihn suchen, zu ihm kommen, ihn anbeten, loben und auch unsere Nöte ihm aussprechen.

[2:36] Im heutigen Text geht es darum, dass Gott unabhängig der Situation angebetet und erbittet werden möchte. Und darum hör jetzt genau zu, wie Jakobus, die Gemeinde, ermutigt Gott anzubeten, damit auch du Gott auf die Art und Weise ehrst, wie er es möchte.

[3:04] Durch sein Wort spricht er zu den Menschen, doch angebetet und erbittet möchte er von dir durch das Gebet. Gott möchte geehrt und erbittet werden, damit er dein Leben weiter verändern kann.

[3:22] Darum fleht zu ihm, damit er handelt. Mittlerweile sind wir schon am Ende vom Jakobusbrief. Ihr dürft mal den Jakobus 5 aufschlagen. Und wir lesen dort gemeinsam die Verse 13 bis 20.

[3:37] Jakobus 5, 13 bis 20. Das ist der Predigtext. Leidet jemand von euch Unrecht? Er soll beten.

[3:50] Ist jemand guten Mutes? Er soll Psalmen singen. Ist jemand von euch krank? Er soll die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen lassen.

[4:01] Und sie sollen für ihn beten und ihn dabei mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten. Und der Herr wird ihn aufrichten.

[4:14] Und wenn er Sünden begangen hat, so wird ihm vergeben werden. Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet.

[4:26] Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist. Und er betete wiederum, da gab der Himmel Regen und die Erde brachte ihre Frucht.

[4:50] Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abehrt und es führt in einer zur Umkehr, so soll er wissen, wer einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr führt, der wird eine Seele vom Tod erretten und eine Menge Sünde zudecken.

[5:14] Ja, die Predigt habe ich mit dem Titel überschrieben, Gott will angebeten werden.

[5:26] Und die drei Gliederungspunkte, anhand denen wir durch den Text durchgehen, ist der erste, bist du am Leiden aufgrund von anderen? Bete zu Gott.

[5:39] Das ist der Vers 13. Dann der zweite Teil vom Vers 13, ist der zweite Gliederungspunkt. Bist du froh? Dann bete zu Gott.

[5:52] Und der dritte Gliederungspunkt, das sind die Verse 14 bis 20. Bist du schwach, beziehungsweise gefallen? Bete zu Gott.

[6:04] Und das möchten wir jetzt auch noch tun, bevor ich mit der Predigt anfange, möchte ich noch beten. Vater im Himmel, ich danke dir, dass du uns erkauft hast durch dein teures Blut.

[6:20] Vater im Himmel, ich danke dir, dass wir dein sein dürfen. Dass wir dir gehören dürfen. Und so möchten auch wir auf dich hören.

[6:31] Wir möchten lernen, was du in deinem Wort sagst. Und wir möchten zu dir kommen, so wie es du definiert hast. Wir möchten dich auf die Art und Weise anbeten und leben, wie es dir gefällt, um dich zu ehren.

[6:48] Und da möchten wir dich jetzt bitten, dass du unsere Herzen öffnest, dass wir erkennen, was dein Wort sagt. Und dass wir uns nach deinem Wort ausrichten. Und dass wir unser Leben nach deinem Wort verändern lassen.

[7:02] Damit wir dir zur Ehre leben dürfen, in all den Situationen, in denen wir uns befinden. So magst du uns helfen, dass wir uns auf dein Wort konzentrieren können.

[7:14] Wir bitten um Gnade und das Wirken von deinem Geist in unseren Herzen. Amen. Bist du am Leiden aufgrund von anderen?

[7:27] Der erste Punkt. Bete zu Gott. Leidet jemand von euch Unrecht?

[7:42] Steht im Vers 13. Dann soll er beten. Wer kennt die Situation bei den Kindern nicht? Der Markus muss schon wieder die Küche machen.

[7:55] Seine Schwester musste doch gestern auch nicht. Das ist doch ungerecht. Oder Carina musste die Strafaufgabe erledigen, obwohl sie nichts gemacht hatte.

[8:07] Das ist doch so ungerecht. Sie war nur zufällig bei dieser Gruppe, die erwischt wurde. Sandro hat das Tortenstück zuerst genommen. Dabei wäre doch Andreas an der Reihe gewesen.

[8:22] Das ist doch ungerecht. Doch diese Themen hören nach der Kindererziehung nicht auf. Wir Erwachsene leben in der gleichen sündigen Welt wie die Kinder und haben somit ebenso mit Ungerechtigkeiten zu kämpfen, welche uns wieder erfahren.

[8:41] Anstelle von Fehlentscheidungen der Eltern oder der Lehrern leiden wir vielleicht unter Fehlern von der Polizei, von den Arbeitgebern, von Versicherungen, dem Staat oder sogar von der Gemeindeleitung.

[9:00] Doch das Thema bleibt gleich. Weil die andere Partei die Situation anders einschätzt, das Recht anders interpretiert oder einfach gegen uns ist, versündigen sie sich schlussendlich an uns und wir leiden am Unrecht.

[9:20] Egal ob das Unrecht groß oder klein ist, die damit verbunden leiden, unangenehm oder sogar tödlich sind, die Reaktion soll immer die gleiche sein.

[9:34] Er soll beten. Er soll zum Herrn gehen. Eigentlich so einfach. Oder doch nicht?

[9:47] Was ist deine erste Reaktion, wenn du dich in deiner unangenehmen Situation befindest? Typischerweise verkündigen wir das Unrecht zuerst mit unseren Zungen allen, welche unsere Wege kreuzen.

[10:04] Parallel dazu gründen wir einen Fanklub für unsere Anliegen, um mit Unterstützung und geballter Kraft des Fanklubs gegen die andere Partei anzugehen.

[10:15] Und die nächsten Schritte sind dann, wir planen Racheakte, um die Gerechtigkeit wieder selbst herzustellen. Wir streiten direkt oder ziehen den anderen vor Gericht.

[10:29] Oder wir geben auf, ziehen uns zurück, schmollen und machen Pfust im Sack. All diese Reaktionen kennst du, wie auch ich selbst, zu Genüge.

[10:43] Es ist die natürliche Antwort von unserem Fleisch gemäss unserer alten Natur gegenüber Ungerechtigkeit.

[10:55] Jakobus weiss das nur zu gut, dass auf dieser Erde hier, im Leben unter der Sonne, wie es Salomo ausdrückt, das Recht im Argen liegt und entsprechend die Gerechtigkeit oftmals den Kürzeren zieht.

[11:14] Und das ist seit dem Sündenfall so. Auch die Psalmisten sangen hunderte Jahre früher schon genau dasselbe Lied mit den Worten, warum hat der Gottlose mehr Erfolg?

[11:28] Warum haben die Gottlosen anscheinend ein einfacheres Leben? Warum geht es denen, welche sich nicht an das Recht halten, besser? Ja, wenn du erwartest, dass du hier auf dieser Erde Gerechtigkeit erfahren wirst und kein Unrecht akzeptieren möchtest, welches andere dir antun werden, dann wird dein Leben ziemlich sicher nach unendlich langen Nächten in einer Depression enden.

[12:06] Vergiss diesen Plan, auch wenn er auf den ersten Blick noch so geistlich tönt. Das ist nicht der Wille Gottes, wie wir mit Ungerechtigkeiten umgehen sollen.

[12:19] Jakobus fordert dich und mich auf, dass wir weder zum Anderen noch in uns selbst gehen sollen, sondern wir sollen direkt zum Herrn im Gebet gehen.

[12:31] Doch warum? Nur bei Gott ist das absolute Recht zu finden. Er ist die Wahrheit und Gerechtigkeit in Person.

[12:46] Und darum kann und wird auch nur er die Gerechtigkeit, entweder hier auf Erden oder spätestens und dann aber ganz sicher in der Ewigkeit wiederherstellen.

[13:01] Nur er ist der, welcher deiner unruhigen, angstbeladenen Seele Ruhe verschaffen kann. Und das auch inmitten von aller Ungerechtigkeit.

[13:17] Und entsprechend sollst du zu ihm gehen, deine Situation ihm darlegen. genauso wie es auch David im Psalm 55 gemacht hat.

[13:28] Schlag diesen mal auf. David litt dort unter einem großen Unrecht. Und so spricht er dann im Vers 2, also Psalm 55, Vers 2, Schenke meinem Gebet Gehör, O Gott, und verbirg dich nicht vor meinen Flehen.

[13:47] Höre auf mich und antworte mir. Ich bin unruhig in meiner Klage und Stöhne vor dem Brüllen des Feindes, vor der Bedrückung des Gottlosen.

[13:59] Denn sie wollen Unheil über mich bringen und befeinden mich grimmig. Mein Herz bebt in mir und die Schrecken des Todes haben mich überfallen. Furcht und Zittern kommt mich an und Schaudern bedeckt mich.

[14:16] Doch trotz dieser erdrückenden Situation, die wir hier lesen, David flieht zum Herrn. Geht weiter zum Vers 17. Dort steht, Ich aber rufe zu Gott und der Herr wird mir helfen.

[14:33] Abends und morgens und mittags will ich beten und ringen, so wird er meine Stimme hören. Also wenn wir zum Herrn gehen, unser Anliegen ihm anvertrauen, dann wird er für dich sorgen.

[14:51] Und so steht dann im Vers 23, Wirf dein Anliegen auf dem Herrn und er wird für dich sorgen. Er wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen.

[15:07] Ja darum, merk dir, wenn du an Ungerechtigkeit leidest, dann flieh zum Herrn. Wirf die Anliegen, die Ungerechtigkeit zu ihm und dann lass sie bei ihm.

[15:24] Er wird dich nicht wanken lassen. Er ist der souveräne und gerechte Gott. Er ist dein Vater und dein Freund. Nur bei ihm wird deine Seele Ruhe finden.

[15:36] Und nur er wird das Recht wiederherstellen. Vielleicht im Hier und Jetzt, aber ganz sicher in der Ewigkeit. Aber bitte versteht diesen Vers richtig.

[15:48] Es geht hier um die erste Reaktion bei Ungerechtigkeiten. Das erste, was dir in den Sinn kommen soll, wenn du ungerecht behandelt wirst, dann ist es, ich flieh zum Herrn.

[16:05] Und danach gibt es noch eine ganze Reihe von Bibelstellen, welche dir helfen, wie du mit einem feindlichen Gegenüber umgehen kannst und auch sollst, um an diesem Unrecht zu arbeiten.

[16:21] Doch bist du am Leiden aufgrund von anderen? Bete zu Gott. Doch das Leben hier auf der Erde ist nicht nur zäh und schwierig und ungerecht.

[16:33] Es gibt auch sonnige und leichte Tage. Du darfst ein erfülltes Leben haben, dein Leben läuft wie am Schnürchen. Du darfst Ruhe haben, dich an all den Segnungen erfreuen, welche der Herr dir gibt.

[16:50] Dann freu dich, denn das ist gut. Aber auch da gibt Jakobus eine konkrete Anweisung. Und das möchten wir im nächsten Punkt zusammen anschauen.

[17:02] Punkt 2. Bist du froh? Bete zu Gott. Dort steht, ebenfalls im Vers 13, ist jemand guten Mutes.

[17:14] Er soll Psalmen singen. Guten Mutes kann auch mit Freude oder Zuversicht übersetzt werden. Dank Gottes Gnade und seiner Rettung herrscht die Sünde nicht überall im ganzen möglichen Ausmass.

[17:29] So wie die Sünde wie ein Nebelmeer dick über der Erde bzw. der Welt liegt, so gibt es auch Berggipfel, Bergketten oder ganze Hochplateaus, in welcher ungetrübte Freude erfahren werden kann.

[17:47] Und das ist auch gut so. Die Christen, welche der Ansicht sind, dass alles schön und fröhlich eine Sünde ist, werden es im Himmel einmal schwer haben.

[17:58] Denn dort ist eine reine, ewige Freude. Doch auch hier, was soll der tun, welcher voller Freude ist? Sich selbst auf die Schulter klopfen und sagen, wow, ich habe mein Leben gut gemeistert?

[18:15] Oder soll er zu den Mitmenschen gehen und ihnen von der Leichtigkeit des Lebens vorsingen und sie so in eine Depression stürzen? Nein, auch hier, wenn dein Leben an einem Fluss des Segens liegt und es nur so sprudelt, dann geh zurück zur Quelle deines Flusses und bring dem Geber aller Segnungen den Dank.

[18:42] Viele Psalmen wurden geschrieben um Gott, in seinen Eigenschaften anzubeten und für seine Taten zu danken. Und genau das sollen wir tun, wenn wir guten Mutes sind, wenn wir ein unbeschwertes Leben haben.

[18:59] Wir sollen Gott loben, ihn preisen und ihm die Ehre geben, welche ihm allein gebührt. Wie sieht das bei dir aus?

[19:10] bist du nur bei den Bitten vor Gott anhaltend? Doch wie andauernd bist du bei der Anbetung beim Dank gegenüber Gott?

[19:26] im Englischen gibt es den Ausdruck count your blessings.

[19:38] Das heißt so viel wie zähle alle Segnungen. Blick zurück in dein Leben und danke Gott für sein Führen und sein Leiten und alle Segnungen, welche du erfahren durftest.

[19:53] Darum bist du froh? Dann geh zu Gott und bringe ihm den Dank. Als dritte Gruppe spricht Jakobus in den folgenden Versen einerseits die Kranken und andererseits die in Sünde abgeirrten Gläubigen an.

[20:14] Die Verse 14 bis 20 habe ich mit dem Übertitel versehen, das ist jetzt auch der grösste Teil der Predigt, bist du schwach? bzw. gefallen?

[20:25] Bete zu Gott. Nach da möchte ich die Verse 14 bis 20 nochmals lesen. Ist jemand von euch krank?

[20:36] Er soll die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen lassen und sie sollen für ihn beten und ihn dabei mit Ölsalben im Namen des Herrn und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten und der Herr wird ihn aufrichten und wenn er Sünden begangen hat, so wird ihm vergeben werden.

[20:57] Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet. Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist.

[21:09] Elia war ein Mensch von gleicher Art wie wir und er betete inständig, dass es nicht regnen solle und es regnete drei Jahre und sechs Monate nicht im Land.

[21:21] Und er betete wiederum, da gab der Himmel Regen und die Erde brachte ihre Frucht. Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt und es führt ihn einer zur Umkehr, so soll er wissen, wer einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr führt, der wird eine Seele vom Tod erretten und eine Menge Sünde zudecken.

[21:54] Ja, die Herausforderung beim vorliegenden Text ist, dass Jakobus mit dem Umgang von schwachen und kranken Gläubigen anfängt, dann mit dem Umgang von Sünden weiterfährt und dabei die Kraft und die Rolle des Gebets aufzeigt und dann zuletzt den wertvollen Dienst der Seelsorge bei der Umkehr und Buße herausstreicht.

[22:23] Aber die Themen gehören in unserem Text zusammen und so möchten wir sie auch in einem Punkt zusammen anschauen. Doch viele sind bei der Auslegung dieses Textes schon an Orten gelandet, welche dem Rest der Bibel widersprechen und entsprechend möchten wir den roten Faden des Arguments erkennen, diesem folgen und dabei und falsche Zusammenhänge zu sehen meinen.

[22:56] Ich gebe mein Bestes, lest mit und hört gut zu und gemeinsam vertrauen wir auf den Heiligen Geist, dass er uns die Augen und das Hürz öffnet, damit wir das lernen, was es in diesem Abschnitt zu lernen gilt.

[23:15] Zuerst werden die Kranken angesprochen. Mit Kranken sind hier die körperlich Schwachen oder die Ermatteten bzw. Schwachen gemeint.

[23:27] Solche, welche keine Kraft mehr haben. Genauso, wie es in einer Gemeinde Personen hat, welche am Unrecht leiden, wie wir vor gehört haben oder guten Mutes sind, so gibt es auch solche, welche am Ende ihrer körperlichen Kräfte sind.

[23:46] Und das sind nicht drei verschiedene Personen, sondern es kann auch die gleiche Person in unterschiedlichen Lebenslagen betreffen. Wenn jemand am Ende der körperlichen Kräfte ist, dann müssen wir beachten, dass es verschiedene Ursachen für eine solche Schwäche gibt.

[24:09] Der Körper besteht gemäss 1. Mose 2,7 aus zwei Teilen. Dort steht, da bildete Gott der Herr den Menschen Staub von der Erde und blies Odem des Lebens in seine Nase und so wurde der Mensch eine lebendige Seele.

[24:32] Der eine Teil ist der physische Teil, das ist der Teil, welcher wir auch anfassen können. Es ist zugleich auch der Teil, welcher auf diese Erdenszeit hier begrenzt ist.

[24:46] Von Staub zu Staub, also vergänglich. Dann gibt es die Seele. Das ist das Leben, welches Gott Adam bei der Erschaffung eingehaucht hat.

[25:01] Das ist der Teil, welcher uns als Person ausmacht und ewig existiert. Und diese zwei Teile machen den Menschen hier auf der Erde aus.

[25:13] Beide Teile gehören zusammen. Und entsprechend gibt es auch eine gegenseitige Wechselwirkung. Das heißt, beide Teile des Lebens haben einen Einfluss auf den anderen.

[25:26] Wenn dein Körper mit einer physischen Krankheit kämpft, dann hat dies du bist zum Beispiel niedergeschlagen und magst nicht.

[25:39] Umgekehrt, wenn deine Seele nicht mag, wenn diese zum Beispiel voller Zweifel, Ängste, Sorgen und Sünden ist, dann hat dies auch einen Einfluss auf deinen Körper.

[25:54] Im Vers 14 in unserem Text stellt Jakobus die Frage, ist jemand von euch krank? Mit dem ursprünglichen Wort krank ist jedoch eine breitere Bedeutung gemeint als die Krankheit selbst.

[26:12] Neben krank kann dieses Wort auch mit schwach und kraftlos übersetzt werden. Die Ursachen dieser Schwachheit kann einerseits eine physische aber auch eine seelische Erkrankung sein.

[26:27] Genauso wie also Freude zu diesem Leben dazu gehört, gehört auch Leid, Schmerz und Kraftlosigkeit dazu. Aber auch wenn diese Situation eintrifft, lässt Gott uns nicht alleine.

[26:45] Gemäss unserem Text hat Gott eine Leitung in der Gemeinde eingesetzt, an welche sich der Kranke bzw. der Schwache wenden soll. Der Kranke soll gemäss dem Text die Ältesten zu sich rufen lassen.

[27:00] Die Aufgabe der Ältesten ist nun einerseits für den Kranken zu beten und andererseits ihn dabei mit Öl zu salben. Für den Kranken zu beten, das ist für uns noch verständlich.

[27:16] Doch was hat es mit dem Ölsalben Geht ja gehorrecht Gott c Und in dieser Situation lesen wir dann im Vers 12 und 13.

[27:44] Und sie, die Jünger, gingen und verkündigten, man solle Buße tun und trieben viele Dämonen aus und zahlten viele Kranke mit Öl und heilten sie.

[27:58] Öl wurde damals vielmals auch als Medizin verwendet, um die Wundheilung zu beschleunigen. In den gelesenen Versen von Markus 6 wurden zwar Kranke geheilt, jedoch nicht aufgrund des Öls, sondern aufgrund eines Wunders.

[28:22] Aber dennoch haben die Jünger Öl verwendet. Für was wurde es dann verwendet? Am besten verstehen wir das Öl wie zum Beispiel das Brot oder der Wein beim Abendmahl.

[28:36] Das Brot erinnert an den Leib Jesu Christi, der Wein an das vergossene Blut. Es geht beim Abendmahl nicht um das Brot und den Wein selbst, sondern das Brot und der Wein sollen uns daran erinnern, wer Christus ist, was er tat, was er tun wird.

[28:58] Und auch tut. Und so soll das Öl uns daran erinnern, dass wie das Öl bei der Heilung von Wunden hilft, so kommt der Älteste mit dem Kranken und Schwachen in voller Abhängigkeit vor Gott und bittet ihn allein um die Hilfe.

[29:20] Das Öl hat also eine symbolische Funktion und soll unseren Blick auf Gottes rettende und heilende Kraft lenken.

[29:31] Und darum steht auch mit Ölsalben im Namen des Herrn. Der Schwache soll also in seiner Situation Hilfe bei den Ältesten suchen und dann sollen sie gemeinsam für ihn vor Gott beten.

[29:57] Doch was ist hier mit Beten gemeint? Ist damit ein Gebet gemeint, bei welchem wir Gott den Befehl geben, dass er den Kranken heilen muss?

[30:11] Ist es ein rein mystisches Ritual, welches uns einfach ein schönes, angenehmes Herz gibt?

[30:23] Nein, definitiv nicht. Im Vers 15 steht, dass es ein Gebet des Glaubens ist. Was ist damit gemeint?

[30:34] Am besten blättert er mal zurück Jakobus 1,5. Jakobus 1,5 oder beziehungsweise in diesem Kapitel geht es darum, dass Gott uns Prüfungen in das Leben gibt.

[30:53] Und dass wir in diesen Prüfungen darin reifen und ihm immer ähnlicher werden sollen. Wenn in einer solchen Prüfung oder in einer solchen Situation uns dann die Weisheit fehlt, um in einer solchen Prüfung richtig zu denken, dann sollen wir zum Herrn kommen und ihn um Hilfe bitten.

[31:17] Und in diesem Zusammenhang steht dann im Vers 5 oder ab Vers 5, Wenn es aber jemand unter euch an Weisheit mangelt, so erbitte er sie von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben werden.

[31:37] Erbitte aber im Glauben und zweifle ihn nicht, denn wer zweifelt, gleicht einer Meereswoge, die vom Wind getrieben hin und her geworfen wird. Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen wird.

[31:52] Ein Mann mit geteiltem Herzen, unbeständig in allen seinen Wegen. Gott verheißt seine Hilfe.

[32:03] Er ist ein liebender und ein gebender Gott. Doch der, welcher nicht glaubt, was er betet, der, welcher zweifelt und unbeständig ist, sich von den Umständen hin und her treiben lässt, der wird vom Herrn nichts empfangen.

[32:27] Wenn wir also zu Gott beten, in all unserer Schwachheit, dann geht es darum, dass wir im Glauben Gott in seinem perfekten Wesen anbeten.

[32:40] ihn im Vertrauen anbeten, ihn im Vertrauen an seine Verheißungen erinnern, uns Gottes Zielen neu bewusst werden und unseren Willen neu unter seinen Willen unterordnen.

[32:59] Und als praktisches Beispiel fügt dann Jakobus im Kapitel 5, jetzt wieder zurück, im Vers 17 und 18, die Begebenheit von Elia an, bei der Elia Gott darum gebeten hatte, dass es dreieinhalb Jahre nicht regnen solle.

[33:19] Dieses Gebet war in Übereinstimmung mit Gottes Wort, wie wir später dann noch sehen werden. Und es regnete nicht mehr, bis Elia wiederum Gott um Regen bittete.

[33:36] Elia glaubte, betete inständig, also flehend und intensiv. Und genau so soll für den Kranken gebeten werden.

[33:48] Denn auf ein solches Gebet des Glaubens gelten die drei Verheißungen vom Vers 15. Der Schwache bzw. Kranke wird errettet.

[34:01] Der Herr wird ihn aufrichten. Und die dritte, wenn er Sünde begangen hat, dann wird ihm vergeben werden. Gott lässt ein solches Gebet nicht unbeantwortet.

[34:16] Der Gott der Bibel ist ein Gott, der Wunder tut. Gott ist nicht an die physikalischen Gesetze gebunden. Nein, er hat diese definiert.

[34:28] Gott kann den Kranken zum Beispiel physisch retten, indem er ihn durch ein Wunder auf übernatürliche Art und Weise errettet und heilt. Er kann ihn durch die aktuellen medizinischen Gegebenheiten heilen.

[34:46] Gott kann aber auch anders retten. Denn Gottes Ziel für uns hier auf Erden ist nicht ein langes und möglichst gesundes Leben.

[35:00] Gott kann auch Krankheiten und Leiden um seine Pläne zu verwirklichen.

[35:12] Gott kann selbst einen todkranken Menschen seelisch aufrichten, damit er in seiner irdischen, noch so hoffnungslosen Situation anderen Menschen voller ewiger Hoffnung eine Stärkung sein kann.

[35:28] Gott wird das Gebet des Glaubens nicht unbeantwortet lassen. Er wird dem Kranken helfen. Doch die Art und Weise, wie Gott hilft, dürfen, sollen und müssen wir voller Vertrauen Gott überlassen.

[35:45] Denn er ist allmächtig, nichts ist ihm unmöglich. Wir müssen ihm das überlassen, denn er ist absolut gut. Und entsprechend kann er nichts Falsches tun.

[35:59] Ja, wir müssen es ihm überlassen, denn er ist voller Weisheit und voller Liebe. Und somit macht er das Richtige und das Beste für dich und mich.

[36:12] Ja, bis jetzt haben wir zusammen gesehen, dass bei einer Krankheit, beziehungsweise Schwachheit, die Ältesten gerufen werden sollen. Diese sollen ihn mit Öl salben und für ihn beten.

[36:27] Das Gebet des Glaubens wird den Schwachen, beziehungsweise den Kranken retten. In diesem Fall können wir davon ausgehen, dass die Ursache eine rein körperliche Schwachheit oder Krankheit ist.

[36:41] Mit dieser Ursache kämpfen alle Menschen auf dieser Erde aufgrund von der Vergänglichkeit früher oder später einmal.

[36:53] Es ist die Endlichkeit unseres Körpers, welche Gott gebraucht, um uns und die anderen zu formen. Im zweiten Teil des Vers 15 deckt Jakobus jedoch eine andere Ursache der Schwachheit oder der Krankheit auf.

[37:15] Es steht dort, und wenn er Sünden begangen hat, so wird ihm vergeben werden.

[37:28] Diese Ursache offenbart den Zusammenhang zwischen seelischem und körperlichem Leiden in Verbindung mit der Sünde. Wie viele Menschen in Gemeinden oder wie viele Menschen in Gemeinden haben ein von Sünde gezeichnetes Leben und sind dadurch kraftlos.

[37:54] Sie haben falsche Entscheidungen gefällt und haben diese aber Gott nie bekannt. Sie leben in sündigen Angewohnheiten.

[38:05] Sie leben in zerstrittenen Beziehungen mit den Eltern, mit Ehepartnern, mit Kindern, den leiblichen oder geistlichen Geschwistern. Ja, sie sind in ihrem Leben eher bekannt, als wir, wie wir letztendlich von Martin gehört haben, eher als Brand statt Friedensstifter.

[38:26] Es gibt aber auch die Situation, dass ein Gläubiger einfach müde und kraftlos von dem andauernden Kampf gegen die Sünde ist.

[38:39] Er mag einfach nicht mehr. Gott will dich nicht in diesem kraftlosen Zustand belassen. Er hilft gerade auch bei geistlichen Gebrechen.

[38:54] Wenn du im Gebet des Glaubens zu Gott kommst und bei ihm seine Hilfe suchst, deine Sünden bekennst, dann ist dir die Vergebung auch zugesichert.

[39:10] Vers 16 zeigt dies nochmals klar auf. Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet.

[39:21] eigene Schwachheiten einzugestehen, beim Nächsten um Hilfe zu bitten, diese Sünden zu bekennen und füreinander zu beten, das ist keine Schwäche, nein, sondern es ist Gottes Plan für eine heilende Veränderung.

[39:43] Aber bitte beachtet, hier geht es nicht um Beichte oder Seelenspionage nach dem Vorbild der Katholiken.

[39:54] Hier geht es darum, dass wir uns gegenseitig auf Augenhöhe uns zu unseren Schwachheiten, zu unseren Versagen und zu unseren Glaubenskämpfen bekennen.

[40:08] Dass wir füreinander im Gebet einstehen und gemeinsam zu Gott kommen, um von ihm die Hilfe zu erwarten.

[40:21] So wie es auch in der bekannten Stelle im Galater 6,1 steht, dort steht, Brüder, wenn auch ein Mensch von einer Übertretung übereilt würde, so helft ihr, die ihr geistlich seid, einem solchen im Geist der Sanftmut wieder zurecht und gib dabei Acht auf dich selbst, dass du nicht auch versucht wirst.

[40:50] Wir sind von Gott erschaffen, um uns von anderen helfen zu lassen, beziehungsweise anderen zu helfen. Schau niemals auf die Sünden von anderen herab.

[41:06] Bedenke, dass ausserhalb der Gnade Gottes du aufgrund der alten Natur zu jeder noch so schrecklichen Sünde feig bist.

[41:19] Paulus warnt die Korinther im 1. Korinther 10,12 Darum, wer meint, er stehe, der sehe zu, dass er nicht falle. In dieser Gesinnung möchten wir füreinander da sein, gegenseitig Rechenschaft ablegen und die Lasten gemeinsam tragen beziehungsweise vor dem Herrn bringen.

[41:47] Jakobus fordert dazu auf, dass wir füreinander beten sollen. Und wenn wir dies tun, dann können wir in der Heiligung gemeinsam wachsen und können so dem Herrn ähnlicher werden.

[42:04] Wenn du dies jedoch nicht tun willst, du deine perfekte Fassade aufrechterhalten willst, dann wirst du den Pharisäern gleichen, außen hui und innen pfui.

[42:26] Ohne deine Kapitulation vor Gott, dem Gehorsam gegenüber seinem Wort gegenüber und der Annahme von der Hilfe von anderen kann dir nicht geholfen werden.

[42:41] Du wirst unter der Last der Sünde weiterhin leiden und somit schwach und wirkungslos bleiben. Mach dir doch mal Gedanken, warum bist du am Männermorgen, am Frauenabend, am Hauskreis, am Gebetsabend so still?

[43:10] Kann es sein, dass du nicht willst, dass durch deine Fragen deine Schwachheiten und Sünden zum Vorschein kommen und du das Ansehen verlierst bei den anderen?

[43:27] Ich möchte damit nicht sagen, dass wir vor allem unsere Sünden ausschütten müssen. Je nach Situation gibt es hierzu unterschiedliche Gefäße und Beziehungen in der Gemeinde, welche geeigneter sind wie der vor allem.

[43:48] Aber nur in dem Maße, wie wir uns gegenseitig die Kämpfe und unser Versagen bekennen, können wir füreinander auch beten und vom Herrn Vergebung und Hilfe erwarten beziehungsweise empfangen.

[44:07] Aber auch hier im Vers 16 ist wiederum das Gebet des Glaubens beziehungsweise das Gebet des Gerechten verlangt. Es geht bei diesem Gebet nicht darum, um Veränderung der Situation beziehungsweise das Wegnehmen von der Versuchung zu beten oder einfach um eine pauschale Vergebung zu erfahren.

[44:34] Sondern es geht darum, dass wir Gott unser verdrehtes Herz, unsere falschen Einstellungen, unsere falschen Ziele und Motivationen und die daraus folgenden Taten Gott beziehungsweise dem Nächsten bekennen und so von Gott Vergebung und Veränderung erbitten.

[45:01] Auch hier einem solchen Gebet liegt im Vers 16b eine Verheißung vor. Das Gebet eines Gerichten vermag viel, wenn es ärztlich ist.

[45:15] Und danach zeigt Jakobus die Wirkung von Elias seinem Gebet auf. Der Elia war ein Mensch von gleicher Art wie wir und er betete inständig, dass es nicht regnen solle und es regnete drei Jahre und sechs Monate nicht im Land und er betete wiederum.

[45:43] Da gab der Himmel Regen und die Erde brachte ihre Frucht. Jakobus nimmt gleich das Argument der Zweifler vornweg.

[45:55] Elia war kein Übermensch oder sonst jemand, welcher nicht unser Vorbild sein könnte. Er war ein Mensch wie steht gleicher Art.

[46:08] Er war wie du und ich. Das, was ihn auszeichnete war, dass durch sein Gebet des Glaubens beziehungsweise durch das Gebet des Gerechten sich der Himmel für dreieinhalb Jahre verschloss.

[46:24] Als er dann wiederum betete, öffnete sich der Himmel, der Regen kam und Frucht Gedieh. Aber bitte beachtet aber, dass auch Elia hier nur in Übereinstimmung mit der Schrift betete.

[46:42] Schlagt mal 5. Mose 11 aus. 5. Mose Kapitel 11 Vers 16 5. Mose 11 Vers 16 Und dort erinnert Mose das Volk Gottes beziehungsweise er warnt sie Hütet euch aber, dass sich euer Herz nicht verführen lässt, sodass ihr abweicht und anderen Göttern dient und euch vor ihnen niederwerft und dass dann der Zorn des Herrn über euch entbrennt und er den Himmel verschließt, dass kein Regen kommt und die Erde ihren Ertrag nicht gibt und ihr bald ausgerottet werdet aus dem guten Land, das der

[47:44] Herr euch gibt. Mose hatte das Volk vor dem Götzendienst gewarnt und ihnen die Konsequenzen aufgezeigt.

[47:57] Ahab hatte das Volk nicht als König nicht zu Gott hingeführt, sondern es von Gott weggezogen.

[48:10] Er förderte den Götzendienst, er verfolgte und tötete die Propheten. Und entsprechend lesen wir im 1. Könige 18, Vers 17, von einer Begegnung dann auch von Ahab mit Elia nach diesen dreieinhalb Jahren Dürre.

[48:30] Und dort steht dann im Vers 17, und als Ahab den Elia sah, sprach Ahab zu ihm, bist du da, der Israel ins Unglück bringt?

[48:43] Er aber sprach, also Elia, nicht ich bringe Israel ins Unglück, sondern du und das Haus deines Vaters, weil ihr die Gebote des Herrn verlasst habt und den Wahlen nachgefolgt bist.

[48:58] Ahab und seine Vorgänger haben das Volk Israel von Gott weggeführt. Elia hatte nur in Übereinstimmung mit Gottes Wort gebetet und so durch die Not den Blick des Volkes wieder auf Gott ausgerichtet.

[49:22] Jakobus zeigt mit dem Gebet von Elia auf, dass das Gebet eines Gerechten viel vermag. Lebst du ein Leben in der Heiligung?

[49:38] Lebst du in Übereinstimmung mit Gottes Wort? Jakobus fordert dazu auf, dass wir einander die Übertretungen bekennen und füreinander beten sollen.

[49:52] Bete für andere, welche in Sünde gefallen sind. Dies bekennen und um Hilfe bitten. Wenn du dies tust, dann sei gespannt auf den Ausgang.

[50:04] Denn das Gebet eines Gerechten vermag viel. Im Vers 19 streicht Jakobus dann nochmals die Wichtigkeit und die Dringlichkeit der physischen Gemeinschaft in Bezug auf ein Leben in der Heiligung heraus.

[50:23] Vers 19 20 Brüder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abehrt und es führt ihn einer zur Umkehr, so soll er wissen, wer einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr führt, der wird eine Seele vom Tod erretten und eine Menge Sünden zudecken.

[50:44] Jakobus spricht die Gemeinde nochmals mit einer herzlichen, gewinnenden Anrede an. Brüder, es ist ihm ein Anliegen, die Wichtigkeit der Gemeinde, der Ort, wo die engen Beziehungen zum Nächsten stattfinden, im Prozess der Heiligung dann auch herauszustreichen.

[51:06] Er möchte, dass die Gemeinde dieses Anliegen versteht und bereitwillig aufnimmt. Und so schildert er die folgende Situation. Jemand in der Gemeinde, der verirrt sich in Sünde.

[51:25] Er folgt nicht mehr der Wahrheit, er vertraut nicht mehr Gott, sondern er glaubt irgendeiner Lüge Satans. Diese Person wird nun von einer anderen Person in der Gemeinde auf diese Situation angesprochen.

[51:45] Der Sünder, der erkennt seine Sünde. Er bekennt diese, kehrt um und kommt wieder auf Kurs. Er ist nun wieder auf dem sicheren, richtigen Weg.

[51:58] Praise the Lord! Was gibt es für eine schönere Situation? Doch wenn jemand, mag er sich noch so als Christ nennen und bekennen.

[52:11] Wenn er auf die biblische Ermahnung, auf seine Sünde im Leben nicht hören will, keine Reaktion zeigt, dann zeigt dies auf, dass er unter einer anderen Autorität lebt und entsprechend, wir müssen es annehmen, nicht errettet ist.

[52:33] Ihm kann andersweitig nicht geholfen werden. Genau gleich zeigt uns dies auch Matthäus 18 auf. Dort wird detailliert der Eskalations Prozess aufgezeigt, wie die Gemeinde vorgehen soll, um jemand, der sich in Sünde verstrickt hat, wieder zu gewinnen.

[52:54] Und wenn er auf all diese Schritte nicht reagiert, dann kann ihm andersweitig nicht geholfen werden, als ihn als Ungläubiger anzusehen und ihn mit dem Evangelium wieder neu zu konfrontieren.

[53:09] Jakobus nutzt die letzten Worte seines Briefes dann dafür, dass wir füreinander da sind, um einander zu helfen, in der Heiligung voranzukommen.

[53:22] Und damit das geschehen kann, brauchen wir aber Kontaktfläche. Und das ist die Gemeinde mit all den Treffen, welche wir hier offiziell oder ihr zu Hause im Privaten bei euch stattfinden.

[53:36] Nur wenn wir die geistlichen Masken und Fassaden entfernen, unsere Schwachheiten einander bekennen, gemeinsam beten und einander in der Heiligung helfen, wird Gott eingreifen, uns vergeben, den Schwachen wieder aufrichten und Heilung geben.

[54:00] Somit ist die natürliche Seelsorge in der Gemeinde zwischen den Glaubens Geschwistern etwas so Wichtiges. Es ist eine wertvolle und eine wunderschöne Aufgabe, dem Nächsten anhand von der Schrift zu helfen, damit er wieder ein Leben zur Ehre Gottes leben kann.

[54:26] In der heutigen Predigt haben wir gesehen, dass Gott will, dass wir in jeder Situation zu ihm kommen und ihn anbeten.

[54:39] Egal in welcher Situation du bist, ob du nun ungerecht behandelt worden bist, ob du froh und unbeschwert bist, oder ob du aufgrund von Sünden oder Krankheiten nicht mehr magst.

[55:02] Flieh zum Herrn, bete ihn an und erwarte seine Hilfe. Wir möchten noch gemeinsam beten.

[55:14] Wir verneigen uns. Vater im Himmel, ja, du bist ein Gott, der nahbar ist.

[55:29] Du bist ein Gott, der für die Seinen da ist. Du bist ein Gott, der die Seinen erkauft hat. Und so möchtest du, dass wir unabhängig von der Situation zu dir kommen, dich loben und preisen, vor dich bitten bringen, vor dir um Vergebung bitten, von dir alle Veränderung erwarten.

[55:56] Ja, und so möchten wir auch als Gemeinde ja, die, die wir so unterschiedlich sind. Die einen, die sind voller Freude, die anderen leiden aufgrund von Ungerechtigkeiten im Leben und die Dritten, sie kämpfen mit Krankheiten oder mit Schwierigkeiten, mit Sünden in ihrem Leben.

[56:19] Leben. Wir alle sind in derselben Gemeinde, wir haben denselben Gott und wir möchten zu dir kommen und entsprechend der Situation dir das bringen, was du möchtest.

[56:33] Wir möchten dir danke sagen, wenn du, wenn wir dich loben und preisen, wenn wir dich einfach erkennen können im Alltag.

[56:47] Wir möchten dir die Ehre geben, die dir gebührt. Aber wir möchten auch, wenn wir Ungerechtigkeiten und Ungerechtigkeiten leiden, dann möchten wir zu dir, dem gerechten Gott kommen.

[57:00] Wir möchten bei dir Ruhe finden. Wir möchten bei dir unsere Sorgen abladen. Und wir möchten anhand von deinem Wort richtig mit dieser Situation umgehen.

[57:12] Ja, aber auch, wenn unser leiblicher Körper uns Schwierigkeiten bereitet, wenn Krankheiten da sind, auch da wollen wir bei dir Zuflucht suchen.

[57:27] Du hast all die physikalischen Gesetze gegeben. Du hast den Körper so definiert, dass er funktioniert.

[57:39] Und wenn auch etwas nicht funktioniert, dann ist dir das nicht entglitten, sondern dürfen wir dir vertrauen, dass du deinen Plan auch mit dieser Situation vollbringst.

[57:52] Und wir dürfen wissen, du kannst uns heilen, du kannst uns aber auch zu dir rufen. Wir möchten dir vertrauen, dass du den richtigen Weg auch einschlägst und auch vollbringst.

[58:06] Aber auch, wenn wir in Sünde gefallen sind und wie oft tun wir das? Ja, bitte bewahrt uns, dass wir einfach unsere Fassade wahren und irgendein Spiel dahinter im Privaten, im Heimlichen vollbringen.

[58:23] Hilfe uns, dass wir die Warnungen von deinem Wort ernst nehmen, dass wir die Vergebung suchen, dass wir unsere Sünden bekennen bei den Nächsten und dass wir so gemeinsam zu dir kommen und um Hilfe von dir einfach auch erbitten.

[58:42] Ja, wir wissen, dass du, Vater im Himmel, ein guter und ein gnädiger Gott bist. Du wirst vergeben, du wirst helfen, du wirst heilen, du wirst deinen Plan vollenden und dafür möchten wir dir Danke sagen und möchten immer wieder neu auf dich blicken und dir vertrauen.

[59:02] Amen.