Herzenssache: Was du über dein Leben wissen musst

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Prediger

Stefan Moser

Datum
6. September 2020

Passage

Beschreibung

Themen: trügerisches Herz, Sünde, Evangelium

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Transkription

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[0:00] Ja, einen guten Morgen auch von meiner Seite. Und es ist fast auf den Tag genau ein halbes Jahr her, seit ich das erste Mal bei euch war.

[0:12] Und ich habe euch damals gesagt, falls es zu einem Wiedersehen in eurem Gemeindekontext kommen sollte, werden wir uns mit Jeremia beschäftigen. Nun bin ich also hier und möchte euch herzlich zur heutigen Predigt begrüßen.

[0:27] Aber was hat es eigentlich mit dieser schon fast etwas abgedroschenen Begrüßungsformel auf sich? Was ist damit gemeint, wenn wir sagen, herzlich willkommen?

[0:41] Oder was meinen wir, wenn wir sagen, es kommt von Herzen? Es ist vielleicht kein tolles Geschenk, aber es kommt wenigstens von Herzen. In unserem Sprachgebrauch meinen wir eigentlich damit, dass es etwas ist, was mit Liebe kommt.

[0:57] Oder es ist ein besonders warmen Empfang, den wir euch geben möchten. Aber ich muss sagen, mit dem heutigen Bibeltext im Hinterkopf schaue ich das Ganze ein bisschen differenzierter an.

[1:11] Und wenn ich jetzt dann gleich Jeremia 17, Vers 9 lese, so vergesst am besten gleich, dass ich euch herzlich willkommen geheissen habe. Denn Jeremia spricht hier eine andere Sprache, wenn es um das Herz geht.

[1:28] Und wir werden sehr bald merken, dass es nicht unbedingt ein Gütesiegel ist, wenn etwas von Herzen kommt. Aber wir wollen das alles in der Ruhe miteinander anschauen, schön der Reihe nach.

[1:41] Und wir machen uns, wie von Stefan angekündigt, heute Morgen Gedanken über unser Herz. Und damit meine ich nicht das ungefähr 300 Gramm schwere Organ, welches literweise Blut durch unseren Körper pumpt.

[1:55] Die Bibel spricht auch davon, zum Beispiel in 2. Könige 9, 24, als Jehus Pfeil das Herz von Joram traf. Aber wir wollen uns heute Morgen Gedanken über das Herz machen, in dem Sinn, wie es die Bibel eigentlich meistens verwendet.

[2:11] Das Thema lautet, Herzenssache, was du über dein Lebenszentrum wissen musst. Und wir schlagen gemeinsam auf das Buch Jeremia, Kapitel 17.

[2:25] Und ich möchte zunächst zwei Verse lesen. Jeremia, Kapitel 17, Vers 9 und Vers 10. Arglästig ist das Herz, mehr als alles andere, und verdorben ist es.

[2:41] Wer mag es kennen? Ich, der Herr, erforsche das Herz und prüfe die Nieren. Und zwar, um einem jeden zu geben, nach seinen Wegen, nach der Frucht seiner Handlungen.

[2:54] Und ich möchte dir heute Morgen drei Wahrheiten über das Herz vorstellen, die du einfach wissen musst. Und dabei gehen wir von dieser gelesenen Textstelle hier in Jeremia aus und werden dann via Hesekiel im Neuen Testament landen.

[3:13] Die erste Wahrheit von heute Morgen ist, das alte Herz ist falsch. Die erste Aussage, welche Jeremia hier in unserem Text über das menschliche Herz macht, ist, überaus trügerisch ist das Herz.

[3:32] Andere übersetzen hier trügerisch mit arglistig oder mit abgründig. Und einigen von euch ist vielleicht auch die Übersetzung von Luther geläufig.

[3:43] Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding. Und als ich vor einiger Zeit begonnen habe, das Buch Jeremia zu lesen und zu studieren, da wurde mir sehr schnell bewusst, dass wir die Tragweite dieser Worte hier im Vers 9 eigentlich nicht wirklich verstehen können, wenn wir mit dem historischen Kontext dieser Passage hier nicht vertraut sind.

[4:08] Und deshalb möchte ich zu Beginn einige Verse aus diesem Buche lesen. Und damit der Aussage hier in Vers 9 zusätzliches Gewicht verleihen.

[4:23] Ich möchte auch noch ein paar Bemerkungen zu dem geschichtlichen Kontext von diesem Buch Jeremia vorausschicken. Jeremia, er war ein Priestersohn, also ein Israelit aus dem Stamm Levi.

[4:38] Seine Heimatstadt lag ungefähr fünf Kilometer von Jerusalem entfernt. Und er wirkte nach seiner Berufung zum Propheten im Südreich Israels, also in Judah. Er wirkte nach Jesaja.

[4:51] Er war aber ein Zeitgenosse von Hesekiel oder von Daniel oder auch von Habakkuk. Die einleitenden Verse in das Buch Jeremia, Jeremia 1, 1-3, die geben uns den geschichtlichen Hintergrund dieses Buches.

[5:08] Und wenn wir dort lesen, ist Folgendes dabei interessant. Dieser Prophet Jeremia, der wurde zu der Zeit des bis auf die Knochen bösen Königs Manasse geboren.

[5:19] Auf eine Zeit von Gottesfurcht unter dem König Hiskia folgte dieser abgrundtief böse König Manasse.

[5:31] 2. Könige 9, dort wird uns beschrieben, in welchen Gräueln Israel unter diesem König Manasse lebte. Und wir lesen dort, er verführte sie zu grösseren Gräueln, als es gar die Heidentaten.

[5:45] Dieser Manasse, der war quasi auf einer Skala der schlechtesten Könige von Judah, die absolute Spitze. Als Jeremia berufen wurde, da regierte sein Sohn Josia.

[6:01] Und unter diesem Josia, der sehr jung König wurde, fanden zahlreiche Reformen statt. Zu seiner Zeit wurden ja auch bei Renovierungsarbeiten im Tempel die Gesetzesrollen wiederentdeckt.

[6:12] Und Josia schaffte den Götzenkult ab und Gott versprach, dass er das angedrohte Unheil über Judah nicht zu seiner Zeit hereinbrechen lassen würde.

[6:24] Und in 2. Könige 23, 25 finden wir ein wunderbares Zeugnis über diesen König Josia. Und dort heisst es, und seinesgleichen ist vor ihm kein König gewesen, der sich so von ganzem Herzen und von ganzer Seele und mit allen seinen Kräften dem Herrn zuwandte.

[6:42] Ganz nach dem Gesetz Moses, auch nach ihm ist keiner seinesgleichen aufgestanden. Sehr schön. Aber die Geschichte hat ein grosses Aber.

[6:57] Denn im folgenden Vers, dort in 2. Könige 23, sehen wir, dass der Herr sich nicht von der Glut seines Zornes abwandte, womit er über Judah erzündet war.

[7:10] Ja, weshalb? Josia gelang es trotz allem nicht, die Herzen des Volkes Gott zuzuwenden. Und sein Sohn Joachim, der war wieder sehr gottlos.

[7:24] Der innere Zustand, also das Herz des Volkes, das änderte sich auch nicht unter dem letzten offiziellen König vor dem babylonischen Exil unter Zedekia nicht.

[7:37] Und dieses babylonische Exil ist eigentlich ein sehr wichtiges Stichwort. Jeremia lebte also zu der Zeit, als Babylon Jerusalem belagerte, eroberte und zerstörte und viele junge Männer, wie eben zum Beispiel Daniel, nach Babylon deportierten.

[7:56] Und diese Tatsachen, diesen geschichtlichen Rahmen hier, der macht uns deutlich, das Herz von Judah, das war weit entfernt von Gott. Und diese Beobachtung machen wir beim Lesen vom Buch Jeremia immer und immer wieder.

[8:11] Und einige Stellen möchte ich euch hier nun einleitend zeigen. Da heisst es in Kapitel 2, Vers 25, Der Aufruf von Gott, bewahre deinen Fuss vor dem Barfuß gehen und deine Kehle vor dem Durst.

[8:27] Aber du sprichst, nein, da wird nichts daraus. Denn ich liebe die Fremden und ihnen will ich nachlaufen. Kapitel 6, dort heisst es in Vers 16, So spricht der Herr, tretet hin an die Wege und schaut und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, welches der gute Weg ist, und wandelt darauf.

[8:47] So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Was wünscht sich der Mensch denn mehr als Ruhe für die Seelen? Jeder Mensch nimmt doch dieses Angebot dankend an. Aber die Antwort des Volkes ist, sie aber sprachen, wir wollen nicht darauf wandeln.

[9:07] In Kapitel 7 heisst es, und dort werden eigentlich die Sünden von Judah zusammengefasst in diesen Versen, Meint ihr denn, nachdem ihr gestohlen, gemordet, die Ehe gebrochen, falsch geschworen, den Ball geräuchert habt und anderen Göttern nachgelaufen seid, die ihr nicht kennt, dass ihr dann kommen und vor mein Angesicht treten könnt in diesem Haus, das nach meinem Namen genannt ist und sprechen, wir sind errettet, nur um dann alle diese Gräuel weiter zu verüben.

[9:37] Ja, diese Verse fassen die Sünden von Judas zusammen, von welchen hier in Kapitel 17 im ersten Vers die Rede ist. Und diese Sünden, die waren eingegraben in die Herzen von Judah.

[9:52] In die Herzen, in welche eigentlich das Gesetz Gottes hätte eingegraben sein sollen. Wenn wir nun diese gelesenen Stellen im Hinterkopf haben, und glaubt mir, es gäbe zahlreiche mehr, die ich hier anfügen könnte, die dasselbe aussagen über den Zustand von Judas Herzen, dann verstehen wir etwas mehr davon, was Jeremia meint hier in Vers 5, wenn er sagt, überaus, überaus arglistig, überaus trügerisch ist das Herz.

[10:28] Lasst uns auch noch Kapitel 18 aufschlagen. Ich lese dort Vers 11, wo es heisst, wie Gott widerspricht, und nun rede zu den Männern von Judah und zu den Bewohnern von Jerusalem und sage, so spricht der Herr, siehe, ich bereite ein Unglück gegen euch und ersinne gegen euch einen Plan.

[10:46] Kehrt doch um, jeder von seinem bösen Weg, und macht eure Wege und eure Handlungen gut. Aber sie sagen, es ist umsonst, denn unseren Gedanken wollen wir nachgehen und jeder nach dem Startsinn seines bösen Herzens tun.

[11:03] Das sind ziemlich harte Worte, die wir hier aus dem Herzen von Judah hören. Aber es sind die Worte, welches das natürliche, menschliche Herz ausspricht.

[11:18] Wir werden uns in diesem Abschnitt nun dem Schlüsselwort trügerisch oder eben arglistig, je nach Übersetzung, zu. Und es ist so, dass wenn wir dies in unseren deutschen Übersetzungen so lesen, ja, dann scheint das Ganze gar nicht so ausweglos, dann scheint das gar nicht so schlimm zu sein.

[11:41] Und deshalb haben wir versucht, hier ein bisschen den Kontext zu beleuchten, damit wir die Tragweite dieses Wortes trügerisch besser verstehen. Wir neigen dazu zu sagen, ja, okay, das Herz, das hat vielleicht so seine Schwächen.

[11:57] Es neigt dazu, uns zu täuschen, aber ganz so schlimm ist es doch nicht. Aber wenn wir dies wirklich verstehen wollen, müssen wir wissen, was das Wort trügerisch eigentlich meint, was es eigentlich aussagen will.

[12:11] Und das Wort, welches hier eigentlich verwendet wird, das bedeutet eigentlich so viel wie uneben oder höckerig. Davon abgeleitet ist das Wort betrügen, was wörtlich an der Ferse packen bedeutet.

[12:24] Es redet von Hinterlist. Und dieses Unebene, dieses Höckrige, das macht uns deutlich, dass das Herz keine gute Grundlage ist, weil es uneben ist.

[12:39] Anfang Jahr habe ich in einer Überbauung gearbeitet, die war an einem steilen Hang angelegt. Und bevor man dort überhaupt ein Haus hinstellen konnte, mussten da monatelang gebackert und betoniert werden.

[12:53] Es mussten Stützwände errichtet werden, es mussten Terrassen ausgeöffnet werden, wo man überhaupt Häuser draufstellen kann. Vorher wäre es unmöglich gewesen, dort Häuser zu bauen.

[13:04] Die erste Wahrheit, die uns hier der Text lehren will, ist der natürliche Mensch, der kann seinem Herz nicht trauen.

[13:17] Weil der Grund, der liegt in seiner Beschaffenheit. Die Beschaffenheit des Herzens ist eben uneben. Es ist keine Grundlage, die vertrauenswürdig ist. Es ist keine Grundlage, auf die wir bauen könnten und schon gar nicht etwas bauen, was vor Gott Bestand haben könnte oder was Gott ehren würde.

[13:39] Der Zustand unseres Herzens ist von Natur aus schlecht, unbrauchbar. Die nächste Wahrheit, die macht es nicht unbedingt besser, denn es zeigt uns, dass es auch keine Hoffnung auf Besserung gibt.

[13:56] Es ist nicht einfach so, dass die Grundvoraussetzung nicht gerade optimal ist, aber es besteht immerhin Hoffnung auf eine Besserung. Das wird schon. Nein, die zweite Wahrheit ist, das alte Herz ist unverbesserlich.

[14:12] Und wenn hier steht, das Herz ist bösartig, so meint dieses Wort weit mehr als bloß einfach nicht nett. Das Wort bedeutet eigentlich so viel wie unheilbar oder auch todkrank.

[14:26] Dasselbe Wort wird übrigens im zweiten Buch Samuel verwendet in Bezug auf den ersten Sohn von Salomo mit Bazeba. Und wir wissen, was mit diesem Kind passierte. Es starb.

[14:38] Es war todkrank. Es überlebte nicht. Und Jeremia macht uns hier einfach deutlich, das Herz ist von Natur aus einfach ein hoffnungsloser Fall. Wir können es nicht verbessern.

[14:50] Es ist eigentlich unheilbar, seine Diagnose. Und wenn ich das Buch Jeremia so lese, dann gibt es eben, wie gesagt, so viele Stellen, die das wirklich unterstreichen.

[15:02] Ich möchte dazu einfach auch noch im Kapitel 8 ein Vers lesen. In Vers 6 heisst es, ich habe Acht gegeben und zugehört. Sie reden, was nicht recht ist.

[15:14] Da ist keiner, der seine Bosheit bereut und spricht, was habe ich getan? Allesamt wenden sie sich zu ihrem Lauf, wie ein in den Kampf stürmendes Pferd.

[15:25] Und immer wieder verwendet Jeremia die Ausdrucksweise der Starrsinn ihres bösen Herzens. Eigentlich ist es derselbe Gedanke, welcher Paulus in Römer 3 ein bisschen anders formuliert.

[15:42] Eigentlich ist es genau das, was Paulus in Epheser 2 sagt, wenn er meint, dass wir tot unter der Sünde sind, als unerlöste Menschen. Der Sünder, er kann sich nicht zu Gott wenden und er will es gar nicht.

[15:58] Jesus sagt im Johannesevangelium, dass die Menschen die Finsternis mehr lieben, weil ihre Werke böse sind. Wenn wir zu den bisher Gehörten ein Fazit ziehen wollen, da ergibt sich eigentlich die rhetorische Frage, die auch in unserem Text steht, wer kann das Herz ergründen?

[16:21] Das Wort ergründen, das heisst eigentlich so viel wie tiefgraben, tief schürfen. Es bedeutet eine Sache auf den Grund gehen. Es ist nicht etwas Oberflächliches.

[16:33] Und wir Menschen, wir sind dazu einfach nicht fähig, unser Herz zu ergründen. Wir kommen nicht in diese Tiefen vor. Es ist ungefähr so, als würden wir im Dunkeln in den Keller gehen und wir wollten dort Dinge suchen oder Ordnung machen ohne Licht.

[16:50] Und es wird uns nicht gelingen. Nein, wir werden uns an Gegenständen stoßen und die Unordnung wird umso grösser, solange wir kein Licht haben. Erst wenn Licht in diesem dunklen Keller scheint, sehen wir um die Dinge und dann sehen wir klar.

[17:06] Und so ist es mit unserem Herzen. Nur wenn Gottes Licht in unser Leben scheint, sehen wir die Unordnung, welche in dem Herzen verborgen ist. Und wie dies geschieht und warum es deshalb Hoffnung für Hoffnungslose geben kann, das lehrt uns die dritte Wahrheit, die ich euch heute Morgen vorstellen möchte.

[17:28] Vorher aber möchte ich die Tatsache, wie schlimm es um uns Menschen, um das natürliche Herz unseres Menschen, eigentlich bestellt ist, noch mit zwei Zitaten von großen Glaubensmännern unterstreichen.

[17:45] George Whitefield, er hat einmal gesagt, selbst unsere Tränen der Buße haben es nötig, in dem Blute des Lammes gewaschen zu werden. Er meinte damit, dass wir eigentlich selbst in der Buße noch sündigen.

[18:03] Und wenn er recht hat, dann ist das eine überaus schockierende Nachricht. Es zeigt etwas von diesem Trügerischen des Herzens auf.

[18:13] Dieser Selbstbetrug, dem auch wir heute sehr oft noch verfallen. Das andere Zitat stammt von John Bunyan. Er ist wahrscheinlich den vielen bekannt als Autor der Pilgerreise.

[18:27] Er hat einmal gesagt, das frömmste Gebet, das ich jemals formuliert habe, enthaltet noch genug Sünde, um die ganze Welt zu verdammen. Dem ist nichts hinzuzufügen.

[18:44] Vers 9 hier, er hätte eigentlich genug Stoff für eine ganze Predigt geliefert, aber ich darf euch nicht in dieser Hoffnungslosigkeit, in dieser Dunkelheit zurücklassen.

[18:57] Deshalb wollen wir auch Vers 10 nun als Sprungbrett für die dritte Wahrheit hinzuziehen und dann, wie Hesekiel, wie angekündigt, ins Neue Testament fortbringen.

[19:09] Doch lasst mich vorher noch kurz eine Anmerkung zu dem Abschnitt machen, in dem unsere beiden Verse hier in Jeremia 17 stehen. Der Kontext hier von Jeremia 17 ist eigentlich folgender.

[19:22] Jeremia zeigt hier im Kapitel 17 auf, wie schlimm es wirklich um Judah steht. Warren Wiersbeet nennt Jeremia 17 eine Predigt über die Sünden Judas.

[19:36] Da ist Götzendienst, Unglaube, Gier, den Herrn verlassen, Enteiligen des Sabbats und andere werden in diesem Kapitel 17 aufgezählt. Dann in dem unmittelbaren Abschnitt ab Vers 5 geht es darum, dass jeder Mensch, der auf Fleisch, sprich auf andere Menschen vertraut, verflucht sei.

[19:57] Mit anderen Worten, es ist absolut daneben, ja absurd, wenn wir Menschen unser Vertrauen auf andere Menschen setzen, anstatt auf Gott. Und in der Folge ab Vers 6 illustriert Jeremia, dem so ein Mensch gleicht.

[20:12] Er ist wie ein Dörrschrauch in der Wüste. Und in welchem Kontrast steht dann der Mensch, der auf Gott vertraut, in Vers 7 und 8. Und Jeremia benutzt hier ganz ähnliche Worte, wem der gleicht.

[20:24] Die kommen uns aus Psalm 1 bekannt vor. Bäume an Wasserbächen gepflanzt. Und in Vers 9 und 10 begründet dann Jeremia eben, weshalb es einfach nicht gut kommen kann, wenn wir unser Vertrauen auf Menschen setzen.

[20:39] das Herz ist abgründig, das Herz ist trügerisch, es ist bösartig. Deshalb sollen wir nicht auf Menschen vertrauen, sondern auf den, von dem es hier in Vers 10 heisst, ich, der Herr, erforsche das Herz.

[20:53] Er ist derjenige, der hineinsieht in diese Dunkelheit, in diese Abgründe des menschlichen Herzens. Und an dieser Stelle frage ich dich einfach, auf wen vertraust du?

[21:04] In wen setzt du dein Vertrauen? Wir wollen nun weitergehen, damit wir noch etwas Zeit haben für diese so wichtige dritte Wahrheit.

[21:18] Und die lautet, das alte Herz, das wird ersetzt. Und vielleicht ist euch nun beim Zuhören auch aufgefallen, dass wir eigentlich den Begriff Herz bisher gar nicht näher definiert haben.

[21:30] Ich habe gesagt, es geht nicht um das Organ als Herz, sondern um das, von dem der biblische Kontext meistens spricht. Und wenn die Bibel von Herz spricht, dann meint sie fast immer den Kern der Sache.

[21:45] Sie spricht vom Lebenszentrum, das geistig-seelische Zentrum des Menschen. Ich bin mir durchaus bewusst, dass viele Theologen oder Seelsorgexperten dicke Bücher über das Thema Herz geschrieben haben.

[22:01] Es gibt unterschiedliche Aspekte, unterschiedliche Definitionen, zu einem auch unterschiedliche Ansichten. Und ich möchte hier sicher nicht auf Details eingehen und mich dadurch aufs Glatteis bewegen.

[22:13] Ich möchte einfach nur unterstreichen, dass in unserem Herzen Wille und Entschlossenheit ihre Wurzel haben. Eine Stelle, die dies schön ausdrückt, ist Apostelgeschichte 5, Vers 4.

[22:27] John MacArthur beschreibt das Herz in dem kürzlich ins Deutsche übersetzte schöne Büchlein als Sitz der Gedanken, Haltungen, Beweggründe und Handlungen.

[22:44] Wir sehen also nicht nur das Organ namens Herz ist etwas ganz Zentrales, sondern auch das geistliche Herz ist das Zentrum. Und ihr wisst bestimmt, dass es so viele Stellen geben wird in der Bibel, wo das Herz beschrieben wird und unter ganz verschiedenen Aspekten wir das Ganze jetzt betrachten könnten, was das Herz tut, was es ist, was aus ihm hervorgeht.

[23:11] Aber dazu fehlt uns die Zeit und ich glaube auch, diese Gedanken sind für euch ja auch nicht wirklich neu. Lasst uns nun stattdessen mit dem Wissen aus Jeremia 17 und dem Kontext vom Buch Jeremia im Hinterkopf zu Jeremias Zeitgenosse zu Hesekiel blättern.

[23:29] Einige werden wahrscheinlich Kapitel 36 bereits aufgeschlagen haben und ich möchte hier lesen ab Vers 24. Hesekiel 36, 24 Und ich werde euch aus den Nationen holen und euch sammeln aus allen Ländern und euch in euer Land bringen.

[23:48] Und ich werde reines Wasser auf euch sprengen und ihr werdet rein sein. Von allen euren Unreinheiten und von allen euren Götzen werde ich euch reinigen. Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben.

[24:03] Und ich werde das steinene Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischendes Herz geben. Geschrieben wurden diese Worte von Hesekiel ungefähr in dem Zeitrahmen in der Größenordnung von der Stelle in Jeremia.

[24:20] Also der Kontext im Händenkopf behalten. Judah, böse. Judah musste ins Exil, wurde deportiert wegen dem Götzendienst, wegen dem Ungehorsam. Aber hier spricht Hesekiel prophetisch von einer Zeit weit in der Zukunft.

[24:36] Er spricht von der Zeit, bevor der Messias auf diese Erde kommt, um sein Friedensreich aufzurichten. In dieser Zeit wird Gott sich seinem Volk annehmen und er wird diesem auserwählten Überrest, wo uns Römer 9 bis 11 davon berichtet, ein neues Herz geben.

[24:58] Und das wird ein geistlich-chirurgischer Eingriff sein, nie dagewesenen Ausmass, welcher hier von Hesekiel vorausgesagt wird. Alte, fleischliche, sündige Herzen, welche wir gerade vor uns hatten, die werden entfernt werden.

[25:14] Und neue, Gott zugeneigte Herzen, welche Gott gehorchen wollen, werden eingepflanzt. Und die Folge wird sein, dass Israel in den Satzungen und Geboten von Gott leben wird.

[25:28] Aber das ist noch zukünftig von Hesekiel aus betrachtet. Aber was für ein Ausblick muss das für Hesekiel gewesen sein, als er diese Worte aufgeschrieben hat.

[25:40] Denk noch einmal an die gerade zitierten Stellen aus Jeremia, die den Zustand dieses Volkes schilderten. Hesekiel hat das hautnah miterlebt, er hat das jeden Tag aufs Neue gesehen und dann bekommt er diese Prophetie durch den Geist Gottes aufs Herz gelegt und schreibt dies nieder, was eines Tages sein wird mit diesem halsstarrigen, bösen Volk.

[26:02] Und gehen wir noch einmal zurück zu Jeremia ins Kapitel 31. Jeremia 31 spricht von demselben Ereignis und das heisst dort im Abvers 31, Jeremia 31, 31, siehe Tage kommen, spricht der Herr, da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Judah einen neuen Bund schliessen werde.

[26:26] Nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe, an dem Tag, als ich sie bei der Hand fasste, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen. Diesen meinen Bund, den sie gebrochen haben und doch hatte ich mich mit ihnen vermählt.

[26:41] Sondern dies ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel schliessen werde. Nach jenen Tagen spricht der Herr, ich werde mein Gesetz in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben.

[26:57] Und ich werde ihr Gott und sie werden mein Volk sein. Hier wiederum diese wunderbare Aussicht auf ein zukünftiges, großartiges Ereignis.

[27:12] Die Rede hier in Jeremiah 31 ist von diesem neuen Bund. Und dieser neue Bund, das kommt uns doch irgendwie bekannt vor. Sind wir nicht auch jedes Mal beim Abendmahl daran erinnert, an diesen neuen Bund im Blut von Jesus und hat es nicht viel mehr eigentlich mit der Gemeinde zu tun als mit Israel.

[27:35] Oder hat am Ende gar die Gemeinde Israel ersetzt das ist definitiv nicht mein Thema von heute Morgen. Aber ich möchte einfach darauf verweisen, dass dieser neue Bund, wie wir hier in Jeremiah 31 sehen, mit dem Haus Israel geschlossen wurde.

[27:53] Mit dem Haus Israel und mit dem Haus Judah. Das heisst, die Trennung Nord und Süd, die wird aufgehoben werden. Israel wird vereint als Nation Nord- und Südreich einem einzigen König dienen, wie damals unter David der Messias, welcher auf dieser Erde sein Reich errichten wird.

[28:15] Und die Parallelen zwischen Jeremia 31 und Hesekiel 36, ja, sie sind offensichtlich. Gott wird Israel in Zukunft ein neues Herz geben, welches dazu führt, dass Israel Gott endlich die Ehre geben wird, welche ihm gebührt.

[28:35] Ja, eingangs habe ich kurz den König Josia erwähnt. Ich habe gesagt, er hat viele gute Sachen gemacht. Er hat wirklich Reformen eingeführt.

[28:46] Er war wirklich ein Knecht Gottes. Aber auch Josia, wir wissen es, es gelang ihm nicht, die Nation auf dem Gottespfad zu halten.

[28:58] Und wir sehen hier einfach, Reformen, die greifen nicht tief genug. Es braucht etwas ganz anderes. Und es ist etwas, was Gott bewirken muss.

[29:09] Es braucht neue Herzen. Wispy sagte einmal dazu, gute Reformen bleiben ohne veränderte Herzen wirkungslos.

[29:23] Jeder Plan für die Verbesserung der menschlichen Gesellschaft, der das Problem der Sünde ignoriert, ist dazu bestimmt zu versagen. Schaut euch um in unserer Gesellschaft.

[29:38] Wir sehen, wie sich diese Worte eins zu eins bewahrheiten. Ja, Israel unter dem Alten und Israel unter dem Neuen Bund, das sind eigentlich wie zwei Welten.

[29:51] Der Alte Bund, der hat versucht, das Verhalten zu kontrollieren, aber der Neue Bund, der ändert den Charakter, so dass die Menschen des Herrn einander lieben können und Gottes Willen gehorchen wollen.

[30:07] Und die Grundlage für diesen Neuen Bund ist, wie oben bereits kurz angekündigt, das Werk von Jesus Christus auf Golgatha in seinem Blut. Ja, und weil die Gemeinde gemäss Römer 11 oder Epheser 3 Anteil an den geistlichen Reichtümern dieses Neuen Bundes hat, kommt jeder, der seinen Glauben an auf Jesus Christus setzt, bereits heute zu diesem neuen Herz.

[30:39] Und wir wollen die verbleibenden Minuten noch einige Gedanken darüber machen, inwiefern unser Haupttext hier in Jeremia 17 auf dein und mein Leben anwendbar ist.

[30:52] Und ich möchte unter dem Gesichtspunkt dieser dritten Wahrheit, das alte Herz wird ersetzt, zwei grundlegend wichtige Gedanken mitgeben. Erstens, du hast als Kind Gottes ein neues Herz bekommen.

[31:09] Und zweitens, du kannst diese Sünden begehen wie der Mensch mit dem alten Herzen. Ich denke, uns Menschen liegt es irgendwie nahe, dass wir zu Extremen neigen.

[31:22] Und so auch in Bezug auf die gerade genannten Wahrheiten. Und wenn ich in mein Leben hineinschaue, wenn ich mich prüfe, wenn ich meine Gedanken prüfe, wenn ich die Motive prüfe, welche mich zu gewissen Taten drängen, so komme ich eigentlich zum Schluss, ich habe ein böses, sündiges Herz.

[31:45] Doch obwohl ich leider wirklich oft richtig sündige in meinen Gedanken, obwohl ich manchmal richtig egoistisch sein kann, bin ich davon überzeugt, dass jeder wiedergeborene Mensch von Gott ein neues Herz bekommen hat.

[32:00] Paulus sagt doch in 2. Korinther 5 Vers 17 Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen. Siehe, es ist alles neu geworden.

[32:12] In 2. Timotheus 2 22 spricht Paulus von Menschen mit einem reinen Herzen. Und vielleicht am deutlichsten kommt dies im Buch im Hebräerbrief zum Ausdruck, einerseits im Kapitel 8, dann aber im Kapitel 10 schreibt der Schreiber vom Hebräerbrief in Vers 22 So lasst uns nun hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in voller Gewissheit des Glaubens die Herzen besprengt und so gereinigt vom bösen Gewissen und den Leib gewaschen mit reinem Wasser.

[32:53] Hier haben wir wieder diesen deutlichen Hinweis auf den vorhin genannten neuen Bund und den Bezug auf Jeremia 31 und Hesekiel 36 Und es ist mir wirklich wichtig dir heute morgen klar zu machen wenn du wiedergeboren bist dann hast du ein neues Herz von Gott geschenkt bekommen Und weshalb ist dies so wichtig dass wir dies wissen Wir haben in der Hesekiel Stelle gesehen wo uns das neue Herz beschrieben wird dass dieses Herz Gott gehorchen will dass dieses Herz den Willen Gottes sucht es will Gottes Wort bewahren und in die Tat umsetzen ganz im Gegensatz dem alten Herz das heißt wir wollen nicht darauf wandeln wir wollen in unseren Sünden verbleiben das neue Herz das sündigt das sündigt nicht mehr und bevor wir jetzt ins andere extrem abrutschen wollen wir gleich auf den zweiten

[33:59] Gedanken zu sprechen kommen aber ich möchte dies kurz einfach noch unterstreichen und den ersten Johannesbrief hervor streichen Johannes sagt der aus Gott geborene sündigt nicht und weiter schreibt er ich schreibe euch Kinder warum damit ihr nicht sündigt und wenn jemand sündigt so haben wir einen Fürsprecher Jesus Christus den Gerechten weil er gerecht ist bist auch du gerecht geworden Paulus lehrt uns im Römerbrief dass Christen von der Sünde freigesprochen sind wir sind nicht mehr unter der Macht der Sünde in Epheser 2 sagt er in Bezug auf den sündigen Lebenswandel und spricht dort in Vergangenheit wir sind das einst gewesen ja und trotzdem sündigen wir täglich zumindest ich und ich denke das ist uns auch klar wenn wir uns im lichte Gottes prüfen aber ich möchte wirklich dass dir auch klar ist dass du nicht mehr sündigen musst weil du ein neues

[35:06] Herz bekommen hast als Christ hast du die Möglichkeit nicht zu sündigen du hast die Möglichkeit Gott gehorsam zu sein und es scheint mir einfach wichtig dass wir uns täglich auf diese Wahrheit besündigen wir haben etwas bekommen in unserem Leben das uns dazu befähigt Gott gehorsam zu sein und der Sünde abzusagen weil wir nicht mehr unter der Macht der Sünde sind ja liebe Geschwister dies ist eine so befreiende Wahrheit wenn wir uns dessen bewusst sind die Sünde kein Anrecht mehr auf uns hat wir müssen ihr nicht mehr gehorchen wir müssen nicht allen unseren Lüsten und Zwängen einfach nachgeben wir sind denen nicht einfach kampf- und kraftlos ausgeliefert aber auf der anderen Seite und dieser zweite Gedanke der ist mir auch wichtig müssen wir uns auch bewusst sein dass wir trotzdem als

[36:06] Christen nach wie vor zu jeder Sünde fähig sind und wir wollen hier nicht in einer falschen Art und Weise vorangehen und leichtsinnig sein und denken uns kann nichts mehr passieren wir sind besser als die Menschen um uns herum wir können nicht mehr zu Fall kommen denn das zeigt uns die Bibel an vielen Stellen nach wie vor auch deutlich auf vor einigen Monaten saß ich nach einem langen Schultag am EBTZ in diesem schönen Gasthaus das an das Grundstück des Mitternachtsrufs grenzt und ich saß mit einem der Lehrer am Tisch und der sagte zu mir Stefan ich weiss dass ich imstande bin heute Nacht nicht drüben in meinem Bett neben Thomas sein zu schlafen sondern irgendwo in Zürich im Bett einer anderen Frau was so jemand unterrichtet Ehe und Familie aber er hat vollkommen recht und wenn wir uns dessen nicht bewusst sind dass dieses

[37:11] Potential zur Sünde in uns vorhanden ist dann kann es sehr gefährlich für uns werden ja du hast ein neues Herz aber dieses neue Herz das befindet sich nach wie wir noch in dieser Sünden Natur in der wir heute noch leben und wie dies ganz praktisch aussieht erklärt uns eigentlich Paulus in Römer 6 oder Römer 7 und ich weiss ihr seid eine gut unterwiesene Gemeinde ich muss hierzu eigentlich nicht viel sagen aber es ist einfach wichtig zu verstehen dass unser neues Leben in Christus welches wir zweifelsohne bekommen haben solange wir auf dieser Erde hier sind in diesem nicht erlösten Sündenleib noch eingeschlossen ist wie Paulus den Leib in Römer 6 Vers 6 nennt und in diesem sterblichen Leib sind wir solange wir hier sind ich habe es gesagt zu allem fähig das

[38:13] Potential zum Bösen es ist vorhanden aber durch Gottes Gnade durch Gottes Bewahrung und durch ein bewusstes Leben mit den Fähigkeiten welche wir durch das neue Herz durch den in uns wohnenden Geist bekommen haben kommt dieses Potential nicht zum Ausdruck oder hoffentlich immer weniger oder nicht mehr in so einem krassen Ausmass wie es eigentlich möglich wäre aber dieser Kampf der ist in unserem Leben doch oft sehr real der macht sich bemerkbar der ist spürbar und Paulus spricht am Ende vom Römerbrief davon und er braucht dort eigentlich ein schreckliches Bild er sagt wer wird mich erlösen von diesem Todes Leib es soll in der Nähe von Paulus Heimatstadt Tarsus einen Stamm gegeben haben die pflegten einem Mörder die Leiche seines Opfers auf den Rücken zu binden und durch die fortschreitende

[39:13] Verwesung wurde somit dieser Mörder langsam infiziert und dadurch irgendwann hingerichtet eigentlich das Bild von diesem Todes Leib der uns aufgebunden ist aber Gott sei Dank kommt es nicht dazu dass dieser Leib uns eines Tages zugrunde richtet und wir verwesen Nein wir werden erlöst von diesem Todesleib welcher uns heute hier noch aufgebunden ist damit schliesst ja Paulus in Römer 7 auch und wisst ihr was mich gegenwärtig eigentlich am meisten freut wenn wir einen Ausblick tun in den Himmel wenn wir uns versuchen vorzustellen was auf uns zukommt wenn wir in der Herrlichkeit sein werden wir haben es im letzten Lied in der letzten oder zweitletzten Strophe schon gesungen wenn wir frei sind von diesem Todesleib wenn dieser Todesleib von uns abgeschnitten wird wenn diese Versuchung zur Sünde nicht mehr an uns hängt stellt euch vor ihr Männer ihr seid im Himmel und es kommt euch eine wunderschöne Frau entgegen und ihr seid gar nicht mehr in der Lage in euren

[40:19] Gedanken zu sündigen durch Gottes Gnade und durch das neue Herz wollen wir es heute schon nicht mehr tun und es gelingt uns hoffentlich immer öfters auch unsere Gedanken wirklich gefangen zu nehmen unter der Gehorsam Christi aber ich glaube wir wissen auch wie es anders aussehen kann wie befreiend wird es sein wenn diese Möglichkeit zur Sünde nicht mehr besteht oder ihr Frauen stellt euch vor ihr seid im Himmel und euch kommt eine andere Frau entgegen und die hat genau die Handtasche die ihr schon lange wolltet und dann hat sie auch noch diese super schönen Schuhe die einfach nicht in eurem Budget liegen und ihr sagt einfach nur hey schöne Tasche und super schöne Schuhe ich mag sie dir von Herzen gönnen kein Gedanke von Neid oder Missgunst nichts dergleichen sondern ihr könnt einfach einfach mit dieser Person freuen wie befreiend wäre das das Leben ich gebe zu weder Fall A noch B wird genauso im Himmel eintreffen aber ich hoffe ihr habt verstanden wie befreiend das sein wird wenn wir nicht mehr sündigen wir müssen nicht mehr sündigen aber wir können noch aber wir werden einst getrennt sein von der Gegenwart der Sünde und das muss die grösste Freiheit sein heute stehen wir nicht mehr unter der Macht der Sünde aber wir sind noch dazu fähig aber dann im Himmel werden wir von der Gegenwart der Sünde für immer getrennt werden was für ein Miteinander wird das dann sein und das Beste ist eigentlich dass wir bereits hier auf der Erde immer mehr schon von dieser Freiheit erleben können und zwar dann wenn wir immer mehr diesen alten Mensch ablegen und in dieser neuen Natur wandeln wenn wir unser neues Herz das uns gegeben wurde durch Gottes Wort und durch intensives Gebet stärken und bewahren und sei dir bewusst wenn du sündigst heute dann liegt das nicht an deinem neuen Herz dann liegt das nicht daran dass bei diesem chirurgischen Eingriff irgendetwas gepfuscht wurde was da etwas nicht funktioniert hätte es ist nicht das neue Herz das Problem

[42:39] Magasher hat in seiner Studienbibel eine interessante Notiz zu Römer 6,12 wo uns gesagt wird warum wir eigentlich sündigen oder woher das eigentlich kommt und das nicht das Problem in unserem Herzen in unserem neuen Herzen ist er schreibt dort das Gehirn und seine Denkvorgänge gehören zum Leib und sie bringen daher unsere Seele mit sündigen Lüsten in Versuchung das ist der Punkt das ist das Problem aber es liegt nicht an dem vom Gott gegebenen neuen Herz und er schreibt hier von vom Gehirn von unseren Denkvorgängen von unserer Gesinnung und deshalb ist die Stelle in Römer 12,2 so unglaublich wichtig wo es heisst lasst euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes hier geht es nicht darum ein neues Herz zu bekommen sondern das haben wir bekommen aber es geht darum dass auch unsere Sinne unsere Gedanken schon hier auf der Erde immer mehr und mehr vom Wort Gottes von seinen Gedanken geprägt sind damit diesem alten Mensch diesem sündigen Leib mit seinen sündigen Gedanken die Energiezufuhr abgestellt wird damit er immer weniger atmen kann und dadurch weniger Kraft in unserem Leben besetzt und dies geschieht wenn wir uns wirklich täglich dem Einfluss von Gottes Wort und dem Einfluss des Evangeliums aussetzen denn durch das Evangelium wurdest du gerettet in diesem Evangelium ist eine unglaubliche Kraft Gottes

[44:18] Paulus sagt es im ersten Kapitel des Römerbriefs aber durch dieselbe Kraft des Evangeliums wird auch dein Denken verändert so dass dieser Todesleib der noch an dir haftet immer mehr an Einfluss und an Kraft verliert die Frage drängt sich auf warum hat Gott nicht gleich zum neuen Herz auch gleich den neuen Leib mitgeliefert weshalb steht diese Verwandlung des Leibes noch aus wir wissen sie wird geschehen erstens es lohnt ich hier vier bei unserer Entrückung werden wir die neuen Leib empfangen doch warum hat uns Gott die Fähigkeit zur Sünde hier auf der Erde noch gelassen keine Angst ich fange nicht ein neues Thema eine neue Predigt an da wären viele Gedanken hier anzufügen weshalb und letztendlich können wir da auch nicht die ganzen Gedanken Gottes verstehen natürlich ich möchte hier einfach ein Zitat noch weitergeben zu diesem Gedanken von Erwin Lutzer er zitiert in seinem Buch das widerspenstige

[45:22] Ich wo es genau eigentlich um diese Thematik geht folgendes warum wir hier noch in Versuchung fallen Gott möchte dass wir eine Leidenschaft für ihn entwickeln die grösser ist als alles andere Gott erlaubt uns den Luxus schwieriger Entscheidungen damit wir unsere Liebe zu ihm beweisen können dies sind unsere Chancen uns für Gott zu entscheiden und nicht für die Welt Ja wir haben hier heute Morgen mit Jeremia 17 begonnen wir sprachen über ein abgründiges bösartiges Herz über Herzen die keine Hoffnung auf Besserung besitzen in sich selbst der Mensch hat auch keine Mittel und Wege sich aus diesem Dilemma hinaus zu befördern doch dann haben wir gesehen wie Gott ins Spiel kommt und zwar als derjenige der die neuen Herzen schenkt wir haben diesen wunderbaren prophetischen

[46:22] Ausblick auf Israels Zukunft vor uns gehabt und die Umkehr gesehen und dann diese kostbare Wahrheit von Neuem entdeckt dass wir als Christen heute bereits teilhaben dürfen an diesen geistlichen Segnungen dieses neuen Bundes und deshalb das neue Herz bekommen haben und wenn du ein Kind Gottes bist hast du die Möglichkeit nicht mehr zu sündigen und ich möchte dass du diese Tatsache mit dir nimmst in Jeremia 17 1 heißt es in Bezug auf die alten Herzen dass die Sünden mit eisernem Stift in die Herzen eingegraben waren doch für dich als Kind Gottes heißt es ich habe mein Gesetz in dein Inneres gelegt und es auf dein Herz geschrieben und ich bin dein Gott und du gehörst zu meinem Volk was was gibt es Größeres lebe in dieser

[47:23] Wahrheit in der kommenden Woche und du wirst es erfahren du wirst es erleben wie dieser Todesleib der auf deinem Buckel ist immer mehr und mehr an seiner Wirkung verliert lass mich noch beten Vater wir sind zu dir gekommen und haben gesehen wie wir von Natur aus wirklich böse sündige verdorbene Herzen haben die dir nicht gefallen und die keine Gemeinschaft mit dir haben können die dich nicht suchen die nur sündigen danke haben wir aber diesen Ausblick tun dürfen dass du derjenige bist der neue Herzen schenken will es ist deine Gnade wir haben sie nicht verdient du hast dich entschlossen sie uns zu geben und dafür wollen wir dich einfach loben und preisen dass du uns sie gegeben hast und danke dass wir damit und durch den Geist der in uns wohnt die Möglichkeit haben nicht mehr der Sünde dienen zu messen und bitte hilf uns wirklich dass wir in dieser Kraft und mit dieser

[48:24] Wahrheit die wir heute morgen neu vor uns hatten wirklich auch die Kraft haben in dieser neuen Woche und einfach in der kommenden Zeit wirklich dir zu dienen und uns von der Sünde vom Bösen fernzuhalten Amen