Schwörst du, oder sprichst du die Wahrheit?

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Prediger

Stephan Humbert

Datum
14. Juni 2020

Passage

Beschreibung

Themen: Schwören, Wahrheit sagen, AT/NT, Gottes Wesen, Lehre, Sünde, würdiger Wandel

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Transkription

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[0:00] Guten Morgen auch von meiner Seite, alle die, die im Holi sind, aber auch alle, die irgendwo zu Hause von Zoom an der Gemeinde teilnehmen.

[0:15] Herzlich willkommen. Als kleiner Junge unternau ich mich in der Mittelstufe eine Fahrradtour. Wir fuhren dann damals durch Birmetsdorf ein Tal entlang und kamen dann in ein Nachbardorf.

[0:31] Dort fuhren wir wiederum weiter in den tiefen Wald hinein. Wir bogen in einen Trampelpfad ab und hatten Spass am Biken. Doch dann, mitten im Wald, weit, weit weg von zu Hause, begegneten wir einer Gruppe von anderen Jugendlichen, etwa gleich alt, aber viel mehr, auf einem Trampelpfad.

[0:54] Sie hielten uns beide an, waren schon ein bisschen aufgeregt, stellten uns zur Rede, ob wir ihre Waldhütte zerstört hatten.

[1:06] Wir verneinten dies und wollten gleich weiterfahren. Doch sie waren grösser, sie waren stärker und sie waren zahlreicher. Sie hielten uns die Lenker fest, eine Flucht war aussichtslos.

[1:20] Sie drängten auf uns ein und forderten von uns einen Schwur, dass wir ihre Hütte nicht zerstört hatten. Mein Kollege schwor sofort und wurde folglich freigelassen.

[1:36] Doch bei mir schlug das Gewissen an. Ein Christ darf doch nicht schwören, oder? Das steht doch irgendwo.

[1:48] Also erklärte ich ihnen, dass ich nicht schwören würde, bzw. ich kann nicht schwören. Ich könne ihnen mein Ja geben.

[2:02] Aber darüber hinaus kann ich nichts sagen. Entsprechend haben dann die anderen das so gedeutet, dass ich lügen würde.

[2:14] Die ganze Situation zog sich immer länger hin, bis sie merkten, dass sie keinen Schwur aus mir herauslucken konnten, mir aber auch nicht nachweisen konnten, dass ich ihre Hütte zerstört hatte.

[2:26] Sie gaben auf und wir fuhren schlussendlich direkt mit einem großen Schrecken in den Knochen wieder nach Hause. Hatte ich damals jetzt richtig gehandelt?

[2:43] Hätte ich den Konflikt mit einem Schwur aus dem Weg gehen sollen? Tja, und was sagt Gottes Wort dazu? Genau um dieses Thema geht es im Jakobusbrief.

[2:59] Ja, zugegebenermaßen, es war eine längere Pause, aber jetzt nach dieser längeren Pause sind wir mittlerweile in dieser Predigtreihe über Jakobus, jetzt im Kapitel 5, Vers 12.

[3:10] Und das dürft ihr aufschlagen, Jakobus 5, Vers 12. Das ist dieser eine Vers, den wir heute anschauen.

[3:20] Jakobus 5, Vers 12. Das ist eine klare und einfache Ansage von Jakobus.

[3:53] Ja, somit habe ich ja als Junge richtig gehandelt. Als praktische Anwendung bedeutet es für mich und dich, dass wir nichts schwören sollen.

[4:04] Und somit haben wir den Text verstanden und wir gehen zum Abschlusslied über. Oder doch nicht? Oder doch nicht? Wirklich? Ist es so einfach?

[4:16] Oder hatte ich da jetzt bei der Auslegung eine Abkürzung genommen? Ja, Spass beiseite. Damit wir hier zu einer abschließenden Antwort kommen können, müssen wir diesen Text und die damalige Situation besser verstehen.

[4:35] Also ihr von der Musikgruppe dürft ihr wieder absitzen. Das Abschlusslied folgt noch später dann. Die heutige Predigt habe ich mit dem provokativen Titel versehen.

[4:46] Schwörst du oder sprichst du die Wahrheit? Anhand der folgenden drei Punkte möchten wir dieses Thema zusammen aufarbeiten.

[4:57] Erstens, Gott schwört selbst und fordert sein Volk dazu auf. Dann im zweiten Punkt möchten wir zusammen anschauen, sein Volk missbraucht das Schwören.

[5:11] Und beim dritten Punkt geht es darum, sein Volk soll die Wahrheit sprechen. Die Wahrheit sprechen. Jeder von uns, du und ich, sind bei diesem Thema herausgefordert.

[5:24] Entsprechen unsere gesprochenen Worte unseren Taten bzw. der Wahrheit? Ich möchte dich dazu auffordern, genau hinzuhören, um die Bibel im Kontext zu verstehen, damit deine Worte wie auch deine Taten wie ein Puzzle zusammenpassen und dein ganzes Leben so gut ehrt.

[5:50] Bevor wir jetzt mit dem ersten Punkt beginnen, möchte ich noch beten. Wir verneigen uns. Vater im Himmel, ich danke dir vielmals dafür für den Jakobusbrief, der so klare Ansage auch gibt, der uns herausfordert mit diesen trefflichen Aussagen.

[6:10] Ja, ich danke dir dafür. Dürfen wir dein Wort haben. Dürfen wir wissen, dass dein Wort von dir inspiriert ist. Wir möchten uns auf den Weg machen.

[6:20] Wir möchten zusammen herausfinden, was Jakobus hier weitergegeben hat. Wir möchten verstehen, welche Situation das damals war.

[6:31] Und wir möchten lernen, was wir daraus zu lernen haben. Ja, bitte hilf du uns, dass wir bei diesem grossen Thema das Sprechen, das Reden, dass wir hier uns von dir, dass wir von dir lernen, dass wir uns verändern lassen.

[6:49] Weil es hat so eine grosse Auswirkung, was wir sagen, was wir nicht sagen, wie wir es sagen und was wir noch nicht tun. Und so möchte ich dich bitten für offene Herzen von uns allen, damit wir verstehen, was du uns sagen möchtest.

[7:07] Herzlichen Dank dafür. Amen. Ja, der erste Teil. Gott schwört selbst und fordert sein Volk dazu auf.

[7:20] Was ist das für ein Titel? Ist das nicht ein Widerspruch? Nach der klaren Ansage von Jakobus scheint dieser Titel ja gerade 180 Grad in die andere Richtung zu weisen.

[7:31] Bevor wir uns diese Fragestellung bitten, müssen wir es zuerst verstehen, was die Wörter schwören oder auch Eid leisten, was das heisst.

[7:46] Die Bedeutung der Wörter schwören und Eid können wir am einfachsten an der Wendung einen Eid schwören erkennen.

[7:59] Der Schwur ist die Handlung und der Eid ist der Inhalt. So können wir die Wörter auseinander trennen.

[8:12] Wir als Schweizer bzw. als Eidgenossen haben das Wort ja schon in unserer Landeszugehörigkeit. Die Genossen Uri, Schwiz und Unterwalden haben zusammen einen Bund bzw. einen Eid geschmoren.

[8:29] Von nun an galt es dieses gegenseitige Versprechen als Grundlage für das Zusammenleben dieser Kantone.

[8:41] Der Eid ist also der Bund, das Versprechen, das zwischen verschiedenen Parteien gemacht wird. Und beim Schwören geht es darum, dass man der Aussage, welche man macht, Gewicht geben möchte.

[8:58] Und man nimmt dabei eine höhere Macht als Zeuge, um die Wahrheit zu bekräftigen. Und Gott selbst fordert sein Volk auf, dass sie bei seinem Namen schwören sollen.

[9:13] Schlagt mal 5. Mose auf. 5. Mose 10, Vers 20 5. Mose 10, Vers 20 Dort steht Gott fordert hier sein Volk auf, dass sie ihr Leben ganz vor ihm leben sollen.

[9:58] Er soll der Dreh- und Angelpunkt vom Volk Gottes sein. Und da er sein Volk genauestens kennt, soll Gottes Volk Gott als Zeugen bei den Schwüren nehmen.

[10:19] Also Gottes Volk soll bei seinem Namen schwören. Gott soll also unser Zeuge sein, dass wir die Wahrheit sprechen.

[10:30] Gleichzeitig war Gott aber auch, dass wir in Verbindung mit ihm nicht falsch schwören dürfen.

[10:41] 3. Mose 19 3. Mose Kapitel 19 3. Mose 19, Vers 12 Dort steht Ihr sollt nicht falsch schwören bei meinem Namen, so dass du den Namen deines Gottes entheiligst.

[11:10] Ich bin der Herr. Wenn also bei seinem Namen falsch geschworen wird, dann entheiligen wir Gottes Namen.

[11:22] Der Name Gottes wird enthehrt. Dann noch gleich eine Bibelstelle. 5. Mose 23, Vers 21 5. Mose 23, Vers 21 Wenn du dem Herrn, deinem Gott, ein Gelübde ablegst, so sollst du nicht säumen, es zu erfüllen.

[11:56] 6. Mose 24, Vers 21 Gott will, dass das, was wir ihm versprechen, gewiss halten.

[12:33] Wort und Tat soll immer eins zu eins übereinander stimmen. Und wenn dem nicht so ist, dann versündigen wir uns vor ihm.

[12:45] Durch das Hinzurufen von Gott als Zeuge, um unserer Aussage Gewicht zu geben, steigt auch die Verantwortung, dieses zu erfüllen.

[12:56] Beziehungsweise umgekehrt, wenn wir dieses Versprechen brechen, oder die Wahrheit nicht sagen, dann haben wir nicht nur mit der anderen Partei ein Problem, sondern auch ein gewaltiges Problem mit Gott.

[13:10] Doch Gott fordert nicht nur sein Volk auf, bei ihm zu schwören, sondern wir lesen in 1. Mose 22, Vers 15 davon, dass auch Gott bei sich selbst schwört.

[13:26] Es geht um die Situation von Abraham, als Abraham bereit war, seinen Sohn zu opfern. 1. Mose 22, Vers 15 Dort steht, Und der Engel des Herrn rief Abraham zum zweiten Mal vom Himmel her zu und er sprach, Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der Herr.

[13:56] Und jetzt kommt die Frage, Weil du dies getan und deinen Sohn und deinen einzigen nicht verschont hast, Darum will ich dich reichlich segnen und deinen Namen, Esamen mächtig mehren, wie die Sterne am Himmel, wie den Sand am Ufer des Meeres.

[14:16] Und dein Same soll das Tor seiner Feinde in Besitz nehmen. Und in deinem Samen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorsam warst.

[14:31] Gott schwört bei sich selbst, da es keine höhere Instanz gibt als Gott selbst. Er schwört bei sich selbst, um diesem Versprechen ein Gewicht, ein Nachdruck zu verleihen, dass dies gewiss so passieren bzw. geschehen wird.

[14:55] Also zusammenfassend können wir festhalten, Gott schwört bei sich selbst, dann zweitens Gott fordert sein Volk auf, bei ihm allein zu schwören.

[15:07] Und drittens können wir festhalten, ein Schwur, der gebrochen wird, verunerrt Gottes heiligen Namen. Entsprechend sind wir uns hoffentlich alle einig, dass ein Schwur bzw. ein Eid an und für sich nichts Schlechtes oder Sündiges ist.

[15:30] Von Beginn her warnt jedoch Gott sein Volk davor, den Schwur zu missbrauchen bzw. das Versprechen nicht einzuhalten.

[15:43] Nach diesem Ausflug ins Alte Testament, wollen wir wieder zurück zu unserem Text im Jakobus gehen und den zweiten Punkt der Predigt zusammen anschauen.

[15:53] Der zweite Punkt, sein Volk missbraucht das Schwören. Ja, wie kommt jetzt Jakobus zu diesen Worten?

[16:05] Vor allem aber, meine Brüder, schwört nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit irgendeinem anderen Eid.

[16:19] Das tönt ja komplett anders wie das, was wir vorab im Alten Testament zusammen gelesen haben. Jakobus streicht mit den Worten vor allem aber die Wichtigkeit dieser Worte hervor.

[16:35] Und danach kommt entsprechend eine wichtige Anweisung. Aber damit wir diese Worte verstehen können, müssen wir wissen, was die damalige Situation dieser Gemeinde, dieser Kultur war und von wo das Jakobus diese Anweisung hatte.

[16:59] Zur neutestamentlichen Zeit wurde Gottes Wort durch die damaligen Leiter massiv missbraucht. In der Stelle von 3. Mose 19,20, welche wir vorab auch schon gelesen haben, dort steht doch, ihr sollt nicht falsch schwören bei meinem Namen, so dass du den Namen deines Gottes entheiligst.

[17:25] Ich bin der Herr. Was hat die geistliche Leitung von damals anhand von diesem Vers für eine Schlussfolgerung getroffen?

[17:39] Sie bauten ein Gesetz um das Gesetz von Gott herum. Und dieses Gesetz, das war die Mischna, dieses Gesetz, das rund um Gottes Gesetz, rundherum war und viel grösser war, regelt nun alle Details, bis ins kleinste Detail hinein.

[18:02] Sie regelt im Detail, wann ein Schwur gültig war und wann nicht. Die damalige Leitung, die damalige geistliche Leitung, definierte, dass ein Schwur nur dann bindend ist, wenn er sich in irgendeiner Weise auf den Namen von Gott bezog.

[18:31] Die Definition, was sich auf den Namen des Herrn bezieht und was nicht, das definierten sie aber selber. Und es entwickelte sich daraus ein regelrechter Volkssport.

[18:45] Bei diesem Volkssport ging es darum, dass während man log, den anderen möglichst davon überzeugen wollte, dass man die Wahrheit spricht.

[18:57] Es ging also darum, den Nächsten möglichst überzeugend zu täuschen, um einen eigenen Vorteil aus der Situation zu ziehen. Ihr kennt das vielleicht von einer noch dazumal, als ihr Kinder wart oder von euren Kindern, von den heutigen Situationen auf dem Pausenplatz.

[19:17] Die Kinder schwören und halten sich dabei die Finger hinter dem Rücken gekreuzt. Und so meinen sie zumindest, sei ihr Schwur nicht gültig.

[19:29] Sie sagen das eine, meinen aber das andere. Und genau so hebelten die Juden Gottes Gesetz aus. Sie lebten selbstsüchtig und fühlten sich dabei auch noch sehr geistlich.

[19:42] Per Definition eines Rabbis war zum Beispiel ein Schwur ungültig, wenn man sich auf die Nähe von Jerusalem bezog.

[19:55] Wenn jemand das Wort jedoch in Richtung Jerusalem verwendet, dann war der Schwur jedoch gültig. Also nochmals, alle, die nicht genau zugehört haben, der Schwur war ungültig, wenn er sich auf die Nähe von Jerusalem bezog.

[20:12] Wenn er jedoch die Formel verwendet hat in Richtung von Jerusalem, dann war der Schwur jedoch bindend und gültig. Anscheinend hat diese letzte Formel irgendwo einen engeren Bezug zu Gottes Namen wie die erste Formel.

[20:27] Doch dieser Missbrauch, der damals getrieben wurde, ist nicht erst Jakobus aufgefallen. Jakobus bedient sich nur den Worten von seinem Herrn, Jesus Christus selbst.

[20:43] Bitte schlagt Matthäus 5 auf. Matthäus 5 Matthäus 5 Vers 33 Und dort steht, wiederum habt ihr gehört, dass zu den Alten gesagt ist, du sollst nicht falsch schwören, du sollst aber dem Herrn deine Schwüre halten.

[21:20] Ich aber sage euch, dass ihr überhaupt nicht schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemmel seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn sie ist die Stadt des großen Königs.

[21:37] Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören, denn du kannst kein einziges Haar weiss oder schwarz machen. Es sei aber eure Rede, Ja, ja, nein, nein, was darüber ist, ist vom Bösen.

[21:57] Jesus nimmt das Argument der geistlichen Elite und zeigt auf, dass alles einen Bezug auf den Namen von Gott hat und greift somit die Praxis der Juden an.

[22:10] Der Himmel ist nicht minderwertiger als sein Name, denn er ist sein Thron. Auch bei der Erde sollen sie falsch schwören, denn sie ist der Schemmel seiner Füße.

[22:25] Auch Jerusalem ist nicht minderwertiger, es ist die Stadt des Königs. Auch bei unserem Kopf sollen wir nicht schwören, denn selbst bei unserem Kopf hat Gott die Farbe von jedem einzelnen Haar in der Hand.

[22:43] All diese Schwüre sind nicht minderwertiger als der Name des Herrn selbst beziehungsweise bei ihm zu schwören.

[22:54] In einer Parallelstelle, in Matthäus 26, Vers 16, sehen wir, wie Jesus nicht nur die Praxis selbst angreift, sondern die Führer, die verantwortlich dafür sind, direkt als blinde Heuchler anklagen.

[23:13] Schlagt es mal auf. Matthäus 23, Vers 16. Matthäus 23, Vers 16.

[23:26] Wehe euch, ihr blinden Führer, die ihr sagt, wer beim Tempel schwört, das gilt gar nichts, wer aber beim Gold des Tempels schwört, wer ist gebunden.

[23:39] Ihr Narren und Blinden, was ist denn grösser, das Gold oder der Tempel? Der das Gold heiligt. Und, wer beim Brandopferaltar schwört, das gilt nichts, wer aber beim Opfer schwört, das darauf liegt, der ist gebunden.

[24:00] Ihr Narren und Blinden, was ist denn grösser, das Opfer oder der Brandopferaltar, der das Opfer heiligt? Darum, wer beim Altar schwört, der schwört bei ihm und bei allem, was drauf ist.

[24:18] Und wer beim Tempel schwört, der schwört bei ihm und bei dem, der darin wohnt. Und wer beim Himmel schwört, der schwört bei dem Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt.

[24:28] Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler. Jesus nimmt ihr Argument, zertrümmert es, zerstört so das Fundament der Lügengebäude und überführt sie der falschen Herzenshaltung.

[24:47] Die Juden hatten einen äusseren Schein von Gottesfurcht. Jedoch war ihr Herz eine dunkle, schwarze Grube. Gegen außen wollten sie das Bild vermitteln, dass sie das Gesetz genauestens einhalten.

[25:05] In ihren Herzen verfolgten sie jedoch nur ihren eigenen Vorteil. Das Problem war, dass sie den grösseren Rahmen von Gottes Absichten nicht verstanden haben.

[25:20] Ihr Ziel war nicht, die Wahrheit gemäss 3. Mose 19, Vers 11 zu sprechen, wo wir vorgelesen haben. Oder jetzt noch gleich nochmals lesen.

[25:33] Dieser Vers steht ein paar Verse von den bereits gelesenen Versen, welche sich auf das Schwören in seinem Namen beziehen. Und dort steht im 3. Mose 19, Vers 11 3. Mose 19, Vers 12 Ihr sollt nicht stehlen und nicht lügen, noch einander betrügen.

[25:52] Gott hat ihnen ein übergeordnetes, ein Gesetz für das Miteinander gegeben. Sie sollen nicht stehlen, sie sollen nicht lügen, noch einander betrügen.

[26:07] Über diesem übergeordneten Gesetz gibt es jetzt noch ein allgemeineres Gesetz. Es geht um die Nächstenliebe. Das steht ein paar Verse weiter hinten.

[26:21] Dort steht 3. Mose 19, Vers 18 Du sollst nicht Rache üben noch Groll behalten gegen die Kinder deines Volkes, sondern du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

[26:36] Ich bin der Herr. Bei der gelebten Praxis ist nicht erkennbar, dass die Absicht der Juden war, den Nächsten zu lieben wie sich selbst.

[26:51] Wir können also feststellen, dass ihr Bestreben nicht darauf ausgerichtet war, Gott und den Nächsten aus Liebe mit Wort und Tat zu lieben. Ihr Bestreben war, zu ihrem eigenen Vorteil möglichst nahe an die Gesetzesgrenze einzelner Formulierungen zu gehen, ohne dabei aber den großen Ratschluss von Gott zu betrachten.

[27:16] Die geistliche Führung der Juden erweiterte den Handlungsrahmen weit über Gottes Gesetz hinaus und öffnet so den Menschen die Hintertüren, um zu lügen und zu täuschen, wie sie gerade wollten.

[27:37] Doch falsch schwören war nicht nur ein Problem der damaligen Juden. Diese Taten kommen aus einem sündigen Herz heraus.

[27:47] und entsprechend finden wir auch weitere Beispiele. Im Neuen Testament haben wir einen prominenten Fall. Bei der Gefangennahme von Jesus floh Petrus aus Angst und folgte dann Jesus mit Abstand, um zu sehen, was mit ihm passieren würde.

[28:11] Das lesen wir in Matthäus 26 ab Vers 69. Schlagt das bitte mal auf. Matthäus 26 ab Vers 69.

[28:24] Dort steht, Petrus aber saß draußen im Hof und eine Magd trat zu ihm und sprach, auch du warst mit Jesus dem Galiläer.

[28:49] Er aber leugnete vor allen und sprach, ich weiß nicht, was du sagst. Als er dann in den Vorhof hinausging, sah ihn eine weitere und sprach zu denen, die dort waren.

[29:11] Auch diese war mit Jesus dem Nazarener. Und er leugnete nochmals mit einem Schwung, ich kenne den Menschen nicht.

[29:23] Bald darauf tragen die Umstehenden herzu und sagen zu Petrus, wahrhaftig, du bist auch einer von ihnen, denn auch deine Sprache verrät es.

[29:36] Da fing er an, sich zu verfluchen und zu schwören, ich kenne den Menschen nicht. Und sogleich krähte der Hahn. Petrus verleugnet, dass er Jesus kennt.

[29:49] An diesem Beispiel sehen wir, wie auch er mittels einem Schwur seine Lüge als Wahrheit präsentieren wollte.

[30:02] Zuerst leugnet er die Tatsache, dass er Jesus kennt, mit einer ausweichenden Antwort. Ich weiss nicht, was du sagst.

[30:15] Dann in der nächsten Situation, dann leugnet er nochmals, jedoch mit einem zusätzlichen Schwur. Ich kenne diesen Menschen nicht.

[30:27] Und dann in der dritten Situation fing er an, sich zu verfluchen. Er sprach einen Fluch, der auf ihn kommen sollte, falls er nicht die Wahrheit sagen sollte, und bekräftige mit dem Schwur nochmals, ich kenne diesen Menschen nicht.

[30:44] auch in diesem Beispiel sehen wir, dass Petrus versucht, mit den Werkzeugen verfluchen und schwören, die anderen so zu täuschen, damit sie meinen, dass er die Wahrheit spricht.

[31:03] Bei den Menschen hat es funktioniert, doch der Hahn krähte. Gott konnte er nicht täuschen. Anhand von diesen Beispielen haben wir gesehen, dass der Schwur nicht wie ursprünglich gedacht zur Bekräftigung der Wahrheit verwendet wurde, sondern um sich einen eigenen Vorteil herauszuholen und den anderen zu täuschen.

[31:32] Entsprechend können wir auch verstehen, warum das Jesus und somit auch Jakobus die gängige Praxis des Schwörens Verurteilung.

[31:44] Und daraus, aus dieser Situation heraus, folgten dann die Verse von Jakobus. Vor allem aber, meine Brüder, schwört nicht, weder bei dem Himmel noch bei der Erde noch mit irgendeinem anderen ein.

[32:02] Doch Jakobus schrieb nicht nur ein Verbot, sondern auch ein Gebot. Und das wollen wir jetzt im zweiten Teil von diesem Vers, beziehungsweise im dritten Punkt von der Predigt zusammen anschauen.

[32:17] Ich habe diesen Teil mit der Überschrift überschrieben, sein Volk soll die Wahrheit sprechen. Und da steht, euer Ja soll ein Ja sein, und euer Nein ein Nein, damit ihr nicht unter ein Gericht fallt.

[32:36] Jakobus ermahnt nun die Gemeinde, dass ein Ja ein Ja sein soll und ein Nein ein Nein.

[32:50] Soweit scheint ja dies ganz einfach umsetzbar, oder? Entgegen der Praxis, welche damals herrschte, mit Schwüren die Lüge schön zu malen, stellt Jesus und auch Jakobus den alten Standard der wahrheitsgetreuen Sprache wieder her.

[33:12] Ein Ja soll ein Ja sein, und ein Nein soll ein Nein sein. Unsere Worte sollen mit unseren Motiven übereinstimmen, deine Worte sollen mit deinen Taten übereinstimmen, Herz, Wort, Tat soll passgenau übereinstimmen.

[33:35] Das neue Leben in der Wahrheit, zu welchem jeder Christ wiedergeboren wurde, soll sich in unserem Leben auswirken.

[33:48] Das, was du versprichst, soll mit deinen Taten übereinstimmen, mit der Wahrheit soll es übereinstimmen. Fake News, alternative Wahrheiten, Halbwahrheiten, Täuschungen und Manipulationen, die kommen niemals von Gott.

[34:09] Diese Dinge, die haben einen anderen Urheber. Und das ist der Teufel, der Diabolos, beziehungsweise der Durcheinanderbringer selbst.

[34:20] Sein Ziel war, ist und wird auch in der Zukunft sein, durch Lügen, falsche Versprechungen und Manipulationen, Menschen in die Irre zu leiten.

[34:36] Ja, und so zeigt auch, deine Sprache, also wie du sprichst, beziehungsweise deine Taten, also was du hältst oder nicht hältst, wer oder was dein Herz beherrscht.

[34:52] Ist es die Wahrheit von Gott, welche dich im Leben antreibt, oder deine eigenen Vorliebe, Präferenzen, Wünsche oder Süchte? Das Grundübel liegt im Herzen.

[35:08] Die Taten sind nur die Früchte, welche aus dem Herzen hervorsprießen. Und entsprechend muss beim Herz dann auch die Veränderung beginnen.

[35:21] Lass uns unser Leben auf den Prüfstand stellen. Wie ehrlich bist du, wenn es darum geht, eine Aufgabe zu übernehmen?

[35:34] Ist ein Ja ein Ja? Ist ein Nein ein Nein? Können andere sich auf dich verlassen? Können sie dir vertrauen?

[35:45] Ja? Hast du dir schon mal überlegt, was dich antreibt, ein Ja zu geben und dabei nicht die geringste Absicht zu haben, es danach zu tun?

[36:02] Ist es zum Beispiel die Angst, was der andere vor dir denkt, vorschnell einfach ein Ja zu geben? Oder ist es die Angst vor dem Versagen, dass du gar nicht beginnen möchtest?

[36:18] Ist es dein Bedürfnis nach Harmonie, dass du keine Angriffsfläche bieten möchtest? Ist es deine Bequemlichkeit, deine Halbsucht oder der Geiz?

[36:34] Ganz, ganz viele unterschiedliche Sünden beziehungsweise falsche Motivationen können dich und mich antreiben, um das eine zu sagen und das andere zu tun?

[36:50] Wie sieht es bei dir zum Beispiel in der folgenden Situation aus? Ein Versprechen, welches viele von euch und auch ich schon abgegeben haben, ist zum Beispiel die Ehe.

[37:04] Wie steht es mit deinem Ja zu deinem Mann beziehungsweise zu deiner Frau? Ist dein Ja ein Ja unabhängig von den heutigen Umständen?

[37:18] Hast du nicht ein Ja zu diesem Bund gesagt und die Liebe in guten wie auch in schlechten Zeiten zugesichert? Gibst du alles dir Mögliche um mit Hilfe von Gott dieses Versprechen auch einzuhalten?

[37:37] Eines darfst du dabei wissen, Gott hilft er ist nie der Flaschenhaus all seine Verheißungen sind wahr und nun liegt es an dir dein Versprechen umzusetzen die Kraft die Anleitung und die Verheißung hat dir Gott in seinem Wort gegeben liebst du wie du es versprochen hast oder liebst du nur dann wenn es dir danach ist oder ein Punkt an dem viele von uns welche Kinder haben oder mit Kindern arbeiten ganz oft scheitern die Kinder stürmen und wollen unbedingt etwas haben und zwar jetzt was was ist die einfachste und schnellste Möglichkeit um wieder Ruhe zu bekommen neben dem kaufen wir geben vorschnell ein

[38:39] Versprechen ab und halten es dann nicht ein wir sagen dem Kind nicht jetzt meinen wieder die Aufnahme von vielen neuen Gemeindeglieder was für ein schönes Ereignis wir freuen uns alle darauf und der Kern der ganzen Sache ist die gegenseitige Loyalitätsbekundung was für ein Zungenbrecher aber um was geht es jetzt dort es geht um ein gegenseitiges

[39:41] Versprechen es geht um ein Versprechen von der Gemeinde gegenüber den neuen Mitgliedern und von den neuen Mitgliedern gegenüber der Gemeinde es geht darum dass wir uns versprechen dass wir uns versprechen uns gegenseitig in Selbstbeherrschung zu üben damit wir ein Zeugnis christlicher Liebe und Heiligung sind oder weiter wir versprechen uns gegenseitig die Einheit zu bewahren und uns gegenseitig zu guten Werken zu motivieren oder wir versprechen uns gegenseitig als gute Haushalte von Gottes Gaben im geistlichen wie auch im materiellen Bereich füreinander zu sorgen wir versprechen gegenseitig dass wir die biblische Wahrheit in der Familie im persönlichen Umfeld lehren mit dem Wunsch dass der Nächste errettet wird wir versprechen uns gegenseitig dass wir

[40:44] Ermahnung und Unterweisung in Sanftmut annehmen wir versprechen uns gegenseitig dass wir im Gebet für die Glieder für die Gemeinde und die universelle Gemeinde einstehen ich kann euch jetzt in der Gemeinde nicht sehen aber haltet mal alle die Hände hoch Martin kann dann zählen welche dieses Versprechen zu jeder Zeit in vollem Umfang gehalten haben ich hoffe Martin bis durch mit zählen wow ist das nicht ein hoher Maßstab an welchem wir uns da messen ja definitiv aber es ist dann nicht ein selbstdefinierter sondern es ist der Maßstab der Schrift für das Miteinander in der Gemeinde in einer Kürze wiedergegeben unser

[41:46] Versprechen heißt nicht dass wir ohne Fehler diesen Maßstab zu jeder Zeit einhalten werden mit unserem Versprechen setzen wir uns willentlich unter Gottes Plan für die Gemeinde wir geben das Versprechen ab dass wir anhand von diesen Punkten zusammen leben möchten unser Ja soll auch in dieser Beziehung ein Ja sein werden wir Fehler dabei machen Ja definitiv denn wir alle leben im Fleisch wir alle werden Sündige doch ändert das den Maßstab von Gott für unsere Gemeinschaft niemals ist es dein Wunsch beziehungsweise dein Wille das zu bejahen daran zu arbeiten und danach zu leben wir haben jetzt drei oder vier

[42:58] Praxisbeispiele zusammen angeschaut ja es gibt unterschiedliche Aufgaben es gibt unterschiedliche Versprechen ja sogar Bünde die einen sind für die Ewigkeit die anderen für die Zeit auf Erde und die letzten nur für eine gewisse Zeit oder Arbeit aber hältst du was du versprichst ist dein Ja ein Ja du willst wissen was Gott von dir will sprich und lebe die Wahrheit Gottes Absicht ist es dass wir Menschen welche in seinem Ebenbild erschaffen wurden ihn mit unserem Leben damit ehren wenn wir so leben wie auch er ist wenn wir ihm immer ähnlicher werden er ist die Wahrheit und darum kann er nicht lügen und darum sollen auch wir die

[44:02] Wahrheit sagen und nicht lügen Jakobus prangert wie Jesus die damalige Praxis an verbietet ihnen zu schwören und zeigt auf dass unsere Rede ein Ja Ja oder ein Nein Nein sein soll Doch eine brennende offene Frage haben wir doch noch Nach all dem was wir bereits gehört haben darfst du jetzt noch einen Eid oder einen Schwur ablegen Wenn du vor Gericht kommst darfst du dann schwören dass du die Wahrheit sagst Oder weitergedacht fordert Gott nun von uns dass wir aus der Eidgenossenschaft austreten da wir ja keine Eide leisten sollen Damit wir diese praktischen

[45:06] Anwendungsfragen in Bezug auf Schwören und Eid ablegen klären können müssen wir zuerst einige Beobachtungen nochmals kurz wiederholen und dann weitere Stellen der Schrift überprüfen Im ersten Punkt der Predigt hatten wir gesehen dass Gott zum Beispiel im 1.

[45:24] Mose 22 Vers 15 selber schwört Wenn Schwör generell eine Sünde wäre dann hätte es Gott nicht gemacht und seinem Volk niemals angeordnet Aber schauen wir doch mal ins Neue Testament Welche Handhabung finden wir dort Schlagt mal 2.

[45:48] Korinther Brief auf Paulus hat im 1. Korinther Brief Kapitel 16 Vers 5 bis 7 Das müsst ihr jetzt nicht aufschlagen bleibt im 2.

[46:02] Korinther Brief Aber an dieser Stelle hat Paulus der Gemeinde versprochen dass er wieder zu ihnen kommen wird Also er hat ein Versprechen abgegeben Doch dazu kam es bis zum Schreiben vom 2.

[46:18] Korinther Brief nicht Im 2. Korinther Brief 1 ab Vers 15 und das dürft ihr jetzt aufschlagen greift Paulus nun auf dieses Versprechen das nimmt er wieder auf und schreibt dort 2.

[46:35] Korinther Brief Kapitel 1 ab Vers 15 In dieser Zuversicht nahm ich mir vor zuerst zu euch zu kommen damit ihr eine weitere Gnade empfandt und über euch durchzureichen nach Mazedonien und von Mazedonien wieder zu euch zu kommen und von euch nach Judea geleitet zu werden also er hat ihnen eigentlich ihr zwei Besuche versprochen doch so weit kam es nicht Paulus hat bis zu diesem Zeitpunkt die Gemeinde nicht besucht dieses nicht erfüllte Versprechen wurde jetzt wahrscheinlich von Paulus Widersachern gegen ihn verwendet in den kommenden Vers setzt er sich jetzt dem göstlichen Maßstab aus ob sein Ja ein Ja sein oder ein Nein ist Vers 17 habe ich nun leichtfertig gehandelt als ich mir dies vornahm oder mache ich überhaupt meine Pläne nach dem

[47:45] Fleisch so dass bei mir das Ja Ja auch ein Nein Nein wäre also schlussendlich dass er nicht einhält was er verspricht in den Versen 18 bis 22 zeigt dann Paulus auf dass er nicht zweideutig gesprochen hat er hat nicht Ja gesagt und Nein gemeint er erinnert sie an Gottes Treue dass Gott seine Zusagen absolut einhält dieser Gott dieser Gott ist im Bund zwischen ihm und der Gemeinde ist ein Dreiecks Bund sagen wir es mal so dann bekräftigt Paulus um Vers 23 seine Gesinnung und erklärt warum er noch nicht gekommen ist Vers 23 ich berufe mich aber auf Gott als Zeugen für meine Seelen dass ich um euch zu schonen noch nicht nach Korinth gekommen bin nicht dass wir

[48:51] Herren sein wollten über euren Glauben sondern wir sind Gehilfen eurer Freude denn ihr steht fest im Glauben Paulus nimmt Gott als Zeugen für seine ehrliche Seele und zeigt auf dass er noch nicht zu ihnen gekommen ist weil er sie schonen wollte wenn er in dieser Situation dort zu ihnen gekommen wäre dann hätte es wohl eher eine militärische Inspektion und Reinigung gegeben das wollte er jedoch verhindern denn er will als Gehilfen zu ihnen zu kommen zu ihnen kommen um sie zu unterstützen um diesem Argument Gewicht zu geben nimmt er Gott jetzt als Zeugen für seine Seele Gott als Zeugen zu nehmen für seine

[49:52] Seele ist gleichwertig wie zu schwören Paulus schwört hier also dass Paulus aufgrund der Liebe zu ihnen noch nicht gekommen ist Paulus bekräftigt die Aussage von Jesus dass ein Ja ein Ja und ein Nein ein Nein sein soll und er schwört zugleich gleichzeitig indem er Gott als Zeugen für seine Motive in den Zeugenstand nimmt anhand von dieser Bibelstelle sehen wir also dass Paulus die Lehre von Jesus vollständig weiß und danach lebt sie anwendet und gleichzeitig einen Schwur ablegt wir finden aber noch ein prominenteres Beispiel wie Paulus es ist das Vorbild in Person es ist Jesus Christus bitte schlagt mal

[50:53] Matthäus 26 Vers 63 auf Jesus wurde festgenommen und er kommt vor den Hohen Rat falsche Zeugen wurden gegen ihn vorgeführt und dann lesen wir ab Vers 61 zuletzt aber kamen zwei falsche Zeugen und sprachen dieser hat gesagt ich kann den Tempel Gottes zerstören und ihn nach drei Tagen aufbauen und der hohe Priester stand auf und sprach zu ihm antwortest du nichts auf das was diese gegen dich aussagen Jesus aber schwieg und der hohe Priester begann und sprach zu ihm ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott dass du uns sagst ob du der Christus bist der Sohn Gottes Jesus spricht zu ihm du hast es gesagt über dies sag ich euch künftig werdet ihr den

[51:57] Sohn des Menschen sitzen sehen zu Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels Amen der hohe Priester will von Jesus eine klare Aussage haben ob der Christus der Sohn Gottes ist wie üblich vor Gericht wird eine Aussage unter einem Eid bzw.

[52:19] einem Schwur verlangen um die Wichtigkeit der wahrheitsgetreuen Aussage hervorzuheben Jesus spricht nun unter diesem Schwur die Aussage du hast es gesagt und setzt noch einen oben drauf künftig werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen zu Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels Jesus selbst macht eine Aussage unter Schwur und spricht entgegen allen anderen Zeugen der Wahrheit wir sehen also selbst im Neuen Testament dass Jesus der die Wahrheit in Person ist selbst schwört sein Ja ist ein Ja sein Nein ist ein Nein Zudem haben wir noch gesehen dass auch der Apostel Paul schwört es gibt auch noch weitere Beispiele entsprechen können wir festhalten Gott ist ein

[53:21] Gott der Wahrheit er will dass wir in der Wahrheit leben und das tun was wir sagen entgegen in der damaligen Praxis die andere Partei durch einen nicht bindenden Schwur zu täuschen soll unsere Rede ein Ja Ja und ein Nein Nein sein alles was über das hinaus geht um etwas anderes als die reine Wahrheit zu vermitteln das ist vom Bösen und damit Böse als Christen sollen wir in der Wahrheit leben keine Fake News Hauptwahrheiten Lügen Manipulation und so weiter sondern von dir und von mir ausgehen wir sollen nicht erst dann die Wahrheit sprechen wenn zusätzlicher Druck durch einen Schwur auf uns einwirrt wenn du bei einer offiziellen Instand etwas unter einem Eid aussagen beziehungsweise schwören sollst dann soll unabhängig von dem verlangten

[54:26] Schwur nur die reine Wahrheit aus dir heraus kommen egal wie die Umstände sind ob für dich oder gegen dich die Wahrheit Gottes soll dein ganzes Herz also dein Denken fühlen deine Motive und Motivationen und Überzeugungen beeinflussen und entsprechend soll all das was aus dir heraus kommt dieser Wahrheit entsprechen bei Jakobus Gebot geht es nicht um ein totales Verbot von Schwören und Eid ablegen er verbietet jedoch ganz klar jedes leichtfertige manipulative schwören schwören welches der Wahrheit entgegensteht folglich ist es auch einem Christen erlaubt in der Eidgenossenschaft zu bleiben und vor Gericht zu schwören der Satz in Jakobus 5 12 endet damit den

[55:28] Worten damit ihr nicht unter ein Gericht fallt unser Ja soll ein Ja sein unser Nein ein Nein Wenn dies nicht der Fall ist dann wird die Konsequenz sein dass wir dieser Lüge überführt werden Egal ob zeitlich auf dieser Erde oder in Ewigkeit vor Gott jede Lüge hat kurze Beine und endet vor Gericht Du und ich wir sind verantwortlich für das was wir sagen und tun Ja als Abschluss gibt es noch eine kleine Prüfung oder eine Aufgabe eine Fallstudie Wie hätte ich als kleiner Sprössling vor dieser Gruppe im Wald dort reagieren sollen Hätte ich schwören dürfen oder nicht Beantwortet doch diese Frage anhand von der gehörten Bibelstelle und sucht noch eine

[56:30] Lösung Sprecht über Mittag miteinander Ich bin gespannt Deine oder eure Antwort Als Abschluss möchte ich noch beten Vater im Himmel ich danke dir dass du ein Gott der Wahrheit bist Du bist wahr Du bist der der Gott der nur Wahrheit ist und darum kann aus dir nur Wahrheit hervorkommen Du kannst nicht lügen Du kannst nicht täuschen Du kannst nicht manipulieren sondern du bist wahr und treu und herzlichen Dank Vater im Himmel dass du uns errettet hast durch deinen Sohn und dass wir durch deinen Sohn ein neues Leben bekommen haben ein neues Herz welches auf dein

[57:32] Wort ausgerichtet ist Ja wir leben in dieser Welt wir versagen wir versündigen aber wir haben deinen Geist wir können die Wahrheit erkennen wir können nach der Wahrheit leben und so möchten wir uns dies auch zu Herzen nehmen dass wir dass wir darauf achten wie wir sprechen was für Versprechen das wir abgeben was für Dinge wir verneinen und dann auch nicht tun ich möchte bitten dass unser Herz unser Denken Fühlen und Handeln unser Leben in der Gesellschaft absolut eins ist dass das was wir sagen dass wir das auch tun dass wir unser Wort halten und so auch repräsentieren wer du bist dass wir Zeugen zu deiner

[58:33] Ehre sein dürfen da möchten wir dich darum bitten herzlichen Dank dürfen wir aber auch die Gnade haben für all diese Versprechen für all diese Dinge die wir ja gesagt haben und dennoch nicht eingehalten haben herzlichen Dank dass du ein gnädiger Gott bist dass du uns vergibst dass du die Strafe auf deinen Sohn gelegt hast aber weil es deinem Sohn das Leben gekostet hat möchten wir umso mehr darauf achten dass wir in der Wahrheit wandeln das möchten wir bitten für uns in unserem persönlichen Leben in den Familien an der Arbeit aber auch gerade in der Gemeinde dass wir füreinander in der Wahrheit da sind dass wir einander helfen bewahre uns von einem heuchlerischen Leben das das eine vorgibt und das andere erlebt ich möchte dich darum bitten wirke du im Herzen von jedem von uns

[59:40] Amen